Neu im Kino/Filmkritik: Wenn die „Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss“ sind, gibt es Chaos

Juli 1, 2022

Sieben Jahre nach ihrem ersten Solofilm „Minions“ und zwölf Jahre nach ihrem ersten Kinoauftritt in „Ich – einfach unverbesserlich“ (Despicable me) sind die Minions mit „Auf der Suche nach dem Mini-Boss“ zurück im Kino. Dieses Mal spielt der Film in den Siebzigern. Die Minions, kleine tollpatschige gutmütige gelbe Wesen, leben bei dem fast zwölfjährigem Gru. Sein größter Wunsch, Lebenstraum und Berufsziel ist es, ein gefürchteter Superschurke zu werden. Als bei den „Fiesen 6“ ein Platz frei wird, will er ein Mitglied der von ihm bewunderten Verbrecherbande werden.

Der Platz wurde frei, weil die Bande ihren Anführer Wilder Knöchelknacker tötete. Er hatte unmittelbar davor den wertvollen Zodiac-Stein gefunden und befand sich in einer hilflosen Lage. Soviel zu Vertrauen unter Ganoven. Dieser mit magischen Kräften ausgetattete Stein wird später im Film wichtig. Mehr oder weniger.

Gru soll für ein Vorstellungsgespräch zum Hauptquartier der Fiesen 6 kommen. Allein.

Aber die Minions folgen ihm heimlich. Um ihn zu unterstützen. Gleichzeitig sorgen sie für eine ordentliche Menge Chaos.

Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss“ erreicht niemals die Qualität von „Minions“, das rückblickend ein vergnügliches Abenteuer mit Action, Slaptstick und Gags ist. Natürlich gibt es dieses Mal wieder einige Gags und Slapstick. Kindern gefällt das fröhliche Scheitern der Minions und der anderen Verbrecher. Für die Älteren gibt es auch einige popkulturelle Anspielungen.

Die Story selbst ist eine vernachlässigbar-lieblose Ansammlung bekannter Standardsituationen. Schnell wird die Suche nach dem Mini-Boss zu einer Abfolge von Episoden. Etliche, z. B. wenn die Minions vollkommen ahnungslos ein Passagierflugzeug fliegen (köstlich!) oder sie eine Kung-Fu-Lehrstunde erhalten (weniger köstlich), bringen die Handlung nicht voran. Andere Episoden haben, egal wie sie enden, keinerlei Auswirkung auf die Geschichte und ihr Ende. Dazwischen sorgen die Minions mit ihren Aktionen immer wieder für Chaos, das sich in Wohlgefallen auflöst.

So ist der zweite „Minions“-Film ein egaler Animationsfilm mit einigen wenigen Lachern und viel Leerlauf. Trotz seiner kurzen Laufzeit von knapp neunzig Minuten.

Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss (Minions: The Rise of Gru, USA 2022)

Regie: Kyle Balda, Brad Ableson (Co-Regie), Jonathan del Val (Co-Regie)

Drehbuch: Matthew Fogel (nach einer Geschichte von Brian Lynch und Matthew Vogel)

mit (im Original den Stimmen von) Steve Carell, Alan Arkin, Taraji P. Henson, Jean-Claude van Damme, Lucy Lawless, Michelle Yeoh, Danny Trejo, Dolph Lundgren, RZA, Julie Andrews, Russell Brand, Steve Coogan, Will Arnett

(in der deutschen Fassung den Stimmen von) Oliver Rohrbeck, Thomas Gottschalk, Dela Dabulamanzi, Bastian Baker, Oliver Stritzel

Länge: 88 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss“

Metacritic über „Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss“

Rotten Tomatoes über „Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss“

Wikipedia über „Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss“ (deutsch, englisch)


Neu im Kino/Filmkritik: Er ist da: “Der beste Film aller Zeiten”

Juli 1, 2022

Humberto Suárez ist ein stinkreicher, immer noch agiler, aber schon älterer Unternehmer, der jetzt endlich etwas möchte, an das sich die Nachwelt erinnert. Sein Sekretär schlägt ihm eine Brücke mit seinem Namen vor. Für Suárez ist das zu gewöhnlich. Eine Brücke mit seinem Namen kann sich jeder Unternehmer leisten. Er aber will sein Geld für etwas ausgeben, das ungewöhnlich ist und an das die Menschen sich noch nach seinem Tod erinnern. Zum Beispiel einen Film. Allerdings nicht irgendeinen Film, sondern “der beste Film aller Zeiten”. Sein Sekretär soll ihm dafür die beste Regisseurin und die besten Schauspieler besorgen. Die werden dann, so denkt er sich, aus einem Bestseller den besten Film aller Zeiten herstellen. Aus den besten Zutaten kann ja nur das Beste entstehen.

Die Wahl fällt auf Lola Cuevas (Penélope Cruz) und die Schauspieler Félix Rivero (Antonio Banderas) und Iván Torres (Oscar Martinez). Cuevas ist eine rundum exzentrische Avantgarde-Regisseurin mit seltsamen Arbeitsmethoden. Die Kritiker lieben ihre Filme. Rivero ist ein Star, der vor allem in banalen Hollywood-Vehikeln glänzt. Torres ist ein Theaterschauspieler, der um sein Spiel eine ganze Theorie aufgebaut hat. Ihr Spiel und auch ihre Ansprüche an ihre Spiel sind vollkommen verschieden. Aber beide sind von sich überzeugte Gockel, die sich für intelligenter halten als sie sind.

Vor dem Dreh möchte Cuevas mit ihren beiden Stars proben. In einer riesigen, einsam gelegenen modernistischen Villa treffen die Egos aufeinander.

Cuevas bestimmt als Regisseurin zwar die Spielregeln und die immer absurderen Prüfungen, die sie Rivero und Torres auferlegt. Aber es ist immer etwas unklar, ob Cuevas dabei wirklich ein künstlerisches Konzept verfolgt, das zwar mindestens etwas Gaga ist, aber ein Konzept wäre, oder ob sie die beiden Gockel und ihre Eitelkeiten einfach nur zu ihrem (und unserem) Vergnügen demaskieren möchte. In jedem Fall, auch weil Penélope Cruz, Antonio Banderas und Oscar Martinez sich mit Verve in ihre Rollen stürzen, ist „Der beste Film aller Zeiten“ ein Vergnügen.

Leider findet das Vergnügen in einem etwas luftleeren Raum statt. Denn die Regisseure Gastón Duprat und Mariano Cohn beziehen sich primär auf Ideen und Konzepte aus den sechziger und siebziger Jahren.

Am Ende vom ‚besten Film aller Zeiten‘ wissen wir nicht, ob wir den ‚besten Film aller Zeiten‘ gesehen haben, weil wir ja nur die aus dem Ruder gelaufenen Proben für den ‚besten Film aller Zeiten‘ gesehen haben.

Der beste Film aller Zeiten (Competencia oficial, Spanien/Argentinien 2021)

Regie: Gastón Duprat, Mariano Cohn

Drehbuch: Andres Duprat, Gastón Duprat (Co-Autor), Mariano Cohn (Co-Autor)

mit Penélope Cruz, Antonio Banderas, Oscar Martinez, Jose Luis Gómez, Manolo Solo, Nagore Aramburu, Irene Escolar

Länge: 115 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über “Der beste Film aller Zeiten”

Metacritic über “Der beste Film aller Zeiten”

Rotten Tomatoes über “Der beste Film aller Zeiten”

Wikipedia über “Der beste Film aller Zeiten” (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 1. Juli: Die Stille nach dem Schuss

Juni 30, 2022

One, 21.45

Die Stille nach dem Schuss (Deutschland 2000)

Regie: Volker Schlöndorff

Drehbuch: Wolfgang Kohlhaase, Volker Schlöndorff

Eine in der BRD gesuchte RAF-Terroristen taucht in den Siebzigern in der DDR unter. Dort beginnt sie, mit einem neuen Namen, ein neues Leben als Arbeiterin.

Von wahren Ereignissen inspiriertes Drama

mit Bibiana Beglau, Martin Wuttke, Nadja Uhl, Harald Schrott, Alexander Beyer

Hinweise

Filmportal über „Die Stille nach dem Schuss“

Moviepilot über „Die Stille nach dem Schuss“

Rotten Tomatoes über „Die Stille nach dem Schuss“

Wikipedia über „Die Stille nach dem Schuss“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Volker Schlöndorffs „Rückkehr nach Montauk“ (Deutschland 2017)


Neu im Kino/Filmkritik: Ein Film „Wie im echten Leben“

Juni 30, 2022

Ein bisschen unbeholfen ist Marianne Winckler schon als sie sich zunächst auf eine Stelle bewirbt und später als Putzfrau arbeitet. Sie hat nämlich keine Ahnung, was sie beim Jobcenter beantragen soll, welche Stellen für sie in Frage kommen und wie eine Bewerbung geschrieben wird. Sie erklärt ihre Ahnungslosigkeit damit, dass sie seit Ewigkeiten nicht arbeitete, vor kurzem von ihrem Mann verlassen wurde und jetzt in einer neuen Stadt anfangen will.

Das ist noch nicht einmal die halbe Wahrheit. Denn Marianne ist eine Schriftstellerin, die jetzt über das Leben des Prekariats schreiben will. Nicht besserwisserisch von oben herab, sondern im Rahmen einer investigativen Recherche unter falscher Identität. Günter Wallraff wurde mit solchen Mißstände aufdeckende Reportagen bekannt. Legendär sind seine Undercover-Recherche bei der Bild-Zeitung (in den Siebzigern) und als türkischer Gastarbeiter, der in verschiedenen Firmen schlecht bezahlte Jobs annahm (in den Achtziger).

Mit Marianne tauchen wir in das anstrengende Leben der Putzfrauen in der nordfranzösischen Hafenstadt Caen ein.

Emmanuel Carrères Film basiert auf dem Bestseller „Putze: Mein Leben im Dreck“ von Florence Aubenas. Die bekannte Journalistin Aubenas schrieb im Rahmen einer Undercover-Recherche über ihre Erfahrungen als Frau, die in Caens ohne eine Ausbildung eine Arbeit sucht. Sie bekommt nur schlecht bezahlte Jobs als Putzfrau angeboten. Das 2010 erschienene Buch ist ein schonungsloser Einblick in das Leben des Prekariats. Für den Film wurde eine sich nah an den Reportagen bewegende Geschichte erfunden, die letztendlich in der Gegenwart spielt. Damit ist „Wie im echten Leben“, ohne es explizit zu sagen, auch eine Abrechnung mit Emmanuel Macron und seiner Politik, die immer wieder auf heftigen Protest, zum Beispiel von den Gelbwesten, stieß. Denn die Putzfrauen in Carrères Drama sind viel zu sehr damit beschäftigt, genug Geld für sich und ihre Familien zu verdienen, sich gegenseitig zu helfen und auch manchmal einige Stunden gemeinsamen Glücks zu erleben.

Treibende Kraft hinter dem Film war Juliette Binoche, die auch die Hauptrolle übernahm. Sie sprach immer wieder Aubenas auf eine Verfilmung an. Irgendwann gab Aubenas ihre Zustimmung für eine Verfilmung, wenn Emmanuel Carrère das Drehbuch schrieb. Er war Filmkritiker, ist Buch- und Drehbuchautor (unter anderem mehrere Fred-Vargas-Verfilmungen) und Regisseur von einem Dokumentar- und einem Spielfilm. Carrère übernahm dann auch die Regie.

Sein Film ist typisches französisches Starkino mit sozialem Gewissen, das über Mißstände aufklärt und ein breites Publikum erreichen will. So sollen wir glauben, dass Frankreichs schönste Frau eine Putzfrau ist; – auch wenn sie eine Schriftstellerin ist, die eine Putzfrau spielt. Die anderen Rollen werden von Laien gespielt, die sich selbst spielen. Das verleiht dem Spielfilm eine starke dokumentarische Note.

Carrère erzählt das mit einem Blick auf die soziale Situation der porträtierten Frauen. Er verleiht ihnen eine Stimme und zeigt Probleme innerhalb der französischen Gesellschaft auf. Diese Probleme gibt es so ähnlich auch in anderen Industriegesellschaften.

Als Starkino – wie gesagt: Juliette Binoche spielt die Hauptrolle – macht der Film auch Konzessionen an den Publikumsgeschmack. Alles ist sehr gefällig erzählt. „Wie im echten Leben“ ist nie – und will es auch nie sein – ein Arthaus-Film oder radikales politisch-aufklärerisches und anklagendes Politkino, wie wir es von Ken Loach kennen. Carrères Film ist eher eine Geschichte über Freundschaft, Solidarität und Verrat. Denn natürlich erfahren Mariannes neue Kolleginnen und Arbeitsfreundinnen, die ihr bedingungslos vertrauen, irgendwann, dass sie keine mittellose geschiedene Frau, sondern eine erfolgreiche Schriftstellerin ist und zu einer ganz anderen gesellschaftlichen Klasse gehört.

In diesem Rahmen ist „Wie im echten Leben“ ein sehr gelungenes Drama, das Diskussionen anstoßen kann.

Wie im echten Leben (Ouistreham, Frankreich 2021)

Regie: Emmanuel Carrère

Drehbuch: Emmanuel Carrère, Hélène Devynck

LV: Florence Aubenas: Le Quai d’Quistreham, 2010 (Putze: Mein Leben im Dreck)

mit Juliette Binoche, Hélène Lambert, Léa Carne, Emily Madeleine, Patricia Prieur, Evelyne Porée, Didier Pupin

Länge: 107 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

AlloCiné über „Wie im echten Leben“

Moviepilot über „Wie im echten Leben“

Rotten Tomatoes über „Wie im echten Leben“

Wikipedia über „Wie im echten Leben“


TV-Tipp für den 30. Juni: Viva Zapata!

Juni 29, 2022

Servus TV, 22.10

Viva Zapata! (Viva Zapata!, USA 1952)

Regie: Elia Kazan

Drehbuch: John Steinbeck

Biopic über den von Marlon Brando (in seiner dritten Filmrolle) gespielten Revolutionär Emiliano Zapata (1879 – 1919), das mit seiner ersten politischen Mission beginnt.

„‚Viva Zapata!‘ ist ein Unterhaltungsfilm auf höchster Ebene, von Kazan spannend inszeniert, der Handlung und Szenen erstaunlich wirklichkeitsnahe gestaltete und den Schauspielern alle Freiheiten ließ. (…) Brandos Zapata ist eine symbolische Figur, eine Art Jedermann der mexikanischen Revolution, ein Titan, der sich, dem Ruf des Schicksals gehorchend, aus den Rängen der Masse erhoben hat. In diesem Sinn ist ‚viva Zapata!‘ ein kraftvoller und wirklich bewegender Film.“ (Tony Thomas: Marlon Brando und seine Filme, 1980)

Der echte Zapata war wohl nicht so edel wie der Film-Zapata.

mit Marlon Brando, Anthony Quinn, Jean Peters, Joseph Wiseman

Wiederholung: Freitag, 1. Juli, 03.05 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Viva Zapata!“

Wikipedia über „Viva Zapata!“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 29. Juni: 25 km/h

Juni 28, 2022

Mit dem 9-Euro-Ticket durch Deutschland rasen, oder tuckern mit

Sat.1, 20.15

25 km/h (Deutschland 2018)

Regie: Markus Goller

Drehbuch: Oliver Ziegenbalg

Nach fast dreißig Jahren, auf der Beerdigung ihres Vaters, sehen sich die Brüder Georg (Bjarne Mädel) und Christian (Lars Eidinger) wieder. Im Vollrausch beschließen sie, endlich ihren Jugendtraum in die Tat umzusetzen: eine Fahrt auf dem Moped vom Schwarzwald an die Ostsee. Born to be wild!!!

Schön verspieltes, erfrischend undeutsches Roadmovie, das auch viel über Deutschland und die Sorgen und Nöte der Mittvierziger verrät.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Lars Eidinger, Bjarne Mädel, Sandra Hüller, Franka Potente, Alexandra Maria Lara, Jella Haase, Jördis Triebel, Wotan Wilke Möhring

Wiederholung: Donnerstag, 30. Juni, 01.05 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Facebook-Seite zum Film

Filmportal über „25 km/h“

Moviepilot über „25 km/h“

Wikipedia über „25 km/h“

Meine Besprechung von Markus Gollers „25 km/h“ (Deutschland 2018)


TV-Tipp für den 28. Juni: Selma

Juni 27, 2022

Hessen, 00.15

Selma (Selma, USA/Großbritannien 2014)

Regie: Ava DuVernay

Drehbuch: Paul Webb

Mit friedlichen Protestmärschen will Dr. Martin Luther King 1965 in Selma, Alabama, für das allgemeine Wahlrecht kämpfen. Denn dort ist die Diskriminierung der Afroamerikaner besonders deutlich. Und dort eskaliert die Situation in auch von King ungeahnter Weise. Ein Diakon wird von Weißen erschlagen. Auf der Edmund Pettus Bridge werden die friedlich Demonstrierenden mit Tränengas und nackter Gewalt zurückgedrängt. Die Bilder wurden im Fernsehen ausgestrahlt. An dem Abend schlagen Klu-Klux-Klan-Mitglieder drei weiße Geistliche zusammen. Einer stirbt an den Verletzungen.

Der dritte Versuch, friedlich von Selma nach Montgomery, der Hauptstadt von Alabama, zu marschieren wird dann zwischen dem 21. und 25. März 1965 zu einem Triumphzug für die Bürgerrechtsbewegung.

Das grandiose und wichtige Drama/Biopic „Selma“ setzt King und seinen Mitkämpfern ein würdiges Denkmal. DuVernays Film wurde von der Kritik abgefeiert und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung

mit David Oyelowo, Tom Wilkinson, Tim Roth, Cuba Gooding Jr., Alessandro Nivola, Carmen Ejogo, Lorraine Toussaint, Ophrah Winfrey, Tessa Thompson, Giovanni Ribisi, Common, Dylan Baker, Wendell Pierce, Stan Houston

Hinweise

Moviepilot über „Selma“

Metacritic über „Selma“

Rotten Tomatoes über „Selma“

Wikipedia über „Selma“ (deutsch, englisch) und Martin Luther King (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Ava DuVernays „Selma“ (Selma, USA/Großbritannien 2014 – mit etlichen YouTube-Clips) und der DVD


TV-Tipp für den 27. Juni: Knives out – Mord ist Familiensache

Juni 26, 2022

ARD, 20.15

Knives out – Mord ist Familiensache (Knives out, USA 2019)

Regie: Rian Johnson

Drehbuch: Rian Johnson

Privatdetektiv Benoit Blanc soll herausfinden, wer den vermögenden Krimiautor Harlan Thrombey an seinem 85. Geburtstag ermordete. Blanc vermutet, dass der Mörder ein Familienmitglied ist.

TV-Premiere. Gelungenes, sehr unterhaltsames, witziges und stilbewusstes Update des klassischen Rätselkrimis.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

Inzwischen ist der zweite Benoit-Blanc-Fall, „Glass Onion: A Knives Out Mystery“, abgedreht. Wieder inszeniert von Rian Johnson, wieder mit Daniel Craig als Benoit Blanc, wieder mit einigen bekannten Schauspielern als Verdächtige. Ob und wie lange Netflix den Film im Kino zeigt, ist unklar.

mit Daniel Craig, Chris Evans, Jamie Lee Curtis, Toni Collette, Don Johnson, Michael Shannon, Ana de Armas, Katherine Langford, LaKeith Stanfield, Jaeden Martell, Christopher Plummer, Riki Lindhome, Edi Patterson, Frank Oz, K Callan, Noah Segan, M. Emmet Walsh

Wiederholung: Dienstag, 28. Juni, 02.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „Knives out“

Metacritic über „Knives out“

Rotten Tomatoes über „Knives out“

Wikipedia über „Knives out“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Rian Johnsons „Looper“ (Looper, USA 2012 – mit weiteren Bildern, Links und einem 35-minütigem Interview mit Rian Johnson und Joseph Gordon-Levitt) und der DVD

Meine Besprechung von Rian Johnsons „Star Wars: Die letzten Jedi“ (Star Wars: The last Jedi, USA 2017) und des Filmromans

Meine Besprechung von Rian Johnsons „Knives out – Mord ist Familiensache“ (Knives out, USA 2019)


TV-Tipp für den 26. Juni: Downsizing

Juni 25, 2022

Sat.1, 20.15

Downsizing (Downsizing, USA 2017)

Regie: Alexander Payne

Drehbuch: Alexander Payne, Jim Taylor

Forscher haben das Mittel gefunden, um die Klimakatastrophe abzuwenden: sie verkleinern einfach die Menschen. Denn so ein zwölf Zentimeter großer Mensch verbraucht fast keine Idee mehr. Der von seinem Leben gefrustete Paul lässt sich verkleinern. Seine Frau macht in letzter Sekunde einen Rückzieher und Paul muss die Miniwelt allein erkunden und neue Freunde finden.

Vor dem Hintergrund der äußerst detailliert ausgemalten Welt der Winzlinge erzählt Alexander Payne eine liebevoll erzählte Liebesgeschichte voller liebenswerter Menschen. Ein herzerwärmender Film.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Matt Damon, Kristen Wiig, Christoph Waltz, Hong Chau, Udo Kier, Jason Sudeikis, Neil Patrick Harris, Rolf Lassgård, Ingjerd Egeberg, Laura Dern

Wiederholung: Montag, 27. Juni, 01.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „Downsizing“

Metacritic über „Downsizing“

Rotten Tomatoes über „Downsizing“

Wikipedia über „Downsizing“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Alexander Paynes „The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten“ (The Descendants, USA 2011)

Meine Besprechung von Alexander Paynes „Nebraska (Nebraska, USA 2013)

Meine Besprechung von Alexander Paynes „Downsizing“ (Downsizing, USA 2017)

Alexander Payne in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 25. Juni: The American

Juni 24, 2022

Servus TV, 20.15

The American (The American, USA 2010)

Regie Anton Corbijn

Drehbuch: Rowan Joffe

LV: Martin Booth: A very private Gentleman, 1991 (The American)

Nach einem missglückten Auftrag will ein Killer will aussteigen. Er zieht sich in die Abruzzen zurück und bereitet seinen letzten Auftrag vor.

Minimalistische Thriller, der weniger wegen der Story und mehr wegen der Bilder sehenswert ist. Immerhin kommt Corbijn von der Fotografie.

mit George Clooney, Violante Placido, Johan Leysen, Thekla Reuten, Paolo Bonacelli

Wiederholung: Sonntag, 26. Juni, 00.35 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „The American“

Wikipedia über „The American“ (deutsch, englisch)

Guardian: Nachruf auf Martin Booth

Meine Besprechung von Anton Corbijns John-le-Carré-Verfilmung „A most wanted man“ (A most wanted man, Deutschland/Großbritannien 2014) (DVD-Kritik)

Meine Besprechung von Anton Corbiijns „Life“ (Life, Kanada/Deutschland/Österreich 2015)


Neu im Kino/Filmkritik: „Elvis“ Presley, sein Leben erzählt von Colonel Tom Parker. Mehr oder weniger

Juni 24, 2022

Fans von Elvis Presley kommen in Baz Luhrmanns Biopic „Elvis“ auf ihre Kosten. Es gibt viel Elvis Presley, viel Musik und, bei seinen Liveauftritten, eine schweißtreibende animalische Entfesselung, die uns Spätgeborenen zeigt, warum in den Fünfzigern Eltern ihre Kinder vor diesem Mann beschützen wollten; – auch wenn Luhrmann hier wahrscheinlich schamlos übertreibt. Auch die Besetzung ist nicht ohne. Austin Butler (Tex Watson in „Once upon a time…in Hollywood“) spielt Elvis Presley. Tom Hanks spielt Colonel Tom Parker, den äußerst geschäftstüchtigen und skrupellosen Manager von Elvis Presley. Bevor er Presleys Entdecker, Förderer und Manager wurde, war er Schausteller auf Jahrmärkten. Mit Wanderzirkussen tingelte er durch die US-Provinz. Von Musik hatte er keine Ahnung. Von einem guten Geschäft schon und das sah er in Presley. Er ist der unzuverlässige Erzähler von Luhrmanns Biopic und damit ist von der ersten Minute an klar, dass im Zweifel eine gute Geschichte über die Fakten triumphiert. Soweit sie überhaupt bekannt sind.

Der Anfang und, ungefähr die erste Stunde des gut dreistündigen Films, ist furios. Danach scheint alle kreative Energie aufgebraucht zu sein. Damit ähnelt „Elvis“ dem Leben von Elvis Presley. Er wird am 8. Januar 1935 in East Tupelo, Mississippi, als Sohn eines Landarbeiters geboren. 1953 nimmt er seinen ersten Song für Sun Records auf. Schnell begeistert er die Massen und wird zum „King of Rock ’n’ Roll“. Er macht Blues, Gospel und Soul, also Schwarze Musik, mit einer Prise Country, für den weißen Musikhörer goutierbar.

Sein Manager, Colonel Tom Parker, ein, wie gesagt, äußerst halbseidener Charakter, sorgt dafür, dass sie viel Geld verdienen. Da sind Presleys Monate als Soldat von 1958 bis 1960 in Deutschland nur eine kurze Unterbrechung von den Live-Auftritten, die mit Schallplatten überbrückt werden.

Danach tritt Presley in über dreißig Hollywood-Filmen auf, die bis auf Don Siegels „Flammender Stern“ (Flaming Star), vergessenswerte Fließband-Musicals sind. Ab 1969 gastiert er in Las Vegas. Aus finanzieller Sicht ist das eine ertragreiche Zeit. Künstlerisch nicht.

Am 16. August 1977 stirbt er in seiner Villa Graceland in Memphis, Tennessee.

Luhrmann („Moulin Rouge“, „Der große Gatsby“) erzählt Presleys Leben chronologisch nach. Das ist bis zu seinem Aufenthalt in Deutschland als Soldat atemberaubend dicht erzählt. Wenig subtil, aber mitreisend, erzählt Luhrmann von Presleys Faszination für die Schwarze Musik. Zuerst hört er als Kind in einer Spelunke, die nur von Schwarzen besucht wird, den Blues. Dann hört er auf der gegenüberliegenden Straßenseite in einem Gottesdienst den Gospel und er ist…, nach den Filmbildern, ekstatisch besessen. Luhrmann springt in der Zeit hin und her, verdichtet und arbeitet auch mit Texteinblendungen. Das ist überbordend, maßlos und gerade deshalb mitreißend und voller Energie.

Danach handelt Luhrmann die weiteren Stationen und Jahre in Presleys Leben in gepflegter Biopic-Manier ab. Zunehmend redundant folgt ein Auftritt auf das nächste Gespräch, in dem Presley wieder sagt, er möchte eine Welttournee machen, ehe er wieder in Las Vegas auftritt und seine größten Hits präsentiert. Nichts bewegt sich in dieser Wiederholungsschleife. Unangenehmes, wie Presleys gesundheitliche Probleme, sein Drogenkonsum, seine Paranoia und sein zunehmend irrationales Verhalten, wird angesprochen weil es unbedingt angesprochen werden muss. Seine Waffensammlung wird mal gezeigt. Mit seiner dann Ex-Frau Priscilla trifft er sich am Flughafen. Aber diese Bilder hängen ohne einen Zusammenhang und ohne eine Auswirkung auf die Geschichte in der Luft.

In dem Moment löst Luhrmann sich immer mehr von seiner Prämisse nach der die Geschichte von Elvis Presley aus der Perspektive von Colonel Parker erzählt wird. Parker verschwindet aus dem Film. Stattdessen gibt es immer mehr Szenen, in denen Dinge passieren, von denen Parker nichts weiß und auch niemals erfährt. In dem Moment wird auch die Möglichkeit, das Leben von Elvis Presley aus einer radikal subjektiven und damit mit Fakten locker umgehenden Sicht zu schildern, zugunsten eines konventionellen Biopics aufgegeben, das dann ähnlich locker mit Fakten umgeht, aber implizit behauptet, die Wahrheit zu schildern. Alle negativen Aspekte von Presleys Persönlichkeit werden konsequent herunterspielt.

Das ist insofern verständlich, weil „Elvis“ kein kleiner Independent-Film ist (wie „Elvis & Nixon“), sondern mit einem offiziellem Budget von 85 Millionen US-Dollar ein Film ist, der ein breites Mainstream-Publikum und die Elvis-Fans erreichen will. Das darf dann nicht übermäßig kritisch sein. Stattdessen muss das Biopic die bekannten Hits und Konzertausschnitte präsentieren. Deshalb werden so viele Auftritte von Presley in Las Vegas gezeigt. Für den Elvis-Kult sind sie wichtig. Die echte, innovative Rockmusik fand an anderen Orten statt und wurde von anderen Musikern gespielt.

Mit gut drei Stunden ist „Elvis“ ein viel zu lang geratenes Biopic, das an seiner Länge, seinem Drang, das ganze Leben einer Figur zu schildern, und einer letztendlich unklaren Haltung zu ebendieser Figur krankt.

Wer allerdings den Saal verlässt, wenn Elvis Presley deutschen Boden betritt, sieht einen guten Film.

Elvis (Elvis, USA 2022)

Regie: Baz Luhrmann

Drehbuch: Baz Luhrmann, Sam Bromell, Craig Pearce, Jeremy Doner (nach einer Geschichte von Baz Luhrmann und Jeremy Doner)

mit Austin Butler, Tom Hanks, Olivia DeJonge, Helen Thomson, Richard Roxburgh, Kelvin Harrison Jr., David Wenham, Kodi Smit-McPhee, Luke Bracey, Gary Clark Jr., Yola

Länge: 160 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Elvis“

Metacritic über „Elvis“

Rotten Tomatoes über „Elvis“

Wikipedia über „Elvis“ (deutsch, englisch) und Elvis Presley (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood über „Elvis“

AllMusic über Elvis Presley


TV-Tipp für den 24. Juni: Departed – Unter Feinden

Juni 23, 2022

RTL II, 20.15

Departed – Unter Feinden (The Departed, USA 2006)

Regie: Martin Scorsese

Drehbuch: William Monahan

Cop Billy Costigan ist Undercover-Agent in der Organisation des Mafiapaten Frank Costello. Gangster Colin Sullivan ist bei der Polizei der Top-Maulwurf für Costello. Beide steigen in den feindlichen Organisationen stetig auf. Da erhalten Costigan und Sullivan von ihrem Boss den Auftrag, den Verräter in den eigenen Reihen zu finden.

„Departed – Unter Feinden“ ist, wie Genre-Junkies wissen, das grandiose US-Remake des ebenso grandiosen Hongkong-Thrillers „Infernal Affairs“ (von Andrew Lau und Alan Mak). Monahan verlegte die Geschichte nach Boston, orientierte sich bei dem Mafiapaten an dem legendären Whitey Bulger und zeichnete ein Porträt der amerikanischen Gesellschaft. Die schwächsten Szenen des Remakes sind die weinigen, direkten Übernahmen von Szenen aus dem Original.

Beide Filme sind stilistisch überzeugende Werke über Freundschaft, Loyalität und Verrat.

Monahans Drehbuch erhielt einen Edgar, einen Oscar, den Preis der Writers Guild of America und war für den Golden Globe nominiert (um nur einige zu nennen). Der Film wurde für zahlreiche Preise nominiert und erhielt auch den Oscar für den besten Film des Jahres

Die nächste Zusammenarbeit von Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio war die allseits abgefeierte Dennis-Lehane-Verfilmung „Shutter Island“ (mir gefällt das Buch besser). Danach kam “The Wolf of Wall Street”.

Und William Monahans lieferte danach sein gelungenes Regiedebüt, die Ken-Bruen-Verfilmung “London Boulevard” (mit Colin Farrell, David Thewlis, Ray Winstone, Eddie Marsan und Keira Knightley), ab.

Mit Leonardo DiCaprio, Matt Damon, Jack Nicholson, Mark Wahlberg, Martin Sheen, Ray Winstone, Vera Farmiga, Alec Baldwin

Wiederholung: Samstag, 25. Juni, 03.15 Uhr (Taggenau! – Dann sicher auch ungekürzt. Denn der Film ist ‚frei ab 16 Jahre‘)

Hinweise

Metacritic über “Departed – Unter Feinden”

Rotten Tomatoes über “Departed – Unter Feinden”

Wikipedia über “Departed – Unter Feinden” (deutsch, englisch)

Drehbuch „The Departed“ von William Monahan

Collider: Interview mit William Monahan (Februar 2007)

Meine Besprechung von Martin Scorseses “Hugo Cabret” (Hugo, USA 2011)

Meine Besprechung von Martin Scorseses “The Wolf of Wall Street” (The Wolf of Wall Street, USA 2013)

Meine Besprechung von Martin Scorseses „Silence“ (Silence, USA 2016)

Martin Scorsese in der Kriminalakte

Meine Besprechung von William Monahans “London Boulevard” (London Boulevard, USA/GB 2010)

Meine Besprechung von William Monahans “The Gambler” (The Gambler, USA 2014 – nur Drehbuch)


Neu im Kino/Filmkritik: Über Scott Derricksons Joe-Hill-Verfilmung „The Black Phone“

Juni 23, 2022

Beginnen wir mit einer Warnung und einem Fazit: Scott Derricksons neuer Horrorfilm „The Black Phone“ ist ein sehenswerter Horrorthriller, der ohne das ganze Geister-Jumpscare-Gedöns auskommt. Es gibt auch keine jungfräulichen Teenager, die kreischend durch dunkle Flure laufen um sich fotogen aufschlitzen lassen. Und jetzt zur Warnung: diese Besprechung enthält Spoiler.

So!

North Denver, 1978: In der Gegend hat ein Unbekannter bereits mehrere Kinder entführt. Die Polizei hat keine Spur von ihm. Das neueste Opfer des Entführers, der nur „Der Greifer“ (The Grabber) genannt wird, ist der dreizehnjährige Finney Shaw. Finney ist ein schüchterner Junge, der von den Halbstarken in seiner Schule regelmäßig schikaniert und geschlagen wird. Zu Hause geht der Terror weiter. Sein alleinerziehender Vater ist ein depressiver, zu Gewaltausbrüchen neigender Alkoholiker. Er liebt seine beiden Kinder, ist aber hoffnungslos überfordert.

Der Entführer hält Finney in einem Keller, in dem er sich frei bewegen kann, gefangen. Er will noch irgendetwas von Finney, bevor er ihn umbringt. Was es ist, weiß Finney nicht.

In dem Raum hängt an der Wand das titelgebende schwarze Telefon. Warum es dort hängt und welchen Grund es jemals gegeben haben könnte, es dort zu installieren, bleibt unklar. Als Finney in den Raum gesperrt wird, ist das Telefon ein nicht funktionierender Kasten. Trotzdem klingelt es und der Anrufer gibt Finney Hinweise zu seinem Überleben.

Scott Derricksons Film basiert auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von Joe Hill, die er für den Film selbstverständlich ausbaute. So erfahren wir deutlich mehr über Finneys Leben. In einem Subplot wird von den Ermittlungen der Polizei erzählt. An einigen Punkten veränderten Derrickson und sein Co-Autor C. Robert Cargill, die bereits bei „Sinister“, „Doctor Strange“ und dem Kurzfilm „Shadowprowler“ zusammen arbeiteten, auch Gewichtungen. Vor allem stärkte er die übernatürlichen Elemente. In der Kurzgeschichte hat Finneys Schwester Gwen manchmal Visionen. Im Film sind sie eine von ihrem Vater und Bruder akzeptierte Fähigkeit. Mit ihrer übernatürlichen Begabung findet sie Hinweise auf Finneys Versteck. Im Film gibt es deutliche Hinweise darauf, dass auch ihr Bruder über diese Begabung verfügt. In der Kurzgeschichte sagt der Anrufer ihm nur Dinge, die er weiß oder ahnt. Damit ist der Anrufer letztendlich ein imaginärer Freund, der es ihm ermöglicht, nicht den Verstand zu verlieren. In dem Film verraten die Anrufer ihm allerdings Dinge, die er nicht weiß. Er wird eindeutig angerufen von den Geistern der Jungen, die vor ihm von dem Greifer entführt wurden. In den Momenten wird deutlich, dass Finney übernatürlich begabt ist. Nur ist unklar, wie sehr ihm diese Begabung beim Kampf gegen den Greifer nützen wird.

In jedem Fall tragen die Anrufer dazu bei, Finney beim Erwachsenwerden zu helfen. Sie geben ihm nicht nur Tipps, wie er sich aus dem Keller befreien kann, sondern sie geben ihm auch Tipps, wie er gegen den Greifer kämpfen und ihn besiegen kann. Im Kern ist „The Black Box“ eine Coming-of-Age-Geschichte im Gewand eines Horrorthrillers. Es ist die dunkle Version von „Stand by me“, diesem Horrorfilmklassiker, der auf einer Kurzgeschichte von Joe Hills Vater Stephen King basiert.

Gespielt wird der Bösewicht von Ethan Hawke, dessen Gesicht wahrscheinlich keine Minute im Film zu sehen ist. Normalerweise trägt er eine sein Gesicht verdeckende Grinse-Maske, die aus einem Alptraum zu kommen scheint und von Tom Savini (u. a. „Freitag, der 13.“, „Zombie 2 – Das letzte Kapitel“, „Maniac“) entworfen wurden. Hawke spielt den Bösewicht, der selbst Probleme mit seinem Bruder hat und als Clown Geld verdient, mit spürbarer Lust als einen Dämon, der den schlimmsten Alpträumen eines Teenagers entstammen kann.

The Black Phone (The Black Phone, USA 2022)

Regie: Scott Derrickson

Drehbuch: Scott Derrickson, C. Robert Cargill

LV: Joe Hill: The Black Phone, 2004 (Kurzgeschichte, ursprünglich erschienen in „The Third Alternative no. 39“, später in dem Sammelband „20th Century Ghosts“ [2005, deutsche Ausgabe: Black Box])

mit Mason Thames, Madeleine McGraw, Ethan Hawke, Miguel Cazarez Mora, Jeremy Davies, James Ransone

Länge: 104 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „The Black Phone“

Metacritic über „The Black Phone“

Rotten Tomatoes über „The Black Phone“

Wikipedia über „The Black Phone“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Scott Derricksons „Erlöse uns von dem Bösen“ (Deliver us from Evil, USA 2014)

Meine Besprechung von Scott Derricksons „Doctor Strange“ (Doctor Strange, USA 2016)

Meine Besprechung von Joe Hill/Stephen King/Richard Mathesons „Road Rage“ (Road Rage, 2012)

Meine Besprechung von Joe Hill/Gabriel Rodriguez‘ „Tales from the Darkside – Geschichten aus der Schattenwelt“ (Tales from the Darkside # 1 – 4, 2016)

Meine Besprechung von Joe Hills „Ein Korb voller Köpfe“ (Basketful of Heads # 1 – 7, Dezember 2019 – Juli 2020)


Neu im Kino/Filmkritik: „Shiver – Die Kunst der Taika Trommel“, präsentiert ohne Ablenkungen

Juni 23, 2022

Dass die Musik im Mittelpunkt steht, stimmt noch nicht einmal bei vielen Konzertmitschnitten. Zu oft drängeln sich die Kamera und der Schnitt penetrant in den Vordergrund und lenken von der Band und ihrer Performance ab.

In „Shiver – Die Kunst der Taika Trommel“ ist das nicht der Fall. Hier steht wirklich die Musik im Mittelpunkt und nichts lenkt vom Spiel der Musiker ab. Toshiaki Toyoda nahm in präzise komponierten langen Sequenzen, in denen sich die Kamera nicht oder kaum bewegt und in denen es keine oder nur wenige Schnitte gibt, das Taika Performing Arts Ensemble Kodō beim Spielen mehrerer Stücke von Koshiro Hino auf. Teils in ihrem Proberaum, teils auf der Insel Sado in der freien Natur.

Das Trommelensemble Kodō hatte seinen ersten Auftritt 1981 bei den Berliner Festspielen. Seitdem gaben die Trommler über 6500 Konzerte in 52 Ländern. Auf Sado gehört der Gruppe ein dicht bewaldetes, weitläufiges Grundstück, auf dem auch ein Schulungszentrum und weitere Gebäude stehen, in denen sie leben und trainieren. Denn die Musik wird von einem rigorosen Fitnessprogramm begleitet. Auf Sado findet auch seit 1988 das von ihnen organisierte jährliche Earth Celebration International Arts Festival statt.

Koshiro Hino, bzw. YPY, ist Musiker und Komponist, der in verschiedenen Bands und Zusammenhängen arbeitet und, immer wieder, elektronische mit natürlichen Klängen und Performance-Elementen verschmilzt.

Bei ihrer Zusammenarbeit ging es darum, wie aus Geräuschen, Klängen und Rhythmen Melodien entstehen.

Toshiaki Toyodas zurückhaltende Inszenierung lenkt die Aufmerksamkeit auf die Musik und wie sie entsteht. Nichts lenkt davon ab. Gleichzeitig zwingt nichts einen dazu, den Blick ständig aufmerksam auf die Leinwand zu richten. Sie ist das filmische Äquivalent zu einer Konzertbühne, auf der schwarz gekleidete Menschen vor einem dunklen Hintergrund stehen. Deshalb ist es in diesem Film vollkommen okay, die Augen durch den dunklen Saal wandern zu lassen oder auch sie zu schließen und sich so ganz dem Klang der Trommeln hinzugeben.

Shiver – Die Kunst der Taika Trommel (Senritsu seshimeyo, Japan 2021)

Regie: Toshiaki Toyoda

Drehbuch: Toshiaki Toyoda

Musik: Koshiro Hino, Kodō

mit Kiyohiko Shibukawa, Koshiro Hino, Kodō (Yoshie Abe, Kenta Nakagome, Shogo Komatsuzaki, Yuta Sumiyoshi, Ryoma Tsurumi, Issei Kohira, Masayasu Maeda, Kodai Yoshida, Seita Saegusa, Chihiro Watanabe, Taiyo Onoda, Shun Takuma, Sho Nakatani)

Länge: 89 Minuten

FSK: ab 0 Jahre (beantragt)

Hinweise

Homepage zum Film

Moviepilot über „Shiver“

Wikipedia über das Ensemble Kodō (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 23. Juni: Ich bin dein Mensch

Juni 22, 2022

RBB, 20.15

Ich bin dein Mensch (Deutschland 2021)

Regie: Maria Schrader

Drehbuch: Jan Schomburg, Maria Schrader

LV: Emma Braslavsky: Ich bin dein Mensch, 2019 (Kurzgeschichte, in „2029 – Geschichten von Morgen“)

Die Wissenschaflerin Alma soll über mehrere Wochen mit einem humanoiden Roboter zusammenleben und anschließend einen Forschungsbericht über die gemeinsame Zeit verfassen. Es geht um die Frage, ob humanoide Roboter Menschenrechte bekommen sollen.

„Ich bin dein Mensch“ ist ein feiner, auf der Berlinale abgefeierter, zum Nachdenken anregender Science-Fiction-Film und einer der besten deutschen Filme des Jahres. Er erhielt, unter anderem, vier deutsche Filmpreise als bester Film, für die beste Regie, das beste Drehbuch und die beste Hauptrolle.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Maren Eggert, Dan Stevens, Sandra Hüller, Hans Löw, Wolfgang Hübsch, Annika Meier, Falilou Seck, Jürgen Tarrach, Henriette Richter-Röhl, Monika Oschek

Wiederholung: Freitag, 24. Juni, 01.25 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Filmportal über „Ich bin dein Mensch“

Moviepilot über „Ich bin dein Mensch“

Rotten Tomatoes über „Ich bin dein Mensch“

Wikipedia über „Ich bin dein Mensch“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Maria Schraders „Ich bin dein Mensch“ (Deutschland 2021)


Neu im Kino/Filmkritik: „Cop Secret“, ein Buddy-Cop-Movie aus Island

Juni 22, 2022

In Reykjavik, der Hauptstadt von Island, begeht eine Bande Banküberfälle, bei denen sie nichts klaut, aber die Polizei wie eine Bande Trottel aussehen lässt. Deshalb sollen die beiden Superpolizisten Bússi und Hörður herausfinden, was die Bankräuber vorhaben und sie zur Strecke bringen. An eine Verhaftung denkt ihre Vorgesetzte dabei nicht. Denn die beiden Polizisten sind zwar ihre besten Männer, aber an Regeln halten sie sich nicht. Auch sonst entsprechen sie den seit Jahrzehnten gut gepflegten Tough-Cop-Klischees. Als Alpha-Männer verbindet sie selbstverständlich eine herzliche Abneigung. Und weil so ein Film auch immer eine Buddy-Comedy ist, sind die beiden Polizisten zwei vollkommen gegensätzliche Figuren. Dieses Mal ist einer Polizist ist ein literweise Schnaps trinkender Prolet; der andere ist ein feinsinniger Weintrinker. Das muss als Charakterisierung genügen.

Die Bösewichter sind ähnlich rudimentär skizziert. Vor allem der Oberbösewicht Rikki ist abgrundtief böse. Munter erschießt er vor den Überfällen seine eigenen Männer, weil in solchen Filmen der ‚geniale‘ Bösewicht das immer macht.

Seine Weltpremiere hatte „Cop Secret“ 2021 im Wettbewerb von Locarno. In Island war die Actionkomödie der erfolgreichste Kinostart aller Zeiten. Das kann auch daran liegen, dass Regisseur Hannes Þór Halldórsson Torhüter der isländischen Fußballnationalmannschaft ist. Die Regieerfahrung für sein Spielfilmdebüt sammelte er in über hundert Musikvideos und Werbespots.

Der Film selbst ist eine humorlose, hektisch geschnittene Aneinanderreihung der bekannten Klischees, der vorhersehbarsten Dialogsätze und bestenfalls durchwachsener Actionszenen. Die wenigen Neuerungen (Bússi und Hörður sind schwul, Hörður passt auf seinen behinderten Bruder auf, das Finale findet in einem voll besetztem Stadion während einem Spiel der isländischen Frauennationalmannschaft statt) ändern daran nichts. „Cop Secret“ ist ein Desaster, das sogar die ersten Folgen von „Alarm für Cobra 11“ (und die sind wirklich schlecht) in einem anderen Licht erscheinen lässt.

Cop Secret (Leynilögga, Island 2021)

Regie: Hannes Þór Halldórsson

Drehbuch: Nína Petersen, Hannes Þór Halldórsson, Sverrir Þór Sverrisson (nach einer Geschichte von Auðunn Blöndal, Egill Einarsson und Hannes Þór Halldórsson)

mit Auðunn Blöndal, Egill Einarsson, Björn Hlynur Haraldsson, Sverrir Þór Sverrisson, Rúrik Gíslason

Länge: 100 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Moviepilot über „Cop Secret“

Metacritic über „Cop Secret“

Rotten Tomatoes über „Cop Secret“

Wikipedia über „Cop Secret“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 22. Juni: Unknown Identity

Juni 21, 2022

Kabel Eins, 20.15

Unknown Identity (Unknown, Japan/Kanada/USA/Deutschland 2011)

Regie: Jaume Collet-Serra

Drehbuch: Oliver Butcher, Stephen Cornwell

LV: Didier van Cauwelaert: Hors de moi, 2003 (Unknown Identity)

Berlin: Auf einer Vortragsreise hat der US-Wissenschaftler Martin Harris einen Autounfall. Als er danach mit seiner Frau reden will, behauptet sie, dass sie ihn nicht kennt und irgendwelche Dunkelmänner wollen ihn umbringen. Harris will die Wahrheit herausfinden.

Für die Verfilmung wurde die Handlung von Didier van Cauwelaerts spannendem Pulp-Thriller, dank der hiesigen Filmförderung, von Paris nach Berlin verlegt; die Prämisse, einige Charaktere und die Erklärung für Martin Harris’ Amnesie wurden übernommen. Allerdings ist das Ende im Film wesentlich explosiver und der gesamte Film mit zahlreichen Morden, Schlägereien und Verfolgungsjagden zu Fuß und im Auto viel actionlastiger. Das ist zwar nicht besonders logisch und glaubwürdig (eigentlich sogar noch unglaubwürdiger als der Roman), aber ziemlich unterhaltsam. Und die Berlin-Bilder, inclusive einem Zusammenstoß mit einer Tram und einer Explosion im Hotel Adlon, erfreuen das lokalpatriotische Herz.

mit Liam Neeson, Diane Kruger, January Jones, Aidan Quinn, Bruno Ganz, Sebastian Koch, Frank Langella, Stipe Erceg

Wiederholung: Donnerstag, 23. Juni, 02.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über “Unknown Identity”

Wikipedia über “Unknown Identity” (deutsch, englisch)

Homepage von Didier van Cauwelaert

Meine Besprechung von Didier van Cauwelaerts Roman “Unknown Identity” (Hors de moi, 2003)

Meine Besprechung von Jaume Collet-Serras „Non-Stop“ (Non-Stop, USA 2013; ebenfalls mit Liam Neeson)

Meine Besprechung von Jaume Collet-Serras „Run all Night“ (Run all Night, USA 2015; dito)

Meine Besprechung von Jaume Collet-Serras „The Shallows – Gefahr aus der Tiefe“ (The Shallows, USA 2016)

Meine Besprechung von Jaume Collet-Serras „The Commuter“ (The Commuter, USA/Großbritannien 2017)

Meine Besprechung von Jaume Collet-Serras „Jungle Cruise“ (Jungle Cruise, USA 2021)


TV-Tipp für den 21. Juni: Eins, zwei, drei

Juni 20, 2022

HR, 00.15

Eins, zwei, drei (One, Two, Three, USA 1961)

Regie: Billy Wilder

Drehbuch: Billy Wilder, I. A. L. Diamond

LV: Ferenc Molnár: Egy, kettó, három, 1929 (Theaterstück)

Der Berlin-Berlin-Film: Westberlin, August 1961: Mr. MacNamara, der Leiter der örtlichen Coca-Cola-Filiale, muss die heimliche Heirat zwischen der Tochter seines Chefs und einem Ostberliner Über-Proletarier rückgängig machen. Bevor der garstige Chef ankommt.

Billy Wilders turbulente und respektlose Komödie kam wenige Wochen nach dem Bau der Berliner Mauer in die Kinos und floppte. 1985, bei seiner Wiederaufführung, kam er deutlich besser an. Seitdem ist der Film ein Klassiker.

mit James Cagney, Horst Buchholz, Liselotte Pulver, Pamela Tiffin, Arlene Francis, Hanns Lothar, Karl Lieffen, Howard St. John, Ralf Wolter, Hubert von Meyerinck

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Eins, zwei, drei“

Wikipedia über „Eins, zwei, drei“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 20. Juni: Official Secrets

Juni 19, 2022

ZDF, 22.40

Official Secrets (Official Secrets, Großbritannien/USA 2019)

Regie: Gavin Hood

Drehbuch: Gregory Bernstein, Sara Bernstein, Gavin Hood

LV: Marcia Mitchell, Thomas Mitchell: The Spy who tried to stop a War: Katharine Gun and the secret plot to sanction the Iraq Invasion, 2008

TV-Premiere eines spannenden, auf wahren Begebenheiten beruhenden Polit-Thrillers: Katharine Gun, Übersetzerin beim britischen Nachrichtendienst GCHQ, wird 2003 von ihrem Arbeitgeber angeklagt, gegen den Official Secrets Act verstoßen zu haben. Sie gab, über Umwege, eine Mail des US-amerikanischen Geheimdienstes weiter, in der sie aufgefordert werden, fünf Mitgliedstaaten des UN-Sicherheitsrats auszuspionieren. Die Staaten sollen erpresst werden, der US-Invasion in den Irak zuzustimmen.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Keira Knightley, Matt Smith, Adam Bakri, Matthew Goode, Ralph Fienes, Rhys Ifans

Wiederholung: Mittwoch, 22. Juni, 00.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „Official Secrets“

Metacritic über „Official Secrets“

Rotten Tomatoes über „Official Secrets“

Wikipedia über „Official Secrets“ (deutsch, englisch) und über Katharine Gun (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Gavin Hoods „Ender’s Game – Das große Spiel“ (Ender’s Game, USA 2013)

Meine Besprechung von Gavin Hoods „Official Secrets“ (Official Secrets, Großbritannien/USA 2019)


TV-Tipp für den 19. Juni: Love, Simon

Juni 18, 2022

Sixx, 20.15

Love, Simon (Love, Simon, USA 2018)

Regie: Greg Berlanti

Drehbuch: Isaac Aptaker, Elizabeth Berger

LV: Becky Albertalli: Simon vs. the Homo Sapiens Agenda, 2015 (Nur drei Worte; Love, Simon)

Simon ist ein gutaussehender, allgemein beliebter, in der US-Provinz lebender Teenager. Er könnte an der Schule jedes Mädchen haben. Dummerweise ist er homosexuell. An der Schule weiß nur ein Mitschüler davon, den Simon nur unter seinem Chatnamen „Blue“ kennt.

„Love, Simon“ ist eine sehr stimmige, feinfühlige und gelungene Coming-of-Age-Geschichte, die erstmals (!) in einer Mainstream-Highschool-Komödie eine schwule Coming-of-Age-Geschichte erzählt. Diese kleine Änderung macht die Suche nach dem Märchenprinz zu einem erfrischend anderem Film.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung von Buch und Film.

mit Nick Robinson, Katherine Langford, Alexandra Shipp, Jorge Lendeborg Jr., Logan Miller, Miles Heizer, Kerynan Lonsdale, Josh Duhamel, Jennifer Garner, Tony Hale, Natasha Rothwell

Wiederholung: Montag, 20. Juni, 00.30 Uhr (Taggenau!)

Der Roman

Becky Albertalli: Love, Simon

(Filmausgabe)

(übersetzt von Ingo Herzke)

Carlsen, 2018

336 Seiten

8,99 Euro

Deutsche Erstausgabe

Nur drei Worte

Carlsen, 2016

Originalausgabe

Simon vs. the Homo Sapiens Agenda

Balzer + Bray, 2015

Hinweise

Moviepilot über „Love, Simon“

Metacritic über „Love, Simon“

Rotten Tomatoes über „Love, Simon“

Wikipedia über „Love, Simon“ (deutsch, englisch)

Homepage von Becky Albertalli

Meine Besprechung von Greg Berlantis „Love, Simon“ (Love, Simon, USA 2018)

Meine Besprechung von Becky Albertallis „ Nur drei Worte“ (später „Love, Simon“) (Simon vs. the Homo Sapiens Agenda, 2015)