Christopher Nolans zweiter Spielfilm nach „Following“ war ein gigantischer Erfolg. Der Rest ist Geschichte. Vor allem „Batman“-Geschichte.
In „Memento“ erzählt Nolan rückwärts die Geschichte von Leonard Shelby, der den Mörder seiner Frau sucht. Weil er sein Kurzzeitgedächtnis verloren hat, schreibt er sich alles auf.
„Ein Meisterwerk, angesiedelt irgendwo zwischen Film noir und Erkenntnistheorie.“ (tip 25/2001)
mit Guy Pearce, Carrie-Anne Moss, Joe Pantoliano, Mark Boone Junior, Russ Fega, Jorja Fox
Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten (Brooklyn, Irland/Großbritannien/Kanada 2015)
Regie: John Crowley
Drehbuch: Nick Hornby
LV: Colm Tóibín: Brooklyn, 2009 (Brooklyn)
Irland, frühe fünfziger Jahre: die junge, introvertierte Eilis Lacy (Saoirse Ronan, u. a. Oscar-, Golden-Globe- und Bafta-nominiert) wandert auf der Suche nach einem besseren Leben nach New York aus. In Brooklyn hat sie innerhalb der irischen Gemeinschaft zunächst Heimweh, lernt aber die neue Welt und einen Mann kennen.
Zuerst einmal ein dickes Lob an die Programmverantwortlichen, die „Brooklyn“ als TV-Premiere zur Hauptsendezeit bringen.
Und jetzt zum Film: Sehr schönes, genau beobachtetes Liebesdrama über eine Frau zwischen zwei Welten und Männern.
Nach seiner Entlassung bei einer Baufirma hat Jimmy Logan einen Plan: während eines Nascar-Rennens will er die Einnahmen klauen. Er braucht dabei nur etwas Hilfe und seine Helfer sehen nicht wie vertrauenswürdige Diebe, sondern wie dusselige Hinterwäldler aus.
TV-Premiere von Steven Soderberghs wundervoll leichtfüßiger und vertrackter Gaunerkomödie.. Sozusagen die Hillbilly-Version von „Ocean’s Eleven“. Dass der minutiös präsentierte und durchgeführte Plan für den Diebstahl in der Realität so wahrscheinlich funktionieren würde, ist da egal.
Inzwischen ist auch das Rätsel um die Identität der Drehbuchautorin Rebecca Blunt enthüllt. Es ist Soderberghs Frau Jules Asner.
mit Channing Tatum, Adam Driver, Daniel Craig, Seth MacFarlane, Riley Keough, Katie Holmes, Katherine Waterston, Dwight Yoakam, Sebastian Stan, Jack Quaid, Brian Gleeson, Farrah Mackenzie, Hilary Swank
Der visionäre KI-Forscher Will Caster wird von militanten Technikfeinden erschossen. Casters Frau überträgt das gesamte Bewusstsein ihres Mannes in einen riesigen Server. Und das ist keine gute Idee.
Optisch überzeugender, an seinen Ambitionen gescheiterter Science-Fiction-Film. Kein Meisterwerk, aber an einem lauen Sommerabend definitiv einen Blick wert.
mit Johnny Depp, Rebecca Hall, Paul Bettany, Morgan Freeman, Kate Mara, Cillian Murphy, Clifton Collins Jr., Cole Hauser, Xander Berkeley, Lukas Haas, Wallace Langham
Drehbuch: Friedrich Dürrenmatt, Hans Jacoby, Ladislao Vajda
LV: Friedrich Dürrenmatt: Das Versprechen – Requiem auf den Kriminalroman, 1957
Kommissar Matthäi sucht den Mörder eines neunjährigen Mädchens.
Allseits bekannter Krimiklassiker mit Heinz Rühmann, Gert Fröbe und Siegfried Lowitz. Auch das Ausland war von dem Film begeistert: „Unter der hervorragenden Regie von Ladislao Vajda wird die Handlung pausenlos in einem unbarmherzigen und beklemmenden Tempo gesteigert und ist getragen von einem Dialog, der vor Gescheitheit blitzt und nur gelegentlich durch die, dem Dichter eigene, Melancholie gebremst wird.“ (Aufbau, New York, 1960)
Dürrenmatt war mit dem Ende des Filmes unzufrieden. Sein „Buch zum Film“ hat daher ein pessimistisches Ende
2000 wird Celeste (Raffey Cassidy) mit einem kitschigen Lied bekannt, in dem die Dreizehnjährige ihre Gefühle nach einem Amoklauf an ihrer Schule, den sie schwer verletzt überlebte, verarbeitet. Weil das Lied zu einer überall gesungenen Hymne wird, erhält Celeste einen Plattenvertrag. Sie wird zu einem Star aufgebaut. Ihre Schwester, die Songwriterin Eleanor (Stacy Martin), ist immer bei ihr. Ihr Manager (Jude Law) und die Pressesprecherin Josie (Jennifer Ehle) kümmern sich um alles. Vor allem um die perfekte, massentaugliche Pop-Produktion.
Dieser Aufstieg nimmt die erste Hälfte von Brady Corbets zweitem Spielfilm ein. Und es ist die bessere Hälfte von „Vox Lux“.
Nach einem mehrjährigem Zeitsprung spielt die zweite Hälfte des Films 2017. Es werden die Stunden vor einem Konzert von Celeste geschildert. Sie ist ein großer Popstar und das Konzert in ihrem Heimatort ist der Abschluss ihrer Tour. Auf der Bühne ist sie ein in Science-Fiction-Outfits auftretender Star. Hinter der Bühne kämpft sie mit ihrer Drogensucht, ihren Stimmungsschwankungen und ihren Selbstzweifeln. Sie ist, wie man es aus der Regenbogenpresse kennt, ein Bündel von Allüren, das davon ausgeht, dass sich der gesamte Kosmos um sie dreht. Die Beziehung zu ihrer Tochter ist verkorkst.
Diese Hälfte ist eine zerfaserte Abfolge elend lang und ohne großen Erkenntnisgewinn vor sich hin mäandernder Dialoge, garniert mit einigen bedeutungsschwangeren Bildern.
In dieser Hälfte wird Celeste von Natalie Portman gespielt. Raffey Cassidy, die zuerst Celeste spielte, spielt jetzt ihre Tochter Albertine. Stacy Martin, Jennifer Ehle und Jude Law (der immerhin seinen Bart abrasierte) spielen, optisch unverändert, die Rollen, die sie in der ersten Filmhälfte spielten, weiter. Ein Grund für diese idiotische Entscheidung, eine Schauspielerin durch eine andere zu ersetzen und die ersetzte Schauspielerin eine andere Rolle spielen zu lassen, ohne ihr Aussehen zu verändern (was dann ja als Hinweis auf den Rollenwechsel verstanden werden könnte), ist nicht ersichtlich. Außer dass es einen irritiert.
Nach einer guten Stunde langweiligem Seelenstriptease gibt es dann den aus der Werbung bekannten Auftritt von Natalie Portman als Celeste in einer Spektakel-Pop-Show, die auch Madonna gefiele. Und Celestes Überleben während des Amoklaufs wird mit einer Geschichte erklärt, die Musikfans schon bei Robert Johnson besser gehört haben.
„Vox Lux“ zerfällt in eine interessante erste und eine hoffnungslos zerfaserte zweite Hälfte. In der ersten Stunde, wenn Corbet den Weg eines Mädchens zu einem internationalen Popstar nachzeichnet, findet er immer wieder ungewohnte Wege, um seine Geschichte zu erzählen. Und diese Geschichte hat auch einen eindeutigen Fokus. Der fehlt in der zweiten Hälfte. Den Abschluss bildet dann das Popkonzert, das einem nur gefällt, wenn man diese Disco-Stampfmusik mag, zu der futuristisch gekleidete Männer und Frauen synchronisierte Tanzbewegungen abliefern.
Im Original ist Willem Dafoe der Erzähler, der immer wieder bedeutungsschwanger Celestes Leben mit weltpolitischen Ereignissen verknüpft. Dafoes Stimme ist ein eindeutiger Pluspunkt in einem Film, bei dem unklar ist, was er erzählen möchte.
Die Filmmusik ist von Scott Walker. Die Songs sind von Sia.
Vox Lux(Vox Lux, USA 2018)
Regie: Brady Corbet
Drehbuch: Brady Corbet
mit Natalie Portman, Jude Law, Stacy Martin, Jennifer Ehle, Raffey Cassidy, Christopher Abbott, Willem Dafoe (Erzähler im Original)
Salvador Mallo ist ein Filmregisseur, der vor der Wiederaufführung eines seiner Filme, auf sein Leben zurückblickt – und weil Pedro Almodóvar „Leid und Herrlichkeit“ nach seinem Drehbuch inszenierte und weil Almodóvar und Mallo so ungefähr im gleichen Alter sind, wird in vielen Kritiken sicher über den unbestritten vorhandenen autobiographischen Gehalt des Films geschrieben werden. Immerhin sagt Almodóvar über Mallo: „Sein Charakter war nicht ich, aber er war in mir.“
Das könnte er allerdings über jede seiner Figuren sagen. Schließlich schreibt er für seine Filme immer das Drehbuch. Außerdem erzählt er in jedem Film in jeder Figur über sich und er arbeitet nicht so autofiktiv platt. Vielleicht ist „Leid und Herrlichkeit“ deshalb sogar der Film, der am wenigsten über ihn verrät. Ein wundervoller intellektueller Spaß ist er trotzdem.
Wegen seiner körperlichen Verfassung, die weit über die üblichen Zipperlein des Alters hinausgeht, kann Mallo schon lange keine Filme mehr drehen. Er dämmert, seine Wehwehchen zelebrierend, weitgehend vor sich hin. Seine Begeisterung öffentlich über einen seiner alten Filme, der inzwischen für ein Meisterwerk gehalten wird, zu reden, hält sich in überschaubaren Grenzen. Einerseits, weil er trotz allem lieber einen neuen Film drehen würde, andererseits und vor allem, weil er das Gespräch mit seinem Hauptdarsteller Alberto Crespo bestreiten soll. Im Streit trennten sie sich damals.
Jetzt besucht Mallo Crespo, um sich zu versöhnen und mit ihm über das Filmgespräch zu reden. Aber zuerst hängen sie gemeinsam bei einem Joint ab und Mallo erinnert sich an ihre gemeinsame Zeit in den achtziger Jahren in Madrid.
Almodóvar springt noch weiter in Mallos Vergangenheit zurück. Er erzählt von seiner ärmlichen Kindheit in einer Höhle in Paterna, einem Dorf an der Levante, bei der schon die prächtigen Farben und Penélope Cruz irritieren. Die Farben sind so prächtig, dass man sofort mit Mallo tauschen möchte. Der gesamte Film sieht, wie immer bei Almodóvar, sehr prächtig und sehr farbenprächtig aus. Seine Filme sind die wohltuende Antithese zu den vielen neuen Filmen, in denen es nur blasse Braun- und Grautöne gibt. Und Penélope Cruz sieht einfach viel zu gut aus, um eine in ärmlichen Verhältnissen, von der schweren körperlichen Arbeit und dem Ärger mit dem Ehemann gebeugte Hausfrau zu sein. Aber das konnte auch über Silvana Mangano („Bitterer Reis“) und Sophia Loren gesagt werden. Außerdem ist Penélope Cruz eine von Almodóvars Stammschauspielern.
Antonio Banderas, der Mallo spielt, gehört ebenfalls zu Almodóvars Stammschauspielern. Für sein Spiel in diesem Film wurde er, zu Recht, dieses Jahr in Cannes ausgezeichnet.
Wie in seinen vorherigen Filmen verknüpft Almodóvar äußert elegant die verschiedenen Zeitebenen. Langsam erfahren wir, wo Mallo herkommt, wie er in den achtziger Jahren in Madrid als Regisseur Erfolg hat, seine große Liebe trifft und wie es zu dem Zerwürfnis zwischen ihm und Crespo gekommen ist.
Diese Rückblicke und die teils von abenteuerlichen Zufällen ausgehenden Begegnungen, aus denen Mallos Biographie entsteht, führen allerdings nicht zu einem dieser altersmilden Werke, in denen der von der Welt bewunderte Regisseur noch einmal all seine Themen und stilistischen Eigenheiten archivarisch zu einem Best-of bündelt. In dem Alter ist Almodóvar noch nicht. Insofern ist „Leid und Herrlichkeit“ sein neuer Film nach dem ebenfalls ein Leben erzählendem „Julieta“.
Almodóvar sieht „Leid und Herrlichkeit“ als ungeplanten Abschluss einer Trilogie, die er 1987 mit „Das Gesetz der Begierde“ (La ley del deseo, ebenfalls mit Banderas) begann und 2004 mit „La Mala Educacion – Schlechte Erziehung“ (La mala education) fortführte. In allen Filmen ist der Protagonist ein Filmregisseur und es gehe, so Almodóvar, um Begierde und filmisches Erzählen. In „Das Gesetz der Begierde“ geht es um ein tragisch endendes Dreiecksverhältnis. In „La Mala Educacion – Schlechte Erziehung“ erinnert sich ein Regisseur, nach einer Begegnung mit einem Schulfreund, an ihre gemeinsame Schulzeit in einem streng katholischen Internat. Da ist der von Almodóvar hergestellte Zusammenhang vor allem eine Gelegenheit, sich wieder seine älteren Filme anzusehen.
Leid und Herrlichkeit(Dolor y gloria, Spanien 2019)
Regie: Pedro Almodóvar
Drehbuch: Pedro Almodóvar
mit Antonio Banderas, Asier Etxeandia, Leonardo Sbaraglia, Nora Navas, Julieta Serrano, César Vicente, Asier Flores, Penélope Cruz, Cecilia Roth, Susi Sánchez, Raúl Arévalo, Pedro Casablanc, Julián López, Rosalía
Black Sea (Black Sea, USA/Großbritannien/Russland 2014)
Regie: Kevin Macdonald
Drehbuch: Dennis Kelly
Eine britisch-russische U-Boot-Besatzung sucht im Schwarzen Meer nach einem Nazi-Goldschatz. Schnell müssen sie um ihr Überleben kämpfen.
Angenehm altmodischer Abenteuerfilm für die Fans von Filmen wie „Der Schatz der Sierra Madre“, „Lohn der Angst“ und Atemlos vor Angst“ (die im Presseheft alle als Inspiration genannt werden).
mit Jude Law, Scoot McNairy, Ben Mendelsohn, David Threlfall, Konstantin Khabenskiy, Sergey Puskepalis, Michael Smiley, Grigory Dobrygin, Sergey Veksler, Sergey Kolesnikov, Bobby Schofield, Michael Smiley, Jodie Whittaker
Die junge Nina verlässt die Provinz, um in Paris Schauspielerin zu werden. Vor der großen Karriere trifft sie allerdings auf zwei Männer: den Immobilienmakler Paulot und seinen von Todessehnsucht getriebenen Mitbewohner Quentin, der als Maître de Plaisir in einem Hardcore-Pornotheater arbeitet.
Eine zeitgenössische Kritik: „Aus einer vielschichtigen, komplizierten Geschichte wird durch die beherrschte Inszenierung Téchinés, die hervorragende Kameraarbeit und die mitreißende schauspielerische Leistung der Hauptdarsteller ein Film von bruchloser Einheitlichkeit und morbider Schönheit.“ (Fischer Film Almanach 1986)
Ex-Boxer Bubi Kantmeier wird auf offener Straße erschossen. Der Boxer arbeitete für den Restaurantbesitzer Guido Tessari. Und weil Kommissar Schimanski mit Guido befreundet ist, ist der Fall für den Ruhrpottkommissar eine persönliche Angelegenheit. Vor allem nachdem Guido andeutet, dass er Probleme mit Schutzgelderpressern hat und Bubis Tod vielleicht eine Warnung war.
Das dürfte einer der ersten Krimis sein, in denen die Mafia im Ruhrpott agiert.
Aus der Erinnerung: ein guter Schimanski.
mit Götz George, Eberhard Feik, Chiem van Houweninge, Ulrich Matschoss, Wilfried Blasberg, Guido Gagliardi. Cornelia Glogger, Pietro Giardini
Chicago-Massaker (The St. Valentine’s Day Massacre, USA 1967)
Regie: Roger Corman
Drehbuch: Howard Browne
Ein beim breiten Publikum unbekannter Klassiker des Gangsterfilms, der reportagehaft den Krieg zwischen Gangsterbossen Al Capone und Bugs Moran schildert. Am 14. Februar 1929, dem Valentinstag, lockt Capone seinen Konkurrenten in eine Falle.
„cinema’s most forensic, accurate account of Capone’s life“ (Lloyd Hughes: The Rough Guide to Gangster Movies)
Howard Browne (1908 – 1999) war ein Journalist in Chicago (der auch über das legendäre Valentinstag-Massaker schrieb), ein Noir-Autor und ein gut beschäftigter TV-Serienautor (u. a. „Mission: Impossible“, „77 Sunset Strip“, „Mannix“, „Maverick“).
mit Jason Robards, George Segal, Ralph Meeker, Jean Hale, Clint Ritchie, Frank Silvera, Joseph Campanella, Richard Bakalyan, David Canary, Bruce Dern, Jack Nicholson (Minirolle als Fluchtwagenfahrer, die Nicholson annahm, weil die andere Rolle, die ihm für den Film angeboten wurde, mehr Leinwand-, aber weniger Drehzeit bedeutet hätte)
auch bekannt als „Chikago-Massaker“ (Kinotitel mit einer inzwischen nicht mehr benutzten Schreibweise)
Auf Tatsachen basierendes Drama über die Mathematikerinnen, die im Raketenprogramm der NASA arbeiteten und die Astronauten zuerst in die Erdumlaufbahn und später noch weiter weg schickten.
„Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“ ist ein punktgenau inszenierter Feelgood-Film über weibliche Selbstermächtigung und Selbstbewusstsein und wie es ihnen gelingt, die Männer auf den Mond zu schicken.
Der Film war unter anderem für den Oscar als bester Film des Jahres nominiert. „Moonlight“ erhielt den Preis.
Sieben Minuten nach Mitternacht (A Monster calls, USA/Spanien 2016)
Regie: J. A. Bayona (bzw. Juan Antonio Bayona)
Drehbuch: Patrick Ness
LV: Patrick Ness: A Monster calls, 2011 (Sieben Minuten nach Mitternacht)
Der zwölfjährige Conor hat mit Mobbing in der Schule und einer todkranken Mutter schon genug Probleme. Da klopft um sieben Minuten ein Baummonster an sein Fenster. Es will ihm einige Geschichten erzählen.
TV-Premiere. Einer der schönsten, vielschichtigsten und überraschendsten „Monsterfilme“ der letzten Jahre.
mit Lewis MacDougall, Felicity Jones, Sigourney Weaver, Toby Kebbell, Ben Moor, James Melville, Oliver Steer, Geraldine Chaplin, Liam Neeson (als das Monster, was einerseits eine Hauptrolle, aber andererseits eine Trickfigur ist)
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Die Vorlage (zum Filmstart erschien der Roman in einer Filmausgabe mit Filmfotos)
Patrick Ness: Sieben Minuten nach Mitternacht
(nach einer Idee von Siobhan Dowd, mit Illustrationen von Jim Kay)
In der Hitze der Nacht (In the Heat of the Night, USA 1967)
Regie: Norman Jewison
Drehbuch: Sterling Siliphant
LV: John Ball: In the heat of the night, 1965 (In der Hitze der Nacht)
In einem Südstaatenkaff müssen ein weißer, reaktionärer Sheriff und ein afroamerikanischer Kollege einen Mord aufklären.
John Balls hochgelobter, erfolgreicher Roman war der erste Auftritt eines afroamerikanischen Polizisten als Sympathieträger. Ball wollte damit zur Verständigung zwischen den Rassen beitragen. Außerdem reflektierte er in seinem Krimi die damaligen politischen Kämpfe des Civil Rights Movements in den Südstaaten.
Die enorm erfolgreiche Verfilmung erhielt fünf Oscars, unter anderem als bester Film des Jahres. Aus heutiger Sicht ist „In der Hitze der Nacht“ ein extrem naives und einseitiges Bekenntnis zur Rassenversöhnung (etwas guter Wille und schon geht’s) und ein technisch gut gemachter Whodunit. Wie ein Blick nach Trump-Land zeigt, ist das Thema immer noch aktuell.
Im Gegensatz zu den diese Woche ebenfalls startenden Filmen „Der König der Löwen“ und „Child’s Play“ ist „Anna“ kein Remake und auch kein Reboot. Trotzdem ist Luc Bessons neuester Film ein ziemlich liebloses und konfuses Aufwärmen seiner größten Hits.
Im Mittelpunkt des an Action erstaunlich armen Action-Thrillers steht Anna Poliatova (Sasha Luss). Nach Frankreich kommt sie 1990 als Fotomodell. In Wirklichkeit ist sie eine vom KGB ausgebildete und für fünf Jahre verpflichtete Killerin. Während sie emotionslos ihre Aufträge erledigt und eine Affäre mit ihrem Ausbilder Alex Tchenkov (Luke Evans) hat, wird der CIA-Agent Lenny Miller (Cillian Murphy) auf sie aufmerksam. Er versucht sie auf seine Seite zu ziehen.
Und Anna möchte so schnell wie möglich aussteigen. Denn je länger sie als Killerin in chaotische Situationen stolpert – ihr Abschlussprüfung besteht aus dem Mord an einem Oligarchen in einem gut besuchten Nobelrestaurant, das danach eine umfassende Grundsanierung benötigt -, umso mehr schwinden ihre Überlebenschancen.
Man muss wirklich kein Cineast sein, um „Anna“ als inoffizielles Remake von Luc Bessons Klassiker „Nikita“ (1990) zu erkennen. Bei seinen Filmen „Leon – Der Profi“ (1994) und „Lucy“ (2014), das man als Re-Imagination von „Nikita“ sehen kann, bediente er sich ebenfalls. Um nur die Selbstzitate zu erwähnen. Aus diesen Versatzstücken macht Luc Besson allerdings kein visionäres oder aufregendes Kino.
„Anna“ ist ein aufgewärmter Agententhriller, der aus keinem ersichtlichen Grund 1990 spielt. Die damaligen weltpolitischen Umbrüche haben für die Filmgeschichte keine Bedeutung.
Die Ausstattung ist beeindruckend anachronistisch. Ständig sind Laptops, Handys, Überwachungskameras, samt dazugehöriger Technik, ein Rollkoffer und ein USB-Stick im Bild. Dass es diese Gegenstände damals nicht oder nicht in der Menge gab, kümmert die Macher nicht. Sie sollen nur ein diffuses Retro-Gefühl heraufbeschwören. Und sie zeigen in jeder Minute, wie wenig Besson sich dieses Mal um Details kümmerte und eine in sich schlüssige und stimmige Welt beschreiben wollte.
Während Besson seine anderen Filme chronologisch erzählte, gibt es in „Anna“ alle paar Minuten eine erklärende Rückblende. So erfahren wir erst nach Annas erstem Mord im Westen, dass sie kein naives Fotomodell, sondern eine eiskalte Killerin ist. Anschließend gibt es eine Rückblende, in der wir erfahren, wie Anna von Alex nach einem fehlgeschlagenen Raub für das KGB-Killerprogramm rekrutiert wird. Die nächste Rückblende gibt es kurz darauf. Dieses Stilmittel kann, sparsam benutzt, für eine überraschende Enthüllung sorgen. Wenn es zu oft angewandt wird, ist es in einem Mainstream-Film schnell nur noch eine nervige, die Handlung bremsende Marotte.
Auf Action verzichtet Besson fast vollkommen. Es gibt nur wenige Actionszenen und diese sind ziemlich lahm. Egal ob man den aktuellen „John Wick“/“Atomic Blonde“-Standard anlegt oder Bessons frühere Filme heranzieht.
Die Hauptrolle besetzte Besson mit Sasha Luss. Er lernte das Model bei seinen Dreharbeiten für sein überflüssiges, sehr teures und an der Kasse geflopptes „Das fünfte Element“-Remake „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ kennen. Da fiel sie in dem bunten Stil-über-Substanz-Kindergeburtstag nicht weiter auf. Als Hauptdarstellerin ist sie eine Fehlbesetzung, die außer ihrem Aussehen nichts zum Film beitragen kann.
Luke Evans, Cillian Murphy und Helen Mirren, die ihre trutschige Rolle als böse Ausbilderin von Anna sichtlich genießt, holen dagegen aus ihren Klischeerollen das meiste heraus. Im Rahmen des gesamten Films ist das ein aussichtsloser Kampf gegen Windmühlen.
Anna(Anna, Frankreich 2019)
Regie: Luc Besson
Drehbuch: Luc Besson
mit Sasha Luss, Helen Mirren, Luke Evans, Cillian Murphy, Lera Abova, Alexander Petrov, Nikita Pavlenko
1988 erfand Regisseur Tom Holland („Fright Night“), zusammen mit den Drehbuchautoren Don Mancini und John Lafia, die Kinderpuppe, in die ein äußerst rachsüchtiger Dämon fährt und die danach fröhlich mordend durch die Stadt zieht. Der Horrorfilm „Die Mörderpuppe“ (Child’s Play, auch „Chucky – die Mörderpuppe“) war ein Erfolg. Die Puppe wurde, wie jüngst Annabelle, zu einer Horrorikone. In sechs weiteren Filmen mordete sie weiter. Die letzten beiden Chucky-Filme erschienen nur noch als Direct-to-DVD.
Aber Chucky ist immer noch bekannt und mit einem Reboot kann man an die Anfänge anschließen, ohne sich um etwaige Weiterentwicklungen und Irrwege der Mythologie zu kümmern. Das ermöglicht auch Neueinsteigern einen Kinobesuch, ohne sich vorher die anderen Filme ansehen zu müssen.
Bei dem Reboot von „Child’s Play“, in das keiner der ursprünglichen Macher involviert ist, orientieren Regisseur Lars Klevberg und Drehbuchautor Tyler Burton Smith sich unübersehbar an dem Original. Sie verlegen die Geschichte in die Gegenwart, sie verändern Chucky optisch wieder etwas (zu seinem Nachteil), für die Jugendlichen sind Mobiltelefone wichtig und die Wohnung ist vernetzt.
Aber reicht das, um das Franchise wieder zu beleben? Schließlich fallen viele (die meisten?) Reboots nicht besonders überzeugend aus. Eine künstlerische Notwendigkeit ist oft nicht erkennbar. Die Eigenständigkeit des Reboots erschöpft sich in einer schlechten Wiederholungen der bekannten Geschichte. Letztendlich geht es meistens nur darum, mit einer bereits etablierten Figur und einer bekannten Geschichte noch einmal Geld zu machen.
Über „Child’s Play“ kann das nicht gesagt werden. Klevbergs Horrorfilm gehört zu den gelungenen Reboots. Die Geschichte spielt, wie gesagt, in der Gegenwart. Sie folgt dem schon vor über dreißig Jahren gut abgehangenem Minimalplot des Originals. Dabei wird dieser Plot immer wieder gelungen, einfallsreich und auch blutig variiert. Die wichtigste Änderung ist dabei der Grund für Chuckys Handlungen.
Kaslan Corporation stellt die Buddi-Puppen her, die über eine künstliche Intelligenz verfügen. Sie erkennen ihre Bezugsperson, werden zu seinem besten Freund und lernen neue Dinge. Als einer der Arbeiter bei der Produktion in Vietnam bei der Arbeit kurz abwesend ist, wird er entlassen. Bevor er seinen Arbeitsplatz verlässt, programmiert er eine Puppe um. Er entfernt alle Schutzmechanismen.
Über einen kleinen Umweg kommt diese Puppe zu Andy Barclay (Gabriel Bateman). Der Junge lebt mit seiner allein erziehenden Mutter Karen (Aubrey Plaza) in einem heruntergekommenem, um die Jahrhundertwende erbautem Mietshaus. Den neuen Freund seiner Mutter mag er nicht. Neue Freunde muss der Einzelgänger erst noch finden. Bis dahin ist Chucky (im Original von Mark Hamill gesprochen) sein bester Freund, dem er alles anvertraut, während ihn Chucky überallhin begleitet und ihm hilft.
Mit seinen neuen Freunden sieht Andy sich später „The Texas Chainsaw Massacre Part 2“ an. Weil alle Jugendlichen sich über die Massaker im Film köstlich amüsieren, beginnt Chucky den Film nachzuahmen. Denn wenn die Jugendlichen bei den Kettensägenmorden lachen, muss das doch witzig und gut sein. Er beginnt all die Menschen, denen Andy irgendwann einmal den Tod wünschte oder die sich falsch verhalten haben, umzubringen.
Der Haupt-Handlungsort – ein Mietshaus, das in den vergangenen siebzig Jahren nicht mehr umfassend renoviert wurde -, das lange „Texas Chainsaw Massacre“-Zitat in der Filmmitte, das langsame Erzähltempo, das gemächliche Schnitttempo, die sehr blutigen Morde, die in neunzig Minuten gradlinig erzählte Geschichte und der schwarze Humor, zeigen eindeutig, dass Lars Klevberg seinen Horrorfilm in der Tradition des Achtziger-Jahre-Horrrofilms sieht.
Im Gegensatz zum ersten Chucky-Film verzichtet er auf übersinnliche Momente. Bei ihm genügt eine fehlgeleitete Künstliche Intelligenz, um ein wahres Schlachtfest zu veranstalten. Wer will, kann das als galligen Kommentar zur Begeisterung über Künstliche Intelligenz in Kinderspielzeug in der vernetzten Wohnung, lesen. Und das Finale in einem Kaufhaus als oberflächliche Kapitalismuskritik.
„Child’s Play“ ist, angesichts der Erwartungen, ein überraschend gelungener Horrorfilm.
Child’s Play (Child’s Play, USA 2019)
Regie: Lars Klevberg
Drehbuch: Tyler Burton Smith (basierend auf von Don Mancini erfundenen Figuren)
mit Gabriel Bateman, Aubrey Plaza, Brian Tyree Henry, Tim Matheson, David Lewis, Trent Redekop, Beatrice Kitsos, Ty Consiglio, Carlease Burke, Mark Hamill (Chuckys Stimme im Original)
Packender und extrem schonungsloser Kriegsfilm über die Erlebnisse einer Besatzung eines US-Panzers während der letzten Tage des Zweiten Weltkriegs in Deutschland.
mit Brad Pitt, Logan Lerman, Shia LaBeouf, Jon Bernthal, Michael Pena, Jim Parrak, Brad William Henke, Jason Isaacs, Kevin Vance, Alicia von Rittberg, Scott Eastwood
Seit einigen Jahren verfilmt Disney seine Klassiker noch einmal. Dieses Mal nicht als Zeichentrickfilm, sondern als Live-Action-Abenteuer, also einer Mischung aus mehr oder weniger vielen Schauspielern und Computeranimationen. Oft inszeniert von sehr bekannten Regisseuren, wie zuletzt Tim Burton („Dumbo“) und Guy Ritchie („Aladdin“). An der Kinokasse sind diese nicht immer gelungenen Neuverfilmungen sehr erfolgreich.
Jetzt erlebt „Der König der Löwen“ die Live-Action-Behandlung. Vor fünfundzwanzig Jahren war dieser Disney-Trickfilm ein weltweiter Erfolg. Er war 1994 der erfolgreichste Film des Jahres, spielte gut eine Milliarde US-Dollar ein und ist im Moment der klassische Trickfilm mit dem höchsten Einspiel.
Als Regisseur für die Neuverfilmung dieses Disney-Klassikers wurde Jon Favreau engagiert. Aktuell ist er als Happy Hogan in „Spider-Man: Far from Home“ im Kino. Bereits 2016 verfilmte er für Disney „The Jungle Book“ als Live-Action-Abenteuer neu. Der Film überzeugte in seiner Interpretation als Abenteuergeschichte. Das kann über seinen „Der König der Löwen“, der verdammt nah an einem 1-zu-1-Remake ist, nicht gesagt werden.
Drehbuchautor Jeff Nathanson veränderte die aus dem Trickfilm und dem ebenfalls erfolgreichen Musical bekannte Geschichte nicht. Die damaligen Hits wurden ohne große Änderungen neu eingesungen und Elton John spendierte den neuen Song „Never too late“, während Hans Zimmer wieder in afrikanischen Motiven badet.
Schließlich spielt der Film in Afrika. Im Geweihten Land freuen sich Löwenkönig Mufasa und seine Frau Sarabi über ihren gerade geborenen Sohn Simba. Der Löwenjunge soll später Mufasas Platz einnehmen. Als Löwenkind tobt er mit seiner Freundin Nala durch die Savanne.
Währenddessen sieht sich Mufasas missgünstiger Bruder Scar als rechtmäßigen Herrn des Geweihten Landes. Um den Thron zu besteigen, beschließt er, Mufasa zu töten. Als er mit den Hyänen seinen Plan durchführt, kann er Mufasas Tod so inszenieren, dass Simba sich für den Tod seines Vaters verantwortlich fühlt.
Der kleine Löwe flüchtet aus dem Geweihten Land und trifft das Erdmännchen Timon und das Warzenschwein Pumbaa. Die beiden Kumpel zeigen ihm eine andere Welt, die im wesentlichen eine Fortsetzung von Simbas unbeschwerter, in den Tag hineinlebender Kindheit und Jugend ist.
Als Simba ausgewachsen ist, taucht Nala auf. Sie erzählt ihm, was inzwischen in seinem alten Reich geschehen ist. Scar und die Hyänen errichteten eine Schreckensherrschaft und wirtschafteten das einst prächtige Land herunter.
Nach einem kurzen Zögern und weil Nala von ihm enttäuscht ist, entschließt er sich zur Rückkehr und zum Kampf gegen Scar.
Im Gegensatz zum Original dauert Jon Favreaus Neuverfilmung nicht knappe neunzig Minuten, sondern zwei Stunden, in denen man die überaus gelungenen und sehr, sehr lebensecht aussehenden Animationen bewundern kann. Allerdings fallen auch alle Schwächen der Geschichte auf. Eigentlich wird keine Geschichte, sondern eine Abfolge von lose zusammenhängenden Episoden erzählt, deren Wendepunkte exakt in der Minute sind, die in der Syd-Field-Schule empfohlen wird. So dauert es eine Stunde, bevor Simba seine Heimat und damit den Schutz seiner Familie verlässt. Der Grund ist der Tod seines Vaters, für den er sich verantwortlich fühlt. Eine halbe Stunde später redet er dann mit seiner plötzlich aufgetauchten Freundin Nala über eine Rückkehr und es geht zurück zum Schlusskampf.
Aufgrund der Filmlänge fällt auch auf, dass Simba ein ziellos durch die Geschichte stolpernder Protagonist ist. So etwas wie ein eigener Wille ist nicht erkennbar und nicht nötig. Denn Kraft seiner Geburt ist er der rechtmäßige Erbe von Mufasas Königreich. Bezweifelt wird diese Thronfolge nur von Mufasas Bruder Scar.
Dazu kommt das erschreckend konservative, niemals hinterfragte Gesellschaftsbild, in dem der Platz von jedem Lebewesen von der Natur vorgegeben ist. In dieser Welt hat Simba den Anspruch auf die Herrschaft, weil er der Sohn des Königs ist und weil die Löwen die herrschende Rasse sind. Das wurde so auch im Original-„Der König der Löwen“ gezeigt. Aber mit lebensecht aussehenden, sprechenden und damit in jeder Beziehung menschlichen Tieren und ausführlich dargestellt, hat dieses Bild einer Gesellschaft, in der alles vorherbestimmt ist und jedes Tier seinen festen und unveränderbaren Platz auf der Futterleiter hat, einen mehr als unangenehmen Beigeschmack.
Auch bei seinen neuen Freunden Timon und Pumbaa ändert sich dieser Determinismus nicht. Sie erzählen ihm zwar von ihrem sorgenfreien Leben und dass bei ihnen alles anders ist. Danach verzehren sie genussvoll Raupen, die ja auch Lebewesen sind. Das bricht, trotz vollmundiger Ankündigung, nicht aus dem von fressen und gefressen werden bestimmten Kreislauf des Lebens aus.
Nach dem überaus gelungenem „The Jungle Book“ ist Jon Favreaus zweiter Disney-Live-Action-Film eine Enttäuschung mit sehr schönen und sehr echt aussehenden Bildern.
Der König der Löwen (The Lion King, USA 2019)
Regie: Jon Favreau
Drehbuch: Jeff Nathanson (nach dem 1993er „Der König der Löwen“-Drehbuch von Irene Mecchi, Jonathan Roberts und Linda Woolverton)
mit (im Original den Stimmen von) Donald Glover, Beyoncé Knowles-Carter, James Earl Jones, Chiwetel Ejiofor, Seth Rogen, Billy Eichner, Florence Kasumba
Gyllenhaal, Ruffalo, Downey Jr. – nein, das ist kein Marvel-Film, sondern
Kabel 1, 22.35
Zodiac – Die Spur des Killers (Zodiac, USA 2007)
Regie: David Fincher
Drehbuch: James Vanderbilt
LV: Robert Graysmith: Zodiac, 1976 (Zodiac – Auf der Spur eines Serienkillers)
Finchers epische, detailversessene Verfilmung über die Jagd nach dem Zodiac-Killer, der auch als Inspiration für den Killer im ersten „Dirty Harry“-Film diente. Der Zodiac-Killer versetzte in den späten Sechzigern die Bevölkerung in und um San Francisco in Angst und Schrecken. Dazu trugen neben seinen Taten und dem ausbleibenden Fahndungserfolg der Polizei auch seine verschlüsselten Briefe an die Öffentlichkeit bei. Bis heute ist seine Identität unklar.
Vanderbilts Drehbuch war für den Edgar den Preis der Writers Guild of America nominiert.
Mit Jake Gyllenhaal, Mark Ruffalo, Anthony Edwards, Robert Downey jr., Brian Cox, Cloe Sevigny, Elias Koteas, Dermot Mulroney, John Carroll Lynch, John Getz, Philip Baker Hall
Schönes, im quietschbunten Fünfziger-Jahre-Hollywood-Stil inszeniertes Biopic über die Malerin Margaret Keane, die mit ihren Kitsch-Bildern von Kindern mit riesengroßen Augen bekannt wurde.
Dass das ZDF den Film als TV-Premiere um Mitternacht versendet, ist eine Frechheit.
mit Amy Adams, Christoph Waltz, Danny Huston, Jon Polito, Krysten Ritter, Jason Schwartzman, Terence Stamp, Delaney Raye, Madeleine Arthur, Elisabetta Fantone, James Saito, Guido Furlani