TV-Tipp für den 23. Dezember: Collateral

Dezember 23, 2014

Pro7 Maxx, 20.15

Collateral (USA 2004, Regie: Michael Mann)

Drehbuch: Stuart Beattie

Max ist ein nett-harmloser Los-Angeles-Taxifahrer, der von einem eigenen Unternehmen träumt, aber seit zwölf Jahren sein Leben als Angestellter fristet. Da steigt Vincent ein und bietet ihm 600 Dollar, wenn er ihn in den kommenden Stunden zu fünf Freunden fährt. Nach dem ersten Stopp, weiß Max, dass Vincent ein Autragkiller ist und er ihn zu den nächsten Opfern bringen soll.

„Collateral“ ist ein kleiner, ökonomisch erzählter Neo-Noir-Thriller über das tödliche Aufeinandertreffen zweier Charaktere ihrer vollkommen gegensätzlichen Lebensauffassungen; ist ein grandios besetzter Schauspielerfilm; ist eine Liebeserklärung an das nächtliche Los Angeles und wahrscheinlich der beste Film von Michael Mann.

Mit Tom Cruise, Jamie Foxx, Jada Pinkett Smith, Mark Ruffalo, Peter Berg (Regisseur von “Operation: Kingdom” und „Hancock“), Bruce McGill, Javier Bardem, Jason Statham (Miniauftritt auf dem Flughafen)

Wiederholung: Mittwoch, 24. Dezember, 02.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

IndieLondon: Interview mit Michael Mann

Sight & Sound: Interview mit Michael Mann

The Dialogue: Stuart Beattie: Tricks of the Trade (Teil eines Interview)

Wikipidia (englisch) über „Collateral“

Drehbuch „Collateral“ von Stuart Beattie, bearbeitet von Frank Darabont (12. September 2000) (und bereits teilweise von Michael Mann, Stand: 10. Juli 2003 – Änderung des Handlungsortes von New York nach Los Angeles)

Drehbuch „Collateral“ von Stuart Beattie, bearbeitet von Frank Darabont und Michael Mann  (24. August 2003)

Meine Besprechung der von Michael Mann erfundenen Krimiserie “Vega$ – Staffel 1″ (Vega$, USA 1978/1979)

Michael Mann in der Kriminalakte


Tim Berne’s Cornered spielt „Embraceable Me“

Dezember 22, 2014

Das ist jetzt nicht gerade Easy Listening, aber verdammt gut, weil Avantgarde-Jazzer Tim Berne immer gut ist:

Die Band:

Ryan Ferreira (guitar)

Michael Formanek (bass)

Ches Smith (drums)

Tim Berne (alto saxophone)

Oscar Noriega (clarinets)

Matt Mitchell (piano)

Live aufgenommen am 12. Oktober 2014 im The Stone.

Mehr über Tim Berne findet ihr bei Screwgun Records (sein Label, außerdem veröffentlicht er bei ECM), AllMusic und Wikipedia (deutsch, englisch).


TV-Tipp für den 22. Dezember: Fedora

Dezember 22, 2014

Arte, 20.15
Fedora (Deutschland/Frankreich 1978, Regie: Billy Wilder)
Drehbuch: Billy Wilder, I. A. L. Diamond
LV: Thomas Tryon: Crowned Heads, 1976 (Kurzgeschichte)
Filmproduzent Barry Detweiler will den seit Jahren zurückgezogen auf Korfu lebenden Filmstar Fedora überzeugen, in seinem nächsten Film mitzuspielen.
„übersteigertes Melodram (…) das mit bitterem Spott einen Abgesang auf das Kino alter Schule anstimmt.“ (Lexikon des internationalen Films)
Ein zweites „Boulevard der Dämmerung“ ist Billy Wilders vorletzter Film nicht. Dafür war er damals von der Kritik zu wenig geliebt worden (damals erschien der Film altmodisch, neuere Kritiken sind da wesentlich positiver, teils euphorisch), er floppte an der Kinokasse und ist heute fast unbekannt. Dabei fand ich ihn, als ich ihn vor Ewigkeiten sah, ziemlich gut und, allein schon wegen der Besetzung, ist „Fedora“ einen Blick wert.
mit William Holden, Marthe Keller, José Ferrer, Hildegard Knef, Mario Adorf, Frances Sternhagen, Henry Fonda, Michael York, Stephen Collins, Gottfried John
Wiederholung: Dienstag, 23. Dezember, 11.10 Uhr
Hinweise
Rotten Tomatoes über „Fedora“
Turner Classic Movies über „Fedora“
Wikipedia über „Fedora“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 21. Dezember: Die Marx Brothers – Animal Crackers

Dezember 21, 2014

Arte, 22.30
Die Marx Brothers – Animal Crackers (USA 1930, Regie: Victor Heerman)
Drehbuch: George S. Kaufman, Morrie Ryskind, Bert Kalmar, Harry Ruby
Während einer Party zu Ehren eines Afrikaforschers (Groucho Marx) verschwindet ein wertvolles Gemälde und das Chaos nimmt seinen Lauf.
Wie immer bei den Marx Brothers dient die Story nur als roter Faden für die immer noch zündenden Gags.
mit Groucho Marx, Harpo Marx, Chico Marx, Zeppo Marx, Margaret Dumont
Hinweise
Arte über „Animal Crackers“
Rotten Tomatoes über „Animal Crackers“
TCM über „Animal Crackers“
Wikipedia über „Animal Crackers“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 20. Dezember: Beasts of the Southern Wild

Dezember 20, 2014

ServusTV, 20.15/23.40
Beasts of the Southern Wild (USA, Regie: Benh Zeitlin)
Drehbuch: Lucy Alibar, Benh Zeitlin
LV: Lucy Alibar: Juicy and Delicious (Theaterstück)
Nach einem Sturm, der weite Teile Louisianas verwüstet, soll eine abgeschieden lebende Dorfgemeinschaft aus ihren zerstörten Quartieren in ein Auffanglager umgesiedelt werden. Die Bewohner wehren sich und das Mädchen Hushpuppy beobachtet die Ereignisse.
Ein Festivalhit, der, laut IMDB, für 100 Preise nominiert wurde (unter anderem vier Oscars, unter anderem als bester Film und für die Hauptdarstellerin Quvenzhané Wallis) und einundneunzig Preise erhielt. Was, auch wenn man die Inflation von Preisen berücksichtigt, einiges über die Qualität des Films aussagt.
Ach ja, Frau Wallis dürfen wir uns demnächst als Annie in dem Remake des gleichnamigen Musicals „Annie“ ansehen und, bei aller Kritik ich an dem Film habe, hat mir der Film letztendlich gefallen. Im Original singt sie auch die meisten Songs (natürlich in neuen Arrangements). Unterstützt wird sie von Jamie Foxx, Cameron Diaz, Rose Byrne und Bobby Canavale. „Annie“ startet bei uns am 15. Januar 2015.
mit Quvenzhané Wallis, Dwight Henry, Levy Easterly, Lowell Landes, Pamela Harper
Hinweise
Metacritic über „Beasts of the Southern Wild“
Rotten Tomatoes über „Beasts of the Southern Wild“
Wikipedia über „Beasts of the Southern Wild“ (deutsch, englisch)

Einige DP/30-Interviews mit den Machern

Und hier der Trailer für „Annie“

 


TV-Tipp für den 19. Dezember: Lost Highway

Dezember 19, 2014

Servus TV, 22.15
Lost Highway (USA 1997, Regie: David Lynch)
Drehbuch: David Lynch, Barry Gifford
Feiner Film von David Lynch, den ich auch ausführlich besprochen habe.
mit Bill Pullman, Patricia Arquette, Robert Blake, Balthazar Getty, Robert Loggia, Gary Busey, Michael Massee, Lucy Butler
Wiederholung: Samstag, 20. Dezember, 02.40 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage von Barry Gifford

Homepage von David Lynch

Deutsche David-Lynch-Seite

Wikipedia über „Lost Highway“ (deutsch, englisch)

Drehbuch „Lost Highway“ von David Lynch und Barry Gifford

Charlie Rose unterhält sich mit David Lynch (12. Januar 2000; – und damit vor allem über „The Straight Story“)

Meine Besprechung von David Lynchs “Lost Highway” (Lost Highway, USA 1997)


Neu im Kino/Filmkritik: Taffe Frauen: Juliette Binoche und Kristen Stewart suchen „Die Wolken von Sils Maria“

Dezember 18, 2014

Der Film erzählt von einer Schauspielerin, die eine Theaterrolle annimmt, die Rolle einstudiert und schließlich die Premiere feiert.
Das klingt jetzt nicht furchtbar spannend, aber „Die Wolken von Sils Maria“ ist von Olivier Assayas inszeniert, der zuletzt mit „Carlos – Der Schakal“ und „Die wilde Zeit“ überzeugte, und mit Juliette Binoche und Kristen Stewart in den Hauptrollen und Chloë Grace Moretz in einer wichtigen Nebenrolle ist der Film auch namhaft besetzt. Und Assayas nutzt den Plot zu einer vielschichtigen Betrachtung über das Wesen des Künstlers, die verschwimmenden Grenzen zwischen Wirklichkeit und Rolle und die Unterschiede zwischen Hoch- und Trivialkultur, garniert mit Ausschnitten aus Arnold Fancks Stummfilmfragment „Das Wolkenphänomen von Maloja“ und dieser Malojaschlange, einem Wolkenphänomen, bei dem Wolken sich tagsüber in das Tal bewegen. Dabei ist sein Film zwar anspruchsvoll, intellektuell herausfordernd und kompromisslos. Er verfolgt seine Vision und nimmt dabei keine Rücksicht auf seine Zuschauer. Aber gleichzeitig ist er ungeheuer verspielt, kurzweilig, voller schöner Betrachtungen, eklektisch und niemals zerfassernd, sondern auch lustvoll Umwege nehmend, wie man bei einem Spaziergang auch mal einen kleinen Abstecher macht, ehe man wieder auf den Weg zurückkehrt und immer etwas interessantes entdeckte. Und wenn es nur die Aussicht in ein Bergtal ist.
Im Mittelpunkt stehen die Textproben der von Juliette Binoche gespielten Maria Enders. Sie hatte vor zwanzig Jahren, im Theater, ihren Durchbruch als verführerische junge Sigrid, die ihre Vorgesetzte Helena in Gefühlswirren stürzt und in den Selbstmord treibt.
Wilhelm Melchior, der Autor des Stückes, wurde während der Proben und danach in jeder Hinsicht ihr Mentor.
Kurz vor einer Ehrung für sein Lebenswerk, bei der sie eine Rede halten sollte, erfährt sie, dass er gestorben ist. Gleichzeitig wird ihr die Hauptrolle in einer Neuinszenierung des Stückes angeboten. Der junge, von der Kritik abgefeierte Regisseur will sie unbedingt haben. Aber jetzt soll sie nicht Sigrid, mit der sie sich identifizierte, sondern Helena, ihre Antagonistin, die Böse, spielen.
Zögernd nimmt sie die Rolle an, quartiert sich in der Berghütte von Melchior in Sils Maria ein und beginnt mit ihrer persönlichen Assistentin Valentine (Kristen Stewart) die Rolle zu proben. Dabei übernimmt Valentine die Rolle der Jüngeren – und bei den Proben ist oft nicht erkennbar, wann der Text des Stückes übergeht in persönliche Bekenntnisse und wann persönliche Bekenntnisse von dem Stück überlagert werden.
Später lernt Enders auch Jo-Ann Ellis (Chloë Grace Moretz) kennen, die Sigrid spielen soll. Sie ist ein junger Hollywoodstar, die mit einer Rolle in einem Superheldenfilm berühmt wurde, jetzt souverän mit ihren Skandalen auf der Klaviatur der Facebook- und Twitter-Öffentlichkeit spielt und mit einer prestigeträchtigen Theaterrolle den nächsten Schritt in ihrer Karriere machen würde.
Dieses Spiel zwischen Rolle und Schauspielerpersönlichkeit gewinnt durch die Besetzung natürlich zusätzliche Facetten und wird dadurch ein schönes Spiel zwischen den verschiedenen Ebenen, zwischen Selbsterkenntnissen, Einblicken in die Welt der Schauspielerinnen und schönen Lügen, die wahrer als das wahre Leben sind. Immerhin trifft hier ein europäischer Altstar auf zwei Hollywood-Jungstars, die auch in Superheldenfilmen mitspielen – und wenn es keine Theaterrolle gibt, ist natürlich eine Rolle in einem europäischen Kunstfilm auch nicht zu verachten.
Ein Punkt störte mich allerdings bei „Die Wolken von Sils Maria“. Olivier Assayas verjüngte Juliette Binoche um mindestens zehn Jahre. Denn als sie, im Film, vor zwanzig Jahren ihren Durchbruch hatte, war sie eine Achtzehnjährige; was sie im Film zu einer knapp Vierzigjährigen machen würde, während ich mich immer wieder fragte, warum sie keine Fünfzigjährige spielen darf. Das hätte ihren inneren Konflikt noch glaubwürdiger gemacht.
Das ändert aber nichts daran, dass „Die Wolken von Sils Maria“ die europäische Version des ebenfalls grandiosen „Birdman (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“, der am 29. Januar bei uns anläuft, ist. Man sollte sich unbedingt beide Filme ansehen. Vielleicht sogar hintereinander und dann vergleichen.

Die Wolken von Sils Maria - Plakat

Die Wolken von Sils Maria (Clouds over Sils Maria, Deutschland/Frankreich/Schweiz 2014)
Regie: Olivier Assayas
Drehbuch: Olivier Assayas
mit Juliette Binoche, Kristen Stewart, Chloë Grace Moretz, Lars Eidinger, Hanns Zischler, Angela Winkler, Nora von Waldstätten, Aljoscha Stadelmann
Länge: 124 Minuten
FSK: ab 6 Jahre
–
Hinweise
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Die Wolken von Sils Maria“
Moviepilot über „Die Wolken von Sils Maria“
Metacritic über „Die Wolken von Sils Maria“
Rotten Tomatoes über „Die Wolken von Sils Maria“
Allociné über „Die Wolken von Sils Maria“
Wikipedia über „Die Wolken von Sils Maria“ (englisch, französisch)

Meine Besprechung von Olivier Assayas’ „Carlos – Der Schakal“ (Kinofassung)

Meine Besprechung von Olivier Assayas’ „Carlos – Der Schakal“ (Director’s Cut – bzw. die dreiteilige TV-Fassung)

Meine Besprechung von Olvier Assayas’ “Die wilde Zeit” (Après Mai, Frankreich 2012) (und der DVD)

–

Die Pressekonferenz in Cannes

(französisch)

(englisch)

Und beim NYFF52

 


Neu im Kino/Filmkritik: Taffe Frauen: Hilary Swank in dem grandiosen Western „The Homesman“

Dezember 18, 2014

Das „Million Dollar Baby“ Hilary Swank ist zurück als Mary Bee Cuddy, eine 1854 im Nebraska-Territorium allein lebende Frau, die sich trotzdem nach einem Mann sehnt. Irgendeinem Mann, der ihr bei der anstrengenden Feldarbeit hilft und sie vom Schmach der alleinstehenden Frau befreit. Auch in der Wildnis hält sie, soweit möglich, an den Errungenschaften der Zivilisation fest. Tommy Lee Jones zeigt dies in seinem zweiten Spielfilm „The Homesman“ in wenigen Szenen, die in wunderschönen Breitwand-Bildern von Kameramann Rodrigo Prieto („Argo“, „The Wolf of Wall Street“) die Mühsal des damaligen Lebens im dünn besiedelten Grenzland zeigen und die Bedeutung von Werten und dem Glaubens als Regelwerke, die hier nicht im Konflikt zueinander stehen und die einem einen absurden Halt vermitteln. Denn was kann, aus heutiger Sicht, gruseliger sein, als eine Frau zu beobachten, die ihrem Gast, den sie ehelichen möchte, ein Lied singt und die sich dabei auf dem Klavier begleitet. Allerdings ist das Klavier nur eine Stoffrolle mit Klaviertasten als Muster. Der Zukünftige ergreift die Flucht vor der resoluten Mary Bee, die ihm das Angebot einer Ehe wie ein Angebot für einen Ochsen unterbreitete. Sie ist, aus heutiger Sicht, die normalste und vernünftigste Frau im Outback. Sie ist allerdings auch selbstständig und bestimmend; was für den Zukünftigen der wirkliche Grund war, möglichst schnell Mary Bees Haus zu verlassen.
Deshalb nimmt sie auch, nachdem ein Farmer sich aus der Verantwortung stiehlt, an einer Auslosung teil, die ein Problem der Gemeinde lösen soll: drei Ehefrauen wurden auf weit auseinanderliegenden Farmen aus verschiedenen Gründen verrückt. Die eine wurde stumm, die andere tötete ihr Baby und die dritte wurde aggressiv. Jetzt sollen sie zurück nach Iowa in die Zivilisation gebracht werden. Weil sich niemand von den Männern freiwillig für diese Aufgabe meldet, wird in der Kirche ausgelost, wer die Aufgabe übernehmen soll. Das Los trifft auf Mary Bee – und die Männer sind ziemlich erleichtert, dass dieser Kelch an ihnen vorbeiging.
Mary Bee holt die auf weit voneinander liegenden Farmen in ihren Wohnungen gefangen gehaltene Frauen, Arabella (Grace Gummer), Theolina (Miranda Otto) und Gro (Sonja Richter), ab und macht sich mit ihnen, die in einer Gefängniskutsche angekettet sind, auf den 640 Kilometer langen, mehrere Wochen dauernden Weg nach Hebron, Iowa.
Begleitet wird sie von George Briggs (Tommy Lee Jones), einem Strauchdieb, der ein Haus besetzte und gehängt werden sollte. Als sie ihn zum ersten Mal trifft, sitzt er wimmernd in einteiliger Unterwäsche auf seinem Pferd, den mit schwarzem Schießpulver bedeckten Kopf in einer Schlinge. Sie rettet ihn und verlangt, dass er sie bei der Reise durch eine gefährliche und menschenfeindliche Landschaft begleitet.
Und, das kann verraten werden, die Indianer sind bei dieser Reise nicht die größte Gefahr für die fünf Menschen.
Vier Filme in fast zwanzig Jahren. Besonders produktiv ist Tommy Lee Jones als Regisseur nicht. Dabei knüpft er, wie Clint Eastwood, an das klassische Hollywoodkino an und erzählt düstere Geschichten über den Wilden Westen damals und heute. Sein Spielfilmdebüt war 2005 der grandiose Neo-Western „Three Burials – Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada“. Davor und danach drehte er je einen TV-Film. 1995 „Einmal Cowboy, immer ein Cowboy“ (nach einem Roman von Elmer Kelton) und 2011 „The Sunset Limited – Eine Frage des Glaubens“ (nach dem Stück von Cormac McCarthy).
Vier Filme, von denen keiner als „leichte Unterhaltung“ abgetan wurde und jeder wenigstens einige Nominierungen und viel Kritikerlob erhielt, auch wenn er dann, wie „Three Burials – Die drei Begräbnisses des Melquiades Estrada“ sang- und klanglos aus unseren Kinos verschwand oder nie im TV läuft.
Auch „The Homesman“ wird es gegen die Weihnachtsblockbuster schwer haben, aber er lohnt sich in jeder Sekunde. Denn es ist ein grandioser, wahrhaftiger, aufbauender, aber auch deprimierender Film, in dem der Wilde Westen als eine von nicht vollkommen zurechnungsfähigen, fehlerhaften Menschen bevölkerte, weitgehend menschenleere Landschaft gezeigt wird; was mit Sicherheit viel näher an der Wirklichkeit ist, als die üblichen Hollywood-Western.
Am Ende, wenn Tommy Lee Jones einen irren Tanz aufführt, kann nicht mehr daran gezweifelt werden, dass die Zeit von Westernhelden wie John Wayne und Clint Eastwood vorbei ist. Ein Schrat hat die Macht übernommen. Angeführt von einer resoluten Frau, begleitet von drei schweigsamen Verrückten.

Einer des schönsten Filme des Kinojahres.

The Homesman - Plakat

The Homesman (The Homesman, USA 2014)
Regie: Tommy Lee Jones
Drehbuch: Wes Oliver, Kieran Fitzgerald, Tommy Lee Jones
LV: Glendon Swarthout: The Homesman, 1988 (The Homesman – Es führt ein Weg zurück)
mit Tommy Lee Jones, Hilary Swank, Hailee Steinfeld, Meryl Streep, Grace Gummer, John Lithgow, Miranda Otto, Sonja Richter, James Spader, John Lithgow, William Fichtner
Länge: 123 Minuten
FSK: ab 16 Jahre
–
Hinweise
Amerikanische Homepage zum Film
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „The Homesman“
Moviepilot über „The Homesman“
Metacritic über „The Homesman“
Rotten Tomatoes über „The Homesman“
Wikipedia über „The Homesman“ (deutsch, englisch)

–

Die Pressekonferenz in Cannes nach der Premiere

DP/30 unterhält sich mit Tommy Lee Jones über „The Homesman“

DP/30 unterhält sich auch mit Filmkomponist Marco Beltrami über „The Homesman“ und selbstverständlich seine anderen Filmmusiken


Neu im Kino/Filmkritik: Taffe Frauen: Jennifer Lawrence als „Serena“

Dezember 18, 2014

„Serena“ spielt während der Großen Depression in North Carolina und am Ende von Susanne Biers Film ist man ziemlich depressiv, weil hier so viel Talent versammelt ist und am Ende nur das Gefühl einer großen Verschwendung bleibt, trotz Bradley Cooper und Jennifer Lawrence in den Hauptrollen.
Cooper spielt den Holzunternehmer George Pemberton, der sich 1929 bei einem Besuch in der Großstadt in Serena (Jennifer Lawrence) verliebt. Sie entstammt einer Holzfällerdynastie und ihre Eltern kamen bei einem tragischen Unfall ums Leben. Sie heiraten und kehren in die Wälder von North Carolina zurück.
In den Smoky Mountains zeigt Serena den Holzfällern, die von der Stadtschnepfe nichts halten, schnell, dass sie mit der Axt umgehen kann und auch als Geschäftsfrau übernimmt sie schnell die Führung im Unternehmen ihres Mannes.
Allein schon diese Aufstiegsgeschichte einer Frau in einer Männerwelt in wirtschaftlich schweren Zeiten könnte für einen guten Film ausreichen. Vor allem wenn die Geschichte mit etwas Lokalpolitik garniert wird. Denn selbstverständlich werden in den Smoky Mountains Probleme mit etwas Geld, das in die richtigen Taschen fließt, gelöst. Und wenn das nicht hilft, dann, wie im Wilden Westen, eben mit Gewalt.
Aber dann gibt es noch eine zweite Liebesgeschichte. George hatte, bevor er die rationale Serena heiratete, eine Geliebte, die er auch schwängerte. Er nimmt, immerhin spielt die Geschichte in den frühen Dreißigern und die Geliebte gehört zu den Angestellten, das Kind offiziell nicht an, aber er hilft ihr finanziell. Serena, die nach einem Unfall, keine Kinder mehr bekommen kann, kommt, als sie davon erfährt, mit dieser Situation nicht klar und das Verhängnis nimmt, dramaturgisch nicht besonders schlüssig, aber von den Wünschen des Drehbuchautors getragen, seinen Lauf.
Mit zunehmender Laufzeit verstärkt sich der Eindruck, dass Susanne Bier und ihr Drehbuchautor Christopher Kyle („K 19“, „Alexander“) nicht wussten, was sie erzählen wollten. Ratlos pendeln sie zwischen den verschiedenen Geschichten, ohne dass sie sich gegenseitig befruchten. Die Liebesgeschichte von George und Serena hat eigentlich nichts mit der Geschichte zwischen George und seiner ehemaligen, sich passiv verhaltenden Geliebten zu tun. Das Wirtschaftsdrama, die lokaler Korruption und die Hinterzimmerpolitik sind den Filmmachern herzlich egal. Ebenso der Aufstieg von Serena im Unternehmen ihres Mannes. Letztendlich produzieren sie vor allem Klischees und im negativen Sinn überraschende Wendungen. So sollen wir, zum Beispiel, plötzlich glauben, dass die rücksichtslose Geschäftsfrau sich doch nur nach einer gepflegten Mutterschaft sehnte. Über die Visionen des Vorarbeiters legen wir gnädig den Mantel des Schweigens.
Auch der historische Hintergrund bleibt blass. Dabei bietet die Große Depression sich, auch wenn Pembertons Holzgeschäft gut läuft und er dank seiner Frau expandieren kann, gut an, um im historischen Gewand von den Auswirkungen eines ungebremsten Kapitalismus auf die Menschen und die Umwelt zu erzählen. Aber in North Carolina sind die Wälder unendlich; – auch wenn der Film 2012 in Tschechien gedreht wurde und das kleine Pembertonsche Hüttendorf im Wald nie seine Herkunft als Filmset verleugnen kann.
Dabei ist der Drehort das geringste Problem von „Serena“, der zweiten Zusammenarbeit von Bradley Cooper und Jennifer Lawrence nach „Silver Linings“ und vor „American Hustle“.

Serena - Plakat

Serena (Serena, USA/Frankreich 2014)
Regie: Susanne Bier
Drehbuch: Christopher Kyle
LV: Ron Rash: Serena, 2008
mit Bradley Cooper, Jennifer Lawrence, Rhys Ifans, Toby Jones, David Dencik, Ana Ularu, Kim Bodnia
Länge: 110 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
–
Hinweise
Amerikanische Facebook-Seite zum Film
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Serena“
Moviepilot über „Serena“
Metacritic über „Serena“
Rotten Tomatoes über „Serena“
Wikipedia über „Serena“


Die KrimiZeit-Jahresbestenliste 2014

Dezember 18, 2014

Also dann, die Jahresbestenliste der KrimiZeit, für die nur Bücher genannt werden konnten, die bereits auf einer der monatlichen Bestenlisten waren:
1 James Lee Burke: Regengötter
2 Liza Cody: Lady Bag
3 Oliver Bottini: Ein paar Tage Licht
4 Mike Nicol: Black Heart
5 Franz Dobler: Ein Bulle im Zug
6 Tom Hillenbrand: Drohnenland
7 Orkun Ertener: Lebt
8 David Peace: GB84
9 Sascha Arango: Die Wahrheit und andere Lügen
10 Karim Miské: Entfliehen kannst Du nie
–
Sollte mich auch an meine Bestenlisten setzen…

–

P. S.: Im März erscheint bei Pendragon „Sturm über New Orleans – Ein Dave-Robicheaux-Krimi“ (The Tin Roof Blowdown) von James Lee Burke, der nach dem Hurrikan Katrina spielt.

Sowieso liest sich das Frühlingsprogramm von Pendragon sehr vielversprechend, unter anderem mit zwei Jesse-Stone-Krimis von Robert B. Parker und einem Roman von Horst Vocks, dem Autor von „Duisburg-Ruhrort“ (Schimanski!).


TV-Tipp für den 18. Dezember: Wild Things

Dezember 18, 2014

Kabel 1, 03.05

Wild Things (USA 1998, Regie: John McNaughton)

Drehbuch: Stephen Peters

Ein beliebter Sportlehrer in einem Nobelort in Florida weist die sexuellen Avancen einer reichen Schülerin zurück. Danach behauptet sie, er habe sie vergewaltigt. Die Polizei glaubt ihr nicht, bis eine zweite Schülerin den gleichen Vorwurf erhebt.

Und das ist nur eine der ersten überraschenden Wendungen in diesem kleinen Thriller, bei dem die Stars lustvoll ihr Image ausfüllen, gegen es anspielen und sich (und uns) letztendlich fast ständig belügen. Denn in „Wild Things“ ist, unter der Sonne Floridas, nichts so wie es scheint. Eine schöne „Sommernachtsfantasie“.

Mit Kevin Bacon, Matt Dillon, Neve Campbell, Theresa Russell, Denise Richards, Robert Wagner, Bill Murray

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Wild Things“

Wikipedia über “Wild Things” (deutsch, englisch)


Anthony Horowitz und „Der Fall Moriarty“

Dezember 17, 2014

Horowitz - Der Fall Moriarty - 2

Auch wenn sich „Der Fall Moriarty“ von Anthony Horowitz nicht so liest, ist es ein echter und typischer Rätselkrimi, bei dem letztendlich alles von der Auflösung abhängt und gerade deshalb ist eine Besprechung schwierig. Immerhin liegt ein großer Teil des Spaßes beim Lesen im Deuten und Enträtseln der vielen verschiedenen Spuren und natürlich im Versuch, die Lösung möglichst früh herauszufinden. Da verdirbt jeder Hinweis auf die richtige Lösung natürlich etwas von genau diesem Spaß; was jetzt nicht heißt, dass „Der Fall Moriarty“ beim zweiten Lesen, wenn man die Lösung kennt (oder sich auf Wikipedia informiert), eine reizlose Lektüre wäre. Denn der Roman reiht sich gelungen in die Reihe von Filmen mit einem Twist-Ende ein, die inzwischen Kultfilme sind. Ich sage nur „Fight Club“, „Die üblichen Verdächtigen“ und „The sixth Sense“, bei denen ich das Ende nicht vorhersah und mich im Nachhinein auch nicht betrogen fühlte, oder, um ein neueres Beispiel zu nennen, „Shutter Island“, bei dem ich das Ende schon im Trailer vorhersah (genaugenommen dachte ich „Oh Gott, die haben eben die Pointe verraten.“) und mir Dennis Lehanes Roman wesentlich besser als die Verfilmung gefällt. Doch genug der zeilenschindenden Abschweifungen und zurück in das viktorianische England.
„Der Fall Moriarty“ beginnt 1891 unmittelbar nach dem tödlichen Kampf von Sherlock Holmes und Professor James Moriarty, einem die Unterwelt von London beherrschenden, hochintelligenten Verbrecherchef. Beide stürzten in den Reichenbachfall und starben. Jedenfalls glaubten das damals alle.
Aber was geschah damals wirklich? Denn, und da verrate ich kein großes Geheimnis, Sherlock Holmes tauchte Jahre später quicklebendig wieder auf.
Auch der Erzähler von „Der Fall Moriarty“ hat schon damals seine Zweifel am Tod von Sherlock Holmes. Jedenfalls zerpflückt er auf den ersten Seiten die von Dr. John Watson aufgeschriebene Geschichte „Das letzte Problem/Sein letzter Fall“ (The final problem) über den Kampf von Sherlock Holmes und Professor Moriarty. Danach trifft der Ich-Erzähler, Pinkerton-Detektiv Frederick Chase, in Meiringen auf den Scotland-Yard-Ermittler Athelney Jones. Und dieser Jones, ein selbsternannter Sherlock-Holmes-Bewunderer, der wie Sherlock Holmes auftritt und entsprechend scharfsinnig schlussfolgert, ist deutlich intelligenter als der Athelney Jones, der in der von Anthony Horowitz geschriebenen Sherlock-Holmes-Kurzgeschichte „Die drei Königinnen“ (The Three Monarchs, kostenlos als eBook erhältlich) auftritt und Holmes und Watson bei einem seiner Fälle um Hilfe bittet.
Chase kam aus den USA nach England und dann direkt in die Schweiz, weil er hoffte, über Professor Moriarty an Informationen über den US-amerikanischen Gangster Clarence Devereux, dessen Gesicht noch niemand gesehen hat, zu kommen.
Die beiden Ermittler verbünden sich. Denn in London droht ein Krieg zwischen amerikanischen und englischen Verbrechern, wobei die Amerikaner, im Gegensatz zu den Briten, vor nichts zurückschrecken.
Das ist, wie schon Anthony Horowitz‘ erste Sherlock-Holmes-Geschichte flott geschrieben und voller Lokal- und Zeitkolorit und es passiert wirklich genug auf den über dreihundert Seiten, um einen effektiv vom Nachdenken über die Lösung abzuhalten. Ich jedenfalls habe sie nicht vorhergesehen, habe aber danach alle Spuren und Hinweise erkannt.
Im Moment schreibt der enorm produktive Anthony Horowitz, der bei uns vor allem für seine Alex-Rider-Jugendbücher bekannt ist, den nächsten James-Bond-Roman und nachdem die Bond-Romane von Sebastian Faulks, Jeffery Deaver und William Boyd aus den verschiedensten Gründen scheiterten, freue ich mich jetzt wirklich auf den neuen James-Bond-Roman.
Und jetzt muss ich mich endlich an die schriftliche Version meines Interviews mit Anthony Horowitz machen. Wobei „endlich“, wie mir mein Kalender sagt, irgendwann zwischen Ende dieser Woche und Weihnachten ist.
–
Anthony Horowitz: Der Fall Moriarty
(übersetzt von Lutz-W. Wolff)
Insel, 2014
352 Seiten
19,95 Euro
–
Originaltitel
Moriarty
Orion Books, 2014
–
Hinweise

Homepage von Anthony Horowitz

Suhrkamp über „Der Fall Moriarty“

Meine Besprechung von Anthony Horowitz’ „Das Geheimnis des weißen Bandes“ (The House of Silk, 2011)

Die “Inspector Barnaby”-Fälle von Anthony Horowitz


TV-Tipp für den 17. Dezember: Nur die Sonne war Zeuge/Der talentierte Mr. Ripley

Dezember 17, 2014

Original oder Remake? Vergleichen wir:

HR, 23.30

Nur die Sonne war Zeuge (Frankreich/Italien 1960, Regie: René Clément)

Drehbuch: René Clément, Paul Gégauff

LV: Patricia Highsmith: The talented Mr. Ripley, 1955 (Nur die Sonne war Zeuge, Der talentierte Mr. Ripley)

Tom Ripley soll im Auftrag von Philippes Vater den Sohn nach Amerika zurückbringen. Aber Tom und Philippe verstehen sich gut und Tom gefällt das müßige Millionärsleben. Warum also nicht einfach Philippe Greenleaf umbringen und dessen Stelle einnehmen?

Grandiose Verfilmung des ersten Ripley-Romanes; obwohl der Film moralisch korrekter endet.

Neben dem ausgefeilten Drehbuch trug besonders Henri Decaes superbe Farbfotografie zum Erfolg des Films bei. Erstmals schuf Farbe jene beklemmende Atmosphäre, die bis dahin nur aus den Schwarzweiß-Filmen der Schwarzen Serie bekannt war.

Patricia Highsmith schrieb danach vier weitere Bücher mit Tom Ripley, dem ersten sympathischen Psychopathen der Kriminalgeschichte.

Mit Alain Delon, Marie Laforet, Maurice Ronet

Hinweise

Wikipedia über Patricia Highsmith (deutsch, englisch)

Times: The 50 Greatest Crime Writers No 1: Patricia Highsmith

Kaliber .38 über Patricia Highsmith (Bibliographie)

Krimi-Couch über Patricia Highsmith

Kirjasto über Patricia Highsmith

Wired for Books: Don Swain redet mit Patricia Highsmith (1987)

Gerald Peary redet mit Patricia Highsmith (Sight and Sound – Frühling 1988 )

Meine Besprechung der Patricia-Highsmith-Verfilmung “Die zwei Gesichter des Januars” (The two Faces of January, Großbritannien/USA/Frankreich 2014)

Homepage von Alain Delon

Wikipedia über Alain Delon (deutsch, englisch, französisch)

Meine Besprechung von „Der Leopard“ (mit Alain Delon und Burt Lancaster)

Meine Besprechung von „Die Abenteurer“ (mit Alain Delon und Lino Ventura)

Alain Delon in der Kriminalakte

Kriminalakte zum 75. Geburtstag von Alain Delon

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HR, 01.25

Der talentierte Mr. Ripley (USA 1999, Regie: Anthony Minghella)

Drehbuch: Anthony Minghella

LV: Paricia Highsmith: The talented Mr. Ripley, 1955 (Nur die Sonne war Zeuge, Der talentierte Mr. Ripley)

Eigentlich sollte der mittellose Tom Ripley den reichen Reedersohn Dickie Greenleaf nur aufspüren und wieder nach Hause bringen. Aber sie sehen sich so verdammt ähnlich und Ripley gefällt das Leben als reicher Müßiggänger.

Zweite Verfilmung des ersten Tom Ripley-Romanes (hier: Matt Damon, 1960 in der legendären Erstverfilmung „Nur die Sonne war Zeuge“ von René Clement war es Alain Delon) – dieses Mal als klassisches Hollywood-Kino, welches die Atmosphäre der 50er perfekt rekonstruiert. „Der talentierte Mr. Ripley“ ist im Wesentlichen nettes, etwas langatmiges, nicht sonderlich fesselndes Ausstattungskino.

Mit Matt Damon, Gwynieth Paltrow, Jude Law, Cate Blanchett

Hinweise

Drehbuch “The talented Mr. Ripley” von Anthony Minghella (Fassung 1. November 1999)

Rotten Tomatoes über „Der talentierte Mr. Ripley“


Cover der Woche

Dezember 16, 2014

Göhre - St. Pauli Nacht - Movie Tie-In

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Frank Göhre!


TV-Tipp für den 16. Dezember: The Ice Harvest

Dezember 16, 2014

Der einzig echte, wahre und wahrhaftige Weihnachtsfilm

Pro7 Maxx, 23.05

The Ice Harvest (USA 2005, Regie: Harold Ramis)

Drehbuch: Richard Russo, Robert Benton

LV: Scott Phillips: The Ice Harvest, 2000 (Alles in einer Nacht)

Heiligabend in Wichita, Kansas: Anwalt Charlie Arglist hat mit seinem Kumpel Vic einen Mafiaboss um zwei Millionen Dollar erleichtert. Bevor er Wichita verlassen kann, muss er noch den Weihnachtsabend überleben. Denn anscheinend wollen die Verwandtschaft, Kleingangster, eine Femme Fatale, ein Killer, sein nicht vertrauenswürdiger Mitverbrecher und der titelgebende Eissturm seinen Plan durchkreuzen.

Hochkarätig besetzte schwarze Komödie, die bei uns leider nur auf DVD veröffentlicht wurde.

Scott Phillips‘ Debütroman war für den Edgar und Hammett Preis nominiert. Das Drehbuch war auch für einen Edgar nominiert.

Mit John Cusack, Billy Bob Thornton, Connie Nielsen, Randy Quaid, Oliver Platt, Ned Bellamy

Hinweise

Homepage von Scott Phillips

Amerikanische Homepage zum Film

Rotten Tomatoes über „The Ice Harvest“


„Gut leben – früh sterben“, „Du fährst nach Hamburg, ich schwör’s dir“ und „Die Härte, der Reichtum und die Weite“ – Ein kurzer Blick auf einige neuere Kurzgeschichten und Essays von Frank Göhre

Dezember 15, 2014

Göhre - Gut leben - früh sterben - 2

Erstens: Frank Göhre ist kein Hamburger. Er lebt nur dort. Seit über dreißig Jahren. Geboren wurde er am 16. Dezember 1943 in Tetschen-Bodenbach. Aufgewachsen ist er in Bochum und nach einigen Umwegen landete er dann in Hamburg.
Zweitens: Ich habe keine Ahnung, ob der Kiez-Chronist wirklich der beste Hamburg-Autor ist. Immerhin gibt es noch Robert Brack und etliche Autoren kenne ich nicht oder würde sie nicht unbedingt mit Hamburg verbinden, auch wenn ihre Geschichten mehr oder weniger in der Stadt spielen. Aber die meisten Romane und Kurzgeschichten von Frank Göhre sind ohne die Stadt und ihre besondere Melange von Politik und Verbrechen nicht denkbar.
Drittens: In „Gut leben – früh sterben: Stories von unterwegs“, dem neuesten Sammelband mit Essays und Kurzgeschichten von Frank Göhre, begibt er sich auch an Orte außerhalb der Hansestadt. Es sind Marakesch (die mit eigenen Betrachtungen gewürzte Textcollage „Hotel Marrakesch“), die USA („Jane, Baby Jane“, „’Spenser, mein Name ist Spenser‘ – Ein Porträt in Selbstaussagen“, „Ein alkoholkranker Cop“ [über „Spenser“-Erfinder Robert B. Parker und Jesse Stone]), deutsche Städte (obwohl ich lieber Örtlichkeiten sagen würde), wie Bad Hamm („Gut leben, früh sterben“), Werne („In Werne hoch zu Pferde“), Breuberg („Breuberger Bilder“), und „Schlaf, Kindchen, schlaf“, Göhres Beitrag zu dem Kettenroman „Gipfeltreffen“, einem hoffnungslos vermurksten, erbärmlich gescheiterten und unlesbarem Werk, das einiges über den Zustand der deutschen Krimiszene aussagt und mir gründlich die Lust an den Werken von einigen deutschen Kriminalromanautoren nahm. Nur Göhre nahm damals die selbstgestellte Aufgabe ernst. Es gibt mehrere, in Hamburg spielende Geschichten und Reportagen und, als eine der wenigen Erstveröffentlichungen, „Kino“, eine Erinnerung an seine Jugend und das Kino.
Die meisten Texte sind schon an anderen Orten, teils in thematischen Kurzgeschichten-Sammlungen (wie verschiedene „Mord am Hellweg“-Anthologien oder „Tatorte Odenwald“), teils im Internet, teils als Nachworte oder als Bonusgeschichten bei Neuauflagen von seinen Romanen erschienen. Insofern ist „Gut leben – früh sterben“, wie „Seelenlandschaften“ und „I and I“ eine handliche Zusammenstellung von bereits bekannten, kürzeren Werken, die sich eher an den Göhre-Fan und weniger an den Göhre-Neueinsteiger, für den es dann doch zu speziell und eklektisch wird, richtet.

Göhre - Du fährst nach Hamburg ich schwör s dir - Ein HeimatfilmGöhre - Die Härte der Reichtum und die Weite - Ein Heimatfilm

Ganz in Hamburg ist er in „Du fährst nach Hamburg, ich schwör’s dir – Ein Heimatfilm“ und „Die Härte, der Reichtum und die Weite – Ein Heimatfilm, Teil II“, die am Stück gelesen, eine Chronik von Hamburg zwischen den späten Fünfzigern und frühen Achtzigern entwerfen. Dabei verbindet er, wie auch in anderen Essays, die Geschichte von Hamburg, vor allem von St. Pauli, mit dort spielenden Filmen, die ein quasi-dokumentarisches Bild ihrer Entstehungszeit geben. Es sind, in „Du fährst nach Hamburg, ich schwör’s dir“
Francesco Rosis Gastarbeiterdrama „Auf St. Pauli ist der Teufel los“ (1959), einige von Jürgen Rolands Kiezfilmen, beginnend mit „Polizeirevier Davidswache“ (1964) (dieser Text erschien als „Es war einmal St. Pauli“ in einer leicht anderen Form in „Jürgen Roland und seine St. Pauli-Filme“ und in „Geile Meile“) und Klaus Lemkes „Rocker“ (1971), und, in „Die Härte, der Reichtum und die Weite“, Roland Klicks „Supermarkt“ (1974), Hark Bohms „Nordsee ist Mordsee“ (1976) und Vadim Glownas „Desperado City“ (1980). Alle Filme eint, neben den Schauplatz Hamburg und dass sie sich auf die Schattenseiten der Stadt konzentrieren, dass sie, so populär und erfolgreich sie bei ihrem Kinostart waren, sie heute, dank weitgehend ausbleibender TV-Wiederholungen und DVD-Veröffentlichungen, nur noch bei Cineasten bekannt sind.
Beim Lesen von Göhres Filmbetrachtungen (die Lust auf ein Wiedersehen der Filme machen) fällt immer wieder auf, wie viel sich in den vergangenen Jahrzehnten änderte. Die Erziehungsheime, über die Ulrike Meinhof in „Bambule“ schrieb, gibt es nicht mehr, Homosexuelle werden nicht mehr verfolgt, das damalige St. Pauli (und damit auch das heute immer noch populäre Bild vom Nachtleben auf der Reeperbahn) gibt es nicht mehr und die kleinen Geschäfte sind Franchise-Unternehmen gewichen. Es fällt auch auf, dass es heute diese Art von quasi-dokumentarischen Spielfilmen nicht mehr gibt. Spontan fällt mir nur Edward Bergers „Jack“ ein, das als ein zeitgemäßes Update von Hark Bohms „Nordsee ist Mordsee“ gesehen werden kann.
Und jetzt sollte Frank Göhre sich an den dritten Teil seines Heimatfilms machen. Immerhin gibt es die „Nachtschicht“-Kriminalfilme von Lars Becker, die tief in das Hamburger Leben eintauchen. Oder Fatih Akins „Kurz und schmerzlos“. Oder Christian Alvarts in den frühen Sechzigern spielende „Banklady“. Und vielleicht gibt es noch einige weitere spannende Hamburg-Filme, die mir gerade nicht einfallen.
Aber davor darf er in aller Ruhe seinen Geburtstag feiern.
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Frank Göhre: Gut leben – früh sterben: Stories von unterwegs
Pendragon, 2014
288 Seiten
11,99 Euro
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Frank Göhre: Du fährst nach Hamburg, ich schwör’s dir – Ein Heimatfilm
CulturBooks, 2014
65 Seiten
4,99 Euro
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Frank Göhre: Die Härte, der Reichtum und die Weite – Ein Heimatfilm, Teil II
CulturBooks, 2014
45 Seiten
3,99 Euro

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Hinweise

Homepage von Frank Göhre

Meine Besprechung von Frank Göhres „Der letzte Freier“ (2006)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Zappas letzter Hit“ (2006)

Meine Besprechung von Frank Göhres „St. Pauli Nacht“ (2007, überarbeitete Neuausgabe)

Meine Besprechung von Frank Göhres „MO – Der Lebensroman des Friedrich Glauser“ (2008)

Meine Besprechung von Frank Göhres „An einem heißen Sommertag“ (2008)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Abwärts“ (2009, Neuausgabe)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Seelenlandschaften – Annäherungen, Rückblicke“ (2009)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Der Auserwählte“ (2010)

Meine Besprechung von Frank Göhres “Die Kiez-Trilogie” (2011)

Meine Besprechung von Frank Göhres „I and I – Stories und Reportagen“ (2012)

Meine Besprechung von Frank Göhres “Geile Meile” (2013)

Frank Göhre in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 15. Dezember: Polizei, Gewalt und Videos

Dezember 15, 2014

ARD, 22.45
Polizei, Gewalt und Videos – Wenn Einsätze aus dem Ruder laufen (Deutschland 2014, Regie: Daniela Agostini)
Drehbuch: Daniela Agostini
Etwas spät, aber sicher sehenswert: eine 45-minütige Doku über die Auswirkungen von Videos, oft Handy-Videos, die Polizeieinsätze dokumentieren, bei denen sich Polizisten offenischtlich falsch verhielten und die in die Öffentlichkeit gelangten.
In der Doku sollen Täter, Opfer, Anwälte und Politiker zu Wort kommen und sicher wird auch über die nicht vorhandene Fehlerkultur bei der Polizei gesprochen werden.
Hinweise
ARD über die Doku
ai über Polizeigewalt
Wikipedia über Polizeigewalt


Europäischer Filmpreis 2014: Die Gewinner

Dezember 14, 2014

Frisch aus dem Postfach: die Preisträger des 27. Europäischen Filmpreises.

Der Preis wurde vor wenigen Stunden verliehen. Arte zeigt am Sonntag, den 14. Dezember, um 23.55 Uhr (also nach gut vier Stunden Marlon Brando) neunzig Minuten lang Ausschnitte aus der Preisverleihung.

Und jetzt, ohne weitere Kommentare: die glücklichen Gewinner:

EUROPÄISCHER FILM 2014

IDA
Polen/Dänemark
REGIE: Pawel Pawlikowski
DREHBUCH: Paweł Pawlikowski & Rebecca Lenkiewicz
PRODUKTION: Eric Abraham, Piotr Dzięcioł, Ewa Puszczyńska & Christian Husum

 

EUROPÄISCHE KOMÖDIE 2014

THE MAFIA ONLY KILLS IN THE SUMMER

LA MAFIA UCCIDE SOLO D’ESTATE

Italien

REGIE: Pierfrancesco Diliberto

DREHBUCH: Michele Astori, Pierfrancesco Diliberto & Marco Martani

PRODUKTION: Mario Gianani & Lorenzo Mieli

 

EUROPÄISCHER REGISSEUR 2014

Paweł Pawlikowski für IDA

 

EUROPÄISCHE SCHAUSPIELERIN 2014

Marion Cotillard in ZWEI TAGE, EINE NACHT (DEUX JOURS, UNE NUIT)

EUROPÄISCHER SCHAUSPIELER 2014

Timothy Spall in MR. TURNER – MEISTER DES LICHTS (MR. TURNER)

 

EUROPÄISCHES DREHBUCH 2014

Paweł Pawlikowski & Rebecca Lenkiewicz für IDA

 

EUROPÄISCHER DOKUMENTARFILM 2014

MASTER OF THE UNIVERSE

Deutschland/Österreich

REGIE: Marc Bauder

PRODUKTION: Marc Bauder & Markus Glaser

 

EUROPÄISCHE ENTDECKUNG 2014 – Prix FIPRESCI

THE TRIBE
PLEMYA 

Ukraine
DREHBUCH & REGIE: Myroslav Slaboshpytskiy 
PRODUKTION: Valentyn Vasyanovych & Iya Myslytska

 

EUROPÄISCHER ANIMATIONSFILM 2014

THE ART OF HAPPINESS

L’ARTE DELLA FELICITÁ

Italien

REGIE: Alessandro Rak

DREHBUCH: Alessandro Rak & Luciano Stella

 

EUROPEAN FILM ACADEMY KURZFILM 2014

THE CHICKEN
Deutschland/Kroatien 2014, 15 Min., Fiktion

Regie: Una Gunjak

KOPRODUKTIONSPREIS PRIX EURIMAGES 2014

Ed Guiney

 

EUROPÄISCHER BEITRAG ZUM WELTKINO 2014

Steve McQueen

 

PREIS FÜR EIN LEBENSWERK 2014

Agnès Varda

 

PUBLIKUMSPREIS – BESTER EUROPÄISCHER FILM 2014

IDA

Regie: Pawel Pawlikowski

Drehbuch: Pawel Pawlikowski & Rebecca Linkiewicz

 

EFA JURY AWARDS 2014

Die Gewinner in den Kategorien Kamera, Schnitt, Szenen- und Kostümbild, Filmmusik sowie Sounddesign wurden von einer speziellen, siebenköpfigen Jury auf Grundlage der EFA-Auswahl gekürt:

 

Europäischer Kamerapreis – Prix CARLO DI PALMA 2014

Łukasz Żal & Ryszard Lenczewski für IDA

 

Europäischer Schnitt 2014
Justine Wright
für NO TURNING BACK (LOCKE)

 

Europäisches Szenenbild 2014

Claus-Rudolf Amler für DAS FINSTERE TAL

 

Europäisches Kostümbild 2014

Natascha Curtius-Noss für DAS FINSTERE TAL

 

Europäische Filmmusik 2014

Mica Levi für UNDER THE SKIN

 

Europäisches Sounddesign 2014

Joakim Sundström für STARRED UP

 

 


TV-Tipp für den 14. Dezember: Ein Mann wird gejagt

Dezember 14, 2014

Arte, 20.15

Ein Mann wird gejagt (USA 1965, Regie: Arthur Penn)

Drehbuch: Lillian Hellman, Michael Wilson (ungenannt), Horton Foote (ungenannt), Ivan Moffat (ungenannt)

LV: Horton Foote: The Chase (Bühnenstück 1952, später zu einem Roman verarbeitet)

In einer texanischen Kleinstadt jagt ein rachsüchtiger Mob einen entflohenen Häftling. Der Sheriff versucht die Katastrophe zu verhindern.

Hellman jammerte später, die ungenannten Drehbuchautoren hätten ihr Buch verhunzt, Penn autorisierte den Film nicht und dem Studio gefielen die Einnahmen nicht. Kurz: ein ziemliches Desaster, das auch im Rückblick, trotz gelungener Momente, nicht viel besser wird.

„Ein Mann wird gejagt“ ist ein Film, „der über weite Strecken hinter seinen Möglichkeiten bleibt. Seine Bildsymbolik…ist allzu dick aufgetragen, die Topographie der Ortschaft sowie die Hierarchie ihrer Bewohner sind dagegen nicht sorgfältig genug ausgearbeitet, das grandiose Darstellerensemble bleibt sträflich unterfordert.“ (Michael Omasta in Lars-Olav Beier/Robert Müller: Arthur Penn)

Im Anschluss, um 22.25 Uhr, läuft das spielfilmlange Porträt „Marlon Brando – Der Harte und der Zarte“ (Frankreich 2013, Regie: Philippe Kohly).

Am Montag zeigt Arte um 20.15 Uhr „Endstation Sehnsucht“ (USA 1951, Regie: Elia Kazan), ebenfalls mit Marlon Brando.

Mit Marlon Brando, Robert Redford, Jane Fonda, Angie Dickinson, E. G. Marshall, Robert Duvall

Wiederholung: Dienstag, 16. Dezember, 13.45 Uhr

Hinweise

Arte über „Ein Mann wird gejagt“

Rotten Tomatoes über „Ein Mann wird gejagt“

Wikipedia über „Ein Mann wird gejagt“ (deutsch, englisch)

Ein Interview mit Horton Foote

Kriminalakte: Mein Nachruf auf Arthur Penn

Arthur Penn in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 13. Dezember: Whiteout

Dezember 12, 2014

Pro 7, 22.25

Whiteout (USA 2009, Regie: Dominic Sena)

Drehbuch: Jon Hoeber, Erich Hoeber, Chad Hayes, Carey W. Hayes

LV: Greg Rucka/Steve Lieber: Whiteout, 1998/1999 (Whiteout)

Auf der Amundsen-Scott-Forschungsstation in der Antarktis sucht US-Marshal Carrie Stetko einen Mörder.

„Whiteout“ von Autor Greg Rucka (da sollte ein deutscher Verlag mal einige seiner Romane übersetzen) und Zeichner Steve Lieber ist eine tolle Graphic Novel, die ihren größten Reiz aus dem Handlungsort (Hey, wer von uns war schon einmal in der Antarktis?) bezieht. Auf der Kinoleinwand ist der Rätselkrimi dann allerdings, trotz toller Bilder, nur begrenzt interessant. Vielleicht hätten die Macher doch zuerst den zweiten „Whiteout“-Band „Melt“, der ein actionhaltiger Thriller mit Polit-Touch ist, verfilmen sollen.

mit Kate Beckinsale , Gabriel Macht, Tom Skerritt, Columbus Short, Alex O’Loughlin, Shawn Doyle, Joel Keller

Wiederholung: Sonntag, 14. Dezember, 00.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Metatrcitic über “Whiteout”

Rotten Tomatoes über “Whiteout”

Wikipedia über “Whiteout” (deutsch, englisch)

Homepage von Greg Rucka

Meine Besprechung von Greg Rucka/Steve Liebers „Whiteout“ (Whiteout, 1998/1999)

Meine Besprechung von Greg Rucka/Steve Liebers „Whiteout: Melt“ (Whiteout: Melt, 1999/2000)

Meine Besprechung von Greg Ruckas “Die Welt ohne Superman” (The Sleepers, 2009)

Meine Besprechung von Greg Ruckas “Batman: Hinter der Maske” (Cutter, März – Mai 2010/Beneath the Mask,  Juni – Juli 2010/Good King Wencesias, Februar 2009)

Greg Rucka in der Kriminalakte

„Whiteout“ in der Kriminalakte (mit vielen Interviews, Reaktionen und Analysen)