Neu im Kino/Filmkritik: „7500“, dieses Flugzeug wurde entführt

Dezember 27, 2019

Als Pilot Michael Lutzmann (Carlo Kitzlinger) und sein ebenso erfahrener Co-Pilot Tobias Ellis (Joseph Gordon-Levitt) im Cockpit des Airbus A 319 vor dem Start routiniert die Checkliste durchgehen und etwas privat plaudern, erwarten sie einen einen langweiligen Routineflug von Berlin nach Paris.

Kurz nach dem Start übernehmen Entführer das Kommando in der Passagierkabine. Sie wollen unbedingt in das Cockpit. Nach vorherigen Entführungen ist es inzwischen gut gesichert. Nur der Pilot kann die Tür öffnen und genau das soll er unter keinen Umständen tun.

Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände gelingt es einem der Terroristen in das Cockpit einzudringen. Bei dem Kampf wird Pilot Lutzmann schwer verletzt. Co-Pilot Ellis kann Kenan (Murathan Muslu) überwältigen und ihn auf einem Klappsitz fesseln.

Die anderen Terroristen versuchen weiterhin, Ellis zum Öffnen der Tür zu bewegen und so die Gewalt über die Maschine zu erlangen. Dabei schrecken sie auch nicht vor tödlicher Gewalt gegen die Passagiere und Stewardessen zurück. Eine der Stewardessen ist Ellis‘ Freundin und die Mutter ihres Sohnes. Ellis versucht das Schlimmste zu verhindern ohne das Leben der Passagiere zu gefährden oder Gewalt anzuwenden.

Mit seinem Spielfilmdebüt „7500“ sendet Patrick Vollrath, dessen Kurzfilm „Alles wird gut“ 2016 für den Kurzfilmoscar nominiert war, unübersehbar sein Bewerbungsschreiben nach Hollywood. Dafür verpflichtete er mit Joseph Gordon-Levitt einen US-Star als Hauptdarsteller, drehte größtenteils auf Englisch und erzählt eine Thrillergeschichte. Diese spielt als Quasi-Zwei-Personenstück in Echtzeit im engen Cockpit eines Passagierflugzeugs. Nur am Filmanfang, wenn Überwachungskameras das Einchecken der Entführer dokumentieren, und am Filmende verlässt die Kamera für wenige Minuten, eher Sekunden, das Cockpit.

Vollrath gelingt es in diesem engen Raum eine beträchtliche Spannung zu erzeugen.

Das ist nicht in jeder Minute perfekt. Das gilt für allem für die Gespräche zwischen Ellis und den Terroristen, ihrem Motiv und ihrem Plan. Manchmal ist es auch etwas unlogisch. Aber insgesamt ist „7500“ ein spannender B-Thriller, der sich nicht vor vergleichbaren US-Thrillern verstecken muss. Im Gegenteil!

P. S.: Unnützes Wissen: 7500 ist in der internationalen Luftfahrt der Notfallcode für eine Flugzeugentführung.

7500 (Deutschland 2019)

Regie: Patrick Vollrath

Drehbuch: Patrick Vollrath, Senad Halilbasic

mit Joseph Gordon-Levitt, Omid Memar, Aylin Tezel, Murathan Muslu, Carlo Kitzlinger

Länge: 92 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Filmportal über „7500“

Moviepilot über „7500“

Rotten Tomatoes über „7500“

Wikipedia über „7500“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 27. Dezember: E. T. – Der Außerirdische

Dezember 26, 2019

ZDFneo, 21.35

E. T. – Der Außerirdische (E. T. – The Extreterrestrial, USA 1982)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Melissa Mathison

Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände strandet der knuddelige Außerirdische E. T. in einer kalifornischen Kleinstadt. Der junge Elliott und seine Freunde wollen ihm helfen, während die Erwachsenen den Außerirdische jagen.

Der heute immer noch gern gesehene Science-Fiction-Film (?, Kinderfilm?) war ein weltweiter Kassenhit. Es ist einer der wenigen SF-Filme, in denen der Außerirdische keine Bedrohung, sondern eine kindliche, verlorene, gutmütige Seele ist, die nur nach Hause will.

Variety schrieb: „’E. T. – Der Außerirdische‘ ist vielleicht der beste Disney-Film, den Disney nie gedreht hat.“

Für mich ist E. T. der emotionalste Film, den ich gemacht habe. Und das ist kein Zufall. Er drückt aus, was ich selbst tief im Inneren gefühlt habe. (…) E. T. stellt für mich die Quintessenz meiner Kindheit dar und zugleich ihr Ende.“ (Steven Spielberg)

mit Henry Thomas, Drew Barrymore, Dee Wallace, Peter Coyote, Robert McNaughton

Hinweise

Rotten Tomatoes über „E. T. – Der Außerirdische“

Wikipedia über „E. T. – Der Außerirdische“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant (The BFG, USA 2016)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Verlegerin“ (The Post, USA 2017)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Ready Player One“ (Ready Player One, USA 2018)

Steven Spielberg in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 26. Dezember: Über den Dächern von Nizza

Dezember 25, 2019

BR, 23.00

Über den Dächern von Nizza (To catch a Thief, USA 1955)

Regie.: Alfred Hitchcock

Drehbuch: John Michael Hayes

LV: David Dodge: To catch a thief, 1952

John Robie hat sich zur Ruhe gesetzt. Als ein anderer Einbrecher Robies Stil nachahmt, will er im wohlverstandenen Eigeninteresse den Nachahmer fangen.

Lockere Krimikomödie von Hitchcock, die zur Blaupause für künftige kultivierte Thriller-Romanzen werden sollte. Hitchcock war besonders an dem Aspekt der fetischistischen Liebe (To catch a thief) interessiert und pfiff – wie so oft – auf die Logik.

Mit Cary Grant, Grace Kelly (die danach den Fürst von Monaco heiratete), Charles Vanel, Jessie Royce Landis, Brigitte Auber, René Blancard

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Über den Dächern von Nizza“

Wikipedia über „Über den Dächern von Nizza“ (deutsch, englisch) und über Alfred Hitchcock (deutsch, englisch)

Senses of Cinema (Ken Mogg) über Alfred Hitchcock

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 2“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 2

Meine Besprechung von Alfred Hitchcocks “Mr. und Mrs. Smith” (Mr. and Mrs. Smith, USA 1941)

Meine Besprechung von Thilo Wydras “Alfred Hitchcock”

Alfred Hitchcock in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Robert Blochs “Psycho” (Psycho, 1959)

Meine Besprechung von Robert V. Galluzzos “Psycho Legacy” (The Psycho Legacy, USA 2010 – eine sehenswerte Doku über die “Psycho”-Filme mit Anthony Perkins, mit vielen Stunden informativem Bonusmaterial)

Meine Besprechung von Stephen Rebellos “Hitchcock und die Geschichte von ‘Psycho’” (Alfred Hitchcock and the Making of ‘Psycho’, 1990)

Meine Besprechung von Sacha Gervasis auf Stephen Rebellos Buch basierendem Biopic “Hitchcock” (Hitchcock, USA 2012)

 


TV-Tipp für den 25. Dezember: 8 Frauen

Dezember 24, 2019

Arte, 20.15

8 Frauen (8 Femmes, Frankreich 2002)

Regie: François Ozon

Drehbuch: François Ozon, Marina de Van

LV: Robert Thomas: Huit Femmes, 1958/1962 (Theaterstück)

Weihnachten in einem verschneiten Landhaus: In der Nacht wird der Hausherr ermordet. Die Täterin ist eine der acht Frauen, die im Haus sind. Selbstverständlich hat jede von ihnen ein gutes Motiv das Ekel umzubringen. Und ein todsicheres Alibi.

Ein Cozy mit Gesang und einem Darstellerinnenensemble, das über jeden Zweifel erhaben ist und die Crème de la Crème des französischen Films versammelt.

mit Catherine Deneuve, Isabelle Huppert, Emmanuelle Béart, Fanny Ardant, Virginie Ledoyen, Danielle Darrieux, Ludivine Sagnier, Firmine Richard, Dominique Lamure

Wiederholung: Freitag, 3. Januar, 13.50 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „8 Frauen“

Wikipedia über „8 Frauen“ (deutschenglischfranzösisch)

Spiegel: Interview mit Francois Ozon über „8 Frauen“

Blickpunkt Film: Interview mit Francois Ozon über „8 Frauen“

epd Film: Interview mit Francois Ozon (8/2007)

Homepage von Francois Ozon

Meine Besprechung von Francois Ozons “In ihrem Haus” (Dans la Maison, Frankreich 2012)

Meine Besprechung von Francois Ozons ”Jung & Schön” (Jeune & jolie, Frankreich 2013)

Meine Besprechung von Francois Ozons „Eine neue Freundin“ (Une nouvelle amie, Frankreich 2014)

Meine Besprechung von François Ozons „Frantz“ (Frantz, Deutschland/Frankreich 2016)

Meine Besprechung von François Ozons „Der andere Liebhaber“ (L’Amant Double, Frankreich/Belgien 2017)

Meine Besprechung von François Ozons „Gelobt sei Gott“ (Grâce à Dieu, Frankreich 2019)


Cover der Woche

Dezember 24, 2019


Weihnachtsmusik?

Dezember 24, 2019

Los Lobos – viel Spaß!


TV-Tipp für den 24. Dezember: Ist das Leben nicht schön?

Dezember 23, 2019

Nach dem Auspacken der Geschenke (Gutschein, Gutschein, Gutschein, Socken, nochmal Gutschein, superspannendes Buch eines Nobelpreisträgers, Unterhosen, eine Nummer zu groß [„du wächst da noch rein“])

Servus TV, 22.45

Ist das Leben nicht schön? (It’s a wonderful Life, USA 1946)

Regie: Frank Capra

Drehbuch: Frances Goodrich, Albert Hackett, Frank Capra, Jo Swerling (zusätzliche Szenen), Michael Wilson (ungenannt) (nach einer Geschichte von Philip Van Doren Stern)

Am Heiligabend (also heute, vor langer Zeit in einer anderen Welt) will sich der hochverschuldete Familienvater George Bailey (James Stewart) umbringen. Bevor er zur Tat schreitet, taucht Engel Clarence auf und schildert ihm, wie es ohne ihn in dem lauschigen Städtchen Bedford Falls aussähe.

Im Kino war der Film kein Erfolg. Dann lief er im Fernsehen so lange an den Weihnachtstagen bis er zu dem Weihnachtsfilm wurde. Regisseur Capra und Hauptdarsteller Stewart nannten den Film ihren Lieblingsfilm – und inzwischen ist er auch der Lieblingsfilm von vielen, vielen Menschen. So steht er in der IMDB-Top-250-Liste auf dem 25. Platz.

Mit James Stewart, Donna Reed, Lionel Barrymore, Henry Travers, Thomas Mitchell, Beulah Bondi, Ward Bond

Wiederholung: Mittwoch, 25. Dezember, 08.15 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Ist das Leben nicht schön?

Turner Classic Movies über „Ist das Leben nicht schön?“

Wikipedia über „Ist das Leben nicht schön?“ (deutsch, englisch)

Filmzentrale über „Ist das Leben nicht schön?“


TV-Tipp für den 23. Dezember: Ein Mann in Bestform

Dezember 23, 2019

Arte, 23.40

Ein Mann in Bestform (Paradis pour tous, Frankreich 1982)

Regie: Alain Jessua

Drehbuch: Alain Jessua, André Ruellan

Als ein gescheiterter Versicherungsvertreter nach einem gescheitertem Suizidversuch im Rollstuhl sitzt, ergeht er sich nicht in Selbstmitleid. Denn ein experimentierfreudiger Arzt wendet eine experimentelle Behandlung auf ihn an, die gegen Depressionen hilft. Und gegen Gewissensbisse.

Alain Jessuas witzige Gesellschaftssatire konfrontiert den konsumorientierten Trend unserer Leistungsgesellschaft mit unangepassten Querdenkern – eine Situation, die sogenannte normale Menschen an den Rand des Wahnsinns treibt.“ (Fischer Film Almanach 1992)

Gut gespielte, aber nur mittelmäßig inszenierte Komödie über das Leben und die Leistungsgesellschaft.“ (Lexikon des internationalen Films)

als Film, der die Gratwanderung zwischen Spannung und Satire versucht, ist es ein tapferes, exzentrisches Experiment.“ (Phil Hardy, Hrsg.: Die Science Fiction Filmenzyklopädie)

Unbekanntester Film des inzwischen nicht mehr sonderlich bekannten Alain Jessua. Zu seinen anderen, ebenfalls kaum gezeigten Filmen gehören „Der Schocker“ (Traitement de choc, 1973), „Die letzte Warnung“ (Armaguedon, 1977, beide mit Alain Delon) und „Die Hunde“ (Les chiens, 1979, mit Gérard Depardieu und Fanny Ardant).

Die deutsche Premiere des letzten Films von Patrick Dewaere war 1991 auf Video.

Dewaere, der damals in Frankreich ein Star war, verübte 1982 35-jährig Suizid.

mit Patrick Dewaere, Stéphane Audran, Fanny Cottençon, Jacques Dutronc, Philippe Léotard

auch bekannt als „Brainwash – Ein Mann in Bestform“ (VHS-Titel)

Hinweise

Wikipedia über „Ein Mann in Bestform“ und Alain Jessua (deutsch, englisch, französisch)


TV-Tipp für den 22. Dezember: Der Wind und der Löwe

Dezember 21, 2019

Tele 5, 20.15

Der Wind und der Löwe (The Wind and the Lion, USA 1975)

Regie: John Milius

Drehbuch: John Milius

Tanger, 1904: Scheich El Raisuli (Sean Connery) entführt eine Amerikanerin (Candice Bergen) und löst heftige diplomatische Komplikationen aus.

Klassischer Abenteuerfilm und „eine der schönsten Heldenfiguren aus dem Repertoire des Superstars“ (Adolf Heinzlmeier: Sean Connery)

Für das „Time“-Magazin gehört „Der Wind und der Löwe“ zu den zehn besten Filmen des Jahrzehnts.

mit Sean Connery, Candice Bergen, Brian Keith, John Huston, Geoffrey Lewis

Wiederholung: Dienstag, 24. Dezember, 17.55 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der Wind und der Löwe“

Wikipedia über „Der Wind und der Löwe“ (deutsch, englisch)

Sean Connery in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 21. Dezember: Stirb langsam 2

Dezember 20, 2019

Pro7, 22.55

Stirb langsam 2 (Die hard 2, USA 1990)

Regie: Renny Harlin

Drehbuch: Steven E. de Souza, Doug Richardson

LV: Walter Wager: 58 Minutes, 1987

John McClane (Bruce Willis) feiert Weihnachten: nachdem er im ersten Teil ein Hochhaus zerlegte, ist dieses Mal ein Flughafen dran, unterstützt wird er von Franco Nero, Dennis Franz, William Atherton, Reginald VelJohnson, William Sadler, John Amos, Vondie Curtis-Hall.

Wenn Die Hard eine neo-klassische Geschichte auf eine (beinahe) neo-klassische Weise erzählt, eine höchst traditionsbewusste Dramaturgie mit einem neuen Twist verbindet, dann ist Die Hard 2 der Beginn eines formelhaften Spiels: Vieles, was Willis´ Figur, den New Yorker Cop John McClane, anbelangt, ist nun bereits etabliert, wird wiederholt, variiert und vertieft, und erst in dieser Reflexion wird ein Charakter zum paradigmatischen Helden. Der Regisseur Renny Harlin erweist sich dabei als perfekter Erfüllungsgehilfe, da er selber dieser Formel kaum etwas hinzufügt, sondern versucht, alles auf eine geradezu mathematische Weise zu steigern: mehr Effekte, mehr Action, mehr Tote – mehr Bruce Willis.“ (Georg Seeßlen in Annette Kilzer, Hrsg.: Bruce Willis)

Für den dritten „Stirb langsam“-Film wurde dann die Beschränkung auf die Weihnachtstage (Hey, auch Terroristen wollen einen friedlichen Heiligabend feiern!) und einen sehr begrenzten Ort aufgegeben.

Mit Bruce Willis, Franco Nero, Dennis Franz, William Atherton, Reginald VelJohnson, William Sadler, John Amos, Vondie Curtis-Hall

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Stirb langsam 2“

Wikipedia über „Stirb langsam 2“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Renny Harlins „5 Days of War“ (5 Days of War, USA 2010)

Meine Besprechung von Howard Chaykin (Autor)/Stephen Thompson/Gabriel Andrade jr. (Zeichner): Die Hard – Das erste Jahr (Die Hard: Year One 1 – 8, 2009)

Meine Besprechung von John Moores „Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben“ (A good day to die hard, USA 2012)


Neu im Kino/Filmkritik: „The Farewell“ – Abschiednehmen auf die chinesische Art

Dezember 20, 2019

Billi (Awkwafina, zuletzt „Jumanji: The next level“) ist eine gar nicht so untypische junge New Yorkerin. Sie hat sich gerade – erfolglos – für ein Stipendium beworben. Einen Freund hat sie nicht. Und auch kein offenkundiges Lebensziel.

Als sie erfährt, dass ihre immer noch in China lebende, über alles geliebte Großmutter todkrank ist, möchte sie sie noch einmal sehen. Ihre Eltern sind dagegen. Denn die Nai Nai (Mandarin für die Großmutter väterlicherseits) weiß nichts von ihrer Krebserkrankung. Die Ärzte geben ihr nur noch wenige Wochen. Chinesischen Traditionen folgend soll Nai Nai es auch nicht erfahren.

Weil Billis Eltern überzeugt sind, dass Billi vor ihrer Nai Nai das Geheimnis sofort ausplaudern wird, soll Billi nicht mit nach Changchun, einer Industriestadt in der nordöstlichen chinesischen Provinz Jilin, fahren.

Billi soll in New York bleiben, während die restliche in den USA und Japan lebenden Familienmitglieder sich auf den Weg nach Changchun machen. Der Vorwand für das seit Jahren in dieser Größe nicht mehr erfolgte Familientreffen ist die Hochzeit von Billis Cousin mit einer Japanerin.

Trotzdem fliegt Billi nach Changchun, wo sie als Überraschungsgast auftaucht und leicht ungläubig das rege Treiben betrachtet. Nai Nai (Zhao Shuzhen) bereitet resolut die Hochzeitsfeier vor. Ihre Kinder und Kindeskinder versuchen die Fassade der Fröhlichkeit aufrecht zu halten, während sie sich von Nai Nai verabschieden und in Erinnerungen schwelgen. Schließlich wissen sie, dass sie Nai Nai nach diesen Tagen nicht wieder lebendig sehen werden.

In ihrem zweiten Spielfilm erzählt Lulu Wang eine autobiographische Geschichte. Ihr alter ego Billi muss, wie Lulu Wang 2013, eine Antwort auf ihre widerstreitenden Gefühle und den Ansprüchen ihrer Familie finden. Die anderen Familienmitglieder stehen vor dem gleichen Problem. Außerdem müssen sie sich mit veränderten Traditionen arrangieren. Als Auswanderer hielten sie an Traditionen fest, die sich in China veränderten. Gleichzeitig veränderte ihr Leben im Ausland ihren Blick auf heimische Traditionen.

Das zeigt Wang sehr präzise, feinfühlig und humorvoll. Die kleinen Differenzen und auch die inneren Konflikte jeder Person werden so nachvollziehbar. Jeder schweigt und lügt über etwas anderes. Und ziemlich oft haben die anderen eine sehr gute Vorstellung, worüber geschwiegen wird und worüber sie, mit guten Absichten, belogen werden.

Diese sehr differenziert ausfallende und genau beobachtende Familienporträt bewegt sich allerdings zu nah an den Fakten der wahren Lüge entlang. Die verschiedenen Positionen zum Belügen von Nai Nai werden dargestellt, aber es wird keine Antwort gegeben. Daher gibt es am Ende auch keine Lösung für das Dilemma, vor dem Billi steht. Die letzten Filmminuten, der Abspann, die Existenz dieses Films (und die Frage, wie Nai Nai darauf reagiert) zeigen diese Unentschlossenheit noch einmal auf.

So ist „The Farewell“ nur die gelungene Beschreibung einer Situation.

Zum Ansehen empfehle ich die schlüssig zwischen Englisch und Mandarin wechselnde Originalfassung.

The Farewell (The Farewell, USA 2019)

Regie: Lulu Wang

Drehbuch: Lulu Wang

mit Shuzhen Zhao, Awkwafina, X Mayo, Lu Hong, Lin Hong, Tzi Ma, Diana Lin, Yang Xuejian, Becca Khahil

Länge: 101 Minuten

FSK: ab 0 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „The Farewell“

Metacritic über „The Farewell“

Rotten Tomatoes über „The Farewell“

Wikipedia über „The Farewell“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 20. Dezember: Das finstere Tal

Dezember 19, 2019

3sat, 22.25
Das finstere Tal (Österreich/Deutschland 2013)
Regie: Andreas Prochaska
Drehbuch: Martin Ambrosch, Andreas Prochaska
LV: Thomas Willmann: Das finstere Tal, 2010
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts reitet ein einsamer Fremder in ein abgelegenes Alpental, das von dem Patriarchen Brenner und seinen Söhnen beherrscht wird. Der Fremde will, so sagt er, über den Winter bleiben und fotografieren. Schon bald sterben die Leute.
Äußerst gelungener Alpenwestern. Während der Roman mehr in Richtung Ludwig Ganghofer geht, geht der Film mehr in Richtung Sergio Leone.
mit Sam Riley, Tobias Moretti, Paula Beer, Clemens Schick, Erwin Steinhauer, Hans-Michael Rehberg, Carmen Gratl, Helmuth A. Häusler, Martin Leutgeb, Florian Brückner

Die lesenswerte Vorlage

Willmann - Das finstere Tal - 2

Thomas Willmann: Das finstere Tal
Ullstein, 2014
320 Seiten
9,99 Euro

Erstausgabe
Liebeskind, 2010

Hinweise

Perlentaucher über den Roman „Das finstere Tal“

Film-Zeit über „Das finstere Tal“

Moviepilot über „Das finstere Tal“

Wikipedia über „Das finstere Tal“

Meine Besprechung von Andreas Proschaskas „Das finstere Tal“ (Österreich/Deutschland 2013)


Neu im Kino/Filmkritik: „Einsam Zweisam“ und am Ende…

Dezember 19, 2019

Mélanie Brunet (Ana Girardot) und Rémy Pelletier (François Civil) leben in Paris im18. Arrondissement Tür an Tür. Trotzdem laufen sie immer aneinander vorbei, was in einer Großstadt nicht ungewöhnlich ist. Umgekehrt kennt man schnell die Menschen, die den gleichen Bus benutzen, die Verkäufer und Security-Mitarbeiter in den Geschäften, die Postboten und auch die Drogensüchtigen und Obdachlosen. Der Kontakt endet meistens schon vor einem wieder erkennendem und begrüßendem Kopfnicken.

Weil „Einsam Zweisam“ ein Spielfilm ist und weil es ein französischer Spielfilm ist, weiß man schon in den ersten Filmminuten (ach, eigentlich genügt ein Blick auf das Plakat), dass Mélanie und Rémy füreinander bestimmt sind und sie sich spätestens am Filmende begegnen werden.

Bis dahin zeichnet Cédric Klapisch („… und jeder sucht sein Kätzchen“, „L’auberge espagnole – Barcelona für ein Jahr“, „Der Wein und der Wind“) ein äußerst feinfühliges Doppelporträt von zwei schüchternen Menschen und des Stadtviertels, zu dem sie nur zum Schlafen und Einkaufen bei dem gut vernetzten und etwas bauernschlauem Chef eines kleinen Lebensmittelgeschäfts. Weitere Lebenshilfe erhalten Rémy und Mélanie, die beide in einer Depression stecken, von ihren Therapeuten, die auch etwas miteinander verbindet.

Klapisch erzählt in seinem herzerwärmendem Drama die Geschichte vor dem ersten Zusammentreffen, das auch der Beginn einer Liebe sein kann. Es ist, nachdem im Kino die traditionellen Weihnachtsfilme von den Disney-Filmen („Star Wars“!) vertrieben wurden, ein herzerwärmender Weihnachtsfilm ohne den oft unerträglichen Nikolaus-Christkind-Enkel-Kitsch älterer Weihnachtsfilme.

Einsam Zweisam (Deux moi, Frankreich 2019)

Regie: Cédric Klapisch

Drehbuch: Santiago Amigorena, Cédric Klapisch

mit François Civil, Ana Girardot, Camille Cottin, François Berléand, Simon Abkarian, Eye Haidara, Rebecca Marder

Länge: 110 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Einsam Zweisam“

AlloCiné über „Einsam Zweisam“

Rotten Tomatoes über „Einsam Zweisam“

Wikipedia über „Einsam Zweisam“


TV-Tipp für den 19. Dezember: Swimming with Men

Dezember 19, 2019

Servus TV, 20.15

Swimming with Men (Swimming with Men, Großbritannien 2018)

Regie: Oliver Parker

Drehbuch: Aschlin Ditta

TV-Premiere der britischen Version der Geschichte über einen Mann, der in der Midlife-Crisis steckt und sich einem Team von Synchronschwimmern anschließt. Die Freizeitschwimmer wollen bei der Synchronschwimmer-Weltmeisterschaft teilnehmen. Ihre Chancen für einen Platz auf dem Siegerpodest sind zwischen null und kaum vorhanden.

Feelgood-Film in der „Ganz oder gar nicht“-Tradition. Die Kritik reagierte unterkühlt: vorhersehbare und nur leidlich unterhaltsame Komödie“ (Lexikon des internationalen Films)

mit Rob Brydon, Adeel Akhtar, Daniel Mays, Jim Carter, Rupert Graves

Wiederholung: Freitag, 20. Dezember, 00.40 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Swimming with Men“

Wikipedia über „Swimming with Men“


Neu im Kino/Filmkritik: „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“, das Ende einer Trilogie-Trilogie

Dezember 18, 2019

Es ist vollbracht. Mit „Der Aufstieg Skywalkers“ endet die aktuelle „Star Wars“-Trilogie, die gleichzeitig auch das Ende der Geschichte der Familie Skywalker ist. Sie begann 1977 mit dem Blockbuster „Krieg der Sterne“ (Star Wars). Der Film, die nächsten „Star Wars“-Filme, damit zusammenhängende weitere Spielfilme, TV-Serien, Bücher, Comics und Videospiele waren ebenfalls erfolgreich. Inzwischen sind schon weitere TV-Serien und Spielfilme angekündigt.

Nach acht Spielfilmen haben die Fans der Serie, von denen viele schon Kinokarten gekauft haben, vor allem zwei Fragen: Hat sich das Warten gelohnt? Und wie hat J.J. Abrams die Trilogie abgeschlossen? Nach dem Ende des an der Kinokasse gewohnt erfolgreichen, bei den Fans umstrittenen vorherigen Films „Die letzten Jedi“ sind viele Fragen offen geblieben. Jetzt müssen sie in fast schon schlanken hundertvierzig Minuten beantwortet werden.

Wie schon in seinem ersten „Star Wars“-Film „Das Erwachen der Macht“ betreibt J. J. Abrams vor allem Fanservice. Fast jede Figur, die irgendwann einmal bei „Star Wars“ durchs Bild lief, scheint seinen meist kurzen Auftritt zu bekommen. Ob sie noch lebendig, oder schon verstorben sind, ist egal. So wurden von Carrie Fisher, die wieder Leia Organa spielt, einige ältere Aufnahmen genommen und die Bildhintergründe angepasst. Um ihre austauschbaren Sätze herum wurden fast ebenso austauschbare Dialoge geschrieben. Mark Hamill spielt, was er schon in Interviews verriet, Luke Skywalker als einen Geist – und ich muss jetzt wohl endgültig akzeptieren, dass Luke Skywalker doch am Ende von „Die letzten Jedi“ gestorben ist. Aber Geister und Erinnerungen leben bekanntlich ewig.

Fast alle diese Auftritte bekannt-beliebter „Star Wars“-Charaktere sind, egal wo ihre Schauspieler in den Credits erwähnt werden, irgendwo zwischen einem ausführlichem Cameo und einem etwas längerem Starauftritt angesiedelt. Die Hauptbühne gehört wieder den schon aus „Das Erwachen der Macht“ bekannten Hauptfiguren Rey, Kylo Ren, Poe Dameron und Finn.

Ebenso wird fast jeder Gegenstand, jedes Flugzeug und etliche Gebäude, die in einem „Star Wars“-Film wichtig waren, gezeigt und den „Star Wars“-Fans so immer wieder versichert, dass alles wieder wie früher ist. Es ist das Rezept, das J. J. Abrams schon in „Das Erwachen der Macht“ erfolgreich anwandte.

In dem SF-Abenteuerfilm werden viele Fragen beantwortet. So erfahren wir endlich, wer Reys Eltern sind. Inwiefern die Antwort zum Kanon passt, müssen dann die „Star Wars“-Fanatiker beantworten. Das gilt auch für die anderen Antworten, die J. J. Abrams gibt. Bei einigen seiner Antworten würde ich das heftig verneinen. Entsprechend überraschend sind sie. Besonders überzeugend sind sie, wenn man „Das Erwachen der Macht“, „Die letzten Jedi“ und „Der Aufstieg Skywalkers“ als eine in seinen groben Zügen von Anfang an geplante Trilogie betrachtet, nicht.

Die Story selbst ist im wesentlichen eine Schnitzeljagd, die Rey (Daisy Ridley) und ihre Freunde Poe Dameron (Oscar Isaac), Finn (John Boyega), Chewbacca (Joonas Suotamo), die altbekannten Droiden C-3PO (Anthony Daniels), R2-D2 und Reys Droiden BB-8 im Millennium Falcon auf einer Reise durch die halbe Galaxis schickt. Sie müssen an die Koordinaten des Planeten Execo gelangen. Dort ist die versteckte Welt der Sith (also der Bösewichter). Weil die Erste Ordnung (ebenfalls Bösewichter) in 16 Stunden einen parallelen Angriff auf mehrere Welten plant, müssen sie sich beeilen.

Während Rey und ihre Freunde die verschiedenen Wüstenplaneten besuchen, neue und alte Verbündete treffen und sich immer wieder mit Sturmtrupplern (den gesichtslosen Soldaten der Ersten Ordnung) und Keylo Ren (Adam Driver) kloppen, musste ich an Joss Whedons kultige Science-Fiction-Westernserie „Firefly“ denken. Der schickt eine ähnliche Truppe durch ähnliche Abenteuer. Allerdings mit mehr Humor.

Der Konflikt zwischen Rey und dem Bösewicht Kylo Ren, Sohn von Leia Organa und Han Solo, und seine Auflösung ist bei dieser Hatz durch den Weltraum eher nebensächlich. Das gleiche gilt für die mit dem Auftreten von Palpatine geknüpfte Verbindung zu der in den Episoden I bis III erzählten Geschichte von Luke Skywalkers Vater Anakin Skywalker, dem späteren Darth Vader. Am Ende von „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ starb Palpatine. Jedenfalls glaubten das damals alle. Jetzt ist er wieder da und er hat wieder einen Plan, die Macht über die weit, weit entfernte Galaxie zu bekommen.

Wie in „Die letzten Jedi“ gibt es auch in „Der Aufstieg Skywalkers“ einen vollkommen idiotischen Moment. Dieses Mal ist er ziemlich am Ende und er hat etwas mit Pferden zu tun.

Der Aufstieg Skywalkers“ ist ein kurzweiliges Science-Fiction-Abenteuer, das mich nie richtig begeisterte, weil der Abschluss der Skywalker-Saga in erster Linie Risiken scheuender Fanservice ist. Es gibt keinen Aufbruch in neue Welten, sondern es werden wieder vertraute Welten und Topoi besucht. Wobei, das muss auch gesagt werden, einige Fans sich am laxen, erzählerisch nicht wirklich überzeugend begründetem Umgang mit dem „Star Wars“-Kanon stören dürften.

Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers (Star Wars: The Rise of Skywalker, USA 2019)

Regie: J.J. Abrams

Drehbuch: J.J. Abrams, Chris Terrio, Colin Trevorrow (Ko-Autor), Derek Connolly (Ko-Autor) (basierend auf von George Lucas erfundenen Figuren)

mit Carrie Fisher, Mark Hamill, Adam Driver, Daisy Ridley, John Boyega, Oscar Isaac, Anthony Daniels, Naomi Ackie, Domhnall Gleeson, Richard E. Grant, Lupita Nyong’o, Keri Russell, Joonas Suotamo, Kelly Marie Tran, Billy Dee Williams

Länge: 142 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Die „Star Wars“-Hauptfilme

Krieg der Sterne (Star Wars, später Star Wars: Episode IV – A New Hope, 1977)

Das Imperium schlägt zurück (The Empire strikes back, später Star Wars: Episode V – The Empire Strikes Back, 1980)

Die Rückkehr der Jedi-Ritter (Return of the Jedi, später Star Wars: Episode VI – Return of the Jedi 1983)

Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung (Star Wars: Episode I – The Phantom Menace, 1999)

Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger (Star Wars: Episode II – Attack of the Clones, 2002)

Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith (Star Wars: Episode III – Revenge of the Sith, 2005)

Star Wars: Das Erwachen der Macht (Star Wars: The Force Awakens, 2015)

Star Wars: Die letzten Jedi (Star Wars: The Last Jedi, 2017)

Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers (Star Wars: The Rise of Skywalker, 2019)

Hinweise

Homepage zum Film

Facebook-Seite zum Film

YouTube-Kanal zum Film

Moviepilot über „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“

Metacritic über „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“

Rotten Tomatoes über „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“

Wikipedia über „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von J. J. Abrams „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ (Star Wars: The Force awakens, USA 2015)

Meine Besprechung von Rian Johnsons „Star Wars: Die letzten Jedi“ (Star Wars: The last Jedi, USA 2017)

Meine Besprechung von Gareth Edwards‘ „Rogue One: A Star Wars Story“ (Rogue One: A Star Wars Story, USA 2016)

Meine Besprechung von Ron Howards „Solo: A Star Wars Story“ (Solo: A Star Wars Story, USA 2018)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Imperium in Trümmern (Journey to Star Wars: Das Erwachen der Macht“) (Star Wars: Shatterd Empire # 1 – 4, Disney/Lucasfilm 2015)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Vor dem Erwachen“ (Star Wars: Before the Awakening, 2015)

Meine Besprechung von Alan Dean Fosters „Star Wars: Das Erwachen der Macht – Der Roman zum Film“ (Star Wars: The Force awakens, 2015)

Meine Besprechung von Michael Kogges „Star Wars: Das Erwachen der Macht – Jugendroman zum Film“ (Star Wars: The Force awakens, 2016)

Meine Besprechung von James Lucenos „Star Wars – Der Auslöser: Ein Rogue One Roman“ (Star Wars: Catalyst: A Rogue One Novel, 2016)

Meine Besprechung von Alexander Freeds „Rogue One – Eine Star Wars Story“ (Rogue One. A Star Wars Story, 2016) (Filmroman)

Meine Besprechung von James Frys „Star Wars: Die letzten Jedi“ (Star Wars: The Last Jedi, 2018) (Filmroman)

Meine Besprechung von J. J. Abrams’ “Super 8” (Super 8, USA 2011)

Meine Besprechung von J. J. Abrams‘ „Star Trek into Darkness“ (Star Trek into Darkness, USA 2013)


TV-Tipp für den 18. Dezember: Das brandneue Testament

Dezember 17, 2019

Arte, 20.15

Das brandneue Testament (Le tout nouveau testament, Belgien/Frankreich/Luxemburg 2015)

Regie: Jaco Van Dormael

Drehbuch: Jacob Van Dormael, Thomas Gunzig

Gott existiert. Er lebt in Brüssel und ist ein ziemliches Ekel, das gerne Menschen quält. Als seine Tochter den Menschen ihr genaues Todesdatum verrät, bringt sie seine Pläne in Unordnung.

TV-Premiere einer hochgelobten grotesken Komödie, die auch der Kinotipp der katholischen Filmkritik war. „Die fein ziselierte Fabel steckt voller aberwitziger Ideen und inszenatorischer Einfälle.“ (Lexikon des internationalen Films)

mit Benoît Poelvoorde, Catherine Deneuve, Pili Groyne, Marco Lorenzini, François Damiens, Yolande Moreau

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Das brandneue Testament“

Wikipedia über „Das brandneue Testament“ (deutsch, englisch, französisch)


Cover der Woche

Dezember 17, 2019


TV-Tipp für den 17. Dezember: Ein Abenteuer in Raum und Zeit

Dezember 17, 2019

One, 21.45

Ein Abenteuer in Raum und Zeit (An Adventure in Space and Time, Großbritannien 2013)

Regie: Terry McDonough

Drehbuch: Mark Gatiss

Heute ist Doctor Who weltweit bekannt und das Budget für die einzelnen Folgen ist sicher auskömmlich. Als die BBC 1963 mit der Serie begann, sah das ganz anders aus. Wie genau zeigt dieser sehr vergnügliche, nah an den wahren Ereignissen entlang erzählte Spielfilm.

Vor und nach dem Spielfilm, ab 20.15 Uhr, zeigt One „Doctor Who Classics“ („Das Urteil“ von 1986 mit Colin Baker, der sechste Doctor Who).

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit David Bradley, Jessica Raine, Sacha Dhawan, Brian Cox, Claudia Grant

Wiederholung: Mittwoch, 18. Dezember, 00.40 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

BBC über „Doctor Who“ (englisch)

Wikipedia über „Doctor Who“ (deutsch, englisch)

BBC-YouTube-“Doctor Who“-Kanal (zum Abtauchen in den Strudel jenseits von Raum und Zeit)

Meine Besprechung von Stephen Baxters „Doctor Who: Rad aus Eis“ (Dcotor Who: The Wheel of Ice, 2012)

Meine Besprechung des Sammelbandes „Doctor Who: 11 Autoren – 11 Geschichten“ (Doctor Who – 11 Doctors 11 Stories, 2013)

Meine Besprechung von Justin Richards‘ „Doctor Who: Silhouette“ (Doctor Who: Silhouette, 2014)

Meine Besprechung von Terry McDonoughs Spielfilm über die Anfänge von „Doctor Who“ „Ein Abenteuer in Raum und Zeit“ (An Adventure in Space and Time, Großbritannien 2013)


TV-Tipp für den 16. Dezember: Der Mann aus dem Eis

Dezember 16, 2019

Arte, 22.20

Der Mann aus dem Eis (Deutschland/Italien/Österreich 2017)

Regie: Felix Randau

Drehbuch: Felix Randau

Die Welt, vor 5300 Jahren: Kelab will die Ermordung seiner Familie rächen. Er verfolgt die Mörder in die Alpen.

TV-Premiere. Zwiespältiger Quasi-Stummfilm, der eine mögliche Geschichte erzählt über Ötzi, den 1991 im Gletschereis der Ötztaler Alpen entdeckten erstaunlich gut erhaltenen Leichnam aus der Jungsteinzeit.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Jürgen Vogel, André M. Hennicke, Susanne Wuest, Violetta Schurawlow, Sabin Tambrea, Martin Augustin Schneider, Axel Stein, Franco Nero

Das Buch zum Film

Albert Zink (Hrsg.): Der Mann aus dem Eis

Reclam, 2017

184 Seiten

12,95 Euro

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Der Mann aus dem Eis“

Moviepilot über „Der Mann aus dem Eis“

Rotten Tomatoes über „Der Mann aus dem Eis“

Wikipedia über „Der Mann aus dem Eis“ und Ötzi

Meine Besprechung von Felix Randaus „Der Mann aus dem Eis“ (Deutschland/Italien/Österreich 2017)


TV-Tipp für den 15. Dezember: Star Wars: Das Erwachen der Macht

Dezember 15, 2019

Wenige Tage vor dem Kinostart von „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“

RTL, 20.15

Star Wars: Das Erwachen der Macht (Star Wars: The Force awakens, USA 2015)

Regie: J.J. Abrams

Drehbuch: Lawrence Kasdan, J.J. Abrams, Michael Arndt

LV: Charaktere von George Lucas

Dreißig Jahre nach den aus „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ bekannten Ereignissen: Immer noch kämpfen die Rebellen (die sich jetzt „Neue Republik“ nennen) gegen das böse Imperium (das sich jetzt „Erste Ordnung“ nennt). Der böse Kylo Ren (aka Darth Vader) will einen Planetenzerstörer bauen. Nur die junge Waise Rey kann das verhindern. Denn sie hat in diesem Film eine noch ungeklärte Beziehung zur Macht. Währenddessen ist Luke Skywalker schon seit Jahren spurlos verschwunden. Aber dafür sind Han Solo, Chewbacca und Leia Organa dabei.

Die von den Fans heißersehnte, an der Kinokasse unglaublich erfolgreiche und von der Kritik abgefeierte Fortsetzung der „Krieg der Sterne“-Saga.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung dieses sehr unterhaltsamen SF-Films, der an einen anderen SF-Film erinnert.

mit Daisy Ridley, Adam Driver, John Boyega, Oscar Isaac, Andy Serkis, Domhnall Gleeson, Max von Sydow, Carrie Fisher, Harrison Ford, Mark Hamill, Kenny Baker, Anthony Daniels, Peter Mayhew, Gwendoline Christie, Lupita Nyong’o

Wiederholung: Montag, 16. Dezember, 00.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage zum Film

Facebook-Seite zum Film

YouTube-Kanal zum Film

Film-Zeit über “Star Wars: Das Erwachen der Macht”

Moviepilot über “Star Wars: Das Erwachen der Macht”

Metacritic über “Star Wars: Das Erwachen der Macht”

Rotten Tomatoes über “Star Wars: Das Erwachen der Macht”

Wikipedia über “Star Wars: Das Erwachen der Macht” (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von J. J. Abrams’ “Super 8” (Super 8, USA 2011)

Meine Besprechung von J. J. Abrams‘ „Star Trek into Darkness“ (Star Trek into Darkness, USA 2013)

Meine Besprechung von J. J. Abrams „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ (Star Wars: The Force awakens, USA 2015)

Meine Besprechung von Rian Johnsons „Star Wars: Die letzten Jedi“ (Star Wars: The last Jedi, USA 2017)

Meine Besprechung von Gareth Edwards‘ „Rogue One: A Star Wars Story“ (Rogue One: A Star Wars Story, USA 2016)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Imperium in Trümmern (Journey to Star Wars: Das Erwachen der Macht) (Star Wars: Shatterd Empire # 1 – 4, Disney/Lucasfilm 2015)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Vor dem Erwachen“ (Star Wars: Before the Awakening, 2015)

Meine Besprechung von Alan Dean Fosters „Star Wars: Das Erwachen der Macht – Der Roman zum Film“ (Star Wars: The Force awakens, 2015)

Meine Besprechung von Michael Kogges „Star Wars: Das Erwachen der Macht – Jugendroman zum Film“ (Star Wars: The Force awakens, 2016)

Meine Besprechung von James Lucenos „Star Wars – Der Auslöser: Ein Rogue One Roman“ (Star Wars: Catalyst: A Rogue One Novel, 2016)

Meine Besprechung von Alexander Freeds „Rogue One – Eine Star Wars Story“ (Rogue One. A Star Wars Story, 2016) (Filmroman)

Meine Besprechung von Ron Howards „Solo: A Star Wars Story“ (Solo: A Star Wars Story, USA 2018)

Meine Besprechung von James Frys „Star Wars: Die letzten Jedi“ (Star Wars: The Last Jedi, 2018) (Filmroman)