TV-Tipp für den 23. November: Mystic River

November 22, 2025

Arte, 20.15

Mystic River (Mystic River, USA 2003)

Regie: Clint Eastwood

Drehbuch: Brian Helgeland

LV: Dennis Lehane: Mystic River, 2001 (Spur der Wölfe, Mystic River)

Jimmy Markum, Dave Boyle und Sean Devine waren Jugendfreunde. Jahrzehnte später treffen sie sich wieder. Jimmys Tochter wurde ermordet. Sean soll als Polizist den Fall aufklären und Dave gerät in Verdacht, der Mörder zu sein.

Clint Eastwoods Dennis-Lehane-Verfilmung „Mystic River“ ist ein ruhiges, im positiven Sinn altmodisch erzähltes, düsteres Drama ohne einfache Lösungen über Schuld, Sühne und der Frage nach Gerechtigkeit.

Mit seinen exzellenten Schauspielern, dem guten Drehbuch, der ruhigen Kameraarbeit (Tom Stern, seit „Honkytonk Man“ [1982] bei fast jedem Eastwood-Film dabei) und der stimmigen Musik (Clint Eastwood himself) ist der Film sogar dem etwas ausufernden Roman überlegen.

Neben zahlreichen Nominierungen und Preisen wurde Helgelands Buch auch für den Edgar Allan Poe-Preis als bestes Drehbuch nominiert.

Anschließend, um 22.25 Uhr, zeigt Arte die 55-minütige Doku „Sean Penn – Amerikas Enfant terrible“ (Frankreich 2024)

Mit Sean Penn, Tim Robbins, Kevin Bacon, Laurence Fishburne, Marcia Gay Harden, Laura Linney

Wiederholung: Montag, 24. November, 23.10 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Mystic River“

Wikipedia über „Mystic River“ (deutsch, englisch)

zu Clint Eastwood

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „Hereafter – Das Leben danach“ (Hereafter, USA 2010)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods “Jersey Boys” (Jersey Boys, USA 2014)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „American Sniper“ (American Sniper, USA 2014)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „Sully“ (Sully, USA 2016)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „The Mule“ (The Mule, USA 2018)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „Der Fall Richard Jewell“ (Richard Jewell, USA 2019)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „Cry Macho“ (Cry Macho, USA 2021)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „Juror #2“ (Juror #2, USA 2024)

Meine Besprechung von Kai Blieseners „Clint Eastwood – Mann mit Eigenschaften“ (2020)

Clint Eastwood in der Kriminalakte

zu Brian Helgeland

Meine Besprechung von Brian Helgelands „42 – Die wahre Geschichte einer Sportlegende“ (42, USA 2013)

Meine Besprechung von Brian Helgelands „Legend“ (Legend, Großbritannien/Frankreich 2015)

Brian Helgeland in der Kriminalakte

zu Dennis Lehane

Homepage von Dennis Lehane

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „Coronado“ (Coronado, 2006)

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „Moonlight Mile“ (Moonlight Mile, 2010)

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „Shutter Island“ (Shutter Island, 2003)

Meine Besprechung von Dennis Lehanes “In der Nacht” (Live by Night, 2012)

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „The Drop“ (The Drop, 2014) (Buch und Film)

Meine Besprechung von Ben Afflecks Dennis-Lehane-Verfilmung „Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel“ (Gone Baby Gone, USA 2007)

Meine Besprechung von Ben Afflecks Dennis-Lehane-Verfilmung „Live by Night“ (Live by Night, USA 2016)

Meine Besprechung von Christian De Metters Comicversion von Dennis Lehanes „Shutter Island“ (Shutter Island, 2008 [Comic])

Dennis Lehane in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 17. Juni: Der Anruf

Juni 16, 2025

Tele 5, 22,30

Der Anruf (All the old knives, USA 2022)

Regie: Janus Metz

Drehbuch: Olen Steinhauer

LV: Olen Steinhauer: All the old knives, 2015 (Der Anruf)

Vor acht Jahren endete in Wien eine Flugzeugentführung mit dem Tod von allen hundertzwanzig Passagieren. Jetzt soll CIA-Agent Henry Pelham herausfinden, ob seine damalige Kollegin und Freundin Celia Harrison (im Buch Favreau) den Entführern entscheidende Informationen gab. Sie treffen sich in einem Restaurant zu einem Abendessen.

Dialoglastiger Agententhriller, schön gefilmt, top besetzt, aber auch nur überschaubar spannend.

mit Chris Pine, Thandiwe Newton, Laurence Fishburne, Jonathan Pryce, Corey Johnson

Wiederholung: Mittwoch, 18. Juni, 03.10 Uhr (Taggenau!)

Die Vorlage

Olen Steinhauer: Der Anruf

(übersetzt von Friedrich Mader)

Blessing, 2016

272 Seiten

9,99 Euro (E-Book)

Originalausgabe

All the old knives

Minotaur Books, New York, 2015

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der Anruf“

Wikipedia über „Der Anruf“

Meine Besprechung von Janus Metz‘ „Borg/McEnroe“ (Borg/McEnroe, Dänemark/Finnland/Schweden 2017)

Meine Besprechung von Olen Steinhauers „Der Anruf“ (All the old knives, 2015)


Neu im Kino/Filmkritik Über die Robert-Littell-Verfilmung „The Amateur“

April 10, 2025

Charlie Heller (Rami Malek) arbeitet bei der CIA und er ist das komplette Gegenteil von so taffen Agenten wie James Bond (okay, Brite), Jason Bourne (okay, entlassen) und Ethan Hunt (hm, nie so richtig beim CIA angestellt), sondern ein Dechiffrierexperte. Er sitzt in der CIA-Zentrale im Keller, starrt Computerbildschirme an, entschlüsselt Dokumente und versucht aus Informationskrümeln ein Bild zu erstellen, das dann die Grundlage für die Einsätze von den im Feld arbeitenden Agenten ist. Privat ist er ein introvertierter Tüftler, der auch beim Zusammenschrauben eines alten Flugzeugs eine Krawatte trägt, die er nicht beschmutzt. Er ist glücklich verheiratet. Sarah ist die Liebe seines Lebens.

Als sie in London während einer Tagung bei einem Attentat erschossen wird und seine Vorgesetzten ihn mit höflichen Floskeln abspeisen, beginnt er die Mörder seiner Frau auf eigene Faust zu verfolgen. Dabei verfügt er, wie ein kurzzeitiger Ausbildungsversuch bei dem CIA-Ausbilder Henderson (Laurence Fishburne) zeigt, über keinerlei Fähigkeiten, die ein Spezialagent benötigt. So trifft er mit einer Pistole sein Ziel, wenn er unmittelbar vor ihm steht. Halbwegs.

Aber Heller ist schlau. Er ist nicht der Jäger, der seiner Beute hinterherläuft, sondern er stellt ihr Fallen und lässt sie in diese hineinlaufen.

The Amateur“ ist die zweite Verfilmung von Robert Littells im Original 1981 erschienenem Agententhriller. Die erste Verfilmung war 1981 von Charles Jarrott mit John Savage als Charlie Heller. Sie ist inzwischen weitgehend vergessen.

Eine zweite Verfilmung war in Hollywood seit Jahren im Gespräch. Schließlich ist die Geschichte von dem schlauen Normalbürger auf Rachemission ein guter Filmstoff. 2006 sollte Hugh Jackman die Hauptrolle übernehmen. Jetzt spielt Rami Malek die Hauptrolle.

James Hawes übernahm die Regie. Zu seinen früheren Arbeiten gehören die Pilotfolge von „DCI Banks“ und Episoden für „Black Mirror“, „Snowpiercer“ und „Slow Horses“.

Das Drehbuch ist von Ken Nolan und Gary Spinelli und etlichen weiteren nicht genannten Autoren, wie Evan Katz (er war 2006 mit dem Schreiben des Drehbuchs beauftragt), Scott Z. Burns, Scott Frank, Robert Littell und Patrick Ness. Wie groß ihr Einfluss auf das jetzt verfilmte Drehbuch ist, ist unklar, aber klar ist, dass „The Amateur“ lange in der Entwicklungshölle feststeckte.

Nolan, der auch das Drehbuch für die auf Robert Littells gleichnamigem Roman basierende TV-Miniserie „The Company“ (über die CIA während des Kalten Krieges) schrieb und der aktuell an mindestens einer weiteren Robert-Littell-Verfilmung arbeitet, und Spinelli (u. a. „Barry Seal – Only in America“) verlegten die im Kalten Krieg spielende Rachegeschichte in die Gegenwart. Hawes verfilmte sie als durch Europa globetrottenden, angenehm altmodischen Agenten- und Rachethriller mit arg vorhersehbarer Geschichte. Letztendlich arbeitet Heller einfach die Liste der Täter ab.

Die Terroristen, die für den Tod von Hellers Frau verantwortlich sind, sind keine ideologisch überzeugten Täter, sondern von einem unbekanntem und unbekannt bleibendem Auftraggeber angeheuerte skrupellose Söldner, die ihre Dienste meistbietend verkaufen. Während ihr Motiv Geld ist, sind die Motive der Auftraggeber unklar. Entsprechend politikfrei ist der gesamte Film.

Nach Sarahs Tod geht es um Trauer, Rache und, vor allem, wie ein schlauer Mann Bösewichter tötet. Nach seiner ersten Tat wollen sie ihn töten. Das macht für ihn in der Theorie die Jagd gefährlicher. Seine Vorgesetzten wollen ihn von weiteren Morden abhalten. Während die Bösewichter nur dazu da sind, von Heller umgebracht zu werden, sind seine Vorgesetzten, weil wir mehr über ihre Motive erfahren, etwas weniger eindimensional.

Action gibt es wenig. Schließlich ist Heller kein Nahkämpfer. Der Anti-James-Bond lockt seine Gegner in Fallen und bringt sie anderweitig um. Teils spektakulär und mit hohem Sachschaden, aber ohne Unschuldige zu verletzen.

Das ist dann, wie die Romanvorlage, näher an John le Carré als an Ian Fleming.

The Amateur (The Amateur, USA 2025)

Regie: James Hawes

Drehbuch: Ken Nolan, Gary Spinelli

LV: Robert Littell: The Amateur, 1981 (Sein oder Nichtsein…)

mit Rami Malek, Laurence Fishburne, Rachel Brosnahan, Caitríona Balfe, Jon Bernthal, Michael Stuhlbarg, Holt McCallany, Julianne Nicholson, Adrian Martinez, Danny Sapani

Länge: 123 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Moviepilot über „The Amateur“

Metacritic über „The Amateur“

Rotten Tomatoes über „The Amateur“

Wikipedia über „The Amateur“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von John Hawes‘ „Inspector Banks – Mord in Yorkshire: Die komplette erste Staffel`“ (DCI Banks, Großbritannien 2010/2011)

Meine Besprechung von John Hawes‘ „Der Verdacht des Mr. Whicher: Der Mord von Road Hill House“ (The Suspicions of Mr Whicher: The Murder at Road Hill House, Großbritannien 2011)

Meine Besprechung von James Hawes‘ „One Life – Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt“ (One Life, Großbritannien 2023)

Meine Besprechung von Robert Littels „Zufallscode“/“Der Gastprofessor“ (The Visiting Professor, 1993)

Meine Besprechung von Robert Littells „ Philby – Porträt des Spions als junger Mann“ (Philby: Portrait de l’espion en jeune homme, 2011)


TV-Tipp für den 20. Oktober: Contagion

Oktober 19, 2024

RTL II, 20.15

Contagion (Contagion, USA 2011)

Regie: Steven Soderbergh

Drehbuch: Scott Z. Burns

Toller quasi-dokumentarischer Thriller über eine weltweite Pandemie. Ein Ensemblestück, bei dem auch Starpower nicht vor einem vorzeitigen Ableben schützt.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Marion Cotillard, Matt Damon, Laurence Fishburne, Jude Law, Gwyneth Paltrow, Kate Winslet, Bryan Cranston, Jennifer Ehle, Sanaa Lathan, John Hawkes, Armin Rohde, Elliott Gould, Enrico Colantoni, Chin Han

Hinweise

Moviepilot über „Contagion“

Metacritic über „Contagion“

Rotten Tomatoes über „Contagion“

Wikipedia über „Contagion“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs “Girlfriend Experience – Aus dem Leben eines Luxus-Callgirls” (The Girlfriend Experience, USA 2009)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Contagion“ (Contagion, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Haywire” (Haywire, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs “Magic Mike” (Magic Mike, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Side Effects – Tödliche Nebenwirkungen“ (Side Effects, USA 2013)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs “Liberace – Zu viel des Guten ist wundervoll (Behind the Candelabra, USA 2013)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Logan Lucky“ (Logan Lucky, USA 2017) und der DVD

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Unsane: Ausgeliefert“ (Unsane, USA 2018)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „No sudden move“ (No sudden move, USA 2021)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Magic Mike: The Last Dance“ (Magic Mike’s Last Dance, USA 2023)

Steven Soderbergh in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritk: Über Francis Ford Coppolas „Megalopolis“

September 26, 2024

Wenn wir ehrlich sind, ist „Megalopolis“ gescheitert, aber sehenswert, wenn auch nicht sehenswert gescheitert. Außerdem ist Francis Ford Coppolas neuer Film – ich hänge mich jetzt weit aus dem Fenster (aber bei der Höhe meines Fensters ist das ein vertretbares Risiko) – auch kein Film, der in zwanzig, dreißig Jahren eine gloriose Wiederauferstehung und Neubeurteilung erfahren wird. Trotzdem ist er sehenswert.

Ich erkläre das jetzt.

Megalopolis“ könnte der letzte Spielfilm von Francis Ford Coppola sein. Er ist 85 Jahre und steckte in den vergangenen Jahren seine Energie in Restaurierungen und neue Schnittfassungen seiner alten Filme, die dann auch wieder im Kino gezeigt und von der Kritik abgefeiert wurden. In den vergangenen 25 Jahren drehte er drei Filme, die alle eine Ist-mir-egal-Einstellung gegenüber kommerziellen Erwägungen und den Erwartungen des Publikum versprühten. Auch „Megalopolis“ kümmert sich wenig um Publikumserwartungen und das zeitgenössische Kino.

Für Coppola ist „Megalopolis“ die Erfüllung eines lange gehegten, mit eigenem Geld finanzierten Wunsches. Seit über vierzig Jahren ist das Projekt immer wieder im Gespräch. Coppola sammelte Zeitungsausschnitte, machte sich Notizen und schrieb auch, mehr oder weniger präzise ausformulierte Drehbücher. Es gab mehr oder weniger weit fortgeschrittene Vorbereitungen für eine Verfilmung. Immer wieder kam etwas dazwischen und Coppola sammelte weitere Ideen, unterhielt sich über das Projekt und schrieb neue Versionen der Geschichte.

Diese lange Entwicklungszeit ist ein Problem des Films. Es ist in jeder Minute offensichtlich, dass über viele Jahre an dem Film gearbeitet wurde. Da hat sich viel angesammelt und vieles will man dann nicht einfach wegwerfen. So franst der Film in jeder nur erdenklichen Beziehung an allen Ecken und Enden aus. Einige Bilder und Ideen, die damals visionär waren, wirken heute abgeschmackt. Anderes ist immer noch atemberaubend.

Im Gegensatz zu anderen Alterswerken großer Regisseure ist „Megalopolis“ auch nicht – also jedenfalls nicht wirklich – die Zusammenfassung des bisherigen Werkes und eine damit verbundene Rückschau. Es ist ein Werk, das sich viel wagt, das keine Rücksicht nimmt und aus dem Vollen schöpft. Das ist bewundernswert und führt immer wieder zu atemberaubenden Szenen. Ein guter Film ist „Megalopolis“ nicht.

Es geht um den genialen Architekten und Erfinder Cäsar Catilina (Adam Driver), der die Metropole New Rome radikal umgestalten möchte. Er hat eine visionäre Vision von der Zukunft und wie Menschen in einer Metropole leben können. Der Bürgermeister Franklyn Cicero (Giancarlo Esposito) ist dagegen. Er will den Status Quo von New Rome aufrecht erhalten.

Nachdem Coppola diese Prämisse schnell etabliert hat, vergisst er sie atemberaubend schnell. Er driftet in Richtung Sittengemälde ab mit zahlreichen Anspielungen auf die Geschichte von New York, dem klaren Vorbild für New Rome, und dem eher prüden Feiern altrömischer Dekadenz mit halbnackten Frauen, Wagenrennen und teilweise moderner und zukünftiger Technik. Dazwischen gibt es vollkommen unzusammenhängende Episoden, die für die zu dem Zeitpunkt schon lange im Nirvana verschwundene Hauptgeschichte keinerlei Bedeutung haben. Anscheinend wichtige Figuren verschwinden aus der Filmgeschichte. Manche für immer. Interessante Ideen, wie dass Catilina die Zeit anhalten kann, haben für den Film, nach einer pompösen Einführung, keinerlei Bedeutung. Coppola verirrt sich im Dickicht seiner Ideensammlung für den Film und den verschiedenen Drehbuchskizzen und -versionen, ohne eine klare Vision der Filmgeschichte und des in ihr zu behandelnden Konflikts zu entwickeln. Denn dann hätte er gewusst, welche Ideen und Anspielungen in den Film gehören und welche nicht.

New Rome ist Coppolas Version von Gotham City und „Megalopolis“ ist „geschnittene Szenen aus ‚Batman‘-Filmen“ und Bilder aus dem Leben und Leiden der Architektenkammer von Gotham. Beides ohne Batman und Superbösewichter.

Megalopolis (Megalopolis, USA 2024)

Regie: Francis Ford Coppola

Drehbuch: Francis Ford Coppola

mit Adam Driver, Giancarlo Esposito, Nathalie Emmanuel, Shia LaBeouf, Aubrey Plaza, Jon Voight, Jason Schwartzman, Laurence Fishburne, Talia Shire, Kathryn Hunter, Grace VanderWaal, Chloe Fineman, James Remar, D.B. Sweeney, Dustin Hoffman, Balthazar Getty

Länge: 139 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Moviepilot über „Megalopolis“

Metacritic über „Megalopolis“

Rotten Tomatoes über „Megalopolis“

Wikipedia über „Megalopolis“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas “Apocalypse Now” (Apocalypse Now, USA 1979 – die “Full Disclosure”-Blu-ray)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas „Apocalypse Now: The Final Cut“ (USA 1979/2019) und der Blu-ray

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas „The Outsiders: The complete Novel“ (The Outsiders, USA 1983/2005) und der Blu-ray

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas „Rumble Fish“ (Rumble Fish, USA 1983)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas „Twixt – Virginias Geheimnis“ (Twixt, USA 2011)

Francis Ford Coppola in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Roy Thomas/Mike Mignolas „Bram Stoker’s Dracula“ (Bram Stoker’s Dracula 1-4, 1993) (der Comic-Version von Coppolas Film)


TV-Tipp für den 17. September: Der Anruf

September 16, 2024

Tele 5, 22,30

Der Anruf (All the old knives, USA 2022)

Regie: Janus Metz

Drehbuch: Olen Steinhauer

LV: Olen Steinhauer: All the old knives, 2015 (Der Anruf)

Vor acht Jahren endete in Wien eine Flugzeugentführung mit dem Tod von allen hundertzwanzig Passagieren. Jetzt soll CIA-Agent Henry Pelham herausfinden, ob seine damalige Kollegin und Freundin Celia Harrison (im Buch Favreau) den Entführern entscheidende Informationen gab. Sie treffen sich in einem Restaurant zu einem Abendessen.

TV-Premiere. Dialoglastiger Agententhriller

mit Chris Pine, Thandiwe Newton, Laurence Fishburne, Jonathan Pryce, Corey Johnson

Wiederholung: Mittwoch, 18. September, 02.55 Uhr (Taggenau!)

Die Vorlage

 

Olen Steinhauer: Der Anruf

(übersetzt von Friedrich Mader)

Blessing, 2016

272 Seiten

9,99 Euro (E-Book)

Originalausgabe

All the old knives

Minotaur Books, New York, 2015

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der Anruf“

Wikipedia über „Der Anruf“

Meine Besprechung von Janus Metz‘ „Borg/McEnroe“ (Borg/McEnroe, Dänemark/Finnland/Schweden 2017)

Meine Besprechung von Olen Steinhauers „Der Anruf“ (All the old knives, 2015)


Neu im Kino/Filmkritik: „John Wick: Kapitel 4“ ist aufgeschlagen

März 23, 2023

Wenige Tage nach seinem überraschenden Tod am 17. März 2023 kommt jetzt einer von von Lance Reddicks letzten Filmen ins Kino – und dieser Kinoabschied (wenn wir die laut IMDb noch kommenden Filme weglassen) ist ein würdiger Abschied. In seiner bekanntesten Rolle. Er spielt, wie in den vorherigen „John Wick“-Filmen, den Concierge des New Yorker Continental Hotels und, soviel kann gesagt werden, er hat im Film eine wichtige Rolle und eine starke letzte Szene.

Im Mittelpunkt des Actionfilms steht natürlich John Wick (Keanu Reeves). Er kämpft immer noch gegen die Hohe Kammer und den gegen ihn ausgesprochenen Tötungsbefehl. Die Hohe Kammer hat jetzt den Marquis de Gramont (Bill Skarsgård) beauftragt, John Wick zu beseitigen. Das Kammermitglied ist ein immer perfekt gekleideter, leicht schnöseliger Adliger, der keine Skrupel kennt. Rücksichtslos jagt er John Wick und lässt jeden töten, den Wick trifft. Schnell sterben Wicks Freunde und immer mehr Menschen wollen ihn töten.

Als die Situation für Wick immer aussichtsloser wird, weist Winston (Ian McShane), der Besitzer des New Yorker Continental Hotels, ihn auf eine alte Regel hin: wenn er den Marquis in einem Duell besiegt, annulliert die Hohe Kammer den Tötungsbefehl. Allerdings kann Wick den Marquis nur herausfordern, wenn er bestimmte Regeln einhält, bestimmte Fürsprecher hat und so in der Position ist, die es ihm ermöglicht, ein anderes Mitglied der Hohen Kammer zum Duell herauszufordern. Das ist die erste Hürde, die Wick überwinden muss. Danach muss er pünktlich zum Duell erscheinen, während der Marquis versucht, ihn auf dem Weg zum Duell zu töten. Er schickt unzählige Killer los. Seine Trumpfkarte ist Caine (Donnie Yen), ein blinder, sich eigentlich im Ruhestand befindender Killer und Freund von John Wick. Caine und Wick respektieren sich, weil sie gleich gut sind und eine gemeinsame Geschichte haben. Die Wildcard des Marquis ist ein namenloser Fährtenleser (Shamier Anderson), der immer von seinem Schäferhund begleitet wird und der ein eigenes Spiel spielt.

Vor zehn Jahren lernten wir John Wick in „John Wick“ kennen. Damals war er ein zurückgezogen lebender, um seine Frau trauernder legendärer Profikiller. Als einige halbstarke Gangster sein Auto klauen und seinen Hund töten, begibt er sich auf einen Rachefeldzug, bei dem mindestens eine halbe Hundertschaft Bösewichter stirbt. Der Actionthriller war ein Erfolg.

In den nächsten beiden „John Wick“-Filmen wurde aus dem kleinen B-Actionthriller, der mit seinen langen, kaum geschnittenen, mit ruhiger Kamera aufgenommenen Actionszenen Actionfans begeisterte, in jeder Beziehung mehr. Autor Derek Kolstad und Regisseur Chad Stahelski erfanden eine Parallelwelt, in der Profikiller ungestört global agieren und es ein labyrinthisches Regelwerk gibt, das die katholische Kirche vor Neid erblassen lässt. Die Action wurde spektakulärer. Die Schauplätze internationaler. Und es spielten noch mehr Stars mit. Jeder neue „John Wick“-Film war länger und teurer als der vorherige. Und erfolgreicher an der Kinokasse.

John Wick : Kapitel 4“ setzt diese Entwicklung fort. Mit einem offiziellem Budget von hundert Millionen Dollar ist er der bislang teuerste Film der Serie. Die Geschichte spielt in der jordanischen Wüste, New York, Osaka/Japan (eigentlich nur im dortigen Continental Hotel), Berlin und Paris. Mit gut drei Stunden ist der Thriller fast vierzig Minuten länger als der vorherige Film. Mit Donnie Yen, Bill Skarsgård, Scott Adkins und Hiroyuki Sanada gibt es prominente Neuzugänge. Und es gibt mehr Action. Insgesamt nennt das Presseheft vierzehn große Action-Set-Pieces (ich habe jetzt nicht nachgezählt), die alle ziemlich spektakulär sind. Das gilt für die Action an sich – es gibt Nahkämpfe, Schießereien, Schwertkämpfe, Autounfälle, Fenster- und Treppenstürze -, und für die Inszenierung. Wieder schnitt Chad Stahelski nur selten. Wieder wählt er lieber die Totale als die Nahaufnahme. Wieder ist es so möglich, die Action genau zu verfolgen und zu sehen, was die Schauspieler und Stuntmen tun. Wieder überzeugt die Farbdramaturgie.

Die Welt von John Wick war schon immer eine Fantasiewelt, die sich inzwischen eindeutig am Comic orientiert. Aber noch hat die Geschichte einem Fuß in der Realität. Wie die James-Bond-Filme oder „Fast & Furious Five“ (Fast Five, USA 2011; das war die Actionsause, in der ein Safe durch die Straßen von Rio de Janeiro gezogen wird). Das Gezeigte ist unwahrscheinlich, aber nicht vollkommen unmöglich. Wobei die im Film gezeigte Unverletztlichkeit von John Wick, trotz Kevlar-Anzug und mit Kevlar verstärktem Hemd, das alle Kugeln abprallen lässt, mythische Dimensionen hat. Während bei ihm jeder Schuss ein Treffer ist, ist bei den Bösewichtern kein Schuss ein Treffer. Und John Wick wird zwar von Autos angefahren, aber nicht verletzt.

John Wick: Kapitel 4“ liefert genau das stilvolle Actionfeuerwerk, das Fans erwarten und trotz seiner epischen Laufzeit von gut drei Stunden ist der fast dialogfreie Thriller kurzweilig, aber auch etwas redundant. Da wird geschossen, geschossen und nochmal geschossen. Da kommt noch ein Killer um die Ecke, der von einem weiteren und einem weiteren Killer gefolgt wird. Da rollt John Wick nicht einmal, sondern gleich zweimal eine sehr, sehr lange Treppe runter, ehe er sie, wie Sisyphos, wieder hochläuft. Trotzdem langweilen diese langen Actionszenen nicht. Sie treiben die Handlung voran und sie zeigen eindrucksvoll, was im Bereich des handgemachten Actionfilms möglich ist.

Das fünfte Kapitel ist schon in Arbeit.

John Wick: Kapitel 4 (John Wick: Chapter 4, USA 2023)

Regie: Chad Stahelski

Drehbuch: Shay Hatten, Michael Finch (basierend auf von Derek Kolstad erfundenen Figuren)

mit Keanu Reeves, Bill Skarsgård, Donnie Yen, Laurence Fishburne, Lance Reddick, Clancy Brown, Ian McShane, Shamier Anderson, Scott Adkins, Hiroyuki Sanada, Rina Sawayama, Natalia Tena, Sven Marquardt (Berliner Legende)

Länge: 170 Minuten

FSK: ab 18 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Filmportal über „John Wick: Kapitel 4“ (weil viel in Berlin und im Studio Babelsberg gedreht wurde)

Moviepilot über „John Wick: Kapitel 4“

Metacritic über „John Wick: Kapitel 4“

Rotten Tomatoes über „John Wick: Kapitel 4“

Wikipedia über „John Wick: Kaptel 4“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Chad Stahelskis „John Wick“ (John Wick, USA 2014)

Meine Besprechung von Chad Stahelskis „John Wick: Kapitel 2“ (John Wick: Chapter 2, USA 2017)

Meine Besprechung von Chad Stahelskis „John Wick: Kapitel 3“ (John Wick: Chapter 3 – Parabellum, USA 2019) und der Blu-ray


TV-Tipp für den 3. April: Mystic River

April 2, 2022

Arte, 20.15

Mystic River (Mystic River, USA 2003)

Regie: Clint Eastwood

Drehbuch: Brian Helgeland

LV: Dennis Lehane: Mystic River, 2001 (Spur der Wölfe, Mystic River)

Jimmy Markum, Dave Boyle und Sean Devine waren Jugendfreunde. Jahrzehnte später treffen sie sich wieder. Jimmys Tochter wurde ermordet. Sean soll als Polizist den Fall aufklären und Dave gerät in Verdacht, der Mörder zu sein.

Clint Eastwoods Dennis-Lehane-Verfilmung „Mystic River“ ist ein ruhiges, im positiven Sinn altmodisch erzähltes, düsteres Drama ohne einfache Lösungen über Schuld, Sühne und der Frage nach Gerechtigkeit.

Mit seinen exzellenten Schauspielern, dem guten Drehbuch, der ruhigen Kameraarbeit (Tom Stern, seit „Honkytonk Man“ [1982] bei fast jedem Eastwood-Film dabei) und der stimmigen Musik (Clint Eastwood himself) ist der Film sogar dem etwas ausufernden Roman überlegen.

Neben zahlreichen Nominierungen und Preisen wurde Helgelands Buch auch für den Edgar Allan Poe-Preis als bestes Drehbuch nominiert.

Mit Sean Penn, Tim Robbins, Kevin Bacon, Laurence Fishburne, Marcia Gay Harden, Laura Linney

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Mystic River“

Wikipedia über „Mystic River“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „Hereafter – Das Leben danach“ (Hereafter, USA 2010)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods “Jersey Boys” (Jersey Boys, USA 2014)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „American Sniper“ (American Sniper, USA 2014)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „Sully“ (Sully, USA 2016)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „The Mule“ (The Mule, USA 2018)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „Der Fall Richard Jewell“ (Richard Jewell, USA 2019)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „Cry Macho“ (Cry Macho, USA 2021)

Meine Besprechung von Kai Blieseners „Clint Eastwood – Mann mit Eigenschaften“ (2020)

Clint Eastwood in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Brian Helgelands „42 – Die wahre Geschichte einer Sportlegende“ (42, USA 2013)

Meine Besprechung von Brian Helgelands „Legend“ (Legend, Großbritannien/Frankreich 2015)

Brian Helgeland in der Kriminalakte

Homepage von Dennis Lehane

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „Coronado“ (Coronado, 2006)

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „Moonlight Mile“ (Moonlight Mile, 2010)

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „Shutter Island“ (Shutter Island, 2003)

Meine Besprechung von Dennis Lehanes “In der Nacht” (Live by Night, 2012)

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „The Drop“ (The Drop, 2014) (Buch und Film)

Meine Besprechung von Ben Afflecks Dennis-Lehane-Verfilmung „Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel“ (Gone Baby Gone, USA 2007)

Meine Besprechung von Ben Afflecks Dennis-Lehane-Verfilmung „Live by Night“ (Live by Night, USA 2016)

Meine Besprechung von Christian De Metters Comicversion von Dennis Lehanes „Shutter Island“ (Shutter Island, 2008 [Comic])

Dennis Lehane in der Kriminalakte

 


TV-Tipp für den 17. Dezember: Matrix

Dezember 16, 2021

Pro7, 20.15

Matrix (The Matrix, USA 1998)

Regie: Andy Wachowski, Larry Wachowski

Drehbuch: Andy Wachowski, Larry Wachowski

Hacker Neo ist der nette Nerd von nebenan, bis er erfährt, dass die Wirklichkeit nicht die Wirklichkeit ist und dass er der Erlöser ist.

Kommerziell unglaublich erfolgreicher, Hugo- und Nebula-nominierter Science-Fiction-Klassiker, in dem es erstmals gelang, die Ideen der Cyberpunk überzeugend in einen Realfilm zu transportieren. Die beiden Fortsetzungen „Matrix Reloaded“ und „Matrix Revolutions“ sind dagegen ein Fall für die filmische Mülltonne und auch bei der „Matrix“ kann man sich an einigen groben Logikfehlern und Widersprüchen stoßen. Z. B.: Warum sollten die Maschinen uns Menschen mit einer Computersimulation betäuben? Warum sollten wir Menschen aus der Computersimulation ausbrechen wollen? Vor allem, wenn die Erde ungefähr so bewohnbar wie die dunkle Seite des Mondes ist.

Als Vorbereitung für den am 23. Dezember startenden vierten Matrix-Film, „Matrix Ressurrections“, zeigt Pro7 heute die vorherigen Matrix-Filmen. Um 23.10 Uhr läuft „Matrix Reloaded“ und um 01.55 Uhr „Matrix Revolutions“.

mit Keanu Reeves, Laurence Fishburne, Carrie Anne Moss, Hugo Weaving, Gloria Foster, Joe Pantoliano

Wiederholung: Montag, 20. Dezember, 03.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Matrix“

Wikipedia über „Matrix“ (deutsch, englisch)

Drehbuch “The Matrix” von Andy Wachowski und Larry Wachowski

Meine Besprechung von Lana & Andy Wachowski/Tom Tykwers „Cloud Atlas“ (Cloud Atlas, USA/Deutschland 2012)

Meine Besprechung von Lana & Andy Wachowskis „Jupiter Ascending“ (Jupiter Ascending, USA 2015)


TV-Tipp für den 26. Juli: The Mule

Juli 25, 2021

ARD, 20.15

The Mule (The Mule, USA 2018)

Regie: Clint Eastwood

Drehbuch: Nick Schenk

LV: Sam Dolnick: The Sinaloa Cartel’s 90-Year-Old Drug Mule (The New York Times Magazine, 2014)

TV-Premiere. Clint Eastwood spielt einen Lilienzüchter, der mit dem Transport von Drogen für ein Drogenkartell Geld verdient. Denn niemand würde einen tüteligen Opa für einen Schmuggler von riesigen Mengen Drogen halten.

The Mule“ ist, auf einer wahren Geschichte basierend und hervorragend besetzt, traditionsbewusstes, gewohnt unprätentiöses Hollywood-Erzählkino. Halt genau das, was man von einem Clint-Eastwood-Film erwartet.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

Der nächste Film von und mit Clint Eastwood, die Verfilmung von N. Richard Nashs Roman „Cry Macho“, soll am 21. Oktober in Deutschland im Kino anlaufen. In dem 1978 spielendem Neowestern soll Eastwood einen Jungen von seiner in Mexiko lebenden, alkoholsüchtigen Mutter zu seinem Vater nach Texas bringen.

mit Clint Eastwood, Bradley Cooper, Laurence Fishburne, Michael Peña, Dianne Wiest, Andy Garcia, Alison Eastwood, Taissa Farmiga, Ignacio Serricchio, Loren Dean, Eugene Cordero

Hinweise

Moviepilot über „The Mule“

Metacritic über „The Mule“

Rotten Tomatoes über „The Mule“

Wikipedia über „The Mule“ (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood prüft den Wahrheitsgehalt der Moritat

Meine Besprechung von Pierre-Henri Verlhacs (Herausgeber) „Clint Eastwood – Bilder eines Lebens“ (2008)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „Hereafter – Das Leben danach“ (Hereafter, USA 2010)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods “Jersey Boys” (Jersey Boys, USA 2014)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods “American Sniper” (American Sniper, USA 2014)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „Sully“ (Sully, USA 2016)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „The Mule“ (The Mule, USA 2018)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „Der Fall Richard Jewell! (Richard Jewell, USA 2019)

Meine Besprechung von Kai Blieseners „Clint Eastwood – Mann mit Eigenschaften“ (2020)

Clint Eastwood in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 24. Januar: Contagion

Januar 23, 2021

Nach „Der Marsianer – Rettet Mark Watney“ (ab 20.15 Uhr allein im All) und während ich Albert Camus‘ „Die Pest“ lese, gibt es einen Quasi-Dokumentarfilm über einen weltweiten Virus

Sat.1, 23.05

Contagion (Contagion, USA 2011)

Regie: Steven Soderbergh

Drehbuch: Scott Z. Burns

Toller quasi-dokumentarischer Thriller über eine weltweite Pandemie. Ein Ensemblestück, bei dem auch Starpower nicht vor einem vorzeitigen Ableben schützt.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Marion Cotillard, Matt Damon, Laurence Fishburne, Jude Law, Gwyneth Paltrow, Kate Winslet, Bryan Cranston, Jennifer Ehle, Sanaa Lathan, John Hawkes, Armin Rohde, Elliott Gould, Enrico Colantoni, Chin Han

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Moviepilot über „Contagion“

Metacritic über „Contagion“

Rotten Tomatoes über „Contagion“

Wikipedia über „Contagion“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs “Girlfriend Experience – Aus dem Leben eines Luxus-Callgirls” (The Girlfriend Experience, USA 2009)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Contagion“ (Contagion, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Haywire” (Haywire, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs “Magic Mike” (Magic Mike, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Side Effects – Tödliche Nebenwirkungen“ (Side Effects, USA 2013)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs “Liberace – Zu viel des Guten ist wundervoll (Behind the Candelabra, USA 2013)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Logan Lucky“ (Logan Lucky, USA 2017) und der DVD

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Unsane: Ausgeliefert“ (Unsane, USA 2018)

Steven Soderbergh in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 21. Juni: Contagion

Juni 20, 2020

Sat.1, 23.00

Contagion (Contagion, USA 2011)

Regie: Steven Soderbergh

Drehbuch: Scott Z. Burns

Toller quasi-dokumentarischer Thriller über eine weltweite Pandemie. Ein Ensemblestück, bei dem auch Starpower nicht vor einem vorzeitigen Ableben schützt.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Marion Cotillard, Matt Damon, Laurence Fishburne, Jude Law, Gwyneth Paltrow, Kate Winslet, Bryan Cranston, Jennifer Ehle, Sanaa Lathan, John Hawkes, Armin Rohde, Elliott Gould, Enrico Colantoni, Chin Han

Wiederholung: Montag, 22. Juni, 03.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Contagion“

Metacritic über „Contagion“

Rotten Tomatoes über „Contagion“

Wikipedia über „Contagion“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs “Girlfriend Experience – Aus dem Leben eines Luxus-Callgirls” (The Girlfriend Experience, USA 2009)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Contagion“ (Contagion, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Haywire” (Haywire, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs “Magic Mike” (Magic Mike, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Side Effects – Tödliche Nebenwirkungen“ (Side Effects, USA 2013)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs “Liberace – Zu viel des Guten ist wundervoll (Behind the Candelabra, USA 2013)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Logan Lucky“ (Logan Lucky, USA 2017) und der DVD

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Unsane: Ausgeliefert“ (Unsane, USA 2018)

Steven Soderbergh in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 22. April: Matrix

April 21, 2020

Kabel 1, 22.25

Matrix (The Matrix, USA 1998)

Regie: Andy Wachowski, Larry Wachowski

Drehbuch: Andy Wachowski, Larry Wachowski

Hacker Neo ist der nette Nerd von nebenan, bis er erfährt, dass die Wirklichkeit nicht die Wirklichkeit ist und dass er der Erlöser ist.

Kommerziell unglaublich erfolgreicher, Hugo- und Nebula-nominierter Science-Fiction-Klassiker, in dem es erstmals gelang, die Ideen der Cyberpunk überzeugend in einen Realfilm zu transportieren. Die beiden Fortsetzungen „Matrix Reloaded“ und „Matrix Revolutions“ sind dagegen ein Fall für die filmische Mülltonne und auch bei der „Matrix“ kann man sich an einigen groben Logikfehlern und Widersprüchen stoßen. Z. B.: Warum sollten die Maschinen uns Menschen mit einer Computersimulation betäuben? Warum sollten wir Menschen aus der Computersimulation ausbrechen wollen? Vor allem, wenn die Erde ungefähr so bewohnbar wie die dunkle Seite des Mondes ist.

mit Keanu Reeves, Laurence Fishburne, Carrie Anne Moss, Hugo Weaving, Gloria Foster, Joe Pantoliano

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Matrix“

Wikipedia über „Matrix“ (deutsch, englisch)

Drehbuch “The Matrix” von Andy Wachowski und Larry Wachowski

Meine Besprechung von Lana & Andy Wachowski/Tom Tykwers „Cloud Atlas“ (Cloud Atlas, USA/Deutschland 2012)

Meine Besprechung von Lana & Andy Wachowskis „Jupiter Ascending“ (Jupiter Ascending, USA 2015)


Neu im Kino/Filmkritik: Cate Blanchett ist „Bernadette“

November 23, 2019

Bernadette Fox (Cate Blanchett) verlässt ihr Haus in Seattle nur selten; – wobei Haus die falschen Assoziationen weckt. Es ist ein von Brombeerhecken umranktes herrschaftliches Anwesen, das inzwischen eine richtiggehende Bruchbude ist. Dort lebt die ehemalige Stararchitektin mit ihrem liebevollen Mann Elgie (Billy Crudup), einem IT-Manager bei Microsoft, und ihrer fünfzehnjährigen, sehr, sehr begabten Tochter Bee (Emma Nelson). Sie sind eine wirklich harmonische Familie, die immer auch Raum für Fantasie und etwas, fast schon britische Schrulligkeit hat. Wobei Bernadettes Schrulligkeit auch von ihrer Psyche und den Tabletten kommen kann.

Jetzt wünscht Bee sich eine gemeinsame Reise in die Antarktis. Bernadette ist entsetzt, weil sie dafür ihr sie beschützendes Haus verlassen müsste.

Ab diesem Moment wartet man auf den Beginn der Reise. Oder wenigstens wie Bernadette versucht, diese Reise zu verhindern. Stattdessen reiht Richard Linklater zunehmend redundante Szenen aus dem Leben von Bernadette, Elgie und Bee aneinander. Das ist immer witzig, genau beobachtet und gut gespielt. Vor allem Cate Blanchett kann als Bernadette brillieren.

Aber es ist ein Stillstand, in dem Bernadette sich gut eingerichtet hat. Denn nichts deutet darauf hin, dass sie ihre momentane Lebenssituation verändern möchte. Das augenfälligste Symbol dafür ist das Haus, in dem sie leben. Es ist ein Ruine, ein Schandfleck in dem noblen Viertel. Bernadette unternimmt noch nicht einmal halbherzige Versuche, es zu renovieren. Stattdessen telefoniert sie ständig mit ihrer abwesenden Sekretärin, lässt sich Pakete anliefern und fährt Bee zur Schule. Ihre Vergangenheit als große Hoffnung der Architektur hat sie hinter sich gelassen zugunsten eines privilegierten Lebens in der Provinz (Sorry, Seattle.). Der Grund für diesen Rückzug wird erst spät enthüllt und er überzeugt nicht wirklich. Oder anders gesagt: wenn das der Grund war, ist bei ihrem nächsten Architekturprojekt für einen fremden Auftraggeber die nächste Katastrophe schon vorprogrammiert.

Dieser Stillstand wird erst spät in dem Film überwunden, wenn Bernadette ohne sich von Elgie und Bee zu verabschieden in Richtung Antarktis verschwindet. Elgie und Bee verfolgen sie und auf dieser Reise scheinen sie sich immer nur um Tage und Stunden zu verpassen.

Bernadette“ ist ein Feelgood-Roadmovie, das sich viel zu spät auf die Reise begibt.

Bernadette (Where’d you go, Bernadette, USA 2019)

Regie: Richard Linklater

Drehbuch: Richard Linklater, Holly Gent Palmo, Vincent Palmo

LV: Maria Semple: Where’d you go, Bernadette, 2012 (Wo steckst du, Bernadette?)

mit Cate Blanchett, Kristen Wiig, Billy Crudup, Emma Nelson, Laurence Fishburne, Troian Bellisario, Judy Greer, Steve Zahn

Länge: 111 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

Hinweise

Moviepilot über „Bernadette“

Metacritic über „Bernadette“

Rotten Tomatoes über „Bernadette“

Wikipedia über „Bernadette“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Richard Linklaters „Before Midnight“ (Before Midnight, USA 2013)

Meine Besprechung von Richard Linklaters „Everybody wants some!!“ (Everybody wants some!!, USA 2016)

Richard Linklater in der Kriminalakte


Blu-ray-Kritik: „John Wick: Kapitel 3“ wird jetzt im Wohnzimmer aufgeschlagen

Oktober 14, 2019

Zum Kinostart schrieb ich über den an der Kinokasse sehr erfolgreichen und von der Kritik abgefeierten Actionkracher:

Am Ende von „John Wick: Kapitel 2“ hatte der ehemalige Profikiller John Wick (Keanu Reeves) es sich mit der Hohen Kammer, dem obersten Entscheidungsgremium der streng geheimen, obskuren Regeln folgenden und Killern umfassenden Schutz gebenden Assassinen-Gilde, gründlich verscherzt. Er hatte am falschen Ort ein anderes Mitglied der Profikiller-Gilde getötet. Die Strafe dafür ist ein Ausschluss aus dem Verein. Und als ob das noch nicht genug wäre, setzt die Hohe Kammer ein Kopfgeld von vierzehn Millionen auf ihn aus.

John Wick: Kapitel 3“ beginnt unmittelbar danach. In einem verregneten „Blade Runner“-New York läuft John Wick um sein Leben. In wenigen Minuten, um 18.00 Uhr, ist er excommunicado und damit Freiwild. Ab diesem Moment werden aller Killer und Möchtegernkiller in der Millionenstadt versuchen, ihn zu töten.

Nach dem ersten Kampf, einer epischen, in einer Bibliothek beginnenden Schlacht durch halb Manhattan, geht Wick zum Angriff über. Er will ein Gespräch mit The Elder, einem der wichtigsten und respektiertesten Mitglieder der Hohen Kammer. Er will, dass sein Todesurteil rückgängig gemacht wird.

Sein Reise führt ihn zunächst nach Marokko, wo schon die nächsten Killer auf ihn warten.

Viel mehr Plot benötigen Autor Derek Kolstad und Regisseur Chad Stahelski, von denen auch die ersten beiden „John Wick“-Filme sind, nicht. Der erste Film erzählte noch eine klassische B-Picture-Rachegeschichte, in der John Wicks Rache für seinen toten Hund für einen grotesk-blutigen Gewaltexzess sorgte. In „John Wick: Kapitel 3“ haben sie sich von traditionellen Hollywood-Erzählmustern verabschiedet. Die Geschichte und damit die Logik des Filmplots gehorcht der Dramaturgie von Comicheften, die weitgehend unabhängig voneinander gelesen werden können. Es gibt grandiose Actionszenen, garniert mit kurzen Auftritten bekannter Schauspieler (als überzeugende und erinnerungswürdige Neuzugänge sind Anjelica Huston und Halle Berry dabei), und einem Minimalplot, der die Action immer vor einem Abgleiten in das reine l’art pour l’art abhält. Dabei sind die Charaktere höchst sparsam charakterisiert. Laurence Fishburne heißt nur Bovery King, Anjelica Huston ist The Director (vom der Tarkovsky Ballettschule/Theater), Asia Kate Dillon ist The Adjudicator, Mark Dascados ist Zero, Saïd Taghmaoui ist The Elder, Ian McShane ist immer noch Winston, der Manager des New Yorker Continental Hotel, und Lance Reddick ist immer noch Charon, der überaus diskrete und höfliche Concierge des Continental Hotel.

Allein schon die Namen deuten an, wie viel Spaß die Macher beim Entwerfern ihrer Comicwelt hatten, in der Killer Mitglieder einer quasi-religiösen Gilde sind, deren Regeln befolgen und niemals Ärger mit der Polizei haben. Denn in der Welt von John Wick gibt es keine Polizei.

Und die Action – mit Fäusten, Messern, Schusswaffen, zu Fuß, auf dem Pferd und Motorrad – ist mal wieder grandios mit wenigen Schnitten und viel Stilbewusstsein inszeniert. Sie sind hyper-ästhetisiert, einfallsreich, abwechslungsreich und sie liefern den Fans der ersten beiden „John Wick“-Filme das, was sie und Actionfilmfans lieben: handgemachte Action, die zwar unwahrscheinlich, aber nicht vollkommen unmöglich ist. Sie wurde auch, teils mit der Hilfe von Drähten, durchgehend live vor Kamera ausgeführt.

Neben den Kämpfen in „John Wick: Kapitel 3“ wirkt der Schlusskampf in „Avengers: Endgame“ wie ein schlecht choreographiertes, zu dunkel inszeniertes, mit CGI zugekleistertes laues Lüftchen.

Insgesamt entwickelt „John Wick: Kapitel 3“ konsequent die Stärken der vorherigen beiden „John Wick“-Filme weiter. Stahelski nimmt sich dabei noch mehr Zeit für die Actionszenen. Die stilisierte Neo-Noir-Optik gefällt. Die von Kolstak erfundene Mythologie entwirft eine vergnügliche, aber auch vollkommen abstruse Parallelwelt. Und die Schauspieler sind mit offensichtlichem Vergnügen dabei. Mit 132 Minuten ist „John Wick: Kapitel 3“ der längste Film der Serie.

Vor „John Wick: Kapitel 3“ sagten die Macher zwar, dass sie das „John Wick“-Franchise nicht bis in alle Ewigkeit fortführen würden und deuteten an, dass der dritte „John Wick“-Film auch der letzte sei.

Das Ende von „John Wick: Kapitel 3“ ist allerdings so, dass es unbedingt nach einem vierten „John Wick“-Film verlangt. Inzwischen und nach dem überaus erfolgreichen Kinostart in den USA ist der vierte „John Wick“-Film für den 21. Mai 2021 angekündigt.

 

Letzte Woche veröffentlichte Lionsgate die Meldung, dass sie mit „Ballerina“ ein weibliches „John Wick“-Spinoff produzieren. Über die Handlung ist bis jetzt nur bekannt, dass die Ballerina die Mörder ihrer Familie töten will. Die Regie soll „Underworld“-Regisseur Len Wiseman übernehmen. Mehr ist noch nicht bekannt.

Zum DVD- und Blu-ray-Start von „John Wick: Kapitel 3“ wiederholt sich das für Fans von Bonusmaterial inzwischen allzu vertraute Spiel. Während auf der DVD dieses Mal gerade einmal zwei Featurettes sind, gibt es auf der Blu-ray und allen anderen Ausgaben des Actionkrachers umfangreiches und in diesem Fall sogar interessantes Bonusmaterial.

In neun Featurettes, die insgesamt gut achtzig Minuten lang sind, wird auf einige Hintergründe der Welt von John Wick eingegangen. Im Mittelpunkt stehen die Stunts und wie sie so gemacht wurden, dass die Schauspieler sie machen durften. Es gibt auch Behind-the-Scenes-Aufnahmen vom Dreh und den Vorbereitungen. Hier sind vor allem Regisseur Chad Stahelski, Keanu Reeves und Halle Berry auskunftfreudig. Je nach dem Schwerpunkt des Featurettes sind dann auch andere am Film beteiligte Menschen im Bild. Insgesamt ergeben die Featurettes einen Überblick über den Film von der ersten Idee bis zum Schnitt und gleichzeitig von der ersten bis zur letzten Actionsequenz; – was in diesem Fall auch bedeutet: vom ersten bis zum letzten Bild. In einer Welt, in der DVD-Featurettes zunehmend lieblos präsentierte Zweitverwertung des Werbematerials sind, ist das bei einem neuen Film eine erfreuliche Ausnahme.

John Wick: Kapitel 3 (John Wick: Chapter 3 – Parabellum, USA 2019)

Regie: Chad Stahelski

Drehbuch: Derek Kolstad, Shay Hatten, Chris Collins, Marc Abrams (nach einer Geschichte von Derek Kolstad) (basierend auf von Derek Kolstad erfundenen Charakteren)

mit Keanu Reeves, Halle Berry, Ian McShane, Laurence Fishburne, Mark Dacascos, Asia Kate Dillon, Lance Reddick, Tobias Segal, Anjelica Huston, Saïd Taghmaoui, Jerome Flynn, Randall Duk Kim, Margaret Daly, Robin Lord Taylor, Susan Blommaert

Blu-ray

Concorde Home Entertainment

Bild: 1080p High Definition, 2,40:1 (16:9)

Ton: Deutsch (DTS-HD Master Audio 7.1, Dolby Digital 2.0), Englisch (DTS-HD Master Audio 7.1)

Untertitel: Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte (ausblendbar)

Bonusmaterial: Featurettes (Parabellum: Das Vermächtnis der Hohen Kammer; Excommunicado; Das Ziel vor Augen; Aufsatteln, Mr. Wick!; Motorräder, Klingen, Brücken und Bits; Das Continental in der Wüste; Dog Fu; Das Haus aus Glas; Aufnahme für Aufnahme) Deutscher Kinoteaser; Deutsche und Original-Kinotrailer

Länge: 132 Minuten

FSK: ab 18 Jahre

Der Film ist außerdem erhältlich als DVD, Limited Blu-ray Edition im Steelbook, 4K UHD und 4K UHD Limited Edition im Steelbook.

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „John Wick: Kapitel 3“

Metacritic über „John Wick: Kapitel 3“

Rotten Tomatoes über „John Wick: Kapitel 3“

Wikipedia über „John Wick: Kapitel 3“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Chad Staheskis „John Wick“ (John Wick, USA 2014)

Meine Besprechung von Chad Stahelskis „John Wick: Kapitel 2“ (John Wick: Chapter 2, USA 2017)

Meine Besprechung von Chad Stahelskis „John Wick: Kapitel 3“ (John Wick: Chapter 3 – Parabellum, USA 2019)


Neu im Kino/Filmkritik: „John Wick: Kapitel 3“ wird aufgeschlagen

Mai 23, 2019

Am Ende von „John Wick: Kapitel 2“ hatte der ehemalige Profikiller John Wick (Keanu Reeves) es sich mit der Hohen Kammer, dem obersten Entscheidungsgremium der streng geheimen, obskuren Regeln folgenden und Killern umfassenden Schutz gebenden Assassinen-Gilde, gründlich verscherzt. Er hatte am falschen Ort ein anderes Mitglied der Profikiller-Gilde getötet. Die Strafe dafür ist ein Ausschluss aus dem Verein. Und als ob das noch nicht genug wäre, setzt die Hohe Kammer ein Kopfgeld von vierzehn Millionen auf ihn aus.

John Wick: Kapitel 3“ beginnt unmittelbar danach. In einem verregneten „Blade Runner“-New York läuft John Wick um sein Leben. In wenigen Minuten, um 18.00 Uhr, ist er excommunicado und damit Freiwild. Ab diesem Moment werden aller Killer und Möchtegernkiller in der Millionenstadt versuchen, ihn zu töten.

Nach dem ersten Kampf, einer epischen, in einer Bibliothek beginnenden Schlacht durch halb Manhattan, geht Wick zum Angriff über. Er will ein Gespräch mit The Elder, einem der wichtigsten und respektiertesten Mitglieder der Hohen Kammer. Er will, dass sein Todesurteil rückgängig gemacht wird.

Sein Reise führt ihn zunächst nach Marokko, wo schon die nächsten Killer auf ihn warten.

Viel mehr Plot benötigen Autor Derek Kolstad und Regisseur Chad Stahelski, von denen auch die ersten beiden „John Wick“-Filme sind, nicht. Der erste Film erzählte noch eine klassische B-Picture-Rachegeschichte, in der John Wicks Rache für seinen toten Hund für einen grotesk-blutigen Gewaltexzess sorgte. In „John Wick: Kapitel 3“ haben sie sich von traditionellen Hollywood-Erzählmustern verabschiedet. Die Geschichte und damit die Logik des Filmplots gehorcht der Dramaturgie von Comicheften, die weitgehend unabhängig voneinander gelesen werden können. Es gibt grandiose Actionszenen, garniert mit kurzen Auftritten bekannter Schauspieler (als überzeugende und erinnerungswürdige Neuzugänge sind Anjelica Huston und Halle Berry dabei), und einem Minimalplot, der der Action immer vor einem Abgleiten in das reine l’art pour l’art abhält. Dabei sind die Charaktere höchst sparsam charakterisiert. Laurence Fishburne heißt nur Bovery King, Anjelica Huston ist The Director (vom der Tarkovsky Ballettschule/Theater), Asia Kate Dillon ist The Adjudicator, Mark Dascados ist Zero, Saïd Taghmaoui ist The Elder, Ian McShane ist immer noch Winston, der Manager des New Yorker Continental Hotel, und Lance Reddick ist immer noch Charon, der überaus diskrete und höfliche Concierge des Continental Hotel.

Allein schon die Namen deuten an, wie viel Spaß die Macher beim Entwerfern ihrer Comicwelt hatten, in der Killer Mitglieder einer quasi-religiösen Gilde sind, deren Regeln befolgen und niemals Ärger mit der Polizei haben. Denn in der Welt von John Wick gibt es keine Polizei.

Und die Action – mit Fäusten, Messern, Schusswaffen, zu Fuß, auf dem Pferd und Motorrad – ist mal wieder grandios mit wenigen Schnitten und viel Stilbewusstsein inszeniert. Sie sind hyper-ästhetisiert, einfallsreich, abwechslungsreich und sie liefern den Fans der ersten beiden „John Wick“-Filme das, was sie und Actionfilmfans lieben: handgemachte Action, die zwar unwahrscheinlich, aber nicht vollkommen unmöglich ist. Sie wurde auch, teils mit der Hilfe von Drähten, durchgehend live vor Kamera ausgeführt.

Neben den Kämpfen in „John Wick: Kapitel 3“ wirkt der Schlusskampf in „Avengers: Endgame“ wie ein schlecht choreographiertes, zu dunkel inszeniertes, mit CGI zugekleistertes laues Lüftchen.

Insgesamt entwickelt „John Wick: Kapitel 3“ konsequent die Stärken der vorherigen beiden „John Wick“-Filme weiter. Stahelski nimmt sich dabei noch mehr Zeit für die Actionszenen. Die stilisierte Neo-Noir-Optik gefällt. Die von Kolstak erfundene Mythologie entwirft eine vergnügliche, aber auch vollkommen abstruse Parallelwelt. Und die Schauspieler sind mit offensichtlichem Vergnügen dabei. Mit 132 Minuten ist „John Wick: Kapitel 3“ der längste Film der Serie.

Vor „John Wick: Kapitel 3“ sagten die Macher zwar, dass sie das „John Wick“-Franchise nicht bis in alle Ewigkeit fortführen würden und deuteten an, dass der dritte „John Wick“-Film auch der letzte sei.

Das Ende von „John Wick: Kapitel 3“ ist allerdings so, dass es unbedingt nach einem vierten „John Wick“-Film verlangt. Inzwischen und nach dem überaus erfolgreichen Kinostart in den USA ist der vierte „John Wick“-Film für den 21. Mai 2021 angekündigt.

John Wick: Kapitel 3 (John Wick: Chapter 3 – Parabellum, USA 2019)

Regie: Chad Stahelski

Drehbuch: Derek Kolstad, Shay Hatten, Chris Collins, Marc Abrams (nach einer Geschichte von Derek Kolstad) (basierend auf von Derek Kolstad erfundenen Charakteren)

mit Keanu Reeves, Halle Berry, Ian McShane, Laurence Fishburne, Mark Dacascos, Asia Kate Dillon, Lance Reddick, Tobias Segal, Anjelica Huston, Saïd Taghmaoui, Jerome Flynn, Randall Duk Kim, Margaret Daly, Robin Lord Taylor, Susan Blommaert

Länge: 132 Minuten

FSK: ab 18 Jahre

Hinweise

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Moviepilot über „John Wick: Kapitel 3“

Metacritic über „John Wick: Kapitel 3“

Rotten Tomatoes über „John Wick: Kapitel 3“

Wikipedia über „John Wick: Kapitel 3“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Chad Staheskis „John Wick“ (John Wick, USA 2014)

Meine Besprechung von Chad Stahelskis „John Wick: Kapitel 2“ (John Wick: Chapter 2, USA 2017)


TV-Tipp für den 19. Mai: John Wick: Kapitel 2

Mai 19, 2019

Wenige Tage bevor John Wick wieder im Kino kämpft (Jubelarie zum Filmstart), gibt es heute den zweiten John-Wick-Actionkracher. So als Vorbereitung.

RTL, 23.00

John Wick: Kapitel 2 (John Wick: Chapter 2, USA 2017)

Regie: Chad Stahelski

Drehbuch: Derek Kolstad

Der Kampf geht weiter. Wir erfahren mehr über John Wicks Welt. Es gibt mehr Kämpfe und Tote – und am Ende von „Kapitel 2“ läuft John Wick um sein Leben.

John Wick: Kapitel 3“ schließt am 23. Mai im Kino nahtlos daran an.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Keanu Reeves, Riccardo Scamarcio, Ian McShane, Ruby Rose, Common, Claudia Gerini, Lance Reddick, Laurence Fishburne, John Leguizamo, Bridget Moynahan, Franco Nero, Peter Stormare

Hinweise

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Moviepilot über „John Wick: Kapitel 2“

Metacritic über „John Wick: Kapitel 2“

Rotten Tomatoes über „John Wick: Kapitel 2“

Wikipedia über „John Wick: Kapitel 2“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Chad Staheskis „John Wick“ (John Wick, USA 2014)

Meine Besprechung von Chad Stahelskis „John Wick: Kapitel 2“ (John Wick: Chapter 2, USA 2017)

 

 


Neu im Kino/Filmkritik: Clint Eastwood ist „The Mule“

Januar 31, 2019

Als Schauspieler trat Clint Eastwood seit „Blood Work“ (2002) kaum noch auf. So waren seine Hauptrollen in „Million Dollar Baby“ (2004), „Gran Torino“ (2008) und „Back in the Game“ (Trouble with the Curve, 2012) immer auch sein möglicherweise letzter Leinwandauftritt.

Als Regisseur war er dagegen gut beschäftigt mit einem Arbeitspensum von ungefähr einem Film pro Jahr. Munter zwischen den Genres wechselnd, meistens sehr gelungen und auch an der Kinokasse erfolgreich. Es sind Filme für Erwachsene, die nichts mit Superheldengedöns, epischen Weltraumschlachten und Pennälerhumor anfangen können.

Auch sein neuester Film „The Mule“, wieder mit ihm als Regisseur und Hauptdarsteller, wieder nach einem Drehbuch von „Gran Torino“-Autor Nick Schenk und mit einer beeindruckenden Riege guter Schauspieler – Dianne Wiest als seine Ex-Frau, Andy Garcia als Kartellboss, Bradley Cooper, Laurence Fishburne und Michael Peña als DEA-Ermittler (alle drei mit Eastwood-Erfahrung) – ist vor allem traditionsbewusstes, gewohnt unprätentiöses Hollywood-Erzählkino.

Wie bei Eastwoods vorherigen Filmen ist eine wahre Geschichte die Inspiration für den Film. Während er in „J. Edgar“, „Jersey Boys“, „American Sniper“, „Sully“ und „The 15:17 to Paris“ nah an der Wirklichkeit bleibt, nimmt er in „The Mule“ die wahre Geschichte als eine Inspiration für seine Fabel

Die Inspiration für „The Mule“ ist die Geschichte von Leo Sharp. Der 1924 geborene, nicht vorbestrafte Weltkrieg-II-Veteran, Urgroßvater und anerkannte Züchter von Taglilien wurde zu dem ältesten und erfolgreichsten Drogenkurier des Sinaloa-Kartells. Tata, Großvater, war sein Spitzname im Kartell. Spätestens ab 2000 fuhr er Drogen durch die USA. Im Februar 2010 waren es, nach den Notizen des Kartells, 246 Kilo, im März 250 Kilo, im April wieder 250 Kilo und in den folgenden Monaten jeweils 200 Kilo. Pro befördertes Kilo soll er tausend Dollar erhalten haben. Am 21. Oktober 2011 wurde er während einer Drogentour verhaftet.

Nach seiner Verhaftung stieg in Detroit der Straßenpreis für das Kilo Kokain von 30.000 Dollar auf 43.000 Dollar.

Sharp wurde zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt. Die mögliche Höchststrafe wären zwanzig Jahre gewesen. Aber Sharp war damals schon ein alter Mann, dessen Gesundheit sich rapide verschlechterte. Deshalb verbüßte er nur ein Jahr in Haft. Er starb am 12. Dezember 2016.

Der Film verlegt jetzt die Geschichte in die Gegenwart, verändert Namen und Hintergrundgeschichten und auch viele weitere, mehr oder weniger wichtige Details. Vieles, zum Beispiel, wann, wie und warum Sharp Drogenkurier wurde (Gier ist das wahrscheinlichste Motiv), wie das Verhältnis zu seiner Familie war und was er während seiner Fahrten durch die USA erlebte, ist unklar.

Earl Stone, wie Leo Sharp im Film heißt, ist ein netter, allseits beliebter Taglilien-Züchter. Mit seiner Ex-Frau und seiner Tochter ist er zerstritten. Seine Enkeltochter mag ihn. Aber auch sie sieht ihn fast nie. Denn Stone ist ein Meister darin, alle für die Familie wichtigen Termine zu vergessen.

Als er zufällig bei der Hochzeitsfeier seiner Tochter auftaucht, macht ihm einer der Gäste ein Angebot, das er nicht ablehnen will. Er soll einfach Dinge von einem Ort zu einem anderen Ort fahren und er wird dafür bezahlt. Dass die netten Mexikaner in der Autowerkstatt schwer bewaffnet sind und dass die Bezahlmodalität – das Geld wird in einem Umschlag in das Auto gelegt – seltsam ist, stört ihn nicht. Es ist viel Geld, das Stone für ein neues Auto, Luxusgegenstände, Frauen und für seine Freunde ausgibt. Seltsamerweise fragt sich niemand, woher Stones plötzlicher Reichtum kommt. Während Stone mit jeder Fahrt mehr Drogen transportiert, mehr Geld erhält und sich mit den Verbrechern befreundet, ermitteln zwei DEA-Agenten gegen ihn.

Clint Eastwood erzählt diese Geschichte als wunderschön entspanntes Schauspielerkino und garniert es mit leinwandfüllenden Bildern des US-amerikanischen Hinterlandes.

Bei Stones Drogenfahrten durch die USA entsteht so auch ein kleines, sehr harmonisches Bild der USA, das keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat oder etwas erklären oder eine These belegen will. Es sind nur Reisebeobachtungen und Erlebnisse mit einem ebenso knorrigem, wie gewitztem Protagonisten. Denn selbstverständlich begegnet er bei seinen Fahrten auch Polizisten.

The Mule“ ist kein welterschütterndes Drama, sondern nur eine kleine Geschichte, erzählt im Rhythmus eines Talking-Blues oder eines Folksongs, in dem Beobachtungen und Reiseerlebnisse locker aneinandergereiht werden, während der Sänger auch mal eine Strophe vergisst, austauscht oder ausbaut. Dabei erzählt der Erzähler die Legende über einen Fahrer, der mehr Drogen befördert, als alle anderen Fahrer. Mit der Realität hat das dann wenig zu tun. Und aus der Realität hätte man auch einen ganz anderen Film machen können.

Schauspielerisch übernimmt Clint Eastwood in Earl Stones Gestik und Mimik viel, sehr viel von seinem „Gran Torino“-Charakter Walt Kowalski. Nur sein Gang ist unsicherer. Stone ist, wie Kowalski, ein Sturkopf, der sich nichts sagen lässt und sich mit seiner gesamten Familie zerstritten hat. Er ist ein Einzelgänger, der auf den langen Fahrten durch die USA das allein sein genießt. Allerdings hat er kein Gewissen. Er denkt nicht einmal über seine Taten nach.

Auch der Film ignoriert die Frage, was die von Earl Stone beförderten Drogen bei ihren Konsumenten, ihren Familien und in den Städten anrichten.

The Mule“ erzählt nur die erstaunliche Geschichte über einen alten Mann, der etwas tut, was niemand von ihm erwartet hätte.

The Mule (The Mule, USA 2018)

Regie: Clint Eastwood

Drehbuch: Nick Schenk

LV: Sam Dolnick: The Sinaloa Cartel’s 90-Year-Old Drug Mule (The New York Times Magazine, 2014)

mit Clint Eastwood, Bradley Cooper, Laurence Fishburne, Michael Peña, Dianne Wiest, Andy Garcia, Alison Eastwood, Taissa Farmiga, Ignacio Serricchio, Loren Dean, Eugene Cordero

Länge: 117 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „The Mule“

Metacritic über „The Mule“

Rotten Tomatoes über „The Mule“

Wikipedia über „The Mule“ (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood prüft den Wahrheitsgehalt der Moritat

Meine Besprechung von Pierre-Henri Verlhacs (Herausgeber) „Clint Eastwood – Bilder eines Lebens“ (2008)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „Hereafter – Das Leben danach“ (Hereafter, USA 2010)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods “Jersey Boys” (Jersey Boys, USA 2014)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods “American Sniper” (American Sniper, USA 2014)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „Sully“ (Sully, USA 2016)

Clint Eastwood in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 29. Januar: Das Ende – Assault on Precinct 13

Januar 28, 2019

Tele 5, 20.15

Das Ende – Assault on Precinct 13 (Assault on Precinct 13, USA/Frankreich 2005)

Regie: Jean-François Richet

Drehbuch: James DeMonaco (nach dem Drehbuch von John Carpenter)

Jahreswende in Detroit: In einem abgelegenem Polizeirevier, das demnächst aufgelöst werden soll, muss wegen eines Schneesturms über die Nacht ein berüchtigter Gangster untergebracht werden. Einige korrupte Polizisten, die verhindern wollen, dass der Gangster redet, wollen ihn umbringen. Sie belagern das Revier. Der Revierleiter nimmt den Kampf auf – und muss dabei auch dem Gefangenen vertrauen.

Fetziges Remake von John Carpenters gleichnamigem Film; wobei John Carpenter die Story auch geklaut hat (und nie ein Geheimnis daraus gemacht hat).

Drehbuchautor James DeMonaco schrieb und inszenierte anschließend die „The Purge“-Filme.

Jean-François Richet inszenierte das aus zwei Kinofilmen bestehende Biopic „Public Enemy No. 1″ über den Verbrecher Jacques Mesrine.

mit Ethan Hawke, Laurence Fishburne, Gabriel Byrne, Maria Bello, John Leguizamo, Brian Dennehy, Kim Coates, Hugh Dillon

Wiederholung: Mittwoch, 30. Januar, 02.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Metacritic über „Das Ende – Assault on Precinct 13“

Rotten Tomatoes über „Das Ende – Assault on Precinct 13“

Wikipedia über „Das Ende – Assault on Precinct 13“ (deutsch, englisch


TV-Tipp für den 27. Dezember: Rumble Fish

Dezember 27, 2018

Arte, 22.25

Rumble Fish (Rumble Fish, USA 1983)

Regie: Francis Ford Coppola

Drehbuch: S. E. Hinton, Francis Ford Coppola

LV: S. E. Hinton: Rumble Fish, 1975 (Kampffische – In den Slums einer amerikanischen Großstadt)

Der Halbstarke Rusty James bewundert seinen älteren Bruder, den vor Jahren spurlos verschwundenen, legendären Motorcycle Boy. Eines Tages kehrt er zurück.

Grandioses, experimentelles Jugenddrama. Coppola nannte seinen Film einen „Kunstfilm für Kinder“.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Matt Dillon, Mickey Rourke, Diane Lane, Dennis Hopper, Diana Scarwid, Vincent Spano, Nicolas Cage, Christopher Penn, Laurence Fishburne, William Smith, Tom Waits, Domino (eigentlich Sofia Coppola), S. E. Hinton

auch bekannt als „Rumblefish“ (auch diese Schreibweise wird benutzt)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Rumble Fish“

Metacritic über „Rumble Fish“

Turner Classic Movies über „Rumble Fish“

Wikipedia über „Rumble Fish“ (deutsch, englisch)

Homepage von S. E. Hinton

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas “Apocalypse Now” (Apocalypse Now, USA 1979 – die “Full Disclosure”-Blu-ray)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas „Rumble Fish“ (Rumble Fish, USA 1983)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas „Twixt – Virginias Geheimnis“ (Twixt, USA 2011)

Francis Ford Coppola in der Kriminalakte