Der Adler ist gelandet(The Eagle has landed, Großbritannien 1976)
Regie: John Sturges
Drehbuch: Tom Mankiewicz
LV: Jack Higgins: The Eagle has landed, 1975 (Der Adler ist gelandet)
1943: während des Zweiten Weltkriegs soll eine von Oberst Kurt Steiner (Michael Caine) geführte Einheit Fallschirmjäger in England in einem englischen Küstenort Premierminister Winston Churchill entführen. Das schwierige Unternehmen gestaltet sich, zu unserem Vergnügen als Zuschauer, schwieriger als erwartet.
Top besetzter, spannender Abenteuerfilm, in dem der Krieg zum Spielplatz für echte Männer mutiert.
„Der Adler ist gelandet“ ist der letzte Spielfilm von John Sturges, dem Regisseur von „Stadt in Angst“ (Bad Day at Black Rock, 1955), „Zwei rechnen ab“ (Gunfight at the O.K. Corral, 1957), „Der alte Mann und das Meer“ (The Old Man and the Sea, 1958), „Der letzte Zug von Gun Hill“ (Last Train from Gun Hill. 1959) und selbstverständlich die Klassiker „Die glorreichen Sieben“ (The Magnificent Seven, 1960) und „Gesprengte Ketten“ (The Great Escape, 1963).
Anschließend, um 22.20 Uhr, zeigt Arte die 55-minütige Doku „Sir Michael Caine – Vom Arbeiterkind zum Hollywoodstar“ (Deutschland 2021).
mit Michael Caine, Donald Sutherland, Robert Duvall, Jenny Agutter, Donald Pleasence, Anthony Quayle, Jean Marsh, Sven-Bertil Taube, Judy Geeson, Siegfried Rauch, Treat Williams, Larry Hagman
Das Piano (The Piano, Australien/Neuseeland/Frankreich 1993)
Regie: Jane Campion
Drehbuch: Jane Campion
Um 1850 herum wird die stumme Ada nach Neuseeland zwangsverheiratet. Ihr ihr vollkommen unbekannter Ehemann, der Plantagenbesitzer Stewart, nimmt sie und Adas neunjährige Tochter Flora auf. Adas heißgeliebtes Piano lässt er als unnötigen Ballast am Strand zurück. Stewarts Nachbar Baines holt das Piano in sein Haus. Er bietet Ada eine Möglichkeit an, wie sie wieder an ihr Piano kommen könnte.
Jane Campions Durchbruch beim globalen Kinopublikum und immer noch ihr bekanntester Film.
mit Holly Hunter, Harvey Keitel, Sam Neill, Anna Paquin, Kerry Walker
Oli „Beule“ Schröder (Janek Rieke) betreibt in Norddeutschland eine schlecht gehende Bootswerkstatt. Deshalb heuert er immer wieder für fünf Monate auf einem Schiff an. Insgesamt ist er etwas überfordert von den alltäglichen Problemen, seiner schwangeren Frau, die durch die Schwangerschaft ein ganz anderer Mensch wird, die ihn darüber hinweg tröstende Tankstellenwärterin, die plötzlich Besitzansprüche erhebt, und seine Kumpels, die ihn immer wieder verprügeln. Beule lässt dann seinen Frust an Zigarettenautomaten und Mülltonnen aus.
Zuerst einmal muss ich den Hut ziehen vor dem Engagment von Janek Rieke, der hier die Hauptrolle übernahm, Regie führte, das Drehbuch schrieb und auch produzierte. Nachdem das Projekt von allen Förderinstitutionen abgelehnt wurde, kratzten er und die anderen Produzenten alles Geld zusammen und machten den Film ohne Fördergelder und ohne einen Verleih. Gedreht wurde vom 16. Januar bis zum 12. Februar 2019. Die Premiere war am 2. Oktober 2022 auf dem Filmfest Hamburg. Und jetzt läuft er im Kino. Das ist eine beachtliche Leistung.
Der Film selbst ist dann weniger beachtlich. Es ist, soweit erkenn- und nachvollziehbar, eine chaotische, nie überzeugende Geschichte von Liebe und Freundschaft. Die Figuren sind, bei allen gewollten Überzeichnungen, in sich nicht stimmig. Die sich aus ihren Begegnungen entwickelnde Geschichte bleibt, immer mit der nächsten Pointe im Blick, beliebig. Es werden halt vor allem Sketche aneinandergereiht und, wenn man nicht mehr weiter weiß, wird Gewalt angewendet gegen Sachen und Menschen. Der Humor tendiert, ohne ein bestimmtes Ziel, durchgängig zu grobem Klamauk und übertriebener Farce.
Janek Rieke ist vor allem als Schauspieler bekannt. Von 2010 bis 2015 spielte er in der Kirmiserie „Der Kriminalist“ in 42 Folgen Kommissar Max Winter. In „Herr Lehmann“, „Die weiße Massai“, „Jerry Cotton“ und „Einmal Hans mit scharfer Soße“ spielte er mit. „Beule – Zerlegt die Welt“ ist sein zweiter Spielfilm als Regisseur. Sein Regiedebüt war 1997 die Beziehungskomödie „Hartetest“, ebenfalls nach seinem Drehbuch und mit ihm in der Hauptrolle.
Beule – Zerlegt die Welt(Deutschland 2022)
Regie: Janek Rieke
Drehbuch: Janek Rieke
mit Janek Rieke, Julia Hartmann, Max Giermann, Nilam Farooq, Freya Tampert, Hans Löw, Gerdy Zint
Es gibt sie noch: Gauchos. Nicht nur im Film, sondern auch in der Realität und nicht als Touristenattraktion. Die von Michael Dweck und Gregory Kershaw in ihrem wundervollem Dokumentarfilm „Gaucho Gaucho“ porträtierten Gauchos leben und arbeiten wie ihre Vorfahren.
Sie sind Cowboys, die in einigen Ländern in Südamerika Vieh hüten und ein traditionelles Leben zelebrieren. Freiheit ist ihnen wichtiger als Besitz.
Dweck und Kershaw beobachteten für ihren Film über mehrere Jahre einige Gauchos, die in der Region Salta im Nordwesten Argentiniens leben. Es ist eine karge und menschenleere Landschaft. Die Gauchos leben dort ein von der Moderne weitgehend unberührtes Leben. Wenn man nicht wüsste, dass das Regieduo mit der Recherche für diesen Film erst Anfang 2021 begann und die Bilder entsprechend später aufgenommen hat, könnte man glauben, sie seien vor mindestens fünfzig Jahren aufgenommen oder für einen klassischen SW-Western inszeniert worden.
„Gaucho Gaucho“ ist kein traditioneller Dokumentarfilm, sondern mehr ein beobachtendes Stimmungsstück. Dweck und Kershaw beobachten in wunderschönen, oft überhöhten SW-Bildern die Gauchos bei ihrer Arbeit, inszenieren sie, wenn sie durch die Landschaft reiten, als mythische Figuren und lassen sie von ihrem Leben und ihren Traditionen erzählen. Das Regieduo dokumentiert in betörend schönen Bildern eine untergehende Lebensweise. Dass eine der Protagonisten, die 17-jährige Guada, unbedingt eine Gaucha werden will, ändert daran nichts.
Wegen der Bilder sollte der Film unbedingt auf der größtmöglichen Leinwand gesehen werden.
Official Secrets (Official Secrets, Großbritannien/USA 2019)
Regie: Gavin Hood
Drehbuch: Gregory Bernstein, Sara Bernstein, Gavin Hood
LV: Marcia Mitchell, Thomas Mitchell: The Spy who tried to stop a War: Katharine Gun and the secret plot to sanction the Iraq Invasion, 2008
Spannender, auf wahren Begebenheiten beruhenden Polit-Thriller: Katharine Gun, Übersetzerin beim britischen Nachrichtendienst GCHQ, wird 2003 von ihrem Arbeitgeber angeklagt, gegen den Official Secrets Act verstoßen zu haben. Sie gab, über Umwege, eine Mail des US-amerikanischen Geheimdienstes weiter, in der sie aufgefordert werden, fünf Mitgliedstaaten des UN-Sicherheitsrats auszuspionieren. Die Staaten sollen erpresst werden, der US-Invasion in den Irak zuzustimmen.
Nein, die Überschrift ist kein Spoiler, sondern die Prämisse des Films: in einer dystopischen USA müssen jedes Jahr fünfzig, zufällig ausgeloste Jungen ihren Bundesstaat bei einem Marsch vertreten. Der Marsch endet, wenn nur noch einer lebt.
Stephen King schrieb die Geschichte bereits 1966/67. Damals war er Freshman an der Universität. Er veröffentlichte sie 1979 als Richard Bachman. Francis Lawrence, der Regisseur von vier (von fünf) „Die Tribute von Panem“-Filmen verfilmte den düsteren Roman über ein gnadenloses Auswahlverfahren als überraschend düsteren Film und ohne offensichtliche Aktualisierungen. Es ist unklar, wann der Film spielt. Nichts weißt auf die Gegenwart oder die nahe Zukunft hin. Alles sieht so aus, wie es schon zur Entstehungszeit des Romans aussah. Über die Gesellschaft, die den alljährlichen Todesmarsch gutheißt, erfahren wir auch nichts.
Vertreten wird das Regime durch den Major (Mark Hamill). Er erfand den Todesmarsch. Jetzt hält er gegenüber den Jungen während des Marsches immer wieder kernig-salbungsvolle Reden, die direkt aus dem Redenplatitütdenbuch für Offiziere stammen könnten und mit denen junge Männer in den Tod geschickt werden. King und Lawrence legen sich allerdings nicht auf eine Interpretation fest. Sie konzentrieren sich auf die den Wettbewerb, der letztendlich nur fünfzig Tote kennt.
Die Geschichte ist, ausgehend von der Prämisse und der anfänglichen Vorstellung der Todeskandidaten, absolut vorhersehbar. Überraschend ist nicht, wer überlebt (und einen Akt sinnlosen Widerstands leistet), sondern höchstens wer wann einen sinnlosen, aber den Regeln gehorchenden Tod stirbt. Die Regeln sind denkbar einfach: wer zu langsam geht, wird verwarnt. Wer dreimal verwarnt wurde, scheidet aus.
Trotzdem ist der erste Tod ein Schock. Als einer der Teilnehmer zu langsam geht, erhält er schnell hintereinander drei Verwarnungen und wird von einem gesichtslosen Soldaten, entsprechend den Regeln, erschossen. Ab dem Moment ist klar, dass Francis Lawrence nichts beschönigen oder heroisieren wird. Wer zu langsam geht, wird erschossen. Warum er zu langsam geht, ist egal. Die Notdurft wird während des Gehens verrichtet. Wunden, Krämpfe und Blasen werden ignoriert. Geschlafen wird bestenfalls im Gehen.
Beim Gehen unterhalten sich die Teilnehmer über ihr Leben und ihre Wünsche. In diesen Momenten werden sie zu Individuen. Sie kommen sich auch näher – und wissen, dass dies nur eine Freundschaft für wenige Stunden ist.
Die Landschaft durch die sie dabei marschieren ist das US-amerikanische Hinterland mit Feldern so weit das Auge reicht. Am Straßenrand stehen manchmal abrissreife Bretterbuden und ausgeschlachtete Schrottautos. Es ist ein menschenleerer Landstrich, der den Abstieg hinter sich hat. Auch das Wetter passt sich der allgemeinen Trostlosigkeit an.
Hoffnungsloser war schon seit Ewigkeiten kein Hollywood-Mainstreamfilm mehr. „The long walk – Todesmarsch“ hat keine tröstliche Botschaft, keinen Ausweg und auch keine glänzende Oberfläche, die einen über die nihilistische Botschaft hinwegsehen lassen könnte. War in den „Die Tribute von Panem“-Dystopien der tödliche Wettbewerb noch ein vor großer Kulisse inszeniertes Spektakel, ist in „The long Walk“ der Tod nicht mehr als eine Blutlache auf einer einsamen Landstraße.
Francis Lawrence zeigt in seinem neuesten, strikt chronologisch gedrehtem Drama nur fünfzig junge Männer, die durch eine langweilige Landschaft marschieren und sterben. Das ist nicht schön oder heroisch, aber absolut sehenswert.
The long Walk – Todesmarsch(The long Walk, USA 2025)
Regie: Francis Lawrence
Drehbuch: JT Mollner
LV: Richard Bachman (Pseudonym von Stephen King): The long Walk, 1979 (Todesmarsch)
mit Cooper Hoffman, David Jonsson, Garrett Wareing, Tut Nvuot, Charlie Plummer, Ben Wang, Roman Griffin Davis, Jordan Gonzalez, Joshua Odjick, Josh Hamilton, Judy Greer, Mark Hamill
Ein Noir aus dem Hause Coen. Mit einer Privatdetektivin als Heldin und bewusst die Hardboiled-Privatdetektiv-Tradition zitierend. Was kann da schon schiefgehen?
Nun, beginnen wir erst einmal mit einigen notwendigen Informationen. „Honey don’t!“ ist kein Film der Coen-Brüder, sondern der zweite Film der von Ethan Coen zusammen mit seiner Frau Tricia Cook geplanten lesbischen B-Movie-Trilogie. Sie lassen sich von alten Pulp-Geschichten und auch den Klassikern des Genres inspirieren und erzählen sie aus lesbischer Perspektive nach. Margaret Qualley übernahm wieder die Hauptrolle. Die vielversprechende Idee wurde schon in „Drive-Away Dolls“, dem ersten Film der Trilogie, schlecht umgesetzt. „Honey don’t!“ ist nicht besser, sondern sogar schlechter.
Es geht um die in Kalifornien in Bakersfield arbeitende offen lesbische Privatdetektivin Honey O’Donahue (Margaret Qualley), die mehr über den Tod eines Paares herausfinden will, das offensichtlich ermordet in einem verunglückten Auto gefunden wurde. Die Toten haben etwas mit einer geheimnisvollen, offensichtlich aus Europa kommenden Frau und dem öligen Reverend Drew Devlin (Chris Evans) zu tun. Devlin ist das Oberhaupt des zur Pfingstbewegung gehörenden „Four-Way Temple“. Diese Gemeinschaft ist keine traditionelle Glaubensgemeinschaft, sondern ein ihm auch sexuell höriger Kult und die Tarnung für verschiedene verbrecherische Aktivitäten. Neben dem den Film beginenden Autounfall, bei dem zwei Menschen starben, muss O’Donahue sich mit weiteren Fällen, teils beruflicher, teils privater Natur, herumschlagen. Außerdem beginnt sie eine Affäre mit Police Officer MG Falcone (Aubrey Plaza).
Viel mehr kann über die Story nicht verraten werden, weil sie ziemlich schnell in einer Unmenge nicht zusammenhängender Plots und Szenen zerfleddert. Die Ausgangsfrage wird schnell ignoriert. Ähnlich ergeht es den später begonnenen Plots. Das Ende ist die Conclusio eines vorher nicht erkennbaren Plots. Dazwischen gibt es slapstickhaft übertrieben blutige und auch mal tödliche Gewalt, viel Sex mit für eine US-Produktion erstaunlich viel nackter Haut und Witze, die nicht witzig sind.
Der größte Witz ist dabei, dass in „Honey don’t!“ die Rolle des hartgesottenen Privatdetektiv, die früher beispielsweise von Humphrey Bogart gespielt wurde, dieses Mal von einer Frau gespielt wird und dass diese Frau sexuell äußerst rege ist, jede Frau anbaggert und mit ihr Sex hat. Sie steht damit ihren männlichen Vorbildern in nichts nach. Allerdings kann sie Sätze sagen, die ein Mann in der gleichen Situation heute nicht mehr sagen kann; – falls er sie überhaupt jemals sagen konnte. Sie kann durch die Polizeistation gehen und lautstark verkünden: „I like girls!“.
Dass O’Donahue eine offen bekennende Lesbe ist, wäre vielleicht vor vierzig Jahren, als „Remington Steele“ im TV lief und Sara Paretsky und Sue Grafton den lesenden Krimifans ihre weiblichen Privatdetektive vorstellten, neu gewesen. Heute ist diese Idee nicht mehr neu oder provozierend. Schließlich gab es schon 2019 die ABC-TV-Serie „Stumptown“, in der die offen bisexuelle Privatdetektivin Dex Parios in Portland, Oregon, ihre Fälle löste. Greg Rucka erfand sie 2009 als Comicfigur.
Die von Coen und Cooke erfundene ‚Geschichte‘ erschöpft sich in einer beliebigen Aneinanderreihung von aus der Zeit gefallenen Klischees, garniert mit, als neuer Zutat, lesbischem Sex. Dabei demonstrieren Ethan Coen und Tricia Cooke ständig ihr Noir-Wissen, ohne es produktiv einzusetzten. Dass sie es können – Tricia Cooke arbeitet seit „Miller’s Crossing“ mit den Coens zusammen und ist seit 1993 mit Ethan verheiratet – bewiesen sie unter anderem in „Blood Simple“ (1984), „Raising Arizona“ (1987), „Miller’s Crossing“ (1990), „Barton Fink“ (1991), „Fargo“ (1996), „The Man Who Wasn’t There“ (2001) und „No Country for Old Men“ (2007).
Angesichts dieser Filmographie ist „Honey don’t!“ erschreckend misslungen. An dem langweiligem Debakel ändern auch eine gelungene Titelsequenz (einige halten sie für den besten Teil des Films), etliche für sich betrachtet durchaus gelungene Szenen, damit verbundene Zitate und Anspielungen, und die stilbewusste Ausstattung nichts.
Ethan Coens zweiter Solo-Spielfilm ist eine vollkommen verunglückte Noir-Pastiche, die schnell ihren Plot zugunsten einer weitgehend vollkommen beliebigen Zusammenstellung von Irgendetwas-mit-Kriminalfilm-Szenen aus dem Auge verliert und die nichts von der erzählerischen Meisterschaft der Filme der Coen-Brüder hat. Diese lesbische B-Moive-Noir-Komödie demonstriert nachdrücklich, wie wichtig die Zusammenarbeit von Joel und Ethan Coen für das gelingen ihrer Filme war.
Nach „Honey don’t!“ kann man nur hoffen, dass die beiden Brüder schnell wieder zusammen arbeiten. Auch wenn es davor noch den dritten und abschließenden Teil dieser B-Movie-Trilogie geben wird.
Honey don’t!(Honey don’t!, USA 2025)
Regie: Ethan Coen
Drehbuch: Ethan Coen, Tricia Cooke
mit Margaret Qualley, Aubrey Plaza, Chris Evans, Charlie Day, Kristen Connolly, Billy Eichner, Gabby Beans, Talia Ryder, Jacnier, Don Swayze, Josh Pafchek, Lena Hall, Lera Abova, Kale Browne
White Sands – Der große Deal (White Sands, USA 1991)
Regie: Roger Donaldson
Drehbuch: Daniel Pyne
New Mexico: in der Wüste werden eine Leiche und, neben ihr, ein Koffer voller Geld entdeckt. Sheriff Ray Donezal (Willem Dafoe) will den Fall aufklären. Er nimmt die Identität des Toten an.
Zutreffend, aber die Top-Besetzung verschweigend, urteilte der Fischer Film Almanach zum Kinostart: „Ein wirrer Plot als Vorwand für vertraute Actionspielchen.“
mit Willem Dafoe, Mickey Rourke, Mary Elizabeth Mastrantonio, Samuel L. Jackson, M. Emmet Walsh, Mimi Rogers, James Rebhorn, Maura Tierney, Beth Grant
Der Krieg des Charlie Wilson (Charlie Wilson’s War, USA 2007)
Regie: Michael Nichols
Drehbuch: Aaron Sorkin
LV: George Crile: Charlie Wilson’s War: The Extraordinary Story of the Largest Covert Operation in History, 2003 (Der Krieg des Charlie Wilson)
Auf Tatsachen basierende, von der Kritik abgefeierte und für viele Preise nominierte Polit-Komödie über den liberal-demokratischen Kongressabgeordneten Charlie Wilson, der in den Achtzigern half den afghanischen Widerstand gegen die Sowjets finanziell und mit Waffen zu unterstützten.
Die Folgen – nun, heute kennen wir die weitere Geschichte von Afghanistan, den Taliban und von Al-Qaida.
Mit Tom Hanks, Julia Roberts, Philip Seymour Hoffmann, Amy Adams, Ned Beatty, Emily Blunt, Michael Spellman
Nach dem Auswärtsspiel einer College-Basketballmannschaft verschwindet eine der Spielerinnen. Und V. I. Warshawski, die die Mannschaft aus ihrem heimischen Chicago ins ländliche Kansas begleitete, hat ihren nächsten Fall. In Lawrence, Kansas, soll sie Sabrina Granev suchen. Überraschend schnell findet sie sie in einem einsam gelegenem Haus, das schon seit längeren der Ort für Drogenpartys ist.
Als Vic am nächsten Tag das Haus wieder betritt, findet sie im Keller die Leiche von Clarina Coffin – und schon ist sie mitten im Schlamassel. Denn die örtliche Polizei und ein FBI-Agent haben nichts besseres zu tun, als sie zur Verdächtigen an dem Leid der beiden Frauen zu machen.
Also nimmt Vic den Kampf gegen die Polizei, das FBI und die gut vernetzten örtlichen Verbrecher und Honoratioren auf. Sie glaubt, dass Coffin ermordet wurde. Ob das Motiv für den Mord an der alle nervenden Hobbyhistorikerin mit unklarer Vergangenheit in der Vergangenheit oder in der Gegenwart liegt, ist unklar. Also ob Coffin bei ihren Forschungen über die Zeit des Bürgerkriegs über etwas stolperte, das heute noch ein Grund für einen Mord sein könnte, oder ob sie vor jemand flüchtete und in Lancaster unter falschem Namen untertauchte oder ob es bei einem geplanten Bauprojekt mit einem verdächtig hohem geplanten Energiebedarf unsauber zugeht, weiß Vic in dem Moment noch nicht.
Aber Fans von Vic Warshawski wissen, dass sie, wie Jack Reacher, in dem Provinzort für Unruhe und die gerechte Bestrafung einiger Bösewichter sorgen wird.
„Wunder Punkt“ ist der 22. Warshawski-Kriminalroman und es ist ein typischer Warshawski-Hardboiled-Privatdetektivroman. Nur dass Vic dieses Mal, nachdem ihr vorheriger Fall in einer Katastrophe endete, an ihren Fähgikeiten als Ermittlerin zweifelt. Sie findet zwar sehr schnell die spurlos verschwundene Spielerin und, kurz darauf, eine Ermordete. Die Suche nach dem Mörder und den Hintergründen gestaltet sich dann als ein zähes Stochern im Nebel. Es gibt viele mehr oder weniger vielversprechende Ermittlungsansätze und Verdachtsmomente, aber keine wirklich heiße Spur.
Durch Vics Herumfragen und Herumstolpern auf verschiedenen Privatgrundstücken werden die durchgehend diffus bleibenden Bösewichter nervös und sie wollen Vic aus dem Weg schaffen. Auch die anderen Figuren bleiben weitgehend blass. Vic verfolgt viele Spuren, aber bis wenige Seiten vor dem Ende ist weigehend unklar, wer Coffin warum ermordete.
Das macht „Wunder Punkt“ zu einem schwächeren Warshawski-Fall.
Ihren ersten Auftritt hatte Vic Warshawski 1982 in „Indemnity Only“ (Schadenersatz).
Paretsyks Romane stehen in der Hardboiled-Tradition. Allerdings ist der von ihr erfundene Privatdetektiv eine Frau. Das war damals neu. Die nette Miss Marple und andere englische Ermittlerinnen in den gemütlichen Rätselkrimis lassen wir mal weg. Denn Vic ist das komplette Gegenteil. Sie ist genauso tough wie ihre männlichen Kollegen, wenn sie durch die dunklen Ecken von Chicago streift und sich immer wieder mit mächtigen Wirtschaftskriminellen anlegt, die jede Gesetztslücke schamlos gegenüber anderen Menschen, vor allem wenn sie über weniger Geld verfügen, und der vollkommen wehrlosen Umwelt ausnutzen. Seitdem folgten ihr und Kinsey Milhone, der von Sue Grafton erfundenen ebenso toughen Privatdetektivin, die fast zeitgleich ihren ersten Fall löste, zahlreiche weitere bei der Kritik und dem Publikum beliebte Ermittlerinnen.
1986 gründete Sara Paretsky mit anderen Autorinnen die Sisters of Crime. Ziel der Mörderischen Schwestern (so der Name der deutschen Sektion) ist es, auf Krimiautorinnen und ihre Werke aufmerksam zu machen, sie zu fördern und sich gegenseitig zu unterstützen.
Für ihre Romane und ihr Werk erhielt Paretsky in den vergangenen über vierzig Jahren zahlreiche Preise. Wichtig, um nicht eine lange Liste von Nominierungen und erhaltenen Preisen aufzuzählen, sind der 2011 auf der Bouchercon World Mystery Convention verliehene Anthony Lifetime Achievement Award. Ebenfalls seit 2011 ist sie Grand Master der Mystery Writers of Amerika und Vic Warshawski erhielt von der Private Eye Writers of America (PWA) den nur einige Male verliehenen Hammer für die beste Darstellung eines Privatdetektivs als Serienhelden.
Nachdem Paretsky früher bei Piper, Goldmann und Dumont verlegt wurde und einige ihrer Bücher nicht übersetzt wurden, hat sie seit 2018 im Ariadne Verlag ein neues Zuhause gefunden. „Wunder Punkt“ ist der sechste dort erschienene Warshawski-Roman.
Vielleicht werden in naher Zukunft ihre drei noch nicht übersetzten Warshawski-Krimis und der Einzelroman „Bleeding Kansas“ übersetzt und ihre älteren, nicht mehr erhältlichen Krimis neu aufgelegt. Bis dahin hilft nur der Gang in das nächste Antiquariat.
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Sara Paretsky: Wunder Punkt
(übersetzt von Else Laudan)
Ariadne/Argument Verlag, 2025
500 Seiten
25 Euro
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Originalausgabe
Pay Dirt
William Morrow/HarperCollins, 2024
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Die Lesetour mit Sara Paretsky und Else Laudan:
Mittwoch, 10. Sept. in Hamburg: Herbstlese Blankenese, Blankeneser Segelclub
(Buchhandlung Wassermann, Tickets hier & im Laden)
Donnerstag, 11. Sept. in Hamburg-Eimsbüttel
Buchladen Osterstraße (Tickets im Laden)
Freitag, 12. Sept. in Kassel-Wilhelmshöhe
Brencher Buchhandlung Wilhelmshöhe (Tickets im Laden)
Samstag, 13. Sept. in Berlin
im silent green Kulturquartier (Tickets hier)
Dienstag, 16. Sept. in München
Amerikahaus, veranstaltet von Kriminalbuchhandlung glatteis & Krimifestival München (Tickets hier)
Die zwei Gesichter des Januars (The two Faces of January, Großbritannien/USA/Frankreich 2014)
Regie: Hossein Amini
Drehbuch: Hossein Amini
LV: Patricia Highsmith: The two Faces of January, 1964 (Unfall auf Kreta, Die zwei Gesichter des Januars)
Athen, 1962: Der kleine Betrüger Rydal (Oscar Isaac) schlägt sich als Fremdenführer durch, trifft das amerikanische Ehepaar Chester MacFarland (Viggo Mortensen) und Colette (Kirsten Dunst) und wird in einem Mordfall verwickelt. Denn auch Chester ist in betrügerische Geschäfte verwickelt.
Verrat auf Befehl (The Counterfeit Traitor, USA 1962)
Regie: George Seaton
Drehbuch: George Seaton
LV: Alexander Klein: The Counterfeit Traitor, 1958
Schweden, 1942: der schwedische Ölindustrielle Eric Erickson wird von den Allierten gezwungen, die Nazis bei einem groß angelegtem Scheingeschäft auszuspähen. Dummerweise verliebt er sich in die Gattin eines deutschen Offiziers.
George Seatons heute fast unbekannter Agentenfilm lief zuletzt vor 25 Jahren im TV.
„Obgleich auf Tatsachen beruhend, besonders im zweiten Teil mehr turbulentes Abenteuer als Zeitschicksal.“ (Lexikon des Internationalen Films)
mit William Holden, Lilli Palmer, Wolfgang Preiss, Hugh Griffith, Holger Hagen, Carl Raddatz, Charles Regnier, Wolfgang Preiss, Ingrid van Bergen, Werner Peters, Klaus Kinski, Erik Schumann
Bevor am Donnerstag der „Todesmarsch“ startet (Besprechung folgt), gibt es ein Wiedersehen mit einem King-Klassiker
Tele 5, 22.10
Carrie – Des Satans jüngste Tochter (Carrie, USA 1976)
Regie: Brian De Palma
Drehbuch: Lawrence D. Cohen
LV: Stephen King: Carrie, 1974 (Carrie)
In der Schule wird Carrie von ihren Klassenkameradinnen gemobbt. Zu Hause wird sie von ihrer fanatisch-religiösen Mutter zum Gebet gezwungen. Als sie vom Schulschönling zur Abschlussfeier eingeladen wird, reagiert die telekinetisch begabte Carrie etwas übertrieben.
Horrorfilmklassiker und die erste Verfilmung einer Geschichte von Stephen King.
„Brian De Palma demonstriert in dieser ultimativen Rachefantasie mit elaborierten Kamerafahrten, exzessivem Zeitlupeneinsatz und farblichen Manipulationen sein filmisches Repertoire. Unterstützt wird er dabei von großartigen Jungdarstellern, von denen viele eine erfolgreiche Hollywood-Karriere schafften.“ (Frank Schnelle/Andreas Thiemann: Die 50 besten Horrorfilme, 2010 – in dem Metaranking kommt „Carrie“ auf den zehnten Platz)
mit Sissy Spacek, Piper Laurie, Amy Irving, William Katt, John Travolta
Nach einem Bankraub flüchten zwei Bankräuber in ein verlassenes Kaff – und liefern sich schnell mit den dort lebenden Goldgräbern ein tödliches Duell.
Ein deutscher Genrefilm, ein in der Gegenwart spielender Western, der wirklich nichts von der Biederkeit und Langeweile vieler anderer deutscher Genrefilme der letzten Jahrzehnte hat, sondern originäres Kino ist.
„Ein Quasi-Western, ein Reißer und ein lyrisches Gespinst aus Farben, flirrendem Licht, Wüstensand und schemenhaften Figuren.“ (Wolf Donner, Die Zeit)
Die Musik ist von „The Can“, die Bilder von Robert Van Ackeren („Harlis“, „Die flambierte Frau“).
mit Mario Adorf, Anthony Dawson, Mascha Elm Rabben, Marquard Bohm, Sigurd Fitzek, Betty Segal
Am 19. Februar 2020 ermordet der 43-jährige Rechtsextremist Tobias Rathjen in Hanau innerhalb weniger Minuten neun junge Menschen mit Migrationsbiographie: Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov. Sechs weitere Menschen verletzt er teilweise schwer. Anschließend erschießt Rathjen seine Mutter und sich selbst.
Marcin Wierzchowski begann unmittelbar danach mit seinem Dokumentarfilm „Das Deutsche Volk“. Er befragt die Angehörigen und auch die Überlebenden des Anschlags. Er lässt sie reden. Er beobachtet sie und hält sich dabei unauffällig im Hintergrund. Über mehrere Jahre begleitet er sie und zeigt auch, wie sie um Informationen, Anerkennung ihres Leids und die richtige Form des Gedenkens kämpfen.Er zeigt, wie Rathjens Tat ihr Leben beeinflusst.
Das hat unbestritten viele starke Momente. Auch Wierzchowskis Entscheidung, den Film als SW-Film in ruhigen Bildern zu präsentieren, gefällt. Weniger, viel weniger gefällt, dass Wierzchowski sein Material chronologisch, weitgehend in der Form eines beobachtenden Dokumentarfilms präsentiert. Eine chronologische Anordnung des Materials ist grundsätzlich keine schlechte Idee. Vor allem wenn diese chronologische Erzählung von einem Verfahren oder Ereignissen eingerahmt werden, die ihr eine Dramaturgie mit einem klaren Anfang und Ende geben. Eine polizeiliche Ermittlung, ein Gerichtsverfahren oder ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss sind solche Verfahren. Wierzchowski belässt es bei der mit der Tat beginnenden chronologischen Aneinanderreihung von Ereignissen und wahrscheinlich immer zu diesem Zeitpunkt aufgenommenen Statements Betroffener. Es ist eine auf kein eindeutiges Ende fokussierte, ermüdende Und-dann-Dramaturgie. Irgendwann hört „Das Deutsche Volk“ ainfach auf.
Das andere große Problem ist das eklatante Missverhältnis zwischen investierter Zeit – „Das Deutsche Volk“ dauert 138 Minuten – und Informationsgewinn. Als Zuschauer muss man sich mühsam aus Nebensätzen zusammenreimen, was in der Nacht geschah und in welcher Beziehung die sprechenden Köpfe zu den Ermordeten stehen. Wierzchowski verzichtet auf ein Voice-Over. Er verzichtet auf erklärende Texteinblendungen, wozu auch Namenseinblendungen gehören. Er verzichtet auf eine Einordnung der Statements. Bei aller berechtigten, notwendigen und wichtigen Konzentration auf die Menschen, die sonst keine Stimme haben und die nach meiner Meinung schon seit Jahrzehnten zu Deutschland gehören, wäre das notwendig. So bleiben nur subjektive Statements.
Mit seinem geringen Erkenntnisgewinn ist „Das Deutsche Volk“ bestenfalls eine kleine, bewusst parteiische Ergänzung zum öffentlichen Diskurs über rechtsextremistische Taten.
Das Deutsche Volk (Deutschland 2025)
Regie: Marcin Wierzchowski
Drehbuch: Marcin Wierzchowski
mit Cetin Gültekin, Armin Kurtovic, Said Etris Hashemi, Niculescu Păun, Emis Gürbüz, Piter Minnemann
Die Mutter ist Alkoholikerin. Ihre älteste Tochter Tilda (Luna Wedler) kümmert sich um sie und ihre elfjährige Schwester Ida, studiert an einer nahe gelegenen Universität Mathematik und jobbt an der Kasse des Supermarktes. In einem Gedankenspiel versucht sie anhand der gekauften Lebensmittel zu erraten, wer sie kauft. Sie ist nur mäßig erfolgreich bei diesem Ratespiel. Zur Ruhe kommt sie im Freibad beim Schwimmen von 22 Bahnen.
„22 Bahnen“ ist auch der Titel von Caroline Wahls Bestseller-Debütroman „22 Bahnen“, der jetzt von Mia Maariel Meyer, nach einem Drehbuch von Elena Hell, mit Luna Wedler und Jannis Niewöhner in den Hauptrollen verfilmt wurde.
Nachdem die Grundpfeiler von Tildas Leben schnell etabliert sind, gerät ihr chaotisches, aber durchgeplantes Leben etwas in Unordnung. Im Freibad trifft sie auf Viktor (Jannis Niewöhner), den älteren, geheimnisumwitterten Bruder einer fünf Jahre zurückliegenden Beziehung, und ihr Lehrer informiert sie über eine Promotionsstelle in Berlin, die sie mühelos bekommen könnte. Aber dann müsste Tilda die Kleinstadt verlassen und ihre schutzbedürftige Schwester mit ihrer Mutter zurücklassen.
Als Charakterstudie und feinfühlige Beschreibung einer jungen Frau und ihres allernächsten Umfelds ist „22 Bahnen“ durchaus gelungen. Aber vieles bleibt oberflächlich und wird eher angedeutet als auserzählt. Dazu gehört auch der Plot, in dem Tilda versucht, das Selbstvertrauen ihrer jüngeren Schwester zu stärken. Er wird mit einem Voice-Over-Satz angedeutet. Es gibt später ein, zwei entsprechend interpretiertbare Szenen und dann, viele Filmminuten später, das Ergebnis ihrer Bemühungen.
Letztendlich ist „22 Bahnen“ eine weitere deutsche Coming-of-Age-Geschichte, in der die Hauptperson während des gesamten Films darüber räsoniert, dass das Leben im Dorf furchtbar sei und sie eigentlich in die große Stadt ziehen möchte. Über neunzig Minuten dreht sich die Geschichte im Kreis. Dann passiert ein Unglück, beispielsweise ein Autounfall, und die Hauptfigur verlässt das Dorf, ihre Familie und Freunde. Niemand hindert sie daran, das zu tun, was sie schon vor langer Zeit hätte tun können.
Meyer variiert diesen Grundplot an einigen Stellen. Aber die meiste Zeit des Films wird nur eine statische Situation beschrieben.
P. S.: Keine Ahnung, warum Tilda immer 22 Bahnen schwimmt.
P. P. S.: Es gibt verschiedene Hilfsangebote, die von Betroffenen und deren Umfeld in Anspruch genommen werden können und sollten.
22 Bahnen (Deutschland 2025)
Regie: Mia Maariel Meyer
Drehbuch: Elena Hell
LV: Caroline Wahl: 22 Bahnen, 2023
mit Luna Wedler, Zoë Baier, Laura Tonke, Jannis Niewöhner, Zoe Fürmann, Eleanor Reissa, Kosmas Schmidt, Ercan Karacayli
Der Körper meines Feindes (Le corps de mon ennemi, Frankreich 1976)
Regie: Henri Verneuil
Drehbuch: Michel Audiard, Félicien Marceau, Henri Verneuil
LV: Félicien Marceau: Le Corps de mon ennemi, 1975
Leclerq saß sieben Jahre unschuldig im Knast. Jetzt kehrt er in sein stinkkorruptes Heimatstädtchen zurück und will sich rächen.
Ein Belmondo ohne Action und einer rückblendenlastigen Erzählstruktur. Das war damals eine Ausnahme im Belmondoschen Ouevre. Daher ist „Der Körper meines Feindes“ vor allem etwas für die Freunde des gut abgehangenen französischen Polit-Thrillers.
Mit Jean-Paul Belmondo, Bernard Blier, Marie-France Pisie, Charles Gérard, Daniel Ivernel, Claude Brosset, Nicole Garcia