Erin Brockovich – Eine wahre Geschichte (USA 1999, R.: Steven Soderbergh)
Drehbuch: Susannah Grant
Erin Brockovich ist eine wandelnde Katastrophe: keine Ausbildung, drei Kinder, alleinerziehend, quasi pleite, nicht auf den Mund gefallen und mit Kleidungsvorstellungen, die nicht eine Anwaltskanzlei passen. Dennoch hilft sie in der Kanzlei von Ed Masry aus und stößt zufällig auf einen Umweltskandal, in den sie sich verbeißt. Der Fall wird zu einem der größten Schadenersatzprozesse der USA.
Auf einem wahren Fall beruhende, märchenhafte David-gegen-Goliath-Geschichte, die Soderbergh locker-leicht inszenierte. Er landete damit einen Kassen- und Kritikererfolg.
„Soderbergh (…) gibt einem jedenfalls den Glauben an Hollywood wieder. Als ich das Kino verließ, dachte ich: It’s a wonderful life!“ (Hans Schifferle, Schnitt 2/2000)
Julia Roberts erhielt einen Oscar als beste Hauptdarstellerin. Außerdem war der Film in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Regie“, „Bestes Drehbuch“ und „Bester Nebendarsteller“ (Albert Finney) nominiert.
Außerdem war Susannah Grants Drehbuch für den Edgar Allan Poe Award und den Preis der Writers Guild of America nominiert.
mit Julia Roberts, Albert Finney, Aaron Eckhart, Marg Helgenberger, Cherry Jones, Peter Coyote, Erin Brockovich (Cameo als Kellnerin)
Die DVD enthält neben dem Film auch den Alternativen Director’s Cut, einen Audiokommentar von Soderbergh und Grey und einen „Blick hinter die Kulissen“.
Hat „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“ und „Eichmann in Jerusalem – Ein Bericht über die Banalität des Bösen“ geschrieben.
Und wenn Ihr Wissen über Hannah Arendt ungefähr jetzt erschöpft ist, dürfte es ihnen wie mir gehen.
Aber das ist auch keine schlechte Ausgangsposition, um sich Margarethe von Trottas neuen Film anzusehen, der ganz banal „Hannah Arendt“ heißt und vier Jahre aus ihrem Leben als reife Frau erzählt. Es sind die Jahre, in denen die damals hochgeachtete Philosophin in New York lebte, am Brooklyn College in New York lehrte, einen Kreis teils deutschstämmiger Intellektueller um sich gescharrt hatte (entsprechend flüssig wechseln sie in ihren Gesprächen die Sprachen) und sich normalerweise an ihr Alterswerk gemacht hätte, wenn nicht der Mossad 1960 Adolf Eichmann in Argentinien gefangen genommen hätte und der noch junge Staat Israel ihn vor Gericht stellen wollte. Nur vor welches? Eine internationale Gerichtsbarkeit, wie wir sie heute kennen, gab es noch nicht und Deutschland hatte an so einem Prozess überhaupt kein Interesse. Also wurde Eichmann in Jerusalem vor ein Gericht gestellt und die am 14. Oktober 1906 geborene, 1933 nach kurzer Inhaftierung aus Deutschland geflüchtete Jüdin Hannah Arendt, die bis dahin gut in ihren philosophischen Gedankengebäuden lebte, wollte in Israel den Prozess beobachten und darüber schreiben.
Margarethe von Trotta zeigt in ihrem fantastischen Film die Konfrontation der Denkerin mit dem Bürokraten und welche Folgen das für ihr Denken hatte. Dabei bleibt sie anscheinend immer sehr nahe bei den Fakten und dem damaligen Wissen. Denn neuere Forschungen über Eichmann zeichnen ein anderes Bild von ihm. Jedenfalls wollte Eichmann vor Gericht für sein Handeln keine Verantwortung übernehmen. Er habe schließlich nur Befehle befolgt. Und das sagte der unscheinbar-ungelenkte Bürokrat in ebenso bürokratischen und grammatikalisch haarsträubenden Sätzen. Dieser Unterschied zwischen monströsen Taten und unscheinbarer Person brachte Arendt auf ihren weltberühmten Begriff „die Banalität des Bösen“. In der mit zweijähriger Verspätung erschienenen Artikelserie „Eichmann in Jerusalem“ für den „The New Yorker“ und dem darauf basierendem Buch weigerte sie sich, Eichmann, wie man es von ihr erwartet hatte, zu dämonisieren. Stattdessen beschrieb sie ihn, wie sie ihn während des Prozesses erlebte und griff auch die Rolle der Judenräte an.
Sie erhielt hasserfüllte Briefe, wurde von anderen Juden angegriffen und auch Freunde wanden sich von ihr ab. Von Trottas Film endet mit einer Rechtfertigungsrede von Hannah Arendt in einem überfüllten Hörsaal, die gerade in ihrer Sprödigkeit und intellektuellen Schärfe, wie der gesamte Film, beeindruckt.
Die Regisseurin, die vor allem für ihre Porträts starker Frauen, wie „Rosa Luxemburg“, bekannt ist, zeigt Hannah Arendt (glänzend gespielt von Barbara Sukowa) als kantige, teils harsche, immer scharfsinnige Denkerin, die Spaß am intellektuellen Diskurs hatte, heftig streiten konnte und dabei niemals ihre Freundschaften vergaß. So endet mehr als ein lautstarker Disput mit einem „So, und jetzt ist gut. Lasst uns einen Tee trinken!“ und einem kleinmädchenhaftem Lachen.
Sie stand für ihre Überzeugungen, verteidigte sie, hörte aber auch den anderen zu und war bereit ihre Meinung zu ändern, weil sie verstehen und nicht verurteilen wollte. – Und gerade hier zeigt sich in ihrem Charakter und in ihrer fast ein halbes Jahrhundert zurückliegenden Auseinandersetzung über ihre Texte über Eichmann (zuerst die Zeitungsartikel, später das Buch) die Aktualität des Films, der fragt, ob wir selbst denken wollen, ob wir für unsere Überzeugungen kämpfen wollen und wie wichtig uns Freundschaften sind.
Dabei ist „Hannah Arendt“ kein in blinder Ehrfurcht erstarrendes Heldinnenporträt, sondern ein mitreisendes Stück Kino, das auch einen Einblick in die damalige Ostküsten-Intellektuellenszene und das damalige Denken liefert, mit scharfzüngigen Dialogen, die, aufgrund des Themas und der Charaktere, in Richtung Thesentheater gehen. Denn wenn der „Tribe“, wie der Intellektuellenzirkel, der sich regelmäßig in Hannah Arendts Wohnung traf, miteinander stritt, dann stritten einige der größten Denker des Jahrhunderts miteinander.
Hannah Arendt (Deutschland 2012)
Regie: Margarethe von Trotta
Drehbuch: Pamela Katz, Margarethe von Trotta
mit Barbara Sukowa, Axel Milberg, Janet McTeer, Julia Jentsch, Ulrich Noethen, Michael Degen, Victoria Trauttmansdorff, Klaus Pohl, Nicholas Woodeson
Der Bauch des Architekten (GB/I 1987, R.: Peter Greenaway)
Drehbuch: Peter Greenaway
Ein Architekt erlebt während der Vorbereitungen für eine Ausstellung in Rom eine ausgewachsene Sinnkrise.
„Ein schrecklich deprimierender Film – und ein Lehrstück über das Sehen und Bilden, unter anderem, ein Film von ausgesuchter optischer Raffinesse, voller dunkelleuchtender Farben.“ (Fischer Film Almanach 1988)
Aber: „Die Filme funktionieren freilich auch auf der schlichten narrativen Ebene, sind unterhaltsam und komisch.“ (ebenda)
Damals war der Avantgarde-Künstler Peter Greenaway nach seinem Spielfilmdebüt „Der Kontrakt des Zeichners“ (The Draughtsman’s Contract) und dem unbekannteren „Eine Z und zwei Nullen“ (A Zed & two Noughts) und vor „Verschwörung der Frauen“ (Drowning by Numbers), „Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber“ (The Cook, the Thief, his Wife and her Lover) und „Prosperos Bücher“ (Prospero’s Books) auf dem Höhepunkt seiner Bekanntheit als Filmregisseur.
Heute ist eine der seltenen Gelegenheiten den „Bauch des Architekten“ zu bewundern.
mit Brian Dennehy, Chloe Webb, Lambert Wilson, Sergio Fantoni
Scoop – Der Knüller (GB/USA 2006, R.: Woody Allen)
Drehbuch: Woody Allen
Auf Wunsch eines frisch verstorbenen Star-Reporters ermitteln ein Magier (Allen gewohnt panisch) und eine junge Journalistin (Johansson ungewohnt tapsig) in einem Mordfall.
Nach dem hochgelobten Krimi „Matchpoint“ gab es mit „Scoop“ wieder einen typischen Allen-Film bei dem die in seiner damaligen Heimat Großbritannien spielende Krimigeschichte nur der Aufhänger für Witze ist. Danach drehte er in England noch den Krimi „Cassandras Traum“ und ging dann nach Spanien.
mit Scarlett Johansson, Woody Allen, Hugh Jackman, Ian McShane, Anthony Head
Heute, vor einigen Stunden, war in Berlin eine Pressekonferenz zu „Django Unchained“ mit Regisseur und Autor Quentin Tarantino und fast allen Hauptdarstellern des Westerns, nämlich Jamie Foxx, Christoph Waltz, Kerry Washington und Samuel L. Jackson.
James Bond 007 – Ein Quantum Trost (GB 2008, R.: Marc Forster)
Drehbuch: Paul Haggis, Neal Purvis, Robert Wade
LV: Ian Fleming: Quantum of Solace, 1960 (Das Minimum an Trost, Ein Minimum an Trost [Kurzgeschichte])
Die Story aka Der Vorwand für ganz viele, ganz doll im schlechten Jason-Bourne-Stil zerschnipselten Verfolgungsjagden und Actionszenen: James Bond will den Tod von seiner Geliebten Vesper Lynd rächen und legt sich mit der geheimnisvollen Organisation Quantum (ist wahrscheinlich ein Nachfolger von Spectre) an.
Auch wenn der zweite Einsatz von Daniel Craig als James Bond nicht der schlechteste Bond aller Zeiten ist, hat er jedenfalls einen Platz in den Top Drei. Denn „Octopussy“ ist auch ziemlich mies und „Der Mann mit dem goldenen Colt“ hat bei mir den Einer-der-ersten-Bond-Filme-die-ich-gesehen-habe-Bonus. Die anderen waren „Diamantenfieber“, „In tödlicher Mission“ und, ich glaube, „Feuerball“ – und immer im Kino; ach, das wissen die Jüngeren wahrscheinlich nicht: bis in die neunziger Jahre liefen auch ältere Filme auch in der Provinz immer wieder in normalen Kinos
Mit Daniel Craig, Olga Kurylenko, Mathieu Amalric, Judi Dench, Giancarlo Giannini, Gemma Arterton, Jeffrey Wright, Jesper Christensen, Rory Kinnear
Big Fish – Der Zauber, der ein Leben zur Legende macht (USA 2003, R.: Tim Burton)
Drehbuch: John August
Literaturvorlage: Daniel Wallace: Big Fish – A Novel of Mythic Proportions, 1998 (Big Fish)
Vertreter Edward Bloom ist ein begnadeter Geschichtenerzähler. Sein Sohn Will, der hinter den Geschichten nie den wahren Edward Bloom sah, brach deshalb vor Jahren entnervt den Kontakt zu ihm ab. Jetzt sitzt er an Edwards Sterbebett und versucht zum letzten Mal die Beziehung zu seinem Vater zu kitten. Aber dieser erzählt nur wieder einmal die altbekannten Geschichten aus seinem Leben und erfindet einige neue dazu.
Das Buch, eine lockere Sammlung von Episoden, ist bestenfalls solala. Aber der Film, der sich in vielen Teilen von dem Buch entfernt, die Episoden aus dem Buch und zahlreiche neue zu einer Biographie zusammenfügt und dabei das Thema des Buches deutlicher herausarbeitet, ist eine zwischen trister Realität und farbenfreudiger Fantasie wechselnde Liebeserklärung an das Erzählen von Geschichten, die am Ende doch nicht so erfunden sind, wie der Sohn immer annahm.
Mit Ewan McGregor, Albert Finney, Billy Crudup, Jessica Lange, Helena Bonham Carter, Loudon Wainwright III, Steve Buscemi, Danny DeVito, Daniel Wallace (Econ Professor)
Als auf den zurückgezogen lebenden Ex-CIA-Agenten Frank Moses (Bruce Willis) ein Anschlag verübt wird (danach sind die drei Angreifer tot), trommelt er einige alte Kumpels (Morgan Freeman, John Malkovich, Helen Mirren) zusammen und gemeinsam zeigen sie der CIA, zu was die alten Säcke fähig. Den das Kürzel „R. E. D.“ in der CIA-Akte bedeutet „retired, extremely dangerous“.
Köstlich-kurzweilige Actionkomödie, die die schlanke Comicvorlage mit Humor, mehr Story und mehreren Ex-CiA-Agenten aufbrezelt. Aufgrund des großen Erfolgs dürfen die extrem gefährlichen CIA-Ruheständler dieses Jahr wieder zuschlagen.
Wahrscheinlich ist die 20.15-Uhr-Ausstrahlung gekürzt; die Wiederholung müsste ungekürzt sein.
mit Bruce Willis, Helen Mirren, Morgan Freeman, John Malkovich, Mary-Louise Parker, Karl Urban, Ernest Borgnine, Brian Cox, James Remar, Richard Dreyfuss
Sin City (USA 2005, R.: Frank Miller, Robert Rodriguez, Quentin Tarantino [special guest director])
Drehbuch: Frank Miller
LV: Frank Miller: Sin City (verfilmte Geschichten: The Hard Goodbye [1991], The Big Fat Kill [1994], That Yellow Bastard [1996], The Customer is Always Right[1994])
Kongeniale Verfilmung einiger Geschichten aus der düsteren „Sin City“-Welt.
Heute läuft nicht die Kinofassung, sondern die etwas längere „Recut & Extended“-Version, mit einer Betonung auf „Recut“.
Mit Jessica Alba, Powers Boothe, Jude Ciccolella, Rosario Dawson, Benicio Del Toro. Josh Hartnett, Rutger Hauer, Jamie King, Michael Madsen, Frank Miller, Brittany Murphy, Clive Owen, Mickey Rourke, Nick Stahl, Bruce Willis, Elijah Wood
Die erste Überraschung erleben die Menschen, die bislang noch keinen von Lee Childs Jack-Reacher-Romanen gelesen haben, nach ungefähr zehn Minuten. Denn bis dahin baute Drehbuchautor und Regisseur Christoper McQuarrie in seiner Verfilmung von „Sniper“ (One Shot) die Spannung auf die Ankunft des edlen Retters kontinuierlich auf.
In Pittsburgh, Pennsylvania, erschießt ein Sniper am helllichten Tag fünf Menschen. Detective Emerson (David Oyelowo) sichert die Beweise und schnell hat er einen wasserdichten Fall gegen James Barr (Joseph Sikora). Dieser verlangt nur, dass Jack Reacher geholt werden soll. Aber dieser Reacher ist ein Geist. Er war Militärpolizist, jetzt reist er ohne Gepäck durch die USA und als er in den Nachrichten von der Anklage gegen Barr hört, macht er sich auf den Weg nach Pittsburgh.
Aber er reitet in das Büro des zuständigen Staatsanwalts Rodin (Richard Jenkins) nicht als der große Retter Shane ein, sondern er ist ein Racheengel der nur aus einem Grund nach Pittsburgh gekommen ist: er will sich vergewissern, dass Barr auch wirklich für diese Tat verurteilt wird. Während des Golfkriegs ermordete der Army-Scharfschütze mehrere US-Soldaten aus dem Hinterhalt. Aufgrund höherer politischer Erwägungen und zu Jack Reachers Ärger entging Barr damals seiner Bestrafung.
Das scheint jetzt nicht wieder zu passieren und Reacher will die Stadt wieder verlassen. Aber da bittet Barrs Verteidigerin Helen Rodin (Rosamund Pike) ihn, in dem Ort zu bleiben und sich als ihr Ermittler die Beweise noch einmal anzusehen. Immerhin hat Barr, bevor er ins Koma geprügelt wurde, ausdrücklich darum gebeten, Jack Reacher zu rufen.
Reacher sieht sich die Beweise an und, weil sie zu gut sind, um wahr zu sein, beginnt er nach dem wahren Mörder und den Hintergründen für die Tat zu suchen. Das ist jetzt auch für die Menschen, die noch keinen Jack-Reacher-Roman gelesen haben (es aber unbedingt nach dem Filmbesuch tun sollten) keine Überraschung. Ebenso, dass Jack Reacher eine Menge Ärger bekommt und letztendlich in der Stadt kräftig aufräumt.
Dabei verlässt Jack Reacher sich weniger auf seine Kampfkünste, als auf seinen Verstand und seine Beobachtungsgabe. So scheint er bereits schnell das halbe Komplott durchschaut zu haben.
Drehbuchautor und Regisseur Christopher McQuarry („Die üblichen Verdächtigen“, „Operation Walküre“) bemüht sich kräftig, Jack Reacher in möglichst jeder Szene als den großen mythologischen Helden zu inszenieren und er plündert dabei fast jedes Western-Topoi, das irgendwie in den Film hineinpasst und gibt ihm in jeder Szene mindestens einen Oneliner. Dabei ist „Jack Reacher“, wie Lee Childs grandioser Roman „Sniper“, an den der Film sich weitgehend hält, in erster Linie ein Rätselkrimi, in dem ein smarter Ermittler den Mörder (dessen Identität uns Zuschauern von Anfang an bekannt ist) und dessen Auftraggeber sucht. Denn er glaubt nicht, dass die Opfer zufällig ausgewählt wurden.
Der Auftraggeber für die Morde, The Zec, ist ein grandioser Besetzungscoup. Denn er wird von Werner Herzog gespielt, der in den Siebzigern einer der wichtigsten Regisseure des Neuen Deutschen Films war, in den Neunzigern bei uns in Vergessenheit geriet, während er in den USA als Regisseur von Spiel- und Dokumentarfilmen bekannt wurde und dort schon fast kultisch verehrt wird; was sicher auch an seinem Humor liegt. Jedenfalls darf er als Zec, mit ausdruckloser Mine und in der Originalfassung seinem wunderschönem Akzent, einige so tiefsinnige, absurde und böse Sätze sagen, dass es einem kalt den Rücken hinunterläuft. Wahrscheinlich haben McQuarrie und Cruise (der den Film auch produzierte) als sie Herzog engagierten, einfach ihrem Fantum nachgegeben. Jedenfalls war das eine kluge Entscheidung.
„Jack Reacher“ ist ein guter, wenn auch unspektakulärer Thriller mit einem in jeder Beziehung angenehmen Retro-Touch, bei dem die Schauspieler, die Dialoge und altmodische Erzähltugenden im Vordergrund stehen. Entsprechend unaufgeregt inszenierte McQuarrie den Film und Tom Cruise gibt – nachdem die Fans der Romane Cruise lautstark wegen seiner Körpergröße ablehnten (immerhin ist Reacher in den Romanen fast zwei Meter und Tom Cruise ist nur 1,70 Meter) – einen überzeugenden Jack Reacher. Denn er ist im Film genausowenig zu stoppen wie in den Romanen. Außerdem sind die wenigen Action-Szenen, die angenehm altmodisch ohne Wackelkamera, Schnittgewitter und „Mission Impossible“-Overkill inszeniert wurden, so auch viel glaubwürdiger. Denn welche Bande von Kleinstadtmachos fängt eine Schlägerei mit einem Zwei-Meter-Muskelprotz an? In „Jack Reacher“ versuchen sie es. Kurz darauf sind liegen sie krankenhausreif auf dem Boden.
Und was hätten die Die-Hard-Fans der Romane zu Brad Pitt, Hugh Jackman, Jamie Foxx, Vince Vaughn und Will Smith, die alle vor Tom Cruise für die Rolle im Gespräch waren, gesagt?
mit Tom Cruise, Rosamund Pike, Richard Jenkins, David Oyelowo, Werner Herzog, Jai Courtney, Vladimir Sizov, Joseph Sikora , Michael Raymond-James, Alexia Fast, Josh Helman, Robert Duvall, Lee Child (Cameo als Polizist)
Pee-wee’s irre Abenteuer (USA 1985, R.: Tim Burton)
Drehbuch: Phil Hartman, Paul Reubens, Michael Varhol
Musik: Danny Elfman
Anscheinend lief Tim Burtons Spielfilmdebüt „Pee-wee’s irre Abenteuer“, eine Auftragsarbeit von und für den damals populärem Paul Reubens, schon einmal im Fernsehen: 1995 auf Sat.1. Jetzt zeigt Arte die Komödie im Rahmen seiner Tim-Burton-Reihe und als Vorbereitung für seinen neuen, empfehlenswerten Film „Frankenweenie“ (Kinostart: 24. Januar).
Pee-wee Herman „wandelt wie ein Idiot durch einen idiotischen Film, immer auf der Suche nach seinem geklauten Fahrrad. Er findet es in einem Filmstudio, wo verschiedene – wohlbekannte – Filme in Arbeit sind, in die er hineinstolpert. Sinnfälliger kann man nicht machen, dass das gute alte Hollywood zum Selbstbedienungsladen für erbärmliche Epigonen verkommen ist.“ (Fischer Film Almanach 1987) Ähem.
Burtons zweiter Film „Beetlejuice“ läuft bereits um 20.15 Uhr.
Mit Paul Reubens (aka Pee-wee Herman), Elizabeth Daily, Mark Holton, Diane Salinger, Mark Landis, James Brolin, Morgan Fairchild
In Frankreich wird eine junge Frau in einem Gebirgsfluss wach. Sie hat, wie wir, keine Ahnung, wie sie dorthin gelangte und, als sie kurz darauf in einem Dorfhotel eincheckt, hat sie auch keine Ahnung, wie sie heißt und wo sie herkommt. Aber sie hat einen Seesack voller 100-Euro-Geldbündel und eine Pistole. In den Nachrichten hört sie Meldungen über die in der Nähe stattgefundenen Morde an einem Politiker und zwei weiteren, noch unbekannten Toten. Hat sie etwas damit zu tun?
Nun, selbstverständlich. Aber bis wir erfahren, was sie mit den Morden zu tun hat, erleben wir hundert spannende Minuten, die man besser nicht zu sehr auf Wahrscheinlichkeit überprüft und die politische Ebene nimmt man besser als MacGuffin; also als Element, das die Handlung in Gang setzt und vorantreibt, ohne das es genauer erklärt wird.
Denn die schöne Unbekannte scheint aus Dänemark zu kommen und ein Musikstück löst bei ihr Erinnerungen aus. Als sie in Kopenhagen ankommt, erfährt sie, dass sie Ida heißt, die Frau des Opernsängers Just Ore ist und er, ihr Bruder und ihre Freunde als Studenten Mitglieder einer radikalen politischen Gruppe waren.
Während sie noch versucht, ihr Gedächtnis wieder zu erlangen, wird sie von von zwei Männern verfolgt, die sie bereits in Frankreich verfolgten. Die beiden Männern kennen sie von früher. Denn sie waren, als sie sie auf einem Überwachungsvideo erkannten, über ihr Auftauchen in Frankreich sehr erstaunt und auch ihr Mann Just Ore scheint etwas mit den seltsamen Ereignissen und ihren Verfolgern zu tun zu haben.
„ID:A – Identität Anonym“, ist ein feiner, kleiner Thriller, der seine Geheimnisse, als die Heldin Ida während eines weiteren traumatischen Ereignisses ihr Gedächtnis wiedererlangt, in einer für meinen Geschmack zu langen Rückblende enthüllt.
Davon abgesehen erinnert Christiansens Film an die paranoiden französischen Polit- und Psycho-Thriller der sechziger und siebziger Jahre, in denen eine Gesellschaft gezeichnet wird, in der es mafiöse Verbindungen zwischen Verbrechern und Politikern, oft auch Geheimdienstlern, Polizisten und hochrangigen Beamten, gibt, die einen Staat im Staat bilden. Der Held wird von ihnen und ihrer allumfassenden Macht bedroht und er kann nie seiner Wahrnehmung und seinem Gedächtnis trauen; vor allem, weil alle anderen mehr über ihn wissen und er nie weiß, ob oder wie sehr er belogen wird. In „ID:A – Identität anonym“ lebt diese paranoide Stimmung wieder auf.
P. S.: Für die deutsche Fassung wurde die Tonspur komplett synchronisiert. In der Originalfassung wird in den ersten gut zwanzig Minuten, solange Ida in Frankreich ist, französisch gesprochen.
ID:A – Identität anonym (ID:A, Dänemark 2011)
Regie: Christian E. Christiansen
Autor : Tine Krull Petersen
LV: Anne Chaplin Hansen: På knivens æg, 2000
mit Tuva Novotny, Flemming Enevold, Carsten Bjørnlund, Arnaud Binard, John Buijsman, Rogier Philipoom, Jens Jørn Spottag
–
DVD
Ascot-Elite
Bild: 2,35:1 (16:9 PAL)
Ton: Deutsch (DTS, Dolby Digital 5.1), Dänisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Bonusmaterial: Deutscher und Originaltrailer, Wendecover
Auf einem Laster, der Schrott nach Polen transportieren soll, wird die Leiche eines Tischlers gefunden, der im Scheunenviertel lebte. Das Wohn- und Gewerbegebiet in Berlin-Mitte soll luxussaniert werden. Deshalb wollen der Besitzer des Hauses und ein Makler die alten Mieter aus dem Wohnblock vertreiben. Kommissar Markowitz glaubt, dass der Tote etwas gegen sie in der Hand hatte.
Dichte Milieustudie, die die Veränderungen im Nachwendeberlin reflektiert. Denn schon damals wurde gnadenlos gentrifiziert.
Zuletzt lief „Berlin – Beste Lage“ vor 22. September 2004 im Fernsehen. Auch die anderen Markowitz-“Tatorte“ werden selten gezeigt.
Die acht Markowitz-“Tatorte“ sind immer noch ein Rätsel. Denn der SFB (heute RBB) produzierte von 1991 bis 1995 eine Reihe hochkarätiger „Tatorte“, die die damaligen Veränderungen in Berlin reflektierten. Und das in einer Qualität, die davor und danach nicht erreicht wurde. Denn davor ermittelte Heinz Drache als Kommissar Bülow (Gähn!), danach Winfried Glatzeder als Kommissar Roiter (Grusel! Zwei Giftschrankfolgen und „Ein Hauch von Hollywood“, der so schlecht war, dass er an einem Montag um 23.00 Uhr versendet wurde).
mit Günther Lamprecht, Hans Nitschke, Claudia Balko, Thomas Schendel, Renate Küster
Es hilft wirklich, vor dem „Genuss“ des Films die offizielle Inhaltsangabe zu lesen. Die verrät zwar fast den gesamten Thriller, aber so ist man beim Sehen von „Priest of Evil – Satans dunkle Wege“ nicht ganz so verloren in dem Chaos verschiedener Handlungsstränge, die sich erst langsam entwirren. Dabei verwechseln die Macher Komplexität und Rätsel einfach nur mit Schlamperei beim Konstruieren der Geschichte.
Denn diese ist letztendlich ziemlich einfach: da gibt es einmal einen durchgeknallten, religiösen Mörder. Als er eines seiner Opfer vor die U-Bahn schubst, beginnt Kommissar Timo Harjunpää zu ermitteln. Er ist – klar – ein Superbulle, der allerdings seit zwei Jahren kaum noch arbeitsfähig ist, weil ein Jugendlicher seine Tochter nach einem Discobesuch ermordete. Als der Täter jetzt entlassen wird, will Harjunpää irgendwie seine Tochter rächen. Der Handlungsstrang endet aber ziemlich schnell im Nirgendwo. Seine Frau hat einen eher milden religiösen Rappel und macht ihn immer noch für den Tod ihrer Tochter verantwortlich. Immerhin ist ihre zweite Tochter normal.
Und – Überraschung! – der U-Bahn-Mörder, der gleichzeitig ein Serienmörder mit einer Mission ist, nähert sich Harjunpääs Frau.
So weit, so konventionell. Aber Drehbuchautor Leo Viirret rückt diese Informationen nur bruchstückhaft heraus und überlässt uns so lange die Denkarbeit, bis wir uns nicht mehr darüber freuen, dass wir einige Sachen herausgefunden haben, ohne dass die Charaktere sie ausgesprochen haben oder sie uns gezeigt werden, sondern dass wir uns darüber ärgern, dass der Autor seine Arbeit, nämlich eine Geschichte zu schreiben, bei der wir mit den Charakteren, weil wir ihre Motive verstehen, mitfiebern, nicht getan hat. Die Charaktere sind uns nämlich alle herzlich egal.
Regisseur Olli Saarela inszenierte das dann zwar optisch ansprechend wie einen überlangen Videoclip, aber ohne Gespür für Dramaturgie an austauschbaren Orten. Sowieso könnte die Geschichte genausogut in irgendeiner anderen Großstadt spielen. Die Schauspieler, vor allem die Polizisten, sehen wie eine Abteilung der Hells Angels aus. Die halbe Zeit benehmen sie sich auch so.
Immerhin ist der vermurkste Film schnell vergessen.
Priest of Evil – Satans Dunkle Wege (Harjunpää ja pahan pappi, Finnland 2010)
Regie: Olli Saarela
Drehbuch: Leo Viirret
LV: Matti Yrjänä Joensuu: Harjunpää ja pahan pappi, 2003 (Das Taubenritual)
mit Peter Franzén, Irina Björklund, Sampo Sarkola, Rosa Salomaa, Tommi Korpela, Ville Virtanen, Jenni Banerjee, Maria Järvenhelmi
–
DVD
Ascot-Elite
Bild: 2,35:1 (16:) PAL)
Ton: Deutsch (DTS, Dolby Digital 5.1), Finnisch (Dolby Digital 5.1)
Little Miss Sunshine (USA 2006, R.: Jonathan Dayton, Valerie Faris)
Drehbuch: Michael Arndt
Die siebenjährige Olive Hoover will an einem Schönheitswettbewerb teilnehmen. Also macht sich die Familie (eine sympathische Ansammlung gescheiterter Existenzen) in einem klapprigen VW-Bus auf den Weg quer durch die USA.
„Sehenswert.“ (Lexikon des internationalen Films)
Ein Feelgood-Independent-Movie, das unter anderem zwei Oscars erhielt (Drehbuch und beste Nebenrolle, es war auch als bester Film des Jahres nominiert) und ein Kritiker- und Publikumserfolg war.
Mit Abigail Breslin, Greg Kinnear, Paul Dano, Alan Arkin, Toni Collette, Steve Carell
Wie in den vergangenen Jahren präsentiert 3sat am letzten Tag des Jahres mehr als 25 Stunden lang Konzerte von bekannten Musikern und Bands. Die meisten Mitschnitte dürften erstmals im Fernsehen gezeigt werden und die Höhepunkte sind etwas ungleich verteilt. Es geht los mit Bluesrocker Joe Bonamasa.
Um 07.00 Uhr bluest Gary Moore („Blues for Jimi“), um 08.00 Uhr Muddy Waters & The Rolling Stones, um 08.45 Uhr The Doors“, um 09.30 die Doobie Brothers und danach wird es uninteressanter. Denn es folgen unter anderem Sade (um 13.45 Uhr), Simon & Garfunkel (um 15.45 Uhr, das 2003er Madison-Square-Garden-Konzert und nach meiner Meinung der letzte Höhepunkt des Tages), Queen (um 17.15 Uhr [die sind ja immer dabei]), a-ha (um 20.00 Uhr, das Abschiedskonzert), Coldplay (um 22.00 Uhr), Die Fantastischen Vier (um 02.00 Uhr) und, als Abschluss, Iron Maiden (um 05.45 Uhr).
Na, da ist es doch gut, dass der Originaltitel „Grabbers“ nicht ins Deutsche übersetzt wurde. Denn dann stünde da „Grabscher“ und ob das so verkaufsfördernd wäre, wage ich zu bezweifeln.
Denn „Grabbers“ ist eine in Irland spielende Alien-Invasionskomödie und schon das Zusammentreffen von irisch-kernigen Inselbewohnern, die jedes Irlandklischee bestätigen, und Aliens, die in dem Film in zwei Varianten vorkommen, – die eine Variante der Grabscher sieht wie ein abgeschnittener, beißwütiger Penis, die andere wie ein Octopus mit zu vielen Tentakeln aus -, sorgt für Lacher.
Bevor die Stadtpolizistin Lisa Nolan (Ruth Bradley) für einige Tage als Urlaubsvertretung nach Erin Island kommt, landen die Außerirdischen im Wasser, bringen gleich eine Bootsbesatzung und Dutzende Wale um und verstecken sich in einer Höhle. Lisa Nolan ist jung, hübsch, diensteifrig und so ziemlich das Gegenteil des Inselpolizisten Ciarán O’Shea (Richard Coyle), der ein irisch-trinkfester Säufer ist, mit einer entsprechend entspannten Arbeitsmoral und langen Aufenthaltszeiten im örtlichen Pub; dem einzigen auf der Insel. Seine Arbeitsmoral ist okay, weil auf Erin Island nie etwas passiert.
Doch jetzt geschehen ungewöhnliche Dinge. An den Strand wurde eine Herde toter Wale angeschwemmt, Menschen verschwinden und Paddy Barrett (Lalor Roddy), ein trinkfester Seemann, hat ein seltsames Wesen gefangen, das ihn in der Nacht umbringen will. Er überlebt – und die beiden Garda-Polizisten Ciarán O’Shea und Lisa Nolan und der Meeresbiologe Dr. Adam Smith (Russell Tovey, den wir noch aus „Sherlock: Die Hunde von Baskerville“ kennen), der von der noch unbekannten Spezis als Forschungsobjekt fasziniert ist, beginnen die Sache zu untersuchen. Dabei stellen sie schnell zwei Dinge fest: die Grabscher, wie sie sie, weil die Wesen ihre Opfer ergrabschen, nennen, brauchen zur Fortpflanzung Wasser und sie reagieren allergisch auf Alkohol.
Als für die Nacht ein Sturm angekündigt wird, gibt es nur eine Möglichkeit, den Aliens zu entkommen: unsere Helden verschanzen sich mit allen Inselbewohnern im Pub und sie sorgen dafür, dass ihr Alkoholpegel auf einer alienfeindlichen Höhe bleibt.
Bis auf die Idee, dass die Aliens am Besten mit Alkohol bekämpft werden, der ordentlichen Portion irischen Humors und einem leicht ausuferndem Erzählgestus, der eher an eine launige Erzählung in einem Pub erinnert, unterscheidet sich „Grabbers“ nicht sonderlich von den aus den vergangenen Jahrzehnten bekannten und beliebten Alien-Invasionsfilmen und natürlich ist „Grabbers“ auch eine gelungene Liebeserklärung an die B-Pictures der fünfziger Jahre, als die Aliens immer wieder Kleinstädte in den USA besuchten.
Gleichzeitig steht „Grabbers“ in der Tradition englischer Komödien wie „Shaun of the Dead“, in denen landestypische Besonderheiten liebevoll gepflegt werden und die Helden auf einen ungewöhnlichen Gegner stoßen. Der ganze Schmäh wird in „Grabbers“ mit einer Liebesgeschichte zwischen den beiden Polizisten garniert und fertig ist der vergnügliche Kinoabend mit einigen Pint Bier.
Grabbers (Grabbers, UK/Irland 2012)
Regie: Jon Wright
Drehbuch: Kevin Lehane
mit Richard Coyle, Ruth Bradley, Russell Tovey, Lalor Roddy, David Pearse, Bronagh Gallagher, Pascal Scott, Ned Dennehy
–
DVD
Ascot-Elite
Bild: 1:2,35 (16:9 Widescreen)
Ton: Deutsch (DTS 5.1, Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Bonusmaterial: Behind the Scenes, Outtakes, Originaltrailer, 12-seitiges Booklet
Auf der Amundsen-Scott-Forschungsstation in der Antarktis sucht US-Marshal Carrie Stetko einen Mörder.
„Whiteout“ von Autor Greg Rucka (da sollte ein deutscher Verlag mal einige seiner Romane übersetzen) und Zeichner Steve Lieber ist eine tolle Graphic Novel, die ihren größten Reiz aus dem Handlungsort (Hey, wer von uns war schon einmal in der Antarktis?) bezieht. Auf der Kinoleinwand ist der Rätselkrimi dann allerdings, trotz toller Bilder, nur begrenzt interessant. Vielleicht hätten die Macher doch zuerst den zweiten „Whiteout“-Band „Melt“, der ein actionhaltiger Thriller mit Polit-Touch ist, verfilmen sollen.
mit Kate Beckinsale , Gabriel Macht, Tom Skerritt, Columbus Short, Alex O’Loughlin, Shawn Doyle , Joel Keller
Blood Simple – Director’s Cut (USA 1984/2000, R.: Joel Coen)
Drehbuch: Ethan Coen, Joel Coen
Texas: Privatdetektiv Visser findet heraus, dass Abby ihren Mann, den Barbesitzer Marty, mit einem seiner Angestellten betrügt. Marty beauftragt Visser, seine Frau und den Nebenbuhler umzubringen. Der Plan geht – selbstverständlich – gründlich schief.
Ein feiner Noir, der keine Rücksicht auf seine Charaktere nimmt.
Das Kinodebüt der Brüder Coen. Heute im vier Minuten kürzeren „Director’s Cut“. In jeder Fassung ist schon der typische Coen-Humor vorhanden.
Das Drehbuch war für einen Edgar nominiert.
mit John Gertz, Frances McDormand, Dan Hedaya, M. Emmet Walsh, Samm-Art Williams
auch bekannt als „Blood Simple – Eine mörderische Nacht“ (Kinotitel 1985), „Blood Simple – Blut für Blut“ (Videotitel)