TV-Tipp für den 8. August: Brandnacht

August 7, 2024

3sat, 22.25

Brandnacht (Deutschland/Schweiz 1992)

Regie: Markus Fischer

Drehbuch: Rosemarie Fendel, Markus Fischer

LV: Sam Jaun: Die Brandnacht, 1986

Privatdetektiv Peter Keller (Bruno Ganz) will im Emmental in seinem Heimatdorf einem alten Freund helfen. Der soll eine Frau vergewaltigt und ermordet haben. Schnell gerät Keller in einen wunderschön verschachtelten Hardboiled-Plot, der seine Vorbilder nie versteckt und sie – im Buch und im Film (beides gefiel mir damals) – gelungen auf schweizer Verhältnisse überträgt.

Der Roman erhielt 1987 Friedrich-Glauser-Preis.

Die damalige Kritik über den selten gezeigten Krimi, der anscheinend 2023 erstmals im Fernsehen gezeigt wurde: „herrlich ironischen Krimi (…) Philip Marlowe und Kemal Kayankaya sind wie Peter Keller Brüder im Geiste: zwar sarkastisch und bitter, aber nie traurig oder selbstmitleidig.“ (Fischer Film Almanach 1994)

Eine lohnenswerte Entdeckung

mit Bruno Ganz, Barbara Auer, Rolf Hoppe, Ueli Jäggi, Suzanne von Borsody, Dietmar Schönherr, Katja Peter

Hinweise

Filmportal über „Brandnacht“

Swissfilms über „Brandnacht“

Wikipedia über Sam Jaun

Krimi-Couch über Sam Jaun


Ross Thomas hat „Zu hoch gepokert“, denn „Die Narren sind auf unserer Seite“

August 7, 2024

Als der Alexander Verlag 2005 mit „Die im Dunkeln“ (Ah, Treachery!, 1994) seine Ross-Thomas-Edition startete, hätte wohl niemand gedacht, dass der Verlag wirklich alle Romane von Ross Thomas in neuen Übersetzungen wieder veröffentlicht. Jetzt ist er fast am Ziel. Nur noch „Urne oder Sarg, Sir?“ (The Seersucker Whipsaw, 1967) fehlt.

Mit dem vor wenigen Tagen erschienenen Polit-Thriller „Die Narren sind auf unserer Seite“ liegt jetzt der 24. Roman der Neu- und Komplettedition vor. Und dieser Roman hat es in sich. 1972 erschien er bereits im Ullstein Verlag als „Unsere Stadt muss sauber werden“ bei Ullstein veröffentlicht. Und er wurde dafür so rabiat gekürzt, dass der Roman höchstens als Reader’s-Digest-Version durchgeht. Die Ullstein-Übersetzung hat 144 Seiten. Die neue Übersetzung 584 Seiten – und damit ist die jetzt erschienene vollständige Übersetzung auch für alle, die irgendwann einmal die alte Übersetzung gelesen haben, lesenswert und eine Entdeckung.

Bei der monatlichen Krimibestenliste sahen sie es ähnlich. Neuübersetzungen sind normalerweise automatisch disqualifiziert, aber in diesem Fall handelt es sich weniger um eine Neuübersetzung und vielmehr um eine Erstübersetzung. Und Erstübersetzungen können natürlich für die Krimibestenliste nominiert werden. In der aktuellen August-Krimibestenliste steht der Roman auf dem ersten Platz.

In dem Thriller geht es um eine kleine in Texas an der Küste gelegene Stadt und deren mehr oder weniger gesetzestreuen Bewohner. Lucifer Dye (Was für ein Name für einen in Shanghai in einem Bordell aufgewachsenen Mann, dessen Karriere beim US-Geheimdienst nach einem Gefängnisaufenthalt in Hongkong vorbei ist) soll für Victor Orcutt, Genie und selbsternannter Experte und Berater für städtische Probleme, die Küstenstadt Swankerton korrumpieren. Denn nach Orcutts erstem Gesetz muss es viel schlechter werden, um besser zu werden.

Zusammen mit der Ex-Prostituierten Carol Thackerty und dem Ex-Polizeichef Homer Necessary besuchen Orcutt und Dye die Stadt, die schon ziemlich viele Probleme hat. Und wenige Tage nachdem das Quartett in der Stadt eingetroffen ist, noch mehr Probleme hat.

Die Narren sind auf unserer Seite“ ist allein schon vom Umfang sein Opus Magnum. Es ist ein verschachtelter Polit-Thriller und gleichzeitig die Lebensgeschichte von Lucifer Dye, erzählt in seinen Worten. Da sind schnell sechshundert vergnügliche Seiten zusammen.

Deutlich kürzer ist der vierte Philip-St.-Ives-Roman von Ross Thomas. Ursprünglich erschien „Zu hoch gepokert“, der 23. Band der Ross-Thomas-Werkausgabe, unter dem Pseudonym Oliver Bleeck.

St. Ives ist ein professioneller Mittelsmann zwischen Menschen, die etwas wieder haben wollen, aber aus verschiedenen Gründen nicht zur Polizei gehen wollen, und Menschen, die den gestohlenen Gegenstand oder die entführte Person gegen eine bestimmte Geldmenge wieder zurückgeben würden. St. Ives erhält für seine Mühen eine Provision und eine Menge Ärger. So auch in „Zu hoch gepokert“.

In London wurde aus einem Privathaus das Schwert von Ludwig dem Heiligen gestohlen. Es ist mehrere Millionen wert, aber die Diebe verlangen nur hunderttausend Pfund für die Rückgabe des Gegenstands. Die Besitzer des Schwertes, die Brüder Nitry, sind Kunsthändler und halbseiden. Der Mann, der um St. Ives‘ Hilfe gebeten hat, ist Eddie Apex. Als St. Ives ihn kennen lernte, war ‚English Eddie‘ einer der besten internationalen Betrugskünstler. Inzwischen hat er reich geheiratet und sich in London zur Ruhe gesetzt. Sagt er.

Und die Diebe sind auch keine Amateure in der Welt des Verbrechens.

1973 veröffentlichte der Ullstein Verlag eine gekürzte Fassung von „The Highbinders“ unter dem Titel „Ein scharfes Baby“, nannte Oliver Bleeck als Autor und schrieb den Namen auf dem Cover auch mal falsch als Bleek. Die Ullstein-Ausgabe hat 128 Seiten. Die neue Ausgabe 256 Seiten. Und damit ist offensichtlich, dass auch bei diesem Roman vieles gekürzt oder überhaupt nicht übersetzt wurde.

Zu hoch gepokert“ ist ein flotter Krimi, in dem etliche Gauner sich gegenseitig betrügen, schlagen und töten. Daneben wird viel Alkohol getrunken. Die Dialoge und treffenden Beschreibungen sprühen vor Witz. Der Humor ist, wie immer bei Ross Thomas, bissig, schwarzhumorig und trocken. Solche Bücher werden heute nicht mehr geschrieben.

Und jetzt stehe ich vor der schwierigen Frage, welches Buch ich als Einstieg in die süchtig machende Welt von Ross Thomas empfehle. „Zu hoch gepokert“ ist vor allem eine witzige Gaunergeschichte, in der Gauner sich gegenseitig betrügen. Das ist eine vergnüglich kurzweilige Lektüre. „Die Narren sind auf unserer Seite“ ist ein Roman für die Freunde dickleibiger Polit-Thriller. Aber sechshundert Seiten sind sechshundert Seiten.

Zum Einstieg eignet sich da besser ein kürzeres Werk. Vielleicht sein Debüt „Kälter als der Kalte Krieg“ (The Cold War Swap, 1966). Zwei Gründe sprechen für diesen Krimi. Erstens weil es sein erster Roman ist und er schon alles hat, was seine späteren Romane so lesenswert und witzig macht. Und zweitens weil die Agentengeschichte in Deutschland (in Bonn und Berlin) spielt. Das ist dann auch eine schöne Reise in die bundesdeutsche Vergangenheit, die sechziger Jahre und die Zeit des Kalten Kriegs.

Dornbusch“ (Briarpatch, 1984) ist auch ein guter Einstieg. In dem Polit-Thriller stirbt ein Detective durch eine Autobombe und ihr Bruder, Berater eines Senators, will ihren Mörder finden.

Außerdem erhielten beide Romane den Edgar-Allan-Poe-Preis.

Und dann gibt es noch „Umweg zur Hölle“ (Chinaman’s Chance, 1978), der erste Artie-Wu/Quincy-Durant-Roman. Der große Krimikritiker, Förderer der Kriminalliteratur und Buchhändler Otto Penzler drückte es Kunden, die nach einem guten Krimi suchten, in die Hand. Das Buch ist, so Penzler, „drop-dead perfect“.

Ross Thomas: Die Narren sind auf unserer Seite

(übersetzt von Gisbert Haefs und Julian Haefs)

Alexander Verlag, 2024

584 Seiten

20 Euro

Originalausgabe

The Fools in Town are on our side

1970

Erste deutsche Übersetzung

Unsere Stadt muss sauber werden

Ullstein, 1972

Ross Thomas: Zu hoch gepokert – Ein Philip-St.-Ives-Fall

(übersetzt von Gisbert Haefs)

Alexander Verlag, 2023

256 Seiten

16,90 Euro

Originalausgabe (unter dem Pseudonym Oliver Bleeck)

The Highbinders

1973

Erste deutsche Übersetzung

Ein scharfes Baby

Ullstein, 1974

Hinweise

Alexander Verlag über Ross Thomas

Wikipedia über Ross Thomas (deutsch, englisch)

Alligatorpapiere: Gerd Schäfer über Ross Thomas (Reprint “Merkur”, November 2007)

Meine Besprechung von Ross Thomas’ „Gottes vergessene Stadt” (The Fourth Durango, 1989)

Meine Besprechung von Ross Thomas’ „Umweg zur Hölle“ (Chinaman’s Chance, 1978)

Meine Besprechung von Ross Thomas’ „Kälter als der Kalte Krieg“ (Der Einweg-Mensch, The Cold War Swap, 1966)

Meine Besprechung von Ross Thomas’ „Teufels Küche“ (Missionary Stew, 1983)

Meine Besprechung von Ross Thomas’ „Am Rand der Welt“ (Out on the Rim, 1986)

Meine Besprechung von Ross Thomas’ „Voodoo, Ltd.“ (Voodoo, Ltd., 1992)

Meine Besprechung von Ross Thomas’ “Der Yellow-Dog-Kontrakt” (Yellow Dog Contract, 1976)

Meine Besprechung von Ross Thomas‘ „Gelbe Schatten“ (Cast a Yellow Shadow, 1967)

Meine Besprechung von Ross Thomas‘ „Der achte Zwerg“ (The Eight Dwarf, 1979)

Meine Besprechung von Ross Thomas‘ „Die Backup-Männer“ (The Backup Men, 1971)

Meine Besprechung von Ross Thomas‘ „Dämmerung in Mac’s Place“ (Twilight at Mac’s Place, 1990)

Kleine Ross-Thomas-Covergalerie in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 7. August: A Hero – Die verlorene Ehre des Herrn Soltani

August 6, 2024

Arte, 20.15

A Hero – Die verlorene Ehre des Herrn Soltani (Ghahreman, Iran/Frankreich 2021)

Regie: Asghar Farhadi

Drehbuch: Asghar Farhadi

Weil Rahim Soltani, der gerade eine Haftstrafen wegen hoher Geldschulden verbüßt, während eines Freigangs eine Tasche mit Goldmünzen nicht behält, sondern dem Besitzer zurückgibt, wird er – widerwillig – zum Volksheld. Alle, vor allem die Gefängnisleitung, sind zufrieden, bis die Presse die Geschichte überprüft und auf Ungereimtheiten stößt.

TV-Premiere. Mit ruhiger Hand erzählt Asghar Farhadi eine zugleich sehr konkrete und abstrakte Geschichte, in der kleine Ereignisse und unterschiedliche Interpretationen von Ereignissen eine fatale Dynamik entwickeln können. Dabei lotet er das Graufeld zwischem egoistischem und alturistischem Handeln aus. Und überlässt dem Publikum die Entscheidung darüber, was von Rahims Taten zu halten ist.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Amir Jadidi, Mohsen Tanabandeh, Fereshteh Sadrorafaii, Sahar Goldoust, Maryam Shahdaie, Ali Reza Jahandideh

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Französische Homepage zum Film

AlloCiné über „A Hero“

Moviepilot über „A Hero“

Metacritic über „A Hero“

Rotten Tomatoes über „A Hero“

Wikipedia über „A Hero“ (deutsch, englisch, französisch)

Meine Besprechung von Asghar Farhadis „Le Passé – Das Vergangene“ (Le Passé, Frankreich 2013)

Meine Besprechung von Asghar Farhadis „The Salesman“ (Fourshande, Iran/Frankreich 2016) und der DVD

Meine Besprechung von Asghar Farhadis „Offenes Geheimnis“ (Todos lo saben, Spanien/Frankreich/Italien 2018)

Meine Besprechung von Asghar Farhadis „A Hero – Die verlorene Ehre des Herrn Soltani“ (Ghahreman, Iran/Frankreich 2021)


Cover der Woche

August 6, 2024

Biokrieg“ (The Windup Girl) erhielt unter anderem den Hugo Award, den John W. Campbell Memorial Award, den Locus Award, den Nebula Award und den Kurd-Laßwitz-Preis.


TV-Tipp für den 6. August: Der Sinn des Lebens

August 5, 2024

Nitro, 20.15

Der Sinn des Lebens (Monty Python’s The Meaning of Life, Großbritannien 1983)

Regie: Terry Jones

Drehbuch: Graham Chapman, John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle, Terry Jones, Michael Palin

Was ist der Sinn des Lebens? In ihrem letzten Spielfilm beantwortet Monty Python diese Frage mit den nötigen Ernst und vielen zum Nachdenken anregenden Beispielen.

mit Graham Chapman, John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle, Terry Jones, Michael Palin

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der Sinn des Lebens“

Wikipedia über „Der Sinn des Lebens“ (deutsch, englisch) und über Monty Python (deutsch, englisch)

YouTube-Kanal von Monty Python (und wer mit dem Englischen Probleme hat, muss einfach seine Wunschsprache eingeben)

Monty Python’s Completely Useless Web Site (und außerdem nicht autorisiert)

 


TV-Tipp für den 5. August: Berüchtigt

August 4, 2024

Arte, 20.15

Berüchtigt (Notorious, USA 1946)

Regie: Alfred Hitchcock

Drehbuch: Ben Hecht

Ein romantischer Thriller über eine Frau, die als Tochter eines Nazis zwischen zwei Männern steht (naja, am Ende eher liegt): einem FBI-Agenten, der Nazis jagt und sie daher undercover zu einem Freund ihres Vaters schicken will, und einem Schurken, der sie heiraten will. Oder in den Worten der großen Filmkritikerin Frieda Grafe: in dem Film geht es „um Männer, die Frauen verachten, weil sie tun, wozu Männer sie zwingen.“

Truffaut nannte „Notorious“ Hitchcocks Quintessenz. Recht haben beide.

In Deutschland wurde “Berüchtigt”in den Fünfzigern als “Weißes Gift” gestartet und aus den Nazis wurden Drogenhändler. Später wurde die Synchronisation geändert.

Mit Ingrid Bergman, Gary Grant, Claude Rains, Louis Calhern

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Berüchtigt“

Wikipedia über „Berüchtigt“ (deutsch, englisch) und über Alfred Hitchcock (deutsch, englisch)

Senses of Cinema (Ken Mogg) über Alfred Hitchcock

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 2“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 2″

Meine Besprechung von Alfred Hitchcocks “Mr. und Mrs. Smith” (Mr. and Mrs. Smith, USA 1941)

Meine Besprechung von Thilo Wydras “Alfred Hitchcock” (2010)

Meine Besprechung von Robert V. Galluzzos “Psycho Legacy” (The Psycho Legacy, USA 2010 – eine sehenswerte Doku über die “Psycho”-Filme mit Anthony Perkins, mit vielen Stunden informativem Bonusmaterial)

Meine Besprechung von Stephen Rebellos “Hitchcock und die Geschichte von ‘Psycho’” (Alfred Hitchcock and the Making of ‘Psycho’, 1990)

Meine Besprechung von Sacha Gervasis Biopic “Hitchcock” (Hitchcock, USA 2012)

Meine Besprechung von Henry Keazors (Hrsg.) “Hitchcock und die Künste” (2013)

Alfred Hitchcock in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Ben Hechts „Von Chicago nach Hollywood – Erinnerungen an den amerikanischen Traum“


Die Krimibestenliste August 2024

August 4, 2024

Mitten im halbverregneten Sommer präsentiert Deutschlandfunk Kultur in gewohnter Zuverlässigkeit die monatliche Krimibestenliste. Folgende Krimis, alles Übersetzungen, vor allem aus dem Englischen, werden empfohlen:

1 (–) Ross Thomas: Die Narren sind auf unserer Seite

(Aus dem Englischen von Gisbert und Julian Haefs)

Alexander, 580 Seiten, 20 Euro

2 (1) Megan Abbott: Wage es nur!

(Aus dem Englischen von Karen Gerwig)

Pulp Master, 342 Seiten, 16 Euro

3 (10) Liza Cody: Die Schnellimbissdetektivin

(Aus dem Englischen von Iris Konopik)

Ariadne/Argument, 351 Seiten, 18 Euro

4 (6) Liz Nugent: Seltsame Sally Diamond

(Aus dem Englischen von Kathrin Razum)

Steidl, 391 Seiten, 26 Euro

5 (2) Lisa Sandlin: Der Auftrag der Zwillinge

(Aus dem Englischen von Andrea Stumpf)

Suhrkamp, 366 Seiten, 17 Euro

6 (–) Davide Longo: Am Samstag wird abgerechnet

(Aus dem Italienischen von Barbara Kleiner und Felix Mayer)

Rowohlt, 391 Seiten, 26 Euro

7 (–) Colin Niel: Darwyne

(Aus dem Französischen von Anne Thomas)

Suhrkamp, 303 Seiten, 18 Euro

8 (–) Leonardo Padura: Anständige Leute

(Aus dem Spanischen von Peter Kultzen)

Unionsverlag, 398 Seiten, 26 Euro

9 (9) Chris Whitaker: In den Farben des Dunkels

(Aus dem Englischen von Conny Lösch)

Piper, 589 Seiten, 24 Euro

10 (3) Fred Vargas: Jenseits des Grabes

(Aus dem Französischen von Claudia Marquardt)

Limes, 526 Seiten, 26 Euro

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Schön, dass es Ross Thomas auf die Liste geschafft hat; ungefähr mit der Begründung die ich vor der Veröffentlichung der Bestenliste in meinem Entwurf für die Buchkritik (demnächst) auch reingeschrieben habe. Nämlich dass der Roman als „Unsere Stadt muss sauber werden“ bereits in Deutschland veröffentlicht wurde, die Fassung aber so radikal auf 144 Seiten gekürzt war, dass in diesem Fall die Neuübersetzung eigentlich als Erstübersetzung betrachtet werden sollte. Da schrieb ich, dass „Die Narren sind auf unserer Seite“ wohl nicht in die Krimibestenliste aufgenommen wird, aber aufgenommen werden sollte.

Außerdem ist mir dieses Mal aufgefallen:

Kein Buch auf der Bestenliste hat unter 300 Seiten

Sieben Bücher haben zwischen 300 und 400 Seiten (wobei drei Bücher in der gedruckten Ausgabe auf jeweils 400 Seiten kommen)

Kein Buch hat zwischen 400 und 500 Seiten

Drei Bücher haben über 500 Seiten, zwei davon haben fast jeweils 600 Seiten.

Das sind definitiv keine „Das lese ich schnell an einem Abend“-Längen und, wenn man noch etwas anderes tut, oft auch keine „Das lese ich locker am Wochenende“-Längen.

Und jetzt: Viel Spaß beim Lesen!


TV-Tipp für den 4. August: Prey

August 3, 2024

Pro7, 20.15

Prey (Prey, USA 2022)

Regie: Dan Trachtenberg

Drehbuch: Patrick Aison (nach einer Geschichte von Patrick Aison und Dan Trachtenberg, basierend auf Figuren von Jim Thomas und John Thomas)

September 1719, USA (vor der Gründung), Northern Great Plains, im Siedlungsgebiet der Comanchen: die Kriegerin Naru (Amber Midthunder) jagt allein ein Tier, das nach den Spuren, das es hinterläßt, kein Bär ist. Es ist – was sie nicht weiß – ein aus dem Weltall kommender, meist unsichtbarer und anscheinend unbesiegbarer Predator.

TV-Premiere. Nach vielen bestenfalls mediokren „Predator“-Filmen endlich ein „Predator“-Film, der es mit dem ersten „Predator“-Film aufnehmen kann und der aus unverständlichen Gründen ohne Kinoauswertung gleich verstreamt wurde.

Hochspannendes Western/Horror/Science-Fiction-B-Picture, das schnörkellos seine Geschichte mit einer starken Heldin vor einer prächtigen Naturkulisse erzählt.

Achtung: Wahrscheinlich wird um 20.15 Uhr eine stark gekürzte Version des FSK-16-Films ausgestrahlt. Die Nachtwiederholung sollte ungekürzt sein.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung

mit Amber Midthunder, Dakota Beavers, Stormee Kipp, Michelle Thrush, Julian Black Antelope

Wiederholung: Samstag, 10. August, 00.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage zum Film

Moviepilot über „Prey“

Metacritic über „Prey“

Rotten Tomatoes über „Prey“

Wikipedia über „Prey“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Shane Blacks „Predator – Upgrade“ (The Predator, USA 2018)

Meine Besprechung von Dan Trachtenbergs „10 Cloverfield Lane“ (10 Cloverfield Lane, USA 2016)

Meine Besprechung von Dan Trachtenbergs „Prey“ (Prey, USA 2022)


TV-Tipp für den 3. August: El Dorado

August 2, 2024

SWR, 21.50

El Dorado (El Dorado, USA 1966)

Regie: Howard Hawks

Drehbuch: Leigh Brackett

LV: Harry Brown: The Stars in their Courses, 1960

Ein versoffener Sheriff, ein behinderter Gunfighter und ein junger Messerwerfer legen sich mit der Bande eines skrupellosen Viehbarons an. Ihre Chancen den Kampf zu überlegen tendieren gegen Null.

Als Howard Hawks „Rio Bravo“ drehte, hatten sie beim Dreh viele gute Ideen, die allerdings nicht in diesen Film passten. Mit Leigh Brackett schrieb er dann, mit diesen Ideen, „El Dorado“; einen weiteren Western-Klassiker. Der dieses Mal sogar sehr witzig ist.

„‘El Dorado’ ist ein Film gegen ‘Rio Bravo’, wie ‘Rio Bravo’ ein Film gegen ‘High Noon’ war. (…) [‚El Dorado‘ ist] die radikale Entglorifizierung des Westernhelden.“ (Enno Patalas, Filmkritik 10/1967)

mit John Wayne, Robert Mitchum, James Caan, Charlene Holt, Michele Carey, Arthur Hunnicutt, R. G. Armstrong, Edward Asner

Hinweise

Rotten Tomatoes über „El Dorado“

Wikipedia über „El Dorado“ (deutsch, englisch)

Combustible Celluloid über “El Dorado”

Meine Besprechung von Leigh Bracketts „Das lange Morgen“ (The Long Tomorrow, 1955)


James Bond nach dem Kalten Krieg: Über John Gardners 007-Romane „KALT“ und „GoldenEye“

August 2, 2024

Die Hoffnungen waren riesig. Es wurde sogar vom Ende der Geschichte gesprochen. Denn jetzt war klar, welches System das bessere war. Der Kapitalismus hatte den Kommunismus besiegt. Und Autoren von Agentengeschichten standen vor der großen Sinnkrise. Mit der Implosion des Ostblocks war der seit Jahrzehnten gepflegte Gegner verschwunden. Der Kalte Krieg, der über Jahrzehnte der zuverlässige Hintergrund für spannende Agentengeschichten war, war vorüber.

Nach einer kurzen Besinnungspause, schrieben Autoren wie John le Carré weitere Romane. Manchmal führten ihre Thriller zurück in die Welt des Kalten Kriegs. Meistens beschäftigten sie sich mit aktuellen Problemen und erkundeten verstärkt andere Ecken der Welt und Konfliktherde.

Auch James Bond, der Geheimagent ihrer Majestät mit der Lizenz zum Töten, machte nach einer längeren Pause weiter. Erst 1995 lief der erste James-Bond-Film nach dem Ende des Kalten Kriegs im Kino an.

GoldenEye“ war auch der erste Bond-Film mit Pierce Brosnan als 007.

Seit dem vorherigen Bond-Films „Lizenz zum Töten“, für den John Gardner ebenfalls einen Roman zum Film schrieb, waren epische sechs Jahre vergangen. Das war bis dahin die längste Pause zwischen zwei Bond-Filmen. Der untypische Bond-Film „Lizenz zum Töten“ erschien im Sommer 1989. Bond kämpft gegen einen südamerikanischen Drogenhändler. Das ist ein schmutziger, brutaler Bond-Film, mit einem Bond, der auf eigene Faust ermittelt und Selbstjustiz übt. Inzwischen kann „Lizenz zum Töten“ als gelungene Vorstudie für die Daniel-Craig-Bond-Ära und für den letzten Craig-Bond „Keine Zeit zu sterben“ gesehen werden.

Vor dem Kinostart von „GoldenEye“ – die Premiere war am 13. November 1995 in New York, der deutsche Kinostart war am 28. Dezember 1995 – fragten sich alle, ob James Bond überhaupt noch relevant oder ein Relikt aus dem Kalten Krieg sei. „GoldenEye“ war dann das gelungene Update der Serie und die gelungene Einführung eines neuen James Bond. John Gardner, der damals bereits seit 1981 James-Bond-Romane schrieb, durfte seinen zweiten James-Bond-Filmroman schreiben.

General Ourumov und die ebenso schöne wie gefährliche Killerin Xenia Onatopp, die zur russischen Geheimorganisation/Verbrecherorganisation „Janus“ gehören, haben sich den Zugang zu dem Weltraumsatellitensystem „GoldenEye“ verschafft. Damit können sie die Welt in ein Chaos stürzen. James Bond soll das Schlimmste verhindern und bei seiner globalen Hatz nach den Verbrechern trifft er auf schöne Frauen, schießwütige Soldeten und einen alten, totgeglaubten Bekannten.

Der von Martin Campbell inszenierte Film ist eine unterhaltsame Tour durch die vorherigen Bond-Filme mit einigen spektakulären Stunts, wie einem immer noch atemberaubendem Sprung von einem Staudamm und einer zerstörischen Panzerfahrt durch Sankt Petersburg, schönen Frauen, touristischen Locations und witzigen One-Linern. Pierce Brosnan überzeugt als neuer Bond für ein neues Jahrzehnt und eine neue Generation von Zuschauern.

Gardners Roman zum Film ist ein erstaunlich lustloses Werk, das nur für den Komplettisten wichtig ist. Der Text liest sich wie ein unter höchstem Zeitdruck herausgehauenes Werk, für das Gardner neben dem Drehbuch über keine weiteren Informationen über den Film oder Bilder von den Dreharbeiten verfügte. Er verzichtet, weil sie im Film anders als in seinem Buch aussehen könnten, auf jegliche Beschreibungen von Menschen und Orten.

Neueinsteiger sollten unbedingt, je nachdem, wo sie gerade einsteigen und weiterlesen wollen, zuerst einen anderen Bond-Roman von John Gardner oder irgendeinen Bond-Roman lesen. Es ist in diesem Fall fast egal, wo sie beginnen, aber natürlich sind die Bond-Romane von Ian Fleming und Anthony Horowitz (der bei seinen Bond-Romanen auf Ideen von Fleming zurückgriff) gute Startpunkte. Ebenso die anderen Bond-Romane von John Gardner. Gardner schrieb von 1981 bis 1996 vierzehn eigene James-Bond-Romane. Er versetzte Bond in die damalige Gegenwart der achtziger und neunziger Jahre.

Wenige Wochen vor „GoldenEye“ erschien Gardners letzter Bond-Roman „KALT“ erstmals auf Deutsch. Im Original erschien er 1996.

Der Thriller spielt 1990 und 1994 und bevor Bonds Vorgesetzter M von einem Mann zu einer Frau wurde; also vor „GoldenEye“. Am Ende von „KALT“ fährt Bond zu seinem ersten Treffen mit der neuen M, die für uns immer wie Judi Dench aussehen wird.

James Bond wird nach Washington geschickt. Dort explodierte während der Landung auf dem Dulles International Airport eine vollbesetzte Passagiermaschine von Bradbury Airlines. Schon als Bond und M das Unglück am Fernseher sehen, wissen sie, dass es sich um einen Anschlag handelt. Aber sie wissen nicht wer ihn warum verübte.

In Washington trifft er Principessa Sukie Tempesta, eine frühere Geliebte von ihm. Sie hätte, wie der Selfmade-Multimillionär Harley Bradbury, der Besitzer der Airline, in dem Flugzeug hätte sitzen sollen. Kurz darauf stirbt Sukie durch eine Autobombe.

Bond will mehr über ihren Tod herausfinden.

Als Täter bieten sich die Familie Tempesta und die geheminisumwitterte Organisation KALT an. Die Tempestas sind eine italienische Verbrecherfamilie, die so sehr im Hintergrund operiert, dass sie bislang von den Geheimdiensten übersehen wurde. KALT ist die Abkürzung für eine geheimnisvolle Organisation, die sich „Kinder der Allerletzten Tage“ nennt. Zu ihr gehören Verbrecher jeglicher Couleur, die durch die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden aus dem Geschäft gedrängt wurden und jetzt, so erklärt es der FBI-Beamte Rhabb Bond, eine Mission haben: „Diese Leute glauben, dass die einzige Möglichkeit, das Verbrechen zu bekämpfen, darin besteht, Kriminelle in die Regierung zu bringen. Diese netten Leute, die an der Spitze von KALT stehen, wollen, dass das Land fast wie ein Polizeistaat geführt wird. Sie nennen sich selbst Kinder der Allerletzten Tage, weil sie glauben, dass wir uns in der Endzeit befinden, die der Demokratie ein Ende bereiten wird.“

Ihre Methoden sind die von Mafiosi. Und eine Zusammenarbeit zwischen KALT und der Familie Tempesta wäre für die Demokratie ein Alptraum.

Auf Einladung von Toni Nicolletti, einer FBI-Undercover-Agentin, die sich über mehrere Jahre das Vertrauen der Tempestas erschlich, besucht Bond die in der Toskana abgelegen am Lago di Massaciuccoli gelegene Villa der Tempestas.

Im Gegensatz zu anderen Bond-Geschichten, in denen Bond von seinem Vorgesetzten M einen Auftrag bekommt und er diesen dann erfüllt, steht Bond hier mehr am Rand des Geschehens. Zuerst soll er in einem Team mit anderen Agenten und Spezialisten aus mehreren Ländern herausfinden, wie und warum das Flugzeugunglück geschah. Später hilft er in der Villa der Tempestas einer anderen Agentin und auch ins Finale wird er primär als Mitglied einer größeren Operation geschoben. Das und dass die Geschichte sich in zwei Teile teilt, von denen der 1990 spielende Teil der umfangreichere Teil des Thrillers ist, macht „KALT“ zu einem ungewöhnlichen Bond-Roman mit einem etwas blassem Gegner. Dafür ist deren teuflischer, im Buch nur skizzierter Plan fast schon eine prophetische Vorwegnahme aktueller Probleme.

KALT“ ist der würdige Abschluss von John Gardners James-Bond-Serie, die immer noch im Schatten von Ian Flemings Werk steht.

John Gardner: James Bond 007: GoldenEye

(übersetzt von Johannes Neubert)

Cross Cult, 2024

288 Seiten

18 Euro

Originalausgabe

GoldenEye

Hodder & Stoughton, 1995

Die Vorlage

James Bond 007: GoldenEye (GoldenEye, Großbritannien 1995)

Regie: Martin Campbell

Drehbuch: Michael France, Jeffrey Caine

LV: Charakter von Ian Fleming

Buch zum Film: John Gardner: GoldenEye, 1995 (GoldenEye)

mit Pierce Brosnan, Sean Bean, Izabella Scorupco, Famke Janssen, Judi Dench, Gottfried John, Joe Don Baker, Robbie Coltrane, Alan Cumming, Samantha Bond, Desmond Llewelyn, Tcheky Karyo, Michael Kitchen,

John Gardner: James Bond 007: KALT

(übersetzt von Johannes Neubert)

Cross Cult, 2024

352 Seiten

18 Euro

Originalausgabe

COLD

Hodder & Stoughton, 1996

Hinweise

Homepage von John Gardner

Wikipedia über John Gardner (deutsch, englisch), „GoldenEye“ (deutsch, englisch), die Figur James Bond (deutsch, englisch), die James-Bond-Romane und die James-Bond-Filme (deutsch, englisch)

Universal Exports: Interview mit John Gardner (ungefähr von 2004 – und nach dem Ende seiner Bond-Serie)

Dr. Shatterhand’s The Question Room – befragt John Gardner (ebenfalls nach dem Ende seiner Bond-Serie, aber natürlich über seine Bond-Romane)

zu James-Bond-Romanen

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romanen “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung von John Gardners “James Bond – Kernschmelze” (James Bond – Licence Renewed, 1981; alter deutscher Titel “Countdown für die Ewigkeit”)

Meine Besprechung von John Gardners „James Bond – Der Mann von Barbarossa“ (James Bond – The Man from Barbarossa, 1991)

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von William Boyds James-Bond-Roman “Solo” (Solo, 2013)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz’ “James Bond: Trigger Mortis – Der Finger Gottes” (James Bond: Trigger Mortis, 2015)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz‘ „James Bond: Ewig und ein Tag“ (James Bond – Forever and a day, 2018)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz‘ „James Bond: Mit der Absicht zu töten“ (James Bond – With a mind to kill, 2022)

Meine Besprechung von Kim Sherwoods „Doppelt oder nichts“ (Double or nothing, 2022)

zu James-Bond-Filmen

Meine Besprechung der TV-Miniserie „Fleming – Der Mann, der Bond wurde“ (Fleming, Großbritannien 2014)

Meine Besprechung von Sam Mendes’ James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

Meine Besprechung von Sam Mendes’ James-Bond-Film “Spectre” (Spectre, USA/GB 2015)

Meine Besprechung von Cary Joji Fukunaga James-Bond-Film „Keine Zeit zu sterben“ (No time to die, Großbritannien 2021)

zu anderem James-Bond-Zeug

Meine Besprechung von Danny Morgensterns „Unnützes James Bond Wissen“ (2020)

Kriminalakte: Mein Gespräch mit Danny Morgenstern über „Keine Zeit zu sterben“ und sein Buch „Das ultimative James-Bond-Quizbuch“ (1. Oktober 2021) (Sehbefehl?)

Meine Besprechung von cinemas (Hrsg.) „Inside James Bond“ (2022)

Meine Besprechung von Mark Salisbury: Being Bond: Daniel Craig – Ein Rückblick (Being Bond: A Daniel Craig Retrospective, 2024)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte

 


TV-Tipp für den 2. August: Gosford Park

August 1, 2024

BR, 22.50

Gosford Park (Gosford Park, Großbritannien/Italien/USA/Deutschland 2001)

Regie: Robert Altman

Drehbuch: Julian Fellowes (nach einer Idee von Robert Altman und Bob Balaban)

Auf dem Landsitz Gosford Park trifft sich eine Jagdgesellschaft mit ihrer Dienerschaft. Als der Hausherr ermordet wird, muss ein Inspektor den Mörder suchen.

Sehr gelungene Gesellschaftskomödie mit einem Hauch Agatha Christie und einem „Was? Die ist auch dabei?“-Ensemble.

Der Film erhielt, neben vielen anderen Preisen, den BAFTA als bester Film, eine Golden Globe für die Regie, einen Oscar für das Drehbuch und die Screen Actors Guild zeichnete gleich das gesamte Ensemble aus.

Drehbuchautor Julian Fellowes ist auch der Erfinder von „Downtown Abbey“.

mit Maggie Smith, Michael Gambon, Kristin Scott Thomas, Camilla Rutherford, Charles Dance, Geraldine Somerville, Tom Hollander, Natasha Wightman, Jeremy Northam, Bob Balaban, James Wilby, Claudie Blakley, Laurence Fox, Ryan Phillippe, Stephen Fry, Kelly Macdonald, Clive Owen, Helen Mirren, Eileen Atkins, Emily Watson, Alan Bates, Derek Jacobi, Richard E. Grant

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Gosford Park“

Wikipedia über „Gosford Park“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Ron Manns Doku „Altman“ (Altman, Kanada 2014)


Neu im Kino/Filmkritik: „Berlin Nobody“ – Sekten, Morde und seltsame Rituale

August 1, 2024

Berlin Nobody“ ist kein Thriller und auch kein Krimi. Er hat zwar die Zutaten für einen Thriller – Leichen, viele Leichen, ermittelnde Kriminalbeamte, ein Uni-Professor, der Teil der Ermittlungen ist, eine Sekte, die irgendetwas mit den Morden zu tun hat, eine böse Sektenführerin und eine junge Frau (die Tochter des Professors), die in die Fänge der Sekte gerät – , aber „Berlin Nobody“ ist ein zähes, absolut vorhersehbares und absurdes Drama.

Im Mittelpunkt stehen Ben Monroe, seine Tochter Mazzy und eine Endzeit-Sekte. Der allein lebende, kürzlich geschiedene Professor Ben Monroe (Eric Bana) unterrichtet seit kurzem in Berlin an einer Universität. Von der Polizei und dem Bundesverfassungsschutz wird der Sozialpsychologe, Bestsellerautor und Sektenexperte immer wieder als Experte angefragt. So auch jetzt bei einem Familienselbstmord in einem Vorstadthaus, das seltsamerweise wie eine bayerische Hütte aussieht. Es ist unklar, warum sich die Hausbewohner nacheinander töteten.

Zur gleichen Zeit besucht ihn seine Tochter Mazzy (Sadie Sink). Auf dem Weg vom Flughafen zur Wohnung ihres Vaters wird die Sechzehnjährige von Martin (Jonas Dassler) angesprochen. Sie findet den Jungen sympathisch. Als sie sich wieder mit ihm trifft, stellt er sie seinen Freunden vor. Sie sind alle Mitglieder in einer religiös motivierten, öko-fundamentalistischen Endzeit-Sekte.

Dass die Sekte etwas mit den Morden zu tun hat, ist bereits beim ersten Auftritt der fiesen Sektenführerin Hilma (Sophie Rois, irre) offensichtlich.

Inszeniert und geschrieben wurde der Film von Jordan Scott. Sie ist die Tochter von Ridley Scott, der auch zu den Produzenten des Films gehört. Ihr erster Spielfilm war 2009 „Cracks“. Außerdem inszenierte sie Kurz- und Werbefilme. Trotzdem wirkt ihr zweiter Spielfilm wie ein unbeholfen inszeniertes Debüt, das Potential hat. Das Drehbuch ist vorhersehbar, voller Lücken, krude und unglaubwürdig. Die Inszenierung lehnt sich an Ridley Scotts episch getragenen Stil an, in dem jedes Bild von seiner eigenen Wichtigkeit maßlos überzeugt ist. Hier führt er nur dazu, dass sich der Film wie Kaugummi zieht. Über die Sekte und warum Menschen von Hilma fasziniert sind und für sie Selbstmord begehen, bleibt nebulös. Warum Mazzy sich sofort in die Hände der Sekte begibt, erklärt sich nur aus den Erfordernissen der Geschichte und weil die Drehbuchautorin das so will.

Das, also dass die Sekte immer wie ein Fantasiekonstrukt wirkt, die Handlungen der Figuren keinen Bezug zu irgendeiner Realität haben und Scotts Deutschland wie aus einem Reiseprospekt zusammengestellt wirkt, kann an der Produktionsgeschichte liegen. Die Vorlage, der 2015 erschienene Roman „Tokyo“ von Nicholas Hogg, spielt in Japan. Wegen der Corona-Pandemie waren Dreharbeiten in Tokio nicht möglich. Also verlegte Scott die Geschichte nach Berlin und schrieb sie etwas um. Dummerweise unterscheidet sich die deutsche Kultur im für den Film wichtigen Punkten fundamental von der japanischen Kultur. Entsprechend absurd wirken die Kollektivsuizide der Sekte. Im Endergebnis spielt die Geschichte in einem luftleeren Raum irgendwo im nirgendwo.

„Berlin Nobody“ erzählt eine unglaubwürdige, edel gefilmte, arg langsam und todernst erzählte vollkommen absehbare und absurde Geschichte.

In der Originalfassung wird nachvollziehbar zwischen Deutsch und Englisch gewechselt. Die synchronisierte Fassung soll komplett eingedeutscht sein.

Berlin Nobody (A Sacrifice, USA/Deutschland 2024)

Regie: Jordan Scott

Drehbuch: Jordan Scott

LV: Nicholas Hogg: Tokyo, 2015

mit Sadie Sink, Eric Bana, Sophie Rois, Jonas Dassler, Sylvia Hoeks, Alexander Schubert, Lara Feith, Stephan Kampfwirth

Länge: 94 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Filmportal über „Berlin Nobody“

Moviepilot über „Berlin Nobody“

Metacritic über „Berlin Nobody“

Rotten Tomatoes über „Berlin Nobody“

Wikipedia über „Berlin Nobody“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 1. August: Kursk

Juli 31, 2024

Servus TV, 20.15

Kursk (Kursk, Belgien/Frankreich/Norwegen 2018)

Regie: Thomas Vinterberg

Drehbuch: Robert Rodat

LV: Robert Moore: A Time to Die: The Untold Story of the Kursk Tragedy, 2002 (aktualisierte Neuausgabe unter „Kursk“)

Angenehm unpathetische Rekonstruktion der Tragödie der „Kursk“. Im August 2000 explodiert in dem russischen U-Boot ein Torpedo. Die meisten Besatzungsmitglieder sterben sofort. 23 Männer überleben die Explosion und kämpfen anschließend um ihr Leben, während die Rettungsaktionen erschreckend langsam anlaufen und das russische Militär internationale Hilfe ablehnt.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Matthias Schoenaerts, Léa Seydoux, Peter Simonischek, August Diehl, Max von Sydow, Colin Firth, Bjarne Henriksen, Magnus Millang, Artemiy Spiridonov, Joel Basman, Matthias Schweighöfer, Pernilla August, Martin Brambach

Hinweise

Moviepilot über „Kursk“

Metacritic über „Kursk“

Rotten Tomatoes über „Kursk“

Wikipedia über „Kursk“ und die Kursk (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Thomas Vinterbergs „Am grünen Rand der Welt“ (Far from the Madding Crowd, USA/Großbritannien 2015)

Meine Besprechung von Thomas Vinterbergs „Die Kommune“ (Kollektivet, Dänemark 2016)

Meine Besprechung von Thomas Vinterbergs „Kursk“ (Kursk, Belgien/Frankreich/Norwegen 2018)


Liza Cody, „Die Schnellimbissdetektivin“ und kleine Fälle aus der Nachbarschaft

Juli 31, 2024

Hannah Abram war Polizistin. Bis sie ihren Vorgesetzten in den Kanal stieß. Danach wurde sie aus der London Metropolitan Police geworfen. Inzwischen wohnt die Endzwanzigerin zur Untermiete in einer Dachkammer und arbeitet in Digbys Imbissbude. Wenn der „erzbigotte Ausbeuter“ (Hannah über Digby) sie wegen irgendeiner Unverschämtheit nicht gerade entlassen hat, um sie einige Tage später wieder einzustellen. Sie ist zwar frech, unbeherrscht und undiplomatisch, aber auch seine beste Arbeiterin. Daneben arbeitet sie als Privatdetektivin. Sie übernimmt die kleinen Fälle der kleinen Fälle. Nachbarschaftsstreitigkeiten, nach Sonnenuntergang vor Haustüren abgelegter Müll, aus einem Garten geklautes Gemüse und entlaufene Hunde. Opfer und Täter wohnen oft Tür an Tür. Und manchmal gehören sie auch zu den Stammkunden von Digbys Imbissbude, die, nun, eine stinknormale Arbeiterklasse-Imbissbude ist.

Schwieriger als diese Kleinkram-Fälle sind für sie die beiden Fälle, in denen sie spurlos verschwundene Frauen suchen soll. In dem einen Fall will ein zu extrem zwanghaftem Verhalten neigender Auftraggeber, dass sie eine Frau findet, deren Stimme er bei einem Betrugsanruf hörte und die ihm bekannt vorkam. Er glaubt, dass es sich um seine Stiefschwester handelt. Er hat seit Jahren nichts von ihr gehört. In dem anderen Fall möchte ein Mann, dass Hannah seine untergetauchte deutlich jüngere Frau findet. Er möchte sie aus ihrer Ehe entlassen und ihr ihren Pass geben.

Diese beiden Fälle sind ermittlungsintensiver. Aber insgesamt würden Hannahs Fälle und die damit verbundene Ermittlungsarbeit auch gut in einem Kinderkrimi oder einer dieser 25-minütigen TV-Vorabendserien, die es früher gab, passen. Sogar wenn auf Seite 97 des Romans eine chronisch eifersüchtige Stalkerin ermordet aufgefunden wird, ändert sich nichts grundlegendes an Hannahs Arbeit und Leben.

Die ermordete Stalkerin hat in der Vergangenheit so viele Menschen verärgert, dass es viele Verdächtige gibt. Sie verfolgte auch Hannah mit grundlosen Anschuldigungen. Aber eine Mordermittlung ist kein Fall für eine Schnellimbissdetektivin, sondern für die Polizei, die eine solche Ermittlung mit den nötigen Mitteln und Rechten vorantreiben kann. Außerdem will Liza Cody diesen Fall in ihrem neuem Roman „Die Schnellimbissdetektivin“ nicht erzählen. Sie will lieber weiter von Hannahs kleinen Fällen und dem Alltag im Viertel erzählen.

Und so entsteht durch die Augen von Liza Codys Ich-Erzählerin Hannah Abram das Porträt einer Gemeinschaft und des Lebens in einem der weniger noblen Viertel im heutigen London. Insofern ist „Die Schnellimbissdetektivin“ mehr schwarzhumorige Sozialstudie als spannender Kriminalroman.

Liza Cody: Die Schnellimbissdetektivin

(übersetzt von Iris Konopik)

Ariadne/Argument Verlag, 2024

352 Seiten

18 Euro

Originalausgabe

The Short-Order Detective

2024

(in Großbritannien noch nicht veröffentlicht)

Hinweise

Homepage von Liza Cody

Perlentaucher über Liza Cody und „Die Schnellimbissdetektivin“

Wikipedia über Liza Cody (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Liza Codys „Miss Terry“ (Miss Terry, 2012)


TV-Tipp für den 31. Juli: Kampf um Wahrheit – Julian Assange und die dunklen Geheimnisse des Krieges

Juli 30, 2024

RBB, 22.30

Kampf um Wahrheit – Julian Assange und die dunklen Geheimnisse des Krieges (Deutschland 2024)

Regie: Can Dündar, Sarah Mabrouk (Co-Regie)

Neue, knapp einstündige Doku über Julian Assange und Wikileaks. Dündar und Mabrouk begleiteten Stella Assange in den letzten Monaten vor der überraschenden Entlassung von ihrem Ehemann Julian Assange.

Hinweise

RBB über die Doku

Deutsche Welle über die Doku

Wikipedia über Wikileaks (deutsch, englisch) und Julian Assange (deutsch, englisch)


Cover der Woche

Juli 30, 2024

Tolles Buch!!!…!


TV-Tipp für den 30. Juli: Nymphomaniac

Juli 29, 2024

Tele 5, 22.00

Nymphomaniac – Teil 1 (Nymphomaniac – Volume 1, Dänemark/Deutschland/Frankreich/Schweden 2013)

Regie: Lars von Trier

Drehbuch: Lars von Trier

Joe (Charlotte Gainsbourg) erzählt einem älteren Mann, der ihr verständnisvoll zuhört, wie sie zur Nymphomanin wurde. Zwischen ihren Erinnerungen unterhalten sie sich tiefsinnig über ihr Leben und analysieren es in einer köstlichen Mischung aus Tief- und Flachsinn.

Tele 5 zeigt als Double-Feature Lars von Triers „Nymphomaniac“ in der Kinofassung. Beide Teile erschienen auch in einem deutlich längeren Director’s Cut.

Eine ziemlich spaßige Angelegenheit.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Charlotte Gainsbourg, Stellan Skarsgard, Stacy Martin, Shia LaBeouf, Christian Slater, Jamie Bell, Uma Thurman, Jesper Christensen

Tele 5, 00.30

Nymphomaniac – Teil 2 (Nymphomaniac – Volume 2, Dänemark/Deutschland/Frankreich/Schweden 2013)

Regie: Lars von Trier

Drehbuch: Lars von Trier

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Charlotte Gainsbourg, Stellan Skarsgard, Stacy Martin, Shia LaBeouf, Christian Slater, Jamie Bell, Willem Dafoe, Michael Pas, Jean-Marc Barr, Udo Kier

Hinweise

Moviepilot über „Nymph( )maniac – Teil 1“

Moviepilot über „Nymphomaniac – Teil 2“

Metacritic über „Nymph( )maniac – Teil 1“

Metacritic über „Nymphomaniac – Teil 2“

Rotten Tomatoes über „Nymph( )maniac – Teil 1“

Rotten Tomatoes über „Nymphomaniac – Teil 2“

Wikipedia über „Nymphomaniac“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Lars von Triers „Nymphomaniac – Teil 1 (Nymphomaniac – Volume 1, Dänemark/Deutschland/Frankreich/Schweden 2013)

Meine Besprechung von Lars von Triers „Nymphomaniac – Teil 2“ (Nymphomaniac – Volume 2, Dänemark/Deutschland/Frankreich/Schweden 2013)

Meine Besprechung von Lars von Triers „The House that Jack built“ (The House that Jack built, Dänemark/Schweden/Frankreich/Deutschland 2018)

Meine Besprechung von Lars von Triers „Geister – Exodus“ (Riget: Exodus, Dänemark 2022)

Die Berlinale-Pressekonferenz, die zum Stadtgespräch wurde:

 


TV-Tipp für den 29. Juli: Der Unbestechliche – Mörderisches Marseille

Juli 28, 2024

MDR, 00.20

Der Unbestechliche – Mörderisches Marseille (La French, Frankreich/Belgien 2014)

Regie: Cédric Jimenez

Drehbuch: Audrey Diwan, Cédric Jimenez

Marseille, siebziger Jahre: Richter Pierre Michel will den lokalen Drogenlord Gaetano Zampa zur Strecke bringen.

Toller Franco-Thriller, der die französische Seite der „French Connection“ zeigt.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechungen.

mit Jean Dujardin, Gilles Lellouche, Céline Sallette, Mélanie Doutey, Benoît Magimel, Guillaume Gouix, Bruno Todeschini, Féodor Atkine, Moussa Maaskri

Hinweise

AlloCiné über „Der Unbestechliche“

Rotten Tomatoes über „Der Unbestechliche“

Wikipedia über „Der Unbestechliche“ (deutsch, englisch, französisch)

Meine Besprechung von Cédric Jimenez‘ „Der Unbestechliche – Mörderisches Marseille“ (La French, Frankreich/Belgien 2014)

Meine Besprechung von Cédric Jimenez‘ „November“ (Novembre, Frankreich 2022)


TV-Tipp für den 28. Juli: The Forever Purge

Juli 27, 2024

RTL, 23.45

The Forever Purge (The Forever Purge, USA 2021)

Regie: Everardo Valerio Gout

Drehbuch: James DeMonaco

Immer nur eine Nacht lang purgen ist doof, denkt sich eine Bürgerwehr. Sie nennt sich „Forever Purge“ und macht im ganzen Land Jagd auf alles, was ihnen nicht gefällt. In Texas jagen sie einige Menschen, die in Richtung Mexiko flüchten.

TV-Premiere. Gewohnt knalliges Exploitation-Kino, das damals, nach der Wahl von Joe Biden zum US-Präsidenten, etwas aus der Zeit gefallen war (ach, was waren wir damals naiv) und heute, angesichts der Reden von Republikanern und ihrem Umfeld, wieder erschreckend aktuell ist.

Und so ist der fünfte „The Purge“-Film, damals und heute, ein aktuelle politische Diskurse kommentierendes Roadmovie mit viel Action, Blut, Gewalt, einigen, eher wenig überraschenden Wendungen und starken Rollen für Native Americans, Mexikaner und Frauen.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Ana de la Reguera, Tenoch Huerta, Josh Lucas, Cassidy Freeman, Leven Rambin, Will Patton, Alejandro Edda, Sammi Rotibi, Zahn McClarnon

Hinweise

Deutsche Facebook-Seite zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „The Forever Purge“

Metacritic über „The Forever Purge“

Rotten Tomatoes über „The Forever Purge“

Wikipedia über „The Forever Purge“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von James DeMonacos „The Purge: Die Säuberung“ (The Purge, USA 2013)

Meine Besprechung von James DeMonacos „The Purge: Anarchy“ (The Purge: Anarchy, USA 2014)

Meine Besprechung von James DeMonacos „The Purge: Election Year“ (The Purge: Election Year, USA/Frankreich 2016)

Meine Besprechung von Gerard McMurrays „The First Purge“ (The First Purge, USA 2018)

Meine Besprechung von Everardo Valerio Gouts „The Forever Purge“ (The Forever Purge, USA 2021)


TV-Tipp für den 27. Juli: 12 Years a Slave

Juli 26, 2024

RTL II, 20.15

12 Years a Slave (12 Years a Slave, USA 2013)

Regie: Steve McQueen

Drehbuch: John Ridley

LV: Solomon Northup: Twelve Years a Slave, 1853

New York, 1841: Solomon Northup wird von Sklavenhändlern entführt und in die Südstaaten verkauft.

Steve McQueens grandioser Film schildert die wahre Geschichte von Solomon Northup. Der vielfach ausgezeichnete und hochgelobte Film erhielt, unter anderem, den Oscar als Bester Film.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Chiwetel Ejiofor, Michael Fassbender, Lupita Nyong’o, Benedict Cumberbatch, Brad Pitt, Paul Dano, Paul Giamatti, Sarah Paulson, Alfre Woodard

Hinweise

Moviepilot über „12 Years a Slave“

Metacritic über „12 Years a Slave“

Rotten Tomatoes über „12 Years a Slave“

Wikipedia über „12 Years a Slave“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Steve McQueens „Shame“ (Shame, Großbritannien 2011)

Meine Besprechung von Steve McQueens „12 Years a Slave“ (12 Years a Slave, USA 2013)

Meine Besprechung von Steve McQueens „Widows – Tödliche Witwen“ (Widows, USA 2018)