TV-Tipp für den 20. März: Barbara

März 19, 2024

Arte, 20.15

Barbara (Deutschland 2012)

Regie: Christian Petzold

Drehbuch: Christian Petzold, Harun Farocki

DDR, 1980: nachdem sie einen Ausreiseantrag gestellt hat, erhält die Charité-Ärztin Barbara Wolff ein Angebot, das sie nicht ablehnen kann: eine Stelle in einem Krankenhaus an der Ostseeküste. Dort plant sie ihre Flucht und fragt sich, wem sie vertrauen kann.

Gewohnt gelungener Film von Christian Petzold.

mit Nina Hoss, Ronald Zehrfeld, Rainer Bock, Christina Hecke, Claudia Geisler, Mark Waschke, Jannik Schümann (sein Kinodebüt)

Wiederholung: Donnerstag, 21. März, 14.10 Uhr

Hinweise

Filmportal über „Barbara“

Rotten Tomatoes über „Barbara“

Wikipedia über „Barbara“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Christian Petzolds „Phoenix“ (Deutschland 2014)

Meine Besprechung von Christian Petzolds „Transit“ (Deutschland/Frankreich 2018)

Meine Besprechung von Christian Petzolds „Undine“ (Deutschland/Frankreich 2020) und der DVD

Meine Besprechung von Christian Petzolds „Roter Himmel“ (Deutschland 2023)

Christian Petzold in der Kriminalakte


Cover der Woche

März 19, 2024


Lola!!! Die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2024

März 19, 2024

Heute wurden die Nominierungen für den diesjährigen Deutschen Filmpreis, Lola genannt, bekannt gegeben.

Die größte Änderung beim Deutschen Filmpreis ist das geänderte Wahlverfahren. In der Vergangenheit stimmten die 2200 Mitglieder der Deutschen Filmakademie über eine von einer Kommission getroffene Vorauswahl ab. Diese Auswahl sorgte immer wieder für Kritik. So gelangte 2023 Christian Petzolds mit dem Silbernen Bären ausgezeichnetes Drama „Roter Himmel“ noch nicht einmal in die Vorauswahl. Dieses Jahr stimmten die Mitglieder über alle eingereichten Filme ab. Alle Mitglieder konnten über die Nominierungen für den Besten Spielfilm und den Besten Kinderfilm abstimmen.

Das Ergebnis des neuen Verfahrens sieht so aus:

BESTER SPIELFILM

DER FUCHS (Regie & Buch: Adrian Goiginger)

DIE THEORIE VON ALLEM (Regie: Timm Kröger · Buch: Roderick Warich, Timm Kröger)

EIN GANZES LEBEN (Regie: Hans Steinbichler · Buch: Ulrich Limmer)

ELAHA (Regie: Milena Aboyan · Buch: Milena Aboyan, Constantin Hatz)

IM TOTEN WINKEL (Regie & Buch: Ayşe Polat)

STERBEN (Regie & Buch: Matthias Glasner) (Kinostart: 25. April, Besprechung zum Kinostart)

BESTER DOKUMENTARFILM

ANSELM (Regie: Wim Wenders)

SIEBEN WINTER IN TEHERAN (Regie: Steffi Niederzoll)

VERGISS MEYN NICHT (Regie: Fabiana Fragale, Kilian Kuhlendahl, Jens Mühlhoff)

BESTER KINDERFILM

CHECKER TOBI UND DIE REISE ZU DEN FLIEGENDEN FLÜSSEN (Regie & Buch: Johannes Honsell)

SIEGER SEIN (Regie & Buch: Soleen Yusef) (Kinostart: 11. April)

BESTE REGIE

Matthias Glasner · STERBEN

Timm Kröger · DIE THEORIE VON ALLEM

Ayşe Polat · IM TOTEN WINKEL

BESTES DREHBUCH

Matthias Glasner · STERBEN

Adrian Goiginger · DER FUCHS

Ayşe Polat · IM TOTEN WINKEL

BESTE WEIBLICHE HAUPTROLLE

Corinna Harfouch · STERBEN

Hannah Herzsprung · 15 JAHRE

Bayan Layla · ELAHA

BESTE WEIBLICHE NEBENROLLE

Adele Neuhauser · 15 JAHRE

Barbara Philipp · SPRICH MIT MIR

Marie-Lou Sellem · KNOCHEN UND NAMEN

BESTE MÄNNLICHE HAUPTROLLE

Lars Eidinger · STERBEN

Marc Hosemann · SOPHIA, DER TOD UND ICH

Simon Morzé · DER FUCHS

BESTE MÄNNLICHE NEBENROLLE

Hans-Uwe Bauer · STERBEN

Christian Friedel · 15 JAHRE

Robert Gwisdek · STERBEN

BESTE KAMERA/BILDGESTALTUNG

Yoshi Heimrath, Paul Sprinz · DER FUCHS

Lotta Kilian · LUISE

Roland Stuprich · DIE THEORIE VON ALLEM

BESTER SCHNITT

David J. Achilles · FALLING INTO PLACE

Heike Gnida · STERBEN

Nicole Kortlüke · SIEBEN WINTER IN TEHERAN

BESTES SZENENBILD

Heike Lange, Alexandra Pilhatsch · GIRL YOU KNOW IT’S TRUE

Albrecht Konrad, Ellen Somnitz, Ruth Barbara Wilbert · STELLA. EIN LEBEN

Jurek Kuttner, Marcel Beranek, Hanna Bowe, Bernadette Weinzierl · EIN GANZES LEBEN

Cosima Vellenzer, Anika Klatt · DIE THEORIE VON ALLEM

BESTES KOSTÜMBILD

Ingken Benesch · GIRL YOU KNOW IT’S TRUE

Tanja Hausner · DIE HERRLICHKEIT DES LEBENS

Thomas Oláh · STELLA. EIN LEBEN

BESTES MASKENBILD

Kerstin Gaecklein, Heiko Schmidt, Lisa Becker ∙ STELLA. EIN LEBEN

Helene Lang · EIN GANZES LEBEN

Alisza Pfeifer, Christina Baier · GIRL YOU KNOW IT’S TRUE

BESTE FILMMUSIK

Lorenz Dangel · STERBEN

John Gürtler, Jan Miserre featuring Saba Alizadeh · LEERE NETZE

Diego Ramos Rodríguez · DIE THEORIE VON ALLEM

BESTE TONGESTALTUNG

Bahman Ardalan, Ansgar Frerich, Florian Beck · LEERE NETZE

Michael Schlömer, Corinna Fleig, Tobias Fleig · THE DIVE

Max Vornehm, Christof Ebhardt, Christian Bischoff · EIN GANZES LEBEN

BESTE VISUELLE EFFEKTE

Manfred Büttner · DER FUCHS

Marco Del Bianco, Benedict Neuenfels · STELLA. EIN LEBEN

Kariem Saleh, Adrian Meyer · DIE THEORIE VON ALLEM

Juri Stanossek, Apollonia Hartmann, Jan Burda · GIRL YOU KNOW IT’S TRUE

EHRENPREIS DES DEUTSCHEN FILMPREISES

Hanna Schygulla

Bis zum 30. April stimmen die Mitglieder nun darüber ab, wer am 3. Mai 2024 in den einzelnen Kategorien die Lolas erhält. Dem Grundsatz „online first“ folgend, wird die Preisverleihung ab 19.30 Uhr in der ARD Mediathek gestreamt und um 22.20 Uhr im Fernsehen gezeigt.

Wahrscheinlich macht Matthias Glasners Dreistundenepos „Sterben“ den Oppenheimer und sackt die meisten Preise ein. Beim Dokumentarfilmpreis bin ich unentschlossen zwischen „Anselm“ (wegen der Kamera) und „Vergiss Meyn nicht“ (wegen der zeitgeschichtlichen Relevanz). Und beide Kinderfilme sollen gut sein.


TV-Tipp für den 19. März: Gekaufte Politik? Europa in der Korruptionskrise

März 18, 2024

Arte, 20.15

Gekaufte Politik? Europa in der Korruptionskrise (Deutschland 2023)

Regie: Helmar Büchel

Drehbuch: Helmar Büchel

Spielfilmlange Doku über Korruption in der Europäischen Union. Im Mittelpunkt steht dabei die Rekonstruktion des Katar-Korruptionsskandals von 2022, auch bekannt als „Katargate“. Es geht um den Verdacht, dass Abgeordnete und Beamte sich von den Regierungen von Katar, Marokko und Mauretanien bestechen ließen.

Dokumentarisch und ohne Pausen geht es weiter. Um 21.55 Uhr gibt es die Doku „Bittere Früchte – Ausbeutung in der Landwirtschaft“ (Deutschland 2023) und um 23.25 Uhr „Die Unsichtbaren“ (Tschechien/Frankreich 2023; über osteuropäische Billigarbeitskräfte). Alle drei Dokumentarfilme werden zum ersten Mal im Fernsehen gezeigt.

Hinweise

Arte über die Doku (nach der Ausstrahlung in der Mediathek)

Wikipedia über den Katar-Korruptionsskandal im Europäischen Parlament


Impressionen aus Berlin

März 18, 2024

Zwischen „Ghostbusters: Frozen Empire“ angucken und Leipziger-Buchmesse-Vorbereitungen. Wenn alles klappt, gibt es nach der Messe einige Interviews.


TV-Tipp für den 18. März: I killed my Mother

März 17, 2024

One, 22.10

I killed my Mother (J’ai tué ma Mère, Kanada 2009)

Regie: Xavier Dolan

Drehbuch: Xavier Dolan

Xavier Dolans semi-autobiographisches, mitreißendes Debüt über die schwierige Beziehung eines 17-jährigen zu seiner Mutter. Von der Kritik abgefeiert und der Beginn einer erstaunlichen Karriere.

Davor, um 20.15 Uhr zeigt One Dolans zweiten Spielfilm ‚“Herzensbrecher“, um 21.50 Uhr die Kurzdoku „Xavier Dolan – Wunderkind oder Enfant terrible“ und, als Wiederholung, um 23.45 Uhr „Matthias & Maxime“. Ein wahrlich dolanesker Abend

mit Xavier Dolan, Anne Dorval, François Arnaud, Suzanne Clément, Patricia Tulasne

Wiederholung: Samstag, 23. März, 00.05 Uhr (Taggenau! – nach „Herzensbrecher“ um 22.30 Uhr)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „I killed my Mother“

Wikipedia über „I killed my Mother“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Xavier Dolans „Laurence Anyways“ (Laurence Anyways, Kanada/Frankreich 2012)

Meine Besprechung von Xavier Dolans „Sag nicht, wer du bist!“ (Tom à la ferme/Tom at the Farm, Kanada/Frankreich 2013)

Meine Besprechung von Xavier Dolans „Mommy“ (Mommy, Kanada/Frankreich 2014)

Meine Besprechung von Xavier Dolans „Matthias & Maxime“ (Matthias et Maxime, Kanada 2019)


TV-Tipp für den 17. März: Mommy

März 16, 2024

One, 23.15

Mommy (Mommy, Kanada/Frankreich 2014)

Regie: Xavier Dolan

Drehbuch: Xavier Dolan

Xavier Dolans bester Film (laut Rotten-Tomatoes-Tomatometer): die Geschichte einer alleinerziehenden Mutter und ihrer Beziehung zu ihrem anstrengendem Sohn, der seine Mutter über alles liebt.

Grandioses Kino.

Mehr in meiner ausführlichen Jubelarie.

mit Anne Dorval, Antoine Olivier Pilon, Suzanne Clément, Alexandre Goyette, Patrick Huard

Hinweise

Moviepilot über „Mommy“

Metacritic über „Mommy“

Rotten Tomatoes über „Mommy“

Wikipedia über „Mommy“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Xavier Dolans „Laurence Anyways“ (Laurence Anyways, Kanada/Frankreich 2012)

Meine Besprechung von Xavier Dolans „Sag nicht, wer du bist!“ (Tom à la ferme/Tom at the Farm, Kanada/Frankreich 2013)

Meine Besprechung von Xavier Dolans „Mommy“ (Mommy, Kanada/Frankreich 2014)

Meine Besprechung von Xavier Dolans „Matthias & Maxime“ (Matthias et Maxime, Kanada 2019)


TV-Tipp für den 16. März: Matthias & Maxime

März 15, 2024

One, 20.15

Matthias & Maxime (Matthias & Maxime, Kanada 2019)

Regie: Xavier Dolan

Drehbuch: Xavier Dolan

Wenige Tage vor einem zweijährigen Aufenthalt in Australien küsst Maxime, während einer Party mit seinen langjährigen Freunden, aufgrund einer Wette, für einen Studentenfilm seinen Sandkastenfreund Matthias. Daraus ergeben sich einige Gefühlskonfusionen, die ihre Beziehung auf die Probe stellen.

In seinem achten Film bewegt Xavier Dolan (der auch Maxime spielt) sich auf vertrautem Terrain. Aber dieses Mal ist alles ruhiger, normaler und weniger hysterisch als in seinen vorherigen Filmen.

Am 20. März feiert Xavier Dolan seinen 35. Geburtstag. Für One ist das der willkommene Anlass für eine kleine Werkschau. Anschließend, ab 22.05 Uhr zeigt One als TV-Premiere Dolans Miniserie „Die Nacht, als Laurier erwachte“. Am Sonntag, den 17. März, um 23.15 Uhr „Mommy“. Am Montag, den 18. März, um 20.15 Uhr „Herzensbrecher“, um 21.50 Uhr das Kurzporträt „Xavier Dolan – Wunderkind oder Enfant Terrible“ und um 22.10 Uhr sein Regiedebüt „I killed my Mother“.

Mit Xavier Dolan, Gabriel D’Almeida Freitas, Anne Dorval, Harris Dickinson, Catherine Brunet

Wiederholung: Montag, 18. März, 23.45 Uhr

Hinweise

Moviepilot über „Matthias & Maxime“

Metacritic über „Matthias & Maxime“

Rotten Tomatoes über „Matthias & Maxime“

Wikipedia über „Matthias & Maxime“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Xavier Dolans „Laurence Anyways“ (Laurence Anyways, Kanada/Frankreich 2012)

Meine Besprechung von Xavier Dolans „Sag nicht, wer du bist!“ (Tom à la ferme/Tom at the Farm, Kanada/Frankreich 2013)

Meine Besprechung von Xavier Dolans „Mommy“ (Mommy, Kanada/Frankreich 2014)

Meine Besprechung von Xavier Dolans „Matthias & Maxime“ (Matthias et Maxime, Kanada 2019)


Neu im Kino/Filmkritik: „Rückkehr nach Korsika“ mit pubertierenden Töchtern

März 15, 2024

Vor fünfzehn Jahren verließ Khédidja Korsika. Jetzt kehrt sie für einige Wochen, als Kindermädchen eines vermögenden Pariser Ehepaares, zurück. Begleitet wird sie von ihren beiden Töchtern: der achtzehnjährigen Jessica und der fünfzehnjährigen Farah. Während Khédidja arbeitet, erkunden Jessica und Farah die Insel. Dabei verliebt Jessica sich in Gaïa, die Tochter von Khédidjas Arbeitgebern. Farah stürzt sich dagegen von einer schwierigen Situation in die nächste. Sie legt sich mit einigen Halbstarken an, klaut deren Gras und verkauft es. Sie wird von den Besitzern der Drogen erwischt und verbringt einige Zeit mit Orso, deren Anführer.

In ihrem neuen Film pendelt Catherine Corsini zwischen den drei Frauen und ihren Erlebnissen auf der Mittelmeerinsel. Dabei interessiert sie sich, entgegen des Filmtitels „Rückkehr nach Korsika“ (Le retour), mehr für Jessica und Farah als für deren Mutter Khédidja. Die einzelnen Szenen sind gut beobachtet, auch intensiv gespielt, aber insgesamt plätschert „Rückkehr nach Korsika“ zwischen den einzelnen Geschichten und Ferienepisoden unentschlossen hin und her, ohne dass sich eine wirklich übergreifende Geschichte oder Dramaturgie zwischen den Geschichten, die sie in Haupt- und Nebengeschichten trennen würde, herauskristallisiert. Alles ist ungefähr gleichberechtigt. Vieles wird angesprochen, wenig wird konsequent vertieft. Sogar die viel Filmzeit einnehmenden Liebesgeschichten bleiben eher an der Oberfläche. So haben wir Jessicas Geschichte, die sich in eine Gleichaltrige verliebt und deren Liebe von ihren Eltern umstandslos akzeptiert wird. Gaïas Eltern wollen Jessica, die studieren möchte, sogar mit einer Mietwohnung in Paris unterstützen. Jessica besucht, zusammen mit Gaïa das Haus ihrer Mutter und erlebt eine Überraschung. Daneben erzählt Corsini die Geschichte von Jessicas renitenter Schwester, die sich immer wieder in Schwierigkeiten bringt, Drogen nimmt und natürlich zu viel Zeit mit dem falschen Jungen, einem einheimischen, halbstarken Kleingangster, verbringt. In diesen beiden Handlungssträngen erzählt Corsini auch sehr freizügig von den sexuellen Erlebnissen der beiden Teenagerinnen. Und wir haben die Geschichte von deren Mutter Khédidja. Nach ihrer Abreise aus Korsika brach sie alle Verbindungen zur Insel ab. Jetzt trifft sie wieder einen alten Bekannten und Freund ihres damals verstorbenen Mannes und Vater ihrer Kinder. Sie verbringt einige Zeit mit ihm. Das führt dazu, dass sie sich mit ihrer Vergangenheit, ihrem Leben auf Korsika, auseinandersetzen muss. In einem gewissen Rahmen geht es dabei immer um die Zugehörigkeit zu Gruppen und dem Gefühl, nicht dazu zu gehören. Aber nichts davon hat mehr Folgen oder Bedeutung als ein Urlaubsplausch, der mit der Abreise von dem Urlaubsort endet.

Das hat nie die Qualität von „La belle saison – Eine Sommerliebe“ (La belle saison, Frankreich/Belgien 2015) und „In den besten Händen“ (La Fracture, Frankreich 2021), ihren beiden vorherigen Filmen.

Rückkehr nach Korsika (Le retour, Frankreich 2023)

Regie: Catherine Corsini

Drehbuch: Naïla Guiguet, Catherine Corsini

mit Aïssatou Diallo Sagna, Suzy Bemba, Esther Gohourou, Lomane de Dietrich, Cédric Appietto, Harold Orsoni, Marie-Ange Geronimi, Virginie Ledoyen, Denis Podalydès

Länge: 107 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Rückkehr nach Korsika“

AlloCiné über „Rückkehr nach Korsika“

Metacritic über „Rückkehr nach Korsika“

Rotten Tomatoes über „Rückkehr nach Korsika“

Wikipedia über „Rückkehr nach Korsika“ (deutsch, englisch, französisch)

Meine Besprechung von Catherine Orsinis „La belle saison – Eine Sommerliebe“ (La belle saison, Frankreich/Belgien 2015) und der Blu-ray

Meine Besprechung von Catherine Corsinis „In den besten Händen“ (La Fracture, Frankreich 2021)


TV-Tipp für den 15. März: Der beste Film aller Zeiten

März 14, 2024

Bayern, 22.50

Der beste Film aller Zeiten (Competencia oficial, Spanien/Argentinien 2021)

Regie: Gastón Duprat, Mariano Cohn

Drehbuch: Andres Duprat, Gastón Duprat (Co-Autor), Mariano Cohn (Co-Autor)

Ein Konzernchef möchte der Welt etwas Bleibendes hinterlassen. Nämlich den besten Film aller Zeiten. Er kauft die Rechte an dem Roman eines Nobelpreisträgers, engagiert eine bei der Kritik beliebte Regisseurin und zwei Stars. Was kann da schiefgehen?

TV-Premiere. Köstliche Farce über Künstler, ihre aufgeblasenen und zerbrechlichen Egos und den Dreharbeiten für ein Meisterwerk, das alle Filmpreise erhalten wird. Wenn es denn jemals fertig gestellt wird..

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Penélope Cruz, Antonio Banderas, Oscar Martinez, Jose Luis Gómez, Manolo Solo, Nagore Aramburu, Irene Escolar

Hinweise

Moviepilot über “Der beste Film aller Zeiten”

Metacritic über “Der beste Film aller Zeiten”

Rotten Tomatoes über “Der beste Film aller Zeiten”

Wikipedia über “Der beste Film aller Zeiten” (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Gastón Duprat/Mariano Cohns „Der beste Film aller Zeiten“ (Competencia oficial, Spanien/Argentinien 2021)


Neu im Kino/Filmkritik: „Miller’s Girl“ macht den Lehrer zum Idioten

März 14, 2024

Was für ein Idiot denkt der geneigte Zuschauer. Denn auch wenn Jonathan Miller (Martin Freeman), verheirateter Lehrer an einer Schule im ländlichen Tennessee, als verkopfter Literaturprofessor keine Filme kennen würde und er nur „Lolita“ als Studie über die verhängnisvolle Beziehung eines älteren Mannes zu einer deutliche jüngeren Frau gelesen hätte, wüsste er, in welchem politischen Klima er in den heutigen USA unterrichtet und welche Dienstanweisungen er unterschrieben hat. Und da steht drin: keine Beziehung zu Schülern. Kein Kontakt zu ihnen außerhalb der Schule. Und sich mit ihnen unter keinen Umständen an einem Ort treffen, an dem es keine Zeugen gibt. Wenn also seine überaus begabte Schülerin Cairo Sweet (Jenny Ortega), die allein in der riesigen Villa ihrer sich ständig auf Reisen befindenden Eltern lebt, ihre Reize spielen lässt, dann gibt es für einen Lehrer nur eine Handlungsoption: Weg! Auf dem schnellsten und kürzesten Weg.

Weil das für einen Film natürlich keine Option ist – dann wäre „Miller’s Girl“ noch vor dem Vorspann um -, beginnen sie eine Beziehung, die letztendlich für ihn problematischer als für sie ist. Mehr soll hier nicht verraten werden; wobei die größte Überraschung in Jade Halley Bartletts Regiedebüt ist, dass ihr Erotik-Thriller harmloser und züchtiger als andere Erotik-Thriller, vor allem natürlich die Erotik-Thriller der neunziger Jahre, ist.

In „Miller’s Girl“ gibt es Anspielungen, die zeigen, dass Drehbuchautorin und Regisseurin Bartlett das Subgenre des Erotik-Thrillers kennt und sie es in raren Momenten auch parodiert. Wegen der zahlreichen Anspielungen und Zitate, die leicht zu entschlüsseln sind, ist „Miller’s Girl“ ein Meta-Erotik-Thriller, der als Versuchsanordnung zum Verhältnis zwischen Literatur und realem Leben gelesen werden kann. In dieser Versuchsanordnung ist auch unklar, wer hier wen warum verführt. Ein guter Thriller ist es nicht. Dafür ist alles zu spannungsfrei, zu künstlich und, letztendlich, zu unglaubwürdig.

Das liegt auch an Szenen von atemberaubender Dümmlichkeit. So ist Miller einverstanden, dass Cairo eine Literaturarbeit im Stil von Henry Miller schreibt. Als sie ihr Henry-Miller-Stück abliefert, ist er entsetzt über den pornographischen Inhalt des Textes. In dem Moment fragte ich mich, was er denn erwartet hat. Eine züchtige, jugendfreie, keine anstößigen Inhalte enthaltende Version einer Henry-Miller-Geschichte?

Und das beschreibt „Miller’s Girl“ ziemlich treffend: ein mit Jenny Ortega und Martin Freeman in den Hauptrollen prominent besetzter, von seiner intellektuellen Brillanz überzeugter Meta-Erotik-Thriller ohne Erotik und Thrill, mit etwas Südstaaten-Schwüle.

Miller’s Girl (Miller’s Girl, USA 2024)

Regie: Jade Halley Bartlett

Drehbuch: Jade Halley Bartlett

mit Martin Freeman, Jenna Ortega, Bashir Salahuddin, Gideon Adlon, Dagmara Dominczyk, Christine Adams, Augustine Hargrave, Elyssa Samsel

Länge: 94 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Moviepilot über „Miller’s Girl“

Metacritic über „Miller’s Girl“

Rotten Tomatoes über „Miller’s Girl“

Wikipedia über „Miller’s Girl“ (deutsch, englisch)


Neu im Kino/Filmkritik: Etwas Popgeschichte: „Squaring the Circle – The Story of Hipgnosis“ und ihrer legendären Arbeiten

März 14, 2024

Hip – – – what?

Gut, Hipgnosis ist kein ‚englisches‘ Wort, das einem einfach über die Lippen geht und die meisten Menschen werden wahrscheinlich noch nie etwas von Hipgnosis gehört haben. Aber sie kennen deren Bilder. Denn Aubrey ‚Po‘ Powell und Storm Thorgerson, die Gründer von Hipgnosis, einem aus „hip“ und „gnostic“ zusammengesetztem Kunstwort, erschufen zwischen 1968 und den frühen achtziger Jahren, vor dem Siegeszug der CD, zahlreiche legendäre Schallplattencover. Als Richtschnur kann gelten, dass wenn du dich an ein LP-Cover aus den Siebzigern erinnerst, es sehr wahrscheinlich von Hipgnosis ist. Besonders lange und produktiv war, beginnend mit „A Saucerful of Secrets“, ihre Zusammenarbiet mit Pink Floyd. Es folgten für die Band die Covers für deren nächsten LPs. Für „Atom Heart Mother“ fotografierten sie eine Kuh auf einer Wiese. Keiner weiß, was die Kuh bedeuten soll, aber noch heute ist das Cover bekannt. Noch bekannter sind die nächsten beiden für Pink Floyd gestalteten Covers, nämlich das in seiner Einfachheit legendäre Cover für „The Dark Side of the Moon“ auf dem ein Prisma einen weißen Lichtstrahl in seine Spektralfarben bricht und, für „Wish you where here“, das Foto eines brennenden Mannes im Anzug, der einem anderen Mann die Hand gibt. Und, ja, der Mann stand in Flammen, er wurde mehrmals, bis der Wind die Flammen in die richtige Richtung bewegte, angesteckt und er verbrannte sich dabei. Für „Animals“ ließen sie in London zwischen den Schornsteinen eines Kohlekraftwerks ein riesiges aufgeblasenes Schwein aufsteigen.

Die Story, wie dieses Cover letztendlich entstand, ist, auch wenn sie in Fankreisen bekannt ist, zu gut, um sie hier zu verraten. Das geschieht in Anton Corbijn gelungen zwischen SW und, für die Plattencover, Farbe wechselndem Dokumentarfilm „Squaring the Circle – The Story of Hipgnosis“. Wegen den im Film gezeigten, von Hipgnosis gestalteten LP-Covern sollte er unbedingt im Kino gesehen werden. Schon ein LP-Cover ist mit 31,5 cm x 31.5 cm groß. Ein Klappcover ist noch größer, aber auch die kleinste Kinoleinwand ist noch größer und in diesem Fall ist Größe ein wichtiger Faktor. Formal setzt Corbijn auf die aus unzähligen anderen Dokumentarfilmen bewährte Mischung aus historischen Aufnahmen und neuen Interviews. Chronologisch erzählt er die Geschichte der Grafikdesign-Agentur und wie einige ihrer legendären Covers entstanden sind, nach. Durch den Nebel von teils widersprüchlichen Erinnerungen entsteht so auch ein Bild des Exzesses, der damals im Musikbusiness möglich war, und der zu den teilweise extrem kostspieligen Covers von Hipgnosis führte.

Corbijns erster Dokumentarfilm, nach mehreren Spielfilmen und einer langen und erfolgreichen Karriere als Fotograf von Künstlern, vor allem Musiker, und Regisseur von Musikvideos, ist eine süffige Mischung aus Anekdoten, unterlegt von einer fast schon dauerpräsenten pink-floydschen Gitarre und Bildern von Schallplattencovern, bei denen die Grafikdesigner und die Musiker sie als eigenständige Kunstwerke verstanden wissen wollten.

Squaring the Circle – The Story of Hignosis“ ist das filmische Äquivalent zu einem Gang durch eine gut kuratierte, ästhetisch ansprechend gestaltete Ausstellung, die kurzweilig und gelungen Musik- und Designgeschichte vermittelt und einen in eine Zeit zurückversetzt, als ein LP-Cover als eigenständiges Kunstwerk betrachtet werden konnte. Manchmal war das Cover gelungener als die Musik.

Squaring the Circle – The Story of Hipgnosis (Squaring the Circle – The Story of Hipgnosis, Großbritannien 2022)

Regie: Anton Corbijn

Drehbuch: Trish D Chetty

mit Aubrey „Po“ Powell, Paul McCartney, Jimmy Page, Robert Plant, David Gilmour, Nick Mason, Roger Waters, Noel Gallagher, Glen Metlock, Graham Gouldman, Peter Gabriel, Peter Saville, George Hardie, Humphrey Ocean, Roger Dean, Jill Furmanovsky, Andrew Ellis, Richard Evans, David Gale, Alex Henderson, Jenny Lesmoir-Gordon, Richard Manning, Merck Mercuriadis, Carinthia West

Länge: 106 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

und der Musik von (selbstverständlich wird nicht jedes Lied ausgespielt und die Pink-Floydsche Gitarre dominiert den Film, aber die unten stehenden Bands und Musiker geben einen Eindruck von den gezeigten LP-Covern)

Pink Floyd (Shine On You Crazy Diamond, Interstellar Overdrive, Wish You Were Here, Let There Be More Light, Set The Controls For The Heart Of The Sun, A Saucerful Of Secrets, Pow R. Toc H., Atom Heart Mother Suite, Money, Breathe, Time, Shine On You Crazy Diamond Prts 1-5, Exposure, Dogs, Pigs)

Led Zeppelin (The Ocean, No Quarter, The Ocean Live MSG 1973, Nobody’s Fault But Mine, Black Dog)

Wings (Band on the Run, You Gave Me the Answer, My Carnival Live, Letting Go)

10CC (I’m not in Love, Honeymoon with B Troop, The Things We Do For Love, Art For Art’s Sake)

The Nice (Elegy, Hang On To A Dream)

Peter Gabriel (Down The Dolce Vita)

Depeche Mode (I Just Can’t Get Enough)

Throbbing Cristle (Hamburger Lady)

John Coltrane (I’m A Dreamer, Aren’t We All)

Syd Barrett (Baby Lemonade)

Chico Hamilton (Repulsion)

Soft Machine (Hope for Happiness)

Christopher Gunning (Black Magic Theme)

Berliner Philharmoniker (The Blue Danube)

Royal Conertgebouw Orchestra (Also Sprach Zarathustra!)

Hinweise

Moviepilot über „Squaring the Circle – The Story of Hipgnosis“

Metacritic über „Squaring the Circle – The Story of Hipgnosis“

Rotten Tomatoes über „Squaring the Circle – The Story of Hipgnosis“

Wikipedia über Hipgnosis (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Anton Corbijns John-le-Carré-Verfilmung „A most wanted man“ (A most wanted man, Deutschland/Großbritannien 2014) (DVD-Kritik)

Meine Besprechung von Anton Corbiijns „Life“ (Life, Kanada/Deutschland/Österreich 2015)


Neu im Kino/Filmkritik: Wenn der „Imaginary“ Freund ein böser Teddybär ist

März 14, 2024

Der neueste Streich aus dem Haus Blumhouse ist ein weiterer Horrorfilm, der, dank seines geringen Budgets, sein Geld einspielen und der konstant unter seinen Möglichkeiten bleibt. Dabei sieht die Traumwelt, das Niemals-Jemals, als blaugefärbtes Escher-Labyrinth mit unnatürlichen Bewohnern gut aus und ist, jenseits von Raum, Zeit und Logik, gut für einige überraschende Momente und Bilder. Diese sind vor allem im letzten Drittel des Films. In den ersten Minuten des Films gibt es auch einige Bilder aus dem Niemals-Jemals, die furchteinflößender sind, als alles, was in den folgenden neunzig Minuten passiert.

Zusammen mit ihrem neuen Ehemann, dem tourenden Musiker Max, und den beiden Stieftöchtern, der sechzehhnjährigen Taylor und ihrer jüngeren Schwester Alice zieht die Illustratorin und Kinderbuchautorin Jessica in ihr altes Vorstadt-Elternhaus. Während Jessica für ihr neues Buch Spinnenwesen zeichnet, versucht sie die Vorbehalte, die Taylor und Alice gegen sie haben, zu überwinden. Sie will eine gute Mutter für Max‘ Kinder sein.

Im Keller entdeckt Alice hinter einem Schrank und einer Tür, die einen in schönster Horrorfilm-Tradition anschreit „Nicht öffnen!“, einen Teddy. Sie nennt ihn Chauncey und macht ihn zu ihrem ständigen Begleiter. Der Teddy ist, wie der Titel „Imaginary“ andeutet, ein Imaginärer Freund. Das scheint es bei Kindern öfter zu geben. Auch wenn ich und die Kollegen, mit denen ich mich nach der Pressevorführung über den Film unterhielt, früher keinen Imaginären Freund hatten und niemand Kinder kannte, die einen solchen Imaginären Freund haben oder hatten.

Jedenfalls hat Alice jetzt so einen imaginären Freund, der zunehmend besitzergreifend, bedrohlich und gefährlich wird. Für Alice ist er ein realer Feind, den sie für einen Freund hält. Jessica versucht das Schlimmste zu verhindern – und jetzt kommt einer dieser abgeschmackten Sätze, der das Niveau des Films ziemlich genau beschreibt – um Alice zu retten, muss Jessica sich ihren Ängsten und ihrer Vergangenheit stellen. Denn Chauncey war auch ihr Imaginärer Freund/Feind.

Imaginary“ ist auch für den geneigten, jeden Schund akzeptierenden Horrorfilmfan Graubrot. Eine dämonische Puppe und aus der Vergangenheit zurückkehrende böse Geister sind nichts neues im Genre und die meisten Filme mit besessenen Puppen, die in den letzten Jahren im Kino liefen, waren nicht besonders gut. Das gilt auch für „Imaginary“. Die Story recycled vertraute Figuren und Handlungselemente aus älteren Filmen. Die Handlung beschränkt sich budgetschonend weitgehend auf einen Schauplatz und eine Niemals-Jemals-Fantasiewelt, die aus im Studio errichteten alptraumhaften Wänden und Türen besteht. Der Cast besteht aus einer vierköpfigen Familie und einige kurzen Gastauftritten. Die Größe des Casts gibt dem Horrorfilmfan dann auch schon einen Hinweis auf die Zahl der Toten. Es werden nicht viele sein, die einen schrecklichen Horrorfilmtod erleiden könnten.

Immerhin ist „Imaginary“, dank des Verzichts auf eine wackelige Wackelkamera, professionell gefilmt.

Imaginary (Imaginary, USA 2024)

Regie: Jeff Wadlow

Drehbuch: Greg Erb, Jason Oremland, Jeff Wadlow

mit DeWanda Wise, Tom Payne, Taegen Burns, Pyper Braun, Veronica Falcon, Betty Buckley

Länge: 105 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Imaginary“

Metacritic über „Imaginary“

Rotten Tomatoes über „Imaginary“

Wikipedia über „Imaginary“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Jeff Wadlows Mark-Millar-Verfilmung „Kick-Ass 2“ (Kick-Ass 2, USA 2013)


TV-Tipp für den 14. März: Beyond the Law

März 13, 2024

Tele 5, 22.10

Beyond the Law (Beyond the Law, USA 2019)

Regie: James Cullen Bressack

Drehbuch: Johnny Martin Walters, Chad Law

Nach der Ermordung seines Sohnes beginnt ein Ex-Polizist einen blutigen Rachefeldzug. Sein Ziel ist der von Steven Seagal gespielte Gangsterboss.

TV-Premiere. Soll das wirklich der schlechteste Film von Steven Seagal sein? Will das jemand wirklich wissen? Außer „Alarmstufe Rot“ hat Seagal ja keinen Must-See-Film gemacht. Dann gibt es noch „Einsame Entscheidung“ und „Machete“. Die sind auch gut, aber in diesen Actionfilmen tritt er nur kurz auf und niemand ging wegen ihm ins Kino. In jedem Fall ist „Beyond the Law“ sein bislang letzter Film.

Ein fader Thriller“ (Lexikon des internationalen Films) 

mit Steven Seagal, Johnny Messner, DMX, Zack Ward, Bill Cobbs

Wiederholung: Samstag, 16. März, 00.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Beyond the Law“

Wikipedia über „Beyond the Law“


Über Anthony Ryans „Ein Fluss so rot und schwarz“

März 13, 2024

Das klingt jetzt wie der Beginn von einem Witz. Es ist aber der Auftakt für einen Horrorthriller.

Auf einem Boot erwachen Conrad (der sich sofort erschießt), Dickinson, Huxley, Rhys, Golding, Plath und Pynchon. Selbstverständlich heißen sie nicht so. Diese Namen bekannter und wichtiger Schriftsteller wurden ihnen auf den Arm tätowiert. An ihre richtigen Namen erinnern die Männer und Frauen sich nicht. Auch nicht an ihre Vergangenheit. Frühere Fähigkeiten und Wissen können sie aber spontan und je nach Situation abrufen. Es sind Fähigkeiten, die sie vermuten lassen, dass sie früher als Polizist, Soldat, Ärztin, Physikerin, Polarforscherin und Historiker arbeiteten. Oder sich sehr für dieses Thema interessierten. Für was sie diese Fähigkeiten jetzt brauchen könnten, wissen sie nicht. Sie wissen auch nicht, wohin das Boot sie fährt.

Später erkennen sie anhand einer Karte, die auf einem Bildschirm erscheint, dass sie auf der Nordsee sind und in Richtung Themse und London fahren. Es ist nicht mehr das heutige London, sondern ein zerstörtes, teils von Pflanzen überwuchertes London. Am Ufer und im Wasser sind gefährliche, teils mutierte Wesen, die sie töten wollen.

Während der Fahrt werden sie über ein Satellitentelefon immer wieder von einer ausdruckslosen weiblichen Stimme angerufen. Die Stimme gibt ihnen Anweisungen. So sollen sie jeden anderen ‚Schriftsteller‘ sofort umbringen, wenn er sich an seine Vergangenheit erinnert. Dann werde er zu einer tödlichen Gefahr für sie. Erklärungen gibt die Stimme nicht. Im Lauf der Fahrt veranlasst sie allerdings, dass bestimmte, vorher verschlossene Fächer auf dem Boot aufgehen. So erhalten sie verschiedene Dinge, die für ihre Mission wichtig sind. Zum Beispiel Sprengstoff. Ziemlich schnell ahnen Huxley und seine Mitreisenden, dass sie für diese Mission ausgewählt wurden. Sie sollen sich sogar freiwillig zu dieser Selbstmord-Mission gemeldet haben.

Ein Fluss so rot und schwarz“ ist Anthony Ryan erster Ausflug ins Horror- und Thriller-Genre. Normalerweise schreibt er dickleibige, mehrbändige Fantasy-Epen. Hier erzählt er auf unter 270 Seiten eine spannende Geschichte mit – soviel kann verraten werden – einer befriedigenden Auflösung.

Bis dahin stehen die, uh, Schriftsteller ständig vor neuen Herausforderungen, während sie versuchen, mehr über sich, ihre Vergangenheit, ihre Mission und die Welt, durch sie fahren, herauszufinden. Dabei treibt Ryan die Hauptgeschichte ständig voran, entwirft eindrückliche Bilder einer postapokalyptischen Großstadt und streut klug Informationen über die Mission und die Katastrophe, die London vernichtete, ein.

Der Pageturner könnte die Vorlage für einen spannenden Science-Fiction-Horrorthriller sein, wenn die Bootsfahrt durch London entlang der zerstörten Sehenswürdigkeiten nicht so teuer wäre.

Bis dahin muss halt gelesen werden.

Anthony Ryan: Ein Fluss so rot und schwarz

(aus dem Englischen von Sara Riffel)

Tropen, 2023

272 Seiten

22 Euro

Originalausgabe (als A. J. Ryan [Iain Banks hat in seiner Heimat, damit das Publikum auf den ersten Blick zwischen seinen Science-Fiction-Romanen und seinen Thriller unterscheiden konnte, ebenfalls mit einer kleinen Variation seines Namens gearbeitet])

Red River Seven

Orbit, London, 2023

Hinweise

Tropen über Anthony Ryan

Homepage von Anthony Ryan

Wikipedia über Anthony Ryan

 


TV-Tipp für den 13. März: Ein Mann für gewisse Stunden

März 12, 2024

Der älteste Film des Tages:

ZDFneo, 23.10

Ein Mann für gewisse Stunden (American Gigolo, USA 1980)

Regie: Paul Schrader

Drehbuch: Paul Schrader

„American Gigolo“ Julian (Richard Gere) lebt in Los Angeles als Callboy für die Damen der Oberschicht. Das ist kein Problem, bis sich eine Politkergattin in ihn verliebt und er in ein Mordkomplott hineingezogen wird.

Für Richard Gere war der an der Kinokasse erfolgreiche Film der große Durchbruch als Schauspieler und Paul Schrader, der davor unter anderem das Drehbuch für „Taxi Driver“ schrieb, hatte als Regisseur plötzlich ein ganz anderes Standing in Hollywood.

Heute ist die Charakterstudie eines einsamen Mannes ein Klassiker, der damals allerdings von der Kritik nicht so geliebt wurde: „Paul Schrader hat so gut wie alle Möglichkeiten des Themas verschenkt. (…) Das Produkt verkommt in der Kulisse.“ (Fischer Film Almanach 1981) oder „Elegant inszeniert, mit überlegenswerten Zwischentönen, aber insgesamt in der Behandlung des Themas zu oberflächlich, kommt der Film über anspruchsvollere Unterhaltung nicht hinaus.“ (Lexikon des intenationalen Films)

Dabei ist Julian doch der Prototyp eines oberflächlichen Mannes, der sich (auch berufsbedingt) durch Äußerlichkeiten definiert und der in einer Welt des schönen Scheins lebt. Und Schraders Film eine Vorschau auf die achtziger Jahre.

2007 drehte Paul Schrader mit „The Walker – Ein Freund gewisser Damen“ ein Quasi-Remake/Fortsetzung. Woody Harrelson spielt darin den eleganten Beglücker älterer Damen.

Mit Richard Gere, Lauren Hutton, Hector Elizondo, Nina von Pallandt, Bill Duke

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Ein Mann für gewisse Stunden“

Wikipedia über „Ein Mann für gewisse Stunden“ (deutsch, englisch)

Paul Schrader in der Kriminalakte


Cover der Woche

März 12, 2024

Schönes Retro-Cover


TV-Tipp für den 12. März: Becoming Nawalny – Putins Staatsfeind Nr. 1

März 11, 2024

Arte, 20.15

Becoming Nawalny – Putins Staatsfeind Nr. 1 (Deutschland 2024)

Regie: Igor Sadreev, Aleksandr Urzhanov

Drehbuch: Igor Sadreev, Aleksandr Urzhanov

Spielfilmlange Doku, die seit Alexei Nawalnys Tod am 16. Februar 2024 in einem sibirischen Straflager auch online verfügbar ist.

Igor Sadreev und Aleksandr Urzhanov unterhielten sich für ihre Doku über Nawalnys Leben mit Weggefährte, Freunden und Kritikern des Mannes, der zum weltweit bekanntesten russischen Oppositionellen und erbitterten Gegner Putins wurde.

Hinweise

Arte über die Doku (in der Mediathek bis zum 29. Juni 2024)

Wikipedia über Alexei Nawalny (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Daniel Rohers Dokumentarfilm „Nawalny“ (Nawalny, USA 2022) (u. a. ausgezeichnet mit dem Oscar als bester Dokumentarfilm)


Die Oscar-Gewinner 2024

März 11, 2024

Große Überraschungen gab es bei der diesjährigen, sehr flott über die Bühne gegangenen Oscar-Verleihung der Academy of Motion Picture Arts and Sciences nicht. Dafür war „Oppenheimer“ der viel zu eindeutig gesetzte Favorit. „Poor Things“ und „The Zone of Interest“ schlugen sich tapfer – und Emma Stone war fassungslos, als sie – überraschend nach den Prognosen, aber sehr verdient – für ihr Spiel in „Poor Things“ einen Oscar als beste Schauspielerin erhielt.

Hier ist die vollständige Liste mit allen Nominierungen und den Gewinnern:

Best Picture

Nominees

American Fiction (Ben LeClair, Nikos Karamigios, Cord Jefferson und Jermaine Johnson, Producers)

Anatomy of a Fall (Marie-Ange Luciani und David Thion, Producers)

Barbie (David Heyman, Margot Robbie, Tom Ackerley und Robbie Brenner, Producers)

The Holdovers (Mark Johnson, Producer)

Killers of the Flower Moon (Dan Friedkin, Bradley Thomas, Martin Scorsese und Daniel Lupi, Producers)

Maestro (Bradley Cooper, Steven Spielberg, Fred Berner, Amy Durning und Kristie Macosko Krieger, Producers)

GEWINNER: Oppenheimer (Emma Thomas, Charles Roven und Christopher Nolan, Producers)

Past Lives (David Hinojosa, Christine Vachon und Pamela Koffler, Producers)

Poor Things (Ed Guiney, Andrew Lowe, Yorgos Lanthimos und Emma Stone, Producers)

The Zone of Interest (James Wilson, Producer)

Directing

Nominees

Anatomy of a Fall (Justine Triet)

Killers of the Flower Moon (Martin Scorsese)

GEWINNER: Oppenheimer (Christopher Nolan)

Poor Things (Yorgos Lanthimos)

The Zone of Interest (Jonathan Glazer)

Writing (Original Screenplay)

Nominees

GEWINNER: Anatomy of a Fall (Screenplay – Justine Triet und Arthur Harari)

The Holdovers (Written by David Hemingson)

Maestro (Written by Bradley Cooper & Josh Singer)

May December (Screenplay by Samy Burch; Story by Samy Burch & Alex Mechanik

Past Lives (Written by Celine Song)

Writing (Adapted Screenplay)

Nominees

GEWINNER: American Fiction (Written for the screen by Cord Jefferson)

Barbie (Written by Greta Gerwig & Noah Baumbach)

Oppenheimer (Written for the screen by Christopher Nolan)

Poor Things (Screenplay by Tony McNamara)

The Zone of Interest (Written by Jonathan Glazer)

International Feature Film

Nominees

Io Capitano (Italy)

Perfect Days (Japan)

Society of the Snow (Spain)

The Teachers‘ Lounge (Das Lehrerzimmer) (Germany)

GEWINNER: The Zone of Interest (United Kingdom)

Animated Feature Film

Nominees

GEWINNER: The Boy and the Heron (Der Junge und der Reiher) (Hayao Miyazaki und Toshio Suzuki)

Elemental (Peter Sohn und Denise Ream)

Nimona (Nick Bruno, Troy Quane, Karen Ryan und Julie Zackary)

Robot Dreams (Pablo Berger, Ibon Cormenzana, Ignasi Estapé und Sandra Tapia Díaz)

Spider-Man: Across the Spider-Verse (Kemp Powers, Justin K. Thompson, Phil Lord, Christopher Miller und Amy Pascal)

Actor in a Leading Role

Nominees

Bradley Cooper (Maestro)

Colman Domingo (Rustin)

Paul Giamatti (The Holdovers)

GEWINNER: Cillian Murphy (Oppenheimer)

Jeffrey Wright (American Fiction)

Actor in a Supporting Role

Nominees

Sterling K. Brown (American Fiction)

Robert De Niro (Killers of the Flower Moon)

GEWINNER: Robert Downey Jr. (Oppenheimer)

Ryan Gosling (Barbie)

Mark Ruffalo (Poor Things)

Actress in a Leading Role

Nominees

Annette Bening (Nyad)

Lily Gladstone (Killers of the Flower Moon)

Sandra Hüller (Anatomy of a Fall)

Carey Mulligan (Maestro)

GEWINNER: Emma Stone (Poor Things)

Actress in a Supporting Role

Nominees

Emily Blunt (Oppenheimer)

Danielle Brooks (The Color Purple)

America Ferrera (Barbie)

Jodie Foster (Nyad)

GEWINNER: Da’Vine Joy Randolph (The Holdovers)

Cinematography

Nominees

El Conde (Edward Lachman)

Killers of the Flower Moon (Rodrigo Prieto)

Maestro (Matthew Libatique)

GEWINNER: Oppenheimer (Hoyte van Hoytema)

Poor Things (Robbie Ryan)

Costume Design

Nominees

Barbie (Jacqueline Durran)

Killers of the Flower Moon (Jacqueline West)

Napoleon (Janty Yates und Dave Crossman)

Oppenheimer (Ellen Mirojnick)

GEWINNER: Poor Things (Holly Waddington)

Film Editing

Nominees

Anatomy of a Fall (Laurent Sénéchal)

The Holdovers (Kevin Tent)

Killers of the Flower Moon (Thelma Schoonmaker)

GEWINNER: Oppenheimer (Jennifer Lame)

Poor Things (Yorgos Mavropsaridis)

Makeup and Hairstyling

Nominees

Golda (Karen Hartley Thomas, Suzi Battersby und Ashra Kelly-Blue)

Maestro (Kazu Hiro, Kay Georgiou und Lori McCoy-Bell)

Oppenheimer (Luisa Abel)

GEWINNER: Poor Things (Nadia Stacey, Mark Coulier und Josh Weston)

Society of the Snow (Ana López-Puigcerver, David Martí und Montse Ribé)

Music (Original Score)

Nominees

American Fiction (Laura Karpman)

Indiana Jones and the Dial of Destiny (John Williams)

Killers of the Flower Moon (Robbie Robertson)

GEWINNER: Oppenheimer (Ludwig Göransson)

Poor Things (Jerskin Fendrix)

Music (Original Song)

Nominees

The Fire Inside – from Flamin‘ Hot; Music and Lyric by Diane Warren

I’m Just Ken – from Barbie; Music and Lyric by Mark Ronson and Andrew Wyatt

It Never Went Away – from American Symphony; Music and Lyric by Jon Batiste and Dan Wilson

Wahzhazhe (A Song For My People) – from Killers of the Flower Moon; Music and Lyric by Scott George

GEWINNER: What Was I Made For? – from Barbie; Music and Lyric by Billie Eilish and Finneas O’Connell

Production Design

Nominees

Barbie (Production Design: Sarah Greenwood; Set Decoration: Katie Spencer)

Killers of the Flower Moon (Production Design: Jack Fisk; Set Decoration: Adam Willis)

Napoleon (Production Design: Arthur Max; Set Decoration: Elli Griff)

Oppenheimer (Production Design: Ruth De Jong; Set Decoration: Claire Kaufman)

GEWINNER: Poor Things (Production Design: James Price and Shona Heath; Set Decoration: Zsuzsa Mihalek)

Sound

Nominees

The Creator (Ian Voigt, Erik Aadahl, Ethan Van der Ryn, Tom Ozanich und Dean Zupancic)

Maestro (Steven A. Morrow, Richard King, Jason Ruder, Tom Ozanich und Dean Zupancic

Mission: Impossible – Dead Reckoning Part One (Chris Munro, James H. Mather, Chris Burdon und Mark Taylor)

Oppenheimer (Willie Burton, Richard King, Gary A. Rizzo und Kevin O’Connell)

GEWINNER: The Zone of Interest (Tarn Willers und Johnnie Burn)

Visual Effects

Nominees

The Creator (Jay Cooper, Ian Comley, Andrew Roberts und Neil Corbould)

GEWINNER: Godzilla Minus One (Takashi Yamazaki, Kiyoko Shibuya, Masaki Takahashi und Tatsuji Nojima)

Guardians of the Galaxy Vol. 3 (Stephane Ceretti, Alexis Wajsbrot, Guy Williams und Theo Bialek)

Mission: Impossible – Dead Reckoning Part One (Alex Wuttke, Simone Coco, Jeff Sutherland und Neil Corbould)

Napoleon (Charley Henley, Luc-Ewen Martin-Fenouillet, Simone Coco und Neil Corbould)

Animated Short Film

Nominees

Letter to a Pig (Tal Kantor und Amit R. Gicelter)

Ninety-Five Senses (Jerusha Hess und Jared Hess)

Our Uniform (Yegane Moghaddam)

Pachyderme (Stéphanie Clément und Marc Rius)

GEWINNER: WAR IS OVER! Inspired by the Music of John & Yoko (Dave Mullins und Brad Booker)

Live Action Short Film

Nominees

The After (Misan Harriman und Nicky Bentham)

Invincible (Vincent René-Lortie und Samuel Caron)

Knight of Fortune (Lasse Lyskjær Noer und Christian Norlyk)

Red, White and Blue (Nazrin Choudhury und Sara McFarlane)

GEWINNER: The Wonderful Story of Henry Sugar (Wes Anderson und Steven Rales)

Documentary Feature Film

Nominees

Bobi Wine: The People’s President (Moses Bwayo, Christopher Sharp und John Battsek)

The Eternal Memory

Four Daughters (Kaouther Ben Hania und Nadim Cheikhrouha)

To Kill a Tiger (Nisha Pahuja, Cornelia Principe und David Oppenheim)

GEWINNER: 20 Days in Mariupol (Mstyslav Chernov, Michelle Mizner und Raney Aronson-Rath)

Documentary Short Film

Nominees

The ABCs of Book Banning (Sheila Nevins und Trish Adlesic)

The Barber of Little Rock (John Hoffman und Christine Turner)

Island in Between (S. Leo Chiang und Jean Tsien)

GEWINNER: The Last Repair Shop (Ben Proudfoot und Kris Bowers)

Nǎi Nai & Wài Pó (Sean Wang und Sam Davis)

Honorary Award

Angela Bassett

Carol Littleton

Mel Brooks

Jean Hersholt Humanitarian Award

Michelle Satter

Technical Achievement Award

James Eggleton, Delwyn Holroyd

Jon G. Belyeu


TV-Tipp für den 11. März: The Dark Knight

März 10, 2024

Kabel 1, 20.15

The Dark Knight (The Dark Knight, USA 2008)

Regie: Christopher Nolan

Drehbuch: Jonathan Nolan, Christopher Nolan (nach einer Geschichte von Christopher Nolan und David S. Goyer, basierend auf der DC-Comics-Figur)

In Gotham City kämpft ‚Batman‘ Bruce Wayne gegen das Verbrechen.

Heath Ledger, der hier Batmans Gegner, den Joker, spielt, erhielt posthum für diese Rolle einen Oscar als bester Nebendarsteller.

Überzeugender Mittelteil von Christopher Nolans überzeugender Batman-Trilogie. Er zeigte, dass Superheldenfillme nicht blöd sein müssen.

Weil die Oscars zwischen dem Online-Stellen dieses TV-Tipps und der Ausstrahlung des Films verliehen werden, ich sie mir hier in Berlin im Kino ansehen werde (anscheinend gibt es dieses Jahr nur im Hackesche Höfe Kino ein Public Viewing der Preisverleihung), werden die Ergebnisse irgendwann nach Sonnenaufgang nachgetragen. Nolans „Oppenheimer“ ist der große Favorit; Wim Wenders würde ich für seinen neuen Film „Perfect Days“ ebenfalls einen Oscar gönnen.

mit Christian Bale, Michael Caine, Heath Ledger, Gary Oldman, Aaron Eckhart, Maggie Gyllenhaal, Morgan Freeman, Eric Roberts, Michael Jai White

Wiederholung: Mittwoch, 13. März, 22.30 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „The Dark Knight“

Wikipedia über „The Dark Knight“ (deutsch, englisch)

Nolan Fans (umfangreiche Homepage, auch mit den Drehbüchern zu seinen Filmen)

Meine Besprechung von Christopher Nolans „Interstellar“ (Interstellar, USA/Großbritannien 2014)

Meine Besprechung von Christopher Nolans „Dunkirk“ (Dunkirk, USA/Frankreich/Großbritannien 2017)

Meine Besprechung von Christopher Nolans „Tenet“ (Tenet, USA 2020)

Meine Besprechung von Christopher Nolans „Oppenheimer“ (Oppenheimer, USA 2023)