TV-Tipp für den 8. Mai: Sherlock: Der Reichenbachfall

Mai 8, 2013

 

WDR, 23.05

Sherlock: Der Reichenbachfall (GB 2012, R.: Toby Haynes)

Drehbuch: Steve Thompson

Erfinder: Mark Gatiss, Steven Moffat

Ab Donnerstag ist Benedict Cumberbatch in „Star Trek into Darkness“ der Bösewicht, heute löst er als Sherlock Holmes in der grandiosen Abschlussfolge der zweiten „Sherlock“-Staffel den Reichenbachfall, der für Sherlock-Holmes-Fans eine besondere Bedeutung hat.

Die Serienmacher haben sich aber noch einen besonderen Dreh einfallen gelassen. Denn sein Gegner Jim Moriarty entlarvt Sherlock Holmes als Scharlatan und auch die Öffentlichkeit, die Sherlock Holmes bislang bewunderte, ändert ihre Meinung.

Zum Glück ist die dritte Staffel in Arbeit.

mit Benedict Cumberbatch, Martin Freeman, Una Stubbs, Rupert Graves, Mark Gatiss, Andrew Scott

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Hinweise

The Science of Deduction (Homepage von Sherlock Holmes)

John Watson’s Blog

Molly Hooper’s Diary

BBC über „Sherlock“

BBC Germany über „Sherlock“

ARD über „Sherlock“

Hartswood Film über „Sherlock“

YouTube-Kanal „Sherlock“

Wikipedia über „Sherlock“ (deutsch, englisch)

Homepage von Sir Arthur Conan Doyle (Erben)

Krimi-Couch über Sir Arthur Conan Doyle

Kirjasto über Sir Arthur Conan Doyle

Wikipedia über Sir Arthur Conan Doyle (deutsch, englisch)

Sherlockian.net (Einstiegsseite mit vielen Links)

Facebook-Seite der deutschen Sherlock-Holmes-Gesellschaft

Thrilling Detective über Sherlock Holmes

Meine Besprechung von Arthur Conan Doyles “Sherlock Holmes Geschichten”, “Sherlock Holmes Kriminalgeschichten” und “The Adventures of Sherlock Holmes” (und hier eine Auflistung der in diesen Werken enthaltenen Geschichten)

Meine Besprechung von Anthony Horowitzs „Das Geheimnis des weißen Bandes“ (The House of Silk, 2011)

Meine Besprechung von Ian Edginton (Autor)/Davide Fabbris (Zeichner): Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Zombies! (Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Zombies, 2010)

Meine Besprechung von Ian Edginton (Autor)/Horacio Domingues/Davide Fabbris (Zeichner) „Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Dracula“ (Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Jekyll/Hyde; Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Dracula, 2010/2011)

Meine Besprechung von „Sherlock: Ein Fall von Pink“ (A Study in Pink, GB 2010)

Meine Besprechung von „Sherlock: Eine Legende kehrt zurück – Staffel 1“ (Sherlock, GB 2010)

Meine Besprechung von „Sherlock: Eine Legende kehrt zurück -Staffel 2“ (GB 2012)

Meine Besprechung von “Sherlock: Ein Skandal in Belgravia” (A Scandal in Belgravia, GB 2012)

Meine Besprechung von Guy Ritchies „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“ (Sherlock Holmes: A Game of Shadows, USA 2011)

Sherlock Holmes in der Kriminalakte


Cover der Woche

Mai 7, 2013

Thomas - Was ich nicht weiss macht mich nicht kalt


TV-Tipp für den 7. Mai: Big Fish

Mai 7, 2013

Sixx, 20.15

Big Fish – Der Zauber, der ein Leben zur Legende macht (USA 2003, R.: Tim Burton)

Drehbuch: John August

Literaturvorlage: Daniel Wallace: Big Fish – A Novel of Mythic Proportions, 1998 (Big Fish)

Vertreter Edward Bloom ist ein begnadeter Geschichtenerzähler. Sein Sohn Will, der hinter den Geschichten nie den wahren Edward Bloom sah, brach deshalb vor Jahren entnervt den Kontakt zu ihm ab. Jetzt sitzt er an Edwards Sterbebett und versucht zum letzten Mal die Beziehung zu seinem Vater zu kitten. Aber dieser erzählt nur wieder einmal die altbekannten Geschichten aus seinem Leben und erfindet einige neue dazu.

Das Buch, eine lockere Sammlung von Episoden, ist bestenfalls solala. Aber der Film, der sich in vielen Teilen von dem Buch entfernt, die Episoden aus dem Buch und zahlreiche neue zu einer Biographie zusammenfügt und dabei das Thema des Buches deutlicher herausarbeitet,  ist eine zwischen trister Realität und farbenfreudiger Fantasie wechselnde Liebeserklärung an das Erzählen von Geschichten, die am Ende doch nicht so erfunden sind, wie der Sohn immer annahm.

Mit Ewan McGregor, Albert Finney, Billy Crudup, Jessica Lange, Helena Bonham Carter, Loudon Wainwright III, Steve Buscemi, Danny DeVito, Daniel Wallace (Econ Professor)

Wiederholung: Mittwoch, 8. Mai, 00.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage von Daniel Wallace

Homepage/Blog von John August (In der Abteilung „Downloads“ gibt es das Drehbuch und weiteres informatives Material zu „Big Fish“.)

Rotten Tomatoes über “Big Fish”

Wikipedia über “Big Fish” (deutsch, englisch)

Tim Burton bei Film-Zeit

Senses of Cinema-Artikel von Ben Andac über Tim Burton (2003)

Arte über die Tim-Burton-Reihe

Meine Besprechung von Tim Burtons „Frankenweenie“ (Frankenweenie, USA 2012, nach einem Drehbuch von John August)

Tim Burton in der Kriminalakte

Meine Besprechung von John Augusts “The Nines” (The Nines, USA 2007)


DVD-Kritik: Sam Raimi lässt Bruce Campbell gegen die „Armee der Finsternis“ kämpfen

Mai 6, 2013

 

Das erste Mal sah ich Sam Raimis „Armee der Finsternis“ vor gut zwanzig Jahren in eine der damals beliebten „Nächte des schlechten Geschmacks“ und ich habe keine Ahnung mehr, welche kultigen Filme noch gezeigt wurde, aber ich weiß, dass mir die „Armee der Finsternis“ gefiel und der Saal tobte. Denn die Abenteuer von Ash (Bruce Campbell), der bereits in den ersten beiden „Tanz der Teufel“/“Evil Dead“-Filmen gegen das Böse kämpfte, gelangt durch einen Zeittunnel in das Mittelalter mitten in die Kämpfe zwischen Fürst Arthur und Henry, dem Roten. Dort muss er ebenfalls gegen das Böse kämpfen und, wenn er als Auserwählter das Necronomicon von einem Friedhof zu dem örtlichen Weißen bringt, kann dieser die sie bedrohenden Untoten bannen und ihn mit einem Zauberspruch wieder in die Gegenwart schicken.

 

Während die ersten Szenen noch von dem Zusammentreffen zwischen den Rittern und einem Menschen aus der Gegenwart, der mit seinen dummen Sprüchen (als ob sie ein Wort von der Produktbeschreibung seiner Flinte verstünden) und einem Gewehr und einer Motorsäge für Recht und Ordnung sorgt indem er zwei in einem Brunnen lebende Monster besiegt, eine große Portion Humor und auch Spannung beziehen, wird es dann sehr slapstickhaft, mit einem deutlichen Kopfnicken zu den alten Universal-Horrorfilmen. Ash wird, nach einer „Evil Dead“-Horrorsequenz im Wald, den er auf dem Weg zu dem Necronomicon durchqueren muss, in einer Windmühle von kleineren Ausgaben seiner selbst gefoltert, er wird, als er das Buch von seinem Altar entfernen will, von den Schutzmächten des Necronomicon deformiert und er wird von Skeletten, die sich aus dem Boden erheben, geschlagen. Denn Ash schluderte ein wenig bei dem Zauberspruch und er erweckt die titelgebende Armee der Finsternis, eine riesige Horde von Skeletten. Gegen die muss er, mit einigen damals utopischen Waffen (Hey, immerhin hat er sein Chemiebuch dabei!) und den Bewohnern der Burg im großen Showdown kämpfen, der, weil Skelette etwas blutleer sind, ziemlich unblutig, aber mit vielen Toten ein wahres Massaker und, dank des Einfallsreichtums der Macher, ein Fest für das Auge ist.

 

Und das tolle bei diesen Tricks ist, dass sie alle handgemacht sind. Da kam noch nichts aus dem Computer.

 

Der Film selbst ist nicht ohne Fehler (so ist die Story nur die halbherzige Entschuldigung für die grandiosen Slapstick-, Horror- und Actionszenen, die eher unverbunden nebeneinander stehen; die Charakter sind, bis auf Ash, Staffage), aber die „Armee der Finsternis“ macht deutlich mehr Spaß als Sam Raimis letzten beiden Filmen, den bunten, aber auch leblosen „Die fantastische Welt von Oz“ und den gründlich misslungenen „Spider Man 3“, und er ist auch nicht so ernst, wie seine ersten beiden „Spider Man“-Filme. In seinem bislang letzten „Evil Dead“-Film sieht man einfach, was ein abstruser Humor und traditionelle Trickarbeit können.

 

Oh, und natürlich Bruce Campbell, der sich für nichts zu schade ist und sich hier wirklich nicht vor den großen Deadpan-Komikern verstecken muss.

 

Jetzt hat Koch Media den Film in mehreren Ausgaben veröffentlicht: den „Director’s Cut“, in fantastischer Bildqualität, erstmals als Einzel-Blu-ray und Einzel-DVD (mit einem informativen und kurzweiligem Audiokommentar von Bruce Campbell, Ivan und Sam Raimi) und als „Ultimate Edition“ mit zwei Blu-rays und vier DVDs. In dieser Ausgabe ist der Film in der deutschen und US-Kinofassung, dem Director’s Cut und der US-TV-Fassung enthalten. Außerdem gibt es Interviews, Behind-the-Scenes-Aufnahmen und ein Featurette über die Spezialeffekte.

 

Armee der Finsternis - DVD-Cover

 

Armee der Finsternis (Tanz der Teufel III) (Army of Darkness – Evil Dead 3, USA 1992)

 

Regie: Sam Raimi

 

Drehbuch: Sam Raimi, Ivan Raimi

 

mit Bruce Campbell, Embeth Davidtz, Marcus Gilbert, Ian Abercrombie, Bridget Fonda, Richard Grove, Michael Earl Reid

 

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Die Ausgaben der „Armee der Finsternis“ von Koch Media

 

DVD (Director’s Cut)

 

Bild: 1.85:1 (16:9)

 

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)

 

Untertitel: Deutsch, Englisch

 

Bonusmaterial: Audiokommentar, Bildergalerie, Deutscher Trailer

 

Länge: 92 Minuten

 

FSK: ab 16 Jahre

 

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Blu-ray (Director’s Cut)

 

Bild: 1.85:1 (16:9)

 

Ton: Deutsch, Englisch (DTS-HD Master Audio 2.0)

 

Untertitel: Deutsch, Englisch

 

Bonusmaterial: Audiokommentar, Bildergalerie, Deutscher Trailer

 

Länge: 96 Minuten

 

FSK: ab 16 Jahre

 

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Armee der Finsternis - Ultimate Edition

 

Ultimate Edition

 

Bild: 1.85:1 (16:9)

 

Ton: Deutsch, Englisch (Blu-rays: DTS-HD Master Audio 2.0 DVDs: Dolby Digital 2.0)

 

Untertitel: Deutsch

 

Disc 1 (Blu-ray) Directors Cut-Fassung (ca. 96 Minuten)

 

Extras: Audiokommentar von Sam Raimi, Ivan Raimi und Bruce Campbell, Deutscher Kinotrailer, Bildergalerie

 

Disc 2 (Blu-ray) Deutsche Kinofassung (ca. 88 Minuten) US Kinofassung (ca. 81 Minuten)

 

Disc 3 (DVD) Directors Cut-Fassung (ca. 92 Minuten)

 

Disc 4 (DVD) Deutsche Kinofassung (ca. 85 Minuten)

 

Disc 5 (DVD) US-Kinofassung (ca. 78 Minuten)

 

Disc 6 (DVD) Extras: US-TV-Fassung mit alternativen Einstellungen und geänderten Dialogen (ca. 85 Minuten, Englisch mit dt. UT), Featurette über die Specialeffekte „Creating the Deadites“, diverse Interviews und Behind the Scenes- Aufnahmen vom Set, Ein animierter Tribut zur Evil Dead-Trilogie, diverse Trailer aus mehreren Ländern, Deleted Scenes

 

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Hinweise

Metacritic über „Armee der Finsternis“

 

Rotten Tomatoes über „Armee der Finsternis“

 

Wikipedia über „Armee der Finsternis“ (deutsch, englisch)

Schnittberichte: Vergleiche der verschiedenen Fassungen

 

Meine Besprechung von Sam Raimis „Die fantastische Welt von Oz“ (Oz, the Great and Powerful, USA 2013)

 

 


Die Edgar-Gewinner 2013

Mai 6, 2013

 

Die Mystery Writers of America haben den diesjährigen Edgar-Allan-Poe-Preis an folgende Werke verliehen:

Best Novel

Live by Night, von Dennis Lehane (Morrow)

nominiert

The Lost Ones, von Ace Atkins (Putnam)

The Gods of Gotham, von Lyndsay Faye (Putnam)

Gone Girl, von Gillian Flynn (Crown)

Potboiler, von Jesse Kellerman (Putnam)

Sunset, von Al Lamanda (Five Star)

All I Did Was Shoot My Man, von Walter Mosley (Riverhead)

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Best First Novel by an American Author

The Expats, von Chris Pavone (Crown)

nominiert

The Map of Lost Memories, von Kim Fay (Ballantine)

Don’t Ever Get Old, von Daniel Friedman (Minotaur/Thomas Dunne)

Mr. Churchill’s Secretary, von Susan Elia MacNeal (Bantam)

The 500, von Matthew Quirk (Reagan Arthur)

Black Fridays, von Michael Sears (Putnam)

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Best Paperback Original

The Last Policeman, von Ben H. Winters (Quirk)

nominiert

Complication, von Isaac Adamson (Soft Skull Press)

Whiplash River, von Lou Berney (Morrow)

Bloodland, von Alan Glynn (Picador)

Blessed Are the Dead, von Malla Nunn (Emily Bestler)

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Best Fact Crime

Midnight in Peking: How the Murder of a Young Englishwoman Haunted the Last Days of Old China, von Paul French (Penguin)

nominiert

Devil in the Grove: Thurgood Marshall, the Groveland Boys, and the Dawn of a New America, von Gilbert King (Harper)

More Forensics and Fiction: Crime Writers’ Morbidly Curious Questions Expertly Answered, von D.P. Lyle (Medallion)

Double Cross: The True Story of the D-Day Spies, von Ben Macintyre (Crown)

The People Who Eat Darkness: The True Story of a Young Woman Who Vanished from the Streets of Tokyo–and the Evil that Swallowed Her Up, von Richard Lloyd Parry (Farrar Straus & Giroux)

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Best Critical/Biographical

The Scientific Sherlock Holmes: Cracking the Case with Science and Forensics, von James O’Brien (Oxford University Press)

nominiert

Raymond Chandler’s Philip Marlowe: The Hard-boiled Detective Transformed, von John Paul Athanasourelis (McFarland & Company)

Books to Die For: The World’s Greatest Mystery Writers on the World’s Greatest Mystery Novels, herausgegeben von John Connolly und Declan Burke (Emily Bestler)

In Pursuit of Spenser: Mystery Writers on Robert B. Parker and the Creation of an American Hero, herausgegeben von Otto Penzler (Smart Pop)

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Best Short Story

The Unremarkable Heart, von Karin Slaughter (in Mystery Writers of America Presents: Vengeance)

nominiert

Iphigenia in Aulis, von Mike Carey (in An Apple for the Creature, herausgegeben von Charlaine Harris und Toni L. P. Kelner; Ace)

Hot Sugar Blues, von Steve Liskow (in Mystery Writers of America Presents: Vengeance, herausgegeben von Lee Child; Mulholland)

The Void It Often Brings With It, von Tom Piccirilli (Ellery Queen Mystery Magazine [EQMM], November 2012)

Still Life No. 41, von Teresa Solana (EQMM, March/April 2012)

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Best Juvenile

The Quick Fix, von Jack D. Ferraiolo (Amulet)

nominiert

Fake Mustache: Or, How Jodie O’Rodeo and Her Wonder Horse (and Some Nerdy Kid) Saved the U.S. Presidential Election from a Mad Genius Criminal Mastermind, von Tom Angleberger (Amulet)

13 Hangmen, von Art Corriveau (Amulet)

Spy School, von Stuart Gibbs (Simon & Schuster Books for Young Readers)

Three Times Lucky, von Sheila Turnage (Dial Books for Young Readers)

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Best Young Adult

Code Name Verity, von Elizabeth Wein (Hyperion)

nominiert

Emily’s Dress and Other Missing Things, von Kathryn Burak (Roaring Brook Press)

The Edge of Nowhere, von Elizabeth George (Viking)

Crusher, von Niall Leonard (Delacorte BFYR)

Amelia Anne Is Dead and Gone, von Kat Rosenfield (Dutton Children’s Books)

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Best Television Episode Teleplay

“A Scandal in Belgravia,” Sherlock, Drehbuch von Steven Moffat (BBC/Masterpiece)

nominiert

“Pilot, ” Longmire, Drehbuch von Hunt Baldwin und John Coveny (A&E)

“Child Predator,” Elementary, Drehbuch von Peter Blake (CBS)

“Slaughterhouse,” Justified, Drehbuch von Fred Golan (Sony/FX)

“New Car Smell,” Homeland, Drehbuch von Meredith Stiehm (Showtime/Fox21)

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Robert L. Fish Memorial Award

When They Are Done With Us, von Patricia Smith (in Staten Island Noir, herausgegeben von Patricia Smith; Akashic Books)

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Grand Master

Ken Follett

Margaret Maron

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Raven Awards

Oline Cogdill und Mysterious Galaxy Bookstore, San Diego und Redondo Beach, California

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Ellery Queen Award

Johnny Temple, Akashic Books

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The Simon & Schuster-Mary Higgins Clark Award

The Other Woman, von Hank Phillippi Ryan (Forge)

nominiert

Dead Scared, von S.J. Bolton (Minotaur)

A City of Broken Glass, von Rebecca Cantrell (Forge)

The Reckoning, von Jane Casey (Minotaur)

Sleepwalker, von Wendy Corsi Staub (Harper)

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Einen herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner.

Einen Gesamtlesetipp an alle Kriminalakte-Leser: ich empfehle, bis zum Beweis des Gegenteils, auch ohne sie gelesen zu haben, alle nominierten und prämierten Bücher und Kurzgeschichten.

Und natürlich hoffe ich auf viele, viele, viele Übersetzungen.

(via The Rap Sheet)


TV-Tipp für den 6. Mai: Die weiße Rose

Mai 6, 2013

 

NDR, 23.15

Die weiße Rose (D 1982, R.: Michael Verhoeven)

Drehbuch: Michael Verhoeven, Mario Krebs

Es muss ja nicht immer „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ sein, es kann auch mal Michael Verhoevens „Die weiße Rose“ über Sophie Scholl, die Widerstandsgruppe „Die weiße Rose“ und ihren letztendlich erfolglosen Kampf gegen das Hitler-Regime sein.

Verhoeven „tut das auf eine sehr nüchterne, differenzierte Weise, er idealisiert die Widerstandsgruppe nicht, er zeigt ihre Zweifel und Ängste, ihre Konflikte.“ (Fischer Film Almanach 1983)

mit Lena Stolze, Wulf Kessler, Oliver Siebert, Ulrich Tukur (sein Debüt!), Werner Stocker, Martin Benrath, Anja Kruse

Hinweise

Filmportal über „Die weiße Rose“

Rotten Tomatoes über „Die weiße Rose“

Wikipedia über „Die weiße Rose“ (deutsch, englisch)

 

 


DVD-Kritik: Stefan Ruzowitzkys US-Debüt „Cold Blood“ entzückt auch auf DVD

Mai 5, 2013

 

Als „Cold Blood“, das US-Debüt von Stefan Ruzowitzky, vor einem halben Jahr im Kino zur richtigen Jahreszeit anlief, habe ich den Thriller bereits abgefeiert und weil ich meine damalige Besprechung (nach kritischer Lektüre) immer noch gut finde, gibt es zuerst die Besprechung:

Der Überfall auf das Casino ging glatt über die Bühne und auch die Flucht in Richtung Kanada gelang, bis die drei Verbrecher auf der einsamen Landstraße einen Unfall bauen und Addison (Eric Bana) einen zufällig vorbeikommenden Polizisten erschießt. Addison sagt seiner Schwester Liza (Olivia Wilde), dass sie sich trennen müssen. Ihr dritter Mann starb bei dem Unfall.

Während sie sich zu Fuß, auf getrennten Wegen, durch das winterliche Michigan auf den Weg zur Grenze machen, erschlägt der gerade aus dem Gefängnis entlassene Ex-Boxer Jay Mills (Charlie Hunnam) seinen Ex-Manager während eines Streits. Er macht sich auf den Weg zu seinen Eltern Chet (Kris Kristofferson) und June (Sissy Spacek) und dem Thanksgiving-Dinner. Auf dem Weg zu ihnen gabelt er Liza auf. Er verliebt sich in die geheimnisvolle Schönheit.

Ihr Bruder schlägt sich währenddessen skrupellos durch die einsame Landschaft und hinterlässt, verfolgt von der Polizei, eine Spur von Leichen. Da schickt ihm Liza eine SMS, in dem sie ihn in das Haus der Mills einlädt.

Diese Gangstergeschichte erzählt Stefan Ruzowitzky („Anatomie“, „Die Fälscher“) in seinem gelungenem US-Debüt nach einem Drehbuch des Debütanten Zach Dean, geradlinig und ohne große Erklärungen. So dürfen wir uns die Hintergründe der seltsamen Abhängigkeit zwischen Addison und Liza, die Gründe für die große Enttäuschung von Chet über seinen Sohn Jay und, als dritte Familiengeschichte, die übergroße Besorgnis von Sheriff Marshall Becker (Treat Williams) über seine ebenfalls als Polizistin arbeitende Tochter Hanna (Kate Mara) aus Halbsätzen und Gesten zusammenreimen. Sowieso wird in „Cold Blood“ die alte Weisheit, dass sich in ihren Taten der Charakter eines Menschen zeigt, eisern befolgt.

„Cold Blood“ (doofer deutscher Titel) ist ein gut gespielter, flott erzählter, traditionsbewusster Gangsterthriller mit glaubwürdigen Charakteren und auch glaubwürdiger Action, der einfach nur neunzig Minuten, ohne aufgesetzten Humor und Hypergewalt, aber dafür mit der Lakonie eines Western oder alten Gangsterfilms (wie „Entscheidung in der Sierra“/“High Sierra“), gut unterhalten will und dabei auch einiges über die Beziehungen von Kindern zu ihren Eltern, vor allem Väter, und Werte sagt.

Das Bonusmaterial

Das Bonusmaterial ist nicht besonders umfangreich geraten und eine durchwachsene Angelegenheit. Es gibt zwei kurze Featurettes, „Schnee & Western“ und „Familie“, die in insgesamt etwas über fünf Minuten fast nichts über die Hintergründe des Films verraten und Interviews mit Eric Bana, zweieinhalb Minuten, und Stefan Ruzowitzky, die für die Featurettes produziert wurden und okay, aber arg kurz sind. Wobei Ruzowitzky hier schon fünf Minuten redet und auch einiges über den Film verrät.

Der wirklich lohnende Teil des Bonusmaterials ist ein über zehnminütiges Interview mit dem Regisseur, das wohl exklusiv für die deutsche DVD produziert wurde. Denn Ruzowitzky erzählt auf deutsch von den Dreharbeiten, was ihm an dem Drehbuch gefiel und der übergroßen Bedeutung von Familie, vor allem dem Bild der perfekten Familie, die sich einträchtig beim jährlichen Thanksgiving-Dinner trifft, bei den US-Amerikanern und in dem Film.

Cold Blood - DVD-Cover

Cold Blood – Kein Ausweg, keine Gnade (Deadfall, USA/Frankreich 2012)

Regie: Stefan Ruzowitzky

Drehbuch: Zach Dean

mit Eric Bana, Olivia Wilde, Charlie Hunnam, Kate Mara, Kris Kristofferson, Sissy Spacek, Treat Williams

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DVD

Studiocanal

Bild: 2,35:1 (anamorph)

Ton: Deutsch (Dolby Digital 5.1, Dolby Surround), Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Making of „Schnee & Western“, Making of „Familie“, Über den Film: Eric Bana, Über den Film: Stefan Ruzowitzky, Interview mit Stefan Ruzowitzky, Trailer (deutsch, englisch)

Länge: 95 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

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Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Cold Blood“

Metacritic über „Cold Blood“

Rotten Tomatoes über „Cold Blood“

Wikipedia über „Cold Blood”


„Begegnungen mit dem Serienmörder“ ist jetzt „Die Maske des Mörders“

Mai 5, 2013

 

Harbort - Die Maske des Mörders

Das ist jetzt aber ein kleiner Etikettenschwindel. Denn „Die Maske des Mörders – Serientäter und ihre Opfer“ wirkt zwar auf den ersten Blick wie das neue Buch des Kriminalisten Stephan Harbort, der ziemlich regelmäßig und erfolgreich Bücher über Serienmörder publiziert. Für dieses Buch machte er die erste deutsche Studie über die Menschen, die Begegnungen mit Serienmördern überlebten und er publizierte sie bereits 2008 als Hardcover im Droste-Verlag, später als Taschenbuch bei Knaur, unter dem Titel „Begegnung mit dem Serienmörder – Jetzt sprechen die Opfer“.

Jetzt wurde die Studie einfach mit dem neuen Titel „Die Maske des Mörders – Serientäter und ihre Opfer“ wieder veröffentlicht. Änderungen, wie zum Beispiel ein neues Vor- oder Nachwort, gibt es nicht.

Ich hatte das Buch damals angefangen zu lesen, dann aber irgendwann aufgehört. Wahrscheinlich weil das Hardcover so schlecht in die Hosentasche passte und die Begegnungen mit den Serienmörder doch nicht so faszinierend waren.

Jedenfalls unterhielt er sich damals mit dem Stern und dem Spiegel über sein Buch

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Stephan Harbort: Die Maske des Mörders – Serientäter und ihre Opfer,

Knaur, 2013

352 Seiten

8,99 Euro

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Originalausgabe

Begegnung mit dem Serienmörder – Jetzt sprechen die Opfer

Droste Verlag, 2008

 

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Hinweise

Homepage von Stephan Harbort

Wikipedia über Stephan Harbort


TV-Tipp für den 5. Mai: Unknown Identity

Mai 5, 2013

RTL, 20.15

Unknown Identity (Japan/Kanada/USA/Deutschland 2010, R.: Jaume Collet-Serra)

Drehbuch: Oliver Butcher, Stephen Cornwell

LV: Didier van Cauwelaert: Hors de moi, 2003 (Unknown Identity)

Berlin: Auf einer Vortragsreise hat der US-Wissenschaftler Martin Harris einen Autounfall. Als er danach mit seiner Frau reden will, behauptet sie, dass sie ihn nicht kennt und irgendwelche Dunkelmänner wollen ihn umbringen. Harris will die Wahrheit herausfinden.

Für die Verfilmung wurde die Handlung von Didier van Cauwelaerts spannendem Pulp-Thriller, dank der hiesigen Filmförderung, von Paris nach Berlin verlegt; die Prämisse, einige Charaktere und die Erklärung für Martin Harris’ Amnesie wurden übernommen. Allerdings ist das Ende im Film wesentlich explosiver und der gesamte Film mit zahlreichen Morden, Schlägereien und Verfolgungsjagden zu Fuß und im Auto viel actionlastiger. Das ist zwar nicht besonders logisch und glaubwürdig (eigentlich sogar noch unglaubwürdiger als der Roman), aber ziemlich unterhaltsam. Und die Berlin-Bilder, inclusive einem Zusammenstoß mit einer Tram und einer Explosion im Hotel Adlon, erfreuen natürlich das lokalpatriotische Herz.

mit Liam Neeson, Diane Kruger, January Jones, Aidan Quinn, Bruno Ganz, Sebastian Koch, Frank Langella, Stipe Erceg

Wiederholung: Montag, 6. Mai, 00.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Unknown Identity“

Rotten Tomatoes über „Unknown Identity“

Wikipedia über „Unknown Identity“ (deutsch, englisch)

Homepage von Didier van Cauwelaert

Meine Besprechung von Didier van Cauwelaerts Roman „Unknown Identity“


DVD-Kritik: Feiner Reihenauftakt der „Masterpieces of Cinema“ mit „Die Nacht des Jägers“ und „Einsam sind die Tapferen“

Mai 4, 2013

 

Für Cineasten sind der Country-Noir „Die Nacht des Jägers“ und der Neo-Western „Einsam sind die Tapferen“ Klassiker, die bislang in Deutschland noch nicht auf DVD oder nur in einer sehr spartanischen DVD veröffentlicht wurden.

 

So war „Die Nacht des Jägers“ bislang nur als DVD ohne Bonusmaterial erhältlich. Die DVD/Blu-ray-Ausgabe von Koch-Media in der „Masterpieces of Cinema“-Collection enthält jetzt den Film auf DVD und, erstmals, Blu-ray mit knapp zwanzig Minuten Bonusmaterial. Der nächste Schritt wäre eine deutsche Veröffentlichung der Criterion-DVD/Blu-ray mit umfangreichem Bonusmaterial, wie einem Audiokommentar mit dem Second-Unit-Regisseur Terry Sanders, Filmarchivar Robert Gitt, Kritiker F. X. Feeney und Autor Preston Neal Jones, dem gut vierzigminütigem „The Making of ‚The Night of the Hunter’“, dem gut 160-minütigem „Charles Laughton directs ‚The Night of the Hunter’“ und vielen weiteren Extras. Aber das dürfte noch einige Zeit dauern; falls überhaupt.

 

In „Die Nacht des Jägers“, dem einzigen Spielfilm von Schauspieler Charles Laughton, spielt Robert Mitchum den während der Depression über das Land ziehenden Prediger Harry Powell, der „Hate“ (Hass) und „Love“ (Liebe) auf seine Finger tätowiert hat und diese Tätowierungen bei seinen Predigen beeindruckend zur Geltung bringt. Er ist aber auch ein eiskalter Psychopath, der sich bei den Harpers einnistet, weil der vorherige Hausherr dort nach einem missglückten Überfall, für den er die Todesstrafe erhielt, 10.000 Dollar versteckt hat. Nur die beiden Kinder John und Pearl wissen, wo das Geld versteckt ist.

 

Nachdem Powell ihre Mutter getötet hat und will er von ihnen das Versteck erpressen. In einem kleinen Boot flüchten sie. Aber wie ein böser Dämon verfolgt Powell sie.

 

Der Country-Noir-Klassiker, der formal an den deutschen expressionistischen Film anschließt und dessen oft irreale Fotografie und das oft übertriebene Schauspiel auch heute noch verstört, ist auch unglaublich spannend. Vor allem weil Robert Mitchum als Prediger eine Ausgeburt der schlimmsten Alpträume der beiden Kinder ist.

 

Und sicher beeinflusste der Film auch Joe R. Lansdale bei seinem neuesten Roman „Dunkle Gewässer“ (Edge of Dark Water). Jedenfalls sind die Bezüge und Querverweise zwischen dem Film und dem Buch, vor allem in der alptraumhaften Stimmung, wenn man sie kurz hintereinander genießt, verblüffend – und Joe R. Lansdale schrieb für eine für Juli 2013 angekündigte US-Prachtausgabe von Davis Grubbs Roman, der die Vorlage für den Film ist, eine Einleitung.

 

 

„Einsam sind die Tapferen“ ist ein Post-Western, der normalerweise irgendwo im Nachtprogramm versteckt wird und jetzt erstmals auf DVD erhältlich ist. Das Bonusmaterial (es entspricht der US-DVD der Universal „Backlot Serie“) ist zwar kurz, aber sehr informativ.

 

Wie in „Die Nacht des Jägers“ ist die Geschichte auf den ersten Blick nicht sonderlich komplex. Es wird die Geschichte einer Jagd erzählt. Jack Burns, einer der letzten Cowboys, der sich den Cowboy-Idealen verpflichtet fühlt, provoziert 1953 in einer Kleinstadt in New Mexico eine Schlägerei, um in das Gefängnis eingeliefert zu werden. Dort sitzt sein Freund Paul, weil er Mexikanern über die Grenze geholfen hat. Ein Verbrechen vor dem Gesetz. Für Burns einfach ein Akt der Menschlichkeit. Eine Selbstverständlichkeit für jemand, der Grenzen sowieso nicht respektiert. Als Paul, der inzwischen bürgerlich wurde, nicht mit ihm ausbrechen will, bricht Burns alleine aus. Er will über eine Hügelkette in Richtung Mexiko flüchten. Sheriff Johnson verfolgt ihn.

 

Kirk Douglas nannte „Einsam sind die Tapferen“ später immer wieder seinen Lieblingsfilm, sein Sohn Kirk Douglas hält ihn für den besten Film seines Vaters, der Western taucht regelmäßig in Bestenlisten auf und er hat heute viele Fans, wie Steven Spielberg, der im Bonusmaterial über den Western spricht.

 

Für dieses Lob gibt es viele Gründe. So ist der Film, nach einem grandiosen Drehbuch von Dalton Trumbo, zugleich eine einfache, Western-typische Verfolgungsjagd, und eine komplexe, auf mehreren Ebenen spielende Meditation über das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft, von Freiheit und Konformität, von Western-Idealen, die vielleicht schon immer ein Mythos waren, und einer Gegenwart, in der andere Werte zählen.

 

Dazu kommen die grandiosen Schauspieler: Kirk Douglas als freiheitsliebender Cowboy, Gena Rowlands als seine Freundin und Pauls Frau, Walter Matthau als nach außen hin schläfriger Polizist (ungefähr so schläfrig wie ein im Schatten auf seine Beute lauernder Panther) und George Kennedy als sadistischer Gefängniswärter. Oh, und das Pferd von Kirk Douglas.

 

„Einsam sind die Tapferen“ ist der bekannteste Film von David Miller und wahrscheinlich auch, – zugegeben, ich kenne seine anderen Filme nicht so sehr -, sein bester Film.

 

Genug gelobt, lassen wir zwei andere Stimmen zu Wort kommen:

 

„Die Qualitäten und das Engagement des Films sind die Qualitäten und das Engagement seiner Autoren. Edward Abbey, der Romanautor, war hauptsächlich Umweltschützer in US-Nationalparks. Dalton Trumbo, der Drehbuchautor, war der prominenteste unter den ‘Hollywood-Ten’, die nach den McCarthy-Verfolgungen offiziell nicht mehr beschäftigt werden durften,…Es gibt Kritiker, die finden, dass in diesem Film sein missionarischer Enthusiasmus mit ihm durchgegangen ist.“ (Joe Hembus: Das Western-Lexikon, 1976/1995)

 

„‘Einsam sind die Tapferen’ ist der paradigmatische Postwestern. Ein existenzialistischer Film, eine kritische Studie, ein selbstreflexives Metapherngewitter. Schwarz-weiß war ein genialer Schachzug. (…) ‚Lonely are the Brave‘, ein kleiner Schwarzweißfilm, ist ein großer Western. Sollte einmal die Geschichte des Western als Genre tatsächlich geschrieben werden, so wird dieser Film in der Gruppe der Gründungsmythen und der filmischen Reflexionen auf das Problem der Gründungsgeschichte der amerikanischen Gesellschaft einen herausragenden Platz einnehmen.“ (Josef Rauscher in Bernd Kiefer/Norbert Grob, Hrsg.: Filmgenres: Western, 2003)

 

Die Nacht des Jägers - DVD-Cover

 

Die Nacht des Jägers (Night of the Hunter, USA 1954)

 

Regie: Charles Laughton

 

Drehbuch: James Agee

 

LV: Davis Grubb: Night of the hunter, 1953

 

mit Robert Mitchum, Shelley Winters, Lillian Gish, Billy Chapin, Sally Jane Bruce, James Gleason, Evelyn Warden, Peter Graves

 

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DVD/Blu-ray

 

Koch Media (Masterpieces of Cinema Collection No. 01)

 

Bild: 1,66:1

 

Ton: Deutsch, Englisch (DTS-HD Master Audio 2.0, Dolby Digital 2.0)

 

Untertitel: Deutsch, Englisch

 

Bonusmaterial: Featurette „Moving Pictures“, Geschnittene Szene, Trailer, Bildergalerie, Booklet

 

Länge: 90 Minuten (DVD), 93 Minuten (Blu-ray)

 

FSK: ab 16 Jahre

 

–

 

Hinweise

 

All Movie über „Die Nacht des Jägers“

 

Rotten Tomatoes über „Die Nacht des Jägers“

 

Turner Classic Movies über „Die Nacht des Jägers“

 

Wikipedia über „Die Nacht des Jägers“ (deutsch, englisch)

 

Noir of the Week über „Die Nacht des Jägers“

 

–

 

Einsam sind die Tapferen - DVD-Cover

 

Einsam sind die Tapferen (Lonely are the Brave, USA 1962)

 

Regie: David Miller

 

Drehbuch: Dalton Trumbo

 

LV: Edward Abbey: The Brave Cowboy, 1956

 

Mit Kirk Douglas, Walter Matthau, Gena Rowlands, Michael Kane, George Kennedy

 

–

 

DVD/Blu-ray

 

Koch Media (Masterpieces of Cinema Collection No. 02)

 

Bild: 2.35:1 (16:9)

 

Ton: Deutsch, Englisch (DTS-HD Master Audio 2.0; DD 2.0)

 

Untertitel: Englisch

 

Bonusmaterial: Featurette „Ein Tribut an den Film“, Featurette „Die Musik zum Film“, Trailer, Bildergalerie, Booklet

 

Länge: 107 Minuten

 

FSK: ab 12 Jahre

 

–

 

Hinweise

 

All Movie über „Einsam sind die Tapferen“

 

Rotten Tomatoes über „Einsam sind die Tapferen“

 

Turner Classic Movies über „Einsam sind die Tapferen“

 

Wikipedia über „Einsam sind die Tapferen“

 

 

 


TV-Tipp für den 4. Mai: Sommer vorm Balkon

Mai 4, 2013

RBB, 22.15

Sommer vorm Balkon (D 2005, R.: Andreas Dresen)

Drehbuch: Wolfgang Kohlhaase

Ein Fest für Berliner und Berlin-Freunde: Andreas Dresen verfolgt in seinem wahrscheinlich leichtesten Film die beiden Mittdreißigerinnen Nike und Katrin. Beide sind aus dem Leben gegriffene Charaktere, die ihre alltäglichen Probleme auch mit viel Humor kaum bewältigen können. Dank des liebevoll-melancholisch-humorvollen Tonfalls schwebt ein sehr angenehmer Hauch von Nouvelle Vague durch den skizzenhaften Film. Da fällt die dünne Story kaum auf.

Mit Nadja Uhl, Inka Friedrich, Andreas Schmidt, Stefanie Schönfeld

Hinweise

Homepage zum Film

Film-Zeit über „Sommer vorm Balkon“


Die KrimiZeit-Bestenliste Mai 2013

Mai 3, 2013

 

Die Bestenliste der KrimiZeit für den Wonnemonat Mai ist draußen:

1 (3) Sara Gran: Das Ende der Welt

2 (4) Giancarlo de Cataldo: Der König von Rom

3 (-) Robert Hültner: Am Ende des Tages

4 (-) Olen Steinhauer: Die Spinne

5 (-) Matthias Wittekindt: Marmormänner

6 (2) Elmore Leonard: Raylan

7 (-) Daniel Suarez: Kill Decision

8 (1) Joe R. Lansdale: Dunkle Gewässer

9 (6) Cathi Unsworth: Opfer

10 (7) Ian Rankin: Mädchengrab

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In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

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Hültner, Unsworth und Rankin liegen auch ganz oben auf meinem Zu-lesen-Stapel, aber zuerst ist noch der neue Jeffery Deaver („Die Angebetete“) dran.


Kleinkram

Mai 3, 2013

Die Mai-Ausgabe von „The Big Thrill“ ist online. Unter anderem sind David Morrell, Reed Farrel Coleman (ein neuer Moe-Prager-Roman), Adrian McKinty und  James Thompson im Verhörzimmer.

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Und noch ein Gespräch mit David Morrell über seinen neuen Roman „Murder as a fine Art“ (Na, klingelt es?).

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Dan Simmons ist begeistert von Joe R. Lansdales „Dunkle Gewässer“ (Edge of dark water).

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Am Samstag, den 11. Mai, ist der Gratiscomictag.

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Wo wir gerade bei Comic sind:

der erste Trailer für „Thor – The dark kingdom“ (Kinostart: 31. Oktober 2013) ist draußen:

Hübsche Bilder, die nichts von der Story verraten.

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Haha – „Hangover 3“ (Kinostart: 30. Mai 2013):

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Hmhm – „Der große Gatsby“ (Kinostart: 16. Mai 2013):

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Man könnte sich auch die 1974er-Verfilmung von F. Scott Fitzgeralds Roman ansehen. Damals schrieb Francis Ford Coppola das Drehbuch, Jack Clayton führte Regie und Robert Redford, Mia Farrow, Bruce Dern, Karen Black, Sam Waterston, Lois Chiles und Howard DaSilva spielten mit:

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J. J. Abrams  (yep, dessen „Star Trek into darkness“ am 9. Mai startet [Kritik folgt]) geht unter die Autoren.

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Der Noir of the Week ist „Gardenia – Eine Frau will vergessen“ (The Blue Gardenia) von Fritz Lang.

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Die Gewinner des diesjährigen Arthur-C.-Clarke-Award (ein Science-Fiction-Preis).

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Und noch ein kleiner Betrag zur Urheberrechtsdebatte und DRM bei Büchern. Tor (ein großer Verlag, der vor allem für seine Science-Fiction- und Fantasy-Romane bekannt ist) hat vor einem Jahr auf Wunsch seiner Leser und Autoren auf das Digital Rights Management (also, das was uns davon abhält, E-Books zu kopieren) verzichtet. Jetzt bilanziert der Verlag in einem sehr lesenswertem Artikel von Julie Crisp (Editorial Director bei Tor UK) die bisherigen Erfahrungen. Der Kernsatz lautet:

As it is, we’ve seen no discernible increase in piracy on any of our titles, despite them being DRM-free for nearly a year.

Das Fazit:

The move has been a hugely positive one for us, it’s helped establish Tor and Tor UK as an imprint that listens to its readers and authors when they approach us with a mutual concern—and for that we’ve gained an amazing amount of support and loyalty from the community. And a year on we’re still pleased that we took this step with the imprint and continue to publish all of Tor UK’s titles DRM-free.


TV-Tipp für den 3. Mai: Cop Land

Mai 2, 2013

ZDFneo, 20.15

Cop Land (USA 1997, R.: James Mangold)

Drehbuch: James Mangold

Freddy Heflin hat als frühes Gnadenbrot eine Stelle als Sheriff in Garrison, New Jersey bekommen. Die Einwohner sind von ihm bewunderte New Yorker Polizisten. Als eines Tages ein Interner Ermittler aus New York ihn um Hilfe bei Ermittlungen gegen korrupte Polizisten bittet, muss Heflin sich zwischen seinem Job und dem polizeilichen Ehrenkodex entscheiden.

Gutes Schauspielerkino mit einem kräftigen Touch 70-Jahre-Kino und einem genießbaren Stallone, der in diesem Cop-Movie versuchte von seinem Rambo/Rocky-Image wegzukommen. Inzwischen ist er wieder bei „Rocky“ und „Rambo“ angekommen und drehte zuletzt mit einer Action-All-Star-Besetzung im Dschungel „The Expendables“ (über Söldner, die tun, was Söldner tun).

Mit Sylvester Stallone, Robert De Niro, Harvey Keitel, Ray Liotta, Peter Berg, Michael Rapaport, Annabella Sciorra, Robert Patrick, Noah Emmerich

Hinweise

Wikipedia über „Cop Land“ (deutsch, englisch)

Rotten Tomatoes über „Cop Land“


Neu im Kino/Filmkritik: „Der Tag wird kommen“. Irgendwann. Vielleicht.

Mai 2, 2013

 

Ihr müsst jetzt ganz tapfer sein: Das Plakatmotiv taucht im Film „Der Tag wird kommen“, dem neuesten Werk von Benoit Delépine und Gustave Kervern, die bereits „Louise hires a Contract Killer“ und „Mammuth“ drehten, nicht auf. Es gibt also keine Cowboys im Einkaufszentrum. Aber Punks schon. Einer ist „Not“, eigentlich Benoit, aber als ältester Punk der Stadt mit Hund, will diese zeitgemäße Version von Diogenes nur mit seinem gewähltem Namen angesprochen werden. Sein Bruder Jean-Pierre ist das genaue Gegenteil: spießbürgerlich bis in die Schuhspitzen und als Verkäufer in einem schlecht gehendem Matratzenhaus in einem anonymen Einkaufszentrum vor der Stadt zwar bemüht, aber auch erfolglos. Als er von seinem Chef ein Ultimatum gestellt bekommt, dabei versagt und – alkoholbedingt – ausrastet, ist er seinen Job los. Not, der sonst kaum mit seinem angepassten Bruder redet, versucht ihm zu helfen. Mit vorhersehbar desaströsen Ergebnissen. Also beschließt er Jean-Pierre zu einem lockeren Leben fernab der bürgerlichen Konventionen zu erziehen. Eine seiner ersten Taten: er tätowiert Jean-Pierre dessen neue Namen „Dead“ auf die Stirn. Jetzt machen die beiden Brüder „Not“ und „Dead“ das Einkaufszentrum unsicher und ihre Eltern, die dort das Kartoffelrestaurant „La Pataterie“ haben, sind ihnen keine große Hilfe: ihr Vater ist stoisch bis zur Stummheit, ihre Mutter scheint auf einem ganz anderem Planeten zu leben.

Die Geschichte der beiden Brüder, die sich anfangs nichts zu sagen haben, wird von Delépine und Kervern in langen, teils ungeschnittenen, meist spartanisch geschnittenen Szenen, in denen die Schauspieler viel improvisierten, voll absurdem Humor, extrem lakonisch, aber auch sehr episodenhaft erzählt. So sind die Geburtstagsfeier der Mutter im Kartoffelrestaurant, in dem der eine Bruder von seinem Punkleben, während gleichzeitig der andere, ebenfalls ohne Punkt und Komma, von einem neuen Fernseher erzählt, während ihr Vater stoisch Kartoffeln schält oder die Faxen von Not vor den Überwachungskameras und einem Pizzarestaurant oder seine „Einkaufstouren“ durch das Kaufhaus oder Jean-Pierres Versuche, zuerst Matratzen zu verkaufen, später seinen Job zu behalten und, nachdem das nicht geht, sich erfolglos zu verbrennen oder Gérard Depardieus Auftritt als Wahrsager, der sich mit seinen kryptischen Vorhersagen noch nie irrte, oder der Plan der beiden Brüder einfach stur geradeaus zu gehen, den sie auch gleich umsetzen oder ihre erfolglosen Versuche, die Kunden des Einkaufszentrums zu einer Revolution anzustacheln oder der Ausflug der beiden Brüder aufs Land, inclusive dem erfolglosen Versuch von Dead einen Selbstmörder vom Suizid abzuhalten, köstlich.

Und als YouTube-Clips würde mir jede dieser Episoden gefallen. Wahrscheinlich wäre ich ein Fan der beiden Brüder Not und Dead, würde gierig auf jedes neue mehr oder weniger subversive Abenteuer von ihnen warten, aber als Spielfilm plätschert „Der Tag wird kommen“ arg ziellos vor sich hin bis zum Filmende, das überhaupt nicht wie der Abschluss einer Geschichte wirkt.

Der Tag wird kommen - Plakat

Der Tag wird kommen (Le grand soir, Frankreich/Belgien 2012)

Regie: Benoit Delépine, Gustave Kervern

Drehbuch: Benoit Delépine, Gustave Kervern

mit Benoit Poelvoorde, Albert Dupontel, Brigitte Fontaine, Areski Belkacem, Bouli, Lanners, Serge Larivière, Stéphanie Pillonca, Gérard Depardieu

Länge: 92 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

–

Hinweise

Homepage zum Film

AlloCine über „Der Tag wird kommen“

Film-Zeit über „Der Tag wird kommen“

Rotten Tomatoes über „Der Tag wird kommen“

Wikipedia über „Der Tag wird kommen“ (englisch, französisch)

 

 


Neu im Kino/Filmkritik: Oh my God, das soll „Charlies Welt“ sein?

Mai 2, 2013

 

Die ersten Minuten sind nicht schlecht: animiert wie in einem alten Monty-Python-Cartoon wird uns ein Blick in den Kopf von Charles Swan III gewährt und ein Psychiater diagnostiziert, dass sich siebzig Prozent seiner Hirntätigkeit um Sex drehen, zwanzig um Geld verdienen und die restlichen zehn Prozent um den ganzen Rest. Damit ist klar, dass dieser Charles Swan III ein wahrer Lebemann ist, der als gut verdienender Grafikdesigner in den frühen siebziger Jahren in Los Angeles ein wahrhaft fürstliches Leben führt – und eine Reise durch seine Welt dürfte ein wahres, durchaus schlüpfriges Retro-Fest werden.

 

Tja, großer Irrtum. Denn schneller als ein Soufflee fällt „Charlies Welt“, inszeniert von Roman Coppola (yep, der Daddy ist „Der Pate“ Francis Ford Coppola), in sich zusammen und verkommt zu einer chaotischen Nummernrevue, in der ein Mann im Mittelpunkt steht, der ein toller Hecht sein soll, aber nur als absolut uninteressanter, weinerlicher Softie durch den Film schlurft, der seiner großen Liebe hinterhertrauert und an dem höchstens bemerkenswert ist, dass alle über ihn sagen, dass er bemerkenswert sei. Kurz: dieser Charlie Swan III ist ein Nullum, eine erzählerische Leerstelle, die hier im Mittelpunkt eines Films steht, der zwar nicht so lärmend wie ein Blockbuster ist, aber ungefähr genauso sinnentleert ist und sich absolut nicht um sein Publikum kümmert.

 

Denn die Familie Coppola hat inzwischen genug Geld, um ihre Homemovies, die nur für sie und ihre Verwandtschaft interessant sind, auch in die Kinos zu bringen. Denn Roman Coppola schert sich einen Dreck um die Zuschauer und auch als künstlerisches Statement ist „Charlies Welt“ gescheitert. Da helfen auch nicht die schönen Retro-Designs und die Musik. Der Blick in „Charlies Welt“ ist praktizierte Publikumsverachtung, den Roman Coppola einen „Jux“ nennt.

 

Immerhin hat diese American-Zoetrope-Produktion den Chuzpe, im Abspann einen Besuch des kalifornischen Weinguts der Familie Coppola zu empfehlen.

 

Charlies Welt - Plakat

 

Charlies Welt – Wirklich nichts ist wirklich (A glimpse inside the Mind of Charles Swan III, USA 2012)

 

Regie: Roman Coppola

 

Drehbuch: Roman Coppola

 

mit Charlie Sheen, Jason Schwartzman, Bill Murray, Katheryn Winnick, Patricia Arquette, Aubrey Plaza, Mary Elizabeth Winstead, Dermot Mulroney, Stephen Dorff

 

Länge: 88 Minuten

 

FSK: ab 0 Jahre

 

–

 

Hinweise

 

Amerikanische Homepage zum Film

Amerikanische Facebook-Seite zum Film (Ach, herrje, die Werbung für den Film ist tausendmal besser als der Film. Das erinnert mich an den letzten Blockbuster…)

 

Film-Zeit über „Charlies Welt“

 

Metacritic über „Charlies Welt“

 

Rotten Tomatoes über „Charlies Welt“

 

Wikipedia über „Charlies Welt“ (deutsch, englisch)

 

 

 


DVD-Kritik: Der Abschied von „Kommissarin Lund – Das Verbrechen: Staffel III“

Mai 2, 2013

Die Macher von „Kommissarin Lund – Das Verbrechen“ dachten sich wohl, man solle aufhören, wenn es am schönsten ist und so ist die dritte Staffel der dänischen Krimiserie auch die letzte. Jedenfalls heißt es so; aber so lange die Heldin nicht tot ist, bleibt natürlich eine Hintertür offen.

Sarah Lund ist, auch wenn sie gar nicht so viel Bildschirmzeit hat, das Zentrum der Serie und, obwohl Lund-Darstellerin Sofie Gråbøl mit 1,75 Meter gar nicht so klein ist, wird sie immer als die kleinste Person im Zimmer gezeigt. Das und ihr störrischer Blick, den man eher bei einem Teenager vermutet, verstärken den Eindruck, dass sie sich kompromisslos gegen eine feindliche Umwelt durchsetzt, die ihr auf den ersten Blick nichts zutraut.

In dieser Staffel muss Kommissarin Sarah Lund, die gerade ihr 25-jähriges Dienstjubiläum hat, den Mord an einem Matrosen aufklären. Er gehörte zum dreiköpfigen Wachpersonal des Frachters „Medea“, der der einflussreichen Reederei Zeeland gehört, und der demnächst verschrottet werden soll. Auf dem Schiff findet sie die Leichen der beiden anderen Matrosen und Hinweise auf ein weiteres Verbrechen: der Entführung der neunjährigen Emilie Zeuthen, der Tochter des Reederei-Besitzers. Der Entführer verlangt von Zeuthen Sühne für ein Verbrechen.

Weil die Entführung zehn Tage vor der Parlamentswahl ist, schaltet sich auch die Politik, vor allem Premierminister Kristian Kamper, der ein seltsam hohes Interesse an dem Fall hat, ein und Sarah Lund, die mit ihrem alten Freund Mathias Borch, der jetzt bei dem notorisch verschwiegenen Inlandsgeheimdienst PET ist, ermittelt, hat erst in dem Moment eine heiße Spur, als sie auf den Jahre zurückliegenden Mord an dem dreizehnjährigem Waisenkind Louise Jelby stößt, der damals als Suizid vertuscht wurde. Anscheinend will der Entführer die damals Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen und die einzige Möglichkeit, Emilies Leben zu retten ist, den Mörder von Louise zu finden.

Der in fast zehn Stunden erzählte Kriminalfall ist ein spannendes Stück TV-Unterhaltung, bei dem es den Machern bewundernswert gelingt, jeden Handlungsstrang (im Wesentlichen: die Ermittlungen von Sarah Lund, die Nöte der Familie Zeuthen und der Wahlkampf von Premierminister Kamper) spannend erscheinen zu lassen und am Ende auch miteinander zu verknüpfen. Und man will wirklich wissen, wer der Täter ist.

Allerdings ist gerade die Verknüpfung der vielen Handlungsstränge und Verdächtigen dann doch etwas zu gewollt. So scheinen an dem Tag, als Louise ermordet wurde, wirklich die halbe Chefetage der Reederei Zeeland und alle Regierungs- und Oppositionspolitiker, samt Mitarbeiter und Kinder, auf der Insel Jütland gewesen zu sein. Entsprechend verdächtig sind sie auch der Reihe nach und, wenn dann der Täter enttarnt wird, bleibt sein Motiv, auch wenn wir es uns denken können, eher im Dunkeln.

Auch das Motiv von Emiles Entführer bleibt zu lange im Dunkeln. Deshalb gestalten sich die Verhandlungen zwischen ihm und Sarah Lund zunächst höchst seltsam und eher unglaubwürdig. Denn wir sollen glauben, dass die Polizei ihm sofort glaubt, dass er Emilie entführt hat und auf seine ziemlich durchgeknallte Forderung eingeht. Denn er fordert, dass Robert Zeuthen ihm so viel Geld geben soll, wie ihm seine Tochter wert ist. Die erste Lösegeldübergabe geht schief. Dafür bringt der Entführer jemand um, der den Mord an Louise vertuschte. Bei den nächsten Lösegeldübergaben wiederholt sich das Spiel: Sarah Lund folgt brav seinen Anweisungen; verwickelt ihn nicht in Gespräche; verlangt nur einmal einen Beweis dafür, dass er Emilie hat und sie noch lebt; hofft, dass der Entführer sie frei lässt, wenn er das Geld hat und muss jedes Mal erkennen, dass die Lösegeldübergabe nur ein Ablenkungsmanöver für seinen nächsten Mord war. Hm, hätte er, wenn er schon nicht mit seiner Verschwörungsfantasie an die Öffentlichkeit geht oder die Polizei und Zeuthen erpresst, den damaligen Mord jetzt aufzuklären, einfach die nach seiner Meinung Schuldigen der Reihe nach umbringen und in die Nordsee werfen können? Das wäre zwar weniger spektakulär, aber sicher zielführender gewesen.

Das Ende geht dann zu sehr in Richtung eines „24“-Staffelfinales, das aber hier vollkommen unglaubwürdig wirkt und auch ziemlich unpassend ist. Denn während bei „24“ es genau so kommen musste, hätte Sarah Lund hier durchaus andere Handlungsoptionen gehabt.

Und, das scheint aber eine CSI-Krankheit zu sein, auch in Dänemark sind Lichtschalter Mangelware und gute Taschenlampen Standard. Sonst kann ich mir nicht erklären, dass die Polizisten nach Sonnenuntergang Gebäude immer mit ihren leuchtstarken Taschenlampen betreten und niemals das Licht anschalten.

Die DVD-Ausstattung der spannenden Krimiserie ist in jeder Beziehung ärmlich. So gibt es nur die deutsche Tonspur und keine Untertitel. Bonusmaterial gibt es auch nicht.

Kommissarin Lund - Staffel 3 - DVD-Cover4

Kommissarin Lund – Das Verbrechen: Staffel 3 (Forbrydelsen, Dänemark 2012)

Regie: Mikkel Serup, Hans Fabian Wullenweber, Natasha Arthy, Kathrine Windfeld

Drehbuch: Søren Sveistrup, Torleif Hoppe, Michael W. Horsten

Erfinder: Søren Sveistrup

mit Sofie Gråbøl, Nikolaj Lie Kaas, Morten Suurballe, Sigurd Holmen le Dous, Anders W. Berthelsen, Helle Fagralid, Stig Hoffmeyer, Olaf Johannessen, Trine Pallesen, Jonatan Spang

–

DVD

Edel

Bild: 1,78:1 (16:9)

Ton: Deutsch

Untertitel: –

Bonusmaterial: –

Länge: 565 Minuten (5 DVDs)

FSK: ab 12 Jahre

–

Hinweise

Arte über „Kommissarin Lund – Das Verbrechen“

ZDF über „Kommissarin Lund – Das Verbrechen“

Fernsehserien über „Kommissarin Lund – Das Verbrechen“

Wikipedia über „Kommissarin Lund – Das Verbrechen“ (deutsch, dänisch, englisch)


TV-Tipp für den 2. Mai: Perfect Blue

Mai 2, 2013

 

3sat, 22.25

Perfect Blue (Japan 1997, R.: Satoshi Kon, Hideki Hamazu)

Drehbuch: Sadanuki Murai

LV: Yoshikazu Takenchi

Der Trickfilm lief 1998 auf der Berlinale und 2000 sogar in unseren Kinos, aber die TV-Premiere ist anscheinend erst heute Abend. Seltsame Welt.

Seltsam ist auch die Welt von Mima, einer Popsängerin, die als Schauspielerin eine neue Karriere beginnen will und sie wirklich in Schwierigkeiten gerät: die Fans tolerieren ihren Rollenwandel nicht, ein Stalker mordet ihr nahestehende Menschen und sie kann immer weniger zwischen Schein und Sein trennen.

„höchst komplexer, kulturkritischer Psychothriller mit ständig wechselnden Wahrnehmungsperspektiven und raffiniert durcheinander montierten Handlungsebenen.“ (Ralph Umard, tip 14/2000)

„Ein außerordentlicher Zeichentrickfilm für Erwachsene, der ganz neue Wege für dieses oft so unterschätze Genre aufzeigt.“ (Martin Schwarz, Zitty 14/2000)

Und Roger Corman soll über „Perfect Blue“ gesagt haben: „Wenn Walt Disney mit Alfred Hitchcock zusammengearbeitet hätte, wäre dieser Film dabei herausgekommen.“

Na, das hört sich doch gut an.

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Perfect Blue“

Wikipedia über „Perfect Blue“ (deutsch, englisch)


Neu im Kino/Filmkritik: „Lethal Weapon“ Shane Black macht mit Tony Stark in „Iron Man 3“ „Kiss Kiss Bang Bang“

Mai 1, 2013

 

Iron Man, aka Tony Stark, ist sicher der unernsteste Superheld im Kino und Robert Downey Jr. gelingt es diesen eigentlich sehr unsympathischen Charakter als einen coolen Kumpel erscheinen zu lassen und den teilweise doch sehr militaristischen Hintergrund vergessen zu lassen. Naja fast. Denn auch in „Iron Man 3“ geht es um milliardenschwere Rüstungsaufträge.

Im ersten „Iron Man“-Film, der ein Überraschungserfolg war, ist Tony Stark ein skrupelloser, egomanisch-egozentrischer Waffenhersteller und exzentrischer Playboy, der, als er gerade in Afghanistan dem US-Militär sein neuestes Waffensystem verkaufen will, von der internationalen Terroristengruppe „Die zehn Ringe“ gefangen genommen wird. Er baut sich die Iron-Man-Rüstung und kämpft anschließend auch gegen konzerninterne Gegner.

Im zweiten „Iron Man“-Film ist dann Justin Hammer (Sam Rockwell), Chef einer konkurrierenden Rüstungsfirma, sein Gegner. Und Ivan Vanko (Mickey Rourke), dessen Vater von Tonys Vater ausgebootet wurde, will sich an Tony Stark rächen.

Und im dritten „Iron Man“-Film ist Aldrich Killian (Guy Pearce) sein Gegner. Er hat den „Extremis“-Virus, der Menschen quasi unbesiegbar, macht, weiterentwickelt und er möchte mit Stark Industries optimierte Iron Männer herstellen. Weil Tony Stark sich aus dem aktiven Geschäft zurückgezogen und Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) die Leitung übertragen hat, führt Killian die Gespräche mit ihr und er versucht dabei alte Gefühle wieder wachzurufen. Außerdem wurde er vor Jahren auf einer Silvesterfeier von Tony in dessen typisch arroganter Manier versetzt – und er scheint darüber immer noch serhr verärgert zu sein.

Aber Tonys Hauptgegner ist der Mandarin (Sir Ben Kingsley), ein international gesuchter Terrorist und Anführer der „Zehn Ringe“, der den USA mit seinen Anschlägen Lehren erteilen will und eine Mischung aus Osama bin Laden und Dr. Fu Manchu ist. Ein wahrer Anti-Gandhi, dessen erste Lehrstunde für Tony Stark, nachdem der sich ihm gegenüber unflätig äußerte (es war so etwas wie „ich werde dich vernichten“), die Vernichtung von Tony Starks mondänem Anwesen ist, das ja schon in den vorherigen „Iron Man“-Filmen nicht gerade pfleglich behandelt wurde. Tony kann in seinem neuesten Iron-Man-Anzug entkommen. Nach einer Bruchlandung in dem Ort Rose Hill, Tennessee (nicht gerade Kansas, aber fast), beginnt er, mit der Hilfe des achtjährigen Harley Keener (Ty Simkins), den Anzug zu reparieren und den Mandarin zu suchen. Denn nur Tony Stark hat die Lizenz, das eigene Haus zu zerstören.

„Iron Man 3“, standesgemäß und ziemlich überflüssig in 3D, knüpft gelungen an die vorherigen beiden „Iron Man“-Filme an. Die vertrauten Charaktere sind dabei. Es gibt Action, Humor, köstliche Screwball-Dialoge zwischen Tony Stark und Pepper Potts, seiner ehemaligen Privatsekretärin und jetzigen Firmenleiterin und Quasi-Lebensgefährtin (für sie scheinen Wortgefechte der Ersatz für Sex zu sein), und Happy Hogan ist auch wieder dabei. Zuerst als überpenibler und absolut humorloser Sicherheitschef, danach schwer lädiert im Krankenbett.

Happy-Hogan-Darsteller Jon Favreau gab dieses Mal die Regie an Shane Black ab, der in den Achtzigern und Neunzigern als Drehbuchautor von Action-Krachern „Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis“, „Last Boy Scout – Das Ziel ist überleben“, „Last Action Hero“ (auch da spielte ein kleiner Junge mit, der seinem Superhelden begegnet) und „Tödliche Weihnachten“ Geld wie Heu verdiente und einer der wenigen Drehbuchautoren war, dessen Namen einem breiteren Publikum bekannt war. 2005 hatte er mit seinem Regiedebüt „Kiss Kiss Bang Bang“ eine triumphale Rückkehr, die für ihn in den nächsten Jahren trotzdem nicht zu weiteren Filmen in Hollywood führte, aber den Karriereneustart von Robert Downey Jr. einläutete.

Auch in „Iron Man 3“ ist Shane Blacks Handschrift, soweit bei einem Blockbuster und einem Film aus einer Serie davon gesprochen werden kann, zu erkennen. So gibt es für einen Action-Film erstaunlich wenig Action. Dafür widmet Black sich ziemlich ausführlich den Charakteren und auch die Beziehung von Tony Stark zu Harley, der ihn als Helden verehrt, nimmt viel Platz ein. Er wird für ihn zu einem Quasi-Vater.

Die Action, auch wenn die Iron-Man-Anzüge oft genug benutzt werden, erinnert eher an die 80er-Jahre-Action-Filme, in denen es ordentlich im Mann-gegen-Mann-Kampf krachte und wenn am Ende Robert Downey Jr. und Don Cheadle, nur bewaffnet mit ihren Pistolen, auf ein Schiff stürmen, dann sind wohlige Erinnerungen an Mel Gibson und Danny Glover und ihre „Lethal Weapon“-Wortgefechte nicht fern.

Und weil in „Iron Man 3“ Nick Fury und S.H.I.E.L.D. nicht auftreten und die Ereignisse in New York mit den Avengers nicht angesprochen werden (Tony will darüber nicht reden und kriegt, wenn er sich doch daran erinnert oder darauf angesprochen wird, Panikattacken; – hm, wie Martin Riggs in „Lethal Weapon“), knüpft „Iron Man 3“ an den ersten „Iron Man“-Film an und ist deutlich weniger militaristisch als „Iron Man 2“, der teilweise wie eine kaum getarnte Leistungsschau des Militärs aussieht..

„Iron Man 3“ ist gutes Blockbuster-Kino mit selbstironischen Tönen, einem altmodischen Erzählduktus ohne 25 überraschende Plotwendungen am Ende und einer bedeutungsschwer vor sich hin getragenen Botschaft. Dafür ist Tony dann doch der falsche Charakter, auch wenn er einige neue Facetten erhält.

Der Film liefert genau das, was man inzwischen von einem „Iron Man“-Film erwartet und nach dem erfreulich kurzen Abspann gibt es noch eine kleine Sequenz und den Hinweis, dass es einen weiteren „Iron Man“-Film geben wird.

Iron Man 3 - Hauptplakat

Iron Man 3 (Iron Man 3, USA 2013)

Regie: Shane Black

Drehbuch: Drew Pearce, Shane Black

mit Robert Downey Jr., Gwyneth Paltrow, Don Cheadle, Sir Ben Kingsley, Guy Pearce, Jon Favreau, Ty Simpkins, Rebecca Hall, James Badge Dale, Stephanie Szostak, William Sadler, Miguel Ferrer, Dale Dickey

Länge: 131 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

–

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Iron Man 3“

Metacritic über „Iron Man 3“

Rotten Tomatoes über „Iron Man 3“

Wikipedia über „Iron Man 3“ (deutsch, englisch)

Collider: Interview mit Shane Black und Kevin Feige zum Film

Den of Geek: Interview mit Shane Black zum Film

 

 


TV-Tipp für den 1. Mai: Mann unter Feuer

Mai 1, 2013

Sat.1, 22.20

Mann unter Feuer (USA 2004, R.: Tony Scott)

Drehbuch: Brian Helgeland

LV: A. J. Quinnell: Man on Fire, 1980 (Der Söldner, Mann unter Feuer)

Ex-CIA-Agent John Creasy ist in Mexiko City der Leibwächter einer siebenjährigen Millionärstochter. Als sie von Gangstern entführt wird, startet er einen blutigen Rachefeldzug.

Scotts formale Brillanz bei der Bild- und Tongestaltung kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass „Mann unter Feuer“ ein viel zu lang geratenes, eindimensionales Rachedrama ist.

Mit Denzel Washington, Dakota Fanning, Christopher Walken, Giancarlo Giannini, Mickey Rourke

Wiederholung: Donnerstag, 2. Mai, 03.05 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Film-Zeit über „Mann unter Feuer“

Metacritic über “Mann unter Feuer”

Rotten Tomatoes über “Mann unter Feuer”

Wikipedia über “Mann unter Feuer” (deutsch, englisch)

UGO: Interview mit Tony Scott über “Man on Fire”

Drehbuch “Man on Fire” von Brian Helgeland (Fassung vom 10. Februar 2003)

A.-J.-Quinnell-Fanseite

Mein Nachruf auf Tony Scott