TV-Tipp für den 26. Mai: Gosford Park

Mai 25, 2020

Servus TV, 22.00

Gosford Park (Gosford Park, Großbritannien/Italien/USA/Deutschland 2001)

Regie: Robert Altman

Drehbuch: Julian Fellowes (nach einer Idee von Robert Altman und Bob Balaban)

Auf dem Landsitz Gosford Park trifft sich eine Jagdgesellschaft mit ihrer Dienerschaft. Als der Hausherr ermordet wird, muss ein Inspektor den Mörder suchen.

Sehr gelungene Gesellschaftskomödie mit einem Hauch Agatha Christie und einem „Was? Die ist auch dabei?“-Ensemble.

Der Film erhielt, neben vielen anderen Preisen, den BAFTA als bester Film, eine Golden Globe für die Regie, einen Oscar für das Drehbuch und die Screen Actors Guild zeichnete gleich das gesamte Ensemble aus.

Drehbuchautor Julian Fellowes ist auch der Erfinder von „Downtown Abbey“.

mit Maggie Smith, Michael Gambon, Kristin Scott Thomas, Camilla Rutherford, Charles Dance, Geraldine Somerville, Tom Hollander, Natasha Wightman, Jeremy Northam, Bob Balaban, James Wilby, Claudie Blakley, Laurence Fox, Ryan Phillippe, Stephen Fry, Kelly Macdonald, Clive Owen, Helen Mirren, Eileen Atkins, Emily Watson, Alan Bates, Derek Jacobi, Richard E. Grant

Wiederholung: Mittwoch, 27. Mai, 01.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Gosford Park“

Wikipedia über „Gosford Park“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Ron Manns Doku „Altman“ (Altman, Kanada 2014)


TV-Tipp für den 25. Mai: Paterson

Mai 24, 2020

Arte, 22.30

Paterson (Paterson, USA 2016)

Regie: Jim Jarmusch

Drehbuch: Jim Jarmusch

Eine ganz normal ereignislose Woche im Leben des in Paterson, New Jersey, lebenden Busfahrers Paterson, der dichtet, mit Laura zusammen lebt und ihren Hund Gassi führt.

TV-Premiere: ein Film der einen mit einem wundervoll entspannten Zen-Gefühl zurücklässt und die Bedeutung der kleinen Dinge des Lebens zeigt, die dann doch ganz groß sind. Außerdem ist Patersons Leben gar nicht so eintönig. Denn unter der ruhigen Oberfläche passiert doch einiges.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Adam Driver, Golshifteh Farahani, Nellie (Wuff!)

Hinweise

Moviepilot über „Paterson“

Metacritic über „Paterson“

Rotten Tomatoes über „Paterson“

Wikipedia über „Paterson“ (deutsch, englisch)

Jim Jarmusch in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Jim Jarmuschs “Only Lovers left alive” (Only Lovers left alive, Deutschland/Großbritannien/Frankreich/Zypern/USA 2013)

Meine Besprechung von Jim Jarmuschs „Paterson“ (Paterson, USA 2016) und der DVD

Meine Besprechung von Jim Jarmuschs „Gimme Danger“ (Gimme Danger, USA 2016)

Meine Besprechung von Jim Jarmuschs „The Dead don’t die“ (The Dead don’t die, USA 2019)


Tv-Tipp für den 24. Mai: Für eine Handvoll Dollar/Für ein paar Dollar mehr

Mai 23, 2020

3sat, 22.00

Für eine Handvoll Dollar (Per un pugno di dollari, Italien/Deutschland/Spanien 1964)

Regie: Sergio Leone

Drehbuch: Sergio Leone, Duccio Tessari

Musik: Ennio Morricone

Sergio Leones erster richtiger Film (davor übte er bei Monumental- und Sandalenfilmen) und gleich ein genreprägender Klassiker, der für einen TV-Schauspieler den Weg zum Weltstar ebnete.

Die Story: In einer mexikanischen Kleinstadt taucht ein Fremder ohne Namen (Clint Eastwood, der öfter als Joe angesprochen wird) auf und spielt kaltschnäuzig die das Dorf beherrschenden Gangsterbanden gegeneinander aus.

Die Story lieh Leone sich von Akira Kurosawas „Yojimbo“. Der könnte auch mal wieder gezeigt werden.

mit Clint Eastwood, Marianne Koch, Gian Maria Volonté, Sieghardt Rupp, Antonio Prieto, Wolfgang Luckschy

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Für eine Handvoll Dollar“

Wikipedia über „Für eine Handvoll Dollar“ (deutsch, englisch)

–

3sat, 23.40

Für ein paar Dollar mehr (Per qualche dollari i piu,, Italien/Deutschland/Spanien 1965 (restaurierte Fassung 2003])

Regie: Sergio Leone

Drehbuch: Sergio Leone, Luciano Vincenzoni

Musik: Ennio Morricone

Zwei miteinander konkurrierende Kopfgeldjäger wollen das auf einen Bankräuber ausgesetzte Kopfgeld kassieren. Dafür infiltrieren sie seine Bande und ein ziemlich blutiges Spiel mit viel Betrug, Verrat und coolen Sprüchen beginnt.

Nach dem Erfolg von „Für eine Handvoll Dollar“ hatte Sergio Leone ein paar Dollar mehr zur Verfügung, die er für seinen nächsten stilbildenden Western-Klassiker investierte.

mit Clint Eastwood, Lee Van Cleef, Gian Maria Volonté, Klaus Kinski, Josef Egger, Kurt Zips, Rosemarie Dexter

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Für ein paar Dollar mehr“

Wikipedia über „Für ein paar Dollar mehr“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 23. Mai: Verräter wie wir

Mai 22, 2020

ZDFneo, 22.00

Verräter wie wir (Our Kind of Traitor, Großbritannien 2016)

Regie: Susanna White

Drehbuch: Hossein Amini

LV: John le Carré: Our Kind of Traitor, 2010 (Verräter wie wir)

Während eines Urlaubs in Marrakesch lernen der rundum harmlose Oxford-Dozent für Poesie Perry und seine Frau Gail den feierwütigen Dima, der immer von einem Hofstaat begleitet wird, kennen. Dima bittet Perry um einen Gefallen. Er soll dem MI6 einen USB-Stick mit Daten überbringen. Denn Dima, der ein Geldwäscher für die Russenmafia ist, fürchtet um sein Leben und Perry und Gail sollen ihm den Weg in die Sicherheit ebnen.

Der ruhige Thriller ist eine weitere gelungene John-le-Carré-Verfilmung.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Ewan McGregor, Stellan Skarsgård, Damian Lewis, Naomie Harris, Jeremy Northam, Khalid Abdallah, Mark Gatiss, Saskia Reeves, Alicia von Rittberg, John le Carré (sein Genehmigungs-Cameo)

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Die Vorlage

le Carre - Verräter wie wir - Movie-Tie-In 4

John le Carré: Verräter wie wir

(übersetzt von Sabine Roth)

Ullstein, 2016 (für die Filmausgabe)

416 Seiten

9,99 Euro

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Deutsche Erstausgabe

Ullstein, 2010

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Originalausgabe

Our Kind of Traitor

Viking, London, 2010

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Hinweise

Moviepilot über „Verräter wie wir“

Metacritic über „Verräter wie wir“

Rotten Tomatoes über „Verräter wie wir“

Wikipedia über „Verräter wie wir“ (deutsch ,englisch)

Homepage von John le Carré

Meine Besprechung von John le Carrés „Schatten von gestern“ (Call for the Dead, 1961)

Meine Besprechung von John le Carrés „Ein Mord erster Klasse“ (A Murder of Quality, 1962)

Meine Besprechung von John le Carrés „Geheime Melodie“ (The Mission Song, 2006)

Meine Besprechung von John le Carrés “Marionetten“ (A most wanted man, 2008)

Meine Besprechung von John le Carrés “Verräter wie wir” (Our kind of traitor, 2010)

Meine Besprechung von John le Carrés “Empfindliche Wahrheit” (A delicate truth, 2013)

Meine Besprechung von John le Carrés „Das Vermächtnis der Spione“ (A Legacy of Spies, 2017)

Meine Besprechung von John le Carrés „Federball“ (Agent running in the Field, 2019)

Meine Besprechung der John-le-Carré-Verfilmung “Bube, Dame, König, Spion” (Tinker, Tailor, Soldier, Spy, Großbritannien/Frankreich/Deutschland 2011)

Meine Besprechung der John-le-Carré-Verfilmung “A most wanted man” (A most wanted man, Deutschland/Großbritannien 2014) und der DVD

Meine Besprechung der John-le-Carré-Verfilmung „Verräter wie wir“ (Our Kind of Traitor, Großbritannien 2016)

Meine Besprechung der ersten beiden Episoden von Susanne Biers „The Night Manager“ (The Night Manager, Großbritannien/USA 2016) und der gesamten Miniserie

John le Carré in der Kriminalakte


Statt Kino: In „Tödliche Schwestern“ kloppt Black Widow, „Agentin und Avenger“, sich mit ihrer Schwester

Mai 22, 2020

Eigentlich sollte Cate Shortlands „Black Widow“ jetzt im Kino laufen. Mit Scarlett Johansson als ‚Black Widow‘ Natasha Romanoff, einer in Russland ausgebildeten, überaus gutaussehenden und überaus tödlichen Killerin, die schon vor Ewigkeiten die Seiten wechselte. Seitdem gehört sie zu den Avengers, Florence Pugh spielt ihre Schwester Yelena Belova und David Harbour und Rachel Weisz spielen ihre Eltern ‚Red Guardian‘ Alexei Shostakow und ‚Iron Maiden‘ Melina Vostokoff. Gemeinsam, so lässt sich aus den gewohnt spartanischen Inhaltsbeschreibungen erahnen, kämpfen sie gegen den ‚Taskmaster‘. Der Bösewicht will, so heißt es, Elitekämpferinnen wie Black Widow manipulieren und unter seine Kontrolle bringen. Wahrscheinlich um danach in bester größenwahnsinniger James-Bond-Bösewicht-Tradition die Welt zu beherrschen.

Pünktlich zu diesem im Moment in eine ferne, ferne Zukunft verschobenem Kinostart veröffentlichte der Panini-Verlag die Anthologie „Black Widow: Agentin und Avenger“ und den „Black Widow“-Comic „Tödliche Schwestern“. Dieser Sammelband enthält die lose miteinander verbundenen, im 1998 gegründeten Imprint „Marvel Knights“ erschienenen, sich an ein erwachsenes Publikum richtenden Geschichten „Tödlicher Wahnsinn“ (Black Widow: The Itsy-Bitsy Spider [1999]), „Identität“ (Black Widow: Breakdown [2001]) und „Blasse kleine Spinne“ (Black Widow: Pale Little Spider [2002]). Mit diesen Geschichten wurde Black Widow, die damals auf den hinteren Marvel-Rängen saß, zu einer Superheldin der ersten Reihe.

In diesen von Davin Grayson und Greg Rucka geschriebenen, von Scott Hampton, J. G. Jones und Igor Lordey gezeichneten Geschichten begegnen sich Natasha Romanoff (aka Natalia Romanova) und die ebenfalls vom Geheimdienst im Red Room in Moskau ausgebildete Yelena Belova erstmals. In Rhapastan sind sie auf der Suche nach einer gefährlichen Biowaffe.

Romanoff und Belova haben beide nach ihrer Ausbildung im Red Room den Tarnnamen ‚Black Widow‘. Allerdings hat Belova einen gewaltigen Minderwertigkeitskomplex. Sie will, und das ist der alle drei Geschichten miteinander verbindende Konflikt, besser als Romanoff und die einzig wahre ‚Black Widow‘ sein. Dafür muss ihre Vorgängerin sterben.

In „Identität“ geht es dann um, ähem, vertauschte Identitäten und eine Geheimmission.

Und in „Blasse kleine Spinne“ soll Belova in Moskau den Mord an ihrem Lehrer, Lieutenant Colonel Starkowsky, aufklären. Diese Mordermittlung führt sie in ein SM-Bordell und einer Konfrontation mit sich selbst.

Bei den drei spannenden Storys dachten die Zeichner immer daran, die beiden gutaussehenden Black Widows durchgehend gerade so noch jugendfrei ins Bild zu setzen. Das hat sich bei der Film-“Black Widow“, die jetzt den von MCU-Fans langerwarteten Solo-Leinwandauftritt bekommen hat, nicht geändert.

„Black Widow: Agentin und Avenger – Die Black Widow-Anthologie“ ist der neueste Band der uneingeschränkt lobenswerten und interessanten Anthologie-Serie. Vorherige Bände porträtierten Batman, Deadpool und Wonder Woman. In jedem Band werden wichtige Comicauftritte der porträtierten Figur zusammengestellt und mit informativen Hintergrundtexten eingeleitet.

Auch im neuesten Band wurde nichts am bewährten Aufbau verändert. Beginnend mit ihrem ersten Auftritt in „Crimson Dynamo schlägt wieder zu!“ (The Crimson Dynamo strikes again!, Tales of Suspense (1959) 52 (I)) im April 1964 bis zur Gegenwart (die letzte Geschichte ist von 2016) geht es durch die Geschichte von Natasha Romanoff und der sich wandelnden Welt und Comicwelt.

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Greg Rucka/J. G. Jones: Marvel Knights: Black Widow – Tödliche Schwestern

(übersetzt von Carolin Hidalgo und Reinhard Schweizer)

Panini, 2020

228 Seiten

23 Euro

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Originalausgabe/enthält

Black Widow (1999) # 1 – 3: The Itsy-Bitsy Spider

Black Widow (2001) # 1 – 3: Breakdown

Black Widow (2002) # 1- 3: Pale Blue Spider

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Black Widow: Agentin und Avenger – Die Black Widow-Anthologie

Panini, 2020

324 Seiten

29 Euro

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Hinweise

Marvel über Black Widow

Wikipedia über Black Widow 

Homepage von Greg Rucka

Meine Besprechung von Greg Rucka/Steve Liebers „Whiteout“ (Whiteout, 1998/1999)

Meine Besprechung von Greg Rucka/Steve Liebers „Whiteout: Melt“ (Whiteout: Melt, 1999/2000)

Meine Besprechung von Greg Ruckas “Die Welt ohne Superman” (The Sleepers, 2009)

Meine Besprechung von Greg Ruckas “Batman: Hinter der Maske” (Cutter, März – Mai 2010/Beneath the Mask,  Juni – Juli 2010/Good King Wencesias, Februar 2009)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Greg Ruckas “Gotham Central: In Erfüllung der Pflicht (Band 1)” (Gotham Central # 1 – 5, 2003)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Imperium in Trümmern (Journey to Star Wars: Das Erwachen der Macht) (Star Wars: Shatterd Empire # 1 – 4, Disney/Lucasfilm 2015)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Vor dem Erwachen“ (Star Wars: Before the Awakening, 2015)

Meine Besprechung von Greg Rucka/Michael Larks „Gotham Central: Doppeltes Spiel (Band 2)“ (Gotham Central #6 – 12, DC Comics)

Meine Besprechung von Greg Rucka/Ed Brubakers „Gotham Central: Im Fadenkreuz des Jokers (Band 3)“ (Gotham Central # 11 – 15, DC Comics)

Meine Besprechung von Greg Rucka/Ed Brubakers „Gotham Central: Bullocks letzter Fall (Band 4)“ (Gotham Central # 16 – 22, DC Comics)

Meine Besprechung von Greg Rucka (Autor)/Nicola Scott/Bilquis Evely (Zeichner) „Wonder Woman: Das erste Jahr (Rebirth – Die Wiedergeburt des DC-Univerums)“ (Wonder Woman: Year One, Part One – Finale (# 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14), 2016/2017)

Meine Besprechung vonGreg Rucka (Autor)/J. G. Jones (Zeichner) „Wonder Woman/Batman: Hiketeia“ (Wonder Woman/Batman: The Hiketeia, 2002)

Greg Rucka in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 22. Mai: Stammheim – Die Baader-Meinhof-Gruppe vor Gericht

Mai 21, 2020

Wegen des neunzigsten Geburtstag von Clint Easwood am 31. Mai dachte ich daran, sein Drama (man sollte das Wort „Meisterwerk“ nicht zu inflationär verwenden) „Million Dollar Baby“ zum Tagestipp zu machen und in den nächsten Tagen munter weitere Clint-Eastwood-Filme zu empfehlen. Aber weil das Boxerdrama, das 3sat heute um 22.25 Uhr zeigt, öfter läuft (und es mir bis jetzt gelang, immer einen anderen Film zum Tagestipp zu machen [Yeah, das ist ein wirkliches, unerklärbares Rätsel]) und Reinhard Hauffs „Stammheim“ nur alle Jubeljahre gezeigt wird, ist der heutige Tagestipp

One, 22.30

Stammheim (Deutschland 1985)

Regie: Reinhard Hauff

Drehbuch: Stefan Aust

LV: Stefan Aust: Der Baader Meinhof Komplex, 1985

Eigentlich ist “Stammheim” ein abgefilmtes Theaterstück: Aust und Hauff konzentrierten sich auf die Verhandlung gegen die Baader-Meinhof-Gruppe und nahmen die Gerichtsprotokolle als Grundlage für die Dialoge.

Damals irritierte die Kritiker, dass Schauspieler anders aussehende Personen spielten, die im öffentlichen Bewusstsein noch sehr präsent waren.

Heute ist “Stammheim” ein Stück Zeitgeschichte und ein Blick in eine für uns inzwischen sehr fremde Zeit.

“Es ist ein Film über die Unfähigkeit der Politik und der Justiz, die Verhältnisse zu reflektieren, in denen Gewalt entsteht. Ein Film über die Ungeduld und Unduldsamkeit derjenigen, die erklärten, das Volk befreien zu wollen und am Ende mehr Zwänge und staatliche Repression erreichen.

Wie in einem Mikrokosmos findet der Kampf zwischen dem Staat und seinen radikalsten Gegner in einem Gerichtssaal statt. Keine Seite geht daraus unbeschädigt hervor. Die einen bekämpfen das Recht und die Ordnung des bürgerlichen Staates und berufen sich gleichzeitig auf seine Gesetze. Die anderen vertreten die Gesetze und verletzen dennoch das Recht (…)

Hauff und Aust haben den mutigsten Film über unsere politische Gegenwart gemacht.“ (Fischer Film Almanach 1987)

„Stammheim“ erhielt 1986 auf der Berlinale den Goldenen Bären. Während der Preisverleihung sagte Jurypräsidentin Gina Lollobrigida – ein grober Verstoß gegen die Etikette -, dass sie gegen den Film gestimmt habe.

mit Ulrich Pleitgen, Ulrich Tukur, Therese Affolter, Sabine Wegner, Hans Kremer, Dominique Horwitz

Hinweise

Wikipedia über „Stammheim“

Wolfram Schütte in der Frankfurter Rundschau vom 30. Januar 1986 über „Stammheim“


TV-Tipp für den 21. Mai: Astrid

Mai 20, 2020

ZDF, 20.15/00.00 (VPS 23.45)

Astrid (Unga Astrid, Schweden/Deutschland/Dänemark 2017)

Regie: Pernille Fischer Christensen

Drehbuch: Kim Fupz Aakeson, Pernille Fischer Christensen

TV-Premiere. Sehenswertes Biopic über Astrid Lindgren, als sie noch nicht Astrid Lindgren war. Sondern eine junge Frau, die eine Affäre mit dem deutlich älteren, verheirateten, siebenfachen Vater und Chefredakteur der Provinzzeitung, bei der sie arbeitet, beginnt. Als Achtzehnjährige wird sie von ihm schwanger. In den Zwanzigern war das der direkte Weg ins gesellschaftliche Abseits. Vor allem wenn die durchaus liebevollen Eltern streng religiös (und finanziell von der Kirche abhängig) sind und sich das gesamte Dorf jede Woche zum Gottesdienst versammelt.

Pernille Fischer Christensen zeichnet, filmisch und erzählerisch konventionell, diese Zwänge und Astrids Versuche,ihr Leben zu gestalten, gut nach.

mit Alba August, Trine Dyrholm, Magnus Krepper, Maria Bonnevie, Henrik Rafaelsen

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Astrid“

Wikipedia über „Astrid“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 20. Mai: Happy End

Mai 19, 2020

Arte, 20.15

Happy End (Happy End, Frankreich/Deutschland/Österreich 2017)

Regie: Michael Haneke

Drehbuch: Michael Haneke

Bitterböses Porträt einer Bauunternehmerfamilie, in der der Patriarch sich umbringen will, die Tochter die Geschäfte führt, der Sohn fremdgeht und ihre Kinder sich so überhaupt nicht für die Firmennachfolge empfehlen.

Böswillig gesagt ist „Happy End“ ein Haneke Best-of. Schlecht ist das nicht, aber halt nicht so wahnsinnig innovativ und nicht so grandios, wie seine besten Werke.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Isabelle Huppert, Jean-Louis Trintignant, Mathieu Kassovitz, Fantine Harduin, Franz Rogowski, Laura Verlinden, Toby Jones, Hassam Ghancy, Nabiha Akkari

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

AlloCiné über „Happy End“

Filmportal über „Happy End“

Moviepilot über „Happy End“

Metacritic über „Happy End“

Rotten Tomatoes über „Happy End“

Wikipedia über „Happy End“ (deutsch, englisch, französisch)

Meine Besprechung von Thomas Assheuers Interviewbuch “Nahaufnahme: Michael Haneke” (2010)

Michael Haneke in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Michael Hanekes „Liebe“ (Amour, Frankreich/Deutschland/Österreich 2012)

Meine Besprechung von Michael Hanekes „Happy End“ (Happy End, Frankreich/Deutschland/Österreich 2017)

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Buchtipp

Schon vor über einem Jahr erschienen und mit deutlich über eintausendreihundert Seiten kein leichtes Buch: „Die Drehbücher“ von Michael Haneke. Es enthält die Drehbücher der Kinofilme von Michael Haneke. Das sind „Der siebente Kontinent“ (1989), „Benny’s Video“ (1992), „71 Fragmente einer Chronologie des Zufalls“ (1994), „Der Kopf des Mohren“ (1995, verfilmt von Paulus Manker), „Funny Games“ (1997, US-Remake 2008), „Code: Unbekannt“ (2000), „Die Klavierspielerin“ (2001), „Wolfzeit“ (2003), „Caché“ (2005), „Das weiße Band“ (2009), „Liebe“ (2012), „Flashmob“ (noch nicht verfilmt) und „Happy End“ (2017).

Für Cineasten ein Pflichtkauf.

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Michael Haneke: Die Drehbücher

Hoffmann und Campe, 2019

1344 Seiten

54 Euro


Cover der Woche

Mai 19, 2020

Ein ebenso einfaches, wie geniales Konzept Krimiautoren schreiben über ihre bekanntesten Figuren. Manchmal mehr über die Figur und ihr literarisches Leben, manchmal mehr über den Prozess ihrer Entstehung und Genese.


TV-Tipp für den 19. Mai (+ Buchtipp): Cold in July

Mai 18, 2020

Nitro, 00.25

Cold in July (Cold in July, USA/Frankreich 2014)

Regie: Jim Mickle

Drehbuch: Jim Mickle, Nick Damici

LV: Joe R. Lansdale: Cold in July, 1989 (Kalt brennt die Sonne über Texas, Die Kälte im Juli)

Osttexas, 1989: Mitten in der Nacht überrascht und erschießt der glücklich verheiratete Vater Richard Dane einen Einbrecher. Kurz darauf möchte Ben Russell, der Vater des erschossenen Einbrechers, seinen Sohn rächen. Als die Polizei Russell auf die Bahngleise legt, rettet Dane ihn vor dem sicheren Tod. Und das ist noch nicht die letzte überraschende Wendung.

Eine gelungene Lansdale-Verfilmung mit lakonischen Dialogen, lakonischen Schauspielern und ordentlichen Portionen Suspense und Gewalt. Heute läuft der düstere Thriller als Mitternachtsfilm.

mit Michael C. Hall, Don Johnson, Sam Shepard, Vanessa Shaw, Nick Damici, Wyatt Russell

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Die verdammt lesenswerte Vorlage (und in dieser Ausgabe mit Nachworten von Joe R. Lansdale und Jim Mickle, der in dem Moment die Postproduktion von „Cold in July“

machte)

Joe R. Lansdale: Die Kälte im Juli

(übersetzt von Teja Schwaner)

Heyne, 2015

272 Seiten

9,99 Euro

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Deutsche Erstausgabe

Kalt brennt die Sonne über Texas

(übersetzt von Kim Schwaner)

rororo, 1997

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Originalausgabe

Cold in July

Bantam Books,1989

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Hinweise

Rotten Tomatoes über „Cold in July“

Wikipedia über „Cold in July“ (deutsch, englisch)

Homepage von Joe R. Lansdale

Stuttgarter Zeitung: Thomas Klingenmaier hat Joe R. Lansdale getroffen (25. März 2013)

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales „Rumble Tumble“ (Rumble Tumble, 1998 )

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales “Der Gott der Klinge” (The God of the Razor, 2007)

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales “Der Teufelskeiler” (The Boar, 1998)

Meine Besprechung  von Joe R. Lansdales „Akt der Liebe“ (Act of Love, 1981)

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales „Die Wälder am Fluss“ (The Bottoms, 2000)

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales “Kahlschlag” (Sunset and Sawdust, 2004)

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales “Gauklersommer” (Leather Maiden, 2008)

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales “Ein feiner dunkler Riss” (A fine dark Line, 2003)

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales „Dunkle Gewässer“ (Edge of Dark Water, 2012)

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales „Straße der Toten“ (Deadman’s Road, 2010)

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales „Machos und Moneten“ (Captains Outrageous, 2001)

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales „Wilder Winter“ (Savage Season, 1990)

Mein Interview mit Joe R. Lansdale zu „Das Dickicht“ (The Thicket, 2013)

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales „Mucho Mojo“ (ursprünglich „Texas Blues“) (Mucho Mojo, 1994)

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales „Bissige Biester! (Rusty Puppy, 2017)

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales „Hap & Leonard – Die Storys“ (Hap and Leonard, 2016)

 


Jimmys Bastarde fragen „Wie war das?!“

Mai 18, 2020

Der britische Superagent Jimmy Regent ist eine noch nicht einmal notdürftig getarnte Kopie von James Bond. Also von dem James Bond der Prä-Daniel-Craig-Ära. Damals rettete der immer gut gekleidete Geheimagent zwischen zwei Sexabenteuern mit immer willigen Schönheiten schnell die Welt und außer der Frage nach der richtigen Zubereitung alkoholischer Getränke gab keine Körper und Geist belastenden Probleme.

Eines Abends, so stelle ich mir den Ursprung von Jimmy Regent vor, sah Jimmy-Regent-Erfinder Garth Ennis („Preacher“, „The Boys“, „Crossed“) sich wieder einen alten Bond-Film an und fragte sich, wahrscheinlich nach dem fünften Pint (Nordiren sind ja ein trinkfreudiges Völkchen), ob James Bond bei seine zahllosen Affären nicht auch einige Kinder zeugte und welches Verhältnis die Kinder zu ihrem Vater haben, der sich nie um sie kümmerte. Also erfand er Jimmy Regent und seine Antwort auf seine Frage ist, dass Regent Vater vieler Kinder ist und dass diese ziemlich verärgert über ihren fröhlich und lautstark durch die Welt vögelnden, alle Vaterpflichten ignorierenden Erzeuger sind. Den größten Hass auf Regent hat Junior.

Zusammen mit seinen Geschwistern, den titelgebenden ‚Jimmys Bastarde‘, fasste er den Plan, sich an Regent und dem Rest der Welt zu rächen. Dafür ließen sie im ersten „Jimmys Bastarde“-Band „Getriggert“ den Geschlechtssaft, der bei den Betroffenen die Geschlechter vertauscht, auf die Welt los. Nur Jimmy Regent und seine letzte Partnerin, die überaus gutaussehende Nancy McEwan, sind immun.

Allerdings ist Regent seit einer Begegnung mit seinen Kindern nicht mehr kampffähig. Jetzt ist er Insasse einer geschlossenen Anstalt. Dort klammert er an einen kleinen Hund und liegt wimmernd in einem Schlafanzug auf dem Boden.

Also muss seine Partnerin McEwan allein gegen die Bösewichter kämpfen, die sich auf einer Insel verstecken.

Während der erste „Jimmy Regent“-Band eine köstliche und liebevolle Parodie auf James Bond und seine Welt ist, erzählt „Wie war das?!“den Endkampf zwischen Bond und dem Bösewicht, den es in jedem Bond-Film gibt. Dieses Mal mit einer Frau als Retterin der Menschheit, die mitten im Kampfgetümmel dann doch noch Hilfe von Jimmy Regent erhält.

Dieser Kampf ist spannend, mit etlichen Wendungen und, immerhin handelt es sich um eine von Garth Ennis erfundene Geschichte, sehr gewalttätig und blutig. Aber auch deutlich weniger parodistisch angelegt als „Getriggert“.

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Garth Ennis//Russ Braun: Jimmys Bastarde: Wie war das?! (Band 2)

(übersetzt von Hennes Bender)

Panini, 2020

128 Seiten

17 Euro

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Originalausgabe

Jimmy’s Bastards Volume 2: What did you just say?

AfterShock Comics, 2018

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Hinweise

Wikipedia über Garth Ennis (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Garth Ennis/Will Simpson/Steve Dillons “Hellblazer – Gefährliche Laster” (Dangerous Habits, 1991)

Meine Besprechung von Garth Ennis (Autor)/Leandro Fernandez (Zeichner) „The Punisher – Garth Ennis Collection 7“ (Up is Down and Black is White, The Slavers, 2005/2006)

Meine Besprechung von Garth Ennis/Goran Parlov/Leandro Fernandezs “The Punisher – Garth-Ennis-Collection 8″ (Barracuda, Part 1 – 6 (Punisher [MAX] 31 – 36), Man of Stone, Part 1 – 6 (Punisher [MAX] 37 – 42), 2006/2007)

Meine Besprechung von Garth Ennis‘ „The Punisher – Garth-Ennis-Collection 9“ (Widowmaker, Part 1 – 7 [Punisher (MAX) Vol. 43 – 49], Long Cold Dark, Part 1 – 5 [Punisher (MAX) Vol 50 – 54], 2007/2008)

Meine Besprechung von Garth Ennis‘ „The Punisher – Garth-Ennis-Collection 10“ (Valley Forge, Valley Forge, Part 1 – 6 [Punisher (MAX) Vol. 55 – 60], 2008)

Meine Besprechung von Garth Ennis (Autor)/Adriano Batista/Marcos Marz/Kewber Baal (Zeichner) „Jennifer Blood – Selbst ist die Frau (Band 1)“ (Garth Ennis’ Jennifer Blood: A Woman’s Work is Never Done, 2012)

Meine Besprechung von Garth Ennis und Mike Wolfers „Stitched: Die lebenden Toten“ (Band 1) (Stitched # 1 – 7, 2011/2012)

Meine Besprechung von Garth Ennis/John McCreas „Dicks – Band 1“ (Dicks # 1 – 4, 2013)

Meine Besprechung von Garth Ennis‘ „Crossed – Monster Edition“ (enthält „Crossed“ und „Crossed Band 2: Familienbande“)

Meine Besprechung von Garth Ennis/Steve Dillons „The Punisher: Frank ist zurück“ (The Punisher # 1 – 12, 2000/2001)

Meine Besprechung von Garth Ennis/Goran Sudzukas „A Walk through Hell: Das verlassene Lagerhaus (Band 1)“ (A Walk through Hell # 1 – 5, 2018)

Meine Besprechung von Garth Ennis/Goran Sudzukas „A Walk through Hell: Die Kathedrale (Band 2)“ (A Walk through Hell # 6 -12, 2019)

Meine Besprechung von Garth Ennis/Russ Brauns „Jimmys Bastarde: Getriggert (Band 1)“ (Jimmy’s Bastards Volume 1: Trigger Warning, 2018)

 


TV-Tipp für den 18. Mai: The Square (und noch mehr von Ruben Östlund)

Mai 18, 2020

Arte, 20.15

The Square (The Square, Schweden/Deutschland/Frankreich/Dänemark 2017)

Regie: Ruben Östlund

Drehbuch: Ruben Östlund

Christian, der Kurator des Stockholmer Museums für moderne Kunst, bereitet gerade eine neue Ausstellung vor, die publikumswirksam vermarktet werden soll. Da werden ihm seine Brieftasche und sein Handy gestohlen. Als er versucht, beides zurückzubekommen, gerät sein wohlgeordnetes Leben aus dem Ruder.

TV-Premiere und der Auftakt eines langen Ruben-Östlund-Abends. Um 22.40 Uhr gibt es die brandneue Doku „Es war einmal..’The Square’“ zum Film. Um 23.35 Uhr folgt „Involuntary“ (De ofrivilliga, Frankreich/Schweden 2008). Die Episodensatire ist ebenfalls eine TV-Premiere und, wenn ich es richtig sehe, auch die Deutschlandpremiere. Um 01.15 Uhr folgt Östlunds zehnminütiger Kurzfilm „Zwischenfall vor einer Bank“ (Händelse vid bank, Schweden 2009). Zum Abschluss des Abends gibt es um 01.25 Uhr Östlunds zwanzigminütigen Kurzfilm „Szene Nr. 6882 aus meinem Lebn“ (Scen nr: 6882 ur mitt liv, Schweden 2005).

Wer danach im Östlund-Wahn ist, kann sich in der Arte-Mediathek noch „Höhere Gewalt“ (Turist/Force Majeure, Schweden 2014) (nur noch bis zum 19. Mai) und „Play – Nur ein Spiel“ (Play, Schweden 2011) ansehen. Nach diesem Marathon sind fast alle Filme von Östlund gesehen.

„The Square“ ist eine in Cannes ausgezeichnete Satire auf den Kunstbetrieb und die Tragödie eines lächerlichen Mannes. Vielleicht etwas lang geraten, aber in seiner Inszenierung durchgehend faszinierend, immer wieder zum Nachdenken (und Widersprechen) anregend und unbedingt sehenswert.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Claes Bang, Elisabeth Moss, Dominic West, Terry Notary, Christopher Laesso, Marina Schiptjenko, Elijandro Edouard, Daniel Hallberg, Martin Sööder

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „The Square“

Metacritic über „The Square“

Rotten Tomateos über „The Square“

Wikipedia über „The Square“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Ruben Östlunds „Höhere Gewalt“ (Turist/Force Majeure, Schweden 2014)

Meine Besprechung von Ruben Östlunds „The Square“ (The Square, Schweden/Deutschland/Frankreich/Dänemark 2017)


TV-Tipp für den 17. Mai: Der Mann, der zuviel wusste

Mai 16, 2020

Arte, 20.15

Der Mann, der zuviel wusste (The man who knew to much, USA 1956)

Regie: Alfred Hitchcock

Drehbuch: John Michael Hayes, Angus McPhail (ungenannt)

Eigentlich wollten die McKennas nur einen schönen Marokko-Urlaub verbringen. Aber dann erfahren sie von einer Verschwörung und ihr Sohn wird entführt.

Hitchcocks Remake von seinem gleichnamigen Film aus dem Jahr 1934: mit einem größeren Budget, in Farbe und einer erträglichen Doris Day. Höhepunkt ist die zehnminütige Konzertszene in der Royal Albert Hall, deren Höhepunkt – während eines Beckenschlages – ein Schuss auf den Botschafter ist.

Bis Ende Mai ist die 1934er Version in der Arte-Mediathek verfügbar.

Mit James Stewart, Doris Day, Daniel Gélin, Brenda de Banzie, Bernard Miles, Ralph Truman, Reggie Maldar

Wiederholung: Dienstag, 19. Mai, 13.45 Uhr

Hinweise

Wikipedia über „Der Mann, der zuviel wusste“ (deutsch, englisch)

Rotten Tomatoes über “Der Mann, der zuviel wusste”

Turner Classic Movies über „Der Mann, der zuviel wusste“

Wikipedia über Alfred Hitchcock (deutsch, englisch)

Senses of Cinema (Ken Mogg) über Alfred Hitchcock

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 2“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 2″

Meine Besprechung von Alfred Hitchcocks “Mr. und Mrs. Smith” (Mr. and Mrs. Smith, USA 1941)

Meine Besprechung von Thilo Wydras “Alfred Hitchcock”

Alfred Hitchcock in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Robert V. Galluzzos “Psycho Legacy” (The Psycho Legacy, USA 2010 – eine sehenswerte Doku über die “Psycho”-Filme mit Anthony Perkins, mit vielen Stunden informativem Bonusmaterial)

Meine Besprechung von Stephen Rebellos “Hitchcock und die Geschichte von ‘Psycho’” (Alfred Hitchcock and the Making of ‘Psycho’, 1990)

Meine Besprechung von Sacha Gervasis Biopic “Hitchcock” (Hitchcock, USA 2012)

Meine Besprechung von Henry Keazors (Hrsg.) “Hitchcock und die Künste” (2013)


TV-Tipp für den 16. Mai: Das fliegende Auge

Mai 15, 2020

ZDFneo, 20.15

Das fliegende Auge (Blue Thunder, USA 1982)

Regie: John Badham

Drehbuch: Dan O’Bannon, Don Jakoby

Los Angeles: Als ein Hubschrauberpilot entdeckt, dass der von ihm gesteuerte Wunderhubschrauber (leise und ausgestattet mit der modernsten Technik, um Menschen optisch und akustisch zu überwachen) für die Bekämpfung von vorher provozierten Aufständen eingesetzt wird, entdeckt er sein Gewissen und flüchtet mit dem Hubschrauber. Seine Vorgesetzten findet das gar nicht lustig.

Damals eine Negativ-Utopie, heute ein SF-Klassiker und, in jeder Beziehung, brennend aktuell. Das kann wahrlich nicht über jeden Film gesagt werden.

Mit Roy Scheider, Malcolm McDowell, Warren Oates, Candy Clark, Daniel Stern, Joe Santos

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Das fliegende Auge“

Wikipedia über „Das fliegende Auge“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 15. Mai: Jack Reacher

Mai 14, 2020

Pro7, 20.15

Jack Reacher (Jack Reacher, USA 2012)

Regie: Christopher McQuarrie

Drehbuch: Christopher McQuarrie

LV: Lee Child: One Shot, 2005 (Sniper)

Ein Scharfschütze erschießt in Pittsburgh am helllichten Tag fünf Menschen. Als Täter wird der Ex-Soldat James Barr verhaftet, der nur fordert, dass Jack Reacher geholt wird. Und Reacher, ein Ex-Militärpolizist, der immer unter dem Radar bleibt, taucht kurz darauf in Pittsburgh auf. Allerdings nicht, um Barr zu helfen.

„Jack Reacher“ ist ein guter, wenn auch unspektakulärer Thriller mit einem in jeder Beziehung angenehmen Retro-Touch, bei dem die Schauspieler, die Dialoge und altmodische Erzähltugenden im Vordergrund stehen. Entsprechend unaufgeregt inszenierte McQuarrie den Film und Tom Cruise gibt – nachdem die Fans der Romane Cruise lautstark wegen seiner Körpergröße ablehnten (immerhin ist Reacher in den Romanen fast zwei Meter und Tom Cruise ist nur 1,70 Meter) – einen überzeugenden Jack Reacher.

2016 hatte Tom Cruise in „Jack Reacher: Kein Weg zurück“ (Jack Reacher: Never go back) seinen zweiten und bislang letzten Auftritt als Jack Reacher.

mit Tom Cruise, Rosamund Pike, Richard Jenkins, David Oyelowo, Werner Herzog, Jai Courtney, Vladimir Sizov, Joseph Sikora , Michael Raymond-James, Alexia Fast, Josh Helman, Robert Duvall, Lee Child (Cameo als Polizist)

Wiederholung: Sonntag, 17. Mai, 22.40 Uhr (direkt nach und vor „Jack Reacher: Kein Weg zurück“)

Hinweise

Metacritic über „Jack Reacher“

Rotten Tomatoes über „Jack Reacher“

Wikipedia über „Jack Reacher“ (deutsch, englisch)

Homepage von Lee Child

Wikipedia über Lee Child (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Lee Childs „Tödliche Absicht“ (Without fail, 2002)

Meine Besprechung von Lee Childs „Die Abschussliste“ (The Enemy, 2004)

Meine Besprechung von Lee Childs „Sniper“ (One Shot, 2005)

Meine Besprechung von Lee Childs “Outlaw” (Nothing to Loose, 2008)

Meine Besprechung von Lee Childs „Die Gejagten“ (Never go back, 2013)

Meine Besprechung von Lee Childs (Herausgeber) „Killer Year – Stories to die for…from the hottest new crime writers“ (2008)

Meine Besprechung von Christopher McQuarries „Jack Reacher“ (Jack Reacher, USA 2012)

Meine Besprechung von Christopher McQuarries „Mission: Impossible – Rouge Nation“ (Mission Impossible: Rouge Nation, USA 2015)

Meine Besprechung von Christopher McQuarries „Mission: Impossible – Fallout“ (Mission: Impossible – Fallout, USA 2018)

Meine Besprechung von Edward Zwicks „Jack Reacher: Kein Weg zurück“ (Jack Reacher: Never go back, USA 2016)

Kriminalakte über Lee Child und „Jack Reacher“

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Zuletzt von Lee Child auf Deutsch erschienen

Der 21. Reacher-Roman „Der Ermittler“ erkundet Jack Reacher Vergangenheit. 1996, als er noch US-Militärpolizist in Deutschland ist, droht ein dschihadistischer Terrorist mit einem Anschlag, wenn er nicht hundert Millionen US-Dollar erhält. Eine CIA-Spezialeinheit ermittelt und Jack Reacher ist ein Teil des Teams.

Gleichzeitig erschien Childs kurzes Essay „Der Held – Wie Helden die Welt verändern, und warum wir sie heute mehr als je zuvor brauchen“.

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Lee Child: Der Ermittler – Ein Jack-Reacher-Roman

(übersetzt von Wulf Bergner)

Blanvalet, 2020

416 Seiten

22 Euro

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Originalausgabe

Night School (21 Reacher)

Bantam Press, London, 2016

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Lee Child: Der Held

(übersetzt von Wulf Bergner)

Blanvalet, 2019

112 Seiten

10 Euro

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Originalausgabe

The Hero

HarperCollins Publishers Ltd., 2019


TV-Tipp für den 14. Mai: Snowden

Mai 13, 2020

Vox, 20.15

Snowden (Snowden, USA/Deutschland 2016)

Regie: Oliver Stone

Drehbuch: Oliver Stone, Kieran Fitzgerald

LV: Anatoli Kutscherena: Time of the Octopus, ?; Luke Harding: The Snowden Files: The Inside Story of the World’s Most Wanted Man, 2014 (Edward Snowden: Geschichte einer Weltaffäre)

Sehenswertes Biopic über Edward Snowden, der Mann, der uns 2013 über die globale Überwachung der NSA informierte und der seitdem als politischer Flüchtling in Moskau lebt.

Oliver Stone inszenierte den Whistleblower als Patrioten, der unbedingt als freier Mann in die USA zurückkehren sollte.

Wer Laura Poitras‘ grandiosen Dokumentarfilm „Citizenfour“ kennt, wird in „Snowden“ nichts Neues erfahren.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Joseph Gordon-Levitt, Shailene Woodley, Melissa Leo, Nicolas Cage, Zachary Quinto, Tom Wilkinson, Rhys Ifans, Scott Eastwood, Joely Richardson, Timothy Olyphant, Ben Schnetzer

Hinweise

Moviepilot über „Snowden“

Metacritic über „Snowden“

Rotten Tomatoes über „Snowden“

Wikipedia über „Snowden“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Oliver Stones Don-Winslow-Verfilmung „Savages“ (Savages, USA 2012)

Meine Besprechung von Oliver Stones „Snowden“ (Snowden, USA/Deutschland 2016)

Meine Besprechung von Laura Poitras’ „Citzenfour“ (Citizenfour, USA/Deutschland 2014) (mit weiteren Video-Interviews) und der DVD (ebenfalls mit Bonusmaterial)

Meine Besprechung von Glenn Greenwalds „Die globale Überwachung“ (No place to hide, 2014)


China liefert „Zerbrochene Sterne“, Ken Liu kuratiert sie

Mai 13, 2020

„Warum hasten die Leute so oft, wenn Anfangs- und Zielpunkt schon feststehen – zum Beispiel Geburt und Tod -, trotzdem auf das Ende zu?“

(Li in Hao Jingfangs „Der Neujahrszug“)

Bei all dem Erkunden von fremden und zukünftigen Welt fällt kaum auf, wie sehr sie von der US-amerikanischen Gesellschaft und Weltsicht bestimmt sind. Schließlich liest man ja gerade ein Buch, in dem fremde Rassen auf einem fremden Planeten munter über Krieg und Frieden debattieren. Oder es wird der Pioniergeist beim Bauen von Raumschiffen gehuldigt. Oder in einer Blade-Runner-Cyberpunkwelt wird gerade die Welt vernichtet. Diese Geschichten sind unbestritten, mal besser, mal schlechter erzählt, unterhaltsam und abwechslungsreich. Aber sie spiegeln halt auch immer die Probleme und Ansichten, die in der Welt wichtig sind, in der der Autor lebt und arbeitet.

Ein Autor aus einem anderen Kulturkreis, wie der in Nigeria aufgewachsene Tade Thompson in seiner in Nigeria spielenden Wormwood-Trilogie, deren erster Band „Rosewater“ vor kurzem bei Golkonda erschien, oder Cixin Liu mit seiner in China spielenden Trisolaris-Trilogie „Die drei Sonnen“, „Der dunkle Wald“ und „Jenseits der Zeit“ (Heyne), hat da eine ganz andere Sicht auf die Welt. So fällt bei vielen Geschichten von Cixin Liu das Denken in großen, oft mehrere Jahrhunderte umfassenden Zeithorizonten und das andere Verhältnis von Kollektiv/Gesellschaft und Individuum auf.

Noch tiefer in die Welt der zeitgenössischen chinesischen Science-Fiction-Szene taucht Science-Fiction-Autor Ken Liu mit dem von ihm herausgegebenen Sammelband „Zerbrochene Sterne“ ein.

Enthalten sind folgende Geschichten

Xia Jia: Gute Nacht, Traurigkeit

Cixin Liu: Mondnacht

Tang Fei: Zerbrochene Sterne

Han Song: U-Boote

Han Song: Salinger und die Koreaner

Cheng Jingbo: Der herabhängende Himmel

Baoshu: Großes steht bevor

Hao Jingfang: Der Neujahrszug

Fei Dao: Der Roboter, der gerne Quatsch erzählte

Zhang Ran: Der Schnee von Jinyang

Anna Wu: Das Restaurant am Ende des Universums: Laba-Porridge

Ma Boyong: Des ersten Kaisers liebstes Spiel

Gu Shi: Spiegelbild

Regina Kanyu Wang: Brainbox

Qiufan Chen: Das Licht

Qiufan Chen: Eine kurze Geschichte zukünftiger Krankheiten

und die wissenswerte Hintergründe vermittelnden Essays

Regina Kanyu Wang: Kurze Einführung in die chinesische Science-Fiction-Literatur und die Fan-Szene in China

Mingwei Song: Ein kurzer Kontinent für Literaturwissenschaftler: Studien zur chinesischen Science-Fiction

Fei Dao: Das Schamgefühl ist überwunden

Fast alle Geschichten wurden in den letzten zehn Jahren erstmals veröffentlicht. Die kürzeste umfasst sechs Seiten, die längste hundertzwanzig Seiten.

Bei der Lektüre der Geschichten fällt dann auf, dass es keine oder nur sehr rudimentäre Erkundungen außerirdischer Welten gibt. Eigentlich spielt, wenn man unter ‚Zukunft‘ eine wirkliche zukünftige Welt versteht, auch keine Geschichte in der Zukunft. Stattdessen wird erstaunlich oft die Vergangenheit besucht, mal als Zeitreise, mal als Alternativweltgeschichte, auch mal als eine in der Vergangenheit spielende Geschichte, in der damals zukünftige Technik vorhanden ist. Zu nennen wären hier unter anderem „Großes steht bevor“, „Der Schnee von Jinyang“ und „Des ersten Kaisers liebstes Spiel“. Öfter wird mit Fantasy-Elementen gespielt, die dann auch mehr in die Vergangenheit als in die Zukunft weisen.

Oft spielt die Geschichte über einen längeren Zeitraum oder erzählt ein Leben. Zu nennen wäre hier wieder „Großes steht bevor“. Saoshus Geschichte gehört zu den besten Geschichten des Sammelbandes. Weil aber jede Zusammenfassung der Geschichte die Pointe verraten würde, verzichte ich hier schweren Herzens darauf. Viele Geschichten sind auch, mehr oder weniger, vertrackte Gedankenspielereien, Auseinandersetzungen mit bekannten westlichen Autoren und Werken, wie „Salinger und die Koreaner“ und „Das Restaurant am Ende des Universums: Laba-Porridge“, und philosophischen Fragen. So erhält in „Mondnacht“ der Protagonist einen Anruf aus der Zukunft, durch den er Informationen erhält, mit denen er die Zukunft verändern kann. Soll er die Zukunft verändern und, wenn ja, welche Folgen hat das? „Gute Nacht, Traurigkeit“ beschäftigt sich in zwei unabhängigen Erzählsträngen mit Alan Turing und seinem bekannten Test. In „Des ersten Kaisers liebstes Spiel“ wollen Berater den Kaiser mit Computerspielen von bestimmten Politiken überzeugen.

Für meinen Geschmack sind zu viele Geschichten in „Zerbrochene Sterne“ nur notdürftig in eine Geschichte gekleidete Gedankenspielereien (die dann teilweise den Charme von der Lektüre einer Bedienungsanleitung haben) oder sich über zu lange Zeiträume erstreckende Lebensgeschichten. Das dämpft dann meine Begeisterung für den Sammelband, der – und das spricht eindeutig für ihn – einen tiefen Einblick in eine im Westen weitgehend unbekannte Science-Fiction-Szene und das heutige China ermöglicht, in dem eine direkte Kritik an der Regierung zu großen Repressionen führen kann. Es ist, und das fällt bei den von Ken Liu ausgewählten Geschichten auf, eine Welt, in der Science-Fiction-Autoren wenig Interesse daran haben, aktuelle Entwicklungen und Veränderungen direkt anzusprechen und in die Zukunft zu projizieren.

–

Ken Liu (Herausgeber): Zerbrochene Sterne – Die besten Erzählungen der chinesischen Science-Fiction

(übersetzt von Karin Betz, Lukas Dubro, Johannes Fiederling, Marc Hermann, Kristof Kurz, Felix Meyer zu Venne und Chong Shen)

Heyne, 2020

672 Seiten

16,99 Euro

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Originalausgabe

Broken Stars

Tor Books, 2019

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Hinweise

Homepage von Ken Liu

Wikipedia über Ken Liu (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 13. Mai: Loveles

Mai 12, 2020

Arte, 22.10

Loveless (Neljubow, Russland/Frankreich/Deutschland/Belgien 2017)

Regie: Andrey Zvyagintsev

Drehbuch: Oleg Negin, Andrey Zvyagintsev

Der zwölfjährige Alyosha verschwindet spurlos. Seine Eltern leben nur noch pro forma zusammen und wollen ihn in ein Internat abschieben. Ist Alyosha deshalb vielleicht nicht das Opfer eines Verbrechens sondern freiwillig verschwunden?

TV-Premiere. „Loveless“ ist ein kraftvoller, aber auch unendlich deprimierender und hoffnungsloser Film. Andrey Zvyagintsevs Drama hatte 2017 seine Premiere in Cannes. Es war für mehrere Europäische Filmpreise, unter anderem „Bester europäischer Film“, und den Oscar als bester ausländischer Film nominiert.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Maryana Spyvak, Alexey Rozin, Matwey Novikov, Marina Vasilyeva, Andris Keishs, Alexey Fateev

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Loveless“

Moviepilot über „Loveless“

Metacritic über „Loveless“

Rotten Tomatoes über „Loveless“

Wikipedia über „Loveless“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Andrey Zvyagintsevs „Loveless“ (Neljubow, Russland/Frankreich/Deutschland/Belgien 2017)


Cover der Woche

Mai 12, 2020

Ein großer, hemmungslos durchgeknallter und überbordender Spaß (vor allem der erste Band, danach wird es etwas schwächer) und, – Ihr müsst jetzt sehr tapfer sein! -, kein Sachbuch.


TV-Tipp für den 12. Mai: Außer Atem

Mai 11, 2020

Servus TV, 22.00

Außer Atem (À bout de souffle, Frankreich 1960)

Regie: Jean-Luc Godard

Drehbuch: Jean-Luc Godard (nach einem Szenario von François Truffaut)

Buch zum Film: Claude Francolin: À bout de souffle, 1960 (Außer Atem)

Kleinganove Michel erschießt einen Polizisten und flieht nach Paris zur us-amerikanischen Studentin Patricia.

Ein Klassiker der Nouvelle Vague und ein zeitloser Kultfilm.

Alles weitere in meiner ausführlichen Besprechung des Films.

mit Jean-Paul Belmondo, Jean Seberg, Daniel Boulanger, Jean-Pierre Melville, Henri-Jacques Huet, Van Dode, Jean-Luc Godard, Roger Hanin

Wiederholung: Mittwoch, 13. Mai, 01.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Außer Atem“

Wikipedia über „Außer Atem“ (deutsch, englisch, französisch) und über Jean-Luc Godard (deutsch, englisch, französisch)

Filmzentrale mit mehreren Besprechungen über „Außer Atem“: Behrens, Kreimeier, Richter

Die Zeit (Katja Nicodemus) redet mit Jean-Luc Godard: „Kino heißt streiten“ (November 2007)

Kriminalakte gratuliert Jean-Luc Godard zum Geburtstag (3. Dezember 2010)

Meine Besprechung von Jean-Luc Godards „Außer Atem“ (À bout de souffle, Frankreich 1960)

Jean-Luc Godard in der Kriminalakte