Cover der Woche

September 11, 2018

Gutes Buch!


TV-Tipp für den 11. September: Im Schatten der Netzwelt – The Cleaners

September 11, 2018

ARD, 22.45

Im Schatten der Netzwelt – The Cleaners (Deutschland/Brasilien 2018)

Regie: Hans Block, Moritz Riesewieck

Drehbuch: Hans Block, Moritz Riesewieck

Einer muss den Job tun: Schmutz im Internet finden und löschen.

Sehenswerte Doku über die Lohnarbeiter, die innerhalb von Sekunden entscheiden müssen, ob eine Nachricht, ein Bild oder ein Video im Netz bleibt oder gelöscht wird.

Wiederholung: Mittwoch, 12. September, 02.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „The Cleaners“

Moviepilot über „The Cleaners“

Rotten Tomatoes über „The Cleaners“


DVD-Kritik: „Avengers: Infinitiy War“ oder Wer hat die Steine?

September 10, 2018

Über das schockierende Ende von „Avengers: Infinity War“ reden wir später. Beginnen wir mit dem Anfang des 150-minütigen Marvel-Films, der jetzt auf DVD, Blu-ray und 4K UHD Blu-ray erscheint.

Thanos, der Bösewicht, will seit Jahren und vielen, vielen Marvel-Filmen die Infinity-Steine besitzen. Wenn er alle sechs Steine hat, hat er die unbegrenzte Macht über das Universum und er kann gleich einmal die Hälfte aller Lebewesen auslöschen. Einfach so. In den vergangenen Jahren wurden Thanos und die Steine in ungefähr jedem Marvel-Film angesprochen. Auch wenn es nur in einer Szene im Abspann war.

Jetzt, auf einem Raumschiff mit den letzten Überlebenden von Asgard, gelangt Thanos, „ein Despot von intergalaktischer Bösartigkeit“ (Presseheft), an den zweiten Infinitiy-Stein. Gleichzeitig tötet er Loki, der sich mal wieder als zuverlässig opportunistischer Schleimbeutel erweist. Sein Tod ist der erste in einer Reihe überraschender Toter. Lokis Bruder Thor und „Hulk“ Bruce Banner überleben die Begegnung mit Thanos. Sie machen sich unverzüglich auf den Weg zur Erde. Dort sind nämlich sind zwei der Infinity-Steine. Und die Avengers, die sie verteidigen können, sind ebenfalls auf der Erde. Wenn es sie als einheitliche und kraftvolle Schutztruppe noch gäbe.

Avengers: Infinity War“ ist selbstverständlich ein Film für die zahlreichen Fans, die in den vergangenen Jahren alle Marvel-Filme gesehen und oft liebevoll bis in die letzte Verwinkelung analysiert haben. Sie kennen alle Charaktere und ihre Vorgeschichte. Die Macher, die Regisseure Joe und Anthony Russo und die ebenfalls Marvel-erfahrenen Drehbuchautoren Christopher Markus und Stephen McFeely nehmen sich daher keine Zeit, einen Charakter zu etablieren. Sie können gleich mit der Action beginnen und der Reihe nach all die alten bekannten Superhelden und die Guardians of the Galaxy auftreten lassen. Eigentlich fehlen nur Ant-Man und Hawkeye. Die sollen aber beim zweiten Teil von „Infinity War“ dabei sein. Der Film ist in Deutschland für den 25. April 2019 und in den USA für den 3. Mai 2019 angekündigt.

Die Story von „Avengers: Infinity War“ ist vor allem eine Vorbereitung auf das große Finale des Films, das zu einem großen Teil in Wakanda stattfindet.

Bis dahin spielt die Geschichte vor allem in der „Guardians of the Galaxy“-Welt auf Raumschiffen, fernen Planeten und, ab und zu, im Weltraum. Oder anders gesagt: in der Welt von Thanos und Thanos, grandios gespielt von Josh Brolin, hat in dem Film viel Leinwandzeit und auch ein nachvollziehbares Motiv für seine vollkommen wahnsinnigen Taten. Er ist im Marvel-Universum endlich einmal ein Bösewicht, der auch nach dem Abspann noch im Gedächtnis bleibt . Man erfährt auch, warum er tut, was er tut.

Am Ende des Films, der strukturell die Mitte eines großen Films ist (also Minute 45 bei einem „Tatort“) besitzt Thanos alle Infinity-Steine und er benutzt sie sofort, um die Hälfte aller Lebewesen auszulöschen. Dazu gehören auch etliche der Superhelden, die uns in den vergangenen Jahren ans Herz wuchsen. Wer von den Avengers und den anderen Marvel-Helden in einer optisch und akustisch beklemmend inszenierten Sequenz stirbt, überrascht dann schon etwas. Falls sie – immerhin kann mit dem Zeitstein, der sich im Besitz von Doctor Strange befindet, die Zeit manipuliert werden – wirklich gestorben sind. So ist man am Ende durchaus beeindruckt von der Konsequenz, mit der Thanos agiert, aber man ist nicht wirklich schockiert und die Trauer über den Tod der vielen Superhelden hält sich in überschaubaren Grenzen. Jedenfalls bis zum nächsten Film, in dem wir erfahren, wer nun wirklich gestorben ist.

Im langen Abspann gibt es keine Szene. Nach dem Abspann treffen wir dann Nick Fury.

Das Bonusmaterial auf der Blu-ray ist auf den ersten Blick erfreulich umfangreich geraten. Es gibt einen Audiokommentar von den Drehbuchautoren Christopher Markus und Stephen McFeelyden und Russo-Brüdern (die außerdem eine kurze Einleitung zum Film sprechen), mehrere Featurettes, die insgesamt über dreißig Minuten dauern, zehn Minuten zusätzliche Szenen (die, wie die sehr provisorischen Spezialeffekte zeigen, schon früh gestrichen worden und eine Szene mit ‚Happy Hogan‘ Jon Favreau [der im Film nicht auftaucht]) und, just for fun, zwei Minuten mit Pannen beim Dreh. Gerade die Featurettes enttäuschen. Sie sind, auch wenn das Ende des Films erwähnt und Bilder vom Finale gezeigt werden, reine Werbe-Featurettes, deren Informationsgehalt gegen Null tendiert. Da helfen auch die großzügig eingestreuten ‚Behind the Scenes‘-Bilder nicht.

Avengers: Infinity War (Avengers: Infinity War, USA 2018)

Regie: Anthony Russo, Joe Russo

Drehbuch: Christopher Markus, Stephen McFeely

mit Robert Downey Jr., Josh Brolin, Chris Evans, Scarlett Johansson, Chris Hemsworth, Mark Ruffalo, Benedict Cumberbatch, Chadwick Boseman, Chris Pratt, Tom Hiddleston, Gwyneth Paltrow, Benicio del Torro, Don Cheadle, Tom Holland, Zoe Saldana, Karen Gillan, Paul Bettany, Elizabeth Olsen, Anthony Mackie, Sebastian Stan, Idris Elba, Peter Dinklage, Benedict Wong, Pom Klementieff, Dave Bautista, Letitia Wright, Danai Gurira, William Hurt, Stan Lee, Samuel L. Jackson, Vin Diesel (Stimme im Original), Bradley Cooper (Stimme im Original)

Blu-ray

Walt Disney Studios Home Entertainment

Bild: 16:9 (1080p High Definition, 2.39:1)

Ton: Deutsch (Dolby Digital plus 7.1), Englisch (DTS-HD HR 7.1), Französisch (Dolby Digital plus 7.1)

Untertitel: Deutsch, Französisch, Niederländisch, Dänisch, Schwedisch, Norwegisch, Finnisch, Englisch für Hörgeschädigte

Bonusmaterial: Intro der Regisseure Joe und Anthony Russo, Pannen vom Dreh, Zusätzliche Szenen, Featurettes (Neue Teams, Der wahnsinnige Titan, Über die Schlacht auf Titan, Über die Schlacht in Wakanda), Audiokommentar zum Film

Länge. 149 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

4K UHD Blu-ray mit identischem Bonusmaterial; DVD ohne Bonusmaterial

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Avengers: Infinity War“

Metacritic über „Avengers: Infinity War“

Rotten Tomatoes über „Avengers: Infinity War“

Wikipedia über „Avengers: Infinity War“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Anthony und Joe Russos „The Return of the First Avenger“ (Captain America: The Winter Soldier, USA 2014)

Meine Besprechung von Joe und Anthony Russos „The First Avenger: Civil War“ (Captain America: Civil War, USA 2016)


TV-Tipp für den 10. September: Neruda

September 10, 2018

WDR, 23.20

Neruda (Neruda, Chile/Argentinien/Frankreich/Spanien 2016)

Regie: Pablo Larraín

Drehbuch: Guillermo Calderón

Chile, 1948: Pablo Neruda, geachteter Dichter, Lebemann und Kommunist (beides mit großer Überzeugung) und wortgewaltiger Senator, muss aufgrund der politischen Lage untertauchen. Ein Polizist, der direkt aus einem Noir-Roman entsprungen ist, sucht ihn – und doch ist es nicht ganz so einfach.

Man muss absolut nichts über Pablo Neruda wissen, um Pablo Larraíns Film über den Dichter zu genießen, der zu einem kleinen Teil ein konventionelles Biopic und zu einem großen Teil eine erfundene Geschichte ist, die dann doch wieder viel mit Pablo Neruda und dem Zusammenhang von Fakt und Fiktion zu tun hat.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

Und: Schade, dass die TV-Premiere des „Anti-Biopics“ (Larrain) zu so einer arbeitnehmerfeindlichen Uhrzeit ist.

mit Luis Gnecco, Gael García Bernal, Mercedes Morán, Diego Munoz, Pablo Derqui, Michael Silva

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Neruda“

Metacritic über „Neruda“

Rotten Tomatoes über „Neruda“

Wikipedia über „Neruda“ und Pablo Neruda (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Pablo Larrains „El Club“ (El Club, Chile 2015)

Meine Besprechung von Pablo Larraíns „Jackie: Die First Lady“ (Jackie, USA 2016)

Meine Besprechung von Pablo Larrains „Neruda“ (Neruda, Chile/Argentinien/Frankreich/Spanien 2016)


TV-Tipp für den 9. September: Le Magnifique

September 9, 2018

Arte, 20.15
Le Magnifique (Frankreich/Italien 1973, Regie: Philippe de Broca)
Drehbuch: Philippe de Broca, Vittorio Caprioli, Jean-Paul Rappeneau, Francis Veber (ungenannt)
Francois Merlin (Jean-Paul Belmondo) schreibt wilde Agentenromane im James-Bond-Stil und ist unsterblich in seine attraktive Nachbarin verliebt.
Bob Saint-Clair (Jean-Paul Belmondo) ist ein Geheimagent, der die absurdesten Abenteuer im James-Bond-Stil erlebt und attraktive Frauen im Dutzend hat.
Bob Saint-Clair ist die Erfindung von Francois Merlin und irgendwann geraten Realität und Fantasie durcheinander.
Überdrehte, damals in Frankreich enorm erfolgreiche Komödie.
„Mit dieser witzigen und clever strukturierten Agentenfilm-Parodie gelang Philippe de Broca erneut ein kleines Meisterwerk auf dem Gebiet der leichten Komödie, wo er ja (ebenfalls mit Belmondo als Hautdarsteller) bereits mit ‚Abenteuer in Rio‘ Maßstäbe gesetz hatte.“ (TV Spielfilm: Das große Filmlexikon)
„eine temporeiche und mit Gags gespickte Agentenfilmparodie, die sich jedoch weitgehend mit der bloßen Aneinanderreihung komischer Szenen begnügt.“ (Lexikon des internationalen Films)
mit Jean-Paul Belmondo, Jacqueline Bisset, Vittorio Caprioli, Hans Meyer, Monique Tarbès, Jean Lefebvre
Wiederholung: Dienstag, 11. September, 13.50 Uhr
Hinweise
Wikipedia über „Le Magnifique“ (deutsch, englisch, französisch)


TV-Tipp für den 8. September: No Country for Old Men

September 8, 2018

Servus TV, 22.05

No Country for Old Men (No Country for Old Men, USA 2007)

Regie: Ethan Coen, Joel Coen

Drehbuch: Ethan Coen, Joel Coen

LV: Cormac McCarthy: No Country for Old Men, 2005 (Kein Land für alte Männer)

Lewellyn Moss findet in der texanischen Wüste die Überreste eines gescheiterten Drogendeals: Leichen, Heroin und zwei Millionen Dollar. Er schnappt sich die Kohle und steht auf der Abschussliste eines gnadenlosen Killers.

Feine McCarthy-Verfilmung der Coen-Brüder, die, neben vielen anderen Preisen, auch den Oscar als bester Film des Jahres gewann und für den Edgar nominiert war (aber das war auch mit dem Gewinner “Michael Clayton”, “Tödliche Versprechen”, “Zodiac – Die Spur des Verbrechers” und “Die Regeln der Gewalt” ein starkes Jahr für Krimifreunde).

Mit Tommy Lee Jones, Javier Bardem, Josh Brolin, Woody Harrelson, Kelly Macdonald

Wiederholung: Sonntag, 9. September, 01.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Amerikanische Homepage zum Film

Metacritic über “No Country for Old Men”

Rotten Tomatoes über “No Country for Old Men”

Wikipedia über “No Contry for Old Men” (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Meine Besprechung des Coen-Films „Blood Simple – Director’s Cut“ (Blood Simple, USA 1984/2000)

Meine Besprechung von Michael Hoffmans “Gambit – Der Masterplan” (Gambit, USA 2012 – nach einem Drehbuch von Joel und Ethan Coen)

Meine Besprechung des Coen-Films “Inside Llewyn Davis” (Inside Llewyn Davis, USA/Frankreich  2013)

Meine Besprechung des Coen-Films „Hail, Caesar!“ (Hail, Caesar!, USA/Großbritannien 2016)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: „The Nun“ erweitert das „Conjuring“-Universum in Richtung Transsylvanien

September 7, 2018

Wenn es erfolgreich ist, wird weitergemacht. Und dass die bis jetzt nach und im Zusammenhang mit „Conjuring“, einem gut besetzten, altmodischen Geisterhaushorrorfilm von James Wan, entstandenen Filme erfolgreich sind, kann niemand bestreiten. Weltweit spielten die nicht besonders teuren Filme weit über eine Milliarde US-Dollar ein.

Das erste Spin-Off waren die beiden „Annabelle“-Filme über eine dämonisch besessene Puppe. Gary Daubermann schrieb die Drehbücher für die beiden „Annabelle“-Filme und für die unglaublich erfolgreiche Stephen King-Verfilmung „Es“ (It).

Mit „The Nun“, ebenfalls von Daubermann geschrieben, gibt es jetzt das nächste Spin-Off. Die Alpträume verursachende Nonne hatte ihren ersten Auftritt in „Conjuring 2“. Es war ein Kurzauftritt, der die „Conjuring“-Fans beeindruckte und für die gibt es auch kleine Rahmenhandlung, die die Verbindung zwischen den „Conjuring“-Geisterjägern Ed und Lorraine Warren und der Nonne erklärt. Die Hauptgeschichte spielt 1952 in Rumänien

In dem einsam gelegenen Kloster St. Carta begeht eine Nonne Suizid. Für Katholiken eine Todsünde. Zur Aufklärung werden ein Priester mit einschlägiger Erfahrung und eine Novizin, die Nonne werden möchte, nach Transsylvanien zum Ort des Geschehens geschickt. Dort treffen Vater Burke (Demian Bichir) und Schwester Irene (Taissa Farmiga, die jüngere Schwester von ‚Lorraine Warren‘ Vera Farmiga) Frenchie (Jonas Bloquet), der die Leiche gefunden hat.

Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zum Kloster, das eine sehr starke und sehr böse dämonische Präsenz beherbergt, die aus ihrem Gefängnis ausbrechen möchte.

The Hallow“-Regisseur Corin Hardy inszenierte „The Nun“ als Geisterhorrorfilm, der nichts zeigt, was nicht schon zu Roger Cormans Edgar-Allan-Poe-Zeiten gezeigt wurde und der sehr laut ist. Einige Effekte sind besser, aber es gibt nichts, was man nicht auch vor fünfzig Jahren hätte machen können. Und es wirkt immer noch. Der kurze Schrecken, wenn, mit infernalischer Begleitung auf der Tonspur, Hände aus dem Nichts auftauchen oder der lange Schrecken, wenn man lebendig begraben wird. Das passiert Vater Burke. Natürlich mitten in der Nacht auf dem Friedhof des Klosters.

Die Menschen in dem Ort bei dem Kloster leben noch wie im 18. Jahrhundert. Im Kloster scheint sich seit dem Mittelalter nichts verändert zu haben. Entsprechend leicht konnte Hardy die Atmosphäre der alten Gruselfilme wiederbeleben, als tapfere Männer und, selten, Frauen, sich in Transsylvanien mit Vampiren, Untoten, Geistern und Fledermäusen herumschlugen. In „The Nun“ kommen jetzt als Inkarnation des Bösen noch Nonnen dazu. Und so eine Gruppe Nonnen, die in Formation einen Raum betritt und sich um die tapferen Geisterjäger versammelt, wirkt schon ziemlich furchterregend. Mit und ohne Latein.

The Nun“ ist gut abgehangener, durchaus kurzweiliger, aber auch schnell vergessener Retro-Gothic-Horror. Er ist, wie die bisherigen vier Filme aus dem „Conjuring“-Universum, für schreckhafte Geister gemacht, die solche Filme nicht schon hundertmal gesehen haben. Wobei die sich an der Atmosphäre, den Bildern, den Schauspielern und auch den gut gemachten Schock-Sequenzen in alten Gemäuern erfreuen können.

The Nun (The Nun, USA 2018)

Regie: Corin Hardy

Drehbuch: Gary Dauberman (nach einer Geschichte von James Wan und Gary Dauberman)

mit Demian Bichir, Taissa Farmiga, Jonas Bloquet, Bonnie Aarons, Ingrid Bisu, Charlotte Hope, Sandra Teles, Maria Obretin, Patrick Wilson, Vera Farmiga

Länge: 97 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „The Nun“

Metacritic über „The Nun“

Rotten Tomatoes über „The Nun“

Wikipedia über „The Nun“ (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood exorziert „The Nun“

Meine Besprechung von James Wans „The Conjuring“ (The Conjuring, USA 2013)

Meine Besprechung von James Wans „The Conjuring 2″ (The Conjuring 2, USA 2016)

Meine Besprechung von John R. Leonettis „Annabelle“ (Annabelle, USA 2014)

Meine Besprechung von David F. Sandbergs „Annabelle 2″ (Annabelle: Creation, USA 2017)


Neu im Kino/Filmkritik: „Alpha“ – ein Cro-Magnon-Mann, ein Wolf, eine Freundschaft

September 7, 2018

Es ist die erste Jagd, an der Keda (Kodi Smit-McPhee) teilnimmt. Obwohl er nicht fit für die Jagd ist und er der Akademiker in der Familie ist. Wenn es damals, vor 20.000 Jahren in Europa, schon Universitäten gegeben hätte. So ist er nur der Mann, der von den älteren Kriegern und Gleichaltrigen abschätzig betrachtet wird. Denn Kodi ist auch der Sohn des Häuptlings und der beschließt, dass sein Sohn fit für die Jagd ist.

Als sie eine Herde Bisons in die Enge treiben wollen, reagiert Keda panisch. Er stürzt über die Klippe. Seine Stammesbrüder und sein Vater halten ihn für tot und lassen ihn zurück.

Aber Keda hat den Sturz überlebt. Er macht sich, mehr tot als lebendig, auf den Heimweg. Es gelingt ihm einen Angriff von Wölfen abzuwehren. Anschließend kümmert er sich um den von ihm verletzten Wolf und, nun, der Rest ist sozusagen Geschichte.

Denn Albert Hughes schildert in seinem Solo-Debüt als Regisseur, wie der Wolf zum Hund und damit zum allseits geliebten Haustier des Menschen wird. Seine vorherigen Filme „Menace II Society“, „Dead Presidents“, „From Hell“ und „The Book of Eli“ inszenierte er mit seinem Bruder Allen als The Hughes Brothers. Sie waren, bei allen Unterschieden, immer spannendes Kino. Das kann über „Alpha“ nicht gesagt werden. Die vorhersehbare Geschichte schleppt sich mühsam zu ihrem Ende. Das hat mehrere Gründe.

Keda-Darsteller Kodi Smit-McPhee ist bekannt als ‚Nightcrawler‘ Kurt Wagner im vorherigen und dem nächsten „X-Men“-Film und der Junge in der Dystopie „The Road“. In „Alpha“ blickt er immer reichlich ausdruckslos in die Kamera. Man nimmt ihm, wenn er sich nach dem Sturz schwer verletzt durch die Landschaft schleppt, seine Leiden und Schmerzen nicht ab. Es wirkt immer wie ein Club-Med-Ausflug.

Auch die Kleider von Keda und seinen Stammesbrüdern und -schwestern sehen immer wie gerade erst gekaufte Designerkleider aus. Glaubwürdig – auch wenn ich die Cro-Magnon-Kleidung nicht kenne – wirkt das nicht.

Die Bilder sind schön auf der eindimensionalen Ebene einer Wandtapete. Sie sehen auch immer sehr künstlich aus. Als habe man jedes Bild im Computer kräftig nachbearbeitet. Die Tiere, denen Keda auf seiner Reise begegnet, sehen auch immer wie CGI-Kreaturen aus. So wirkt es, als ob Kodi Smit-McPhee im Studio vor einem Greenscreen seine Szenen spielte und der Rest nachher eingefügt wurde. Dabei wurde in Kanada in Vancouver und Alberta, der Mojave-Wüste und Island gedreht.

Bei der Geschichte von „Alpha“ fallen einem spontan zwei Filme ein, die erst kürzlich im Kino liefen und die gelungener sind. In „Der Mann aus dem Eis“ werden die letzten Tage des vor 5300 Jahren gestorbenen Ötzi geschildert. In „The Revenant“ schleppt sich im Wilden Westen ein Jäger, der von seinen Kameraden zum Sterben im Wald zurückgelassen wurde, zum nächsten Fort.

Verglichen mit „The Revenant“ ist „Alpha“ höchstens ein laues Lüftchen.

P. S.: In der Originalfassung des Films sprechen alle Menschen Cro-Magonon 101, eine mit wissenschaftlicher Begleitung extra für den Film für den Cro-Magnon-Menschen erfundene Sprache, die untertitelt wurde. Für die deutsche Fassung wurde Cro-Magon 101 dann anscheinend komplett synchronisiert.

Alpha (Alpha, USA 2018)

Regie: Albert Hughes

Drehbuch: Daniele Sebastian Wiedenhaupt (nach einer Geschichte von Albert Hughes)

mit Kodi Smit-McPhee, Jóhannes Haukur Jóhannesson, Natassia Malthe, Leonor Varela, Mercedes de la Zerda, Jens Hultén, Priya Rajaratnam, Marcin Kowalczyk, Morgan Freeman (Erzähler, im Original)

Länge: 97 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

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Moviepilot über „Alpha“

Metacritic über „Alpha“

Rotten Tomatoes über „Alpha“

Wikipedia über „Alpha“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 7. September: Nachts, wenn der Teufel kam

September 7, 2018

3sat, 22.25

Nachts, wenn der Teufel kam (Deutschland 1957)

Regie: Robert Siodmak

Drehbuch: Werner Jörg Lüddecke (nach dem Tatsachenbericht von Will Berthold)

Hamburg, 1944: ein Serienmörder geht um. Kommissar Kersten hält den debilen Bruno Lüdke (Mario Adorf) für den Täter.

Klassiker des deutschen Films und der Durchbruch für Mario Adorf, der danach sicher nicht zum Sonntagsbrunch eingeladen wurde.

Mit Mario Adorf, Claus Holm, Werner Peters, Hannes Messemer

Hinweise

3sat über die Reihe „Nachkriegskino“

Filmportal über „Nachts, wenn der Teufel kam“

Wikipedia über „Nachts, wenn der Teufel kam“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Robert Siodmaks “Zeuge gesucht” (Phantom Lady, USA 1943)

Meine Besprechung von Robert Siodmaks „Unter Verdacht“ (The Suspect, USA 1944)

Meine Besprechung von Robert Siodmaks „Rächer der Unterwelt“ (The Killers, 1946)

Meine Besprechung von Robert Siodmaks “Der schwarze Spiegel” (The dark mirror, USA 1946)

Meine Besprechung von Robert Siodmaks „Die Killer“ (The Killers, USA 1946)

Meine Besprechung von Deutsches Historisches Museum (Hrsg.) „Robert Siodmak“ (2015)


Neu im Kino/Filmkritik: Die Doku „It must schwing – The Blue Note Story“

September 6, 2018

https://vimeo.com/272222285

Für Jazz- und Musikfans muss wirklich nicht mehr über die gelungene Dokumentation von Eric Friedler über das Jazzlabel Blue Note gesagt werden. Neben Verve und Impulse ist Blue Note eines der großen Jazzlabels. Das gilt für die Musik und die Covergestaltung. Gegründet wurde Blue Note 1939 von Alfred Lion und Frank (auch ‚Francis‘) Wolff. Zwei deutschen Jungs, die im Berlin der zwanziger Jahre zu fanatischen Jazzfans wurden. In den Dreißigern flüchteten die beiden Juden in die USA. Alfred Lion (1908 – 1987) verließ Deutschland schon 1933. Zuerst emigrierte er nach Chile und später in die USA, wo er seinen Nachnamen von Loew in Lion änderte. Francis Wolff (1908 – 1971) flüchtete 1939 auf einem der letzten nicht von der Gestapo kontrollierten Schiffe aus Deutschland. In New York gründeten sie dann ein Plattenlabel, um die Musik die veröffentlichen, die sie liebten.

Es ging ihnen nicht darum, viel Geld mit den Platten zu verdienen. Sie wollten wichtige Platten produzieren. Wichtige Platten von wichtigen Künstlern.“ (Gitarrist Kenny Burrell)

Dabei behandelten Lion und Wolff die schwarzen Musiker respektvoll. Das war ein deutlicher Unterschied zu anderen Labels, die ihre Künstler hemmungslos ausbeuteten und auch betrogen. Die Geschichten dazu sind Legion. Bei Blue Note war es anders.

Seit 1953 hatten sie mit Rudy Van Gelder einen begnadeten Toningenieur, der in seinem Tonstudio die Musiker perfekt aufnahm.

In der Doku wird schön in animierten Bildern gezeigt, wie Wolff und Lion nach Konzerten in mehreren Taxis die Musiker zu Van Gelders Studio in der lauschigen Kleinstadt Englewood Cliffs brachte und dann legendäre Aufnahmen eingespielt wurden, die heute immer noch klanglich und musikalisch überzeugen.

Wir hatten noch immer die Energie der letzten Nacht im Kopf. Das hört man den Platten auch nach Jahren noch an.“ (Gitarrist George Benson)

Eric Friedler (Das Schweigen der Quandts, Aghet – Ein Völkermord, Das Mädchen – Was geschah mit Elisabeth K.?) erzählt in seiner sehenswerten Doku „It must schwing – The Blue Note Story“ chronologisch die Geschichte der beiden lebenslangen Freund Alfred Lion und Francis Wolff von ihrer Zeit in Berlin bis zu ihrem Tod. Wobei die Doku eigentlich 1965 aufhört. Damals verkauften sie ihr Label. Diese Geschichte erzählt Friedler als eine Mischung aus sprechenden Köpfen, vor allem erzählen Blue-Note-Musiker von ihrer Zeit bei dem Label, historischen Aufnahmen und, soviel Experiment darf sein, animierten Sequenzen. Friedler hat auch ein in New York geführtes NDR-Interview von 1964 mit Albert Lion und Francis Wolff ausgegraben. Es ist das einzige Interview in deutscher Sprache mit den beiden Produzenten. Und das Gespräch mit Rudy Van Gelder ist das letzte Interview, das er vor seinem Tod 2016 gab.

Formal ist diese Mischung nicht besonders aufregend oder innovativ, sondern klassisch. Wie die Cover der Blue-Note-Platten. Und sie lenkt nicht vom Inhalt dieser informativen Doku ab.

It must schwing“ ist ein guter, informativer und unauffällig-elegant inszenierter Dokumentarfilm über ein legendäres Label, das Musikgeschichte schrieb und dessen Aufnahmen noch heute in jede gutsortierte Plattensammlung gehören. Friedler spricht auch den Rassismus in den USA in den vierziger, fünfziger und sechziger Jahren an. Er sieht Blue Note als Vorkämpfer der Bürgerrechtsbewegung. Das ist wohl etwas übertrieben, aber es half sicher, dass damals zwei deutsche Juden die Rassenschranken ignorierten. Sie behandelten die von ihnen bewunderten afroamerikanische Musiker, ohne darüber zu reden, respektvoll. Auf ihren Plattencovers gab es Bilder der Musiker. Und die Musik wurde immer breiter rezipiert.

Es gibt keine Revolution ohne Musik.“ (Saxophonist Bennie Maupin)

Wenn ich nicht sowieso eine heilsame Diät von mindestens einer Blue-Note-Aufnahme pro Woche verfolgen würde, würde ich jetzt eine Blue-Note-Aufnahme auflegen.

Sie tanzten herum. Manchmal nicht im Takt der Musik, sie hatten ihre eigene Art, sich zu bewegen. Die Musik berührte sie.“ (Saxophonist Jimmy Heath)

Es musste schwingen. Es musste dieses ‚wing tingtingtingteting haben. Ohne das – ist es kein Jazz.“ (Trompeter Charles Tolliver)

It must schwing – The Blue Note Story (Deutschland 2018)

Regie: Eric Friedler

Drehbuch: Eric Friedler

mit Herbie Hancock, Sonny Rollins, Wayne Shorter, Quincy Jones, Lou Donaldson, Ron Carter, Sheila Jordan, Rudy Van Gelder, Kenny Burrell, Jimmy Heath, George Benson, Reggie Workman, Cecil McBee, Charles Tolliver, Rolf Kühn, Bennie Maupin, Bary Singer, Dan Morgenstein, Peter-Joachim von Drenkmann, Michael Cuscuna

Länge: 118 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „It must schwing“

Moviepilot über „It must schwing“

Wikipedia über Blue Note (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 6. September: Schwarzer Kies

September 6, 2018

3sat, 22.25

Schwarzer Kies (Deutschland 1961)

Regie: Helmut Käutner

Drehbuch: Helmut Käutner, Walter Ulbrich

Im Hunsrück verdienen die Einheimischen gut an der US-Airbase. Als Robert Neidhardt seine Ex-Geliebte an der Seite eines US-Offiziers sieht, beginnt eine verhängnisvolle Entwicklung.

Käutners düstere Moritat bietet krasse Klischees statt kritischer Ansätze (…) Auch später vorgenommene Kürzungen (…) änderten nichts an der ablehnenden Haltung von Kritik und Publikum.“ (Lexikon des internationalen Films)

Neuere Kritiken beurteilen den Noir wesentlich positiver.

3sat zeigt die 2016 restaurierte Originalfassung. Auf der Homepage gibt es die gegen Käutners Willen nach der Premiere verstümmelte Fassung.

mit Helmut Wildt, Ingmar Zeisberg, Hans Cossy, Wolfgang Büttner, Anita Häfer

Hinweise

3sat über die Spielfilmreihe „Nachkriegskino“

Filmportal über „Schwarzer Kies“

Wikipedia über „Schwarzer Kies“ (deutsch, englisch)


Buch- und DVD-Kritik: „McMafia“ – eine Krimiserie, basierend auf einem Sachbuch

September 5, 2018

2008 veröffentlichte Journalist Misha Glenny eine über fünfhundertseitige Reportage über die Globalisierung des Organisierten Verbrechens nach dem Zusammenbruch des Ostblocks. Denn obwohl das Organisierte Verbrechen schon immer global war, blieben die Mafia, die Cosa Nostra und die Triaden weitgehend unter sich.

2018 lief die auf Glennys Buch basierende zehnteilige TV-Serie im BBC. Eine zweite Staffel ist schon in Arbeit.

Für die in der Gegenwart spielende Serie musste natürlich einiges aktualisiert und alles dramatisiert werden. Denn eine Serie ist kein Dokumentarfilm und kein Sachbuch. Mit Drehbuchautor Hossein Amini („Drive“, „Die zwei Gesichter des Januars [auch Regie]) und James Watkins („Eden Lake“, „Die Frau in Schwarz“) schien das hoch budgetierte Projekt in den richtigen Händen zu sein. Denn die Dreharbeiten erstreckten sich über den halben Globus und mit James Norton, David Strathairn und David Dencik wurden auch international bekannte Namen verpflichtet. Und Misha Glenny schreibt im Vorwort der Neuausgabe von seinem Sachbuch „McMafia“: „Schon nach einem fünfminütigem Gespräch mit den beiden war ich überzeugt: Wenn wir eine Fernsehanstalt dazu bringen konnten, sich des Themas von ‚McMafia‘ anzunehmen, waren sie diejenigen, mit denen ich arbeiten wollte. (…) An den beiden beeindruckte mich vor allem, dass sie die Welt, die ich in dem Buch abbilden wollte, begriffen und richtig einschätzen.“

Der Kosmos des globalen Verbrechens entfaltet sich in der achtteiligen TV-Serie um Alex Godman, den Sohn eines mit seiner Familie aus Russland nach London geflohenen, sich im alkoholgetränkten Ruhestand befindenden Oligarchen. Godman will mit der Welt seines Vaters und seiner Verwandtschaft nichts zu tun haben. Er ist ein Banker und er wird, gegen seinen Willen, in die Welt des internationalen, organisierten Verbrechens involviert.

Das ist die Ausgangslage, von der Amini und Watkins vom globalen Verbrechen erzählen. Leider nicht besonders gelungen, erstaunlich zäh und langweilig. Aus den vielen, rund um den Globus verstreuten Szenen schält sich nur sehr langsam so etwas wie eine Geschichte heraus.

Ein packendes Drama entsteht allerdings nie. Denn eine Story ist nicht erkennbar und alles zieht sich elend lang hin. „McMafia“ ist kein Gangsterthriller, sondern ein verfilmtes Sachbuch, in dem jede Szene eine weitere Seite des Buchs illustriert. Weil es eine Serie ist, wurden die Informationen dann auf einige Sprechende verteilt. Die Schauspieler wirken immer so, als ob sie in die Serie gezwungen wurden und jetzt ihre Texte vom Blatt ablesen. Die Inszenierung bewegt sich, erschreckend einfallslos, auf dem Niveau einer altertümlichen, schon lange vergessenen TV-Serie.

Das hat nichts mit Miniserien wie „The Night Manager“, „Narcos“, „Romanzo Criminale“ oder, um auch ein deutsches Beispiel zu nennen, „Im Angesicht des Verbrechens“ zu tun. An „Im Angesicht des Verbrechens“ hat mir vieles nicht gefallen, aber es hatte immer die packende „ich will wissen, wie es weitergeht“-Qualität, die „McMafia“ nie hat. Hier muss ich mich förmlich zwingen, die nächste Folge zu sehen – und nicht dabei einzuschlafen.

McMafia – Staffel 1 (McMafia, Großbritannien 2018)

Regie: James Watkins

Drehbuch: Hossein Amini, James Watkins, David Farr, Laurence Coriat, Peter Harness

Erfinder: Hossein Amini, James Watkins

mit James Norton, David Strathairn, Juliet Rylance, Merab Ninidze, David Dencik, Aleksey Serebryakov, Maria Shukshina, Caio Blat, Faye Marsay, Kirill Pirogov, Nawazuddin Siddiqui, Karel Roden

DVD

Polyband

Bild: 1,78:1 (16:9)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bonusmaterial: The Cast, The McMafia World, Bringing The McMafia World to Life

Länge: 450 Minuten (8 x 56 Minuten) (3 DVDs)

FSK: ab 16 Jahre

Die Vorlage

Misha Glenny: McMafia – Die grenzenlose Welt des organisierten Verbrechens

(überarbeitete und ergänzte Neuausgabe)

(übersetzt von Sebastian Vogel)

Tropen, 2018

600 Seiten

14,95 Euro

Deutsche Erstausgabe

Deutsche Verlags-Anstalt, 2008

Originalausgabe

McMafia. Crime without frontiers

The Bodley Head, London, 2008

Hinweise

BBC über „McMafia“

Rotten Tomatoes über „McMafia“

Wikipedia über „McMafia“ (deutsch, englisch) und Misha Glenny (deutsch, englisch)

Perlentaucher über das Buch „McMafia“

Meine Besprechung von James Watkins‘ „Bastille Day“ (Bastille Day, USA/Frankreich/Großbritannien 2016)


TV-Tipp für den 5. September: Der Babadook

September 5, 2018

Tele 5, 22.05

Der Babadook (The Babadook, Australien 2014)

Regie: Jennifer Kent

Drehbuch: Jennifer Kent

Die alleinerziehende Amelia liest ihrem siebenjährigem, extrem verhaltensauffälligem Sohn Samuel das gruselige Kinderbuch „Mister Babadook“ vor – und dann klopft der Unhold an die Tür.

Jennifer Kent inszeniert in ihrem Horrorfilm die vertraute Geschichte vielschichtig, voller Anspielungen und mit neuen Facetten. Dafür gab es sehr viel, absolut berechtigtes Lob.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung des Meisterwerks.

mit Essie Davis, Noah Wiseman, Daniel Henshall, Hayley McElhinney, Barbara West, Ben Winspear

Wiederholung: Samstag, 8. September, 00.40 Uhr (Taggenau!)

Hinweise
Amerikanische Homepage zum Film
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Der Babadook“
Moviepilot über „Der Babadook“
Metacritic über „Der Babadook“
Rotten Tomatoes über „Der Babadook“ (Frischegrad: 98 Prozent)
Wikipedia über „Der Babadook“ 

Meine Besprechung von Jennifer Kents „Der Babadook“ (The Babadook, Australien 2014)


Cover der Woche

September 4, 2018


TV-Tipp für den 4. September: Stonehearst Asylum – Diese Mauern wirst du nie verlassen

September 4, 2018

Tele 5, 20.15

Stonehearst Asylum – Diese Mauern wirst du nie verlassen (Stonehearst Asylum, USA 2014)

Regie: Brad Anderson

Drehbuch: Joe Gangemi

LV: Edgar Allan Poe: The System of Doctor Tarr and Professor Fether, 1845 (Das System des Doktors Pech und des Professors Feder, Kurzgeschichte)

Weihnachten 1899 trifft der junge Arzt Edward Newgate in der abgelegenen Irrenanstalt Stonehearst ein. Dort haben die Patienten maximale Freiheiten. Schon beim ersten Rundgang verliebt er sich in die bildschöne Pianistin Eliza Graves. Später entdeckt er im Keller eine Gruppe Gefangener, die behaupten, von ihren Patienten gefangen gehalten zu werden.

Top besetzter, hübsch altmodischer Grusler mit einigen überraschenden Wendungen beim Ausprobieren von Therapien.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Jim Sturgess, Kate Beckinsale, Ben Kingsley, Michael Caine, David Thewlis, Brendan Gleeson, Jason Flemying

Wiederholung: Mittwoch, 5. September, 02.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise
Moviepilot über „Stonehearst Asylum“
Rotten Tomatoes über „Stonehearst Asylum“
Wikipedia über „Stonehearst Asylum“ (deutsch, englisch)
Meine Besprechung von Brad Andersons „The Call – Leg nicht auf!“ (The Call, USA 2013)

Meine Besprechung von Brad Andersons „Stonehearst Asylum – Diese Mauern wirst du nie verlassen“ (Stonehearst Asylum, USA 2014)


„Mythos Cyberwar“ – echt jetzt?

September 3, 2018

Dass die Welt in den vergangenen Jahren sich zunehmend vernetzte – geschenkt.

Dass Firmen und Staaten zunehmend angreifbarer wurden, ist bekannt. Da legt ein Computervirus schon einmal den Bahnverkehr lahm (was die Bahn auch ohne fremde Hilfe schafft). Der Bundestag muss nach einem Hackerangriff sein Computernetzwerk neu aufsetzen. Immer wieder sind, weil irgendjemand irgendwo Mist gebaut hat, sensible persönliche Daten für jedermann online einsehbar.

Und was noch alles passieren kann, kennen wir aus den verschiedenen Hollywood-Dystopien, in denen die Menschheit sich mit der Hilfe von Computern in eine vorindustrielle Zeit zurückkatapultiert. Mal mit, mal ohne Zombies.

Aber wie realistisch sind diese Szenarien und wie berechtigt sind die von verschiedenen, oft sehr interessierten Seiten kommenden Warnungen vor einem Cyberwar?

Nach Thomas Rid, Professor für Strategic Studies an der John Hopkins University’s School of Advanced International Studies in Washington, D. C., sind sie nicht sehr realistisch und stark übertrieben. Oft sind sie gespickt mit irreführenden Analogien und Metaphern aus dem Krieg. Das liegt daran, dass Militärs am Lautesten vor einem Cyberwar warnen und für den Kampf dagegen Geld erhalten. So koordinierte in Deutschland das Verteidigungsministerium die kürzlich vom Kabinett beschlossene Vorlage für die Gründung der „Agentur für Innovation in der Cyber-Sicherheit“ (kurz Cyber-Agentur). 13.000 Soldaten sollen Cyberattacken abwehren und zurückschlagen. Sicherheitsbehörden, vor allem natürlich Polizei und Geheimdienste, und Sicherheitsfirmen warnen vor einem Cyberwar, der eine neue Form des Krieges sei und der mindestens ähnlich bedrohlich wie ein konventioneller Krieg sei. Also ein Einmarsch mit Truppen, Bombardierungen, unzähligen Toten (wobei in den letzten Jahrzehnten die Zahl der zivilen Opfer kontinuierlich stieg) und Verwüstungen von Landschaften. Die Hinterlassenschaften diese Kriege findet man noch Jahrzehnte später. So war vor einigen Wochen wieder die Potsdamer Innenstadt wegen einer Weltkrieg-II-Fliegerbombe gesperrt. Es war in diesem Jahr schon die zweite großflächige Sperrung. Weitere Sperrungen werden folgen.

Mit diesen konventionellen Kriegen ist ein „Cyberwar“ nicht vergleichbar. So weist Rid schon auf den ersten Seiten darauf hin, dass es bei einem Cyber-Angriff bis jetzt keine Toten und auch keine irreparablen Schäden gab. Es gab Verzögerungen. Manchmal wurden die Angriffe erst spät entdeckt (wenn sie entdeckt wurden). Wahrscheinlich wurden dabei auch Informationen gestohlen. Und fast immer ist unklar, wer der Angreifer war.

Gerade die Unsicherheit über den Angreifer und die Abwesenheit von Toten sind Kennzeichen eines Cyberwar. Bei einem Krieg ist das anders.

Rid definiert in seinem Buch „Mythos Cyberwar“ Krieg in Anlehnung an die Kriegsdefinition von Carl von Clausewitz. Das ist eine allgemein anerkannte Definition, die daher auch zeigen kann, was das neue am Cyberwar ist und ob es sich dabei wirklich um einen Krieg handelt (oder handeln könnte). Rid schreibt: „Ein Akt des Angriffs muss bestimmten Kriterien genügen, um als kriegerische Handlung gelten zu können: Es muss instrumentell, also ein Mittel zum Zweck sein; er muss politisch und vor allem potentiell gewaltsam sein.“

Dazu gehört, dass klar ist, welche Staaten die Kriegsparteien sind und was sie in dem Konflikt erreichen wollen.

In seinem Buch analysiert Thomas Rid in sieben Kapitel, die unabhängig voneinander gelesen werden können, verschiedene Aspekte des „Cyberwar“. Es sind: Gewalt, Cyberwaffen, Sabotage, Spionage, Subversion und Attribution. Die ersten vier Kapitel beziehen sich dabei auf die klassische Definition von Krieg und damit das Handeln zwischen Staaten, ihre Armeen und Geheimdiensten. „Attribution“ hängt damit zusammen, weil es um die Frage geht, wie man die Verantwortlichen für die Angriffe auf Computernetzwerke herausfindet. Weil sich meistens niemand zu einer Cyberattacke bekennt, ist das eine Detektivarbeit, die sich an der Komplexität eins Codes und den Uhrzeiten, an denen er geschrieben wurde und an den Zeiten, an denen die Angriffe erfolgten, orientiert. Damit ist eine Cyberattacke näher an einem Sabotageakt als an einem normalen militärischen Angriff.

Während Rid in diesen Kapiteln dem normalen Verständnis der Begriffe folgt, ist „Subversion“ das merkwürdigste Kapitel des Buches. Es ist auch am meisten aus der Zeit gefallen. Rid sieht Subversion als die etablierte und notwendige Gegenrede in einer Demokratie, die auch zu einer immer wieder notwendigen Erneuerung der staatlichen Institutionen beitrage. Es geht also um den Diskurs in einer liberaldemokratischen Gesellschaft. In totalitären Staaten ist Subversion dann der Angriff auf die Institutionen, um zu einer Demokratie zu kommen. Als Beispiele nennt er den Arabischen Frühling und verschiedene Protestbewegungen, vor allem Globalisierungskritiker. Sie alle wollen „die Autorität einer herrschenden Ordnung (…) untergraben“. Dafür treten sie normalerweise öffentlich auf und stellen Forderungen.

Heute, nach dem Wahlsieg von Donald Trump, der Brexit-Abstimmung und den berechtigten Befürchtungen der westlichen Demokratien von Angriffen auf ihre Wahlen und der Unterstützung von demokratiefeindlichen Bewegungen (eigentlich immer führt die Spur nach Russland) wirkt das Kapitel anachronistisch. Auch weil „Subversion“ nach konventionellem Verständnis „meist im Verborgenen betriebene, auf die Untergrabung, den Umsturz der bestehenden staatlichen Ordnung zielende Tätigkeit“ (Google-Wörterbuch) ist. Rids Erklärung, warum er Subversion hier anders definiert, überzeugt nicht.

Die Initialzündung für „Mythos Cyberwar“ war sein Aufsatz „Cyber War will not take place“, den er Anfang 2012 im „Journal of Strategic Studies“ veröffentlichte. Das Buch erschien 2013 im Original als „Cyber War will not take place“ und wurde letztes Jahr in England unverändert wieder veröffentlicht. Denn, so Rid, seine Argumentation und das damit verbundene Analyseraster seien noch heute zutreffend. Das stimmt.

Trotzdem hat das informativ zu lesende Buch zwei große Probleme. Das eine ist die für die Analyse verwendete Definition von Krieg. Sie ermöglicht zwar eine eindeutige Analyse, aber die Definition ist sehr eingeschränkt. Letztendlich bestimmt die Definition das Ergebnis.

Das andere Problem hängt damit zusammen. Die Konzentration auf diesen engen Kriegsbegriff verstellt etwas den Blick auf die anderen Gefahren, die für Gesellschaften viel destabilisierender sein können als ein konventioneller Krieg, bei dem junge Männer sich auf dem Schlachtfeld der Ehre gegenseitig umbringen. Da hilft ein Blick in die USA.

Rid ignoriert sie nicht. Aber – und das liegt sicher daran, dass das Buch bereits vor fünf Jahren erschien – bei ihm sind die zahlreichen in dem Buch geschilderten Cyberattacken Ärgernisse, die letztendlich keine gravierenden Folgen haben. Noch.

Thomas Rid: Mythos Cyberwar – Über digitale Spionage, Sabotage und andere Gefahren

(übersetzt von Bettina Engels und Michael Adrian)

Edition Körber, 2018

352 Seiten

18 Euro

Originalausgabe

Cyber War will not take place

Oxford University Press/Hurst, London 2013

Unveränderte Neuauflage (naja, bis auf das in der deutschen Ausgabe zehnseitige Nachwort)

C. Hurst & Co. Publishers Ltd., London, 2017

Hinweise

Homepage von Thomas Rid

Thomas Rid: Cyber War will not take place, Journal of Strategic Studies 1/2012 (der Aufsatz, der die Initialzündung für „Mythos Cyberwar“ war)

Wikipedia über Thomas Rid (deutsch, englisch)

 


TV-Tipp für den 3. September: Yakuza

September 2, 2018

Arte, 23.30

Yakuza (The Yakuza, USA 1974)

Regie: Sydney Pollack

Drehbuch: Paul Schrader, Robert Towne (nach einer Geschichte von Leonard Schrader)

Buch zum Film: Leonard Schrader: The Yakuza, 1974 (Yakuza, Der Yakuza)

Privatdetektiv Harry Kilmer soll die von Yakuzas entführte Tochter eines alten Freundes befreien. Er fliegt nach Japan. Mit einem Ex-Yakuza, der in seiner Schuld steht, sucht er die Entführer. Gemeinsam geraten sie in eine blutige Auseinandersetzung.

Ein sträflich unterschätzter, weil kaum bekannter Thriller, der damals an der Kinokasse ein komerzieller Reinfall war. Die DVD wurde erst 2007 veröffentlicht und im Fernsehen läuft der Noir nur alle Jubeljahre.

Ein vorzüglich besetzter, komplexer und suggestiver Film von außerordentlicher Bildkraft.“ (Lexikon des internationalen Films)

Leonard Schrader (Mishima, Der Kuss der Spinnenfrau) hatte die Idee für die Geschichte. Sein Bruder Paul Schrader (Taxi Driver) und Robert Towne (Chinatown) schrieben das Drehbuch. Leonard Schrader schrieb anschließend das Buch zum Film, das mehr als ein in Prosa umgeschriebenes Drehbuch ist.

Schon Pollacks Film zeigt, wie sehr der yakuza-Code die Handlung der Protagonisten bestimmt. In Schraders Roman werden darüber hinaus die Hintergründe aufgefächert. Schrader bietet eine Sicht von innen: Er zeigt die äußeren Zwänge wie die moralische Größe, die dem rituellen Verhalten entspringt; er nimmt den Mythos als gegebene Tatsache – und lässt so sein Action-Abenteuer zugleich zu einem Abenteuer werden, das von unseren Auffassungen von der Welt und vom Leben allgemein handelt.“ (Norbert Grob: Nachwort, in „Der Yakuza“)

Mit Robert Mitchum, Ken Takakura, Brian Keith, Herb Edelman, Richard Jordan, Kishi Keiko, Okada Eiji, James Shigeta

Wiederholung: Mittwoch, 12. September, 00.35 Uhr (Taggenau!)

Der Roman zum Film

Leonard Schrader: Der Yakuza

(übersetzt von Jürgen Bürger)

Alexander Verlag, 2008

344 Seiten

16,90 Euro

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Yakuza“

Wikipedia über „Yakuza“ (deutsch, englisch)

Noir of the Week über „Yakuza“


Die Krimibestenliste September 2018

September 2, 2018

Während die Biergartenzeit sich langsam, aber sicher dem Ende zuneigt, präsentieren die F.A.S. und Deutschlandfunk Kultur die September-Krimibestenliste

1. Tom Franklin – Krumme Type, krumme Type (Platzierung im Vormonat: /)

Pulp Master, 416 Seiten, 15,80 Euro

2. Lisa McInerney – Glorreiche Ketzereien (Platzierung im Vormonat: 1)

Liebeskind, 448 Seiten, 24 Euro

3. Mercedes Rosende – Krokodilstränen (Platzierung im Vormonat:/)

Unionsverlag, 224 Seiten, 18 Euro

4. Claudia Piñeiro – Der Privatsekretär (Platzierung im Vormonat: 6)

Unionsverlag, 320 Seiten, 22 Euro

5. Gianrico Carofiglio – Kalter Sommer (Platzierung im Vormonat: 8)

Goldmann, Goldmann, 352 Seiten, 20 Euro

6. Max Annas – Finsterwalde (Platzierung im Vormonat: 10)

Rowohlt, 400 Seiten, 22 Euro

7. J.G. Ballard – Millennium People (Platzierung im Vormonat: /)

Diaphanes, 352 Seiten, 20 Euro

8. D. B. Blettenberg – Falken jagen (Platzierung im Vormonat: /)

Pendragon, 384 Seiten, 18 Euro

9. Jo Nesbø – Macbeth (Platzierung im Vormonat: /)

Penguin, 624 Seiten, 24 Euro

10. Jane Harper – Ins Dunkel (Platzierung im Vormonat: /)

Rowohlt, 416 Seiten, 14,99 Euro

Schöne Liste. Den neuen Blettenberg lese ich gerade – und bin begeistert. Einige andere, wie Franklin und Annas stehen ganz weit oben auf meiner Zu-Lesen-Liste.

Und das neue-alte Buch „Das dunkle Herz der Stadt“ von George Pelecanos (Ars Vivendi, 20 Euro) sollte nächsten Monat auf der Liste stehen. Es ist die deutsche Ausgabe des dritten und bislang letzten Nick-Stefanos-Privatdetetivkrimi „Down by the river where the dead men go“ von 1995.

In den USA veröffentlichte Pelecanos jetzt, nach einer jahrelangen Pause, mit „The man who came uptown“ einen neuen Roman. In dem in Pelecanos‘ Heimatstadt Washington, D. C., spielenden Krimi geht es um einen Ex-Sträfling, der sich nach seiner Entlassung vor der Frage steht, wie er künftig ein ehrliches Leben führen kann. Denn es gibt Verpflichtungen.


TV-Tipp für den 2. September: Straight Outta Compton

September 2, 2018

RTL II, 20.15

Straight Outta Compton (Straight Outta Compton, USA 2015)

Regie: F. Gary Gray

Drehbuch: Jonathan Herman, Andrea Berloff

Band-Biopic über N. W. A..

Fulminantes zweieinhalbstündiges HipHop-Feuerwerk, das einen auch daran erinnert, wie wichtig diese Musik damals war.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Corey Hawkins, Jason Mitchell, Paul Giamatti, O’Shea Jackson Jr., Neil Brown Jr., Aldis Hodge, R. Marcos Taylor, Tate Ellington, Carra Patterson, Marlon Yates Jr., Keit Powers

Wiederholung: Montag, 3. September, 03.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise
Deutsche Facebook-Seite zum Film
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Straight Outta Compton“
Moviepilot über „Straight Outta Compton“
Metacritic über „Straight Outta Compton“
Rotten Tomatoes über „Straight Outta Compton“
Wikipedia über „Straight Outta Compton“ (deutsch, englisch) und N. W. A. (deutsch, englisch)
AllMusic über N. W. A.

Meine Besprechung von F. Gary Grays „Straight Outta Compton“ (Straight Outta Compton, USA 2015)

Meine Besprechung von F. Gary Grays „Fast & Furious 8“ (The Fate of the Furious, USA 2017)


TV-Tipp für den 1. September: Elle

September 1, 2018

One, 22.00

Elle (Elle, Frankreich/Deutschland/Belgien 2016)

Regie: Paul Verhoeven

Drehbuch: David Birke

LV: Philippe Djian: Oh…, 2012 (Oh…)

Michèle Leblanc (Isabelle Huppert), die taffe Chefin einer Videogame-Firma, wird vergewaltigt. Danach reagiert sie anders als erwartet. Denn sie verweigert konsequent die Opferrolle.

Grandioser Thriller von „Basic Instinct“ Paul Verhoeven mit einer grandiosen Isabelle Huppert in der Hauptrolle.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Isabelle Huppert, Laurent Lafitte, Anne Consigny, Christian Berkel, Charles Berling, Virginie Efira, Judith Magre, Jonas Bloquet, Alice Isaaz, Vamila Pons

Wiederholung: Montag, 3. September, 01.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Französische Homepage zum Film

Filmportal über „Elle“

Moviepilot über „Elle“

Metacritic über „Elle“

Rotten Tomatoes über „Elle“

Wikipedia über „Elle“ (deutsch, englisch, französisch)

Perlentaucher über Philippe Djian

Wikipedia über Philippe Djian (deutsch, englisch, französisch)

Meine Besprechung von Philippe Djians „Die Rastlosen“ (Incidences, 2010 – und der Verfilmung „Liebe ist das perfekte Verbrechen“)

Meine Besprechung von Paul Verhoevens „Flesh + Blood“ (Flesh + Blood, USA 1985)

Meine Besprechung von Paul Verhoevens Philippe-Djian-Verfilmung „Elle“ (Elle, Frankreich/Deutschland/Belgien 2016) und der DVD