TV-Tipp für den 8. November: The Illusionist – Nichts ist wie es scheint

November 8, 2016

Disney Channel, 20.15

The Ilusionist – Nichts ist wie es scheint (USA/Tschechien 2006, Regie: Neil Burger)

Drehbuch: Neil Burger

LV: Steven Millhauser: Eisenheim the Illusionist (Kurzgeschichte, aus The Barnum Museum, 1990)

Nach Jahren des Reisen kehrt der Illusionist Eisenheim um die Jahrhundertwende nach Wien. Dort trifft er während einer Show seine Jugendliebe, die ihn immer noch liebt, aber demnächst den krankhaft eifersüchtigen, egomanischen und an Minderwertigkeitsgefühlen leidenden Kronprinz Leopold heiraten soll. Da sind Konflikte vorprogrammiert.

„Eindrucksvoll gespielter und prächtig ausgestatteter Historien- und Kriminalfilm, dessen Zaubertricks authentisch dem Standard der damaligen Zeit entsprechen. Er braucht den Vergleich mit Christopher Nolans ähnlich gelagertem Film ‚The Prestige‘ nicht zu scheuen.“ (Lexikon des internationalen Films)

Yep. Aber im Gegensatz zu Nolans Film wurde Burgers Film bei uns gleich als DVD veröffentlicht. Und eigentlich kann man sich die Pointe denken. Bis dahin gibt es keine Erklärungen zu Eisenheims Tricks, aber gute, lustvoll aufspielende Schauspieler in historischer Kulisse.

Kameramann Dick Pope war für den Oscar nominiert.

Die Musik ist von Philip Glass.

mit Edward Norton, Paul Giamatti, Jessica Biel, Rufus Sewell, Eddie Marsan, Jake Wood, Tom Fisher, Aaron Johnson (jetzt „Kick Ass“ Aaron Taylor-Johnson)

Hinweise

Moviepilot über „The Illusionist“

Metacritic über „The Illusionist“

Rotten Tomatoes über „The Illusionist“

Wikipedia über „The Illusionist“ (deutsch, englisch)


DVD-Kritik: „Der Nachtmahr“ – kein gewöhnlicher deutscher Film

November 7, 2016

Der Film beginnt mit einer Warnung, wie wir sie aus Discotheken kennen. Empfindliche Gemüter könnten von den Licht- und Tonfolgen epileptische Anfälle bekommen. Trotzdem soll „Der Nachtmahr“ laut abgespielt werden, weil nur so die Technoszenen und die Musik, bei der Alec Empire beteiligt war, ihre volle Wirkung entfalten. Die brachial-laute Musik ist ein Teil des Lebens der 17-jährigen Tina, die mit ihren Freundinnen und Schulkameraden gerne auf mehr oder weniger professionellen Techno-Partys und Clubs abhängt. Auf so einer Party sieht sie im Gebüsch ein seltsames, angsteinflößendes, missgestaltetes, aus einem Alptraum kommendes Wesen.

Kurz darauf hört sie bei sich zu Hause aus der Küche schmatzende Geräusche. Sie glaubt, das Wesen, das sie vorher auf der Party sah, zu sehen. Aber niemand anderes sieht ihren Nachtmahr.

Bis zum Schluss hält AKIZ (das Pseudonym von Achim Bornhak, der unter seinem bürgerlichem Namen das Uschi-Obermaier-Biopic „Das wilde Leben“ drehte) in seinem Spielfilm die Balance zwischen Traum und Realität. Wie in einem David-Lynch-Film, vor allem „Mulholland Drive“ und „Lost Highway“, ist unklar, was Realität und was Fantasie ist und jede Szene kann verschieden interpretiert werden, weshalb jeder einen etwas anderen Film sehen wird.

Neben dem David-Lynch-Einfluss sind auch locker Einflüsse und Inspirationen aus dem Deutschen Expressionistischen Stummfilm und der Romantik erkennbar. Denn der Nachtmahr, der Tinas Nähe sucht, ist, je nach Interpretation, auch ein Wesen, das für verdrängte Gefühle, Sexualität, Ängste und das Fremde im Allgemeinen und Besonderen steht. Dann erzählt Tinas zunehmende Akzeptanz des Wesens, das schnell eine E.-T.-Knuddeligkeit entwickelt, auch eine klassische Coming-of-Age-Geschichte. Wobei, und das macht dann wieder einen großen Teil der Faszination von AKIZ‘ Film aus, in der Schwebe bleibt, ob es sich um eine Befreiungsgeschichte oder einen Verfall in den Wahnsinn handelt. Denn ihre besorgten Eltern haben sie zu einem Psychiater geschickt. Der erwägt, sie in die Psychiatrie einzuweisen.

Inszeniert wurde „Der Nachtmahr“ an zwanzig Drehtagen, ohne TV-Beteiligung und Fördergelder, mit einem Minibudget von 80.000 Euro. AKIZ wollte den Film einfach schnell und ohne Kompromisse drehen.

Meistens führt diese Ansage des Regisseurs zu einem Film, bei dem man sich wünscht, es hätte doch Fördergelder gegeben, um die schlimmsten Peinlichkeiten zu verhindern. In diesem Fall ist diese Befürchtung unbegründet. „Der Nachtmahr“ ist teilweise bewusst sprunghaft erzähltes Kino das mit seiner immer erkennbaren künstlerischen Vision und Gestaltungswillen seinen jugendlichen Protagonisten, ihrer Sprache, seinem Soundtrack (neben einigen Songs stammt die Musik von Steffen Kahles und Christoph Blaser) und der unruhigen Handkamera (auf der visuellen Ebene zeigt sich am Deutlichsten das begrenzte Budget) in erster Linie ein junges Publikum anspricht und ernst nimmt. Es ist außerdem eine Genregeschichte, die jugendliche Befindlichkeiten und jugendliche Selbstfindung im Rahmen des Horrorgenres behandelt und sie mit viel schwarzem und absurdem Humor garniert. Weshalb es auch einiges zu Lachen gibt.

Für AKIZ ist „Der Nachtmahr“, der im Ausland erfolgreich läuft und ihm Remake-Anfragen aus Hollywood bescherte, der Anfang seiner dämonischen Trilogie „Geburt, Liebe, Tod“. Die Filme sind nur, was ältere Cineasten jetzt an Eric Rohmer denken lässt, thematisch miteinander verknüpft. Er arbeitet schon am zweiten Teil, der dann auch mit einem höherem Budget gedreht werden soll.

 

Das Bonusmaterial (Nachtrag 5. Dezember 2016): In der limitierten 3-Disc-Special-Edition, die den Film auf DVD und Blu-ray enthält, gibt es auch eine ordentliche Portion informatives Bonusmaterial; neben den üblichen Trailern, einem Teaser, dem Crowdfunding-Video, einem Testclip, einer Bildergalerie, dem Musikvideo „Grey Sedan“ (Wild Style Lion, feat. Kim Gordon) und dem Kurzfilm „Evokation“ von Akiz. Das Kernstück des Bonusmaterials ist das 45-minütige, sehr ehrliche und unprätentiöse Making-of „Der Nachtmahr – und wie er zur Welt kam“ (gedreht von seiner Schwester Riki Bornhak, mit vielen Bildern aus dem Archiv von Achim „Akiz“ Bornhak, seiner Familie und Freunden) und ein 25-minütige Interview mit Akiz, in denen man viel über die Vorgeschichte des Films erfährt.

Außerdem gibt es in der Special-Edition das Drehbuch und ein Booklet mit einem Text von Marcus Stiglegger, der hier zu sehr den Fanboy herauslässt und auf jegliche Analyse oder analytische Einordnung verzichtet.

der-nachtmahr-dvd-cover

Der Nachtmahr (Deutschland 2015)

Regie: AKIZ

Drehbuch: AKIZ

mit Carolyn Genzkow, Wilson Gonzalez Ochsenknecht, Sina Tkotsch, Alexander Scheer, Kim Gordon

 

DVD

Koch Media

Bild: 2.35:1 (16:9)

Don: Deutsch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Englisch

Bonusmaterial:

DVD/Blu-ray: Interview mit Regisseur Akiz, Kinotrailer, Teaser

Mediabook: Dokumentation „Der Nachtmahr – und wie er in die Welt kam“, Musikvideo „Grey Sedan“ (von Wild Style Lion feat. Kim Gordon), Crowdfunding Video, Nachtmahr Kurzfilm, Testclip, Booklet mit Text von Dr. Marcus Stiglegger

Länge: 89 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

–

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Der Nachtmahr“

Moviepilot über „Der Nachtmahr“

Rotten Tomatoes über „Der Nachtmahr“

Wikipedia über Achim Bornhak

Homepage von AKIZ

–

Ein langes Gespräch mit AKIZ (Achim Bornhak) auf dem 99Talent-Campus 2016


TV-Tipp für den 7. November: Mr. Smith geht nach Washington

November 7, 2016

Arte, 20.15

Mr. Smith geht nach Washington (USA 1939, Regie: Frank Capra)

Drehbuch: Sidney Buchman (basierend auf der Geschichte „The Man from Montana“ von Lewis R. Foster)

Der naive Pfadfinder Jefferson Smith (James Stewart in einer seiner klassischen Rollen) wird nach dem Tod eines Senators als Ersatzmann nach Washington geschickt. Dort soll er als Hinterbänkler nichts tun. Aber er will ein nationales Pfadfinderlager für Stadtkinder an genau dem Ort errichten, an dem sein Förderer einen Staudamm errichten will.

Capras warmherzige Komödie, die eine Liebeserklärung die wahren amerikanischen Tugenden und Werte ist, war ein Erfolg (u. a. elf Oscar-Nominierungen und ein Kassenhit) und ist inzwischen ein Klassiker, der kaum Patina angesetzt hat.

Allerdings ist der Konflikt arg weit hergeholt (Warum muss das Pfadfinderlager ausgerechnet an diesem Ort sein?) und Smiths Strategie, mit einem Filibuster die Verabschiedung der Staudamm-Vorlage zu verhindern ist, nun, ziemlich bescheuert. Denn aufgeschoben ist nicht abgelehnt und außer seinem herzergreifendem, stundenlangem Gerede (der Film zeigt nur einige Ausschnitte) hat Smith nichts in der Hinterhand. Da wäre mehr möglich gewesen.

Auch die Analyse der Politik in Washington bestärkt Vorurteile eher als sie zu hinterfragen. Das Politikporträt beschränkt sich auf den Gegensatz von korrupten Washington-Politikern und einem ehrlichen Mann aus dem Hinterland, der wegen seiner Anständigkeit vollkommen unfähig ist, Kompromisse auszuhandeln oder auch nur strategisch zu denken. Da sieht man heute einen Donald Trump, der sich wahrscheinlich für einen Nachfolger von Mr. Smith hält.

„Hier haben wir es mit einer weiteren ehrgeizigen, voll aufgetakelten Komödie von Frank Capra zu tun, vollgepackt mit satirischem Biss, aber zugunsten von Mut, Sentiment und Gerechtigkeit. (…) Der Film ist im Grunde genommen ein Plädoyer für Anständigkeit und Ehrenhaftigkeit. Mit amüsantem, sardonischem Augenblinzeln wird allerdings ein kritischer Blick auf die Washington-Arena geworfen (wo der Film alles andere als geschätzt wurde). (…) Der Film gilt auch heute noch als schön inszeniertes Bemühen, Wärme, Gefühl und Komödie mit politischem Verstand und Zynismus zu mengen.“ (Howard Thompson: James Stewart: Seine Filme – sein Leben, 1979 [Originalausgabe 1974])

mit James Stewart, Jean Arthur, Claude Rains, Edward Arnold, Thomas Mitchell, Guy Kibbee, Beulah Bondi, Harry Carey

Wiederholung: Dienstag, 8. November, 13.45 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Mr. Smith geht nach Washington“

TCM über „Mr. Smith geht nach Washington“

Wikipedia über „Mr. Smith geht nach Washington“ (deutsch, englisch)

 


TV-Tipp für den 6. November: Tanz der Teufel 2

November 6, 2016

Tele 5, 22.40

Tanz der Teufel 2 (USA 1987, Regie: Sam Raimi)

Drehbuch: Sam Raimi, Scott Spiegel

Heute ist die TV-Premiere von „Tanz der Teufel 2“ (bzw. „Tanz der Teufel II – Jetzt wird noch mehr getanzt“) und, nach einer Neuprüfung im Juni 2016, darf er sogar ungekürzt im TV laufen. Dabei war die Fortsetzung/Remake von „Tanz der Teufel“ schon immer mehr Slapstick als Horror. Daran änderten auch die Blutfontänen nichts.

Ein großer, derber Spaß mit Bruce Campbell als Ash, der danach gegen die „Armee der Finsternis“ antreten musste.

mit Bruce Campbell, Sarah Berry, Denise Bixter, Kassie Wesley, Dan Hicks

Wiederholung: Montag, 7. November, 04.05 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Tanz der Teufel 2“

Wikipedia über „Tanz der Teufel 2“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Sam Raimis „Armee der Finsternis (Tanz der Teufel III)“ (Army of Darkness – Evil Dead 3, USA 1992)

Meine Besprechung von Sam Raimis „Die fantastische Welt von Oz“ (Oz, the Great and Powerful, USA 2013)


TV-Tipp für den 5. November: Tod im kalten Morgenlicht

November 4, 2016

ZDFneo, 20.15

Tod im kalten Morgenlicht (Niederlande/Großbritannien 1996, Regie: Rudolf van den Berg)

Drehbuch: Doug Magee

LV: Friedrich Dürrenmatt: Das Versprechen – Requiem auf den Kriminalroman, 1957

Irgendwo in England: Kommissar Marek sucht einen Kindermörder. Um ihn zu schnappen, benutzt er ein Kind und ihre Mutter als Lockvögel.

Fast unbekanntes Remake von “Es geschah am hellichten Tag” (mit Heinz Rühmann), das trotzdem einen Blick wert ist: „Der Stoff ist derart differenziert, psychologisch fundiert und dramatisch, dass man bei den Aktualisierungen kaum etwas falsch machen kann. In Rudolf van den Bergs Variation geht es noch düsterer und bedrohlicher zu. (…) All diese Unterschiede betonen den naturalistischen Kern der eigenständigen Adaption, die dank der hervorragenden Kameraarbeit von Igor Luther, der mit kaltem Licht für Grauen sorgt, und der guten Besetzung so wirkungsvoll ist wie die anderen Versionen.“ (Fischer Film Almanach 1998)

mit Richard E. Grant, Lynsey Baxter, Simon Cadell, Perdita Weeks

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Tod im kalten Morgenlicht“

Wikipedia über „Tod im kalten Morgenlicht“

Meine Besprechung von Friedrich Dürrenmatts “Die Kriminalromane” (Sammelband)


Die KrimiZeit-Bestenliste November 2016

November 4, 2016

Wer die Weihnachtsgeschenke vor dem Fest testen möchte, kann sich in punkto „Mord & Totschlag“ von der neuen Bestenliste der KrimiZeit-Jury von Zeit und Nordwestradio inspirieren lassen:

1 (-) Franz Dobler: Schlag ins Gesicht

2 (10) Malla Nunn: Zeit der Finsternis

3 (1) Giancarlo de Cataldo/Carlo Bonini: Die Nacht von Rom

4 (-) Peter Temple: Die Schuld vergangener Tage

5 (-) Matthias Wittekindt: Der Unfall in der Rue Bisson

6 (6) Alan Carter: Des einen Freund

7 (2) Friedrich Ani: Nackter Mann, der brennt

8 (7) Benjamin Whitmer: Nach mir die Nacht

9 (-) Candice Fox: Eden

10 (4) Patrícia Melo: Trügerisches Licht

–

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

–

Einiges liegt auch auf meinem Zu-Lesen-Stapel. Neben, wegen der Verfilmung, Hans Falladas „Jeder stirbt für sich allein“, einigen Sachbüchern und Weihnachtskrimis, über die ich vor dem Fest etwas schreiben will. Zu Weihnachten kann ich dann ja Fastnachts- und Osterkrimis lesen.

Und dann gibt es mit „Peripherie“ (The Periphal, 2014) auch einen neuen Roman von William Gibson. Aber der schreibt ja Science-Fiction


TV-Tipp für den 4. November: Room 237

November 4, 2016

Arte, 21.45

Room 237 (USA 2012, Regie: Rodney Ascher)

Drehbuch: Rodney Ascher

Was hat sich der Regisseur dabei gedacht? Rodney Ascher folgt in seinem Meta-Film über Stanley Kubricks Horrofilm „Shining“ fünf Fans, die jedes Detail des Films analysieren und interpretieren.

„faszinierende, höchst raffiniert montierte Sammelsurium aus Verschwörungstheorien und intensiver Detail-Lektüre (…) Vor allem fordert er zum intensiven Zuschauen und Hören auf und feiert den Bedeutungsüberschuss der filmischen Erzählung.“ (Lexikon des internationalen Films)

Hinweise

Moviepilot über „Room 237“

Metacritic über „Room 237“

Rotten Tomatoes über „Room 237“

Wikipedia über „Room 237“


Neu im Kino/Filmkritik: „Doctor Strange“ betritt das Marvel Cinematic Universe

November 3, 2016

Gesehen in der Originalfassung in 3D im Imax – und das lohnt sich. Jedenfalls wenn man gerade in der Nähe eines Imax ist. Denn das Bild ist groß (etwa eine Stunde des Films wurde für das Imax-Kino optimiert, was zu einem wesentlich größerem Bild führt und dieses Mal funktioniert der Wechsel zwischen dem normalen Kinoformat und dem 1.9:1-Imax-Format flüssig), 3D stört nicht und die Spezialeffekte sehen verdammt gut aus.

Sie sind auch ein Problem des Films. Denn in den großen Actionszenen werden locker-flockig im „Inception“-Stil ganze Städte, Straßen und Häuserzeilen wild in alle möglichen Richtungen gefaltet oder zerschnitten und im Finale wird, eher Doctor Strange in eine andere Dimension wechselt, eine Stadt entstört. Das ist eine beeindruckende, in „Doctor Strange“ öfter wiederholte, Zirkusnummer, bei der auch immer spürbar ist, dass bei den Sprüngen zwischen den Dimensionen und Paralleluniversen niemand von den Schauspielern und Stuntmen in einer wirklich gefährlichen Situation ist.

Ein anderes Problem von „Doctor Strange“ ist, dass, wie immer bei Marvel, der Bösewicht und seine Motivation schwach sind. Dieses Mal ist der Bösewicht Kaecilius; Mads Mikkelsen, der schon ein James-Bond-Bösewicht war und demnächst in „Star Wars: Rogue One“ mitspielt, verkörpert ihn mit stoischer Mine.

Er ist, neben seinem starren, humorlosen Blick und den schwarzen Augenrändern, als Bösewicht vor allem daran erkennbar, dass er am Filmanfang zwei sehr wichtige Blätter aus einem Buch herausreißt und nebenbei den Bibliothekar bestialisch ermordet.

Das sehr, sehr wichtige Buch stand in der Bibliothek von The Ancient One (Tilda Swinton), die den titelgebenden Dr. Stephen Strange (Benedict Cumberbatch) zu einem besseren Menschen und Magier erzieht. Keine leichte Aufgabe, denn Strange ist ein Geistesverwandter von Tony Stark: ein arroganter Schnösel vor dem Herrn, der wie ein Rockstar lebt und ein begnadeter Neurochirurg ist. Nach einem Autounfall (selbst verschuldet) kann er seine Hände nicht mehr bewegen. Weil sein Beruf auch seine Berufung und der Sinn seines Lebens war, ist für ihn sein jetziges Leben vollkommen sinnlos und es ist für ihn unvorstellbar, irgendeiner anderen Profession nachzugehen. Einmal Chirurg, immer Chirurg.

Als er erfährt, dass es in Kathmandu einen Ort, das Kamar-Taj, und eine Person, The Ancient One, gibt, die ihm helfen kann, macht er sich auf den Weg.

„Doctor Strange“ erzählt die Origin-Story von Stephen Strange. Der von Steve Ditko erfundene Charakter hatte 1963 seinen ersten Comic-Auftritt und schon damals sah er mit dem Amulett und seinem Umhang aus wie ein aus einem Dreißiger-Jahre-“Flash Gordon“-Serial entsprungener Charakter. Heute ist er modisch vollkommen aus der Zeit gefallen. Aber Benedict Cumberbatch trägt ihn mit der augenzwinkernden Würde eines gestandenen Theaterschauspielers.

Scott Derrickson, der sich vorher vor allem im Horrorfilm austobte („Der Exorzismus von Emily Rose“, „Sinister“, „Erlöse uns von dem Bösen“) erzählt die Geschichte, wie man es von Marvel gewohnt ist, mit großem Staraufgebot (das teilweise nur wenige Szenen hat), überwältigenden Tricks (auch wenn man vieles schon so ähnlich gesehen hat) und einer ordentlichen Portion Humor, der einen über die Storylücken, die doch recht einfache Geschichte und die schwurbeligen Weisheiten von The Ancient One hinwegsehen lässt. Das liegt allerdings auch an Tilda Swinton, die diese Weisheiten verkündet als seien es Shakespeare-Verse. Sie könnte allerdings auch ein Telefonbuch vorlesen und wir wären überzeugt, einen tiefsinnig-bedeutungsvollen Text zu hören.

Letztendlich liefert „Doctor Strange“ wieder genau das, was man von einem Marvel-Film erwartet. Auch wenn, wie es sich für eine Origin-Story gehört, der Fokus auf dem Helden liegt und all die anderen Superhelden (die Avengers, die Guardians, die wie-war-noch-einmal-der-Name) pausieren müssen. Das führt dann auch zu einer angenehm kurzen Laufzeit von unter zwei Stunden.

Ach ja: selbstverständlich gibt es ein Cameo von Stan Lee und im und nach dem Abspann je eine Szene, die den nächsten Film anteasert.

null

Doctor Strange (Doctor Strange, USA 2016)

Regie: Scott Derrickson

Drehbuch: Scott Derrickson, C. Robert Cargill (nach einer Geschichte von Jon Spaihts, Scott Derrickson und C. Robert Cargill

LV: Charakter von Steve Ditko

Mit Benedict Cumberbatch, Tilda Swinton, Chiwetel Ejiofor, Rachel McAdams, Michael Stuhlbarg, Mads Mikkelsen, Benedict Wong, Benjamin Bratt, Scott Adkins

Länge: 115 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

–

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Doctor Strange“

Metacritic über „Doctor Strange“

Rotten Tomatoes über „Doctor Strange“

Wikipedia über „Doctor Strange“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Scott Derricksons „Erlöse uns von dem Bösen“ (Deliver us from Evil, USA 2014)


TV-Tipp für den 3. November: Der Banker – Master of the Universe

November 3, 2016

HR, 23.45
Der Banker – Master of the Universe (Deutschland/Österreich 2013, Regie: Marc Bauder)
Drehbuch: Marc Bauder
Ex-Banker Rainer Voss plaudert aus dem Nähkästchen.
Das ist aszinierend anzuhören und liefert einen fundierten Einblick in einen Wirtschaftszweig, der einmal dafür gedacht war, Firmen das nötige Kapital für ihre Arbeit zu besorgen – und weil Bauder nur in einer verlassenen Bank drehte, sind die ästhetisch ansprechenden Bilder von leeren Büros auch ein süffisanter Kommentar zur glänzenden Fassade der Bankenwelt, die wie eine Sekte von ihren Jüngern bedingungslose Gefolgschaft fordert.
mit Rainer Voss

Hinweise

Homepage zum Film

Film-Zeit über „Master of the Universe“

Moviepilot über „Master of the Universe“

Meine Besprechung von Marc Bauders „Master of the Universe“ (Deutschland/Österreich 2013) (mit zwei weiteren Clips, in denen die Macher über den Film reden)


Dokutipp: Before the Flood

November 2, 2016

Leo rettet die Welt – in dieser Doku von Regisseur Fisher Stevens, nach einem Drehbuch von Mark Monroe, zwar nicht ganz, aber sie klären mit Leonardo DiCaprio als Reiseführer über den globalen Klimawandel auf und weil das Anliegen so wichtig ist, wurde der Film von National Geographic auch kurz nach seiner Premiere auf verschiedenen Plattformen online gestellt:

Einige Infos über „Before the Flood“ gibt es auf der Film-Homepage, bei Wikipedia (deutsch, englisch) und Rotten Tomatoes sammelt die überwiegend positiven Kritikerstimmen.

 

Ach ja: ihr könnt auch Gutes tun:

Act Now #BeforeTheFlood:
For every use of #BeforeTheFlood across Facebook, Twitter, and Instagram between October 24 – November 18, 21st Century Fox and National Geographic will together donate $1 to Pristine Seas and $1 to the Wildlife Conservation Society, up to $50,000 to each organization.


TV-Tipp für den 2. November: Citizenfour

November 2, 2016

One, 21.30
Citizenfour (Citizenfour, USA/Deutschland 2014)
Regie: Laura Poitras
Drehbuch: Laura Poitras
Äußerst sehenswerte, mit dem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnete Dokumentation über „Citezenfour“ Edward Snowden. Laura Poitras filmte in einem Hotelzimmer in Hongkong die ersten Gespräche zwischen NSA-Mitarbeiter Snowden und Glenn Grennwald. Sie dokumentierte den vielleicht wichtigsten Zeitpunkt für unser gewandeltes Verhältnis zur globalen Überwachung durch die Geheimdienste. Und allein schon das macht „Citizenfour“ sehenswert.
Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.
mit Edward Snowden, Glenn Greenwald, Laura Poitras, William Binney, Jacob Appelbaum, Ewen MacAskill, Jeremy Scahill
Hinweise
Deutsche Facebook-Seite zum Film
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Citizenfour“
Moviepilot über „Citizenfour“
Metacritic über „Citizenfour“
Rotten Tomatoes über „Citizenfour“
Wikipedia über „Citizenfour“ (deutsch, englisch)
Meine Besprechung von Glenn Greenwalds „Die globale Überwachung“ (No place to hide, 2014)

Meine Besprechung von Laura Poitras’ „Citzenfour“ (Citizenfour, USA/Deutschland 2014) (mit weiteren Video-Interviews) und der DVD (ebenfalls mit Bonusmaterial)


Cover der Woche

November 2, 2016

Der ewige Krieg von Joe Haldeman

Ein echter Klassiker!


TV-Tipp für den 1. November: Shutter Island

November 1, 2016

Pro7, 23.00

Shutter Island (USA 2009, Regie: Martin Scorsese)

Drehbuch: Laeta Kalogridis

LV: Dennis Lehane: Shutter Island, 2003 (Shutter Island)

Shutter Island, 1954: U. S. Marshall Teddy Daniels und sein neuer Partner Chuck Aule sollen auf Shutter Island herausfinden, wie die Mehrfachmörderin und Patientin Rachel Solando aus dem streng abgesicherten Hospital entkommen konnte. Schnell ist Daniels einer größeren Verschwörung auf der Spur. Aber kann er seinen Sinnen noch trauen?

Und was kann bei dem Team Scorsese/DiCaprio schon schief gehen? Vor allem wenn sie als Spielmaterial einen spannenden Thriller von Dennis Lehane haben.

Nun, entgegen der allgemeinen Euphorie fand ich „Shutter Island“ todsterbenslangweilig und ungefähr so subtil wie Scorseses John-D.-MacDonald-Verfilmung „Kap der Angst“ (Cape Fear, USA 1991). Lehanes Roman ist dagegen grandios.

Mit Leonardo DiCaprio, Ben Kingsley, Mark Ruffalo, Max von Sydow, Michelle Williams, Emily Mortimer, Patricia Clarkson, Jackie Earle Haley, Ted Levine, John Carroll Lynch, Elias Koteas

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Shutter Island“

Metacritic über „Shutter Island“

Rotten Tomatoes über „Shutter Island“

Wikipedia über „Shutter Island“ (deutsch, englisch)

Drehbuch „Shutter Island“ von Laeta Kalogridis

The Boston Globe: Interview mit Dennis Lehane über “Shutter Island” (14. Februar 2010)

Kriminalakte über den Film „Shutter Island“

Homepage von Dennis Lehane

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „Coronado“ (Coronado, 2006)

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „Moonlight Mile“ (Moonlight Mile, 2010)

Meine Besprechung der Dennis-Lehane-Verfilmung „Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel“ (Gone Baby Gone, USA 2007)

Meine Besprechung von Christian De Metter/Dennis Lehanes Comic „Shutter Island“ (Shutter Island, 2008)

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „Shutter Island“ (Shutter Island, 2003)

Meine Besprechung von Dennis Lehanes “In der Nacht” (Live by Night, 2012)

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „The Drop“ (The Drop, 2014) (Buch und Film)

Dennis Lehane in der Kriminalakte

Wikipedia über Martin Scorsese (deutsch, englisch)

Martin-Scorsese-Fanseite

Meine Besprechung von Martin Scorseses “Hugo Cabret” (Hugo, USA 2011)

Meine Besprechung von Martin Scorseses “The Wolf of Wall Street” (The Wolf of Wall Street, USA 2013)

Martin Scorsese in der Kriminalakte

–

Bonushinweis

Die nächste Dennis-Lehane-Verfilmung „Live by Night“ startet am 19. Januar 2017 in unseren Kinos. Regie führte Ben Affleck, der auch das Drehbuch schrieb und die Hauptrolle übernahm.

Und der Trailer sieht verdammt gut aus:

Wie die Geschichte von Joe Coughlin weitergeht, erfahrt ihr in „Am Ende einer Welt“: 1943 ist Coughlin ein respektierter Unternehmer. Da erfährt er, dass ein Killer auf ihn angesetzt ist – und für uns ist nach den ersten Zeilen eine schlaflose Nacht vorprogrammiert.

lehane-am-ende-einer-welt

Dennis Lehane: Am Ende einer Welt

(übersetzt von Steffen Jacobs)

Diogenes, 2015

400 Seiten

24 Euro

–

Originalausgabe

World Gone By

William Morrow, New York 2015


Besuchen Sie „Gotham Central“ mit den Reiseführern Ed Brubaker und Greg Rucka

Oktober 31, 2016

Es hat verdammt lange gedauert, bis die hochgelobte Serie „Gotham Central“, die in den USA zwischen 2002 und 2006 erschien, auch ins Deutsche übersetzt wurde. Inzwischen sind die ersten vier Sammelbände erschienen, die etwas anders zusammengestellt sind als die US-Ausgaben und über die bis jetzt auf Deutsch erschienen Geschichten kann gesagt werden: Das Warten hat sich gelohnt.

Die Noir-Autoren Greg Rucka und Ed Brubaker hatten die Idee, Fälle aus dem normalen Polizeialltag in Gotham zu erzählen. Immerhin hat dort die Polizei einiges zu tun. Dummerweise holt immer wieder Batman die Kastanien aus dem Feuer und heimst das Lob der Öffentlichkeit ein, während die gesamte Polizei mal wieder als ein Haufen depperte Handlanger da steht. Gerade gut genug, um anschließend etwas aufzuräumen.

Im Auftaktband „In Erfüllung der Pflicht“ suchen die Detectives Marcus Driver, Renee Montoya und Chris Allen von der Abteilung für Schwerverbrechen (MCU) in der titelgebenden Geschichte Mr. Freeze, der einen ihrer Kollegen ermordete. In „Motiv“, der zweiten Geschichte des Sammelbandes, suchen Marcus Driver und Renee Montoya den Mörder eines entführten Mädchens.

Im zweiten „Gotham Central“-Band „Doppeltes Spiel“, der nur von Greg Rucka geschrieben ist, gibt es neben der langen Geschichte „Doppelleben“, die 2004 mit dem Eisner und Harvey Award ausgezeichnet wurde; zwei kürze Geschichten, die bereits vor den ersten „Gotham Central“-Geschichten in „Detective Comics # 747“ und „The Batman Chronicles 16 (1)“ erschienen und in denen die Polizistin Renee Montoya mitspielt. Sie ist auch in „Gotham Central“ einer der wichtigsten Charaktere. In „Beide Augen zu – Eine Geschichte zum Batman-Event ‚Niemandsland’“, rettet Montoya mit Ex-Staatsanwalt Harvey ‚Two-Face‘ Dent Verschüttete. In „Doppelte Glückwünsche“, erhält sie von einem unbekannten Verehrer Blumen.

In „Doppelleben“ (so der Titel der langen Geschichte) muss sich Renee Montoya mit den Beamten der „Abteilung für innere Angelegenheiten“ herumschlagen, sie wird als Lesbe geoutet und als Mörderin angeklagt. Und dabei soll sie auch noch ganz normale Polizeiarbeit machen.

Der dritte „Gotham Central“-Sammelband „Im Fadenkreuz des Jokers“ enthält die von Ed Brubaker geschriebene Ein-Heft-Geschichte „Tagträume“ (in der Stacy, die als zivile Angestellte das Bat-Signal bedient, einen Brief über ihre Arbeit und Träume schreibt) und, geschrieben von Ed Brubaker und Greg Rucka, die längere Geschichte „Leichte Opfer“ in der ein Scharfschütze im Vorweihnachtstrouble für Angst und Schrecken sorgt. Bei ihren Ermittlungen erfahren Renee Montoya und ihr Kollege Crispus Allen, dass der Joker dahinter steckt.

Der vierte „Gotham Central“-Sammelband enthält zwei längere Geschichten, die von Ed Brubaker und Greg Rucka separat geschrieben wurden und die am nächsten an einer normalen Polizeigeschichte sind. Auch wenn die Huntress einen Miniauftritt hat, der Verbrecherboss Pinguin einmal zusammengeschlagen wird und der in der Irrenanstalt Arkham Asylum sitzende Mad Hatter eine wichtige Rolle bei einer Ermittlung hat. Oh, und Batman tritt überhaupt nicht auf. Die Cops der MCU dürfen hier endlich einmal ganz normale Polizeiarbeit machen. Soweit das in Gotham möglich ist.

In „Das Leben ist voller Enttäuschungen“ müssen die Ermittler den Mord an einer Buchhalterin aufklären. Nachdem ihr erster Verdächtiger, ein Taxifahrer, als Täter ausscheidet, konzentrieren sich ihre Ermittlungen auf Washburn Pharma, den Arbeitgeber der Toten. Denn dort wurde noch eine weitere Buchhalterin vergiftet.

In „Ein ungelöster Fall“ bringt sich Kenny Booker während einer Geiselnahme um. Er behauptet, vor fast acht Jahren hätten Stimmen in seinem Kopf ihm befohlen sein Baseball-Team zu töten. Detective Marcus Driver nimmt die Ermittlungen wieder auf. Gleichzeitig versucht der pensionierte, zur ganz alten Schule gehörende Detective Harvey Bullock den Fall immer noch zu lösen.

Diese Fälle aus dem großstädtischen Polizeialltag sind ein schönster Mix aus Noir und Hardboiled-Polizeikrimi, gut erzählt und atmosphärisch gezeichnet von dem Hauptzeichner Michael Lark und Jason Pearson (The Batman Chronicles # 16 [1)), Steve Mitchell (Detective Comics # 747), Brian Hurt (Gotham Central # 11) und Greg Scott (Gotham Central # 16-18).

Die Sammelbände können unabhängig voneinander gelesen werden. Es gibt zwar immer wieder einige Hinweise auf frühere Ereignisse, aber diese sind eher ein Nebensatz oder eine kurze Szene in einer spannenden Geschichte als ein eigenständiger, unverständlicher Handlungsstrang. Allerdings wird man nach der Lektüre des ersten Falles der MCU auch deren anderen Fälle lesen wollen – und danach ungeduldig auf die nächste „Gotham Central“-Geschichte warten. Einige kann Panini ja noch übersetzen.

rucka-brubaker-gotham-central-4-2rucka-brubaker-gotham-central-3-2

Greg Rucka/Ed Brubaker: Gotham Central: Bullocks letzter Fall (Band 4)

(übersetzt von Gerlinde Althoff)

Panini, 2016

172 Seiten

16,99 Euro

–

enthält

Gotham Central # 16 – 22

DC Comics

–

Greg Rucka/Ed Brubaker: Gotham Central: Im Fadenkreuz des Jokers (Band 3)

(übersetzt von Gerlinde Althoff)

Panini, 2016

124 Seiten

14,99 Euro

–

enthält

Gotham Central # 11 – 15

DC Comics

rucka-gotham-central-2-2Brubaker - Rucka - Gotham Central 1 - 2

Greg Rucka/Michael Lark: Gotham Central: Doppeltes Spiel (Band 2)

(übersetzt von Gerlinde Althoff)

Panini, 2015

172 Seiten

16,99 Euro

–

enthält

Gotham Central #6 – 12

The Batman Chronicles # 16 (1)

Detective Comics # 747

–

Ed Brubaker/Greg Rucka: Gotham Central: In Erfüllung der Pflicht (Band 1)

(übersetzt von Christian Heiss)

Panini, 2015

124 Seiten

14,99 Euro

–

Originalausgabe

Gotham Central # 1 – 5

DC Comics 2003

–

Hinweise

Wikipedia über „Gotham Central“

“A Criminal Blog” (über “Criminal”)

Homepage von Ed Brubaker

Blog von Sean Phillips

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips” “Criminal 1 – Feigling” (Criminal 1: Coward, 2007)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips’ “Criminal 2 – Blutsbande” (Criminal 2: Lawless, 2007)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips’ „Criminal 3 – Grabgesang“ (Criminal 3: The Dead and the Dying, 2008)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips’ „Criminal 4 – Obsession“ (Criminal Vol. 4: Bad Night, 2009)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips’ „Criminal 5 – Sünder“ (Criminal: The Sinners, 2010)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips’ „Criminal 6 – Unschuld“ (Criminal: The Last of the Innocent, Vol. 1 – 4, 2011)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Colin Wilsons “Point Blank” (Point Blank, 2003)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips’ “Sleeper 1 – Das Schaf im Wolfspelz” (Sleeper: Out in the cold, 2003)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips’ “Sleeper 2 – Die Schlinge zieht sich zu” (Sleeper: All false moves, 2004)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips’ „Sleeper 3 – Die Gretchenfrage“ (Sleeper 3: A crooked line, 2005)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips’ „Sleeper 4 – Das lange Erwachen“ (Sleeper 4: The long walk home, 2005)

Meine Besprechung von Ed BrubakerSean Phillips’ „Incognito 1 – Stunde der Wahrheit“ (Incognito, 2008/2009)

Meine Besprechung von Ed Brubaker (Autor)/Sean Phillips (Zeichner) „Incognito 2: Schlechter Einfluss“ (Incognito: Bad Influences, Vol. 1 – 5, 2010/2011)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips‘ „Fatale: Den Tod im Nacken (Band 1)“ (Fatale # 1 – 5, 2012)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Greg Ruckas „Gotham Central: In Erfüllung der Pflicht (Band 1)“ (Gotham Central # 1 – 5, 2003)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips‘ „Fatale: Hollywood Babylon (Band 2)“ (Fatale # 6 – 10, 2012)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips‘ „Fatale: Westlich der Hölle (Band 3)“ (Fatale # 11 – 15, 2013)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Steve Epting/Butch Guice/Mike Perkins‘ „Der Tod von Captain America (Band 2)“ (Captain America: The Burden of Dreams, Part 1 – 6 (# 31 – 36), 2007/2008)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Steve Epting/Roberte De La Torre/Luke Ross“ „Der Tod von Captain America (Band 3)“ (Captain America: The Man who bought America, Part 1 – 6 (# 37 – 42), 2008)

Ed Brubaker in der Kriminalakte

Comic Book Resources: Interview mit Ed Brubaker über „Fatale“ (8. Mai 2012)

Homepage von Greg Rucka

Meine Besprechung von Greg Rucka/Steve Liebers „Whiteout“ (Whiteout, 1998/1999)

Meine Besprechung von Greg Rucka/Steve Liebers „Whiteout: Melt“ (Whiteout: Melt, 1999/2000)

Meine Besprechung von Greg Ruckas “Die Welt ohne Superman” (The Sleepers, 2009)

Meine Besprechung von Greg Ruckas “Batman: Hinter der Maske” (Cutter, März – Mai 2010/Beneath the Mask,  Juni – Juli 2010/Good King Wencesias, Februar 2009)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Greg Ruckas “Gotham Central: In Erfüllung der Pflicht (Band 1)” (Gotham Central # 1 – 5, 2003)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Imperium in Trümmern (Journey to Star Wars: Das Erwachen der Macht) (Star Wars: Shatterd Empire # 1 – 4, Disney/Lucasfilm 2015)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Vor dem Erwachen“ (Star Wars: Before the Awakening, 2015)

Greg Rucka in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 31. Oktober: Mein Freund Harvey

Oktober 31, 2016

Arte, 21.50 (VPS 20.15)

Mein Freund Harvey (USA 1950, Regie: Henry Koster)

Drehbuch: Mary Chase, Oscar Brodney

LV: Mary Chase: Harvey, 1944 (Theaterstück)

Der beste Freund des netten, dem Alkohol zugeneigten, vermögenden Junggesellen Elwood P. Dowd (James Stewart) ist Harvey. Ein mannsgroßer, weißer Hase, den nur Elwood sehen kann. Irgendwann wird es seiner resoluten Schwester (Josephine Hull) zu bunt. Sie weist Elwood in eine Heilanstalt ein – und sorgt damit für ein veritables Chaos.

„Mein Freund Harvey“ war einer der großen Erfolge für James Stewart, der hierfür für den Oscar und Golden Globe nominiert wurde. Die heute ziemlich vergessene Theaterschauspielerin Josephine Hull erhielt für ihr Spiel den Oscar und den Golden Globe.

Das erfolgreiche Broadway-Stück war davor bereits mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet worden.

Der Film selbst ist dank der Schauspieler und seinem freundlichen Blick auf die Welt und die Menschen eine vergnügliche, harmlose Komödie, die in einem heute nicht mehr existierendem Kleinstadt-Amerika spielt, das es in seiner allumfassenden Nettigkeit und Liebenswürdigkeit so wahrscheinlich nie gab. Und in dem Alkoholismus und die Folgeerscheinungen wie eine Schnapslaune erscheinen.

mit James Stewart, Josephine Hull, Peggy Dow, Charles Drake, Cecil Kellaway, Victoria Horn

Wiederholung: Montag, 7. November, 13.40 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Mein Freund Harvey“

Wikipedia über „Mein Freund Harvey“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 30. Oktober: Faster

Oktober 29, 2016

Pro7, 23.15

Faster (USA 2010, Regie: George Tillman Jr.)

Drehbuch: Tony Gayton, Joe Gayton

Der Fahrer (Dwayne Johnson) ist stinkig: zuerst wird ein Coup verraten, dann sein Bruder ermordet und er für zehn Jahre in den Knast eingesperrt. Als er entlassen wird, will er sich rächen. Nach dem ersten Mord wird er von einem Polizisten (Billy Bob Thornton) und einem Killer (Oliver Jackson-Cohen) verfolgt.

„Faster“ orientiert sich ziemlich gelungen an den Gangsterthrillern der siebziger Jahre (und älter), die schnörkellos eine amoralische Geschichte erzählten. Nur die Schnittfrequenz (da wäre weniger mehr gewesen) und die Brutalität haben zugenommen.

Wer Filme wie „Point Blank“ oder „Driver“ liebt, sollte unbedingt dieses traditionsbewusste Werk einschalten.

Die Gayton-Brüder haben zuletzt die AMC-Westernserie „Hell on Wheels“ auf die Beine gestellt.

Mit Dwayne Johnson, Billy Bob Thornton, Oliver Jackson-Cohen, Carla Gugino, Maggie Grace, Moon Bloodgood, Adewale Akinnuoye-Agbaje, Xander Berkeley, Tom Berenger

Wiederholung: Montag, 31. Oktober, 02.40 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Film-Zeit über „Faster“

Metacritic über „Faster“

Rotten Tomatoes über „Faster“

Wikipedia über „Faster“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von George Tillman Jr. Nicholas Sparks-Verfilmung „Kein Ort ohne dich“ (The longest ride, USA 2015)


TV-Tipp für den 29. Oktober: Family Business

Oktober 29, 2016

ZDFneo, 20.15

Family Business (USA 1989, Regie: Sidney Lumet)

Drehbuch: Vincent Patrick

LV: Vincent Patrick: Family Business, 1985

Für den gesetzestreuen Papa ist diese Nachricht eine Katastrophe: der Sohn schlägt ganz nach dem Großvater – einem Einbrecher. Gerade jetzt plant er einen neuen Coup.

Vergnügliche Gaunerkomödie

mit Sean Connery, Dustin Hoffman, Matthew Broderick

Wiederholung: Sonntag, 30. Oktober, 03.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Family Business“

Wikipedia über „Family Business“ (deutsch, englisch)

Mein Nachruf auf Sidney Lumet

Sidney Lumet in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: Über die Doku „Das Versprechen – Erste Liebe lebenslänglich“ für Jens Söring

Oktober 28, 2016

Damals war der Fall eine Boulevardsensation, der alles hatte, was ein deftiger Hollywoodthriller benötigt. Aber seltsamerweise wurde der Fall bislang noch nicht zu einem Spielfilm verarbeitet und jetzt, nach mehreren US-TV-Dokumentationen, gibt es eine spielfilmlange Dokumentation darüber. In „Das Versprechen – Erste Liebe lebenslänglich“ zeichnen Marcus Vetter und Karin Steinberger die Geschichte von Jens Söring und Elisabeth Haysom nach.

Im August 1984 lernt der am 1. August 1966 in Thailand geborene deutsche Diplomatensohn und Hochbegabtenstipendiat Jens Söring auf dem Orientierungsabend der Universität von Virginia Elizabeth Roxanne Hawson, die am 15. April 1964 geborene Tochter eines Stahlbarons kennen. Sie verlieben sich.

Am 30. März 1985 werden die Eltern von Elizabeth, Derek und Nancy Haysom, in ihrem Haus in Lynchburg, Virginia bestialisch ermordet.

Elizabeth Haysom und Jens Söring, die zunächst nicht verdächtigt werden, flüchten nach Thailand und Europa, wo sie am 30. April 1986 in London wegen Scheckbetrugs verhaftet werden. Bei den Verhören gestehen sie die Tat. Später widerrufen sie ihre Geständnisse.

1990 wird Haysom wegen Anstiftung zum Mord zu neunzig Jahren verurteilt. Söring wird am 4. September 1990 zu zweimal lebenslänglicher Haft verurteilt.

Damit könnte die Geschichte enden, wenn Söring nicht seitdem um seine Freilassung kämpfen würde. Er behauptet, an dem Doppelmord nicht beteiligt gewesen zu sein, sondern, nachdem Haysom ihm den Doppelmord gestanden hatte, beschloss, ihr mit einem Geständnis zu helfen. Er dachte, dass er als Diplomatensohn diplomatische Immunität genieße und höchstens für einige Jahre in den Jugendknast kommen könne. Das war ihm seine große Liebe wert.

Es gab auch während des Verfahrens, wie „Das Versprechen“ zeigt, Probleme und Merkwürdigkeiten, wie ein Richter, der schon vor dem Prozess von Sörings Schuld überzeugt war, ein spurlos verschwundenes FBI-Täterprofil, das Söring entlastet und Experten, die zu Themen aussagten, von denen sie keine Ahnung hatten.

Seitdem gab es auch einen Zeugen, der Haysom mit einen anderen Mann in einem blutverschmiertem Auto gesehen haben will. Und, das dürfte der wichtigste Punk für eine immer noch nicht erfolgte Neuaufnahme des Verfahrens sein, keine DNA-Blutspuren von Söring am Tatort. Dafür seien die Spuren einer anderen, nicht identifizierten Person gefunden worden.

Das alles und noch viel mehr (so war Haysom drogenabhängig und behauptete von ihrer Mutter sexuell missbraucht worden zu sein) dröseln Vetter und Steinberger in ihrem zweistündigem, niemals langweilig werdendem Film auf, der sich auch als Plädoyer für Jens Söring, an dessen Unschuld sie glauben, versteht. Auch die im Film befragten Personen glauben an Sörings Unschuld. Söring, der auch zu Wort kommt, beteuert sie ebenfalls. Die andere Seite, Elizabeth Haysom und die Ankläger kommen dagegen nicht zu Wort. Sie verweigerten Interviews.

Weil die beiden Filmemacher sachlich und schlüssig argumentieren und die neuen Fakten die offizielle Version fraglich erscheinen lassen, ist die Forderung nach einer Neuaufnahme des Verfahrens in jedem Fall gerechtfertigt. Es spricht auch einiges dafür, dass Söring als über beide Ohren verliebter Pennäler die Tat gestand, um seiner Freundin zu imponieren. Wie sehr sie ihn benutzte, ist dagegen unklar.

Insofern ist „Das Versprechen“, wenn man sie mit der gebotenen Skepsis ansieht, sehenswert.

das-versprechen-plakat

Das Versprechen – Erste Liebe lebenslänglich (The Promise, Deutschland 2016)

Regie: Marcus Vetter, Karin Steinberger

Drehbuch: Marcus Vetter, Karin Steinberger

mit Jens Söring, Gail Marshall, Tom Elliott, William Sweeney, Ricky Gardner, Gail Ball, Chuck Reid, Rich Zorn, Dave Watson, Tony Buchanan, Carlos Santos, Steven Rosenfield

und den Stimmen von Imogen Poots und Daniel Brühl

Länge: 124 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

–

Zum Lesen

Die Autobiographie von Jens Söring, der im Gefängnis mehrere Bücher schrieb

soering-zweimal-lebenslaenglich

Jens Söring: Zweimal lebenslänglich – Wie ich seit drei Jahrzehnten für meine Freiheit kämpfe

(mit einem aktuellen Vorwort von Karin Steinberger)

(aus dem Englischen übersetzt von Ulrike Strerath-Bolz)

Knaur, 2016

416 Seiten

10,99 Euro

–

Erstausgabe

Knaur Verlag, 2012

–

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Das Versprechen“

Moviepilot über „Das Versprechen“

Wikipedia über „Das Versprechen“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Marcus Vetter/Karin Steinbergers „The Forecaster“ (Deutschland 2014)

The New Yorker: ausführliche Reportage von Nathan Heller über den Mordfall (9. November 2015)


Neu im Kino/Filmkritik: „31 – A Rob Zombie Film“ – muss ich noch mehr sagen?

Oktober 28, 2016

Regisseur Rob Zombie ist auch Heavy-Metal-Musiker und Musikvideo-Regisseur und das sieht man in seinem neuesten Spielfilm „31 – A Rob Zombie Film“ in jeder Sekunde.

1976 werden an Halloween fünf abgebrannte Jahrmarkts-Mitarbeiter entführt. In einer Fabrikruine sollen sie als höchst unfreiwillige Mitspieler in dem Spiel 31 um ihr Überleben kämpfen. Gejagt werden sie dabei von durchgeknallt-teuflischen Wesen aus dem Gruselkabinett des Schreckens, deren Namen – Doom-Head, Sick-Head, Schizo-Head, Psycho-Head, Death-Head und Sex-Head – Programm sind. Die dekadenten Spielmacher Father Murder, Sister Serpent und Sister Dragon betrachten dabei das von ihnen orchestrierte Spiel als einen Zeitvertreib, bei dem nicht auf das Überleben der Opfer, sondern auf den Zeitpunkt ihres Ablebens gewettet wird.

Als Spielfilm mit einer stringenten Geschichte und glaubwürdigen Charakteren, für diem irgendetwas empfindet, funktioniert „31“ nicht, weil beides nicht vorhanden ist und Rob Zombie in seinem siebten Kinofilm daran auch überhaupt kein Interesse hat.

Als grelle Nummernrevue, inszeniert im Stil eines Musikvideos für eine trashige Heavy-Metal-Band, funktioniert „31“ dagegen ziemlich gut. Wie bei einem Musikvideo sind die Bilder oft dunkel und es wird viel mit Gegenlicht gearbeitet, weshalb man die zahlreichen blutigen Details mehr erahnt als sieht.

Für seine Bildtableaus hat Rob Zombie, erweitert um einige persönliche Vorlieben, einfach alles genommen, was es an Konvergenzen zwischen dem Fundus des Horrorfilms und dem Heavy-Metal-Bildreservoir gibt und es liebevoll angeordnet. Fast jede Szene funktioniert als Standbild, als Abruf von bereits in das kollektive Gedächtnis eingebrannten Bildern und Bildfolgen, gut. Nur eine Geschichte ergibt sich daraus nicht.

Allerdings dürfte auch kein Rob-Zombie-Fan wegen der Geschichte ins Kino gehen. Alle anderen können getrost auf das Spektakel verzichten.

31-plakat

31 – A Rob Zombie Film (31, USA/Großbritannien 2016)

Regie: Rob Zombie

Drehbuch: Rob Zombie

mit Sheri Moon Zombie, Meg Foster, Lawrence Hilton-Jacobs, Jeff Daniel Phillips, Kevin Jackson, Malcolm McDowell, June Carr, Judy Geeson, Richard Braker

Länge: 103 Minuten

FSK: ab 18 Jahre

–

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „31“

Metacritic über „31“

Rotten Tomatoes über „31“

Wikipedia über „31“ (deutsch, englisch)

–

Rob Zombie stellt den Film in Sundance vor (mit Wackelkamera und Solala-Ton)

–

Rob Zombie redet bei Alternative Press über „31“ und seine Filmpläne

–

und das macht Rob Zombie, wenn er keine Filme macht


TV-Tipp für den 28. Oktober: Rosemaries Baby

Oktober 28, 2016

3sat, 22.35

Rosemaries Baby (USA 1968, Regie: Roman Polanski)

Drehbuch: Roman Polanski

LV: Ira Levin: Rosemary’s Baby, 1967 (Rosemaries Baby)

Die sensible Rosemarie und ihr Mann ziehen in New York in ein Apartment ein, das in einem Haus, in dem seltsame Dinge geschehen sollen, ist. Schnell fragt sie sich, ob an den Gerüchten doch etwas dran ist. Vor allem nachdem sie überraschend schwanger wird. Sie glaubt, dass ihr Kind verhext ist. Aber niemand glaubt ihr.

Ein Horrorfilmklassiker, den ich, als ich ihn als Jugendlicher sah, als ziemlich langweilig empfand – und gerade das ist ein Grund, sich diesen Film noch einmal anzusehen und damit das erste Urteil zu revidieren und seinen Einfluss auf den Horrorfilm zu überprüfen. Außerdem fand ich Levins Roman, dem Polanski sehr genau folgt, gar nicht so schlecht.

mit Mia Farrow, John Cassavetes, Ruth Gordon, Sidney Blackmer, Ralph Bellamy, Charles Grodin, Elisha Cook jr.

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Rosemaries Baby“

Wikipedia über „Rosemaries Baby“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Roman Polanskis “The Ghostwriter” (The Ghost Writer, Frankreich/Deutschland/Großbritannien 2010)

Meine Besprechung von Roman Polanskis “Venus im Pelz” (La Vénus á la Forrure, Frankreich/Polen 2013)

Roman Polanski in der Kriminalakte

Ira Levin in der Kriminalakte