
weil heute Star Wars Day ist: May the Fourth Force be with you!
HR, 23.55
Es war Nacht in Rom (Era notte a Roma, Frankreich/Italien 1960)
Regie: Roberto Rossellini
Drehbuch: Sergio Amidei, Diego Fabbri, Brunello Rondi, Roberto Rossellini, Mario Del Papa (Englische Dialoge) (nach einer Geschichte von Sergio Amidei)
Während des Zweiten Weltkriegs in Rom: Esperia, taffe Schwarmarkthändlerin und verlobte Teilzeit-Widerstandskämpferin, nimmt drei alliierte, sich auf der Flucht befindende Soldaten, bei sich auf. Sie versteckt sie auf dem Speicher. Zunächst nur für eine Nacht.
Ein humanistischer Kriegsfilm, der immer wie eine Komödie wirkt, die nicht auf Lacher, sondern auf ein Gefühl von wärmender Heimeligkeit setzt. Da sind die mordenden Deutschen plötzlich gar nicht mehr so schlimm, es wird laut Weihnachten gefeiert und Esperia darf ausgiebig die wutschnaubende italienische Mamma mit dem Herz aus Gold geben.
Die bekanntesten Filme des Neorealisten Roberto Rossellini sind „Rom, offene Stadt“, „Deutschland im Jahre Null“ und „Stromboli“.
mit Leo Genn, Giovanna Ralli, Sergej Bondartchoux, Hannes Messemer, Peter Baldwin, Renato Salvatori, Paolo Stoppa
Hinweise
„Ein moderner Klassiker.“ (Jeffery Deaver), „Der wichtigste Thriller seit ‚Gone Girl‘.“ (Elle) undsoweiterundsofort wird auf dem Buchcover gelobhudelt und, auch wenn diese Lobhuddeleien nicht unbedingt etwas mit der Realität zu tun haben, setzten sie dennoch eine Stimmung und schaffen eine Erwartung: nämlich, dass „Girl A“, der Debütroman von Abigail Dean, spannend ist, er mehr Noir als herkömmlicher Frauenthriller ist, und wir es, wie in „Gone Girl“, wahrscheinlich mit einer unzuverlässigen Erzählerin zu tun haben.
Ein schneller Blick auf verschiedene Leserkritiken („spannend“, „Spannend!“) und auf englischsprachige Buchbesprechungen bestätigen den Eindruck: ein spannendes, wichtiges, verstörendes Buch, das, auch dank einer begleitenden Werbekampagne, in England schnell zum Bestseller wurde. Die Filmrechte sind bereits verkauft. Eine TV-Serie ist geplant.
Die Story klingt auch vielversprechend: Alexandra ‚Lex‘ Gracie wurde von ihrer im Gefängnis verstorbenen Mutter als Erbverwalterin eingesetzt. Die Erbschaft besteht aus etwas Krimskrams, 20.000 Pfund und dem Elternhaus. Das einsam an der Moor Woods Road in Hollowfield gelegene Haus kennt die Öffentlichkeit als Horrorhaus. Dort wurden Lex und ihre sechs Geschwister von ihren Eltern gefangen gehalten. Sie durften das Haus nicht verlassen. Sie hungerten. Sie wurden von ihnen gefesselt und geschlagen. Ihr Vater war auf einem christlich-fundamentalistischem Trip. Sie konnten entkommen, kamen zu verschiedenen Pflegeeltern und in psychologische Betreuung. Sie gingen mit den Erlebnissen verschieden um. Einige sprachen in der Öffentlichkeit über ihre Erlebnisse und schrieben darüber. Sowieso berichteten die Zeitungen ausführlich über die Ereignisse in dem Horrorhaus.
Durch ihre Aufgabe als Erbverwalterin ist Lex gezwungen, sich (wieder) ihrer Vergangenheit und ihrer Identität als Girl A, dem Mädchen, das aus dem Haus entkommen und ihre Geschwister retten konnte, stellen.
Getriggert von dieser Prämisse, dem Klappentext und der Werbung erwarte ich jetzt natürlich einen Thriller, in dem munter gemordet wird und einige gut gehütete Familiengeheimnisse enthüllt werden. Durch den „Gone Girl“-Hinweis könnte die Ich-Erzählerin Lex Gracie eine unzuverlässige Erzählerin sein (in einem gewissen Rahmen ist sie das auch) und sie könnte kein unschuldiges Opfers, sondern eine Täterin, vielleicht sogar die treibende Kraft hinter all den Ereignissen, gewesen sein. Oder, was natürlich auch eine Möglichkeit wäre, alles spielt sich im Kopf einer komplett wahnsinnigen Erzählerin ab.
Das ist „Girl A“ nicht. Es ist, entgegen der Werbung, kein Thriller, sondern eine sich langsam entwickelnde Charakterstudie, die eher willkürlich zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her springt. Die vor sich hin mäandernde Geschichte ist niemals spannend. Es gibt keine Geheimnisse. Es gibt, was noch schlimmer ist, keine Konflikte. Lex geht zu ihren Geschwistern, redet mit ihnen über den Plan, ihr altes Elternhaus zu einer Begegnungsstätte zu machen und sie stimmen sofort zu. Lex‘ Erinnerungen bergen keine neuen Erkenntnisse. Sie beschreiben nur, wie ihr Vater zunehmend einem religiösem Wahn verfällt. Dabei bleibt er, wie alle anderen Figuren des Romans, eine Chiffre ohne eine erkennbare Persönlichkeit.
Und so plätschert „Girl A“ über vierhundert Seiten vor sich hin. Gegen Ende gibt es eine aus dem Hut gezauberte ‚Überraschung‘, die in keinster Weise überzeugt.
Abigail Deans Debüt ist ein Buch für Menschen, die ein umständlich geschriebenes, zu lang geratenes Not-Coming-of-Age-Buch lesen wollen.
Ich würde dagegen viel lieber das nächste „Gone Girl“ lesen.

Abigail Dean: Girl A
(übersetzt von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann)
HarperCollins, 2021
416 Seiten
22 Euro
–
Originalausgabe
Girl A
Harper Collins Publishers, London, 2021
–
Hinweise
Wikipedia über Abigail Dean und „Girl A“
Arte, 20.15
Begegnung (Brief Encounter, Großbritannien 1945)
Regie: David Lean
Drehbuch: Noël Coward, David Lean, Anthony Havelock-Allan, Ronald Neame (nach Noël Cowards Einakter „Still Life“, 1936)
Laura ist eine Hausfrau. Alec Arzt. Beide sind glücklich verheiratet. Aber nicht miteinander. Als die beiden Londoner sich durch Zufall an einer kleinen Bahnstation kennen lernen, spüren sie eine Verbindung. Sie treffen sich immer wieder. Zunächst nur, um sich miteinander zu unterhalten.
Anscheinend wird David Leans hochgelobtes Frühwerk heute zum ersten Mal im Fernsehen gezeigt. Falls nicht, wurde das sehenswerte und zu Herzen gehende Drama seit Ewigkeiten nicht mehr im TV gezeigt. „Begegnung“ ist ein intimes Drama über zwei Liebende, die nicht miteinander leben können.
Das Kammerspiel ist „dank der seltenen Harmonie zwischen Regie, Besetzung und Sujet, eine der schönsten Leinwandromanzen überhaupt, ein Klassiker des britischen Kinos“ (TV Spielfilm: Das große Filmlexikon)
Lean drehte später die Epen „Die Brücke am Kwai“, „Lawrence von Arabien“ und „Doktor Schiwago“.
mit Celia Johnson, Trevor Howard, Cyril Raymond, Stanley Holloway, Joyce Carey
Wiederholung: Mittwoch, 5. Mai, 13.50 Uhr
Hinweise
Arte über „Begegnung“ (bis zum 1. 6. in der Mediathek)
Immer noch als Vorbereitung für Kenneth Branaghs irgendwann demnächst startendes, ebenfalls starbesetztes Remake. Und als Mittel gegen Fernweh
Arte, 20.15
Tod auf dem Nil (Death on the Nile, Großbritannien 1978)
Regie: John Guillermin
Drehbuch: Anthony Shaffer
LV: Agatha Christie: Death on the Nile, 1937 (Der Tod auf dem Nil)
Auf einem Nildampfer wird die Millionenerbin Linnet Ridgeway ermordet. Ihr Mörder ist noch auf dem Schiff. Hercule Poirot wird mit der Hilfe seiner kleinen grauen Zellen den Fall lösen.
„Tod auf dem Nil“ erhielt einen Oscar für die besten Kostüme und läutete eine kleine Renaissance von Christie-Verfilmungen ein. Der Film ist eine weitgehend spannungsfreie, nostalgische, stargarnierte Angelegenheit.
Danach, um 22.30 Uhr, zeigt Arte die, wenn ich sie nicht verwechsele, sehenswerte einstündige Doku „Agatha Christie – The Queen of Crime“.
Mit Peter Ustinov, Jane Birkin, Bette Davis, Mia Farrow, Lois Chiles, David Niven, Jon Finch, Angela Lansbury, Olivia Hussey, Maggie Smith, Simon MacCorkindale, George Kennedy, Jack Warden, Sam Wanamaker, Celia Imrie
Wiederholung: Dienstag, 4. Mai, 13.50 Uhr
Hinweise
Rotten Tomatoes über „Tod auf dem Nil“
Wikipedia über „Tod auf dem Nil“ (deutsch, englisch)
Thrilling Detective über Hercule Poirot
Krimi-Couch über Agatha Christie
Meine Besprechung von Agatha Christies „Mord im Orientexpress“ (Murder on the Orient Express, 1934)
One, 20.15
Der Gott des Gemetzels (Carnage, Frankreich/Deutschland/Polen/Spanien 2011)
Regie: Roman Polanski
Drehbuch: Roman Polanski, Yasmina Reza (nach ihrem Theaterstück)
Der Sohn von Nancy und Alan Cowan hat dem Sohn von Penelope und Michael Longstreet zwei Zähne ausgeschlagen. Die kultivierten Eltern treffen sich, um, ganz zivilisiert, eine Versöhnung zwischen ihnen und ihren elfjährigen Kindern auszuhandeln. Der gute Wille ist vorhanden, aber nachdem Kaffee und Kuchen gereicht werden, eskaliert der Streit. Immer wieder unterbrochen vom ständigen Klingeln des Telefons.
Großartiges Schauspielerkino (wobei Kate Winslet für meinen Geschmack etwas blass bleibt), das vier Menschen in ein New-Yorker-Apartment einsperrt. Wunderschön pointiert, schwarzhumorig und bissig geschrieben und von Roman Polanski in einer weiterer seiner Theaterverfilmungen auf den Punkt inszeniert. Atempausen gibt es nach dem Film.
„‚Der Gott des Gemetzels‘ ist ein böser, vergnüglicher, kaum subtiler und durch und durch bürgerlicher Spaß.“ (Birgit Glombitza, epd Film 11/2011)
mit Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Waltz, John C. Reilly
Wiederholung: Dienstag, 4. Mai, 00.15 Uhr (Taggenau!)
Hinweise
Rotten Tomatoes über „Der Gott des Gemetzels“
Wikipedia über „Der Gott des Gemetzels“ (deutsch, englisch)
Meine Besprechung von Roman Polanskis “Venus im Pelz” (La Vénus á la Forrure, Frankreich/Polen 2013)
Meine Besprechung von Roman Polanskis „Intrige“ (J’accuse, Frankreich/Italien 2019)
Heute ist; – nun, eigentlich eher war in Berlin die Nacht, die die 1.-Mai-Randale vorbereitet. Denn in den vergangenen Jahren wurde der 1. Mai immer friedlicher. Die Straßenschlachten der Vergangenheit mutierten zu einem Volksfest mit zu vielen betrunkenen Menschen und zu wenig klassenkämpferischer Politik. Inwiefern die vom politisch anderen Ufer kommenden „Querdenker“ und Corona-Leugner dieses Bild trüben und die Polizei veranlassen, bei ihnen die Corona-Regeln energisch durchzusetzen, werden wir sehen.
In anderen Teilen Deutschlands ist der 30. April Walpurgis- oder Hexennacht; die Nacht in der in den Mai, in den Sommer, hinein gefeiert, getrunken und, je nach Region, Unfug getrieben wird. Es ist auch die Nacht, in der sich auf Besen reitende Hexen mit dem Teufel vereinigen und einen Hexensabbat feiern.
Aber das ist ein Aberglaube. Also das mit dem Besen und dem Teufel. Auch wenn Harry Potters Freundin Hermine Granger ein-, zweimal auf einem Besen ritt. Auch die ganz normale aussehenden, Kinder hassenden und sie in Mäuse verwandelnden Hexen in Roald Dahls „Hexen hexen“ (zweimal verfilmt, einmal von Pénélope Bagieu gezeichnet) dürften eher in das Reich der Phantasie gehören.
Nicht in das Reich der Phantasie gehört die Hexenverfolgung und das damit verbundene Frauenbild. Zwar änderte sich das in den vergangenen Jahren. In Buch und Film gibt es inzwischen auch gute Hexen, aber ‚Hexe‘ ist immer noch negativ konnotiert. Im Gegensatz zu Männern, die Zauberkräfte haben. Die werden ‚Magier‘, ‚Zauberer‘ und auch ‚Hexer‘ genannt. Keines dieser Worte wird als Beleidigung aufgefasst.
Überhaupt nicht mehr gruselig ist die von Simon Hanselmann in „Hexe Total“ erfundene Hexe Megg. Sie trägt Hexenkluft, hat aber keine erkennbaren Hexen-Fähigkeiten. Sie ist eine Kifferin, die mit ihren Kifferfreunden, der schwarzen Katze Mogg, Eule (eine Eule) und Werwolf Jones, in ihrer heruntergekommenen Wohnung abhängt. Sie langweilen sich, gucken TV und konsumieren Drogen. Bei Ausflügen benehmen sie sich daneben, ärgern sich gegenseitig und sorgen für Chaos. Ihr Ziel ist, kein Ziel zu haben. Und bevor sie irgendetwas tun, genießen sie erst einmal irgendeine illegale Droge. Selbstverständlich gibt es ganz viel Kifferhumor. Wem das gefällt, der kann die Erlebnisse und Nicht-Erlebnisse von Hexe Megg, Mogg, Eule und Werwolf Jones in inzwischen drei Sammelbände genießen.
Im dritten Band „Hexe total in Amsterdam“ besuchen sie sogar die bekannteste Kifferstadt der Welt. Dort tun sie dann das, was sie auch zu Hause tun. Entsprechend schnell sind sie wieder in ihrer alten Heimat. Und sitzen wieder in ihrer versifften Wohnung auf der Couch vor dem Fernseher.
Wie du und ich.

Simon Hanselmann: Hexe Total in Amsterdam
(übersetzt von Benjamin Mildner)
avant-verlag, 2019
160 Seiten
25 Euro
–

Roald Dahl: Hexen hexen
(übersetzt von Sybil Gräfin Schönfeldt)
rowohlt rotfuchs, 2020
240 Seiten
10 Euro
–
Deutsche Erstübersetzung 1986
Der aktuellen Ausgabe liegt die Neuausgabe von September 2016 zugrunde
–
Originalausgabe
The Witches
Jonathan Cape Ltd., London, 1983
–

Pénélope Bagieu: Hexen hexen
(übersetzt von Silv Bannenberg)
Reprodukt, 2020
304 Seiten
29 Euro
–
Originalausgabe
Sacrées sorcières
Gallimard Jeunesse, 2020
–
Hinweise
avant-verlag über Simon Hanselmann
Meine Besprechung von Pénélope Bagieus „California dreamin‘“ (California dreamin‘, 2019)
Meine Besprechung von Pénélope Bagieus „Hexen hexen“ (Sacrées sorcières, 2020)
Meine Besprechung von Robert Zemeckis Roald-Dahl-Verfilmung „Hexen hexen“ (The Witches, USA 2020)
RTL II, 20.15
I am Mother (I am Mother, Australien 2019)
Regie: Grant Sputore
Drehbuch: Michael Lloyd Green (nach einer Geschichte von Grant Sputore und Michael Lloyd Green)
Nach einem Krieg, der die Welt unbewohnbar machte, wird in einer hermetisch von der Außenwelt abgeriegelten Station ein Mädchen, „Tochter“ genannt, von einem Roboter, der sich „Mutter“ nennt, groß gezogen. Eines Tages steht eine verletzte Frau vor der Tür der Station. Sie behauptet, dass sie verfolgt werde. Wenn das stimmt, hat Mutter Tochter, die inzwischen ein Teenager ist, über die Außenwelt belogen.
TV-Premiere. In jeder Beziehung gut aussehender, zum Nachdenken anregender Science-Fiction-Film.
Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.
mit Clara Rugaard, Hilary Swank, Rose Byrne (im Original: Stimme Mutter), Luke Hawker (Körper von Mutter)
Wiederholung: Samstag, 1. Mai, 02.50 Uhr (Taggenau!)
Hinweise
Rotten Tomatoes über „I am Mother“
Wikipedia über „I am Mother“ (deutsch, englisch)
Meine Besprechung von Grant Sputores „I am Mother“ (I am Mother, Australien 2019)
HR, 23.00
Die Unsichtbaren – Wir wollen leben (Deutschland 2017)
Regie: Claus Räfle
Drehbuch: Claus Räfle, Alejandra López
Sehenswertes dokumentarisches Drama, mit nachgespielten Szenen und Interviews. Gezeigt wird das Leben und Überleben einiger Juden in Berlin, nachdem die Stadt am 10. Juni 1943 von Propagandaminister Joseph Goebbels für „judenfrei“ erklärt wurde.
Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.
mit Max Mauff, Alice Dwyer, Ruby O. Fee, Aaron Altaras, Victoria Schulz, Florian Lukas, Andreas Schmidt, Laila Maria Witt, Sergej Moya, Lucas Reiber, Robert Hunger-Bühler, Maren Eggert, Naomi Krauss, Hanni Levy, Ruth Gumpel, Cioma Schönhaus, Eugen Friede
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Das empfehlenswerte Buch zum Film

Claus Räfle: Die Unsichtbaren – Untertauchen, um zu überleben – Eine wahre Geschichte
Elisabeth Sandmann Verlag , 2017
160 Seiten
19,95 Euro
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Hinweise
Filmportal über „Die Unsichtbaren“
Moviepilot über „Die Unsichtbaren“
Wikipedia über „Die Unsichtbaren“
Meine Besprechung von Claus Räfles „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“ (Deutschland 2017)

„Dunkle Tage im Iberia Parish“ könnte der Arbeitstitel für fast jeden Dave-Robicheaux-Krimi sein. Ich sage „fast“ weil Robicheaux zuerst in New Orleans ermittelte. Das war 1987 in „Neonregen“ (The Neon Rain). Mit dem Roman betrat Dave Robicheaux die Krimiwelt und aus James Lee Burke, einem Romanautor mit bis dahin sehr überschaubarem Erfolg, wurde ein Kritiker- und Publikumsliebling. In „Neonregen“ war Robicheaux noch Detective beim New Orleans Police Department und ein Trinker.
Später zog er nach New Iberia, arbeitete dort als Polizist und ging zu den Anonymen Alkoholikern. Bis heute schrieb James Lee Burke 23 Romane mit Robicheaux. „Dunkle Tage im Iberia Parish“ ist der 15. Roman. Im Original erschien er bereits 2006. Und jetzt erstmals auf deutsch.
In New Iberia taucht Trish Klein auf. Die junge Frau sorgt in den örtlichen Kasinos mit Hundertdollarnoten, die anscheinend aus einem Banküberfall stammen, für Aufsehen. Dave Robicheaux wittert – zu Recht – Probleme. Und er kennt Trishs Vater Dallas aus seiner Militärzeit in Vietnam. Später, in den frühen Achtziger Jahren, sah er, wie Dallas in Florida wegen Spielschulden ermordet wurde. Dave war zu betrunken, um einzugreifen.
Gleichzeitig untersucht Dave den Tod der jungen Studentin Yvonne Darbonne. Denn möglicherweise war es kein Suizid.
Und Dave will immer noch herausfinden, wer vor einem Jahr einen unbekannten Mann überfahren hat.
„Dunkle Tage im Iberia Parish“ ist einer der Dave-Robicheaux-Romane, in denen James Lee Burke den für mich ziemlich unerträglichen Stil seines Spätwerks immer mehr findet. Die Story besteht aus einer verwirrenden Zahl von ineinander verschlungenen Plots und die Struktur des Romans erinnert an eine Kneipenschlägerei, die kaum nachverfolgt, geschweige denn nacherzählt werden kann, aber irgendwann zu einem Ende findet. Und selbstverständlich hat Robicheaux aufgrund früherer Ereignisse eine zutiefst persönliche Verbindung zu dem aktuellen Kuddelmuddell in New Iberia.
In „Dunkle Tage im Iberia Parish“ gelingt Burke noch die Balance zwischen den verschiedenen Plotelementen.
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James Lee Burke: Dunkle Tage im Iberia Parish
(übersetzt von Norbert Jakober)
Pendragon, 2021
480 Seiten
24 Euro
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Originalausgabe
Pegasus Descending
Simon & Schuster, 2006
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Hinweise
Thrilling Detective über „the Great Lost P. I.“ Dave Robicheaux
Wikipedia über James Lee Burke (deutsch, englisch)
Mein Porträt von James Lee Burke
James Lee Burke in der Kriminalakte
„In the Electric Mist“ in der Kriminalakte
Meine Besprechung von James Lee Burkes „Neonregen“ (The Neon Rain, 1987)
Meine Besprechung von James Lee Burkes „Blut in den Bayous“ (Heaven’s Prisoners, 1988)
Meine Besprechung von James Lee Burkes „Mississippi Jam“ (Dixie City Jam, 1994)
Meine Besprechung von James Lee Burkes „Sumpffieber“ (Sunset Limited, 1998)
Meine Besprechung von James Lee Burkes „Straße der Gewalt“ (Last Car to Elysian Fields, 2003)
Meine Besprechung von James Lee Burkes „Sturm über New Orleans“ (The Tin Roof Blowdown, 2007)
Meine Besprechung von James Lee Burkes „Regengötter“ (Rain Gods, 2009)
ZDFneo, 23.15
Trainspotting – Neue Helden (Trainspotting, Großbritannien 1996)
Regie: Danny Boyle
Drehbuch: John Hodge
LV: Irvine Welsh: Trainspotting, 1993 (Trainspotting)
In Edinburgh leben Renton und seine drogensüchtigen Kumpels in den Tag hinein, randalieren und versuchen ab und zu einen Entzug.
Von der ersten Sekunde an mitreisendes Kino, das gleichzeitig komisch, realistisch und überhöht ist. Inziwschen ist Danny Boyles grandiose Bestsellerverfilmung ein Klassiker des britischen Kinos.
„Wildes und wüstes Kino pur!“ (Fischer Film Almanach 1997)
mit Ewan McGregor, Ewen Bremner, Jonny Lee Miller, Kevin McKidd, Robert Carlyle, Kelly Macdonald, Peter Mullan
Hinweise
Rotten Tomatoes über „Trainspotting“
Wikipedia über „Trainspotting“ (deutsch, englisch)
Meine Besprechung von Danny Boyles „Trance – Gefährliche Erinnerung“ (Trance, GB 2013)
Meine Besprechung von Danny Boyles „Steve Jobs“ (Steve Jobs, USA 2015)
Meine Besprechung von Danny Boyles „T2 Trainspotting“ (T2 Trainspotting, Großbritannien 2017)
Arte, 21.45
Im Schatten der Netzwelt – The Cleaners (Deutschland/Brasilien 2018)
Regie: Hans Block, Moritz Riesewieck
Drehbuch: Hans Block, Moritz Riesewieck
Einer muss den Job tun: Schmutz im Internet finden und löschen.
Sehenswerte Doku über die Lohnarbeiter, die innerhalb von Sekunden entscheiden müssen, ob eine Nachricht, ein Bild oder ein Video im Netz bleibt oder gelöscht wird.
Hinweise
Filmportal über „The Cleaners“
Moviepilot über „The Cleaners“
Rotten Tomatoes über „The Cleaners“
Am Wochenende hat das Syndikat, der Verein für deutschsprachige Kriminalliteratur, die Glauser-Preise für besonders gelungene deutschsprachige Kriminalwerke vergeben. Gewonnen haben:
Bester Roman
Tommie Goerz: Meier, ars vivendi
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Bester Debüt-Kriminalroman
Noll, Laura: Der Tod des Henkers. Gmeiner-Verlag
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Bester Kurzkrimi
Raoul Biltgen mit „Der ruhende Pol“ In: Les Cahiers Luxembourgoises, 3/2020
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Bester Kinderkrimi
Jana Scheerer: Geister sind unser Geschäft, Verlag Woow Books
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Bester Jugendkrimi
Andreas Götz: Wir sind die Wahrheit, Verlag Dressler
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Ehren-Glauser
Angela Eßer
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Pro 7, 02.00
Oscars 2021 – Die Academy Awards
Bereits ab 00.40 Uhr wird live vom Roten Teppich berichtet.
Die heutige Oscar-Verleihung ist, das kann schon vor der Verleihung gesagt werden, eine Verleihung, die als besondere Verleihung in die Oscar-Geschichte eingehen wird. Sie ist viel später als gewohnt und das Publikum im Saal ist viel kleiner als gewohnt. Eigentlich sind nur die Nominierten anwesend. Steven Soderbergh, der die Aufgabe übernommen hat, die Verleihung für ein Millionpublikum zu inszenieren, verspricht eine Show, die sich wie ein Film anfühlen soll. Das wäre ein radikaler Bruch mit den üblichen Verleihungszeremonien.
Zu den Filmen kann ich nichts sagen. Dafür kann ich dieses Jahr, im Gegensatz zu den vorherigen Jahren, in denen ich zum Zeitpunkt der Verleihung immer fast alle Filme kannte, zu fast allen Filmen sagen „Nicht im Kino gelaufen“, „noch nicht im deutschen Kino angelaufen“, „nur bei einem Streamingdienst verfügbar“ und „nicht gesehen“. Deshalb habe ich keine Favouriten.
Am Montag werde ich daher einfach die Gewinner nachtragen.
(Nachtrag der Gewinner:innen ist erfolgt.)
Best Picture
Nominees
The Father (David Parfitt, Jean-Louis Livi and Philippe Carcassonne, Producers)
Judas and the Black Messiah (Shaka King, Charles D. King and Ryan Coogler, Producers)
Mank (Ceán Chaffin, Eric Roth and Douglas Urbanski, Producers)
Minari (Christina Oh, Producer)
GEWINNER: Nomadland (Frances McDormand, Peter Spears, Mollye Asher, Dan Janvey and Chloé Zhao, Producers)
Promising Young Woman (Ben Browning, Ashley Fox, Emerald Fennell and Josey McNamara, Producers)
Sound of Metal (Bert Hamelinck and Sacha Ben Harroche, Producers)
The Trial of the Chicago 7 (Marc Platt and Stuart Besser, Producers)
–
Directing
Nominees
Another Round (Thomas Vinterberg)
Mank (David Fincher)
Minari (Lee Isaac Chung)
GEWINNER Nomadland (Chloé Zhao)
Promising Young Woman (Emerald Fennell)
–
Writing (Original Screenplay)
Nominees
Judas and the Black Messiah (Screenplay by Will Berson & Shaka King; Story by Will Berson & Shaka King and Kenny Lucas & Keith Lucas)
Minari (Written by Lee Isaac Chung)
GEWINNER Promising Young Woman (Written by Emerald Fennell)
Sound of Metal (Screenplay by Darius Marder & Abraham Marder; Story by Darius Marder & Derek Cianfrance)
The Trial of the Chicago 7 (Written by Aaron Sorkin)
–
Writing (Adapted Screenplay)
Nominees
Borat Subsequent Moviefilm: Delivery of Prodigious Bribe to American Regime for Make Benefit Once Glorious Nation of Kazakhstan (Screenplay by Sacha Baron Cohen & Anthony Hines & Dan Swimer & Peter Baynham & Erica Rivinoja & Dan Mazer & Jena Friedman & Lee Kern; Story by Sacha Baron Cohen & Anthony Hines & Dan Swimer & Nina Pedrad)
GEWINNER The Father (Screenplay by Christopher Hampton and Florian Zeller)
Nomadland (Written for the screen by Chloé Zhao)
One Night in Miami… (Screenplay by Kemp Powers)
The White Tiger (Written for the screen by Ramin Bahrani)
–
Actor in a Leading Role
Nominees
Riz Ahmed (Sound of Metal)
Chadwick Boseman (Ma Rainey’s Black Bottom)
GEWINNER Anthony Hopkins (The Father)
Gary Oldman (Mank)
Steven Yeun (Minari)
–
Actor in a Supporting Role
Nominees
Sacha Baron Cohen (The Trial of the Chicago 7)
GEWINNER Daniel Kaluuya (Judas and the Black Messiah)
Leslie Odom, Jr. (One Night in Miami…)
Paul Raci (Sound of Metal)
Lakeith Stanfield (Judas and the Black Messiah)
–
Actress in a Leading Role
Nominees
Viola Davis (Ma Rainey’s Black Bottom)
Andra Day (The United States vs. Billie Holiday)
Vanessa Kirby (Pieces of a Woman)
GEWINNER Frances McDormand (Nomadland) (ihr dritter Schauspieloscar)
Carey Mulligan (Promising Young Woman)
–
Actress in a Supporting Role
Nominees
Maria Bakalova (Borat Subsequent Moviefilm: Delivery of Prodigious Bribe to American Regime for Make Benefit Once Glorious Nation of Kazakhstan)
Glenn Close (Hillbilly Elegy)
Olivia Colman (The Father)
Amanda Seyfried (Mank)
GEWINNER Yuh-Jung Youn (Minari)
–
Animated Feature Film
Nominees
Onward (Dan Scanlon and Kori Rae)
Over the Moon (Glen Keane, Gennie Rim and Peilin Chou)
A Shaun the Sheep Movie: Farmageddon (Richard Phelan, Will Becher and Paul Kewley)
GEWINNER Soul (Pete Docter and Dana Murray)
Wolfwalkers (Tomm Moore, Ross Stewart, Paul Young and Stéphan Roelants)
–
Cinematography
Nominees
Judas and the Black Messiah (Sean Bobbitt)
GEWINNER Mank (Erik Messerschmidt)
News of the World (Dariusz Wolski)
Nomadland (Joshua James Richards)
The Trial of the Chicago 7 (Phedon Papamichael)
–
Costume Design
Nominees
Emma (Alexandra Byrne)
GEWINNER Ma Rainey’s Black Bottom (Ann Roth)
Mank (Trish Summerville)
Pinocchio (Massimo Cantini Parrini)
–
Documentary (Feature)
Nominees
Collective (Alexander Nanau and Bianca Oana)
Crip Camp (Nicole Newnham, Jim LeBrecht and Sara Bolder)
The Mole Agent (Maite Alberdi and Marcela Santibáñez)
GEWINNER My Octopus Teacher (Pippa Ehrlich, James Reed and Craig Foster)
Time (Garrett Bradley, Lauren Domino and Kellen Quinn)
–
Documentary (Short Subject)
Nominees
GEWINNER Colette (Anthony Giacchino and Alice Doyard)
A Concerto Is a Conversation (Ben Proudfoot and Kris Bowers)
Do Not Split (Anders Hammer and Charlotte Cook)
Hunger Ward (Skye Fitzgerald and Michael Scheuerman)
A Love Song for Latasha (Sophia Nahli Allison and Janice Duncan)
–
Film Editing
Nominees
The Father (Yorgos Lamprinos)
Nomadland (Chloé Zhao)
Promising Young Woman (Frédéric Thoraval)
GEWINNER Sound of Metal (Mikkel E. G. Nielsen)
The Trial of the Chicago 7 (Alan Baumgarten)
–
International Feature Film
Nominees
GEWINNER Another Round (Denmark)
Better Days (Hong Kong)
Collective (Romania)
The Man Who Sold His Skin (Tunisia)
Quo Vadis, Aida? (Bosnia and Herzegovina)
–
Makeup and Hairstyling
Nominees
Emma (Marese Langan, Laura Allen and Claudia Stolze)
Hillbilly Elegy (Eryn Krueger Mekash, Matthew Mungle and Patricia Dehaney)
GEWINNER Ma Rainey’s Black Bottom (Sergio Lopez-Rivera, Mia Neal and Jamika Wilson)
Mank (Gigi Williams, Kimberley Spiteri and Colleen LaBaff)
Pinocchio (Mark Coulier, Dalia Colli and Francesco Pegoretti)
–
Music (Original Score)
Nominees
Da 5 Bloods (Terence Blanchard)
Mank (Trent Reznor and Atticus Ross)
Minari (Emile Mosseri)
News of the World (James Newton Howard)
GEWINNER Soul (Trent Reznor, Atticus Ross and Jon Batiste)
–
Music (Original Song)
Nominees
GEWINNER Fight For You (from Judas and the Black Messiah; Music by H.E.R. and Dernst Emile II; Lyric by H.E.R. and Tiara Thomas)
Hear My Voice (from The Trial of the Chicago 7; Music by Daniel Pemberton; Lyric by Daniel Pemberton and Celeste Waite)
Husavik (from Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga; Music and Lyric by Savan Kotecha, Fat Max Gsus and Rickard Göransson)
Io Sì (Seen) (from The Life Ahead (La Vita Davanti a Se); Music by Diane Warren; Lyric by Diane Warren and Laura Pausini)
Speak Now (from One Night in Miami…; Music and Lyric by Leslie Odom, Jr. and Sam Ashworth)
–
Production Design
Nominees
The Father (Production Design: Peter Francis; Set Decoration: Cathy Featherstone)
Ma Rainey’s Black Bottom (Production Design: Mark Ricker; Set Decoration: Karen O’Hara and Diana Stoughton)
GEWINNER Mank (Production Design: Donald Graham Burt; Set Decoration: Jan Pascale)
News of the World (Production Design: David Crank; Set Decoration: Elizabeth Keenan)
Tenet (Production Design: Nathan Crowley; Set Decoration: Kathy Lucas)
–
Short Film (Animated)
Nominees
Burrow (Madeline Sharafian and Michael Capbarat)
Genius Loci (Adrien Mérigeau and Amaury Ovise)
GEWINNER If Anything Happens I Love You (Will McCormack and Michael Govier)
Opera (Erick Oh)
Yes-People (Gísli Darri Halldórsson and Arnar Gunnarsson)
–
Short Film (Live Action)
Nominees
Feeling Through (Doug Roland and Susan Ruzenski)
The Letter Room (Elvira Lind and Sofia Sondervan)
The Present (Farah Nabulsi and Ossama Bawardi)
GEWINNER Two Distant Strangers (Travon Free and Martin Desmond Roe)
White Eye (Tomer Shushan and Shira Hochman)
–
Sound
Nominees
Greyhound (Warren Shaw, Michael Minkler, Beau Borders and David Wyman)
Mank (Ren Klyce, Jeremy Molod, David Parker, Nathan Nance and Drew Kunin)
News of the World (Oliver Tarney, Mike Prestwood Smith, William Miller and John Pritchett)
Soul (Ren Klyce, Coya Elliott and David Parker)
GEWINNER Sound of Metal (Nicolas Becker, Jaime Baksht, Michellee Couttolenc, Carlos Cortés and Phillip Bladh)
–
Visual Effects
Nominees
Love and Monsters (Matt Sloan, Genevieve Camilleri, Matt Everitt and Brian Cox)
The Midnight Sky (Matthew Kasmir, Christopher Lawrence, Max Solomon and David Watkins)
Mulan (Sean Faden, Anders Langlands, Seth Maury and Steve Ingram)
The One and Only Ivan (Nick Davis, Greg Fisher, Ben Jones and Santiago Colomo Martinez)
GEWINNER Tenet (Andrew Jackson, David Lee, Andrew Lockley and Scott Fisher)
RTL II, 22.45
Kill Bill: Volume 1 (Kill Bill: Voume 1, USA 2003)
Regie: Quentin Tarantino
Drehbuch: Quentin Tarantino
Die Braut will sich an ihrem Ex-Boss Bill und ihren alten Arbeitskolleginnen, einer Bande Auftragskiller, die sie umbringen wollten, rächen. Leichter gesagt, als getan – und Quentin Tarantino durfte in seinem vierten Spielfilm, der als Zweiteiler in die Kinos kam, kräftig im Blut baden. Im ersten Teil eher in Richtung Eastern, im zweiten Teil in Richtung Italowestern; weshalb die Teilung des Films auch Sinn macht.
mit Uma Thurman, Lucy Liu, Vivica A. Fox, Daryl Hannah, David Carradine, Michael Madsen, Sonny Chiba, Michael Parks
Hinweise
Metacritic über „Kill Bill Vol. 1“
Rotten Tomatoes über „Kill Bill Vol. 1“
Wikipedia über „Kill Bill Vol. 1“ (deutsch, englisch)
The Quentin Tarantino Archives (Fanseite)
Everthing Tarantino (dito)
Q-Tarantino.de (noch eine Fanseite)
Meine Besprechung von Quentin Tarantinos „Django Unchained“ (Django Unchained, USA 2012)
Kriminalakte über Quentin Tarantino und „Django Unchained“ (Bilder,Pressekonferenz und Comic)
Meine Bespechung von Quentin Tarantinos „The Hateful 8“ (The Hateful Eight, USA 2015)
Servus TV, 22.05
Die Möbius-Affäre (Möbius, Frankreich 2013)
Regie: Éric Rochant
Drehbuch: Éric Rochant
Der russische Top-Spion Grégory Lioubov soll in Monaco einem Oligarchen das Handwerk legen. Er hofft, über eine eine amerikanische Finanzexpertin an die benötigten Informationen zu kommen. Dummerweise wird sie auch vom US-Geheimdienst erpresst – und schon sind wir in einem Agententhriller, in dem jeder jeden betrügt, aber die Gewissheiten des Kalten Krieges vorbei sind.
„Die Möbius-Affäre“ ist ein altmodischer, elegant erzählter Spionagethriller, der, wie ein Finanzderivat, etwas zu sehr im luftleeren Raum hängt. Warum sage ich in meiner ausführlichen Besprechung.
mit Jean Dujardin, Cécile de France, Tim Roth, Émilie Dequenne, Wendell Pierce, Aleksey Gorbunov
Wiederholung: Freitag, 23. April, 02.55 Uhr (Taggenau!)
Hinweise
Rotten Tomatoes über “Die Möbius-Affäre”
Wikipedia über „Die Möbius-Affäre“ (englisch, französisch)
Meine Besprechung von Éric Rochants „Die Möbius-Affäre“ (Möbius, Frankreich 2013)
Die Autorenvereinigung International Thriller Writers (ITW) hat für ihren diesjährigen Preis folgende Werke der Hochspannungsliteratur nominiert:
BEST HARDCOVER NOVEL
S.A. Cosby – BLACKTOP WASTELAND (Flatiron Books)
Joe Ide – HI FIVE (Mulholland Books)
Richard Osman – THE THURSDAY MURDER CLUB (Penguin)
Ivy Pochoda – THESE WOMEN (Ecco)
Lisa Unger – CONFESSIONS ON THE 7:45 (Park Row)
–
BEST FIRST NOVEL
Jasmine Aimaq – THE OPIUM PRINCE (Soho Press)
Don Bentley – WITHOUT SANCTION (Berkley)
Kyle Perry – THE BLUFFS (Michael Joseph)
Francesca Serritella – GHOSTS OF HARVARD (Random House)
David Heska Wanbli Weiden – WINTER COUNTS (Ecco)
–
BEST PAPERBACK ORIGINAL NOVEL
Alyssa Cole – WHEN NO ONE IS WATCHING (William Morrow Paperbacks)
Layton Green – UNKNOWN 9: GENESIS (Reflector Entertainment)
John Marrs – WHAT LIES BETWEEN US (Thomas & Mercer)
Andrew Mayne – THE GIRL BENEATH THE SEA (Thomas & Mercer)
Benjamin Stevenson – EITHER SIDE OF MIDNIGHT (Penguin Random House Australia)
–
BEST SHORT STORY
Steve Hockensmith – „The Death and Carnage Boy“ (Ellery Queen Mystery Magazine)
Laura Lippman – „Slow Burner“ (Amazon Original Stories)
Alan Orloff – „Rent Due“ (Down & Out Books)
Elaine Viets – „Dog Eat Dog“ (Untreed Reads)
Andrew Welsh-Huggins – „The Mailman“ (Down & Out Books)
–
BEST YOUNG ADULT NOVEL
Demetra Brodsky – LAST GIRLS (Tor Teen)
Andrea Contos – THROWAWAY GIRLS (Kids Can Press)
Kit Frick – I KILLED ZOE SPANOS (Margaret K. McElderry Books)
Lily Sparks – TEEN KILLERS CLUB (Crooked Lane Books)
Heather Young – THE DISTANT DEAD (William Morrow)
–
BEST E-BOOK ORIGINAL NOVEL
Sean Black – AVENUE OF THIEVES (Sean Black)
Jeff Buick – A KILLING GAME (Novel Words)
Diane Capri – FULL METAL JACK (AugustBooks)
Jake Needham – MONGKOK STATION (Half Penny)
Kirk Russell – NO HESITATION (Strawberry Creek)
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Die Preisverleihung ist am Samstag, den 10. Juli, auf dem Virtual ThrillerFest.