James Blaine ‚J. B.‘ Mooney (Josh O’Connor) ist keiner dieser Filmdiebe, der beim Einbruch in einen hoch gesicherten Safe eine komplizierte Alarmanlage ausschaltet und mit einer Millionenbeute verschwindet. Er ist auch keiner dieser Diebe, der mit großem Auftritt und breitem Lachen die Schönen und Reichen bestiehlt. Er ist auch kein Profi wie Richard Starks Parker, der eiskalt seine Raubzüge plant und durchführt. Mooney ist ein kleiner Fisch im Verbrecher-Haifischbecken. Er ist ein arbeitsloser, verheirateter Tischler und Vater, der sich regelmäßig mit seinen gutbürgerlichen Eltern trifft. „Er ist klug genug, um sich in Schwierigkeiten zu bringen, aber nicht klug genug, um aus den Schwierigkeiten wieder herauszukommen“ (Presseheft). Während er als unauffälliger Kunstliebhaber durch ein geöffnetes Museum streift, klaut er kleine Figuren aus der Ausstellung. Er passt auf, dass seine Diebstähle nicht bemerkt werden. Er arbeitet allein.
Beides soll sich jetzt ändern. Er will aus dem kleinen örtlichen Kunstmuseum „Framingham Museum of Art“ mehrere abstrakte Gemälde des von ihm bewunderten Künstlers Arthur Dove stehlen. Dafür ist er auf Helfer angewiesen.
Kelly Reichardt schildert in ihrem neuen, 1970 in Framingham, Massachusetts, einer ruhigen Gemeinde zwischen Worcester und Boston, spielendem Film „The Mastermind“ akribisch Mooneys familiäres Umfeld, seine präzisen Planungen, ihre gemeinsame Vorbereitung des großen Coups und den sich anders als geplant entwickelnden Diebstahl. In diesen Momenten knüpft Reichardt gelungen an das New-Hollywood-Kino und damalige Gangsterfilme an.
Auch die Zeit nach dem erfolgreichen Diebstahl, wenn die Amateurverbrecher mit der Beute entkommen wollen, ist spannend. Aber wie in „Night Moves“, ihrem Thriller über eine Gruppe Öko-Terroristen, die sich nach der Sprengung eines Staudamms trennen und an verschiedenen Orten untertauchen, schlägt die vorherige Spannung, aus den gleichen Gründen, in eine zunehmend langweilige Abfolge zufälliger Episoden um.
Bis dahin ist „The Mastermind“, musikalisch unterlegt mit einem wunderschön experimentell-jazzigem Soundtrack von Rob Mazurek (Chicago Underground), ein sich auf Details und seine Figuren konzentrierender, minimalistischer, unterkühlter und auch realistischer Heist-Thriller, der in einer Zeit spielt, als auch wertvolle Gemälde in öffentlichen Ausstellungen kaum gesichert waren.
Ohne die Schwächen in der zweiten Hälfte, vor allem im dritten Akt, wäre „The Mastermind“ ein perfekter Film für den Cineasten, New-Hollywood-Fan und Fan von Siebziger-Jahre-Gangsterfilmen. So reiht sich Reichardts gewohnt ruhig erzählter Film in die dieses Jahr erstaunlich umfangreiche Reihe der Filme ein, die eine überzeugende, teils sogar grandiose erste Hälfte haben und an einem bestimmten Punkt in der zweiten Hälfte ihren Plot eigentlich erzählt haben oder vollständig verlieren und in jedem Fall zunehmend langweilen.
The Mastermind (The Mastermind, USA 2025)
Regie: Kelly Reichardt
Drehbuch: Kelly Reichardt
mit Josh O’Connor, Alana Haim, Sterling Thompson, Jasper Thompson, Hope Davis, Bill Camp, John Magaro, Gaby Hoffmann, Eli Gelb
LV: Nathaniel Rich: The Lawyer Who Became DuPont’s Worst Nightmare (New York Times Magazine, 6. Januar 2016)
Nur aus Gefälligkeit und wegen seiner Großmutter kümmert Wirtschaftsanwalt Rob Bilott („Hulk“ Mark Ruffalo; grandios!) sich um das Problem des aus ihrem Heimatort Parkersburg, West Virginia, kommenden Farmers Wilbour Tennant. Er glaubt, dass sein Vieh von DuPont vergiftet wird. Bilott sieht sich die Akten an – und wird zum schlimmsten Alptraum des Chemiegiganten. Denn DuPont stellt in der Anlage in der Nähe von Tennants Grundstück die krebserregende Chemikalie Perfluoroctansäure (PFOA) her. Sie ist ein Bestandteil der Teflonpfanne.
Grandioser Justiz- und Wirtschaftssthriller, der einen wahren David-gegen-Goliath-Kampf erzählt.
Über Jahrzehnte drehten die Coen-Brüder gemeinsam Filme. Viele Klassiker und wenige, sehr wenige Flops. Dann nahmen (nehmen?) sie eine Auszeit voneinander und drehten mit ihren Frauen einen Spielfilm. Joel Coen inszenierte mit seiner Ehefrau Frances McDormand die Shakespeare-Verfilmung „Macbeth“. Ein künstlerischer Erfolg. Ethan Coen schrieb mit seiner Ehefrau Tricia Cooke, die bei etlichen Coen-Filmen am Schnitt beteiligt war, die Komödie „Drive-Away Dolls“, die – auf den ersten Blick – an die Coen-Frühwerke „Blood Simple“ und „Arizona Junior“ anknüpft.
In der von ihm inszenierten Komödie machen sich Ende 1999 die Mittzwanzigerinnen Jamie (Margaret Qualley) und Marian (Geraldine Viswanathan) von Philadelphia aus auf den Weg nach Tallahassee, Florida. Jamie ist der unbekümmert lebenslustige und sehr sexpositive Teil des Duos. Für sie wird die improvisierte Fahrt mit jedem Umweg und jeder Pause, die der Beginn zu einem großartigen Abenteuer sein kann, besser.
Marian ist das Gegenteil. Sie ist eine intellektuelle Leseratte, die während der Fahrt eine sehr dicke Ausgabe Henry James‘ „The Europeans“ liest. Ständig blickt sie so genervt und miesepetrig in die Welt, dass sie jeden potentiellen Verehrer sofort abschreckt. Und selbstverständlich ist für sie der Weg nicht das Ziel, sondern nur eine nervige Verzögerung.
In einem gemieteten Dodge Aries machen sich die beiden Lesben auf den Weg nach Florida. Dummerweise hat ihnen der Autovermieter den falschen Dodge gegeben. Denn im Kofferraum des Mietwagens ist ein Koffer, für den sich einige Gangster interessieren. Der Chef der Gangster, der nur „The Chief“ heißt, beauftragt zwei seiner Männer mit der Wiederbeschaffung des Koffers. Arliss und Flint sind, bei allen Unterschieden, brutal und kreuzdämlich; – wie eigentlich alle Männer in diesem Film.
„Drive-Away Dolls“ knüpft, wie gesagt, stilistisch an die schwarzhumorigen, sich einen Dreck um Tabus und Anstand kümmernden Frühwerke der Coen-Brüder an. Nur dass dieses Mal nicht ein Mann und eine Frau oder zwei Männer, sondern zwei Frauen sich auf einen Roadtrip begeben und sie Lesben sind. Es gibt also eine ordentliche Portion gleichgeschlechtlichen Sex und entsprechende Witze darüber. Ohne diesen Geschlechterwechsel könnte die Komödie genausogut in den achtziger Jahren (plus/minus ein Jahrzehnt) entstanden sein. Es ist eine Liebeerklärung an diese Filme, diese Regiesseure und auch ältere Noirs und Pulp-Geschichten, die schon in diesen „Pulp Fiction“-Filmen zitiert wurden.
Die Idee für diesen lesbischen Road-Trip hatten Tricia Cooke und Ethan Coen bereits vor ungefähr zwanzig Jahren. Die Geschichte sollte auch einmal von einer Regisseurin verfilmt werden. Der Plan zerschlug sich. Während der Coronavirus-Pandemie nahmen sie sich das zur Seite gelegte Projekt noch einmal vor, schrieben das finale Drehbuch und verfilmten es als eine ziemlich enttäuschende Komödie. Dies beginnt schon mit der Story, die eine Verfolgungsjagd schildert, bei der die potentiellen Opfer nicht wissen, dass sie gejagt werden. Über einen großen Teil der Strecke wissen sie auch nicht, dass in ihrem Kofferraum mehr als ein Ersatzreifen ist. Entsprechend unbekümmert springen Jamie und Marian von einem Bett in das nächste, während die Gangster ihnen mordend folgen. Die Gags wiederholen damalige Gags über dumme Gangster, die wegen ihrer hirnlosen Brutalität so furchterregend und gleichzeitig furchterregend lustig sind. Dass die beiden Heldinnen Lesben sind, ist gut für einige Gags, aber nicht abendfüllend. Die meisten Gags sind nicht so wahnsinnig witzig, eher platt und es geht viel zu oft um „Sex“ und viel zu selten um andere Dinge.
Das Ergebnis ist eine Groteske mit angezogener Handbremse (man will ja nicht die Gefühle von irgendwelchen Minderheiten oder sensiblen Twenty-Somethings verletzten), viel Leerlauf und dem Gefühl, dass auf dem Road-Trip viel zu viele Gelegenheiten für gute Witze grundlos verschenkt werden. Da werden die 84 Minuten zu einer Geduldsprobe.
Drive-Away Dolls(Drive-Away Dolls, USA 2024)
Regie: Ethan Coen
Drehbuch: Ethan Coen, Tricia Cooke
mit Margaret Qualley, Geraldine Viswanathan, Joey Slotnick, CJ Wilson, Colman Domingo, Beanie Feldstein, Bill Camp, Annie Gonzalez, Pedro Pascal, Matt Damon, Miley Cyrus
In den USA war Alejandro Monteverdes Thriller „Sound of Freedom“ im Sommer der umstrittene Blockbuster. Dort spielte er über 180 Millionen US-Dollar ein. Aktuell ist er der zehnterfolgreichste Film des Jahres. „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ steht auf dem elften Platz.
Umstritten ist der Film über den Kampf eines tapferen Polizsten gegen schmierige Pädophile weniger wegen seines Inhalts, sondern vielmehr wegen allem anderen. Also wegen den Machern, dem Verleih und seinen Fans. QAnon-Anhänger und die Faith-based-Zuschauergemeinschaft feierten den Film in höchsten Tönen ab und wiesen jede Kritik an dem Film mit dem Hinweis auf den wichtigen Inhalt ab.
Jetzt läuft der Film in unseren Kinos und wir können prüfen, ob der desaströse Ruf des Films als Fan-Fiction für verschwörungstheoretische und religiöse Spinner gerechtfertigt ist. Dabei muss zwischen dem Film und seinem Umfeld unterschieden werden; – soweit das möglich ist.
Beginnen wir mit dem Film. Er erzählt die mehr oder weniger wahre Geschichte von Tim Ballard (Jim Caviezel), einem Spezialagent der Homeland Security. Seit Jahren jagt er Pädophile. Er hat schon viele Täter geschnappt. Aber noch keine Opfer gerettet. Sie sind nicht in den USA und damit außerhalb von seinem Zuständigkeitsbereich. Das will der mehrfache Familienvater jetzt ändern. Er kündigt und beginnt in Südamerika von Kinderhändlern entführte Kinder zu suchen.
Alejandro Monteverde erzählt das als TV-Film mit Kinoambitionen und, angesichts des geringen Budgets von 14,5 Millionen US-Dollar, erstaunlich vielen Vor-Ort-Drehs und einem großen Ensemble. Während die Bilder eindeutig für eine große Kinoleinwand komponiert wurden, sind die Story und die Dialoge durchgehend auf TV-Niveau. Die Story ist eine klassische White-Savior-Geschichte, in der ein weißer Held (mit einigen Helfern) gegen meist weiße Bösewichter vorgeht. Dabei rettet er Kinder vor ihren schändlichen Treiben. Die Bösen sind böse, die Guten gut; – auch wenn einige der Guten eine durchaus verbrecherische oder sündige Vergangenheit haben. Jetzt helfen sie dem Helden und büßen so für ihre Sünden und ihren liederlichen Lebenswandel.
Angenehm ist bei dieser Jagd auf Kinderhändler und -schänder, dass Ballard fast immer auf Gewalt verzichtet. Er stellt den Übeltätern Fallen, überführt und verhaftet sie. Oder lässt sie verhaften.
Gedreht wurde der Thriller bereits im Sommer 2018. Und wäre er danach veröffentlicht worden, wäre er im Kino ziemlich sang- und klanglos untergegangen. Bei uns wäre er, immerhin ist Caviezel ein bekannter Schauspieler und das Thema ist wichtig, sicher irgendwann auf DVD veröffentlicht worden. Es hätte einige Besprechungen gegeben und am Ende hätte der Film einen kleinen Gewinn abgeworfen.
Aber es kam anders. Der Start wurde verschoben. Während der Coronavirus-Pandemie waren die Kinos monatelang geschlossen. Alle Kinostarts wurden verschoben. Viele Filme, die im Kino einen satten Gewinn erzielt hätten, wurden ohne eine Kinoauswertung gestreamt. Die Verleihrechte für „Sound of Freedom“ wanderten von Studio zu Studio. Die Produzenten waren nicht immer mit den ihnen gewährten Konditionen einverstanden. Das ist in der Häufung sicher eine seltene Verkettung unglücklicher Umstände, aber es passiert auch in normalen Zeiten immer wieder. Letztendlich erwarb Angel Studios die weltweiten Vertriebsrechte. Am 4. Juli 2023 lief der Film in den USA an und wurde, dank der Werbekampagne des Vertriebs, ein Erfolg.
Und damit kämen wir zum Umfeld. In fünf Jahren kann einiges passieren. Hauptdarsteller Jim Caviezel ist schon seit Jahren für seine, höflich formuliert, grenzwertigen religiösen und politischen Ansichten bekannt. Er unterstützte mehrfach Kandidaten der Republikaner, wie den christlich-fundamentalistischen Rick Santorum. Und er fiel, auch während der Dreharbeiten für „Sound of Freedom“, mit bizarren Äußerungen auf. Inzwischen ist er Mitglied von QAnon – und damit weitab von jedem vernünftigem Diskurs.
Auch Regisseur Alejandro Monteverde ist gläubig. Und, wenn man genau guckt, findet man einige religiöse Referenzen im Film. Diese unterscheiden sich allerdings kaum von der Verwendung christlicher Symbole und Musik in anderen Filmen. Einiges ist genre-immanent. Und einiges, wie der Satz, dass Gottes Kinder nicht verkäuflich seien, einfach nur peinlich. Aber ein Faith-based-Movie ist „Sound of Freedom“ nicht.
Als der Film gedreht wurde, war Tim Ballard CEO der von ihm 2013 gegründeten Organisation „Operation Underground Railroad“ (OUR). Nach mehreren Vorwürfen wegen sexuellem Fehlverhalten verließ er sie 2023. Bis zu seiner danach erfolgten Exkommunikation war er über Jahrzehnte ein aktives Mitglied der zu den Mormonen gehörenden The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints. Ihm wurde die Verbreitung von QAnon-Verschwörungstheorien vorgeworfen.
Bei seinen OUR-Rettungsmissionen verschwimmt die Grenze zwischen Fakten und Fiktion. So behauptete er 2023 in einem Interview, er habe in Westafrika Kinder aus einer Babyfabrik befreit. Dort seien sie als Organspender und Opfergaben satanischer Rituale gefangen gehalten worden. Das klingt nach dem perfekten Stoff für die nächste Strandkorblektüre.
Außerdem war er CEO der von dem ultrarechten Moderator Glenn Beck gegründeten christliche Organisation The Nazarne Fund. Dieser Glenn Beck war auch der Hauptgeldgeber für Ballards im Film gezeigte Missionen und er gab den Anstoss für Filme mit und über Ballard.
Produziert wurde „Sound of Freedom“ von Eduardo Verástegui. Der rechtsextreme Mexikaner und Abtreibungsgegner bewirbt sich als unabhäniger Kandidat für die nächsten mexikanischen Präsidentschaftswahlen.
Der Verleih Angel Studios ist ein 2021 von den Mormonen Neal und Jeff Harmon gegründetes Medienunternehmen, das mittels Crowdfunding religiöse Filme und TV-Serien produziert. Für „Sound of Freedom“ setzten sie die bei ihren Faith-based-Filmen erprobten Mittel ein. Dazu gehört auch ein bedenklich verschwörungstheoretisch schwurbelnder Aufruf von Jim Caviezel am Filmende, Karten für Menschen zu kaufen, die sich das Eintrittsgeld für den Film nicht leisten können.
Verschwörungstheoretiker, Ultrakonservative, Mormonen und Trump-Anhänger waren an zentralen Stellen in die Herstellung involviert und Anhänger dieser Gemeinschaften zählten dann in den USA zu den größten Fans des Films. Sie kaperten den Film und sahen ihn, auch wenn die Zusammenhänge sehr weit hergeholt sind, als eine Bestätigung ihrer Weltsicht. Daran ändern auch Distanzierungsbemühungen von Alejandro Monteverde nichts.
Der Film selbst ist, wie gesagt, ein banaler Thriller.
Sound of Freedom (Sound of Freedom, USA 2023)
Regie: Alejandro Monteverde
Drehbuch: Rod Barr, Alejandro Monteverde
mit Jim Caviezel, Mira Sorvino, Bill Camp, Kurt Fuller, Gary Basaraba, José Zúñiga, Gerardo Taracena, Scott Haze, Eduardo Verástegui
Länge: 135 Minuten
FSK: –
Kinostart: 8. November 2023 (Ich glaube, da hat Gott mich in die falsche Woche geschickt.)
Molly’s Game – Alles auf eine Karte(Molly’s Game, USA 2017)
Regie: Aaron Sorkin
Drehbuch: Aaron Sorkin
LV: Molly Bloom: Molly’s Game: The True Story of the 26-Year-Old Woman Behind the Most Exclusive, High-Stakes Underground Poker Game in the World, 2014 (Molly’s Game)
In seinem Regiedebüt erzählt der grandiose Drehbuchautor Aaron Sorkins („The Social Network“, „Steve Jobs“, „The West Wing“) die Geschichte von Molly Bloom. Sie organisierte illegale Pokerspiele mit und für vermögende Spieler, die mit entsprechend hohen Einsätzen spielten. Das füllt ihr Bankkonto, führt zu Kontakten mit der Mafia und Problemen mit dem FBI.
LV: Nathaniel Rich: The Lawyer Who Became DuPont’s Worst Nightmare (New York Times Magazine, 6. Januar 2016)
Nur aus Gefälligkeit und wegen seiner Großmutter kümmert Wirtschaftsanwalt Rob Bilott („Hulk“ Mark Ruffalo; grandios!) sich um das Problem des aus ihrem Heimatort Parkersburg, West Virginia, kommenden Farmers Wilbour Tennant. Er glaubt, dass sein Vieh von DuPont vergiftet wird. Bilott sieht sich die Akten an – und wird zum schlimmsten Alptraum des Chemiegiganten. Denn DuPont stellt in der Anlage in der Nähe von Tennants Grundstück die krebserregende Chemikalie Perfluoroctansäure (PFOA) her. Sie ist ein Bestandteil der Teflonpfanne.
Grandioser Justiz- und Wirtschaftssthriller, der einen wahren David-gegen-Goliath-Kampf erzählt.
Molly’s Game – Alles auf eine Karte(Molly’s Game, USA 2017)
Regie: Aaron Sorkin
Drehbuch: Aaron Sorkin
LV: Molly Bloom: Molly’s Game: The True Story of the 26-Year-Old Woman Behind the Most Exclusive, High-Stakes Underground Poker Game in the World, 2014 (Molly’s Game)
TV-Premiere. In seinem Regiedebüt erzählt der grandiose Drehbuchautor Aaron Sorkins („The Social Network“, „Steve Jobs“, „The West Wing“) die Geschichte von Molly Bloom. Sie organisierte illegale Pokerspiele mit und für vermögende Spieler, die mit entsprechend hohen Einsätzen spielten. Das füllt ihr Bankkonto, führt zu Kontakten mit der Mafia und Problemen mit dem FBI.
LV: Nathaniel Rich: The Lawyer Who Became DuPont’s Worst Nightmare (New York Times Magazine, 6. Januar 2016)
Nur aus Gefälligkeit und wegen seiner Großmutter kümmert Wirtschaftsanwalt Rob Bilott („Hulk“ Mark Ruffalo; grandios!) sich um das Problem des aus ihrem Heimatort Parkersburg, West Virginia, kommenden Farmers Wilbour Tennant. Er glaubt, dass sein Vieh von DuPont vergiftet wird. Bilott sieht sich die Akten an – und wird zum schlimmsten Alptraum des Chemiegiganten. Denn DuPont stellt in der Anlage in der Nähe von Tennants Grundstück die krebserregende Chemikalie Perfluoroctansäure (PFOA) her. Sie ist ein Bestandteil der Teflonpfanne.
Grandioser Justiz- und Wirtschaftssthriller, der einen wahren David-gegen-Goliath-Kampf erzählt.
LV: Nathaniel Rich: The Lawyer Who Became DuPont’s Worst Nightmare (New York Times Magazine, 6. Januar 2016)
Nur aus Gefälligkeit und wegen seiner Großmutter kümmert Wirtschaftsanwalt Rob Bilott („Hulk“ Mark Ruffalo; grandios!) sich um das Problem des aus ihrem Heimatort Parkersburg, West Virginia, kommenden Farmers Wilbour Tennant. Er glaubt, dass sein Vieh von DuPont vergiftet wird. Bilott sieht sich die Akten an – und wird zum schlimmsten Alptraum des Chemiegiganten. Denn DuPont stellt in der Anlage in der Nähe von Tennants Grundstück die krebserregende Chemikalie Perfluoroctansäure (PFOA) her. Sie ist ein Bestandteil der Teflonpfanne.
TV-Premiere zu später Stunde. Grandioser Justiz- und Wirtschaftssthriller, der einen wahren David-gegen-Goliath-Kampf erzählt.
LV: Matt Bondurant: The wettest County in the World, 2008
Franklin County, Virginia, während der Prohibition: Die Bondurant-Brüder sind Schnapsbrenner und mit sich und der Welt im Reinen. Bis der skrupellose und psychopathische Bundesagent Charlie Rakes die Schnapsbrenner und alle die in das Geschäft verwickelt sind, vernichten will.
mit Shia LaBeouf, Tom Hardy, Jason Clarke, Guy Pearce, Jessica Chastain, Mia Wasikowska, Dane DeHaan, Chris McGarry, Tim Tolin, Gary Oldman, Lew Temple, Marcus Hester, Bill Camp
Zum Kinostart, der pandemiebedingt letztendlich quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, schrieb ich über diesen tollen, auf einem wahren Fall Skandal basierenden Justizthriller, der viele, viele Zuschauer verdient hat:
Die Teflonpfanne – wer keine hat, kennt sie wenigstens vom Namen. Es handelt sich um eine beschichtete Pfanne, mit der man sehr gut kochen kann.
Wenn es da nicht das kleine Problem mit der Beschichtung gäbe, das DuPont lange verschwieg. Bei der Herstellung von Teflon verwendete der Chemiekonzern DuPont Perfluoroctansäure (PFOA). Diese Säure kann unter anderem Krebs verursachen. Sie sollte daher nicht in Kontakt mit Lebensmitteln geraten.
Wie groß die Probleme sind und was sie für die Betroffenen bedeuten, zeigt Todd Haynes in seinem neuesten Film „Vergiftete Wahrheit“. Ursprünglich sollte das packende und absolut sehenswerte Drama bereits im Frühjahr anlaufen. Jetzt läuft das Thrillerdrama einige Monate später an. Aktuell und wichtig ist es immer noch.
Im Mittelpunkt des Films steht der von Mark Ruffalo überzeugend gespielte Anwalt Robert ‚Rob‘ Bilott. Er hat den Aufstieg in die oberen Etagen der renommierten in Cincinnati, Ohio, residierenden Kanzlei Taft Stettinius & Hollister geschafft. Dort ist das Spezialgebiet des Wirtschaftsanwalts die Umweltgesetzgebung. Zu den Mandanten der Kanzlei gehören große Chemiefirmen, wie DuPont.
Die Sommer, die er als Kind und Jugendlicher auf der Farm seiner Großmutter in Parkersburg, West Virginia, verbrachte, sind nur noch eine ferne Erinnerung. Über diesen Teil seines Lebens redet er nicht. Nicht weil er sich dafür schämt (obwohl er als gesellschaftlicher Aufsteiger in dieser Hinsicht einen Minderwertigkeitskomplex hat), sondern weil diese Welt mit der Welt der Kanzlei nichts zu tun hat.
Eines Tages steht im Eingangsbereich der Kanzlei ein Mann, der schon durch seine Kleidung signalisiert, dass er nicht zu den normalen Kunden der Kanzlei gehört. Wilbur Tennant ist ein Farmer aus Parkersburg. Er behauptet, dass DuPont giftige Chemikalien ins Wasser leite und damit seine Kühe vergifte. Er hofft, dass Bilott sich des Falls annimmt. Auf Bilott ist er gekommen, weil bei ihnen in der Provinz sich kein Anwalt mit DuPont anlegen will, Bilott Umweltanwalt ist und er früher öfter auf dem Nachbarhof war. Er also die Gegend und die Menschen kennt und damit vertrauenswürdig ist.
Aus Pflichtgefühl gegenüber seiner Großmutter kehrt Bilott in seine alte Heimat zurück. Eigentlich will er sich nur kurz die Kühe auf dem Hof der Brüder Wilbur und Jim Tennant ansehen und ihnen dann erklären, dass Wilbur Tennants Vermutung, dass seine Kühe von DuPont vergiftet werden, falsch ist.
Damit hätte er schnell seine Pflichten gegenüber seiner Familie erledigt und er könnte wieder in sein Leben zurückkehren.
Aber er sieht bei einem seiner ersten Besuche, wie Tennant einen wild gewordenen Stier erschießen muss. Außerdem hat Tennant auf Video degenerierte und krepierende Kühe aufgenommen. Es sind Bilder, die gut in einen Horrorfilm passen würden. Auch die Landschaft und die Menschen sehen nicht gesund aus.
Diese Beobachtungen beunruhigen ihn. Er will mehr wissen und er kann seinen Chef Tom Terp überzeugen, dass sie den Fall als einen Pro-Bono-Fall übernehmen. Solche Fälle werden von Kanzleien immer wieder übernommen, um ihr soziales Image aufzupolieren.
Bilott beginnt zu recherchieren. Er lässt sich Akten von DuPont bringen. Er klagt auf die Herausgabe von Akten. Er entdeckt eine riesige Gesetzeslücke, die auf den ersten Blick nicht besteht. Die US-Umweltschutzbehörde EPA konzentriert sich bei ihren Genehmigungen und Vorschriften auf neue Chemikalien und unter welchen Bedingungen sie wie zugelassen werden können. Mit älteren Chemikalien, wie der Perfluoroctansäure (PFOA), die seit 1951 eingesetzt wird, wird sich nicht weiter beschäftigt.
Bei seinem Aktenstudium bemerkt Bilott, dass DuPont schon länger von den von PFOA ausgehenden Gefahren wusste. Unklar ist allerdings zunächst, seit wann DuPont von den Gefahren wusste, ob sie danach weiter den mit PFOA angereicherten Schlamm auf einer Deponie lagerte, von der aus die Chemikalien in das Trinkwasser des Ortes gelangten, oder ob sie damit aufhörten.
Im Sommer 1999, ungefähr ein Jahr nach seiner ersten Begegnung mit Tennant, hat Bilott genug Material zusammen, für eine Klage gegen DuPont.
Aber damit ist Bilotts Kampf noch lange nicht vorbei. Eigentlich beginnt er erst jetzt. Denn DuPont hat, wie alle Konzerne, viel Geld und Zeit, um gegen unbequeme Kläger vorzugehen. Vor allem wenn es um hohe Forderungen geht und die Klagenden todkrank sind.
„Vergiftete Wahrheit“ gehört in die ehrwürdige Reihe aufklärerischer Dramen wie Michael Manns „Insider“ (wo es um die von der Tabakindustrie geleugnete Gefährlichkeit von Nikotin geht), Steven Soderberghs „Erin Brockovich“ (wo es ebenfalls um verseuchtes Wasser geht), Alan J. Pakulas Watergate-Film „Die Unbestechlichen“, Steven Spielbergs „Die Verlegerin“ (über die Pentagon-Papiere und was vor Watergate geschah) und, ebenfalls mit Mark Ruffalo, Tom McCarthys „Spotlight“ (über sexuellen Missbrauch von Kindern in der römisch-katholischen Kirche in Boston).
Auch Todd Haynes und den Drehbuchautoren Mario Correa und Matthew Michael Carnahan gelingt es, einen komplexen, sich über einen längeren Zeitraum erstreckenden Fall gekonnt zu verdichten und die verschiedenen Aspekte des Falls verständlich zu präsentieren. Die traditionelle Erzählweise, die sich auf die Geschichte, die Dialoge und die Schauspieler verlässt, hilft dabei.
Für Mark Ruffalo ist der von ihm gespielte Robert Bilott, ein Mann der ohne Anzug nicht leben kann, ein weiteres Highlight seiner Schauspielerkarriere.
2017 erhielt Bilott von der schwedischen Right Livelihood Foundation den Alternativen Nobelpreis. Sein Kampf ist noch lange nicht vorbei.
Nach der zweiten Sichtung dieser David-gegen-Goliath-Geschichte fällt (wieder) auf, wie dicht und klug die Geschichte erzählt wird. Mit einem Helden, der nicht wie Erin Brockovich eine sexy Rampensau ist, sondern ein biederer, konservativer Angestellter, für den in jeder Situation ein unauffälliger Anzug die Kleidung seiner Wahl ist.
Das Bonusmaterial, über vierzig Minuten, besteht aus einer selbstablaufenden Bildergalerie, kurzen Interviews mit Mark Ruffalo, Anne Hathaway, Tim Robbins und Todd Haynes und mehreren kurzen Featurettes. Das sind ein Mini-Making-of, „Uncovering Dark Waters“, „The cost of being a hero“ und „The real people“. Die Werbe-Featurettes sind solide gemacht und unterscheiden sich in ihrer Mischung aus Interviewschnipsel und Bildern aus dem Film und von den Dreharbeiten nicht von den Featurettes für irgendeinen anderen Film. Die wahren Hintergründe werden nur in einem Halbsatz angesprochen. Dabei wären gerade hier über den Film hinausgehende vertiefende Informationen zu DuPont, der Teflon-Pfanne, PFOA, den Auswirkungen der benutzten Chemikalien auf Mensch, Tier und Umwelt und Robert Bilotts unermüdlichen Kampf gegen DuPont interessant gewesen.
Vergiftete Wahrheit(Dark Waters, USA 2019)
Regie: Todd Haynes
Drehbuch: Mario Correa, Matthew Michael Carnahan
LV: Nathaniel Rich: The Lawyer Who Became DuPont’s Worst Nightmare (New York Times Magazine, 6. Januar 2016)
mit Mark Ruffalo, Anne Hathaway, Tim Robbins, Bill Camp, Victor Garber, Bill Pullman, Mare Winningham, William Jackson Harper
Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)(Birdman, USA 2014)
Regie: Alejandro G. Iñárritu
Drehbuch: Alejandro G. Iñárritu, Nicolás Giacobone, Alexander Dinelaris Jr., Armando Bo
Fesselnde Chronologie der letzten Stunde vor der Premiere von Riggan Thomsons erster Broadway-Inszenierung. Riggan war früher als Superheld „Birdman“ bekannt und diese Filmrolle hat Spuren bei ihm hinterlassen.
TV-Premiere, seltsamerweise erst knapp sechs Jahre nach dem Kinostart und dummerweise mit Werbepausen. Denn Alejandro G. Iñárritu inszenierte „Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“ so, dass der Eindruck entsteht, das Drama sei ohne einen Schnitt gedreht worden.
mit Michael Keaton, Zach Galifianakis, Edward Norton, Andrea Riseborough, Amy Ryan, Emma Stone, Naomi Watts, Lindsay Duncan, Merritt Wever, Jeremy Shamos, Bill Camp, Damian Young
Die Teflonpfanne – wer keine hat, kennt sie wenigstens vom Namen. Es handelt sich um eine beschichtete Pfanne, mit der man sehr gut kochen kann.
Wenn es da nicht das kleine Problem mit der Beschichtung gäbe, das DuPont lange verschwieg. Bei der Herstellung von Teflon verwendete der Chemiekonzern DuPont Perfluoroctansäure (PFOA). Diese Säure kann unter anderem Krebs verursachen. Sie sollte daher nicht in Kontakt mit Lebensmitteln geraten.
Wie groß die Probleme sind und was sie für die Betroffenen bedeuten, zeigt Todd Haynes in seinem neuesten Film „Vergiftete Wahrheit“. Ursprünglich sollte das packende und absolut sehenswerte Drama bereits im Frühjahr anlaufen. Jetzt läuft das Thrillerdrama einige Monate später an. Aktuell und wichtig ist es immer noch.
Im Mittelpunkt des Films steht der von Mark Ruffalo überzeugend gespielte Anwalt Robert ‚Rob‘ Bilott. Er hat den Aufstieg in die oberen Etagen der renommierten in Cincinnati, Ohio, residierenden Kanzlei Taft Stettinius & Hollister geschafft. Dort ist das Spezialgebiet des Wirtschaftsanwalts die Umweltgesetzgebung. Zu den Mandanten der Kanzlei gehören große Chemiefirmen, wie DuPont.
Die Sommer, die er als Kind und Jugendlicher auf der Farm seiner Großmutter in Parkersburg, West Virginia, verbrachte, sind nur noch eine ferne Erinnerung. Über diesen Teil seines Lebens redet er nicht. Nicht weil er sich dafür schämt (obwohl er als gesellschaftlicher Aufsteiger in dieser Hinsicht einen Minderwertigkeitskomplex hat), sondern weil diese Welt mit der Welt der Kanzlei nichts zu tun hat.
Eines Tages steht im Eingangsbereich der Kanzlei ein Mann, der schon durch seine Kleidung signalisiert, dass er nicht zu den normalen Kunden der Kanzlei gehört. Wilbur Tennant ist ein Farmer aus Parkersburg. Er behauptet, dass DuPont giftige Chemikalien ins Wasser leite und damit seine Kühe vergifte. Er hofft, dass Bilott sich des Falls annimmt. Auf Bilott ist er gekommen, weil bei ihnen in der Provinz sich kein Anwalt mit DuPont anlegen will, Bilott Umweltanwalt ist und er früher öfter auf dem Nachbarhof war. Er also die Gegend und die Menschen kennt und damit vertrauenswürdig ist.
Aus Pflichtgefühl gegenüber seiner Großmutter kehrt Bilott in seine alte Heimat zurück. Eigentlich will er sich nur kurz die Kühe auf dem Hof der Brüder Wilbur und Jim Tennant ansehen und ihnen dann erklären, dass Wilbur Tennants Vermutung, dass seine Kühe von DuPont vergiftet werden, falsch ist.
Damit hätte er schnell seine Pflichten gegenüber seiner Familie erledigt und er könnte wieder in sein Leben zurückkehren.
Aber er sieht bei einem seiner ersten Besuche, wie Tennant einen wild gewordenen Stier erschießen muss. Außerdem hat Tennant auf Video degenerierte und krepierende Kühe aufgenommen. Es sind Bilder, die gut in einen Horrorfilm passen würden. Auch die Landschaft und die Menschen sehen nicht gesund aus.
Diese Beobachtungen beunruhigen ihn. Er will mehr wissen und er kann seinen Chef Tom Terp überzeugen, dass sie den Fall als einen Pro-Bono-Fall übernehmen. Solche Fälle werden von Kanzleien immer wieder übernommen, um ihr soziales Image aufzupolieren.
Bilott beginnt zu recherchieren. Er lässt sich Akten von DuPont bringen. Er klagt auf die Herausgabe von Akten. Er entdeckt eine riesige Gesetzeslücke, die auf den ersten Blick nicht besteht. Die US-Umweltschutzbehörde EPA konzentriert sich bei ihren Genehmigungen und Vorschriften auf neue Chemikalien und unter welchen Bedingungen sie wie zugelassen werden können. Mit älteren Chemikalien, wie der Perfluoroctansäure (PFOA), die seit 1951 eingesetzt wird, wird sich nicht weiter beschäftigt.
Bei seinem Aktenstudium bemerkt Bilott, dass DuPont schon länger von den von PFOA ausgehenden Gefahren wusste. Unklar ist allerdings zunächst, seit wann DuPont von den Gefahren wusste, ob sie danach weiter den mit PFOA angereicherten Schlamm auf einer Deponie lagerte, von der aus die Chemikalien in das Trinkwasser des Ortes gelangten, oder ob sie damit aufhörten.
Im Sommer 1999, ungefähr ein Jahr nach seiner ersten Begegnung mit Tennant, hat Bilott genug Material zusammen, für eine Klage gegen DuPont.
Aber damit ist Bilotts Kampf noch lange nicht vorbei. Eigentlich beginnt er erst jetzt. Denn DuPont hat, wie alle Konzerne, viel Geld und Zeit, um gegen unbequeme Kläger vorzugehen. Vor allem wenn es um hohe Forderungen geht und die Klagenden todkrank sind.
„Vergiftete Wahrheit“ gehört in die ehrwürdige Reihe aufklärerischer Dramen wie Michael Manns „Insider“ (wo es um die von der Tabakindustrie geleugnete Gefährlichkeit von Nikotin geht), Steven Soderberghs „Erin Brockovich“ (wo es ebenfalls um verseuchtes Wasser geht), Alan J. Pakulas Watergate-Film „Die Unbestechlichen“, Steven Spielbergs „Die Verlegerin“ (über die Pentagon-Papiere und was vor Watergate geschah) und, ebenfalls mit Mark Ruffalo, Tom McCarthys „Spotlight“ (über sexuellen Missbrauch von Kindern in der römisch-katholischen Kirche in Boston).
Auch Todd Haynes und den Drehbuchautoren Mario Correa und Matthew Michael Carnahan gelingt es, einen komplexen, sich über einen längeren Zeitraum erstreckenden Fall gekonnt zu verdichten und die verschiedenen Aspekte des Falls verständlich zu präsentieren. Die traditionelle Erzählweise, die sich auf die Geschichte, die Dialoge und die Schauspieler verlässt, hilft dabei.
Für Mark Ruffalo ist der von ihm gespielte Robert Bilott, ein Mann der ohne Anzug nicht leben kann, ein weiteres Highlight seiner Schauspielerkarriere.
2017 erhielt Bilott von der schwedischen Right Livelihood Foundation den Alternativen Nobelpreis. Sein Kampf ist noch lange nicht vorbei.
Vergiftete Wahrheit(Dark Waters, USA 2019)
Regie: Todd Haynes
Drehbuch: Mario Correa, Matthew Michael Carnahan
LV: Nathaniel Rich: The Lawyer Who Became DuPont’s Worst Nightmare (New York Times Magazine, 6. Januar 2016)
mit Mark Ruffalo, Anne Hathaway, Tim Robbins, Bill Camp, Victor Garber, Bill Pullman, Mare Winningham, William Jackson Harper
Länge: 128 Minuten
FSK: ab 6 Jahre
–
Eine Expertendiskussion in Hamburg während der Deutschlandpremiere des sehenswerten (Habe ich das schon einmal gesagt?) Justizthrillers
Auf den Filmfestspielen von Venedig erhielt er den Goldenen Löwen. Seitdem werden ihm mehr oder weniger gute Chancen für einen oder mehrere Oscars eingeräumt. Allerdings dauert es bis zur Oscarverleihung noch einige Monate. Außerdem ist der „Joker“ ein Superheldenfilm und die hatten bisher, wie Science-Fiction- und Fantasy-Filme, wenig Glück bei den Oscars.
Bis zu den Nominierungen und Preisverleihungen kann der Verleih sich an den überwiegend positiven Kritiken, den begeisterten Publikumsreaktionen und dem überaus erfreulichem Einspiel – in den USA spielte der Film am Startwochenende über 96 Millionen US-Dollar ein – erfreuen. Außerdem wird über über den Protagonisten, die Gewalt und die Botschaft des Films diskutiert. Denn nichts davon ist wirklich eindeutig und nichts davon wird in dem heute gewöhnlichen Comicfilm-Actionstil präsentiert, in dem alles so unmöglich ist, dass, auch wenn ganze Städte und Galaxien zerstört werden, immer der Entertainment-Aspekt im Vordergrund steht. Wirklich verletzt wird niemand und am Ende gewinnen die Guten.
Spaß hat in „Joker“ niemand.
Das liegt auch daran, dass Todd Phillips in seinem Film nicht von einer weiteren Konfrontation zwischen Batman und dem Superschurken Joker erzählt. Sein Film gehört daher, wenigstens für den Moment, nicht zum DC Extended Universe. So wird das von Warner Bros. Pictures und DC Comics gemeinsam produzierte filmische Universum genannt. Nach einem sehr holprigen Start mit düsteren und ernsten Superheldenfilmen wurde es zuletzt mit „Wonder Woman“, „Aquaman“ und „Shazam!“ besser, unterhaltsamer und vergnüglicher.
„Joker“ knüpft nicht an diese Filme und das DCEU an, sondern er ist als Einzelfilm, der in keiner Verbindung zum DCEU steht, konzipiert. Außerdem erzählt er die Entstehungsgeschichte des Jokers. Im Gegensatz zu anderen Superhelden und Superschurken gibt es nicht die allgemein akzeptierte, kanonisierte Ursprungsgeschichte des Jokers. Eigentlich kennt man den Joker in den Comics und Filmen nur als Superschurken mit einem, ähem, problematischen Sozialverhalten, Lust am Chaos und einem verzerrten Clownsgesicht.
Das eröffnet Todd Phillips (die „Hangover“-Filme, „War Dogs“) die Möglichkeit, seine Version von dem Joker und wie der Joker der Joker wurde zu erzählen, ohne sich um all das Drumherum zu kümmern.
Sein Joker heißt Arthur Fleck. Als wir ihn zum ersten Mal in Gotham City in den frühen 1980er Jahren sehen, wedelt er als Clown auf der Straße mit einem Werbeschild herum, das ihm prompt von einer Bande Jugendlicher geklaut wird. Nach einer Verfolgungsjagd stellen sie ihn in einer Nebengasse, schlagen ihn zusammen und zerstören das Schild. Das Schild wird später von Flecks Gehalt abgezogen.
Gotham City ist hier, wie auch in den Comics, ein Synonym für New York City. Es ist die Stadt, in der Martin Scorseses „Taxi Driver“ und „The King of Comedy“ spielen. Beide Filme wurden schon vor der Premiere als Inspirationen für „Joker“ genannt. Vor allem „The King of Comedy“ ist die immer wieder erkennbare Inspiration für „Joker“. Beide Male geht es um einen erfolglosen Künstler, der von seinem Idol wahrgenommen werden will. Bei Scorsese war Jerry Lewis das Idol und Robert De Niro der fanatische Möchtegern-Komiker. Bei Phillips ist Joaquin Phoenix der bis auf die Knochen abgemagerte Möchtegern-Komiker Arthur Fleck und Robert De Niro, in einer kleinen, aber wichtigen Nebenrolle, der bekannte Late-Night-Gastgeber Murray Franklin.
Bis es zur ersten echten Begegnung zwischen Fleck und Franklin kommt, führt Phillips uns in Flecks Psyche. Er ist ein nicht witziger Komiker, ein Clown zum Fürchten, ein von unerklärlichen Lachkrämpfen geplagter Psychopath, der immer noch bei seiner kränkelnden Mutter lebt und der ewige Verlierer, der höchstens in seiner Fantasie das Mädchen bekommt. Es gibt nichts, was ihn irgendwie auf seine spätere Karriere als Superverbrecher Joker vorbereiten könnte. Auch seine ersten verbrecherischen Taten, wie die Ermordung einiger nerviger Yuppies in der U-Bahn, folgen keinem Plan, sondern sind reine Affekthandlungen. Entsprechend ratlos reagiert er am Ende, wenn aus dem Clown Fleck der Joker wird und ganz Gotham City zum Schauplatz einer Straßenschlacht wird, während in einer Gasse neben einem Kino ein künftiger Superheld geboren wird.
Aber wirklich packend ist diese mit Anspielungen und Zitaten reichhaltig gesegnete Origin Story nie. Dafür ist der Film zu sehr überzeugt von seiner eigenen Bedeutung. Die Geschichte, die vor allem eine zwischen Wahn und Wirklichkeit pendelnde Charakterstudie ist, entwickelt sich zu schleppend und zu unentschlossen. So als habe man gleichzeitig provozieren und niemand provozieren wollen.
Und ich habe Arthur Fleck niemals als künftiges Verbrechergenie gesehen. Er ist von der ersten bis zur letzten Minute, auch wenn dann viele Menschen mit einem Clownsgesicht durch die Stadt marodieren, ein Niemand, der in dem Moment zu einer Projektionsfläche wird. Nur ist unklar für was.
Joker (Joker, USA 2019)
Regie: Todd Phillips
Drehbuch: Todd Phillips, Scott Silver
LV: Charakter von Bob Kane, Bill Finger und Jerry Robinson
mit Joaquin Phoenix, Robert De Niro, Zazie Beetz, Frances Conroy, Brett Cullen, Shea Whigham, Bill Camp, Glenn Fleshler, Leigh Gill, Josh Pais, Brian Tyree Henry
Ziemlich am Anfang des Films deutet Daryle Lamont Jenkins, Gründer des One People’s Project, auf ein Bild von Bryon ‚Babs‘ Widner und sagt, dieser hundertfünfzigprozentig überzeugte Neonazi werde aus der Szene aussteigen und sie würden ihm dabei helfen. In dem Moment halten alle anderen die Prognose für ausgemachten Quatsch, der noch nicht einmal Wunschdenken genannt werden kann. Auch Widner denkt überhaupt nicht daran auszusteigen.
In dem Moment ist Widner eine treibende Kraft in der US-Skinhead-Szene, ein überzeugter Neonazi und ständig gewaltbereit. Außerdem ist sein gesamter Körper und sein Gesicht mit Tätowierungen übersät. Er ist erkennbarer als der sprichwörtliche ‚bunte Hund‘. Er ist Mitbegründer des Vinlanders Social Club, einer rassistischen Vereinigung, die 2010 vom Phoenix Police Department und der Anti-Defamation League (ADF) zerschlagen wurde. Eine besonders enge Beziehung hat Widner zu seinen Zieheltern ‚Ma‘ Sharen und ‚Pa‘ Fred Krager, die ihn als ihren Thronfolger sehen. Sie sind keine richtigen Eltern, sondern letztendlich die Führer eines Kults. Sie indoktrinieren, betreiben Gehirnwäsche und verlangen bedingungslosen Gehorsam. Widner hat damit keine Probleme.
Als er 2009 während des Nordic Fest der Neonazis die dreifache Mutter Julie Price kennenlernt und sich in sie verliebt, beginnt er über sein Leben nachzudenken.
Als der Israeli Guy Nattiv, Enkel von vier Holocaust-Überlebenden, nach seinem ersten US-Filmprojekt suchte, stieß er auf eine Reportage über Widners Ausstieg aus der Neonaziszene und der sich über 630 Tage und 612 Sitzungen hinziehenden Tattoo-Entfernung. Diese Tattoo-Entfernung, die in Ausschnitten während des gesamten Films gezeigt wird, zieht sich als Leitmotiv durch den Film.
Nach Gesprächen mit Widner, Jenkins und anderen Beteiligten schrieb und inszenierte Nattiv den Film, der nah an der Wirklichkeit bleibt und definitiv nicht zum Werbevideo für die Neonaziszene und die White Supremacy-Anhänger taugt.
Jamie Bell spielt Widner, Danielle Macdonald seine Freundin Julie, Vera Farmiga ‚Ma‘, Bill Camp ‚Pa‘ und Mike Colter den Bürgerrechtsaktivisten Jenkins. Gerade von Farmiga als Mutter, die für ihre Ziele über Leichen geht, und Colter, der Widner bei dem Ausstieg hilft, hätte man gerne mehr gesehen. Bei Farmiga wegen ihres Spiels. Bei Colter wegen seiner Rolle. So geht das ganze Ausstiegsprozedere im Film letztendlich in einem Gespräch in einem Diner über die Bühne.
Auch über das Gedankengebäude der Suprematisten, die an die Vorherrschaft der weißen Rasse glauben, und wie sie ihre Botschaft verbreiten, erfährt man im Film wenig. Darüber, wie sie junge, elternlose Menschen beeinflussen und von sich abhängig machen, erfährt man mehr.
Nattiv konzentriert sich, mit einigen künstlerischen Freiheiten, auf Widner und seine Beziehung zu seinen Zieheltern und zu seiner neuen Freundin.
Allerdings geschieht Widners Ausstieg im Film etwas zu mühelos. Da verliebt Widner sich in eine aus einem ähnlichen Umfeld kommende Frau. Sie ziehen zusammen. Er verlässt seine alte Familie, Freunde und Lebensstil.
In der Realität spielte Widners Glaube, zu dem er durch Julie und ihre Eltern fand, eine große Rolle und die Erkenntnis, dass die Weißen doch nicht die Herrenrasse sind: „I just knew so many white people that were just such scumbags that I couldn’t say, ‚Okay, every white person is somewhat superior than every black person,‘ when, you know, I’m seeing complete opposite. Kind of realized the only thing I had achieved in my life was a bunch of scars, a legal record, and halfway cirrhosis of the liver. That’s it. I’ve achieved nothing else in life. Nothing positive. I was actually literally trying to drink myself to death. I was just looking for a way out. I was done. I had given up on life. I had given up on everything. I was just done.“
„Skin“ ist ein sehenswertes Drama. Auch wenn gerade die, die sich den Film unbedingt ansehen sollten, sich diesen Film nicht ansehen wollen. Durch seinen gelungenen Ausstieg zeigt Widner, dass ihre fundamentalen Prinzipien, vor allem der Glaube an die Unveränderbarkeit des einzelnen Menschen und die Überlegenheit der eigenen Rasse, falsch sind.
Skin (Skin, USA 2018)
Regie: Guy Nattiv
Drehbuch: Guy Nattiv
mit Jamie Bell, Danielle Macdonald, Bill Camp, Vera Farmiga, Mike Colter, Daniel Henshall, Louisa Krause, Mary Stuart Masterson
New York in den Siebzigern. Das Hell’s Kitchen war noch nicht gentrifiziert. Der „Taxi Driver“ fuhr durch die von irischen Gangstern beherrschten Straßen. Einige von ihnen sind die Berufsverbrecher Jimmy Brennan, Kevin O’Carroll und Rob Walsh. Nachdem sie 1978 nach einem Überfall auf einen Schnapsladen verhaftet und zu längeren Haftstrafen verurteilt werden, stehen ihre Frauen Kathy Brennan (Melissa McCarthy), Ruby O’Carroll (Tiffany Haddish) und Claire Walsh (Elisabeth Moss) nicht vor dem Nichts. Immerhin erhalten sie als die Ehefrauen der Mob-Gangster, solange ihre Männer im Gefängnis sind, etwas Geld. Es sind Almosen, die sie ruhig stellen sollen. Zum Leben ist es zu wenig. Also übernehmen die drei Ehefrauen das Geschäft ihrer Männer: sie treiben die Schulden und das Schutzgeld selbst ein.
Das ist allerdings leichter gedacht, als getan. Trotzdem sind sie, nach kurzen Anlaufschwierigkeiten, sehr erfolgreich im Geschäft. Ein Mafiaboss bietet ihnen eine Zusammenarbeit an. Andere Gangster sind über die drei Frauen weniger erfreut. Schließlich sollen Frauen nicht Gangster spielen, sondern Wäsche waschen und Essen kochen. Und dann sind da auch noch ihre Männer, die irgendwann aus dem Gefängnis entlassen werden.
Das hört sich – auch wenn die drei Damen bruchlos von liebevoller Hausfrau zu skrupellosem Gangster und Gangsterboss umschalten – nach einem zünftigen Gangsterfilm mit viel Retro-Charme an. Dass in den späten siebziger Jahren, außerhalb eines Blaxploitation-Films, niemals drei Hausfrauen den Macho-Gangstermännern Befehle erteilt hätten, stört nicht weiter. Es ist eine wunderschöne Selbstermächtigungsfantasie vor einem ausnehmend pittoresken Hintergrund.
Die Idee für diese Geschichte hatten Ollie Master, Ming Doyle und Jordie Bellaire, die 2015 den Hardboiled-Noir-Gangstercomic „The Kitchen“ bei DC/Vertigo veröffentlichten.
Andrea Berloff, die für ihr Buch zum NWA-Biopic „Straight Outta Compton“ für einen Drehbuch-Oscar nominiert wurde und die Drehbücher zu „World Trade Center“, „Blood Father“ und „Sleepless“ schrieb, nahm für ihre Verfilmung den Comic als Handlungsskizze. Sie fügte einige Figuren dazu, veränderte bei anderen Figuren einiges und auch das Ende ist anders. Dem Geist der Vorlage blieb sie dabei treu.
Aber es gelingt ihr bei ihrer ersten Regiearbeit nicht, ihn in den Film zu übertragen. Trotz aller Änderungen wirkt der Film, als habe man den Comic 1-zu-1 abgefilmt und dabei vergessen, dass Comic und Film zwei verschiedene Medien sind.
So bleiben im Film alle Figuren austauschbare Abziehbilder ohne ein erkennbares Innenleben und nachvollziehbare Motive. Sie sind alle böse Verbrecher, die sich ohne erkennbare Skrupel notfalls gegenseitig betrügen und töten. Nirgendwo ist ein moralischer Kompass erkennbar, der aus „The Kitchen“ mehr als ein banales Gangster-bringen-Gangster-Werk machen würde.
„The Kitchen“ ist ein Langweiler und angesichts der Besetzung – Melissa McCarthy (wieder in einer ernsten Rolle), Tiffany Haddish (dito) und Elisabeth Moss in den Hauptrollen -, der Ausstattung, den Kostümen, den Frisuren (es sieht wirklich wie in den Siebzigern aus), der Kamera (Maryse Alberti [„The Wrestler“, „Creed“]) und der zeitgenössischen Musikauswahl eine große Enttäuschung.
Im Gegensatz zur Vorlage.
The Kitchen:Queens of Crime (The Kitchen, USA 2019)
Regie: Andrea Berloff
Drehbuch: Andrea Berloff
LV: Ollie Masters/Ming Doyle/Jordie Bellaire: The Kitchen, 2015 (The Kitchen)
mit Melissa McCarthy, Tiffany Haddish, Elisabeth Moss, Domhnall Gleeson, James Badge Dale, Brian d’Arcy James, Margo Martindale, Bill Camp, Common, Annabella Sciorra
Länge: 103 Minuten
FSK: ab 16 Jahre
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Die Vorlage
Ollie Masters/Ming Dolye/Jordie Bellaire: The Kitchen
Drehbuch: Paul Greengrass, Christopher Rouse (nach Charakteren von Robert Ludlum)
Jason Bourne ist zurück. Und wieder hat er Ärger mit seinem alten Arbeitgeber. Der CIA.
Wer noch keinen Film mit Jason Bourne gesehen hat, wird begeistert sein. Wer die anderen Bourne-Filme kennt, wird vor allem ein Recycling bekannter Ideen, Situationen und Abläufe sehen.
In Texas sind zwei Männer mit einem Jungen, der eine Schutzbrille trägt, auf dem Weg zu einem geheimnisvollen Treffpunkt. Wenn sie nicht vorher von ihren Häschern geschnappt werden.
Ein Film mit einer geheimnisvollen Atmosphäre, texanischen Sonnenauf- und Untergängen, guten Schauspielern und einer „Twilight Zone“-würdigen Prämisse. Trotzdem war ich letztendlich enttäuscht.