Wieder erhältlich: Joe R. Lansdale: Wilder Winter

November 25, 2014

Lansdale - Wilder Winter - Golkonda 2014 - 2

Die Fans von Hap Collins (weiß, hetero, Kriegsdienstverweigerer) und Leonard Pine (schwarz, schwul, Vietnamveteran) dürfen sich über die Wiederveröffentlichung von „Wilder Winter“ freuen. In den USA erschien der Roman bereits 1990. Aber obwohl der Rowohlt-Verlag in den Neunzigern zwei Collins-Pine-Bücher veröffentlichte und die kurzlebige Dumont-Noir-Reihe 2000 mit einem weiteren Band nachlegte, erschien „Wilder Winter“, der erste Collins-Pine-Roman, erst 2006 auf Deutsch, in der kurzlebigen, aber uneingeschränkt empfehlenswerten „Funny Crimes“-Reihe des Shayol-Verlages, einem Vorläufer vom Golkonda Verlag, wo inzwischen die Abenteuer von Hap Collins und Leonard Pine erscheinen.
In „Wilder Winter“ zerdeppern Hap Collins und Leonard Pine, als wir ihnen zum ersten Mal begegnen, gemütlich auf dem großen Feld hinter Haps Haus Tontauben, als seine frühere Freundin Trudy auftaucht und beide um einen Gefallen bittet. Für den bewaffneten Kampf gegen das System (wir reden von 1990) sollen sie ihr und ihren revolutionären Freunden das nötige Startkapital besorgen. Irgendwo im Sabine River bei einer Brücke liegt die Beute aus einem Banküberfall. Eine Million Dollar. Weil die Revolutionäre die Gegend nicht kennen, bitten sie die beiden Tagelöhner Hap Collins und Leonard Pine, mit dem Versprechen auf einen Teil der Beute, um Hilfe. Nachdem sie die Beute gefunden haben, stellen die Revolutionäre fest, dass es erheblich weniger als die erwartete Million ist und jeder die gesamte Beute für seine Pläne benötigt.
Joe R. Lansdale fragte sich in den späten achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, was aus den Idealen von 1968 wurde. Deshalb lässt er seinen Charakteren besonders im ersten Drittel von „Wilder Winter“ viel Zeit in Gesprächen über ihr Leben zu reflektieren. Wir erfahren, wie aus Revolutionären Kriminelle wurden, sich Menschen aus der Politik zurückzogen, was aus Vietnam-Veteranen wurde, warum einige immer noch an die Ideale von 1968 glauben und wie sich die US-amerikanische Gesellschaft zwischen 1968 und 1990 veränderte.
Dieses Thema integriert Joe R. Lansdale mühelos in die spannende Geschichte einer Schatzsuche und eines anschließenden Kampfes ums Überleben im winterlichen Texas.
Joe R. Lansdales „Wilder Winter“ ist gleichzeitig ein spannender Krimi, eine glänzende schwarzhumorige Komödie und eine illusionslose Abrechnung mit den Idealen von 1968.
Für die Neuausgabe, natürlich mit einem neuen Cover, wurde die Übersetzung durchgesehen.
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Joe R. Lansdale: Wilder Winter
(aus dem Englischen von Richard Betzenbichler und Katrin Mrugalla)
Golkonda, 2014
204 Seiten
16,90 Euro
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Deutsche Erstausgabe
Shayol, 2006
200 Seiten
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Originalausgabe
Savage Season
Bantam, 1990
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Hinweise

Homepage von Joe R. Lansdale

Stuttgarter Zeitung: Thomas Klingenmaier hat Joe R. Lansdale getroffen (25. März 2013)

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales „Rumble Tumble“ (Rumble Tumble, 1998 )

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales “Der Gott der Klinge” (The God of the Razor, 2007)

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales “Der Teufelskeiler” (The Boar, 1998)

Meine Besprechung  von Joe R. Lansdales „Akt der Liebe“ (Act of Love, 1981)

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales „Die Wälder am Fluss“ (The Bottoms, 2000)

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales “Kahlschlag” (Sunset and Sawdust, 2004)

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales “Gauklersommer” (Leather Maiden, 2008)

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales “Ein feiner dunkler Riss” (A fine dark Line, 2003)

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales „Dunkle Gewässer“ (Edge of Dark Water, 2012)

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales „Straße der Toten“ (Deadman’s Road, 2010)

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales „Machos und Moneten“ (Captains Outrageous, 2001)

Mein Interview mt Joe R. Lansdale zu „Das Dickicht“ (The Thicket, 2013)


TV-Tipp für den 24. November: Beverly Hills Cop – Ich lös‘ den Fall auf jeden Fall

November 24, 2014

Kabel 1, 20.15

Beverly Hills Cop – Ich lös’ den Fall auf jeden Fall (USA 1984, Regie: Martin Brest)

Drehbuch: Daniel Petrie jr. (nach einer Geschichte von Danilo Bach und Daniel Petrie jr.)

Als ein alter Freund von Detroit-Cop Axel Foley ermordet wird, nimmt er Urlaub und beginnt im noblen Beverly Hills den Mörder zu jagen. Dort fällt er nicht nur wegen seiner Hautfarbe, seinen Klamotten, seinem Mundwerk, sondern auch wegen seinen Methoden (die jede geschriebene und ungeschriebene Dienstvorschrift ignorieren) auf.

Die Action-Comedy war damals ein Kassenschlager und zog zwei schwächere Fortsetzungen nach sich. Eine vierter Teil soll, laut IMDB, am 24. März 2016  in unseren Kinos anlaufen. Die Regie soll Brett Ratner übernehmen. Mal sehen. Immerhin wurde aus der TV-Serie auch nichts und über „Beverly Hills Cop 4“ wird schon seit Ewigkeiten gesprochen.

„Meisterwerk des Kommerzes“ (Fischer Film Almanach 1986)

„pures Entertainment“ (Wolfgang Schweiger: Der Polizeifilm)

Tja, das Team Simpson/Bruckheimer wusste schon damals, wie sie an unser Geld kommen. Ihr nächster Film war „Top Gun“.

Das Drehbuch war für einen Oscar und den Edgar-Allan-Poe-Preis nominiert.

mit Eddie Murphy, Judge Reinhold, John Ashton, Lisa Eilbacher, Steven Berkoff, James Russo, Jonathan Banks, Stephen Elliott

Wiederholung: Dienstag, 25. November, 00.40 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Beverly Hills Cop“

Wikipedia über „Beverly Hills Cop“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 23. November: Masken

November 23, 2014

Tele5, 00.55

Masken (Frankreich 1987, Regie: Claude Chabrol)

Drehbuch: Odile Barski, Claude Chabrol

Der Pariser Journalist Roland Wolf will den berühmten, für seine Wohltätigkeit bekannten Showmaster Christian Legagneur auf dessen Landsitz interviewen. Dabei blickt er hinter Legagneurs Fassade. Außerdem will Wolf herausfinden, was dort mit seiner Schwester geschah.

„Die Deformation beim Tanz um das goldene Kalb, die behaglich rosa getönte Fassade von Habgier und rücksichtsloser Menschenverachtung, die Verlogenheit in den Unterhaltungsmedien. Typische Themen in Chabrols Oeuvre, das mit diesem Film um ein unterhaltsames Meisterwerk reicher geworden ist.“ (Fischer Film Almanach 1988)

…das nur alle Jubeljahre im Fernsehen gezeigt wird.

Mit Philippe Noiret, Robin Renucci, Bernadette Lafont, Monique Chaumette

Hinweise

Wikipedia über Claude Chabrol (deutsch, englisch, französisch)

Mein Nachruf auf Claude Chabrol

Claude Chabrol in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 22. November: Network

November 22, 2014

ServusTV, 22.40

Network (USA 1976, Regie: Sidney Lumet)

Drehbuch: Paddy Chayefsky

Buch zum Film: Sam Hedrin: Network, 1976 (Network)

Wegen sinkender Quoten soll eine Nachrichtensendung eingestellt werden. Ihr Sprecher Howard Beale kündigt, weil ihm damit seine Daseinsberechtigung genommen wird, in einer der folgenden Sendungen seinen Selbstmord an. Die Quoten steigen und Beale bekommt seine eigene Sendung. Dass damit eine für alle Beteiligten verhängnisvolle Spirale in Gang gesetzt wird, ahnen sie in diesem Moment nicht.

Bitterböse Mediensatire, die heute immer noch so aktuell (in gewissen Aspekten realistischer, in anderen nicht) wie damals ist.

Der Film war für zahlreiche Preise nominiert, erhielt vier Oscars (männliche und weibliche Hauptrolle, weibliche Nebenrolle und Drehbuch) und den Preis der Writers Guild of America (WGA).

mit Peter Finch, Faye Dunaway, William Holden, Robert Duvall, Wesley Addy, Ned Beatty, Ken Kercheval, Lance Henriksen (Miniauftritt als Anwalt), Tim Robbins (ungeannter Kurzauftritt als Mörder; sein Filmdebüt)

Wiederholung: Sonntag, 23. November, 03.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Network“

Wikipedia über „Network“ (deutsch, englisch)

Archive of American Television: Interview mit Sidney Lumet (22. Oktober 1999)

Die Zeit: Katja Nicodemus trifft Sidney Lumet (12. April 2008)

Mein Nachruf auf Sidney Lumet (25. Juni 1924 – 9. April 2011)

Sidney Lumet in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: Skiurlaub mit der Familie als „Höhere Gewalt“

November 21, 2014

Für Tomas, seine Frau Ebba und ihre Kinder Vera und Harry soll der einwöchige Skiurlaub in den Alpen eine Auszeit vom Alltag sein. Ferien eben, die in einem Hotelzimmer und auf der Skipiste verbracht werden, wenn nicht am zweiten Tag, während des Essens auf einer Restaurantterrasse, eine durch eine Explosion ausgelöste kontrollierte Lawine sich scheinbar unaufhaltsam in Richtung Terrasse bewegen würde. Tomas schnappt sein Smartphone und haut ab, während Ebba sich schützend vor ihre Kinder stellt.
Die Lawine lässt die Terrasse links liegen, aber in Ruben Östlunds „Höhere Gewalt“ ist die Katastrophe schon geschehen. Während der nächsten Ferientage lässt Ebba keine Gelegenheit aus, Freunden und Urlaubsbekanntschaften von dem Ereignis zu erzählen, während Tomas behauptet, sich anders daran zu erinnern.
„Höhere Gewalt“ spricht, in einem strengen formalen Rahmen, vieles an und, was nicht jedem Film gelingt, er provoziert Diskussionen über das Verhalten von Tomas (Ist er wirklich ein Feigling? Hat er seine Familie im Stich gelassen?) und Ebba (Ist sie zu selbstgerecht? Macht sie aus einer Mücke einen Elefanten?), aber es bleibt auch in der Schwebe, ob Östland wirklich eine existenzielle Krise oder nur einen ganz normalen Urlaub beschreibt. Denn bei jedem Urlaub krachen die Familienmitglieder mindestens einmal heftig gegeneinander, es gibt den berühmt-berüchtigten Urlaubskoller und in meinen Augen beschreibt Östlund eben einen solchen Urlaubskoller. Denn dass Tomas‘ Flucht der Auslöser für eine veritable Ehekrise mit allem Drum und Dran sein soll, erscheint mir doch etwas überhöht. Immerhin wird die Familie als die perfekte Mittelstandsfamilie gezeigt und bis dahin scheint es die perfekte Ehe gewesen zu sein.
Außerdem wird endlos über das Ereignis gesprochen und schnell stockt die Erzählung, weil immer wieder die gleichen Argumente am Küchentisch hin und her geschoben werden, während die Kinder im Bett sind. Kneipenphilosophie eben.
Daher enttäuscht „Höhere Gewalt“ als existenzielles Drama das eine Familie seziert und als Behandlung der Frage, wie Menschen in unerwarteten Situationen reagieren. Denn er beschäftigt sich nur mit der Reaktion von Tomas. Aber hätte Ebba sich bei einer anderen Anordnung der Sitzplätze im Restaurant anders als Tomas verhalten?
Als bitterböse Komödie über einen ganz normalen Familienurlaub in einem Wintersportgebiet ist „Höhere Gewalt“ dagegen ziemlich gelungen und hätte Ruben Östlund sich noch stärker auf diesen Aspekt konzentiert, hätte mir „Höhere Gewalt“ besser gefallen. So bleibt das Gefühl zurück, vor allem ein Gedankenexperiment gesehen zu haben.

Höhere Gewalt - Plakat

Höhere Gewalt (Turist/Force Majeure, Schweden 2014)
Regie: Ruben Östlund
Drehbuch: Ruben Östlund
mit Johannes Bah Kuhnke, Lisa Loven Kongsli, Clara Wettergren, Vincent Wettergren, Kristofer Hivju, Fanni Metelius
Länge: 118 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
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Hinweise
Deutsche Homepage zum Film
Deutsche Facebook-Seite zum Film
Film-Zeit über „Höhere Gewalt“
Moviepilot über „Höhere Gewalt“
Metacritic über „Höhere Gewalt“
Rotten Tomatoes über „Höhere Gewalt“
Wikipedia über „Höhere Gewalt“


TV-Tipp für den 21. November: Kennwort Kino: Quentin Tarantino

November 21, 2014

3sat, 22.35

Kennwort Kino: Quentin Tarantino (Deutschland 2014, Regie: Maik Platzen)

Drehbuch: Maik Platzen

Halbstündige Doku über Quentin Tarantino. Danach läuft seine Elmore-Leonard-Verfilmung „Jackie Brown“.

Hinweise

3sat über die Doku (mit Bonusmaterial)

The Quentin Tarantino Archives (Fanseite)

Everthing Tarantino (dito)

Q-Tarantino.de (noch eine Fanseite)

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „Quentin Tarantino gegen die Nazis – Alles über ‘Inglourious Basterds’“ (Kleine Schriften zum Film: 1, 2009)

Meine Besprechung von Quentin Tarantinos “Django Unchained” (Django Unchained, USA 2012)

Kriminalakte über Quentin Tarantino


Neu im Kino/Filmkritik: Idris Elba vollbringt „Keine gute Tat“

November 20, 2014

Wer sich bis jetzt fragte, wie bekannt Idris Elba und Taraji P. Henson sind, erhält mit „Keine gute Tat“ die Antwort: ziemlich. In den USA war der Thriller in der Startwoche sogar auf dem ersten Platz und sein Budget hat er inzwischen locker eingespielt.
Idris Elba spielte in „The Wire“ mit. Er ist DCI John „Luther“ („Luther“-Erfinder Neil Cross arbeitet gerade für Fox an einem US-Remake und Ende 2015 spielt Idris Elba wieder John Luther in der gleichnamigen BBC-Serie). Er war Nelson „Mandela“ und er übernahm prägnante Nebenrollen in „Prometheus“, „Pacific Rim“ und den beiden „Thor“-Filmen. Sein Gesicht ist inzwischen auch Filmfans vertraut.
Taraji P. Henson erhielt eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin für „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ und gehört zur Stammbesetzung von „Person of Interest“, einer in den USA erfolgreiche TV-Serie von Jonathan Nolan („Interstellar“), die bei uns eher unter ‚ferner liefen‘ läuft.
In „Keine gute Tat“ spielt sie Terry, eine ehemalige Staatsanwältin und jetzt glücklich verheiratete Mutter von zwei Kindern, die in einem noblen Vorstadthaus lebt. Ihr Mann besucht gerade seinen Vater über das Wochenende zu einen gemeinsamen Geburtstag-Angelausflug.
Als es klingelt und Colin (Idris Elba) vor der Tür steht, will sie den Fremden, dessen Auto einige Meter weiter verunglückte, zuerst nicht in ihr Haus lassen. Aber draußen stürmt es, er ist platschnaß und höflich.
Dabei ist das nur eine Fassade. Colin ist ein ausgebrochener Sträfling, der auf seiner Flucht eine Spur von Leichen hinterlässt und natürlich auch in Terrys Haus wüten wird.
Die Geschichte von „Keine gute Tat“ ist altbekannt und sie wird auch ohne nennenswerte Variationen abgespult. Erst gegen Ende gibt es eine Überraschung, die den vorherigen Ereignissen eine neue Bedeutung verleiht. Es ist allerdings auch nur eine Überraschung, ein Aha-Moment, der ziemlich folgenlos verpufft. Hätten die Macher diese Überraschung schon früher enthüllt, hätten alle Handlungen von Colin und Terry noch ein weiteres Motiv gehabt und dann wäre „Keine gute Tat“ mehr als nur ein weiterer formelhafter Home-Invasion-Thriller, bei dem der interessanteste Aspekt die Hautfarbe der beiden Hauptdarsteller ist.
Davon abgesehen wissen wir jetzt, dass Idris Elba einen Film tragen kann, wie er auch TV-Serie „Luther“ trägt.
Sowieso heben die spielfreudigen Schauspieler und „Luther“-Regisseur Sam Miller die altbekannte Geschichte auf ein höheres Level, als der Film es verdient hat. Denn es ist ein klassischer TV-Film, der ohne Nebengeschichten und ohne besondere Höhen und Tiefen in unter neunzig Minuten geradlinig seine Geschichte erzählt.

Keine gute Tat - Plakat

Keine gute Tat (No good deed, USA 2014)
Regie: Sam Miller
Drehbuch: Aimee Lagos
mit Idris Elba, Taraji P. Henson, Leslie Bibb, Kate del Castillo, Henry Simmons, Mirage Spann, Kenny Alfonso, Dan Caudill
Länge: 84 Minuten
FSK: ab 16 Jahre
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Hinweise
Englische Homepage zum Film
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Keine gute Tat“
Moviepilot über „Keine gute Tat“
Metacritic über „Keine gute Tat“
Rotten Tomatoes über „Keine gute Tat“
Wikipedia über „Keine gute Tat“


Neu im Kino/Filmkritik: Die Gitarrendoku „Love Supreme – Sechs Saiten und ein Brett“

November 20, 2014

Das Problem bei „Love Supreme – Sechs Saiten und ein Brett“ sind nicht die oft kurzen Musikschnipsel. Das ist zwar schade und ärgerlich, wenn man von bekannten Liedern und Live-Auftritten bekannter Musiker nur einige Sekunden hört, aber durchaus verständlich, weil die Musikrechte manchmal extraordinär teuer sind und die Musik nicht im Mittelpunkt der Doku steht. Wobei die Konzertausschnitte mit der Unbekanntheit der Musiker länger werden, bis wir auf der Couch von Session-Gitarrist Tom Bukovac landen, der auf fünfhundert Nashville-Alben mitspielte. Aber wer kennt schon einen Session-Gitarristen?
Das Problem ist auch nicht, dass die meisten Gitarristen eher unbekannt und auch die Stars nicht unbedingt allgemein bekannte Weltstars sind. Als Filmemacher mit überschaubarem Budget freut man sich, wenn bekannte Gesichter wie Marius Müller-Westernhagen, Wolfgang Niedecken, Peter Maffay und Dave Stewart sich Zeit nehmen. Und oft haben unbekanntere Gitarristen und Session-Musiker etwas interessantes zu erzählen. Man fragt sie halt viel zu selten.
Das Problem bei „Love Supreme“ (wobei Jazzfans da nur an John Coltranes „A Love Supreme“ denken können) ist, dass die Regisseure Steffen König und Olaf Neumann nicht wussten, was sie erzählen wollten. Sie sagen zwar, dass sie herausfinden wollten, warum immer mehr Musiker Duesenberg-Gitarren benutzen und wer sie baut. Dieses vollkommen unkritische Firmenporträt ist ein Teil der spielfilmlangen Dokumentation. Wir dürfen zusehen, wie eine E-Gitarre gebaut wird (Erklärungen gibt es keine) und zuhören, wie Dieter Gölsdorf, der Entwickler der Duesenberg-Gitarren, über sich und seine Gitarren spricht. Aber außer Jugenderinnerungen und Allgemeinplätzen erfährt man nichts; – und dabei wäre gegen ein ordentliches Firmenporträt nichts einzuwenden.
Aber die meiste Zeit reden die Gitarristen in der Dokumentation über Gott und die Welt. Das ist durchaus interessant, aber es sind beliebige Zitate, ohne größeren Zusammenhang und Überbau. Manchmal wird auch die Duesenberg-Gitarre lobend erwähnt. Sie liege gut in der Hand. Sie klinge gut. Manchmal wird sie in den Konzertausschnitten auch erkennbar gespielt. Manchmal eine andere E-Gitarre oder eine Akustik-Gitarre.
Und irgendwann fragt man sich, ob die Duesenberg-Gitarre nur von Rockmusikern, meistens der gut abgehangenen Mainstream-Sorte, und einigen Blues-Musikern (die hier die Feigenblatt-Rolle übernehmen dürfen) gespielt wird. Es gibt keine Jazzer, keine Heavy-Metal-Gitarristen, keine Punker, keine Experimentalmusiker.
Ärgerlich ist während der gesamten Musik-Dokumentation der erbärmliche Sound. Die Konzerte sind meistens ein einziger Lärmmatsch, das den Charme eines Bootlegs hat. Die Interviews klingen teils übersteuert, teils gibt es nervige Nebengeräusche, weil König und Neumann sich mit dem Musiker in einer Wirtschaft unterhielten und das Klirren der Gläser und die Gespräche der anderen Gäste immer wieder stören. Schon mit einem besseren Mikrofon (und das muss kein extrem teures Mikrofon sein) oder einer gescheiten Raumwahl hätte hier das Schlimmste verhindert werden können.

Love Supreme - Plakat

Love Supreme – Sechs Saiten und ein Brett (Deutschland 2014)
Regie: Steffen König, Olaf Neumann
Drehbuch: Steffen König, Olaf Neumann
mit Tom Bukovac, Sarah Buxton, Mike Campbell, Carl Carlton, Nathan Fawley, Vince Gill, Dieter Gölsdorf, Uwe Hassbecker, Dann Huff, Steven Hufsteter, Keb‘ Mo‘, Robert Knight, Helmut Krumminga, Tito Larriva, Anna Loos, Louisiana Red, Peter Maffay, Ryan McGarvey, Grant Mickelson, Marius Müller-Westernhagen, Wolfgang Niedecken, Andy Powell, Ingo Renner, Brad Rice, Dave Stewart, Matt ‚Mojo‘ Tedder
und die Bands der Musiker, wozu auch, wegen Andy Powell, Wishbone Ash gehört
Länge: 94 Minuten
FSK: ab 0 Jahre
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Hinweise

Homepage zum Film
Facebook-Seite zum Film
Film-Zeit über „Love Supreme“
Moviepilot über „Love Supreme“


TV-Tipp für den 20. November: Matrix

November 20, 2014

Vox, 20.15

Matrix (USA 1998, Regie: Andy Wachowski, Larry Wachowski)

Drehbuch: Andy Wachowski, Larry Wachowski

Hacker Neo ist der nette Nerd von nebenan, bis er erfährt, dass die Wirklichkeit nicht die Wirklichkeit ist und dass er der Erlöser ist.

Kommerziell unglaublich erfolgreicher, Hugo- und Nebula-nominierter Science-Fiction-Klassiker, in dem es erstmals gelang, die Ideen der Cyberpunk überzeugend in einen Realfilm zu transportieren. Die beiden Fortsetzungen „Matrix Reloaded“ und „Matrix Revolutions“ sind dagegen ein Fall für die filmische Mülltonne und auch bei der „Matrix“ kann man sich an einigen groben Logikfehlern und Widersprüchen stoßen. Z. B.: Warum sollten die Maschinen uns Menschen mit einer Computersimulation betäuben? Warum sollten wir Menschen aus der Computersimulation ausbrechen wollen? Vor allem, wenn die Erde ungefähr so bewohnbar wie die dunkle Seite des Mondes ist.

Danach, um 23.00 Uhr, läuft die Gurke “Matrix Reloaded”. Und um 23.45 Uhr läuft im SWR/SR „Cloud Atlas“.

mit Keanu Reeves, Laurence Fishburne, Carrie Anne Moss, Hugo Weaving, Gloria Foster, Joe Pantoliano

Wiederholung: Freitag, 21. November, 01.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Matrix“

Wikipedia über „Matrix“ (deutsch, englisch)

Drehbuch “The Matrix” von Andy Wachowski und Larry Wachowski

Meine Besprechung des Keanu-Reeves-Film „Henry & Julie“

Meine Besprechung von Lana & Andy Wachowski/Tom Tykwers „Cloud Atlas“ (Cloud Atlas, USA/Deutschland 2012)


Die Bouchercon-Preisträger 2014: Die Anthony, Shamus, Macavity und Barry Awards

November 19, 2014

Mit einer kleinen Verspätung kommt die komplette Liste der Bouchercon-Preisträger, die dieses Jahr in Long Beach, Kalifornien, ihre Preise erhielten:
Die Anthony Awards
Best Novel
Ordinary Grace, von William Kent Krueger (Atria)
nominiert
Suspect, von Robert Crais (Putnam)
A Cold and Lonely Place, von Sara J. Henry (Crown)
The Wrong Girl, von Hank Phillippi Ryan (Forge)
Through the Evil Days, von Julia Spencer-Fleming (Minotaur)
–
Best First Novel
Yesterday’s Echo, von Matt Coyle (Oceanview)
nominiert
Ghostman, von Roger Hobbs (Knopf)
Rage Against the Dying, von Becky Masterman (Minotaur)
Reconstructing Amelia, von Kimberly McCreight (HarperCollins)
The Hard Bounce, von Todd Robinson (Tyrus)
–
Best Paperback Original Novel
As She Left It, von Catriona McPherson (Midnight Ink)
nominiert
The Big Reap, von Chris F. Holm (Angry Robot)
Purgatory Key, von Darrell James (Midnight Ink)
Joyland, von Stephen King (Hard Case Crime)
The Wicked Girls, von Alex Marwood (Penguin)
–
Best Short Story
The Caxton Private Lending Library & Book Depository, von John Connolly (The Mysterious Press)
nominiert
Dead End, von Craig Faustus Buck (Untreed Reads)
Annie and the Grateful Dead, von Denise Dietz (aus The Sound and the Furry, herausgegeben von Denise Dietz und Lillian Stewart Carl; Amazon Digital)
Incident on the 405, von Travis Richardson (aus The Malfeasance Occasional: Girl Trouble, herausgegeben von Clare Toohey; St. Martin’s Press)
The Care and Feeding of Houseplants, von Art Taylor (Ellery Queen Mystery Magazine, March/April 2013)
–
Best Critical or Non-Fiction Work
The Hour of Peril: The Secret Plot to Murder Lincoln Before the Civil War, von Daniel Stashower (Minotaur)
nominiert
Mastermind: How to Think Like Sherlock Holmes, von Maria Konnikova (Viking)
The Secret Rescue: An Untold Story of American Nurses and Medics Behind Nazi Lines, von Cate Lineberry (Little, Brown)
All the Wild Children, von Josh Stallings (Snubnose Press)
Troubled Daughters, Twisted Wives, herausgegeben von Sarah Weinman (Penguin)
–
Best Children’s or Young Adult Novel
The Testing, von Joelle Charbonneau (Houghton Mifflin)
nominiert
Escape Theory, von Margaux Froley (Soho Teen)
Escape from Mr. Lemoncello’s Library, von Chris Grabenstein (Random House)
Dancer, Daughter, Traitor, Spy, von Elizabeth Kiem (Soho Teen)
The Code Busters Club: Mystery of the Pirate’s Treasure, von Penny Warner (Edgmont USA)
–
Best Television Episode Drehbuch (First Aired in 2013)
The Blacklist, “Pilot,” Drehbuch von Jon Bokenkamp (Davis Entertainment, NBC)
nominiert
The Fall, “Dark Descent,” Drehbuch von Allan Cubitt (Netflix Original)
Breaking Bad, “Felina,” Drehbuch von Vince Gilligan (AMC)
The Following, “Pilot,” Drehbuch von Kevin Williamson (Fox/Warner Bros. Television)
Justified, “Hole in the Wall,” Drehbuch von Graham Yost (Fox/Warner Bros. Television)
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Best Audiobook
The Cuckoo’s Calling, von Robert Galbraith, gelesen von Robert Glenister (Hachette)
nominiert
Crescendo, von Deborah J, Ledford, gelesen von Christina Cox (Audible)
Man in the Empty Suit, von Sean Ferrell, gelesen von Mauro Hantman (AudioGO)
Death and the Lit Chick, von G.M. Malliet, gelesen von Davina Porter (Dreamscape)
Hour of the Rat, von Lisa Brackmann, gelesen von Tracy Sallows (Audible)
–
Die Shamus Awards
Max Allan Collins und Barbara Collins spielten die Gastgeber bei der diesjährigen Verleihung der Shamus-Preise, die von den Private Eye Writers of America verliehen werden. Die glücklichen Gewinner sind:
Best Hardcover P.I. Novel
The Good Cop, von Brad Parks (Minotaur)
nominiert
Little Elvises, von Timothy Hallinan (Soho Crime)
The Mojito Coast, von Richard Helms (Five Star)
W Is for Wasted, von Sue Grafton (Marian Wood/Putnam)
Nemesis, von Bill Pronzini (Forge)
–
Best First P.I. Novel
Bear Is Broken, von Lachlan Smith (Mysterious Press)
nominiert
A Good Death, von Christopher R. Cox (Minotaur)
Montana, von Gwen Florio (Permanent Press)
Blood Orange, von Karen Keskinen (Minotaur)
Loyalty, von Ingrid Thoft (Putnam)
–
Best Original Paperback P.I. Novel
Heart of Ice, von P.J. Parrish (Pocket)
nominiert
Seduction of the Innocent, von Max Allan Collins (Hard Case Crime)
Into the Dark, von Alison Gaylin (HarperCollins)
Purgatory Key, von Darrell James (Midnight Ink)
The Honky Tonk Big Hoss Boogie, von Robert J. Randisi (Perfect Crime)
–
Best P.I. Short Story
So Long, Chief, von Max Allan Collins und Mickey Spillane (The Strand Magazine, February-May 2013)
nominiert
The Ace I, von Jack Fredrickson (Ellery Queen Mystery Magazine [EQMM], June 2013)
What We Do, von Mick Herron (EQMM, September-October 2013)
Extra Fries, von Michael Z. Lewin (EQMM, May 2013)
The Lethal Leeteg, von Hayford Peirce (EQMM, August 2013)
–
Best Indie P.I. Novel
Don’t Dare a Dame, von M. Ruth Myers (Tuesday House)
nominiert
Murder Take Three, von April Kelly und Marsha Lyons (Flight Risk)
A Small Sacrifice, von Dana King (Amazon Digital)
No Pat Hands, von J.J. Lamb (Two Black Sheep)
State vs. Lassiter, von Paul Levine (CreateSpace)
–
Hammer Award
Kinsey Millhone (die Heldin von Sue Graftons alphabetischer Romanserie [im Original)
–
Private Eye Writers of America/St. Martin’s Press First Novel Award
Grant Bywater: The Red Storm
–
Die Macavity Awards
(von Mystery Readers International)
Best Mystery Novel
Ordinary Grace, von William Kent Krueger (Atria)
nominiert
Sandrine’s Case, von Thomas H. Cook (Mysterious Press)
Dead Lions, von Mick Herron (Soho Crime)
The Wicked Girls, von Alex Marwood (Penguin)
How the Light Gets In, von Louise Penny (Minotaur)
Standing in Another Man’s Grave (Mädchengrab), von Ian Rankin (Reagan Arthur)
–
Best First Mystery
A Killing at Cotton Hill, von Terry Shames (Seventh Street)
nominiert
Yesterday’s Echo, von Matt Coyle (Oceanview)
Rage Against the Dying, von Becky Masterman (Minotaur)
Cover of Snow, von Jenny Milchman (Ballantine)
Norwegian by Night, von Derek Miller (Faber and Faber)
–
Best Mystery Short Story
The Care and Feeding of Houseplants, von Art Taylor (Ellery Queen Mystery Magazine, March/April 2013)
nominiert
The Terminal, von Reed Farrel Coleman (aus Kwik Krimes, herausgegeben von Otto Penzler; Thomas & Mercer)
The Caxton Private Lending Library & Book Depository, von John Connolly (Bibliomysteries: Short Tales About Deadly Books, herausgegeben von Otto Penzler; Bookspan)
The Dragon’s Tail, von Martin Limon (aus Nightmare Range: The Collected Sueno and Bascom Short Stories; Soho Books)
The Hindi Houdini, von Gigi Pandian (aus Fish Nets: The Second Guppy Anthology, herausgegeben von Ramona DeFelice Long; Wildside Press)
Incident on the 405, von Travis Richardson (aus The Malfeasance Occasional: Girl Trouble, herausgegeben von Clare Toohey; Macmillan)
–
Best Non-fiction
The Hour of Peril: The Secret Plot to Murder Lincoln Before the Civil War, von Daniel Stashower (Minotaur)
nominiert
The Lady and Her Monsters: A Tale of Dissections, Real-Life Dr. Frankensteins, and the Creation of Mary Shelley’s Masterpiece, von Roseanne Montillo (Morrow)
Being Cool: The Work of Elmore Leonard, von Charles J. Rzepka (Johns Hopkins University Press)
–
Sue Feder Historical Mystery Award
Murder as a Fine Art, von David Morrell (Little, Brown)
nominiert
A Murder at Rosamund’s Gate, von Susanna Calkins (Minotaur)
Saving Lincoln, von Robert Kresge (ABQ Press)
Dandy Gilver and a Bothersome Number of Corpses, von Catriona McPherson (Minotaur)
Ratlines, von Stuart Neville (Soho Crime)
–
Die Barry Awards
(von Deadly Pleasures Mystery Magazine)
Best Novel
Ordinary Grace, von William Kent Krueger (Atria)
nominiert
A Conspiracy of Faith, von Jussi Adler-Olsen (Dutton)
A Tap on the Window, von Linwood Barclay (New American Library)
Sandrine’s Case, von Thomas H. Cook (Mysterious Press)
Suspect, von Robert Crais (Putnam)
Standing in Another Man’s Grave (Mädchengrab), von Ian Rankin (Reagan Arthur)
–
Best First Novel
Japantown, von Barry Lancet (Simon & Schuster)
nominiert
Burial Rites, von Hannah Kent (Little, Brown)
The Bookman’s Tale, von Charlie Lovett (Viking)
Rage Against the Dying, von Becky Masterman (Minotaur)
Cover of Snow, von Jenny Milchman (Ballantine)
Norwegian by Night, von Derek B. Miller (Houghton Mifflin Harcourt)
–
Best Paperback Original
I Hear the Sirens in the Street (Die Sirenen von Belfast), von Adrian McKinty (Seventh Street)
nominiert
Joe Victim, von Paul Cleave (Atria)
Disciple of Las Vegas, von Ian Hamilton (Picador)
The Rage (Die Wut), von Gene Kerrigan (Europa Editions)
Fear in the Sunlight, von Nicola Upson (Harper)
Fixing to Die, von Elaine Viets (Signet)
–
Best Thriller
The Doll, von Taylor Stevens (Crown)
nominiert
Dead Lions, von Mick Herron (Soho Crime)
Ghostman, von Roger Hobbs (Knopf)
Red Sparrow, von Jason Matthews (Scribner)
The Shanghai Factor, von Charles McCarry (Mysterious Press)
Ratlines, von Stuart Neville (Soho Crime)
–
The Don Sandstrom Memorial Award for lifetime achievement in mystery fandom
Ted Hertel
(via The Rap Sheet)


TV-Tipp für den 19. November: Catch me if you can

November 19, 2014

Kabel 1, 20.15

Catch me if you can (USA 2002, Regie: Steven Spielberg)

Drehbuch: Jeff Nathanson

LV: Frank Abagnale (mit Stan Redding): Catch me if you can: The Amazing True Story of the Youngest and Most Daring Con Man in the History of Fun and Profit, 1980 (Mein Leben auf der Flucht, Catch me if you can)

Spielberg erzählt kurzweilig die wahre Geschichte des Hochstaplers Frank Abagnale. Der Film „ist eine swingende, schwerelose Krimikomödie, die durch Tempo, Charme und Verspieltheit überzeugt.“ (Berliner Zeitung, 30. Januar 2003)

Mit Leonardo DiCaprio, Tom Hanks, Christopher Walken, Martin Sheen, Nathalie Baye, James Brolin, Jennifer Garner

Wiederholung: Donnerstag, 20. November, 02.35 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über “Catch me if you can” (deutsch, englisch)

Rotten Tomatoes über “Catch me if you can”

History vs. Hollywood überprüft den Wahrheitsgehalt der Hochstaplergeschichte

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Steven Spielberg in der Kriminalakte


Cover der Woche

November 18, 2014

Lansdale - Lost Echoes


TV-Tipp für den 18. November: Vengeance – Killer unter sich

November 18, 2014

EinsFestival, 23.45

Vengeance – Killer unter sich (Hongkong/Frankreich 2009, Regie: Johnny To)

Drehbuch: Ka-Fai Wai

In Macao wird die Tochter des französischen Restaurantbesitzers Francis Costello in ihrer Wohnung schwer verletzt. Ihre Familie wird ermordet. Costello beschließt, die Täter zu stellen. Dabei helfen dem ehemaligen Profikiller einige Kollegen, die er zufällig im Hotel trifft.

Mit dem Neo-Noir „Vengeance“ zeigt Hongkong-Regisseur Johnnie To wieder einmal, wofür ihn Filmfans seitdem sie vor über zehn Jahren seinen stilisierten Gangsterfilm „The Mission“ (Unbedingt ansehen!) sahen, lieben: schnörkelloses Genrekino mit stilvoll eingestreuten Zitaten und gerade in ihrer Reduktion grandiosen Actionszenen. Das ist in seiner Stilisierung pures Kino, das näher bei Jean-Pierre Melville als an der Wirklichkeit ist.

mit Johnny Hallyday, Sylvie Testud, Anthony Wong, Simon Yam

Hinweis

Meine ausführliche Besprechung von „Vengeance“


Lesefestival „Stadt Land Buch“ mit Krimimarathon

November 17, 2014

Beim alljährlichen Lesefestival „Stadt Land Buch“, das in Berlin und Brandenburg stattfindet, gab es in den vergangenen Jahren auch immer einige Lesungen für den geneigten Krimifans. Dieses Jahr, mit dem „Krimimarathon“ sind es mehr, viel mehr mörderische Lesungen, von denen einige auch schon ausverkauft sind.
Werfen wir also einen flüchtigen Blick in das mörderische Programm:

Dienstag, 18. November
Der 5. Krimimarathon Berlin-Brandenburg startet in der Hessischen Landesvertretung um 18.30 Uhr mit einer Lese-Show mit Dietrich Faber, der in die Rolle seines Romanermittlers Henning Bröhmann schlüpft. Teilnahme nur mit Voranmeldung bei info@krimimarathon.de
Um 20.00 Uhr liest Dietmar Bär im Berliner Kriminaltheater (Palisadenstraße 48, Friedrichshain) aus Walter Kirns „Blut will reden“ (C. H. Beck) über den falschen Rockefeller Clark Rockefeller, der in Wirklichkeit der Deutsche Christian Gerhartsreiter, ein Kidnapper und Mörder, war.
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Mittwoch, 19. November
Um 19.00 Uhr gibt es in den Verlagsräumen des Alexander Verlages (Fredericastraße 8, Charlottenburg; Anmeldung unter presse@alexander-verlag.de) einen Empfang, bei dem Bücher aus dem Herbstprogramm vorgestellt werden. Wie die Essaysammlung „Portrait in Noir“ von Jean-Patrick Manchette.
Ebenfalls um 19.00 Uhr liest Ella Danz aus ihrem kulinarischen Kriminalroman „Unglückskeks“ (Gmeiner Verlag) im Club Culinaire (Otto-Suhr-Alle 94). Weil es gleichzeitig ein 3-Gänge-Menü vom Chefkoch des Le Piaf gibt, kostet dieser Abend 36 Euro pro Person.
Um 19.30 Uhr liest Vincent Klisch aus seinem Krimi „Bis in den Tod hinein“ (Blanvalet) in der Villa Kult (Hindenburgdamm 12, Lichterfelde).
Ebenfalls um 19.30 Uhr liest Thomas Knauf aus seinem Privatdetektiv-Krimi „Der Golem vom Prenzlauer Berg“ (be.bra.verlag) im Myer’s Hotel (Mether Straße 26, Prenzlauer Berg).
Zur gleichen Zeit liest Carlos Zanón im Instituto Cervantes (Rosenstraße 18, Mitte) aus seinem Kriminalroman „Die Hälfte von Allem“ (Nagel & Kimche).
Um 20.00 Uhr ruft Maxim Leo „Waidmannstod“ (Kiepenheuer & Witsch) in seinem Krimidebüt, in dem ein Kommissar im Brandenburgischen ermittelt und seine Mutter pflegt – im Buchladen Anagramm (Mehringdamm 50, Kreuzberg).

Donnerstag, 20. November
Um 19.00 Uhr liest Thomas Knauf aus seinem Privatdetektiv-Krimi „Mord hält jung“ (be.bra.verlag) in der Anna-Seghers-Bibliothek Lichtenberg (Prerower Platz 2, Neu-Hohenschönhausen). Es geht um eine Mordserie im Altersheim am Weinbergwerg.
Ebenfalls um 19.00 Uhr liest Connie Roters im Kulturring in Berlin/Kulturbund Treptow (Ernststraße 14/16, Treptow) aus „Tod in der Hasenheide“ (Emons Verlag) über das mörderische Neukölln und den Mord an einem Bundeswehrausbilder vor. Tja, das Soldatenhandwert ist halt mörderisch.
Mord und Essen scheint eine überzeugende Kombination zu sein. Denn wer nicht mit Gisa Pauly und ihrem „Strandläufer“ (Piper Verlag) auf den Fernsehturm will (kostet mit zwei Freigetränken 33,50 Euro), kann, ebenfalls um 19.00 Uhr, mit Jochen Senf und Angela Eßer Kurzkrimis genießen und im Hotel Savoy (Fasanenstraße 9 – 10, Charlottenburg) für 39 Euro ein 3-Gänge-Menü und einen Aperitif genießen. Beides nur mit Voranmeldung.
Um 19.30 präsentiert Horst Eckert seinen neuen Krimi „Schwarzlicht“ (Rowohlt) in der Vertretung des Landes NRW beim Bund (Hiroshimastraße 12, Tiergarten). Aber die Lesung vom Westwind e. V. war, glaube ich, ausverkauft (jedenfalls habe ich keine Zeit, aber man kann es ja in jedem Fall versuchen).
Zur gleichen Zeit können in der Bruno-Lösche-Bibliothek (Perleberger Straße 33, Tiergarten) Rainer Wittkamps „Kalter Hund“ (grafit Verlag) und Petra Gabriels „Kaltfront“ (Jaron Verlag) über das mörderische Berlin in der Gegenwart und den Fünfzigern genossen werden.
Ebenfalls historisch ist Volker Kutschers „Märzgefallen (Kiepenheuer & Witsch), der nach dem Reichstagsbrand von 1933 spielt. Die Lesung ist um 20.00 Uhr im Kino Babylon (Rosa-Luxemburg-Straße 30, Mitte).
Gegenwartisch sind Frank Goyke mit „Mörder im Chat“ (Hinstorff-Verlag) und Jonas Winners „Das Gedankenexperiment“ (Droemer Knaur). Die Doppellesung ist um 20.00 Uhr im Café Tasso (Frankfurter Alee 11, Friedrichshain).
Um 20.00 Uhr sucht in Oliver Bottinis Polit-Thriller „Ein paar Tage Licht“ (DuMont) ein BKA-Mann einen in Algerien verschwundenen deutschen Rüstungsmanager. Die Suche kann in der Vagantenbühne (Kantstraße 12 a, Charlottenburg) verfolgt werden.
Um 20.15 Uhr liest Daniel Holbe in der Thalia-Buchhandlung Hallen am Borsigturm (Reinickendorf) aus seinem Serienkiller-Krimi „Die Hyäne“ (Droemer Knaur) vor.
Es gibt natürlich auch eine E-Book-Diskussion. Bereits um 19.00 Uhr treffen sich Prof. Dr. Horst Bredekamp (HU Berlin), Prof. Dr. Andreas Degkwitz (HU Berlin), Dr. Sven Fund (De Gruyter), Prof. Dr. Gerd Graßhoff (HU Berlin), Prof. Dr. Michael Seadle (HU Berlin) und Prof. Dr. Günter M. Ziegler (FU Berlin) im Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum der Humbold-Universität (Geschwister-Scholl-Straße 1/3, Mitte) und diskutieren über E-Books in der Wissenschaft.
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Freitag, 21. November
Um 19.00 Uhr stellt Veit Etzold in der Anton-Saefkow-Bibliothek Lichtenberg (Anton-Saefkow-Platz 14, Lichtenberg) seinen Thriller „Todeswächter“ (Bastei Lübbe) vor. Und am Samstag, den 22. November, tritt er, mit Eva Lirot und Manfred Rebhandl, um 20.00 Uhr im Freudenhaus Hase (Hochstraße 45, Wedding) in einer „frei ab 18 Jahre“-Lesung auf.
Ebenfalls um 19.00 Uhr liest Gunnar Kunz aus seinem historischen Krimi „Zeppelin 126“ (Sutton Verlag) in der Bristol Bar im Kempinski Hotel Bristol (Kurfürstendamm 27, Charlottenburg).
Um 19.30 Uhr beschäftigt der überall abgefeierte Rob Alef in „Immer schön gierig bleiben“ (Rotbuch Verlag) sich mit der Yuppisierung – bei Murderbooks Inc. (Barbarossastraße 3, Schöneberg).
Ebenfalls um 19.30 Uhr taucht Martin Keune mit „Die Blender“ (berlin.krimi.verlag) in das Berlin der dreißiger Jahre ein. Mit Nazis und Okkultisten. In Walters Buchladen (Bismarkstraße 71, Steglitz).
Um 20.00 Uhr lässt Stephan Hähnel in seinem Debütroman „Gefundenes Fressen“ (Jaron Verlag) einen mordenden Hundehasser los. In der Thalia-Buchhandlung im Gesundbrunnencenter (Badstraße 4, Wedding).
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Samstag, 22. November
Um 20.00 Uhr erzählt Bernie Mayer über „Der große Mandel“ (Heyne Verlag) und Musik gibt es auch in der Z-Bar (Bergstraße 2, Mitte).
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Sonntag, 23. November
Um 16.00 Uhr kann man, zwischen den Exponaten der Polizeihistorischen Sammlung (Polizeipräsidium, Platz der Luftbrücke 6, Tempelhof. Nur mit Voranmeldung) einiges über wahre Kriminalfälle erfahren. Regina Stürickow liest aus „Mörderische Metropole Berlin“ (Militzke Verlag) und Ernst Reuß liest aus „Mord? Totschlag? Oder was?“ (Militzke Verlag).
Um 17.00 Uhr beantwortet Petra Hammesfahr im TAK Theater im Aufbau Haus (Prinzenstraße 85 F, Kreuzberg) Fragen zu ihrem neuen Krimi „An einem Tag im November“ (Diana Verlag). Das ist auch die offizielle Abschlußveranstaltung des Krimimarathons.
Zur gleichen Zeit lesen Kathrin Lange aus ihrem Berlin-Krimi „40 Stunden“ (Blanvalet) und Marvin Entholt aus „Friesisch Roulette“ (Emons Verlag) im Stadtbad Steglitz (Bergstraße 90, Steglitz) vor.
Und um 20.00 Uhr gibt es noch ein echtes Schmankerl im Kriminaltheater (Palisadenstraße 48, Friedrichshain). Zwei der diesjährigen Preisträger des Deutschen Krimipreieses, Matthias Wittekindt („Ein Licht im Zimmer“, Edition Nautilus) und Robert Hültner („Tödliches Bayern“, btb) lesen aus ihren neuen Werken. Als Damenbegleitung haben sie Zoe Beck, die in „Brixton Hill“ (Heyne Verlag) mordet.
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Im Umland wird auf auch fröhlich gemordet und gespeist:
Am Samstag, den 22. November, präsentiert Richard Hagen seinen Krimi „Bluthatz“ (Blanvalet) im Kaiserbahnhof Joachimsthal (Am Bahnhof Werbellinsee).
Daniel Holbe stellt seinen Roman „Die Hyäne“ (Knaur) auch in Potsdam vor. Am Freitag, den 21. November, um 18.30 Uhr im Dorint Sansscouci Berlin/Potsdam (Jägerallee 20) mit einem Begrüßungsgetränk und einem Buffet, weshalb die Lesung 19 Euro kostet.
Die nächste Essensgelegenheit gibt es – nur mit Voranmeldung – für 19,50 Euro um 19.30 Uhr im Kleinen Schloss im Park Babelsberg. Das Begleitprogramm besteht aus Jonas Winners „Das Gedankenexperiment“ (Droemer Knaur).
Am Sonntag, den 23. November, präsentiert Martin Krist seinen Berlin-Thriller „Drecksspiel“ (Ullstein Verlag) in der P&B Buchhandlung im Hauptbahnhof (Friedrich-Engels-Straße 99, Potsdam).
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Das komplette „Stadt Land Buch“-Programm gibt es hier.
Und der Krimimarathon startet hier.


„Absolute Zero Cool“ – Declan Burke besucht Deutschland

November 17, 2014

Burke - Absolute Zero Cool

Jetzt bin ich doch noch nicht dazu gekommen, „Absolute Zero Cool“ von Declan Burke, einen Meta-Kriminalroman über eine Krankenhausaushilfe, die ihren Romanautor bequatscht, seine Rolle in dem Manuskript zu verändern, zu lesen und mit der Lesetourankündigung zu besprechen. Dehalb gibt es jetzt nur eine kleine Ankündigung seiner Lesetour.
In seiner Heimat ist Declan Burke, der auch die schöne „Crime Always Pays“-Seite betreibt, schon lange ein bekannter Name. In Deutschland wurde erst jetzt mit „Absolute Zero Cool“ einer seiner Kriminalromane übersetzt (von Robert Brack). Der Roman wurde mit dem Goldsboro Crime Fest Last Laugh Award 2012 für den witzigsten Krimi ausgezeichnet, stand auf der Shortlist des Irish Book Award 2011 (Kategorie »Crime Novel of the Year«) und zählte zu den Best Books of the Year der Sunday Times.
Declan Burke hat jetzt die Fahrt über die Nordsee gewagt, vergangene Woche schon zwei Lesungen überlebt und er hat noch zwei vor sich:
Montag, 17. November, 20.00 Uhr
BERLIN, »Moabiter Kriminale«
Dorotheenstädtische Buchhandlung, Turmstraße 5
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Dienstag, 18. November, 20 Uhr
DORTMUND
Buchhandlung transfer Bücher und Medien, An der Schlanken Mathilde 3
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Declan Burke: Absolute Zero Cool
(übersetzt von Robert Brack)
Edition Nautilus, 2014
320 Seiten
18 Euro
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Originalausgabe
Absolute Zero Cool
Liberties Press, Dublin, 2011


TV-Tipp für den 17. November: Le Havre

November 17, 2014

Arte, 20.15
Le Havre (Le Havre, Finnland/Frankreich/Deutschland 2011, Regie: Aki Kaurismäki)
Drehbuch: Aki Kaurismäki
Die Kaurismäki-Version eines Feelgood-Movies: Schuhputzer Marcel hilft einem afrikanischem Flüchtlingskind und schnell ist das gesamte Stadtviertel involviert.
Aki Kaurismäkis immer noch neuer Film „Le Havre“ ist nach den etwas enttäuschenden „Lichter der Vorstadt“ (zu knappe Dialoge, zu viel ‘going through the motions’) wieder ein richtig guter Kaurismäki-Film, der in vielem an den „Mann ohne Vergangenheit“ erinnert.
Anschließend, um 21.45 Uhr, läuft die brandneue Doku „Es war einmal…“Le Havre“ über den Film.
mit André Wilms, Kati Outinen, Jean-Pierre Darroussin, Blondin Miguel, Elina Salo, Evelyne Didi, Quoc-Dung Nguyen, Roberto Piazza (aka Little Bob; Denn was wäre ein Kaurismäki-Film ohne Musik?), Jean-Pierre Léaud
Wiederholungen
Mittwoch, 19. November, 13.45 Uhr
Donnerstag, 27. November, 13.55 Uhr

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Le Havre“

Rotten Tomatoes über „Le Havre“

Wikipedia über „Le Havre“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Ralph Eue/Linda Söffkers (Hrsg.) „Aki Kaurismäki“ (2006)

Meine Besprechung von Aki Kaursimäkis “Le Havre” (Le Havre, Finnland/Frankreich/Deutschand 2011)


TV-Tipp für den 16. November: Hühnchen in Essig

November 15, 2014

Tele 5, 00.10

Hühnchen in Essig (Frankreich 1985, Regie: Claude Chabrol)

Drehbuch: Dominique Roulet, Claude Chabrol

LV: Dominique Roulet: Un mort en trop, 1982 (Gegenmaßnahmen)

Inspektor Lavardin soll in einem kleinen Dorf einen Mord aufklären. Dabei ist er nicht besonders zimperlich.

Zynisches Porträt einer Provinzstadt und ihrer honorigen Bewohner, die alle mindestens ein Geheimnis haben. Aufgrund des Erfolges drehte Chabrol einen weiteren Lavardin-Spielfilm und es entstand eine kleine Fernsehreihe, die nicht mehr den gemeinen Humor des Originals hatte.

„Inspektor Lavardin ist (…) ein sorgfältiger Beobachter bourgeoiser Dekadenz, steht den Figuren mit galligem Sarkasmus gegenüber und scheint geradezu eine Schadenfreude daran zu haben, den ehrbaren Bürger eines Verbrechens zu überführen.“ (Meinolf Zurhorst: Lexikon des Kriminalfilms)

„Dass alle Personen ihre Ziele mit radikalen Mitteln verfolgen (selbst die gutmütige Hélène stiehlt ungeniert Geld aus der Portokasse), schafft eine Art moralisches Niemandsland, und wie in dieser verkehrten Welt schließlich doch das Gute heranwächst, das verleiht ‚Hühnchen in Essig’ (Poulet au vinaigre) trotz des burlesken Grundtons märchenhafte Züge, darin vergleichbar mit ‚Der Riss’ (La rupture).“ (Claude Chabrol, Hanser Reihe Film 5)

Mit Jean Poiret, Stéphane Audran, Michel Bouquet, Caroline Cellier

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Hühnchen in Essig“

Wikipedia über „Hühnchen in Essig“

Mein Nachruf auf Claude Chabrol

Claude Chabrol in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 15. November: James Bond: Liebesgrüße aus Moskau

November 15, 2014

ZDF, 23.00 (VPS 00.05)

JAMES BOND: Liebesgrüße aus Moskau (GB 1963, Regie: Terence Young)

Drehbuch: Richard Maibaum, Johanna Harwood

LV: Ian Fleming: From Russia with love, 1957 (Liebesgrüße aus Moskau)

James Bond soll ein Dechiffriergerät und eine in ihn verliebte Sekretärin aus der Sowjetunion schmuggeln. Aber er hat seine Rechnung ohne die bösen Russen gemacht.

Zweiter Auftritt von James Bond in einer harten, ziemlich realistischen Agenten-Story (im Verhältnis zu seinen späteren Auftritten).

mit Sean Connery, Lotte Lenya (Frau von Kurt Weill und hochgelobte Brecht-Interpretin), Robert Shaw (ein Autor und Shakespeare-Darsteller, der später den Weißen Hai jagen durfte), Daniela Bianchi (die, nun ja, auf Neudeutsch das Love-Interest von Bond war), Pedro Armendariz, Bernhard Lee, Lois Maxwell, Desmond Llewelyn

Wiederholung: ZDFneo, Montag, 17. November, 00.00 Uhr (Mitternacht und Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über “James Bond: Liebesgrüße aus Moskau”

Wikipedia über “James Bond: Liebesgrüße aus Moskau” (deutsch, englisch)

Homepage von Ian Fleming

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von William Boyds James-Bond-Roman “Solo” (Solo, 2013)

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romanen “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung des James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

Meine Besprechung der TV-Miniserie „Fleming – Der Mann, der Bond wurde“ (Fleming, Großbritannien 2014)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte

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Bonushinweis

Die Free-TV-Premiere von „Skyfall“ ist am Montag, den 29. Dezember, um 20.15 Uhr im ZDF.

Wird wahrscheinlich dann auch der Tagestipp.


Neu im Kino/Filmkritik: Endlich! Die Lawrence-Block-Matthew-Scudder-Verfilmung „Ruhet in Frieden – A Walk among the Tombstones“

November 14, 2014

Das Warten hat sich gelohnt. Jedenfalls für Fans von Lawrence Block und seiner Serie um Privatdetektiv Matt Scudder, die schon seit einer Ewigkeit auf eine zweite Scudder-Verfilmung warteten. Die erste war 1986 „8 Millionen Wege zu sterben“. Jeff Bridges spielte Scudder. Oliver Stone war einer der Drehbuchautoren, dem das Ergebnis nicht gefiel, und Hal Ashby führte Regie indem er die Schauspieler improvisieren ließ. Es war sein letzter Spielfilm. Davor drehte er Klassiker wie „Harold und Maude“, „Coming home – Sie kehren heim“ und „Willkommen, Mr. Chance“. Tolle Filme, aber Dramen, bei denen die Charaktere im Mittelpunkt stehen und der Plot Nebensache ist. Aber diese Plotvergessenheit war nicht das größte Problem von „8 Millionen Wege zu sterben“. Die Geschichte wurde von New York, vulgo Manhattan, nach Los Angeles verlegt. Von einer Stadt, in der man ohne Auto leben kann, in eine Stadt, in der man ohne Auto nicht leben kann. So wurde aus einem Charakter, der untrennbar mit seiner Stadt verbunden ist, ein Heimatloser; weshalb diese Scudder-Verfilmung als Romanverfilmung nicht besonders beliebt ist.
Seitdem war eine zweite Scudder-Verfilmung im Gespräch. Immerhin sind die siebzehn zwischen 1976 und 2011 erschienen Scudder-Romane, in denen der Ich-Erzähler Matt Scudder in Echtzeit altert, bei Krimifans beliebt und die Romane erhielten auch alle wichtigen Krimipreise. Teilweise mehrfach.
„A Walk among the Tombstones“ war der auserwählte Roman. In den vergangenen Jahren fanden immer wieder Gespräche statt. Unter anderem war Harrison Ford als Matt Scudder im Gespräch, aber vor dem Drehbeginn wurde das Projekt immer wieder gestoppt. „Die Scudder-Verfilmung kommt.“ war unter Lawrence-Block-Fans ein Running Gag, bis jetzt Scott Frank, der auch die Bücher für die grandiosen Elmore-Leonard-Verfilmungen „Get Shorty“ und „Out of Sight“ schrieb und mit „Die Regeln der Gewalt“ (The Lookout) ein gelungenes Regiedebüt gab, mit Liam Neeson, der seit einigen Jahren als Action-Star ein neues Publikum eroberte und der jetzt Matt Scudder verkörpert, endlich die langerwartete Verfilmung von „A Walk among the Tombstones“ gelang, die jetzt bei uns als „Ruhet in Frieden“ (nicht gerade der beste Titel) in die Kinos kommt.
Scudder ist ein Ex-NYPD-Cop, ein trockener Alkoholiker, der seinen Dienst quittierte, nachdem er betrunken ein Kind erschoss. Naja, nicht direkt erschoss. Es war ein Querschläger, der die siebenjährige Estrellita Rivera tötete, während er die beiden Räuber verfolgte, einen verletzte und den anderen erschoss. Scudder wurde dafür belobigt und während es in den Romanen lange dauerte, bis Scudder sich eingestand, ein Alkoholiker zu sein, und er lange mit seiner Sucht und den Rückfällen kämpfte, während er Treffen der Anonymen Alkoholiker besuchte, geht das im Film schneller.
Acht Jahre später, 1999, lebt er ein unauffälliges Leben in Manhattan, besucht AA-Treffen und erweist Menschen Gefälligkeiten. Er ist ein Privatdetektiv ohne Lizenz. Jetzt wird er von einem AA-Mitglied gebeten, dessen Bruder Kenny Kristo (im Roman Kenan Khoury) zu besuchen und ihm bei einem Problem zu helfen. Kennys Frau wurde entführt und bestialisch ermordet. Kenny will die Mörder finden und töten. Schon mit diesem Rachewunsch könnte Kenny keine Hilfe von der Polizei erwarten. Es gibt aber noch einen weiteren Grund: Kenny ist ein Drogendealer; einer der unauffällig lebt, wohlhabend ist und mit wenigen Drogenimporten innerhalb eines Jahres seinen Lebensstandard sichert. Er sieht sich als Importeur einer x-beliebigen Ware.
Scudder übernimmt den Auftrag. Bei seiner Suche entdeckt er mehrere ähnlich Fälle: jemand scheint die Frauen und Kinder von Drogenhändler zu entführen, ein Lösegeld zu erpressen und dann seine Opfer bestialisch umzubringen.
Scott Frank aktualisierte für den Film den schon 1992 erschienenen Roman etwas, indem er die Geschichte in die späten Neunziger verlegte. Er lässt, wie im Roman, den jugendlichen Computerexperten TJ, ein Straßenkind, mit dem Matt Scudder sich befreundet, auftreten. TJ hilft Scudder mit seinen Computerkenntnissen. Matts Freundin Elaine Mardell, eine Prostituierte, die ihr Geld klug investierte, und Mick Ballou, ein mit Matt befreundeter irischer Gangsterboss, fehlen. Doch auch ohne diese den Fans der Romanen vertrauten Charaktere bleibt Scott Frank dem Geist der Romanvorlage treu.
„Ruhet in Frieden“ ist ein melancholischer Noir-Privatdetektiv-Krimi, bei dem die Atmosphäre, die Charaktere und moralische Fragen im Mittelpunkt stehen, ohne explizit angesprochen zu werden. Denn Scudders Auftraggeber ist ein Verbrecher. Die anderen Opfer ebenso. Es geht um Selbstjustiz, aber auch ausgleichende Gerechtigkeit. Das führt dazu, dass zunehmend die sattsam bekannten Grenzen zwischen Gut und Böse zu einem einzigen Graubereich verschwimmen.

Ruhet in Frieden - Plakat

Ruhet in Frieden – A Walk among the Tombstones (A Walk among the Tombstones, USA 2014)
Regie: Scott Frank
Drehbuch: Scott Frank
LV: Lawrence Block: A Walk among the Tombstones, 1992 (Endstation Friedhof, Ruhet in Frieden)
mit Liam Neeson, Dan Stevens, Boyd Holbrook, Brian ‚Astro‘ Bradley, Ólafur Darri Ólafson, David Harbour, Adam David Thompson
Länge: 115 Minuten
FSK: ab 16 Jahre
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Hinweise
Amerikanische Homepage zum Film
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Ruhet in Frieden“
Moviepilot über „Ruhet in Frieden“
Metacritic über „Ruhet in Frieden“
Rotten Tomatoes über „Ruhet in Frieden“
Wikipedia über „Ruhet in Frieden“ (deutsch, englisch)
Kriminalakte über „Ruhet in Frieden“ und Scott Frank

Thrilling Detective über Matt Scudder

Homepage von Lawrence Block

Unbedingt kaufen müssen Sie das von mir herausgegebene Buch „Lawrence Block – Werkschau eines New Yorker Autors“ (KrimiKritik 5, Nordpark-Verlag)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks “Telling Lies for Fun and Profit – A Manual for Fiction Writers” (1994)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks “Spider, spin me a web – A Handbook for Fiction Writers” (1995)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks: “All the flowers are dying” (2005)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks “Lucky at Cards” (2007)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks „Abzocker“ (Grifter’s Game, 2004; frühere Ausgaben: Mona, 1961; Sweet slow death, 1986)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks “Verluste” (Everybody dies, 1998)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks „Killing Castro“ (Originalausgabe unter dem Pseudonym Duncan Lee als „Fidel Castro Assassinated“, 1961)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks „Falsches Herz“ (The Girl with the long green Heart, 1965)

Lawrence Block in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: „Nightcrawler – Jede Nacht hat ihren Preis“ und ihre Verbrechen

November 14, 2014

Schon in den ersten Minuten von „Nightcrawler“ beunruhigt weniger, dass Lou Bloom einen Menschen wegen einer Armbanduhr ermordete, sondern wie er sich um eine kleine Stelle, einen schlecht bezahlten Aushilfsjob auf einem Schrottplatz, bewirbt. Mit starrem Blick rattert er Sätze herunter, die in einem Motivationsseminar gegeben werden und in einem Ratgeber für die Suche nach dem Traumjob und der Erfüllung in der Arbeit als Angestellter stehen. Aber da ist dann nicht der Aufseher eines Schrottplatzes, sondern der Chef eines multinationalen Unternehmens als Adressat der Bewerbungsrede gemeint.
Dan Gilroy von dem man, nach seinen Drehbüchern für „Das schnelle Geld“, „The Fall“, „Real Steel“ und „Das Bourne-Vermächtnis“, so einen bitterbösen Film nicht erwartet hätte, taucht in seinem Regiedebüt „Nightcrawler“ die Szene in ein kränkliches Licht, das sie noch unangenehmer erscheinen lässt. Mit diesem Soziopathen möchte man keine fünf Minuten im gleichen Zimmer verbringen. In diesem Moment hat Bloom seine Bestimmung noch nicht gefunden. Noch sucht er seinen Lebensinhalt.
Kurz darauf beobachtet er, mitten in der Nacht, auf einem Highway in Los Angeles, wie einige TV-Reporter einen Unfall und die Rettungsmaßnahmen aufnehmen. Bloom erfährt, dass man mit diesen Bildern, die im Morgenfernsehen gezeigt werden, Geld verdienen kann. Mit einigen Ratgebern bereitet er sich autodidaktisch auf seinen Traumjob vor. Er lernt den Polizeicode und er fährt, mit einer schlechten Kamera ausgerüstet, zu seinem ersten Unfall, wo er noch weniger Respekt vor den Opfern hat als die anderen Nightcrawler.
Deshalb kann er die blutigen, die Grenzen jeder Journalistenethik auslotenden Bilder an Nina Romina (Rene Russo), der Produzentin einer Frühstücksfernsehsendung bei einem Lokalsender, verkaufen. Von ihr erhält er noch einige weitere Tipps. Vor allem erfährt er, welche Bilder gesucht werden, weshalb er kurz darauf auch keine Skrupel hat, einen Unfallort fotogen zu verändern oder einen Tatort zu betreten und mehrere Leichen zu filmen. Die Bilder über die Verbrechen sind halt wichtiger, als die Aufklärung der Verbrechen. An die Opfer denkt er, abseits von ihrem Nutzen als Bildmotiv, nicht.
Schnell expandiert er – und das erschreckendste an Gilroys messerscharfer Mediensatire ist der von Jake Gyllenhaal grandios gespielte Lou Bloom, der nur die Sprechblasen aus den Selbsthilfe- und Management-Seminaren nachbetet, inbrünstig daran glaubt und sie eins zu eins umsetzt. Einen irgendwie gearteten moralischen Kompass hat er nicht.
In diesem Punkt unterscheidet er sich von Daniel Lugo (Mark Wahlberg), dem Protagonisten in Michael Bays Gangsterkomödie „Pain & Gain“. Er und seine Mitverbrecher waren, ebenfalls von Selbsthilfeseminaren mental gestärkte, an den amerikanischen Traum glaubende Trottel, die ihr Stück vom Kuchen abhaben wollten und auch wussten, dass sie etwas verbotenes taten. Lou Bloom geht dieses Gefühl vollkommen ab. Er tut, was die Gesellschaft will und er bemüht sich, die Erwartungen der Gesellschaft möglichst perfekt zu erfüllen. Damit unterscheidet er sich nicht von irgendwelchen Bankern, die mit windigen Investitionen kleine Anleger ruinieren, weil die Anlagen nicht explizit gegen das Gesetz verstoßen.
Bloom ist ein Geistesverwandter von Vincent (Tom Cruise), dem eiskalten Profikiller in Michael Manns in einer Nacht spielendem L.-A.-Großstadtthriller „Collateral“.
Aber während „Collateral“ einen am Ende mit der Gewissheit entlässt, dass die Guten und die Werte der Menschlichkeit und des Humanismus gegen den nackten Manchester-Kapitalismus gewinnen, verweigert Dan Gilroy am Ende seiner Charakterstudie „Nightcrawler“ diese beruhigende Gewissheit. Denn Lou Bloom ist kein Verbrecher. Auch wenn am Ende einige Menschen tot sind, er etwas damit zu tun hat und er die Ermittlungen der Polizei sabotierte, hat er gegen kein Gesetz verstoßen. Er darf expandieren.

Nightcrawler - Plakat
Nightcrawler – Jede Nacht hat ihren Preis (Nightcrawler, USA 2014)
Regie: Dan Gilroy
Drehbuch: Dan Gilroy
mit Jake Gyllenhaal, Rene Russo, Riz Ahmed, Bill Paxton
Länge: 119 Minuten
FSK: ab 16 Jahre
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Hinweise
Amerikanische Homepage zum Film
Deutsche Facebook-Seite zum Film
Film-Zeit über „Nightcrawler“
Moviepilot über „Nightcrawler“
Metacritic über „Nightcrawler“
Rotten Tomatoes über „Nightcrawler“
Wikipedia über „Nightcrawler“
Meine Besprechung von Dan Gilroys „Real Steel“ (Real Steel, USA 2011, Regie: Shawn Levy)
Meine Besprechung von Dan Gilroys „Das Bourne-Vermächtnis“ (The Bourne Legacy, USA 2012, Regie: Tony Gilroy)

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Jake Gyllenhaal beim TIFF

und bei Q on CBC, beide Male im Gespräch über „Nightcrawler“

Dan Gilroy spricht auch über „Nightcrawler“ und den ganzen Rest