Verfilmte Bücher: „Irgendwann gibt jeder auf“ ist „Parker“

Februar 6, 2013

Stark - Irgendwann gibt jeder auf2

Parker, kein Vorname, ist eigentlich kein richtiger Charakter, kein Mensch, sondern ein Prinzip. Deshalb konnte Richard Stark, der Erfinder von Parker, seinen skrupellosen Dieb, den er nach sechzehn Romanen, die zwischen 1962 und 1974 erschienen, in den Tiefschlaf schickte, nach einer dreiundzwanzigjährigen Pause 1997 mit „Comeback“ (Verbrechen ist Vertrauenssache) wieder an dem Punkt weitermachen lassen, an dem er 1974 die Welt verließ. Er zog einfach einen neuen Coup durch, es gab Probleme, Parker löste sie mit mehr oder weniger viel Gewalt und am Ende konnte er, wie früher, mehr oder weniger unverletzt, mal mit, mal ohne Beute entkommen.

Seit dem „Comeback“ erschienen bis zu Starks Tod am 31. Dezember 2008 insgesamt acht weitere Parker-Bände, die immer spannende, kurzweilige Hardboiled-Literatur sind.

In „Irgendwann gibt jeder auf“, das 2000 als „Flashfire“ im Original als dritter neuer Parker-Band erschien, hat Parker Ärger mit Melander, Carlson und Ross. Nach einem Banküberfall wollen sie Parker überreden, bei ihrem nächsten großen Ding, einem Juwelenraub von 12 Millionen Dollar, Minimum!, in Palm Beach, mitzumachen. Parker lehnt ab: „Polizei, Sicherheitsdienste, Wachmänner, Posten, wahrscheinlich Hunde, mit Sicherheit Hubschrauber, Metalldetektoren, die ganze Latte. Und das dann noch in Palm Beach, wo es mehr Polizei pro Quadratkilometer gibt als irgendwo sonst auf der Welt. Die sind alle reich in Palm Beach, und sie wollen reich bleiben. Außerdem ist es eine Insel, mit drei schmalen Brücken; den Ort kann man absolut dichtmachen, wie in Folie eingeschweißt.“ Er will nur seinen Anteil. Ein paar Tausend Dollar. Weil die anderen das Geld allerdings als Startkapital benötigen, nehmen sie es sich von Parker und lassen ihn in einem Motelzimmer zurück.

Parker kann diesen Vertragsbruch nicht akzeptieren. Er macht sich auf den Weg nach Palm Beach.

„Irgendwann gibt jeder auf“ ist ein klassischer Parker-Roman und weil Richard Stark (ein Pseudonym von Donald E. Westlake), bis auf wenige, vernachlässigbare Ausnahmen und Details, ganz altmodisch seinen Helden einfach nur verschiedene Abenteuer erleben lässt, kann man die Romane auch unabhängig voneinander lesen und sich daran erfreuen, wie in einer durchkapitalisierten, utilitaristischen Welt ein Verbrecher, der seinem Moralcodex gehorcht, versucht zu überleben.

Dabei unterscheidet sich Parkers Kodex kaum von dem der anderen Verbrecher, außer dass er als Profi zu seinem Wort steht und Gewalt nur als ein rationales Mittel einsetzt, um seine Ziele zu erreichen. Wenn er ohne Gewalt seine Ziele erreichen kann, tut er es. Denn er will, als kleiner Unternehmer, als Einzelner, der bei Bedarf mit anderen Verbrechern zusammen arbeitet, vor allem möglichst unauffällig sein Geld in einer Welt, die zunehmend von großen Gruppen dominiert wird, verdienen. Und in diesen Momenten werden die auf den ersten Blick kleinen Gaunergeschichten, die man locker an ein, zwei Abenden lesen kann, zu tiefschwarzen Allegorien auf die US-amerikanische Gesellschaft und den Überlebenskampf des Einzelnen, der noch an Werte glaubt, während die großen Konzerne (einerlei ob Bank, Mafia oder Multinationaler Konzern) gewissenlos alle Schlupflöcher ausnutzen.

Und genau diesen Punkt nimmt Taylor Hackfords Verfilmung von „Irgendwann gibt jeder auf“, die ab Donnerstag als „Parker“ im Kino läuft, auf. „Parker“ ist letztendlich ein feiner Genrefilm, der sich, was für Parker-Fans nicht überraschend kommt, einige Freiheiten nimmt.

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Richard Stark: Irgendwann gibt jeder auf

(übersetzt von Rudolf Hermstein)

dtv, 2013

272 Seiten

9,95 Euro

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Deutsche Erstausgabe

Paul Zsolnay Verlag, 2010

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Originalausgabe

Flashfire

Mysterious Press, 2000

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Verfilmung

Parker (Parker, USA 2013)

Regie: Taylor Hackford

Drehbuch: John J. McLaughlin

mit Jason Statham, Jennifer Lopez, Michael Chiklis, Wendell Pierce, Clifton Collins Jr., Bobby Cannavale, Emma Booth, Nick Nolte

Kinostart: 7. Februar 2013

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Hinweise (ein gewisses Fantum ist unübersehbar)

Homepage von Donald E. Westlake

Kriminalakte: Nachruf auf Donald E. Westlake

Kriminalakte: Covergalerie Donald E. Westlake

Meine Besprechung von Donald E. Westlakes Dortmunder-Roman „Get Real“

Meine Besprechung von Donald E. Westlakes Dortmunder-Roman „What’s so funny?“

Meine Besprechung von Donald E. Westlakes Dortmunder-Roman „Watch your back!“

Meine Besprechung von Donald E. Westlakes Dortmunder-Kurzroman „Die Geldmacher“ (Walking around money; erschienen in „Die hohe Kunst des Mordens“ [Transgressions])

Meine Besprechung von Donald E. Westlakes „Mafiatod“ (361, 1962)

Meine Vorstellung von Westlakes als Richard Stark geschriebener Parker-Serie (mit „Nobody runs forever“)

Meine Besprechung von Richard Starks Parker-Romans „Ask the Parrot“

Meine Doppelbesprechung von Richard Starks Parker-Romanen „Fragen Sie den Papagei“ (Ask the Parrot) und „Dirty Money“

Meine Besprechung des Films “The Stepfather”, nach einem Drehbuch von Donald E. Westlake

Meine Besprechung von Lax/Donald Westlakes „Hot Rock“ (Pierre qui roule, 2008, Comic)


Die Nominierungen für den Friedrich-Glauser-Preis 2013

Februar 6, 2013

Das Syndikat, die Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren, hat die Nominierungen für ihren diesjährigen Friedrich-Glauser-Preis veröffentlicht:

Bester Kriminalroman

-ky: Unterm Fallbeil (Jaron)

Wolfgang Burger: Die falsche Frau (Piper)

Thomas Raab; Der Metzger bricht das Eis (Piper)

Roland Spranger – Kriegsgebiete (Bookspot)

Andrea Weibel – Steinherz (Cosmos)

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Bestes Debüt

Marc-Oliver Bischoff: Tödliche Fortsetzung (Grafit)

Jan Hellstern: Kinder des Bösen (Kein & Aber)

Katharina Höftmann: Die letzte Sünde (atb aufbau)

Mechthild Lanfermann: Wer im Trüben fischt (btb)

Stephan Ludwig: Zorn – Tod und Regen (Fischer)

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Bester Kurzkrimi

Gunter Gerlach: Lügen in Lünen (in: “Kalendarium des Todes”, Grafit)

Peter Probst: Das Wunder von Werne (in: “Kalendarium des Todes”, Grafit)

Regina Schleheck: Hackfleisch (in: “Mordsküche”, Der kleine Buchverlag)

Elmar Tannert: Unter dem Apfelbaum (in: “Tatort Garten”, ars vivendi)

Sabine Trinkaus: Agnus Dei (in: “Schöner Morden im Norden”, Pendragon)

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Hansjörg-Martin-Preis 2013 (Kinder- und Jugendkrimi)

Kirsten Boie: Der Junge, der Gedanken lesen konnte (Oetinger)

Wulf Dorn: Mein böses Herz (cbt)

Elisabeth Herrmann: Schattengrund (cbt)

Susan Kreller: Elefanten sieht man nicht (Carlsen)

Jutta Wilke: Wie ein Flügelschlag (Coppenrath)

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Friedrich-Glauser-Ehrenpreis 2013

Gunter Gerlach

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Die Verleihung der Glauser-Preise ist am 20. April auf der Criminale, dem „größten Krimifestival Europas“ oder „das grösste deutschsprachige Krimifestival Europas“ (die Criminale-Kriminalisten rätseln noch) in Bern.

 


TV-Tipp für den 6. Februar: Milk

Februar 6, 2013

Sixx, 20.15

Milk (USA 2008, R.: Gus Van Sant)

Drehbuch: Dustin Lance Black

Biopic über Harvey Milk, der in den siebziger Jahren in San Francisco politisch aktiv und bekannt wurde als erster offen homosexueller Stadtverordneter in den USA. Am 27. November 1978 wurde er in San Francisco von dem Ex-Cop und Ex-Stadtrat Dan White erschossen.

Für das Drehbuch und den Hauptdarsteller gab es einen Oscar. Sowieso erhielt „Milk“ noch etliche weitere Preise, noch mehr Nominierungen – und er läuft heute zum ersten Mal im TV. Auf einem Nischensender.

mit Sean Penn, James Franco, Emile Hirsch, Josh Brolin, Lucas Grabeel, Victor Garber

Wiederholung: Donnerstag, 7. November, 00.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Film-Zeit über „Milk“

Metacritic über „Milk“

Rotten Tomatoes über „Milk“

Wikipedia über „Milk“ (deutsch, englisch)

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Die spielfilmlange Doku „The Times of Harvey Milk“ (USA 1984, Regie: Rob Epstein), die damals den Dokumentarfilmoscar erhielt.


Cover der Woche

Februar 4, 2013

Stark - Eine Falle für Parker


TV-Tipp für den 5. Februar: My Blueberry Nights

Februar 4, 2013

3sat, 20.15

My Blueberry Nights (China/USA 2007, R.: Wong Kar-wai)

Drehbuch: Wong Kar-wai, Lawrence Block (nach einer Geschichte von Wong Kar-wai)

Elizabeth hat Liebeskummer. In einem kleinen New Yorker Café schüttet sie dem Kellner ihr Herz aus. Der verliebt sich in sie, aber sie macht sich auf eine Reise durch die USA. Auf ihrem Selbstfindungstrip begegnet sie anderen einsamen Seelen.

Lawrence Block war zwar irgendwie am Drehbuch beteiligt, aber letztendlich ist es ein Wong-Kar-wai-Film geworden.

Mit Norah Jones, Jude Law, Rachel Weisz, David Strathairn, Natalie Portman

Wiederholung: Mittwoch, 6. Februar, 01.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage von Lawrence Block

Unbedingt kaufen müssen Sie das von mir herausgegebene Buch „Lawrence Block – Werkschau eines New Yorker Autors“ (KrimiKritik 5, Nordpark-Verlag)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks “Telling Lies for Fun and Profit – A Manual for Fiction Writers” (1994)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks “Spider, spin me a web – A Handbook for Fiction Writers” (1995)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks: “All the flowers are dying” (2005)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks “Lucky at Cards” (2007)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks „Abzocker“ (Grifter’s Game, 2004; frühere Ausgaben: Mona, 1961; Sweet slow death, 1986)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks “Verluste” (Everybody dies, 1998)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks „Killing Castro“ (Originalausgabe unter dem Pseudonym Duncan Lee als „Fidel Castro Assassinated“, 1961)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks „Falsches Herz“ (The Girl with the long green Heart, 1965)

Lawrence Block in der Kriminalakte

Wikipedia über „My Blueberry Nights“ (deutsch, englisch)

Deutsche Homepage zum Film

Französische Homepage zum Film (nicht so umfangreich)

Film-Zeit über „My Blueberry Nights“

Rotten Tomatoes über „My Blueberry Nights“


Ein Doku-Tipp: „Italian Noir“

Februar 4, 2013

Eine einstündige, 2010 ausgestrahlte BBC-Four-Doku über „Italian Noir: The Story of Italian Crime Fiction“ mit Interviews mit Andrea Camilleri, Giancarlo De Cataldo, Massimo Carlotto, Carlo Lucarelli und anderen. Es gibt auch Archivaufnahmen aus dem italienischem Fernsehen, die wir wahrscheinlich noch nie gesehen haben.

 


TV-Tipp für den 4. Februar: Vengeance – Killer unter sich

Februar 4, 2013

Arte, 23.10

Vengeance – Killer unter sich (Hongkong/Frankreich 2009, R.: Johnny To)

Drehbuch: Ka-Fai Wai

In Macao wird die Tochter des französischen Restaurantbesitzers Francis Costello in ihrer Wohnung schwer verletzt. Ihre Familie wird ermordet. Costello beschließt, die Täter zu stellen. Dabei helfen dem ehemaligen Profikiller einige Kollegen, die er zufällig im Hotel trifft.

Mit dem Neo-Noir „Vengeance“ zeigt Hongkong-Regisseur Johnnie To wieder einmal, wofür ihn Filmfans seitdem sie vor über zehn Jahren seinen stilisierten Gangsterfilm „The Mission“ (Unbedingt ansehen!) sahen, lieben: schnörkelloses Genrekino mit stilvoll eingestreuten Zitaten und gerade in ihrer Reduktion grandiosen Actionszenen. Das ist in seiner Stilisierung pures Kino, das näher bei Jean-Pierre Melville als an der Wirklichkeit ist.

mit Johnny Hallyday, Sylivie Testud, Anthony Wong, Simon Yam

Wiederholung: Mittwoch, 6. Februar, 01.35 Uhr (Taggenau!)

Hinweis

Meine ausführliche Besprechung von „Vengeance“


TV-Tipp für den 3. Februar: Der Blade Runner

Februar 3, 2013

RTL II, 22.25

Der Blade Runner (USA 1982, R.: Ridley Scott)

Drehbuch: Hampton Fancher, David Peoples

LV: Philip K. Dick: Do Androids dream of Electric Sheep?; Blade Runner, 1968 (Träumen Roboter von elektrischen Schafen; Blade Runner)

LA, 2019: Rick Deckard soll vier Replikanten finden.

Damals kam er bei der Kritik solala an und im Kino lief er auch nicht so toll. Aber seitdem entwickelte „Blade Runner“ sich zu einem der stilbildenden Science-Fiction-Filme und Lieblingsobjekte von Wissenschaftlern für Interpretationen.

„Der Final Cut“ ist die von Ridley Scott ursprünglich geplante Version, die sich nur in Details von früheren Versionen (Off-Sprecher, Ende, einige Effekte und minimal andere Schnittfolgen) unterscheidet.

Eine zeitgenössische Kritik: „’Blade Runner’ ist ein Film des Dekors (…) Technische Phantasie und die Story, soweit sie erkennbar wird, liegen weit über dem Standard heutiger Science-fiction-Filme. Dennoch ist auch ‘Blade Runner’ ein eher unerfreulicher Film: Er kokettiert nicht nur mit der Gewalt, er schlachtet sie genussvoll aus, menschliche Werte behauptet er nur zu retten, tatsächlich aber versenkt er sie in einem Meer von Zynismus.“ (Fischer Film Almanach 1983)

Ähnlich Ronald M. Hahn/Volker Jansen in „Lexikon des Science Fiction Films“ (1983): „Mehr jedoch als die zum großen Teil unbekannten Schauspieler sind die Trickspezialisten die wahren Stars dieses Films.“

Heute wird’s anders gesehen: „Der Film, der auf der Handlungsebene einem eher einfachen und klar strukturierten Muster folgt (…), eröffnet bei genauerer Betrachtung vielschichtige Bedeutungsebenen, die vor allem zahlreiche Reflexionen über die neuzeitliche Realitätsauffassung und den damit verbundenen Humanitätsbegriff zulassen.“ (Fabienne Will in Thomas Koebner, Hrsg.: Filmgenres Science Fiction, 2003)

„Twenty-five years after its first release Blade Runner is still the benchmark film in tech noir or future noir – a bleak fusion of sci-fi and noir.“ (Alexander Ballinger, Danny Graydon: The Rough Guide to Film Noir, 2007)

Mit Harrison Ford, Rutger Hauer, Sean Young, Edward James Olmos, M. Emmet Walsh, Daryl Hannah, Joanna Cassidy

Wiederholung: Montag, 4. Februar, 03.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage zum Film

Wikipedia über „Blade Runner“ (deutsch, englisch)

Schnittberichte: Vergleich Director’s Cut – Final Cut

Homepage von Philip K. Dick

Meine Besprechung von Ridley Scotts „Prometheus“ (Prometheus, USA 2012)

Ridley Scott in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 2. Februar: Kap der Angst

Februar 2, 2013

RTL II, 00.30

Kap der Angst (USA 1991, R.: Martin Scorsese)

Drehbuch: Wesley Strick, James R. Webb

LV: John D. MacDonald: The executioners, 1957 (eine gekürzte deutsche Ausgabe erschien unter „Ein Köder für die Bestie“, ungekürzt – 1992 im Heyne Verlag – unter „Kap der Angst“)

Cady will sich nach 14 Jahren Haft an seinem Pflichtverteidiger Bowden rächen. Dieser unterschlug damals entlastende Beweise.

Das Remake von „Ein Köder für die Bestie“ ist als Scorsese-Film enttäuschend, als – auch brutales – Psycho-Duell zwischen Nick Nolte und Robert de Niro hochspannend. Und wenn Robert de Niro Juliette Lewis im Märchenwald verführt, gefriert einem das Blut.

Mit Nick Nolte, Robert de Niro, Jessica Lange, Juliette Lewis, Joe Don Baker, Martin Balsam, Gregory Peck, Robert Mitchum

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Kap der Angst“

Wikipedia über „Kap der Angst“ (deutsch, englisch)

Wikipedia über John D. MacDonald (deutsch, englisch)

Thrilling Detective über John D. MacDonald

Krimi-Couch über John D. MacDonald

Umfangreiche amerikanische John D. MacDonald-Fanseite

Meine Besprechung von Martin Scorseses “Hugo Cabret” (Hugo, USA 2011)

Martin Scorsese in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: Über Kathryn Bigelows „Zero Dark Thirty“

Februar 1, 2013

Kathryn Bigelow sagt in „Zero Dark Thirty“ nicht, dass Folter zur Ergreifung des Terroristen Osama bin Laden führte. Das war kleinteilige und entsprechend langweilige Geheimdienstarbeit, in der Informationen gesammelt, geprüft und nochmal geprüft werden und am Ende hat man, wie eine Besprechung der Geheimdienstler und hochrangiger Beamter vor der Entscheidung, ob sie ein Navy-SEALS-Team nach Abbottabad schicken sollen, nur eine Gewissheit von sechzig Prozent. Nach all der monatelangen Beobachtung des Hauses hätte man genausogut eine Münze werfen können.

Aber dieser Punkt kann leicht übersehen werden und Bigelow hat die Geschichte der Jagd der CIA nach Osama bin Laden von dem Anschlag auf das World Trade Center bis zu seinem Tod in einer bestimmten Art und Weise angeordnet, die mindestens den Schluss nahelegt, dass Folter ein probates Mittel sei, um an valide Informationen zu kommen und dass Folter deshalb ein unverzichtbarer Teil bei dem erfolgreichen Kampf gegen al Qaida war. Was diese These für künftige Kriege bedeutet, können wir uns denken.

Denn diese Behauptung ist mindestens umstritten. Ich würde sogar sagen Quatsch. In jedem Fall – weil sie die Jagd ausschließlich aus der Binnenperspektive der CIA erzählt – verliert sie kein Wort über die nationale und internationale Diskussion über Folter und zu welchem Ansehensverlust der USA diese Verletzung elementarer Menschenrechte führte. Sie sagt auch nichts über die vielen Unschuldigen, die gefoltert wurden, und die vielen unnützen Informationen, die die Gefolterten den Folterern gaben.

Diese Der-Zweck-heiligt-die-Mittel-Legitimation war ihr, auch wenn sie die Folterungen am Filmanfang quasi dokumentarisch zeigt, sehr wichtig. Immerhin ist „Zero Dark Thirty“ mit gut drei Stunden Laufzeit überlang geraten und man hätte durchaus über Kürzungen nachdenken können.

Ungefähr die erste Stunde der Filmgeschichte, die unmittelbar nach dem 11. September 2011 beginnt, vergeht mit episch gezeigten Folterungen, einem Bombenattentat auf ein Hotel, in dem Westler speisen, und einem Selbstmordattentat in einer US-Militärbasis, bei dem viele US-Soldaten und auch eine CIA-Agentin sterben. Sie war eine ältere Kollegin von Maya Lambert (Jessica Chastain), einer jungen CIA-Agentin, die sich gerade die ersten Sporen verdient und die so etwas wie die Protagonistin des Films ist.

Im zweiten Teil werden dann die kleinteiligen Recherchen von Maya über viele Jahre und ihr zunehmender, nie erklärter Fanatismus bei der Jagd nach bin Laden, gezeigt. Da wird sie fast zu einer Erin Brokovich, die einen aussichtslosen Kampf aufnimmt. Sie hat recht. Aber all die CIA-Männer glauben ihr nicht.

Im dritten Teil, der mit den direkten Vorbereitungen wieder ungefähr eine Stunde dauert, wird dann der Einsatz des Navy SEALS Team Six auf das Anwesen in Abbottabad in der Nacht vom 1. zum 2. Mai 2011 gezeigt. Ungefähr in Echtzeit. Jedenfalls gibt es so um die fünfundvierzig Minuten dunkle, verwackelte Bilder, teilweise auch grünstichige Aufnahmen durch die Nachtsichtgeräte der Soldaten, keine Musik und nur wenige, kaum verständliche Dialoge, meistens über Funk. Maya bleibt bei diesem Einsatz außen vor – und weil die Soldaten, die Terroristen und die Bewohner des Hauses alle austauschbar bleiben, langweilt diese Szene auch zunehmend. Fast so, als ob man sich ein Fußballspiel ansieht, bei dem die Spieler gesichtslos bleiben und das Ergebnis auch schon bekannt ist.

Bigelow erzählt diese Geschichte chronologisch, aber eher fragmentarisch. Fast so, als habe man ausgewählte Tonbandmitschnitte aneinander geklebt. Das soll das Authentische betonen. Allerdings ist davon, im Gegensatz zu einer Reportage, nur wenig überprüfbar. „Zero Dark Thirty“ ist, weil die Macher in Interviews immer wieder das Dokumentarische, die große Faktentreue, die vielen Interviews, die sie mit Insidern führten, betonen und den Film einen „Reportagefilm“ nennen, der vom New Journalism (also Autoren wie Tom Wolfe, Gay Talese, Hunter S. Thompson, Truman Capote und Norman Mailer) beeinflusst sei, nicht das von ihnen behauptete filmische Äquivalent zu einer Reportage, sondern zu einem Kommentar. Sie erzählen nur eine dramatisierte Version der Wirklichkeit.

Nach dem gelungenen „The Hurt Locker“, der ersten Zusammenarbeit von Mark Boal und Kathryn Bigelow, ist „Zero Dark Thirty“ eine ziemlich herbe Enttäuschung, die unter einem unfokussiertem Drehbuch und der Absicht, den Menschen im Schatten, die Osama bin Laden jagten und töteten ein Denkmal zu setzen, leidet. Für ein solches Heldenporträt muss man nicht gleich den gesamten Film ausschließlich und ohne jegliche Distanz aus der Perspektive der CIA-Agenten und Soldaten erzählen.

Zero DarkThirty - Plakat

Zero Dark Thirty (Zero Dark Thirty, USA 2012)

Regie: Kathryn Bigelow

Drehbuch: Mark Boal

mit Jessica Chastain, Jason Clarke, Jennifer Ehle, Fares Fares, James Gandolfini, Kyle Chandler, Harold Perrineau, Reda Kateb, Mark Strong, Edgar Ramirez, Frank Grillo, Mark Valley

Länge: 157 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

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Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Zero Dark Thirty“

Metacritic über „Zero Dark Thirty“

Rotten Tomatoes über „Zero Dark Thirty“

Wikipedia über „Zero Dark Thirty“ (deutsch, englisch)

 

 


TV-Tipp für den 1. Februar: Castle: Nach dem Sturm

Februar 1, 2013

Kabel Eins, 20.15

Castle: Nach dem Sturm (USA 2012, R.: Rob Bowman)

Drehbuch: David Amann

LV: Andrew W. Marlowe

Heute startet die fünfte Staffel von „Castle“, die am Morgen nach dem Ende der vierten Staffel (als NYPD-Detective Kate Beckett, die gerade ihren Job quittiert hatte, verzweifelt an die Tür des Thrillerautors Richard Castle anklopfte) beginnt. Kate will immer noch herausfinden, wer ihre Mutter vor Jahren ermordete. Ihre Kollegen und Richard helfen ihr bei der Suche nach den mächtigen Hintermännern des Mordes.

Die Auftaktfolge der neuen Staffel der Crime-Comedy ist, weil ein persönlicher Fall im Mittelpunkt steht, eher enttäuschend. Aber immerhin gibt es ein gewisses Ende von Kates Jagd nach dem Mörder ihrer Mutter und ab nächster Woche wird wieder Dienst nach Vorschrift geleistet.

mit Nathan Fillion, Stana Katic, Susan Sullivan, Jon Huertas , Seamus Dever, Molly Quinn, Penny Johnson Jerald, Jack Coleman, Geoff Pierson, Tahmoh Penikett

Hinweise

Homepage von Richard Castle

Wikipedia über Richad Castle

ABC-Seite über „Castle“

Kabel-1-Seite über “Castle”

Wikipedia über „Castle“ (deutsch, englisch)

The Futon Critic interviewt Andrew W. Marlowe (21. November 2009)

„Castle“-Fanseite

Richard Castle in der Kriminalakte (eins, zwei, drei , vier und beim Paley Fest)

Meine Besprechung von Richard Castles „Heat Wave – Hitzewelle“ (Heat Wave, 2009)

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Bonushinweis

„Heat Rises – Kaltgestellt“, der dritte Nikki-Heat-Roman von Richard Castle ist bei Cross Cult erschienen. Kate Beckett ist das Vorbild für Nikki Heat.

Castle - Heat Rises

Richard Castle: Heat Rises – Kaltgestellt

(übersetzt von Anika Klüver)

Cross Cult, 2012

400 Seiten

12,80 Euro


Neu im Kino/Filmkritik: „The Last Stand“ ist nicht Arnold Schwarzeneggers letztes Gefecht

Januar 31, 2013

Vor zehn Jahren räumte Arnold Schwarzenegger in „Terminator 3“ noch einmal kräftig auf. Danach war Dienst an der Gemeinschaft angesagt. Als Gouverneur von Kalifornien. Seine Freizeit reichte gerade für einige Cameos.

Jetzt ist er wieder zurück und „The Last Stand“ soll vor allem zeigen, dass er mit 65 Jahren noch nicht zum alten Eisen gehört. Dass er noch Action machen kann. Und das gelingt dem Quasi-Western, der durchaus sympathisch an ältere Action-Filme anknüpft, in denen eine Geschichte, die geradlinig auf den finalen Showdown hinausläuft, mit einigen kleinen, präzisen Charakterskizzen und Einzeilern aufgepeppt und unaufgeregt in knapp zwei Stunden erzählt wird. Gleichzeitig gibt es genug neue Ideen, um Genrejunkies gut zu unterhalten.

Als der südamerikanische Drogenbaron Gabriel Cortez (Eduardo Noriega) vom FBI in ein anderes Gefängnis überstellt werden soll, wird er in Las Vegas von seinen Handlangern in einer James-Bond-würdigen Aktion befreit. Mit einer FBI-Polizistin als Geisel rast er in einem gestohlenen Prototyp, einer Corvette ZR1, die über 400 km/h fahren kann und damit schneller als alle Autos und Flugzeuge ist, die das FBI zur Hand hat, in einem Affentempo auf die Grenze nach Mexiko zu.

Währenddessen haben andere Handlanger von Cortez, die von Burrell (Peter Stormare, der mal wieder seine Rolle als Bösewicht genießt) angeführt werden, in der Nähe des kleinen Städtchens Sommerton eine Behelfsbrücke installiert, auf der Cortez die Grenze ohne lästige Grenzkontrolle überqueren soll.

Allerdings haben sie nicht mit dem Ortssheriff gerechnet. Ray Owens (Arnold Schwarzenegger) will dort, nachdem er von den Los-Angeles-Blutbädern genug hatte, nur noch eine ruhige Kugel schieben und den Einheimischen bei ihren banal-alltäglichen Problemen helfen.

Als er erfährt, dass Cortez seine Stadt zum Grenzübertritt benutzen will, nimmt er mit seinen drei Deputies, – ein Jüngling, der sich nach Los Angeles versetzen lassen will (Zach Gilford), einem älteren Mexikaner, der treu, aber auch etwas feige ist (Luis Guzmán, gewohnt zuverlässig) und einer Frau (Jaimie Alexander) -, und zwei ad hoc vereidigten Hilfssheriffs, – einem jungen Kriegsveteranen, der in die Polizistin verliebt ist und, als notorischer Randalierer, mal wieder inhaftiert wurde (Rodrigo Santoro), und einem durchgeknalltem Waffenfanatiker (Johnny Knoxville) -, den Kampf auf.

Regisseur Kim Jee-Woon (A bittersweet Life; The Good, the Bad, the Weird) inszenierte sein US-Debüt mit viel Wucht, Witz und, angenehm unironisch, aber mit dem augenzwinkerndem Einverständnis, dass wir alle wissen, wie die Geschichte ausgeht. Denn in „The Last Stand“ wird eine typische Western-Situation, die natürlich an die alten Howard-Hawks-Western wie „Rio Bravo“ und „El Dorado“, beide mit John Wayne, erinnert, in die Gegenwart verlagert.

Da kann auch verziehen werden, dass gerade bei der sehr bleihaltigen Schlacht in Sommerton, der modernen Variante eines typischen Wild-West-Kaffs mit einer Hauptstraße, zwei Nebenstraßen und einem Saloon, der heute ein Diner ist, das Schlachtfeld etwas unklar gezeichnet wird und die Action-Szenen etwas zu trendy zerschnippelt werden.

„The Last Stand“ macht Spaß als grundsolider, moderner Action-Western.

Daher: Welcome back, Arnie!

The Last Stand - Plakat

The Last Stand (The Last Stand, USA 2013)

Regie: Kim Jee-Woon

Drehbuch: Andrew Knauer, Jeffrey Nachmanoff (Rewrite), George Nolfi (Writing Supervisor) (nach einer Geschichte von Andrew Knauer

mit Arnold Schwarzenegger, Forest Whitaker, Johnny Knoxville, Radrigo Santoro, Jaimie Alexander, Louis Guzmán, Eduardo Nriega, Peter Stormare, Zach Gilford, Genesis Rodriguez, Harry Dean Stanton (kurz, aber gut)

Länge: 107 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

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Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „The Last Stand“

Metacritic über „The Last Stand“

Rotten Tomatoes über „The Last Stand“

Wikipedia über „The Last Stand“ (deutsch, englisch)


Neu im Kino/Filmkritik: Familienzusammenführung nach dem Tsunami in „The Impossible“

Januar 31, 2013

Es ist ein Kreuz mit diesen Filmen, die „auf einer wahren Geschichte“ basieren. Oft werden die wahren Ereignisse genommen und so lange verändert, bis die Ähnlichkeiten zwischen Fakt und Fiktion nur noch zufällig sind. Es geht aber auch, wie der spanische Spielfilm „The Impossible“ zeigt, anders. Drehbuchautor Sergio G. Sanchez und Regisseur Juan Antonio Bayona nahmen ein wahres Schicksal, nämlich die Geschichte der spanischen Familie Belon und erzählten dann eine so universelle Geschichte über eine Familie, die nach dem Tsunami 2004 in Thailand, getrennt wurde und sich wieder fand, dass es vollkommen egal ist, wie genau sich die Filmemacher an die Fakten gehalten haben. Wie der Familie Belon dürfte es damals vielen Familien, die ihren Weihnachtsurlaub im Paradies verbringen wollten, ergangen sein. Vielleicht deshalb haben die Macher der Familie keinen Nachnamen verpasst und die Nationalität der Familie geändert.

Henry (Ewan Mc Gregor), Maria (Naomi Watts – jaja, besonders spanisch sehen sie nicht aus, aber Antonio Banderas, Javier Bardem und Penélope Cruz waren gerade anderweitig beschäftigt) und ihre drei Söhne Lucas (Tom Holland), Simon (Oaklee Pendergast) und Thomas (Samuel Joslin) fliegen nach Thailand. Die englische, in Japan lebende Familie will ihren Weihnachtsurlaub in einem noblen Ferienressort verbringen, als die Flutwelle des Tsunamis alle Urlaubspläne zunichte macht.

Maria und Lucas werden in das Landesinnere gespült. Sie verletzt sich am Bein und hilfsbereite Einheimische bringen sie in ein Lazarett. Dort wartet die Ärztin auf die Operation, die zu einer Amputation ihres Beines führen könnte, während Lucas versucht, sich nützlich zu machen.

Währenddessen sucht Henry mit Simon und Thomas seine Frau und seinen dritten Sohn. Zusammen mit anderen Urlaubern, die ebenfalls ihre Angehörigen suchen, machen sie sich auf den Weg.

Diese Familienzusammenführung wird von Juan Antonio Bayona in zwei großen Blöcken erzählt, die die Trennung der Familie betont. Denn solange wir das Schicksal von Maria und Lucas bis kurz vor der Vereinigung mit ihrem Mann und den beiden anderen Söhnen verfolgen (Okay, das kommt jetzt nicht wirklich überraschend), wissen wir nicht, was mit Henry, Simon und Thomas passiert ist.

Bei dem Melodrama spielt Byjona, dessen erster Spielfilm der erfolgreiche, mit Preisen und Lob überhäufte Horrorfilm „Das Waisenhaus“ war, immer wieder, allerdings eher störend, mit Horrorelementen und dem beliebten, aber hier vollkommen überflüssigen und unpassenden „Die Natur schlägt zurück“-Topos, das auch immer nach einer noch so banalen Erklärung verlangt.

Davon abgesehen liefert er eindrucksvolle Bilder von dem Tsunami, der alles unter sich begrabenden Flutwelle, den anschließenden Zerstörungen, dem Überlebenswillen und der Hilfsbereitschaft der Menschen. Dass dabei die Einheimischen nur als Staffage vorkommen ist der gewählten Geschichte, die den Überlebenswillen, familiäre Bindungen und den Humanismus huldigt, geschuldet.

The Impossible - Plakat

The Impossible (Lo imposible, USA/Spanien 2012)

Regie: Juan Antonio Bayona

Drehbuch: Sergio G. Sanchez (basierend auf der Geschichte von Maria Belon)

mit Naomi Watts, Ewan McGregor, Tom Holland, Samuel Joslin, Oaklee Pendeergast, Sönke Möhring, Geraldine Chaplin

Länge: 114 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

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Hinweise

Englische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „The Impossible“

Metacritic über „The Impossible“

Rotten Tomatoes über „The Impossible“

Wikipedia über „The Impossible“ (deutsch, englisch)

 


TV-Tipp für den 31. Januar: I, Robot

Januar 31, 2013

Vox, 20.15

I, Robot (USA 2004, R.: Alex Proyas)

Drehbuch: Jeff Vintar, Akiva Goldsman

LV: Isaac Asimov: I, Robot, 1950 (Ich, der Robot, Kurzgeschichtensammlung)

2035: Roboter nehmen uns viele Aufgaben ab. Als der Chefkonstrukteur der Firma US Robotics in den Tod stürzt, glaubt Polizist und Roboterhasser Del Spooner, dass der Konstrukteur von einem Roboter umgebracht wurde. Niemand glaubt ihm.

Unterhaltsamer SF-Actionthriller, der von Asimov vor allem die drei Robotergesetze übernommen hat. Denn Proyas interessiert sich vor allem für Design und Entertainment.

mit Will Smith, Bridget Moynahan, Alan Tudyk, James Cromwell, Bruce Greenwood, Chi McBride, Shia LaBeouf

Wiederholung:  Freitag, 1.Februar, 00.25 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über „I, Robot“ (deutsch, englisch)

Film-Zeit über “I, Robot”

Rotten Tomatoes über „I Robot“

Homepage von Isaac Asimov

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Ein hörenswertes (die Kamera ist etwas langweilig) Interview mit Isaac Asimov, in dem er auch die drei Robotergesetze (und vieles anderes) erklärt


DVD-Kritik: Die guten Polizisten von „Flashpoint“ sind zurück

Januar 30, 2013

In den meisten Krimis dürfen die Jungs vom SEK oder dem SWAT-Team nur kurz anrücken und dann weitgehend dumm, aber in voller Montur, in der Landschaft herumstehen, während der tapfere Kommissar mit seinem heroischen Einsatz, abseits jeglicher Dienstvorschriften und Vernunft, den Täter überwältigt. Und, gerade in deutschen Krimis, ist von Teamarbeit zwischen verschiedenen Einheiten und Abteilungen in der Polizei wenig bis nichts zu sehen. Außer natürlich den Gesprächen mit dem Gerichtsmediziner, der auch gleich die gesamte Spurensuche und sonstige lästige, anfallende Arbeiten erledigt. Alle anderen sind mehr oder weniger doofe Trottel, die vor allem deshalb im Bild herumhängen, um die Genialität des Kommissars zu bestätigen.

Nun, in der kanadischen Krimiserie „Flashpoint“ gibt es keine Gerichtsmediziner. Denn in der TV-Serie wird von der Arbeit des dortigen SEKs, der Stratetic Response Unit (SRU) erzählt, die in Toronto bei Geiselnahmen, Amokläufen und sonstigen unklaren, aber gefährlichen Situationen eingreifen müssen. Dabei versuchen sie, die Situation friedlich zu lösen und sie wollen herausfinden, warum der Täter seine Tat begeht. Immerhin haben sie dann die Möglichkeit, ihn zur Aufgabe zu bewegen.

Geleitet wird die Einheit von Sergeant Greg Parker (Enrico Colantoni) und Ed Lane (Hugh Dillon). In dem Team sind Mike Scarlatti (Sergio Di Zio), Kevin ‚Wordy‘ Wordsworth, der die Einheit aufgrund gesundheitlicher Probleme verlässt (Michael Cram), Jules Callaghan (Amy Jo Johnson), Sam Braddock (David Paetkau) und, ab „Ein Tag im Leben“, der Neuzugang Raf Rousseau (Clé Bennett). Und weil die Einheit am besten als Team funktioniert, in dem jeder seine Stärken hat, haben wir in den ersten Folgen auch wenig privates über sie erfahren. Das ändert sich in der vierten und fünften Staffel der Serie, die die Folgen 32 bis 53 enthalten und jetzt auf DVD vorliegen. Ob das an dem Erfolg der kanadischen Serie im US-TV liegt, der immerhin zu einer Partnerschaft mit dem US-Sender CBS führte, oder einfach an der zunehmenden Zahl von Folgen liegt, weiß ich nicht. Jedenfalls erfahren wir jetzt mehr Details aus dem Privatleben der SRU-Mitglieder, sie sind öfter (aber noch nicht in einem störendem Maß) auch persönlich in die Fälle involviert und gegen Ende gibt es oft noch die überraschende Wendung, die wir aus den US-Krimis kennen (also, wenn nach etwa dreißig Minuten die CSIler feststellen, dass der Täter doch nicht der Täter ist, alle Beweise wieder angesehen werden und dann der richtige Täter, den vorher niemand verdächtigte, überführt wird) und die hier oft etwas überflüssig wirkt. Immerhin haben die ersten drei „Flashpoint“-Staffeln gerade wegen des betont unspektakulären Erzählgestusses gefallen.

Aber das ist nur ein kleiner Einwand, gegen eine weiterhin vorzügliche Serie.

Die Staffeln…

Zum Abschluss noch ein Wort zur Staffelnummerierung: „Flashpoint“ lief zuerst erfolgreich im kanadischen TV, danach in den USA. Ebenfalls erfolgreich. Dort wurden die Folgen zwar auch chronologisch gezeigt, aber die Staffeln hatten eine andere Länge. Koch Media folgt bei der deutschen Veröffentlichung der kanadischen Staffeleinteilung, vergibt aber für jede DVD-Box eine eigene Nummer. Danach sieht die Einteilung so aus:

Deutsche Staffel 1 entspricht der ersten kanadischen Staffel und enthält die Episoden 1 bis 13.

Deutsche Staffel 2 entspricht der ersten Hälfte der zweiten kanadischen Staffel und enthält die Episoden 14 bis 22.

Deutsche Staffel 3 entspricht der zweiten Hälfte der zweiten kanadischen Staffel und enthält die Episoden 23 bis 31.

Deutsche Staffel 4 entspricht der dritten kanadischen Staffel und enthält die Episoden 32 bis 44.

Deutsche Staffel 5 entspricht der ersten Hälfte der vierten kanadischen Staffel und enthält die Episoden 45 bis 54, aber ohne Folge 52 (Grounded).

Die für den 22. März 2013 angekündigte sechste „Flashpoint“-Staffel enthält dann, dieser Logik folgend, die zweite Hälfte der vierten Staffel.

Und in der irgendwann erscheinenden siebten Staffel wären dann die dreizehn Folgen der finalen Staffel enthalten. Die 75. und letzte Episode wurde am 13. Dezember 2012 ausgestrahlt.

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Flashpoint – Das Spezialkommando (Kanada, 2010/2011)

Erfinder: Mark Ellis, Stephanie Morgenstern

mit Hugh Dillon (Ed Lane), Enrico Colantoni (Sgt. Gregory Parker), Amy Jo Johnson (Julianna ‘Jules’ Callaghan), David Paetkau (Sam Braddock), Sergio Di Zio (Mike Scarlatti), Michael Cram (Kevin ‘Wordy’ Wordsworth), Mark Taylor (Lewis Young), Olunike Adeliyi (Leah Kerns) Clé Bennett (Rafik „Raf“ Rousseau)

Flashpoint - Staffel 4

Flashpoint – Das Spezialkommando: Staffel 4

Koch Media

Bild: 1.78:1 (16:9)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: –

Länge: 572,Minuten (13 Episoden auf 4 DVDs)

FSK: ab 16 Jahre

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Die Einsätze der SRU in der vierten Staffel

Bedingungslose Liebe (Unconditional Love, Episode 32)

Regie: David Frazee

Drehbuch: Mark Ellis, Stephanie Morgenstern

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Durchtrennte Bande (Severed Ties, Episode 33)

Regie: Holly Dale

Drehbuch: Treena Hancock, Melissa R. Byer

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Die falschen Freunde (Follow the Leader, Episode 34)

Regie: David Frazee

Drehbuch: James Hurst

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Mit allen Mitteln (Whatever it takes, Episode 35)

Regie: Holly Dale

Drehbuch: Grame Manson

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Allein unter Wölfen (The other Lane, Episode 36)

Regie: Erik Canuel

Drehbuch: Bobby Theore

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Auf der Flucht (Jumping at Shadows, Episode 37)

Regie: Kelly Makin

Drehbuch: Mark Ellis, Stephanie Morgenstern

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Persönliche Motive (Acceptable Risk, Episode 38)

Regie: David Frazee

Drehbuch: Pam Davis

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Eine zweite Meinung (Collateral Damage, Episode 39)

Regie: Kelly Makin

Drehbuch: Aaron Brindle

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Dicker als Blut (Thicker than Blood, Episode 40)

Regie: David Frazee

Drehbuch: Andrea Stevens

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Terror (Terror, Episode 41)

Regie: Erik Canuel

Drehbuch: Melissa R. Byer, Treena Hancock

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Keine Versprechungen (No Promises, Episode 42)

Regie: Charles Binamé

Drehbuch: Russ Cochrane

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Die Informantin (I’d do anything, Episode 43)

Regie: Helen Shafer

Drehbuch: Pamela Davis, Boby Theore

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Schwachstellen (Fault Lines – Part One, Episode 44)

Regie: David Frazee

Drehbuch: Mark Ellis, Stephanie Morgenstern

Flashpoint - Staffel 5

Flashpoint – Das Spezialkommando: Staffel 5

Koch Media

Bild: 1,7:1 (16:9)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: –

Länge: 361 Minuten (9 Episoden auf 3 DVDs)

FSK: ab 16 Jahre

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Die Einsätze der SRU in der fünften Staffel

Ein Team auf Bewährung (Personal Effects – Part Two, Episode 45)

Regie: Kelly Makin

Drehbuch: Mark Ellis, Stephanie Morgenstern

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Am falschen Ort (Good Cop, Episode 46)

Regie: John Fawcett

Drehbuch: Michael MacLennan

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Flammender Ruhm (Run, Jaime, run, Episode 47)

Regie: Kelly Makin

Drehbuch: Ian Weir

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Getrübte Erinnerungen (Through a Glass Darkly, Episode 48)

Regie: John Fawcett

Drehbuch: Andrew Wreggitt

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Der Kopf des Drachen (The better Man, Episode 49)

Regie: David Frazee

Drehbuch: Michael MacLennan

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Ein Tag im Leben (A day in the Life, Episode 50)

Regie: Jim Donovan

Drehbuch: Mark Ellis, Stephanie Morgenstern

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Bombenalarm (Shockwave, Episode 51)

Regie: David Frazee

Drehbuch: Larry Bambrick

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Der Krieg im Innern (The War within, Episode 53)

Regie: David Frazee

Drehbuch: Daniel Godwin, Michael MacLennan

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Nur ein Geschäft (Th Cost of Doing Business, Episode 54)

Regie: David Frazee

Drehbuch: Larry Bambrick

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Hinweise

CTV über die Serie

CBS über die Serie

RTL II über die Serie

Wikipedia über „Flashpoint“ (deutsch, englisch) und die ETF

Polizei von Toronto über die ETF

Running with my eyes closed: Interview mit Stephanie Morgenstern und Mark Ellis (Oktober 2008, Teil 1, Teil 2)

Complications Ensue: Interview mit Stephanie Morgenstern und Mark Ellis (21. Juli 2009)

Meine Besprechung von „Flashpoint – Das Spezialkommando: Staffel 1“

Meine Besprechung von „Flashpoint – Das Spezialkommando: Staffel 2“

Meine Besprechung von „Flashpoint – Das Spezialkommando: Staffel 3“


TV-Tipp für den 30. Januar: Departed – Unter Feinden

Januar 30, 2013

HR, 23.15

Departed – Unter Feinden (USA 2006, R.: Martin Scorsese)

Drehbuch: William Monahan

Cop Billy Costigan ist Undercover-Agent in der Organisation des Mafiapaten Frank Costello. Gangster Colin Sullivan ist bei der Polizei der Top-Maulwurf für Costello. Beide steigen in den feindlichen Organisationen stetig auf. Da erhalten Costigan und Sullivan von ihrem Boss den Auftrag, den Verräter in den eigenen Reihen zu finden.

„Departed – Unter Feinden“ ist, wie Genre-Junkies wissen, das grandiose US-Remake des ebenso grandiosen Hongkong-Thrillers „Infernal Affairs“ (von Andrew Lau und Alan Mak). Monahan verlegte die Geschichte nach Boston, orientierte sich bei dem Mafiapaten an dem legendären Whitey Bulger und zeichnete ein Porträt der amerikanischen Gesellschaft. Die schwächsten Szenen des Remakes sind die weinigen, direkten Übernahmen von Szenen aus dem Original.

Beide Filme sind stilistisch überzeugende Werke über Freundschaft, Loyalität und Verrat.

Monahans Drehbuch erhielt einen Edgar, einen Oscar, den Preis der Writers Guild of America und war für den Golden Globe nominiert (um nur einige zu nennen). Der Film wurde für zahlreiche Preise nominiert und erhielt auch den Oscar für den besten Film des Jahres

Die nächste Zusammenarbeit von Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio war die allseits abgefeierte Dennis-Lehane-Verfilmung „Shutter Island“ (mir gefiel das Buch besser).

Und William Monahans lieferte danach sein gelungenes Regiedebüt, die Ken-Bruen-Verfilmung “London Boulevard” (mit Colin Farrell, David Thewlis, Ray Winstone, Eddie Marsan und, umpf, Keira Knightley) ab.

Mit Leonardo DiCaprio, Matt Damon, Jack Nicholson, Mark Wahlberg, Martin Sheen, Ray Winstone, Vera Farmiga, Alex Baldwin

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Departed – Unter Feinden“

Metacritic über “Departed – Unter Feinden”

Rotten Tomatoes über “Departed – Unter Feinden”

Wikipedia über “Departed – Unter Feinden” (deutsch, englisch)

Drehbuch „The Departed“ von William Monahan

Collider: Interview mit William Monahan (Februar 2007)

Meine Besprechung von Martin Scorseses “Hugo Cabret” (Hugo, USA 2011)

Meine Besprechung von William Monahans “London Boulevard” (London Boulevard, USA/GB 2010)


Cover der Woche

Januar 29, 2013

Woolrich - Der schwarze Pfad


TV-Tipp für den 29. Januar: Gas-Fieber

Januar 29, 2013

Arte, 20.15

Gas-Fieber (Fr 2012, R.: Lech Kowalski)

Drehbuch: Lech Kowalski

75-minütige Doku über das Fracking, die Förderung von Schiefergas mit gepressten Chemikalien und ihren Folgen für die Umwelt in Pennsylvania und Zurawlow, wo sich die polnischen Anwohner dagegen wehrten.

Wiederholungen

Samstag, 2. Februar, 10.25 Uhr

Mittwoch, 13. Februar, 9.55 Uhr

Hinweise

Arte über die Doku

Wikipedia über Lech Kowalski und das Fracking (deutsch, englisch)


DVD-Kritik: „Who killed Marilyn?“ und Warum verdrehte MM in Mouthe den Männern die Köpfe?

Januar 28, 2013

Krimiautor David Rousseau (Jean-Paul Rouve) fährt nach Mouthe, dem kältesten Ort in Frankreich, um eine Erbschaft zu erhalten. Die entpuppt sich als ausgestopfter Hund („weil er ihn immer so liebte“), die schnell im nächsten Mülleimer landet. Doch noch bevor er sich auf den Heimweg machen kann, hört er von einer Toten, die mitten im Niemandsland zwischen Frankreich und der Schweiz gefunden wurde und die uns schon in den ersten Filmminuten von ihrem Tod erzählte.

Rousseau sieht in ihrem Tod, den die Polizei sofort als Suizid deklariert, den Nukleus für seinen nächsten Roman und er beginnt in der Provinz über das Leben der Lokalschönheit Candice Lecoeur, geborene Martine Langevin (Sophie Quinton), zu recherchieren. Dabei bemerkt er schnell die vielen Parallelen zwischen Lecoeurs Leben und dem von Marilyn Monroe, geborene Norma Jeane Mortenson. Nicht nur, dass die beiden Frauen sich ähnlich sahen, sie starben auch im gleichen Alter unter mysteriösen Umständen. Aber während Marilyn Monroe mit dem Baseball-Spieler Joe DiMaggio und dem Dramatiker Arthur Miller verheiratet war und sogar eine Affäre mit John F. und Robert Kennedy hatte, reichte es bei der Lokalberühmheit, die auch das Gesicht für die Werbung einer Käserei ist, nur für entsprechende Affären auf provinzieller Ebene.

Gerade in dieser lässigen Verbindung zwischen den beiden Leben liegt der Reiz von „Poupoupidou“, so der verspielte Originaltitel. Denn Regisseur und Autor Gérald Hustache-Mathieu erzählt einen typisch französischen Krimi, der mit leicht seltsamen Charakteren und einer herrlich abstrus-glaubwürdigen Geschichte kurzweilig unterhält.

„Who killed Marilyn?“ ist so gut, dass es schon ein kleines Rätsel ist, warum Hollywood sich noch nicht die Remakerechte gesichert hat.

Who killed Marilyn - DVD-Cover

Who killed Marilyn? (Poupoupidou, Frankreich, 2011)

Regie: Gérald Hustache-Mathieu

Drehbuch: Gérald Hustache-Mathieu, Juliette Sales (Mitarbeit)

mit Jean-Paul Rouve, Sophie Quinton, Guillaume Gouix, Olivier Rabourdin, Clara Ponsot, Arsinée Khanjian, Eric Ruf

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DVD

Koch Media

Bild: 2.35:1 (16:9)

Ton Deutsch, Französisch (Dolby Digital 5.1, DTS)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Making of (34 Minuten), Kinotrailer

Länge: 106 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

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Hinweise

Deutsche Facebook-Seite zum Film

Französische Homepage zum Film

Film-Zeit über „Who killed Marilyn?“

Rotten Tomatoes über „Who killed Marilyn?“

Wikipedia über „Who killed Marilyn?“

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Das Kinoplakat

Who killed Marilyn - Plakat


Wer hat „Irgendwann gibt jeder auf“ gewonnen?

Januar 28, 2013

Stark - Irgendwann gibt jeder auf4

Die Verlosung ist rum, die Gewinner sind benachrichtigt und die Pakete sind bei der Post.

Rolf W. aus Erlangen

Mechthild H. aus Ingolsstadt

Tanja H. aus Wernberg-Köblitz

dürfen sich über ein Exemplar von Richard Starks tollem Parker-Gangsterthriller „Irgendwann gibt jeder auf“ freuen.

Die anderen müssen den Buchhändler ihres Vertrauens besuchen.

Der Kinostart der gelungenen Verfilmung „Parker“ von Taylor Hackford mit Jason Statham in der Hauptrolle ist am 7. Februar.

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Richard Stark: Irgendwann gibt jeder auf

(übersetzt von Rudolf Hermstein)

dtv, 2013

272 Seiten

9,95 Euro

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Deutsche Erstausgabe

Paul Zsolnay Verlag, 2010

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Originalausgabe

Flashfire

Mysterious Press, 2000 (Hardcover)

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Verfilmung

Parker (Parker, USA 2013)

Regie: Taylor Hackford

Drehbuch: John J. McLaughlin

mit Jason Statham, Jennifer Lopez, Michael Chiklis, Wendell Pierce, Clifton Collins Jr., Bobby Cannavale, Emma Booth, Nick Nolte

Kinostart: 7. Februar 2013

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Hinweise (ein gewisses Fantum ist unübersehbar)

Homepage von Donald E. Westlake

Kriminalakte: Nachruf auf Donald E. Westlake

Kriminalakte: Covergalerie Donald E. Westlake

Meine Besprechung von Donald E. Westlakes Dortmunder-Roman „Get Real“

Meine Besprechung von Donald E. Westlakes Dortmunder-Roman „What’s so funny?“

Meine Besprechung von Donald E. Westlakes Dortmunder-Roman „Watch your back!“

Meine Besprechung von Donald E. Westlakes Dortmunder-Kurzroman „Die Geldmacher“ (Walking around money; erschienen in „Die hohe Kunst des Mordens“ [Transgressions])

Meine Besprechung von Donald E. Westlakes „Mafiatod“ (361, 1962)

Meine Vorstellung von Westlakes als Richard Stark geschriebener Parker-Serie (mit „Nobody runs forever“)

Meine Besprechung von Richard Starks Parker-Romans „Ask the Parrot“

Meine Doppelbesprechung von Richard Starks Parker-Romanen „Fragen Sie den Papagei“ (Ask the Parrot) und „Dirty Money“

Meine Besprechung des Films “The Stepfather”, nach einem Drehbuch von Donald E. Westlake

Meine Besprechung von Lax/Donald Westlakes „Hot Rock“ (Pierre qui roule, 2008, Comic)