Ältere Semester und Die-hard-Fans von 80er-Jahre-Action- und Hongkongfilmen dürften die meisten Anspielungen in „Plan B – Scheiß auf Plan A“ erkennen und sich darüber freuen. Auch die Story könnte aus einem dieser Filme stammen.
Can (Can Aydin), großer „City Cobra“-Sylvester-Stallone-Fan, Phong (Phong Giang) und Cha (Cha-Lee Yoon), die andere Idole haben, sind Martial-Arts-Kämpfer, die von einer Filmkarriere träumen und, erfolglos, von Casting zu Casting laufen. Auch von ihrem neuesten Vorsprechtermin versprechen sie sich nicht viel.
Weil ihr Manager U-Gin (Eugene Boateng), begabter Tänzer der Michael-Jackson-“Thriller“-Schule, die falsche Adresse aufschreibt, geraten sie in eine Geiselnahme.
Einige Gangster haben Victoria (Julia Dietze) entführt. Sie ist Gabriels Frau. Er ist seit Ewigkeiten der König der Berliner Unterwelt. Über seine Frau wollen die Verbrecher an den Inhalt von seinem legendären Safe gelangen. Denn nur Gabriel kennt den Standort seines Safes. Aber er hat, falls ihm etwas passiert, in Berlin an mehreren Orten Hinweise auf den Safe versteckt.
Als die vier Jungs in der Lagerhalle auftauchen, glauben sie zuerst, in eine Filmszene gestolpert zu sein und sie zeigen auch gleich ihre kämpferischen Qualitäten. Trotzdem können die bewaffneten Entführer sie besiegen und, anstatt die unerwünschten Zeugen umzubringen, haben die grenzdebilen Entführer eine Idee: sie nehmen Phong als Geisel und schicken Can, Cha und U-Ging los, in Berlin die Hinweise zu finden, die zum Safe führen. Wenn sie versagen, stirbt Phong.
Während die drei Jungs sich durch Berlin kloppen, werden sie von zwei Polizisten verfolgt, die es so nur in schlechten US-Actionfilmen gibt.
Gut, die Geschichte ist nur die logikfreie Entschuldigung für endlose Kloppereien, in denen die Schauspieler ihre Qualitäten als Kämpfer und Stuntmen beweisen können. Denn „Plan B – Scheiß auf Plan A“ ist eine Arbeitsprobe und spielfilmlange Visitenkarte von Reel Deal Action Design, einer Gruppe junger Stuntmänner, die in „James Bond: Skyfall“, „Hitman: Agent 47“, „Die Tribute von Panem“ und „xXx: Die Rückkehr des Xander Cage“ Teil der Stuntteams waren und hier die Hauptrollen übernahmen. Entsprechend überzeugend sind die zahlreichen Actionszenen, die sich meistens in langen Martial-Arts-Kämpfen erschöpfen. Nach der dritten Klopperei wird das dann doch etwas monoton. Da helfen auch die wechselnden Gegner von Can, Cha, Pong und U-Gin (der es nicht so mit dem Kampfsport hat) nicht.
Dazwischen gibt es zahlreiche Anspielungen auf die von ihnen verehrten Schauspieler und Filme, oft auch selbstironisch gebrochen und nicht bierernst präsentiert. Mit „Bumm – Tschack“-Einblendungen im Bild und Synthesizer-lastiger Pseudo-80er-Jahre-Musik auf der Tonspur ist der Film ein Fest für Retro-Fans, die sich über die entsprechenden, maßlos eingestreuten Zitate freuen.
Dank des in jeder Sekunde spürbaren Engagements der Macher ist „Plan B – Scheiß auf Plan A“ ein sympathischer, aber kein guter Film.
Plan B – Scheiß auf Plan A (Deutschland 2017)
Regie: Ufuk Genç, Michael Popescu, Can Aydin (Actionregie)
Drehbuch: Rafael Alberto Garciolo
mit Can Aydin, Phong Giang, Cha-Lee Yoon, Eugene Boateng, Laurent Daniels, Julia Dietze , Gedeon Burkhard, Henry Meyer , Florian Kleine, Frank Richartz, Heidi Moneymaker, Aleksandar Jovanovic, Idil Baydar, Birol Ünel, MC Bogy, B-Lash und Die Atzen und K.I.Z
ZDFneo, 21.50 Good Kill – Tod aus der Luft(USA 2015, Regie: Andrew Niccol)
Drehbuch: Andrew Niccol
Ruhiges, äußerst intensives Drama über die Gewissenskonflikte von einem Ex-Kampfpiloten (Ethan Hawke), der jetzt Drohnenpilot ist und, wie viele Kollegen, seelische Probleme mit dem Töten per Drohne und seinem normalen Leben, nach Feierabend, in Las Vegas (das hätte Hollywood sich nicht besser ausdenken können: die echten Basen sind in der Nähe des Spielerparadieses) hat.
Das Drehbuch ist straff und facettenreich (auch wenn das Militär etwas nachdenklicher, selbtreflexiver und vernünftiger rüberkommt, als es wohl in der Realität der Fall ist), die Schauspieler überzeugend, und Andrew Niccol („Gattaca“, „Lord of War“, beide ebenfalls mit Hawke) zeigt nach dem Totalausfall „Seelen“, dass er nichts verlernt hat. Für einen Kinostart hat es trotzdem nicht gereicht und der Film (es ist der erste Spielfilm über den Drohnenkrieg) ist aufklärerisch im besten Sinne. Unbedingt sehenswert!
Mit Ethan Hawke, Zoë Kravitz, January Jones, Bruce Greenwood, Jake Abel, Dylan Kenin
Marvel machte es vor: mit mehreren, mehr oder weniger zusammenhängenden Kinofilmen ein eigenes Universum erschaffen und so einen steten Strom ein Einnahmen generieren, weil die Zuschauer ja wissen wollen, wie es weiter geht und sie auch die vorherigen Filme kennen sollten, um zu wissen wie es begann. DC versuchte es auch. Bis zu „Wonder Woman“ (startet nächsten Donnerstag in unseren Kinos) war das Projekt allerdings vor allem gruselig. Daran ändern auch die Einspielergebnisse nichts.
Universal will es jetzt auch machen und mit den alten Monsterhorrorfilmen, wie „Die Mumie“, „Frankenstein“, „Der Unsichtbare“ und „Der Wolfsmensch“, haben sie in ihren Archiven auch eine Reihe Klassiker, die einerseits uralt (die Filme entstanden vor allem in den Dreißigern), andererseits immer noch bekannt und beliebt sind. Und sie sind ein fester Teil unserer popkulturellen Gedächtnisses. Da bietet sich eine Neuauflage an. Auch wenn die letzten Reboot/Remake-Aufgüsse enttäuschten. Deshalb ignoriert Universal sie beim Start des „Dark Universe“. „Die Mumie“ ist der erste Film dieses Monsteruniversums. Die nächsten Filme sind schon mehr oder weniger konkret angekündigt. Johnny Depp ist „The Invisible Man“. Javier Bardem ist Doktor Frankenstein in dem für Februar 2019 angekündigten „Bride of Frankenstein“. „The Wolf Man“ und „Phantom of the Opera“ sind auch schon geplant, aber noch ohne Starttermin und Besetzung.
In dem „Dark Universe“ werden die Geschichten der alten Filme, die alle vollkommen unabhängig voneinander waren, in die Gegenwart verlegt und miteinander verknüpft. Mit der im Keller des Londoner Naturkundemuseums residierenden Geheimgesellschaft „Prodigium“, die das Böse erkennen, untersuchen, eindämmen und zerstören soll, gibt es eine Organisation, die in allen Filmen auftreten soll und sich sehr nach einer Kopie von Alan Moores „Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“ anhört. Geleitet wird sie von Dr. Henry Jekyll (Russell Crowe; er ist auch der Erzähler des Films).
Im Mittelpunkt von „Die Mumie“ stehen allerdings der leichtfüssig-abenteuerlustige Grabräuber Nick Morton (Tom Cruise) und Ahmanet (Sofia Boutella), eine Pharaonin, deren Machtgier ihr zum Verhängnis wurde. Als Strafe wurde sie lebendig mumifiziert und mit Quecksilber an einem Ort weit weg von Ägypten – ähem – eingelagert.
Der Soldat, Glücksritter und Grabräuber Nick Morton klaut von der Archäologin Jenny Halsey (Annabelle Wallis) eine Schatzkarte. Mit seinem Freund Chris Vail (Jake Johnson) suchen sie im Irak den Schatz, den sie in den ersten Filmminuten finden, weil ein von ihnen angeordneter Luftangriff ein Dorf zerstört und die darunter liegende riesige Grabkammer öffnet. Dort finden sie den Sarg von Ahmanet und Nick hält sich, im Gegensatz zu der Archäologin, nicht lange mit einer Dokumentation der Kammer auf. Er setzt den Mechanismus, der Ahmanet gefangen hält, außer Kraft. Der Sarkophag taucht auf und er wird in einem Flugzeug Richtung England befördert. Auf dem Weg dorthin wird Nicks Kumpel Chris zu einem Besessenen, der von Nick in einer witzig gemeinten, aber unendlich dämlichen Szene erschossen wird und fortan als Ratgeber in Nicks Kopf auftaucht.
Durch einen plötzlich auftauchenden Schwarm Raben wird das Flugzeug zum Abstürzen gebracht. Dabei stirbt Nick – und er wird kurz darauf in der Leichenhalle wieder wach. Wie das ging, interessiert und erstaunt niemanden.
Zur gleichen Zeit gewinnt Ahmanet durch das Aussagen von Menschen immer mehr Kraft und ihre Gestalt wird immer menschenähnlicher.
Nick, der Visionen von ihr hat, beginnt sie zu suchen, während sie, begleitet von ihren Untoten, ihn sucht.
Angesichts des vor und hinter der Kamera versammelten Talents – „Die üblichen Verdächtigen“ Christopher McQuarrie und „Jurassic Park“ David Koepp als Drehbuchautoren, „Star Trek“ Alex Kurtzman als Regisseur und Tom Cruise, der mit ihnen bereits mehrere Filme machte und der eigentlich immer gutes Mainstream-Kino macht, als Hauptdarsteller – enttäuscht „Die Mumie“ als Einzelfilm und als Auftakt eines ‚Universe‘. Zwar ist alles da, um „Die Mumie“ zu einem unterhaltsamen Blockbuster-Film zu machen, aber nie findet der Film seinen Ton oder Rhythmus. Alles wirkt immer verrückt, weil alle Elemente entweder am falschen Ort sind oder falsch präsentiert werden. Das beginnt schon in den ersten Filmminuten, wenn Russell Crowe (bzw. Martin Umbach in der synchronisierten Fassung) erzählt, warum und wie Ahmanet begraben wurde (was ein konventioneller Prolog wäre) und dass jetzt im Londoner Untergrund eine Grabkammer von Kreuzrittern gefunden wurde (was für weite Teile des Films eine vollkommen unwichtige Information ist, die aber Russell Crowe seinen ersten Filmauftritt beschert). Dann springt die Filmgeschichte in den Irak, wo Nick und Chris nach einem typischen, aber erschreckend unstimmig gespieltem und daher unwitzigem Buddy-Comedy-Dialog in das von Rebellen besetzte Dorf, in dem sie einen Schatz vermuten, einreiten und es zu einer Schlacht kommt, die „’Lethal Weapon‘ in der Wüste“ sein will.
Diese Comedy-Elemente und Tom Cruises Rolle als Schatzsucher knüpfen an die 1999er „Die Mumie“ und die beiden Fortsetzungen an. In ihnen spielte Brendan Fraser den Schatzsucher Rick O’Connell, der eine „Indiana Jones“-Kopie ist. Für die 2017er Version des Stoffes wurde dann einiges von dem Humor der Fraser-Filme genommen, aber alles soll gleichzeitig viel ernster und dramatischer sein; und natürlich der Auftakt für eine Reihe von Filmen.
Deshalb wird viel erklärt. Vieles wird sogar öfter erklärt in Dialogen, die einfach nur daran interessiert sind, die Informationen in den Kinosaal zu telegraphieren.
Dazwischen, also immer dann, wenn etwas Suspense angebracht wäre, stürmen Horden Untoter und Viecher auf Nick und Jenny, die ihn bei seinen Abenteuern begleitet. Da muss alles schnell gehen und, dank CGI, beeindrucken diese Szenen mit Vögeln, Untoten und Stürmen kaum. Im Gegensatz zu den Actionszenen, die live entstanden, wie der Kampf in dem abstürzendem Flugzeug.
„Die Mumie“ ist ein Torso. Eine Ansammlung von Teilen und Ideen, die das Potential für einen guten Film gehabt hätten. Immer sieht man, was man mit der Szene erreichen wollte und was aus den Ideen hätte werden können, während man sich fragt, wo in der Produktion alles so schief ging, dass aus einem potentiell unterhaltsamen Horrorfilm ein Langweiler wurde, der noch nicht einmal unfreiwillig komisch ist.
Die Mumie (The Mummy, USA 2017)
Regie: Alex Kurtzman
Drehbuch: David Koepp, Christopher McQuarrie, Dylan Kussman (nach einer Geschichte von Jon Spaihts, Alex Kurtzman und Jenny Lumet)
mit Tom Cruise, Sofia Boutella, Annabelle Wallis, Jake Johnson, Courtney B. Vance, Marwan Kenzari, Russell Crowe
Stilsicherer, an das Kino der Siebziger erinnernder, 1988 in New York spielender Polizeithriller über zwei Brüder: der eine folgt der Familientradition und wird Polizist; der andere Discobesitzer und Verbrecher. Jetzt steht der Discobesitzer vor der Frage, ob er vollständig mit seiner Familie brechen soll.
„Helden der Nacht hat alle Ingredienzien eines Genrethrillers. Mehr noch, Gray scheint einigen dieser Klassiker seine Reverenz erweisen wollen. In seinen besten Momenten ruft Helden der Nacht Erinnerungen an die Korruptionsthriller Sidney Lumets oder die dreckigen kleinen Nachtfilme Scorseses wach.“ (epd Film 2/2008)
Mit Joaquin Phoenix, Mark Wahlberg, Eva Mendes, Robert Duvall, Tony Musante
Departed – Unter Feinden (USA 2006, Regie: Martin Scorsese)
Drehbuch: William Monahan
Cop Billy Costigan ist Undercover-Agent in der Organisation des Mafiapaten Frank Costello. Gangster Colin Sullivan ist bei der Polizei der Top-Maulwurf für Costello. Beide steigen in den feindlichen Organisationen stetig auf. Da erhalten Costigan und Sullivan von ihrem Boss den Auftrag, den Verräter in den eigenen Reihen zu finden.
„Departed – Unter Feinden“ ist, wie Genre-Junkies wissen, das grandiose US-Remake des ebenso grandiosen Hongkong-Thrillers „Infernal Affairs“ (von Andrew Lau und Alan Mak). Monahan verlegte die Geschichte nach Boston, orientierte sich bei dem Mafiapaten an dem legendären Whitey Bulger und zeichnete ein Porträt der amerikanischen Gesellschaft. Die schwächsten Szenen des Remakes sind die weinigen, direkten Übernahmen von Szenen aus dem Original.
Beide Filme sind stilistisch überzeugende Werke über Freundschaft, Loyalität und Verrat.
Monahans Drehbuch erhielt einen Edgar, einen Oscar, den Preis der Writers Guild of America und war für den Golden Globe nominiert (um nur einige zu nennen). Der Film wurde für zahlreiche Preise nominiert und erhielt auch den Oscar für den besten Film des Jahres
Die nächste Zusammenarbeit von Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio war die allseits abgefeierte Dennis-Lehane-Verfilmung „Shutter Island“ (mir gefiel das Buch besser) und zuletzt war DiCaprio für Scorsese “The Wolf of Wall Street”.
Und William Monahans lieferte danach sein gelungenes Regiedebüt, die Ken-Bruen-Verfilmung “London Boulevard” (mit Colin Farrell, David Thewlis, Ray Winstone, Eddie Marsan und Keira Knightley) ab.
Mit Leonardo DiCaprio, Matt Damon, Jack Nicholson, Mark Wahlberg, Martin Sheen, Ray Winstone, Vera Farmiga, Alec Baldwin
Iraqi Odyssey – Meine Familie aus Bagdad (Schweiz/Deutschland/Irak 2014)
Regie: Samir
Drehbuch: Samir
Samir erzählt die Geschichte seiner Familie, die aus dem Irak flüchten musste und heute verstreut auf der ganzen Welt lebt, und seines Geburtslandes Irak von den fünfziger Jahren bis in die Gegenwart.
Der WDR zeigt als TV-Premiere die vom Regisseur selbst hergestellte 90-minütige Version.
Dabei langweilt auch die dreistündige Version in keiner Sekunde – und sie eröffnet einen anderen Blick auf das Land.
Mehrfach ausgezeichnete (u. a. beim Sundance Film Festival) Doku über Khaled und einige weitere Männer mit weißen Helmen, die in Aleppo nach Bomben- und Raktenangriffen versuchen, Überlebende aus den Trümmern zu bergen.
„Die letzten Männer von Aleppo“ lief Anfang März auch im Kino.
„Erschütternder Dokumentarfilm (…) Ein äußerst gekonnt strukturierter, aber stellenweise auch maximal emotionalisierender Film.“ (4 von 5 Sterne, epd Film)
Journalist Johnny Barrett will herausfinden, ob ein Patient einer Nervenheilanstalt ermordet wurde. Also lässt er sich einweisen – und verliert langsam selbst den Verstand. Oder doch nicht?
Düstere Parabel auf die US-Gesellschaft. Ursprünglich schrieb Fuller das Drehbuch für Fritz Lang.
„Ein von Genregisseur Samuel Fuller handfest und überzeugend inszenierter Psychothriller, der über bloße Spannungs- und Schockeffekte hinausgeht, um ein düsteres Panoptikum individueller und sozialer Neurosen der US-Gesellschaft zu entwerfen.“ (Lexikon des internationalen Films)
„Shock Corridor represents filmmaker Samuel Fuller at his most excessive, but few would have it otherwise.“ (4 von 5 Sternen, AllMovie)
Die deutsche Premiere des verdammt selten gezeigten Films (Wann lief er zuletzt im TV?) war am 24. März 1973 in West 3 (heute WDR).
mit Peter Breck, Constanze Towers, Gene Evans, James Best
Sherlock: Die sechs Thatchers (The Six Thatchers, Großbritannien 2017)
Regie: Rachel Talalay
Drehbuch: Mark Gatiss
Erfinder: Steven Moffat, Mark Gatiss
LV: Charakter von Sir Arthur Conan Doyle
Ein Ministersohn wird ermordet. Auf einem Beistelltisch mit Margaret-Thatcher-Devotionalien fehlt eine Thatcher-Gipsbüste. Sherlock Holmes fragt sich, warum die Thatcher-Büste verschwunden ist – und was das Geheimnis der Thatcher-Büsten ist.
Die Inspiration für „Die sechs Thatchers“ ist die Sherlock-Holmes-Geschichte „Die sechs Napoleons“.
Ziemlich furioser Auftakt der vierten „Sherlock“-Staffel, die wieder aus drei spielfilmlangen Episoden besteht. Nachdem bei der dritten Staffel die Fälle so nebensächlich wurden, dass man sie schon während des Sehens vergaß, sind die Fälle jetzt wieder gelungener. Allerdings sind sie wieder kaum nacherzählbar und zunehmend durchgeknallter und immer mehr miteinander und mit den Biographien von Sherlock Holmes und John Watson verknüpft und sie gehen immer mehr in Richtung einer großen, großen Verschwörung. Das ist nicht uninteressant und flott erzählt, aber auch der Stoff, der sich in ungefähr jeder zweiten Serie findet.
Denn auch die brave Haushälterin Mrs. Hudson hat eine Vergangenheit, die wir bis jetzt nicht kannten.
Das Erste zeigt die vierte „Sherlock“-Staffel im gewohnten Turnus. Morgen läuft um 21.45 Uhr „Der lügende Detektiv“ (The lying Detective) und kommenden Sonntag, den 11. Juni, ebenfalls um 21.45 Uhr gibt es „Das letzte Problem“ (The final Problem).
Über eine fünfte Staffel entscheiden die sehr, sehr engen Terminpläne der Macher.
Mit Benedict Cumberbatch, Martin Freeman, Amanda Abbington, Una Stubbs, Louise Brealey, Rupert Graves, Mark Gatiss, Lindsay Duncan, Simon Kunz, Sacha Dhawan
Die DVD (und Blu-ray) mit der vierten „Sherlock“-Staffel erscheint am 12. Juni bei Polyband und sie ist, wie die anderen „Sherlock“-DVDs, mit Bonusmaterial vollgepackt. Es gibt „Behind 221B“, „John & Mary’s Flat“, „The Writer’s Chat“, „Mark Gatiss Video Diary – Part 1: On Set“, „Mark Gatiss Video Diary – Part 2: Final Scenes“, „Script to Screen“, (Special Effects Supervisor) „Danny Hargreaves Video Diary“ und „221B Set Timelaps“. Insgesamt 105 Minuten und natürlich mit deutschen Untertiteln.
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Sherlock – Die Legende kehrt zurück: Staffel 4
Polyband
Bild: 16:9 (1,78:1)
Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bonusmaterial: siehe oben und ein 16-seitiges Booklet
Das Erste zeigt die gut dreistündige Berlinale-Fassung.
mit Hannah Herzsprung, Florian Stetter, Henriette Confurius, Claudia Messner, Ronald Zehrfeld, Maja Maranow, Anne Schäfer, Andreas Pietschmann, Michael Wittenborn
Tarantino-Abend bei RTL II mit „Jackie Brown“, „Pulp Fiction“ (um 23.25 Uhr) und „Reservoir Dogs“ (um 02.10 Uhr)
RTL II, 20..15
Jackie Brown (USA 1997, Regie: Quentin Tarantino)
Drehbuch: Quentin Tarantino
LV: Elmore Leonard: Rum Punch, Jackie Brown, 1992 (Jackie Brown)
Stewardess Jackie Brown hat Probleme mit der Polizei und dem Gangster Ordell, der sein Schwarzgeld-Konto mit Jackies Hilfe auflösen will.
Tarantinos sehr werkgetreue Huldigung von Leonard und Pam Grier: cool (Leonards Dialoge!), etwas langatmig (Warum muß jedes Lied ausgespielt werden? Warum bemüht sich Tarantino so krampfhaft, die Antithese zu Pulp Fiction zu drehen? Warum nicht 20 Minuten kürzer?) und mit Starbesetzung (Robert de Niro, Samuel L. Jackson, Bridget Fonda, Robert Foster, Michael Keaton, Chris Tucker)
Von Leonards Homepage: „When Quentin Tarantino was a kid, he stole a copy of Elmore Leonard’s The Switch and got caught. Unrepentant, he later went back to the same store and stole the book again. Elmore Leonard was a beacon, lighting the direction that he would soon take in his films. He wrote a movie directed by Tony Scott called True Romance which he said was “an Elmore Leonard novel that he didn’t write.” It certainly was an homage; it even opens in Detroit. After Reservoir Dogs came out, Elmore wrote Rum Punch which reprises the three main characters from Tarantino’s shoplifted book, The Switch. Tarantino read it and wanted to buy it but didn’t have the money. Elmore and his agent, Michael Siegel, offered to hold it for him. When he finally did acquire the book and moved forward on the Rum Punch film project, Tarantino did not contact Elmore Leonard for a long time. When he did, he confessed a reluctance to call sooner. Elmore said, “Why, because you changed the name of my book and cast Pam Grier in the lead?” No worry. Elmore was down with that. He said, “That’s Ok, just make a good movie.” And Quentin did.
Jackie Brown is Elmore Leonard on the screen. Taking nothing away from Get Shorty and Out of Sight, Tarantino’s manic absorption of Elmore’s essence comes through in a way that only he could pull off especially for a long movie. The acting, the direction, the dialog are all great. There are so many great bits, especially with Jackson, De Niro, Chris Tucker and Bridget Fonda; and then there’s Hattie Winston as Simone the Supreme. Jackie Brown is the Elmore Leonard experience.“
Der vollständige Titel ist altmodisch umständlich „Durch Nacht und Wind – Die criminalistischen Werke des Johann Wolfgang von Goethe, Aufgezeichnet von seinem Freunde Friedrich Schiller“ und der Roman gehört zu den Werken, in denen historische Figuren oder allseits bekannte fiktionale Charaktere, wie Sherlock Holmes, neue Abenteuer erleben. Mehr oder weniger gelungen. Mehr oder weniger nah am ursprünglichen Werk oder dem realen Menschen. Mit mehr oder weniger vielen Anspielungen.
In „Durch Nacht und Wind“ werden Geheimrat Johann Wolfgang Goethe und sein Freund Hofrat Friedrich Schiller im Winter 1797 von Großherzog von N. um Hilfe gebeten. Der wertvolle Carlottaring, der sich in seinem Besitz befindet, soll verflucht sein. Noch ehe Goethe und Schiller herausfinden können, ob es den Fluch wirklich gibt, ist der Großherzog tot. Seine Leiche fand man in einer von innen verschlossenen Truhe. Die schwere Truhe stand in der Mitte seines Zimmers und er wurde erwürgt.
Während die beiden Dichter versuchen, das Rätsel zu lösen, überschlagen sich die Ereignisse. Ein riesiger Mann in einem Ledermantel schleicht durch das Schloss. Schiller erhält aus dem Hinterhalt einen Hieb auf den Kopf. Er und Goethe verirren sich nachts im Labyrinth (Erinnert ihr euch an „Shining“?). Sie finden eine weitere Leiche. Und nach einigen ermittlungstechnischen Umwegen verfolgen sie quer durch Deutschland einen Verdächtigen, der immer wieder sein Aussehen und seine Identität ändert.
Für Abwechslung ist also gesorgt, es gibt einige Anspielungen auf die Werke der beiden Dichter und die Geschichte ist auch flott gelesen.
Aber „Durch Nacht und Wind“ ist einer der mild humorvoll erzählten Kriminalromane, die sich vor allem an Nicht-Krimifans richten, die eine Krimischnurre für einen Kriminalroman halten. Dabei zeichnet Comedy-Autor Stefan Lehnberg Goethe und Schiller eindeutig nach dem Bild von Sherlock Holmes und Dr. John Watson, die hundert Jahre später ermittelten. Goethe muss auch immer wieder wie eine Miniaturausgabe von Holmes agieren, was dann oft etwas unpassend wirkt. Sturm und Drang hin oder her.
Sowieso sind alle Charaktere erstaunlich unbelastet von den damaligen Konventionen. Oder, anders ausgedrückt, für Menschen, die im späten 18. Jahrhundert leben, verhalten sie sich alle sehr gegenwärtig.
Zu diesem Gefühlt trägt auch bei, dass Stefan Lehnberg sich kaum mit dem historischen Hintergrund und den gesellschaftlichen Konventionen aufhält. Er liefert auch keine Hintergrundinformationen über Goethe und Schiller. Außer dass, was man auch ohne einen Blick in ein Lexikon weiß, beide Dichter waren. Das erspart einem einerseits die mühsam verklausulierte Lektüre langer Wikipedia-Artikel, andererseits beschränkt sich der Lerneffekt auf das Wissen, dass damals „sei“ „sey“ und „Zentrum“ „Centrum“ geschrieben wurde.
Cotton Club (USA 1983, Regie: Francis Ford Coppola)
Drehbuch: William Kennedy, Francis Ford Coppola (nach einer Geschichte von William Kennedy, Francis Ford Coppola und Mario Puzo)
Coppolas Liebeserklärung an den Cotton Club. Nicht schlecht, wie er hier Gangsterfilm mit Liebesfilm mit Tanzfilm mit einem halben Dutzend weiterer Genres verbindet. Aber auch weit von der Qualität seiner ersten beiden Paten-Filme entfernt.
Während der Dreharbeiten unterhielten die verschiedensten Skandalmeldungen (Drehbuch, Budget, künstlerische Auseinandersetzungen, um nur einige zu nennen) die Öffentlichkeit.
Mit Richard Gere, Gregory Hines, Diane Lane, Bob Hoskins, James Remar, Nicolas Cage, Larry Fishburne, Tom Waits, Joe Dallesandro, Woody Strode
In London fragt ein Mann per Anruf in einer Boulevardzeitung, wie viele Polizisten er ermorden soll. Das könnte ein geschmackloser Scherz sein, wenn er nicht schon einmal zugeschlagen hätte und dieser Mord der Auftakt einer Serie von insgesamt acht Polizistenmorden sein soll.
Detective Sergeant Brant und seine Kollegen von der South East London Police Squad machen sich auf die Jagd nach dem Polizistenmörder.
„Brant“ ist der bekannteste Brant-Roman von Ken Bruen. Denn er wurde 2011 von Elliott Lester mit Jason Statham verfilmt. Für einen Kinostart von „Blitz“ in Deutschland reichte es dann doch nicht – düstere Cop-Dramen laufen bei uns halt nicht im Kino -, aber auf DVD erschien der Film, er ist gut erhältlich und läuft auch ziemlich regelmäßig im TV.
Der Roman ist der vierte von sieben Brant-Romanen, die Ken Bruen zwischen 1998 und 2007 schrieb und die seit letztem Jahr in nicht chronologischer Reihenfolge bei polar erscheinen. Das mindert etwas das Lesevergnügen, denn die Charaktere und ihre Beziehungen entwickeln sich von Roman zu Roman weiter und Bruen spielt immer wieder auf Ereignisse aus den vorherigen Romanen an, während er die Handlung immer weiter verknappt. Das gilt für die Haupt- und Nebenhandlungen. Immerhin sind die Brant-Romane Polizeikriminalromane, die sich auf der formalen Ebene an Ed McBains langlebigen, das Genre prägenden Serie über das 87. Polizeirevier orientieren. Bruen unterläuft allerdings die Konventionen des Polizeiromans mit viel Schwarzem Humor, literarischen Anspielungen und einer invertierten Moral. Bei Bruen gibt keine guten Bobbys, sondern nur verschieden schlechte Cops, die alle mehr oder weniger die Arbeit erledigt bekommen. Unter fröhlicher Missachtung der Dienstvorschrift und jedes zivilisierten Verhaltenskodex. Der schlimmste von ihnen ist Brant und in „Brant“ legt er auf den ersten Seiten auch gleich mächtig los. Beim Polizeipsychiater raucht er (entgegen der Verbotsschilder), verpasst ihm eine Kopfnuss, zwingt ihn zum Glenfiddich-Trinken und schwärzt ihn bei den internen Ermittlern als Trinker an. Das geschieht alles auf den ersten fünf Seiten des Romans und, wie auch auf den ersten Seiten seines ersten Jack-Taylor-Privatdetektivromans „Jack Taylor fliegt raus“ (The Guards) (auch verfilmt), weiß man nach diesem Auftakt, ob man für das Buch geeignet ist oder doch lieber einen lauschigen Häkelstrickkrimi mit honorigen Polizisten und Mördern liest.
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Ken Bruen: Brant
(übersetzt von Len Wanner)
polar Verlag, 2017
256 Seiten
16 Euro
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Originalausgabe
Blitz – or… Brant hits the Blues
Do Not Press, 2002
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Verfilmung
Blitz – Cop-Killer vs. Killer-Cop (Blitz, Großbritannien 2011)
Regie: Elliott Lester
Drehbuch: Nathan Parker
mit Jason Statham, Paddy Considine, Aidan Gillen, Zawe Ashton, David Morrissey, Ned Dennehy, Mark Rylance, Luke Evans
Am Abend aller Tage (Deutschland 2017, Regie: Dominik Graf)
Drehbuch: Markus Busch
Der Jurist und Kunstkenner Philipp Keyser wird von einer Gruppe namenloser Senioren beauftragt, das verschollene Gemälde „Berufung der Salome“ des Expressionisten Ludwig Glaeden besorgen. Es soll sich in der Münchner Villa des menschenscheuen Sammlers Magnus Dutt befinden.
Sehr lose inspiriert vom wahren Fall des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt und der bei ihm gefundenen Raubkunstgemälde inszenierte Dominik Graf ein Thrillerdrama, in dem es auch um die Frage geht, wem Kunst gehört. Und natürlich um das Kino
mit Friedrich Mücke, Victoria Sordo, Ernst Jacobi, Emma Jane, Hildegard Schmahl
Früher waren Lexika überlebensnotwendig. Der Duden und der Brockhaus standen als verlässliche Ratgeber für brenzlige Situationen, wie Hausaufgaben, in jeder Wohnung des Bildungsbürgertums. Die Encyclopaedia Britannica gab es in der gutsortierten Universitätsbibliothek. Neben den verschiedenen Jahrbüchern.
Heute gibt es das alles im Internet – und trotzdem sind die gedruckten Bücher immer noch sinnvoll. Sie halten inne, sammeln einmal im Jahr die wichtigen Dinge, zeigen Entwicklungen auf, man kann wunderschön in ihnen herumblättern und Dinge auf eine Art entdecken, die so im Netz nicht funktioniert.
Das gilt auch für die neueste Ausgabe des „Lexikon des internationalen Films“. Vom Aufbau unterscheidet es sich nicht von den vorherigen Ausgaben: im Mittelpunkt stehen Kurzkritiken aller in Deutschland 2016 erstmals im Kino, auf DVD/Blu-ray und im Fernsehen gezeigten Spielfilme und längere Dokumentarfilme. Es werden auch TV-Filme und immer mehr Serien erwähnt. Seit letztem Jahr ist auch der „Tatort“ dabei. Weil britische Serien wie „Inspector Barnaby“ und Rosamunde-Pilcher/Inga-Lindström-Verfilmungen seit Ewigkeiten besprochen werden, war diese Erweiterung überfällig. Insgesamt gibt es auf über 360 Seiten gut zweitausend Kurzkritiken. Ergänzt um zwanzig Seiten mit Kurzkritiken von DVDs und Blu-rays, die eine besonders überzeugende Ausstattung haben. Hier werden dann ältere Filme, wie „Blues Brothers“ und „Der Mann, der vom Himmel fiel“, besprochen.
Es gibt den Rückblick auf das vergangene Kinojahr, die Preisträger ausgewählter Festivals und Filmpreise, den Kinotipp der Katholischen Filmkritik (weil das „Lexikon des internationalen Films“ von der katholischen Kirche herausgeben wird), die „Sehenswert“-Empfehlungen des Filmdienst, aufgelistet auf zwei Seiten (für den schnellen Überblick), und die von der „Filmdienst“-Redaktion intern unter ihren Kritikern abgestimmte Liste der besten Filme des Kinojahres 2016. Das waren
Eine gute Auswahl, aber wo bleiben „Raum“ und „Spotlight“?
Das „Special“ befasst sich dieses Jahr mit TV-Serien. Es gibt fünf vertiefende Texte und Kurzkritiken zu vierzig Serien; natürlich mit den üblichen Verdächtigen: „Boardwalk Empire“ (da muss ich mal einige Folgen am Stück sehen. Denn bis jetzt halte ich die Gangsterserie für ziemlich zäh), „Die Brücke – Transit in den Tod“, verschiedene Marvel-Serien, „The Night Manager“, „True Detective“ und „The Walking Dead“.
Für Filmfans ist die aktuelle Ausgabe des „Lexikon des internationalen Films“ selbstverständlich ein Pflichtkauf.
Die Zukunft des Lexikons ist, wie Peter Hasenberg von der Katholischen Filmkommission für Deutschland im Vorwort schreibt, allerdings ungewiss, weil die Deutsche Bischofskonferenz beschlossen hat, die Zeitschrift „Filmdienst“ ab 2018 nur noch als Online-Angebot fortzuführen. Die in ihr erscheinenden Kritiken bilden das Fundament des Lexikons. Die Zeitschrift feiert dieses Jahr ihr 70-jähriges Bestehen.
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Filmdienst/Katholische Filmkommission für Deutschland (Redaktion: Horst Peter Koll): Lexikon des Internationalen Films – Filmjahr 2016
Für alle anderen, die jetzt zum Händler ihres Vertrauens laufen, hier noch einmal die wichtigsten Angaben:
Das Versprechen – Erste Liebe lebenslänglich (The Promise, Deutschland 2016)
Regie: Marcus Vetter, Karin Steinberger
Drehbuch: Marcus Vetter, Karin Steinberger
mit Jens Söring, Gail Marshall, Tom Elliott, William Sweeney, Ricky Gardner, Gail Ball, Chuck Reid, Rich Zorn, Dave Watson, Tony Buchanan, Carlos Santos, Steven Rosenfield
und den Stimmen von Imogen Poots und Daniel Brühl
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DVD
Farbfilm Home Entertainment
Bild: 1:2,35 (Cinemascope)
Ton: Originalfassung (Deutsch/Englisch, Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte
Bonusmaterial: Hörfilmfassung, Die Protagonisten, Die Liebesbriefe
Länge: 118 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
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Zum Lesen
Die Autobiographie von Jens Söring, der im Gefängnis mehrere Bücher schrieb
Jens Söring: Zweimal lebenslänglich – Wie ich seit drei Jahrzehnten für meine Freiheit kämpfe
(mit einem aktuellen Vorwort von Karin Steinberger)
(aus dem Englischen übersetzt von Ulrike Strerath-Bolz)