DVD-Kritik: Für „Fräuleins in Uniform“ ist der Krieg ein Spaß

Mai 7, 2014

Wir nehmen junge Frauen, gerne nackt, Nazi-Uniformen, Sex, Gewalt, viele Explosionen, Nazi-Symbole und -Plakate – und fertig ist der Film, der als „Fräuleins in Uniform“ oder „Eine Armee Gretchen“ vor über vierzig Jahren in die Kinos kam und weil er von Erwin C. Dietrich produziert wurde, der dieses Mal auch das Drehbuch schrieb und Regie führte, zielt er auf die primären Wünsche eines eher jugendlichen Publikums, das vor allem an nackten Tatsachen interessiert ist. Die gibt es – aus heutiger Perspektive – in eher überschaubaren Dimensionen mit einer deutlichen Konzentration auf nackte weibliche Oberkörper.
Daneben reiht der Film lieblos einige Episoden aus dem Leben der Blitzmädel aneinander, als sei der Krieg ein Aufenthalt im Landschulheim, bei dem es nur um Sex geht und dazwischen, ab und an, ein fröhliches „Heil Hitler“ geschmettert wird; – was subversiv sein könnte, wenn es nicht einfach so furchtbar gedankenlos wäre.
Es wurde auch keine Sekunde an so etwas wie Charakterentwicklung oder Dramaturgie gedacht. Entsprechend egal sind einem einem alle Charaktere und wer glaubt, irgendetwas über den Zweiten Weltkrieg zu erfahren, der ist definitiv im falschen Film. Sogar die Erinnerungen des Großvaters an den Krieg sind da tiefgründiger, strukturierter und auch kritischer.
Am Kassenerfolg änderte das nichts. Als „She-Devils of the S.S.“ lief der Film auch in den USA und, unter verschiedenen anderen Titeln, in unseren Nachbarländern. Damals war das Nazi-Exploitation- und Woman-in-Prison-Genre (wozu „Fräuleins in Uniform“ nur ganz am Rand gehört) ein an der Kinokasse erfolgreiches Subgenre innerhalb des Sexploitation-Genres. Was auch daran lag, dass die Filme für ein Butterbrot gedreht wurden und teilweise unter verschiedenen Titeln mit neuen vielversprechenden Plakaten in die Kinos kamen.
„Fräuleins in Uniform“ ist da mit einem Budget von einer Millionen DM, so Produzent Erwin C. Dietrich im Audiokommentar, sogar ungewöhnlich teuer geraten, was sich vor allem in den in Jugoslawien gedrehten Kampfszenen, mit einem Flugzeug und drei Panzern, vielen Statisten und Explosionen bis zum Abwinken, zeigt.
Außerdem war der Film, streng historisch betrachtet, vor den Nazi-Exploitation-Filmen im Kino. Er ist ein fast schon unschuldiger Vorläufer von wesentlich geschmackloseren Filmen, wie zum Beispiel Jess Francos von Dietrich produzierten Filme „Ilsa, the Mad Butcher“ oder „Frauen für Zellenblock 9“. „Fräuleins in Uniform“ ist dagegen ein verfilmtes Landserheft mit willigen Mädchen, Nazi-Symbolen und verklärten „Schön war die Zeit“-Kriegserinnerungen.
Georg Seeßlen schreibt in „Quentin Tarantino gegen die Nazis“ zu dem Werk, das er als einen Nachzügler des italienischen Trash-Kriegsfilms sieht: „Das Ganze wurde mehr oder weniger einhellig als die größte Geschmacksentgleisung des Genres jenseits des Nazi-Pornos gewertet.“
Als Film kann man „Fräuleins in Uniform“ getrost vergessen, aber das Bonusmaterial auf der jetzt erschienenen DVD (und Blu-ray) ist gelungen. Es gibt eine Bildergalerie, die noch einmal zeigt, mit welchen nackten Tatsachen der Film verkauft wurde, den Trailer, ein aktuelles Interview mit Birgit Bergen (kein Kommentar) und einen im Oktober 2013 aufgenommenen, durchaus informativen, vollkommen unkritischen, aber filmhistorisch interessanten Audiokommentar mit dem inzwischen 83-jährigem Erwin C. Dietrich und Filmhistoriker Uwe Huber, in dem man einige Hintergründe über die Dreharbeiten, den Verbleib der Darsteller und die Arbeit in Dietrichs Produktionsfirma, die damals zuverlässig mit Exploitation-Filmen die Kinos bediente, erfährt.

Fräuleins in Uniform - DVD

Fräuleins in Uniform (Schweiz 1973)
Regie: Erwin C. Dietrich
Drehbuch: Erwin C. Dietrich, Christine Lembach (Dialoge)
LV: Karl-Heinz Helms-Liesenhoff: Eine Armee Gretchen, 1948
mit Renate Kasche, Carl Möhner, Helmut Förnbacher, Alexander Allerson, Birgit Bergen
auch bekannt als „Eine Armee Gretchen“, „Eine Armee nackter Gretchen“, „Blitzmädchen an die Front“ und „Strafkommando Ost“
–
DVD
Ascot Elite (Cinema Treasures)
Bild: 1,85:1 (16:9)
Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch, Italienisch, Französisch (DD 2.0 Mono)
Untertitel: –
Bonusmaterial: Audiokommentar mit Erwin C. Dietrich und Filmhistoriker Uwe Huber, Interview mit Darstellerin Birgit Bergen, Bildergalerie, Trailer, Wendecover
Länge: 96 Minuten
FSK: ab 18 Jahre
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Das Werk ist auch auf Blu-ray erhältlich.
–
Hinweise

Homepage von/über Erwin C. Dietrich (schon etwas älter, aber mit vielen Bildern)

Wikipedia über Erwin C. Dietrich

Mundo Stumpo: Interview mit Erwin C. Dietrich (2003 – für die deutsche Fassung runterscrollen)

 


TV-Tipp für den 7. Mai: Ghost Dog – Der Weg des Samurai

Mai 7, 2014

Eins Plus, 22.45

Ghost Dog – Der Weg des Samurai (USA 1999, R.: Jim Jarmusch)

Drehbuch: Jim Jarmusch

Poetisch-meditativer, mit Hip-Hop-Klängen unterlegter Gangsterfilm über einen nach dem Kodex der Samurai lebendem Killer, der auf die Abschussliste seiner Auftraggeber gerät. Jarmusch ist dabei gänzlich desinteressiert an der Story, aber sehr interessiert an dem Spiel mit Stimmungen, Symbolen, Zeichen und Motiven.

„Durch ‘Ghost Dog’ hindurch blicken wir wie durch ein Vergrößerungsglas in die Filmgeschichte. (…) Mit ‘Ghost Dog’ variiert Jarmusch einmal mehr sein Lieblingsthema, die Differenz der Kulturen und die wunderbaren, auch komischen Momente, die durch den Zusammenstoß verschiedener Mentalitäten entstehen können. Besonders bizarr sieht seine filmische Synthese von HipHop und italienischer Vorstadt-Mafia aus.“ (Nils Meyer in Rolf Aurich/Stefan Reinecke, Hrsg.: Jim Jarmusch, 2001 – ein empfehlenswertes Buch)

mit Forest Whitaker, John Tormey, Cliff Gorman, Henry Silva, Isaach de Bankolé, Gary Farmer, The RZA (Cameo; er schrieb auch die Musik)

Wiederholung: Donnerstag, 7. Mai, 03.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über “Ghost Dog”

Wikipedia über „Ghost Dog“ (deutsch, englisch)

Arte über „Ghost Dog“

Senses of Cinema: Marco Lanzagorta über „Ghost Dog“ (September 2002)

Wikipedia über Jim Jarmusch (deutsch, englisch)

The Jim Jarmusch Resource Page

Senses of Cinema über Jim Jarmusch

Jim Jarmusch in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Jim Jarmuschs “Only Lovers left alive” (Only Lovers left alive, Deutschland/Großbritannien/Frankreich/Zypern/USA 2013)

–

„Ghost Dog“ ist der heutige Tagestipp, weil am Donnerstag der spannende Polit-Thriller „Zulu“ mit  Forest Whitaker in der Hauptrolle anläuft. Hier ist schon einmal der Trailer. Aber der Film von Jerome Salle („Fluchtpunkt Nizza“ und die beiden „Largo Winch“-Filme) selbst steht in der Tradition der 70er-Jahre-Polit-Thriller, die ja in erster Linie Gehirnfutter sind.


Cover der Woche

Mai 6, 2014

Niven - Pournelle - Das zweite Inferno


TV-Tipp für den 6. Mai: Don Mariano weiß von nichts

Mai 6, 2014

WDR, 00.00

Don Mariano weiß von nichts (I/F 1967, R.: Damiano Damiani)

Drehbuch: Ugo Pirro, Damiano Damiani

LV: Leonardo Sciascia: Il giorno della civetta, 1961 (Der Tag der Eule)

In Sizilien wird ein Bauunternehmer ermordet. Hauptmann Bellodi will den Fall aufklären und legt sich mit den Mächtigen der Insel an.

„Der Tag der Eule“ ist der erste der sizilianischen Romane von Sciascia, in denen er gegen die Mafia und deren Verflechtungen mit der Politik anschrieb. Seine Bücher waren die Vorlage für einige der besten italienischen Polit-Thriller.

Damianis Verfilmung ist einer der frühen, stilbildenden Polit-Thriller in der Tradition von Costa-Gavras, Petri und Rosi. Damiani begründete unter anderem mit diesem Film seinen Ruhm.

„Sciascias extrem knappem Erzählstil entspricht in den Filmen eine vergleichsweise hastige Montage, die ein wenig von jener unerbittlichen Zwangsläufigkeit an sich hat, die sich in rasch und ohne Schnörkel inszenierten Szenenwechsel präsentiert. Sicher, die zynisch-spitzfindigen Dialoge Sciascias sind, verkürzt, doch die Filme gewinnen (…) gegenüber den Romanen an Anschaulichkeit.“ (Wolfgang Schweiger: Der Polizeifilm)

Mit Franco Nero, Claudia Cardinale, Lee J. Cobb, Serge Reggiani

Auch bekannt als „Der Tag der Eule“

Hinweise

Wikipedia über Leonardo Sciascia (deutsch, englisch, italienisch)

Krimi-Couch über Leonardo Sciascia

Italienwelten über Leonardo Sciascia

Amici di Leonardo Sciascia

Mein Nachruf auf Damiano Damiani (23. Juli 1922 – 7. März 2013)


Heribert Prantl schreibt über „Glanz und Elend der Grundrechte“

Mai 5, 2014

Prantl - Glanz und Elend der Grundrechte - 2

Nach diesem Wochenende ist Heribert Prantls schmales Buch „Glanz und Elend der Grundrechte“ leider nötiger denn je. Denn die Bundesregierung erklärte, dass der Whistleblower Edward Snowden nicht in Deutschland aussagen soll, weil die deutschen Staatsinteressen höher stünden als eine Aufklärung über eine millionenfache tägliche Grundrechtsverletzung deutscher Staatsbürger durch den US-amerikanischen Geheimdienst NSA. Der Verfassungsschutz erklärte, dass er dem NSA-Untersuchungsausschuss nicht alle Akten liefern werde. Es würde die Arbeit des Verfassungsschutzes beeinträchtigen – und man habe eh keine Ahnung. Naja, dass sagte der Chef des Verfassungsschutzes nicht wörtlich, aber dieses Amt hat ja nichts von den Morden des NSU und dem Abhören der NSA mitbekommen und da wäre eine Herausgabe von Akten wohl ein Zeugnis der eigenen Unfähigkeit oder der hemmungslosen Zusammenarbeit.
Während die Regierung sich gerade höchst erfolgreich im Neusprech übt und erklärt, dass sie Whistleblower für Straftäter hält (was nicht für die Menschen gilt, die für gutes Geld Steuerdaten-CDs an den deutschen Staat verkaufen) und ihr das Brief- und Postgeheimnis egal ist, weil die Regierung ja so gute Beziehungen zur USA habe, dass eine Telefonüberwachung überflüssig sei, weil man keine Geheimnisse vor den USA habe (Frau Merkel, es geht nicht um ihr Terror-Handy, sondern um die Grundrechte der Deutschen, die Sie schützen sollen!). Dass gleichzeitig die Pressefreiheit, vor allem wenn es um den Schutz von Informanten geht, und die Verschwiegenheitspflicht von Anwälten, Ärzten und Seelsorgern durch die unterschiedlos alles speichernde Datenüberwachung verletzt wird, ist für diese Regierung wohl ein lässlicher Kollateralschaden.
Ehe ich jetzt etwas Beleidigendes über eine Regierung, die auf unsere Grundrechte kackt, sage, konzentriere ich mich lieber auf Heribert Prantls Buch.
Denn in dem Essay „Glanz und Elend der Grundrechte – Zwölf Sterne für das Grundgesetz“ erklärt der Leiter der innenpolitischen Redaktion der „Süddeutschen Zeitung“ in einem breiten historischen Bogen von der Formulierung des Grundgesetzes bis zur Gegenwart warum die Grundrechte so wichtig sind. Unmittelbar nach dem Ende des zweiten Weltkriegs und am Anfang des Kalten Krieges schrieben die Väter und Mütter ein aus wenigen Worten bestehendes Grundgesetz, das in den folgenden 65 Jahren seine Wirkung entfaltete. Bei der Gleichberechtigung von Frauen und Homosexuellen. Bei der individuellen Lebensgestaltung. Bei dem Versammlungsrecht. Bei der Pressefreiheit. Und auch beim Schutz der Privatsphäre – bis es nach 9/11 aufgrund einer diffusen Bedrohung durch Terroristen zu einem massiven Abbau der Bürgerrechte kam.
Er schreibt auch über die Europäische Union als ein Friedensprojekt, das weiter ausgebaut werden soll. Während, so Prantl, das Bundesverfassungsgericht in den vergangenen Jahrzehnten beim Ausbau und Schutz der Bürgerrechte innerhalb Deutschland eine progressive Rolle spielte, blockert es in Bezug auf die EU. Da müsste der Bundestag das Grundgesetz ändern.
Eine zur Revolution auffordernde Kampfschrift ist Heribert Prantls neues Buch „Glanz und Elend der Grundrechte“ nicht. Es steht auch wenig neues drin. Es ist ein Lobgesang auf das Grundgesetz und die Europäische Union, der beides emphatisch gegen seine Kritiker verteidigt, wobei die Kapitel zum Grundgesetz und den Grundrechten eindrücklicher als die zur Europäischen Union sind. Diese Zeilen lesen sich wie ein zur anstehenden EP-Wahl am 25. Mai geschriebenes Appendix.
Prantls das Positive bei den Grundrechten betonende Streitschrift erinnert an den Wert der Grundrechte und es ist ein fulimanter Angriff auf eine Regierung, denen sie egal sind. Prantl Position ist dagegen klar: „Ich wünsche mir Grundrechte, auf die sich die Bürgerinnen und Bürger verlassen können; dazu Staatsgewalten, Gerichte, Parlamente und eine couragierte Gesellschaft, die diese Grundrechte verteidigen – gegen Entsolidarisierung, Ökonomisierungsexzesse und Datensammelwahnsinn; gegen Rassisten und Ausländerhasser; und auch gegen die Geheimdienste des NATO-Partners USA.“
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Heribert Prantl: Glanz und Elend der Grundrechte – Zwölf Sterne für das Grundgesetz
Droemer, 2014
192 Seiten
18 Euro
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Hinweise
Perlentaucher über Heribert Prantl
Wikipedia über Heribert Prantl


Kurzkritik: Leo Sander: Gelegenheitsverkehr

Mai 5, 2014

Sander - Gelegenheitsverkehr - 2

Einen Innovationspokal wird Leo Sander für seinen Debütroman „Gelegenheitsverkehr“ nicht erhalten, aber das strebte er auch überhaupt nicht an.
Sanders Ich-Erzähler Kant ist gerade in einer Mietwohnung in Kurzkirchen bei Linz eingezogen. Früher war er in Wien Polizist, dann einige Monate bei einer Versicherung und jetzt, nun, räumt er seine Bude ein, als die Tochter seines Vormieters auftaucht. Die Schönheit möchte wissen, ob ihr Vater, den sie seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hat, wirklich durch einen Unfall umkam oder ermordet wurde. Einerseits hat niemand etwas gegen den Rentner, der früher Trinker war und heute etwas Geld in einem Wettbüro verspielt und dort auch noch Schulden hat, andererseits ist ein so klarer und eindeutiger Genickbruch doch verdammt selten. Vor allem, weil alle sagen, dass Franz Richter sportlich und topfit war.
Kant beginnt, endlich nicht mehr durch das Dienstrecht behindert, zu ermitteln. Informationen erhält er auch von einem früheren Kollegen bei der Polizei und alle Frauen, denen er begegnet, sind vielleicht nicht mehr unbedingt blutjung, aber gutaussehend und willig.
Krimifans kennen das schon seit Marlowes Tagen und Leo Sander zitiert die Klischees, bis auf den zusammengeschlagenen Privatdetektiv, mit spürbarer Lust. Der Plot selbst ist nicht übermäßig verwickelt. Die Zahl der Verdächtigen überschaubar. Immerhin hat Kant den Fall nach zweihundert Seiten geklärt.
„Gelegenheitsverkehr“ ist eine flott gelesene, vergnügliche Abendunterhaltung, die gelungen den US-Hardboiled-Detektiv der Carter-Brown/Richard-S.-Prather-Schule in die östereichische Provinz versetzt.
–
Leo Sander: Gelegenheitsverkehr
Gmeiner Verlag, 2014
224 Seiten
9,99 Euro


TV-Tipp für den 5. Mai: Im Tal von Elah

Mai 4, 2014

NDR, 23.15

Im Tal von Elah (USA 2007, R.: Paul Haggis)

Drehbuch: Paul Haggis (nach einer Geschichte von Mark Boal und Paul Haggis)

Ex-Militärpolizist und Vietnamveteran Hank Deerfield erfährt, dass sein Sohn Mike sich nach seiner Rückkehr aus dem Irak fahnenflüchtig ist. Kurz darauf wird seine verbrannte Leiche gefunden. Deerfield beginnt mit einer Polizistin Mikes Mörder zu suchen. Dabei werden sie vom Militär behindert.

Haggis benutzt in seinem feinen Thriller das Genre, um auf ein gesellschaftliches Problem aufmerksam zu machen. Denn der auf einem wahren Fall basierende, hochgelobte Thriller beschäftigt sich mit den seelischen Kosten von Kriegseinsätzen für den Einzelnen und die Gesellschaft.

Der Titel spielt auf die David-und-Goliath-Geschichte in der Bibel an. Deren Kampf fand im Valley of Elah, bei uns je nach Bibelübersetzung bekannt als Eichgrund, Elberfelder oder Terebinthental, statt.

Mit Tommy Lee Jones, Charlize Theron, Susan Sarandon, Jason Patric, James Franco, Josh Brolin, Jonathan Tucker

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Film-Zeit über „Im Tal von Elah“

Metacritic über “Im Tal von Elah”

Rotten Tomatoes über “Im Tal von Elah”

Wikipedia über “Im Tal von Elah” (deutsch, englisch)

Das Drehbuch „In the Valley of Elah“ von Paul Haggis

About com: Interview mit Paul Haggis und Charlize Theron über „Im Tal von Elah“ (mit weiterführenden Links)

Future Movies: Interview mit Paul Haggis über „Im Tal von Elah“

Bayerisches Fernsehen: Interview mit Paul Haggis über „Im Tal von Elah“


TV-Tipp für den 4. Mai: Kopfgeld

Mai 4, 2014

 

RTL II, 20.15

Kopfgeld – Einer wird bezahlen (USA 1996, Regie: Ron Howard)

Drehbuch: Richard Price, Alexander Ignon (nach einer Geschichte von Cyril Hume und Richard Maibaum)

Als der Sohn von Selfmade-Millionär Tom Mullen entführt wird, setzt er das geforderte Lösegeld als Kopfgeld für die Entüfhrer ein. Eine Idee mit Folgen.

Spannender Thriller, der seine Idee von dem ebenso spannenden Thriller „Menschenraub“ (USA 1956, Regie: Alex Segal, mit Glenn Ford, Donna Reed und Leslie Nielsen) hat. Während das Remake ungefähr im Jahresturnus im TV läuft, wurde das ebenso spannende Original seit Ewigkeiten nicht mehr gezeigt.

mit Mel Gibson, René Russo, Gary Sinise, Brawley Nolte, Delroy Lindo, Lili Taylor, Liev Schreiber, Donnie Wahlberg, Evan Handler, Paul Guilfoyle, Dan Hedaya, Richard Price

Wiederholung: Montag, 5. Mai, 00.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Kopfgeld“

Wikipedia über „Kopfgeld“ (deutsch, englisch)

Richard Price in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Ron Howards „Rush – Alles auf Sieg“ (Rush, USA/Großbritannien/Deutschland 2013)

 


TV-Tipp für den 3. Mai: Der Fälscher von London

Mai 3, 2014

Sat.1Gold, 20.15/23.45
Der Fälscher von London (D 1961, R.: Harald Reinl)
Drehbuch: Johannes Kai (Pseudonym von Hanns Wiedmann)
LV: Edgar Wallace: The forger/The clever one/The counterfeiter, 1927 (Der Banknotenfälscher)
Ist Millionenerbe Clifton ein Mörder mit Gedächtnisverlust oder treibt jemand ein böses Spiel mit ihm?
“Reinl inszenierte einen der besten Wallace-Krimis, der dem Roman äußerst sorgsam gerecht wurde und doch zugleich eine ganz eigenständige Adaption war – und dennoch blieb der finanzielle Erfolg hinter dem der beiden letzten Wallace-Filme zurück.“ (Joachim Kramp: Hallo – Hier spricht Edgar Wallace) Das kann an den fehlenden Wallace-Stars gelegen haben, das kann aber auch an der Machart des Films gelegen haben. „Der Fälscher von London“ ist im Wesentlichen ein actionarmer Detektivfilm.
Mit Karin Dor, Hellmut Lange, Siegfried Lowitz, Walter Rilla, Eddi Arent

Hinweise

Krimi-Couch über Edgar Wallace

Kirjasto über Edgar Wallace

Englische Edgar-Wallace-Seite

Deutsche Edgar-Wallace-Seite

Noch eine deutsche Edgar-Wallace-Fanseite

Meine Besprechung der Edgar-Wallace-Verfilmung „Der Zinker“ (D 1931)

Meine Besprechung der Edgar-Wallace-Verfilmung „Der Doppelgänger“ (D 1934)


Die Edgar-Gewinner 2014

Mai 2, 2014

Die Mystery Writers of America (MWA) haben die diesjährigen Edgar Allan Poe Awards verliehen. Den wichtigen Krimipreis gewannen:

Best Novel
Ordinary Grace, von William Kent Krueger (Atria)
nominiert
Sandrine’s Case, von Thomas H. Cook (The Mysterious Press)
The Humans, von Matt Haig (Simon & Schuster)
How the Light Gets In, von Louise Penny (Minotaur)
Standing in Another Man’s Grave (Mächengrab), von Ian Rankin (Reagan Arthur)
Until She Comes Home, von Lori Roy (Dutton)
–
Best First Novel by an American Author
Red Sparrow, von Jason Matthews (Scribner)
nominiert
The Resurrectionist, von Matthew Guinn (Norton)
Ghostman (Ghostman), von Roger Hobbs (Knopf)
Rage Against the Dying, von Becky Masterman (Minotaur)
Reconstructing Amelia, von Kimberly McCreight (HarperCollins)
–
Best Paperback Original
The Wicked Girls, von Alex Marwood (Penguin)
nominiert
The Guilty One, von Lisa Ballantyne (Morrow)
Almost Criminal, von E.R. Brown (Dundurn)
Joe Victim, von Paul Cleave (Atria)
Joyland (Joyland), von Stephen King (Hard Case Crime)
Brilliance, von Marcus Sakey (Thomas & Mercer)
–
Best Fact Crime
The Hour of Peril: The Secret Plot to Murder Lincoln Before the Civil War, von Daniel Stashower (Minotaur)
nominiert
Duel with the Devil: The True Story of How Alexander Hamilton and Aaron Burr Teamed Up to Take on America’s First Sensational Murder Mystery, von Paul Collins (Crown)
Mortal Sins: Sex, Crime, and the Era of Catholic Scandal, von Michael D’Antonio (Thomas Dunne)
The Good Nurse: A True Story of Medicine, Madness, and Murder, von Charles Graeber (Twelve)
The Secret Rescue: An Untold Story of American Nurses and the Medics Behind Nazi Lines, von Cate Lineberry (Little, Brown)
–
Best Critical/Biographical
America Is Elsewhere: The Noir Tradition in the Age of Consumer Culture, von Erik Dussere (Oxford University Press)
nominiert
Maigret, Simenon, and France: Social Dimensions of the Novels and Stories, von Bill Alder (McFarland & Company)
Pimping Fictions: African American Crime Literature and the Untold Story of Black Pulp Publishing, von Justin Gifford (Temple University Press)
Ian Fleming, von Andrew Lycett (St. Martin’s Press)
Middlebrow Feminism in Classic British Detective Fiction, von Melissa Schaub (Palgrave Macmillan)
–
Best Short Story
The Caxton Private Lending Library & Book Depository, von John Connolly (The Mysterious Press)
nominiert
The Terminal, von Reed Farrel Coleman (aus „Kwik Krimes“, herausgegeben von Otto Penzler; Thomas & Mercer)
So Long, Chief, von Max Allan Collins und Mickey Spillane (The Strand Magazine, February-May 2013)
There Are Roads in the Water, von Trina Corey (Ellery Queen Mystery Magazine [EQMM], January 2013)
Where That Morning Sun Goes Down, von Tim L. Williams (EQMM, August 2013)
–
Best Juvenile
One Came Home, von Amy Timberlake (Knopf Books for Young Readers)
nominiert
Strike Three, You’re Dead, von Josh Berk (Knopf Books for Young Readers)
Moxie and the Art of Rule Breaking, von Erin Dionne (Dial)
P. K. Pinkerton and the Petrified Man, von Caroline Lawrence (Putnam Juvenile)
Lockwood & Co.: The Screaming Staircase, von Jonathan Stroud (Disney-Hyperion)
–
Best Young Adult
Ketchup Clouds, von Amanda Pitcher (Little, Brown Books for Young Readers)
nominiert
All the Truth That’s in Me, von Julie Berry (Viking Juvenile)
Far Far Away, von Tom McNeal (Knopf Books for Young Readers)
Criminal, von Terra Elan McVoy (Simon Pulse)
How to Lead a Life of Crime, von Kirsten Miller (Razorbill)
–
Best Television Episode Teleplay
“Episode 1”–The Fall, Drehbuch von Allan Cubitt (Netflix)
nominiert
“Episode 3”–Luther, Drehbuch von Neil Cross (BBC)
“Legitimate Rape”–Law & Order: SVU, Drehbuch von Kevin Fox und Peter Blauner (NBC)
“Variations Under Domestication”–Orphan Black, Drehbuch von Will Pascoe (BBC)
“Pilot”–The Following, Drehbuch von Kevin Williamson (Fox/Warner Bros. Television)
–
Robert L. Fish Memorial Award
That Wentworth Letter, von Jeff Soloway (aus „The Malfeasance Occasional: Girl Trouble“, herausgegeben von Clare Toohey; St. Martin’s Press)
–
Grand Master
Robert Crais
Carolyn Hart
–
Raven Award
Aunt Agatha’s Bookstore, Ann Arbor, Michigan
–
The Simon & Schuster/Mary Higgins Clark Award
Cover of Snow, von Jenny Milchman (Ballantine)
nominiert
There Was an Old Woman, von Hallie Ephron (Morrow)
Fear of Beauty, von Susan Froetschel (Seventh Street)
The Money Kill, von Katia Lief (Harper)
The Sixth Station, von Linda Stasi (Forge)
–
Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner und Nominierten.
Denn allein schon die Nominierung ist ein heißer Lesetipp.

(via The Rap Sheet)


DVD-Kritik: „Finsterworld“ ist Deutschland, ist nicht Deutschland, ist Deutschland,…

Mai 2, 2014

Auch „Finsterworld“, der erste Spielfilm von Frauke Finsterwalder, nach einem Drehbuch von ihr und ihrem Ehemann Christian Kracht, spielt, wie die ganzen romantischen Komödien, in einer Parallelwelt; einem Deutschland, das es so nicht gibt. Aber das „Finsterworld“-Deutschland ist ein aus der Zeit gefallenes Deutschland voller gestörter Charaktere, die sich auf die Nerven gehen und die sich letztendlich in ihrer Tristesse gut eingerichtet haben.
In dem Film gibt es ein Ehepaar, das nur das Negative sieht und ihren Deutschlandhass in kurzweiligen Sentenzen von sich gibt, einen Fußpfleger, der sich im Alterheim in eine Bewohnerin verliebt, einen Polizisten, der in einem Bärenkostüm nach Nähe sucht, eine TV-Reporterin, die in ihren Drei-Minuten-Reportagen gerne große Kunst über das wahre Leben abliefern würde und dabei doch nur um sich selbst kreist, einen Einsiedler, der stumm im Wald lebt, und uniformierte Schüler, die sich während einer Klassenfahrt zu einem Konzentrationslager nicht für das Leid der Ermordeten interessieren.
Weil diese Charaktere teilweise miteinander verwandt sind und sie sich während des Films mehr oder weniger zufällig begegnen, hängen die Geschichten, die eigentlich eher Episoden aus einem beschädigten Land sind, im bewährten „Short Cuts“- oder „Magnolia“-Stil locker miteinander zusammen. Aber letztendlich werden sie nicht durch einen erzählerischen Zusammenhang, sondern durch den durchgehend misantrophischen Blick auf die Charaktere und Deutschland zusammen gehalten.
„Finsterworld“ ist ein, auch in der Inszenierung, durch und durch künstlicher Film, der wenig über Deutschland, aber viel über die Macher und ihren Hass auf Deutschland verrät. Dieser Deutschland-Hass ist allerdings ein unter Linksintellektuellen seit Jahrzehnten so gepflegter Topoi, dass „Finsterworld“ wie ein später Nachfolger des Neuen Deutschen Films und eine Rainer-Werner-Fassbinder-Hommage wirkt.
Deshalb ist es ein aus der Zeit gefallener Film, ohne besonders großen Erkenntnisgewinn, aber durchaus immer wieder spaßig anzusehen. Vor allem wenn Corina Harfouch und Bernhard Schütz als versnobtes, sich prächtig verstehendes Ehepaar ihren Deutschlandhass pflegen. Schütz nennt sie im Presseheft treffend „Manufaktum-Faschisten“.
Oder Sandra Hüller als endlos plappernde, um sich selbst kreisende Dokumentarfilmerin, die mit Michelangelo Antonionis „Liebe 1962“ einen vollkommen verschobenen Referenzrahmen für ihre kurzen TV-Dokus, in denen sie das wahre Leben zeigen will, nennt.
Und Ronald Zehrfeld als ihr Freund und knuffiger Polizist im Bärenkostüm ist natürlich schön anzusehen.
Da braucht es dann keine „Feuchtgebiete“ Carla Juri als Schülerin und „Dutschke“ Christoph Bach als gutwilligen Lehrer, der seine Schüler mit einem KZ-Besuch fortbilden will. Dabei ist er viel zu jung für einen 68er-Lehrer, aber er verkörpert exakt diesen Typus.
Wie gesagt: „Finsterworld“ ist ein aus der Zeit gefallener Film. Ein Film, der einerseits dreißig, vierzig Jahre zu spät kommt, andererseits ein probates Gegengift zu den deutschen Kinokomödien, wie „Irre sind männlich“, „Vaterfreuden“ oder „Der fast perfekte Mann“, ist.

Finsterworld - DVD-Cover

Finsterworld (Deutschland 2013)
Regie: Frauke Finsterwalder
Drehbuch: Frauke Finsterwalder, Christian Kracht
mit Johannes Krisch, Michael Maertens, Margit Carstensen, Sandra Hüller, Ronald Zehrfeld, Corinna Harfouch, Bernhard Schütz, Christoph Bach, Carla Juri, Leonard Scheicher, Jakub Gierszal, Max Pellny, Markus Hering, Dieter Meier
–
DVD
Alamode Film
Bild: 2,35:1 (16:9)
Ton: Deutsch (DD 5.1)
Untertitel: Deutsch
Bonusmaterial (angekündigt): Interview, Making of, Deleted Scenes, Trailer
Länge: 91 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
–
Hinweise
Homepage zum Film
Film-Zeit über „Finsterworld“
Moviepilot über „Finsterworld“
Wikipedia über „Finsterworld“
Die Zeit: Ijoma Mangold unterhält sich mit Christian Kracht über „Finsterworld“ (10. Oktober 2013)


TV-Tipp für den 2. Mai: Die Bourne-Verschwörung

Mai 2, 2014

ZDFneo, 20.15

Die Bourne-Verschwörung (USA/D 2004, R.: Paul Greengrass)

Drehbuch: Tony Gilroy

LV: Robert Ludlum: The Bourne Supremacy, 1986 (Die Borowski-Herrschaft, Das Bourne Imperium)

Jason Bourne ist in Goa untergetaucht. Als ein Anschlag auf ihn verübt wird und er in Berlin ein Attentat verübt haben soll, beginnt Bourne den wirklichen Täter zu jagen.

Überaus erfolgreiche und auch bei der Kritik beliebte Fortsetzung von “Die Bourne-Identität”. Wieder, bis auf die Regie, mit dem bewährten Team und einigen halsbrecherischen Autoverfolungsjagden. Die Story ist ein Aufguss von „Die Bourne Identität“ (Am Anfang kämpft Bourne mit seiner Amnesie. In der Mitte erinnert er sich an seine Vergangenheit. Am Ende kämpft er gegen einen anderen Profikiller. Oh, und etliche Autos werden geschrottet.). Die vielen Berlin-Bilder sind dagegen für Berlin-Freunde ein Fest.

Gilroys Drehbuch war für den Edgar-Allan-Poe-Preis nominiert.

Mit Matt Damon, Franka Potente, Brian Cox, Julia Stiles, Karl Urban, Joan Allen, Michelle Monaghan

Hinweise

Film-Zeit über „Die Bourne-Verschwörung“

Rotten Tomatoes über “Die Bourne-Verschwörung”

Wikipedia über “Die Bourne-Verschwörung” (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Tony Gilroys “Das Bourne-Vermächtnis” (The Bourne Legacy, USA 2012)

Meine Besprechung von Paul Greengrass‘ „Captain Phillips“ (Captain Phillips, USA 2013)


Neu im Kino/Filmkritik: „Die Schöne und das Biest“ im CGI-Märchenwald

April 30, 2014

Die Geschichte, also das Märchen von der Schönheit, die von einem Monster auf einem Schloss gefangen gehalten wird, die wahren, inneren Werte des Biestes erkennt und sich in das feingeistig Wesen verliebt, dürfte bekannt sein. Entweder das Märchen oder eine seiner zahlreichen Variationen in verschiedenen Medien. Unter Cineasten erfährt dabei die Version von Jean Cocteau, der die Geschichte 1946 mit Jean Marais als dem Biest verfilmte, die größte Wertschätzung. Auch Christophe Gans‘ „Die Schöne und das Biest“ orientiert sich an Cocteaus Film „Die Schöne und das Tier“, ist aber dennoch eigenständig als buntes, CGI-gesättigtes Märchenspektakel, das sich am Anfang viel Zeit nimmt, um Belle (Léa Seydoux) im Kreis ihrer Familie zu zeigen. Sie ist die Tochter eines vermögenden Kaufmanns (André Dussolier), der, nachdem seine mit Fracht gefüllten Schiffe untergehen, alles verliert und verarmt mit seinen sechs Kindern aufs Land ziehen muss. Während für Belles statusbedachten Schwestern das die ultimative Schmach ist, gefällt es Belle auf dem Land in der freien Natur, abseits der gesellschaftlichen Verpflichtungen.
Eines Tages bricht ihr Vater auf, um in der Stadt einen ihrer Brüder zu finden. Auf dem Rückweg verirrt er sich im winterlichen Wald und entdeckt ein Schloss. Er bedient sich an der reichhaltig gedeckten Tafel und bricht für Belle eine Rose ab. Dafür verurteilt ihn der Hausherr, das titelgebende Biest (Vincent Cassel), zum Tod. Der Kaufmann darf vorher noch einmal seine Familie sehen.
Seine Tochter Belle, die sich, weil sie sich als Reisemitbringsel eine Rose wünschte, für das Schicksal ihrer Familie verantwortlich fühlt, bricht auf zu dem Schloss in den sicheren Tod.
Aber der Schlossherr tötet sie nicht. Er ist eine verfluchte Seele, die erst erlöst werden kann, wenn er eine Frau findet, die ihn wirklich liebt.
Wer diese Frau ist, ist natürlich schon vor der ersten Begegnung zwischen Belle und dem Biest, das sich lange vor ihr versteckt, offensichtlich. Dennoch verliebt Belle sich in Christophe Gans Interpretation des schon mehrmals verfilmten Märchen viel zu schnell in das Biest; fast so, als würde sie nur eine Fluchtmöglichkeit aus ihrer Familie suchen und sich dafür in den ersten Mann verlieben, der ihr dabei helfen kann. Auch wenn ihre Flucht in einem goldenem Käfig endet. Deshalb ist diese fast schon nebenbei behandelte Liebesgeschichte als Geschichte einer großen, reinen, sich langsam entwickelden Liebe auch unglaubwürdig.
Belles Familie, vor allem natürlich die Geschichte ihrer rapiden Verarmung und die Dynamik innerhalb der Familie, nimmt im Vergleich zum titelgebenden Liebespaar viel Zeit in Anspruch, weshalb es auch fast bis zur Filmmitte dauert, bis Belle und das Biest sich zum ersten Mal treffen.
Noch länger dauert es, bis wir endlich Vincent Cassels Gesicht sehen. Die meiste Zeit ist er unter der computergenerierten, ziemlich künstlich aussehenden und wenig beeindruckenden Biest-Maske nicht erkennbar, außer an seinen Bewegungen und seiner Stimme, die in der Synchronisation auch wegfällt. In den Rückblenden, in denen erzählt wird, wie der Prinz, der ein begeisterter Jäger war und eine goldene Hirschkuh töten wollte, wegen seiner Jagdtrophäe zum Biest wurde, ist Cassel in seiner ganzen Pracht zu sehen.
Gedreht wurde „Die Schöne und das Biest“ in den Babelsberg Studios. Die prächtige Kulisse stammt aus dem Computer, was dem Film einen märchenhaft irrationalen Look verschafft, der irgendwo zwischen CGI, Gemälde und alten Studiokulissen ist.
Doch so schön die Ausstattung auch ist, so störend sind die Effekte im Finale, das dann die Märchenwelt zugunsten einem konventionellen CGI-Aktionfinale verlässt. Das hat man schon tausendmal gesehen.
Lächerlich und vollkommen unpassend sind die computergenerierten Tadums, kleine Hunde-ähnliche Tiere mit großen Augen und überlangen Schlappohren, die einfach nur lächerliche und vollkommen überflüssige Trickfiguren aus einem anderen Film sind.
Aber trotz aller Kritik hat mir „Die Schöne und das Biest“ deutlich besser als erwartet gefallen und gerade Kindern dürfte der Film, der als Bilderbuch beginnt und endet, gefallen. Für Erwachsene ist dann doch alles zu märchenhaft-eindeutig. Die Guten sind zu gut, die Bösen zu böse, die Prinzessin und Belle zu schön und Belles Schwestern zu zickig-schnöselig.
Peter Uehling nannte den Film in seiner „Berlinale“-Kritik durchaus treffend „eine große Buttercremetorte mit Sahne und einem quietschsüßem Vanilla Latte“. So etwas muss man, wie einen Mädchen-Kindergeburtstag einfach mögen – oder die Flucht ergreifen.

Die Schöne und das Biest - Plakat 1

Die Schöne und das Biest (La belle et la bête, Frankreich 2013)
Regie: Christophe Gans
Drehbuch: Christophe Gans, Sandra Vo-Anh
LV: Gabrielle-Suzanne Barbot de Villeneuve: La belle et la bête, 1740 (Die schöne und das Biest, Märchen)
mit Vincent Cassel, Léa Seydoux, André Dussollier, Eduardo Noriega, Myriam Sharleins, Audrey Lamy, Sara Giraudeau, Yvonne Catterfeld
Länge: 114 Minuten
FSK: ab 6 Jahre
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Hinweise
Französische Homepage zum Film
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Die Schöne und das Biest“
Moviepilot über „Die Schöne und das Biest“
Metacritic über „Die Schöne und das Biest“
Rotten Tomatoes über „Die Schöne und das Biest“
Wikipedia über „Die Schöne und das Biest“ (englisch, französisch)
Berlinale über „Die Schöne und das Biest“ (inclusive der Pressekonferenz)

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Weitere Filmplakate

Die Schöne und das Biest - Plakat 2

Die Schöne und das Biest - Plakat 3

Die Schöne und das Biest - Teaserplakat


TV-Tipp für den 1. Mai: Africa Queen

April 30, 2014

BR, 22.00

African Queen (USA 1951, R.: John Huston)

Drehbuch: James Agee, John Huston, Peter Viertel (ungenannt), John Collier (ungenannt)

LV: C. S. Forester: The African Queen, 1946 (Die „African Queen“)

Die zeitlos-witzige Abenteuerromanze (für die Jüngeren: Romantic-Comedy) enthält die klassischen Zutaten: zwei gegensätzliche Charaktere (Bogart als versoffener Kapitän und Hepburn als sittenstrenge Missionarin), exotische Kulisse (Ostafrika 1914), etwas Weltpolitik (sie will, nachdem die Deutschen ihre Familie ermordeten, ein Boot der Deutschen in die Luft jagen, er will in einem Fluss-Seitenarm in aller Ruhe seinen Schnapsvorrat austrinken) und ein vorhersehbares Ende (Ja, sie kriegen sich). Davor gibt es gefährliche Abenteuer und heftige Wortgefechte.

Bogart erhielt für diese untypische Rolle den schon lange überfälligen Oscar als bester Hauptdarsteller. Das Publikum liebte das streitbare Leinwandpaar. Die katastrophalen Dreharbeiten wurden später von Peter Viertel literarisch verarbeitet und von Clint Eastwood unter „Weißer Jäger, schwarzes Herz“ (White hunter, black heart; USA 1990) verfilmt.

Mit Humphrey Bogart, Katharine Hepburn, Robert Morley, Peter Bull

Hinweise

AFI Classic Movies „The African Queen“ (Linksammlung)

Reel Classics: “The African Queen”


„Angst über Gotham“ wegen dem „Rat der Eulen“, aber Batman ist auf dem Weg

April 30, 2014

Normalerweise teilt Batman bei seiner Verbrechensbekämpfung in Gotham kräftig aus. In den neuen „Batman“-Geschichten „Angst über Gotham“, von Gregg Hurwitz, und „Der Rat der Eulen/Die Stadt der Eulen“, von Scott Snyder, muss er dagegen vor allem Schläge einstecken. Und zwar so viele, dass sein treuer Diener Alfred sich ernsthafte Sorgen um seinen vermögenden Brötchengeber Bruce Wayne macht.
In „Angst über Gotham“ muss Wayne gegen den irren Psychiater Jonathan Crane kämpfen. Der als Scarecrow bekannte Bösewicht probiert an von ihm entführten Kindern sein neues Angstgas aus. Wenn er sie danach freilässt, sind sie schwer traumatisiert und haben sie keine Erinnerungen mehr an ihre Entführung.
Als Batman Scarecrow findet, kann der ihn überwältigen. Anschließend probiert er an Batman sein Angstgas aus, was dazu führt, dass Bruce Wayne sich seinen Urängsten stellen muss.
Thriller-Autor Gregg Hurwitz übernahm hier die Autorenschaft für „Batman: The Dark Knght“ und in der spannenden, sechsteiligen Geschichte erzählt er in Rückblenden auch die Ursprungsgeschichte von Scarecrow, der eine sehr unglückliche Kindheit hatte. Daneben gibt es, ausgelöst durch das Angstgas, auch Rückblenden in Waynes Leben, wobei sein Kindheitstrauma, nämlich der Tod seiner Eltern, im Mittelpunkt steht.
Durch die parallel erzählten Ursprungsgeschichten von Batman und Scarecrow zeigt Gregg Hurwitz auch die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den beiden Charakteren auf und auch wie sehr Kindheitserlebnisse das spätere Leben prägen. Bei diesen beiden Männern erklärt es ihr ganzes Leben.
In diesem Sammelband ist auch die ebenfalls von Hurwitz geschriebene Kurzgeschichte „Schuld in der Luft“ (Chill in the Air, Batman: The Dark Knight # 0) enthalten. In ihr sucht Bruce Wayne – mal wieder – die Mörder seiner Eltern und den Rat der Eulen. Denn er glaubt, dass dieser sagenumwobene Rat den Mord beauftragte. Am Ende muss er enttäuscht feststellen, dass der Mord an seinen Eltern in einer Hinterhofgasse ein banaler Raubmord war und es den Rat der Eulen nicht gibt.


In Scott Snyders zweibändiger Geschichte „Der Rat der Eulen“ und „Die Stadt der Eulen“ ist dieser Rat der Eulen, eine supergeheime Geheimgesellschaft, die seit Jahrzehnten unerkannt im Hintergrund die Geschicke von Gotham lenken soll, die aber auch eine urbane Legende sein kann, Batmans Gegner.
Batman stößt auf eine Spur zu dieser Loge, als er als Bruce Wayne ein neues Stadtteil bauen möchte. Kurz nachdem er das Bauprojekt groß ankündigte, erhält er eine Todesdrohung und als er sich mit dem Bürgermeisterkandidaten Lincoln March auf der Aussichtsplattform des alten Wayne Towers trifft, wird ein Mordanschlag auf ihn verübt. Der Täter sagt kurz vor seinem Tod „Bruce Wayne, der Rat der Eulen verurteilt dich zum Tode.“ und „Waynes töte ich am liebsten.“
Wayne vertieft sich in seine Familiengeschichte und die Geschichte Gothams und er findet handfeste Spuren des Rats der Eulen.
Der zweite Band „Die Stadt der Eulen“ beginnt mit einem atemberaubenden Kampf um Waynes Anwesen Wayne Manor, der das Anwesen und die Bathöhle in einem renovierungsbedürftigem Zustand zurücklässt. Die anschließende Kämpfe gegen „Mr. Freeze“ und die „Fledermaus“, der so etwas wie der Vorsitzende des Rat der Eulen ist (sofern es diesen Rat überhaupt wirklich gibt), sind als Mann-gegen-Mann-Kämpfe weniger beeindruckend.
Ergänzt wird der Sammelband um mehrere Geschichten, die mehr oder weniger lose mit der Hauptgeschichte verbunden sind.
In jedem Fall sind die „Batman“-Geschichten von Gregg Hurwitz und „American Vampire“-Autor Scott Snyder spannende Lektüre.

Hurwitz - Batman - Angst über Gotham - Softcover - 2

Gregg Hurwitz/David Finch: Batman – The Dark Knight: Angst über Gotham (Band 2)
(übersetzt von Steve Kups)
Panini, 2014
164 Seiten
16,99 Euro
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Originalausgabe/enthält
Batman: The Dark Knight # 10 – 15 (August 2012 – Februar 2013)
Batman: The Dark Knight # 0 (November 2012)
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Die deutschen Ausgaben der Thriller von Gregg Hurwitz erscheinen bei Knaur.
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Snyder - Batman - Der Rat der Eulen - Softcover - 2Snyder - Batman - Der Rat der Eulen - Hardcover - 2
Scott Snyder/Greg Capullo: Batman: Der Rat der Eulen (Band 1)
(übersetzt von Steve Kups)
Panini, 2013
180 Seiten
16,99 Euro
–
Originalausgabe
Batman # 1 – 7 (November 2011 – Mai 2012)
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Snyder - Batman - Die Stadt der Eulen - Softcover - 2Snyder - Batman - Die Stadt der Eulen - Hardcover - 2
Scott Snyder/Greg Capullo: Batman: Die Stadt der Eulen (Band 2)
(übersetzt von Steve Kups)
Panini, 2014
212 Seiten
16,99 Euro
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Originalausgabe/enthält
Batman # 8 – 12 (Juni 2012 – Oktober 2012)
The New 52 – Batman Annual # 1 (Juli 2012)
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Hinweise

Homepage von Gregg Hurwitz

Meine Besprechung von Scott Snyder/Stephen King/Rafael Albuquerques (Zeichner) „American Vampire – Band 1“ (American Vampire, Vol. 1 – 5, 2010)

Meine Besprechung von Scott Snyder/Rafael Albuquerque/Mateus Santoloucos “American Vampire – Band 2″ (American Vampire, Vol. 6 – 11, 2010/2011)

Meine Besprechung von Scott Snyder/Rafael Albuquerque/Danijel Zezeljs “American Vampire – Band 3″ (American Vampire, Vol. 12 – 18, 2011)

Meine Besprechung von Scott Snyder/Sean Murphys „American Vampire – Das Überleben des Stärkeren, Band 4“ (American Vampire: The Survival of the Fittest, 2011)
Meine Besprechung von Frank Miller/Jim Lee/Scott Williams’ “All-Star Batman” (All Star Batman & Robin: The Boy Wonder, 2005 – 2008)
Meine Besprechung von Brian Azzarello/Eduardo Rissos „Batman: Kaputte Stadt“ (Batman: Broken City, 2003/2004)


Die KrimiZeit-Bestenliste Mai 2014

April 30, 2014

Weil der 1. Mai der erste Donnerstag im Monat, aber ein Feiertag ist, erscheint die KrimiZeit-Bestenliste im Mai schon im April und diesen Werken wünschen die Damen und Herren Krimikritiker viele Leser:
1 (2) Oliver Bottini: Ein paar Tage Licht
2 (-) Ross Thomas: Fette Ernte
3 (-) Dominique Manotti: Ausbruch
4 (10) Mukoma wa Ngugi: Nairobi Heat
5 (-) Leonardo Padura: Ketzer
6 (8) Karim Miské: Entfliehen kannst Du nie
7 (7) Urban Waite: Wüste der Toten
8 (1) David Peace: GB84
9 (3) Daniel Woodrell: In Almas Augen
10 (-) Jonathan Woods: Die Tote von San Miguel
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In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.
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Etliche Romane stehen auf meiner Zu-Lesen-Liste. Außerdem sind da der neue Jack-Reacher-Roman „Wespennest“ von Lee Chld, Carl Hiaasens „Affentheater“, Sascha Arangos „Die Wahrheit und andere Lügen“ (schon seine Drehbücher haben mir gefallen), Jörg Juretzkas neuer Kryszinski „Taxibar“, Robert Hültners Irgendwie-True-Crime-Buch „Tödliches Bayern“ und der am 17. Mai erscheinende neue Sean-Duffy-Krimi „Die Sirenen von Belfast“ von Adrian McKinty.
Da ist das Wochenende auch ohne Darwyn Cookes neuer Richard-Stark-Comic-Bearbeitung „Das Syndikat“ (mit Parker) mehr als verplant.

 


TV-Tipp für den 30. April: Hair

April 30, 2014

3sat, 22.25
Hair (USA 1979, Regie: Milos Forman)
Drehbuch: Michael Weller (nach dem Musical von Gerome Ragni und James Rado)
Farmersohn und Landei Claude muss zum Militärdienst und nach Vietnam. Vor seiner Musterung verbringt er einige Tage in New York mit einer Hippie-Gruppe, mit deren Mitgliedern er sich anfreundet.
Das Musical war in den späten Sechzigern ein Bühnenhit. Milos Formans Film, der das Stück aktualisierte und mit einer Geschichte versah, ebenso.
„Der Film konfrontiert den Zuschauer der späten siebziger Jahre mit seiner Sehnsucht nach Protest und Widerstand, weckt in ihm Spontanität und das Bedürfnis nach einer befreiten Existenz. (…) Die Stärke des Films liegt sowohl in der thematischen Aktualisierung, die dem Trauma des Vietnamkrieges die Vision eines anderen Amerika entgegensetzt, als auch in der Weiterentwicklung des klassischen amerikanischen Musicals. Die Tänze spielen sich fast ausnahmslos in Naturdekors ab, entwickeln sich logisch aus der Handlung, wirken nirgends ausgesetzt.“ (Fischer Film Almanach 1980)
mit John Savage, Treat Williams, Beverly D’Angelo, Annie Golden, Nicholas Ray
Wiederholung: Donnerstag, 1. Mai, 03.50 Uhr (Taggenau!)
Hinweise
Homepage von Milos Forman – und über „Hair“
Rotten Tomatoes über „Hair“
Wikipedia über „Hair“ (deutsch, englisch)


Der Cast von „Star Wars: Episode VII“ wurde bekannt gegeben

April 29, 2014

Das Rätselraten hat ein Ende. Die Macher vom neuen „Star Wars“-Film (für die Älteren wird es immer „Krieg der Sterne“ sein) haben heute den Cast für den neuen Film bekannt gegeben und es sind auch einige alte Bekannte aus den ersten drei „Krieg der Sterne“-Filmen (den einzig wahren „Krieg der Sterne“-Filmne) dabei.

Hier die Pressemitteilung des den Film produzierenden Walt Disney Studios:

Schauspieler John Boyega, Daisy Ridley, Adam Driver, Oscar Isaac, Andy Serkis, Domhnall Gleeson und Max von Sydow  werden den Original Stars der Saga Harrison Ford, Carrie Fisher, Mark Hamill, Anthony Daniels, Peter Mayhew und Kenny Baker im neuen Film zur Seite stehen.

Regisseur J.J. Abrams sagt: “Wir freuen uns sehr, endlich die Schauspieler von Star Wars: Episode VII bekannt geben zu können. Es ist aufregend und surreal zugleich, die beliebten Schauspieler der Original Saga und die großartigen neuen Darsteller dabei zu beobachten, wie sie diese Welt erneut zum Leben erwecken. Wir beginnen in einigen Wochen mit den Dreharbeiten und alle geben ihr Bestes, um die Fans stolz zu machen.“

Star Wars: Episode VII wird unter der Regie von J.J. Abrams, nach einem Drehbuch von Lawrence Kasdan und J.J. Abrams entstehen und wird von Kathleen Kennedy, J.J. Abrams und Bryan Burk produziert. John Williams kehrt als Komponist zurück. Der Film startet in Deutschland am 17. Dezember 2015.

Und auf der Facebook-Seite kann man den Cast diskutieren.

Ich hoffe jedenfalls, dass die „Original Stars“ mehr als einen kurzen Gastauftritt haben.


Cover der Woche

April 29, 2014

Freemantle - Here comes Charlie M


TV-Tipp für den 29. April: Die Anstalt

April 29, 2014

ZDF, 22.15
Die Anstalt
Die neuen Anstaltsleiter Claus von Wagner und Max Uthoff begrüßen Alfons, Abdelkarim und Konstantin Wecker – und einen Monat vor der Europawahl und bei der derzeitigen Nachrichtenlage verspricht das ziemlich gute Satire.
Wer die Sendung verpasst, muss sich in der Mediathek die nötige Dosis abholen.