TV-Tipp für den 13. April: Asphalt Cowboy

April 13, 2014

BR, 23.15

Asphalt-Cowboy (USA 1969, R.: John Schlesinger)

Drehbuch: Waldo Salt

LV: James Leo Herlihy: Midnight Cowboy, 1965 (Mitternachts-Cowboy)

Der naive Cowboy Joe Buck aus Texas will in New York als Gigolo viel Geld verdienen. Aber bei den reichen Damen hat er kein Glück und sein einziger Freund, der an Tuberkulose erkrankte Kleingauner Ratso, vermittelt ihn an schwule Kunden. Denn die lieben einen echten Cowboy.

Mit dem vor Ort gedrehten, den ‘american way of life’ kritisierendem Drama hatte John Schlesinger in den USA seinen Durchbruch, Jon Voight und Dustin Hoffman (der bereits mit „Die Reifeprüfung“ einen Hit hatte) stiegen in die erste Liga auf und, nachdem der Film für zahlreiche Preise nominiert wurde und etliche erhielt (der bekannteste ist natürlich der Oscar für den besten Film des Jahres), wurde auch das X-Rating (nicht jugendfrei und damit vor allem für Pornos reserviert) für diesen Film überdacht und in ein R-Rating.

Für das muntere Partygeplauder sollte man wissen, dass „Asphalt-Cowboy“ nicht nur einzige Film ist, der mit einem X-Rating, der einen Oscar als bester Film erhielt, sondern dass er auch der einzige als nicht jugendfrei eingestufte Spielfilm ist, der einem amtierendem US-Präsidenten gezeigt wurde.

Für Cineasten ist „Asphalt-Cowboy“ einer der ersten New-Hollywood-Filme.

mit Dustin Hoffman, Jon Voight, Sylvia Miles, John McGivern, Brenda Vaccaro

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Asphalt-Cowboy“

Wikipedia über „Asphalt-Cowboy“ (deutsch, englisch)

Drehbuch “Midnight Cowboy” von James Herlily und Waldo Salt (Fassung vom 2. Februar 1968)

Michael Dare über “Midnight Cowboy” (Liner-Notes der Criterion-DVD)

MetalAsylum: Mike Lorefice über “Midnight Cowboy” (25. Januar 2002)

Filmsite: Tim Dirks über “Midnight Cowboy”

Orlando Sentinel: Jon Voight über “Midnight Cowboy” (30. März 2009)


Neu im Kino/Filmkritik: Die Neustarts „Sabotage“, „SuperHypochonder“, „Spuren“ und „Die Poetin“

April 12, 2014

Zwischen schneuzen und husten und nach einem Brüssel-Ausflug, bei dem ich, vor allem im Zug, viel weniger tun konnte, als ich tun wollte, gibt es jetzt einige Kurzkritiken zu den Neustarts der Woche:

„Sabotage“ heißt der neue Arnold-Schwarzenegger-Film. Er spielt John „Breacher“ Wharton, den Leiter eines Special Operations Team der Anti-Drogen-Behörde DEA. Mit seinem Team klaut er bei einem Einsatz gegen einen Drogenbaron zehn Millionen Dollar. Dummerweise ist das Geld, als sie es abholen wollen, verschwunden. Die Untersuchung der Internen Ermittler, die vermuten, dass Breachers Team Geld geklaut hat, überstehen sie, aber danach beginnt jemand sie der Reihe nach umzubringen.
David Ayer, der auch „Training Day“, „Dark Blue“, „Street Kings“ und „End of Watch“ machte, inszeniert Arnold Schwarzenegger. Das weckt Erwartungen, die der Film in keiner Sekunde erfüllt. Anstatt eines intelligenten Noir-Cop-Thrillers ist „Sabotage“ ist ein dumpfes Macho-Abenteuer (auch die einzige Frau in Breachers Team ist ein Vorzeigemacho), das seine wahre Heimat irgendwo im TV-Spätprogramm hat.
Denn der Gegner ist ohne Gesicht, die Konflikte im Team sind banal, ihre nie glaubwürdige Kameradie peinlich dick aufgetragen, die Handlung schleppt sich zäh wie erkaltete Lava vor sich hin. Nein, das alles hat man schon unzählige Male besser gesehen in unzähligen Cop-Thrillern, auch von Ayer, oder der grandiosen TV-Serie „The Shield“, die ähnliche Themen ungleich gelungener durchbuchstabiert. Dass der Film nicht, wie Ayers vorherige Filme, in Los Angeles, sondern in Atlanta, Georgia, spielt, erfährt man durch einige Wald- und Brückenbilder. Dabei lebten Ayers bisherige Filme gerade von seiner symbiotischen Beziehung zwischen Handlungsort und Filmgeschichte. „Sabotage“ könnte dagegen überall spielen.
Nein, von dem Team Ayer-Schwarzenegger hatte ich mehr erwartet. So ist „Sabotage“ der schlechteste Film von Arnold Schwarzenegger nach seiner politikverordneten Pause und ein Werk der verschenkten Möglichkeiten.

Sabotage - Plakat - 4

Sabotage (Sabotage, USA 2014)
Regie: David Ayer
Drehbuch: Skip Woods, David Ayer
mit Arnold Schwarzenegger, Sam Worthington, Joe Manganiello, Josh Holloway, Terrence Howard, Max Martini, Kevin Vance, Mark Schlegel, Martin Donovan, Mireille Enos, Olivia Williams
Länge: 109 Minuten
FSK: ab 18 Jahre

Hinweise
Englische Homepage zum Film
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Sabotage“
Moviepilot über „Sabotage“
Metacritic über „Sabotage“
Rotten Tomatoes über „Sabotage“
Wikipedia über „Sabotage“ (deutsch, englisch)
Meine Besprechung von David Ayers „End of Watch“ (End of Watch, USA 2012)


„Super-Hypochonder“ ist der neue Film der „Willkommen bei den Sch’tis“-Macher und während mir die Prämisse von „Willkommen bei den Sch’tis“ zu altmodisch und damit für einen zeitgenössischen Film zu weit hergeholt war, hat mir „Super-Hypochonder“ wesentlich besser gefallen. Dabei basiert auch diese Geschichte in der guten alten Komödien- und Klamauk-Tradition der fünfziger und sechziger Jahre: Romain Faubert ist der titelgebende Superhypochonder, dessen sozialen Kontakte sich hauptsächlich auf seine Treffen mit seinem Arzt Dr. Dimitri Zvenka beschränken. Der will jetzt seinen besten Patienten, der kerngesund ist, endlich loswerden. Die Idee mit einer Freundin schlägt fehl. Als er ihn mit zu einem Flüchtlingsschiff schleppt, auf dem er und andere Ärzte ehrenamtlich die Flüchtlinge medizinisch versorgen, geraten die Dinge außer Kontrolle. Faubert wird nach einem dummen Zufall für Anton Miroslav, den Anführer der Revolution in Tscherkistan gehalten – und Zvenkas revolutionsbegeisterte Schwester Anna verliebt sich sofort in den sympathischen Revolutionär, den sie, vor seinen Verfolgern, bei sich zu Hause versteckt.
Der Revolutionär versteckt sich währenddessen, schwer verletzt, in Fauberts Wohnung und ist von der gut ausgestatteten Hausapotheke begeistert. Natürlich fliegt der Schwindel auf. Dennoch wird Faubert nach Tscherkistan ausgeliefert.
Ein kurzweiliger Klamauk.

SuperHypochonder - Plakat

Super-Hypochonder (Supercondriaque, Frankreich 2013)
Regie: Dany Boon
Drehbuch: Dany Boon
mit Dany Boon, Alice Pol, Kad Merad, Jean-Yves Berteloot, Judith El Zein, Valérie Bonneton, Bruno Lochet
Länge: 108 Minuten
FSK: ab 6 Jahre

Hinweise
Französische Homepage zum Film
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Super-Hypochonder“
Moviepilot über „Super-Hypochonder“
Wikipedia über „Super-Hypochonder“ (deutsch, französisch)


Und dann gibt es noch zwei Biopics.
In „Spuren“ wird die Geschichte der 27-jährigen Robyn Davidson erzählt, die 1977 mit vier Kamelen in neun Monaten die australische Wüste von Alice Springs bis zum Indischen Ozean durchquerte. Die Reportage über ihre Reise wurde zu einem Verkaufserfolg für das „National Geographic“-Magazin. Ihr kurz darauf geschriebenes Buch ein Bestseller.
Der Film selbst ist eine höchst zwiespältige Angelegenheit. Denn den Machern gelingt es nie, zu zeigen, warum Davidson die gefährliche Reise unternimmt. In den anderen Ein-Personen-Stücken, die in letzter Zeit im Kino liefen, wie „Buried“, „Gravity“ und „All is Lost“ war das klar: der Protagonist wollte überleben. Aber bei Davidson ist es unklar. Am Filmanfang sagt sie, fast schon schnippisch: „Warum nicht?“ Denn warum soll eine Frau nicht auch eine Reise unternehmen können, wenn ein Mann das kann? Ein guter Punkt, der allerdings nicht über einen ganzen Film trägt, sondern, als Gegenfrage, eine klassische Nicht-Antwort ist.
Außerdem scheint in „Spuren“ die einsame Wüste ein Ort des Lebens zu sein. Denn es gibt kaum eine Szene, in der Davidson allein ist. Immer wieder trifft die Frau, die die Einsamkeit sucht, Menschen. Aber auch aus diesem Konflikt schlägt der Film keine dramaturgischen Funken.
Immerhin gibt es einige schöne Landschaftsaufnahmen und Mia Wasikowska in der Hauptrolle.

Spuren - Plakat

Spuren (Tracks, Australien 2013)
Regie: John Curran
Drehbuch: Marion Nelson
LV: Robyn Davidson: Tracks, 1980 (Spuren – Eine Reise durch Australien)
mit Mia Wasikowska, Adam Driver, Rainer Bock, Rolley Mintuma, John Flaus, Robert Coleby, Tim Rodgers
Länge: 113 Minuten
FSK: ab 6 Jahre

Hinweise
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Spuren“
Moviepilot über „Spuren“
Metacritic über „Spuren“
Rotten Tomatoes über „Spuren“
Wikipedia über „Spuren“
Meine Besprechung von John Currans “Stone” (Stone, USA 2010)


In „Die Poetin“ ist dagegen die dramaturgische Klammer sehr deutlich: „The art of losing isn’t hard to master.“
Es ist die erste Zeile von Elizabeth Bishops Gedicht „The art of losing“ und der Film erzählt, wie sie das lernte: 1951 ist sie in einer Schaffenskrise. Als sie mit diesem Gedicht nicht weiterkommt, entschließt sie sich zu einer Reise. In Rio de Janeiro besucht sie ihre alte Studienfreundin Mary, die mit Lota de Macedo Soares liiert ist. Die burschikose Architektin kann zuerst nichts mit der sanften Dichterin und ihrem elitärem Künstlergehabe anfangen. Sie verlieben sich dann doch ineinander und der Film zeichnet ihre Beziehung, die am Anfang auch eine lesbische Dreiecksbeziehung ist, nach.
Lota de Macedo Soares (1910 – 1967) schuf später den zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Flamengo Park in Rio de Janeiro.
Elizabeth Bishop (1911 – 1979) erhielt 1956 den Pulitzer-Preis für ihrem Gedichtzyklus „North & South – A Cold Spring“. Weitere wichtige Literaturpreise folgten.
Konventionell, fast schon unterkühlt inszeniert, bietet das Biopic, das sich auf Bishops fünfzehnjährigen Aufenthalt in Brasilien konzentriert, einen gelungenen Einblick in das Leben von zwei Frauen – und wie Bishop „the art of losing“ erlernte.

Die Poetin - Plakat

Die Poetin (Flores Raras/Reaching for the Moon, Brasilien 2013)
Regie: Bruno Barreto
Drehbuch: Matthew Chapman, Julie Sayres (basierend auf dem Drehbuch von Carolina Kotscho)
mit Miranda Otto, Glória Pires, Tracy Middendorf, Marcello Airoldi, Treat Williams
Länge: 120 Minuten
FSK: ab 6 Jahre

Hinweise
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Die Poetin“
Moviepilot über „Die Poetin“
Metacritic über „Die Poetin“
Rotten Tomatoes über „Die Poetin“
Wikipedia über „Die Poetin“


TV-Tipp für den 12. April: Zodiac – Die Spur des Killers

April 12, 2014

RTL II, 20.15

Zodiac – Die Spur des Killers (USA 2007, R.: David Fincher)

Drehbuch: James Vanderbilt

LV: Robert Graysmith: Zodiac, 1976 (Zodiac – Auf der Spur eines Serienkillers)

Finchers epische, detailversessene Verfilmung über die Jagd nach dem Zodiac-Killer, der auch als Inspiration für den Killer in dem ersten „Dirty Harry“-Film diente. Der Zodiac-Killer versetzte in den späten Sechzigern die Bevölkerung in und um San Francisco in Angst und Schrecken. Dazu trugen neben seinen Taten und dem ausbleibenden Fahndungserfolg der Polizei auch seine verschlüsselten Briefe an die Öffentlichkeit bei. Bis heute ist seine Identität unklar.

Das Drehbuch war für den Edgar den Preis der Writers Guild of America nominiert.

Mit Jake Gyllenhaal, Mark Ruffalo, Anthony Edwards, Robert Downey jr., Brian Cox, Cloe Sevigny, Elias Koteas, Dermot Mulroney

Hinweise

Amerikanische Homepage zu Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Zodiac – Die Spur des Killers“

Drehbuch „Zodiac von James Vanderbilt (oder hier)

Wikipedia über „Zodiac“ (deutsch, englisch)

Zodiac Killer Facts (eine Gegenüberstellung von Film und Wirklichkeit; – keine Ahnung, wie genau die Auflistung ist)

Meine Besprechung von David Finchers “Verblendung” (The Girl with the Dragon Tattoo, USA 2011)

David Fincher in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 11. April: The International

April 11, 2014

Pro7, 22.30

The International (The International, USA/D 2009)

Regie: Tom Tykwer

Drehbuch: Eric Warren Singer

Ein Interpol-Agent und eine New Yorker Staatsanwältin wollen eine mächtige Bank, die Krieg und Terror finanziert, zur Strecke bringen. Das ist natürlich nicht so einfach.

Eine Woche nachdem „The International“ 2009 die Berlinale eröffnete und dort auf ein geteiltes Echo stieß, lief Tom Tykwers neuer Film in den Kinos an. Für Berliner ist er wegen des exzessiven Berlin-Shooting natürlich ein Pflichtprogramm. Aber auch andere sollten einen Blick riskieren. Denn „The International“ ist ein grundsolider Politthriller, der weitgehend realistisch unterhält (jaja, die Schießerei im Guggenheim-Museum ist reinstes Kino. Oder glaubt wirklich irgendjemand, dass in der Realität in dem Museum minutenlang herumgeballert werden kann, ohne dass ein Polizist oder ein Sicherheitsbeamter auftaucht? Aber toll anzusehen ist sie trotzdem.).

„Es gibt doch zurzeit nicht gerade haufenweise starke Thriller mit überzeugendem Gegenwartsbezug, die trotzdem dynamisch und intensiv sind, und die nicht angestrengt aufklärerisch oder bieder moralisierend daherkommen. Energische und trotzdem nachdenkliche Filme, deren Actionsequenzen nicht so hysterisch und ermüdend wirken, sondern klug verteilt sind. So einen Film wollte ich machen, auch aus einem gewissen Frust heraus, dass es in den letzten Jahren nur ganz wenige Vorbilder gab, an denen man sich hätte orientieren können. (…) Unser Film ist auch eine Reminiszenz an die klassischen Polit-Thriller aus den Siebzigerjahren, wo die Idee eines geheimen Systems innerhalb der offiziellen Dienste sehr verbreitet war. (…) Dieses Element des Paranoia-Thrillers wollten wir aufnehmen und in die Gegenwart führen.“ (Tom Tykwer, Berliner Zeitung 31. Januar/1. Februar 2009)

Mit Clive Owen, Naomi Watts, Armin Müller-Stahl, Brian F. O’Byrne

Wiederholung: Samstag, 12. April, 03.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „The International“

Rotten Tomatoes über „The International“

Meine Besprechung von Tom Tykwer/Lana & Andy Wachowski „Cloud Atlas“ (Cloud Atlas, USA/Deutschland 2012)

 


TV-Tipp für den 10. April: Die Fliege

April 10, 2014

 

Eins Plus, 23.05

Die Fliege (USA 1986, Regie: David Cronenberg)

Drehbuch: David Cronenberg, Charles Edward Pogue

LV: George Langelaan: The Fly, 1957 (Die Fliege und andere Erzählungen aus der phantastischen Wirklichkeit; Kurzgeschichte)

Biologe Seth erforscht den molekularen Transport von Lebewesen (vulgo „beamen“). Bei einem Versuch transportiert er sich selbst und eine Fliege von dem einen Teleporter zum nächsten. Die, von David Cronenberg, liebevoll bis zum letzten Detail ausgemalte Konsequenz, ist, dass Seth und die Fliege immer mehr zu einem Wesen werden.

Grandioses Remake von einem Science-Fiction-Horrorfilmklassiker, der von Cronenberg vom Kopf auf die Füße gestellt wurde.

mit Jeff Goldblum, Geena Davis, John Getz, Jay Boushel, David Cronenberg

Wiederholung: Freitag, 11. April, 03.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Die Fliege“

Wikipedia über „Die Fliege“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Marcus Stigleggers “David Cronenberg” (2011)

Meine Besprechung von David Cronenbergs „Cosmopolis“ (Cosmopolis, Frankreich/Kanada 2012)

 


„Mord in Metropolis“, während Fritz Lang einen Film dreht

April 9, 2014

 

Baur - Mord in Metropolis - 2

Ein Roman, der sich mit den Dreharbeiten von Fritz Langs Science-Fiction-Klassiker „Metropolis“ beschäftigt. Das interessiert mich als Filmfan natürlich. Und dass es sich um einen Kriminalroman handelt, macht die Sache noch besser. Weitere positive, damit zusammenhängende Punkte sind: der Roman spielt in Berlin und Babelsberg, wo der Film gedreht wurde, in den turbulenten zwanziger Jahren.

Und dennoch hat mir Robert Baurs „Mord in Metropolis“ nicht so gut gefallen, wie ich es erwartete.

Also, die Story: Von seinem früheren Vorgesetzten, Kriminalrat Ernst Gennat, wird Robert Grenfeld, ein Ex-Kommissar, nicht korrupt, aber mit guten Beziehungen zum Milieu, verheiratet mit einer Bankierstochter und Alkoholiker, gebeten, sich beim Dreh von „Metropolis“ umzusehen. Denn Hauptdarstellerin Brigitte Helm hat ein Drohgedicht erhalten. Grenfeld hört sich um und als er die Sache zu den Akten legen will, wird eine junge Schauspielerin, die eine Doppelgängerin der Hauptdarstellerin sein könnte, ermordet.

Im folgenden Entwirft Baur ein breites Panorama der zwanziger Jahre, in der fast alles dabei ist, das wir noch irgendwie von der Zeit wissen: das Berliner Nachtleben, die Ringvereine (die deutsche Version der Mafia), die Armut, das freie Leben in italienischen Landkommunen, die Dreharbeiten für „Metropolis“, der finanzielle Überlebenskampf der Filmproduktionsfirma UFA, und natürlich die Nazi-Umtriebe.

Der eigentliche Mordfall, der sich zu einer veritablen Serie entwickelt, tritt hinter diesem Panorama zurück. Die Lösung folgt dann dem beliebigen Der-Gärtner-ist-der-Mörder-Muster, bei dem die Bösewichter dann auch gleich noch dem Kommissar ihre ganzen Pläne enthüllen.

Im Gegensatz zu den ebenfalls in den Zwanzigern spielenden Paul-Kajetan-Romanen von Robert Hültner oder den etwas später spielenden Klara-Schindler-Romanen von Robert Brack fühlt sich das Zwanziger-Jahre-Berlin von Robert Baur immer wie eine schön ausgestattete Kulisse an. Alles, was damals wichtig war, wird erwähnt, aber wenn die Charaktere dann reden, klingt es wie in einem x-beliebigen TV-Krimi, wenn die Ermittler über ihre Arbeit, ihr Leben und die steigende Kriminalität räsonieren.

Robert Baur: Mord in Metropolis

Gmeiner, 2014

384 Seiten

11,99 Euro

Hinweise

Gmeiner-Verlag über Robert Baur

Homepage von Robert Baur

 

 


TV-Tipp für den 9. April: Die innere Sicherheit

April 9, 2014

Arte, 21.55

Die innere Sicherheit (D 2000, R.: Christian Petzold)

Drehbuch: Christian Petzold, Harun Farocki

Die 15-jährige Jeanne ist mit ihren Eltern ständig auf der Flucht. Denn diese sind gesuchte, ehemalige RAF-Terroristen. Jetzt müssen sie wegen Geldproblemen zurück nach Deutschland. Die alten Freunde sollen ihnen aus der finanziellen Misere helfen. Und Jeanne ist erstmals wirklich verliebt.

Mit dem genau beobachteten, die deutsche Wirklichkeit sezierenden Drama über vergangene Schuld, das Erwachsenwerden und Verpflichtungen hatte Christian Petzold seinen Durchbruch bei den Kritikern und dem Publikum (über 100.000 Zuschauer). Stellvertretend für die zahlreichen euphorischen Besprechungen: „bester deutscher Film des Jahres“ (Michael Althen, SZ, 31. Januar 2001)

Davor, um 20.15 Uhr, läuft „Barbara“, ebenfalls von Christian Petzold.

Mit Julia Hummer, Barbara Auer, Richy Müller, Günther Maria Halmer

Hinweis

M Means Movie: Interview mit Christian Petzold (2001)


Cover der Woche

April 8, 2014

Niven - Der schwebende Wald


TV-Tipp für den 8. April: Der Wind und der Löwe

April 8, 2014

 

Servus TV, 20.15

Der Wind und der Löwe (USA 1975, Regie: John Milius)

Drehbuch: John Milius

Tanger, 1904: Scheich El Raisuli (Sean Connery) entführt eine Amerikanerin (Candice Bergen) und löst heftige diplomatische Komplikationen aus.

Klassischer Abenteuerfilm und „eine der schönsten Heldenfiguren aus dem Repertoire des Superstars“ (Adolf Heinzlmeier: Sean Connery)

Für das „Time“-Magazin gehört „Der Wind und der Löwe“ zu den zehn besten Filmen des Jahrzehnts.

mit Sean Connery, Candice Bergen, Brian Keith, John Huston, Geoffrey Lewis

Wiederholung: Mittwoch, 9. April, 00.35 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der Wind und der Löwe“

Wikipedia über „Der Wind und der Löwe“ (deutsch, englisch)

Sean Connery in der Kriminalakte

 


DVD-Kritik: Madame schießt scharf in „Sweetwater“

April 7, 2014

 

Eine Frau im violetten Kleid mit Revolver und Gewehr – allein schon das Bild zeigt, dass „Sweetwater“ kein gewöhnlicher Western ist. Denn diese Frau, gespielt von „Mad Men“-Betty-Draper January Jones, ist wahrlich keine Damsel in Distress. Mit ihrem Mann Miguel Ramirez betreibt Sarah in der Nähe von Sweetwater eine kleine Farm. Sie haben Probleme mit dem Geistlichen Josiah (Jason Isaacs), dessen Schafe bei ihren Spaziergängen durch die freie Natur immer wieder ihren Acker verwüsten. Außerderm gehört er einer, nun, sehr alttestamentarischen Interpretation der Heiligen Schrift an, die dazu führt, dass er schonungslos Leute umbringt. So auch zwei herumziehenden Strauchdiebe, die behaupten, mit dem Gouverneur von Santa Fé verwandt zu sein.

Kurz darauf taucht Sheriff Jackson (Ed Harris) in Sweetwater auf. Er sucht diese beiden spurlos verschwundenen Strauchdiebe, die die Wahrheit sagten – und mit seinem zwischen Provokation und Durchgeknalltheit schwankendem Verhalten, das gegenüber den Stadtvätern und dem Geistlichen jeden Respekt vermissen lässt, provoziert er die Einwohner von Sweetwater.

Als Josiah Miguel tötet, nimmt Sarah das Gesetz in ihre Hände – und dem Blutbad in Sweetwater steht nichts mehr im Weg.

Diese altbekannte Western-Geschichte von Rache und Vergeltung wird in Logan Millers Western „Sweetwater“ eher mitgeschleift, um einen herrlich schrägen, bitterbösen Western voller absurder Situationen, durchgeknallter Charaktere und prächtiger Postkartenaufnahmen zu präsentieren, der wie die unterkühlte Hollywood-Version von „El Topo“ wirkt.

Das ist definitiv kein Western für die breite Masse, aber in der richtigen Verfassung ist er wirklich spaßige Unterhaltung.

Das „Making of“ ist eine einzige, verzichtbare Ansammlung von Lobhuddeleien.

 

Sweetwater - DVD-Cover

 

Sweetwater – Blut schreit nach Blut (Sweetwater, USA 2013)

Regie: Logan Miller

Drehbuch: Logan Miller, Noah Miller, Andrew McKenzie

mit January Jones, Ed Harris, Jason Isaacs, Eduardo Noriega, Jason Aldean

DVD

Studiocanal

Bild: 1.40:1 (16:9)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Making of, Trailer

Länge: 91 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Metacritic über „Sweetwater“

Rotten Tomatoes über „Sweetwater“

Wikipedia über „Sweetwater“

 

 

 


TV-Tipp für den 7. April: Die Verachtung

April 7, 2014

Arte, 20.15

Die Verachtung (Frankreich/Italien 1963, R.: Jean-Luc Godard)

Drehbuch: Jean-Luc Godard

LV: Alberto Morovia: Il Desprezzo, 1954 (Die Verachtung)

Drehbuchautor Paul soll das Drehbuch für einen Film über die Abenteuer von Odysseus auf der Insel Capri schreiben. Dort sind, neben ihm, seine Frau, der Produzent, der ein Auge auf Pauls Frau Camille geworfen hat, und der Regisseur. Camille, die an Pauls Liebe zweifelt, beginnt ihn zunehmend zu verachten.

Godards anspielungs- und zitatenreiche Satire auf das Filmbusiness, gedreht mit viel Geld, Brigitte Bardot und Fritz Lang als Regisseur.

mit Brigitte Bardot, Michel Piccoli, Jack Palance, Fritz Lang, Georgia Moll, Jean-Luc Godard, Raoul Coutard

Wiederholung: Freitag, 11. April, 14.10 Uhr

Hinweise

Wikipedia über „Die Verachtung“ (deutschenglisch)

Meine Besprechung von Jean-Luc Godards „Außer Atem“

Jean-Luc Godard und Fritz Lang in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: Der top besetzte Rural-Noir „Auge um Auge“

April 6, 2014

Der deutsche Titel „Auge um Auge“ klingt alttestamentarisch martialisch, während der Originaltitel „Out of the furnace“, wie der Film, nachdenklicher ist. Denn auch wenn es in „Auge um Auge“ eine Rachegeschichte gibt, beginnt sie extrem spät, irgendwann nach der Filmmitte, und sie steuert dann so gradlinig auf diese letzte Konfrontation zwischen Russell Baze (Christian Bale) und Harlan DeGroat (Woody Harrelson) zu, dass offensichtlich ist, dass sie wirklich nicht im Zentrum des Interesses von Regisseur und Drehbuchautor Scott Cooper steht.
Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen den beiden gegensätzlichen, durch ihre Hölle gehenden Brüdern Russell und Rodney Baze Jr. (Casey Affleck), der als Soldat viermal im Irak war, jetzt seine Zeit in Wettbüros verbringt, dort meistens verliert, und sich mit illegalen Faustkämpfen Geld verdient, um seine Schulden zu bezahlen. Russell ist das vernünftige Gegenteil: er arbeitet in Braddock, Pennsylvania, wie schon sein Vater, im Stahlwerk, schiebt Doppelschichten und will mit der Kindergärtnerin Lena Taylor (Zoe Saldana) eine Familie gründen. Er ist vielleicht nicht wirklich zufrieden mit seinem Leben, aber er weiß, was er erreichen kann und eine Anstellung im Stahlwerk ist ja nicht das schlechteste. Er versucht auch seinen Bruder Rodney vor dem Hinterzimmer-Geldverleiher John Petty (Willem Dafoe) zu schützen.
Das gelingt ihm auch ziemlich gut, bis Rodney in den Wäldern von New Jersey kämpfen will. Dort soll um das wirklich große Geld gekämpft werden und er könnte mit einem Kampf schuldenfrei sein. Soweit die Theorie. Die Wirklichkeit endet mit seinem Tod und der besonnene Russell will den psychopathischen Gangsterboss Harlan DeGroat, der auch die Kämpfe veranstaltet, zur Rechenschaft ziehen.
Das ist wahrlich keine neue Geschichte, aber sie gewinnt durch den präzisen Blick auf das Milieu der kleinen Leute und ihrer Sorgen – auch wenn sie alle von Hollywood-Stars gespielt werden.
„Auge um Auge“ ist ein Noir, wie er von Daniel Woodrell geschrieben sein könnte, und es ist der Versuch, die filmische Version des großen amerikanischen Romans zu erzählen, mit Reminiszenzen an „Die durch die Hölle gehen“ (The Deer Hunter, USA 1978), und der als Epos gerade keine Thriller-Spannung entfalten will. Deshalb gibt es in der ersten Hälfte auch einen längeren Gefängnisaufenthalt von Russell, der betrunken für einen Autounfall mit zwei Toten verantwortlich war. Nach dem Gefängnis hat Lena ihn verlassen, sein Vater ist gestorben, für die Beerdigung hat er keinen Freigang erhalten und natürlich wurde er als Stahlwerker entlassen. Die Stelle erhält er wieder.
Cooper erzählt trotz der Länge – und der für die Rachegeschichte verzichtbaren Gefängnisepisode, – oft elliptisch. So gibt es zwischen dem tödlichen Autounfall und Russells erstem Bild aus dem Gefängnis (das zuerst nur erkennbar an dem Schriftzug auf seiner Kleidung ist) keine verbindenden Szenen. Dass Russells Vater gestorben ist, erfahren wir auch auch erst, nachdem er nach seinem längeren Gefängnisaufenthalt (wie lange, erfahren wir nicht) das Grab besucht. In diesen Momenten hinterlässt Coopers elliptische Erzählweise das Gefühl, dass einige verbindende Szenen wenig elegant herausgeschnitten wurden, damit der Film nicht zu lang wird. Auch die Rolle von Forest Whitaker als Lenas neuer Freund und Ortssheriff ist für so einen bekannten und guten Schauspieler sehr klein ausgefallen.
Letztendlich hat „Auge um Auge“ vieles, was für ihn spricht, ohne wirklich hundertprozentig zu überzeugen, was auch an der extrem vorhersehbaren Geschichte, die eigentlich erst nach einer Stunde beginnt, liegt.
In der in seinem Blick auf die Schattenseite des amerikanischen Traums ähnlich düsteren Daniel-Woodrell-Verfilmung „Winter’s Bone“ beginnt die Hauptgeschichte viel früher und der Film ist auch viel kraftvoller als „Auge um Auge“. Aber Woodrell und Debra Granik, die den Roman verfilmte, wollten auch nur eine Geschichte erzählen, während Cooper eindeutig nach Höherem strebt.

Auge um Auge - Plakat - 4

Auge um Auge (Out of the Furnace, USA 2013)
Regie: Scott Cooper
Drehbuch: Scott Cooper, Brad Ingelsby
mit Christian Bale, Casey Affleck, Woody Harrelson, Willem Dafoe, Forest Whitaker, Zoe Saldana, Sam Shepard
Länge: 116 Minuten
FSK: ab 16 Jahre

Hinweise
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Auge um Auge“
Moviepilot über „Auge um Auge“
Metacritic über „Auge um Auge“
Rotten Tomatoes über „Auge um Auge“
Wikipedia über „Auge um Auge“ (deutsch, englisch)

Und die immer hörenswerten DP/30-Interviews

mit Scott Cooper und Woody Harrelson

Christian Bale

Casey Affleck

 

 


TV-Tipp für den 6. April: Black Swan

April 6, 2014

Pro7, 22.25

Black Swan (USA 2010, R.: Darren Aronofsky)

Drehbuch: Mark Heyman, Andres Heinz, John McLaughlin

Eine junge Ballerina, die immer perfekt sein will, erhält die Chance ihres Lebens: sie soll den Weißen und den Schwarzen Schwan in dem Tschaikowski-Ballett „Schwanensee“ spielen. Für die Rolle des Schwarzen Schwans muss sie auch ihre eigene dunkle Seite erforschen und kann dabei immer weniger zwischen Fantasie und Wirklichkeit unterscheiden.

Toller psychologischer Ballett-Horrorthriller, bei dem Spiegel und Spiegelungen in jeder Beziehungen und Szene wichtig sind. Der Einfluss von Roman Polanski ist unübersehbar. Besonders natürlich von seinen beiden Psycho-Horrorfilmen „Ekel“ (mit Catherine Deneuve) und, weniger deutlich, „Der Mieter“ (mit Roman Polanski).

Nachdem „The Wrestler“ ein Achtungserfolg beim Mainstream-Publikum (oder dem breiten Arthouse-Publikum war), gelang Independent-Liebling Darren Aronofsky mit dem Wereswan-Movie „Black Swan“ jetzt der große Durchbruch, wie erfreuliche Einspielergebnisse, ein begeistertes Publikum und ein Preisregen beweisen.

Am Donnerstag ist sein neuer Film „Noah“, ein gründlich misslungener Bibel-Fantasy-Big-Budget-Film angelaufen.

mit Natalie Portman, Vincent Cassel, Mila Kunis, Barbara Hershey, Winona Ryder

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Black Swan“

Metacritic über “Black Swan”

Rotten Tomatoes über “Black Swan”

Wikipedia über “Black Swan” (deutschenglisch)

Meine Besprechung von Darren Aronofskys „Noah“ (Noah, USA 2014)


Neu im Kino/Filmkritik: „Nymphomaniac 2“ – das Ende von Joes Geschichte

April 5, 2014

Am Ende von „Nymphomaniac – Teil 1“ hatte Joe (Stacy Martin) den Mann fürs Leben gefunden. Am Anfang des zweiten Teils ist sie glücklich mit Jerome (Shia LaBeouf) verheiratet. Sie haben ein gemeinsames Kind – und mit dem Sex läuft es bei der selbsternannten Nymphomanin nicht gut. Also probiert sie SM-Sex aus – und bringt dabei sogar ihr Kind in Gefahr. Nun, ja: sündiges Verhalten muss halt bestraft werden, aber gerade in diesen Szenen fällt auch von Triers verqueres Frauenbild auf. Denn die Frau als selbsternannte Sünderin will mit der Peitsche gezüchtigt werden.
Ungefähr in der Filmmitte beginnt sie für L (Willem Dafoe) als Geldeintreiberin zu arbeiten. Sie ist sehr talentiert, beginnt eine jüngere Frau in dem Gewerbe auszubilden. Joe verliebt sich in ihre Schülerin, aber ihr Lehrling hat es dann auch eher mit Männern, was dann auch dazu führt, dass Joe in der Gasse zusammengeschlagen wurde, in der Seligman sie am Anfang des Films fand.
Wie schon im ersten Teil wechselt Lars von Trier zwischen den tiefschürend abendländisch philosophischen Gesprächen zwischen Joe und Seligman und Joes Erzählungen aus ihrem Leben. Dabei spielt Charlotte Gainsbourg jetzt auch in den Rückblenden die inzwischen ältere Joe.
Ebenso wechselt von Trier, wie im ersten Teil, immer wieder den Stil. Er pendelt zwischen Sozialdrama, Arthouse-Kino und Blödeleien. Nur Seligmans tiefschürende Ausführungen zum Fliegenfischen, und wie Fliegenfischen und Sex miteinander zusammen hängen, fehlen. Dafür gibt es einen Auftritt von Udo Kier als Kellner und einen missglückten Sexversuch von Joe mit zwei Afroamerikanern, der als Comedy und als spektakuläres Bild, das fast überall abgedruckt wurde, grandios funktioniert.
Und so reihen sich auch im zweiten Teil die Szenen aneinander, aber während von Trier im ersten Teil noch einen erzählerischen Bogen spannte, lässt er ihn jetzt zugunsten verschiedener Episoden und einer abrupten Richtungsänderung in der Filmmitte links liegen. Sogar Joes große Lebensthese, dass sie als Nymphomanin die Strafe verdient habe, stimmt nicht mehr. Denn sie wurde eben nicht für ihre Sexsucht bestraft. Jedenfalls nicht direkt; indirekt über fünf Ecken, weil man halt irgendwann für seine Sünden bestraft wird.
Sowieso diente die gekünstelte Ausgangslage – Joe wird schwer verletzt von Seligman in einem Hinterhof entdeckt und sie erzählt ihm in einer quasi-therapeutischen Sitzung ihr Leben, weil sie ihm beweisen will, dass sie die Schläge verdient habe –, gekoppelt mit der Werbung, nur dazu, die Erwartungen des Publikums in Richtung Skandalfilm und Arthouse-Porno zu lenken. Beides ist „Nymphomaniac“ nicht. Eher schon ein liebevoll kuratierter YouTube-Abend.
Ich denke, Lars von Trier sitzt gerade in seinem Keller und lacht sich schlapp. Zuerst über die von ihm geweckten Erwartungen in Richtung „Porno“, jetzt über die Interpretationen, die aus dem eklektischen Wust von sich widersprechenden Erklärungen und Deutungsangeboten eine eindeutige künstlerische Botschaft herausdestillieren wollen und dafür versuchen, all die schönen Teile, Hinweise und Fährten zu einem kohärentem Gedankengebäude zusammen zu fügen.

Nymphomaniac 2 - Plakat

Nymphomaniac – Teil 2 (Nymphomaniac – Volume 2, Dänemark/Deutschland/Frankreich/Schweden 2013)
Regie: Lars von Trier
Drehbuch: Lars von Trier
mit Charlotte Gainsbourg, Stellan Skarsgard, Stacy Martin, Shia LaBeouf, Christian Slater, Jamie Bell, Willem Dafoe, Michael Pas, Jean-Marc Barr, Udo Kier
Länge: 124 Minuten (Kinofassung)
FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Englischsprachige Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Facebook-Seite zum Film

Film-Zeit über „Nymph( )maniac – Teil 1“

Moviepilot über „Nymph( )maniac – Teil 1“

Moviepilot über „Nymphomaniac – Teil 2“

Metacritic über „Nymph( )maniac – Teil 1“

Metacritic über „Nymphomaniac – Teil 2“

Rotten Tomatoes über „Nymph( )maniac – Teil 1“

Rotten Tomatoes über „Nymphomaniac – Teil 2“

Wikipedia über „Nymph( )maniac – Teil 1“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Lars von Triers „Nymphomaniac – Teil 1 (Nymphomaniac – Volume 1, Dänemark/Deutschland/Frankreich/Schweden 2013)


Neu im Kino/Filmkritik: Der dystopische Science-Fiction-Kracher „Snowpiercer“

April 5, 2014

Was für ein Bild: ein riesiger Zug rast durch eine schneebedeckte Landschaft. Aber es ist kein normaler Zug und auch kein normaler Schnee. Denn nach einem mißglückten Experiment gegen die Klimakatastrophe brach eine Eiszeit an, die alles Leben auf der Erde vernichtete. Bis auf die Passagiere des 650 Meter langen Zuges, der eine radikale Klassengesellschaft ist. Hinten im Zug sind die Armen, die vor sich hin vegetieren. Vorne die Reichen, die im dekadenten Reichtum leben. Und über allem thront Wilford, der mythische Erfinder der Maschine, die sie am Leben erhält.
Nachdem Mason, die keifende Vertreterin von Wilford, mal wieder die Armen besonders schäbig drangsalierte, entschließen Curtis und seine Getreuen sich zu einem verzweifelten Aufstand. Sie wollen sich durch den ganzen Zug nach vorne kämpfen.
„The Host“- und „Mother“-Regisseur Bong Joon-ho erzählt in seinem neuen Film, mit deutlich höherem Budget und einem Blick auf den internationalen Markt, mit eindrucksvollen Bildern diese kraftvolle Parabel eine Gesellschaft im rasenden Stillstand und den Überlebenswillen. Auch die Besetzung, mit „Captain America“ Chris Evans in der Hauptrolle und Jamie Bell, John Hurt, Ed Harris, Tilda Swinton und Octavia Spencer in weiteren wichtigen Rollen, hat eindeutig den internationalen Markt im Visier. Dennoch machte Bong Joon-ho bei seiner Inszenierung keine Kompromisse. Die klar gezeichneten Charaktere, die überhöhten Konflikte und, vor allem, die Gewaltdarstellungen sind in einer Drastik, die wir aus dem asiatischen Kino gewohnt sind.
Die einzelnen Wagons, durch die Curtis und seine Verbündeten sich kämpfen, geben oft satirisch überspitze Einblicke in die Klassengesellschaft. Curtis gelingt es sogar, sich bis zur Spitze des Zuges, in das Abteil von Wilford, zu kämpfen und er erlebt dort einige Überraschung.
Allerdings wird die unglaubwürdige Prämisse – dass nur einige Menschen in einem Zug überlebten, der sich seit Jahren um die ganze Welt bewegt – mit zunehmender Laufzeit immer unglaubwürdiger und der Kampf in seiner geraden Vorwärtsbewegung zunehmend unrealistischer. Denn ein Zug ist einfach nur ein langer schmaler Gang.

Snowpiercer - Plakat

Snowpiercer (Snowpiercer, Südkorea/USA/Frankreich 2013)
Regie: Bong Joon-ho
Drehbuch: Bong Joon-ho, Kelly Masterson
LV: Jacques Lob/Benjamin Legrand/Jean-Marc Rochette: Le Transperceneige, 1984 (Schneekreuzer)
mit Chris Evans, Jamie Bell, John Hurt, Ed Harris, Tilda Swinton, Song Kang-ho, Ko Asung, Octavia Spencer, Ewan Bremner, Tómas Lemarquis
Länge: 126 Minuten
FSK: ab 16 Jahre

Hinweise
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Snowpiercer“
Moviepilot über „Snowpiercer“
Metacritic über „Snowpiercer“
Rotten Tomatoes über „Snowpiercer“
Wikipedia über „Snowpiercer“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 5. April: Gesetz der Straße – Brooklyn’s Finest

April 4, 2014

MDR, 00.00

Gesetz der Straße – Brooklyn’s Finest (USA 2009, Regie: Antoine Fuqua)

Drehbuch: Michael C. Martin

Hochkarätig besetzter Ensemblefilm über drei Polizisten, die versuchen in Brooklyn ihren Weg zu gehen: der eine wartet nur noch auf seine Pensionierung, der andere will einen Undercover-Einsatz beenden und muss dafür einen Freund verraten, der dritte will Geld für seine Familie besorgen und geht dafür über Leichen.

Die Geschichten mögen etwas zu sehr die bekannten Cop-Film-Klischees bedienen, aber insgesamt ist „Brooklyn’s Finest“ ein sehenswerter, vor Ort gedrehter Cop-Film und damit auch eine Bestandsaufnahme der Gesellschaft.

mit Richard Gere, Don Cheadle, Ethan Hawke, Wesley Snipes, Vincent D’Onofrio, Will Patton, Lili Taylor, Ellen Barkin, Brían F. O’Byrne, Michael K. Williams, Lili Taylor

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Gesetz der Straße“

Rotten Tomatoes über „Gesetz der Straße“

Metacritic über „Gesetz der Straße“

Wikipedia über „Gesetz der Straße“ (deutsch, englisch)

The Root: Interview mit Michael C. Martin über „Brooklyn’s Finest“

Go into the Story: Interview mit Michael C. Martin über „Brooklyn’s Finest“

Variety über Michael C. Martin (10. Juni 2008)

Meine Besprechung von Antoine Fuquas “Training Day” (Training Day, USA 2001)

Meine Besprechung von Antoine Fuquas “Gesetz der Straße – Brooklyn’s Finest” (Brooklyn’s Finest, USA 2009)

Meine Besprechung von Antoine Fuquas “Olympus has fallen – Die Welt in Gefahr” (Olympus has fallen, USA 2013)


Neu im Kino/Filmkritik: „Union fürs Leben“ in Berlin, von der DDR in die BRD

April 4, 2014

Wer etwas über die bewegte Vereinsgeschichte des 1. FC Union Berlin erfahren will, sollte sich wahrscheinlich den Wikipedia-Artikel oder eines der Bücher über den Fußballverein durchlesen.
Wer allerdings etwas über die Fans des Kultvereins will, der kann einen Blick auf die Dokumentation „Union fürs Leben“ werfen, die, wie es derzeit bei Dokumentationen üblich ist, auf einen Off-Kommentar verzichtet und daher einige wichtige Informationen im Presseheft versteckt. Frank Marten Pfeiffer und Rouven Rech porträtieren fünf Fans des Vereins und werfen einen kleinen Blick in die Vereinsgeschichte. Zu DDR-Zeiten war der Köpenicker Verein auch die Anlaufstelle für Underdogs und Systemgegner. Damals hieß es: „Nicht jeder Union-Fan ist ein Staatsfeind, aber jeder Staatsfeind ist ein Union-Fan.“ Aber diese Vergangenheit wird nur in einigen historischen Aufnahmen und den Erinnerungen der älteren Union-Fans angesprochen.
Im wesentlichen begleiten Pfeiffer und Rech fünf Fans des Vereins, die auch ein Bild der Stadt und der vielfältigen Fanstruktur geben. Immerhin ist Fußball eine der wenigen Fankulturen, die wirklich generationen- und schichtenübergreifend funktioniert. Es sind der 1990 geborene Christopher Quiring, der Nachwuchsspieler beim 1. FC Union Berlin ist und der vor einer Profikarriere steht. Gesundheitssenator Mario Czaja, der als CDUler seit zwanzig Jahren politisch aktiv ist und der auch wenn er von seiner Beziehung zum Verein erzählt, immer etwas steif wirkt. Überhaupt nicht steif ist Stefan Schützler, der am Ende der DDR vor einer Karriere als Grenzsoldat stand, normalerweise nicht über seine Vergangenheit spricht, und seit über zwanzig Jahren als Streetworker arbeitet. Einer seiner Schützlinge bei „Gangway“ ist Alexander Grambow, der aus einer zerrütteten Familie kommt und der jetzt versucht sein Leben auf die Reihe zu bekommen. Der 1963 geborene, lebenslustige Schauspieler Chris Lapotta, der eine „Eiserne Karte“ besitzt, die als Dauerkarte bis an sein Lebensende gilt, und der seine Schauspiel-Engagements um die Spiele herum legt. Die drei letztgenannten und ihr Umfeld haben dabei die meiste Filmzeit.
Im Film wird auch immer wieder der Underdog-Mythos und der Kampfwille des Zweitliga-Vereins angesprochen. Denn „Ein Unioner stiegt nicht ab, ein Unioner wechselt nur die Liga!“. Dabei, so Lopatta, übertrage sich nicht der Kampfgeist der Spieler auf seine Fans, sondern seine Fans kämpften täglich für ihre Ziele und sie projezierten ihren Kampfgeist auf die Mannschaft, die deshalb auf dem Spielfeld so engagiert spiele. Eine interessante Beobachtung zum Verhältnis zwischen Fans und Spielern.
Dabei dürfte diese Beobachtung und auch vieles, was den Union-Fans bei ihrem Verein so gut gefällt und ihn aus ihrer Sicht einmalig macht, auch so ähnlich von Fans anderer Mannschaften gesagt werden.
„Union fürs Leben“ ist kein Film über Fußball, sondern über eine Handvoll Berliner, die auch Fußballfans sind.

Union fürs Leben - Plakat

Union fürs Leben (Deutschland 2014)
Regie: Frank Marten Pfeiffer, Rouven Rech
Drehbuch: Frank Marten Pfeiffer, Rouven Rech
mit Chris Lopatta, Mario Czaja, Christopher Quiring, Stefan Schützler, Alexander Grambow
Länge: 102 Minuten
FSK: ab 0 Jahre

Hinweise
Homepage zum Film
Film-Zeit über „Union fürs Leben“
Moviepilot über „Union fürs Leben“


TV-Tipp für den 4. April: Dreileben

April 4, 2014

3sat, 21.30

Dreileben: Etwas Besseres als den Tod (D 2011, R.: Christian Petzold)

Drehbuch: Christian Petzold

3sat, 22.55

Dreileben: Komm mir nicht nach (D 2011, R.: Dominik Graf)

Drehbuch: Markus Busch, Dominik Graf

3sat, 00.25

Dreileben: Eine Minute Dunkel (D 2011, R.: Christoph Hochhäusler)

Drehbuch: Christoph Hochhäusler

Dominik Graf (59), Christian Petzold (50) und Christoph Hochhäusler (39) stritten sich über ihre filmischen Vorstellung und beschlossen, einfach anhand dreier eigener Filme, die sich aufeinander beziehen sollten, ihre verschiedenen Sichtweisen zu demonstrieren. Das klingt jetzt so richtig verkopft. Dabei dürfte es für uns Zuschauer ein richtiges Vergnügen sein. Denn nachdem die drei Regisseure die Prämisse formuliert hatten (ein Frauenmörder soll nach Dreileben, einem Ort im Thüringer Wald, geflüchtet sein), drehte jeder seinen eigenen Film, der mal mehr, mal weniger ein Krimi ist.

Hinweise

ARD über „Dreileben“

Spiegel Online über „Dreileben“ (zur TV-Ausstrahlung, und, etwas unbegeistert, auf der Berlinale)

Der Tagesspiegel über „Dreileben“

FAZ über “Dreileben” (Überschrift: “Drei Regisseure retten das deutsche Fernsehen” – Geht’s nicht auch eine Nummer kleiner?)

epd Film über “Dreileben”

Cargo: Ein Bericht von den “Dreileben”-Dreharbeiten

Meine Besprechung von Dominik Grafs „Schläft ein Lied in allen Dingen“

Meine Besprechung der von Dominig Graf inszenierten TV-Serie  „Im Angesicht des Verbrechens“

Meine Besprechung von Johannes F. Sieverts Interviewbuch „Dominik Graf – Im Angesicht des Verbrechens: Fernseharbeit am Beispiel einer Serie“

Dominik Graf in der Kriminalakte

 


Neu im Kino/Filmkritik: Darren Aronofskys Bibelfilm „Noah“

April 3, 2014

Die Geschichte von Noah dürfte bekannt sein: Noah hat eine Vision vom Weltuntergang – er baut eine Arche – die Flut kommt, die Tiere und die wenigen Menschen in der Arche überleben – nach der Sintflut ist die Welt gerettet.
Für einen abendfüllenden Film muss diese kurze Geschichte aus der Bibel natürlich etwas ausgebaut werden und Darren Aronofsky erschien da der perfekte Regisseur. Seine vorherigen Filme „Pi“, „Requiem for a Dream“, „The Fountain“ (okay, der war nicht gut), „The Wrestler“ und „Black Swan“ waren Kritikererfolge, die von einem zunehmend größeren Publikum gesehen wurden. Und dann war er in den vergangenen Jahren immer wieder im Gespräch für einen Big-Budget-Hollywoodfilm.
Nun, mit „Noah“ hat er jetzt diesen Big-Budget-Film gedreht, der gleichzeitig eine überlange Big-Budget-Katastrophe ist. Das beginnt schon mit den grottenschlechten 3D-Effekten und endet bei der vollkommen behämmerten Idee der „Wächter“, Aronofskys Interpretation der Nephelim genannten Riesen, die das Land Kanaan bevölkerten. Diese Steinmonster sehen wie die urzeitliche Version der Transformers aus; – wo ist Michael Bay, wenn man ihn braucht?
Die Geschichte selbst funktioniert vorne und hinten nicht, was auch daran liegt, dass der von Russell Crowe gespielte Protagonist Noah, je länger der Film dauert, immer mehr als durchgeknallter, religiöser Fanatiker, Diktator und Massenmörder erscheint, dessen Taten zunehmend irrational und wahnsinnig werden, bis hin zum geplanten Mord an einem Baby, während seine Familie stumm ausharrt und nichts, aber auch absolut nichts gegen ihn unternimmt.
Davor zimmert Noah, mit seiner Familie und den Steinmonstern, während Methusalem durch das Bild irrlichtert, friedlich und ungestört von anderen Menschen die Arche. Es wird zwar etwas vom sündigen Treiben der Menschen, das ja der Grund für die Sintflut ist, gesagt, aber nicht gezeigt. Wenn dann andere Menschen in großer Zahl auftauchen, ist es kurz vor der Sintflut und das Lager der Menschen wirkt auch eher wie ein leicht unorganisiertes Flüchtlingslager mit erhöhtem Alkoholkonsum als wie den Sündenpfuhl Sodom und Gomorrha. Kurz: es ist nicht ersichtlich, warum diese Menschen alle sterben sollen. Auch ihr Anführer Tubal-Kain (Ray Winstone) wirkt, obwohl er böse sein soll, sympathischer als Noah. Denn während Noah alle Menschen in den Tod schicken will, möchte Tubal-Kain die Menschen retten. Ein durchaus nachvollziehbares Motiv, vor allem wenn wir uns an das „Du sollst nicht töten“-Gebot erinnern.
In diesem Moment hätte Aronofsky Noahs Handeln nicht nur aufgrund einer vielleicht falsch interpretierten Vision, nach der er von Gott den Autrag erhalten hat, sondern auch rational und emotional nachvollziehbar machen müssen.
Es gelingt ihm nicht. Auch nicht in dem überlangen Ende, wenn nach der Sintflut noch einmal alles erklärt wird, obwohl die Geschichte doch vorbei ist.
„Noah“ ist in jeder Beziehung eine riesengroße, mit gut 140 Minuten viel zu lang geratene Enttäuschung, konventionell inszeniert, ohne Überraschungen und mit viel CGI.

Noah - Plakat

Noah (Noah, USA 2014)
Regie: Darren Aronofsky
Drehbuch: Darren Aronofsky, Ari Handel
mit Russell Crowe, Jennifer Connelly, Ray Winstone, Emma Watson, Sir Anthony Hopkins, Logan Lerman, Douglas Booth und – im Original – den Stimmen von Frank Langella, Mark Margolis und Nick Nolte
Länge: 138 Minuten
FSK: ab 12 Jahre

Hinweise
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Noah“
Moviepilot über „Noah“
Metacritic über „Noah“
Rotten Tomatoes über „Noah“
Wikipedia über „Noah“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Darren Aronofskys “Black Swan” (Black Swan, 2010)

Darren Aronofsky in der Kriminalakte

 


Die KrimiZeit-Bestenliste April 2014

April 3, 2014

Für den April empfehlen die Damen und Herren von KrimiZeit-Bestenliste, neben der Ostereiersuche, diese Kriminalromane:
1 (1) David Peace: GB84
2 (-) Oliver Bottini: Ein paar Tage Licht
3 (5) Daniel Woodrell: In Almas Augen
4 (2) Jan Costin Wagner: Tage des letzten Schnees
5 (-) Sascha Arango: Die Wahrheit und andere Lügen
6 (-) Adam Sternbergh: Spademan
7 (-) Urban Waite: Wüste der Toten
8 (10) Karim Miské: Entfliehen kannst Du nie
9 (8) Uta-Maria Heim: Wem sonst als Dir.
10 (-) Mukoma wa Ngugi: Nairobi Heat

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.