Drehbuch: Christopher McQuarrie, Jez Butterworth, John-Henry Butterworth
LV: Hiroshi Sakurazaka: All you need is Kill, 2004
Nachdem Major Bill Cage (Tom Cruise) von den außerirdischen, scheinbar unbesiegbaren Mimics ermordet wird, hat er danach ein Erlebnis der besonderen Art. Er erlebt seine letzten Stunden vor dem Tod noch einmal – und mit der bekannten Kämpferin Rita Vrataski (Emily Blunt), die ihn zu einem Kämpfer ausbildetet, nehmen sie den Kampf auf.
Unglaublich flotter, dicht erzählter Action-Science-Fiction-Thriller mit einer ordentlichen Portion schwarzen Humors und einem klugen Umgang mit den Paradoxien der Zeitreise (was hier eigentlich nur eine kleine Zeitschleife ist), der etwas zu unpolitisch geraten ist.
BND-Mitarbeiter Martin Behrens will herausfinden, warum seine heimliche Geliebte, die investigative Journalistin Aurice Köhler, bei einem Bombenanschlag auf ein Münchner Café starb. Denn es ist möglich, dass sie wegen seiner Arbeit und Informationen, die sie von ihm erhielt, gezielt ermordet wurde.
TV-Premiere. Gelungener deutscher Polit-Thriller mit zahlreichen vertrauten Wendungen und einem arg naiven Helden. Immerhin ist der BND-Zentralasienexperte Behrens knietief in den Kampf gegen den Terrorismus verwickelt.
mit Ronald Zehrfeld, Alexander Fehling, Katharina Lorenz, Claudia Michelsen, Axel Prahl, Antje Traue, August Zirner
mit Josef Hader, Tobias Moretti, Nora von Waldstätten, Roland Düringer, Margarethe Tiesel, Christopher Schärf, Sasa Barbul, Johannes Silberschneider, Wolf Haas (Cameo)
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Die selbstverständlich lesenswerte Vorlage
Wolf Haas: Das ewige Leben dtv, 2015 208 Seiten
8,95 Euro
– Erstausgabe
Hoffmann und Campe Verlag, 2003
– Hinweise
TV-Premiere. Formal beeindruckender Uni-Abschlussfilm. Tim Dünschede erzählt die Geschichte ohne einen Schnitt. Dummerweise ist die Gangstergeschichte (es geht um eine Compliance-Managerin, die unsaubere Zahlungen entdeckt, einen Undercover-Polizisten, der ein Geldwäsche-Netzwerk enttarnen soll und um illegale Boxkämpfe) eine Ansammlung von Klischees, schlechten Entscheidungen und schlechten Dialogen.
Michael Ciminos kritischer Blick auf Amerika (Frankreich 2019)
Regie: Jean-Baptiste Thoret
Drehbuch: Jean-Baptiste Thoret
Mit seinem Debütfilm „Die Letzten beißen die Hunde“, dem mit fünf Oscars ausgezeichnetem Vietnam-Drama „Die durch die Hölle gehen“ und dem Western „Heaven’s Gate“ drehte Michael Cimino (1939 – 2016) hintereinander drei Klassiker. Dummerweise war „Heaven’s Gate“ 1980, nach seiner Premiere, auch ein gigantischer Flop. In den Reagan-Jahren wollten die Zuschauer andere Filme sehen. Außerdem haben lange, komplexe Filme es eh schwer in den USA (Ich sage nur „Es war einmal in Amerika“.). Danach war die Karriere von Cimino eigentlich vorbei. Trotzdem sind auch seine folgenden Filme „Im Jahr des Drachen“, „Der Sizilianer“, „24 Stunden in seiner Gewalt“ und „The Sunchaser“ (gut, der vielleicht am wenigsten) einen Blick wert.
Kernstück der heute erstmals im TV gezeigten Doku ist ein Roadtrip, den Regisseur Jean-Baptiste Thoret 2010 mit Michael Cimino durch den amerikanischen Westen unternahm und mit ihm über sein Leben, seine Filme und seine Sicht auf Amerika redete.
Davor, um 20.15 Uhr, zeigt Arte Ciminos Debüt „Die Letzten beißen die Hunde“. Danach solltet ihr dranbleiben. Denn um 23.00 Uhr läuft John Boormans kultiger SF-Film „Zardoz“ (mit Sean Connery).
Beeindruckendes Biopic über die am 7. Februar 2005 in Berlin von ihrem Bruder erschossene Hatun Sürücü. Sie wurde von ihrer Familie ermordet, weil sie ein selbstbestimmtes Leben leben wollte.
Es gibt diese Tage, an denen man einfach genug hat und zurückschlägt. Damián Szifrón erzählt in seinem argentinischen Kinohit sechs solcher Geschichte, die alle überzeugen und nicht nachgeahmt werden sollten. „Wild Tales“ ist ein großer Spaß, der viel zu selten im Fernsehen gezeigt wird.
mit Ricardo Darin, Dario Grandinetti, Oscar Martinez, Leonardo Sbaraglia, Érica Rivas, Rita Cortese, Julieta Zylberberg, Maria Marull, Mónica Villa, César Bordón, Walter Donado, Ricardo Darín, Nancy Dupláa, María Onetto, Alan Daicz, Osmar Núnez, German de Silva, Diego Gentile
Aktuell ist Arte der Sender für gehaltvolle Kino-Dokus. Heute gibt es eine brandneue, fast einstündige, informative Doku über einen bahnbrechenden Science-Fiction-Film.
Another Day of Life (Another Day of Life, Polen/Spanien/Belgien/Deutschland 2018)
Regie: Raúl de la Fuente, Damian Nenow
Drehbuch: Raúl de la Fuente, David Weber, Amaia Remirez
LV: Ryszard Kapuscinski: Jeszcze dzień życia, 1976 (Wieder ein Tag Leben)
TV-Premiere. Äußerst gelungene und sehenswerte Mischung aus Dokumentar- (weniger) und Animationsfilm (mehr, viel mehr), der die Erlebnisse des polnischen Journalisten Ryszard Kapuscinski 1975 in Angola schildert. Damals tobte dort ein äußerst blutig und rücksichtslos geführten Bürgerkrieg um die Unabhängigkeit des Landes. Unzählige Kriegsparteien bekämpften sich und die Weltmächte fochten dort einen weiteren Stellvertreterkrieg aus.
Drehbuch: Jerzy Stefan Stawinski (nach seiner gleichnamigen Erzählung)
Warschau, 1944: Nach einem gescheiterten Aufstand gegen die Deutschen versuchen einige Männer und Frauen durch die Kanalisation aus der Stadt fliehen.
Seit Ewigkeiten nicht mehr gezeigter zweiter Spielfilm von Andrzej Wajda, für den er in Cannes den Regiepreis erhielt. Danach drehte er „Asche und Diamant“, „Der Mann aus Marmor“, „Der Mann aus Eisen“, „Danton“, „Eine Liebe in Deutschland“ und „Korczak“.
Nach der angekündigten Länge könnte Arte die auch in der DDR gezeigte Originalfassung zeigen. In Deutschland lief der Film in einer um sieben Minuten gekürzten Fassung.
mit Wienczyslaw Glinski, Teresa Izewska, Tadeusz Janczar, Emil Karewicz, Wladyslaw Sheybal
James Bond: In tödlicher Mission (For your eyes only, Großbritannien 1981)
Regie: John Glen
Drehbuch: Richard Maibaum, Michael G. Wilson
LV: Ian Fleming: For you eyes only, 1960 (Für Sie persönlich, Kurzgeschichte), Risico, 1960 (Riskante Geschäfte, Kurzgeschichte)
James Bond sucht im Mittelmeer ein verschwundenes Gerät zur Steuerung der U-Boot-Flotte, das ATAC. Es wurde von dem griechischen Millionär Kristatos geklaut, der es an die Sowjets verkaufen will.
Einer der besseren Roger-Moore-Bonds. „Variety“ hielt „In tödlicher Mission“ sogar für einen der durchgehend erfreulichsten aller bis dahin gedrehten zwölf Bond-Filme. Andere Kritiker meinten, es sei ein Remake von „Im Geheimdienst ihrer Majestät“ (Hm.) und eine einzige Verfolgungsjagd (Gut!) mit viel Werbung (Schlecht!). Jedenfalls kam diese Mischung dem Talent von John Glen entgegen und Roger Moore bewältigte seine Arbeit mit der Hilfe von fast fünfzig Stuntmännern.
Mit Roger Moore, Carole Bouquet, Julian Glover, Chaim Topol, Lois Maxwell, Desmond Llewelyn
Kagemusha – Der Schatten des Kriegers (Kagemusha, Japan 1980)
Regie: Akira Kurosawa
Drehbuch: Akira Kurosawa, Masato Ide
Japan, 1572: Der erfolgreiche und gefürchtete Kriegsherr Fürst Shingen Takeda (Tatsuya Nakadai) wird in einer Schlacht durch einen Schuss tödlich verletzt. Vor seinem Tod verfügt er, dass ein namenloser Dieb (ebenfalls Tatsuya Nakadai) für die nächsten drei Jahre seinen Platz einnehmen soll. Der Dieb übernimmt die Rolle als ‚Kagemusha‘ (Schattenkrieger). Er muss, unterstützt von einigen Vertrauten des Fürsten, Freund und Feind täuschen.
Seit Ewigkeiten nicht mehr gezeigtes Quasi-Spätwerk von Akira Kurosawa. Bis zu seinem Tod am 6. September 1998 drehte der am 23. März 1910 geborene Kurosawa noch vier hochgelobte Filme. Aber als „Kagemusha“ Film in Cannes gezeigt wurde und dort die Goldene Palme erhielt, war es Kurosawas erster Film nach einer fünfjährigen Pause, seine bekanntesten Werke (wie „Rashomon“, „Die sieben Samurai“ und „Yojimbo“) lagen schon Jahre zurück und niemand dachte ernsthaft, dass Kurosawa noch mehrere Filme inszenieren würde.
„Kagemusha“ ist ein künstlerischer Erfolg, der beim Ansehen auch immer wieder eine dröge Angelegenheit ist. Es gibt keine Identifikationsfiguren. Die Geschichte ist immer wieder rätselhaft. Viele, lange Szenen werden, wie Bühnenbilder, ungeschnitten und ohne eine einzige Kamerabewegung präsentiert, was das erzählerische Gewicht auf die Dialoge legt und zeigt, wie starr, unbeweglich und überholt die Herrschaft des Hauses Takeda ist. Die Schlachten und ihre Folgen sind in optisch überwältigenden Bildern inszeniert. Es sind wunderschön alptraumhafte Gemälde. Die aus „Die sieben Samurai“ bekannte Dynamik und klare Struktur der Kämpfe fehlt. In „Kagemusha“ wird der Verlauf der Schlacht, also wer gegen wen mit welcher Strategie kämpft und welche Soldaten zu welcher Truppe gehören, nie klar. Die japanischen Zwischentitel, die über das Kampfgeschehen aufklären könnten, wurden aus unerfindlichen Gründen nicht ins Deutsche übersetzt. So sind die Schlachten nur noch ebenso farbenprächtige wie sinnlose Massaker. Und natürlich bleiben dem westlichen Betrachter die historischen und kulturellen Hintergründe verborgen. Denn „Kagemusha“ basiert, mehr oder weniger, auf wahren Ereignissen.
Insofern ist „Kagemusha“ nicht so mitreisend wie „Die sieben Samurai“ und „Rashomon“. Sehenswert ist das Drama trotzdem.
Eine zeitgenössische Einschätzung: „mit Sicherheit einer der außergewöhnlichsten und besten Filme des Jahres 1980“ (Fischer Film Almanach 1981)
mit Tatsuya Nakadai, Kenichi Hagiwara, Kota Yui, Hideji Otaki, Hideo Murata, Takayuki Shiho
Der seltsame Fall des Benjamin Button (The curious Case of Benjamin Button, USA 2008)
Regie: David Fincher
Drehbuch: Eric Roth
LV: F. Scott Fitzgerald: The curious Case of Benjamin Button, 1922 (Kurzgeschichte)
Wie alle Menschen altert Benjamin Button. Allerdings wird er nicht älter, sondern jünger.
Prächtiges Ausstattungskino mit prominenter Besetzung, basierend auf einer Kurzgeschichte, die zu einem gut dreistündigem Film wurde.
mit Brad Pitt, Cate Blanchett, Taraji P. Henson, Julia Ormond, Jason Flemyng, Elias Koteas, Tilda Swinton, Jared Harris, Elle Fanning, Mahershala Ali (im Film als Mahershalhashbaz Ali)
Wiederholung: Montag, 24. Mai, 01.55 Uhr (Taggenau!)
Wade Wilson sagt, dass „Deadpool“ der beste Superheldenfilm aller Zeiten ist und dass man, wenn man nur einen Superheldenfilm sehen will, „Deadpool“ sehen muss.
Der Mann, der zuviel wusste (The man who knew to much, USA 1956)
Regie: Alfred Hitchcock
Drehbuch: John Michael Hayes, Angus McPhail (ungenannt)
Eigentlich wollten die McKennas nur einen schönen Marokko-Urlaub verbringen. Aber dann erfahren sie von einer Verschwörung und ihr Sohn wird entführt.
Hitchcocks äußerst gelungenes Remake von seinem gleichnamigen Film aus dem Jahr 1934: mit einem größeren Budget, in Farbe und einer erträglichen Doris Day. Höhepunkt ist die zehnminütige Konzertszene in der Royal Albert Hall, deren Höhepunkt – während eines Beckenschlages – ein Schuss auf den Botschafter ist.
Mit James Stewart, Doris Day, Daniel Gélin, Brenda de Banzie, Bernard Miles, Ralph Truman, Reggie Maldar
Wiederholung: Samstag, 22. Mai, 00.25 Uhr (Taggenau!)
James Bond: GoldenEye (GoldenEye, Großbritannien 1995)
Regie: Martin Campbell
Drehbuch: Michael France, Jeffrey Caine
LV: Charakter von Ian Fleming
Buch zum Film: John Gardner: GoldenEye, 1995 (GoldenEye)
General Ourumov (Gottfried John) und Xenia (Famke Janssen), die zur Geheimorganisation „Janus“ gehören, haben sich den Zugang zu Weltraumsatelliten verschafft und damit können sie alles kontrollieren. James Bond soll das Schlimmste verhindern und bei seiner Hatz nach den Verbrechern trifft er auch auf einen alten Bekannten.
Erster Auftritt von Pierce Brosnan als Agent mit der Lizenz zum Töten. Für Bond-Fans eine etwas lang geratene, aber unterhaltsame Tour durch die bisherigen Bond-Filme. Finanziell war der Actionfilm unglaublich erfolgreich, – obwohl Brosnan der (wir reden Prä-Daniel-Craig!) in diesem Film der stilloseste Bond aller Zeiten war: unrasiert (!!) und schwitzend (!!!). DAS wäre den anderen niemals passiert.
Thriller-Autor John Gardner (u. a. schrieb er einen Gegententwurf zu Bond: die Boysie-Oakes-Serie über einen sehr unheldischen Geheimagenten) schrieb ab 1981 auf Wunsch der Fleming-Erben die Abenteuer von James Bond fort und hier das Buch zum Film.
Anschließend, um 23.00 Uhr, lässt Vox Roger Moore „Im Angesicht des Todes“ als James Bond um die Welt reisen.
mit Pierce Brosnan, Sean Bean, Izabella Scorupco, Famke Janssen (die Bond in die Zange nimmt), Judi Dench (als M bezeichnet sie ihn als „Relikt aus dem Kalten Krieg“), Gottfried John, Joe Don Baker (mal wieder dabei, inzwischen auf der Seite der Guten), Robbie Coltrane, Samantha Bond, Desmond Llewelyn, Tcheky Karyo, Michael Kitchen
Für alle, die den Neowestern vor einigen Tagen verpassten; zur Einstimmung gibt es vorher, um 20.15 Uhr, Ken Loachs „Ich, Daniel Blake“ und, um 21.50 Uhr die „Es war einmal…“-Doku dazu.
Arte, 22.45
The Rider (The Rider (USA 2017)
Regie: Chloé Zhao
Drehbuch: Chloé Zhao
Quasi-dokumentarischer Spielfilm über den jungen Rodeoreiter Brady Blackburn (Brady Jandreau), der nach einem Unfall nicht mehr Rodeo reiten darf und seinen Versuchen, sich damit zu arrangieren.
Chloé Zhao, die vor wenigen Tagen für ihren neuen Film „Nomadland“ unter anderem den Oscar als bester Spiefilm und für die beste Regie erhielt (der deutsche Kinostart ist noch unklar), erzählt in ihrem vorherigen Film mit Laiendarstellern, die sich letztendlich selbst spielen, vom deprimierend trostlosen Leben im US-amerikanischen Hinterland. Da ist, bis auf die leinwandfüllenden Sonnenuntergänge, alles deprimierend trostlos. Vom Mythos des Rodeoreiters, den Sam Peckinpah schon in „Junior Bonner“ entmystifizierte und dem Brady und seine Freunde wie einer Religion anhängen, bleibt nichts mehr übrig.
Dank der Schauspieler, den leinwandfüllenden Bildern, Zhaos geduldigem Einlassen auf die Laiendarsteller und ihr Leben und ihrem sie, ihr Leben und ihre Ansichten nie verurteilendem Blick ist der Neo-Western „The Rider“ ein aufbauender, zutiefst humanistischer Film.
mit Brady Jandreau, Lilly Jandreau, Tim Jandreau, Lane Scott, Cat Clifford, Terri Dawn Pourier
La belle saison – Eine Sommerliebe (La belle saison, Frankreich/Belgien 2015)
Regie: Catherine Corsini
Drehbuch: Catherine Corsini, Laurette Polmanss
1971 trifft die 23-jährige Delphine in Paris die Aktivistin Carole. Sie verlieben sich ineinander. Aber dann muss Delphine zurück auf den Hof ihrer Eltern. Carole folgt ihr in eine für sie vollkommen fremde Welt.
Wunderschöne, politisch grundierte Sommerromanze, die auch viel über die frühen Siebziger Jahre in Frankreich erzählt
Die neunjährige Benni lebt von Wutausbruch zu Wutausbruch, von Pflegefamilie zu Pflegefamilie zu betreuter Wohnreinrichtung und zurück. Niemand hält es länger mit ihrer Zerstörungswut und ungehemmten Aggression aus. Trotzdem versucht Frau Bafané vom Jugendamt ihr zu helfen. Mit immer neuen Maßnahmen.
Wow, was für ein Film: dicht inszeniert, nah an der Realität, klar in der Analyse und durchgehend einfache Antworten verweigernd. Der Film war ein Kritiker- und Publikumserfolg.
TV-Premiere – und gleich ein dickes Lob an das ZDF für die Uhrzeit (sonst wird so ein Film ja gerne nach Mitternacht versteckt), für die danach folgende haltstündige, den Film vertiefende Doku „Schrei nach Liebe“ (Regie: Liz Wieskerstrauch) und den Mut, einfach mal für einen Abend das heilige Programmschema zu ignorieren. Das heute-journal beginnt deshalb um 22.40 Uhr.
Am Dienstag, den 18. Mai, gibt es um 22.15 Uhr die ebenfalls halbstündige, ebenfalls den Film vertiefende „37°“-Dokumentation „Die Wütenden – Wenn Kinder das System sprengen“ (Regie: Anabel Münstermann, Valerie Henschel).
mit Helena Zengel, Albrecht Schuch, Gabriela Maria Schmeide, Lisa Hagmeister, Melanie Straub, Victoria Trauttmansdorff, Maryam Zaree, Tedros Teclebrhan
In einer psychiatrischen Klinik behandelt Dr. Ellie Staple die gegen ihren Willen inhaftierten ‚Mr. Glass‘ Elijah Prince (Samuel L. Jackson), David Dunn (Bruce Willis; beide bekannt aus „Unbreakable“) und ‚The Beast‘ Kevin Wendell Crumb (James McAvoy, bekannt aus „Split“). Sie glaubt, dass diese Männer nicht über übermenschliche Kräfte verfügen, vulgo keine Superhelden, sondern ganz normal verrückt sind.
TV-Premiere, bestenfalls halb überzeugender Superheldenfilm, der weniger der Abschluss einer Trilogie ist, was wir auch erst beim Start von diesem Film erfahren haben, als der Beginn von irgendeiner neuen Serie, die es jetzt wahrscheinlich doch nicht gibt. Gut so.
Davon abgesehen: McAvoy ist ein Genuss. Samuel L. Jackson gewohnt zuverlässig. Bruce Willis gewohnt lustlos.
mit James McAvoy, Samuel L. Jackson, Bruce Willis, Anya Taylor-Joy, Spencer Treat Clark, Charlayne Woodard, Sarah Paulson, Luke Kirby, M. Night Shyamalan
Wiederholung: Montag, 17. Mai, 01.45 Uhr (Taggenau!)
Collider über das Ende (Ähem, ja, vor allem bei Wikipedia und Collider: Vorsicht Spoiler! – und auch der jetzt wohl mehr oder weniger offizielle Name der Trilogie ist, wenn man „Glass“ nicht gesehen und ein gutes Gedächtnis hat, ein Spoiler.)