Neu im Kino/Filmkritik: „Zwischen den Zeilen“ steht bei Olivier Assayas viel

Juni 6, 2019

Um Liebe geht es auch in Olivier Assayas neuestem Film. Schließlich ist „Zwischen den Zeilen“ ein französischer Film und er ist sehr französisch. Es wird also viel geredet. Aber Alain und Léonard reden ohne Punkt und Komma über Literatur und wie die Neuen Medien die Kultur verändern. Alain ist ein Verleger, der E-Books gegenüber aufgeschlossen ist. Schließlich werde mehr gelesen und geschrieben. Léonard sieht das anders. Er ist ein von ihm seit Ewigkeiten verlegter, konsequent miesepetriger, angenehm verpeilter Autor, der wenig von dem neumodischen Kram hält. Bekannt ist er für seine autofiktiven Romanen, in denen er, kaum verhüllt, eigene Erlebnisse beschreibt. Mit abnehmenden Verkaufszahlen.

Dieses lange Gespräch, das damit endet, dass Alain Léonard sagt, er werde sein neues Buch niciht verlegen, ist der Auftakt für viele weitere Gespräche, in denen Alain, Léonard und ihre Freunde, die sich immer wieder gegenseitig einladen, redselig und in epischer Breite alle aktuelle Feuilleton-Themen abhandeln. Irgendwann zwischen all den gepflegten Gesprächen erfahren wir auch, dass einige, naja, fast alle, außereheliche Affären haben. So ist Alains Frau Selena, Hauptdarstellerin in einer erfolgreichen Krimiserie, seit Jahren die Geliebte von Léonard. Vielleicht gefällt ihr deshalb auch Léonards Buch, in dem er leicht verfremdet ihre Affäre schildert. Alain glaubt allerdings, dass Léonard eine andere Frau porträtiert und dass Selena treu ist. Zur gleichen Zeit beginnt er eine Affäre.

Munter betrügen sie sich gegenseitig. Teilweise wissen sie es auch. Oder glauben es, nach einem Blick in Léonards autofiktiven Romane, zu wissen. Ein übermäßig schlechtes Gewissen haben sie nicht. Außerdem gehört für richtige Pariser Intellektuelle eine Affäre einfach zum großstädtischen Leben dazu.

Assayas‘ Figuren reden in „Zwischen den Zeilen“ mindestens so viel, wie die Figuren in einem Eric-Rohmer-Film. Aber nicht über Liebe und Seitensprünge, sondern über Literatur, die neuen Medien, Veränderungen in der Buchbranche und Fernsehserien. Bahnbrechend neue Erkenntnisse gibt es bei diesen endlosen, rotweingesättigten Gesprächen nicht. Eher schon geben Assayas‘ Figuren kurzweilig den aktuellen Stand der Diskussion wieder. Denn Assayas‘ wie hingeworfen klingende Dialoge sind genau formuliert.

Gleichzeitig hält er dem Bildungsbürgertum gewitzt und durchaus versöhnlich im Ton, den Spiegel vor. Denn selbstverständlich reden die Intellektuellen auch immer über sich. Und bei allen Betrügereien sind sie doch mit sich selbst im Reinen.

Zwischen den Zeilen“ ist ein wunderschöner Redefilm, der im beständigen Fluss des Lebens überhaupt nicht an endgültigen Antworten und großen emotionalen Katastrophen interessiert ist.

Zwischen den Zeilen (Doubles Vies, Frankreich 2018)

Regie: Olivier Assayas

Drehbuch: Olivier Assayas

mit Guillaume Canet, Juliette Binoche, Vincent Macaigne, Christa Théret, Nora Hamzawi, Pascal Greggory

Länge: 107 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Zwischen den Zeilen“

AlloCiné über „Zwischen den Zeilen“

Metacritic über „Zwischen den Zeilen“

Rotten Tomatoes über „Zwischen den Zeilen“

Wikipedia über „Zwischen den Zeilen“ (deutsch, englisch, französisch)

Meine Besprechung von Olivier Assayas’ „Carlos – Der Schakal“ (Kinofassung)

Meine Besprechung von Olivier Assayas’ „Carlos – Der Schakal“ (Director’s Cut – bzw. die dreiteilige TV-Fassung)

Meine Besprechung von Olvier Assayas’ “Die wilde Zeit” (Après Mai, Frankreich 2012) (und der DVD)

Meine Besprechung von Olivier Assayas‘ „Die Wolken von Sils Maria“ (Clouds over Sils Maria, Deutschland/Frankreich/Schweiz 2014) (mit Pressekonferenzen) und der DVD

Meine Besprechung von Olivier Assayas‘ „Personal Shopper“ (Personal Shopper, Frankreich/Deutschland 2016)


Neu im Kino/Filmkritik: „Das Leben meiner Tochter“ und das dringend benötigte Spenderherz

Juni 6, 2019

Während eines Urlaubs in den Bergen bricht die achtjährige Jana zusammen. Im Krankenhaus stellen die Ärzte fest, dass sie eine akute Herzmuskelentzündung hat und dringend ein neues Herz benötigt. Im Schnitt dauert es acht Monate, bis ein passendes Spenderherz gefunden wird. Nach einem Jahr ist Jana immer noch im Krankenhaus. Ihre Chancen zu überleben, schwinden täglich.

Da entdeckt Janas Vater Micha Faber im Internet ein Angebot. In Osteuropa sind die Gesetze laxer. Ein passendes Organ kann schneller besorgt werden. Es kostet nur die Kleinigkeit von 250.000 Euro. Janas Ärztin Dr. Andrea Benesch und Janas Mutter Natalie raten ab. Aber Micha lässt sich mit den illegalen Organhändlern ein.

So ein spannendes Thema, so eine schön zugespitztes moralisches Dilemma und dann ist „Das Leben meiner Tochter“ ein erschreckend leb- und auch spannungsloser Film. Dem Drehbuch gelingt es nämlich nie, die Fabers Dilemma in eine spannende Erzählung zu übertragen. Strukturell ist der strikt chronologisch erzählte Film wie ein Thriller aufgebaut. Aber in den einzelnen Szenen zeigt sich das nicht. Das liegt vor allem an den Dialogen. Sie hören sich durchgängig wie eine erste Fassung an. Das ist bestenfalls Bürokratendeutsch, das in einer Überarbeitung in gesprochene Dialoge hätte übersetzt werden müssen. Aus einem „Hat Janas Zustand sich verbessert?“ wäre ein „Geht es Jana besser?“ oder „Wie geht es Jana?“ geworden. Es sind Sätze, die man aufschreiben, aber nicht sagen kann. Entsprechend emotionslos und distanziert tragen die Schauspieler die Drehbuchsätze dann vor.

Auch die Bilder und die ruhige Inszenierung zielen auf den TV-Bildschirm. Die Ausstattung wirkt durchgehend unpassend. Oder haben in den Alpen die Chefärzte Büros, in denen sie locker ganze Betriebsversammlungen und Partys abhalten können?

Dabei ist das Thema Organspende und illegaler Organhandel wichtig und verdient eine ernsthafte Behandlung. Nur werden in Steffen Weinerts Drama „Das Leben meiner Tochter“ diese Fragen zu oberflächlich behandelt. Wichtige Informationen über den Ablauf von Organspenden und dem Problem des illegalen Organhandels werden kaum geliefert. So warnt Janas Ärztin die Fabers zwar, vor der illegalen Transplantationen und den möglichen strafrechtlichen Folgen. Aber das ist nur eine Szene im Film. Ein späteres Gespräch, das Natalie mit Dr. Benesch führt, wird nur in einem späteren Gespräch mit ihrem Mann in einem Satz erwähnt.

Das Leben meiner Tochter“ ist ein ambitioniertes Fernsehspiel, das deutlich unter den Möglichkeiten des Themas bleibt.

Das Leben meiner Tochter (Deutschland 2019)

Regie: Steffen Weinert

Drehbuch: Steffen Weinert

mit Christoph Bach, Maggie Valentina Salomon, Alwara Höfels, Barbara Philipp, André M. Hennicke, Marc Zwinz, Erik Madsen, Birge Schade

Länge: 92 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Das Leben meiner Tochter“

Moviepilot über „Das Leben meiner Tochter“

 


Neu im Kino/Filmkritik: „X-Men: Dark Phoenix“ ist ein enttäuschendes Finale

Juni 6, 2019

Wo soll ich nur anfangen bei diesem Totaldesaster? Vielleicht mit zwei Hinweisen.

Erstens: die „X-Men“-Filme waren immer mal besser, mal schlechter. So war der letzte „X-Men“-Film „Apocalypse“, in dem die X-Men als Gruppe auftreten, schlecht. „Logan“, der letzte Auftritt von Hugh Jackman als Wolverine, war nicht nur der beste „Wolverine“-Film, sondern einer der besten Filme aus dem „X-Men“-Universum. Wenn wir die beiden „Deadpool“-Filme ignorieren. Sie werden zwar zum „X-Men“-Franchise gezählt, aber eigentlich gehören sie nicht in die Welt der X-Men.

Zweitens: dass die Premiere von „X-Men: Dark Phoenix“ mehrfach verschoben wurde und es umfangreiche Nachdrehs gab, sagt nicht unbedingt etwas über die Qualität des Films aus. Manchmal ist der Film, der dann in die Kinos kommt, gelungen. Meistens allerdings nicht.

X-Men: Dark Phoenix“ gehört zu den Filmen, bei denen irgendwann in der Produktion irgendetwas so gründlich schief lief, dass man nicht erkennt, an welchem Punkt aus einem potentiell grandiosem Blockbuster das Gegenteil wurde. Hier lief einfach alles so schief, dass es keinen Unterschied macht, welche Szenen nachgedreht wurden und welche nicht. Und auch nicht, dass der gesamte dritte Akt verändert wurde. Ursprünglich spielte er im Weltraum. Jetzt spielt er in einem Zug.

Schon die ersten Filmminuten sind beeindruckend schlampig inszeniert. 1975 fahren die Greys auf einer Landstraße. Sie streiten sich über die Musik und die achtjährige Jean Grey, die noch nichts von ihren Kräften ahnt, provoziert einen Autounfall, bei dem ihre Eltern sterben. Das Problem in dieser Szene ist, dass die am Steuer sitzende Mutter sich während der Fahrt immer wieder für längere Zeit zu ihrer auf der Rückband sitzenden Tochter umdreht und niemand sich daran stört, weil Mütter selbstverständlich auch bei gut hundert Stundenkilometern in Gesprächen immer ihrer Tochter tief in die Augen blicken.

Entsprechend sorglos geht es die nächsten zwei Stunden weiter. Dabei sind solche Details, die in einem besseren Film nicht negativ auffallen, ein deutlicher Hinweis auf fundamentale Schwächen im gesamten Film.

Nach dem Unfall wird Jean Grey von Professor Charles Xavier in seine Mutantenschule aufgenommen.

Jahre später gehört sie zu den X-Men, dieser Gruppe hoch- und ungewöhnlich begabter Menschen. Professor Charles Xavier ist der Anführer dieser gesellschaftlichen Außenseiter. Er will, dass die Mutanten keine Außenseiter mehr sind. Dafür müssen sie von der Menschheit als gleichberechtigt anerkannt werden.

1992 ist ihm das gut gelungen. Er trifft sich, ganz Lobbyist in eigener Sache, mit Staatsoberhäuptern. Die X-Men sind eine Truppe, die immer wieder Menschen aus tödlichen Situationen rettet. Als ein Space Shuttle in Gefahr gerät, schickt Xavier sofort eine Rettungsmission los. Die Astronauten können gerettet werden.

Aber ‚Phoenix‘ Jean Grey gerät mit einer unbekannten und rätselhaften Substanz in Kontakt. Danach wird sie körperlich und geistig stärker. Sie will kein Mitglied der X-Men mehr sein. Sie wendet sich gegen ihre Familie. Und sie will mehr über ihre Vergangenheit erfahren. Denn Xavier hat sie über ihre Eltern belogen.

Das muss als Storyskelett genügen, um beliebige Auftritte der verschiedenen X-Men und wenig berauschende CGI-Actionszenen aneinanderzureihen.

Die Schauspieler laufen dabei durch die Landschaft, als hätten sie keine Ahnung, was sie in dem Film zu suchen haben. Jessica Chastain als aus dem Weltall kommende Bösewichtin Vuk verzichtet auf jegliches Schauspiel und steht so ausdruckslos wie ein Pappaufsteller herum. Jennifer Lawrence scheint zu ihrem Auftritt als Raven/Mystique erpresst worden zu sein. James McAvoy ist wieder Professor Charles Xavier (mit wechselnden Frisuren) und Michael Fassbender ist wieder ‚Magneto‘ Erik Lehnsherr. Dieses Mal lebt er als Anführer der Mutanten-Selbstversorger-Hippie-Kommune Genosha auf einer Insel. Beide Schauspieler laufen auf Autopilot durch das Bild.

Sophie Turner hinterlässt in ihrem zweiten Auftritt als ‚Phoenix‘ Jean Grey und als titelgebende, unglaublich mächtige Dark Phoenix ebenfalls keinen nachhaltigen Eindruck. Die Macher sahen das wohl so ähnlich. In den Credits wird sie nämlich erst an fünfter Stelle, nach James McAvoy, Michael Fassbender, Jennifer Lawrence und Nicholas Hoult, genannt.

Offiziell spielt „Dark Phoenix“ 1992. Aber nichts im Film deutet darauf hin, dass der Film in diesem Jahr spielt. Es gibt keinerlei Hinweise auf das Jahr oder popkulturelle Anspielungen, wie sie sogar jede TV-Serie (vollkommen unabhängig von ihrem Budget) hinbekommt. Dass es anders geht, zeigten in den vergangenen Monaten das Neunziger-Jahre-Fest „Captain Marvel“ und das Achtziger-Jahre-Fest „Bumblebee“. Oder die „X-Men“-Filme „Erste Entscheidung“ und „Zukunft ist Vergangenheit“ für die sechziger und siebziger Jahre. „Dark Phoenix“ könnte mit seinen zahlreichen, zeitlich nicht zuordenbaren Innenaufnahmen aus Xaviers Mutantenschule und einem Gefangenentransportzug irgendwann spielen.

Das alte X-Men-Thema, dass sie Außenseiter sind, die zur Gesellschaft dazugehören wollen, wird in „Dark Phoenix“ selbstverständlich auch angesprochen. Im ersten „X-Men“-Film wurde eine Linie von den Konzentrationslagern der Nazis und der Vernichtung der Juden zu den X-Men gezogen.

Spätestens seit der Wahl von Donald Trump und dem Erstarken rechtspopulistischer Einstellungen, wozu Rassismus, Antisemitismus, Ausländer- und Islamfeindlichkeit gehören, ist der Umgang der Mehrheit mit Minderheiten ein brennend aktuelles Thema, das auch in einem 1992 spielendem „X-Men“-Film behandelt werden kann. Die einzige Antwort, die der Film in der Gestalt von Professor Xavier darauf gibt, ist Überanpassung. Um von der Gesellschaft anerkannt und akzeptiert zu werden, müssen die Mutanten besser, fehlerfreier und unterwürfiger sein, als die Menschen. Dieses alte und diskriminierende Konzept von Integration wird im Film nicht weiter problematisiert.

Weil allerdings immer wieder gezeigt wird, dass die Menschen die Mutanten nicht dauerhaft als gleichberechtigt anerkennen wollen, müsste Xavier irgendwann darüber nachdenken, ob sein Konzept von Integration tragbar ist. Denn es ist höchstens kurzfristig erfolgreich.

X-Men: Dark Phoenix“ ist das Regiedebüt von Simon Kinberg. Er schrieb die Drehbücher zu den „X-Men“-Filmen „Der letzte Widerstand“ (2006), „Days of Future Past“ (2014) und „Apocalypse“ (2016). Außerdem ist er seit seinem ersten „X-Men“-Drehbuch auch als Produzent in die Serie involviert. Man kann ihm also nicht vorwerfen, dass er keine Ahnung vom „X-Men“-Filmuniversum hat. Aber eine tragfähige Idee, wie er die Geschichte der X-Men weiter und wahrscheinlich zu Ende erzählt, hat er in „Dark Phoenix“ nicht.

Denn das „X-Men“-Franchise wanderte durch die jüngsten Firmenverkäufe von Twentieth Century Fox zu den Marvel Studios und Disney. Wie Marvel-Produzent Kevin Feige die Geschichte der X-Men weitererzählt und ob er sie in das Marvel Cinematic Universe integriert, ist noch unklar. Aktuell sind jedenfalls keine weiteren Filme mit diesen X-Men geplant.

X-Men: Dark Phoenix (Dark Phoenix, USA 2019)

Regie: Simon Kinberg

Drehbuch: Simon Kinberg

LV: John Byrne, Chris Claremont: The Dark Phoenix Saga, 1980 (X-Men: Die Dark Phoenix Saga)

Erfinder: Comiccharaktere von Jack Kirby und Stan Lee

mit James McAvoy, Michael Fassbender, Jennifer Lawrence, Nicholas Hoult, Sophie Turner, Tye Sheridan, Alexandra Shipp, Evan Peters, Kodi Smit-McPhee, Jessica Chastain

Länge: 114 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „X-Men: Dark Phoenix“

Metacritic über „X-Men: Dark Phoenix“

Rotten Tomatoes über „X-Men: Dark Phoenix“

Wikipedia über „X-Men: Dark Phoenix“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Bryan Singers „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ (X-Men: Days of Future Past, USA 2014)

Meine Besprechung von Bryan Singers „X-Men: Apocalypse“ (X-Men: Apocalypse, USA 2016)

Meine Besprechung von James Mangolds “Wolverine – Weg des Kriegers” (The Wolverine, USA 2013)

Meine Besprechung von James Mangolds „Logan – The Wolverine“ (Logan, USA 2017)


TV-Tipp für den 6. Juni: Meine Tochter Anne Frank

Juni 6, 2019

HR, 22.50

Meine Tochter Anne Frank (Deutschland 2015)

Regie: Raymond Ley

Drehbuch: Hannah Ley, Raymond Ley

LV: Anne Frank: Das Tagebuch der Anne Frank

Die bekannte Geschichte der am 12. Juni 1929 geborenen Anne Frank, die sich in Amsterdam während des Zweiten Weltkriegs mit ihrer Familie in einem Hinterhaus versteckte, erzählt Raymond Ley primär aus der Sicht von Annes Vater Otto Frank, der den Krieg überlebte.

Die künstlerisch ambitionierte Collage setzt sich eindrucksvoll aus Spielszenen und dokumentarischen Einsprengseln zusammen.“ (Lexikon des internationalen Films)

mit Mala Emde, Götz Schubert, Axel Milberg, Lion Wasczyk, Harald Schrott, André M. Hennicke

Wiederholung: 3sat, Mittwoch, 12. Juni, 22.25 Uhr (Anne Franks Geburtstag

Hinweise

Wikipedia über „Meine Tochter Anne Frankund Anne Frank (deutsch, englisch)

Der Anne Frank Fonds

Anne-Frank-Seite des Fischer Verlags

Meine Besprechung von Hans Steinbichlers „Das Tagebuch der Anne Frank“ (Deutschland 2016)

Die Lektüre zum Film

Anne Frank - Gesamtausgabe TB - 4

Wer nach (oder vor) dem Film so richtig in die Schriften von Anne Frank einsteigen möchte, sollte sich die Gesamtausgabe, die auch ganz banal „Gesamtausgabe“ heißt, zulegen. In ihr sind die verschiedenen Versionen ihres Tagebuchs (es gibt das ursprüngliche Tagebuch, eine von ihr für eine Veröffentlichung schon überarbeitete Fassung, die von ihrem Vater Otto Frank für die Veröffentlichung erstellte Fassung und die von Mirjam Pressler 2001 im Auftrag des Anne Frank Fonds erstellte und autorisierte „Version d“, die die heute verbindliche Fassung ist und in der für frühere Veröffentlichungen gekürzte und weggelassene Teile wieder aufgenommen wurden), die „Geschichten und Ereignisse aus dem Hinterhaus“ (ihre Erzählungen, die teils auf selbst Erlebtem basieren und die auch teils von ihr in ihr Tagebuch übernommen wurden), weitere Erzählungen, Briefe, Einträge in Poesiealben, „Das Schöne-Sätze-Buch“ (das hauptsächlich eine Sammlung von Texten, die ihr gefielen und die sie im Versteck abschrieb, ist) und ‚Das Ägyptenbuch‘ (das ebenfalls vor allem aus anderen Texten besteht und das Anne Franks Faszination für das alte Ägypten dokumentiert) abgedruckt. Damit ist ihr schriftstellerisches Gesamtwerk in diesem Buch enthalten.
Ergänzt wird der Sammelband durch Fotos und Dokumente über sie und ihre Familie und vier Aufsätze über Anne Frank, ihre Familie, den zeitgeschichtlichen Kontext und die Rezeptionsgeschichte.
Diese umfassende Ausgabe eignet sich vor allem für das vertiefte und auch vergleichende Studium.
Für den Hausgebrauch reicht natürlich auch die Ausgabe ihres Tagebuchs.

Anne Frank: Gesamtausgabe
(herausgegeben vom Anne Frank Fonds)
(übersetzt von Mirjam Pressler)
Fischer, 2015
816 Seiten
12,99 Euro

Deutsche Erstausgabe
Fischer, 2013


TV-Tipp für den 5. Juni: Gloria, die Gangsterbraut

Juni 4, 2019

Arte, 20.15

Gloria, die Gangsterbraut (Gloria, USA 1980)

Regie: John Cassavetes

Drehbuch: John Cassavetes

„Gloria, die Gangsterbraut“ ist der zehnte Film von John Cassavetes und ein ziemlich gradliniger Actionthriller. Gena Rowlands spielt die gealterte, vom Leben und ihrem Beruf abgehärtete Ex-Sängerin Gloria Swenson. Als die Mafia die Nachbarfamilie ermordet, überlebt nur der sechsjährige Phil , ein altkluger Mini-Möchtegernmacho, das Massaker. Widerwillig übernimmt Gloria die Beschützerinnenrolle für die Nervensäge. Gemeinsam flüchten sie durch New York. Verfolgt von der Mafia, die den Jungen töten und ein in Phils Besitz befindendes Buch mit Aufzeichnungen über ihre Geschäfte haben will.

Ein düsterer in New York spielender Gangsterthriller, der zwischen Charakterstudie – Cassavetes Metier – und Thriller pendelt. Und Gena Rowlands ist härter als Liam Neeson. „Gloria, die Gangsterbraut“ wird auch als Inspiration für Luc Bessons „Leon – Der Profi“ gesehen.

John Cassavetes über „Gloria, die Gangsterbraut“: „Es ist nicht mein Lieblingsfilm, aber ich finde, dass Gena [Rowlands] großartig ist. Ich habe das Buch geschrieben und ihnen geschickt, um es zu verkaufen. Als Drehbuch zu verkaufen, um Geld zu verdienen. Mein Agent rief an und sagte: ‚Hör mal zu. Sie wollen den Film kaufen und deinen Preis bezahlen, aber sie wollen auch, dass du Regie führst. Und sie wollen, dass Gena spielt.‘ Das war eine gute und eine schlechte Nachricht. Ich hatte seit elf Jahren keinen Film mehr für sie gemacht und dachte: warum nicht? Sie bezahlen mich gut. Die einzigen Probleme, die ich hatte, hingen mit der Geschichte zusammen, der ich zugestimmt hatte.“ (Hanser Reihe Film 29: John Cassavetes)

Und so drehte John Cassavetes wieder einen Film mit Hollywood-Geld.

mit Gena Rowlands, John Adames, Buck Henry, Jessica Castillo, Julie Carmen, Tom Noonan

Wiederholung: Dienstag, 11. Juni, 13.55 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Gloria, die Gangsterbraut“

Wikipedia über „Gloria, die Gangsterbraut“ (deutsch, englisch) und über John Cassavetes (deutsch, englisch)

John Cassavetes in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 4. Juni: Der Mandant

Juni 3, 2019

Nitro, 20.15
Der Mandant (The Lincoln Lawyer, USA 2011)
Regie: Brad Furman
Drehbuch: John Romano
LV: Michael Connelly: The Lincoln Lawyer, 2005 (Der Mandant)
Lincoln Lawyer Mickey Haller (Matthew McConaughey) tut alles für seine meist mehr als halbseidenen Mandanten. Als er aber einen Freispruch für den stinkreichen Louis Roulet erwirken soll, packt ihn das Gewissen. Auch weil Roulets Taten mit einem früheren Mandanten von ihm, der seine Unschuld beteuerte und dem er mit einem guten Deal einen Knastaufenthalt verschaffte, zusammen hängen.
Rundum geglückte Michael-Connelly-Verfilmung, die Matthew McConaugheys Karriere auf spannende Bahnen lenkte.
Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.
„Der Mandant“ war Michael Connellys erster Justizthriller. Danach schrieb er noch weitere Romane mit Mickey Haller, der auch Harry Bosch (Connellys ersten Seriencharakter, der inzwischen eine „Fernseh“-Serie hat) trifft.
mit Matthew McConaughey, Ryan Phillippe, Marisa Tomei, William H. Macy, Josh Lucas, John Leguizamo, Michael Pena, Bob Gunton, Frances Fisher, Bryan Cranston

Wiederholung: Mittwoch, 5. Juni, 22.30 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der Mandant“

Wikipedia über „Der Mandant“ (deutsch, englisch)

Michael Connelly unterhält sich mit Matthew McConaughey über den Film

Meine Besprechung der Filmausgabe von Michael Connellys „Der Mandant“

Homepage von Michael Connelly

Meine Besprechung von Michael Connellys „The Lincoln Lawyer“ (2005, deutscher Titel: Der Mandant)

Meine Besprechung von Michael Connellys „Vergessene Stimmen“ (The Closers, 2005)

Meine Besprechung von Michael Connellys “L. A. Crime Report” (Crime Beat, 2004)

Meine Besprechung von Michael Connellys “Kalter Tod” (The Overlook, 2007)

Meine Besprechung von Michael Connellys “Echo Park” (Echo Park, 2006)

Michael Connelly in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Brad Furmans „Der Mandant“ (The Lincoln Lawyer, USA 2011)

Meine Besprechung von Brad Furmans „Runner Runner“ (Runner Runner, USA 2013)

Meine Besprechung von Brad Furmans „The Infiltrator“ (The Infiltrator, Großbritannien 2016)


TV-Tipp für den 3. Juni: Das Biest muß sterben

Juni 3, 2019

Arte, 20.15

Das Biest muß sterben (Que la bête meure, Frankreich/Italien 1969)

Regie: Claude Chabrol

Drehbuch: Paul Gégauff, Claude Chabrol

LV: Nicholas Blake: The Beast must die, 1938 (Mein Verbrechen)

Ein unbekannter Raser überfährt in einem bretonischen Dorf den neunjährigen Sohn des Kinderbuchautors Charles Thénier. Weil die Polizei den Täter nicht überführt, beginnt Thénier ihn auf eigene Faust zu suchen. Anschließend will er ihn umbringen.

Ein schon lange nicht mehr gezeigter Chabrol-Klassiker, der damals einen bemerkenswerten Film nach dem nächsten drehte.

Klassisch sind auch die ersten Zeilen von Blakes Roman: “Ich will einen Menschen töten. Ich weiß nicht, wie er heißt, ich weiß nicht, wo er wohnt, ich habe keine Ahnung, wie er aussieht. Aber ich werde ihn finden und ihn töten.”

mit Michel Duchaussoy, Caroline Cellier, Jean Yanne, Maurice Pialat

Wiederholung: Dienstag, 4. Juni, 14.00 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Das Biest muß sterben“

Wikipedia über „Das Biest muß sterben“ (deutsch, englisch, französisch) und über Claude Chabrol (deutsch, englisch, französisch)

Mein Nachruf auf Claude Chabrol

Claude Chabrol in der Kriminalakte

Wikipedia über Nicholas Blake (deutsch, englisch)

Kirjasto über Nicholas Blake


TV-Tipp für den 2. Juni: Girl on the Train

Juni 1, 2019

Pro7, 20.15

Girl on the Train (Girl on the Train, USA 2016)

Regie: Tate Taylor

Drehbuch: Erin Cressida Wilson

LV: Paula Hawkins: Girl on the Train, 2015 (Girl on the Train)

Auf ihren täglichen Zugfahrten beobachtet Rachel ein junges Liebespaar. Eines Tages ist die Frau verschwunden. Rachel befürchtet das Schlimmste und sie will herausfinden, was geschah.

TV-Premiere der auf einem Bestseller basierenden Thrillerschmonzette von Tate Taylor. Sein neuester Film „Ma“ läuft seit Donnerstag im Kino.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Emily Blunt, Rebecca Ferguson, Haley Bennett, Justin Theroux, Luke Evans, Allison Janney, Edgar Ramírez, Lisa Kudrow, Laura Prepon, Darren Goldstein

Wiederholung: Montag, 3. Juni, 00.05 Uhr (Taggenau!)

Die Vorlage mit Filmcover

Girl on the TrainDu kennst sie nicht aber sie kennt dich von Paula Hawkins

Paula Hawkins: Girl on the Train

(übersetzt von Christoph Göhler)

Blanvalet, 2016

448 Seiten

12,99 Euro

Deutsche Erstausgabe

Blanvalet, 2015

Originalausgabe

Girl on the Train

Doubleday, 2015

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Girl on the Train“

Metacritic über „Girl on the Train“

Rotten Tomatoes über „Girl on the Train“

Wikipedia über „Girl on the Train“ (deutsch, englisch)

Homepage von Paula Hawkins

Perlentaucher über „Girl on the Train“

Meine Besprechung von Tate Taylors „The Help“ (The Help, USA 2010)

Meine Besprechung von Tate Taylors „Get on Up“ (Get on Up, USA 2014)

Meine Besprechung von Tate Taylors „Girl on the Train“ (Girl on the Train, USA 2016)

Meine Besprechung von Tate Taylors „Ma“ (Ma, USA 2019)


Neu im Kino/(Keine) Filmkritik: „Push – Für das Grundrecht auf Wohnen“, mit ergänzenden Veranstaltungen

Juni 1, 2019

Wohnen ist vor allem ein Menschenrecht. Es ist der Mittelpunkt unseres Lebens. Es ist der Ort, an dem wir in Sicherheit, Frieden und Würde leben könne. Es ermöglicht uns, alle unsere anderen Rechte in Anspruch zu nehmen. (…)

Ich glaube, es gibt einen großen Unterschied zwischen Wohnraum als Ware und Gold als Ware. Gold ist kein Menschenrecht. Wohnen schon.“

Leilani Farha, UN-Sonderberichterstatterin für das Menschenrecht auf Wohnen

 

Weil wir von der Bürgerrechtsorganisation Humanistische Union den Film im Rahmen von „One World Berlin“ präsentieren und ich den Abend moderiere, kann ich den Dokumentarfilm „Push – Für das Grundrecht auf Wohnen“ nicht besprechen. Denn wenn ich sage, der Film sei gut, heißt ich, ich müsse das ja sagen.

Aber ich kann den Film ankündigen und auf die positiven Kritiken (aktuell zwei von zwei Kritiken) bei Rotten Tomatoes verweisen. So schreibt Allan Hunter (Screen Daily): „Fredrik Gertten’s lively, approachable documentary on the global housing crisis should leave audiences feeling engaged, enraged and with plenty to discuss afterwards.“

Und trage einige Fakten zusammen. Fredrik Gertten („Becoming Zlatan“, Bikes vs Cars“, „Big Boys gone Bananas!*“) begleitet in seinem neuen Film Leilani Farha, seit 2014 UN-Sonderberichterstatterin für das Menschenrecht auf Wohnen, bei ihren Besuchen in Großstädten, wie Berlin, London, New York und Toronto. Diese Städte sind alle mit erschreckend ähnlichen Problemen konfrontiert. Farha unterhält sich mit Mietern, sieht sich ihre Wohnungen an, erkundet den Wohnungsmarkt in den besuchten Großstädten (sofern es überhaupt noch einen Markt gibt) und redet mit Experten. Diese Einblicke zeigen eindrucksvoll, wie immer mehr Investmentgesellschaften Miethäuser kaufen und kein Interesse daran haben, Wohnungen zu vermieten. Ihr Geschäft ist nicht das Vermieten von Wohnungen, sondern die Geldvermehrung mit Spekulationen. Es handelt sich um eine Form der exorbitanten Verteuerung von Wohnraum, die nichts mit den seit langem bekannten Gentrifizierungen zu tun hat. Und die für die potentiellen Mieter noch erschreckender ist. Denn die Mietwohnungen werden überhaupt nicht mehr zur Vermietung angeboten.

Farha und auch Gertten bemühten sich während der Dreharbeiten auch um ein Gespräch mit einem Vertreter dieser Gesellschaften. Das Gespräch fand nicht statt. Vor diesem Problem stand auch Bettina Borgfeld in ihrer ebenfalls sehenswerten Doku „Was kostet die Welt“ über den Aufkauf der Ärmelkanal-Insel Sark durch die Barclay-Zwillingsbrüder.

Dafür traf „Push“-Regisseur Gertten die Soziologin Saskia Sassen, den Wirtschafts-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz und den Schriftsteller Roberto Saviani („Gomorrha“, „Paranza – Der Clan der Kinder“ [Verfilmung ab dem 22. August im Kino]).

Zugunsten der Konzentration auf Farhas Arbeit vor Ort vernachlässigt Gertten Farhas sonstige Arbeit als UN-Sonderberichterstatterin. Es gibt kaum Bilder und Informationen über von ihr besuchte Konferenzen und Tagungen und geführte Hintergrundgesprächen. Wie sie ihr auf den Reisen gesammeltes Wissen in Resolutionen und für von Entmietungen Betroffene versucht in konkrete Politik umzusetzen und welche Probleme es dabei gibt, wird kaum gezeigt.

Wer nur daran interessiert ist, wie Politik funktioniert, sieht sich daher besser David Bernets Dokumentarfilm „Democracy – Im Rausch der Daten“ über die Arbeit an der Datenschutz-Grundverordnung (DGSVO) an. Als Ästhet empfehle ich die im Kino gezeigte SW-Version.

Für die Berliner gibt es in „Push – Für das Grundrecht auf Wohnen“ auch einige Bilder aus Deutschland schönster Stadt.

Push – Für das Grundrecht auf Wohnen (Push, Schweden 2019)

Regie: Fredrik Gertten

Drehbuch: Fredrik Gertten

mit Leilani Farha, Saskia Sassen, Joseph Stiglitz, Roberto Saviani

Länge: 96 Minuten

FSK: ab 0 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Push“

Rotten Tomatoes über „Push“

Wikipedia über Fredrik Gertten (deutsch, englisch)

UN-Seite zum Grundrecht auf Wohnen

Diskussion in der Rosa-Luxemburg-Stiftung am 8. Mai 2019 mit Leilani Farha, Fredrik Gerrten, Katalin Gennburg (Sprecherin für Stadtentwicklung, Tourismus, Smart City aus dem Berliner Abgeordnetenhaus, Die Linke) und Dr. Ulrike Hamann (Soziologin an der HU Berlin und Aktivistin bei Kotti & Co.)

Die Veranstaltungen zum Film (soweit bis jetzt bekannt):

Berlin | Sonntag, 2. Juni 2019 | 18:00 Uhr | Lichtblick

Preview in Kooperation mit der Humanistischen Union und das One World Berlin Human Rights Film Festival mit anschließender Diskussion mit Aktivist*innen vom Bündnis Zwangsräumung verhindern, in Rahmen der Reihe »One World Berlin – Menschenrechte aktuell«

Berlin | Dienstag, 4. Juni 2019 | 21:00 Uhr | Freiluftkino Insel im Cassiopeia

Sondervorführung mit anschließender Diskussion. In Kooperation mit dem Human Rights Film Festival Berlin.

Berlin | Mittwoch, 5. Juni 2019 | 21:30 Uhr | Griessmühle

Open-Air Preview Screening mit dem Mobile Kino

Hamburg | Mittwoch, 5. Juni 2019 | 19:15 Uhr | Abaton

Preview mit Filmgespräch mit Klaus Lübke von der SPD, Stadtteilkümmerer auf der Veddel und Christoph Winkler, Architekt und Vorstand des Hamburger Architektursommers

München | Donnerstag, 6. Juni 2019 | 20:30 Uhr | Monopol Kino

Sondervorführung mit anschließender Diskussion. In Kooperation mit #ausspekuliert und MUCBOOK

Frankfurt a.M. | Donnerstag, 6. Juni 2019 | 19:00 Uhr | Pupille

Sondervorführung mit anschließender Diskussion. In Kooperation mit Mietentscheid Frankfurt

Köln | Freitag, 7. Juni 2019 | 19:30 Uhr | Cinenova

Sonderveranstaltung mit anschließender Diskussion. In Anwesenheit von Josef Wirges (Bezirksbürgermeister Ehrenfeld) Martin Schmittseifer (Vorstand JACK IN THE BOX e.V.), Hawe Möllmann (Sprecher der Bürgerinitiative Helios) und weiteren Gästen

Bochum | Mittwoch, 12. Juni 2019 | 19:00 Uhr | Endstation Kino

Sonderveranstaltung mit Filmgespräch in Kooperation mit dem Mieterverein Bochum

Hamburg | Montag, 17. Juni 2019 | 20:00 Uhr | Zeise

Sondervorführung in Kooperation mit der Hafen City Universität Hamburg. Mit anschließender Diskussion

Oldenburg | Montag, 24. Juni 2019 | 18:30 Uhr | Casablanca

Sondervorführung mit anschließendem Filmgespräch. In Anwesenheit von Dr. Norbert Gestring, Uni Oldenburg – Institut für Sozialwissenschaften, Stadtforschung. In Kooperation mit dem Ökumenische Zentrum Oldenburg

Bonn | Mi., 26. Juni 2019 | 20 Uhr | Rex Kino

Sondervorführung mit anschließendem Filmgespräch. In Anwesenheit von Bernhard von Grünberg, Vorsitzender des Deutscher Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr e.V. und weiteren Gästen. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe #100JahreDMBBonn.

Frankfurt a.M. | 10. Juli 2019 | 20 Uhr | Mal Seh’n

Sondervorführung in Kooperation mit Mietentscheid Frankfurt.


TV-Tipp für den 1. Juni: Night on Earth

Mai 31, 2019

One, 22.00

Night on Earth (Night on Earth, USA 1991)

Regie: Jim Jarmusch

Drehbuch: Jim Jarmusch

Später gab Jim Jarmusch zu, dass es eine bescheuerte Idee war, fünf Kurzfilme zu drehen, in denen Taxifahrer in Los Angeles, New York, Paris, Rom und Helsinki ihre seltsamen Kunden durch die Nacht fahren und diese Begegnungen ausschließlich im fahrenden Taxi spielen zu lassen. Denn was auf dem Papier nach wenig Aufwand aussieht, ist ein logistischer Albtraum.

Zum Glück für uns kam Jarmusch erst nach den Dreharbeiten zu seiner wundervollen Ode an das Leben in der Nacht zu dieser Erkenntnis.

Tom Waits schrieb die Musik

Mit Winona Ryder, Gena Rowlands, Giancarlo Esposito, Armin Mueller-Stahl, Béatrice Dalle, Rosie Perez, Isaach de Bonkolé, Roberto Benigni, Paolo Bonacelli, Matti Pellonpää, Kari Väänänen

Wiederholung: Montag, 3. Juni, 01.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Night on Earth“

Wikipedia über „Night on Earth“ (deutsch, englisch) und über Jim Jarmusch (deutsch, englisch)

The Jim Jarmusch Resource Page

Senses of Cinema über Jim Jarmusch

Jim Jarmusch in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Jim Jarmuschs “Only Lovers left alive” (Only Lovers left alive, Deutschland/Großbritannien/Frankreich/Zypern/USA 2013)

Meine Besprechung von Jim Jarmuschs „Paterson“ (Paterson, USA 2016) und der DVD

Meine Besprechung von Jim Jarmuschs „Gimme Danger“ (Gimme Danger, USA 2016)

Bonushinweis

Am 13. Juni läuft sein neuer, gewohnt hochkarätig besetzte Zombiekomödie Film „The Dead don’t die“ bei uns an:

 


Neu im Kino/Filmkritik: „Roads“ zu einer Freundschaft

Mai 31, 2019

Es dauert lange, sehr lange, für meinen Geschmack viel zu lange, bis wir mehr über Gyllen (Fionn Whitehead) erfahren. Das erste Mal begegnen wir dem 18-jährigen Engländer in der ersten Filmminute von „Roads“, als er mitten in der Nacht in Marokko an einer Straße steht und alle in seinem Telefon gespeicherten Freunde und Bekannte anruft, die ihm helfen könnten. Denn sein Wohnwagen ist mitten in der Einöde liegen geblieben.

William (Stéphane Bak) beobachtet ihn. Später kommen sie ins Gespräch miteinander und nachdem William Gyllens Wohnwagen wieder flott gemacht hat, bietet Gyllen ihm eine Mitfahrgelegenheit an. Beide wollen nach Europa. Vor der Grenze versteckt Gyllen William in der Toilette des Wohnwagens. Denn William ist ein Flüchtling.

Dass Gyllen ebenfalls ein Flüchtling ist, erfahren wir erst viel später. Der Londoner Gyllen hielt den Urlaub mit seiner Mutter und seinem Stiefvater (beide sehen wir niemals) nicht mehr aus. Jetzt will er nach Frankreich zu seinem auf dem Land lebendem Vater.

Der aus dem Kongo kommende William will nach Calais. Von dort erhielten er vor einem halben Jahr er und seine Familie die letzte Nachricht seines Bruders.

Sebastian Schipper erzählt, basierend auf einem Drehbuch, das er zusammen mit Oliver Ziegenbalg („25 km/h“) schrieb und während des chronologischen Drehs weiterentwickelte, wie sich seine beiden jugendlichen Protagonisten auf ihrer Fahrt quer durch Europa miteinander befreunden. Dass Schipper dabei nicht die Formel seines Debütfilms „Absolute Giganten“ oder seines in einer Einstellung gedrehten Überraschungserfolg „Victoria“ wiederholt, ist ihm hoch anzurechnen. Aber wirklich überzeugen kann das schön aussehende, formal gut gemachte und gut gespielte, aber primär gut gemeinte Road-Movie nicht.

Neben den typischen Erlebnissen, die Jugendliche auf ihrer ersten Reise haben (Drogen!), geht es auch um die Flüchtlingsfrage, die hier anhand einer Freundschaft zwischen zwei Jungen erzählt wird. Oder besser gesagt: nicht erzählt wird. Sie ist das durch Williams Biographie gewählte Hintergrundrauschen, das auch dazu führt, dass Gyllen immer wieder anderen Flüchtlingen begegnet, ohne dass hier thematische Vertiefungen stattfänden. Überraschende Einsichten fehlen ebenfalls.

Dafür verläuft die Begegnung zwischen Gyllen und William zu sehr in den Bahnen einer jugendlich unschuldigen Coming-of-Age-Geschichte, in der aus einer Zufallsbekanntschaft eine kurzzeitige Freundschaft wird. Dabei ist es ziemlich egal, ob der eine Junge aus London und der andere aus dem Kongo kommt, oder beide aus Berlin kommen.

Roads (Deutschland/Frankreich 2019)

Regie: Sebastian Schipper

Drehbuch: Sebastian Schipper, Oliver Ziegenbalg

mit Fionn Whitehead, Stéphane Bak, Moritz Bleibtreu, Ben Chaplin, Marie Burchard, Josue Ndofusu

Länge: 99 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Roads“

Moviepilot über „Roads“

Rotten Tomatoes über „Roads“

Wikipedia über „Roads“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Sebastian Schippers „Victoria“ (Deutschland 2015)


Neu im Kino/Filmkritik: „Rocketman“ Elton John singt und singt und tanzt

Mai 31, 2019

Um meine Besprechung von Dexter Fletchers Elton-John-Biopic „Rocketman“ in die richtige Perspektive zu rücken, sind zwei Vorbemerkungen sinnvoll: Musicals sind nicht mein Lieblingsgenre (okay, das dürftet ihr wissen) und Elton John gehört nicht zu meinen Lieblingsmusikern. Abhängig von den posthumen Veröffentlichungen, Deluxe-Ausgaben und Live-Mitschnitten steht stattdessen das Gesamtwerk von den Doors, Jimi Hendrix und David Bowie bei mir rum. Neben vielen anderen Bands und Musikern, die in diesem Zusammenhang unwichtig sind. Denn es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen Jimi Hendrix und Elton John. Ersterer war zu Lebzeiten wichtig für die Gegenkultur, letzterer war und ist ein Popmusiker. Ein begnadeter Popmusiker, der zusammen mit Bernie Taupin, etliche Hits schrieb, die inzwischen zu Klassikern wurden, und der seit Jahrzehnten kommerziell unglaublich erfolgreich ist. Daher irrlichtert Elton John in „Rocketman“, um sich selbst kreisend, durch die Jahrzehnte.

Regisseur Dexter Fletcher und Drehbuchautor Lee Hall („Billy Elliot – I will dance“, „Gefährten“) erzählen in dem sich zahlreiche Freiheiten nehmendem Biopic von der Kindheit, Jugend, den Anfangsjahren über Elton Johns große kommerziellen Erfolge bis in die späten achtziger Jahre. Weil Elton John als Megastar in seiner eigenen Sphäre lebte und weil Fletcher immer wieder zwischen den Zeitebenen hin und her springt, verschwimmen die Jahre ab Elton Johns erster eigenen LP – „Empty Sky“ (1969) – bis 1990, als er einen letztendlich erfolgreichen Drogenentzug beginnt, zu einem einzigen Rausch.

Der erzählerische Rahmen ist dabei eine Therapiesitzung, die der 1947 als Reginald Kenneth Dwight geborene Elton John besucht, auf der er sich zu seinen verschiedenen Süchten, – Drogen, Alkohol, Sex und was es sonst noch so gibt – bekennt und von seinem Leben erzählt. Dieser Rahmen ermöglicht es, innerhalb von zwei Stunden alles Mögliche anzusprechen. Elton Johns gute Beziehung zu seiner Mutter und Großmutter, seine unerwiderte Liebe zu seinem Vater, seine Beziehung zu Bernie Taupin, seine Liebesbeziehungen (und, Sensation!, wir sehen erstmals in einem Mainstreamfilm eine gleichgeschlechtliche Liebesszene) und seine verschiedenen Drogenabhängigkeiten. Dazu gibt es ein Greatest Hits,wobei die Songs von Elton-John-Darsteller Taron Egerton neu eingesungen wurden. Sie wurden auch neu arrangiert von Giles Martin. Damit entfallen die wohlfeilen Vergleiche zwischen Original und Filmversion.

Die Songs hat Fletcher als Musical-Nummern inszeniert, in denen Elton John dann nicht nur am Esstisch beginnt zu singen, sondern, beispielsweise bei „Saturday Night’s Alright for Fighting“, die Konzertbühne verlässt, um durch die halbe Stadt und das aufregende Nachtleben zu tanzen und singen und am Ende, deutlich gealtert, wieder auf die Konzertbühne zurückzukehren. Diese und auch die anderen Songs können mühelos als Musik-Videos veröffentlicht werden. Wenn es heute noch richtig aufwändig produzierte Musik-Videos gäbe.

Mit Taron Egerton als Elton John hatte ich durchgehend ein Problem. Für mich ist er, obwohl ich keine Ahnung habe, wie Elton John privat ist und wie er sich in den siebziger Jahren verhielt, nicht Elton John, sondern Eggsy aus den beiden „Kingsman“-Filmen

In „Eddie, the Eagle“, der ebenfalls von Fletcher inszeniert wurde, hatte ich dieses Problem nicht.

Für Elton-John-Fans ist „Rocketman“ definitiv einen Blick wert. Weil Elton John und sein Mann David Furnish das Projekt initiierten und zu den Produzenten des Films gehören, ist das Musical natürlich nicht im Ansatz kritisch. Dieses Schicksal teilt er mit „Bohemian Rhapsody“ über Freddie Mercury und Queen. Und wie „Bohemian Rhapsody“ kümmert „Rocketman“ sich nicht sonderlich um die Chronologie. Die Songs werden so in den Film eingefügt, wie es gerade zur Filmgeschichte passt. Aber hier stört das nicht sonderlich. Denn „Rocketman“ ist ein Musical, das auch und vor allem in den Songs immer wieder zwischen verschiedenen Zeitebenen hin und herspringt. Es orientiert sich locker an den biographischen Stationen. Thematisch wird einfach alles angesprochen, was die Macher an Elton Johns Leben interessierte. Daraus ergibt sich keine kohärente Geschichte, sondern ein Potpourri der größten Hits.

Wenn man „Bohemian Rhapsody“ (Fletcher übernahm von Bryan Singer die Regie) und „Rocketman“ vergleichen will, muss man sagen: musikalisch ist „Bohemian Rhapsody“ der mitreisendere Film. Das liegt vor allem an den „Queen“-Stadionrockhymnen, die auch nach dem zehnten Bier noch mitgesungen werden können. Filmisch ist „Rocketman“ in jeder Beziehung der interessantere und auch gewagtere Film.

Rocketman (Rocketman, USA 2019)

Regie: Dexter Fletcher

Drehbuch: Lee Hall

mit Taron Egerton, Jamie Bell, Richard Madden, Bryce Dallas Howard, Gemma Jones, Steven Mackintosh

Länge: 121 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Facebook-Seite zum Film

Englische Facebook-Seite zum Film

Moviepilot über „Rocketman“

Metacritic über „Rocketman“

Rotten Tomatoes über „Rocketman“

Wikipedia über „Rocketman“ (deutsch, englisch) und Elton John (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Dexter Fletchers „Eddie the Eagle – Alles ist möglich“ (Eddie the Eagle, Großbritannien/USA/Deutschland 2016)

Homepage von Elton John

AllMusic über Elton John

Die Cannes-Pressekonferenz


Neu im Kino/Filmkritik: Octavia Spencer ist keine echte „Ma“

Mai 31, 2019

Octavia Spencer war wohl etwas gelangweilt von ihren vielen netten mütterlichen Rollen, in denen sie immer die kompetente Ansprechpartnerin bei Problemen ist. Einmal spielte sie sogar Gott. Also schnappte sie sich die Rolle von ‚Ma‘ Sue Ann. Und diese ‚Ma‘ ist eine Mutter aus der Hölle. Die Tierarzthelferin lebt in einer Kleinstadt im ländlichen Ohio in einem einsam gelegenem Haus.

Eines Tages wird sie von der neu im Dorf lebenden Maggie (Diana Silvers [„Glass“]) gefragt, ob sie für Maggie und ihre Mitschüler Alkohol kaufen könne. Sue Ann tut es.

Kurz darauf lädt sie die Jugendlichen zu sich ein. Sie dürfen in ihrem Keller feiern und sie sollen nachher nicht betrunken nach Hause fahren. Für die Jugendlichen ist das ein grandioses Angebot auf unbegrenzte Party abseits von der strengen Blicken ihrer Eltern. ‚Ma‘, die das ermöglicht, ist ihre neue Heldin. Letztendlich gibt es bei ‚Ma‘ nur eine Regel: sie dürfen das restliche Haus nicht betreten.

Spätestens in dem Moment, wenn Octavia Spencer dieses Verbot verkündet, weiß man, dass die jugendlichen Partygäste das doch tun werden und dass das ein potentiell tödlicher Fehler ist. Trotzdem vergeht erstaunlich viel Filmzeit, bis Maggie zum ersten Mal den Keller verlässt und den Rest des Hauses betritt. Bis dahin baut Regisseur Tate Taylor die Spannung auf und zeigt Maggie und ihre Schulfreunde beim exzessiven Feiern. ‚Ma‘ Sue Ann feiert vergnügt mit den Schülern; was schon etwas merkwürdig ist. Sie ist eine Schwarze. Ihre Gäste sind fast nur Weiße. Sie ist mehr als doppelt so alt. Sie könnte locker ihre Mutter sein. Gleichzeitig schleicht sie sich in das Leben der Jugendlichen ein. Sie stalkt sie und die Eltern ihrer Kellergäste, die sie von früher kennt. Schließlich leben sie seit ihrer Kindheit in der gleichen Kleinstadt. Sie will, und hier ist die Story dann etwas unplausibel, sich rächen für Dinge, die ihr als Schülerin zugestoßen sind und im Film langsam enthüllt werden.

Mit seinem neuen Film probiert Regisseur Tate Taylor wieder ein neues Genre aus und wieder liefert er einen sehenswerten Film ab. Sein Spielfilmdebüt, die Komödie „Pretty Ugly People“ (2008), wurde bei uns anscheinend nie veröffentlicht. Sein zweiter Spielfilm, das Drama „The Help“ (2011) über Rassismus in den Südstaaten, wurde allgemein abgefeiert. Octavia Spencer erhielt einen Oscar als beste Nebendarstellerin. Sowieso sind Spencer und Taylor seit über 25 Jahren miteinander befreundet. Sie lebten sogar sechs Jahre in der gleichen Wohnung. Als nächstes inszenierte Taylor das James-Brown-Biopic „Get on Up“ (2014) und die Paula-Hawkins-Verfilmung „The Girl on the Train“ (2016). Das ist, auch wenn man die Vorlage nicht kennt, ein typischer, sich vor allem an Frauen richtender Romantic-Thriller ohne große Überraschungen. In dem Film spielte Luke Evans mit, der jetzt auch in „Ma“ dabei ist. Und Allison Janney ist in „Ma“ als Sue Anns Chefin in einer kleinen Rolle dabei. Sie spielte auch in Taylors vorherigen Filmen mit.

Ma“ ist ein fieser kleiner B-Horrorfilm, der vor allem Angst und Schrecken verbreiten will. Das gelingt ihm dank der straffen Regie und dem gut aufgelegten Cast gut. Und Octavia Spencer ist in ihrer ersten Hauptrolle eine wirklich furchterregende Gastgeberin und gequälte Seele, die einfach nur von allen geliebt werden will.

Ma (Ma, USA 2019)

Regie: Tate Taylor

Drehbuch: Scott Landes

mit Octavia Spencer, Juliette Lewis, Diana Silvers, McKaley Miller, Corey Fogelmanis, Luke Evans, Dante Brown, Missi Pyle, Gianni Paolo, Tate Taylor, Dominic Burgerss, Allison Janney

Länge: 100 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Deutsche Facebook-Seite zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Ma“

Metacritic über „Ma“

Rotten Tomatoes über „Ma“

Wikipedia über „Ma“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Tate Taylors „The Help“ (The Help, USA 2010)

Meine Besprechung von Tate Taylors „Get on Up“ (Get on Up, USA 2014)

Meine Besprechung von Tate Taylors „Girl on the Train“ (Girl on the Train, USA 2016)


TV-Tipp für den 31. Mai: Jack Reacher

Mai 31, 2019

Pro7, 20.15

Jack Reacher (Jack Reacher, USA 2012)

Regie: Christopher McQuarrie

Drehbuch: Christopher McQuarrie

LV: Lee Child: One Shot, 2005 (Sniper)

Ein Scharfschütze erschießt in Pittsburgh am helllichten Tag fünf Menschen. Als Täter wird der Ex-Soldat James Barr verhaftet, der nur fordert, dass Jack Reacher geholt wird. Und Reacher, ein Ex-Militärpolizist, der immer unter dem Radar bleibt, taucht kurz darauf in Pittsburgh auf. Allerdings nicht, um Barr zu helfen.

„Jack Reacher“ ist ein guter, wenn auch unspektakulärer Thriller mit einem in jeder Beziehung angenehmen Retro-Touch, bei dem die Schauspieler, die Dialoge und altmodische Erzähltugenden im Vordergrund stehen. Entsprechend unaufgeregt inszenierte McQuarrie den Film und Tom Cruise gibt – nachdem die Fans der Romane Cruise lautstark wegen seiner Körpergröße ablehnten (immerhin ist Reacher in den Romanen fast zwei Meter und Tom Cruise ist nur 1,70 Meter) – einen überzeugenden Jack Reacher.

2016 hatte Tom Cruise in „Jack Reacher: Kein Weg zurück“ (Jack Reacher: Never go back) seinen zweiten und bislang letzten Auftritt als Jack Reacher. mit Tom Cruise, Rosamund Pike, Richard Jenkins, David Oyelowo, Werner Herzog, Jai Courtney, Vladimir Sizov, Joseph Sikora , Michael Raymond-James, Alexia Fast, Josh Helman, Robert Duvall, Lee Child (Cameo als Polizist)

Wiederholung: Samstag, 1. Juni, 23.05 Uhr

Hinweise

Metacritic über „Jack Reacher“

Rotten Tomatoes über „Jack Reacher“

Wikipedia über „Jack Reacher“ (deutsch, englisch)

Homepage von Lee Child

Wikipedia über Lee Child (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Lee Childs „Tödliche Absicht“ (Without fail, 2002)

Meine Besprechung von Lee Childs „Die Abschussliste“ (The Enemy, 2004)

Meine Besprechung von Lee Childs „Sniper“ (One Shot, 2005)

Meine Besprechung von Lee Childs “Outlaw” (Nothing to Loose, 2008)

Meine Besprechung von Lee Childs „Die Gejagten“ (Never go back, 2013)

Meine Besprechung von Lee Childs (Herausgeber) „Killer Year – Stories to die for…from the hottest new crime writers“ (2008)

Meine Besprechung von Christopher McQuarries „Jack Reacher“ (Jack Reacher, USA 2012)

Meine Besprechung von Christopher McQuarries „Mission: Impossible – Rouge Nation“ (Mission Impossible: Rouge Nation, USA 2015)

Meine Besprechung von Christopher McQuarries „Mission: Impossible – Fallout“ (Mission: Impossible – Fallout, USA 2018)

Meine Besprechung von Edward Zwicks „Jack Reacher: Kein Weg zurück“ (Jack Reacher: Never go back, USA 2016)

Kriminalakte über Lee Child und „Jack Reacher“


TV-Tipp für den 30. Mai: Vaiana – Das Paradies hat einen Haken

Mai 29, 2019

Sat.1, 20.15

Vaiana – Das Paradies hat einen Haken (Moana, USA 2016)

Regie: Ron Clements, John Musker, Don Hall (Ko-Regie), Chris Williams (Ko-Regie)

Drehbuch: Jared Bush (nach einer Geschichte von Ron Clements, John Musker, Chris Williams, Don Hall, Pamela Ribon, Aaron Kandell und Jordan Kandell)

Weil die für die Bewohner einer Südpazifikinsel die lebensnotwendigen Fischschwärme ausbleiben und die Ernten verdorren, sticht die Häuptlingstochter Vaiana auf eigene Faust in See. Sie will das Rätsel lösen und das überleben ihres Volkes sichern.

Für Kinder ist der Disney-Film „Vaiana“ ein bunter Abenteuerfilm, der alles hat, was das Herz begehrt: eine taffe, optimistische Heldin, ein ihr helfenden Halbgott, Tiere, Abenteuer, flotte Sprüche und sieben Originalsongs, von denen zwei in verschiedenen Fassungen präsentiert werden.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit (im Original den Stimmen von) Auli’i Cravalho, Dwayne Johnson, Jermaine Clement, Rachel House, Temuera Morrison, Alan Tudyk, Nicole Scherzinger

(in der deutschen Fassung den Stimmen von) Lina Larissa Strahl, Andreas Bourani

Wiederholung: Sonntag, 2. Juni, 15.30 Uhr

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Vaiana – Das Paradies hat einen Haken“

Metacritic über „Vaiana – Das Paradies hat einen Haken“

Rotten Tomatoes über „Vaiana – Das Paradies hat einen Haken“

Wikipedia über „Vaiana – Das Paradies hat einen Haken“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Ron Clements/John Musker/Don Hall/Chris Williams‘ „Vaiana – Das Paradies hat einen Haken“ (Moana, USA 2016)


Neu im Kino/Filmkritik: „Godzilla II: King of the Monsters“ bei der kollektiven Städteplanung

Mai 29, 2019

Fünf Jahre nach den Ereignissen von „Godzilla“ wissen die Menschen, dass es, ähem, sehr sehr große Tiere gibt. Wie mit diesen Titanen umgegangen werden soll, ist allerdings noch etwas unklar. Letztendlich stehen sich Wissenschaftler und Militärs gegenüber. Erstere möchten die Tiere beobachten und sind an einem friedlichen Umgang, einer Koexistenz, mit ihnen interessiert. Letztere möchten, nach bewährter Soldatentradition, die Monster am liebsten atomisieren. Bis die Politik sich entschieden hat, was getan wird, werden die bis jetzt siebzehn bekannten Riesenmonster in ihren Verstecken von der kryptozoologischen Agentur Monarch beobachtet und erforscht. Selbstverständlich ohne sie aus ihrem schon seit Ewigkeiten andauerndem Tiefschlaf zu wecken.

Als eine von Alan Jonah (Charles Dance) geführte Gruppe Ökoterroristen die Monarch-Station in China überfällt, ist das fragile Gleichgewicht gestört. Er lässt das Monster frei und entführt die Wissenschaftlerin Dr. Emma Russell (Vera Farmiga), die gerade ein Gerät entwickelt hat, mit dem man das Verhalten der Tiere beeinflussen kann, und ihre Tochter Madison („Stranger Things“ Millie Bobby Brown in ihrem Spielfilmdebüt). Die Terroristen wollen alle bis jetzt bekannten Monster auf die Menschheit loslassen. Ihre erste Station ist die Monarch-Station in der Antarktis. Im Eis schläft der dreiköpfige King Ghidorah.

Währenddessen wird Emmas Mann Mark (Kyle Chandler) von dem wichtigen Monarch-Wissenschaftler Dr. Ishiro Serizawa (Ken Watanabe) in das aus Wissenschaftlern und Soldaten bestehende Team, das die Terroristen finden soll, aufgenommen. Mark kombiniert in Sherlock-Holmes-Manier (also für Normalsterbliche ohne Erklärung nicht nachvollziehbar und Zeit für Erklärungen gibt es in „Godzilla II: King of the Monsters“ nicht), dass die Entführer seiner Frau und Tochter zu der streng geheimen Monarch-Station in der Antarktis wollen.

Dort erlebt Mark seine erste große Überraschung und über einige Umwege und Atombombenzündungen geht es in die USA in seine Heimatstadt.

Während Gareth Edwards‘ „Godzilla“ noch eine ziemlich dröge Angelegenheit war, liefert Michael Dougherty in „Godzilla II: King of the Monsters“ fast pausenlose Action. Eine richtige Fortsetzung von „Godzilla“ ist sein Film nicht. Bis auf Ken Watanabe, Sally Hawkins (die ziemlich schwuppdiwupp zwischen zwei Bildern zertrampelt wird) und David Strathairn (ungefähr eine Szene als Admiral William Stenz) ist niemand vom ersten „Godzilla“-Film dabei. Die Organisation Monarch spielt in „Godzilla“, „Godzilla II“ und „Kong: Skull Island“ eine so austauschbare Rolle, dass sie mühelos durch einen beliebigen anderen Organisationsnamen ersetzt werden könnte.

Godzilla selbst ist auch gar nicht so oft im Bild. Dafür gibt es viele andere Monster. Vor allem das dreiköpfige Wesen King Ghidorah hat eine größere Rolle. King Ghidorah ist dann auch noch ein Alien und entsprechend schwer zu besiegen.

Im Mittelpunkt des Films stehen die epischen Monsterkloppereien, die man problemlos auch ohne die Kenntnis der anderen Filme nachvollziehen kann. Meistens tragen sie sich vor einem sehr dunklen Himmel zu. Viele Soldaten dürfen als Statisten ballern und sterben, während die Monster sich gerade als rücksichtslose, Hochhäuser im Dutzend zerstörende Abrissunternehmer betätigen, Weil das alles aus dem Computer kommt, fehlt auch Doughertys Monsterfilm der Charme der alten japanischen „Godzilla“-Filme, die früher in den Bahnhofslichtspielen und dem TV-Nachmittagsprogramm liefen. Damals wurde ein Mann in ein Affenkostüm gesteckt und er stampfte durch Spielzeuglandschaften. Das war ein kindischer Spaß, der immer wieder ernste Untertöne hatte.

So etwas wie eine tiefere Botschaft sucht man in „Godzilla II: King of the Monsters“ vergebens. Falls man beim lustigen Zünden von Atombomben und einer neuen Bombe, die alles Leben im Radius von zwei Meilen vernichtet, überhaupt jemals daran denkt. Denn das Drehbuch bemüht sich nur, die einzelnen, bevorzugt in Großstädten stattfindenden Zerstörungsorgien halbwegs schlüssig miteinander zu verbinden.

Die Schauspieler – ein durchaus beeindruckender Cast gestandener Mimen – hat wenig zu tun. Schauspielerischen Leistungen werden von keinem verlangt. Sie müssen nur präsent sein und mal grimmig, mal schockiert, selten überrascht, in die Kamera starren. Das gelingt ihnen. Was sie sehen, wurde später im Computer erschaffen.

Und so ist „Godzilla II: King of the Monsters“ die Big-Budget-Ausgabe eines alten Monsterheulers, ohne den kindlich-naiven Charme des alten Monsterheulers, aber mit viel besseren Tricks und vielen, riesigen, ziemlich echt aussehenden Tieren, die sich leinwandfüllend schlagen und dabei die Tonanlage des Kinos ausreizen.

Es gibt eine Post-Credit-Szene, die, nun, die Story bzw. Godzillas Gegner in dem nächsten „Godzilla“-Film andeutet. Inwiefern diese Szene, falls überhaupt, auch mit „Godzilla vs. Kong“ zusammenhängt, erfahren wir Mitte März 2020. Dann sollen Godzilla und King Kong im Kino aufeinandertreffen.

Godzilla II: King of the Monsters (Godzilla II: King of Monsters, USA 2019)

Regie: Michael Dougherty

Drehbuch: Michael Dougherty, Zach Shields (nach einer Geschichte von Max Borenstein, Michael Dougherty und Zach Shields)

mit Kyle Chandler, Vera Farmiga, Millie Bobby Brown, Ken Watanabe, Ziyi Zhang, Bradley Whitford, Sally Hawkins, Charles Dance, Thomas Middleditch, Aisha Hinds, O’Shea Jackson Jr., David Strathairn, CCH Pounder

Länge: 132 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Godzilla II: King of the Monsters“

Metacritic über „Godzilla II: King of the Monsters“

Rotten Tomatoes über „Godzilla II: King of the Monsters“

Wikipedia über „Godzilla II: King of the Monsters“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Michael Doughertys „Krampus“ (Krampus, USA 2015)

Meine Besprechung von Gareth Edwards‘ „Godzilla“ (Godzilla, USA 2014)

Meine Besprechung von Jordan Vogt-Roberts‘ „Kong: Skull Island“ (Kong: Skull Island, USA 2017)


TV-Tipp für den 29. Mai: Die drei Tage des Condor

Mai 28, 2019

ZDFneo, 23.15

Die drei Tage des Condor (Three Day of the Condor, USA 1975)

Regie: Sydney Pollack

Drehbuch: Lorenzo Semple jr., David Rayfield

LV: James Grady: Six days of the Condor, 1974 (Die 6 Tage des Condor)

Joe Turner ist ein Büromensch und Angestellter der CIA. Als er nach einem Einkauf in das Büro zurückkommt sind seine Kollegen tot und er wird gejagt. Von den eigenen Leuten, wie Turner schnell herausfindet. Turner kämpft um sein Leben.

Der spannende Thriller entstand unmittelbar nach der Watergate-Affäre und fing – wie einige andere fast zeitgleich entstandene Filme – die damalige Atmosphäre von Mißtrauen und Paranoia gut ein.

Das Drehbuch erhielt den Edgar-Allan-Poe-Preis.

Mit Robert Redford, Faye Dunaway, Cliff Robertson, Max von Sydow, John Houseman

Wiederholung: Freitag, 31. Mai, 04.05 Uhr (Taggenau!)

Hinweise


Rotten Tomatoes über „Die drei Tage des Condor“

Wikipedia über „Die drei Tage des Condor“ (deutsch, englisch)

New York Times: Vincent Canby über „Three days of the Condor“ (25. September 1975)

Jump Cut: Patrick McGilligan redet mit Sydney Pollack (1976)

Lorenzo Semple jr./David Rayfield: Three days of the Condor (Drehbuch, Fassung vom 3. Februar 1975)

Homepage von James Grady


Cover derWoche

Mai 28, 2019


TV-Tipp für den 28. Mai: The Verdict – Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit

Mai 28, 2019

Servus TV, 22.35

The Verdict – Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit (The Verdict, USA 1982)

Regie: Sidney Lumet

Drehbuch: David Mamet

LV: Barry Reed: The Verdict, 1980 (The Verdict – Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit…)

Der heruntergekommene Anwalt Frank Galvin will es noch einmal wissen. Für eine nach einem Narkosefehler im Koma liegende Frau nimmt er den Kampf gegen ein mächtiges Hospital auf.

Spannender Gerichtsthriller, lange vor John Grisham und realistischer.

David Mamets Drehbuch war für den WGA Award, den Golden Globe und den Oscar nominiert. Paul Newman, Sidney Lumet und James Mason und der Film (als Bester Film des Jahres) waren ebenfalls für Oscars nominiert, aber „Ghandi“ war einfach der bessere Oscar-Film.

Mit Paul Newman, Charlotte Rampling, Jack Warden, James Mason, Milo O’Shea, Lindsay Crouse, Roxanne Hart, Tobin Bell, Bruce Willis (beide als Teil des Publikums im Gericht)

Wiederholung: Mittwoch, 29. Mai, 02.40 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „The Verdict“

Wikipedia über “The Verdict” (deutsch, englisch)

Mein Nachruf auf Sidney Lumet

Mein Nachruf auf Paul Newman

Meine Besprechung von David Mamets „Bambi vs. Gorilla – Über Wesen, Zweck und Praxis des Filmbusiness“ (Bambi vs. Gorilla – On the Nature, Purpose, and Practice of the Movie Business, 2007)

Sidney Lumet, David Mamet und Paul Newman in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 27. Mai: Zähl bis drei und bete

Mai 27, 2019

Arte, 20.15

Zähl bis drei und bete (3:10 to Yuma, USA 1957)

Regie: Delmer Daves)

Drehbuch: Halsted Welles

LV: Elmore Leonard: Three-Ten to Yuma, 1953 (Die Kurzgeschichte erschien zuerst in Dime Western, später in den Sammlungen „The Tonto Woman and other Western stories“ und „Complete Western stories“)

Der arme Rancher Dan Evans (Van Heflin) will den gesuchten Gangster Ben Wade (Glenn Ford) für eine Belohnung, die er dringend zum Überleben braucht, in Yuma abliefern. Aber Wades Bande will verhindern, dass Evans und sein Gefangener den Zug nach Yuma erreichen.

Ein viel zu selten; – naja, fast nie gezeigter Western-Klassiker, der 2007 von James Mangold mit Russell Crowe und Christian Bale durchaus gelungen, aber viel pompöser noch einmal verfilmt wurde. Delmer Daves braucht für sein packendes Moralstück letztendlich nur zwei Männer und ein Hotelzimmer.

„Delmer Daves‘ bester Film degradiert in seiner Analyse einer Held-Schurken-Partnerschaft und eines heroischen Einzelgangs Fred Zinnemanns ‚High Noon‘ zu einer Angelegenheit von geradezu lachhafter, welt- und westernfremder Simplizität.“ (Joe Hembus: Das Western-Lexikon)

mit Glenn Ford, Van Heflin, Felicia Farr, Leora Dana, Henry Jones, Richard Jaeckel

Wiederholungen

Dienstag, 29. Mai, 13.50 Uhr

Sonntag, 7. Juni, 09.30 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Zähl bis drei und bete“

TCM über „Zähl bis drei und bete“

Wikipedia über „Zähl bis drei und bete“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Delmer Daves‘ „Der letzte Wagen“ (The last wagon, USA 1956)

Homepage von Elmore Leonard

Meine Besprechung von Elmore Leoanrds “Raylan” (Raylan, 2012)

Meine Besprechung von Elmore Leonards “Raylan” (2012)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Dschibuti“ (Djibouti, 2010)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Djibouti“ (2010)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Road Dogs“ (Road Dogs, 2009)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Up in Honey’s Room“ (2007)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Gangsterbraut“ (The hot Kid, 2005)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Callgirls“ (Mr. Paradise, 2004)

Mein Porträt „Man nennt ihn Dutch – Elmore Leonard zum Achtzigsten“ erschien im „Krimijahrbuch 2006“

Meine Besprechung der Elmore-Leonard-Verfilmung „Sie nannten ihn Stick“ (Stick, USA 1983)

Meine Besprechung der Elmore-Leonard-Verfilmung „Killshot“ (Killshot, USA 2008)

Meine Meldung von Elmore Leonards Tod

Elmore Leonard in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Frank Göhre/Alf Mayers „King of Cool – Die Elmore-Leonard-Story“ (2019)