TV-Tipp für den 1. Mai: Der Gott des Gemetzels

April 30, 2021

One, 20.15

Der Gott des Gemetzels (Carnage, Frankreich/Deutschland/Polen/Spanien 2011)

Regie: Roman Polanski

Drehbuch: Roman Polanski, Yasmina Reza (nach ihrem Theaterstück)

Der Sohn von Nancy und Alan Cowan hat dem Sohn von Penelope und Michael Longstreet zwei Zähne ausgeschlagen. Die kultivierten Eltern treffen sich, um, ganz zivilisiert, eine Versöhnung zwischen ihnen und ihren elfjährigen Kindern auszuhandeln. Der gute Wille ist vorhanden, aber nachdem Kaffee und Kuchen gereicht werden, eskaliert der Streit. Immer wieder unterbrochen vom ständigen Klingeln des Telefons.

Großartiges Schauspielerkino (wobei Kate Winslet für meinen Geschmack etwas blass bleibt), das vier Menschen in ein New-Yorker-Apartment einsperrt. Wunderschön pointiert, schwarzhumorig und bissig geschrieben und von Roman Polanski in einer weiterer seiner Theaterverfilmungen auf den Punkt inszeniert. Atempausen gibt es nach dem Film.

„‚Der Gott des Gemetzels‘ ist ein böser, vergnüglicher, kaum subtiler und durch und durch bürgerlicher Spaß.“ (Birgit Glombitza, epd Film 11/2011)

mit Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Waltz, John C. Reilly

Wiederholung: Dienstag, 4. Mai, 00.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der Gott des Gemetzels“

Wikipedia über „Der Gott des Gemetzels“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Roman Polanskis “The Ghostwriter” (The Ghost Writer, Frankreich/Deutschland/Großbritannien 2010)

Meine Besprechung von Roman Polanskis “Venus im Pelz” (La Vénus á la Forrure, Frankreich/Polen 2013)

Meine Besprechung von Roman Polanskis „Nach einer wahren Geschichte“ (D’après une histoire vraie, Frankreich 2017)

Meine Besprechung von Roman Polanskis „Intrige“ (J’accuse, Frankreich/Italien 2019)


TV-Tipp für den 30. April: I am Mother

April 29, 2021

RTL II, 20.15

I am Mother (I am Mother, Australien 2019)

Regie: Grant Sputore

Drehbuch: Michael Lloyd Green (nach einer Geschichte von Grant Sputore und Michael Lloyd Green)

Nach einem Krieg, der die Welt unbewohnbar machte, wird in einer hermetisch von der Außenwelt abgeriegelten Station ein Mädchen, „Tochter“ genannt, von einem Roboter, der sich „Mutter“ nennt, groß gezogen. Eines Tages steht eine verletzte Frau vor der Tür der Station. Sie behauptet, dass sie verfolgt werde. Wenn das stimmt, hat Mutter Tochter, die inzwischen ein Teenager ist, über die Außenwelt belogen.

TV-Premiere. In jeder Beziehung gut aussehender, zum Nachdenken anregender Science-Fiction-Film.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Clara Rugaard, Hilary Swank, Rose Byrne (im Original: Stimme Mutter), Luke Hawker (Körper von Mutter)

Wiederholung: Samstag, 1. Mai, 02.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „I am Mother“

Metacritic über „I am Mother“

Rotten Tomatoes über „I am Mother“

Wikipedia über „I am Mother“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Grant Sputores „I am Mother“ (I am Mother, Australien 2019)


TV-Tipp für den 29. April: Die Unsichtbaren – Wir wollen leben

April 28, 2021

HR, 23.00

Die Unsichtbaren – Wir wollen leben (Deutschland 2017)

Regie: Claus Räfle

Drehbuch: Claus Räfle, Alejandra López

Sehenswertes dokumentarisches Drama, mit nachgespielten Szenen und Interviews. Gezeigt wird das Leben und Überleben einiger Juden in Berlin, nachdem die Stadt am 10. Juni 1943 von Propagandaminister Joseph Goebbels für „judenfrei“ erklärt wurde.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Max Mauff, Alice Dwyer, Ruby O. Fee, Aaron Altaras, Victoria Schulz, Florian Lukas, Andreas Schmidt, Laila Maria Witt, Sergej Moya, Lucas Reiber, Robert Hunger-Bühler, Maren Eggert, Naomi Krauss, Hanni Levy, Ruth Gumpel, Cioma Schönhaus, Eugen Friede

Das empfehlenswerte Buch zum Film

Claus Räfle: Die Unsichtbaren – Untertauchen, um zu überleben – Eine wahre Geschichte

Elisabeth Sandmann Verlag , 2017

160 Seiten

19,95 Euro

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Die Unsichtbaren“

Moviepilot über „Die Unsichtbaren“

Wikipedia über „Die Unsichtbaren“

Meine Besprechung von Claus Räfles „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“ (Deutschland 2017)


TV-Tipp für den 28. April: Trainspotting – Neue Helden

April 27, 2021

ZDFneo, 23.15

Trainspotting – Neue Helden (Trainspotting, Großbritannien 1996)

Regie: Danny Boyle

Drehbuch: John Hodge

LV: Irvine Welsh: Trainspotting, 1993 (Trainspotting)

In Edinburgh leben Renton und seine drogensüchtigen Kumpels in den Tag hinein, randalieren und versuchen ab und zu einen Entzug.

Von der ersten Sekunde an mitreisendes Kino, das gleichzeitig komisch, realistisch und überhöht ist. Inziwschen ist Danny Boyles grandiose Bestsellerverfilmung ein Klassiker des britischen Kinos.

Wildes und wüstes Kino pur!“ (Fischer Film Almanach 1997)

mit Ewan McGregor, Ewen Bremner, Jonny Lee Miller, Kevin McKidd, Robert Carlyle, Kelly Macdonald, Peter Mullan

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Trainspotting“

Wikipedia über „Trainspotting“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Danny Boyles „Trance – Gefährliche Erinnerung“ (Trance, GB 2013)

Meine Besprechung von Danny Boyles „Steve Jobs“ (Steve Jobs, USA 2015)

Meine Besprechung von Danny Boyles „T2 Trainspotting“ (T2 Trainspotting, Großbritannien 2017)


TV-Tipp für den 27. April: Im Schatten der Netzwelt – The Cleaners

April 26, 2021

Arte, 21.45

Im Schatten der Netzwelt – The Cleaners (Deutschland/Brasilien 2018)

Regie: Hans Block, Moritz Riesewieck

Drehbuch: Hans Block, Moritz Riesewieck

Einer muss den Job tun: Schmutz im Internet finden und löschen.

Sehenswerte Doku über die Lohnarbeiter, die innerhalb von Sekunden entscheiden müssen, ob eine Nachricht, ein Bild oder ein Video im Netz bleibt oder gelöscht wird.

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „The Cleaners“

Moviepilot über „The Cleaners“

Rotten Tomatoes über „The Cleaners“

Wikipedia über „The Cleaners“

 


TV-Tipp für den 26. April: Five Minutes of Heaven

April 25, 2021

One, 21.55

Five Minutes of Heaven (Five Minutes of Heaven, Großbritannien 2009)

Regie: Oliver Hirschbiegel

Drehbuch: Guy Hibbert

1975 erschoss Alistair Little in Nordirland den etwa gleichaltrigen Jim Griffin. Jims jüngerer Bruder Joe sah die Tat. 33 Jahre später sollen sie vor laufender Kamera eine Versöhnung inszenieren. Aber Joe hat andere Pläne.

Fast unbekanntes, aber sehr sehenswertes Kammerspiel von Oliver Hirschbiegel über die Folgen des Nordirlandkonflikts für die Täter und Opfer. Angesichts der aktuellen Schlagzeilen aus Nordirland brennend aktuell.

Mehr in einer ausführlichen Besprechung.

mit Liam Neeson, James Nesbitt, Barry McEvoy, Anamaria Marinca

Wiederholung: Mittwoch, 28. April, 00.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Five Minutes of Heaven“

Wikipedia über „Five Minutes of Heaven“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Oliver Hirschbiegels „Five Minutes of Heaven“ (Five Minutes of Heaven, GB 2009)

Meine Besprechung von Oliver Hirschbiegels „Diana“ (Diana, USA/GB 2013)

Meine Besprechung von Oliver Hirschbiegels „Elser“ (Deutschland 2015)  (mit Interviews mit Oliver Hirschbiegel über den Film) (und der DVD)

Meine Besprechung von Oliver Hirschbiegels „Der gleiche Himmel“ (Deutschland 2017)


TV-Tipp für den 25. April: Oscars 2021 – Die Academy Awards

April 24, 2021

Pro 7, 02.00

Oscars 2021 – Die Academy Awards

Bereits ab 00.40 Uhr wird live vom Roten Teppich berichtet.

Die heutige Oscar-Verleihung ist, das kann schon vor der Verleihung gesagt werden, eine Verleihung, die als besondere Verleihung in die Oscar-Geschichte eingehen wird. Sie ist viel später als gewohnt und das Publikum im Saal ist viel kleiner als gewohnt. Eigentlich sind nur die Nominierten anwesend. Steven Soderbergh, der die Aufgabe übernommen hat, die Verleihung für ein Millionpublikum zu inszenieren, verspricht eine Show, die sich wie ein Film anfühlen soll. Das wäre ein radikaler Bruch mit den üblichen Verleihungszeremonien.

Zu den Filmen kann ich nichts sagen. Dafür kann ich dieses Jahr, im Gegensatz zu den vorherigen Jahren, in denen ich zum Zeitpunkt der Verleihung immer fast alle Filme kannte, zu fast allen Filmen sagen „Nicht im Kino gelaufen“, „noch nicht im deutschen Kino angelaufen“, „nur bei einem Streamingdienst verfügbar“ und „nicht gesehen“. Deshalb habe ich keine Favouriten.

Am Montag werde ich daher einfach die Gewinner nachtragen.

(Nachtrag der Gewinner:innen ist erfolgt.)

Nominiert sind:

Best Picture

Nominees

The Father (David Parfitt, Jean-Louis Livi and Philippe Carcassonne, Producers)

Judas and the Black Messiah (Shaka King, Charles D. King and Ryan Coogler, Producers)

Mank (Ceán Chaffin, Eric Roth and Douglas Urbanski, Producers)

Minari (Christina Oh, Producer)

GEWINNER: Nomadland (Frances McDormand, Peter Spears, Mollye Asher, Dan Janvey and Chloé Zhao, Producers)

Promising Young Woman (Ben Browning, Ashley Fox, Emerald Fennell and Josey McNamara, Producers)

Sound of Metal (Bert Hamelinck and Sacha Ben Harroche, Producers)

The Trial of the Chicago 7 (Marc Platt and Stuart Besser, Producers)

Directing

Nominees

Another Round (Thomas Vinterberg)

Mank (David Fincher)

Minari (Lee Isaac Chung)

GEWINNER Nomadland (Chloé Zhao)

Promising Young Woman (Emerald Fennell)

Writing (Original Screenplay)

Nominees

Judas and the Black Messiah (Screenplay by Will Berson & Shaka King; Story by Will Berson & Shaka King and Kenny Lucas & Keith Lucas)

Minari (Written by Lee Isaac Chung)

GEWINNER Promising Young Woman (Written by Emerald Fennell)

Sound of Metal (Screenplay by Darius Marder & Abraham Marder; Story by Darius Marder & Derek Cianfrance)

The Trial of the Chicago 7 (Written by Aaron Sorkin)

Writing (Adapted Screenplay)

Nominees

Borat Subsequent Moviefilm: Delivery of Prodigious Bribe to American Regime for Make Benefit Once Glorious Nation of Kazakhstan (Screenplay by Sacha Baron Cohen & Anthony Hines & Dan Swimer & Peter Baynham & Erica Rivinoja & Dan Mazer & Jena Friedman & Lee Kern; Story by Sacha Baron Cohen & Anthony Hines & Dan Swimer & Nina Pedrad)

GEWINNER The Father (Screenplay by Christopher Hampton and Florian Zeller)

Nomadland (Written for the screen by Chloé Zhao)

One Night in Miami… (Screenplay by Kemp Powers)

The White Tiger (Written for the screen by Ramin Bahrani)

Actor in a Leading Role

Nominees

Riz Ahmed (Sound of Metal)

Chadwick Boseman (Ma Rainey’s Black Bottom)

GEWINNER Anthony Hopkins (The Father)

Gary Oldman (Mank)

Steven Yeun (Minari)

Actor in a Supporting Role

Nominees

Sacha Baron Cohen (The Trial of the Chicago 7)

GEWINNER Daniel Kaluuya (Judas and the Black Messiah)

Leslie Odom, Jr. (One Night in Miami…)

Paul Raci (Sound of Metal)

Lakeith Stanfield (Judas and the Black Messiah)

Actress in a Leading Role

Nominees

Viola Davis (Ma Rainey’s Black Bottom)

Andra Day (The United States vs. Billie Holiday)

Vanessa Kirby (Pieces of a Woman)

GEWINNER Frances McDormand (Nomadland) (ihr dritter Schauspieloscar)

Carey Mulligan (Promising Young Woman)

Actress in a Supporting Role

Nominees

Maria Bakalova (Borat Subsequent Moviefilm: Delivery of Prodigious Bribe to American Regime for Make Benefit Once Glorious Nation of Kazakhstan)

Glenn Close (Hillbilly Elegy)

Olivia Colman (The Father)

Amanda Seyfried (Mank)

GEWINNER Yuh-Jung Youn (Minari)

Animated Feature Film

Nominees

Onward (Dan Scanlon and Kori Rae)

Over the Moon (Glen Keane, Gennie Rim and Peilin Chou)

A Shaun the Sheep Movie: Farmageddon (Richard Phelan, Will Becher and Paul Kewley)

GEWINNER Soul (Pete Docter and Dana Murray)

Wolfwalkers (Tomm Moore, Ross Stewart, Paul Young and Stéphan Roelants)

Cinematography

Nominees

Judas and the Black Messiah (Sean Bobbitt)

GEWINNER Mank (Erik Messerschmidt)

News of the World (Dariusz Wolski)

Nomadland (Joshua James Richards)

The Trial of the Chicago 7 (Phedon Papamichael)

Costume Design

Nominees

Emma (Alexandra Byrne)

GEWINNER Ma Rainey’s Black Bottom (Ann Roth)

Mank (Trish Summerville)

Mulan (Bina Daigeler)

Pinocchio (Massimo Cantini Parrini)

Documentary (Feature)

Nominees

Collective (Alexander Nanau and Bianca Oana)

Crip Camp (Nicole Newnham, Jim LeBrecht and Sara Bolder)

The Mole Agent (Maite Alberdi and Marcela Santibáñez)

GEWINNER My Octopus Teacher (Pippa Ehrlich, James Reed and Craig Foster)

Time (Garrett Bradley, Lauren Domino and Kellen Quinn)

Documentary (Short Subject)

Nominees

GEWINNER Colette (Anthony Giacchino and Alice Doyard)

A Concerto Is a Conversation (Ben Proudfoot and Kris Bowers)

Do Not Split (Anders Hammer and Charlotte Cook)

Hunger Ward (Skye Fitzgerald and Michael Scheuerman)

A Love Song for Latasha (Sophia Nahli Allison and Janice Duncan)

Film Editing

Nominees

The Father (Yorgos Lamprinos)

Nomadland (Chloé Zhao)

Promising Young Woman (Frédéric Thoraval)

GEWINNER Sound of Metal (Mikkel E. G. Nielsen)

The Trial of the Chicago 7 (Alan Baumgarten)

International Feature Film

Nominees

GEWINNER Another Round (Denmark)

Better Days (Hong Kong)

Collective (Romania)

The Man Who Sold His Skin (Tunisia)

Quo Vadis, Aida? (Bosnia and Herzegovina)

Makeup and Hairstyling

Nominees

Emma (Marese Langan, Laura Allen and Claudia Stolze)

Hillbilly Elegy (Eryn Krueger Mekash, Matthew Mungle and Patricia Dehaney)

GEWINNER Ma Rainey’s Black Bottom (Sergio Lopez-Rivera, Mia Neal and Jamika Wilson)

Mank (Gigi Williams, Kimberley Spiteri and Colleen LaBaff)

Pinocchio (Mark Coulier, Dalia Colli and Francesco Pegoretti)

Music (Original Score)

Nominees

Da 5 Bloods (Terence Blanchard)

Mank (Trent Reznor and Atticus Ross)

Minari (Emile Mosseri)

News of the World (James Newton Howard)

GEWINNER Soul (Trent Reznor, Atticus Ross and Jon Batiste)

Music (Original Song)

Nominees

GEWINNER Fight For You (from Judas and the Black Messiah; Music by H.E.R. and Dernst Emile II; Lyric by H.E.R. and Tiara Thomas)

Hear My Voice (from The Trial of the Chicago 7; Music by Daniel Pemberton; Lyric by Daniel Pemberton and Celeste Waite)

Husavik (from Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga; Music and Lyric by Savan Kotecha, Fat Max Gsus and Rickard Göransson)

Io Sì (Seen) (from The Life Ahead (La Vita Davanti a Se); Music by Diane Warren; Lyric by Diane Warren and Laura Pausini)

Speak Now (from One Night in Miami…; Music and Lyric by Leslie Odom, Jr. and Sam Ashworth)

Production Design

Nominees

The Father (Production Design: Peter Francis; Set Decoration: Cathy Featherstone)

Ma Rainey’s Black Bottom (Production Design: Mark Ricker; Set Decoration: Karen O’Hara and Diana Stoughton)

GEWINNER Mank (Production Design: Donald Graham Burt; Set Decoration: Jan Pascale)

News of the World (Production Design: David Crank; Set Decoration: Elizabeth Keenan)

Tenet (Production Design: Nathan Crowley; Set Decoration: Kathy Lucas)

Short Film (Animated)

Nominees

Burrow (Madeline Sharafian and Michael Capbarat)

Genius Loci (Adrien Mérigeau and Amaury Ovise)

GEWINNER If Anything Happens I Love You (Will McCormack and Michael Govier)

Opera (Erick Oh)

Yes-People (Gísli Darri Halldórsson and Arnar Gunnarsson)

Short Film (Live Action)

Nominees

Feeling Through (Doug Roland and Susan Ruzenski)

The Letter Room (Elvira Lind and Sofia Sondervan)

The Present (Farah Nabulsi and Ossama Bawardi)

GEWINNER Two Distant Strangers (Travon Free and Martin Desmond Roe)

White Eye (Tomer Shushan and Shira Hochman)

Sound

Nominees

Greyhound (Warren Shaw, Michael Minkler, Beau Borders and David Wyman)

Mank (Ren Klyce, Jeremy Molod, David Parker, Nathan Nance and Drew Kunin)

News of the World (Oliver Tarney, Mike Prestwood Smith, William Miller and John Pritchett)

Soul (Ren Klyce, Coya Elliott and David Parker)

GEWINNER Sound of Metal (Nicolas Becker, Jaime Baksht, Michellee Couttolenc, Carlos Cortés and Phillip Bladh)

Visual Effects

Nominees

Love and Monsters (Matt Sloan, Genevieve Camilleri, Matt Everitt and Brian Cox)

The Midnight Sky (Matthew Kasmir, Christopher Lawrence, Max Solomon and David Watkins)

Mulan (Sean Faden, Anders Langlands, Seth Maury and Steve Ingram)

The One and Only Ivan (Nick Davis, Greg Fisher, Ben Jones and Santiago Colomo Martinez)

GEWINNER Tenet (Andrew Jackson, David Lee, Andrew Lockley and Scott Fisher)

 


TV-Tipp für den 24. April: There will be Blood

April 23, 2021

Auch mit Werbepausen beeindruckend

Servus TV, 20.15

There will be Blood (There will be Blood, USA 2007)

Regie: Paul Thomas Anderson

Drehbuch: Paul Thomas Anderson

LV: Upton Sinclair: Oil!, 1927 (Öl!)

Porträt von Daniel Plainview (Daniel Day-Lewis), einem kapitalistisch-egoistischem, Menschen verachtenden und rein instrumentell behandelnden Ölsucher, der zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts in Kalifornien ein Vermögen macht. Sein Gegenspieler ist der ebenso ehrgeizige evangelikale Prediger Eli Sunday (Paul Dano). Mit großen Showveranstaltungen sammelt er Gläubige um sich. Und mit Plainview kooperiert er, um seine Gemeinde (und damit sich selbst) zu mästen.

Bildgewaltiges Drama, das in jeder Sekunde auf maximale Überwältigung zielt. Und vom Wesen der amerikanischen Kultur erzählt.

Mit Daniel Day-Lewis, Paul Dano, Kevin J. O’Connor, Ciarán Hinds, Dillon Freasier, Elizabeth Barrett

Wiederholung: Sonntag, 25. April, 01.25 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „There will be Blood“

Wikipedia über „There will be Blood“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Paul Thomas Andersons „Inherent Vice – Natürliche Mängel“ (Inherent Vice, USA 2015)

Meine Besprechung von Paul Thomas Andersons „Der seidene Faden“ (Phantom Thread, Großbritannien 2017)


TV-Tipp für den 23. April: Kill Bill Vol. 1

April 22, 2021

RTL II, 22.45

Kill Bill: Volume 1 (Kill Bill: Voume 1, USA 2003)

Regie: Quentin Tarantino

Drehbuch: Quentin Tarantino

Die Braut will sich an ihrem Ex-Boss Bill und ihren alten Arbeitskolleginnen, einer Bande Auftragskiller, die sie umbringen wollten, rächen. Leichter gesagt, als getan – und Quentin Tarantino durfte in seinem vierten Spielfilm, der als Zweiteiler in die Kinos kam, kräftig im Blut baden. Im ersten Teil eher in Richtung Eastern, im zweiten Teil in Richtung Italowestern; weshalb die Teilung des Films auch Sinn macht.

mit Uma Thurman, Lucy Liu, Vivica A. Fox, Daryl Hannah, David Carradine, Michael Madsen, Sonny Chiba, Michael Parks

Hinweise

Metacritic über „Kill Bill Vol. 1“

Rotten Tomatoes über „Kill Bill Vol. 1“

Wikipedia über „Kill Bill Vol. 1“ (deutsch, englisch)

The Quentin Tarantino Archives (Fanseite)

Everthing Tarantino (dito)

Q-Tarantino.de (noch eine Fanseite)

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „Quentin Tarantino gegen die Nazis – Alles über ‘Inglourious Basterds’“ (Kleine Schriften zum Film: 1, 2009)

Meine Besprechung von Quentin Tarantinos „Django Unchained“ (Django Unchained, USA 2012)

Kriminalakte über Quentin Tarantino und „Django Unchained“ (Bilder,Pressekonferenz und Comic)

Meine Bespechung von Quentin Tarantinos „The Hateful 8“ (The Hateful Eight, USA 2015)

Meine Besprechung von Quentin Tarantinos „Once upon a Time in…Hollywood“ (Once upon a Time in…Hollywood, USA 2019)

 Quentin Tarantino in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 22. April: Die Möbius-Affäre

April 21, 2021

Servus TV, 22.05

Die Möbius-Affäre (Möbius, Frankreich 2013)

Regie: Éric Rochant

Drehbuch: Éric Rochant

Der russische Top-Spion Grégory Lioubov soll in Monaco einem Oligarchen das Handwerk legen. Er hofft, über eine eine amerikanische Finanzexpertin an die benötigten Informationen zu kommen. Dummerweise wird sie auch vom US-Geheimdienst erpresst – und schon sind wir in einem Agententhriller, in dem jeder jeden betrügt, aber die Gewissheiten des Kalten Krieges vorbei sind.

„Die Möbius-Affäre“ ist ein altmodischer, elegant erzählter Spionagethriller, der, wie ein Finanzderivat, etwas zu sehr im luftleeren Raum hängt. Warum sage ich in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Jean Dujardin, Cécile de France, Tim Roth, Émilie Dequenne, Wendell Pierce, Aleksey Gorbunov

Wiederholung: Freitag, 23. April, 02.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über “Die Möbius-Affäre”

Wikipedia über „Die Möbius-Affäre“ (englisch, französisch)

Meine Besprechung von Éric Rochants „Die Möbius-Affäre“ (Möbius, Frankreich 2013)


TV-Tipp für den 21. April: Traffic – Macht des Kartells

April 20, 2021

Inzwischen wohl schon ein historischer Film über ein immer noch aktuelles Problem

Arte, 21.45

Traffic – Macht des Kartells (Traffic, USA 2000)

Regie: Steven Soderbergh

Drehbuch: Stephen Gaghan (basierend auf der Miniserie „Traffik“ [GB 1989] von Simon Moore)

Der Kampf der USA gegen die aus Südamerika hereinkommenden Drogen, erzählt in drei parallelen Handlungssträngen.

Ein fantastischer, nah an der Realität entlang erzählter Drogenthriller

mit Michael Douglas, Benicio Del Toro, Catherine Zeta-Jones, Don Cheadle, Luis Guzman, Dennis Quaid, Stephen Bauer, Miguel Ferrer, Topher Grace, Rena Sofer, Albert Finney, Steven Bauer, James Brolin, Viola Davis, Benjamin Bratt

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Traffic – Macht des Kartells“

Wikipedia über „Traffic – Macht des Kartells“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs “Girlfriend Experience – Aus dem Leben eines Luxus-Callgirls” (The Girlfriend Experience, USA 2009)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Contagion“ (Contagion, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Haywire” (Haywire, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs “Magic Mike” (Magic Mike, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Side Effects – Tödliche Nebenwirkungen“ (Side Effects, USA 2013)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs “Liberace – Zu viel des Guten ist wundervoll (Behind the Candelabra, USA 2013)

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Logan Lucky“ (Logan Lucky, USA 2017) und der DVD

Meine Besprechung von Steven Soderberghs „Unsane: Ausgeliefert“ (Unsane, USA 2018)

Steven Soderbergh in der Kriminalakte


Neu im Kino (nicht), sondern aktuell nur als VoD: Tapfere Journalisten: „The Dissident“ und „Silence Radio“

April 20, 2021

Optimismus ist fast eine moralische Verpflichtung – die Alternative ist aufzugeben.“

Carmen Aristegui

Mit nur einem Tag Abstand starten bei uns die beiden sehenswerten Dokumentarfilme „The Dissident“ und „Silence Radio“. Der titelgebende Dissident ist „Washington Post“-Journalist Jamal Khashoggi. Sein Tod sorgte für weltweites Aufsehen. Carmen Aristegui, die Protagonistin in „Silence Radio“, ist vor allem in ihrem Heimatland Mexiko und in Lateinamerika bekannt. Dort wurde sie mit ihrer bei dem Sender MVS ausgestrahlten Sendung zu einer nationalen Berühmtheit. Immer wieder deckte sie, zusammen mit ihrem Team, Skandale auf, in die wichtige mexikanische Politiker verwickelt waren. Für ihre Zuhörer informierte sie über aktuelle Ereignisse und sortierte sie ein. Ihre Sendung war das erfolgreichste Programm des Senders. Trotzdem erhielt sie, nach einem Besitzerwechsel und ohne Angabe von Gründen, im März 2015 eine Kündigung. Anschließend baute sie eine eigene Radiostation auf und informiert von dort, zusammen mit anderen Journalisten, über Missstände.

Aristeguis Entlassung war für die in der Schweiz lebende Mexikanerin Juliana Fanjul die Initialzündung für „Silence Radio“: „Seit meiner Teenagerzeit hörte ich Carmen Aristegui im Radio. Sie war meine Hauptnachrichtenquelle und half mir, meine Augen für die soziale und politische Realität meines Landes zu öffnen. (…) Als ihre Stimme (…) mittels Zensur zum Schweigen gebracht wurde, überkam mich (und ihre Millionen von Zuhörern*innen) ein Gefühl der Hilflosigkeit. Ich war empört. Ich fragte mich, wenn das Carmen geschehen konnte, einer der wichtigsten und renommiertesten Journalistinnen Mexikos, wie erging es den Hunderten weniger sichtbaren Journalisten? Nachdem ich von den schlimmsten Gräueltaten gehört hatte, die in diesem Jahr im Land stattgefunden hatten, war ich zutiefst sprachlos, und Carmens plötzliche Funkstille fühlte sich wie eine doppelte Amputation an. Unsicher, was als nächstes passieren würde, begann ich an ‚Silence Radio‘ zu arbeiten, um auf irgendeine Weise meine Stimme zurückzuholen. Ich beschloss, meine Wut, meine Frustration und mein Gefühl der Hilflosigkeit durch die Herstellung eines Dokumentarfilms zu kanalisieren, der Carmens Stimme in gewisser Weise wiederherstellen könnte.“

Fanjul begleitete die mit ihrem Team investigativ arbeitende Journalistin über mehrere Jahre bei ihrer alltäglichen Arbeit und internationalen Auftritten. Es entsteht ein von großer Nähe geprägtes Porträt einer tapferen Frau, die unermüdlich kämpft. Und es gelingt Fanjul, uns ein Bild von den Zuständen in der Politik in Mexiko zu vermitteln.

Der 1958 in Medina, Saudi-Arabien, geborene Jamal Khashoggi sah sich die meiste Zeit seines Berufsleben nicht als Oppositioneller oder als Dissident. Er arbeitete sehr lange in großer Nähe zum saudi-arabischen Regime. Wenn er für westliche Medien arbeitete, sah er sich vor allem als Vermittler und Erklärer der islamischen Welt und des Nahen Ostens für den Westen. Als Kronprinz Mohammed bin Salman an die Macht kam, begrüßte Khashoggi zunächst die vom Kronprinzen initiierten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen. Gleichzeitig kritisierte er den Mangel an Partizipation und Pressefreiheit, der auch seine Arbeit zunehmend erschwerte und ihn, auch wenn er die Bezeichnung für sich ablehnte, zum Dissidenten werden ließ. Im Juni 2017, nach der Niederschlagung einer Menschenrechtsbewegung und einer Welle von Verhaftungen flüchtete Khashoggi aus seiner Heimat Saudi-Arabien in die USA, wurde Kolmnist der „Washington Post“ und immer mehr ein Kritiker der saudi-arabischen Regierung.

In seinem Film „The Dissident“ zeichnet Bryan Fogel, der für seinen Dokumentarfilm „Ikarus“ einen Oscar erhielt, Khashoggis Leben nach und rekonstruiert seinen Tod. Er wurde am 2. Oktober 2018 im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul bestialisch ermordet. Khashoggi war dort, weil er für seine Heirat mit Hatice Cengiz eine Scheidungsurkunde benötigte. Die kaltblütige und geplante Ermordung eines Journalisten in einem fremden Land sorgte für weltweites Aufsehen,

Fogel begann mit seinem Film wenige Tage nach Khashoggis Verschwinden. In dem Moment war sein Tod von Saudi-Arabien noch nicht bestätigt worden. Er begleitet Khashoggis Verlobte Hatice Cengiz bei ihrem Kampf um Gerechtigkeit für den Mann, den sie heiraten wollte. Fogel sprach auch mit Ermittlern, die ihm einen exclusiven Zugang zu ihren Ermittlungen gewährten, und dem in Kanada im Exil lebenden Studenten Omar Abdulaziz, der während des Studiums seine Regierung kritisierte und sich jetzt in für die Meinungsfreiheit in Saudi-Arabien engagiert. Vor seinem Tod arbeitete Khashoggi mit ihm in mehreren Projekten zusammen. In „The Dissident“ wird ausführlich geschildert, wie sie gegen eine staatliche Gruppe von Social-Media-Nutzern, den „Bienen“, vorgingen, die die öffentliche Meinung mit Desinformationen manipulieren.

Die Verbindung zwischen den einzelnen Teilen – Khashoggis Leben, die Ermittlungen zu seinem Tod, der Kampf seiner Verlobten um Gerechtigkeit und Abdulaziz‘ Kampf aus dem Untergrund gegen das saudi-arabischer Herrscherregime – wird nachvollziehbar hergestellt.

Beide Filme beeindrucken durch ihre Nähe zu den porträtierten Journalisten und ihrem nächsten Umfeld. Sie stehen parteiisch auf ihrer Seite und damit auf der Seite der Pressefreiheit. Und weil Carmen Aristegui immer noch als investigative Journalistin arbeitet und weil Fogel den Mord an Jamal Khashoggi akribisch rekonstruiert, funktionieren beide auch nach den Regeln des Spannungskinos, in denen tapfere Journalisten gegen korrupte, machtgierige, skrupellose Regierungen kämpfen. „Silence Radio“ in der Arthouse-Variante, „The Dissident“ in der Blockbuster-Variante. Dabei zeigen Juliana Fanjul und Bryan Fogel, wie wichtig solche Journalisten für eine informierte Öffentlichkeit und eine freie Gesellschaft sind.

In „Silence Radio“ wird Aristegui mehrmals von Passanten und Veranstaltungsbesuchern auf ihre Arbeit angesprochen und ihr gesagt, dass sie für sie eine Stimme der Wahrheit und Hoffnung sei.

Silence Radio (Radio Silence, Schweiz/Mexiko 2019)

Regie: Juliana Fanjul

Drehbuch: Juliana Fanjul

mit Carmen Aristegui

Sprachfassung: Spanisch mit deutschen Untertiteln

Länge: 78 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Alle aktuellen Bezugsmöglichkeiten findet ihr hier.

Hinweise

Homepage zum Film

Moviepilot über „Silence Radio“

Wikipedia über Carmen Aristegui (deutsch, englisch)

The Dissident (The Dissident, USA 200)

Regie: Bryan Fogel

Drehbuch: Bryan Fogel, Mark Monroe

mit Jamal Khashoggi (Archivaufnahmen), Hatice Cengiz, Omar Abdulaziz, John O. Brennan, Anthony J. Ferrante, Abdulhamit Gul, David Ignatius, Agnès Callamard, Irfan Fidan, Shane Harris, David Kaye, Recep Killic, Fred Ryan

Länge: 118 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Alle aktuellen Bezugsmöglichkeiten findet ihr hier.

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „The Dissident“

Metacritic über „The Dissident“

Rotten Tomatoes über „The Dissident“

Wikipedia über „The Dissident“ und Jamal Khashoggi (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 20. April: Burn after reading – Wer verbrennt sich hier die Finger?

April 19, 2021

Servus TV, 20.15

Burn after reading – Wer verbrennt sich hier die Finger? (Burn after reading, USA 2008)

Regie: Joel Coen, Ethan Coen

Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen

Nach dem düsteren “No Country for old Men” lieferten die Coen-Brüder wieder eine ihrer schwarzhumorigen Komödie à la “Fargo” und “The Big Lebowski” ab. Wenn auch nicht so gelungen kultig.

In „Burn after reading“ will ein CIA-Agent sich für seine Entlassung rächen. Er schreibt seine unverhüllten Memoiren und verliert das sich auf einer CD befindende Manuskript. Es fällt, wenig überraschend, in die Hände eines Fitness-Trainers, der endlich das große Geld machen will. Einige andere Trottel versuchen ebenfalls ihren Schnitt zu machen.

Mit George Clooney, Brad Pitt, Frances McDormand, John Malkovich, Tilda Swinton, Richard Jenkins, David Rasche, J. K. Simmons, Olek Krupa

Wiederholung: Mittwoch, 21. April, 00.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „Burn after reading“

Metacritic über „Burn after reading“

Rotten Tomatoes über „Burn after reading“

Wikipedia über „Burn after reading“ (deutsch, englisch)

„You know, for kids!“  – The Movies of the Coen Brothers (eine sehr umfangreiche Seite über die Coen-Brüder)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Meine Besprechung von Michael Hoffmans “Gambit – Der Masterplan” (Gambit, USA 2012 – nach einem Drehbuch von Joel und Ethan Coen)

Meine Besprechung des Coen-Films “Inside Llewyn Davis” (Inside Llewyn Davis, USA/Frankreich  2013)

Meine Besprechung des Coen-Films „Hail, Caesar!“ (Hail, Caesar!, USA/Großbritannien 2016)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 19. April: Hühnchen in Essig

April 18, 2021

Arte, 21.50

Hühnchen in Essig (Poulet au vinaigre, Frankreich 1985)

Regie: Claude Chabrol

Drehbuch: Dominique Roulet, Claude Chabrol

LV: Dominique Roulet: Un mort en trop, 1982 (Gegenmaßnahmen)

Inspektor Lavardin soll in einem kleinen Dorf einen Mord aufklären. Dabei ist er nicht besonders zimperlich.

Zynisches Porträt einer Provinzstadt und ihrer honorigen Bewohner, die alle mindestens ein Geheimnis haben. Aufgrund des Erfolges drehte Chabrol einen weiteren Lavardin-Spielfilm und es entstand eine kleine Fernsehreihe, die nicht mehr den gemeinen Humor des Originals hatte.

„Inspektor Lavardin ist (…) ein sorgfältiger Beobachter bourgeoiser Dekadenz, steht den Figuren mit galligem Sarkasmus gegenüber und scheint geradezu eine Schadenfreude daran zu haben, den ehrbaren Bürger eines Verbrechens zu überführen.“ (Meinolf Zurhorst: Lexikon des Kriminalfilms)

„Dass alle Personen ihre Ziele mit radikalen Mitteln verfolgen (selbst die gutmütige Hélène stiehlt ungeniert Geld aus der Portokasse), schafft eine Art moralisches Niemandsland, und wie in dieser verkehrten Welt schließlich doch das Gute heranwächst, das verleiht ‚Hühnchen in Essig’ (Poulet au vinaigre) trotz des burlesken Grundtons märchenhafte Züge, darin vergleichbar mit ‚Der Riss’ (La rupture).“ (Claude Chabrol, Hanser Reihe Film 5)

Mit Jean Poiret, Stéphane Audran, Michel Bouquet, Caroline Cellier

Hinweise

Rotten Tomatoes über “Hühnchen in Essig”

Wikipedia über “Hühnchen in Essig” (deutsch, englisch, französisch)

Mein Nachruf auf Claude Chabrol

Claude Chabrol in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 18. April: Bonnie und Clyde

April 17, 2021

Arte, 20.15

Bonnie und Clyde (Bonnie and Clyde, USA 1967)

Regie: Arthur Penn

Drehbuch: David Newman, Robert Benton, Robert Towne (Special Consultant)

Die Geschichte von Bankräuber Clyde Barrow (Warren Beatty) und seiner Geliebten Bonnie Parker (Faye Dunaway) von ihrer ersten Begegnung bis, wenige Jahre später, zu ihrem Tod am 23. Mai 1934 in Louisiana. Dazwischen rauben das Liebespaar und ihre Bande im US-amerikanischen Hinterland Banken aus, töten und werden von den Texas Rangers verfolgt.

Ein Klassiker, einer meiner Lieblingsfilme und erstaunlicherweise heute erstmals der TV-Tagestipp.

mit Warren Beatty, Faye Dunaway, Michael J. Pollard, Gene Hackman, Estelle Parsons, Denver Pyle, Gene Wilder

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Bonnie und Clyde“

Wikipedia über „Bonnie und Clyde“ (deutsch, englisch)

Kriminalakte: Mein Nachruf auf Arthur Penn

Arthur Penn in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 17. April: Kursk

April 16, 2021

Servus TV, 20.15

Kursk (Kursk, Belgien/Frankreich/Norwegen 2018)

Regie: Thomas Vinterberg

Drehbuch: Robert Rodat

LV: Robert Moore: A Time to Die: The Untold Story of the Kursk Tragedy, 2002 (aktualisierte Neuausgabe unter „Kursk“)

TV-Premiere. Angenehm unpathetische Rekonstruktion der Tragödie der „Kursk“. Im August 2000 explodiert in dem russischen U-Boot ein Torpedo. Die meisten Besatzungsmitglieder sterben sofort. 23 Männer überleben die Explosion und kämpfen anschließend um ihr Leben, während die Rettungsaktionen erschreckend langsam anlaufen und das russische Militär internationale Hilfe ablehnt.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Matthias Schoenaerts, Léa Seydoux, Peter Simonischek, August Diehl, Max von Sydow, Colin Firth, Bjarne Henriksen, Magnus Millang, Artemiy Spiridonov, Joel Basman, Matthias Schweighöfer, Pernilla August, Martin Brambach

Wiederholung: Sonntag, 18. April, 00.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „Kursk“

Metacritic über „Kursk“

Rotten Tomatoes über „Kursk“

Wikipedia über „Kursk“ und die Kursk (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Thomas Vinterbergs „Am grünen Rand der Welt“ (Far from the Madding Crowd, USA/Großbritannien 2015)

Meine Besprechung von Thomas Vinterbergs „Die Kommune“ (Kollektivet, Dänemark 2016)

Meine Besprechung von Thomas Vinterbergs „Kursk“ (Kursk, Belgien/Frankreich/Norwegen 2018)


TV-Tipp für den 16. April (+ Buchtipp): L. A. Confidential

April 15, 2021

3sat, 22.25

L.A. Confidential (L. A. Confidential, USA 1997)

Regie: Curtis Hanson

Drehbuch: Brian Helgeland

LV: James Ellroy: L. A. Confidential, 1990 (Stadt der Teufel, L. A. Confidential)

Drei unterschiedliche Polizisten versuchen einen Mord aufzuklären und müssen dabei einen tiefen Sumpf aus Drogen, Sex, Gewalt und Abhängigkeiten trockenlegen.

Grandiose Verfilmung eines grandiosen Buches, das den Deutschen Krimipreis erhielt.

Brian Helgeland schaffte das scheinbar unmögliche: er raffte den 500-seitigen Thriller gelungen zu einem etwa zweistündigen Film zusammen und erhielt dafür einen Oscar. Kim Basinger für ihre Rolle als Edelhure erhielt ebenfalls die begehrte Trophäe. Den Edgar gab es natürlich ebenfalls.

mit Kevin Spacey, Russell Crowe, Guy Pearce, James Cromwell, Kim Basinger, Danny DeVito, David Strathairn, Ron Rifkin, Paul Guilfoyle, Simon Baker

Lesetipp

„Jener Sturm“ (This Storm, 2019), der zweite Band von James Ellroys zweitem L.A.-Quartett, ist inzwischen seit einigen Monaten erhältlich.

Die 1942 in Los Angeles spielende, Wahrheit und Fiktion vermischende Story schließt an „Perfidia“, den ersten Band an. „Der Schock von Pearl Harbour sitzt tief. Ansässige Japaner werden zusammengetrieben und interniert. Es gibt ein mörderisches Feuer und einen Goldraub. Es gibt einen Verrat subversiver Kräfte auf amerikanischem Boden. Es gibt einheimische Nazis, Kommunisten und Betrüger. Es ist der Aszendent des Populismus. Es gibt zwei tote Polizisten in einer Spelunke auf dem Jazz-Club-Strip. Und drei Männer und eine Frau haben ein heißes Date mit der Geschichte.“ (so der Verlag vielversprechend über das Buch).

James Ellroy: Jener Sturm (Das zweite L.A.-Quartett 2)

(aus dem Amerikanischen übersetzt von Stephen Tree)

Ullstein, 2020

976 Seiten

35 Euro

Hinweise

Rotten Tomatoes über „L. A. Confidential“

Wikipedia über „L. A. Confidential“ (deutsch, englisch)

SPLICEDwire: Interview mit James Ellroy zu “L. A. Confidential” (1997)

Drehbuch „L. A. Confidential“ von Brian Helgeland

Homepage von James Ellroy

Wikipedia über James Ellroy (deutsch, englisch)

Meine Besprechung der James-Ellroy-Verfilmung “Rampart – Cop außer Kontrolle” (Rampart, USA 2011)

Meine Besprechung von James Ellroys Underworld-USA-Trilogie (Ein amerikanischer Thriller, Ein amerikanischer Albtraum, Blut will fließen)

Meine Besprechung von James Ellroys “Der Hilliker-Fluch – Meine Suche nach der Frau” (The Hilliker Curse – My Pursuit of Women, 2010)

Meine Teilbesprechung von James Ellroys “Perfidia” (Perfidia, 2014)

James Ellroy in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 15. April: Mörder ohne Erinnerung

April 14, 2021

Servus TV, 22.10

Mörder ohne Erinnerung (De zaak Alzheimer, Niederlande/Belgien 2003)

Regie: Erik van Looy

Drehbuch: Carl Joos, Erik van Looy

LV: Jef Geeraerts: De zaak Alzheimer, 1985

Ein Auftragsmörder wendet sich gegen seine Auftraggeber, einen Pädo-Ring, und bringt sie um. Zunehmend gehemmt ist er dabei von seinem fortschreitenden Alzheimer.

In Deutschland erlebte der spannende Thriller seine Premiere auf dem Fantasy-Filmfest und wurde anschließend nur als DVD veröffentlicht.

Geheimtipp“ (Fantasy Filmfest)

Düsterer, realistisch anmutender Soziokrimi von überraschender Qualität.“ (Just: Film-Jahrbuch 2005)

Jef Geeraerts schrieb seinen Roman lange vor dem Belgien und Europa erschütternden Fall Dutroux.

Mit Jan Decleir, Koen de Bouw, Wernder de Smedt, Jo de Meyere

auch bekannt als „Totgemacht – The Alzheimer Case“ und „Lost Memory – Killer ohne Erinnerung“

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Mörder ohne Erinnerung“

Wikipedia über „Mörder ohne Erinnerung“ (deutsch, englisch) und Jef Geeraerts

Meine Besprechung von Erik van Looys „The Loft“ (The Loft, USA 2014)


TV-Tipp für den 14. April: Die Entführung der U-Bahn Pelham 123

April 13, 2021

Nitro, 20.15

Die Entführung der U-Bahn Pelham 123 (The Taking of Pelham 123, USA 2009)

Regie: Tony Scott

Drehbuch: Brian Helgeland

LV: John Godey: The Taking of Pelham One Two Three, 1973 (Abfahrt Pelham 1 Uhr 23)

In New York nehmen Gangster die Passagiere einer U-Bahn als Geisel. Sie fordern binnen einer Stunde 10 Millionen Dollar Lösegeld. Ein Fahrdienstleiter beginnt mit den Verhandlungen.

Für das Update des 1973er Thriller-Klassikers „Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123“ von Joseph Sargent, nach einem Drehbuch von Peter Stone, mit Walter Matthau, Robert Shaw und Martin Balsam musste Brian Helgeland nicht viel tun. Denn Romanautor John Godey hat sich eine ebenso einfach, wie spektakuläre Story ausgedacht. Da musste Brian Helgeland nur der Story folgen und aus den vielen im Buch auftretenden Charakteren (die so auch ein Bild der US-amerikanischen Gesellschaft in den frühen Siebzigern entstehen lassen) die für einen Film wichtigen auswählen. Tony Scott bebilderte dann das ganze mit einer für seine Verhältnisse angenehm zurückhaltenden Regie.

Aber während die 1973er-Version immer noch thrillt, bedient Scott einfach nur ziemlich glatt und damit auch vorhersehbar-langweilig die Spannungsmachinerie. Es ist nicht wirklich Falsches in „Die Entführung der U-Bahn Pelham 123“, aber auch nichts, was zum wiederholten Ansehen reizt.

Danach, um 22.00 Uhr, zeigt Nitro den Entführungsthriller „Mann unter Feuer“ (USA 2004). Ebenfalls von Tony Scott und ebenfalls mit Denzel Washington. Aber nicht so gelungen.

mit Denzel Washington, John Travolta, Luis Guzmán, John Turturro, James Gandolfini

Wiederholung: Donnerstag, 15. April, 00.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Metacritic über “Die Entführung der U-Bahn Pelham 123″

Rotten Tomatoes über “Die Entführung der U-Bahn Pelham 123″

Wikipedia über “Die Entführung der U-Bahn Pelham 123″ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von John Godeys „Abfahrt Pelham 1 Uhr 23“ (The Taking of Pelham One Two Three, 1973)

„The Taking of Pelham 123“ in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 13. April: Misshandelt und umerzogen – Kanadas First Nations

April 12, 2021

Arte, 21.35

Misshandelt und umerzogen – Kanadas First Nations (Tuer l’indien dans le coeur de l’enfant, Frankreich 2021)

Regie: Gwenlaouen Le Gouil

Drehbuch: Gwenlaouen Le Gouil

Brandneue 75-minütige Doku über den Umgang Kanadas mit ihren Ureinwohnern. Bis 1996 wurden über 150.000 indigene Kinder von ihren Eltern getrennt und in Internaten untergebracht. Dort wurden sie nach westlichem Vorbild erzogen und misshandelt. Heute fordern Überlebende Entschädigung für ihr Leid. Gwenlaouen Le Gouil begleitet einige von ihnen bei ihrem Kampf.

Hinweise

Arte über die Doku (in der Mediathek bis zum 11. Juni 2021)

Wikipedia über Gwenlaouen Le Gouil und die First Nations (deutsch, englisch)