Vielleicht beginne ich meine Kritik von Radu Judes neuem Film „Erwarte nicht zu viel vom Ende der Welt“ mit einer Erklärung des Regisseurs über seinen Film:
„‚Do Not Expect Too Much From The End Of The World‘ (the title quotes an aphorism by Stanislaw Jerzy Lec) is a fragmentary film (part comedy-part road-movie, part montage film-part camera based film) about work, exploitation, death and the new gig economy.
At the same time, it is a film dealing with the difficult problem of image production. All these
are at the surface level, as they say – but the film only has this one level, it is a film of surfaces, a film with no depth.
And it is a film which, in its structure and mise-en-scene, is even more amateurish than my last films.“
Das ist zutreffend, erklärt einiges und beugt gegen Kritik vor. Ihm Eindimensionalität vorzuwerfen, wenn er eindimensional sein will, ist wie einem Punksong vorzuwerfen, keine von einem Sinfonieorchester filigran gespielte Oper zu sein. Oder einem Woody-Allen-Film die Abwesenheit von Action und CGI vorzuwerfen.
Und trotzdem bleibt ein ungemütliches Gefühl. Jude bezieht keine eindeutige Position. Er zeigt nur, präsentiert Positionen, stellt sie gegeneinander, dekonstruiert sie und seine episodische Filmgeschichte. Er überlässt dem Zuschauer die Entscheidung, auf welcher Seite sein Film steht und was sein knapp dreistündiger Rundumschlag gegen den Kapitalismus und Rumänien genau sagen will und bewirken möchte.
Die schwarzhumorige Satire besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil „Angela: Konversation mit einem Film von 1981“ zeigt Jude einen Tag aus dem Leben von Angela. Die Produktionsassistentin fährt durch Bukarest. Sie soll mit verschiedenen Menschen, die als Betroffene in einem Video über Sicherheit am Arbeitsplatz auftreten könnten, Vorgespräche führen. Sie zeichnet die Gespräche auf. Wer dann in dem Video auftritt, wird später entschieden. Zwischen diesen Gesprächen trifft sie auch andere Menschen, wie Uwe Boll (als er selbst), der gerade in der rumänischen Hauptstadt seinen neuen Film dreht. Und sie macht in jeder freien Minute als Bobiță TikTok-Videos. Bobiță ist ein glatzköpfiger Mann, der Andrew Tate vergöttert und ungefiltert hasserfüllte, rechtsradikale, reaktionäre und chauvinistische Tiraden über Frauen und die Gesellschaft herauskotzt. Die TikTok-Videos sind eine Triebabfuhr, die gleichzeitig ein Aufruf zum Hass sind. Der von ihr benutzte Filter ist schon auf den ersten Blick auffallend schlecht und enthüllt später immer wieder ihre wahre Identität. Ihre Follower scheint das nicht zu stören.
In diesen, mit zwei Stunden längerem Teil der Schwarzen Komödie schneidet Jude Bilder aus Lucian Bratus „Angela merge mai departe“ (Rumänien 1981). In dem Spielfilm fährt die Taxifahrerin Angela durch Bukarest. Dorina Lazar, die damals die Taxifahrerin spielte, spielt jetzt die Mutter eines nach einem Arbeitsunfall im Rollstuhl sitzenden Mannes. Dieser Mann wird letztendlich für das Video über Sicherheit am Arbeitsplatz ausgewählt.
Der zweite Teil „Ovidiu (Rohmaterial)“ zeigt dann die Dreharbeiten für das Video. In einer vierzig Minuten langen statischen Einstellung, die nur den Verunglückten mit seiner Familie zeigt, zeigt Jude, wie die Geschichte des Mannes für die Aufnahme geändert wird. Denn einiges möchten die Auftraggeber für das Video so nicht hören. Sie sind nämlich auch für den Arbeitsunfall mitverantwortlich und prozessieren gerade über die Höhe der Entschädigung.
Mit 163 Minuten ist Radu Judes neuer Film, nach seinem Berlinale-Gewinner „Bad Luck Banging or Loony Porn“, länger als nötig. Er lässt Angela ewig durch das anscheinend riesige Bukarest fahren. Er lässt sie mehr Videos als nötig drehen. Der erste Teil von „Erwarte nicht zu viel vom Ende der Welt“ ist eine Situationsbeschreibung, die einfach auf alles einschlägt, was gerade in Rumänien und der Welt aktuell ist. Wie ein kleines Kind schlägt er wild um sich und versucht dabei möglichst viele Menschen zu verärgern, zu verstören und alle zu irritieren. Auf welcher Seite Jude bei seinem Rundumschlag steht, bleibt unklar. Er scheint alle seine Figuren zu verachten und genussvoll in die Pfanne zu hauen. So schleimt sich seine Protagonistin Angela, die gerne Regisseurin wäre, zuerst bei Uwe Boll ein, dreht ein Bobiță-Video mit ihm und sagt in der nächsten Szene zu einer Freundin, dass Boll ein Idiot sei. Da kann sich dann jeder heraussuchen, was ihm gefällt.
Der zweite Teil, in dem Video für mehr Arbeitssicherheit gedreht wird, und dabei auf jede Formulierung des Geschädigten geachtet wird, ist dann fokussierter.
Insgesamt hinterlässt Judes atemlose Mischung aus Schwarze Komödie und Satire einen zwiespältigen Eindruck.
Erwarte nicht zu viel vom Ende der Welt(Nu astepta prea mult de la sfârsitul lumii, Rumänien/Luxemburg/Frankreich/Kroatien 2023)
Regie: Radu Jude
Drehbuch: Radu Jude
mit Ilinca Manolache, Ovidiu Pîrsan, Nina Hoss, Dorina Lazar, László Miske, Uwe Boll
Mit Musik geht bei ‚Baby‘ nicht alles besser. Bei geht alles nur mit Musik. Zum Beispiel wenn er als Fluchtwagenfahrer einigen Gangstern bei der Flucht vor der Polizei hilft. Als er sich verliebt, will er aus dem Verbrecherleben aussteigen. Davor soll er noch bei dem berühmten letzten großen Überfall mitmachen.
Harter Gangsterthriller mit einer Portion Humor und so viel gut ausgewählter Musik, dass er sich mühelos zum Gangster-Musical qualifiziert. Und ich meine das lobend!
mit Ansel Elgort, Kevin Spacey, Lily James, Jon Hamm, Jamie Foxx, Eiza González, Jon Bernthal, Micah Howard, Morse Diggs, CJ Jones, Sky Ferreira, Lance Palmer, Flea, Lanny Joon, Big Boi, Killer Mike, Paul Williams, Jon Spencer, Walter Hill
Innerhalb eines Tages sollen Christian Alvart (Drehbuchautor, Regisseur, Produzent und Kameramann), Gizem Emre (Schauspielerin), Guido Reinhardt (Produzent) und Mira Thiel (Regisseurin) ein Manifest für den Umgang der Filmbranche mit Künstlicher Intelligenz erstellen. Einige Expert*innen, – Sven Bliedung von der Heide (Geschäftsführer eines Studios für volumetrische Erfassung), Thomas Kornmaier (Experte für KI-Storytelling), Dr. Oliver Scherenberg (Rechtsanwalt und Experte für Urheberrecht) und Prof. Dr. Sarah Spiekermann (Wirtschaftsinformatikerin und Expertin für digitale Ethik) -. geben mehr oder weniger erkenntnisfördernden Input. Collien Ulmen-Fernades gibt alle paar Minuten penetrant den Erklärbar, der auch immer wieder zusammenfasst, was gerade gesagt wurde. So füllt sich die Sendezeit, während es kaum neue Erkenntnisse gibt.
Am Ende des Tages hat die vierköpfige Selbsthilfegruppe kein Manifest, aber einige Stichworte, aus denen sie in den folgenden Tagen einen Text formulierte, der eine Grundlage für weitere Diskussionen sein soll (und den ich gerade im Internet nicht finde).
Um nicht falsch verstanden zu werden: Diese Diskussion ist wichtig und notwendig. Und eine gut recherchierte Reportage kann bei der Meinungsbildung helfen. „Das KI-Manifest“ ist nicht diese Reportage.
Prinzessin Diana besucht zu Weihnachten 1991, als ihre Ehe mit Charles bereits kriselt, den königlichen Landsitz in Norfolk, trifft die gesamte Königsfamilie und leidet unter dem routiniert gnadenlos durchgezogenem Protokoll.
TV-Premiere zu einer induskutablen Uhrzeit. Gandioses und grandios durchgeknalltes Biopic, das sich wenig für Fakten und noch weniger für Edelkitsch-Seligkeit interessiert, sondern das Leben am Hof als Horrorfilm, Unterabteilung Psychohorror, zeigt.
mit Kristen Stewart, Timothy Spall, Sally Hawkins, Kack Farthing, Sean Harris, Stella Gonet, Jack Nielen, Freddie Spry, Jack Farthing, Sean Harris, Stella Gonet, Richard Sammel, Elizabeth Berrington, Lore Stefanek, Amy Manson
Ein Comic und ein jetzt im Kino gestarteter Dokumentarfilm setzen quasi die Geschichte von Matteo Garrones seit Anfang April im Kino laufendem Spielfilm „Ich Capitano“ fort. Garrone erzählt, basierend auf Berichten von Flüchtlingen, die Geschichte von zwei Jungen, die sich aus Afrika auf den Weg nach Europa machen. Der Film endet in dem Moment, als sie in einem Schrottschiff gerade so die italienische Küste erreichen.
Andere Flüchtlinge haben weniger Glück. Sie ertrinken im Mittelmeer. Einige werden von Seenotrettern vor dem Ertrinken gerettet.
In seinem Dokumentarfilm „Einhundertvier“ zeigt Jonathan Schörnig die am 26. August 2019 erfolgte Rettung von 104 aus Afrika kommenden Flüchtlingen in Echtzeit. Am oberen Rand des Bildes steht die Uhrzeit. Darunter sind sechs Kacheln, die in zwei Reihen à drei Kacheln angeordnet sind. In ihnen werden Bilder von bis zu sechs, weitgehend fest montierten Kameras auf der Brücke der „Eleonore“ und dem Schnellboot der „Eleonore“ gezeigt. Sie geben ein umfassendes Bild von der Rettungsaktion aus der Sicht der Retter. Die Rettung ist ein Wettlauf mit der Zeit. Denn das Schlauchboot, auf dem Flüchtlinge sind, sinkt. Am Ende der Rettungsaktion nähert sich ein Schiff der libyschen Küstenwache bedrohlich der „Eleonore“, ihrem Schnellboot und dem Schlauchboot.
Diese insgesamt fast neunzig Minuten dauernde erfolgreiche Rettungsaktion verfolgt man, auch wenn das Ende bekannt ist, gespannt. Dabei zieht sich vieles endlos. So muss das Schnellboot immer wieder die Distanz zwischen der „Eleonore“ und dem Schlauchboot überwinden. Die Abläufe wiederholen sich. Immer wieder steigen die Flüchtlinge von einem Boot in ein anderes Boot in ein anderes Boot. Und es werden die immergleichen Anweisungen gegeben. Spätestens bei der dritten Fahrt, auf der einige der Männer aus dem Schlauchboot in dem Schnellboot mitgenommen werden, kann man die Anweisungen mitsagen.
Diese Dokumentation einer Rettung, die man in dieser Ausführlichkeit und Detailgenauigkeit noch nicht gesehen hat, ist nur ein kleiner Mosaikstein in der Diskussion über das Für und Wider der im Mittelmeer von Freiwilligen durchgeführten Seenotrettung, über das EU-Grenzregime und die Fluchtursachen.
Auch über die neunköpfige Crew der „Eleonore“ und die Flüchtlinge erfährt man nichts. Sie bleiben eine anonyme Masse. Denn Schörnig blendet den gesamten Kontext, in dem die Rettungsaktion stattfindet und notwenig ist, aus. Daran ändert auch der Epilog des Films nichts, der in wenigen Minuten zeigt, wie lange die Geretteten auf dem kleinen Schiff ausharren mussten, bis die „Eleonore“ nach mehreren Tagen endlich in Italien in einen Hafen fahren durften.
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Was nach ihrer Ankunft in Europa mit jugendlichen Flüchtlinge geschieht und wie sie sich fühlen, kann man in dem Comic „Allein in der Fremde“ nachlesen. Fabian Menor, Yrgane Ramon und JP Kalonji erzählen, jeder in einem eigenen Comic, der sich stilistisch von den anderen Comics unterscheidet, jeweils die Geschichte eines unbegleiteten jugendlichen Flüchtlings, der in der Schweiz in einer Asylunterkunft auf eine Entscheidung über sein weiteres Leben wartet. Bis dahin verbringen sie ihre Zeit in Wohnheimen oder auf der Straße. An beiden Orten sind sie den Schikanen des Sicherheitspersonals ausgesetzt.
Den auf wahren Geschichten beruhenden Comics gelingt es, die Perspektive zu wechseln. Aus Probleme verursachenden Asylbewerbern werden Jugendliche, die schlimmes erlebt haben und die Hilfe brauchen. Die Unterschiede zwischen der Schweiz und Deutschland sind dabei vernachlässigbar.
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Einhundertvier (Deutschland 2023)
Regie: Jonathan Schörnig
Drehbuch (Konzept): Adrian Then, Jonathan Schörnig
Columbo: Mord à la Carte (Murder under Glass, USA 1978)
Regie: Jonathan Demme
Drehbuch: Robert Van Scoyk
Gourmet-Kritiker Paul Gerard (Louis Jordan) bringt einen Restaurantbesitzer um. Er hat mit allem gerechnet. Nur nicht mit diesem Ermittler, der am Ende des Gesprächs noch eine Frage hat.
Die Folge erhielt 1979 den Edgar in der Kategorie „Best Episode in a TV Series“
Davor und danach zeigt Sat.1 Gold weitere Columbo-Krimis: um 18.55 Uhr „Alter schützt vor Morden nicht“ (1977), um 21.45 Uhr „Mord in eigener Regie“ (1978), um 23.35 Uhr wieder „Alter schützt vor Morden nicht“ und um 00.55 Uhr wieder „Mord à la Carte“
mit Peter Falk, Louis Jourdan, Shera Danese, Richard Dysart
Als „Typhoon Club“ 1985 seine Premiere beim Tokyo International Film Festival hatte, wurde er mit dem Hauptpreis, dem Tokyo Grand Prix, ausgezeichnet. Nach einer Umfrage von „Kinema Junpo“, Japans ältestem Filmmagazin, ist „Typhoon Club“ der zehntbeste japanische Film aller Zeiten. „Drive my Car“-Regisseur Ryusuke Hamaguchi wählte diesen Film 2023 für die Berlinale-Retrospektive „Coming of Age“ aus.
Und trotzdem sind Regisseur Shinji Somai und sein Film „Typhoon Club“ in Deutschland fast unbekannt. Der eine Grund könnte sein, dass Somai 2001 im Alter von 53 Jahren starb. Ein anderer, dass seine 13 vollendeten Filme, abseits von einigen wenigen Festivalvorführungen, nicht in unseren Kinos liefen. „Typhoon Club“ erlebte seine deutsche Premiere im Mai 1987 in der ARD als „Taifun Club“. Dabei sind die präzise kombinierten Bilder und die langsame Erzählweise des Films für das Kino gemacht.
Dorthin bringt Rapid Eye Movies den Film jetzt in seiner ersten regulären Kinoauswertung.
Somai erzählt fünf Tage aus dem Leben einiger pubertierender Jugendlicher, die die Oberstufe besuchen und für Prüfungen lernen müssen, und eines jungen Lehrers. Sie leben in Japan in der Provinz. Regelmäßige Abläufe, wie der tägliche Gang zur Schule, und das schwüle Sommerwetter bestimmen ihre Tage.
Am vierten Tag entlädt sich ein Taifun über dem Ort. Durch eine nicht weiter erwähnswerte Verkettung von Umständen bleiben einige Schüler, während der Taifun draußen tobt, in der Schule. Sie nutzen die Zeit für Körpererkundungen und zum Feiern und Tanzen.
Regisseur Somai zeigt das in meist starren und langen, ungeschnittenen Szenen. Oft nimmt er seine Schauspieler, wie Yasujirō Ozu, von leicht unten auf. Es gibt einige wenige, sehr durchdachte Kamerafahrten, die auch nur selten durch einen Schnitt unterbrochen werden. Das macht die enthemmten Tanzszenen, bevorzugt zu Reggae, mitreisend. Die Verfolgung und Vergewaltigung einer Schülerin durch einen Klassenkameraden verstörend. Noch verstörender ist, dass die Vergewaltigung danach nicht wieder angesprochen wird. Die Kamera beobachtet, wie die überwiegend jungen Schauspieler ihre Figuren mit Leben erfüllen. Die Interpretationen überlässt er dem Zuschauer.
Viel Story entwickelt sich aus diesem Ansatz nicht, aber viel Atmosphäre und ein neugierig-vorurteilsfreier Blick auf die für eine Nacht ohne Erwachsene eingesperrten Schüler.
Rapid Eye Movies bringt „Typhoon Club“ in der fantastisch aussehenden restaurierten 4K-Fassung in der Originalfassung mit deutschen Untertitel in die Kinos.
Drehbuch: George Miller, Brendan McCarthy, Nico Lathouris
Mad Max (Tom Hardy) flüchtet mit Imperator Furiosa (Charlize Theron) und einigen Frauen vor Immortan Joe (Hugh Keays-Byrne) durch die Wüste.
Action satt in einer zweistündigen Leistungsschau der Stuntmänner, der Kameraleute und der CGI-Leute. Im Gegensatz zu den meisten Kritikern war ich nicht so wahnsinnig begeistert von diesem vierten „Mad Max“-Film.
Es heißt, „Furiosa: A Mad Max Saga“ erzähle die Vorgeschichte zu dem vorherigen „Mad Max“-Film „Fury Road“ und der damals von Charlize Theron gespielten einarmigen Kriegerin Imperator Furiosa. In „Furiosa“ wird sie von Anya Taylor-Joy gespielt und das ist schon auf den ersten Blick verständlich. Denn dieses Mal steht eine deutlich jüngere Furiosa im Mittelpunkt des Films, der kein Biopic ist und die Vorgeschichte, verstanden als eine zusammenhängende Abfolge von Ereignisse, bestenfalls höchst kryptisch erzählt. „Furiosa“ ist, mit einem Zeitsprung von fünfzehn Jahren gegen Ende des Films, eine Zusammenstellung mehrerer kurzer Geschichten, von denen nur einige für ihre Entwicklung vom Kind zur Kriegerin mehr oder weniger wichtig sind.
Regisseur und „Mad Max“-Erfinder George Miller unterteilt seinen neuesten Film in fünf Kapitel, die ohne große Mühen als fünf ungefähr gleich lange Kurzfilme gesehen werden können. Nur die letzten beiden Kapitel sind etwas stärker miteinander verknüpft. Das Ergebnis ist eine zweieinhalbstündige Kompilation, in der eine Kämpferin, über die wir ziemlich wenig erfahren, im Mittelpunkt steht.
Die besseren Teile des Films konzentrieren sich auf die ohne lange Erklärungen verständliche Action. Ein Laster mit einer wertvollen Fracht wird angegriffen. Eine Ölraffinerie wird angegriffen. Furiosa greift ihre Peiniger an, flüchtet, tötet sie. Die Welt, in der diese Geschichten spielen, ist aus den vorherigen „Mad Max“-Filmen bekannt: es ist eine Wüstenlandschaft, in der sich Stämme und Clans bekämpfen. Es gilt das Recht des Stärkeren. Essen ist knapp. Noch knapper ist Benzin. Das wird trotzdem von den von ihren kostümierten Fahrern in Handarbeit umgestalteten Autos und Motorrädern in rauen Mengen verplempert.
Einige wichtige Handlungsorte, Figuren und Fahrzeuge sind bereits aus „Fury Road“ bekannt. Das war in den ersten drei „Mad Max“-Filmen mit Mel Gibson in der Titelrolle nicht so. Sie kümmern sich nicht weiter um so etwas wie Kontinuität. Da steht jeder Film für sich.
Der erste „Mad Max“-Film, der einfach „Mad Max“ heißt, spielt in einer dystopischen Zukunft, die sich kaum von der damaligen Realität unterscheidet. Erst in dem zweiten „Mad Max“-Film „Mad Max 2 – Der Vollstrecker“ entwirft George Miller eine postapokalyptische Welt, in der die Gesellschaft, wie wir sie kennen, zerstört ist Benzin ist Mangelware. Das einzige Gesetz, das akzeptiert wird, ist das Recht des Stärkeren. Ein darüber hinausgehendes World Building fand nicht statt. Für die Action, die geboten wurde, war es auch nicht nötig. et
In „Furiosa“ ist das etwas anders und gerade dieses World Building ist der Schwachpunkt des Films. Denn je mehr Miller versucht, die von ihm entworfene Welt zu erklären, umso unsinniger wird sie. Die wenigen Modernisierungen, die Miller am Filmanfang vornimmt, sind, weil es dann kein „Mad Max“-Film wäre, schnell vergessen. In diesen Minuten zeigt er Furiosa als Kind in ihrer Welt. Der Grüne Ort der vielen Mütter ist eine grüne Oase unbekannter Größe mit Windrädern und Solaranlagen. Die Menschen scheinen dort, jedenfalls soweit diese Welt gezeigt wird, friedlich zusammen zu leben. Als eine brutale Bikerbande aus dem Wasteland (aka Ödland aka Wüste) diese Welt betritt, entdecken sie Furiosa, entführen sie und der restliche Film spielt in der in den achtziger Jahren etablierten „Mad Max“-Welt, die für diesen Film recycelt wird. Die damalige Technik und die Ängste der siebziger und frühen achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts bestimmen das Bild. Computer gibt es noch nicht. Die Ölkrise, der Kalte Krieg, die Angst vor einem Atomkrieg und die katastrophalen Auswirkungen der Klimakrise und eine No-Future-Haltung bestimmten das Denken. Da war Mad Max der Mann der Stunde. Heute ist das alles ziemich anachronistisch.
Aber die Action in der Wüste ist schon ziemlich spektakulär und immer dann gut, wenn nichts erklärt wird. Das passiert ziemlich oft. Dass die rudimentären Plots bekannt sind, stört nicht weiter. Es geht, wie in einem Western vor allem um die Variation bekannter Versatzstücke. Nur dass dieses Mal eine Frau die Protagonistin ist. Sie kämpft gegen den Bösewicht Dementus (Chris Hemsworth), dessen Männer sie aus dem Paradies ihrer Kindheit entführten. Sie fährt mit „Mad Max“-Ersatz Praetorian Jack (Tom Burke) einen LKW durch die Wüste und kämpft gegen die Männer, die sie auf abenteuerlich umgebauten Motorrädern und anderen Fahrzeugen angreifen und dabei höchst fotogen sterben. Sie kämpfen in einer Ölraffinerie gegen eine Überzahl Angreifer und demolieren sie mit vereinten Kräften.
Und Max Rockatansky, besser bekannt als Mad Max, ist auch dabei. Gespielt wird er dieses Mal nicht von Mel Gibson oder Tom Hardy, sondern von Jacob Tomuri.
Furiosa: A Mad Max Saga(Furiosa: A Mad Max Saga, Australien/USA 2024)
Regie: George Miller
Drehbuch: George Miller, Nico Lathouris
mit Anya Taylor-Joy, Chris Hemsworth, Tom Burke, Alyla Browne, Lachy Hulme, Nathan Jones, Charlee Fraser, Elsa Pataky, Jacob Tomuri
Hänsel und Gretel: Hexenjäger(Hansel and Gretel: Witch Hunters, USA/Deutschland 2012)
Regie: Tommy Wirkola
Drehbuch: Tommy Wirkola
Hänsel und Gretel, inzwischen erwachsen, jagen Hexen und blutiger Schmodder fliegt durch den Raum.
Der herrlich abgedrehte Film ist ungefähr so tiefsinnig wie ein Kinderkarneval und macht, wenn man sich darauf einlässt, auch genausoviel Spaß. Außerdem gibt es mindestens eine wichtige Lebensweisheit: „Don’t eat the fucking Candy.“
Die Studentinnen Alex und Marie wollen sich auf dem Land bei Alex‘ Eltern auf eine Prüfung vorbereiten. Schon am ersten Abend massakriert ein Sadist Alex‘ Familie und entführt sie. Marie will sie retten.
TV-Premiere. „Spannender, visuell höchst drastischer Psychothriller mit Horrorelementen“ (Lexikon des internationalen Films), der in Deutschland keine Jugendfreigabe erhielt, in verschiedenen Fassungen erschien und bis März 2023 auf der Liste der jugendgefährdenden Medien stand. Danach erschien er ungeschnitten auf DVD – und könnte jetzt auch ungeschnitten im Fernsehen laufen.
Für den Franzosen Alexandre Aja war der ultrabrutale Horrorfilm, sein zweiter Spielfilm, der Durchbruch. In Hollywood drehte er die Horrorfilme „The Hills Have Eyes – Hügel der blutigen Augen“, „Mirrors“, „Piranha 3D“, „Horns“ (nach dem Roman von Joe Hill) und „Crawl“.
mit Cécile de France, Maïwenn, Philippe Nahon, Franck Khalfoun, Andrei Finti, Oana Pellea
Wiederholung: Samstag, 25. Mai, 01.40 Uhr (Taggenau!)
TV-Premiere. Spielfilmlanger Dokumentarfilm über Pädokriminelle und die Jagd nach ihnen. Für diese Doku recherchierte Laetitia Ohnona vier Jahre lang in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Nordamerika und den Philippinen bei den zuständigen Behörden, der Europäischen Kommission und Kinderschutzorganisationen.
Ein verborgenes Leben (A hidden life, Deutschland/USA 2019)
Regie: Terrence Malick
Drehbuch: Terrence Malick
TV-Premiere. Malicks meditatives Biopic über Franz Jägerstätter, einen in Oberösterreich lebenden tiefgläubigen Bauern, der 1939 den Treueeid auf Adolf Hitler und irgendeine Teilnahme am Krieg verweigert, ist sein bester und zugänglichster Film seit „Der schmale Grat“ (The thin red Line).
mit August Diehl, Valerie Pachner, Maria Simon, Karin Neuhäuser, Tobias Moretti, Ulrich Matthes, Matthias Schoenaerts, Franz Rogowski, Karl Markovics, Bruno Ganz, Michael Nyqvist, Martin Wuttke, Sophie Rois, Alexander Fehling, Joel Basman, Jürgen Prochnow
Francesca Archibugi verfilmte, prominent besetzt mit Pierfrancesco Favino als Marco Carrera und Bérénice Bejo, Laura Morante und Nanni Moretti in wichtigen Nebenrollen, Sandro Veronesis mit dem Premio Strega ausgezeichneten Roman „Der Kolibri“.
Sie erzählt Carreras Leben, wie Veronesi in seinem Roman, nicht chronologisch, sondern assoziativ zwischen den Zeiten springend. Dabei vermeidet sie alles, was einem eine Orientierung geben könnte. Das ist anfangs, wenn mit einem Kameraschwenk Jahrzehnte überbrückt werden, faszinierend. Später frustrierend. Es gibt keine Geschichte, keine Biographie, sondern nur nicht datierte Schnappschüsse aus dem Leben eines 1959 geborenen, zum Großbürgertum gehörenden Italieners, der eine glückliche Jugend erlebt, sich, und das markiert ungefähr den Anfang der nicht chronologisch erzählten Filmgeschichte, als Teenager verliebt, als Erwachsener eine andere Frau heiratet, von seiner Frau betrogen wird, seine Tochter bei einem Unfall verliert, erfolgreich als Augenarzt praktiziert, Abende mit Kartenspielen in mondänen Villen verbringt und als alter Mann im Kreis seiner großen, ihn liebenden Familie und seiner Freunde stirbt.
Carreras Leben wird erzählt als eine ab den frühen siebziger Jahren bis in die nahe Zukunft (Carrera stirbt in der Zukunft) erstreckende Abfolge von mehr oder weniger rätselhaften, nichtssagenden und gleichermaßen bedeutsamen Episoden ohne Anfang und Ende, ohne eine erkennbare Dramaturgie und mit vielen mehr oder weniger großen Auslassungen. Für den Zuschauer ergibt sich höchstens aus der Zahl der grauen Haare auf Carreras Kopf so etwas wie eine rudimentäre, mühsam zusammengepuzzelte Chronologie. Nichts wird konsequent zu Ende erzählt. Alles hängt offen für Interpretationen in der Luft. Am Ende ist nichts wichtig. Carreras Schicksalschläge berühren nicht. Auch weil höchstens erahnbar ist, wie sie Carrera berühren. So wird der Unfalltod seiner Tochter mehrmals als wichtiges Ereignis in Carreras Leben angedeutet, aber schon während ihres Todes gerät sie in Vergessenheit. Er sieht nicht ihre Leiche, es gibt keine Beerdigung, keine Gespräche mit Verwandten und Freunden über ihren Tod und auch keine Trauer. Sie verschwindet einfach, ohne eine Spur zu hinterlassen, aus dem Film. Oder er befreundet sich mit dem Mann, der ihm am Filmanfang von der Untreue seiner Frau erzählt. Wie und warum sie danach zu Freunden werden, bleibt der Fantasie das Zuschauers überlassen. Undsoweiterundsofort.
„Der Kolibri“ reiht nur zufällige Ereignisse in einer zufälligen Reihenfolge aneinander und überlässt es dem Zuschauer, darin den Sinn eines Lebens zu entdecken.
Da kann auch der gewohnt überzeugende Pierfrancesco Favino nichts retten.
Der Kolibri(Il colibrì, Italien/Frankreich 2022)
Regie: Francesca Archibugi
Drehbuch: Francesca Archibugi, Laura Paolucci, Francesco Piccolo
LV: Sandro Veronesi: Il colibrì, 2019 (Der Kolibri)
mit Pierfrancesco Favino, Nanni Moretti, Kasia Smutniak, Bérénice Bejo, Laura Morante, Sergio Albelli, Alessandro Tedeschi
Am 18. Mai 2024 verlieh das Syndikat, der Verein für deutschsprachige Kriminalliteratur, in Hannover auf der Criminale die diesjährigen Glauser-Preise (benannt nach Friedrich Glauser). Gewonnen haben:
Nach dem zweiten Weltkrieg kehrt Frank Athearn nach Montana zurück. Er will dort eine Farm betreiben, gerät in einen Konflikt mit einem Viehbaron, der das Land aufkaufen will, verbündet sich mit einer Rancherin, die ebenfalls um ihr Land kämpft, und eine Ölfirma will Öl fördern.
Schöner, melancholischer Spätwestern, der damals nicht gut aufgenommen wurde. Denn: „Sie erwarteten von Pakula neue Impulse für das Western-Genre. Doch viele der Überzeugungen, die die Figur von Jane Fonda auszeichnen und die Jane Fonda selbst damals vertrat, gehören zur Grundausstattung des Westerns: die Schlechtigkeit der Großgrundbesitzer, die Liebe zur Natur und die Nähe der Ölmanager zum Gaunertum. In einem Film der fest in der Jetztzeit angesiedelt ist, wären diese Motive revolutionär, aber im Western klingen sie abgedroschen.“ (Joe Hembus: Das Western-Lexikon)
Das Drehbuch erhielt 1979 den Spur Award der Western Writers of America.
Beginn eines fondastischen Abends. Danach, um 22.10 Uhr, zeigt Arte die Doku „Jane Fonda – Eine Rebellin in Hollywood“ und um 23.05 Uhr den SF-Klassiker „Barbarella“.
mit James Caan, Jane Fonda, Jason Robards, George Grizzard, Richard Farnsworth, Jim Davis, Mark Harmon, James Keach
LV: Michael Crichton: Jurassic Park, 1990 (DinoPark, Jurassic Park)
Milliardär John Hammond will einigen Wissenschaftlern vor der großen Eröffnung seinen neuen Vergnügungspark präsentieren. Auf einer Tropeninsel hat er ein Disneyworld mit echten Dinosauriern erschaffen. Dummerweise geht bei der Präsentation etwas schief und die Dinos beginnen die Menschen über die Insel zu jagen.
Unglaublich erfolgreiche Bestsellerverfilmung mit mehreren direkten Fortsetzungen. Sensationell waren damals die am Computer entstandenen Dinosaurier; wobei Spielberg sich auch auf bewährtes Trickhandwerk verließ.
Um 22.10 Uhr zeigt ZDFneo „Vergessene Welt: Jurassic Park“ (USA 1997) und um 00.05 Uhr „Jurassic Park 3“ (USA 2001).
mit Sam Neill, Laura Dern, Jeff Goldblum, Richard Attenborough, Bob Peck, Martin Ferrero, B. D. Wong, Samuel L. Jackson
Die zwölfjährige Bea muss in New York einige Tage bei ihrer Oma, die sie seit Ewigkeiten nicht gesehen hat, verbringen. Ihr Vater, ein immer gut gelaunter Spaßmacher, der sich seine kindliche Seite bewahrt hat, liegt dort im Krankenhaus. Der alleinerziehende Witwer wartet auf eine Operation, über die wir nichts genaues erfahren, weil seine Krankheit nicht im Zentrum der Filmgeschichte steht.
Bea wird in ihrem Kinderzimmer einquartiert. Zufällig entdeckt sie, dass in dem Apartment über ihrem Zimmer einige ungewöhnliche und seltsam aussehenden Wesen leben, die nur sie sehen kann. Diese Wesen, wie eine Schmetterlingsdame mit riesigen Augen, verschiedene Teddybären und ein riesiges, unförmiges Plüschwesen, waren früher „Imaginäre Freunde“ von Kindern. Als die Kinder älter wurden, haben sie ihre imaginären Freunde vergessen. Einige IFs leben zusammen mit Cal. Viele weitere IFs leben in einem Altersheim für IFs, das sie lieber gestern als heute verlassen würden. Für diese IFs sucht Cal Kinder, die sie als IFs akzeptieren. Das ist leichter gedacht als verwirklicht. Eine Freundschaft kann nämlich nur entstehen, wenn das Kind ein IF erkennt. Und Kinder können da sehr wählerisch sein.
Bea, die in New York keine Freunde hat, will Cal und den IFs helfen. Als die Suche nach neuen Freunden für die IFs erfolglos verläuft, schlägt sie vor, anstatt neue Freunde zu suchen, einfach wieder die alten Freunde zu besuchen und sie zu fragen, ob sie ihre Freundschaft zu ihrem imaginärem Freund erneuern wollen. Auch das ist leichter gesagt als getan.
Das Konzept eines Imaginären Freundes ist ohne große Erklärungen verständlich und ein Imaginärer Freund kann einem Kind bei seiner Entwicklung helfen. Es scheint sich dabei um eine Idee zu handeln, die in den USA verbreiteter als in Deutschland ist. Jedenfalls zuckten die Eltern, mit denen ich mich in den vergangenen Tagen und Wochen darüber unterhielt, hilflos mit den Schultern. Sie oder ihre Kinder hatten fast alle keine imaginären Freunde. Ob solche imaginären Freunde jetzt etwas gutes oder etwas schlechtes sind, mögen andere beurteilen.
Im Film „IF: Imaginäre Freunde“ sind sie jedenfalls gute, nette, wohlwollende, manchmal tapsige Gesellen und eine Verbindung zur Fantasie der Kindheit. Geschrieben und inszeniert wurde der Film von John Krasinski, der zuletzt Horror- und Science-Fiction-Fans mit seinen beiden „A Quiet Place“-Filmen begeisterte. Jetzt drehte er einen Film, der wohl eine Fantasy-Komödie für Kinder mit Disney-Touch sein soll und bei dem die Schauspieler mit animierten Figuren interagieren. Früher, beispielsweise in „Elliot, das Schmunzelmonster“ oder in „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“, agierten Schauspieler mit Zeichentrickfiguren. Heute agieren sie mit CGI-Figuren, die in diesem Fall auf den ersten Blick als Trickfiguren erkennbar sind. Das ist durchaus gut gemacht.
Aber ein Film besteht nicht nur aus bunten Bildern. Und schon sind wir bei den Problemen von „IF: Imaginäre Freunde“. Für eine Komödie gibt es zu wenig zu lachen. Auch schmunzeln fällt schwer. Es herrscht immer ein forcierter Humor. Er missachtet die Regeln die er aufstellt, nach Belieben. So sollen nur Bea, Cal und der Freund des IFs einen IF sehen können. So sind IFs imaginäre Wesen. Trotzdem gibt es immer wieder Szenen, die gegen diese Regeln verstoßen. Die Story ist während des Sehens nicht erkennbar. Es ist einfach unklar, worum es geht und warum es wichtig ist, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Es ist auch unklar, warum es wichtig ist einen IF zu haben; oder anders gesagt: was tut ein IF für seinen Freund? Die Schlußpointe erklärt dann einiges. Gleichzeitig hat sie ihre eigenen Probleme. Das erkennbare Thema des Films, der Verlust der Kindheit und die Aufforderung sich diese Kindheit zurückzuholen, richtet sich dann nicht an Kinder (die haben ihre IFs ja noch), sondern an Erwachsene; also an die Erwachsenen, die einen IF hatten und jetzt die Gefühle und Freundschaften ihrer Kindheit verdrängt haben.
„IF: Imaginäre Freunde“ ist ein Möchtegern-Disney-Film, dem die Magie und der Charme eines guten Disney-Films fehlt.
IF: Imaginäre Freunde (IF, USA 2024)
Regie: John Krasinski
Drehbuch: John Krasinski
mit Cailey Fleming, Ryan Reynolds, John Krasinski, Fiona Shaw, Liza Colón-Zayas, Alan Kim
(im Original den Stimmen von) Steve Carell, Phoebe Waller-Bridge, Louis Gossett Jr., Emily Blunt, Matt Damon, Maya Rudolph, Jon Stewart, Sam Rockwell, Sebastian Maniscalco, John Krasinski, Christopher Meloni, Richard Jenkins, Awkwafina, George Clooney, Keegan-Michael Key, Matthew Rhys, Bradley Cooper, Blake Lively, Amy Schumer, Brad Pitt
(in der deutschen Fassung den Stimmen von) Rick Kavanian, Christiane Paul, Lina Larissa Strahl, herrH