Tatort: Kressin und der Mann mit dem gelben Koffer (Deutschland 1972)
Regie: Michael Verhoeven
Drehbuch: Wolfgang Menge
Zollfahnder Kressin sucht einen verschwundenen gelben Koffer, in dem Unterlagen über schmutzige Waffendeals sind. Für den Koffer interessiert sich auch der Gentleman-Gangster Sievers, ein alter Bekannter von Kressin.
Damals war Zollfahnder Kressin so etwas wie die deutsche TV-Ausgabe von James Bond. Heute sind die Abenteuer des Jungen mit der lockeren Dienstauffassung immer noch vergnüglich.
Kressin durfte zwischen 1971 und 1973 sieben Mal ermitteln. Vier der Drehbücher sind von Wolfgang Menge. Er schrieb die besten Kressin-Tatorte. Und dann gibt es noch, vollkommen außer Konkurrenz, Sam Fullers durchgeknallten Kressin-Tatort „Tote Taube in der Beethovenstraße“, in dem Fuller den Zollfahnder schnell aus der Handlung verabschiedet und einen aus den USA kommenden Privatdetektiv ermitteln lässt.
mit Sieghardt Rupp, Ivan Desny, Paul Verhoeven, Günther Stoll, Friedrich von Thun, Friedrich Nowottny, Ernst Dieter Lueg, Fritz Eckhardt
Drehbuch: Roland Klick, Georg Althammer (Mitarbeit), Jane Sperr (Mitarbeit)
Der 18-jährige Willi driftet durch Hamburg. Um die Hure Monika zu retten, will er den Geldtransporter eines Supermarkts zu überfallen.
Ein deutscher Gangsterfilm, der damals von der Kritik gelobt und vom Publikum ignoriert wurde. Heute ein Kultfilm und Klassiker des deutschen Film.
„Fest steht dass Klick hier unbewusst einige wichtige Komponenten des Neuen Deutschen Films vorweggenommen hat: Jugendkriminalität, die Großstadt als Dschungel und die Entstehung von Gewalt im thematischen Bereich, glaubhafter Realismus und geradliniges Erzählkino im formalen.“ (Robert Fischer/Joe Hembus: Der Neue Deutsche Film 1960 – 1980, 1981)
Als ich den Film das erste Mal sah, war ich begeistert, denn „Supermarkt“ war originäres Kino, das bis auf die Drehorte nichts mit anderen deutschen Filmen gemein hatte.
Der Titelsong „Celebration“ wird von Marius Müller-Westernhagen als Marius West gesungen; die Musik ist von Udo Lindenberg. Und Jost Vacano (Das Boot, Robocop, Total Recall) war der Kameramann.
mit Charly Wierczejewski, Eva Mattes, Michael Degen, Walter Kohut, Witta Pohl, Alfred Edel
Jean Seberg – Against all Enemies(Seberg, USA 2019)
Regie: Benedict Andrews
Drehbuch: Joe Shrapnel, Anna Waterhouse
1968 trifft die Schauspielerin Jean Seberg („Außer Atem“) den Black-Panther-Aktivisten Hakim Jamal. Sie verlieben sich. Sie werden vom FBI beobachtet, das eine Rufmordkampagne gegen sie startet.
TV-Premiere. Biopic mit einer gewohnt überzeugenden Kristen Stewart in der Hauptrolle, das ziemlich schnell zu einem mutlosen Film über die Gewissenskonflikte eines fiktiven FBI-Agenten wird. Da wäre mehr möglich gewesen.
Aus der Mitte entspringt ein Fluss (A River runs through it, USA 1992)
Regie: Robert Redford
Drehbuch: Richard Friedenberg
LV: Norman MacLean: A River runs through it, 1976 (Aus der Mitte entspringt ein Fluss)
In poetischen Bildern (Philippe Rousselot erhielt dafür einen Oscar) erzählt Robert Redford in seiner dritten Regiearbeit die Geschichte zweier ungleicher Brüder, die in Montana vor ungefähr hundert Jahren aufwachsen und von ihrem Vater, einem presbyterianischen Pfarrer, zu passionierten Fliegenfischen erzogen werden. Dabei steht das Fliegenfischen für eine bestimmte Geisteshaltung.
„Ein Plädoyer für eine natürliche Ordnung und eine Abkehr von materieller Raffgier. Ein schöner Gegenentwurf zur inhaltsleeren Konsumware Hollywoods.“ (Fischer Film Almanach 1994). Inszeniert von einem Hollywood-Star, mit einem Hollywood-Star am Anfang seiner Karriere in der Hauptrolle.
mit Brad Pitt, Craig Sheffer, Tom Skerritt, Brenda Blethyn, Emily Lloyd
Dass François Ozon ein großer Bewunderer von Rainer Werner Fassbinder ist, dürfte bekannt sein. Bereits 2000 verfilmte er „Tropfen auf heiße Steine“, ein erst posthum aufgeführtes Theaterstück von Fassbinder. Jetzt nahm Ozon sich ein anderes Stück von Fassbinder vor, nämlich „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“. Das Theaterstück wurde 1971 von Peer Raben für die vierte Experimenta inszeniert. Ein Jahr später verfilmte Fassbinder in zehn Drehtagen sein Stück. Es spielt in der wie eine Theaterbühne wirkenden Wohnung von Petra von Kant (Margit Carstensen). Sie ist eine Modeschöpferin, die den Zenit ihrer Karriere hinter sich hat. Vorne und hinten lässt sie sich von Marlene (Irm Hermann) bedienen.
Als Petra von Kant Karin Thimm (Hanna Schygulla) kennen lernt, verliebt sie sich in sie.
In seiner Verfilmung betont Fassbinder das Theaterhafte. Er erzählt eine deprimierende Geschichte von toxischen Beziehungen unter Frauen. Der Film ist, aus heutiger Sicht, eines von Fassbinders Schlüsselwerken und damit einer der Filme, die zuverlässig in jeder Liste der wichtigsten Werke von Fassbinder auftauchen.
Zum fünfzigsten Geburtstag des Films interpretiert Ozon das Stück neu, und wie der Titel „Peter von Kant“ und der auf dem Plakat prominent platzierte Hinweis „frei nach“ verraten, veränderte er einiges. Zum Beispiel die Geschlechter der Figuren. Außerdem kürzte er das Stück. Fassbinders Film dauert über zwei Stunden. Ozons Neuinterpretation keine neunzig Minuten. Und es gibt zahlreiche Anspielungen auf Rainer Werner Fassbinder, seine Person, sein Umfeld und sein Werk.
Dabei hat Ozon kein Enthüllungswerk gedreht.
Schon für Fassbinders Zeitgenossen dürfte offensichtlich gewesen sein, dass das Stück und die dort gezeigten Beziehungen autobiographisch sind. Nur dass Fassbinder aus einer männlichen Diva eine weibliche Diva machte. Ozon macht das wieder rückgängig. Schockierend ist das nicht. Schließlich hat sich Gesellschaft in den vergangenen fünfzig Jahren gewandelt. Da ist eine Liebesgeschichte unter Männern nicht mehr schockierend oder irgendwie Aufsehen erregend. Gleichzeitig wissen wir heute, auch weil alle, die damals mit Fassbinder zusammen arbeiteten, öffentlich über die Arbeit sprachen, viel mehr über das Leben und die Strukturen in der Fassbinder-Familie.
Insofern zeigt Ozon nur, was schon im Original deutlich erkennbar war.
Und natürlich kann durch den Geschlechtertausch viel gefassbindert werden. Mal mehr, mal weniger offensichtlich.
Denis Ménochet, der Peter von Kant spielt, versinkt förmlich in der Rolle der aus dem Leim geratenen, sich selbst gefallenden und bemitleidenden männlichen Diva. In der einen Sekunde ist er ein großspurig auftretender Regisseur, der mit dem Telefon die Welt regiert, im nächsten Moment ein im Selbstmitgleid ertrinkender Tropf und, wenige Sekunden später ein hoffnungslos in einen anderen Mann verliebter Mann. Er zeigt seine Gefühle mit fast schon boulevardesker Offenheit. Er steht im Mittelpunkt, genießt es und will doch ständig bestätigt und umhütet werden. Ménochet spielt diesen Peter von Kant in jeder Sekunde glaubhaft und so, dass wir immer den Menschen hinter all seinen Posen und Manipulationen erkennen.
Neben ihm steht Stefan Crépon zunehmend im Zentrum der Aufmerksamkeit des Zuschauers. Er spielt Karl, den Diener von Peter von Kant. Schweigend erfüllt er die Wünsche seines Chefs und erträgt stoisch seine Launen und ständigen Stimmungsumschwünge. Er sagt kein Wort. Er ist immer im Hintergrund da und er kommentiert stumm das Geschehen.
Khalil Gharbia spielt Amir Ben Salem, das Objekt der Begierde. Isabelle Adjani Peter von Kants vermögende Freundin und ehemalige Muse, den Filmstar Sidonie von Gassenab. Sie stellt ihm Amir vor. Und Hanna Schygulla ist als Peter von Kants Mutter dabei.
Ozon inszeniert seine Version der „bitteren Tränen der Petra von Kant“, wie schon Fassbinder, betont theaterhaft, mit vielen Fassbinder-Anspielungen und zum Lachen reizenden Stellen.
Peter von Kant (Peter von Kant, Frankreich 2022)
Regie: François Ozon
Drehbuch: François Ozon
LV: Rainer Werner Fassbinder: Die bitteren Tränen der Petra von Kant, 1971
mit Denis Ménochet, Isabelle Adjani, Khalil Gharbia, Hanna Schygulla, Stefan Crépon, Aminthe Audiard
Ingwer Feddersen kehrt zurück in sein Heimatdorf Brinkebüll. An der Universität hat ‚de Jung‘ sich ein Freisemester genommen. In den nächsten Monaten will der seit Ewigkeiten in Kiel in einer Dreier-WG lebende Professor für Ur- und Frühgeschichte sich um seine Eltern kümmern. Sie brauchen zunehmend Hilfe. Auch wenn Ingwers über neunzigjähriger Vater, Sönke, das nicht akzeptieren will. Er kehrte erst nach dem Krieg aus der Gefangenschaft zurück und führt seitdem den Dorfgasthof. Ingwers Mutter, Ella, ist dagegen schon so dement, dass sie davon fast nichts mehr mitbekommt. Sie lebt schon zu einem großen Teil in der Vergangenheit – und auch für den fünfzigjährigen Ingwer werden die Monate, die er mit seinen Eltern verbringt, zu einer Lebensbilanz und Erinnerung an seine Jugend und die Nachkriegsgeschichte des Dorfes.
Dörte Hansen erzählt in ihrem von der Kritik hochgelobtem Bestseller „Mittagsstunde“ diese Geschichte, indem sie ständig zwischen Gegenwart und Vergangenheit wechselt. Das liest sich gut, ist aber kaum verfilmbar.
Regisseur Lars Jessen und Drehbuchautorin Catharina Junk unternahmen das Wagnis – mit einem zwiespältigem Ergebnis. Auch sie wechseln bruchlos zwischen den Jahrzehnten. Langsam entsteht so eine Geschichte der Familie Feddersen, des fiktiven und daher archetypischen nordfriesischen Dorfes Brinkebüll und den Veränderungen des Landlebens zwischen den Sechzigern und der Gegenwart. Dabei, und hier kommen wir zu einem der großen Probleme des Films, ist die Orientierung zwischen den verschiedenen Zeitebenen schwierig. Jessen blendet nur in den ersten Minuten die Jahrezahlen ein. Danach nicht mehr. Weil sich in einem Dorf aber alles nur langsam verändert und es eine durchaus wohltuende Ignoranz gegenüber schnelllebigen großstädtischen Modeerscheinungen gibt, ist der Unterschied zwischen den Sechzigern, den Siebzigern, den Achtzigern und sogar der Gegenwart kaum erkennbar. Die Inneneinrichtung der Wirtschaft verändert sich kaum. Das Haus der Feddersens noch weniger. Die Kleidung der Dorfbewohner ist vor allem funktional. Und auch Autos geben nur eine grobe Orientierung.
Das zweite Problem ist, dass wir die Figuren als junge, mittelalte und alte Menschen kennen lernen. Aber es ist oft kaum ersichtlich, wer wer ist. Während im Buch immer Ingwer steht und er mal Fünf, mal Fünfzig ist, wird er im Film von einem Kind und einem vollkommen anders aussehendem Erwachsenem gespielt.
Bei jedem Zeitsprung muss daher überlegt werden, wann die Szene spielt und wer zu sehen ist. Entsprechend schwierig ist es, eine emotionale Verbindung zu den verschiedenen Figuren aufzubauen.
Das alles erschwert die Orientierung in dem konventionell erzähltem Film, der – so mein Eindruck vor der Lektüre des Romans – seiner Vorlage zu sklavisch folgt. Nach der Lektüre des Romans weiß ich, dass Junk und Jessen viel veränderten. Aber nicht genug. Ein Voice-Over, und damit auch die Entscheidung für eine Erzählperspektive, hätte sicher einige Probleme beseitigt. Und den Heimatroman von einem sich über mehrere Generationen und Figuren erstreckenden Dorfchronik zur Geschichte einer Figur und der Jahre, die er bewusst erlebte, gemacht. Eine andere Möglichkeit wäre eine experimentellere Gestaltung gewesen mit Texteinblendungen, Freeze Frames, Voice-Over oder auch dass die erwachsenen Schauspieler in ihren Erinnerungen sich selbst spielen oder in der Szene die Szene kommentieren. Auch darauf wurde zugunsten einer konventionellen, für ein breites Publikum einfach goutierbaren Erzählung verzichtet.
So ist „Mittagsstunde“ eine biedere Literaturverfilmung. Weil Jessen – und auch schon Hansen in ihrem Roman – die Geschichte der Familie Feddersen und des Dorfes nordisch unterkühlt erzählen, bleibt es angenehm frei von verlogenen „Früher war alles besser“-Sentimentalitäten.
Mittagsstunde (Deutschland 2022)
Regie: Lars Jessen
Drehbuch: Catharina Junk
LV: Dörte Hansen: Mittagsstunde, 2018
mit Charly Hübner, Lennard Conrad, Peter Franke, Rainer Bock, Hildegard Schmahl, Gabriela Maria Schmeide, Gro Swantje Kohlhof, Julika Jenkins, Nicki von Tempelhoff, Jan Georg Schütte
Länge: 97 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
Jessen drehte den Film parallel in einer plattdeutschen und einer hochdeutschen Fassung. Ich habe die plattdeutsche Fassung gesehen und, auch ohne die andere Fassung zu kennen, ist das die Fassung, in der der Film gesehen werden sollte.
Drehbuch: Peter Fonda, Dennis Hopper, Terry Southern
Vor dem Drehstart sollte es nur ein weiterer billiger Biker-Film werden. Doch als „Easy Rider“ in die Kinos kam, wurde er zu einem Kultfilm für eine Generation und der Initialzündung für das New-Hollywood-Kino. Oder, wie ein älterer Mann während der Berlinale-Aufführung 2004 zu seinem Nachbarn sagte:
„Ich habe den Film noch nie gesehen.“
„Wirklich?“
„Nüchtern.“
Die Story des Roadmovies ist denkbar einfach: zwei junge Männer fahren mit ihren Motorrädern von Los Angeles nach New Orleans zum Mardi Gras. Ihre Reise wird zu einem Porträt Amerikas.
Die Musik von Steppenwolf, The Byrds, The Band, Roger McGuinn und Jimi Hendrix trug sicher auch ihren Teil zum Erfolg bei.
„Easy Rider (war) der richtige Film zur richtigen Zeit. Sein Kassenerfolg gab der Filmindustrie, die in den sechziger Jahren mit superteuren, starbestückten Ausstattungsfilmen ihr Publikum nicht mehr gefunden hatte, eine neue Richtung vor: Filme für ein junges Publikum, gedreht außerhalb der Studios on location.
Wahrscheinlich war Easy Rider auch deshalb ein solcher Erfolg, weil er eben nicht den vollkommenen Bruch mit der Tradition vollzog (…), sondern vielmehr anknüpfte an amerikanische Mythen – und sie zugleich hinterfragte. Aus dem Gegensatz von klassischer narrativer Struktur im Motiv der Reise und visuellem Bruch mit den Gewohnheiten erwächst die Stärke von Easy Rider, der seine Kraft ebenso den Kinoerinnerungen an die Landschaftsbilder des Westens verdankt wie der präzisen Auswahl von zeitgenössischen Rocksongs.“ (Frank Arnold in Hans Helmut Prinzler/Gabriele Jatho: New Hollywood 1967 – 1976: Trouble in Wonderland)
mit Peter Fonda, Dennis Hopper, Jack Nicholson, Karen Black, Phil Spector, Bridget Fonda (ungenanntes Debüt; Kind in der Kommune)
Regie: Frank Miller, Robert Rodriguez, Quentin Tarantino (special guest director)
Drehbuch: Frank Miller
LV: Frank Miller: Sin City (verfilmte Geschichten: The Hard Goodbye [1991], The Big Fat Kill [1994], That Yellow Bastard [1996], The Customer is Always Right[1994])
Kongeniale Verfilmung einiger Geschichten aus der düsteren „Sin City“-Welt. Ein Fest für Noir- und Comicfans.
Mit Jessica Alba, Powers Boothe, Jude Ciccolella, Rosario Dawson, Benicio Del Toro. Josh Hartnett, Rutger Hauer, Jamie King, Michael Madsen, Frank Miller, Brittany Murphy, Clive Owen, Mickey Rourke, Nick Stahl, Bruce Willis, Elijah Wood
Million Dollar Baby (Million Dollar Baby, USA 2004)
Regie: Clint Eastwood
Drehbuch: Paul Haggis
LV: F. X. Toole: Million Dollar Baby (Kurzgeschichte, erschienen in „Rope Burns“, 2000, Neuauflage zum Filmstart unter „Million Dollar Baby – Stories from the Corner“)
Jetzt ist es endlich soweit. Clint Eastwoods „Million Dollar Baby“ ist der TV-Tagestipp. Denn aus vollkommen schleierhaften Gründen gelang es mir in den vergangenen Jahren immer wieder, wenn dieser Film lief, einen anderen Film zum Tagestipp zu machen.
Sie ist zu alt für eine Boxkarriere und eine Frau. Das sind für den erfahrenen Boxcoach Frankie Dunn (Clint Eastwood) zwei gute Gründe, Maggie Fitzgerald (Hilary Swank) nicht zu trainieren. Aber die Kellnerin ist hartnäckig. Frankie traniert sie dann doch. Sie siegt. Bis ein Schlag im Boxring alles verändert.
Einer von Clint Eastwoods besten Filmen.
Mit Clint Eastwood, Hilary Swank, Morgan Freeman, Jay Baruchel, Mike Colter, Lucia Rijker, Anthony Mackie, Michael Peña
Zwei rechnen ab (Gunfight at the O. K. Corral, USA 1957)
Regie: John Sturges
Drehbuch: Leon Uris (nach dem Zeitschriftenartikel von George Scullin)
Immer wieder gern gesehener Westernklassiker über US-Marshal Wyatt Earp (Burt Lancaster), Doc Holliday (Kirk Douglas) und die legendäre Schießerei am O. K. Corral.
mit Burt Lancaster, Kirk Douglas, Rhonda Fleming, Jo Van Fleet, John Ireland, Frank Faylen, George Matthews, Earl Holliman, Dennis Hopper, DeForest Kelley, Lee Van Cleef
Bis dann, mein Sohn(Di jiu tian chang, Volksrepublik China 2019)
Regie: Wang Xiaoshuai
Drehbuch: A Mei, Wang Xiaoshuai
TV-Premiere. Dreistündiges, drei Jahrzehnte umspannendes, nicht chronologisch erzähltes Epos, das von zwei normalen Familien und ihrem Leben in einem sich ab den frühen Achtzigernrapide wandelndem China erzählt.
Wang Xiaoshuai („Beijing Bicycle“) erzählt das mit großem Atem und mit vielen Andeutungen, die wahrscheinlich nur für Chinesen verständlich sind. Ich empfand am Ende des Films jedenfalls mehr Bewunderung für alle möglichen Aspekte das Films als Begeisterung für das gesamte Werk.
Auf der Berlinale erhielten Yong Mei als beste Darstellerin und Wang Jingchun als bester Darsteller einen Silbernen Bären.
Als die Wilsons einige bedrohlich wirkende Menschen in der Einfahrt zu ihrem Haus stehen sehen, wird ihr Urlaub zu einem Horrortrip. Denn diese sich seltsam bewegenden Wesen in roten Overalls sind ihre Ebenbilder – und sie wollen sie umbringen.
TV-Premiere. „Get out“ Jordan Peeles zweiter Film: nicht so gut wie sein grandioses Debüt. Starke Bilder, starke Szenen, aber mit massiven Schwächen in der Geschichte.
Cathy Marie (Audrey Lamy) hat genug von ihrer Chefin. Die betreibt ein nobles Sterne-Restaurant, hat im Fernsehen eine erfolgreiche Kochshow und einen Kontrollfetisch. In ihrem Restaurant werden nur ihre Kreationen in der von ihr gewünschten Zubereitung hergestellt. Cathy bereitet es anders zu und wird dafür von ihrer Chefin heruntergeputzt. Verärgert kündigt sie. Die Vierzigjährige denkt sich, dass sie mit ihrem Lebenslauf schnell in einem anderen Nobelrestaurant angestellt wird.
Dem ist nicht so. Fast schon verzweifelt bewirbt sie sich auf eine Anzeige, die, wie sie schon beim ersten Blick auf das heruntergekommene, abseits gelegene Gebäude feststellt, etwas blumig formuliert wurde. Die angekündigte Küche ist nicht etwas, sondern weit unter ihrem Niveau. Angesichts ihrer hoffnungslosen Lage nimmt sie die Stelle als Kantinenköchin in einem Heim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge trotzdem an.
Schockiert bemerkt sie an ihrem ersten Tag, dass die Zubereitung des Essens hier aus dem Erhitzen von vorgefertigten Zutaten besteht. Das wird sie ändern. Auch wenn ihr der Leiter des Hauses erklärt, für ein besseres Essen reiche das Geld nicht und die Jugendlichen seien zufrieden mit der Dosenravioli, solange sie warm ist und pünktlich auf dem Tisch steht.
„Die Küchenbrigade“ ist der neue Film von Louis-Julien Petit. Sein letzter Film war das warmherzige, äußerst gelungene Drama „Der Glanz der Unsichtbaren“ über eine von der Schließung bedrohte Tagesstätte für obdachlose Frauen.
Dieses Mal stehen unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Mittelpunkt des Films. Wenn sie nicht vor ihrem 18. Geburtstag eine Ausbildung beginnen, werden sie abgeschoben. Diese Flüchtlinge werden, wie die Frauen im „Glanz der Unsichtbaren“, von Laien gespielt, die sich letztendliche selbst spielen.
Trotz all der Probleme, die die Figuren in dem Film haben, und die auch angesprochen werden, erzählt Petit die Geschichte als Feelgood-Movie mit einer begrüßenswerten Botschaft.
Das Problem des Films ist nur, wie sie hier präsentiert wird. Deshalb ist „Die Küchenbrigade“ eine Sozialkomödie, die nicht so gelungen wie sein vorheriger Film ist.
Natürlich muss in einem Film einiges verdichtet und zugespitzt werden. So ist das Essen in dem Heim überirdisch schlecht. Es gibt sehr wenig, eigentlich überhaupt kein Personal. Das Haus ist riesig, aber nur wenige Zimmer werden bewohnt. Das alles muss man im Rahmen der Konventionen eines humoristischen Feelgood-Dramas hinnehmen. Ebenso dass alle sehr schnell bei der im zwischenmenschlichen Umgang schwierigen Cathy Kochen auf höchstem Niveau lernen wollen.
Ärgerlich wird es am Ende des Film. Sobald Cathy sich um einen Auftritt in der Kochshow ihrer früheren Chefin bewirt, wird die Geschichte unglaubwürdig. Das live ausgestrahlte Finale der Kochshow, in der Cathy zu den Finalisten gehört, ist eine einzige Abfolge unplausibler und nur scheinbar überraschender Wendungen. Dieser Teil wirkt, als habe das Team einer Daily-Soap die Macht am Set übernommen.
„Die Küchenbrigade“ gehört, mit Lamby und Cluzet in den Hauptrollen, zum sozial bewusstem französischem Starkino. Öfter wirkt es so, als würde das Schicksal der Flüchtlinge für den Film ausgebeutet. Sie dürfen irgendwann im Film kurz aus ihrem Leben erzählen, aber im Mittelpunkt steht die biestige Cathy mit ihren Problemen. Und das Finale folgt der sich nicht um Realismus kümmernden Dramaturgie schlechter US-amerikanischer Feelgood-Movies.
Die Küchenbrigade(La brigade, Frankreich 2022)
Regie: Louis-Julien Petit
Drehbuch: Louis-Julien Petit, Liza Benguigui-Duquesne, Sophie Bensadoun, Thomas Pujol (in Zusammenarbeit mit) (nach einer Idee von Sophie Bensadoun)
mit Audrey Lamy, François Cluzet, Chantal Neuwirth, Fatou Kaba, Yannick Kalombo
LV: J. G. Ballard: High-Rise, 1975 (Der Block, Hochhaus, High-Rise)
Der Neurophysiologe Dr. Robert Laing zieht in ein am Stadtrand von London liegendes modernes Hochhaus. Als er seine Mitbewohner kennenlernt, bemerkt er die Klassengesellschaft im Haus, die Konflikte zwischen den Stockwerken und ihre dekadente Vergnügungssucht.
Sehr düstere Satire auf die Gesellschaft und den Kapitalismus, toll besetzt, glänzend und sehr stilbewusst inszeniert von Ben Wheatley.
Wer sind die Bettler, die in Großstädten in Unterführungen und Eingängen von Einkaufspassagen sitzen und an denen wir meistens vorbeigehen?
Andrei Schwartz hat einige dieser Bettler über mehrere Jahre beobachtet und auch in ihr Heimatdorf Namaiesti in Rumänien begleitet. Es ist ein Dorf, in dem die Moderne noch lange nicht angekommen ist und in dem, so scheint es im Film „Europa Passage“, alle von minimalen staatlichen Leistungen und dem Betteln leben. Die Dorfbewohner können nicht lesen und schreiben. Sie können deshalb nur schlecht bezahlte Hilfsarbeiten annehmen, für die man nicht lesen und nichts aufschreiben muss. Stehlen wollen sie nicht. Also bleibt nur noch das Betteln. Sie tun es in Hamburg. Immer einige Wochen oder Monate. Dann kehren sie zurück nach Namaiesti. Und eine Monate später reisen wie wieder nach Hamburg.
Es ist ein Kreislauf, der gegen Ende von Schwartz‘ Hauptprotagonisten Mariana und Ion Luca durchbrochen wird. Er hat eine Arbeit gefunden, die er länger ausüben will. Sie bettelt weiter, weil sie sonst nichts zu tun hat. Sie holen ihre Enkelin nach Hamburg. Sie soll zur Schule gehen
Schwartz wurde 1955 in Bukarest geboren. Seit 1973 lebt der Rumäne in Deutschland. In seinen mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Dokumentarfilmen beschäftigt er sich immer wieder mit Rumänien, dem Leben in Rumänien und dem Leben von Rumänen in Deutschland.
Für seinen neuen Film begleitete er die aus Namaiesti kommenden Roma über fünf Jahre. Aus dem Material montierte er einen chronologisch erzählten, weitgehend ruhig beobachtenden Dokumentarfilm. Es gibt nämlich auch längere Gespräche mit ihnen, in denen sie über sich, ihr Leben und ihre Hoffnungen reden. Er lässt sie zu Wort kommen, verleiht ihnen eine Stimme und hört ihnen geduldig zu.
Mit zunehmender Laufzeit ist dieser klare und unkommentierte Fokus auf diese Romafamilien eine störende Limitierung. Wir erfahren nämlich nicht, warum das Dorf so arm ist, warum der Staat nichts gegen die Armut unternimmt und warum die Bewohner dort bleiben, auch wenn sie wissen, dass ihre Kinder dort keine Zukunft haben.
Wir erfahren, außer wenn sie es selbst in einem Gespräch sagen, auch nichts über die Hilfsangebote in Hamburg und den Umgang der Stadt mit ihnen. So wurden sie immer wieder aus dem Winternotprogramm für Obdachlose ausgeschlossen.
Und es ist schon etwas auffallend, dass alle Roma, die er zeigt, ehrliche Bettler sind.
In jedem Fall wird man nach dem Dokumentarfilm „Europa Passage“ die Bettler mit anderen Augen betrachten. Falls man sie vorher überhaupt wahrgenommen hat.
Drehbuch: George Miller, Brendan McCarthy, Nico Lathouris
Mad Max (Tom Hardy) flüchtet mit Imperator Furiosa (Charlize Theron) und einigen Frauen vor Immortan Joe (Hugh Keays-Byrne) durch die Wüste.
Action satt in einer zweistündigen Leistungsschau der Stuntmänner, der Kameraleute und der CGI-Leute. Im Gegensatz zu den meisten Kritikern war ich nicht so wahnsinnig begeistert von diesem vierten „Mad Max“-Film.
„Moonage Daydream“ ist kein konventioneller Dokumentarfilm, der in zwei Stunden chronologisch das Leben eines Künstlers zusammenfasst, sondern ein über zweistündiges gigantisces David-Bowie-Mash-Up, das rudimentär seiner Lebensgeschichte folgt. Es gibt also, ziemlich chronologisch präsentiert, seine Hits. Dazu plündert Brett Morgen („Cobain: Montage of Heck“), mit Erlaubnis vn Bowies Erben, das David-Bowie-Archiv. Er präsentiert neben bekannten Aufnahmen auch bislang unbekannte oder verschollen geglaubte Aufnahmen. Es gibt Konzertmitschnitte, Musikvideos, Privataufnahmen, Talkshowauftritte und Auschnitte aus den Filmen, in denen Bowie mitspielte. Diese Bilder schneidet Morgen munter unter die Songs, was dazu führt, dass auch bei Live-Auftritten Bowies Lippen sich nicht synchron zum Liedtext bewegen. Gleichzeitig wechselt Bowie seine Kostüme und er wird auch mal zwanzig, dreißig Jahre älter oder jünger. Der Erkenntnisgewinn von diesen Bilderschnipseln ist gering. Außer dass Bowie auf der Bühne immer gut aussah.
Dazwischen werden Statements von Bowie als kluge Sätze in den Film hineingeschnitten, ohne dass ersichtlich wird, wann und welchem Zusammenhang sie gesagt wurden. Andere Musiker und Künstler, mit denen Bowie zusammen arbeitete, kommen nicht vor. In „Moonage Daydream“ dreht sich alles um David Bowie. Das geht so weit, dass sogar bei den vielen Konzertschnipseln immer nur Bowie im Bild ist.
So entsteht das Bild eines einsamen, von der Welt isolierten Künstlers. Bowie ist hier wieder der Mann, der vom Himmel fiel. Aus diesem Science-Fiction-Film gibt es mehrere Ausschnitte. Aus anderen Bowie-Filmen, wie „Begierde“ oder „Die Reise ins Labyrinth“, nur einen sekundenlangen Ausschnitt, quasi ein längeres Standbild. Länger ist er allein in einem Boot auf einem Fluss in Asien oder allein beim Malen zu sehen. Einmal geht er, ebenfalls allein, einen Gang hinunter und betritt einen Fahrstuhl.
Ergänzt werden die vielen Bilder von David Bowie von einigen Ausschnitten aus sattsam bekannten Filmklassikern, wie „Metropolis“.
Dieser Bilderbrei ist wie ein YouTube-Abend mit Zufallsauswahl, bei dem jemand einem eine Pistole an die Stirn hält und zum Ansehen von jedem einzelnem Bild zwingt.
Das ist sogar für einen Bowie-Fan eine Tortur. Jedenfalls wenn er mehr als einen ermüdenden David-Bowie-Mash-Up will.
One! Two! Three! Let’s Rock! Mit David Bowies ungeliebtem, nichtsdestotrotz grandiosem Projekt „Tin Machine“, das auch in „Moonage Daydream“ ignoriert wird. Play it loud.
Als sie auf der Fahrt zu ihren Eltern an einer Tankstelle anhalten, geht Lisa Spann kurz auf die Toilette. Ihr Mann Will, ein mit ihr in Manchester, New Hampshire lebender, gut verdienender Immobilienentwickler, bezahlt nach dem Tanken – und muss entsetzt feststellen, dass Lisa spurlos verschwunden ist. Er informiert die Polizei. Die nimmt sich des Falls mit überschaubarem Engagement auf. Der die Ermittlung leitende Detective Patterson verdächtigt ihn sogar, etwas mit Lisas Verschwinden zu tun zu haben.
Um seine Unschuld zu beweisen und weil er über das träge Ermittlungstempo der Polizei verärgert ist, beginnt Will sie auf eigene Faust zu suchen. Denn trotz Ehekrise liebt er Lisa immer noch und er hat nichts mit ihrem Verschwinden zu tun.
„Chase“ ist ein 08/15-Thriller, der eine bekannte Geschichte noch einmal erzählt. Große Überraschungen gibt es nicht, wenn Gerard Butler sich durch das US-amerikanische Hinterland kloppt und ballert.
Eigentlich ist „Chase“ kein Film fürs Kinos, sondern für den gemütlichen Heimkinoabend des genügsamen Actionfans, der sich nicht noch einmal eine der vielen besseren Versionen dieser Geschichte ansehen will. „R. I. F. – Ich werde dich finden!“ (der am Sonntag, den 17. September, um 22.00 Uhr, am Dienstag, den 20. September, um 23.10 Uhr und am Samstag, den 23. September, um 00.25 Uhr von dem TV-Sender One gezeigt wird) wäre hier zu nennen; vor allem weil ich beim Lesen der Synopse spontan dachte, „Chase“ sei ein Remake von „R. I. F. – Ich werde dich finden!“. Ist es nicht. „Chase“ ist eine eigenständige Geschichte. „Breakdown“, „Spurlos verschwunden“ und das fünf Jahre später entstandene US-Remake „Spurlos“ könnten ebenso genannt werden. Neben mindestens einem Dutzend weiterer Filme, die die Geschichte der spurlos verschwundenen Ehefrau packender erzählen und in denen zwischem ihrem Verschwinden und der Erklärung für ihr Verschwinden nur wenige Stunden vergehen.
Chase(Last seen alive, USA 2022)
Regie: Brian Goodman
Drehbuch: Marc Frydman
mit Gerard Butler, Jaimie Alexander, Russell Hornsby, Ethan Embry, Michael Irby, Cindy Hogan, Bruce Altman
Ein Industrieller wird entführt – und noch ehe das Lösegeld bezahlt wird, werden immer mehr schmutzige Details über ihn bekannt. Das beeinflusst selbstverständlich auch die Verhandlungen.
„Spannender, gut gespielter Thriller“ (Lexikon des internationalen Films), der für vier Césars nominiert war (bester Film, beste Regie, bester Hauptdarsteller, beste Nebendarstellerin).
mit Yvan Attal, Anne Consigny, André Marcon, Francoise Fabian, Alex Descas
David und Georgia Cotton sind bereits seit Jahren geschieden, aber ihre gemeinsame Tochter bringt sie immer wieder zusammen. Zum Beispiel bei ihrer Abschlussfeier oder zur Hochzeit. Denn nach dem Abschluss ihres Jurastudiums flog Lily mit ihrer besten Freundin und einem Stapel Bücher (die fortan im Film keine Rolle mehr spielen) nach Bali. Dort verliebt sie sich sofort unsterblich in Gede, einen Algenbauern.
Einige Tage später lädt sie ihre Eltern zur Hochzeit ein. Schon auf dem Hinflug beschließen David und Georgia alles zu tun, damit ihre Tochter nicht den gleichen Fehler begeht, den sie ihrer Heirat begingen. Sie wollen die Hochzeit verhindern. Auch mit schmutzigen Tricks. Spätestens jetzt kann man sich die weitere Story dieser RomCom ausmalen.
Diese Vorhersehbarkeit ist nicht das größte Problem des Film. Schließlich sollen Menschen genau wegen dieser RomCom-Story ins Kino gehen, einige Male lachen und viele Taschentücher verbrauchen bis das Liebespaar sich am Ende in die Arme fällt. Dann ist eine weitere Packung Tempo-Taschentücher fällig. Wenn das gut gemacht ist, entsteht ein Film wie „Pretty Woman“.
Außerdem hat Ol Parker („Mamma Mia! Here we go again“) einige sympathische Schauspieler und einen fotogenen Drehort. Gedreht wurde allerdings nicht in Bali, sondern in Australien in Queensland. Nur ein Drehbuch hat Parker nicht, oder, wenn doch, wurde es während des Drehs ignoriert zugunsten von Improvisationen und viel Spaß am Set.
Besonders Julia Roberts und George Clooney amüsieren sich glänzend. Sie sind miteinander befreundet und spielten bereits in mehreren Filmen zusammen. Zuletzt 2016 in dem Thriller „Money Monster“.Roberts ist sympathisch wie immer. Clooney grimassiert sich dagegen erstaunlich unsubtil durch den Film.
Die Story selbst besteht aus läppischen Sabotageakten von David und Georgia, uralten Südsee-Klischees über sympathische Einheimische, fotogene Strände und gefährliche Tempel, verkorksten Witzen und lieblos behandelten Nebenfiguren.
Schnell und erstaunlich zielsicher steuert diese RomCom in Richtung Totalkatastrophe.
Ticket ins Paradies (Ticket to Paradise, USA 2022)
Regie: Ol Parker
Drehbuch: Ol Parker, Daniel Pipski
mit George Clooney, Julia Roberts, Kaitlyn Dever, Maxime Bouttier, Lucas Bravo, Billie Lourd