TV-Tipp für den 25. Dezember: Wish I was here

Dezember 24, 2020

Servus TV, 20.15/23.55

Wish I was here (Wish I was here, USA 2014)

Regie: Zach Braff

Drehbuch: Adam Braff, Zach Braff

Schauspieler Aidan (Zach Braff) weigert sich, trotz Frau und Kindern, erwachsen zu werden. Da erkrankt sein Vater, der die Schule der Kinder finanziert, an Krebs und Aidan muss einige Entscheidungen treffen.

Zach Braffs liebevolle Indie-Komödie „Wish I was here“ verunsichert und irritiert nie, sondern bestätigt seine Charaktere – und die Zuschauer – in ihrem Leben.

Das gesagt ist der Film, nach „Garden State“ der zweite Spielfilm von „Scrubs“-Star Zach Braff, unterhaltsam, kurzweilig, witzig, episodisch, aber auch ziellos und oft konventionell in seinen Beschreibungen und Lösungen. Es ist auch ein Film, der im Privaten steckenbleibt.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Zach Braff, Kate Hudson, Mandy Patinkin, Josh Gad, Joey King, Pierce Gagnon, Donald Faison, Ashley Greene, Jim Parsons, Michael Weston

Hinweise
Moviepilot über „Wish I was here“
Metacritic über „Wish I was here“
Rotten Tomatoes über „Wish I was here“
Wikipedia über „Wish I was here“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Zach Braffs „Wish I was here“ (Wish I was here, USA 2014)

Meine Besprechung von Zach Braffs „Abgang mit Stil“ (Going in Style, USA 2017)


TV-Tipp für den 24. Dezember: Die fabelhafte Welt der Amélie

Dezember 23, 2020

Frohes Fest!

Servus TV, 20.15

Die fabelhafte Welt der Amélie (Le fabuleux destin d’Amélie Poulain, Frankreich/Deutschland 2001)

Regie: Jean-Pierre Jeunet

Drehbuch: Guillaume Laurant, Jean-Pierre Jeunet

In einem Paris, das nicht von dieser Welt ist (und das es so nie gab), verzaubert die Kellnerin Amélie ihre Mitmenschen und macht sie glücklich. Da trifft sie ihren Märchenprinzen…

Ein märchenhafter, schnell verzaubernder, vor Einfällen überbordender, wundervoll warmherziger Film voller Humor und skurriller Typen.

mit Audrey Tautou, Mathieu Kassovitz, Rufus, Yolande Moreau, Artus de Penguern

Wiederholung: Samstag, 26. Dezember, 12.30 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Die fabelhafte Welt der Amélie“

Wikipedia über „Die fabelhafte Welt der Amélie“ (deutsch, englisch, französisch)

Meine Besprechung von Jean-Pierre Jeunets „Die Karte meiner Träume“ (The young and prodigious T. S. Spivet, Frankreich/Kanada 2013)


TV-Tipp für den 23. Dezember: Alice im Wunderland

Dezember 22, 2020

Es ist nicht das „Nightmare before Christmas“, aber immerhin auch von „Frankenweenie“ Tim Burton

RTL II, 20.15

Alice im Wunderland (Alice in Wonderland, USA 2010)

Regie: Tim Burton

Drehbuch: Linda Woolverton

LV: Lewis Carroll: Alice’s Adventures in Wonderland, 1865 (Alice im Wunderland), Through the Looking-Glass, 1871 (Alice hinter Spiegeln)

Tim Burtons Interpretation der allseits bekannten Geschichte von Alice, die als Kind im Wunderland phantastische Figuren trifft und phantastische Abenteuer erlebt. Bei Burton kehrt sie als junge Erwachsene zurück in das Wunderland, wo sie ihre alten Freunde wieder trifft und ihnen beim Kampf gegen die böse Rote Königin helfen soll.

mit Mia Wasikowska, Johnny Depp, Helena Bonham Carter, Anne Hathaway, Crispin Glover, Matt Lucas

Wiederholung: Freitag, 25. Dezember, 18.10 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Alice im Wunderland“

Wikipedia über „Alice im Wunderland“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Tim Burtons “Frankenweenie” (Frankenweenie, USA 2012, nach einem Drehbuch von John August)

Meine Besprechung von Tim Burtons „Big Eyes“ (Big Eyes, USA 2014)

Meine Besprechung von Tim Burtons „Die Insel der besonderen Kinder“ (Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children, USA 2016)

Meine Besprechung von Tim Burtons „Dumbo“ (Dumbo, USA 2019)

Tim Burton in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 22. Dezember: Stirb langsam

Dezember 21, 2020

Sat.1, 20.15

Stirb langsam (Die hard, USA 1988)

Regie: John McTiernan

Drehbuch: Jeb Stuart, Steven E. de Souza

LV: Roderick Thorp: Nothing lasts forever, 1979 (Stirb langsam)

Bahnbrechendes Action-Kino, das Bruce Willis zum Star machte – im Buch besucht der Held seine Tochter, im Film besucht der Held seine Frau, der Rest (Terroristen besetzten ein Hochhaus, unser Held kämpft gegen sie) ist bekannt. EPD Film meinte „ein durch und durch regressiver Film, der einer infantilen Lust an der Zerstörung Nahrung verschafft.“

Das Drehbuch von Jeb Stuart und Steven E. De Souza war für den Edgar nominiert.

Mit Bruce Willis, Alan Rickman, Bonnie Bedelia, Alexander Godunov, Reginald VelJohnson, William Atherton, Paul Gleason, Hart Bochner

Wiederholung: Donnerstag, 24. Dezember, 22.25 Uhr (Heiligabend, nach „Kevin – Allen zu Haus“; noch so ein Weihnahtsfilm)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Stirb langsam“

Wikipedia über „Stirb langsam“ (deutsch, englisch)

Spiegel: „Eines Tages“ über 20 Jahre „Stirb langsam“

Thrilling Detective über Joe Leland (so heißt John McClane im Buch)

The Independent: Nachruf auf Roderick Thorp

Meine Besprechung von Howard Chaykin (Autor)/Stephen Thompson/Gabriel Andrade jr. (Zeichner): Die Hard – Das erste Jahr (Die Hard: Year One 1 – 8, 2009)

Meine Besprechung von John Moores „Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben“ (A good day to die hard, USA 2012)

Meine Besprechung von John McTiernans „Nomads – Tod aus dem Nichts“ (Nomads, USA 1985)


TV-Tipp für den 21. Dezember: Carol

Dezember 20, 2020

Heute zu einer familienfreundlichen Uhrzeit

One, 20.15

Carol (Carol, USA/Großbritannien/Frankreich 2015)

Regie: Todd Haynes

Drehbuch: Phyllis Nagy

LV: Patricia Highsmith: The Price of Salt, 1952 (Erstveröffentlichung unter dem Pseudonym Claire Morgan; Wiederveröffentlichung unter ihrem Namen als „Carol“, deutsche Titel „Salz und sein Preis“ und „Carol oder Salz und sein Preis“)

New York, 1950: zwei Frauen verlieben sich ineinander – und verstoßen damit gegen die gesellschaftlichen Konventionen.

Gelungene, sehr stilbewusste und sensible Patricia-Highsmith-Verfilmung, die kein Kriminalfilm (was man bei Highsmith ja erwartet), sondern eine tragische Liebesgeschichte ist.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Cate Blanchett, Rooney Mara, Sarah Paulson, Carrie Brownstein, Kyle Chandler, Jake Lacy, Cory Michael Smith

Wiederholung: Dienstag, 22. Dezember, 01.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „Carol“

Metacritic über „Carol“

Rotten Tomatoes über „Carol“

Wikipedia über „Carol“ (deutsch, englisch) und über Patricia Highsmith (deutsch, englisch)

Times: The 50 Greatest Crime Writers No 1: Patricia Highsmith

Kaliber .38 über Patricia Highsmith (Bibliographie)

Krimi-Couch über Patricia Highsmith

Kirjasto über Patricia Highsmith

Wired for Books: Don Swain redet mit Patricia Highsmith (1987)

Gerald Peary redet mit Patricia Highsmith (Sight and Sound – Frühling 1988 )

Meine Besprechung der Patricia-Highsmith-Verfilmung “Die zwei Gesichter des Januars” (The two Faces of January, Großbritannien/USA/Frankreich 2014)

Meine Besprechung von Todd Haynes‘ Patricia-Highsmith-Verfilmung „Carol“ (Carol, USA/Großbritannien/Frankreich 2015)

Meine Besprechung von Todd Haynes „Vergiftete Wahrheit“ (Dark Waters, USA 2019)

Kriminalakte über Patricia Highsmith


TV-Tipp für den 20. Dezember: Ben is back

Dezember 19, 2020

ARD, 23.35

Ben is back (Ben is back, USA 2018)

Regie: Peter Hedges

Drehbuch: Peter Hedges

Weihnachten: Sohn Ben kehrt überraschend zurück. Seine Familie ist darüber nicht besonders erfreut. Denn Ben ist drogenabhängig und in klinischer Behandlung.

Starkes Drama, das seine TV-Premiere zu einer unwürdigen Zeit erlebt.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Julia Roberts, Lucas Hedges, Courtney B. Vance, Kathryn Newton, Mia Fowler, Jakari Fraser, Michael Esper, David Zaldivar, Rachel Bay Jones, Alexandra Park

Wiederholung: Montag, 21. Dezember, 02.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „Ben is back“

Metacritic über „Ben is back“

Rotten Tomatoes über „Ben is back“

Wikipedia über „Ben is back“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Peter Hedges‘ „Ben is back“ (Ben is back, USA 2018)


TV-Tipp für den 19. Dezember: Der Mann, der zuviel wusste

Dezember 18, 2020

Sat.1 Gold, 20.15

Der Mann, der zuviel wusste (The man who knew to much, USA 1956)

Regie: Alfred Hitchcock

Drehbuch: John Michael Hayes, Angus McPhail (ungenannt)

Eigentlich wollten die McKennas nur einen schönen Marokko-Urlaub verbringen. Aber dann erfahren sie von einer Verschwörung und ihr Sohn wird entführt.

Hitchcocks äußerst gelungenes Remake von seinem gleichnamigen Film aus dem Jahr 1934: mit einem größeren Budget, in Farbe und einer erträglichen Doris Day. Höhepunkt ist die zehnminütige Konzertszene in der Royal Albert Hall, deren Höhepunkt – während eines Beckenschlages – ein Schuss auf den Botschafter ist.

Mit James Stewart, Doris Day, Daniel Gélin, Brenda de Banzie, Bernard Miles, Ralph Truman, Reggie Maldar

Wiederholung: Sonntag, 20. Dezember, 02.05 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über „Der Mann, der zuviel wusste“ (deutsch, englisch)

Rotten Tomatoes über “Der Mann, der zuviel wusste”

Turner Classic Movies über „Der Mann, der zuviel wusste“

Wikipedia über Alfred Hitchcock (deutsch, englisch)

Senses of Cinema (Ken Mogg) über Alfred Hitchcock

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 2“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 2″

Meine Besprechung von Alfred Hitchcocks “Mr. und Mrs. Smith” (Mr. and Mrs. Smith, USA 1941)

Meine Besprechung von Thilo Wydras “Alfred Hitchcock”

Alfred Hitchcock in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Robert V. Galluzzos “Psycho Legacy” (The Psycho Legacy, USA 2010 – eine sehenswerte Doku über die “Psycho”-Filme mit Anthony Perkins, mit vielen Stunden informativem Bonusmaterial)

Meine Besprechung von Stephen Rebellos “Hitchcock und die Geschichte von ‘Psycho’” (Alfred Hitchcock and the Making of ‘Psycho’, 1990)

Meine Besprechung von Sacha Gervasis Biopic “Hitchcock” (Hitchcock, USA 2012)

Meine Besprechung von Henry Keazors (Hrsg.) “Hitchcock und die Künste” (2013)


DVD-Kritik: „Drei Tage und ein Leben“ – ein Weihnachtsfilm?

Dezember 18, 2020

Drei Tage und ein Leben“ beginnt am 25. Dezember 1999. Aber weihnachtlich sieht in Ollay, einem Dorf in den belgischen Ardennen, nichts aus. Das Wetter ist novembertrüb. Es liegt kein Schnee. Auch der übliche Weihnachtskitsch ist nicht zu sehen. Und die auf dem Dorfplatz versammelten Bewohner blicken ernst in Richtung einer improvisierten Bühne. Dort erklärt ein Polizist, wie die Suche nach Rémi Desmedt ablaufen soll. Der sechsjährige Junge verschwand spurlos vor zwei Tagen.

In der Gruppe steht der zwölfjährige Antoine Courtin. Er ist noch zu jung, um sich an der Suche zu beteiligen. Er hat, wie wir in der nun folgenden langen Rückblende erfahren, Rémi in einer Verkettung dummer Zufälle und unglücklicher Umstände im Wald getötet. Anschließend versteckte er die Leiche in einer Erdgrube und schweigt.

Die Suche endet ohne Erfolg.

Fünfzehn Jahre später, ungefähr in der Filmmitte, kehrt Antoine zurück in das Dorf. Seine Mutter lebt noch dort. Die Nachbarn von damals auch. Auf einem Dorffest trifft er seine erste große Liebe, das Nachbarmädchen Émilie, wieder. Sie ist Rémis ältere Schwester. Damals hatte er sie mit einem anderen Jungen knutschen gesehen. Jetzt frischen sie ihre Beziehung auf und sie ist auch bereit, mit ihm zu schlafen. Im beiderseitigen Einvernehmen soll es eine einmalige Angelegenheit sein. Sie lebt mit einem anderen Mann zusammen und er will in wenigen Tagen, nach dem Abschluss seines Medizinstudiums, in den Nahen Osten. Letztendlich ist dieser Sehnsuchtsort in der Wüste nur eine Chiffre für ‚möglichst weit weg von Ollay‘.

Aber dann bemerkt er, dass der Wald, in dem Rémis Leiche liegt, gerodet wird. Außerdem wurde Émilie schwanger von ihm. Sie will das Kind behalten und er soll seine Vaterschaft anerkennen. Wenn er es nicht freiwillig tut, wird sie ihn zu einem Vaterschaftstest zwingen.

Spätestens jetzt sind wir in der Hölle des französischen Bürgertums, in der kleine Regelverstöße und Geheimnisse ungeahnte Folgen haben. Denn selbstverständlich wird die Leiche von Rémi entdeckt, es gibt Spuren und Antoine fragt sich, was er tun muss, um nicht für seine damalige Tat bestraft zu werden.

Nicolas Boukhrief inszenierte Antoines Geschichte nach einem Drehbuch von Pierre Lemaitre, der auch die Romanvorlage schrieb, als ruhigen Thriller. Die Figuren stehen eindeutig im Mittelpunkt. Ihre Taten, ihre Geheimnisse (wobei in einem Dorf nichts wirklich geheim ist) und wie hier eine Handlung zur nächsten führt, erinnert an die Filme von Claude Chabrol und seine oft äußerst schwarzhumorigen Abrechnungen mit dem französischen Bürgertum, in dem ein Ehebruch das Vorspiel für einen Mord sein kann und, solange der Schein gewahrt wird, auch ein Mord vor keinem weltlichen Gericht verhandelt werden muss. Manchmal sind alle bereit, als sei nichts geschehen, den Mord einfach zu vergessen. Boukhrief hat einen ähnlich klaren Blick auf seine Figuren und die feinen Unterschiede der französischen Gesellschaft (auch wenn „Drei Tage und ein Leben im belgischen Teil der Ardennen spielt). Er beobachtet geduldig ihre Handlungen. Er bringt vor allem gegenüber Antoine viel Verständnis auf. Ob das gerechtfertigt ist, muss man als Zuschauer selbst beurteilen in diesem sehr gelungenem Film Noir, der an Weihnachten spielt und auf die üblichen Weihnachts-Insignien verzichtet. Immerhin schneit es am Ende.

Drei Tage und ein Leben (Trois jours et une vie, Frankreich 2019)

Regie: Nicolas Boukhrief

Drehbuch: Pierre Lemaitre, Perrine Margaine

LV: Pierre Lemaitre: Trois jours et une vie, 2016 (Drei Tage und ein Leben)

mit Sandrine Bonnaire, Pablo Pauly, Charles Berling, Philippe Torreton, Margot Bancilhon, Jeremy Senez, Dimitri Storoge, Arben Bajraktaraj

DVD/Blu-ray

Atlas Film

Bild: 2.35:1 (16:9)/1080p

Ton: Deutsch, Französisch (Dolby Digital 5.1/5.1 DTS-HD MA)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: –

Länge: 115 Minuten/119 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

AlloCiné über „Drei Tage und ein Leben“

Moviepilot über „Drei Tage und ein Leben“

Wikipedia über „Drei Tage und ein Leben“ 


TV-Tipp für den 18. Dezember: Mach’s noch einmal, Sam

Dezember 17, 2020

One, 21.45

Mach’s noch einmal, Sam (Plat it again, Sam, USA 1972)

Regie: Herbert Ross

Drehbuch: Woody Allen (nach seinem Theaterstück)

Der New Yorker Filmkritiker Allan wird von seiner Frau verlassen. Die Suche nach einer neuen Freundin gestaltet sich schwierig. Erst als sein Idol Humphrey Bogart ihn berät, scheint sich das Blatt zu wenden.

Woody Allen sagte über „Mach’s noch einmal, Sam“, es sei „die autobiographische Geschichte eines Verliebten mit ungeheuren Komplexen. Die Anhäufung von Themen, die mich faszinieren, Sex, Ehebruch, neurotische Liebe, Angst. Dennoch ist es eine Komödie im strengsten Sinn des Wortes, ohne ein ernsthaftes Element.“

Außerdem ist es Woody Allens erste Liebeserklärung an den Film.

Mit Woody Allen, Diane Keaton, Tony Roberts, Jerry Lacy, Susan Anspach

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Mach’s noch einmal, Sam!“

Wikipedia über „Mach’s noch einmal, Sam“ (deutsch, englisch)

Homepage von Woody Allen

Deutsche Woody-Allen-Seite

Meine Besprechung von Robert B. Weides „Woody Allen: A Documentary“ (Woody Allen: A Documentary, USA 2012)

Meine Besprechung von Woody Allens “To Rome with Love” (To Rome with Love, USA/Italien 2012)

Meine Besprechung von Woody Allens “Blue Jasmine” (Blue Jasmine, USA 2013)

Meine Besprechung von Woody Allens “Magic in the Moonlight” (Magic in the Moonlight, USA 2014)

Meine Besprechung von John Turturros “Plötzlich Gigolo” (Fading Gigolo, USA 2013 – mit Woody Allen)

Meine Besprechung von Woody Allens “Irrational Man” (Irrational Man, USA 2015)

Meine Besprechung von Woody Allens „Café Society“ (Café Society, USA 2016)

Meine Besprechung von Woody Allens „Wonder Wheel“ (Wonder Wheel, USA 2017)

Meine Besprechung von Woody Allens „A rainy Day in New York“ (A rainy Day in New York, USA 2019)

Woody Allen in der Kriminalakte  

 


Neu im Kino (irgendwie)/Filmkritik: „Das Neue Evangelium“, erzählt von Milo Rau

Dezember 17, 2020

Ein richtiger Kinostart ist es natürlich nicht, weil im Moment alle Kinos geschlossen sind. Es ist auch vollkommen unklar, wann sie wieder eröffnen. Ich würde eher auf Mitte Februar oder Anfang März tippen und ich bin damit nicht allein. So werden im Moment die Kinostarts in Richtung Frühjahr verschoben. Oft ohne, dass ein Starttermin genannt wird. Und die für Mitte Februar geplante Berlinale wird, wenig überraschend, nicht im gewohnten Rahmen stattfinden.

Aber im Fall von „Das Neue Evangelium“ war von Anfang an ein Modell geplant, in dem der Film zehn Tage nach dem Kinostart auch digital ausgewertet werden sollte. Jetzt wird halt gleich mit dem Verkauf von Online-Tickets begonnen. Bei dieser „digitalen Kinoauswertung“ (Verleih) erhalten die Kinos, die den Film zeigen, 30 % des Kartenpreises.

Soweit das Umfeld, in dem der Film startet, und die technische Seite. Kommen wir jetzt zum Film.

In „Das Neue Evangelium“ inszeniert Theaterregisseur Milo Rau ein Stück über Jesus, vor allem über seine letzten Tage, filmt die Proben und das Stück, lässt sich dabei von Pier Paolo Pasolinis „Das erste Evangelium – Matthäus“ inspirieren und sieht sich, teilweise mit seinen Schauspielern, in der Gegend, in der sie drehen, um und unterhält sich mit Einheimischen. Insofern ist „Das Neue Evangelium“ ein Making of – und ein Experiment, das nach der Bedeutung von Jesus Christus für die Gegenwart fragt. Denn Milo Raus Jesus wird von Yvan Sagnet gespielt. Der Kameruner Sagnet kam 2008 zum Studium nach Italien, arbeitete als Farmarbeiter und organisierte Landarbeiterstreiks. Auch in Matera startet der Politaktivist eine politische Kampagne. Die „Revolte der Würde“ soll das Leben der Tomatenpflücker, die als Flüchtlinge nach Europa kamen, und der dort ansässigen Kleinbauern verbessern. Sagnet macht also in der Gegenwart das, was Jesus zu Lebzeiten getan hätte. Rau vermischt hier immer wieder die verschiedenen Ebenen, bis nicht mehr erkennbar ist, was jetzt die Inszenierung des Stücks und was die triste Realität ist, in der Arbeiter für eine Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse kämpfen. Die Frage nach der Aktualität von Jesus‘ Botschaft wird dagegen mit jedem Bild deutlicher.

Das Neue Evangelium“ ist auch eine Auftragsarbeit. Der Drehort, die süditalienische Stadt Matera war 2019 „Kulturhauptstadt Europas“. Die Veranstaltungskuratoren fragten Milo Rau, ob er im Rahmen der Festveranstaltungen etwas inszenieren möchte. Seine Idee war ein Jesus-Film, der sich auf vorher dort gedrehte Jesus-Filme bezieht und sie mit der Gegenwart mischt.

In Matera entstand nämlich, um nur die beiden für „Das Neue Evangelium“ wichtigen Filme zu nennen, 1964 Pasolinis Jesus-Film „Das erste Evangelium – Matthäus“ und, deutlich unwichtiger, 2003 Mel Gibsons „Die Passion Christi“. Gibsons Maria-Darstellerin Maia Morgenstern spielt bei Rau wieder die Maria. Auch Pasolinis am 16. September 2020 verstorbener Jesus-Darsteller Enrique Irazoqui ist dabei. Er spielt Johannes, den Täufer. Dieses Mal ist er auch ein Lehrer, der den anderen bei der richtigen Interpretation ihrer Rolle hilft. Die Schauspieler sind wieder Laien. Gemeinsam sehen sie sich Ausschnitte aus Pasolinis nach seiner Premiere heftig diskutiertem und von ungefähr allen Seiten angefeindeten Jesus-Film an.

Das Neue Evangelium“ ist ein zugleich zugängliches und sperriges Werk, das im Presseheft als „eine Verschmelzung von Dokumentarfilm, Spielfilm, politischer Aktionskunst und Passionsspiel“ beschrieben und „ein Manifest für die Opfer des westlichen Kapitalismus“ genannt wird. Es ist auch ein zum Nachdenken anregendes Werk.

Das Neue Evangelium (Deutschland/Schweiz/Italien 2020)

Regie: Milo Rau

Drehbuch: Milo Rau

mit Yvan Sagnet, Marcello Fonte, Enrique Irazoqui, Maia Morgenstern, Papa Latyr Faye, Samuel Jacobs, Yussif Bamba, Jeremiah Akhere Ogbeide, Mbaye Ndiaye, Kadir Alhaji Nasir

Länge: 107 Minuten

FSK: ?

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Das Neue Evangelium“

Moviepilot über „Das Neue Evangelium“

Wikipedia über Milo Rau


TV-Tipp für den 17. Dezember: Express in die Hölle

Dezember 16, 2020

Tele 5, 20. 15

Runaway Train – Express in die Hölle (Runaway Train, USA 1985)

Regie: Andrei Konchalovsky

Drehbuch: Djordje Milicevic, Paul Zindel, Edward Bunker (nach einem Drehbuch von Akira Kurosawa)

Alaska: zwei Knackis brechen aus und hoffen als blinde Passagiere auf einem Güterzug in die Freiheit fahren zu können. Doch der Lokführer stirbt, ein dritter blinder Passagier ist ebenfalls an Bord und der Zug kann nicht gebremst werden.

Harter, spannender, heute fast unbekannter Thriller mit guten Schauspielerleistungen. Voight und Roberts waren für je einen Oscar nominiert; Voight erhielt einen Golden Globe, Roberts war nominiert. Außerdem war der Film als bester Film für einen Golden Globe nominiert. Die Schmonzette „Out of Africa“ erhielt ihn.

Mit Jon Voight, Eric Roberts, Rebecca DeMornay, Edward Bunker, Danny Trejo (Debüt)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Express in die Hölle“

Wikipedia über „Express in die Hölle“ (deutsch, englisch)

Crimetime: Edward-Bunker-Porträt von Charles Waring

TWBooks: Edward Bunker

No Exit Press über Edward Bunker

Michael Kaplan interviewt Edward Bunker (September 1996)

BBC: Nachruf auf Edward Bunker (Juli 2005)

New York Times: Nachruf auf Edward Bunker (AP)

Meine Besprechung von Edward Bunkers „Lockruf der Nacht“ (Stark, 2007)

Meine Besprechung von Andrei Konchalovskys „Paradies“ (Ray, Russland/Deutschland 2016)


TV-Tipp für den 16. Dezember: The Guilty

Dezember 15, 2020

Arte, 20.15

The Guilty (Den skyldige, Dänemark 2018)

Regie: Gustav Möller

Drehbuch: Gustav Möller, Emil Nygaard Albertsen

In der Notrufzentrale erhält Polizist Asger Holm den Anruf einer Frau, die behauptet, sie sitze in einem Auto neben ihrem Entführer und müsse so tun, als rede sie mit ihrer Tochter. Holm versucht ihr zu helfen.

Hochspannendes Echtzeit-Kammerspiel, das nur an einem Schreibtisch spielt.

Mehr in meiner Besprechung

mit Jakob Cedergen, Jessica Dinnage, Johan Olsen, Omar Shargawi

Wiederholung: Samstag, 19. Dezember, 01.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „The Guilty“

Metacritic über „The Guilty“

Rotten Tomatoes über „The Guilty“

Wikipedia über „The Guilty“ (dänisch, englisch)

Meine Besprechung von Gustav Möllers „The Guilty“ (Den skyldige, Dänemark 2018)


TV-Tipp für den 15. Dezember: Schnappt Shorty

Dezember 14, 2020

ZDFneo, 23.55

Schnappt Shorty (Get Shorty, USA 1995)

Regie: Barry Sonnenfeld

Drehbuch: Scott Frank

LV: Elmore Leonard: Get Shorty, 1990 (Schnappt Shorty)

Musik: John Lurie

Ein Mafia-Geldeintreiber aus Miami gerät in Hollywood an einen drittklassigen Filmproduzenten. Der Geldeintreiber möchte, dass sein Leben verfilmt wird. Aber diese Hollywood-Fritzen sind irgendwie anders.

Köstliche Leonard-Verfilmung über den Zusammenprall zweier Welten: eiskalter Profikiller trifft auf die Hollywood-Schickeria.

Von Elmore Leonards Homepage: „With Get Shorty Hollywood finally did right by Elmore and put his ´sound´ on the screen and not just his plots. In Scott Frank´s screenplay, the lines in the movie were delivered just the way that they were written, seriously, without reaction. The fact that many lines were funny, labeled Get Shorty a comedy, and helped make it a box-office hit. The story is about Chili Palmer, (John Travolta) who is ´fired´ by his unstable loanshark boss, Ray Bones (Dennis Farina). Ray sends Chili to Vegas to collect a bad debt, and a casino boss there enlists Chili to find an even bigger deadbeat: Harry Zimm (Gene Hackman), a Hollywood producer of low-budget horror films. In Hollywood, Chili meets Harry, as well as his scream-queen leading lady, Karen Flores (Rene Russo); Harry’s drug-dealing financier, Bo Catlett (Delroy Lindo), and his muscle, Bear (James Gandolfini). ´Shorty´ is Karen’s ex, Martin Weir (Danny DeVito), a big star with a giant ego. Chili learns that being a wiseguy helped when you wanted to produce movies. Get Shorty was win, win, win. Everything worked perfectly. The film had a winning combination in Danny DeVito’s Jersey Films, screenwriter Scott Frank and Director Barry Sonnenfeld. Everybody liked Elmore´s work and wanted to put it on the screen – the right way. Elmore was on the set four days in Beverly Hills. A couple of times, Barry came over after the shot and asked him what he thought, and if he had any suggestions. Elmore was surprised and tickled a little that a director would ask the book writer his opinion.“

Mit John Travolta, Gene Hackman, Rene Russo, Danny DeVito, Dennis Farina, Delroy Lindo, James Gandolfini, Martin Ferrero, Miguel Sandoval, Harvey Keitel, Bette Midler

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Schnappt Shorty“

Wikipedia über „Schnappt Shorty“ (deutsch, englisch)

Homepage von Elmore Leonard

Meine Besprechung von Elmore Leoanrds “Raylan” (Raylan, 2012)

Meine Besprechung von Elmore Leonards “Raylan” (2012)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Dschibuti“ (Djibouti, 2010)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Djibouti“ (2010)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Road Dogs“ (Road Dogs, 2009)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Up in Honey’s Room“ (2007)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Gangsterbraut“ (The hot Kid, 2005)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Callgirls“ (Mr. Paradise, 2004)

Mein Porträt „Man nennt ihn Dutch – Elmore Leonard zum Achtzigsten“ erschien im „Krimijahrbuch 2006“

Meine Besprechung der Elmore-Leonard-Verfilmung „Sie nannten ihn Stick“ (Stick, USA 1983)

Meine Besprechung der Elmore-Leonard-Verfilmung „Killshot“ (Killshot, USA 2008)

Meine Meldung von Elmore Leonards Tod

Elmore Leonard in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Frank Göhre/Alf Mayers „King of Cool – Die Elmore-Leonard-Story“ (2019)

Meine Besprechung von Scott Franks Lawrence-Block-Verfilmung „Ruhet in Frieden – A Walk among the Tombstones“ (A Walk among the Tombstones, USA 2014)


TV-Tipp für den 14. Dezember: Einer bleibt auf der Strecke

Dezember 13, 2020

Arte, 20.15

Einer bleibt auf der Strecke (Les grandes gueules, Frankreich/Italien 1965)

Regie: Robert Enrico

Drehbuch: Robert Enrico, José Giovanni

LV: José Giovanni, Le haut-fer, 1962

In den Vogesen übernimmt der aus Kanada zurückgekehrte Erbe Valentin (Bourvil) ein altes Sägewerk. Schnell hat er Ärger mit der Konkurrenz. Da schlägt ihm Laurent (Lino Ventura) vor, ehemalige Sträflinge zu beschäftigen. Das Resozialisierungsprojekt stößt nicht überall auf Wohlwollen.

TV-Premiere eines Films, der damals in unseren Kinos lief und aufgrund der Beteiligten eigentlich viel bekannter sein müsste. So ist „Einer bleibt auf der Strecke“ bei uns jetzt wohl Lino Venturas unbekanntester Film als Hauptdarsteller. Von dem Team Enrico/Giovanni/Ventura stammt auch „Die Abenteurer“.

Einer bleibt auf der Strecke“ überträgt Western-Topoi in die Vogesen und erzählt episodisch die Geschichte einer Männerfreundschaft.

Ein sozialkritisch angelegter, aber wegen der klischeehaften Typisierung und der selbstzweckhaften Schlägereien wenig glaubwürdiger Film des talentierten französischen Regisseur Robert Enrico.“ (Lexikon des internationalen Films – und damit die zeitgenössische Filmkritik)

1982 schrieb Hans Gerhold in einem Robert-Enrico-Porträt im film-dienst: „Enrico gelingt in diesem Fällen eine psychologisch ungemein differenzierte Charakterisierung. Das geduldige Sich-Einlassen auf die Erfahrungen, Erlebnisse, Hoffnungen und Träume seiner Protagonisten bestimmt bis in den Erzählduktus hinein die Art des Geschichten-Entwickelns: Wichtig ist nicht das Resultat, der Effekt, der Action-Höhepunkt, wenngleich er nicht vernachlässigt wird, sondern der Prozess, der Weg, der Menschen unter bestimmten Bedingungen zu bestimmten Handlungen führt. Das geschieht nicht in der Art vorgeblich tiefsinniger Psychodramen, sondern in höchst unprätentiöser Weise durch die Darstellung physischer Tätigkeiten.“

Es könnte sich – seltsamerweise – um eine auf 100 Minuten gekürzte Fassung handeln. In meinen Unterlagen finde ich nämlich Laufzeitangaben von 106, 120 und sogar 128 Minuten.

Anschließend, um 21.55 Uhr, zeigt Arte einen weiteren sehenswerten Film von Robert Enrico: „Das Netz der tausend Augen“ (Frankreich 1974),mit Jean-Louis Trintignant, Marlene Jobert und Philippe Noiret.

mit Bourvil, Lino Ventura, Marie Dubois, Jess Hahn, Jean-Claude Rolland, Michel Constantin

auch bekannt als „Die großen Schnauzen“

Wiederholung: Donnerstag, 17. Dezember, 13.45 Uhr

Hinweise

Arte über den Film (bis 20. Dezember in der Mediathek)

Wikipedia über „Einer bleibt auf der Strecke“ (englisch, französisch)

Meine Besprechung von Robert Enricos „Die Abenteurer“ (Les Aventuriers, Frankreich 1967)


TV-Tipp für den 13. Dezember: Die Bären sind los

Dezember 13, 2020

Tele 5, 20.15

Die Bären sind los (The Bad News Bears, USA 1975)

Regie: Michael Ritchie

Drehbuch: Bill Lancaster

Morris Buttermaker war einmal Baseballspieler. Jetzt ist ein grummelliger, trinkfreudiger Junggeselle. Da macht ihn Stadtrat Whitewood zum Trainer der lokalen, absolut unsportlichen und erfolglosen Kinder-Baseballmannschaft. Er soll ihre Leistungen verbessern.

Nach Ewigkeiten läuft „Die Bären sind los“ wieder im Fernsehen. Die erfolgreiche Komödie inspirierte mehrere Fortsetzungen, Remakes und eine TV-Serie.

Ob der Film heute noch gut ist oder die Erinnerungen trügen oder ob wir als Erwachsene Dinge in der Komödie entdecken, die wir als Kind nicht bemerkten , können wir heute überprüfen.

Anschließend zeigt Tele 5, um 22.25 Uhr „Die Bären bleiben am Ball“ (USA 1977) und um 00.30 Uhr „Die Bären sind nicht zu bremsen“ (USA 1978) die Fortstetzungen, an denen Michael Ritchie und Walter Matthau nicht beteiligt waren.

Bill Lancaster schrieb später das Drehbuch für John Carpenters „Das Ding aus einer anderen Welt“ (The Thing, 1982).

mit Walter Matthau, Tatum O’Neal, Vic Morrow, Joyce Van Patten, Jackie Earle Haley

Wiederholung: Montag, 14. Dezember, 03.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Die Bären sind los“

Wikipedia über „Die Bären sind los“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 12. Dezember: Oliver Twist

Dezember 11, 2020

Servus TV, 20.15

Oliver Twist (Oliver Twist, Frankreich/Großbritannien/Tschechien 2005)

Regie: Roman Polański

Drehbuch: Ronald Harwood

LV: Charles Dickens: Oliver Twist or, The Parish Boy’s Progress, 1837 – 1839 (Fortsetzungsroman) (Oliver Twist)

Roman Polanskis düstere Version von Charles Dickens‘ mehrfach verfilmtem Roman „Olilver Twist“. Erzählt wird die Geschichte des Waisenjungen Oliver Twist, der als Zehnjähriger im viktorianischen London Fagin trifft. Fagin macht ihn zum Taschendieb.

mit Barney Clark, Ben Kingsley, Jamie Foreman, Harry Eden, Leanne Rowe, Mark Strong, Edward Hardwicke

Wiederholung: Sonntag, 13. Dezember, 00.25 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Oliver Twist“

Wikipedia über „Oliver Twist“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Roman Polanskis „Der Ghostwriter“ (The Ghost Writer, Frankreich/Deutschland/Großbritannien 2010)

Meine Besprechung von Roman Polanskis “Venus im Pelz” (La Vénus á la Forrure, Frankreich/Polen 2013)

Meine Besprechung von Roman Polanskis „Nach einer wahren Geschichte“ (D’après une histoire vraie, Frankreich 2017)

Meine Besprechung von Roman Polanskis „Intrige“ (J’accuse, Frankreich/Italien 2019)


TV-Tipp für den 11. Dezember (+ Buchtipp „Der Bluthund“): Jack Reacher

Dezember 10, 2020

Pro7, 20.15

Jack Reacher (Jack Reacher, USA 2012)

Regie: Christopher McQuarrie

Drehbuch: Christopher McQuarrie

LV: Lee Child: One Shot, 2005 (Sniper)

Ein Scharfschütze erschießt in Pittsburgh am helllichten Tag fünf Menschen. Als Täter wird der Ex-Soldat James Barr verhaftet, der nur fordert, dass Jack Reacher geholt wird. Und Reacher, ein Ex-Militärpolizist, der immer unter dem Radar bleibt, taucht kurz darauf in Pittsburgh auf. Allerdings nicht, um Barr zu helfen.

„Jack Reacher“ ist ein guter, wenn auch unspektakulärer Thriller mit einem in jeder Beziehung angenehmen Retro-Touch, bei dem die Schauspieler, die Dialoge und altmodische Erzähltugenden im Vordergrund stehen. Entsprechend unaufgeregt inszenierte McQuarrie den Film und Tom Cruise gibt – nachdem die Fans der Romane Cruise lautstark wegen seiner Körpergröße ablehnten (immerhin ist Reacher in den Romanen fast zwei Meter und Tom Cruise ist nur 1,70 Meter) – einen überzeugenden Jack Reacher.

2016 hatte Tom Cruise in „Jack Reacher: Kein Weg zurück“ (Jack Reacher: Never go back) seinen zweiten und bislang letzten Auftritt als Jack Reacher.

mit Tom Cruise, Rosamund Pike, Richard Jenkins, David Oyelowo, Werner Herzog, Jai Courtney, Vladimir Sizov, Joseph Sikora , Michael Raymond-James, Alexia Fast, Josh Helman, Robert Duvall, Lee Child (Cameo als Polizist)

Wiederholung: Samstag, 12. Dezember, 23.30 Uhr (direkt nach und vorDavid Finchers Stieg-Larsson-Verfilmung „Verblendung“)

Sachdienlicher Lesehinweis

Vor wenigen Tagen erschien Lee Childs neuer Jack-Reacher-Thriller „Der Bluthund“ auf Deutsch.

In einer Kleinstadt in Wisconsin entdeckt Jack Reacher in einer Pfandleihe einen zwölf Jahre alten Abschlussring der Militärakademie West Point. Reacher will ihn der ihm vollkommen unbekannten Besitzerin zurückbringen – und, nun, es ist ein Jack-Reacher-Roman.

Das klingt nach einer Weihnachtsgeschichte im Jack-Reacher-Stil

Der Berliner Kurier meinte über den Thriller: „spannend geschrieben, dass man die 447 Seiten in einem Zug durchlesen möchte.“ – Das dürfte jetzt, coronabedingt, über die Weihnachtstage gut gelingen.

Lee Child: Der Bluthund

(übersetzt von Wulf Bergner)

Blanvalet, 2020

448 Seiten

22 Euro

Originalausgabe

The Midnight Line (22 Reacher)

Bantam Press, London 2017

Hinweise

Metacritic über „Jack Reacher“

Rotten Tomatoes über „Jack Reacher“

Wikipedia über „Jack Reacher“ (deutsch, englisch)

Homepage von Lee Child

Wikipedia über Lee Child (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Lee Childs „Tödliche Absicht“ (Without fail, 2002)

Meine Besprechung von Lee Childs „Die Abschussliste“ (The Enemy, 2004)

Meine Besprechung von Lee Childs „Sniper“ (One Shot, 2005)

Meine Besprechung von Lee Childs “Outlaw” (Nothing to Loose, 2008)

Meine Besprechung von Lee Childs „Die Gejagten“ (Never go back, 2013)

Meine Besprechung von Lee Childs „Der Ermittler – Ein Jack-Reacher-Roman“ (Night School (21 Reacher), 2016)

Meine Besprechung von Lee Childs „Der Held“ (The Hero, 2019)

Meine Besprechung von Lee Childs (Herausgeber) „Killer Year – Stories to die for…from the hottest new crime writers“ (2008)

Meine Besprechung von Christopher McQuarries „Jack Reacher“ (Jack Reacher, USA 2012)

Meine Besprechung von Christopher McQuarries „Mission: Impossible – Rouge Nation“ (Mission Impossible: Rouge Nation, USA 2015)

Meine Besprechung von Christopher McQuarries „Mission: Impossible – Fallout“ (Mission: Impossible – Fallout, USA 2018)

Meine Besprechung von Edward Zwicks „Jack Reacher: Kein Weg zurück“ (Jack Reacher: Never go back, USA 2016)

Kriminalakte über Lee Child und „Jack Reacher“


TV-Tipp für den 10. Dezember: The Sentinel – Wem kannst du trauen?

Dezember 9, 2020

Tele 5, 20.15

The Sentinel – Wem kannst du trauen? (The Sentinel, USA 2006)

Regie: Clark Johnson

Drehbuch: George Nolfi

LV: Gerald Petievich: The Sentinel, 2003

Aus den Reihen des Secret Service soll ein Attentat auf den Präsidenten geplant werden. Die Ermittlungen führen David Breckinridge zu seinem ehemaligem Freund Pete Garrison. Doch bevor er ihn verhaften kann, flüchtet Garrison. Garrison will auf eigene Faust den Verräter finden; falls er nicht vorher von Breckinridge erwischt wird.

Unterschätzter Thriller

Mit Michael Douglas, Kiefer Sutherland, Eva Longoria, Kim Basinger, Martin Donovan, David Rasche, Gloria Reuben, Clark Johnson

Hinweise

Rotten Tomatoes über „The Sentinel“

Wikipedia über „The Sentinel“ (deutsch, englisch)

Evolver: Marcus Wessel über „The Sentinel“

Homepage von Gerald Petievich


TV-Tipp für den 9. Dezember: Lost in Translation

Dezember 8, 2020

Arte, 20.15

Lost in Translation – Zwischen den Welten (Lost in Translation, USA/Japan 2003)

Regie: Sofia Coppola

Drehbuch: Sofia Coppola

Bob (Bill Murray) trifft in seinen Luxushotel Charlotte (Scarlett Johansson) und weil beide einsam in Tokio sind, verbringen sie einige Tage zusammen.

Sofia Coppolas (jaja, die Tochter von dem „Der Pate“-Regisseur) bei den Kritikern und dem Publikum erfolgreichster Film: eine wunderschöne Stillstandsbeschreibung über zwei verlorene Seelen in einer fremden Stadt.

mit Bill Murray, Scarlett Johansson, Giovanni Ribisi, Anna Faris, Furnihiro Hayashi

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Lost in Translation“

Wikipedia über „Lost in Translation“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Sofia Coppolas „The Bling Ring“ (The Bling Ring, USA 2013)


TV-Tipp für den 8. Dezember: The Revenant – Der Rückkehrer

Dezember 8, 2020

Pro7, 20.15

The Revenant – Der Rückkehrer (The Revenant, USA 2015)

Regie: Alejandro G. Iñárritu

Drehbuch: Mark L. Smith, Alejandro G. Iñárritu

LV („based in part on the novel“): Michael Punke: The Revenant, 2002 (Der Totgeglaubte)

1823: Als Hugh Glass (Leonardo DiCaprio) in den eiskalten Rocky Mountains auf der Pelztierjagd von einem Grizzly schwer verletzt wird, lassen ihn seine Jagdgefährten zum Sterben zurück. Aber Glass stirbt nicht, sondern er beginnt sie, zuerst mehr kriechend als gehend, zu verfolgen.

Unter extrem schwierigen Bedingungen gedrehtes, visuell überwältigendes Überlebensdrama, das mit Preisen überschüttet wurde. Unter anderem drei Oscars für Leonardo DiCaprio (Hauptrolle), Alejandro G. Iñárritu (Regie) und Emmanuel Lubezki (Kamera).

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Leonardo DiCaprio, Tom Hardy, Domhnall Gleeson, Will Poulter, Forrest Goodluck, Duane Howard, Arthur Redcloud

Wiederholung: Mittwoch, 9. Dezember, 01.25 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „The Revenant“

Metacritic über „The Revenant“

Rotten Tomatoes über „The Revenant“

Wikipedia über „The Revenant“ (deutsch, englisch) und Hugh Glass (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood über „The Revenant“ (als ginge es in dem Film um Faktentreue)

Meine Besprechung von Alejandro G. Iñárritus „Biutiful“ (Biutiful, Mexiko/USA 2010)

Meine Besprechung von Alejandro G. Iñárritus „Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“ (Birdman, USA 2014)

Meine Besprechung von Alejandro G. Iñárritus „The Revenant – Der Rückkehrer (The Revenant, USA 2015)