Cover der Woche

März 4, 2014

Doyle - Lost World


TV-Tipp für den 4. März: Little Miss Sunshine

März 4, 2014

Super RTL, 20.15

Little Miss Sunshine (USA 2006, R.: Jonathan Dayton, Valerie Faris)

Drehbuch: Michael Arndt

Die siebenjährige Olive Hoover will an einem Schönheitswettbewerb teilnehmen. Also macht sich die Familie (eine sympathische Ansammlung gescheiterter Existenzen) in einem klapprigen VW-Bus auf den Weg quer durch die USA.

„Sehenswert.“ (Lexikon des internationalen Films)

Ein Feelgood-Independent-Movie, das unter anderem zwei Oscars erhielt (Drehbuch und beste Nebenrolle, es war auch als bester Film des Jahres nominiert) und ein Kritiker- und Publikumserfolg war.

Mit Abigail Breslin, Greg Kinnear, Paul Dano, Alan Arkin, Toni Collette, Steve Carell

Hinweise

Film-Zeit über „Little Miss Sunshine“

Metacritic über “Little Miss Sunshine”

Rotten Tomatoes über “Little Miss Sunshine”

Wikipedia über “Little Miss Sunshine” (deutsch, englisch)

Go into the Story: Interview mit Michael Arndt (26. April 2009, aufgenommen wahrscheinlich 2006)

Meine Besprechung von Jonathan Dayton/Valerie Faris’ “Ruby Sparks – Meine fabelhafte Freundin” (Ruby Sparks, USA 2012)


Oscar-nominierte und für andere Preise nominierte Drehbücher online

März 3, 2014

Auch dieses Jahr stellten die Produzenten die Drehbücher online, die für wichtige Filmpreise, wie die Oscars nominiert wurden. Und wir Filmfans können sie kostelos runterladen, lesen, studieren, die Vorlage mit dem Film vergleichen und tiefsinnige philosophische Betrachtungen anstellen.

Simply Scripts sammelte die Bücher und machte sie, wie in den vergangenen Jahren, auf einer schönen Seite zugänglich. Ich beschränke mich auf die nackten Daten (und meine Besprechungen könnt ihr mit der Suchen-Funktion finden):

42 (von Brian Helgeland; tolles Sportlerbiopic über Jackie Robinson)

All is Lost (von J. C. Chandor; Robert Redford allein auf hoher See)

American Hustle (von Eric Warren Singer & David O. Russell; überschätzte Gaunerkomödie)

The Armstrong Lie (von Alex Gibney; Doku über Lance Armstrong. Könnte gut sein.)

August: Osage County (von Tracy Letts)

Before Midnight (von Richard Linklater, Julie Delpy und Ethan Hawke; die Liebesgeschichte geht weiter)

The Bling Ring (von Sophia Coppola; Jugendliche rauben Hollywood-Berühmheiten aus)

The Blue Umbrella (von Saschka Unseld; ein Disney-Kurzfilm)

The Butler (von Danny Strong; langweiliges Biopic über einen afroamerikanischen Butler im Weißen Haus)

The Croods (von Kirk DeMicco und Chris Sanders)

Dallas Buyers Club (von Craig Borten und Melissa Wallack)

Despicable Me 2 (von Cinco Paul und Ken Daurio)

Enough Said (von Nicole Holofcener; vorletzter Film von James Gandolfini; eine schöne romantische Komödie)

The Fifth Estate (von Josh Singer; durchwachsener Spielfilm über Wikilieaks – hier mit Anmerkungen von Wikileaks)

Frozen (von Jennifer Lee)

Fruitville Station (von Ryan Coogler)

Gravity (von Alfonso Guaron und Jonas Cuaron, ein Film, bei dem sich 3D wirklich lohnt und ein großer, dunkler Kinosaal die Wirkung steigert) (Falls es Probleme mit dem Link gibt: hier)

The Great Gatsby (von Baz Luhrmann und Craig Pearce; neueste Verfilmung des Romans von F. Scott Fitzgerald)

Her (von Spike Jonze; okayer Science-Fiction-Film mit netter Prämisse, der allerdings etwas zu minimalistisch und mit über zwei Stunden zu lang geraten ist. Früher wäre es eine Episode der „Thwilight Zone“ gewesen)

Inside Llewyn Davis (von Joel & Ethan Coen; wie immer bei den Coens: toller Film)

The Invisible Woman (von Abi Morgan; Charles Dickens verliebt sich in eine jüngere Frau)

Kill your Darlings (von John Krokidas und Austin Bunn; Enttäuschendes Biopic über die Beat-Poeten, bevor sie berühmt waren.)

Labor Day (von Jason Reitman, nach einem Roman von Joyce Maynard)

Lone Survivor (von Peter Berg, nach dem Buch von Marcus Luttrell, der 2005 ein SEAL-Team anführte, das einen Taliban-Führer töten sollte; – – – das Ende wird nicht verraten)

Monster’s University (von Daniel Gerson, Robert L. Baird und Dan Scanlon)

Mud (von Jeff Nichols)

Nebraska (von Robert W. Nelson; tolles Road-Movie von Alexander Payne mit Bruce Dern)

One Chance (von Justin Zackham; Biopic über Paul Potts)

The Past (von Asghar Farhadi; nun, ja, die übersetzte Version von „Le Passé – Das Vergangene“)

Philomena (von Steve Coogan und Jeff Pope, basierend auf dem Sachbuch von Martin Sixsmith; tolles Drama, mit einer ordentlichen Portion Humor)

The Place beyond the Pines (von Derek Cianfrance, Ben Coccio und Darius Marder; durchwachsenes, in drei Teile aufgeteiltes Drama, bei dem der erste Teil der beste Teil ist)

Prisoners (von Aaron Guzikowski)

Rush (von Peter Morgan; tolles Rennfahrerdrama über den Zwist zwischen James Hunt und Niki Lauda)

Saving Mr. Banks (von Kelly Marcel und Sue Smith; das kurzweilige Making-of zu „Mary Poppins“)

Short Term 12 (von Destin Daniel Cretton)

The Spectacular Now (von Scott Neustadter und Michael H. Weber, nach dem Roman von Tim Tharp)

Spring Breakers (von Harmony Korine; einfach nur langweilig)

12 Years a Slave (von John Ridley; toller Film über die Sklaverei, der verdient den Oscar als Bester Film gewann)

Wadja (von Haifaa Al Mansour)

The Way Way Back (von Nat Faxon und Jim Rash; schöner Film über einen Vierzehnjährigen und seinen Sommer mit seinen Eltern, die gerade Spring Break feiern)

We steal Secrets (von Alex Gibney; Transkript mit Anmerkungen von Wikileaks, denen schon der Titel nicht gefällt)

The Wolf of Wall Street (von Terence Winter, nach den Erinnerungen von Jordan Belfort; Tja, nun, der neue Scorsese, wieder einmal im „GoodFellas“-Modus und das ist eine gute Nachricht)

 

 

 

 

 

 

 


TV-Tipp für den 3. März: Herr Ober!

März 3, 2014

BR, 22.00

Herr Ober! (Deutschland 1992, R.: Gerhard Polt, Fred Unger)

Drehbuch: Gerhard Polt

Gerhard Polt spielt Ernst Held, einen verkannten bayerischen Heimatdichter, der von seiner Frau, einer wohlhabenden Hotelbesitzerin, nach einem platonischem Seitensprung achtkantig rausgeworfen wird. Held beginnt sich als Kellner eher erfolglos durchzuschlagen, bis sein Werk im Fernsehen abgefeiert wird.

Nachdem Gerhard Polts neuer Film „…und Äktschn!“ ein veritables Desaster ist, lohnt sich ein Blick auf sein deutlich besseres Frühwerk. Auch wenn sein Regiedebüt „Herr Ober!“ nicht so gut wie „Kehraus“ und „Man spricht deutsch“ ist.

„Diese bierernste Nostalgie dominiert die bisweilen etwas einfallslos aneinandergereihten Elemente zeitgenössischer Gesellschaftssatire, bleibt dabei jedoch merkwürdig gegenstandslos. So ist Polts Regiedebüt weniger Komödie als vielmehr ein Heimatfilm ohne Heimat, dessen Ästhetik trotz aller Hiebe aufs Fernsehen von ebendiesem geprägt ist.“ (Fischer Film Almanach 1993)

„Bedächtig-behäbig inszenierte Komödie um einen liebenswert-aufrechten Toren, mit satirischen Spitzen gegen das Fernsehen und die Kultur-Schickeria.“ (Zoom)

Die Musik ist von den Biermösl Blosn.

mit Gerhard Polt, Christiane Hörbiger, Ulrike Kriener, Robert Meyer, Natalia Lapina, Eisi Gulp

Hinweise

Wikipedia über „Herr Ober!“

Filmportal über „Herr Ober!“

Meine Besprechung von Frederick Bakers „…und Äktschn!“ (Österreich/Deutschland 2013 – mit Gerhard Polt in der Hauptrolle)


TV-Tipp für den 2. März: The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten

März 2, 2014

Pro 7, 20.15

The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten (USA 2011, Regie: Alexander Payne)

Drehbuch: Alexander Payne, Nat Faxon, Jim Rash

LV: Kaui Hart Hemmings: The Descendants, 2009 (Mit deinen Augen, Neuveröffentlichung unter „The Descendants“)

Auch im Paradies haben die Menschen alltägliche Probleme. So muss Rechtsanwalt Matt King (George Clooney) sich auf Hawaii mit der weiteren Nutzung des Landes, das seit Generationen im Familienbesitz ist und von ihm verwaltet wird, herumschlagen, seine Frau liegt nach einem Bootsunfall im Koma und er muss sich jetzt um seine beiden Töchter kümmern. Da erfährt er, dass seine Frau einen Liebhaber hatte.

Paynes Film ist eine feine, warmherzige und lebenskluge Komödie über Familien und andere alltägliche Probleme. Sein neuester Film „Nebraska“ läuft gerade im Kino.

mit George Clooney, Shailene Woodley, Beau Bridges, Robert Forster, Judy Greer, Matthew Lillard, Nick Krause, Amara Miller, Mary Birdsong, Rob Huebel, Patricia Hastie

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „The Descendants“

Rotten Tomatoes über „The Descendants“

Wikipedia über „The Descendants“ (deutsch, englisch)

The Wall Street Journal: Interview mit Kaui Hart Hemmings über “The Descendants” (23. November 2011)

Stuttgarter Zeitung: Mein Interview mit Alexander Payne über „The Descendants“

Meine Besprechung von Alexander Paynes „The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten“ (The Descendants, USA 2011, mit George Clooney)

Meine Besprechung von Alexander Paynes „Nebraska“ (Nebraska, USA 2013)

Alexander Payne in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Nat Faxon/Jim Rashs „Ganz weit hinten“ (The Way Way Back, USA 2013)


Die Oscar-Nominierungen 2014 – und meine Prognose der Gewinner (UPDATE: und die Gewinner)

März 1, 2014

(Update: 3. März: Oscar-Nacht ist um. Wie habe ich mich geschlagen? Einige Treffer sind dabei. Dass „Gravity“ so viele Oscars erhält, hätte ich nicht gedacht. Dass das von einem Briten inszenierte Sklavendrama bester Film wird, hätte ich auch nicht gedacht. Dass „American Hustle“ bei zehn Nominierungen und soviel Hype so schlecht abschneidet, wundert mich schon etwas. Dass meine Liebe zu „Nebraska“ nicht erwidert wird, enttäuscht mich. )

Dieses Jahr habe ich fast alle für die Oscars nominierten Filme gesehen und eine Vorhersage der Gewinner auf fundierter Basis machen; – wobei mehr Informationen nicht unbedingt zu besseren Entscheidungen führen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Und, auch wenn einige grandiose Leistungen vergessen wurden, ist die Auswahl der Nominierten durchgängig verdammt gut und in der Nacht vom Sonntag zum Montag, wenn die Oscars verliehen werden, wissen wir mehr.

Für Nachteulen überträgt Pro7 ab 00.40 Uhr. Die Verleihung beginnt um 01.30 Uhr und endet um 05.50 Uhr.

Also, dann:

Best Motion Picture of the Year

American Hustle (2013)

Captain Phillips (2013)

Dallas Buyers Club (2013)

Gravity (2013)

Her (2013) (Besprechung zum Kinostart)

MEIN TIPP: Nebraska (2013)

Philomena (2013)

GEWINNER: 12 Years a Slave (2013)

The Wolf of Wall Street (2013)

–

Best Performance by an Actor in a Leading Role

Christian Bale für American Hustle (2013)

MEIN TIPP: Bruce Dern für Nebraska (2013)

Leonardo DiCaprio für The Wolf of Wall Street (2013)

Chiwetel Ejiofor für 12 Years a Slave (2013)

GEWINNER: Matthew McConaughey für Dallas Buyers Club (2013)

–

Best Performance by an Actress in a Leading Role

Amy Adams für American Hustle (2013)

GEWINNER/MEIN TIPP: Cate Blanchett für Blue Jasmine (2013)

Sandra Bullock für Gravity (2013)

Judi Dench für Philomena (2013)

Meryl Streep für Im August in Osage County (2013)

–

Best Performance by an Actor in a Supporting Role

Barkhad Abdi für Captain Phillips (2013)

Bradley Cooper für American Hustle (2013)

Jonah Hill für The Wolf of Wall Street (2013)

MEIN TIPP: Michael Fassbender für 12 Years a Slave (2013)

GEWINNER: Jared Leto für Dallas Buyers Club (2013)

–

Best Performance by an Actress in a Supporting Role

Sally Hawkins für Blue Jasmine (2013)

Julia Roberts für Im August in Osage County (2013)

GEWINNER: Lupita Nyong’o für 12 Years a Slave (2013)

Jennifer Lawrence für American Hustle (2013)

MEIN TIPP: June Squibb für Nebraska (2013)

–

Best Achievement in Directing

GEWINNER/MEIN TIPP: Alfonso Cuarón für Gravity (2013)

Steve McQueen für 12 Years a Slave (2013)

David O. Russell für American Hustle (2013)

Martin Scorsese für The Wolf of Wall Street (2013)

Alexander Payne für Nebraska (2013)

–

Best Writing, Screenplay Written Directly for the Screen

American Hustle (2013): Eric Warren Singer, David O. Russell

Blue Jasmine (2013): Woody Allen

GEWINNER: Her (2013): Spike Jonze

MEIN TIPP: Nebraska (2013): Bob Nelson

Dallas Buyers Club (2013): Craig Borten, Melisa Wallack

–

Best Writing, Screenplay Based on Material Previously Produced or Published

Before Midnight (2013): Richard Linklater (Manche Einordnungen verstehe ich nicht. Denn für mich gehört „Before Midnight“ in die „Directly for the Screen“-Kategorie)

Captain Phillips (2013): Billy Ray

GEWINNER/MEIN TIPP: 12 Years a Slave (2013): John Ridley

The Wolf of Wall Street (2013): Terence Winter

Philomena (2013): Steve Coogan, Jeff Pope

–

Best Animated Feature Film of the Year

Die Croods (2013)

Ich – Einfach unverbesserlich 2 (2013)

Ernest & Célestine (2012)

GEWINNER: Die Eiskönigin – Völlig unverfroren (2013)

Kaze tachinu (2013)

Kein Tipp, weil ich keinen der Filme kenne, aber „Die Eiskönigin“ soll sehr gut sein.

–

Best Foreign Language Film of the Year

The Broken Circle (2012): Felix Van Groeningen (Belgien)

L’image manquante (2013): Rithy Panh (Kambodscha)

Die Jagd (Jagten, 2012): Thomas Vinterberg (Dänemark)

GEWINNER/MEIN TIPP: La Grande Bellezza – Die große Schönheit (2013): Paolo Sorrentino (Italien)

Omar (2013): Hany Abu-Assad (Palästina)

–

Best Achievement in Cinematography

GEWINNER/MEIN TIPP: Gravity (2013): Emmanuel Lubezki

Inside Llewyn Davis (2013): Bruno Delbonnel

Nebraska (2013): Phedon Papamichael

Prisoners (2013): Roger Deakins

The Grandmaster (2013): Philippe Le Sourd

–

Ab jetzt wird es schwierig, weil es doch sehr speziell wird.

–

Best Achievement in Editing

MEIN TIPP: 12 Years a Slave (2013): Joe Walker

American Hustle (2013): Alan Baumgarten, Jay Cassidy, Crispin Struthers

GEWINNER: Gravity (2013): Alfonso Cuarón, Mark Sanger

Captain Phillips (2013): Christopher Rouse

Dallas Buyers Club (2013): Martin Pensa, John Mac McMurphy

–

Best Achievement in Production Design

12 Years a Slave (2013): Adam Stockhausen, Alice Baker

MEIN TIPP: American Hustle (2013): Judy Becker, Heather Loeffler

Gravity (2013): Andy Nicholson, Rosie Goodwin, Joanne Woollard

GEWINNER: Der große Gatsby (2013): Catherine Martin, Beverley Dunn

Her (2013): K.K. Barrett, Gene Serdena

–

Best Achievement in Costume Design

MEIN TIPP: American Hustle (2013): Michael Wilkinson

GEWINNER: Der große Gatsby (2013): Catherine Martin

12 Years a Slave (2013): Patricia Norris

The Grandmaster (2013): William Chang

The Invisible Woman (2013): Michael O’Connor

–

Best Achievement in Makeup and Hairstyling

GEWINNER: Dallas Buyers Club (2013): Adruitha Lee, Robin Mathews

MEIN TIPP: Jackass: Bad Grandpa (2013): Steve Prouty

Lone Ranger (2013): Joel Harlow, Gloria Pasqua Casny

–

Best Achievement in Music Written for Motion Pictures, Original Score

(Argh, wie soll ich mich an die Musik eines vor Monaten gesehenen Films erinnern? Und soll ich hier bewerten, wie sehr die Musik den Film unterstützt – was dazu führt, dass sie nicht auffällt – oder wie sehr sie als eigenständige CD funktioniert – was dazu führt, dass sie sehr wahrscheinlich die Filmgeschichte stört?)

Die Bücherdiebin (2013): John Williams (Besprechung zum Kinostart)

GEWINNER: Gravity (2013): Steven Price (War da Musik im Film?)

Her (2013): William Butler, Andy Koyama

MEIN TIPP: Saving Mr. Banks (2013): Thomas Newman (Besprechung zum Kinostart)

Philomena (2013): Alexandre Desplat

–

Best Achievement in Music Written for Motion Pictures, Original Song

Ich – Einfach unverbesserlich 2 (2013): Pharrell Williams („Happy“)

GEWINNER: Die Eiskönigin – Völlig unverfroren (2013): Kristen Anderson-Lopez, Robert Lopez („Let It Go“)

MEIN TIPP (obwohl es wahrscheinlich „Ich“ oder „Die Eiskönigin“ wird): Mandela: Der lange Weg zur Freiheit (2013): Bono, Adam Clayton, The Edge, Larry Mullen Jr., Brian Burton („Ordinary Love“)

Her (2013): Karen O („The Moon Song“)

–

Best Achievement in Sound Mixing

(Hm, was ist jetzt genau für mich als Zuschauer der Unterschied zwischen „Sound Mixing“ und „Sound Editing“ und wie groß ist der Einfluss des Kinos auf meine Wahrnehmung des Sounds?)

GEWINNER: Gravity (2013): Skip Lievsay, Niv Adiri, Christopher Benstead, Chris Munro

MEIN TIPP (weil diese Blockbuster immer einen Oscar in einer Nebenkategorie kriegen): Der Hobbit – Smaugs Einöde (2013): Christopher Boyes, Michael Hedges, Michael Semanick, Tony Johnson

Captain Phillips (2013): Chris Burdon, Mark Taylor, Mike Prestwood Smith, Chris Munro

Inside Llewyn Davis (2013): Skip Lievsay, Greg Orloff, Peter F. Kurland

Lone Survivor (2013): Andy Koyama, Beau Borders, David Brownlow

–

Best Achievement in Sound Editing

MEIN TIPP (weil der Film mehr Nominierungen verdient hätte): All Is Lost (2013): Steve Boeddeker, Richard Hymns

Captain Phillips (2013): Oliver Tarney

GEWINNER: Gravity (2013): Glenn Freemantle

Der Hobbit – Smaugs Einöde (2013): Brent Burge

Lone Survivor (2013): Wylie Stateman

–

Best Achievement in Visual Effects

GEWINNER/MEIN TIPP: Gravity (2013): Timothy Webber, Chris Lawrence, David Shirk, Neil Corbould

Der Hobbit – Smaugs Einöde (2013): Joe Letteri, Eric Saindon, David Clayton, Eric Reynolds

Iron Man 3 (2013): Christopher Townsend, Guy Williams, Erik Nash, Daniel Sudick

Lone Ranger (2013): Tim Alexander, Gary Brozenich, Edson Williams, John Frazier

Star Trek: Into Darkness (2013): Roger Guyett, Pat Tubach, Ben Grossmann, Burt Dalton

–

Best Documentary, Feature

MEIN TIPP: The Act of Killing (2012): Joshua Oppenheimer, Signe Byrge Sørensen

Cutie and the Boxer (2013): Zachary Heinzerling, Lydia Dean Pilcher

Schmutzige Kriege – Dirty Wars (2013): Rick Rowley, Jeremy Scahill

Al midan (2013): Jehane Noujaim, Karim Amer

GEWINNER: 20 Feet from Stardom (2013): Morgan Neville

–

Das war’s. Denn die folgenden Filme kenne ich nicht.

–

Best Documentary, Short Subject

Cavedigger (2013): Jeffrey Karoff

Facing Fear (2013): Jason Cohen

Karama Has No Walls (2012): Sara Ishaq

GEWINNER: The Lady In Number 6 (2013): Malcolm Clarke, Carl Freed

Prison Terminal: The Last Days of Private Jack Hall (2013): Edgar Barens

–

Best Short Film, Animated

Feral (2012): Daniel Sousa, Dan Golden

Get a Horse! (2013): Lauren MacMullan, Dorothy McKim

GEWINNER: Mr Hublot (2013): Laurent Witz, Alexandre Espigares

Tsukumo (2012): Shuhei Morita

Room on the Broom (2012) (TV): Max Lang, Jan Lachauer

–

Best Short Film, Live Action

Aquel no era yo (2012): Esteban Crespo

Avant que de tout perdre (2013): Xavier Legrand

GEWINNER: Helium (2014): Anders Walter

Pitääkö mun kaikki hoitaa? (2012): Selma Vilhunen

The Voorman Problem (2012): Mark Gill


Neu im Kino/Filmkritik: Die introvertierte Komödie „Viva la Libertà“

März 1, 2014

Italien ist – jedenfalls politisch betrachtet – ein Irrenhaus, das damit auch die Vorlage für entsprechende Satiren bietet. Auch „Viva la Libertà“ ist eine Satire auf die italienische Politik.

Enrico Oliveri (Toni Servillo) ist der Vorsitzende der wichtigsten Oppositionspartei. Aber die Umfragen sind mies, alle kritisieren ihn und hoffen doch auf ihn, weil sie keine Alternative haben. Ihm wird das alles zu viel und er verschwindet spurlos. Sein engster Mitarbeiter Andrea Bottini (Valerio Mastandrea) deckt ihn zunächst, aber alle fragen nach Enrico. Da erfährt er von Enricos Bruder Giovanni (wieder Toni Servillo) und als dieser spontan in einem Restaurant einem Polit-Journalisten ein Interview als Enrico gibt und der Journalist glücklich über das Exclusiv-Interview von dannen zieht, hat Bottini eine grandiose Idee. Der Doppelgänger kann doch einige Tage den Parteivorsitzenden spielen. Das Aussehen passt und Giovanni muss halt einfach still sein.

Aber Giovanni, ein exzentrischer Philosoph zwischen Genie und Wahnsinn, der bis vor kurzem in einer geschlossenen Anstalt war und schon seit Ewigkeiten nicht mehr mit seinem Bruder gesprochen hat, denkt nicht daran. Mit einem beseelten Lächeln stellt er sich vor die Mikrofone und becirct die Massen mit halbphilosophischen Sentenzen. Die Öffentlichkeit ist begeistert. Endlich redet ein Politiker Klartext und spricht die Probleme des Landes ohne Scheuklappen an. Für mich waren Giovannis Sätze dagegen nur allgemeines Geplauder, das sich, mit abendländischer Bildung gesättigt, schön anhörte, aber nur mit anderen Worten, teils sogar noch wolkiger, die Sprechblasen der Politiker wiederholte.

Aber neben der Geschichte von Giovanni erzählt Roberto Andò, der die Vorlage und das Drehbuch schrieb und Regie führte, auch die Geschichte von Enrico, der nach Frankreich zu einer alten Geliebten (Valeria Bruni Tedeschi) flüchtete, bei ihr untertaucht, sich mit ihrem neuen Freund, einem Regisseur, über Filme unterhält (denn die Oliveri-Brüder sind auch große Filmfans) und schließlich bei dem Dreh für einen Film mithilft. Hier findet er sein kleines Glück. Jedenfalls für den Moment.

„Viva la Libertà“ ist eine im gemäßigten Tempo erzählte melancholische Komödie der leisen Tönen, in der wenig über die italienische Politik (als Politik-Komödie versagt der Film kläglich), aber viel über die Midlife-Crises eines Mannes erfahren. Denn Enrico fragt sich, ob er in der Vergangenheit die richtigen Entscheidungen getroffen hat oder ob er nicht doch mit Danielle und einer Arbeit im Filmgeschäft glücklicher geworden wäre.

Und Toni Servillo (zuletzt „La Grande Bellezza – Die große Schönheit“) liefert in einer Doppelrolle eine weitere Glanzleistung.

Viva la Liberta - Plakat

Viva la Libertà (Viva la Libertà, Italien 2013)

Regie: Roberto Andò

Drehbuch: Roberto Andò, Angelo Pasquin

LV: Roberto Andò: Il trono vuoto, 2012

mit Toni Servillo, Valerio Mastandrea, Valeria Bruni Tedeschi, Michela Cescon, Anna Bonaiuto, Eric Trung Nguyen

Länge: 96 Minuten

FSK: ab 0 Jahre

–

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Viva la Libertà“

Moviepilot über „Viva la Libertà“

Rotten Tomatoes über „Viva la Libertà“ (derzeit noch keine Besprechungen)

Wikipedia über „Viva la Libertà“ (englisch, italienisch)


TV-Tipp für den 1. März: Sphere – Die Macht aus dem All

März 1, 2014

RTL II, 22.35

Sphere – Die Macht aus dem All (USA 1998, Regie: Barry Levinson)

Drehbuch: Stephen Hauser, Paul Attanasio, Kurz Wimmer (Adaption)

LV: Michael Crichton: Sphere, 1987 (Sphere – Die Gedanken des Bösen)

Als auf dem Meeresgrund ein Raumschiff entdeckt, wird, soll eine Gruppe Wissenschaftler es erforschen – und wird schnell mit seltsamen Ereignissen konfrontiert.

Science-Fiction-Film, der das Genre nicht neu erfindet und zu lang geraten ist (134 Minuten!), aber mit einer guten Besetzung punktet.

„befriedigendem Film“ (Fischer Film Almanach 1999)

mit Dustin Hoffman, Sharon Stone, Samuel L. Jackson, Peter Coyote, Lief Schreiber, Queen Latifah

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Sphere“

Wikipedia über „Sphere“ (deutsch, englisch)

Mein Nachruf auf Michael Crichton

Meine Besprechung von Barry Levinsons „The Bay – Nach Angst kommt Panik“ (The Bay, USA 2012)


Neu im Kino/Filmkritik: Die Katholikin „Philomena“ sucht ihr Kind

Februar 28, 2014

 

Nachdem Stephen Frears mit seinem vorherigen Film „Lady Vegas“ (Lay the Favorite) so richtig daneben griff, kehrt er mit „Philomena“ wieder zur alten Stärke zurück, indem er, genau beobachtend und vielschichtig, eine einfache Geschichte erzählt, die von den Schauspielern und den pointierten Dialogen getragen wird. Außerdem handelt es sich um eine wahre Geschichte, die Martin Sixsmith zu einem Sachbuch verarbeitete, das die Vorlage für „Philomena“ ist. Dabei war Martin Sixsmith zuerst überhaupt nicht begeistert von der Geschichte. Aber nachdem der große BBC-Polit-Journalist nach einer spitzen Bemerkung als Berater der Tony-Blair-Regierung entlassen wurde, benötigte er das Geld und er nahm die Human-Interest-Geschichte – ein journalistisches Genre, das er für den Bodensatz des Bodensatzes hält – nur widerwillig an. Eigentlich überlegte er nur, wie er den Auftrag möglichst schnell erledigen könnte. Aber das war, bevor er Philomena Lee kennen lernte und er merkte, dass die katholische Kirche jede Hilfe verweigert.

Vor etwas über fünfzig Jahren, 1952, wurde Philomena im streng katholischen Irland als junges, unverheiratetes, katholisches Mädchen schwanger. Eine Sünde, für die sie von ihren Eltern in das Kloster in Roscrea abgeschoben wird. Dort, in der Sean Ross Abtei, muss sie, wie viele andere Sünderinnen in der Wäscherei schuften. Ihre Kinder wurden zur Adoption freigegeben; – eigentlich in die USA verkauft, während die Mütter nicht gefragt wurden, Frondienste leisteten und von den Schwestern wie Sklavinnen gehalten wurden. Nach außen inszenierten die Schwestern sich, wie auch die Kirche, als Wohltäterinnen. 1955 wurde Philomenas Kind verkauft.

Jetzt fragt sie sich, was aus ihrem Sohn wurde. Zusammen mit Martin Sixsmith besucht sie die Sean Ross Abtei, aber die Schwestern sagen ihnen nichts.

Im Dorfpub erfährt Sixsmith von den Verkäufen der Bastarde an reiche US-Amerikaner. Gemeinsam mit Philomena verfolgt er die vielversprechende Spur in die USA – und wer die Geschichte von Philomena Lee aus den Medien kennt, dürfte jetzt keine großen Überraschungen erleben. Jedenfalls nicht bei der Identität von ihrem Sohn.

Dafür schreibt hier das echte Leben eine viel bittere Geschichte. Denn ihr Sohn ist tot und seine letzten Wünsche wurden von der katholischen Kirche ignoriert.

Bis dahin lernen sich der arrogante, weltgewandte Upper-Class-Journalist Sixsmith und die Working-Class-Frau, die immer noch eine gläubige Katholikin ist, begeistert Kitschromane liest und nie ihr Land verlassen hat, besser kennen und, dank des pointierten Drehbuchs von Steve Coogan und Jeff Pope, der gewohnt souveränen Regie von Stephen Frears („Die Queen“, „The Snapper“, „Grifters“, „Gefährliche Liebschaften“, „Mein wunderbarer Waschsalon“) und dem grandiosen Spiel von Steve Coogan und Judi Dench werden die offensichtlichen Fallen der Geschichte souverän umschifft.

„Philomena“ ist eine zu Herzen gehende Geschichte über die Suche nach dem verlorenen Sohn, eine kühle, die Fakten sprechende Anklage gegen die katholische Kirche, die witzige Geschichte eines seltsamen Paares und auch ein Moralstück. Denn wie soll man mit Unrecht umgehen?

Am Ende des Films verlässt man, trotz der düsteren Geschichte, beschwingt das Kino. „Philomena“ ist ein feiner, kleiner Film, der letztes Jahr beim Filmfestival in Venedig seine Premiere feierte, Publikumsliebling war und neun Preise erhielt. Seitdem erhielt das Drama etliche weitere Preise und wurde für vier Oscars, unter anderem als Bester Film, nominiert.

Philomena - Plakat

Philomena (Philomena, Großbritannien 2013)

Regie: Stephen Frears

Drehbuch: Steve Coogan, Jeff Pope

LV: Martin Sixsmith: The Lost Child of Philomena Lee, 2009 (Philomena – Eine Mutter sucht ihren Sohn)

mit Judi Dench, Steve Coogan, Sophie Kennedy Clark, Anna Maxwell Martin, Ruth McCabe, Kate Fleetwood, Peter Hermann, Mare Winningham, Michelle Fairley

Länge: 98 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

–

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Philomena“

Moviepilot über „Philomena“

Metacritic über „Philomena“

Rotten Tomatoes über „Philomena“

Wikipedia über „Philomena“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Stephen Frears „Lady Vegas“ (Lay the Favorite, USA/GB 2012)

–

Und noch einige Interviews

mit Philomena Lee und ihrer Tochter Jane

mit Stephen Frears (Regie) und Steve Coogan (Produktion, Drehbuch, Hauptrolle)


TV-Tipp für den 28. Februar: Teufel in Blau

Februar 28, 2014

ZDFneo, 22.00

Der Teufel in Blau (USA 1995, R.: Carl Franklin)

Drehbuch: Carl Franklin

LV: Walter Mosley: Devil in a blue dress, 1990 (Teufel in Blau)

Los Angeles, 1948: Amateurdetektiv Easy Rawlins soll Daphne finden. Aber Daphne hat es faustdick hinter den Ohren.

Franklins gelungene Verfilmung von Mosley Debütroman. „Teufel in Blau“ ist ein Film Noir, der seine Vorbilder aus der Schwarzen Serie immer deutlich zitiert und damit immer zum gut gemachten, aber auch langweiligem Ausstattungskino tendiert.

Mit Denzel Washington, Tom Sizemore, Jennifer Beals, Don Cheadle

Wiederholung: Samstag, 1. März, 01.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Teufel in Blau“

Wikipedia über „Teufel in Blau“ (deutsch, englisch)

Thrilling Detective über Easy Rawlins

Homepage von Walter Mosley

Meine Besprechung von Walter Mosleys Kurzroman „Archibald Lawless: Freier Anarchist“ in Ed McBains „Die hohe Kunst des Mordens“ (Transgressions, 2005)

–

Walter Mosleys neue Kriminalromane erscheinen inzwischen bei Suhrkamp.


Neu im Kino/Filmkritik: Trendy Optik, altes Getriebe: „Jack Ryan: Shadow Recruit“

Februar 27, 2014

In seiner neuesten Inkarnation sieht Jack Ryan nach Alec Baldwin, Harrison Ford und Ben Affleck wie Chris Pine aus und er ist auch wieder etwas verjüngt worden. Denn als Tom Clancy Jack Ryan erstmals 1984 in seinem Bestseller „Jagd auf Roter Oktober“ auftreten ließ, war er bereits ein gestandener Mittdreißiger. Danach ließ er ihn altern – und als Hollywood jetzt wieder einen Jack-Ryan-Film machen wollte, war klar, dass sich die Filmemacher einige Freiheiten von den Vorlagen nehmen. Was ja nicht unbedingt schlecht ist. Siehe James Bond, dessen Filmabenteuer schon seit Jahrzehnten nichts mehr mit den Geschichten von Ian Fleming zu tun haben.

Mit diesem etwas aus der Zeit gefallenem Helden hat Jack Ryan, ein Kind des Kalten Krieges, durchaus einige Gemeinsamkeiten. Jack Ryan ist zwar kein das Leben auf die leichte Schulter nehmender, sexuell höchst aktiver Jet-Setter. Er ist ein in einer festen Beziehung lebender Analyst, ein Zahlenfresser, ein biederer Beamter, der dann doch immer wieder in Trouble gerät. Auch weil er die Daten anders – was im Rahmen der Filmgeschichte „richtig“ heißt – als seine Vorgesetzten interpretiert und er dann doch auch mal einen Alleingang für sein Vaterland machen muss. Aber genau wie James Bond ist Jack Ryan ein braver Staatsdiener, der Geheimdienst funktioniert prächtig, die Technik funktioniert ebenso fehlerfrei und die Welt ist klar in Gut und Böse getrennt. Das hat dann, nachdem Jack Bauer und Jason Bourne, nicht mehr wussten, auf welcher Seite ihre Vorgesetzten stehen, doch etwas altmodisches. Denn in einem Jack-Bauer-Abenteuer wäre der Vorgesetzte ein Verräter. In einem Jack-Ryan-Film ist der Vorgesetzte kein Verräter, sondern die dem Helden helfende Hand, die dieser auch nötig hat.

In „Jack Ryan: Shadow Recruit“, das auf keinem Tom-Clancy-Roman, sondern auf dem Charakter basiert und als Beginn einer neuen Jack-Ryan-Serie geplant ist, erlebt Jack Ryan (Chris Pine) als Student in London die Anschläge auf das World Trade Center. Er geht zum Militär, wird scher verletzt, von CIA-Mann William Harper (Kevin Costner) rekrutiert und er beginnt, im Auftrag des CIA, undercover als Analyst an der Wall Street zu arbeiten. In der Gegenwart entdeckt er Unregelmäßigkeiten bei einem russischen Großkunden.

Harper schickt „Ich bin nur ein Analyst“-Jack-Ryan nach Moskau. Dort soll er die Konten überprüfen – und er gerät schnell in einen James-Bond-würdigen Schlamassel, der in seinem Hotelzimmer mit einem Mordanschlag auf ihn beginnt. Am Ende des Kampfes ist das Nobelhotelzimmer demoliert und eine Leiche liegt in der Badewanne. Innerhalb weniger Minuten werden von der sehr effektiven CIA-Renovierungstruppe die Schäden beseitigt und Jack Ryan darf Viktor Cherevin (Kenneth Branagh), dem Bösewicht, die Hand schütteln. Dieser will mit mehreren Anschlägen die Finanzmärkte so manipulieren, dass der US-Dollar wertlos wird.

„Jack Ryan: Shadow Recruit“ erfindet das Genre nicht neu. Aber Kenneth Branagh erzählt die Geschichte flott, konzentriert sich auf die Schauspieler, die Dialoge und altmodische Agentenspielereien, die als klassisches Spannungskino immer noch funktionieren. Die Action, wie die Schlägerei im Hotelzimmer und der Schlusskampf in New York, ist dagegen eher rar gesät und nicht so spannend wie Jack Ryans Einbruch in Cherevins Büro, während seine Freundin (Keira Knightley) Cherevin im Restaurant über mehrere Minuten ablenken soll.

Während Branagh stilistisch an die Gegenwart des Agententhrillers anschließt und auf eine angenehm altmodische Art ordentlich thrillt, sind gerade die Momente und die Ideologie, die aus dem Werk von Tom Clancy übernommen wurden, die Schwachpunkte des Films. Denn es wird die Mär von der guten und effizienten CIA verbreitet, einem funktionierendem, die Demokratie schützendem Apparat mit tapferen und ehrlichen Männer (und einigen gut aussehenden Frauen) und einer perfekt funktionierenden Technik. Nur die Politiker stören dabei ab und an. Und, wie im Kalten Krieg, sind die Amerikaner die Guten und die Russen die Bösen, in deren Reich sich seit Glasnost die Fassaden der Gebäude, aber nicht die inneren Strukturen des Landes änderten.

Aber schon der erste Jack-Ryan-Film „Jagd auf Roter Oktober“ war damals als ein mühsam auf Glasnost getrimmter Kalter-Kriegs-Thriller seltsam deplatziert in Kino.

Jack Ryan - Shadow Recruit - Hauptplakat

Jack Ryan: Shadow Recruit (Jack Ryan: Shadow Recruit, USA/Russland 2013)

Regie: Kenneth Branagh

Drehbuch: Adam Cozad, David Koepp

LV: Charakter von Tom Clancy

mit Chris Pine, Kevin Costner, Kenneth Branagh, Keira Knightley, Peter Andersson, David Paymer, Colm Feore, Lenn Kudrjawizki, Alec Utgoff

Länge: 106 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

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Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Jack Ryan: Shadow Recruit“

Moviepilot über „Jack Ryan: Shadow Recruit“

Metacritic über „Jack Ryan: Shadow Recruit“

Rotten Tomatoes über „Jack Ryan: Shadow Recruit“

Wikipedia über „Jack Ryan: Shadow Recruit“ (deutsch, englisch)

Homepage von Tom Clancy


TV-Tipp für den 27. Februar: Mary Poppins

Februar 27, 2014

 

Disney Channel, 20.15

Mary Poppins (USA 1964, Regie: Robert Stevenson)

Drehbuch: Bill Walsh, Don DaGradi

LV: P. L. Travers: Mary Poppins, 1934

Zur Einstimmung auf „Saving Mr. Banks“ (Kinostart: 6. März) sehen wir uns noch einmal den Disney-Musical-Klassiker über das Kindermädchen Mary Poppins, das in London etwas unorthodox auf zwei Bankierskinder aufpasst und ihnen singend eine magische Welt zeigt, an.

Der sehenswerte Disney-Film „Saving Mr. Banks“, mit Emma Thompson und Tom Hanks, ist das Making of zu „Mary Poppins“.

Mit Julie Andrews, Dick Van Dyke, David Tomlinson, Glynis Johns, Karen Dotrice, Matthew Garber

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Mary Poppins“

Wikipedia über „Mary Poppins“ (deutsch, englisch)


DVD-Kritik: „Schmutzige Kriege – Dirty Wars“ – das filmische Making of

Februar 26, 2014

 

Natürlich kann man in einem neunzigminütigem Film nicht alles zeigen, was in einem über siebenhundertseitigem Buch steht; – obwohl bei einer Romanverfilmung durch kluge Raffungen eigentlich alles übernommen werden kann. Bei einem Sachbuch ist das unmöglich. Deshalb erzählt der US-Journalist Jeremy Scahill in dem Film „Schmutzige Kriege – Dirty Wars“ eine andere Geschichte als in seinem Sachbuch „Schmutzige Kriege – Amerikas geheime Kommandoaktionen“. Das Sachbuch folgt chronologisch dem Weg Amerikas nach 9/11 in eine neue Form des Krieges.

Im Film zeichnet Scahill dagegen, mit ihm immer wieder prominent im Bild, seine Recherche zu dem Buch nach: also wie er 2010 in Afghanistan erstmals von den geheimen Einsätzen des Joint Special Operations Command (JSOC) hörte. Das JSOC ist eine kleine, dem US-Präsidenten unterstehende Spezialeinheit, die vor 9/11 ziemlich unwichtig war und auch danach offiziell eigentlich nichts tat. Dennoch war sie in einen Anschlag in der afghanischen Stadt Gardez im Februar 2010, bei dem unter anderem zwei schwangere Frauen und ein Polizeikommandant getötet wurden, verwickelt.

Bei seinen Recherchen stieß Scahill schnell auf viele weitere Einsätze der JSOC in vielen Ländern, die vor der Öffentlichkeit verborgen wurden. Erst mit der Tötung von Osama Bin Laden wurde das JSOC einer breiten Öffentlichkeit bekannt.

In der Dokumentation „Schmutzige Kriege – Dirty Wars“ werfen Jeremy Scahill und Regisseur Richard Rowley einen bedrückenden Blick auf Amerikas Krieg gegen seine Grundprinzipien. Und genau in diesem Aufzeigen der Dynamik, mit der der „war on terror“ zu einem sich selbst erhaltendem Krieg ohne Ende wurde, liegt der Verdienst dieser Dokumentation, die Richard Rowley in einer gewöhnungsbedürftigen Farbpalette und einer eher störenden Video-Kamera-Optik, für die es beim Sundance-Festival einen Preis gab, inszenierte.

Jeremy Scahill und Richard Rowley zeigen den Weg und auch die Strukturen auf, die dazu führten, dass Barack Obama den Krieg gegen den Terrorismus nicht beendete, sondern mit größerer Intensität als sein Vorgänger George Bush jr. fortführt. Unter Obama wurden gezielte Tötungen, auch mit Drohnen, zu einem wichtigen Teil der US-amerikanischen Außenpolitik. In der Logik dieses Krieges liegt, dass die Liste der Menschen, die ohne irgendeine Gerichtsverhandlung zum Abschuss freigegeben werden, ständig wächst, dass auch Menschen, die vielleicht irgendwann einmal Terroristen werden könnten (wie den sechzehnjährigen US-Bürger und Predigersohn Abdulrahman Awlaki, der zwei Wochen nach seinem Vater bei einem Drohnenangriff mit seinen Freunden und Cousins im Jemen getötet wurde) und Unschuldige, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren, ermordet werden.

Der für den Oscar in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ nominierte Film bleibt aufgrund seiner Machart, nämlich dem Verfolgen von Jeremy Scahill bei seinen Recherchen, notgedrungen etwas oberflächlich. Dennoch regt „Schmutzige Kriege – Dirty Wars“ zum Nachdenken an und weckt die Lust auf Scahills Buch.

Schmutzige Kriege - DVD-Cover - 4

Schmutzige Kriege – Dirty Wars (Dirty Wars, USA 2013)

Regie: Richard Rowley

Drehbuch: David Riker, Jeremy Scahill

mit Jeremy Scahill, Nasser Al Aulaqi, Saleha Al Aulaqi, Muqbal Al Kazemi

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DVD

Koch Media

Bild: 1.85:1 (16:9)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: –

Länge: 83 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

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Das Buch zum Film

Scahill - Schmutzige Kriege - 4

Jeremy Scahill: Schmutzige Kriege – Amerikas geheime Kommandoaktionen

(übersetzt von Maria Zybak, Gabriele Gockel, Sonja Schuhmacher und Bernhard Jendricke, Kollektiv Druck-Reif)

Verlag Antje Kunstmann, 2013

720 Seiten

29,95 Euro

(vom Autor autorisierte, gekürzte Fassung)

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Originalausgabe

Dirty Wars – The World is a Battlefield

Nation Books, 2013

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Hinweise

Twitter-Account von Jeremy Scahill

Homepage zum Buch und Film

Perlentaucher über Jeremy Scahills “Schmutzige Kriege”

Rotten Tomatoes über “Dirty Wars”

Wikipedia über Jeremy Scahill

Mein Hinweis auf Jeremy Scahills Lesereise (mit vielen Interviews)


Jason Starr erzählt „Wolverine: Der Beschützer“

Februar 26, 2014

Starr - Wolverine MAX Der Beschützer

Seit einigen Jahren schreibt Noir-Autor Jason Starr, dessen Romane bei Diogenes erscheinen und dessen umwerfend komische Zusammenarbeit mit Ken Bruen bei Rotbuch erschien, auch Comics. Unter anderem eine inzwischen auf fünfzehn Hefte angewachsene „Wolverine MAX“-Serie.

Mit „Der Beschützer“ liegt jetzt der zweite Sammelband dieser „Wolverine MAX“-Serie vor, der die weitgehend voneinander unabhängigen Geschichten „Der Beschützer“ und „Die lange Straße“ enthält.

In „Der Beschützer“ ist Logan, nachdem er in Japan alles verlor, in Los Angeles angekommen. Sein Gedächtnis hat er zwar immer noch nicht gefunden, aber dafür einen Hund, den er „Hund“ nennt. Gegenüber einer Strandschönheit erklärt er den Namen seines vierbeinigen Begleiters lakonisch mit: „Ich mag’s gern einfach.“

Einfach, aber etwas seltsam, ist dann auch ihr Auftrag. Er soll sie durch die Stadt fahren. Sie nennt sich Candance ‚Candy‘ Cassidy, was eine Lüge ist, und sie hat Ärger mit einem Pornofilmproduzenten. Logan fährt seine Krallen aus und mischt sich als Wolverine höchst blutig ein.

In „Die lange Straße“ ist er dann, nachdem er in seinem Schrottauto einen Zettel fand, der ihm in Las Vegas eine Antwort auf seine Fragen versprach, auf den Weg in die Glücksspielstadt. Auf dem Weg trifft er einen Mann, der ihn von früher kennt.

In dem bekannten „Wolverine“-Serienkorsett ist kein Platz für den typischen Jason-Starr-Protagonisten. Immerhin ist Wolverine ein ständig stinkiger, unsterblicher Mann mit einem überaus gutem Sensorium für Gefahren. Der normale Jason-Starr-Protagonist ist ein an seinen Ambitionen scheiternder Mann, der sich oft mit schlecht bezahlten Jobs, die unter seinem intellektuellem Niveau liegen, durchschlägt. Das ist dann doch zu Noir für eine „Wolverine“-Geschichte. Und das furiose, schwarzhumorige Rondell des Scheiterns, das Starr, zusammen mit Ken Bruen, in den drei Max-und-Angela-Geschichten abbrannte, passt auch nicht in den „Wolverine“-Kosmos.

Dennoch sind diese beiden „Wolverine“-Geschichten ziemlich düster geraten. Immerhin stolpert hier ein Mann ohne Gedächtnis durch eine Welt, die er nicht wirklich begreift. Einmal als Bodyguard, der getötet werden soll. Einmal als Reisender, der Menschen begegnet, die etwas von ihm wollen. Und anscheinend wissen alle mehr über ihn, als er über sich selbst. Auch das ist ziemlich noir – und nicht ohne eine gehörige Portion absurden Humor.

Dennoch ist „Der Beschützer“ eher etwas für die „Wolverine“- als für die Jason-Starr-Fans.

Oh, und wie ein Blick auf seine Homepage verrät: einige Verfilmungen sind auf einem sehr guten Weg. Ich bin gespannt.

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Jason Starr (Autor)/Felix Ruiz (Zeichner)/Roland Boschi (Zeichner): Wolverine MAX: Der Beschützer (Maximum 56)

(übersetzt von Michael Strittmatter)

Panini, 2014

116 Seiten

14,99 Euro

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Originalausgabe

Wolverine MAX – Volume 2

Marvel, 2013

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enthält

The Protector (Wolverine MAX 6 – 8)

Long Road (Wolverine MAX 9 – 10)

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Hinweise

Homepage von Jason Starr (sogar mit einigen Worten an seine deutschen Leser)

Meine Besprechung von Ken Bruen/Jason Starrs „Flop“ (Bust, 2006)

Meine Besprechung von Ken Bruen/Jason Starrs „Crack“ (Slide, 2007)

Meine Besprechung von Ken Bruen/Jason Starrs „Attica“ (The MAX, 2008)

Meine Besprechung von Jason Starrs „Brooklyn Brothers“ (Lights Out, 2006)

Meine Besprechung von Jason Starrs „Stalking“ (The Follower, 2007)

Meine Besprechung von Jason Starrs „Panik“ (Panic Attack, 2009)

Jason Starr in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 26. Februar: Hitlers Madonna und die Retter der Raubkunst

Februar 26, 2014

 

Arte, 21.35

Hitlers Madonna und die Retter der Raubkunst (Deutschland/Österreich 2014, Regie: Petra Dorrmann)

Drehbuch: Petra Dorrmann

Gut einstündige Doku über die wahren Hintergründe der Rettung der von Hitler geraubten und in der Salzmine in Altaussee versteckten Kunstwerke. In George Clooneys „Monuments Men“ wird ja die Hollywood-Version der Rettung erzählt.

Wiederholung: Sonntag, 16. März, 15.55 Uhr

Hinweise

Arte über die Doku

Meine Besprechung von George Cloones „Monuments Men“ (The Monuments Men, USA/Deutschland 2013)


Cover der Woche

Februar 25, 2014

Cain - Null auf Hundert - Ullstein 1996


TV-Tipp für den 25. Februar: Versenktes Gift

Februar 25, 2014

 

Arte, 20.15

Versenktes Gift (Frankreich 2013, R.: Nicolas Koutsikas, Eric Nadler, Bob Cohen)

Drehbuch: Nicolas Koutsikas, Eric Nadler, Bob Cohen

Spielfilmlange Doku über Chemiewaffen, die in den vergangenen hundert Jahren von Militärs im Meer versenkt wurden, ohne darüber nachzudenken, was passiert, wenn die tödlichen Gifte ins Meer gelangen.

Wiederholung: Donnerstag, 6. März, 09.00 Uhr

Hinweis

Arte über die Doku


Wieder erhältlich: James Sallis: Nachtfalter

Februar 24, 2014

 

Sallis - Nachtfalter - DuMont 2014 - 2

Erst seit der grandiosen Verfilmung von „Driver“ (Drive, 2005) ist James Sallis auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Unter Krimifans hatte er davor schon einen guten Namen, allerdings auch einen überschaubaren Fankreis. Denn James Sallis schreibt kein Bestsellerfutter und auch keine gewöhnlichen Kriminalromane, in denen tapfere Ermittler böse Mörder jagen. Er benutzt das Genre um, wie in eine dehnbare Vase, seine Inhalte einzufüllen. Er will die Genreregeln dehnen, ohne sie zu brechen.

Dieses literarische Programm verfolgt er schon seit seinem ersten Roman „Stiller Zorn“/“Die langbeinige Fliege“ (The long legged fly, 1992), der auch der Auftakt seiner sechsbändigen, in New Orleans spielenden Lew-Griffin-Serie ist. Sein zweiter Griffin-Roman „Nachtfalter“, der jetzt wieder veröffentlicht wurde, war für den Shamus als bester Privatdetektivroman nominiert. Lawrence Block gewann ihn mit seinem Matthew-Scudder-Roman „Der Teufel weiß alles“ (The Devil knows you’re Dead; – Ahem, noch ein Lesebefehl!).

In „Nachtfalter“ sucht der Ex-Privatdetektiv und Schriftsteller Lew Griffin nach dem Tod seiner Freundin LaVerne deren spurlos verschwundene Tochter Alouette in den Straßen von New Orleans – und, wie immer bei Sallis, steht bei ihm nicht der Fall im Mittelpunkt. Aber während das bei anderen Autoren ein Knock-Out-Kriterium ist, ist es bei Sallis der Grund, den Roman zu lesen.

Wer also einen Roman lesen will, der wirklich das Etikett „Literarischer Kriminalroman“ verdient hat, sollte unbedingt zugreifen.

Und vielleicht werden jetzt auch die weiteren Griffin-Romane übersetzt.

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James Sallis: Nachtfalter

(übersetzt von Georg Schmidt)

DuMont, 2014

256 Seiten

8,99 Euro

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Deutsche Erstausgabe 2000 als Band 20 der „DuMont Noir“-Reihe.

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Originalausgabe

Moth

Carrol & Graf, New York, 1993

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Hinweise

Homepage von James Sallis

Eindrücke vom Berlin-Besuch von James Sallis

Meine ‘Besprechung’ von James Sallis’ „Deine Augen hat der Tod“ (Death will have your eyes, 1997)

Meine Besprechung von James Sallis’ „Driver“ (Drive, 2005)

Meine Besprechung von James Sallis’ „Dunkle Schuld“ (Cypress Groove, 2003)

Meine Besprechung von James Sallis’ „Dunkle Vergangenheit“ (Cripple Creek, 2006)

Meine Besprechung von James Sallis’ “Dunkles Verhängnis” (Salt River, 2007)

Meine Besprechung von James Sallis’ “Der Killer stirbt” (The Killer is dying, 2011)

Meine Besprechung von James Sallis’ „Driver 2“ (Driven, 2012)

Meine Besprechung der James-Sallis-Verfilmung “Drive” (Drive, USA 2011)

Meine Besprechung von James Sallis‘ „Stiller Zorn“ (The long legged fly, 1992)

James Sallis in der Kriminalakte (natürlich mit vielen weiterführenden Links und Videos)

Thrilling Detective über Lew Griffin


Wer hat das „47 Ronin“-Fanpaket gewonnen?

Februar 24, 2014

 

Vinge - 47 Ronin

Die Verlosung ist rum, die Glücksfee fühlte sich durch die Einsendungen und

Christian B. aus Hannover

ist der glückliche Gewinner.

Die anderen müssen sich das Buch beim Buchhändler ihres Vertrauens kaufen.

Keanu-Reeves-Fan dürfen sich auf „Man of Tai Chi“ mit Tiger Chen in der kämpfenden Hauptrolle freuen. Reeves‘ Regiedebüt mit ihm als bösen Bösewicht startet am 13. März und die Kämpfe sind ziemlich atemberaubend. Die Story ist sogar für Hongkong-Actionfilm-Verhältnisse mau.

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Joan D. Vinge: 47 Ronin

(nach dem Drehbuch von Chris Morgan und Hossein Amini, Filmgeschichte von Chris Morgan und Walter Hamada)

(übersetzt von Susanne Döpke, Susanne Picard und Helga Parmiter)

Cross Cult, 2014

512 Seiten

14,80 Euro

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Originalausgabe

47 Ronin

Tor, 2013

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Hinweise

Deutsche Facebook-Seite zum Film

Film-Zeit über „47 Ronin“

Moviepilot über „47 Ronin“

Metacritic über „47 Ronin“

Rotten Tomatoes über „47 Ronin“

Wikipedia über „47 Ronin“ (deutsch, englisch) und Joan D. Vinge (deutsch, englisch)

Homepage von Joan D. Vinge


TV-Tipp für den 24. Februar: Johnny zieht in den Krieg

Februar 24, 2014

Arte, 22.25

Johnny zieht in den Krieg (USA 1971, R.: Dalton Trumbo)

Drehbuch: Dalton Trumbo, Luis Buñuel (ungenannt)

LV: Dalton Trumbo: Johnny got his gun, 1939 (Süß und ehrenvoll; Johnny zieht in den Krieg)

Im Ersten Weltkrieg wird der junge Johnny schwer verletzt. Ohne Arme und Beine, blind, taub und stumm wird er im Krankenhaus zum Versuchtstier von Ärzten und Johnny versucht sein Leiden zu begreifen.

Sehr selten gezeigter Antikriegsklassiker, der damals bei der europäischen Kritik (unter anderem Spezialpreis der Jury und Großer Preis der Kritik in Cannes) gut ankam. In den USA nicht so. .

mit Timothy Bottoms, Kathy Fields, Marsha Hunt, Jason Robards, Donald Sutherland

Wiederholung: Donnerstag, 6. März, 01.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über „Johnny zieht in den Krieg“ (deutsch, englisch)

Rotten Tomatoes über „Johnny zieht in den Krieg“

Arte über “Johnny zieht in den Krieg”

Kirjasto über Dalton Trumbo