Neu im Kino/Filmkritik: „MaXXXine“ erobert Hollywood

Juli 4, 2024

Maxine Minx hat es geschafft. Naja, irgendwie so halb. Sie lebt inzwischen in Hollywood, hat einen Agenten und dreht Filme. Allerdings nur Pornos und langsam – wir reden hier von 1985 – wird die Dreiunddreißigjährige zu alt für diese Filme. Außerdem möchte sie immer noch ein echter Hollywood-Star werden. Das könnte ihr mit der Hauptrolle in dem Horrorfilm „The Puritan 2“, die sie nach einem erfolgreichen Vorsprechen erhielt, gelingen.

Zur gleichen Zeit sorgt ein Serienmörder in Los Angeles für Angst und Schrecken. Wie sein Spitzname Night Stalker verrät, ist er bevorzug nachts unterwegs. Um diese Zeit ist auch Maxine unterwegs. Im Gegensatz zu anderen Frauen hat sie keine Angst vor dem Night Stalker. Eher müssen die Männer, Night Stalker hin, Night Stalker her, Angst vor ihr haben.

Genrefans kennen Maxine aus Ti Wests „X“. Das war 2022 ein wunderschön unterhaltsamer Retro-Slasher, der gelungen das „Texas Chainsaw Massacre“ mit dem Pornofilm verband. „X“ spielt 1979 auf einer Farm in Texas. Dort wollen einige Jungfilmer einen Porno drehen und so viel Geld verdienen. Sie haben allerdings nicht mit der Hausherrin Pearl gerechnet, die sie der Reihe nach umbringt. Mia Goth spielte Maxine und, auf alt geschminkt, Pearl.

Weil Ti West, Mia Goth und das gesamte Team wegen der Coronavirus-Pandemie vor der Einreise nach Australien, wo der Film gedreht wurde, in Quarantäne waren, erfanden West und Goth für Pearl eine ausführliche Biographie. Das Drehbuch gefiel den Produzenten so gut, dass sie „Pearl“ direkt nach „X“ verfilmen konnten. Sie blieben einfach etwas länger am Drehort. „Pearl“ verbindet die Technicolor-Hollywood-Dramen von Douglas Sirk mit dem „Zauberer von Oz“ und dem Slasherfilm. Die tiefgläubige, etwas junge Pearl möchte 1918 aus dem US-amerikanischen Hinterland-Farmland nach Hollywood und dort berühmt werden. Als es Probleme gibt, zückt sie das Messer und sticht zu. Auch diese KombinationSLASHHommage mehrerer Genres, wieder stilecht in der Optik dieser Genres inszeniert, überzeugte Kritik und Fans.

Mit „MaXXXine“ erzählen West und Goth jetzt, mit einem größeren Budget, die Geschichte von Maxine weiter. Vor dem Dreh hieß es, dieser Film sei das Ende einer Trilogie; wobei die drei Filme keine durchgehende Geschichte erzählen, sondern durch den Regisseur, die Hauptdarstellerin und Ähnlichkeiten in Thema, Stil und Herangehensweise miteinander verbunden sind. Sie sind also, wie die Filme von Eric Rohmer, der mit Frauen ganz andere Filme drehte und sie zu verschiedenen Zyklen zusammenfasste, eher ein Zyklus, der noch nicht abgeschlossen ist. Schon vor dem Kinostart sagte Ti West, dass er bereits an einem weiteren Film mit Maxine arbeite.

Bis dahin haben wir „MaXXXine“, der nahtlos an die beiden vorherigen Filme anknüpft. Wieder geht es um christlichen Fundamentalismus und die damit verbundene Abscheu vor Pornographie, lustvollem, vorehelichem Sex und anderen weltlichen Vergnügen. Wieder spielt Mia Goth die Hauptrolle. Sie ist, wie man damals sagte, ein echter Hingucker. Und wieder kopiert Ti West Filmstile, die während der Handlungszeit des Films populär waren. Das heißt, dass er dieses Mal förmlich im 80er-Jahre-Horrorfilm, dem damaligen Hollywoodkino, vor allem den B-Pictures, und dem Pornofilm badet. West zeigt Los Angeles und Hollywood als einen einzigen Sündenpfuhl voller Sex und Gewalt. Mit der Bibel in der Hand, rechtschaffener Empörung über den Verfall der Sitten und hysterischen Warnungen vor den allgegenwärtigen Gefahren für Jugendliche kämpften die Sittenwächter dagegen an.

„MaXXXine“ ist ein Über-80er-Jahre-Thriller, der damalige Thriller, Horrorfilme, Pornos und Blockbuster kondensiert und, fast wie ein Music-Clip, wieder ausspukt. Entsprechend gut sieht alles aus. Mit einigen bekannten Schauspielern, die offensichtlich ihren Spaß haben, wenn sie ihre Figuren besonders übertrieben spielen, und einer Mia Goth, die wie die von ihr verkörperte Maxine, als der große kommende Star auftritt. Insofern kann „MaXXXine“ auch als Starvehikel gelesen werden, das die Geschichte von Mia Goth erzählt. Goth war vor ihrer Schauspielerkarriere Model.

Außerdem ist „MaXXXine“ eine Liebeserklärung an Hollywood und das Filmemachen. Selten, obwohl es zuletzt „Once upon a time in Hollywood“ und „Babylon – Rausch der Ekstase“ gab, wird in einem Film so ausführlich gezeigt, wie ein Film entsteht, selten wird in einem Film so lange über das Studiogelände durch die Kulissen gefahren und noch seltener, eigentlich nur in den „Psycho“-Filmen und Parodien, wird das „Psycho“-Haus gezeigt. Filmfans können in Ti Wests Film also einiges entdecken.

Trotzdem funktioniert „MaXXXine“ auch gut ohne eine Analyse der Metaebenen als gradliniger Über-80er-Jahre-Thriller. Er lässt uns noch einmal in die Welt eintauchen, die wir, um nur drei bekannte Beispiele zu nennen, aus Filmen wie Brian De Palmas „Blow Out – Der Tod löscht alle Spuren“ und „Der Tod kommt zweimal“ (Body Double) und Abel Ferraras „Fear City“ (der allerdings in New York spielt) kennen. Jeder kann die Liste um weitere damals entstandene blutrünstige, damals und teils heute immer noch schockierende Slasher-, Horrorfilme und Thriller ergänzen. Im Finale, das teilweise auf einem großen Grundstück spielt, das in der Nähe des legendären Hollywood-Schildes liegt, wird dann der finale Schusswechsel aus dem ersten und besten „Beverly Hills Cop“ zitiert.

„MaXXXine“ ist eine verdammt gutaussehende, stilbewusste, ziemlich witzige und blutige Retro-Schlachtplatte.

MaXXXine (MaXXXine, USA 2024)

Regie: Ti West

Drehbuch: Ti West

mit Mia Goth, Elizabeth Debicki, Michelle Monaghan, Kevin Bacon, Halsey, Giancarlo Esposito, Bobby Cannavale, Moses Sumney, Lily Collins, Sophie Thatcher, Simon Prast

Länge: 105 Minuten

FSK: ab 18 Jahre

–

Hinweise

Moviepilot über „MaXXXine“

Metacritic über „MaXXXine“

Rotten Tomatoes über „MaXXXine“

Wikipedia über „MaXXXine“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Ti Wests „The Innkeepers“ (USA 2011)

Meine Besprechung von Ti Wests „X“ (X, USA 2022)

Meine Besprechung von Ti Wests „Pearl“ (Pearl, USA 2023)


TV-Tipp für den 4. Juli: Eine fantastische Frau

Juli 3, 2024

BR, 23.15

Eine fantastische Frau – Una Mujer Fantastica (Una Mujer Fantastica, Chile//USA/Deutschland/Spanien 2017)

Regie: Sebastián Lelio

Drehbuch: Sebastián Lelio, Gonzalo Maza

Marina ist in Orlando verliebt. Als er stirbt, muss die die Transsexuelle um einen würdevollen Abschied von ihrer großen Liebe kämpfen. Genau das will Orlandos Familie verhindern.

Fantastisches Drama, das auf der Berlinale mehrere Preise und, einige Monate später, den Oscar als bester ausländischer Film erhielt.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung (mit mehreren Interviews).

mit Daniela Vega, Francisco Reyes, Luis Gnecco, Aline Küppenheim, Nicolás Saavedra, Amparo Noguera, Trinidad González, Néstor Cantillana, Alejandro Goic, Antonia Zegers

Hinweise

Moviepilot über „Eine fantastische Frau“

Metacritic über „Eine fantastische Frau“

Rotten Tomatoes über „Eine fantastische Frau“

Wikipedia über „Eine fantastische Frau“ (deutsch, englisch)

Berlinale über „Eine fantastische Frau“

Meine Besprechung von Sebastián Lelios „Gloria“ (Gloria, Spanien/Chile 2012)

Meine Besprechung von Sebastiàn Lelio „Eine fantastische Frau – Una Mujer Fantastica“ (Una Mujer Fantastica, Chile//USA/Deutschland/Spanien 2017)

Meine Besprechung von Sebastián Lelios „Gloria – Das Leben wartet nicht“ (Gloria Bell, USA 2019)


Über Marc-Uwe Klings düsteren KI-Thriller „Views“

Juli 3, 2024

Spurlos verschwindet die aus Halberstadt am Harz kommende sechzehnjährige Lena Palmer. Als drei Tage nach ihrem Verschwinden im Internet ein Video auftaucht, das zeigt, wie sie von drei afrikanisch aussehenden Männern vergewaltigt wird, erhält BKA-Kommissarin Yasira Saad den Fall. Einerseits, weil sie eine gute Ermittlerin ist und sie ein gutes Team hat, andererseits weil sie eine Frau und Migrantin ist. Damit können für die Öffentlichkeit gleich einige positive Signale gesendet werden.

Aber sie und ihr Team kommen bei ihren Ermittlungen nicht weiter. Sicher, sie findet den Freund von Lena: einen siebenundzwanzigjährigen Kleindealer, der behauptet, er habe sie am Tag ihres Verschwindens nicht gesehen. Aber mehr ermitteln sie nicht.

Gleichzeitig tauchen Videos von einer sich Aktiver Heimatschutz nennenden Gruppe auf. Sie ruft zur Selbstjustiz auf. Später scheint sie solche Taten auch zu dokumentieren. Denn der entscheidende Moment, der aus einem aufrührerisch-geschmacklos-gewaltverherrlichendem Video die Dokumentation einer schweren Straftat machen würde, wird nicht gezeigt. Dennoch verfehlen die Videos, auch weil die üblichen Verdächtigen beim Anstacheln des rechts-reaktionären Volkszorns mitmachen, im Netz und auf der Straße nicht ihre Wirkung.

Da fragt Yasira sich, ob das Video von Lenas Vergewaltigung echt ist. Denn sie haben innerhalb einer Woche keine einzige erfolgsversprechende Spur gefunden. Sie konnten den Tatort nicht finden. Sie konnten die Vergewaltiger nicht finden. Aus der Bevölkerung gibt es, obwohl das Video allgemein bekannt ist, keine Hinweise auf den Tatort und die Täter.

Diese Theorie sorgt allerdings zunächst für mehr Fragen und mehr Ermittlungsansätze, die verfolgt werden müssen.

Nach Comedy (seine Känguru-Geschichten), Science-Fiction („QualityLand“) und Fantasy („Der Spurenfinder“) schreibt Marc-Uwe Kling nun einen Kriminalroman, bei dem zwei Dinge auffallen. Er ist überraschend gelungen und er ist quasi humorfrei. „Views“ ist keine schluffige Krimikomödie, in der herumgeblödelt wird, bis der Täter aufgibt, sondern ein straff erzählter düsterer Kriminalroman, der sich auf die Ermittlungen der Polizei konzentriert, verschiedene Verdächtige präsentiert, nach Motiven forscht, Spuren sucht und sich mit dem Thema Künstliche Intelligenz beschäftigt. Dabei, immerhin ist „Views“ ein Krimi, stehen natürlich die Gefahren von KI im Vordergrund.

Das ist von der ersten bis zur letzten Zeile näher an Jeffery Deaver, dem Erfinder von Lincoln Rhyme, der sich in seinen Thrillern immer wieder kundig mit den Gefahren der Informationstechnologie auseinandersetzt, als an Rita Falk oder Sebastian Fitzek.

Auf knapp 270 Seiten erzählt Marc-Uwe Kling in „Views“ eine spannende Noir-Kriminalgeschichte mit glaubwürdigen Figuren und ohne Mord und Totschlag. Gleichzeitig vertieft er sich in ein brandaktuelles und für die gesamte Gesellschaft wichtiges Thema.

Sehr gelungen! In jeder Beziehung.

–

Marc-Uwe Kling: Views

Ullstein, 2024

272 Seiten

19,99 Euro

–

Hinweise

Perlentaucher über den Noir

Wikipedia über Marc-Uwe Kling

Homepage von Marc-Uwe Kling

Meine Besprechung von Dani Levys Marc-Uwe-Kling-Verfilmung „Die Känguru-Chroniken“ (Deutschland 2020) und der Vorlage(n)

Meine Besprechung von Marc-Uwe Klings „Qualityland“ (2017)

Meine Besprechung von Marc-Uwe Klings „Qualityland 2.0 – Kikis Geheimnis“ (2020)

Meine Besprechung von Marc-Uwe Klings „Die Känguru-Verschwörung“ (Deutschland 2022) (incl. des Storyboard-Comics zum Film)

Meine Besprechung von Johanna, Luise und Marc-Uwe Klings „Der Spurenfinder“ (2023)


TV-Tipp für den 3. Juli: Sherlock Holmes

Juli 2, 2024

Kabel Eins, 20.15

Sherlock Holmes (Sherlock Holmes, USA 2009)

Regie: Guy Ritchie

Drehbuch: Michael Robert Johnson, Anthony Peckham, Simon Kinberg (nach einer Geschichte von Lionel Wigram und Michael Robert Johnson)

LV: Charakter von Arthur Conan Doyle

Sherlock Holmes und Dr. Watson jagen den Ritualmörder Lord Blackwood. Anscheinend mordert der Lord nach seinem Tod weiter und greift nach der Weltherrschaft.

Guy Ritchies gelungenes Update von Sherlock Holmes mit viel Action und Humor.

Die große Sherlock-Holmes-Manie der zehner Jahre begann einige Monate nach Ritchies Film mit der grandiosen BBC-Serie „Sherlock“ (erfunden von Mark Gatiss und Steven Moffat, mit Benedict Cumberbatch und Martin Freeman in den Hauptrollen).

2011 folgte mit „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“ ein zweiter Holmes-Kinofilm von Guy Ritchie mit Robert Downey Jr. und Jude Law in den Hauptrollen.

Ein dritter Sherlock-Holmes-Film mit Downey Jr. als Meisterdetektiv ist immer noch im Gespräch.

mit Robert Downey Jr., Jude Law, Rachel McAdams, Mark Strong, Eddie Marsan, Geraldine James, James Fox, Kelly Reilly:

Wiederholung: Donnerstag, 3. Juli, 01.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Sherlock Holmes“

Wikipedia über „Sherlock Holmes“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Guy Ritchies „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“ (Sherlock Holmes: A Game of Shadows, USA 2011)

Meine Besprechung von Guy Ritchies „King Arthur: Legend of the Sword“ (King Arthur: Legend of the Sword, USA/Australien 2017)

Meine Besprechung von Guy Ritchies „Aladdin“ (Aladdin, USA 2019)

Meine Bepsrechung von Guy Ritchies „The Gentlemen“ (The Gentlemen, Großbritannien/USA 2019)

Meine Kurzbesprechung von Guy Ritchies „Cash Truck“ (Wrath of Man, USA 2021)

Meine ausführliche Besprechung von Guy Ritchies „Cash Truck“ (Wrath of Man, USA 2021)

Meine Besprechung von Guy Ritchies „Operation Fortune“ (Operation Fortune: Ruse de guerre, USA 2022)

zu Arthur Conan Doyle und Sherlock Holmes

Homepage von Sir Arthur Conan Doyle (Erben)

Krimi-Couch über Sir Arthur Conan Doyle

Kirjasto über Sir Arthur Conan Doyle

Wikipedia über Sir Arthur Conan Doyle (deutsch, englisch)

Sherlockian.net (Einstiegsseite mit vielen Links)

Facebook-Seite der deutschen Sherlock-Holmes-Gesellschaft

Thrilling Detective über Sherlock Holmes

Meine Besprechung Arthur Conan Doyles „Sherlock Holmes – Sämtliche Werke in 3 Bänden“ (Die Erzählungen I, Die Erzählungen II, Die Romane) (3 Bände im Schuber)

Meine Besprechung von Arthur Conan Doyles “Sherlock Holmes Geschichten”, “Sherlock Holmes Kriminalgeschichten” und “The Adventures of Sherlock Holmes” (und hier eine Auflistung der in diesen Werken enthaltenen Geschichten)

Meine Besprechung von Arthur Conan Doyles „Sherlock Holmes – Seine Abschiedsvorstellung“ (His last Bow, 1917)

Meine Besprechung von Arthur Conan Doyles „Sherlock Holmes‘ Buch der Fälle“ (The Case-Book of Sherlock Holmes, 1927)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz‘ „Das Geheimnis des weißen Bandes“ (The House of Silk, 2011)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz‘ „Der Fall Moriarty“ (Moriarty, 2014)

Meine Besprechung von Mattias Boströms „Von Mr. Holmes zu Sherlock“ (Fran Holmes till Sherlock, 2013)

Meine Besprechung von Ian Edginton (Autor)/Davide Fabbris (Zeichner): Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Zombies! (Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Zombies, 2010)

Meine Besprechung von Ian Edginton (Autor)/Horacio Domingues/Davide Fabbris (Zeichner) „Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Dracula“ (Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Jekyll/Hyde; Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Dracula, 2010/2011)

Meine Besprechung von „Sherlock: Ein Fall von Pink“ (A Study in Pink, GB 2010)

Meine Besprechung von „Sherlock: Eine Legende kehrt zurück – Staffel 1“ (Sherlock, GB 2010)

Meine Besprechung von “Sherlock: Eine Legende kehrt zurück -Staffel 2″ (Sherlock, GB 2012)

Meine Besprechung von „Sherlock – Staffel 3“ (Sherlock, GB 2014)

Meine Besprechung von „Sherlock: Die Braut des Grauens“ (Sherlock: The Abominable Bride, Großbritannien 2016)

Mein Hinweis auf „“Sherlock: Eine Legende kehrt zurück – Staffel 4“ (Sherlock, GB 2017)

Meine Besprechung von “Sherlock: Ein Skandal in Belgravia” (A Scandal in Belgravia, GB 2012)

Meine Besprechung von Guy Ritchies „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“ (Sherlock Holmes: A Game of Shadows, USA 2011)

Meine Besprechung von Bill Condons „Mr. Holmes“ (Mr. Holmes, Großbritannien 2015)

Sherlock Holmes in der Kriminalakte


Cover der Woche

Juli 2, 2024

Thelma & Louise


TV-Tipp für den 2. Juli: Shaun of the Dead

Juli 1, 2024

Nitro, 22.35

Shaun of the Dead (Shaun of the Dead, Großbritannien 2004)

Regie: Edgar Wright

Drehbuch: Simon Pegg, Edgar Wright

Es dauert einige Zeit, bis der lethargische Elektroverkäufer Shaun und sein arbeitsloser Kumpel Ed mitbekommen, dass gerade eine Zombie-Apokalypse die Menschheit dezimiert. Aber danach überlegen sie, was sie tun sollen, gehen in die Offensive – und zum nächste Pub.

Kultige Zombie-Horror-Splatterkomödie, die in einer gut besuchten Mitternachtvorstellung noch spaßiger als auf der heimischen Couch ist. Mit oder ohne Cornetto.

Und hier einige zeitgenössische Urteile: „Schräger Film“ (Lexikon des internationalen Films) „Sympathische Splatterkomödie“ (epd-Film) „Kinospaß für Splatterfans“ (Zitty)

mit Simon Pegg, Nick Frost, Kate Ashfield, Lucy Davis, Dylan Moran, Penelope Wilton, Bill Nighy, Martin Freeman, Rafe Spall, Chris Martin, Jonny Buckland, Edgar Wright

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Shaun of the Dead“

Wikipedia über „Shaun of the Dead“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Edgar Wrights „The World’s End“ (The World’s End, Großbritannien 2013)

Meine Besprechung von Edgar Wrights „Baby Driver“ (Baby Driver, USA 2017)

Meine Besprechung von Edgar Wrights „The Sparks Brothers“ (The Sparks Brothers, USA 2021)

Meine Besprechung von Edgar Wrights „Last Night in Soho“ (Last Night in Soho, Großbritannien 2021)


„Thelma & Louise“ wieder auf der großen Leinwand

Juli 1, 2024

Am Dienstag, den 2. Juli, läuft Ridley Scotts bahnbrechendes Roadmovie „Thelma & Louise“ in einer sicher prächtig aussehenden 4K-Restaurierung im Rahmen der monatlichen „Best of Cinema“-Reihe wieder im Kino. Einige Kinos zeigen ihn auch noch in den darauffolgenden Tagen.

Die denkbar einfache Filmgeschichte dürfte bekannt sein: die brave Hausfrau Thelma (Geena Davis) und ihre Freundin, die forsche Kellnerin Louise (Susan Sarandon), brechen zu einem Wochenende ohne Männer auf. In einer Bar wird ein Mann zudringlich. Er will Thelma vergewaltigen. Louise erschießt ihn. Weil ihnen das aber niemand glauben würde, fliehen Thelma und Louise in Richtung Mexiko. Verfolgt von der Polizei.

Aber wie präzise Drehbuchautorin Callie Khouri und Regisseur Ridley Scott diese (Zufalls)verbrecher-auf-der-Flucht-Geschichte erzählen, macht den Film zu großem Kino. Die wunderschönen Landschaftsaufnahme verlangen nach der Kinoleinwand. Auch der Rest sieht, wie immer bei Ridley Scott, sehr gut aus.

Das feministische Roadmovie war 1991, neben „Das Schweigen der Lämmer“, ein Kassen- und Kritikererfolg. Inzwischen ist „Thelma & Louise“ ein Klassiker, der keinerlei Patina angesetzt hat. Bei der wiederholten Sichtung fällt auf, wie sehr er damals, vor über dreißig Jahren, seiner Zeit voraus aus; obwohl er eigentlich nur die Geschlechter veränderte und dann anstatt zwei Männer, wie „ Butch Cassidy und Sundance Kid“, oder einen Verbrecher und seine Geliebte, wie „Bonnie und Clyde“ oder „Badlands“, vor der Polizei quer durch die USA flüchten ließ. Scott kennt die Vorbilder, er zitiert sie immer wieder und macht daraus ein eigenständiges, sich auf die Tradition beziehendes und sie konsequent weiterentwickelndes Road-Movie, das heute immer noch nichts von seinem revolutionärem Geist eingebüßt hat. Das Thema das Films, die Gewalt von Männern gegen Frauen, ist auch nach #MeToo immer noch brennend aktuell.

Außerdem fällt auf, wie zügig Scott die Geschichte beginnt, wie komplex die Beziehungen zwischen den wenigen Figuren sind, wie konsequent auf jeder Ebene des Films die Entwicklung der beiden Heldinnen erzählt wird, und wie souverän Ridley Scott die Geschichte erzählt. Hier ist er unbestritten auf der Höhe seines Könnens. „Thelma & Louise“ gehört, neben „Alien“ und „Blade Runner“ zu seinen drei besten Filme. Ad hoc würde ich ihn wegen seiner fröhlichen Stimmung sogar auf den ersten Platz setzen.

Callie Khouri erhielt für ihr Drehbuch unter anderem den Oscar, einen Golden Globe und den Preis der Writers Guild of America. In ihren späteren Werken konnte sie an diesen Erfolg nicht anknüpfen.

Thelma & Louise (Thelma & Louise, USA 1991)

Regie: Ridley Scott

Drehbuch: Callie Khouri

mit Susan Sarandon, Geena Davis, Harvey Keitel, Michael Madsen, Brad Pitt, Stephen Tobolowsky

Länge: 124 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

–

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Thelma & Louise“

Wikipedia über „Thelma & Louise“ (deutsch, englisch)

Drehbuch „Thelma & Louise“ (Final shooting script, 5. Juni 1990) von Callie Khouri

Meine Besprechung von Ridley Scotts “Prometheus” (Prometheus, USA 2012)

Meine Besprechung von Ridley Scotts “Exodus – Götter und Könige (Exodus – Gods and Kings, USA 2014)

Meine Besprechung von Ridley Scotts „Der Marsianer – Rettet Mark Watney“ (The Martian, USA 2015)

Meine Besprechung von Ridley Scotts „Alien: Covenant“ (Alien: Covenant, USA 2017)

Meine Besprechung von Ridley Scotts „Alles Geld der Welt“ (All the Money in the World, USA 2017)

Meine Besprechung von Ridley Scotts „The Last Duel“ (The Last Duel, USA 2021)

Meine Besprechung von Ridley Scotts „House of Gucci“ (House of Gucci, USA 2021)

Meine Besprechung von Ridley Scotts „Napoleon“ (Napoleon, USA 2023)


TV-Tipp für den 1. Juli: Uhrwerk Orange

Juni 30, 2024

Arte, 22.05

Uhrwerk Orange (A Clockwork Orange, Großbritannien 1971)

Regie: Stanley Kubrick

Drehbuch: Stanley Kubrick

LV: Anthony Burgess: A Clockwork Orange, 1962 (Uhrwerk Orange)

Der Halbstarke Alex terrorisiert mit seinen Freunden die Gegend. Nachdem er zu einer langen Haftstrafe verurteilt wird, ist er bereit an einem neuen Rehabilitationsprogramm teilzunehmen. Mit fatalen Folgen.

Als „Uhrwerk Orange“ 1971 in die Kinos kam, war er hochumstritten. Zwar sagte Kubrick, sein Film sei eine Verteidigung des freien Willens, aber Gewalt (wenn auch sehr stilisiert) und Beethoven oder „Singing in the Rain“ in einer Szene und der Verzicht auf eine eindeutige Position des Regisseurs im Film war dann für die meisten Kritiker doch zuviel.

Heute ist der stilisierte Alptraum als Meisterwerk der Filmgeschichte anerkannt – und der Roman schaffte es in die Time-Liste der 100 besten englischsprachigen Romane sein 1923.

Danach, um 00.20 Uhr, zeigt Arte die knapp einstündige Doku „Clockwork Orange – Im Räderwerk der Gewalt“ (Frankreich 2023).

Mit Malcolm McDowell, Patrick Magee, Michael Bates, Warren Clarke, John Clive, Steven Berkoff, David Prowse

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Uhrwerk Orange“

Wikipedia über „Uhrwerk Orange“ (Roman: deutsch, englisch; Film: deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Anthony Burgess‘ „Clockwork Orange – Die Urfassung“ (A Clockwork Orange – The Restored Edition, 2012)

Die Welt: Interview mit Malcolm McDowell über „Clockwork Orange“ (18. Mai 2011)

Senses of Cinema: Keith Uhlich über Stanley Kubrick

Stanley Kubrick in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 30. Juni: I am Mother

Juni 29, 2024

Nach Fußball oder gut vier Stunden Bollywood

RTL II, 00.05

I am Mother (I am Mother, Australien 2019)

Regie: Grant Sputore

Drehbuch: Michael Lloyd Green (nach einer Geschichte von Grant Sputore und Michael Lloyd Green)

Nach einem Krieg, der die Welt unbewohnbar machte, wird in einer hermetisch von der Außenwelt abgeriegelten Station ein Mädchen, „Tochter“ genannt, von einem Roboter, der sich „Mutter“ nennt, groß gezogen. Eines Tages steht eine verletzte Frau vor der Tür der Station. Sie behauptet, dass sie verfolgt werde. Wenn das stimmt, hat Mutter Tochter, die inzwischen ein Teenager ist, über die Außenwelt belogen.

In jeder Beziehung gut aussehender und zum Nachdenken anregender Science-Fiction-Film.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Clara Rugaard, Hilary Swank, Rose Byrne (im Original: Stimme Mutter), Luke Hawker (Körper von Mutter)

Wiederholung: Montag, 1. Juli, 03.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „I am Mother“

Metacritic über „I am Mother“

Rotten Tomatoes über „I am Mother“

Wikipedia über „I am Mother“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Grant Sputores „I am Mother“ (I am Mother, Australien 2019)


TV-Tipp für den 29. Juni: Punch-Drunk Love

Juni 28, 2024

Im Rahmen eines Adam-Sandler-Abends

ZDFneo, 23.45

Punch-Drunk Love (Punch-Drunk Love, USA 2002)

Regie: Paul Thomas Anderson

Drehbuch: Paul Thomas Anderson

Barry Egan ist Unternehmer. Allerdings läuft sein Verkauf von Kitschartikeln eher schlecht. Seine sieben Schwestern erdrücken ihn mit ihrer Fürsorge. Ein Telefonsex-Anbieter versucht ihn zu erpressen. Und er selbst findet die Welt immer wieder etwas ver-rückt. Da wird in der Einfahrt zu seinem Garagengeschäft ein alte Harmonium abgestellt und er trifft die überaus liebenswerte Lena.

„Punch-Drunk Love“ ist ein wundervoll derangierter Film. Wie die Hauptfigur, die am amerikanischen Traum, der Realität, seiner Familie (sieben Schwestern!) und sich selbst verzweifelt ohne zu scheitern. Denn Paul Thomas Anderson erzählt gleichzeitig eine romantische Liebesgeschichte mit psychedelischen Einschüben.

mit Adam Sandler, Emily Watson, Philip Seymour Hoffman, Luis Gusmán, Mary Lynn Rajskub, Robert Smigel

Wiederholung: Sonntag, 30. Juni, 04.40 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Punch-Drunk Love“

Wikipedia über „Punch-Drunk Love“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Paul Thomas Andersons „Inherent Vice – Natürliche Mängel“ (Inherent Vice, USA 2015)

Meine Besprechung von Paul Thomas Andersons „Der seidene Faden“ (Phantom Thread, Großbritannien 2017)

Meine Besprechung von Paul Thomas Andersons „Licorice Pizza“ (Licorice Pizza, USA 2021)


Neu im Kino/Filmkritik: „Déserts – Für eine Handvoll Dirham“ durch die Wüste

Juni 28, 2024

Für ein eher windiges Inkassobüro sollen Mehdi und Hamid im Süden Marokkos Schulden eintreiben. Die Schuldner sind arme Schlucker, die kein Geld haben, niemals Geld hatten und nie Geld haben werden. Sie nahmen, wie sie Mehdi und Hamid wortreich erzählen, den Kredit für Ausgaben wie eine Hochzeit auf. Danach trafen sie einige Unglücke, teils selbstverschuldet, teils nicht, und sie konnten die Tilgungsraten nicht mehr bezahlen. Aber auch ohne diese Unglücke hätten sie die Raten nicht bezahlen können. Immer wieder verstecken die Schuldner sich vor den Geldeintreibern. Einige bieten ein abgehungertes Tier oder einen Teppich als Teilzahlung an. Es ist eine frustrierende Arbeit, die von den beiden Geldeintreibern mit stoischer Ruhe erledigt wird. Manchmal haben sie Mitleid für ihre Kunden. Entsprechend schlecht sehen ihre Zahlen in der Zentrale aus. Und entsprechend gefährdet ist ihre Weiterbeschäftigung.

In der zweiten Hälfte wechselt Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler Faouzi Bensaïdi (er spielt den Lebensmittelhändler) dann von einer absurden Komödie zu einer abstrakten Rachegeschichte, die nichts mehr von dem Humor und dem Erzähltempo der ersten Hälfte hat.

Der zweite Teil beginnt, als sie auf einen Verbrecher treffen, der an ein Motorrad gefesselten ist. Später kann er sich befreien. Er ist auf einer Rachemission. Zu dritt begeben sie sich auf eine Reise, die hauptsächlich aus langen unbewegten Aufnahmen von der Wüste, viel Schweigen und sehr wenigen länglichen Monologen besteht.

Faouzi Bensaïdis neuer Film „Déserts – Für eine Handvoll Dirham“ zerfällt klar in zwei vollkommen unterschiedliche Teile. Der erste Teil ist eine Zustandsbeschreibung eines dysfunktionalen Landes und eine Satire voller Comedy und Slapstick. Es passiert ständig etwas, auch wenn die beiden Geldeintreiber bei ihrer Arbeit keinen Schritt vorankommen. Schleichender Stillstand, der von allen stoisch ertragen wird.

Die zweite Hälfte ist ein vollkommen anderer Film. Bis auf den Schauplatz und Mehdi und Hamid, die hier nur noch als Platzhalter fungieren, hat dieser Teil nichts dem ersten Teil zu tun. Die Geschichte wird immer abstrakter. Es passiert immer weniger und es ist immer unklarer, ob es sich hier um reales Geschehen, einen Traum oder eine Art Purgatorium handelt. Aber klar ist der Stillstand, der diese Stunde zu einem Kampf gegen den Schlaf macht. Über Minuten passiert nichts, während die drei Männer in die Wüste starren. Wenn einer dann doch mal etwas sagt, ist es ein bestenfalls mäßig interessanter Monolog. Das ist nicht mehr Slow-Cinema, sondern Slow-Slow-Cinema.

Außerdem ist die Komödie mit über zwei Stunden Laufzeit mindestens eine halbe Stunde zu lang geraten.

Déserts – Für eine Handvoll Dirham (Déserts, Frankreich/Deutschland/Marokko/Belgien/Katar 2023)

Regie: Faouzi Bensaïdi

Drehbuch: Faouzi Bensaïdi

mit Fehd Benchemsi, Abdelhadi Taleb, Rabii Benjhaile, Hajar Graigaa, Faouzi Bensaïdi

Länge: 120 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

–

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Filmportal über „Déserts“

Moviepilot über „Déserts“

AlloCiné über „Déserts“

Rotten Tomatoes über „Déserts“

Wikipedia über „Déserts“ (deutsch, französisch)


TV-Tipp für den 28. Juni: The Boys from Brazil

Juni 27, 2024

BR, 22.50

The Boys from Brazil (The Boys from Brazil, USA/Großbritannien 1978)

Regie: Franklin J. Schaffner

Drehbuch: Kenneth Ross, Heywoud Gould

LV: Ira Levin: The Boys from Brazil, 1976 (Die Boys aus Brasilien; The Boys from Brazil – Geheimakte Viertes Reich)

Mengele klont im Dschungel massenhaft kleine Hitlers und möchte mit ihnen weltweit das „Vierte Reich“ ausrufen. Aber Nazi-Jäger Liebermann ist ihm auf der Fährte.

Absurder und immer noch sehr utopischer Politthriller mit Starbesetzung. Das Suchen und Entdecken bekannter Gesichter in etlichen Nebenrollen steigert das Filmvergnügen mit Freunden beträchtlich.

„Das Handlungskonzept an sich (…) ist vom Autor Gould gut ausgearbeitet, aber der widersprüchliche Schauspielstil von Olivier, der auf dem Auftreten des echten Nazi-Jägers Simon Wiesenthal basiert, und Peck, der in der Rolle des von seinem Ziel Besessenen eine ungewöhnlich zurückhaltende Darstellung zeigt, führen dazu, dass der Film zu einem faden Abenteuer in der Art von Boy’s Own verkommt.“ (Paul Hardy, Hrsg.: Die Science Fiction Filmenzyklopädie) Ähnlich ungnädig: „Ein Langweiler.“ (Ronald M. Hahn/Volker Jansen: Lexikon des Science Fiction Films)

Für die deutsche Kinoauswertung wurde der Film um fast zwanzig Minuten gekürzt und erst 1985, nach dem Bekanntwerden von Mengeles Tod, in die Kinos gebracht.

Der BR zeigt die ungekürzte zweistündige Fassung.

Mit Gregory Peck, Laurence Olivier, James Mason, Lilli Palmer, Uta Hagen, Steve Guttenberg, Bruno Ganz, Wolfgang Preiss, Sky Dumont, Georg Marischka

Hinweise

Rotten Tomatoes über „The Boys from Brazil“

Wikipedia über „The Boys from Brazil“ (deutsch, englisch)

Schnittberichte vergleicht eine gekürzte deutsche DVD/Kino-Fassung mit der ungekürzten französische DVD (inzwischen gibt es das Werk auch bei uns ungekürzt auf DVD und Blu-ray)

Kriminalakte: Nachruf auf Ira Levin


Die Longlist für den Crime Cologne Award 2024

Juni 27, 2024

Auf der Longlist für den diesjährigen Crime Cologne Award stehen:

– Vera Buck – Das Baumhaus (Rowohlt)

– I.L. Callis – Doch das Messer sieht man nicht (Emons)

– Benjamin Cors – Krähentage (dtv)

– Henri Faber – Gestehe (dtv)

– Mark Fahnert – Im Visier des Wolfs (Piper)

– Peter Grandl – Höllenfeuer (Piper)

– Jürgen Heimbach – Waldeck (Unionsverlag)

– Lotte Kinskofer – Schillerwiese (Ars Vivendi)

– Ursula Poznanski – Die Burg (Knaur)

– Stephan Schmidt – Die Spiele (DuMont)

Aus diesen deutschsprachigen Kriminalromanen wird eine Shortlist erstellt und dann der Gewinner ausgewählt.

Die Jury besteht aus dem Buchhändler Mike Altwicker (Vorsitz), der Autorin Judith Merchant, der Journalistin Birgitt Schippers und der Literaturkritikerin Margarete von Schwarzkopf.

Der mit 3000 Euro dotierte Preis wird während der Crime Cologne verliehen. Das Krimifestival ist vom 20. bis 29. September in Köln.

 

 


Neu im Kino/Filmkritik: Taxifahren mit „Daddio“

Juni 27, 2024

Am späten Abend steigt eine junge Frau (Dakota Johnson), die in den Stabangaben nur „Girlie“ genannt wird, am John F. Kennedy Airport in das Taxi von Clark (Sean Penn). Er soll sie nach Manhattan zu ihrer Wohnung fahren. Während der Fahrt verwickelt er sie in ein Gespräch. Denn als langjähriger Taxifahrer weiß er alles über die Menschen. Er interpretiert jeden Blick auf ihr Smartphone, jedes Fingertippen und Stirnrunzeln. Er liest in ihr wie in einem offenem Buch und er gibt er schnell gute Ratschläge. Sie antwortet ihm und, wie das so geht, wenn zwei Fremde, die sich nie wieder begegnen werden, sich in einem Taxi, einem Zugabteil, einer Hotelbar begegnen, plaudern sie schnell auch sehr intime Details aus.

„Daddio – Eine Nacht in New York“ ist das Regiedebüt von Christy Hall. Sie inszenierte ihr Drehbuch, das 2017 auf der prestigeträchtigen Blacklist stand. Auf dieser Liste stehen jedes Jahr die besten Drehbücher, die in Hollywood herumgereicht werden und noch nicht verfilmt wurden. Einige der später entstandenen Verfilmungen sind richtig gut. Andere, so auch „Daddio“, zeigen Potential, sind aber letztendlich enttäuschend. Es ist offensichtlich, warum das Drehbuch damals nicht verfilmt wurde. Es fehlen einfach noch ein, zwei Überarbeitungen.

So ist „Daddio“ ein verfilmtes Zwei-Personen-Theaterstück, in dem kein Satz echt klingt. Es sind immer Theaterdialoge, die pflichtschuldig die üblichen Themen zwischen Männern und Frauen und den Zustand von Beziehungen, mehr Prä-Weinstein als Post-Weinstein, in der erwartbaren Art und Weise abhandeln. Dabei zeigt Clark im Rahmen aktueller Diskurse über Geschlechterbeziehungen ein unangenehm übergriffiges Verhalten. Er gehört zu den Männern, die ungefragt ihre Meinung sagen und die ihre Weisheiten für die größten Weisheiten auf dem Planeten halten.

Da sehe ich mir lieber noch einmal Jim Jarmuschs äußerst witzigen Taxifilm „Night on Earth“ an.

Daddio – Eine Nacht in New York (Daddio, USA 2023)

Regie: Christy Hall

Drehbuch: Christy Hall

mit Sean Penn, Dakota Johnson

Länge: 101 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

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Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Daddio“

Metacritic über „Daddio“

Rotten Tomatoes über „Daddio“

Wikipedia über „Daddio“ (deutsch, englisch)


Neu im Kino/Filmkritik: „A quiet Place: Tag Eins“ in New York, der Stadt, die niemals schläft und die niemals still ist

Juni 27, 2024

2018 war John Krasinskis Science-Fiction-Film „A quiet Place“ ein Überraschungserfolg. Er erzählte von einer Familie, die nördlich von New York auf einer einsam gelegenen Farm lebt. Seit über einem Jahr schweigen sie, weil Alien-Monster die Erde angegriffen haben und sich auf alles stürzen, was Geräusche verursacht.

Diese Idee ist faszinierend und gut für etliche Suspense-Szenen. Aber sie ist auch, wenn man darüber nachdenkt, vollkommen idiotisch.

Nachdem der Film mit einem Budget von 17 Millionen US-Dollar über 340 Millionen US-Dollar einspielte, war eine Fortsetzung unvermeidlich. Die kam 2020 bzw. 2021 – wegen der Coronavirus-Pandemie verschob sich der geplante Starttermin – und sie spielte gut 300 Millionen US-Dollar ein. In dem Science-Fiction-Film gibt es eine Rückblende auf den ersten Tag der Alien-Invation in der Kleinstadt Millbrook. Gleichzeitig und hauptsächlich erzählt Krasinski die Geschichte des ersten Films weiter. Für nächstes Jahr ist der dritte und (bis jetzt) abschließende Teil angekündigt.

Dazwischen läuft jetzt „A quiet Place: Tag Eins“ an. In ihm erzählt „Pig“-Regisseur Michael Sarnoski, der auch das Drehbuch schrieb, eine Geschichte vom Anfang der Alien-Invasion.

Die konstant schlechtgelaunte Dichterin Samira (Lupita Nyong’o) hat Krebs im Endstadium. Einen Partner oder eine Familie scheint sie nicht zu haben. Jedenfalls spielen sie in dem Film keine Rolle. An einem sonnigen Tag macht sie zusammen mit anderen, ebenfalls in dem Hospiz lebenden Krebspatienten einen Ausflug nach Manhattan. In Chinatown besuchen sie in einem Theater die Nachmittagsvorstellung eines Puppenspielers. Danach wollen sie noch Pizza essen gehen. Dieses Vorhaben wird von dem Angriff der Aliens sabotiert. Die Wesen stürzen sich auf alles, was Geräusche verursacht und schwuppdiwupp ist New York eine fast menschenleere Stadt. Die letzten Überlebenden sollen zum Hafen gehen und von dort mit einem Schiff evakuiert werden. Anscheinend sind die Monster extrem wasserscheu.

Mit ihrer Katze Frodo geht Samira in die andere Richtung. Sie will nach Harlem und in ihrer Stammpizzeria noch einmal Pizza essen. Auf ihrem Weg trifft sie einige Menschen, wie Henri (Djimon Hounsou, der auch in „A quiet Place 2“ dabei ist). Der aus Großbritannien kommende Jura-Studenten Eric (Joseph Quinn) wird dabei ihr treuester Begleiter. Nachdem er aus einer überfluteten Subwaystation auftaucht und keine Ahnung hat, was passiert ist und wie er sich verhalten soll, ist Samira die erste Person, die er trifft. Er folgt ihr wie ein streunender Hund, der endlich eine Person gefunden hat, der er vertrauen kann.

„A quiet Place: Tag Eins“ ist ein zwiespältiger Film. Die Prämisse – Monster stürzen sich auf alles, was Geräusche verursacht – ist inzwischen etabliert. Jetzt können in dieser Welt weitere Geschichten erzählt werden. Mal stehen diese, mal jene Menschen im Mittelpunkt der Geschichte. Einige Figuren überleben, andere nicht. Und das kann auch auf die Hauptfigur zutreffen. Sie wird ja nicht unbedingt für den nächsten Film gebraucht. Die Geschichte kann hier oder da spielen. Schließlich wurde die gesamte Welt angegriffen und so können überall „A quiet Place“-Geschichten spielen. Und die Geschichten können zu jedem Zeitpunkt nach der Invasion spielen. Dieses Konzept kann zu langlebigen Reihen führen.

Comicfans erinnern sich vielleicht an Garth Ennis‘ „Crossed“. Ennis schrieb eine Geschichte über eine Gruppe Menschen in einer Welt nach einer Zombieapokalypse. Danach erzählten andere Autoren weitere, in dieser Welt spielende, großartige Geschichten. Ennis einzige Bedingung war, dass die von ihm erfundenen menschlichen Figuren nicht wieder auftauchten.

Ähnlich ist es in dem von James DeMonaco erfundenem „The Purge“-Franchise. Nachdem die Prämisse etabliert war – in einer Nacht sind alle Straftaten erlaubt -, erzählten die Macher Geschichte aus verschiedenen „Purge“-Nächten. Dabei sparten sie nie mit ätzender Zeitkritik. In jedem „The Purge“-Film wurden andere Aspekte aus dieser Welt angesprochen und die Geschichte der Purge entwickelte sich weiter.

Dagegen ist „Tag Eins“, obwohl es sich erst um den dritten Film im „A quiet Place“-Franchise handelt, schon erstaunlich repetitiv. Gezeigt wird weniger eine Fortentwicklung dieser sehr, sehr leisen Welt, sondern eine Wiederholung des Bekannten und des damit verbundenen immergleichen Spannungsaufbaus. Zuerst ist alles still. Dann gibt es ein Geräusch. Die Monster tauchen auf. Die Menschen flüchten. Meistens sterben sie, seltener können sie entkommen.

In „Tag Eins“ erzählt Michael Sarnoski mit einer anderen Hauptfigur und an einem anderen Ort einfach noch einmal die bekannte Geschichte. Das ist in den zahlreichen Suspense-Szenen spannend. Der Handlungsort, das menschenleere New York, sieht gruselig aus. Die Hauptstory – Samira will eine Pizza – wird ohne Abschweifungen erzählt. Dass sie auf ihrem Weg zur Pizzeria einigen Menschen hilft, stört nicht weiter.

Gleichzeitig werden die Schwächen des Konzepts immer offensichtlicher. Es gibt keinen Spielraum für Variationen, weil es nur um die Spannung geht, wann es ein Geräush gibt, das zu einem Alienangriff führt. Also verstößt man immer wieder nonchalant gegen die aufgestellten Regeln. So reagieren die Monster mehrmals auf leisere Geräusche, die im Lärm unhörbar sind oder sie reagieren auf laute Geräusche nicht, aber Sekunden später auf ein viel leiseres Geräusch. Mal haben sie panische Angst vor Wasser, mal nicht. Die Monster sind hier nur noch die immer wieder plötzlich zuschlagende Bedrohung. Mehr erfahren wir nicht über sie. Über die Menschen erfahren wir auch nicht mehr. Ihre Funktion für die Handlung besteht weitestgehend darin, Monsterfutter zu sein.

Wenn man die Prämisse akzeptiert und nicht über Logiklöcher nachdenkt, wird man im Kino spannende, ziemlich stille hundert Minuten mit sehr schweigsamen Menschen erleben.

A quiet Place: Tag Eins (A quiet Place: Day One, USA 2024)

Regie: Michael Sarnoski

Drehbuch: Michael Sarnoski (nach einer Geschichte von John Krasinski und Michael Sarnoski, basierend auf von Bryan Woods und Scott Beck erfundenen Figuren)

mit Lupita Nyong’o, Joseph Quinn, Alex Wolff, Djimon Hounsou

Länge: 99 Minuten

FSK: ab 16 jahre

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Hinweise

Moviepilot über „A quiet Place: Tag Eins“

Metacritic über „A quiet Place: Tag Eins“

Rotten Tomatoes über „A quiet Place: Tag Eins“

Wikipedia über „A quiet Place: Tag Eins“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von John Krasinskis „A quiet Place“ (A quiet Place, USA 2018)

Meine Besprechung von John Krasinskis „A quiet Place 2″ (A Quiet Place: Part II, USA 2021)


TV-Tipp für den 27. Juni: Warten auf Bojangles

Juni 26, 2024

BR, 02.15 (Ist das ein Scherz?)

Warten auf Bojangles (En attendant Bojangles, Frankreich 2021)

Regie: Régis Roinsard

Drehbuch: Romain Compingt, Régis Roinsard

LV: Olivier Bourdeaut: En attendant Bojangles, 2016 (Warten auf Bojangles)

1958 begegnen sich an der Riviera auf einer High-Society-Party der charmante Hochstapler Georges und die lebenslustige Camille. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Sie heiraten, bekommen ein Kind und Georges muss feststellen, dass Camilly psychisch ernsthaft krank ist.

TV-Premiere zu nachmitternächtlicher Stunde. Und mit dem Beginn des Abspanns geht die Sonne auf.

In der ersten Hälfte eine poppige Feelgood-Komödie, in der zweiten ein zunehmend düsteres Drama mit zwei zunehmend problematischen Hauptfiguren. Ein gut gespielter, gut inszenierter, aber auch sehr zwiespältiger Film.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Virginie Efira, Romain Duris, Gregory Gadebois, Solan Machado-Graner

Wiederholung: Sonntag, 30. Juni, 23.05 Uhr

Hinweise

Moviepilot über „Warten auf Bojangles“

AlloCiné über „Warten auf Bojangles“

Rotten Tomatoes über „Warten auf Bojangles“

Wikipedia über „Warten auf Bojangles“ 

Meine Besprechung von Régis Roinsards „Warten auf Bojangles“ (En attendant Bojangles, Frankreich 2021)


Ed Brubaker löst in „Sandman – Dead Boy Detectives: Das Geheimnis der Unsterblichkeit“

Juni 26, 2024

Das neue Werk von Noir-Comicautor Ed Brubaker ist ein ganz altes Werk. Es erschien im Original bereits 2001 und spielt in der von Neil Gaiman erfundenem „The Sandman“-Welt. Dort hatten die Dead Boy Detectives Edwin Paine und Charles Rowland ihren ersten Auftritt. Sie sind Geister, die als Jungs starben und sich weigerten, dem Tod ins Jenseits zu folgen.

Seitdem sind sie in unserer Welt für andere Geister und einige wenige Menschen sichtbar. Für alle anderen sind sie unsichtbar. Das wird in der von Ed Brubaker erfundenen Geschichte zu einem kleinen Running Gag; wobei ich immer wieder den Eindruck hatte, dass sie mal mehr, mal weniger sichtbar waren und als Geister in unserer Welt mal mehr, mal weniger tun konnten. Halt so, wie es gerade in die Geschichte passt. Den Spaß an der Geschichte mindert es nicht. Die beiden Jungs sind große Fans von Sam Spade und Sherlock Holmes. Durch lange Tage in Kinos und Bibliotheken haben sie sich das nötige Wissen über die Arbeit eines Detektivs erworben. Das wollen sie in der von ihnen gegründeten Detektei praktisch anwenden.

Ihren ersten Auftrag in ihrem neuen Büro, einem Baumhaus, erhalten sie von der jungen Ausreißerin Marcia. Seit einiger Zeit verschwinden ihre ebenfalls auf der Straße lebenden gleichaltrigen Freunde spurlos. Kurz darauf tauchen sie wieder auf. Tot. Ihre Leichen sehen aus, als seien sie innerhalb weniger Stunden um Jahrhunderte gealtert und vollkommen ausgetrocknet. Ihr Verschwinden könnte etwas mit der Geisterwelt, magischen oder okkulten Ritualen zu tun haben.

Auf ihrer Suche begegnen die beiden Jungdetektive Francisco Marquez, dem Marquis de Marquez, und vielen anderen zwischen den Welten lebenden Wesen. Edwin und Charles sind noch sehr unerfahren und wissen wenig über die Geisterwelt. Entsprechend dankbar und oft auch leichtgläubig nehmen sie jede Hilfe, die ihnen angeboten wird, an.

Marquez erzählt ihnen eine abenteuerliche Geschichte über den Täter. Dieser ist Gilles de Rais, der im 15. Jahrhundert lebte, erkannte, dass er nicht sterben möchte und sich seitdem von dem Blut von Kindern ernährt. Das wäre eine Erklärung für das spurlose Verschwinden der vielen Kinder und den Zustand ihrer Leichen. Nur wo versteckt sich de Rais und wie sieht er aus?

„Das Geheimnis der Unsterblichkeit“ ist ein flott erzählter Jugendkrimi mit humoristischem Unterton. Für Erwachsene sind die Wendungen ziemlich vorhersehbar. Brubaker garniert die Geschichte mit einigen literarischen Anspielungen. Bryan Talbot zeichnete sie detailreich. Das ist, durchaus sympathisch, irgendwo zwischen den „drei ???“ und den Hardy Boys, die inzwischen zu einer Streamingserie wurden. Und damit wären wir bei dem Grund für die jetzt erfolgte deutsche Veröffentlichung von „Das Geheimnis der Unsterblichkeit“. Nach der „Sandman“-Netflix-Serie und einem Auftritt der beiden Geisterdetektive in einer Folge der Serie „Doom Patrol“ haben die Dead Boy Detectives jetzt eine eigene Netflix-Serie bekommen. Seit Ende April kann sie dort angesehen werden. Und sie soll gut sein.

Für Menschen, die Ed Brubaker wegen seiner Noir- und Hardboiled-Geschichten lieben, ist „Sandman – Dead Boy Detectives: Das Geheimnis der Unsterblichkeit“ keine essenzielle Lektüre. Für Fans des „Sandman“-Universums sieht das anders aus. Für sie und für Menschen, die einen Retro-Jugendkrimi lesen wollen, in dem der Fall nicht mit Smartphones und Computern, sondern mit Witz und Magie gelöst wird, sieht das anders aus. Denen dürfte die eher kurze Geschichte, in der am Ende auch das Geheimnis der Unsterblichkeit gelüftet wird, ausnehmend gut gefallen.

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Ed Brubaker/Bryan Talbot/Steve Leialoha: Sandman – Dead Boy Detectives: Das Geheimnis der Unsterblichkeit

(übersetzt von Bernd Kronsbein)

Panini Comics, 2024

108 Seiten

14 Euro

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Originalausgabe

The Sandman presents: The Dead Boy Detectives # 1 – 4

DC Comics, 2001

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Hinweise

Wikipedia über die Dead Boy Detectives und Ed Brubaker (deutsch, englisch)

Homepage von Ed Brubaker

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips” “Criminal 1 – Feigling” (Criminal 1: Coward, 2007)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips’ “Criminal 2 – Blutsbande” (Criminal 2: Lawless, 2007)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips’ „Criminal 3 – Grabgesang“ (Criminal 3: The Dead and the Dying, 2008)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips’ „Criminal 4 – Obsession“ (Criminal Vol. 4: Bad Night, 2009)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips’ „Criminal 5 – Sünder“ (Criminal: The Sinners, 2010)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips’ „Criminal 6 – Unschuld“ (Criminal: The Last of the Innocent, Vol. 1 – 4, 2011)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Colin Wilsons “Point Blank” (Point Blank, 2003)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips’ “Sleeper 1 – Das Schaf im Wolfspelz” (Sleeper: Out in the cold, 2003)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips’ “Sleeper 2 – Die Schlinge zieht sich zu” (Sleeper: All false moves, 2004)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips’ „Sleeper 3 – Die Gretchenfrage“ (Sleeper 3: A crooked line, 2005)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips’ „Sleeper 4 – Das lange Erwachen“ (Sleeper 4: The long walk home, 2005)

Meine Besprechung von Ed BrubakerSean Phillips’ „Incognito 1 – Stunde der Wahrheit“ (Incognito, 2008/2009)

Meine Besprechung von Ed Brubaker (Autor)/Sean Phillips (Zeichner) „Incognito 2: Schlechter Einfluss“ (Incognito: Bad Influences, Vol. 1 – 5, 2010/2011)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips‘ „Fatale: Den Tod im Nacken (Band 1)“ (Fatale # 1 – 5, 2012)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Greg Ruckas „Gotham Central: In Erfüllung der Pflicht (Band 1)“ (Gotham Central # 1 – 5, 2003)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips‘ „Fatale: Hollywood Babylon (Band 2)“ (Fatale # 6 – 10, 2012)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips‘ „Fatale: Westlich der Hölle (Band 3)“ (Fatale # 11 – 15, 2013)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Steve Epting/Butch Guice/Mike Perkins‘ „Der Tod von Captain America (Band 2)“ (Captain America: The Burden of Dreams, Part 1 – 6 (# 31 – 36), 2007/2008)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Steve Epting/Roberte De La Torre/Luke Ross“ „Der Tod von Captain America (Band 3)“ (Captain America: The Man who bought America, Part 1 – 6 (# 37 – 42), 2008)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Greg Ruckas „Gotham Central: In Erfüllung der Pflicht (Band 1)“ (Gotham Central # 1 – 5 , 2003)

Meine Besprechung von Greg Rucka/Ed Brubakers „Gotham Central: Im Fadenkreuz des Jokers (Band 3)“ (Gotham Central # 11 – 15)

Meine Besprechung von Greg Rucka/Ed Brubakers „Gotham Central: Bullocks letzter Fall (Band 4)“ (Gotham Central # 16 – 22)

Meine Besprechung von Ed Brubakers „Batman/Joker: Der Mann, der lacht“ (Batman: The Man who laughs, 2005; Made of Wood, 2003)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Darwyn Cooke/Mike Allred/Cameron Stewarts „Catwoman – Band 1“ (Catwoman Vol. 1: Trail of the Catwoman, 2012)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Steven Grant/Cameron Stewart/Javier Pulido/Brad Raders „Catwoman (Band 2)“ (Catwoman # 10 – # 24, Oktober 2002 – Dezember 2003)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Paul Gulacy/Sean Phillips/Diego Olmos‘ „Catwoman (Band 3)“ (Catwoman # 25 – # 37, Januar 2004 – Januar 2005)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Steve Epting/Mike Perkins‘ „Marvel-Must-Have: Captain America: Der Tod von Captain America“ (The Death of a Dream – Part 1 – Part 6 (Captain America (2005) 25-30), 2007)

Ed Brubaker in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 26. Juni: Der Name der Rose

Juni 25, 2024

Kabel 1, 20.15

Der Name der Rose (Il nome della rosa/Le Nom de la rose, Deutschland/Italien/Frankreich 1986)

Regie: Jean-Jacques Annaud

Drehbuch: Andrew Birkin, Gérard Brach, Howard Franklin, Alain Godard

LV: Umberto Eco: Il nomme della rosa, 1980 (Der Name der Rose)

Bruder William von Baskerville sucht einer Benediktiner-Abtei einen Mörder.

Prächtiges, detailgenaues, im Mittelalter spielendes Whodunit, das Sean Connery endgültig als ernstzunehmenden Schauspieler etablierte.

Umberto Eco schrieb danach nie wieder so nahe an seinem Publikum.

Mit Sean Connery, F. Murray Abraham, Christian Slater, Michael Lonsdale, Ron Perlman, Helmut Qualtinger

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der Name der Rose“

Wikipedia über „Der Name der Rose“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Jean-Jacques Annauds „Black Gold“ (Black Gold, Frankreich/Katar 2011)

Meine Besprechung von Davide Ferrarios „Umberto Eco: Eine Bibliothek der Welt“ (Umberto Eco: La biblioteca del mondo, Italien 2022)


Cover der Woche

Juni 25, 2024


TV-Tipp für den 25. Juni: Chinatown

Juni 24, 2024

NDR, 23.30

Chinatown (Chinatown, USA 1974)

Regie: Roman Polanski

Drehbuch: Robert Towne

Los Angeles, 1937: Evelyn Mulwray beauftragt Privatdetektiv Jake Gittes, das Verschwinden ihres Mannes, dem Chef der Wasserwerke, aufzuklären. Schnell gerät der kleine Detektiv in eine Verschwörung, die er nie ganz durchschaut.

Sozusagen die Essenz der Schwarzen Serie. Georg Seeßlen hält „Chinatown“ für den definitiven private eye-Film der siebziger Jahre.

„Heute“ vor fünfzig Jahren lief der Klassiker in den Kinos an. In den USA startete er am 17. Juni 1974. In Deutschland am 19. Dezember 1974 und pünktlich zu diesem Jubiläum wurde in den vergangenen Tagen in etlichen Artikeln auf die Bedeutung des Noirs hingewiesen.

Die Originale könnten im Rahmen einer kleinen Serie über die Schwarze Serie auch mal wieder gezeigt werden.

Mit Jack Nicholson, Faye Dunaway, John Huston, Perry Lopez, John Hillerman, Diane Ladd, Roman Polanski, Bruce Glover, James Hong, Burt Young

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Chinatown“

Wikipedia über „Chinatown“ (deutsch, englisch)

Noir of the Week: David N. Meyer über „Chinatown“

Meine Besprechung von Roman Polanskis “The Ghostwriter” (The Ghost Writer, Frankreich/Deutschland/Großbritannien 2010)

Meine Besprechung von Roman Polanskis “Venus im Pelz” (La Vénus á la Forrure, Frankreich/Polen 2013)

Meine Besprechung von Roman Polanskis „Nach einer wahren Geschichte“ (D’après une histoire vraie, Frankreich 2017)

Meine Besprechung von Roman Polanskis „Intrige“ (J’accuse, Frankreich/Italien 2019)

Meine Besprechung von Roman Polanskis „The Palace“ (The Palace, Italien/Polen/Schweiz/Frankreich 2023)