mit Hannah Herzsprung, Florian Stetter, Henriette Confurius, Claudia Messner, Ronald Zehrfeld, Maja Maranow, Anne Schäfer, Andreas Pietschmann, Michael Wittenborn
Natürlich wird es Superheldengeschichten auch noch in zehn, zwanzig, dreißig Jahren geben und wahrscheinlich werden Batman, Superman und die X-Men weiterhin Bösewichter jagen. Im Comic in jedem Fall. Im Kino und TV müssen wir mal sehen.
Neben diesen letztendlich heldenhaften Superhelden gibt es zunehmend Serien mit Superhelden, die bis auf ihre Superheldenfähigkeit nichts Superheldenhaftes haben. Deadpool dürfte einem hier spontan einfallen.
Auch Rick Remender hat jetzt einen Superhelden erfunden, der vor seinem Superheldentum eindeutig zu den Männern gehörte, vor denen uns unsere Eltern immer gewarnt haben. Danach immer noch.
Dieser Ernie Ray Clementine ist ein Relikt aus einer anderen Zeit. Er ist mental ein Späthippie; de facto ein abgehalfteter, prolliger, entsprechend nerviger Drogensüchtiger, der von einem Kampf zwischen einem Kobold und einer Medusa nicht weiter irritiert ist. Schließlich sieht er als Junkie ständig seltsame Dinge, die es nur in seiner Fantasie gibt. Die Spritze, die zwischen den beiden Kämpfenden liegt, sieht er sofort und er macht das, was jeder Junkie in dem Moment tun würde: er schnappt sich die Spritze und spritzt sich, ohne auch nur eine Zehntelsekunde darüber nachzudenken, den Inhalt in seine Venen – und er wird Teil eines großen Konflikts zwischen Gut und Böse.
Mit dem Serum „Formula Maxima“ in sich, kann er, wie ihm Mutter Erde, die Kommandantin der Zentralbehörde, erklärt, zum Retter des Universums werden. Denn: „Die Welt steht vor dem Zusammenbruch, Mr. Clementine. Externe Polarisierung, Klimawandel, Rassismus, Faschismus… Scorpionus wird nicht ruhen, bis die Welt ihrer idealisierten Version vom Amerika der 1950er entspricht.“
An der Rettung der Welt hat Clementine allerdings zunächst kein Interesse. Viel lieber würde er seine Superkräfte für seine eigenen niederen Triebe und Ziele ausnutzen. Dummerweise verleiht im die Formula Maxima nur dann Superkräfte, wenn er bei seinen Handlungen noble Absichten hat. Dass er dabei immer noch ein drogensüchtiger Hippie ist, sorgt für einige nette Sprüche, Situationen und einen Gegner, der ihm das Gutsein leicht macht Schließlich stehen die fünfziger Jahre für alles, was ein ehrbarer Hippie verabscheut.
Dieser Gegner und die Bedingung für die Wirksamkeit des ihm Superkräfte verleihendem Serums macht Clementine schnell zu einem gewöhnlichem Superhelden, der sich rüpelhaft benimmt und, wenigstens im ersten „The Scumbag“-Sammelband noch lernen muss, bevor er sich in die Schlacht stürzt, seine Absichten zu Prüfen.
Für Fans von Superhelden-Geschichten ist „Deadly Class“-Erfinder Rick Remender ein bekannter Name. Er schrieb bereits Geschichten für Venom, Captain America und die Avengers
Bei „The Scumbag“, und das macht die Serie zu einem interessantem Experiment in stilistischer Vielfalt, arbeitet er für jedes Heft mit einem anderen Zeichner zusammen. In dem jetzt erschienenem Sammelband „Kokainfinger“ sind die ersten fünf von inzwischen vierzehn Heften enthalten. Gezeichnet wurden sie von Lewis Larosa, Andrew Robinson, Eric Powell, Roland Boschi und Wes Craig.
–
Rick Remenders „Deadly Class“ geht langsam in die Endrunde. Das erste Heft erschien im Januar 2014. Seit 2019 erscheinen die Sammelbände bei Cross Cult. Dort erschien unlängst auch der zehnte Band, in dem die Geschichte von Marcus Lopez und seinen Klassenkameraden weitererzählt wird. Sie alle waren am King’s Dominion Atelier of the Deadly Arts, einer von Master Lin geleiteten Schule in San Francisco, die ihre Schüler zu perfekten Killern ausbildet. Dieses Mal lief die Ausbildung, dank Marcus, etwas aus dem Ruder. Das wurde in den ersten neun „Deadly Class“-Sammelbänden, die zwischn 1987 und 1989 spielen, mit einer ordentlichen Portion brutaler Morde und popkultureller Anspielungen erzählt.
Der zehnte „Deadly Class“-Sammelband von Autor Rick Remender, Zeichner Wes Craig und Kolorist Lee Loughridge bereitet in erster Linie das Finale vor, das die Hefte 49 bis 56 und damit die nächsten beiden Sammelbände umfasst.
Eine eigenständige Geschichte ist in diesem Sammelband nicht erkennbar. Es sind 1991, 1997, 1999 und 2001 spielende Episoden, in denen Marcus slackerhaft abhängt und ein Leben ohne das King’s Dominion Atelier führen möchte. Aber er weiß, dass die Schule ihn und die anderen Abweichler jagt. Und sie sich einem letztem Kampf stellen müssen.
Der wird, wie gesagt, in den nächsten beiden Sammelbänden erzählt. Der elfte „Deadly Class“-Sammelband „Ein Abschied von Herzen – Teil 1“ ist für Anfang Dezember angekündigt.
–
Rick Remender/Lewil Larosa/Andrew Robinson/Eric Powell/Roland Boschi/Wes Craig/Moreno Dinisio: The Scumbag – Kokainfinger
Die meisten Zombie-Geschichten verfolgen die Erlebnisse einer Person oder, eher, einer Gruppe, die sich gegen Zombies wehrt. Das kann zu einer erfolgreichen und langlebigen Serie wie „The Walking Dead“ führen.
George A. Romero, der Erfinder des modernen Zombies, erzählte in seinen Zombie-Filmen in jedem Film die Geschichte einer anderen Gruppe Menschen, die gegen Zombies und gegeneinander kämpft. Mit zwei zugedrückten Hühneraugen kann behauptet werden, dass so über die Jahrzehnte so etwas wie die Geschichte der lebenden Toten und ihrer Eroberung der USA entstand.
Eine globale Perspektive gibt es in Max Brooks‘ Zombie-Roman „World War Z“ (World War Z – An Oral History of the Zombie War, 2006). Das lesenswerte Buch ist ein sich aus zahlreichen Augenzeugenberichten zusammensetzender Bericht über eine Zombie-Apokalypse. Für die Verfilmung wurde dann ein Protagonist erfunden, der durch die Welt reiste.
Benjamin Percy wählte für „Year Zero“ einen ähnlichen Ansatz. In den beiden „Year Zero“-Comic- Sammelbänden erzählt er mehrere voneinander unabhängige, in verschiedenen Ländern spielende Geschichten über Menschen und Zombies. Der erste Sammelband besteht aus fünf, der zweite aus vier Geschichten. Dabei erzählt Percy nicht eine Geschichte pro Heft, sondern in jedem Heft parallel einige Seiten aus jeder Geschichte.
Im ersten Band spielen die Geschichten in einer Polarforschungsstation, wo die Katastrophe durch eine Entdeckung im Eis beginnt, Mexico City, Tokio, Kabul und Burnsville, Minnesota.
Im zweiten Band spielen die Geschichten auf einem Schiff vor der Küste Norwegens und in Kolumbien, Ruanda, und Phoenix, Arizona.
Im Mittelpunkt der Geschichten stehen im ersten Sammelband eine Polarforscherin, ein Straßenkind, ein Auftragskiller,eine afghanische Militärhelferin und ein Prepper.
Im zweiten Band sind es ein Kapitänin, ein in seiner abgelegen liegenden Villa lebender Kartellboss, ein Arzt und eine Schwangere, die in eine Shopping Mall geflüchtet ist.
Die einzige Verbindung zwischen diesen Kurzgeschichten ist, dass sie in einer Welt spielen, in der es Zombies gibt. Das erfindet das Genre nicht neu, unterhält aber kurzweilig.
–
Benjamin Percy/Ramon Rosanas/Lee Loughridge: Year Zero – Band 1
(übersetzt von Frank Neubauer)
Cross Cult, 2021
144 Seiten
22 Euro
–
Originalausgabe
Year Zero, Volume 1
AWA Upshot, 2020
–
Benjamin Percy/Juan José Ryp/Frank Martin: Year Zero – Band 2
Master Cheng in Pohjanjoki (Master Cheng, Finnland/China/Großbritannien 2019)
Regie: Mika Kaurismäki
Drehbuch: Hannu Oravisto, Mika Kaurismäki (Adaption), Sami Keksi-Vähälä (Adaption)
Auf der Suche nach Fongtron strandet Master Cheng mit seinem Sohn in Pohjanjoki, einer Ansammlung von Hütten in Lappland. In einer dieser Hütten ist die Gaststätte von Sirkka. Nachdem er spontan eine chinesische Reisegruppe, die von ihrem Essen entsetzt ist, bekocht, engagiert sie ihn als Koch.
Wunderschönes Feelgood-Movie, das schon bevor Cheng seine Messer auspackt, unsere Herzen erobert hat.
Kaum beginnt Kommissar Hanns von Meuffels seinen Dienst in München, muss er auch gleich im Kreis der Kollegen ermitteln. Denn auf die Frau von Gerry Vogt wurde ein Anschlag verübt, bei dem ihre Freundin starb. Diana Vogt erhält Polizeischutz und von Meuffels und Vogt suchen die Mörderin, die wahrscheinlich eine verschmähte Verehrerin ist.
Der erste Auftritt von Matthias Brandt als Kommissar Hanns von Meuffels ist ein starkes Stück Kino, mitreisend erzählt mit kleinen Abschweifungen. Dass die Lösung, rückblickend, einige kleine Logikfehler hat, kann nach neunzig atemlosen Minuten verziehen werden.
mit Matthias Brandt, Ronald Zehrfeld, Philipp Moog, Alma Leiberg, Anna Maria Sturm, Tobias van Dieken
Während Arte zum 80. Geburtstag von Werner Herzog um 20.15 Uhr „Fitzcarraldo“ (Deutschland 1982; aktuell wieder im Kino) und um 22.45 Uhr, als TV-Premiere, Herzogs spielfilmlange Doku „Flucht aus Laos“ (Deutschland 1998) zeigt, zeigt der BR einen von Herzogs sehr, sehr selten gezeigten Filme
BR, 23.35
Herz aus Glas(Deutschland 1976)
Regie: Werner Herzog
Drehbuch: Herbert Achternbusch, Werner Herzog
In einem Dorf im Bayerischen Wald, das von der Glasbläserei abhängig ist, nimmt der Erfinder des Rubinglases das Geheimnis um seine Herstellung mit ins Grab. Als letzte Möglichkeit, doch noch herauszufinden, wie das Glas hergestellt wird, bitten die Dorfbewohner den seherisch begabten Viehhirt Hias um Hilfe.
Legendär ist „Herz aus Glas“ wegen Herzogs Behauptung, die Schauspieler spielten unter Hypnose; und schon nach einem Blick auf den Trailer erscheint das glaubhaft.
„Der Film soll eine Atmosphäre von Halluzination, Prophetie, Visionärem und kollektivem Wahnsinn haben, die sich gegen Ende zu noch etwas verdichtet.“ (Werner Herzog)
mit Josef Bierbichler, Stefan Güttler, Clemens Scheitz, Volker Prechtl, Sonja Skiba
Drehbuch: Tony Kushner, Eric Roth, Charles Randolph
Während der Olympiade 1972 in München töten Mitglieder der palästinensischen Terrorgruppe Schwarzer September elf israelische Athleten Danach beauftragt die israelische Regierung den jungen Mossad-Agenten Avner Kaufman, zusammen mit einem kleinem Team, die Drahtzieher des Anschlags zu finden und zu töten.
Spannender, etwas lang geratener und damals kontrovers diskutierter Thriller, der sich etwas unglücklich zwischen die Stühle setzt.
mit Eric Bana, Geoffrey Rush, Daniel Craig, Hanns Zischler, Mathieu Kassovitz, Ayelet Zurer, Ciarán Hinds, Lynn Cohen, Mathieu Amalric, Michael Lonsdale, Valeria Bruni Tedeschi, Moritz Bleibtreu, Meret Becker
Zwei überzeugende Arbeiten des Teams Graf/Schütter:
BR, 22.05
Tatort: Frau Bu lacht (Deutschland 1996)
Regie: Dominik Graf
Drehbuch: Günter Schütter
Konditor Mauritz wird ermordet. Seine thailändische Katalog-Frau Sita schweigt und die Kommissare Batic und Leitmayr haben einen neuen Fall.
Dieser Tatort ist unbestritten einer der besten Batic/Leitmayr-Tatorte. Und sie hatten in den Neunzigern wirklich eine Reihe wirklich guter Fälle gehabt!
Mit Udo Wachtveitl, Miro Nemec, Michael Fitz, Barbara-Magdalena Ahrens,Ulrich Noethen, Petra Kleinert, Anna Villadolid
Polizeiruf 110: Der scharlachrote Engel (Deutschland 2005)
Regie: Dominik Graf
Drehbuch: Günter Schütter
Flo Engelhard ruft bei der Polizei an und sagt, sie habe einen Einbrecher erschossen. Die Kommissare Tauber und Obermaier finden allerdings keine Leiche und kurz darauf taucht der Einbrecher quicklebendig wieder auf. Er will sich anscheinend an Flo rächen.
Hier arbeitet wieder das bewährte Team Schütter-Graf zusammen. Ihm verdanken wir unter anderem folgende Sternstunden des deutschen Films: „Der Skorpion“, „Tatort: Frau Bu Lacht“, „Die Sieger“, die Fahnder-Folgen „Nachtwache“ und „Baal“ und zuletzt den Spielfilm „Der rote Kakadu“.
„Der scharlachrote Engel“ ist ein intensiver „Polizeiruf 110“ über Stalking und die Unfähigkeit der Polizei etwas dagegen zu tun. Gegen diesen Polizeithriller wirken viele Kinofilme wie Ramschware.
Mit Edgar Selge, Michaela May, Nina Kunzendorf, Claudia Messner, Martin Feifel
Auf der letztjährigen Berlinale, – der Berlinale, die wegen der Coronavirus-Pandemie nicht im gewohnten Rahmen stattfand -, erhielt Ryusuke Hamaguchis „Das Glücksrad“ den Silbernen Bären. Sein nächster Film, die Haruki-Murakami-Verfilmung „Drive my Car“, lief in Cannes im Wettbewerb, erhielt den Oscar als bester internationaler Film und lief auch bei uns im Kino. Die Kritiken waren überaus positiv bis euphorisch.
Und jetzt kommt sein Berlinale-Film endlich ins Kino. Im Gegensatz zu „Drive my Car“ erzählt Hamaguchi in „Das Glücksrad“ drei voneinander unabhängige, ungefähr gleich lange Geschichten von jeweils etwa vierzig Minuten.
Die erste erste Geschichte „Magie (oder etwas weniger Zuverlässiges)“ beginnt mit einer langen nächtlichen Taxifahrt, in der zwei Freundinnen sich ohne einen Schnitt eine gute Viertelstunde unterhalten. Gumi hat, wie sie ihrer Freundin Meiko erzählt, einen neuen Freund, der für sie die große Liebe ist. Meiko bemerkt irgendwann während Gumis Schwärmereien, dass dieser Traumprinz ihr Ex-Freund ist, den sie in diesem Moment immer noch oder wieder liebt. In jedem Fall will sie wissen, ob er sie noch liebt.
In der zweiten Geschichte, „Die Tür bleibt offen“, will Nao ihren Französisch-Professor, der in der Universät eine konsequente Politik der offenen Tür verfolgt, verführen. Nachdem sie sich getroffen haben, will sie ihm eine E-Mail schicken. Aber sie schickt sie an die falsche Adresse. Und dieses Mal landet die Mail beim Empfänger nicht im Papierkorb.
Die dritte Geschichte „Noch einmal“ ist fast eine Science-Fiction-Geschichte. Fast weil der Computervirus, der zum Verschwinden von E-Mails und einer Wiederauferstehung der Briefpost führt, letztendlich nur ein Gimmick ist. Nach zwanzig Jahren will Moka in Sendai bei einem Klassentreffen ihre heimliche Liebe aus der Schulzeit wieder treffen. Auf der Straße wird sie von ihr angesprochen. Oder handelt es sich dabei um eine Verwechslung? Und wäre das wirklich schlimm oder nicht doch eine glückliche Fügung?
Die Kurzfilme sind formal und inhaltlich Kurzgeschichten, die eigentlich gut im Fernsehen in vierzigminütigen Happen genossen werden können, aber besser im Kino genossen werden. Denn Hamaguchi erzählt extrem zurückhhaltend und mit großer Sympathie für seine Figuren. Er beobachtet sie ohne Wertungen in langen Szenen, die nur selten von einem Schnitt unterbrochen werden. In den drei Geschichten reden die Figuren so viel und die Drehorte sind so anonym-austauschbar, dass die Filme auch bebilderte Hörspiele sein könnten.
Dieser Stil und das langsame Erzähltempo verführen natürlich dazu, wenn das Smartphone in Griffnähe ist, mal schnell seine Mails zu checken, weil im Film gerade nichts passiert. Das ist allerdings ein Irrtum. Unterschwellig passiert viel. Hamaguchi will allerdings nichts vorgeben. Er vertraut auf den aufmerksamen Zuschauer, der kleinste Nuancen erfasst, mitdenkt und interpretiert.
Deshalb wird „Das Glücksrad“ den Menschen gefallen, denen auch „Drive my Car“ gefiel. Für alle anderen ist Hamaguchis ’neuer‘ Film ein guter und auch gut zugänglicher Einstieg in seine Welt, in der eine kleine Veränderung der Beginn von etwas größerem sein kann.
Das Glücksrad (Guzen to Sozo, Japan 2021)
Regie: Ryusuke Hamaguchi
Drehbuch: Ryusuke Hamaguchi
mit Kotone Furukawa, Kiyohiko Shibukawa, Katsuki Mori, Fusako Urabe, Aoba Kawai, Ayumu Nakajima, Hyunri, Shouma Kai
Länge: 121 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
internationaler Titel: Wheel of Fortune and Fantasy
Fluchtpunkt Nizza (Anthony Zimmer, Frankreich 2005)
Regie: Jérôme Salle
Drehbuch: Jérôme Salle
Chiara ist die Geliebte des international gesuchten Geldwäschers Anthony Zimmer. Um die sie verfolgenden Polizisten abzulenken, flirtet sie im Zug nach Nizza mit dem biederen Übersetzer Francois. Der wird von den Verfolgern für Anthony Zimmer gehalten.
Locker-flockiger und extrem kurzweiliger Thriller, der ein vergessenswertes Hollywood-Remake „The Tourist“ (von Florian Henckel von Donnersmarck mit Angelina Jolie und Johnny Depp) erhielt.
Salles Werk war als bestes Debüt für einen César nominiert.
mit Yvan Attal, Sophie Marceau, Sami Frey, Daniel Olbrychski
Sein bislang letzter Film war vor sieben Jahren „Mad Max: Fury Road“. Davor drehte er zwei „Happy Feet“-Filme. Und damit sind die beiden populärsten Eckpfeiler in George Millers Schaffen genannt: harte Actionfilme und liebliche Kinderfilme. Dazwischen liegen einige Filme wie „Die Hexen von Eastwick“ und „Lorenzos Öl“. Sein neuester Film „Three Thousand Years of Longing“ ist einer dieser Dazwischen-Filme.
Im Mittelpunkt steht Alithea Binnie. Die Professorin ist Gelehrte der Erzähltheorie und sie entspricht dem Klischeebild einer weltfremden Wissenschaftlerin. Betont asexuell, leicht verpeilt und am liebsten erimitär in ihrem mit Büchern gefülltem Arbeitszimmer lebend. Warum soll sie vor die Tür gehen, wenn doch alle Geschichten schon in Jahrhunderte alten und noch älteren Büchern stehen?
Als sie in Istanbul eine Konferenz besucht, entdeckt sie auf dem Bazar eine alte Glasflasche. Sie kauft sie. In ihrem Hotelzimmer öffnet sie sie zufällig und plötzlich ist ein Dschinn in ihrem Zimmer. Alithea hält diesen Riesen in ihrem Badezimmer für eine Wahnvorstellung. Sie geht mit ihr um wie ein kleines Kind: sie schließt die Augen und fordert die Erscheinung auf, sofort zu verschwinden. Aber der Dschinn verschwindet nicht. Also akzeptiert Alithea, ohne weiter zu zögern, das Wesen als real.
Schnell passt der Flaschengeist seine Größe der Zimmergröße an. Er ist immer noch groß. Aber er kann jetzt problemlos aufrecht in dem Hotelzimmer stehen, trägt einen Bademantel und spricht fließend englisch. Und er bietet ihr den altbekannten Handel an: er wird ihr drei Wünsche erfüllen. Dann erhält er seine Freiheit.
Bevor Alithea ihren ersten Wunsch äußert – auch sie kennt die vielen Geschichten von den drei Wünschen, die fatal enden und von Menschen, die von Dschinns betrogen wurden – will die Mythen erforschende Wissenschaftlerin von dem Dschinn erfahren, wie er in die Flasche gekommen ist.
Und der Dschinn erzählt erst einmal seine sich über viele Jahrhunderte erstreckende Lebensgeschichte, die er vor allem in der Flasche verbrachte.
George Miller verfilmte, nach seinem mit seiner Tochter Augusta Gore geschriebenem Drehbuch, eine Geschichte von A. S. Byatt. Nämlich „The Djinn in the Nightingale’s Eye“. Es handelt sich um eine Neuinterpretation verschiedener Märchen-Motive, die erstmals 1994 in The Paris Review erschien. Noch im gleichen Jahr wurde das Märchen zusammen mit vier anderen, sich ebenfalls mit Mythen und Märchen-Motiven beschäftigenden Kurzgeschichten in einem Buch veröffentlicht.
Die Erinnerungen des Dschinn entführen in die Welt orientalischer Märchen, die hier immer etwas anders als gewohnt erzählt werden. Denn während wir die Geschichten nur aus Tausend-und-einer-Nacht-Märchenbüchern kennen, war er dabei. Die Bilder, die Miller dazu findet, sind, thematisch passend, weitgehend vertraute Orientfantasien. Die gewählte Struktur ist dann eine Rahmenerzählung zwischen Alithea und dem Dschinn und vier eigenständigen Erzählungen, die aus den Erinnerungen des Dschinn bestehen und in denen wir die Königin von Sheba, Suleiman, Sultan Murad und Zefir, eine der Frauen eines alten Kaufmanns, kennen lernen.
„Three Thousand Years of Longing“ wirkt aufgrund der gewählten Struktur wie einer dieser Omnibusfilme, in denen mehrere thematisch meist nur sehr lose miteinander verknüpfte Kurzfilme aneinandergefügt werden und die, angesichts der darin involvierten bekannten Regisseure und Schauspieler maßlos enttäuschen. In diesem Fall langweilen die Erinnerungen des Dschinn zunehmend. Sie treiben die Handlung nicht voran. Sie sind eher wie sich wiederholende Erzählungen am Lagerfeuer, die auch in irgendeiner anderen Reihenfolge präsentiert werden könnten und an die man sich schon am nächsten Abend nicht mehr erinnert. Die Beziehung zwischen Alithea und dem Dschinn bleibt eine primär intellektuelle Beziehung. Sie betrachtet ihn als Zeitzeugen, der ihr wichtige Informationen für ihre wissenschaftliche Arbeit liefern kann. Er will sie zwar verführen, ihre drei Wünsche zu äußern, aber schnell entsteht der Eindruck dass er ganz gerne seine Zeit mit dieser schrulligen Gelehrten verbringt, der er sein Leben erzählen kann.
So ist „Three Thousand Years of Longing“ angesichts der vorab bekannten Bilder, des Plakats und der Besetzung – Tilda Swinton spielt die Wissenschaftlerin, Idris Elba den Flaschengeist – eine Enttäuschung. Zu lange plätschert der Film vor sich hin bis zu dem dann doch vorhersehbarem Ende. Denn Alithea ist, und das wissen wir schon von ihrer ersten Begegnung mit dem Flaschengeist, viel zu intelligent für drei profane und letztendlich für sie schon auf den ersten Blick verhängnisvolle Wünsche.
Three Thousand Years of Longing(Three Thousand Years of Longing, USA/Australien 2022)
Regie: George Miller
Drehbuch: George Miller, Augusta Gore
LV: A. S. Byatt: The Djinn in the Nightingale’s Eye, 1994 (Der verliebte Dschinn)
mit Tilda Swinton, Idris Elba, Aamito Lagum, Nicolas Mouawad, Ece Yüksel, Matteo Bocelli, Lachy Hulme
Länge: 109 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
–
Die Vorlage (die Neuauflage zum Filmstart erscheint am 12. September)
Vor ungefähr einem Jahr sorgte der „Beckenrand Sheriff“ für einen geregelten Ablauf im und neben dem Freibad. Marcus H. Rosenmüllers Komödie war bestenfalls durchwachsen.
Jetzt versucht Doris Dörrie ihr Glück. Bis auf wenige Szenen, die insgesamt wohl keine fünf Minuten ausmachen, spielt ihr Film vor und vor allem in einem Freibad, das nur von Frauen besucht werden darf.
Das ist schon einmal eine nette Idee, aus der etwas gemacht werden kann. Immerhin können hier Frauen abseits der neugierigen Blicke und Kommentare von Männern (im Freibad!) über die Dinge reden, die ihnen wichtig sind. Außerdem ist ein Freibad immer auch ein gleichmachender Mikrokosmos der Gesellschaft. D. h. auch, dass alle Konflikte, die es in der Gesellschaft gibt, auch im Freibad aufeinanderprallen und zwischen Umkleidekabine und Schwimmbecken gelöst werden müssen.
Und dann ist der Film von Doris Dörrie. Seit ihrer Erfolgskomödie „Männer“, einem ihrer ersten Filme, hatte sie immer wieder ein gutes Gespür für gesellschaftliche Stimmungen und Geschlechterverhältnisse, Befindlichkeiten und Entwicklungen. Das sollte auch bei dieser Komödie zu einigen neuen und überraschenden Erkenntnissen führen.
Das Ergebnis ist eine belanglose, furchtbar aussehende Nummernrevue, die befließen und mit didaktischem Ernst das Verhältnis der Deutschen zum Islam abarbeitet. Die bekannten Vorurteile werden genannt und mit den bekannten Gegenargumenten entkräftet.
So ist die türkische Familie betont normal und entsetzt über ihre überaus gutaussehende und wohlproportionerte Tochter, die in einem Burkini schwimmt.
Die Burka-tragenden Frauen, die das Freibad besuchen, sind unglaublich vermögend, kommen aus der Schweiz und freuen sich, dass sie in diesem Freibad einfach ungestört verhüllt herumsitzen können. In der Schweiz ist das seit einer 2021 erfolgten Volksabstimmung verboten.
Als in dem Freibad doch ein Mann auftaucht – er wurde engagiert, nachdem die überaus faule, gutaussehende Bademeisterin kündigte -, haben die Frauen nichts besseres zu tun, als um ihn herumzuscharwenzeln. Er selbst ist dagegen Postgender und mehr am Lesen hochgeistiger Bücher über aquatische Menschen, wie er auch einer ist, interessiert. Gut aussehen tut er trotzdem.
Zum Glück gibt es auch einige fülligere und ältere Frauen in dem Frauenfreibad. Aber insgesamt sehen in diesem Freibad fast alle Frauen in ihren Badeanzügen und Bikinis sehr gut aus.
Und Andrea Sawatzki präsentiert, als Maßnahme gegen die Islamisierung des Freibads, mehrmals ihren blanken Busen, der durch höhere Umstände fast immer von ihren langen Haaren verdeckt wird. Das ist dann wiederum ziemlich prüde. Sie spielt die Schlagersängerin Eva, die früher einen Hit hatte und heute immer noch von dem Ruhm vergangener Tage zehrt. Wenn sie nicht gerade ihre Schlagersängerinnenkarriere verklärt, inszeniert sie sich mit ihrer Freundin Gabi als grantelnde Vorkämpferinnen des Feminismus in den Siebzigern. Damals kämpften sie für die Freiheit und Befreiung der Frau. Heute sehen sie in ihrem Freibad Burkas, Burkinis und Kopftücher tragende, lustfeindliche und unterdrückte Frauen.
Diese Eva ist ein ziemliches Biest und sie ist, sofern in einem Ensemblefilm davon gesprochen werden kann, die Protagonistin. Dass gerade eine der unsympathischten Figuren die Sympathieträgerin sein soll, ist ein Problem des Ensemblefilms, der eigentlich nur Beobachtungen und unwitzige Witze aneinanderreiht. Denn Eva vollzieht überhaupt keine Entwicklung. Das gleiche gilt für ihre ähnlich unsympathische Freundin, die sich über Kopftuch-tragende Frauen aufregt, während sie selbst ein Kopftuch trägt.
Nach hundert Minuten bleibt nur die erschreckende Erkenntnis, wie wenig aus dem Stoff gemacht wurde.
–
Zum Filmstart erschien, wie vor wenigen Tagen bei der „Känguru-Verschwörung“, ein Comic zum Film. Paulina Stulin übernahm die Aufgabe, aus dem Drehbuch einen Comic zu machen. Ihr vorheriger Comic, das sechshundertseitige autobiographische Opus „Bei mir zuhause“, war dieses Jahr für den „Max und Moritz“-Preis als „Bester deutschsprachiger Comic“ nominiert. Doris Dörrie las das Buch. Anschließend sprach sie Stulin an, ob sie parallel zur Entstehung des Films eine Graphic Novel zeichnen möchte.
Paulina Stulins Version des Films ist kein Storyboard-Comic (so das Label bei der „Känguru-Verschwörung“). Die Grundlage für ihre Arbeit war die finale Fassung des Drehbuchs. Deshalb gibt es im Comic auch einige Stellen, die nicht im Film sind. Außerdem wusste Stulin, welche Schauspielerinnen welche Rollen spielen. Sie war mehrere Tage als Beobachterin bei den Dreharbeiten und tauschte sich regelmäßiger mit Doris Dörrie über ihre Arbeit aus.
Ihre im Stil der vom Impressionismus beeinflussten New Barbizon School gehaltenen Zeichnungen sind sehr nah am Film. Allerdings wirken ihre Figuren immer äußerst aggressiv und feindselig. Ihr Freibad ist kein Ort der Entspannung, sondern immerwährender Anspannung.
Freibad(Deutschland 2022)
Regie: Doris Dörrie
Drehbuch: Doris Dörrie, Karin Kaçi, Madeleine Fricke (nach einer idee von Doris Dörrie)
mit Andrea Sawatzki, Maria Happel, Nilam Farooq, Lisa Wagner, Melodie Wakivuamina, Julia Jendroßek, Sabrina Amali, Nico Stank, Samuel Schneider, Ilknur Boyraz, Sema Poyraz, Arzu Ermen, Semra Uysallar, Ulla Geiger, Simon Pearce, Pablo Sprungala, Amir Alkodur, Shadiya Almoussa, Leopold Schadt, Paulina Alpen
Am Dienstag, den 6. September, feiert Dominik Graf seinen siebzigsten Geburtstag. Deshalb werden in den nächsten Tagen mehrere seiner Filme gezeigt; mit dem erwartbarem Schwerpunkt auf seinen neueren und bekannteren Filmen, wie dem heutigem Polizeiruf:
RBB, 22.15
Polizeiruf 110: Er sollte tot (Deutschland 2006)
Regie: Dominik Graf
Drehbuch: Rolf Basedow
Die junge Prostituierte Maria ermordet den Rentner Waller. In dem Verhör will Kommissar Tauber herausfinden, warum sie das tat.
Für sein Drehbuch stützte Rolf Basedow sich auf die Protokolle eines wahren Falles aus Schleswig-Holstein. Und Dominik Graf inszenierte das Zusammentreffen zwischen dem ruppigen, einarmigen Kommissar Tauber und der jungen Mörderin mit seiner gewohnten Meisterschaft.
Zu den gemeinsamen Arbeiten von Dominik Graf und Rolf Basedow (als Drehbuchautor) gehören „Sperling und das Loch in der Wand“, „Sperling und der brennende Arm“, „Hotte im Paradies“ (diese Zuhälterstudie könnte mal wieder gezeigt werden), „Zielfahnder: Flucht in die Karpaten“ und die TV-Serie „Im Angesicht des Verbrechens“.
Mit Edgar Selge, Michaela Mey, Rosalie Thomass, Jochen Striebeck, Eisi Gulp, Ulricke C. Tscharre, Klaus Lemke
„Schlachthof 5“ ist Kurt Vonneguts bekanntester Roman. Er ist, so Vonnegut, „ein wenig im Stil der telegraphisch-schizophrenen Geschichten des Planeten Tralfamador gehalten, wo die Fliegenden Untertassen herkommen“. „Schlachthof 5 oder Der Kinderkreuzzug – Ein Pflichttanz mit dem Tod“, so der vollständige Titel, markiert, nach fünf veröffentlichten Romane, von denen zwei für den Hugo Preis nominiert waren, 1969 auch seinen Durchbruch als Schriftsteller.
1972 wird der Bestseller verfilmt. Es ist ein Prestigeprodukt. George Roy Hill, der damals nach „Butch Cassidy und Sundance Kid“ alles tun durfte, übernimmt die Regie. Michael Sachs (sein Debüt), Ron Leibman und Eugene Roche spielen mit. Kameramann ist Miroslav Ondrícek. Zu seinen späteren Arbeiten gehört „Amadeus“. Henry Bumstead ist für das Produktionsdesign zuständig. Zu seine früheren Arbeiten gehören die Alfred-Hitchcock-Filme „Vertigo“ und „Topas“. Danach arbeitete er bis zu seinem Tod 2006 viele Jahre mit Clint Eastwood zusammen. Glenn Gould schrieb die Musik. Der Film erhielt in Cannes, bei den Hugo Awards und von der Academy of Science Fiction, Fantasy & Horror Films Preise. Vonnegut äußerte sich positiv über die Verfilmung: „a flawless translation of my novel“.
Trotzdem ist der inzwischen eher vergessene Film nicht wirklich gelungen.
Die Übertragung in den Comic gerät deutlich besser. Autor Ryan North und Zeichner Albert Monteys erzählen den Roman nach, bebildern und interpretieren ihn, indem sie die Möglichkeiten, die ein Comic hat, nutzen.
In dem Antikriegsroman erzählt Vonnegut die Geschichte von Billy Pilgrim. Im Zweiten Weltkrieg nimmt er als Soldat der U. S. Army an der Ardennenoffensive teil. Danach stolpert er orientierungslos mit einigen Kameraden durch das Kriegsgebiet. Er ist dabei der unfähigste Soldat der kleinen Einheit. Sie werden von deutschen Soldaten gefangen genommen. Pilgrim wird, mit anderen Kriegsgefangenen, nach Dresden in den titelgebenden Schlachthof 5 gebracht. Als er in dem Gefangenenlager ist, wird Dresden von den Allierten bombardiert. Ein besseres Bild für die Absurdität des Krieges und des Lebens gibt es wohl nicht.
Nach dem Krieg wird Pilgrim ehrenhaft (und mit PTSD) entlassen. Er wird Optiker, heiratet, gründet eine Familie und lebt den amerikanischen Traum. Dabei fällt er immer wieder aus der Zeit. Die anderen Menschen halten das für kurze geistige Abwesenheiten. Aber in diesen Momenten ist Pilgrim in der Vergangenheit, der Zukunft oder auf dem Planet Tralfamadore, wo er nette Gespräche mit den freundlichen Tralfamadorianern hat. Deren Sicht auf die Welt unterscheidet sich fundamental von der Sicht der Menschen auf die Welt.
Vonnegut erzählt Pilgrims Geschichte mit grimmigem Humor und dem immer wieder wiederholtem lakonischen Satz „Wie das so ist“, bzw. im Comic „So ist das“.
–
Kurt Vonnegut: Schlachthof 5 oder Der Kinderkreuzzug: Ein Pflichttanz mit dem Tod
(übersetzt von Gregor Hens, mit einem Nachwort von Asal Dardan)
Hoffmann und Campe, 2022
248 Seiten
24 Euro
–
Originalausgabe
Slaughterhouse-Five, or The Children’s Crusade: A Duty-Dance with Death
Delacorte Press, 1969
–
Erstausgabe dieser Übersetzung (ja, es gibt auch ältere Übersetzungen)
Hoffmann und Campe, 2016
–
Ryan North/Albert Monteys: Schlachthof 5 oder Der Kinderkreuzzug
Nach der Verbüßung seiner Jugendstrafe würde Daniel gerne Priester werden. Aufgrund seiner Vorstrafen ist das unmöglich. Als er in einem Dorf für einen Geistlichen gehalten wird, nimmt er diese Rolle an und spaltet mit seiner unkonventionellen Art schnell die Dorfgemeinde
Jan Komasas auf einem wahren Fall beruhende Hochstapler-Geschichte war in Polen ein Kritiker- und Publikumserfolg, der sogar in den deutschen Kinos lief.
„Corpus Christi“ ist ein sperriger, aber auch sehenswerter Film.
The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten (The Descendants, USA 2011)
Regie: Alexander Payne
Drehbuch: Alexander Payne, Nat Faxon, Jim Rash
LV: Kaui Hart Hemmings: The Descendants, 2009 (Mit deinen Augen, Neuveröffentlichung unter „The Descendants“)
Auch im Paradies haben die Menschen alltägliche Probleme. So muss Rechtsanwalt Matt King (George Clooney) sich auf Hawaii mit der weiteren Nutzung des Landes, das seit Generationen im Familienbesitz ist und von ihm verwaltet wird, herumschlagen, seine Frau liegt nach einem Bootsunfall im Koma und er muss sich jetzt um seine beiden Töchter kümmern. Da erfährt er, dass seine Frau einen Liebhaber hatte.
mit George Clooney, Shailene Woodley, Beau Bridges, Robert Forster, Judy Greer, Matthew Lillard, Nick Krause, Amara Miller, Mary Birdsong, Rob Huebel, Patricia Hastie