Neu im Kino/Filmkritik: „Die Ermittlung“, eine immer noch notwendige Geschichtsstunde

Juli 25, 2024

Wie konnte das geschehen? Als Peter Weiss vor fast sechzig Jahren sein Theaterstück „Die Ermittlung. Oratorium in 11 Gesängen“ aus eigenen Aufzeichnungen, Zeitungsartikeln und Protokollen montierte, war das Stück die dichte Zusammenfassung des in Frankfurt am Main vom 20. Dezember 1963 bis zum 20. August 1965 stattgefundenen, von der Öffentlichkeit aufmerksam verfolgten ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses. Das Stück wurde am 19. Oktober 1965 in einer Ring-Uraufführung in fünfzehn west- und ostdeutschen Städten und in London erstmals aufgeführt. Es zeigt in seiner klaren Sprache das Terrorregime in einem KZ und die erbärmlichen Verteidigungsstrategien der Täter.

Heute ist „Die Ermittlung“ eine äußerst dichte Zusammenfassung des Prozesses und des Systems Konzentrationslager. Seit Weiss sein Oratorium geschrieben hatte, füllte die Forschung weitere Lücken aus. Es gibt Erklärungen, wie ganz normale Männer und Frauen damals diese und andere schreckliche Taten vollbringen konnten. Und vieles, was früher in der deutschen Gesellschaft geleugnet wurde und hoch umstritten war – auch weil die Täter noch lebten und teils an einflussreichen Stellen arbeiteten – ist heute nicht mehr umstritten. In neueren Dokumentarfilmen wird immer davon ausgegangen, dass die Deutschen ganz genau wussten, was geschah. Auch weil das spurlose Verschwinden von Millionen Mitbürgern und ein KZ vor der eigenen Haustür nicht zu übersehen waren.

Zuletzt zeigte Jonathan Glazer in der beeindruckenden Martin-Amis-Verfilmung „The Zone of Interest“ das ganz normale Leben von der Frau eines KZ-Lagerkommandanten neben dem KZ und wie alle ignorieren, was hinter den Mauern des Lagers geschieht.

In diesem Umfeld könnte ein Film wie „Die Ermittlung“ überflüssig sein. Die Informationen, die in dem Stück präsentiert werden, sind bekannt und sie wurden in den vergangenen Jahrzehnten in Dokumentarfilmen in einer leichter zu konsumierenden Form unzählige Male präsentiert. Auch das Theaterstück ist bekannt. Auf YouTube kann man sich mühelos die von Peter Schulze-Rohr 1966 für den NDR erstellte SW-Aufzeichnung des Stücks, die vor allem eine Abfolge sprechender Köpfe ist, ansehen.

RP Kahl fügt ihr nichts wesentlich neues hinzu. Auch er verfilmt lediglich, mit anderen Schauspielern, den Text des Stückes. Auch bei ihm ist die Kamera unauffällig. Manchmal ist seine Kamera, wenn sie die Schauspieler aufnimmt, anders positioniert, manchmal nicht. Da unterscheidet sich eine sechzig Jahre alte SW-Aufzeichnung für das Fernsehen wenig von einer neuen Inszenierung für das Kino. Das karge, stilisierte Bühnenbild ist moderner, ohne von den einzelnen Aussagen der Zeugen und Angeklagten abzulenken. Kahl verzichtet, wie zuletzt Glazer in „The Zone of Interest“ und wie Claude Lanzmann in dem Dokumentarfilmklassiker „Shoah“ auf das Zeigen des Grauens. In Kahls Film gibt es, wie in einer traditionellen Theateraufführung, nur Schauspieler, die ihren Text aufsagen.

Das macht die neue Verfilmung des Theaterstück für ein heutiges Publikum absolut sehenswert.

Über den Inhalt muss wohl nichts gesagt werden. Die Aussagen der Täter und Opfer sind heute immer noch schockierend und schwer erträglich. Auch der Film ist Dank seiner reduzierten, das Wort in den Mittelpunkt stellenden Inszenierung schwer erträglich. Das ist einmal die epische Länge von vier Stunden (die Pause hilft nur bedingt), die Menge an Informationen (auch wenn politisch und historisch informierte Bürger sie heute kennen sollten), die Menge an Details über den Tötungsapparat und die Arroganz der Täter, die sich mit einer Mischung aus Nicht-Wissen(-wollen) und Befehlsketten, die beachtet werden mussten von jeder Verantwortung freisprechen.

Die Verhandlung fand vom 20. Dezember 1963 bis zum 20. August 1965, keine zwanzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, statt. Danach konnte kein Deutscher mehr die Existenz von Auschwitz leugnen. Heute dient die Erinnerung daran als Geschichtsstunde und als Warnung.

Im Kino läuft der Film in einer gekürzten dreistündigen und in einer vierstündigen Fassung, in der das gesamte Theaterstück mit einer Pause gezeigt wird. Diese Fassung kenne ich und diese Fassung sollte auch gesehen werden. Denn wer möchte sich schon eine gekürzte Fassung eines Theaterstücks ansehen?

P. S.: Vielleicht nehmen einige TV-Redakteure diese Aufzeichnung eines Theaterstücks zum Anlass, wieder verstärkt aktuelle Theaterstücke und Inszenierungen im Fernsehen zu präsentieren. Früher wurde das gemacht.

Die Ermittlung (Deutschland 2024)

Regie: RP Kahl

Drehbuch: Peter Weiss

LV: Peter Weiss: Die Ermittlung. Oratorium in 11 Gesängen, 1965 (Theaterstück)

mit Rainer Bock, Clemens Schick, Bernhard Schütz

(als Zeugen) Christian Kaiser, Dirk Ossig, Arno Frisch. Elisabeth Duda, Nicolette Krebitz, Attila Georg Borlan, Robert Mika, Marcel Hensema, Christiane Paul, Barbara Philipp, Klaudiusz Kaufmann, Marc Fischer, Andreas Anke, Dorka Gryllus, Marek Harloff, André Szymanski, Sabine Timoteo, Eva Maria Jost, Peter Lohmeyer, Thomas Meinhardt, Marco Hofschneider, Matthias Zera, Rony Herman, Axel Moustache, André Hennicke, Karl Markovics, Filipp Avdeev, Mark Zak, Ralph Schicha, Andreas Schröders, René Ifrah, Axel Sichrovsky, Peter Schneider, Jiří Mádl, Andreas Lechner, Axel Pape, Andreas Pietschmann, Tom Wlaschiha, Robert Hunger-Bühler

(als Angeklagte) Wilfried Hochholdinger, Thomas Dehler, Michael Rotschopf, Niels Bruno Schmidt, Christian Hockenbrink, Christian Pfeil, Tristan Seith, Torsten Ranft, Ronald Kukulies, Michael Schenk, Frank Röth, Nico Ehrenteit, Adam Venhaus, Till Wonka, Arndt Schwering-Sohnrey, Timo Jacobs, Lasse Myhr, Matthias Salamon

Länge: 241 Minuten (Originalfassung mit 11 Gesängen)

186 Minuten (gekürzte Fassung mit 8 Gesängen)

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Die Ermittlung“

Moviepilot über „Die Ermittlung“

Wikipedia über „Die Ermittlung“ (Film, Theaterstück: deutsch, englisch)

Informatives Making-of zum Film

Die in der Kritik erwähnte TV-Aufzeichnung von Peter Schulze-Rohr

 


TV-Tipp für den 25. Juli: Geronimo – Eine Legende

Juli 24, 2024

ZDFneo, 21.35

Geronimo – Eine Legende (Geronimo: An American Legend, USA 1993)

Regie: Walter Hill

Drehbuch: John Milius, Larry Gross

Ein junger West-Point-Absolvent erzählt, wie er die Jagd auf Geronimo erlebte. Der Indianerhäuptling kämpfte mehrere Jahre gegen die US-Armee, bevor er sich 1886 kampflos ergab.

Postmoderner Spät-Western. „Die Geschichte des letzten Indianeraufstands als elegisches Dokudrama: ohne übergroße Helden, ohne mythische Überzeichnung in Bild und Stil. Indianer und Soldaten agieren wie Gezeichnete, die bei allem, was sie tun und wofür sie kämpfen, nur verlieren. (…) Sie ahnen, dass ihre Zeit abgelaufen ist, und wissen, dass sie dennoch nicht aufgeben dürfen.“ (Norbert Grob: Geronimo, in Bernd Kiefer/Norbert Grob: Filmgenres: Western, 2003)

mit Jason Patric, Robert Duvall, Gene Hackman, Wes Studi, Matt Damon

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Geronimo“

Wikipedia über „Geronimo“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Walter Hills “Straßen in Flammen” (Streets on Fire, USA 1984)

Meine Besprechung von Walter Hills “Shoutout – Keine Gnade” (Bullet to the Head, USA 2013)

Walter Hill in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: MCU # 34: „Deadpool & Wolverine“

Juli 24, 2024

Der am meisten erwartete Film des Jahres, der einzige Marvel-Film des Jahres und der Film, der das Marvel Cinematic Universe (MCU) retten soll. Denn nach dem Ende der enorm erfolgreichen 23 Kinofilme umfassenden Infinity-Saga, die 2019 endete, strauchelt Marvel. Viele seit Jahren bei den Fans beliebte Figuren wurden damals in den Ruhestand verabschiedet. Seitdem wurden viele neue Figuren, Gruppen und Welten eingeführt. Überzeugend war kaum einer der Filme und, auch wenn wir jetzt schon mehrere Filme und Streaming-Serien in der „Multiverse-Saga“ sind, wissen wir nach zehn Kinofilmen nur, dass es mehrere Universen (vulgo Multiverse) gibt und dass dieser erzählerische, aus den Marvel-Comics bekannte Kniff im MCU der beherzte Schritt in die absolute erzählerische Beliebigkeit war. Wenn bei den Fans etwas nicht funktioniert, wird es einfach im nächsten Film ignoriert und wenn der Drehbuchautor schlampt, wird einfach das Etikett „Multiverse“ draufgeklebt und alles ist in Ordnung.

Das soll jetzt mit dem dritten „Deadpool“-Film, der auch der erste „Deadpool“-Film im MCU ist, anders werden. Die ersten beiden „Deadpool“-Filme „Deadpool“ (2016, Regie: Tim Miller) und „Deadpool 2“ (2018, Regie: David Leitch) gehörten zum „X-Men“-Franchise. Gespielt wurde „Deadpool“ Wade Wilson, der Söldner mit der großen Klappe, immer von Ryan Reynolds. Wilson verfügt nach einem Experiment über wahnsinnig schnelle Selbstheilungskräfte. Und er ist seitdem so verunstaltet, dass er es vorzieht, in einem Ganzkörperkostüm herumzulaufen. Er ist ein unzuverlässiger, selbstironischer Erzähler, der immer wieder das Publikum direkt anspricht und über aktuelle Filme, andere Superhelden und was ihm so gerade einfällt, kalauert und oft ziemlich vulgär scherzt. Das war in den Comics neu, wurde von den Lesern gut angenommen und für die Filme nicht verändert. Deshalb erhielten die ersten beiden „Deadpool“-Filme in den USA ein R-Rating. Dort dürfen Unter-Siebzehnjährige sich die Filme nur in Begleitung eines Erwachsenen ansehen. Die Filme waren Kassenhits und auch der dritte „Deadpool“-Film sollte diese Freigabe erhalten. Das gelang den Machern. „Deadpool & Wolverine“ erhielt das von den Machern gewünschte R-Rating. In Deutschland ist er, wie die ersten beiden „Deadpool“-Filme, ab 16 Jahre freigegeben.

In dem neuesten „Deadpool“-Film, inszeniert von Shawn Levy („Real Steel“, „Free Guy“) hat Wade Wilson sich als Deadpool zur Ruhe gesetzt. Er lebt ein ruhiges, bürgerliches Leben, bis ihm Mr. Paradox (Matthew Macfadyen) von der Time Variance Authority (TVA) eröffnet, dass aufgrund bestimmter Ereignisse seine Welt bald stirbt. Wilson will das nicht akzeptieren. Er macht sich auf die Suche nach „Wolverine“ Logan (Hugh Jackman), einem quasi unsterblichem Mutanten mit ausfahrbaren, extrem tödlichen Stahlklingen. Eigentlich, also für uns hier auf der Erde-Erde, ist er 2017 in dem grandiosen Abschiedsfilm „Logan“ gestorben. Wolverine-Darsteller Jackman wollte sich nach siebzehn Jahren im X-Men-Universum anderen Projekten widmen. An diesem Filmtod ändert sich auch in „Deadpool & Wolverine“ nichts. Dafür buddelt Deadpool sogar die Leiche von Wolverine aus und unterhält sich mit Logans Skelett.

Aber im Multiverse gibt es genug andere Logans. Wilson muss nur die Welt mit dem für seine Zwecke richtigen Logan finden. Gedacht, getan und, nach langer Suche, gefunden. Gemeinsam, wenn sie sich nicht gerade verprügeln, erschießen und erstechen, was bei zwei Unsterblichen nicht so wahnsinnig zielführend ist, machen sie sich in verschiedenen Welten auf die Suche. In einer Wüstenwelt treffen sie auf Cassandra Nova (Emma Corrin), die telekinetisch und telepathisch begabte Zwillingsschwester von Charles Xavier, dem Gründer der X-Men. Neben Mr. Paradox ist sie – ich zögere sie Bösewichtin zu nennen – die zweite Antagonistin des Films.

Deadpool“ war vor acht Jahren an der Kinokasse ein Überraschungserfolg. Im zweiten und dritten Film und in zahlreichen weiteren Auftritten wurde seitdem das Erfolgsrezept des ersten Films perfektioniert.

Und so bekommen die Fans von Deadpool und Wolverine, der hier sehr in Richtung selbstmitleidige Witzfigur geht, genau das, was sie erwarten, wünschen und in den kommenden Tagen und Wochen begeistert abfeiern werden.

Bei allen anderen ist „Deadpool & Wolverine“ dann eher wie die zehnte Platte einer erfolgreichen Band. Die erste Platte war genial, grandios, bahnbrechend und, wider alle Erwartungen, ein Riesenerfolg. Seitdem wird das Erbe verwaltet mit weiteren Platten, die sich kaum von dem erfolgreichen Debüt unterscheiden. Das ist auch in der neuesten Auflage des alten Rezepts nicht unbedingt schlecht, aber nie auch nur im Ansatz innovativ. Stattdessen gefallen die Macher sich in der Pflege der eigenen Legende. Es gibt zahlreiche Gastauftritte, Selbstzitate, wozu auch Bilder aus früheren Filmen mit Deadpool und Wolverine gehören, Witzeleien über Superheldenfilme, während und vor allem im Finale des Films vielen Deadpools und dem herzigen Hund Dogpool, der gefühlt mehr Leinwandzeit als die beiden Antagonisten des Films hat. Das ist das, was die Herzen der Fans entzückt, während alle anderen ernüchtert feststellen, dass der erste „Deadpool“-Film ungleich besser war.

Auch wenn Deadpool jetzt zum MCU gehört, hat er eigentlich nichts mit den anderen MCU-Filmen zu tun. „Deadpool & Wolverine“ bringt die sowieso still stehende Multiverse-Saga in keinster Weise voran. Er blödelt ein wenig über das Multiverse. Für die Fans von Marvel-Filmen, wozu in diesem Fall ausdrücklich auch Marvel-Filme gehören, die nicht zum MCU gehören, gibt es in dem dritten „Deadpool“-Film viele Anspielungen und Gastauftritte, bei denen oft unklar ist, wie sehr diese Gastauftritte ein Insider-Gag, eine Fortführung einer irgendwann früher begonnenen Geschichte oder eine mehr oder weniger konkrete Vorbereitung für einen neuen Superheldenfilm sind.

Im Abspann werden, sentimentale Gefühle bedienend, Szenen aus den „X-Men“-Filmen und den Dreharbeiten für diese Filme gezeigt. Nach dem Abspann gibt es dann noch eine Szene, die sich mit einem Detail aus „Deadpool & Wolverine“ beschäftigt.

Deadpool & Wolverine (Deadpool & Wolverine, USA 2024)

Regie: Shawn Levy

Drehbuch: Ryan Reynolds, Rhett Reese, Paul Wernick, Zeb Wells, Shawn Levy

LV: Charaktere von Rob Liefeld und Fabian Nicieza

mit Ryan Reynolds, Hugh Jackman, Emma Corrin, Matthew Macfadyen, Morena Baccarin, Rob Delaney, Leslie Uggams, Karan Soni, Jon Favreau, Brianna Hildebrand, Jennifer Garner, Chris Evans, Aaron Stanford, Tyler Mane, Dafne Keen, Wunmi Mosaku

Länge: 128 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

alternativer Titel: Deadpool 3

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Deadpool & Wolverine“

Metacritic über „Deadpool & Wolverine“

Rotten Tomatoes über „Deadpool & Wolverine“

Wikipedia über Deadpool  und über „Deadpool & Wolverine“ (deutsch, englisch)

zu Deadpool-Comics

Meine Besprechung von Victor Gischler (Autor)/Bong Dazo (Zeichner): Deadpool – Der Söldner mit der großen Klappe: Kopfsprung (Band 1 von 2) (Deadpool: Merc with a Mouth 1 – 6: Headtrip, 2009/2010)

Meine Besprechung von Victor Gischler (Autor)/Bong Dazo (Zeichner)/Kyle Baker (Zeichner): Deadpool – Der Söldner mit der großen Klappe (Band 2 von 2) (Deadpool: Merc with a Mouth 7: Are you there? It’s me, Deadpool; Deadpool: Marc with a Mouth 8 – 15: Next Stop: Zombieville, 2010)

Meine Besprechung von Daniel Way (Autor)/ Shawn Crystal (Zeichner)/Paco Medina (Zeichner): Deadpool 1 (Deadpool 13/14: Wave of Mutilation; Deadpool 15: Want you to want me, Part 1: The complete idiot’s guide to metaphers, 2009)

Meine Besprechung von Duane Swierczynski (Autor)/Jason Pearson (Zeichner): Deadpool: Weiber, Wummen & Wade Wilson! (Sonderband 1) (Deadpool: Wade Wilson’s War, Vol. 1 – 4, 2010)

Meine Besprechung von Victor Gischler (Autor)/Rob Liefeld/Whilce Portacio/Philip Bond/Paco Medina/Kyle Baker (Zeichner) „Deadpool Corps (Deadpool Sonderband 2)“(Prelude to Deadpool Corps, Vol. 1 – 5, März 2010)

Meine Besprechung von Victor Gischler (Autor)/Rob Liefeld/Marat Mychaels (Zeichner) “Deadpool Corps 2 (Deadpool Sonderband 3)” (Deadpool Corps 1 – 6, Juni 2010 – November 2010)

Meine Besprechung von Victor Gischler (Autor)Rob Liefeld/Marat Mychaels (Zeichner) “Deadpool Corps 3: You say you want a Revolution (Deadpool Sonderband 4)” (Deadpool Corps 7 – 12: You say you want a Revolution (Part 1 – Part 6), Dezember 2010 – Mai 2011)

Meine Besprechung von Duane Swierczynski (Autor)/Leandro Fernandez (Zeichner): Deadpool: Das Film-Special (X-Men Origins: Deadpool: The Major Motion Picture, 2010)

Meine Besprechung von Cullen Bunn/Ramon Rosanas „Night of the Living Deadpool“ (Night of the Living Deadpool # 1 – 4, März 2014 – Mai 2014)

Meine Besprechung von Cullen Bunn/Nik Virellas „Return of the Living Deadpool“ (Return of the Living Deadpool # 1 – 4, April 2015 – Juli 2015)

Meine Besprechung von „Deadpool: Greatest Hits – Die Deadpool-Anthologie“ (2016, Sammelband mit vielen Deadpool-Geschichten)

Meine Besprechung von Mike Benson/Adam Glass/Laurence Campbells „Deadpool Pulp“ (Deadpool Pulp 1 – 4, 2010/2011)

Meine Besprechung von Christopher Hastings/Salva Espins „Geheimagent Deadpool“ (Secret Agent Deadpool (2018) # 1 – 6, September – November 2018)

zu den Filmen

Meine Besprechung von Tim Millers „Deadpool“ (Deadpool, USA 2016)

Meine Besprehung von David Leitchs „Deadpool 2“ (Deadpool 2, USA 2018)

zu Wolverine (Comics und Filme)

Meine Besprechung von Jason Starrs „Wolverine MAX: Der Beschützer“ (Wolverine MAX – Volume Two, 2013)

Meine Besprechung von Jason Starrs „Wolverine MAX: : Logan Extrem“ (Wolverine MAX 11 – 15: Extreme Logan, Chapter 1 – 5, 2013/2014)

Meine Besprechung von Mark Millar (Autor)/Steve McNivens (Zeichner) „Wolverine: Old Man Logan“ (Old Man Logan, 2008/2009)

Meine Besprechung von Ed Brisson/Mike Deodato Jr. „Old Man Logan: Maestros Rache (Band 6)“ (Days of Anger, Part 1 – 6, Old Man Logan [2016] # 25 – 30, August 2017 – Januar 2018)

Meine Besprechung von Ed Brisson/Mike Deodato Jr. „Old Man Logan: Mond über Madripoor (Band 7)“ (Scarlett Samurai, Part 1 – 3, Old Man Logan [2016] # 31 – 33, Januar – März 2018; Moon over Madripoor, Part 1 – 2, Old Man Logan [2016], # 34 – 35, März – April 2018)

Meine Besprechung von James Mangolds “Wolverine – Weg des Kriegers” (The Wolverine, USA 2013)

Meine Besprechung von James Mangolds „Logan – The Wolverine“ (Logan, USA 2017)

zu Shawn Levy

Meine Besprechung von Shawn Levys „Real Steel“ (Real Steel, USA 2011)

Meine Besprechung von Shawn Levys „Prakti.com“ (The Internship, USA 2013)

Meine Besprechung von Shawn Levys „Sieben verdammt lange Tage“ (This is where I leave you, USA 2014)

Meine Besprechung von Shawn Levys „Free Guy“ (Free Guy, USA 2021)

 


TV-Tipp für den 24. Juli: Borg/McEnroe – Duell zweier Gladiatoren

Juli 23, 2024

Arte, 20.15

Borg/McEnroe (Borg/McEnroe, Dänemark/Finnland/Schweden 2017)

Regie: Janus Metz

Drehbuch: Ronnie Sandahl

Biopic über die Tennissuperstars Björn Borg und John McEnroe und ihr Duell in Wimbledon 1980.

Auch für Nicht-Tennisfans sehenswertes Sportlerbiopic mit viel Retro-Feeling.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Sverrir Gudnason, Shia LaBeouf, Stellan Skarsgård, Tuva Novotny, Ian Blackman, Robert Emms, Scott Arthur

Hinweise

Moviepilot über „Borg/McEnroe“

Metacritic über „Borg/McEnroe“

Rotten Tomatoes über „Borg/McEnroe“

Wikipedia über „Borg/McEnroe“ (deutsch, englisch) und das Wimbledon-Tennisspiel (deutsch, englisch – Achtung, der Artikel spoilt das Ende des Films!)

Meine Besprechung von Janus Metz‘ „Borg/McEnroe“ (Borg/McEnroe, Dänemark/Finnland/Schweden 2017)


TV-Tipp für den 23. Juli: Die zwei Gesichter des Januars

Juli 22, 2024

Tele 5, 20.15

Die zwei Gesichter des Januars (The two Faces of January, Großbritannien/USA/Frankreich 2014)

Regie: Hossein Amini

Drehbuch: Hossein Amini

LV: Patricia Highsmith: The two Faces of January, 1964 (Unfall auf Kreta, Die zwei Gesichter des Januars)

Athen, 1962: Der kleine Betrüger Rydal (Oscar Isaac) schlägt sich als Fremdenführer durch, trifft das amerikanische Ehepaar Chester MacFarland (Viggo Mortensen) und Colette (Kirsten Dunst) und wird in einem Mordfall verwickelt. Denn auch Chester ist in betrügerische Geschäfte verwickelt.

Sehr stilbewusste Highsmith-Verfilmung.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Viggo Mortensen, Kirsten Dunst, Oscar Isaac, Daisy Bevan, Omiros Poulakis, David Warshofsky

Wiederholung: Mittwoch, 24. Juli, o2.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „Die zwei Gesichter des Januars“

Metacritic über „Die zwei Gesichter des Januars“

Rotten Tomatoes über „Die zwei Gesichter des Januars“

Wikipedia über „Die zwei Gesichter des Januars“ (deutsch, englisch) und über Patricia Highsmith (deutsch, englisch)

Times: The 50 Greatest Crime Writers No 1: Patricia Highsmith

Kaliber .38 über Patricia Highsmith (Bibliographie)

Krimi-Couch über Patricia Highsmith

Wired for Books: Don Swain redet mit Patricia Highsmith (1987)

Gerald Peary redet mit Patricia Highsmith (Sight and Sound – Frühling 1988)

Meine Besprechung von Hossein Aminis Patricia-Highsmith-Verfilmung “Die zwei Gesichter des Januars” (The two Faces of January, Großbritannien/USA/Frankreich 2014)

Meine Besprechung von Todd Haynes‘ Patricia-Highsmith-Verfilmung „Carol“ (Carol, USA/Großbritannien/Frankreich 2015)


TV-Tipp für den 22. Juli: Die Blechtrommel

Juli 21, 2024

Arte, 20.15

Die Blechtrommel (Deutschland/Frankreich 1979)

Regie: Volker Schlöndorff

Drehbuch: Volker Schlöndorff, Jean-Claude Carrière, Franz Seitz, Günther Grass (Dialogbearbeitung)

LV: Günter Grass: Die Blechtrommel, 1959

Die Geschichte von Blechtrommler Oskar Matzerath, der am 12. September 1927 als Dreijähriger beschließt, nicht weiter zu wachsen.

Ein Klassiker des deutschen Films, ausgezeichnet, u. a., mit der Goldenen Palme in Cannes und dem Oscar als bester ausländischer Film und ein Kassenerfolg.

Mit David Bennent, Mario Adorf, Angela Winkler, Daniel Olbrychski, Katharina Thalbach, Heinz Bennent, Andrea Ferréol, Fritz Hakl, Ernst Jacobi, Otto Sander, Charles Aznavour

Hinweise

Filmportal über „Die Blechtrommel“

Rotten Tomatoes über „Die Blechtrommel“

Wikipedia über „Die Blechtrommel“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Volker Schlöndorffs „Rückkehr nach Montauk“ (Deutschland 2017)


TV-Tipp für den 21. Juli: Million Dollar Baby

Juli 20, 2024

Arte, 20.15

Million Dollar Baby (Million Dollar Baby, USA 2004)

Regie: Clint Eastwood

Drehbuch: Paul Haggis

LV: F. X. Toole: Million Dollar Baby (Kurzgeschichte, erschienen in „Rope Burns“, 2000, Neuauflage zum Filmstart unter „Million Dollar Baby – Stories from the Corner“)

Sie ist zu alt für eine Boxkarriere und eine Frau. Das sind für den erfahrenen Boxcoach Frankie Dunn (Clint Eastwood) zwei gute Gründe, Maggie Fitzgerald (Hilary Swank) nicht zu trainieren. Aber die Kellnerin ist hartnäckig. Frankie traniert sie dann doch. Sie siegt. Bis ein Schlag im Boxring alles verändert.

Einer von Clint Eastwoods besten Filmen.

Mit Clint Eastwood, Hilary Swank, Morgan Freeman, Jay Baruchel, Mike Colter, Lucia Rijker, Anthony Mackie, Michael Peña

Wiederholung: Dienstag, 23. Juli, 14.10 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Million Dollar Baby“

Wikipedia über „Million Dollar Baby“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „Hereafter – Das Leben danach“ (Hereafter, USA 2010)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods “Jersey Boys” (Jersey Boys, USA 2014)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „American Sniper“ (American Sniper, USA 2014)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „Sully“ (Sully, USA 2016)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „The Mule“ (The Mule, USA 2018)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „Der Fall Richard Jewell“ (Richard Jewell, USA 2019)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „Cry Macho“ (Cry Macho, USA 2021)

Meine Besprechung von Kai Blieseners „Clint Eastwood – Mann mit Eigenschaften“ (2020)

Clint Eastwood in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 20. Juli: Peter von Kant

Juli 19, 2024

One, 22.00

Peter von Kant (Peter von Kant, Frankreich 2022)

Regie: François Ozon

Drehbuch: François Ozon

LV: Rainer Werner Fassbinder: Die bitteren Tränen der Petra von Kant, 1971

François Ozon verfilmt und interpretiert Rainer Werner Fassbinders sehr autobiographisches Stück „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“. Grandios! Und überaus witzig.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Denis Ménochet, Isabelle Adjani, Khalil Gharbia, Hanna Schygulla, Stefan Crépon, Aminthe Audiard

Wiederholung: Montag, 22. Juli, 02.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „Peter von Kant“

AlloCiné über „Peter von Kant“

Metacritic über „Peter von Kant“

Rotten Tomatoes über „Peter von Kant“

Wikipedia über „Peter von Kant“ (deutsch, englisch, französisch)

Meine Besprechung von Francois Ozons “In ihrem Haus” (Dans la Maison, Frankreich 2012)

Meine Besprechung von Francois Ozons ”Jung & Schön” (Jeune & jolie, Frankreich 2013)

Meine Besprechung von Francois Ozons „Eine neue Freundin“ (Une nouvelle amie, Frankreich 2014)

Meine Besprechung von François Ozons „Frantz“ (Frantz, Deutschland/Frankreich 2016)

Meine Besprechung von François Ozons „Der andere Liebhaber“ (L’Amant Double, Frankreich/Belgien 2017)

Meine Besprechung von François Ozons „Gelobt sei Gott“ (Grâce à Dieu, Frankreich 2019)

Meine Besprechung von François Ozons „Alles ist gutgegangen“ (Tout s’est bien passé, Frankreich 2021)

Meine Besprechung von François Ozons „Peter von Kant“ (Peter von Kant, Frankreich 2022)

Meine Besprechung von François Ozons „Mein fabelhaftes Verbrechen“ (Mon Crime, Frankreich 2023)


Neu im Stream/Filmkritik: „Those about to die“ im alten Rom in der Arena und daneben

Juli 19, 2024

Vorbemerkung 1: Ich kenne nur die ersten drei Folgen der aus zehn Folgen bestehenden ersten Staffel der TV-Serie „Those about to die“. D. h. alle Einschätzungen beziehen sich auf diese Folgen. Und selbstverständlich besteht die Möglichkeit, dass ich, sobald ich alle Folgen kenne, zu einer anderen Einschätzung komme.

Auch wenn ich das nicht glaube.

Vorbemerkung 2: Ich habe sie im Kino auf einer wirklich großen Leinwand gesehen. Das war toll, aber es war auch unübersehbar, dass die Serie für den kleinen Bildschirm inszeniert wurde. So sahen die Spezialeffekte auf der Kinoleinwand sehr schlecht aus. Auf einem kleineren Bildschirm fällt das möglicherweise nicht oder nicht so sehr auf.

Und jetzt kommen wir zur Kritik der ersten drei Stunden von „Those about to die“. Die von Roland Emmerich und Marco Kreuzpaintner in Italien in dem legendären Cinecittà Filmstudio inszenierte und von Robert Rodat („Saving Private Ryan“, „Der Patriot“, „Kursk“) erfundene und zur Hälfte geschriebene Serie (er schrieb die Drehbücher für die ersten drei und die letzten beiden Folgen) basiert auf Daniel P. Mannix‘ 1958 erschienenem Sachbuch „Those about to die“. Das Buch inspirierte auch Ridley Scotts „Gladiator“. In dem populärwissenschaftlichem Sachbuch schildert Mannix die Abläufe vor und hinter der Bühne eines Amphitheaters, wie dem Kolloseum, und dem Leben der Gladiatoren im alten Rom.

In der Serie ist das Leben im Amphitheater einer von vielen Handlungssträngen. 79 nach Christus und damit elf Jahre nach dem Tod von Nero, herrscht Kaiser Vespasian (Anthony Hopkins) über das Römische Reich. Seine Söhne kämpfen um die Thronnachfolge. Die anderen mächtigen Familien spekulieren ebenso auf den Thron. Entsprechend munter wird gegeneinander intrigiert.

Das Volk wird mit Brot und Spielen bei Laune gehalten.

Im Circus Maximus gib es Wagenrennen à la „Ben Hur“ und ebenso tödliche Gladiatorenkämpfe. Das Kolloseum ist noch im Bau. Die Massen sind begeistert und Tenax (Iwan Rheon), der Teilzeit-Erzähler der Geschichte, erklärt uns erst einmal, wie das Geschäft in einem Amphitheater funktioniert. Er selbst ist der große Strippenzieher in dem Theater. Er zählt die Wetteinnahmen, organisiert und manipuliert (wenn nötig) das nächste Rennen und er möchte einen Anteil an einem der vier Rennställe, die den Patriziern gehören, haben. Dann würde er noch mehr Geld verdienen. Dummerweise ist das einfacher gesagt als getan.

Aus Nordafrika kommen Cala (Sara Martins) und ihre drei Kinder nach Rom. Ihre beiden Töchter töteten in Notwehr einen römischen Soldaten. Danach wurden sie gefangen genommen. Sie sollen als Sklavinnen nach Rom gebracht werden. Ihr Sohn Kwame (Moe Hashim) wurde während der Jagd von römischen Soldaten gefangen genommen. Cala, eine Frau mit beachtlichen Talenten, will ihn befreien. Die beste Möglichkeit ist, dass er ein Gladiator wird.

In Rom zeigt er in einigen längeren Actionszenen ein beachtliches Talent als Gladiator. Währenddessen bewegt sie sich souverän zwischen den verschiedenen Schichten und Gruppen, die ihr bei der Befreiung ihrer Kinder helfen könnten.

Neben diesen Hauptgeschichten gibt es zahlreiche weitere Figuren und Subplots. Sie sind in den ersten drei Episoden noch nicht wirklich wichtig für die, zugegeben, kaum erkennbare Haupthandlung.

Insgesamt erzählen Haupt-Drehbuchautor Robert Rodat und die Regisseure Roland Emmerich (er inszenierte die ersten drei und die letzten beiden Folgen) und Marco Kreuzpaintner (ihm blieben die fünf Folgen dazwischen) gleichzeitig mindestens ein halbes Dutzend verschiedener Geschichten. Jede Figur bekommt dann in jeder Episode ihre fünf Minuten (oder weniger) Leinwandzeit. Durch die ständigen Wechsel zwischen den einzelnen Handlungssträngen vergeht die Zeit dann halbwegs schnell, auch wenn letztendlich wenig passiert. Es handelt sich dabei um die aus zahlreichen Soaps etablierte TV-Dramaturgie. Auch die Dialoge bewegen sich auf diesem Niveau; – wobei bei den im alten Rom spielenden Monumentalfilmen die Dialoge oft auch nicht besser waren und die Filmgeschichte sich ähnlich langsam und elliptisch bewegte. Das war bei den billigeren Sandalenfilmen dann anders. Sie sind kürzer und konzentrieren sich, mal mit, mal ohne mythische Wesen, mehr auf die Action und die spärlich bekleideten Frauen und halbnackten muskelbepackten Männer.

Those about to die“ kann als Kreuzung zwischen Momumental- und Sandalenfilm betrachtet werden. Wobei Roland Emmerich das alles erstaunlich züchtig und blutfrei erzählt. Die wenigen Ausnahmen, in denen ein Gladiator einige Körperteile verliert, bestätigen den Eindruck, dass das alles vor sechzig Jahren nicht wesentlich anders inszeniert worden wäre. Die Bilder sind durchgehend zu dunkel. In den zahlreichen in Innenräumen spielenden Szenen, in denen Kerzen für die Beleuchtung sorgen, sind die Schauspieler noch erkennbar. Der Rest des Raumes versinkt im Dunkeln. Die Spezialeffekte sind, wie gesagt, lausig. Auf der großen Leinwand fällt das öfter unangenehm auf. Auf einem TV-Bildschirm mag das weniger stören. Und die Action – es gibt ungefähr eine große Actionszene pro Folge – ist für das Fernsehen inszeniert. So wird bei den Wagenrennen so lange zwischen Details hin- und hergeschnitten, bis der gesamte Verlauf des Rennens unklar ist.

Als anspruchsloser Zeitvertreib für Fans des alten Roms und bis zum Kinostart von „Gladiator II“ am 14. November 2024 mag der altmodische TV-Zehnteiler „Those about to die“ deren Zeit füllen. Mehr auch nicht.

Those about to die (Those about to die, USA/Deutschland 2024)

Regie: Roland Emmerich (1, 2, 3, 9, 10), Marco Kreuzpaintner (4, 5, 6, 7, 8)

Drehbuch: Robert Rodat (1, 2, 3, 9, 10), Charles Holland (4), Alex Carmedelle (5), Eva Gonzales Szigriszt (6), Jill Robi (7), Marissa Lestrade (8)

Erfinder: Robert Rodat

LV (Inspiration): Daniel P. Mannix: Those about to die, 1958 (Wiederveröffentlichung 2001 als „The Way of the Gladiator“)

mit Anthony Hopkins, Iwan Rheon, Sara Martins, Tom Hughes, Jojo Macari, Moe Hashim, Jóhannes Haukur Jóhannesson, Rupert Penry-Jones, Gabriella Pession, Dimitri Leonidas

Länge: 10 ungefähr einstündige Episoden

FSK: ab 16 Jahre

Verfügbarkeit/Wo ansehen: Amazon Prime Video

Hinweise

Amazon Prime Video über „Those about to die“

Moviepilot über „Those about to die“

Metacritic über „Those about to die“

Rotten Tomatoes über „Those about to die“

Wikipedia über „Those about to die“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Roland Emmerichs „White House Down“ (White House Down, USA 2013)

Meine Besprechung von Roland Emmerichs „Stonewall“ (Stonewall, USA 2015)

Meine Besprechung von Roland Emmerichs „Independence Day: Wiederkehr (Independence Day: Resurgence, USA 2016)

Meine Besprechung von Roland Emmerichs „Midway – Für die Freiheit“ (Midway, USA 2019)

Meine Besprechung von Roland Emmerichs „Moonfall, (Moonfall, USA/Kanada/China 2022)

Meine Besprechung von Marco Kreuzpaintners Ferdinand-von-Schirach-Verfilmung „Der Fall Collini“ (Deutschland 2019)


TV-Tipp für den 19. Juli: Deadpool

Juli 18, 2024

Als Vorbereitung für den am Mittwoch, den 24. Juli, startenden dritten „Deadpool“-Film „Deadpool & Wolverine“ (Besprechung geplant):

Pro7, 20.15

Deadpool (Deadpool, USA 2016)

Regie: Tim Miller

Drehbuch: Rhett Reese, Paul Wernick

LV: Charakter von Rob Liefeld und Fabian Nicieza

Wade Wilson sagt, dass „Deadpool“ der beste Superheldenfilm aller Zeiten ist und dass man, wenn man nur einen Superheldenfilm sehen will, „Deadpool“ sehen muss.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Ryan Reynolds, Morena Baccarin, Ed Skrein, T. J. Miller, Gina Carano, Brianna Hildebrand, Leslie Uggams, Stan Lee (sein Cameo)

Wiederholung: Freitag, 26. Juli, 22.55 Uhr (dann wahrscheinlich ungeschnitten. Denn „Deadpool“ ist ein FSK-16-Film)

Hinweise

Moviepilot über „Deadpool“

Metacritic über „Deadpool“

Rotten Tomatoes über „Deadpool“

Wikipedia über Deadpool  und über „Deadpool“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Victor Gischler (Autor)/Bong Dazo (Zeichner): Deadpool – Der Söldner mit der großen Klappe: Kopfsprung (Band 1 von 2) (Deadpool: Merc with a Mouth 1 – 6: Headtrip, 2009/2010)

Meine Besprechung von Victor Gischler (Autor)/Bong Dazo (Zeichner)/Kyle Baker (Zeichner): Deadpool – Der Söldner mit der großen Klappe (Band 2 von 2) (Deadpool: Merc with a Mouth 7: Are you there? It’s me, Deadpool; Deadpool: Marc with a Mouth 8 – 15: Next Stop: Zombieville, 2010)

Meine Besprechung von Daniel Way (Autor)/ Shawn Crystal (Zeichner)/Paco Medina (Zeichner): Deadpool 1 (Deadpool 13/14: Wave of Mutilation; Deadpool 15: Want you to want me, Part 1: The complete idiot’s guide to metaphers, 2009)

Meine Besprechung von Duane Swierczynski (Autor)/Jason Pearson (Zeichner): Deadpool: Weiber, Wummen & Wade Wilson! (Sonderband 1) (Deadpool: Wade Wilson’s War, Vol. 1 – 4, 2010)

Meine Besprechung von Victor Gischler (Autor)/Rob Liefeld/Whilce Portacio/Philip Bond/Paco Medina/Kyle Baker (Zeichner) „Deadpool Corps (Deadpool Sonderband 2)“(Prelude to Deadpool Corps, Vol. 1 – 5, März 2010)

Meine Besprechung von Victor Gischler (Autor)/Rob Liefeld/Marat Mychaels (Zeichner) “Deadpool Corps 2 (Deadpool Sonderband 3)” (Deadpool Corps 1 – 6, Juni 2010 – November 2010)

Meine Besprechung von Victor Gischler (Autor)Rob Liefeld/Marat Mychaels (Zeichner) “Deadpool Corps 3: You say you want a Revolution (Deadpool Sonderband 4)” (Deadpool Corps 7 – 12: You say you want a Revolution (Part 1 – Part 6), Dezember 2010 – Mai 2011)

Meine Besprechung von Duane Swierczynski (Autor)/Leandro Fernandez (Zeichner): Deadpool: Das Film-Special (X-Men Origins: Deadpool: The Major Motion Picture, 2010)

Meine Besprechung von Cullen Bunn/Ramon Rosanas „Night of the Living Deadpool“ (Night of the Living Deadpool # 1 – 4, März 2014 – Mai 2014)

Meine Besprechung von Cullen Bunn/Nik Virellas „Return of the Living Deadpool“ (Return of the Living Deadpool # 1 – 4, April 2015 – Juli 2015)

Meine Besprechung von „Deadpool: Greatest Hits – Die Deadpool-Anthologie“ (2016, Sammelband mit vielen Deadpool-Geschichten)

Meine Besprechung von Mike Benson/Adam Glass/Laurence Campbells „Deadpool Pulp“ (Deadpool Pulp 1 – 4, 2010/2011)

Meine Besprechung von Christopher Hastings/Salva Espins „Geheimagent Deadpool“ (Secret Agent Deadpool (2018) # 1 – 6, September – November 2018)

Meine Besprechung von Tim Millers „Deadpool“ (Deadpool, USA 2016)

Meine Besprehung von David Leitchs „Deadpool 2“ (Deadpool 2, USA 2018)

Meine Besprechung von Tim Millers „Terminator: Dark Fate“ (Terminator: Dark Fate, USA 2019)


Neu im Kino/Filmkritik: Über den Weltraumthriller „I.S.S.“

Juli 18, 2024

Für alle, die sich eben den Trailer angesehen haben und von dem dauerpräsenten „Wind of Change“ genervt waren. Der Scorpions-Song ertönt im Film nur einmal. Er wird von den ISS-Astronauten bei einer Kennenlern-Feier gesungen. Und da passt er sogar gut in die Filmgeschichte.

Die ist von Nick Shafir. 2020 stand sein Drehbuch auf der Black List, Hollywoods Liste der besten unverfilmten Drehbücher. Gabriela Cowperthwaite verfilmte es 2021. Umfangreiche, über ein Jahr dauernde Nachbearbeitungen folgten. Die Premiere war am 12. Juni 2023 auf dem Tribeca Film Festival. Und jetzt läuft der Weltraumthriller in unseren Kinos.

Der Thriller spielt ausschließlich auf der real existierenden Internationalen Raumstation ISS, die ab 1998 von der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA, der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos, der europäischen Raumfahrtagentur ESA und weiteren Raumfahrtagenturen betrieben wird. Seit 2000 arbeiten auf ihr dauerhaft, mal mehr, mal weniger Astronauten verschiedener Länder.

Im Film „I. S. S.“ sind es sechs Astronauten: drei aus den USA, drei aus Russland. Komplettiert wird die Besatzung am Filmanfang durch die US-amerikanische Wissenschaftlerin Dr. Kira Foster. Kurz nachdem sie sich als sechstes Stationsmitglied eingerichtet hat und es eine kleine die Freundschaft, die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt feiernde Kennenlern-Feier gibt, bricht auf der Erde ein Krieg aus. Während sie, Gordon Barrett, Christian Campbell, Weronika Vetrov, Nicholai Pulov und Alexey Pulov noch versuchen herauszufinden, was auf der Erde geschah, erhalten sie auf vertraulichen Kanälen von ihren jeweiligen Regierungen den Befehl, die Kontrolle über die Station zu übernehmen. Wie sie den Befehl ausführen, ist egal.

Und schon beginnen die drei amerikanischen und die drei russischen Wissenschaftler sich zu belauern. Ohne nennenswert zu Zögern und kaum behindert von freundschaftlichen und amourösen Banden versuchen sie sich umzubringen und so den Befehl auszuführen.

Dass die Astronauten mit einem Fingerschnipsen von nerdigen Wissenschaftlern zu eiskalten Killern werden, die teils elaborierte Mordpläne entwickeln, mag nicht besonders realistisch sein, kann aber für einen spannenden Thriller sorgen.

In diesem Fall gelingt das nicht wirklich. Dafür ist die Geschichte einfach in jeder Beziehung zu unglaubwürdig und zu konfus erzählt. Nerven tun in dem B-Picture die ständig leicht betrunken schwankende Kamera und die ebenso schwankenden Schauspieler, die so zeigen sollen, dass sie schwerelos durch die Station schweben.

I.S.S. (I.S.S., USA 2023)

Regie: Gabriela Cowperthwaite

Drehbuch: Nick Shafir

mit Ariana DeBose, Chris Messina, John Gallagher Jr., Masha Mashkova, Costa Ronin, Pilou Asbæk

Länge: 96 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Moviepilot über „I.S.S.“

Metacritic über „I.S.S.“

Rotten Tomatoes über „I.S.S.“

Wikipedia über „I.S.S.“ (deutsch, englisch)


Neu im Kino/Filmkritik: „Love Lies Bleeding“ – Liebe, Lügen und einige Provinzmorde

Juli 18, 2024

Lou (Kristen Stewart) arbeitet in den ausgehenden achtziger Jahren in einer Kleinstadt in New Mexiko in einem abgeranztem Fitnessclub, dessen beste Zeit wahrscheinlich vier Monate vor der Eröffnung war. Jetzt ist es ein Sumpf aus Testosteron, Schweiß und Dummheit, in dem die Männer ihre Waffen kurz aus der Hand legen, um ihre Muskeln zu trainieren. Währenddessen säubert Lou die notorisch verstopfte Toilette, bringt den Müll weg und raucht eine Zigarette.

Eines Tages taucht Jackie (Katy O’Brian) auf. Die Kleinstadt ist für sie nur eine Zwischenstation auf ihrem Weg nach Las Vegas. Dort will sie an einem Wettbewerb teilnehmen. In dem Fitnessclub will sie dafür trainieren. Lou erblickt in ihr eine verwandte Seele. Sie verlieben sich und, weil Lou die Tochter des örtlichen Verbrecherbosses ist, beginnen die Dinge ziemlich schnell aus dem Ruder zu laufen. Aber die Wüste ist groß genug für einige Leichen.

Rose Glass‘ „Love Lies Bleeding“ ist reinster Pulp, präsentiert als mit Stars langsam erzähltes, stylish aussehendes Neo-Noir-B-Picture, das für Genrefans ziemlich vorhersehbar ist. Dass in diesem Fall ein lesbisches Paar im Mittelpunkt der Geschichte steht, ändert daran wenig. Letztendlich ist es egal, ob ein Mann für eine Frau tötet oder eine Frau für eine Frau tötet und dann die eine Gewalttat die nächste Gewalttat provoziert. Außerdem ist eine lesbische Liebesgeschichte auch für ein Mainstream-Publikum spätestens seit dem von den Wachowski-Geschwister inszenierten Neo-Noir „Bound – Gefesselt“ (1996) keine Sensation mehr.

Leider verlegt Glass („Saint Maud“) die Geschichte ins Jahr 1989. Dadurch wird aus einem kleinem, dreckigen Neo-Noir, der etwas über den aktuellen mentalen Zustand der USA aussagen könnte, ein historischer Film, der einfach nur eine weitere Geschichte über gewaltbereite Hinterwäldler erzählt, garniert mit Sex und Gewalt.

Love Lies Bleeding (Love Lies Bleeding, Großbritannien/USA 2024)

Regie: Rose Glass

Drehbuch: Rose Glass, Weronika Tofilska

mit Kristen Stewart, Katy O’Brian, Jena Malone, Anna Baryshnikov, Dave Franco, Ed Harris

Länge: 104 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Moviepilot über „Love Lies Bleeding“

Metacritic über „Love Lies Bleeding“

Rotten Tomaotes über „Love Lies Bleeding“

Wikipedia über „Love Lies Bleeding“ (deutsch, englisch)

Berlinale über „Love Lies Bleeding“


Neu im Kino/Filmkritik: Über Thomas Arslans Noir-Gangsterfilm „Verbrannte Erde“

Juli 18, 2024

Ob man Thomas Arslans neuen Film „Verbrannte Erde“ mag, hängt davon ab, ob man Profigangster wie Richard Starks Parker, der Archetyp des kalten Profigangsters, Garry Dishers Wyatt und Wallace Strobys Crissa Stone mag. Und, ja, das sind drei absolute Lektüreempfehlungen für hier schon exzessiv abgefeierte Serien, die auch in deutschen Übersetzungen gut erhältlich sind. Arslans zweiter Film um den Profiverbrecher Trojan steht knietief in dieser Tradition, filmisch verfeinert mit klassischen französischen Kriminalfilmen, vor allem natürlich denen von Jean-Pierre Melville.

Trojan, wieder adäquat verkörptert von Mišel Matičević, ist die sehr sehr gute filmische Ausgabe dieses Verbrechertyps, den es so wahrscheinlich nur in der Literatur und im Film gibt. Trojan ist ein am liebsten allein arbeitender Profi. Persönliche Gefühle haben bei seiner Arbeit nichts verloren. Gewalt vermeidet er. Probleme gibt es, wenn Amateure mitmachen oder andere Verbrecher ihn reinlegen wollen. Dann beginnt das große Sterben. Nicht weil Trojan zuerst schießt, sondern weil die anderen mit dem Töten beginnen oder eine Situation durch Dummheit, Inkompetenz und Gier so verschlimmern, dass Trojan sich nur mit Gewalt daraus befreien kann. Das war so in „Im Schatten“ und ist jetzt so in „Verbrannte Erde“.

Vor vierzehn Jahren hatte Trojan in Thomas Arslans hochgelobtem Gangsterfilm „Im Schatten“ seinen ersten Auftritt. Nach den Ereignissen verschwand er aus Berlin und verdiente an anderen Orten sein Geld mit Diebstählen. Jetzt hat er finanzielle Probleme. Er kehrt – wie Thomas Arslan, der seit „Im Schatten“ nicht mehr in Berlin drehte – zurück in ein verändertes Berlin. Er versucht alte Kontakte zu reaktivieren. Schließlich vermittelt Rebecca ihm einen vielversprechenden Job. Zusammen mit einem kleinen Team soll er aus dem Museum Dahlem das Gemälde „Frau vor der untergehenden Sonne“ von Caspar David Friedrich klauen. Der präzise geplante Diebstahl gelingt mitten in der Nacht ohne große Probleme, Verletzte oder Tote.

Danach beginnen die Probleme. Der anonyme Auftraggeber will sie nicht bezahlen, sondern bestehlen und ermorden. Dafür hat er einen skrupellosen Killer engagiert.

In „Verbrannte Erde“ bedient Arslan die Anforderungen des Gangsterfilms und der Berliner Schule, die sich, wieder einmal, überraschend gut ergänzen. Kennzeichnend für die Berliner Schule sind die Aufnahmen von Nicht-Orten. Es sind städtische Orte ohne eine Geschichte oder besondere, wiedererkennbare Merkmale, die dem Ort irgendeine Individualität verleihen würden. Tiefgaragen, Brachen, anonyme Wohnsiedlungen, die so in jeder deutschen Mittel- und Großstadt stehen, sind solche Nicht-Orte. Getroffen wird sich auch in billigen Hotels und Schnellimbissen. Trojan und die anderen Gangster sehen maximal unauffällig aus. Sie führen ein Leben in der Anonymität. Sie hinterlassen keine Spuren. Niemand soll sich an sie erinnern.

Es ist eine rein utilitaristische Welt. Und so faszinierend ein Besuch in dieser Welt ist, so ungern möchte man in ihr Leben. Das ist auch der Grund, weshalb Richard Starks Parker einerseits so wichtig für das Genre ist, so hoch angesehen ist und so wenige literarische Nachfolger gefunden hat. Stark (ein Pseudonym des ungemein produktiven Donald E. Westlake) hat eine Figur erfunden und gleichzeitig perfektioniert und an ihre Grenzen getrieben. Andere Autoren, wozu auch Arslan gehört, haben nur noch die Wahl, diese Formel auszufüllen oder zu verwässern. Dann hat der Profi eine Vergangenheit und er ist in ein Netz von familiären und anderen Beziehungen eingebunden. Das tat Wallace Stroby mit seinen vier Crissa-Stone-Romanen. Stone ist verheiratet (ihr Mann sitzt im Gefängnis) und Mutter (ihre Tochter ist bei ihrer Cousine). Solche Bindungen machen sie menschlicher, angreifbarer und für ein Mainstream-Publikum goutierbarer.

In „Verbrannte Erde“ ist Trojan, trotz Bekanntschaften, noch der eiskalte Einzelgänger, der innerhalb von Sekunden spurlos verschwinden kann. Wenn er und seine Kumpanen nicht den versprochenen Lohn für ihnen Diebstahl haben möchten. In Berlin, meistens nach Sonnenuntergang, entwickelt sich mit wenigen, sehr reduzierten Dialogen ein elegant gefilmtes Katz-und-Maus-Spiel, bei dem unklar ist, wer sich mit wem verbündet und wer überlebt. Und, in diesem Fall, wie Trojan überlebt.

Denn Thomas Arslan plant bereits einen weiteren Gangsterthriller mit Trojan. Deshalb wird „Verbrannte Erde“ als zweiter Film einer Trilogie beworben. Arslan sieht das zum Glück etwas anders. Für ihn sind die Filme keine klassische Trilogie, sondern eine lose Reihe. Im Presseheft sagt er dazu: „Das sind in sich abgeschlossene Filme, die durch die Hauptfigur und seine Tätigkeit verbunden sind.“

Ich freue mich schon darauf und hoffe, dass der dritte Trojan-Film mindestens genausogut wie „Im Schatten“ und „Verbrannte Erde“ wird.

Verbrannte Erde (Deutschland 2024)

Regie: Thomas Arslan

Drehbuch: Thomas Arslan

mit Mišel Matičević, Marie Leuenberger, Alexander Fehling, Tim Seyfi, Marie-Lou Sellem, Katrin Röver, Bilge Bingül

Länge: 101 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Verbrannte Erde“

Moviepilot über „Verbrannte Erde“

Rotten Tomatoes über „Verbrannte Erde“ (aktuell noch keine Bewertung)

Wikipedia über „Verbrannte Erde“ (deutsch, englisch)

Berlinale über „Verbrannte Erde“

Meine Besprechung von Thomas Arslans „Helle Nächte“ (Deutschland 2017)


TV-Tipp für den 18. Juli: Sleepy Hollow

Juli 17, 2024

ZDFneo, 23.05

Sleepy Hollow (Sleepy Hollow, USA 1999)

Regie: Tim Burton

Drehbuch: Andrew Kevin Walker (nach einer Filmgeschichte von Kevin Yagher und Andrew Kevin Walker)

LV (Inspiration): Washington Irving: The Legend of Sleepy Hollow, 1820 (Die Sage von der schläfrigen Schlucht)

1799 soll Constable Ichabod Crane, ein Rationalist vor dem Herrn, in einem kleinen Dorf in der Nähe von New York mehrere Morde aufklären. Die Einheimischen behaupten, die Morde wurden von einem kopflosen Reiter begangen.

Schöner Horrorfilm von Tim Burton.

Hier zwei zeitgenössische Kritiken:

„Die perfekte Mischung aus haarsträubendem Grauen und schwarzem Humor, eine bis ins Detail perfektionistische Umsetzung und eine sichere Hand bei der Führung eines herausragenden Darstellerensembles machen aus ‚Sleepy Hollow‘ eine der ausgereiftesten Regiearbeiten Tim Burtons.“ (Steffen Heinke, Filmecho-Filmwoche)

„ein freudianisches Disneyland erschüttert vom Grand Guignol“ (Mariam Lau, Die Welt)

Die Musik ist von Danny Elfman; die Bilder sind von Emmanuel Lubezki.

mit Johnny Depp, Christina Ricci, Miranda Richardson, Michael Gambon, Casper Van Diem, Jeffrey Jones, Christopher Lee

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Sleepy Hollow“

Wikipedia über „Sleepy Hollow (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Tim Burtons “Frankenweenie” (Frankenweenie, USA 2012, nach einem Drehbuch von John August)

Meine Besprechung von Tim Burtons „Big Eyes“ (Big Eyes, USA 2014)

Meine Besprechung von Tim Burtons „Die Insel der besonderen Kinder“ (Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children, USA 2016)

Meine Besprechung von Tim Burtons „Dumbo“ (Dumbo, USA 2019)

Tim Burton in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: „Twisters“ in Oklahoma, Tornados und Liebe im Kino

Juli 17, 2024

Beginnen wir dieses Mal mit ungefähr anderthalb Vorinformationen: In „Twisters“ gibt es keine fliegenden Kühe. Und „Twisters“ ist, auch wenn der Film als „Sequel“ vermarktet wird, keine irgendwie geartete Fortsetzung von „Twister“. Da sind manche Rip-Offs, Kopien, Plagiate oder wie wir sie gerade diesen Monat nennen wollen, näher am Original als dieser Film. Sicher, hinter der Kamera gibt es vor allem bei der Produktionsfirma und dem Verleih eine Kontinuität, die die Titelwahl erklärt und im Film kann man auch ein, zwei Hinweise auf Jan de Bonts Blockbuster „Twister“ von 1996 entdecken. Mal offensichtlicher, wie „Dorothy V“ im Prolog, oder, einmal, die funktionale Kleidung der Heldin, mal wirklich versteckt, wie ein Cameo von Bill Paxtons Sohn James Paxton. Bill Paxton spielte in „Twister“ eine der Hauptrollen, den Sturmjäger Bill Harding. Diese Kleinigkeiten ändern nichts daran, dass die Macher von „Twisters“ einfach eine vollkommen eigenständige Geschichte über Tornadojäger in den USA erzählen, in der es, wie in anderen Filmen mit Tornados, vor allem um die Tornados geht.

Als Regisseur wurde Lee Isaac Chung engagiert. Von ihm ist das sehenswerte Einwandererdrama „Minari – Wo wir Wurzeln schlagen“. Feinfühlig erzählt er seine und die Geschichte seiner Familie in den achtziger Jahren in Arkansas. Mit ihm könnte ein als Sommer-Blockbuster geplanter Film mehr als Spektakel sein. Aber anderseits haben viele Indie-Regisseure in den vergangenen Jahren atemberaubend schnell ihre Seele an austauschbare Superheldenfilme verraten; – und rückblickend waren ihre Superheldenfilme dann die schlechteren Superheldenfilme. Erinnert sei an Chloé Zhaos „Eternals“ und Nia DaCostas „The Marvels“.

Drehbuchautor Mark L. Smith schrieb, meist mit anderen Autoren, die Drehbücher für „The Revenant“, „Operation: Overlord“ und „Das Erwachen der Jägerin“ (The Marsh King’s Daughter). Bis auf „The Revenant“ (wobei hier Regisseur Alejandro G. Iñárritu den entscheidenden Anteil hat) ist kein künftiger Klassiker dabei, aber einige interessante Wendungen dürften ihm schon einfallen.

Im Mittelpunkt von „Twisters“ stehen zwei Gruppen von Tornadojägern: die eine Gruppe wird von Tyler Owens (Glen Powell) angeführt. Er und seine Gruppe sind Hasardeure, für die die Fahrt mitten in einen Sturm ein großer Spaß ist, den sie auf YouTube vermarkten. Auf den ersten Blick wirkt er wie ein gut gebauter, arroganter, dummer Hallodri mit einem fotogenem Lächeln und einem großen Cowboyhut.

Die zweite Gruppe sucht nach einer Möglichkeit, mit der der Weg der Tornados besser vorhergesagt werden kann. Mit ihren Prognosen könnten sie Menschenleben retten. Dafür haben sie ein aus drei Teilen bestehendes Gerät gebaut, das, wenn diese Teile in der Nähe des Tornados an den richtigen Orten stehen, diesen Tornado analysieren kann. Das Gerät muss nur noch ausprobiert werden.

Helfen könnte ihnen Kate Carter (Daisy Edgar-Jones). Sie kann durch einen Blick in den Himmel und auf den nächsten Acker erspüren, wo ein Tornado entsteht und wohin er sich bewegt. Vor fünf Jahren endete ein von ihr an der Muskogee State University initiiertes Projekt, bei dem sie ein Gerät ausprobieren wollte, das irgendwie Tornados implodieren lässt, mit dem Tod von fast allen ihren an dem Projekt beteiligten Freunden. Heute verfolgt das Landei als Angestellte des United States Weather Service in New York in einem Büro vor einem Computer aus Tornados. Näher will sie diesen tödlichen Winden und ihrer tragischen Vergangenheit nicht mehr kommen.

Da taucht Javi (Anthony Ramos) bei ihr auf. Er war vor fünf Jahren bei ihrem Universitätsprojekt dabei. Sie waren damals die einzigen Überlebenden. Jetzt fragt er sie, ob sie ihnen, also der von ihm mitgegründeten, finanziell von Investoren gut ausgestatteten Firma StormPar, bei ihrem Projekt helfen könnte. Nach anfänglichem Zögern hilft sie Javi und StormPar.

Während die Stürme durch das Land toben, jagen die beiden Gruppen sich vor und hinter den Tornados über die grünen Wiesen von Oklahoma. Einen wirklichen Grund für die Konkurrenz gibt es nicht. Schließlich wollen sie aus verschiedenen Gründen in das Herz des Sturms. Sie sind wie kleine Kinder, die sich prügeln, obwohl das eine Kind Nudel und das andere Kind Pizza will.

Aber als Prämisse für einen Sommer-Blockbuster mit eindimensionalen Figuren, vorhersehbarer Story mit leichtem RomCom-Touch (denn selbstverständlich verlieben Kate und Tyler sich im Lauf des Films ineinander) und stürmischem Spektakel ist das ausreichend. Vor allem Tyler Owens hat nicht mehr Persönlichkeit als eine Werbefigur für eine kitschige Südstaaten-Romanze. Entsprechend rätselhaft bleibt seine Motivation. Sein öfters wiederholter Satz, dass er kein dummer Idiot sei, bleibt eine bloße Behauptung. Denn nie verrät er Kate (oder uns), warum er doch ein schlauer Kerl ist. Bei Kate Carter ist es etwas besser, aber auch nicht wirklich befriedigend. Glen Powell und Daisy Edgar-Jones können diese Defizite des Drehbuchs nicht ausgleichen.

Die meisten Mitglieder in ihren jeweiligen Teams bleiben vollkommen austauschbare Statisten. Entsprechend forciert wirken dann auch alle Szenen, die zeigen sollen, wie die einzelnen Teammitglieder sich untereinander verstehen. In Chungs Actionfilm ist nichts von der natürlichen Kameradie zu spüren, die in „Twister“ die Gruppe der von Jo Harding (Helen Hunt) angeführten Tornadojäger von der ersten Sekunde an so grundsympathisch macht. In „Twister“ sind sie Kumpels, die ein Abenteuer erleben wollen. In „Twisters“ sind sie – und das gilt für beide Tornadojäger-Gruppen – Angestellte, die für Geld einen Job erledigen.

Im Mittelpunkt von „Twisters“ stehen natürlich die titelgebenden Tornados, die auf der großen Leinwand annehmbar spektakulär aussehen und die innerhalb von Sekunden ganze Kleinstädte zerstören.

Dazu gibt es viel Americana und Country-Music. Und fertig ist ein Sommerblockbuster für die ganze Familie. Besondere Ambitionen, Überraschungen und etwaige Irritationen, die es beispielsweise in den Blockbustern von Roland Emmerich immer gibt, sind nicht erkennbar. Lee Isaac Chung erfüllt in seinem durchgehend altmodischem Blockbuster einfach den Wunsch des Publikums nach zwei Stunden Ablenkung. .

Twisters (Twisters, USA 2024)

Regie: Lee Isaac Chung

Drehbuch: Mark L. Smith (nach einer Geschichte von Joseph Kosinski, basierend auf von Michael Crichton und Anne-Marie Martin erfundenen Figuren)

mit Daisy Edgar-Jones , Glen Powell, Anthony Ramos, Brandon Perea, Maura Tierney, Harry Hadden-Paton, Sasha Lane, Daryl McCormack, David Corenswet, Paul Scheer (Flughafenpolizist am Filmende, aber sein Gesicht kommt mir so verdammt bekannt vor)

Länge: 123 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Moviepilot über „Twisters“

Metacritic über „Twisters“

Rotten Tomatoes über „Twisters“

Wikipedia über „Twisters“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Lee Isaac Chungs „Minari – Wo wir Wurzeln schlagen“ (Minari, USA 2020)

Mehr Wind: Meine Besprechung von Steven Quales „Storm Hunters“ (Into the Storm, USA 2014)

 


TV-Tipp für den 17. Juli: Chappie

Juli 16, 2024

Nitro, 20.15

Chappie (Chappie, USA/Mexiko 2014)

Regie: Neill Blomkamp

Drehbuch: Neill Blomkamp, Terri Tatchell

Schöne neue Welt: in Johannesburg räumen Polizeiroboter unter den Verbrechern auf. Das Law&Order-Programm läuft etwas aus dem Ruder, als ein Programmierer einem dieser Roboter zu einem denkenden Roboter machen und ein Kleingangsterpaar sich diesen kindlich naiven Roboter schnappt und ihn, uh, erzieht.

Neill Blomkamps „Robocop“-Version, die ohne Not all die politischen, moralischen, gesellschaftskritischen und ethischen Implikationen und Fragen zugunsten einer banalen, mit Filmzitaten, Gewalt und zwiespältigem Humor gewürzten Erziehungsgeschichte links liegen lässt.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Sharlto Copley, Dev Patel, Ninja, Yo-Landi Visser, Jose Pablo Cantillo, Sigourney Weaver, Hugh Jackman, Brandon Auret, Johnny Selema

Hinweise

Moviepilot über „Chappie“

Metacritic über „Chappie“

Rotten Tomatoes über „Chappie“

Wikipedia über „Chappie“ (deutsch, englisch) und „Die Antwoord“

All Music über „Die Antwoord“

Meine Besprechung von Neill Blomkamps „Chappie“ (Chappie, USA/Mexiko 2014)

Meine Besprechung von Neill Blomkamps „Gran Turismo“ (Gran Turismo, USA 2023)


TV-Tipp für den 16. Juli: Predestination

Juli 15, 2024

Tele 5, 20.15

Predestination (Predestination, Australien 2014)

Regie: Michael Spierig, Peter Spierig

Drehbuch: Michael Spierig, Peter Spierig (aka The Spierig Brothers)

LV: Robert A. Heinlein: All you Zombies -, 1960 (Kurzgeschichte, Entführung in die Zukunft)

Ein Zeitreise-Agent soll in der Vergangenheit einen Anschlag verhindern. Auf seiner Mission trifft er als Barkeeper auf einen Mann, der früher eine Frau war und bei einem Raumfahrprojekt mitmachen sollte. Verwirrt?

Gut. Denn die Spierig-Brüder erzählen in „Predestination“ mit einem überschaubarem Budget, guten Ideen und einem straffem Drehbuch eine wundervoll verzwickte Zeitreise-Geschichte. Außerdem ist Ethan Hawke als Zeitreise-Agent und Barkeeper dabei.

Mehr in meiner ausführllichen Besprechung.

mit Ethan Hawke, Sarah Snook, Noah Taylor, Christopher Kirby, Christopher Sommers

Hinweise

Moviepilot über „Predestination“

Metacritic über „Predestiantion“

Rotten Tomatoes über „Predestination“

Wikipedia über „Predestination“ (deutsch, englisch) und Robert A. Heinlein (deutsch, englisch)

Homepage von Robert A. Heinlein

Meine Besprechung von Michael und Peter Spierigs „Daybreakers“ (Daybreakers, Australien/USA 2009)

Meine Besprechung von Michael und Peter Spierigs „Predestination (Predestination, Australien 2014)

Meine Besprechung von Michael und Peter Spierigs „Winchester – Das Haus der Verdammten“ (Winchester, USA 2018)

Meine Besprechung von Robert A. Heinleins „Mondspuren“ (The Moon is a harsh Mistress, 1966; Frühere deutsche Veröffentlichungen als „Revolte auf Luna“ und „Der Mond ist eine herbe Geliebte“)

Meine Besprechung von Robert A. Heinleins „Raumjäger“ (Have Space Suit – Will Travel, 1958; Frühere deutsche Veröffentlichungen als „Piraten im Weltraum“, „Kip überlebt auf Pluto“ und „Die Invasion der Wurmgesichter“)

Meine Besprechung von Robert A. Heinleins „Die Invasion“ ( The Puppet Masters, 1951; Frühere deutsche Übersetzungen als „Weltraum-Mollusken erobern die Erde“, „Die Marionettenspieler“)


TV-Tipp für den 15. Juli: Das Privatleben des Sherlock Holmes

Juli 14, 2024

Arte, 20.15

Das Privatleben des Sherlock Holmes (The private life of Sherlock Holmes, Großbritannien 1970)

Regie: Billy Wilder

Drehbuch: Billy Wilder, I. A. L. Diamond

LV: Charaktere von Sir Arthur Conan Doyle

Köstliches Hommage an Sherlock Holmes und Doktor Watson. Damals ein ziemlicher Flop an der Kasse, heute ein Klassiker.

Billy Wilder zum Film: „In meinem Film habe ich mich bemüht, Holmes und Watson mit Respekt, aber ohne Ehrfurcht zu zeichnen. Die Geschichten enthalten viel Humorvolles, doch unsere tiefere Absicht war, die Beziehungen und die Freundschaft zwischen den beiden Männern in ihren früheren Jahren zu verdeutlichen…Holmes ist ein zivilisierter Mensch, ein Gentleman, der seine Fälle löst ohne solche fragwürdigen Methoden wie James Bond. Wenn Sie wollen, so mache ich hier einen ausgesprochenen Anti-Bond-Film.“

Mit Robert Stephens, Colin Blakely, Christopher Lee, Geneviève Page

Wiederholung: Montag, 22. Juli, 14.10 Uhr

Hinweise

Daily Script: Das Drehbuch

Rotten Tomatoes über „Das Privatleben des Sherlock Holmes“

Wikipedia über „Das Privatleben des Sherlock Holmes“ (deutsch, englisch) und über Sir Arthur Conan Doyle (deutsch, englisch)

Homepage von Sir Arthur Conan Doyle (Erben)

Krimi-Couch über Sir Arthur Conan Doyle

Kirjasto über Sir Arthur Conan Doyle

Sherlockian.net (Einstiegsseite mit vielen Links)

Facebook-Seite der deutschen Sherlock-Holmes-Gesellschaft

Thrilling Detective über Sherlock Holmes

Meine Besprechung Arthur Conan Doyles „Sherlock Holmes – Sämtliche Werke in 3 Bänden“ (Die Erzählungen I, Die Erzählungen II, Die Romane) (3 Bände im Schuber)

Meine Besprechung von Arthur Conan Doyles “Sherlock Holmes Geschichten”, “Sherlock Holmes Kriminalgeschichten” und “The Adventures of Sherlock Holmes” (und hier eine Auflistung der in diesen Werken enthaltenen Geschichten)

Meine Besprechung von Arthur Conan Doyles „Sherlock Holmes – Seine Abschiedsvorstellung“ (His last Bow, 1917)

Meine Besprechung von Arthur Conan Doyles „Sherlock Holmes‘ Buch der Fälle“ (The Case-Book of Sherlock Holmes, 1927)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz‘ „Das Geheimnis des weißen Bandes“ (The House of Silk, 2011)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz‘ „Der Fall Moriarty“ (Moriarty, 2014)

Meine Besprechung von Mattias Boströms „Von Mr. Holmes zu Sherlock“ (Fran Holmes till Sherlock, 2013)

Meine Besprechung von Ian Edginton (Autor)/Davide Fabbris (Zeichner): Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Zombies! (Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Zombies, 2010)

Meine Besprechung von Ian Edginton (Autor)/Horacio Domingues/Davide Fabbris (Zeichner) „Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Dracula“ (Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Jekyll/Hyde; Victorian Undead: Sherlock Holmes vs. Dracula, 2010/2011)

Meine Besprechung von „Sherlock: Ein Fall von Pink“ (A Study in Pink, GB 2010)

Meine Besprechung von „Sherlock: Eine Legende kehrt zurück – Staffel 1“ (Sherlock, GB 2010)

Meine Besprechung von “Sherlock: Eine Legende kehrt zurück -Staffel 2″ (Sherlock, GB 2012)

Meine Besprechung von „Sherlock – Staffel 3“ (Sherlock, GB 2014)

Meine Besprechung von „Sherlock: Die Braut des Grauens“ (Sherlock: The Abominable Bride, Großbritannien 2016)

Mein Hinweis auf „“Sherlock: Eine Legende kehrt zurück – Staffel 4“ (Sherlock, GB 2017)

Meine Besprechung von “Sherlock: Ein Skandal in Belgravia” (A Scandal in Belgravia, GB 2012)

Meine Besprechung von Guy Ritchies „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“ (Sherlock Holmes: A Game of Shadows, USA 2011)

Meine Besprechung von Bill Condons „Mr. Holmes“ (Mr. Holmes, Großbritannien 2015)

Sherlock Holmes in der Kriminalakte


Tv-Tipp für den 14. Juli: Das Böse unter der Sonne

Juli 13, 2024

3sat, 21.45

Das Böse unter der Sonne (Evil under the sun, Großbritannien 1982)

Regie: Guy Hamilton

Drehbuch: Anthony Shaffer

LV: Agatha Christie: Evil unter the sun, 1941 (Das Böse unter der Sonne oder Rätsel um Arlena)

Hercule Poirot sucht den Mörder der Broadway-Diva Arlena Marschall. Er muss einer der Gäste des griechischen Nobelhotels sein.

Großes Staraufgebot, hübsche Kostüme, Musik von Cole Porter; Tendenz: gediegene Langeweile. Also genau das entspannende Alternativprogramm zum Finale der Fußball-EM.

Mit Peter Ustinov, Jane Birkin, James Mason, Colin Blakely, Roddy McDowall, Diana Rigg, Nicholas Clay, Sylvia Miles, Denis Quilley, Maggie Smith

Wiederholung: Montag, 15. Juli, 02.40 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Das Böse unter der Sonne“

Wikipedia über „Das Böse unter der Sonne“ (deutsch, englisch) und über Agatha Christie (deutsch, englisch)

Homepage von Agatha Christie

Krimi-Couch über Agatha Christie

Meine Besprechung von Agatha Christies „Mord im Orientexpress“ (Murder on the Orient Express, 1934)

Meine Besprechung von John Guillermins Agatha-Christie-Verfilmung “Tod auf dem Nil” (Death on the Nile, Großbritannien 1978)

Meine Besprechung von Michael Winners Agatha-Christie-Verfilmung „Rendezvous mit einer Leiche“ (Appointment with Death, USA 1988)

Meine Besprechung von Kenneth Branaghs Agatha-Christie-Verfilmung „Mord im Orientexpress“ (Murder on the Orient Express, USA 2017)

Meine Besprechung von Gilles Paquet-Brenner Agatha-Christie-Verfilmung „Das krumme Haus“ (Crooked House, USA 2017) (und Buchbesprechung)

Meine Besprechung von Kenneth Branaghs Agatha-Christie-Verfilmung „Tod auf dem Nil“ (Death on the Nile, USA/Großbritannien 2022) (und Buchbesprechung)

Meine Besprechung von Kenneth Branaghs Agatha-Christie-Verfilmung „A Haunting in Venice“ (A Haunting in Venice, USA 2023) (und Buchbesprechung)

Meine Besprechung von Agatha Christies „Weihnachten mit Agatha Christie – Alle Geschichten zum Fest“ (2023)


TV-Tipp für den 13. Juli: Tom of Finland

Juli 12, 2024

One, 21.45

Tom of Finland (Tom of Finland, Finnland 2017)

Regie: Dome Karukoski

Drehbuch: Aleksi Bardy

Seine Bilder von ziemlich nackten, muskelbepackten Männern in Leder und Uniform dürften immer noch allgemein bekannt sein. Aber wer zeichnete diese homoerotischen Bilder? Dome Karukoski erzählt in seinem inszenatorich konventionellem, dennoch sehr, sehr sehenswertem Biopic die Geschichte von Tom of Finland, bürgerlich Touku Laaksonen (1920 – 1991).

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Pekka Strang, Lauri Tilkanen, Jessica Grabowsky, Seumas Sargent, Jakob Oftebro

Wiederholung: Montag, 15. Juli, 00.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „Tom of Finland“

Metacritic über „Tom of Finland“

Rotten Tomatoes über „Tom of Finland“

Wikipedia über „Tom of Finland“ (deutsch, englisch) und Tom of Finland (deutsch, englisch)

epd Film: Kurzes Interview mit Dome Karukoski über seinen Film

Meine Besprechung von Dome Karukoskis „Tom of Finland“ (Tom of Finland, Finnland 2017)

Meine Besprechung von Dome Karukoskis „Tolkien“ (Tolkien, USA 2019)