Neu im Kino/Filmkritik: Über „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“

Juni 29, 2023

Der letzte Auftritt von Indiana Jones liegt schon fünfzehn Jahre zurück und er war nicht gut. „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ ist ein zugequasselter Actionfilm mit einigen überaus idiotischen Szenen. Im Umfeld der Premiere erklärte Indiana-Jones-Darsteller Harrison Ford, er würde bei einem weiteren Indiana-Jones-Film gerne wieder die Hauptrolle spielen. Seitdem gab es Gespräche über einen fünften Indiana-Jones-Film. Steven Spielberg, der die ersten vier Indiana-Jones-Filme inszenierte, sollte auch den fünften Film inszenieren. Die Dreharbeiten verzögerten sich immer wieder und ich fragte mich schon vor Jahren, ob ich einen achtzigjährigen Indiana Jones sehen möchte. Denn die Macher verständigten sich darauf, dass Indiana Jones im Kino nur von Harrison Ford gespielt wird. Es gibt ja noch eine TV-Serie und, genaugenommen, gibt es sogar in den Spielfilmen einen zweiten Indiana-Jones-Darsteller. In „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ wird Indiana Jones als Teenager von River Phoenix gespielt. Doch Harrison Ford als Hauptdarsteller war gesetzt. Es gibt nur ein Problem. Diese Filme leben von der Action und ein Achtzigjähriger ist nicht mehr so fit wie ein Vierzigjähriger. Er läuft nicht mehr so schnell. Er schlägt nicht mehr so schnell zu. Alles geht langsamer. James Mangold, zuletzt „Le Mans 66: Gegen jede Chance“ und „Logan“, übernahm die Regie. Und es gab schon während der Dreharbeiten Bilder von einen mittels Computerhilfe digital verjüngten Indiana Jones.

Diese Bilder sind im eine gute halbe Stunde dauernden Prolog von „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ zu sehen und sie noch das Beste an dem Actionfilm. Das liegt an den ständigen Verbesserungen der benutzten Computerprogramme und einem beherzten Griff in das Archiv der Produzenten, wo unzählige Aufnahmen von Harrison Ford, die während den Dreharbeiten für die ersten drei Indiana-Jones-Filme entstanden und niemals benutzt wurden, lagerten. Außerdem wurden die Actionszenen so inszeniert, dass Harrison Ford sich bei den neueren Aufnahmen eher wenig bewegen muss.

1944 kabbeln sich Indiana Jones und sein Freund Basil Shaw (Toby Jones ) in einer Burg und einem Zug mit einem Haufen Nazis über einige historische Artefakte. Das wichtigste ist die Antikythera, ein von Archimedes erfundenes Gerät, das, so heißt es, Zeitreisen ermöglicht.

Die Hauptstory des zweieinhalbstündigen Films beginnt dann 1969 in New York. Jones wird gerade pensioniert und ehe er sich selbstmitleidig seinem ungeliebten Ruhestand ergeben kann, wird er von Helena Shaw (Phoebe Waller-Bridge) angesprochen. Basils Tochter ist seine lange nicht mehr gesehene Patentochter. Sie sucht die Antikythera. Er kann ihr helfen. Denn die eine Hälfte dieses historischen Geräts verstaubt im Archiv der Universität. Die andere Hälfte muss noch gefunden werden.

Das ist der Beginn einer wilden Hatz um den halben Globus in verschiedene nordafrikanische Länder, nach Griechenland und ins Mittelmeer. Halt die Gegend, die vor Jahrhunderten mehr oder weniger zu Griechenland gehörte.

Bei dieser Schnitzeljagd von Hinweis zu Hinweis, von Actionszene zu Actionszene, ist Helena Shaw mal eine kaltschnäuzige Diebin, mal Jones‘ gleichgesinnte Helferin, die ihm aus der Patsche hilft. Gerade so, wie es dem Regisseur gerade gefällt.

Jones‘ Hauptgegner ist der Nazi Jürgen Voller (Mads Mikkelsen), dem er bereits 1944 begegnete. Er sucht immer noch die Antikythera. Mit ihr will er die Geschichte neu schreiben.

Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ ist ein Zugunglück in Zeitlupe. Fast alle Fehler des vorherigen Films werden wiederholt. Einige zum Glück nicht. Ich sage nur Kühlschrank, Lianen, Schlange/Seil und das außerirdische Aussehen der Kristallschädel. Dafür werden neue gemacht, wie den ernst gemeinten dritten Akt, der eher wie eine Drogenfantasie wirkt. Und es wird noch mehr um Harrison Fords Alter heruminszeniert. Es gibt sich elend lang hinziehende Dialoge, in denen uns historische Hintergründe erklärt werden, die uns nicht weiter interssieren und die ohne irgendein Gefühl für Suspense inszeniert werden. Mangold präsentiert in diesen Szenen einfach nur zwei in einem Raum sitzende Menschen, die als sprechende Köpfe uns mit Informationen füttern.

Die Action wurde zwar teilweise real gedreht. Trotzdem wirkt sie immer sehr CGI-lastig und sie ist oft so geschnitten, dass die einzelnen Handlungsabläufte nur nachträglich rekonstruiert werden können. Da sind die Personen zuerst an dem einen, dann an einem anderen Ort. Wie sie von A nach B gelangte, müssen wir uns zusammenreimen.

Die Story ist ziemlich wirr. Beim ersten Film meinte Drehbuchautor Lawrence Kasdan, dass Steven Spielberg und George Lucas Ideen und Set Pieces in den Raum warfen und seine Aufgabe darin bestand, daraus ein kohärentes Drehbuch zu schreiben. Es gelang ihm. Bei diesem Film hatten die Verantwortlichen auch viele Ideen, die in den Raum geworfen wurden. Zum Beispiel eine Verfolgungsjagt mit einem Pferd in Manhattan, wie im dritten „John Wick“-Film, oder eine Autoverfolgungsjagd mit Tuk Tuks, so wie es in „Charlie staubt Millionen ab“ (The Italian Job, 1969) eine mit Mini Coopers gab, oder eine große Kneipenschlägerei oder, weil es im vorherigen Indiana-Jones-Film Aliens gab und Jones nicht auf den Mond geschickt werden kann, irgendetwas mit Zeitreisen. Das sind Ideen, aus denen man etwas machen kann. Nur gab es dieses Mal keinen Lawrence Kasdan, der aus den Ideen eine zusammenhängende und in sich schlüssige Geschichte formulierte. Stattdessen gibt es eine Abfolge von Actionszenen und Dialogen, bei denen die Figuren, teils sogar innerhalb von Szenen, ihre Motivation verändern. Zum Beispiel will Basil Shaw irgendwann nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in seinem Haus die Antikythera zerstören. Jones will das verhindern, weil man so etwas nicht tut. Shaw sagt, das die Antikythera gefährlich sei. Jones will sie dann mitnehmen und bei sich zu Hause zerstören. Shaw ist einverstanden. Und wir könnten Minuten darüber rätseln, wie die Sinneswandel von Jones und Shaw zustande kamen. In dem Moment haben wir das bereits aufgegeben.

Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ ist ein mit zweieinhalb Stunden überlanges, fast 300 Millionen US-Dollar teueres Werk zum Vergessen. Der konfus überladene Film zeigt gleichzeitig einen älteren und einen in allen für den Blockbuster-Erfolg wichtigen Aspekten nicht älter gewordenen Helden. Das Ergebnis ist ein alter Mann, der wie ein junger Mann agiert. Das funktioniert nicht. Denn die Vergangenheit ist Vergangenheit und irgendwann muss man das akzeptieren.

Ich habe keine Ahnung, warum die Macher diesen Film machen wollten und warum sie nicht einfach, wie bei James Bond, einen anderen Schauspieler für die Rolle engagierten. Denn gegen einen gut gemachten, naiven Abenteuerfilm über einen abenteuerlustigen Archäologen kann nichts gesagt werden und das Publikum dafür sollte es auch geben.

Aber das wäre ein anderer Film. Bis dieser Film im Kino läuft, können wir uns noch einmal die ersten drei, immer noch grandiosen Indiana-Jones-Filme „Jäger des verlorenen Schatzes“ (1980), „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ (1984) und „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ (1989) ansehen. Gerne auch wieder im Kino.

Indiana Jones und das Rad des Schicksals (Indiana Jones and the Dial of Destiny, USA 2023)

Regie: James Mangold

Drehbuch: Jez Butterworth, John-Henry Butterworth, David Koepp, James Mangold (basierend auf Charakteren von George Lucas und Philip Kaufman)

mit Harrison Ford, Phoebe Waller-Bridge, Mads Mikkelsen, Antonio Banderas, John Rhys-Davies, Ethann Isidore, Shaunette Renée Wilson, Thomas Kretschmann, Toby Jones, Boyd Holbrook, Olivier Richters, Karen Allen

Länge: 154 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“

Metacritic über „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“

Rotten Tomatoes über „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“

Wikipedia über „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von James Rollins’ Filmroman „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ (Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull, 2008)

Meine Besprechung von James Mangolds “Wolverine – Weg des Kriegers” (The Wolverine, USA 2013)

Meine Besprechung von James Mangolds „Logan – The Wolverine“ (Logan, USA 2017)

Meine Besprechung von James Mangolds „Le Mans 66: Gegen jede Chance“ (Ford v Ferrari, USA 2019)


TV-Tipp für den 29. Juni: Der ewige Gärtner

Juni 28, 2023

RBB, 20.15

Der ewige Gärtner (The constant gardener, Großbritannien/Deutschland 2005)

Regie: Fernando Meirelles

Drehbuch: Jeffrey Caine

LV: John le Carré: The constant gardener, 2001 (Der ewige Gärtner)

Der in Kenia lebende Diplomat Justin Quayle will herausfinden, wer seine politisch aktive Frau Tessa umbrachte.

Gute le-Carré-Verfilmung, die auch dem Autor gefällt.

Mit Falph Fiennes, Rachel Weisz, Danny Huston, Peter Postlethwaite, Anneke Kim Sarnau, Bill Nighy

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der ewige Gärtner“

Wikipedia über „Der ewige Gärtner“ (deutsch, englisch)

Homepage von John le Carré

seine Romane

Meine Besprechung von John le Carrés „Schatten von gestern“ (Call for the Dead, 1961)

Meine Besprechung von John le Carrés „Ein Mord erster Klasse“ (A Murder of Quality, 1962)

Meine Besprechung von John le Carrés „Geheime Melodie“ (The Mission Song, 2006)

Meine Besprechung von John le Carrés “Marionetten (A most wanted man, 2008)

Meine Besprechung von John le Carrés “Verräter wie wir” (Our kind of traitor, 2010)

Meine Besprechung von John le Carrés “Empfindliche Wahrheit” (A delicate truth, 2013)

Meine Besprechung von John le Carrés „Das Vermächtnis der Spione“ (A Legacy of Spies, 2017)

Meine Besprechung von John le Carrés „Federball“ (Agent running in the Field, 2019)

Meine Besprechung von John le Carrés „Silverview“ (Silverview, 2021)

neuere le-Carré-Verfilmungen

Meine Besprechung der John-le-Carré-Verfilmung “Bube, Dame, König, Spion” (Tinker, Tailor, Soldier, Spy, Großbritannien/Frankreich/Deutschland 2011)

Meine Besprechung der John-le-Carré-Verfilmung “A most wanted man” (A most wanted man, Deutschland/Großbritannien 2014) und der DVD

Meine Besprechung der John-le-Carré-Verfilmung „Verräter wie wir“ (Our Kind of Traitor, Großbritannien 2016)

Meine Besprechung der ersten beiden Episoden von Susanne Biers „The Night Manager“ (The Night Manager, Großbritannien/USA 2016) und der gesamten Miniserie

Mein Nachruf auf John le Carré

John le Carré in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 28. Juni: Der Chef

Juni 27, 2023

Arte, 20.15

Der Chef (Un Flic, Frankreich/Italien 1972)

Regie: Jean-Pierre Melville

Drehbuch: Jean-Pierre Melville

Polizist Coleman jagt den Nachtclubbesitzer Simon, mit dem er befreundet ist und der Überfälle begeht. Zwischen den beiden Männern steht Simons Freund Cathy.

Nach „Der eiskalte Engel“ und „Vier im roten Kreis“ war „Der Chef“ die dritte Zusammenarbeit von Alain Delon und Jean-Pierre Melville und zum ersten Mal spielte Delon einen Polizisten. Aber weil es Melville in „Der Chef“ auch um die Austauschbarkeit von Gangstern und Polizisten ging, unterschied Delons Rolle sich kaum von seinen vorherigen Rollen als Gangster. Melville räumt Coleman und Simon etwa gleich viel Leinwandzeit ein.

„Melvilles letzter Film (…) ist ein würdiger Abschluss im Werk eines seines Metiers und seiner Liebe zum Kino sicheren Ultra-Professionellen, der die düstersten und unheimlichsten, aber auch ästhetisch vollkommendsten und menschlichsten Filme schuf, die in Frankreich je gedreht worden sind.“ (Hans Gerhold: Un Flic in „Jean-Pierre Melville, Hanser Reihe Film 27, 1982)

„‘Un Flic’ ist vermutlich der kälteste Film Melvilles, und Alain Delon gelingt als Chef-Fahnder Edouard Coleman der Pariser Kriminalpolizei eine brillante Charakterstudie über die Einsamkeit und Isolation des professionellen Menschenjägers.“ (Wolfgang Schweiger: Der Polizeifilm, 1989)

Mit Alain Delon, Catherine Deneuve, Richard Crenna, Riccardo Cucciolla, Michel Conrad

Wiederholung: Donnerstag, 29. Juni, 14.15 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der Chef“

Wikipedia über „Der Chef“ (deutsch, englisch, französisch) und Jean-Pierre Melville (deutschenglischfranzösisch)

Guardian: Peter Lennon über Jean-Pierre Melville (27. Juni 2003)

Jean-Pierre Melville in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 27. Juni: Spy – Susan Cooper undercover

Juni 26, 2023

Kabel Eins, 20.15

Spy – Susan Cooper Undercover (Spy, USA 2015)

Regie: Paul Feig

Drehbuch: Paul Feig

Die Waffenhändlerin Rayna Boyanov (Rose Byrne) will eine Mini-Atombombe verkaufen. Und weil sie die Identitäten von allen CIA-Feldagenten kennt, kann nur Susan Cooper (Melissa McCarthy) das Geschäft verhindern. Denn bislang ist die CIA-Agentin, die noch keinen einzigen Außeneinsatz hinter sich hat, ein unbeschriebenes Blatt. Mit einer falschen Identität nähert sie sich in Paris Boyanov, die dort gerade die Atombombe verkaufen will.

Köstliche Agentenfilm-Parodie und Liebeserklärung an die James-Bond-Filme.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Melissa McCarthy, Jason Statham, Jude Law, Rose Byrne, Miranda Hart, Bobby Cannavale, Allison Janney, Peter Serafinowicz, Morena Baccarin, 50 Cent, Ben Falcone

Wiederholung: Mittwoch, 28. Juni, 03.35 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „Spy“

Metacritic über „Spy“

Rotten Tomatoes über „Spy“

Wikipedia über „Spy“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Paul Feigs „Taffe Mädels“ (The Heat, USA 2013)

Meine Besprechung von Paul Feigs „Spy – Susan Cooper Undercover“ (Spy, USA 2015)

Meine Besprechung von Paul Feigs „Ghostbusters“ (Ghostbuster, USA 2016)

Meine Besprechung von Paul Feigs „Nur ein kleiner Gefallen“ (A simple Favor, USA 2018) und der DVD

Meine Besprechung von Paul Feigs „Last Christmas“ (Last Christmas, Großbritannien 2019)

 


TV-Tipp für den 26. Juni: Rocco und seine Brüder

Juni 25, 2023

Arte, 22.10

Rocco und seine Brüder (Rocco e i suoi fratelli, Italien/Frankreich 1960)

Regie: Luchino Visconti

Drehbuch: Suso Cecchi D’Amico, Pasquale Festa Campanile, Massimo Franciosa, Enrico Medioli, Luchino Visconti (nach einer Geschichte von Luchino Visconti, Suso Cecchi D’Amico und Vasco Pratolini, inspiriert von einer Episode aus Giovanni Testoris Roman „Il ponte della Ghisolfa“)

Italien, fünfziger Jahre: Rosario zieht mit ihren vier Söhnen aus dem bitterarmen Süditalien nach Mailand. Dort hoffen sie auf ein besseres Leben.

Über drei Stunden zeigt Luchino Visconti in seinem Sozialdrama das Leben von Rocco (Alain Delon) und seinen Brüdern.

Heute ein unumstrittener Klassiker des Kinos (und damit auch des italienischen Kinos). Damals ein heftig umstrittener Film, der gekürzt und in Teilen Italiens nicht gezeigt wurde. Das SW-Drama wurde trotzdem ein Kassenerfolg und machte Alain Delon zum Star.

Arte zeigt die restaurierte Version von 2015, die auch früher zensierte Szenen enthält.

mit Alain Delon, Renato Salvatori, Annie Girardot, Katina Paxinou, Alessandra Panaro, Spiros Focas, Max Cartier, Corrado Pani, Rocco Vidolazzi, Claudia Cardinale

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Rocco und seine Brüder“

Wikipedia über „Rocco und seine Brüder“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Luchino Viscontis „Der Leopard“ (Il Gattopardo, Italien 1962) (ebenfalls mit Alain Delon)


TV-Tipp für den 25. Juni: Indiana Jones und der letzte Kreuzzug/Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Juni 24, 2023

Sat.1, 20.15

Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (Indiana Jones and the last crusade, USA 1989)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Jeffrey Boam (nach einer Geschichte von George Lucas und Menno Meyjes)

Dritter Auftritt von Indiana Jones. Dieses Mal sucht der Archäologe mit der Peitsche den Heiligen Gral, tut alles, damit er nicht den Nazis in die Hände fällt (das ist der leichte Teil) und er begegnet seinem Vater.

Und weil dieser von ‘James Bond’ Sean Connery gespielt wird, der wenig von seinem Sohn hält, ist für Spaß gesorgt. Außerdem gibt es viel gut gemachte Action.

mit Harrison Ford, Sean Connery, River Phoenix, Denholm Elliott, John Rhys-Davies, Julian Glover, Michael Byrne

Wiederholung: Montag, 26. Juni, 01.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Metacritic über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“

Rotten Tomatoes über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“

Wikipedia über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ (deutsch, englisch)

Sehenswerte Doku von 2020 über Indiana Jones

Sat.1, 22.55

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull, USA 2008)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: David Koepp (nach einer Geschichte von George Lucas und Jeff Nathanson, basierend auf einem Charakter von George Lucas und Philip Kaufman)

Buch zum Film: James Rollins: Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull, 2008 (Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels)

1957 will Indiana Jones einige überirdische Macht verleihende Kristallschädel finden, bevor die bösen Russen sie finden. Besonders wichtig ist der Kristallschädel aus Akator (aka El Dorado).

Nach drei genialen Indiana-Jones-Filmen ist der vierte Film mit dem abenteuerlustigen Archäologen eine riesengroße Enttäuschung.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung von Film und Filmroman.

Mit Harrison Ford, Cate Blanchett, Karen Allen, Shia LaBeouf, Ray Winstone, John Hurt, Jim Broadbent, Igor Jijikine, John Rhys-Davies

Wiederholung: Montag, 26. Juni, 03.25 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“

Wikipedia über „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant (The BFG, USA 2016)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Verlegerin“ (The Post, USA 2017)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Ready Player One“ (Ready Player One, USA 2018)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „West Side Story“ (West Side Story, USA 2021)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Fabelmans“ (The Fabelmans, USA 2022)

Steven Spielberg in der Kriminalakte

Meine Besprechung von James Rollins’ Filmroman „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ (Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull, 2008)


TV-Tipp für den 24. Juni: Jäger des verlorenen Schatzes/Indiana Jones und der Tempel des Todes

Juni 23, 2023

Sat.1, 20.15

Jäger des verlorenen Schatzes (Raiders of the Lost Ark, USA 1981)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Lawrence Kasdan (nach einer Geschichte von George Lucas und Philip Kaufman)

Am Donnerstag hat das Warten auf „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ ein Ende. Davor zeigt Sat.1 heute und morgen Abend noch einmal die bisherigen vier Kino-Abenteuer des unkonventionellen Archäologen. Indiana Jones fühlt sich nur außerhalb seines Hörsaals, mit Hut und Peitsche bewaffnet, wohl. Die Story? 1936 will Indiana Jones in Ägypten den Nazis die biblische Bundeslade wegschnappen.

Die ersten drei Indiana-Jones-Filme „Jäger des verlorenen Schatzes“, „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ und „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ sind Klassiker. Das kann über „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ nicht gesagt werden. Der fünfte Film schließt ziemlich nahtlos an den Vierten an.

Mit Harrison Ford, Karen Allen, Wolf Kahler, Paul Freeman, Ronald Lacey, John Rhys-Davies, Anthony Higgins, Alfred Molina (offizielles Spielfilm-Debüt)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Jäger des verlorenen Schatzes“

Wikipedia über „Jäger des verlorenen Schatzes“ (deutsch, englisch)

Sehenswerte Doku von 2020 über Indiana Jones

Sat.1, 22.35

Indiana Jones und der Tempel des Todes (Indiana Jones and the Temple of Doom, USA 1984)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Willard Huyck, Gloria Katz (nach einer Geschichte von George Lucas)

Zweites Abenteuer von Indiana Jones: düsterer und mehr Action als der erste Film.

Dieses Mal hilft er 1935 im Himalaya einer Dorfgemeinschaft. Ein Maharadscha mit finsteren Absichten hat ihren magischen Stein geklaut und ihre Kinder entführt.

mit Harrison Ford, Kate Capshaw, Ke Huy Quan, Amrish Puri, Roshan Seth, Philip Stone, Dan Aykroyd, Pat Roach

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Indiana Jones und der Tempel des Todes“

Wikipedia über „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant (The BFG, USA 2016)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Verlegerin“ (The Post, USA 2017)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Ready Player One“ (Ready Player One, USA 2018)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „West Side Story“ (West Side Story, USA 2021)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Fabelmans“ (The Fabelmans, USA 2022)

Steven Spielberg in der Kriminalakte

Meine Besprechung von James Rollins’ Filmroman „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ (Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull, 2008)


Neu im Kino/Filmkritik: Pixar ist jetzt “Elemental”

Juni 23, 2023

In den USA, wo “Elemental” bereits letzte Woche anlief, wird der neueste Pixar-Animationsfilm bereits als Flop gehandelt. Er kostete 200 Millionen US-Dollar und spielte am Startwochenende keine dreißig Millionen US-Dollar ein. Das ist einer der schlechtesten Kinostarts für einen Pixar-Film.

Bei den Kritikern und dem Publikum kam die Geschichte von Ember Lumen, die sich in Wade Ripple verliebt und mit dem Widerstand ihrer Familie und der Elemente zu kämpfen hat, gut an .

In Element City leben die Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft zusammen, aber auch getrennt voneinander. Vor allem Feuer und Wasser vertragen sich, wie jedes Kind weiß, nicht miteinander. Ember ist Feuer, Wade Wasser. Doch es kommt noch schlimmer. Ember ist ein Einwandererkind. Ihre Eltern wanderten aus Fireland nach Element City aus. Dort leben sie in einem Ghetto. Ihr Vater hat den kleinen Gemischtwarenladen „Fireplace“ eröffnet. Die ganze Familie hilft mit und irgendwann soll Ember den in der Nachbarschaft beliebten Laden übernehmen. Sie muss nur noch lernen, ihr Temperament zu zügeln. Denn nervige Kundschaft faucht sie schon einmal an und verbrannte Kunden sind schlechte Kunden.

Da platzt im Keller ein Rohr, überschwemmt ihn und Wade taucht aus dem Rohr auf. Er ist städtischer Inspektor in Element City, großherzig, leicht schusselig, easy-going und, in den falschen Momenten ein Paragraphenreiter. Deshalb meldet er den Wasserschaden seiner Vorgesetzten und gefährdet damit den Familienbetrieb.

Als Ember, die er ganz nett findet, ihm erklärt, was er angerichtet hat, will er ihr helfen.

Im Gegensatz zu früheren Pixar-Filmen ist “Elemental” ziemlich konventionell. Regisseur Peter Sohn erzählt eine Romeo-und-Julia-Liebesgeschichte zwischen Einwanderern und Einheimischen. Nur dass die ‚Menschen‘ jetzt die Eigenschaften der Elemente haben, ist neu und sorgt immer wieder für überraschende Momente. Zum Beispiel wenn Wade Ember seiner Familie in ihrer Wohnung vorstellt.

Das mag für Erwachsene etwas wenig sein, aber gerade jüngeren dürfte die gut gemachte und witzige Geschichte gefallen. Sie gewährt auch einen gelungenen Einblick in die Sorgen, Nöte und Hoffnungen von Einwanderern. Sie werden von den Einheimischen, die mit dem Feuer fremdeln, gemieden. Sie versuchen ihren Kindern ein besseres Leben zu geben. Sie versuchen den Spagat zwischen Anpassung an die neue Gesellschaft und der Bewahrung der eigenen Traditionen. Es geht auch um Werte, Traditionen, Toleranz und Weltoffenheit. Das alles wird so angesprochen, dass Kinder es verstehen können, ohne die Komplexität der Themen zu negieren. Es gibt eine starke Heldin – und Männer, die riesige Fontänen weinen. Vor allem Wade kann nicht genug weinen. Vor Freude.

„Elemental“ ist ein weiterer gelungener Pixar-Animationsfilm, der auch für Erwachsene gut ansehbar ist (was nicht von jedem Kinderfilm gesagt werden kann) und der eine sehr sympathische Botschaft hat. Sohns Film ist ein Film, den ich meinen Kindern empfehlen würde, wenn ich welche hätte. So müssen jetzt halt die Kinder anderer Leute reingehen.

Als Vorfilm läuft „Carl’s Date“ von Bob Peterson. In dem witzigen Kurzfilm begegnen wir wieder Carl Fredricksen und seinem Hund Dug, beide bekannt aus „Oben“. Dieses Mal wird Carl zu einem Date eingeladen. Dug gibt ihm Tipps, wie so ein Date erfolgreich verläuft. Jedenfalls bei Hunden.

Elemental (Elemental, USA 2023)

Regie: Peter Sohn

Drehbuch: John Hoberg, Kat Likkel, Brenda Hsueh (nach einer Geschichte von Peter Sohn , John Hoberg, Kat Likkel und Brenda Hsueh)

mit (im Original den Stimmen von) Leah Lewis, Mamoudou Athie, Ronnie Del Carmen, Shila Ommi, Wendi McLendon-Covey, Catherine O’Hara

(in der deutschen Fassung den Stimmen von) Emilia Schüle, Jannis Niewöhner

Länge: 101 Minuten

FSK: ab 0 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über “Elemental”

Metacritic über “Elemental”

Rotten Tomatoes über “Elemental”

Wikipedia über “Elemental”


TV-Tipp für den 23. Juni: James Bond 007: Man lebt nur zweimal/James Bond 007: Im Geheimdienst ihrer Majestät

Juni 22, 2023

Pro 7, 20.15

JAMES BOND: Man lebt nur zweimal (You only live twice, Großbritannien 1967)

Regie: Lewis Gilbert

Drehbuch: Roald Dahl

LV: Ian Fleming: You only live twice, 1964 (Man lebt nur zweimal)

Blofeld kapert Raumkapseln. James Bond wird losgeschickt dem schändlichen Treiben ein Ende zu bereiten. In Blofelds Zentrale, einem erloschenen Vulkan, treffen beide aufeinander.

Die erste Begegnung zwischen den Herren Bond und Blofeld (im Film – in den Büchern war die Reihenfolge etwas anders). Der Film ist eine ziemlich ermüdende Materialschlacht mit einem als Japaner verkleideten Bond.

„You only live twice“ ist das vorletzte Bond-Buch von Ian Fleming. Für den Film wurde eine vollkommen neue Story entworfen. Nur der Gegner (Blofeld) und der Ort der Handlung (Japan) sind gleich.

Ein interessanten Blick auf den damaligen Presserummel findet sich in Erich Kocians Buch „Die James Bond Filme“ (Heyne Filmbibliothek, Auflage egal). Kocian berichtete damals aus Japan über die Dreharbeiten unter ständiger Belagerung von Reportern und Fans.

Mit Sean Connery, Karin Dor, Donald Pleasence, Akiko Wakabayashi, Bernard Lee, Lois Maxwell, Desmond Llewelyn, Charles Gray

Die Vorlage

Ian Fleming: James Bond 007 – Man lebt nur zweimal

(neu übersetzt von Anika Klüver und Stephanie Pannen)

Cross Cult, 2013

288 Seiten

12,80 Euro

Hinweise

Rotten Tomatoes über „James Bond: Man lebt nur zweimal”

Wikipedia über „James Bond: Man lebt nur zweimal” (deutsch, englisch)

Pro7, 22.50

James Bond: Im Geheimdienst Ihrer Majestät (On her Majesty’s Secret Service, Großbritannien 1969)

Regie: Peter Hunt

Drehbuch: Richard Maibaum

LV: Ian Fleming: On her Majesty´s Secret Service, 1963 (007 James Bond im Dienst Ihrer Majestät; 007 James Bond im Geheimdienst Ihrer Majestät; 007 James Bond und sein gefährlichster Auftrag)

James Bond trifft in den Alpen auf seinen Erzfeind Blofeld.

Der Daily Herald meinte, „On her Majesty´s Secret Service“ sei das bis dahin beste Bond-Buch. Und der Film, der sich an die Buchvorlage hält, wäre auch der beste Bond-Film, wenn nicht George Lazenby, sondern Sean Connery die Hauptrolle gespielt hätte.

Mit George Lazenby, Diana Rigg, Telly Savalas, Ilse Steppat, Bernard Lee, Lois Maxwell, Desmond Llewelyn

Die Vorlage

Ian Fleming: James Bond: Im Geheimdienst Ihrer Majestät

(neu und vollständig übersetzt von Anika Klüver und Stephanie Pannen)

Cross Cult, 2013

384 Seiten

12,80 Euro

Hinweise

Rotten Tomatoes über „James Bond: Im Geheimdienst Ihrer Majestät“

Wikipedia über “James Bond: Im Geheimdienst Ihrer Majestät” (deutsch, englisch) und über James Bond (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romane “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung von John Gardners “James Bond – Kernschmelze” (James Bond – Licence Renewed, 1981; alter deutscher Titel “Countdown für die Ewigkeit”)

Meine Besprechung von John Gardners „James Bond – Der Mann von Barbarossa“ (James Bond – The Man from Barbarossa, 1991)

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von William Boyds James-Bond-Roman “Solo” (Solo, 2013)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz’ “James Bond: Trigger Mortis – Der Finger Gottes” (James Bond: Trigger Mortis, 2015)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz‘ „James Bond: Ewig und ein Tag“ (James Bond – Forever and a day, 2018)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz‘ „James Bond: Mit der Absicht zu töten“ (James Bond – With a mind to kill, 2022)

Meine Besprechung der TV-Miniserie „Fleming – Der Mann, der Bond wurde“ (Fleming, Großbritannien 2014)

Meine Besprechung von Sam Mendes’ James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

Meine Besprechung von Sam Mendes’ James-Bond-Film “Spectre” (Spectre, USA/GB 2015)

Meine Besprechung von Cary Joji Fukunaga James-Bond-Film „Keine Zeit zu sterben“ (No time to die, Großbritannien 2021)

Meine Besprechung von Danny Morgensterns „Unnützes James Bond Wissen“ (2020)

Kriminalakte: Mein Gespräch mit Danny Morgenstern über „Keine Zeit zu sterben“ und sein Buch „Das ultimative James-Bond-Quizbuch“ (1. Oktober 2021) (Sehbefehl?)

Meine Besprechung von cinemas (Hrsg.) „Inside James Bond“ (2022)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: Über Christoph Hochhäuslers „Bis ans Ende der Nacht“

Juni 22, 2023

Auf dem Papier klingt es ja noch interessant: ein Polizist und ein Spitzel sollen in einem Undercover-Einsatz einen Drogenhändler überführen.

Doch schon die ausführlichere Synopse des bewährten Plots stimmt skeptisch. Das scheint dann doch ziemlich gekünstelt zu sein. Und der Film ist hoffnungslos vermurkst. Lustlos bedient „Bis ans Ende der Nacht“ die verschiedenen Genretopoi und Klischees. Da gibt es etwas Noir, Polizeithriller, Fassbinder-Melodrama und deutsche Schlager, die nicht zum restlichen Film passen. Bestenfalls sind sie als eigenständiger Kommentar zum Film goutierbar. Regisseur Christoph Hochhäusler und Drehbuchautor Florian Plumeyer begraben in ihrem Film eine Beziehungsgeschichte, die durchaus Potential für einen gelungenen Film gehabt hätte, unter den Erfordernissen einer Kriminalgeschichte, für die sich nicht interessieren.

Der verdeckte Ermittler Robert Demant soll mit Leni Malinowski den Online-Drogenhändler Victor Arth überführen. Mit Victor war Leni vor ihrem aktuellen Gefängnisaufenthalt befreundet. Jetzt soll sie einen Kontakt zwischen Robert und Victor herstellen und für Robert, der sich als potentieller Drogenkäufer ausgibt, bürgen.

Schwierig wird der Einsatz, weil – und das wissen Roberts Vorgesetzte – Robert und Leni eine Beziehung haben. Vor Lenis Haft waren sie ein Liebespaar. Jetzt muss Robert mit seinen Gefühlen gegenüber Leni, die er als Mann kennen und lieben lernte, zurechtkommen. Außerdem ist sie drogenabhängig, hat ein elend langes Strafregister und ist eine in jeder Beziehung schwierige Person. Für den Undercover-Einsatz wurde sie mit einer vorzeitigen Entlassung geködert. Sie stimmte zu und verlangte, dass Robert ihr Partner ist.

Allein schon die Entscheidung dieses Pärchen, das sich in inniger Haßliebe verbunden ist, auf diese Mission zu schicken, ist der Weg zum Scheitern. Und macht den Krimiplot von der ersten bis zur letzten Sekunde unglaubwürdig.

Im Mittelpunkt des Krimidramas steht dann auch nicht der über weite Strecken des Films vollkommen ignorierte Krimiplot, sondern die schwierige Beziehung zwischen Robert und Leni und ihre sich entwickelnde Freundschaft zu dem Online-Drogenhändler und Discobetreiber Victor Arth und seiner Frau. Sie lernen sich bei einem ausführlich gezeigtem Tanzkurs kennen. Victor ist bei diesen Treffen charmant, überwacht seine Frau auf Schritt und Tritt und ist nie bei seinen beruflichen Tätigkeiten als Clubbesitzer und Drogenhändler zu sehen. Er könnte auch jeden anderen Beruf haben. Und er ist erstaunlich unbeeindruckt von Lenis Geschlechtsumwandlung, die er als Mann kennen lernte. Er akzeptiert ihre Geschlechtsumwandlung wie ein neues Etikett auf einer Bierflasche.

Diese Beziehungsgeschichten kommen gut ohne den Krimiplot aus. Sie wären sogar ohne den lustlos mitgeschleiften Krimiplot stärker.

Die nächste seltsame Entscheidung Hochhäuslers ist, Robert Demant zum Protagonisten zu machen. Alles kreist sich um seine widerstreitenden Gefühle gegenüber Leni. Dabei wäre die in jeder Beziehung äußerst problematische Leni die bessere Wahl gewesen. Ihre psychischen Probleme und, damit verbunden, die Probleme von Transpersonen sind interessanter als Roberts Selbstzweifel, die nur die Zweifel eines mittelalten weißen Mannes sind.

Bis ans Ende der Nacht (Deutschland 2023)

Regie: Christoph Hochhäusler

Drehbuch: Florian Plumeyer

mit Timocin Ziegler, Thea Ehre, Michael Sideris, Ioana Iacob, Rosa Enskat, Aenne Schwarz, Gottfried Breitfuß, Sahin Erylmaz, Ronald Kukulies

Länge: 120 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Bis ans Ende der Nacht“

Moviepilot über „Bis ans Ende der Nacht“

Rotten Tomatoes über „Bis ans Ende der Nacht“

Wikipedia über „Bis ans Ende der Nacht“ (deutsch, englisch)

Berlinale über „Bis ans Ende der Nacht“

Meine Besprechung von Christoph Hochhäuslers „Die Lügen der Sieger“ (Deutschland/Frankreich 2014)


Neu im Kino/Filmkritik: „No hard feelings“, nur ‚daten‘ im Auftrag der Eltern

Juni 22, 2023

Ihr Auto ist sie gerade losgeworden. Ihr Haus könnte als nächstes gepfändet werden. Denn Maddie (Jennifer Lawrence, schamlos) kann die Steuern für das schon etwas heruntergekommene Einfamilienhaus nicht bezahlen. Aber das Haus, in dem sie aufwuchs und das sie von ihrer Mutter erbte, möchte sie unbedingt behalten. Nur wie? Denn ohne eigenes Auto kann sie in Montauk, New York, nicht mehr als Uber-Fahrerin arbeiten.

Da entdeckt sie in der Zeitung eine Anzeige. In ihr suchen die Eltern des neunzehnjährigen Percy (Andrew Barth Feldman) eine Frau, die ihr Kind ‚dated‘. Das ist eine kaum verklausulierte Umschreibung für entjungfert. Als Lohn gibt es ein Auto. Die 32-jährige, sich für unwiderstehlich haltende Maddie denkt, dass sie das an einem Abend erledigen kann.

Dummerweise ist Percy sehr schüchtern und absolut desinteressiert an ihren offensiv vorgetragenen und präsentierten sexuellen Angeboten.

Wer die vorherigen Filme von Gene Stupnitsky, nämlich „Bad Teacher“ (nur Drehbuch) und „Good Boys“, kennt, hat eine ziemlich klare Vorstellung davon, in welche Richtung sich der Humor von „No hard feelings“ bewegen wird. Zwar beginnt die Komödie schwarzhumorig mit einigen Spitzen gegen den Kapitalismus und die reichen Leute, die auf Montauk die Preise verderben. Aber schnell wird deutlich, dass Stupnitsky nicht an einer ätzenden Satire auf den American Way of Life interessiert ist. Stattdessen geht es mit Zoten und Slapstick in Richtung Disney.

Das wird schon bei Maddies Vorstellungsgespräch mit Percys Eltern deutlich. Sie sind, gespielt von Matthew Broderick und Laura Benanti, keine durchgedrehten Helikopter-Eltern, sondern eher verständnisvolle, tiefentspannt-schluffige, passend zu ihren Möbeln gekleidete Millionäre mit Hippie-Attitüde. Sie sorgen sich wirlich um ihren Sohn sorgen und bemuttern ihn dabei mehr als nötig.

Die wenig subtilen Witze konzentrieren sich auf den Kampf um Percys Unschuld. Maddie und Percy sind, in bester Komödientradition, zwei vollkommen gegensätzliche Figuren. Sie ist freizügig, extrovertiert, unberechenbar und vollkommen verantwortungslos. Er ist schüchtern, rücksichtsvoll, verantwortungsvoll (so arbeitet er nach der Schule freiwillig in einem Tierheim) und interessiert an einer wahren Bindung. Sex ist für ihn, wie für ein Kind, kein Thema. Er ist der Trottel. Sie das Biest, das sich an ihm die Zähne ausbeißt, wahre Gefühle für ihn entwickelt und sich verändert in dieser Coming-of-Age-Komödie.

Letztendlich ist „No hard feelings“ ein harmloser, vulgärer und für US-Verhältnisse erstaunlich freizügiger Spaß. Bei uns reichte es nur für eine FSK-12.

No hard feelings (No hard feelings, USA 2023)

Regie: Gene Stupnitsky

Drehbuch: Gene Stupnitsky, John Phillips

mit Jennifer Lawrence, Andrew Feldman, Laura Benanti, Natalie Morales, Matthew Broderick, Scott MacArthur, Ebon Moss-Bachrach, Hasan Minhaj, Kyle Mooney

Länge: 104 Minuten

FSK: ab 12 Jahre (in den USA gab’s ein R-Rating für „sexual content, language, some graphic nudity and brief drug use“)

Hinweise

Moviepilot über „No hard feelings“

Metacritic über „No hard feelings“

Rotten Tomatoes über „No hard feelings“

Wikipedia über „No hard feelings“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 22. Juni: Ein letzter Job

Juni 21, 2023

RBB, 20.15

Ein letzter Job (King of Thieves, Großbritannien 2018)

Regie: James Marsh

Drehbuch: Joe Penhall

Auf einer Trauerfeier trifft Brian Reader (Michael Caine) einige alte Kumpels wieder. Sie schwelgen in Erinnerungen an frühere Verbrechen. Danach beschließen Berufsverbrecher, im Londoner Diamantenviertel die Schließfächer der Hatton Garden Safe Deposit zu leeren. Es soll ihr letzter Job vor dem Ruhestand werden.

TV-Premiere. Harmlos nostalgischer Spaß, mit einem Top-Ensemble. Also genau das richtige für einen lauschigen Sommerabend.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Michael Caine, Tom Courtenay, Jim Broadbent, Ray Winstone, Michael Gambon, Charlie Cox, Paul Whitehouse

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Ein letzter Job“

Metacritic über „Ein letzter Job“

Rotten Tomatoes über „Ein letzter Job“

Wikipedia über „Ein letzter Job“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von James Marshs David-Peace-Verfilmung „1980“ (Red Riding: In the Year of Our Lord 1980, Großbritannien 2009)

Meine Besprechung von James Marshs „Shadow Dancer“ (Shadow Dancer, Großbritannien/Irland/Frankreich 2012)

Meine Besprechung von James Marshs „Vor uns das Meer“ (The Mercy, Großbritannien 2017)

Meine Besprechung von James Marshs „Ein letzter Job“ (King of Thieves, Großbritannien 2018)


TV-Tipp für den 21. Juni: Withnail & I

Juni 20, 2023

Arte, 00.20

Withnail & I (Withnail and I, Großbritannien 1987)

Regie: Bruce Robinson

Drehbuch: Bruce Robinson

1969: zwei junge arbeitslose Schauspieler flüchten vor ihrem chaotischen Leben in London auf’s Land. Dort hoffen sie auf Ruhe und Erholung, kommen aber vom Regen in die Traufe.

TV-Premiere. Unglaublich, aber wahr. In Großbritannien ist „Withnail & I“ ein absoluter Kultfilm. Als der Guardian 2009 Filmkritiker und Regisseure nach dem besten britischen Film der letzten 25 Jahre fragte, landete „Withnail & I“ auf dem zweiten Platz. Auf dem ersten Platz landete „Trainspotting“.

In Deutschland lief er nie im Kino. 1997 wurde eine deutsche Synchronisation erstellt. 2007 erfolgte eine DVD-Veröffentlichung. 2012 eine Neuauflage. Und jetzt gibt es die überfällige TV-Premiere.

urkomische ’schwarze‘ Komödie“ (Lexikon des internationalen Films), die auf eigenen Erlebnissen von Bruce Robinson basiert.

mit Richard E. Grant, Paul McGann, Richard Griffiths, Ralph Brown, Michael Elphick, Daragh O’Malley

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Withnail & I“

Wikipedia über „Withnail & I“ (deutsch, englisch)

 


TV-Tipp für den 20. Juni: 37°: Radikal, gehasst, verzweifelt – Die letzte Generation

Juni 19, 2023

ZDF, 22.15

37°: Radikal, gehasst, verzweifelt – Die letzte Generation (Deutschland 2023)

Regie: Broka Herrmann

Drehbuch: Broka Herrmann

TV-Premiere. Halbstündige Doku über drei Aktivisten der Letzten Generation, ihr Umfeld und, vor allem, ihre Eltern.

Die Doku zeigt, wieder einmal, das Hauptproblem der Letzten Generation. Es wird über ihre Aktionen, aber nicht über ihre Forderungen gesprochen. Sie verärgern genau die Menschen, die sie für gesellschaftliche und politische Veränderungen bräuchten, während die Entscheider in der Politik und der Wirtschaft ungestört weitermachen können. D. h. bis jetzt bringen ihre Aktionen sie nicht näher an ihr Ziel. Eher scheinen sie sich weiter von ihm zu entfernen.

Die im Film gezeigten Personen scheinen trotzdem bei der gewählten Kleben-bis-die-Polizei-kommt-Strategie zu bleiben.

Hinweise

ZDF über die Doku (ab 8.00 Uhr in der Mediathek)

Wikipedia über die Letzte Generation

Homepage der Letzten Generation


TV-Tipp für den 19. Juni: Matador

Juni 18, 2023

Arte, 22.20

Matador (Matador, Spanien 1986)

Regie: Pedro Almodóvar

Drehbuch: Pedro Almodóvar, Jesús Ferrero

Selten gezeigtes Frühwerk von Pedro Almodóvar – mit einer ziemlich mörderischen Geschichte. Es geht um einen Stierkampflehrer, der nicht mehr in die Arena darf und deshalb Frauen tötet; um seinen religiös erzogenen Schüler, der ihn begehrt und mehrere Morde (die er nicht verübt hat) gesteht; und um eine Anwältin, die den Jüngling verteidigt und ihre Liebhaber mit einer Hutnadel ersticht. Als sie sich begegnen, wird es, nun, mörderisch und leidenschaftlich.

Die zeitgenössische Kritik meinte zum Kinostart: „einzigartigen, postmodernen Mischung aus Melodram und Farce“ (Fischer Film Almanach 1991)

mit Assumpta Serna, Antonio Banderas, Nacho Martínez, Eva Cobo, Julieta Serrano, Chus Lampreave, Carmen Maura, Bibi Andersen

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Matador“

Wikipedia über „Matador“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Pedro Almodóvars „Fliegende Liebende“ (Los amates Pasajeros, Spanien 2013)

Meine Besprechung von Pedro Almodóvars „Julieta“ (Julieta, Spanien 2016)

Meine Besprechung von Pedro Almodóvars „Leid und Herrlichkeit“ (Dolor y gloria, Spanien 2019)

Meine Besprechung von Pedro Almodóvars „Parallele Mütter“ (Madres paralelas, Spanien 2021)

Pedro Almodóvar in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 18. Juni: Mann nannte ihn Hombre

Juni 17, 2023

Arte, 20.15

Man nannte ihn Hombre (Hombre, USA 1967)

Regie: Martin Ritt

Drehbuch: Irving Ravetch, Harreit Frank jr.

LV: Elmore Leonard: Hombre, 1961 (Man nannte ihn Hombre)

Arizona, 1880: John Russell (Paul Newman) ist ein Weißer, der als Kind von Apachen entführt wurde und seitdem freiwillig bei ihnen lebt. Aufgrund einer Erbschaft benutzt er mit einigen Weißen die letzte Postkutsche von Sweetmary. Als die Postkutsche von Banditen überfallen wird, muss er sich entscheiden, ob er seinen Mitreisenden helfen will.

Eher selten gezeigter, von der Kritik gelobter und vom Publikum geliebter Klasse-Western, nach einem Frühwerk von Elmore Leonard. Die Western Writers of America nahmen „Hombre“ in ihre Liste der 25 besten Western auf.

„Ein Markstein wie John Fords ‚Stagecoach‘, nach dessen Rezept er aufgebaut ist und von dem ihn ein Vierteljahrhundert Western-Geschichte trennen. Wieder fährt die Postkutsche durch Arizona, aber diesmal sitzt der Indianer drinnen und die Schurken, von denen es drinnen und draußen wimmelt, sind Weiße.“ (Joe Hembus: Das Western-Lexikon)

Anschließend, um 22.00 Uhr, zeigt Arte die brandneue gut einstündige Doku „Paul Newman – Der unwiderstehliche Typ“ (Frankreich 2022). Und danach, um 22.55 Uhr die Doku „Sergio Leone – Spiel mir das Lied von Amerika“. Die hat zwar nichts mit Paul Newman, Martin Ritt oder Elmore Leonard zu tun, aber doch einiges mit dem Wilden Westen.

mit Paul Newman, Frederic March, Richard Boone, Diane Cilento, Cameron Mitchell, Barbara Rush, Martin Balsam

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Man nannte ihn Hombre“

Wikipedia über „Man nannte ihn Hombre“ (deutsch, englisch)

Homepage von Elmore Leonard

Meine Besprechung von Elmore Leoanrds “Raylan” (Raylan, 2012)

Meine Besprechung von Elmore Leonards “Raylan” (2012)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Dschibuti“ (Djibouti, 2010)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Djibouti“ (2010)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Road Dogs“ (Road Dogs, 2009)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Up in Honey’s Room“ (2007)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Gangsterbraut“ (The hot Kid, 2005)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Callgirls“ (Mr. Paradise, 2004)

Mein Porträt „Man nennt ihn Dutch – Elmore Leonard zum Achtzigsten“ erschien im „Krimijahrbuch 2006“

Meine Besprechung der Elmore-Leonard-Verfilmung „Sie nannten ihn Stick“ (Stick, USA 1983)

Meine Besprechung der Elmore-Leonard-Verfilmung „Killshot“ (Killshot, USA 2008)

Meine Meldung von Elmore Leonards Tod

Elmore Leonard in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Frank Göhre/Alf Mayers „King of Cool – Die Elmore-Leonard-Story“ (2019)


TV-Tipp für den 17. Juni: 24 Stunden in seiner Gewalt

Juni 16, 2023

Servus TV, 22.15

Desperate Hours – 24 Stunden in seiner Gewalt (Desperate Hours, USA 1990)

Regie: Michael Cimino

Drehbuch: Lawrence Kooner, Mark Rosenthal, Joseph Hayes

LV: Joseph Hayes: The desperate hours, 1954 (Roman), 1956 (Bühnenstück) (An einem Tag wie jeder andere)

Auf der Flucht nehmen Gangster die Familie Cornell als Geisel. Ein Psychoduell zwischen Geiselnehmern, Geiseln und einem das Haus belagerndem Riesenaufgebot der Polizei beginnt.

Das Original „An einem Tag wie jeder andere“ von William Wyler zeigte Humphrey Bogart in einer seiner letzten Rollen. Cimino befreite „An einem Tag wie jeder andere“ von dem Theatermief und drehte einen hochspannenden Thriller.

Mit Anthony Hopkins, Mickey Rourke, Elias Koteas, Mimi Rogers, Kelly Lynch, David Morse, Lindsay Crouse

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Desperate Hours“

Wikipedia über „Desperate Hours“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 16. Juni: James Bond 007: Goldfinger/James Bond 007: Feuerball

Juni 15, 2023

Zwei weitere Missionen für

Pro 7, 20.15

JAMES BOND: Goldfinger (Goldfinger, Großbritannien 1964)

Regie: Guy Hamilton

Drehbuch: Richard Maibaum, Paul Dehn

LV: Ian Fleming: Goldfinger, 1959

Goldfinger (Gert Fröbe) will Fort Knox ausräumen. James Bond (Sean Connery) hat etwas dagegen.

Mit „Goldfinger“ hatte sich James Bond endgültig im Kino etabliert und der Presserummel bei „Feuerball“ und „Man lebt nur zweimal“ war gigantisch. Ebenso die Zahl der mehr oder weniger missglückten Kopien in Buch und Film. Da scheint der heutige Rummel um „Harry Potter“/“Herr der Ringe“/“Krieg der Sterne“/“Matrix“/“X-Men“/“Marvel“ ein Klacks zu sein.

Mit Sean Connery, Gert Fröbe, Honor Blackman, Shirley Eaton, Harold Sakata, Bernard Lee, Lois Maxwell

Die Vorlage

Ian Fleming: Goldfinger

(neu übersetzt von Anika Klüver und Stephanie Pannen)

Cross Cult, 2013

400 Seiten

12,80 Euro

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Goldfinger“

Wikipedia über „Goldfinger“ (deutsch, englisch)

Pro 7, 22.35

JAMES BOND: Feuerball (Thunderball, Großbritannien 1965)

Regie: Terence Young

Drehbuch: Richard Maibaum, John Hopkins, Jack Whittingham

LV: Ian Fleming: Thunderball, 1961 (Feuerball)

Emilio Largo, Blofelds bester Mann, erpresst die britische Regierung mit der Drohung zwei Atomraketen auf westliche Großstädte abzufeuern. Anstatt zu bezahlen schickt die Regierung James Bond los – die Welt zu retten.

Bond auf den Bahamas und mit gaaaanz vielen Tauchern. Die Story zu „Feuerball“ basierte auf einem zusammen mit Kevin McClory entworfenem Filmtreatment. Nach einem Rechtsstreit durfte McClory 1983 ein Remake machen. Es hieß „Sag niemals nie“ (ebenfalls mit Connery und am Ende wieder mit gaaaanz vielen Taucher, – wegen des Copyrights)

Mit Sean Connery, Adolfo Celi, Claudine Auger, Luciana Paluzzi, Ric Van Nutter, Bernhard Lee, Martine Beswick, Desmond Llewlyn, Lois Maxwell

Die Vorlage

Ian Fleming: Feuerball

(übersetzt von Anika Klüver und Stephanie Pannen)

Cross-Cult, 2013

384 Seiten

12,80 Euro

Originalausgabe

Thunderball, 1961

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Feuerball“

Wikipedia über „Feuerball“ (deutsch, englisch) und über James Bond (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romane “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung von John Gardners “James Bond – Kernschmelze” (James Bond – Licence Renewed, 1981; alter deutscher Titel “Countdown für die Ewigkeit”)

Meine Besprechung von John Gardners „James Bond – Der Mann von Barbarossa“ (James Bond – The Man from Barbarossa, 1991)

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von William Boyds James-Bond-Roman “Solo” (Solo, 2013)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz’ “James Bond: Trigger Mortis – Der Finger Gottes” (James Bond: Trigger Mortis, 2015)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz‘ „James Bond: Ewig und ein Tag“ (James Bond – Forever and a day, 2018)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz‘ „James Bond: Mit der Absicht zu töten“ (James Bond – With a mind to kill, 2022)

Meine Besprechung der TV-Miniserie „Fleming – Der Mann, der Bond wurde“ (Fleming, Großbritannien 2014)

Meine Besprechung von Sam Mendes’ James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

Meine Besprechung von Sam Mendes’ James-Bond-Film “Spectre” (Spectre, USA/GB 2015)

Meine Besprechung von Cary Joji Fukunaga James-Bond-Film „Keine Zeit zu sterben“ (No time to die, Großbritannien 2021)

Meine Besprechung von Danny Morgensterns „Unnützes James Bond Wissen“ (2020)

Kriminalakte: Mein Gespräch mit Danny Morgenstern über „Keine Zeit zu sterben“ und sein Buch „Das ultimative James-Bond-Quizbuch“ (1. Oktober 2021) (Sehbefehl?)

Meine Besprechung von cinemas (Hrsg.) „Inside James Bond“ (2022)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: Welcome to „Asteroid City“, Mr. Wes Anderson

Juni 15, 2023

Asteroid City gibt es nicht. Es ist, wie ein sich superseriös gebender, anscheinend direkt aus den Fünfzigern kommender TV-Sprecher am Filmanfang erklärt, eine erfundene Stadt für ein Theaterstück, das jetzt präsentiert wird. Mit einem Blick hinter die Kulissen der Produktion des Theaterstücks, das jetzt ein Film ist, der im Film gezeigt wird. Mit diesem Wissen betreten wir die Welt von Asteroid City, einer Kleinstadt im Südwesten der USA. 87 Einwohner. Eine Tankstelle, Imbiss, Telefonzelle, ein Motel mit zehn Zimmern, eine Sternwarte und ein von einem Asteroideneinschlag verursachter Krater. Zuggleise und eine Straße führen durch die Ansammlung sehr sauberer, frisch gestrichener Bretterbuden. Die Straße wird immer wieder von einem sich vor der Polizei auf der Flucht befindendem Gangsterpärchen benutzt. Sie schießen auf den sie mit Blaulicht verfolgenden Polizeiwagen und rasen durch Asteroid City. Mal in die eine, mal in die andere Richtung.

An diesem Wochenende wird in Asteroid City, wie jedes Jahr, der Asteroidentag gefeiert. Mit mehreren jugendlichen Sternguckern, einem Wettbewerb für sie, einem Fünf-Sterne-General und einer Astronomin. Im Hintergrund sehen wir immer wieder einen Atompilz.

Wir befinden uns in den fünfziger Jahren, als der US-amerikanische Traum intakt war. Das US-Militär führt in der Wüste Tests mit Atombomben durch. Niemand stört sich daran. Die Ufo-Hysterie erreicht ungeahnte Ausmaße. Ein Außerirdischer stört dann auch die Feierlichkeiten zum Asteroidentag. Danach verhängt die Regierung erst einmal eine Quarantäne unbekannter Dauer über Asteroid City.

Wes Anderson beobachtet in seiner neuen Komödie „Asteroid City“ die zufällig in dem Ort in der Wüste (und im Film, im Theaterstück und den Proben für das Stück) zusammengewürfelten, überwiegend weißen Menschen. Gespielt werden sie von Hollywood-Stars, wie Jason Schwartzman, Scarlett Johansson, Tom Hanks, Jeffrey Wright, Tilda Swinton, Bryan Cranston, Edward Norton, Adrien Brody, Liev Schreiber, Steve Carell, Matt Dillon, Willem Dafoe, Margot Robbie, Tony Revolori und Jeff Goldblum als Alien. Die meisten spielten bereits in früheren Wes-Anderson-Filmen mit. Einige von ihnen haben nur kleine bis kleinste, aber prägnante Rollen. Teilweise sind sie in ihren Kostümen nicht zu erkennen.

Nach der Verhängung der Quarantäne warten sie. Sie langweilen sich. Sie reden miteinander über sich, Gott, die Welt und den Alien, der sie besucht hat und der sich mehr für einen Stein als für sie interessierte. Ein Plot will sich daraus nicht entwickeln. Wes Anderson versucht es noch nicht einmal. Er belässt es beim Spiel mit Meta-Ebenen, bei Zitaten, Anspielungen, Witzen und sorgsam inszenierten Beobachtungen. Einige Personen, wie der Kriegsfotograf Augie Steenbeck, ein Witwer und Vater von vier Kindern (die erst in Asteroid City erfahren, dass ihre Mutter seit drei Wochen tot ist und sie in einer Tupperdose begleitet), und die Marilyn-Monroe-blonde Schauspielerin Midge Campbell, sind öfter im Bild. Aber nicht mehr. Auch ihre Szenen bleiben Vignetten, die jeweils für sich allein stehen und die sich vor allem auf die sichtbare Oberfläche konzentrieren.

Das ist dann wie das Ansehen von präzise arrangierten Postkartenbildern. Jede Farbe stimmt. Im Hintergrund gibt es immer noch etwas zu entdecken. Und es ist wunderschön verschachtelt als Film im Theaterstück in den Proben und Arbeiten für das Theaterstück, das immer wieder von den Figuren kommentiert wird.

Intellektuell ist das natürlich ein Spaß. Auch beim zweiten oder dritten Ansehen.

Aber dieses Mal ist der Spaß auch äußerst blutleer. Keine Figur hat ein nennenswertes Eigenleben. Eine Story gibt es auch nicht. Es gibt nur einige Menschen, die einige Tage in Asteroid City festsitzen, warten und danach wieder ihr Leben leben.

Asteroid City“ ist eine Ansammlung von bekannten Wes-Anderson-Momenten, von denen jeder einzelne für sich gelungen und witzig ist. Als Gesamtwerk ist es trotzdem nicht mehr als ein sorgfältig kuratiertes Fotoalbum für seine Fans.

Asteroid City (Asteroid City, USA 2023)

Regie: Wes Anderson

Drehbuch Wes Anderson (basierend auf einer Idee von Wes Anderson und Roman Coppola)

mit Jason Schwartzman, Scarlett Johansson, Tom Hanks, Jeffrey Wright, Tilda Swinton, Bryan Cranston, Edward Norton, Adrien Brody, Liev Schreiber, Hope Davis, Stephen Park, Rupert Friend, Maya Hawke, Steve Carell, Matt Dillon, Hong Chau, Willem Dafoe, Margot Robbie, Tony Revolori, Jake Ryan, Jeff Goldblum, Grace Edwards, Aristou Meehan, Sophia Lillis, Ethan Josh Lee

Länge: 106 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Filmportal über „Asteroid City“ (weil auch deutsche Geld involviert ist)

Moviepilot über „Asteroid City“

Metacritic über „Asteroid City“

Rotten Tomatoes über „Asteroid City“

Wikipedia über „Asteroid City“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Wes Andersons „The Grand Budapest Hotel“ (The Grand Budapest Hotel, USA/Deutschland 2014)

Meine Besprechung von Wes Andersons „Isle of Dogs – Ataris Reise“ (Isle of Dogs, USA 2018)

Meine Besprechung von Wes Andersons „The French Dispatch“ (The French Dispatch, USA/Deutschland 2021)


Neu im Kino/Filmkritik: Superheld „The Flash“ spielt mit der Zeit

Juni 15, 2023

Du kannst die Vergangenheit nicht verändern.“

Wirklich? Es geht um meine Mutter. Sie darf nicht sterben.“

Zufällig entdeckt „The Flash“ Barry Allen, dessen Superfähigkeit ist, dass er sich wahnsinnig schnell bewegen kann, dass er in der Zeit zurückreisen kann; – wobei hier wohl zurücklaufen das zutreffendere Wort ist. Ihm ist natürlich klar, dass er bei so einer Zeitreise nichts großes verändern darf. Also beispielsweise einen Diktator töten. Aber wenn er eine Kleinigkeit verändert, die dazu führt, dass seine geliebte Mutter nicht ermordet und sein Vater für diese Tat nicht angeklagt wird, dann dürfte das kein Problem sein.

Ist es doch.

Zuerst einmal begegnet er in der Vergangenheit seinem jüngeren Ich, das ein verpeilter, vergnügungssüchtiger Slacker-Student ist. Barry ist dagegen ein überaus ernsthafter, junger Mann, der äußerst intelligent und schüchtern ist. Außerdem hat sein jüngeres Ich noch keine Ahnung von seinen Superheldenfähigkeiten. Er findet sie aber, als er davon erfährt, cool.

Dann gestaltet die geplante Rückreise in die Gegenwart sich als schwieriger als angenommen.

Und dann taucht auch noch General Zod auf. Er ist, wie Fans der DC-Superman-Geschichten und der vorherigen Kinofilme des DC Extended Universe (DCEU) wissen, ein Bösewicht vom Supermans Heimatplaneten Krypton. Er will die Erde vernichten.

Barry will das verhindern. Dafür braucht er die Hilfe seiner aus seiner Welt bekannten Freunde von der Justice League. Sie ist eine Superheldentruppe, zu der unter anderem Batman, Superman, Wonder Woman und Aquaman gehören.

Schon bei „Batman“ Bruce Wayne erlebt er seine erste Überraschung. Dieser Bruce Wayne lebt in einem heruntergekommenen Wayne Manor und er ist ein langhaariger, unrasierter Zausel, der wie Michael Keaton aussieht. Der Batman, den er kennt, sieht aus wie Ben Affleck.

Keaton-Batman erklärt ihm, mit der Hilfe von Spaghetti und Tomatensauce, was Barry mit seiner Zeitreise angerichtet hat. Auch im DC-Multiverse gibt es, wie uns vor einigen Tagen in „Spider-Man: Across the Spider-Verse“ für das Marvel-Multiverse erklärt wurde, viele verschiedene Zeitstränge, die voneinander unabhängig existieren. Dabei gibt es bestimmte Ereignisse, die in jedem Fall eintreffen. Einige Ereignisse können eintreffen. Und einiges kann ganz ganz anders sein. Aber in jedem Fall beeinflussen diese Zeitstränge sich nicht. Und Zeitreisen gibt es auch nicht. Wenn doch, führt das zu einem ziemlichen Chaos.

Nach dieser Erkärung machen sie sich auf die Suche nach Superman – und zum eine gute Stunde dauerndem Endkampf, der in seiner Ödnis nie die Brillanz der ersten Actionszene des Films erreicht. In dieser Szene überzeugt The Flash als gewitzer und improvisationsfreudiger Babretter. Im Finalkampf wird dann nur noch stumpf gegen General Zod gekämpft, während links und rechts, oben und unten gesichtslose Fußsoldaten sterben.

Nein, die Überraschungen bei „The Flash“ liegen nicht in der Hauptstory, sondern in den zahlreichen Auftritten bekannter Schauspieler und Figuren. Denn mit dem Multiverse gibt es jetzt nicht einen oder zwei, sondern unendlich viele Batmans. Bruce Wayne kann also in einem Film nicht nur aussehen wie Ben Affleck und Michael Keaton, sondern auch, nun, anders. Gleiches gilt auch für alle anderen Figuren. Nur General Zod wird, wie in vorherigen DCEU-Filmen, wieder von einem hoffnungslos unterfordertem Michael Shannon gespielt. Und einige Details wurden zwischen den Welten geändert. Zum Beispiel wie Batmans Haus und Höhle aussehen. Das ist dann etwas für die Fans, die munter eine Liste mit erkannten Anspielungen und Zitaten erstellen.

Andy Muschietti, der vorher die überzeugenden Horrorfilme „Mama“ und „Es“ inszenierte, erfüllt in seinem neuen Film klaglos die Anforderungen, die an einen Superheldenfilm gestellt werden. Das tut er gut, aber auch ohne irgendeine Überraschung. Das Ergebnis ist die Spielfilmversion von Malen nach Zahlen.

Deshalb unterscheiden sich die Kritikpunkte an „The Flash“ nicht von den aus fast allen neueren Superheldenfilmen bekannten Kritikpunkten. Das sind ein vergessenswerter Bösewicht, teils angesichts des Budgets atemberaubend schlechte Tricks und eine schlampig erzählte Geschichte. So dauert es in „The Flash“ ewig, bis General Zod auftaucht. Bis dahin zeigt Andy Muschietti uns, wie sehr Barry seine Mutter liebt, wie er sich in eine ehemalige Mitschülerin, die er jetzt als Journalistin wieder trifft, verliebt, wie er mit seinem jüngeren Ich plaudert und wie er mit Batman kämpft. Das ist unterhaltsam, aber auch immer wieder länger als nötig und so ähnlich inzwischen aus vorherigen Superheldenfilmen bekannt. Mit einer Szene am Ende des Abspanns, kommt „The Flash“ dann auf die inzwischen für Superheldenfilme übliche Laufzeit von ungefähr zweieinhalb Stunden.

Das gesagt steht „The Flash“ vor allem als Einzelfilm, der seit Jahren angekündigt und in der Planung war. Er kann auch ohne das Wissen des DCEU gesehen werden. Wobei etwas Wissen über die Figuren hilfreich ist. Aber alles für diesen Film wichtige erklärt Barry seinem jüngeren Ich.

The Flash“ könnte der erste und letzte Solofilm mit Ezra Miller als The Flash sein. Das liegt einerseits an seinem Verhalten in der Öffentlichkeit und damit verbundenen Rechtsstreitigkeiten. Inzwischen hat er gesagt, er habe psychische Probleme gehabt und befinde sich in Behandlung. Andererseits richten James Gunn und Peter Safran, die aktuell die Verantwortung für das DCEU haben, dieses komplett neu aus. Es ist dabei unklar, welchen Stellenwert Ezra Miller und The Flash im Rahmen dieser Neuausrichtung haben werden.

The Flash (The Flash, USA 2023)

Regie: Andy Muschietti

Drehbuch: Christina Hodson (nach einer Filmgeschichte von John Francis Daley, Jonathan Goldstein und Joby Harold, basierend auf DC-Figuren)

mit Ezra Miller, Sasha Calle, Ben Affleck, Michael Keaton, Michael Shannon, Ron Livingston, Antje Traue, Jeremy Irons, Temuera Morrison, Kiersey Clemons, Maribel Verdú

Länge: 144 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Moviepilot über „The Flash“

Metacritic über „The Flash“

Rotten Tomatoes über „The Flash“

Wikipedia über „The Flash“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Andy Muschiettis „Mama“ (Mama, Spanien/Kanada 2012)

Meine Besprechung von Andy Muschiettis Stephen-King-Verfilmung „Es“ (It, USA 2017)

Meine Besprechung von Andy Muschiettis Stephen-King-Verfilmung „Es Kapitel 2“ (It Chapter 2, USA 2019)