TV-Tipp für den 6. Juli: Der amerikanische Freund

Juli 5, 2022

BR, 00.00

Der amerikanische Freund (Deutschland/Frankreich 1976)

Regie: Wim Wenders

Drehbuch: Wim Wenders

LV: Patricia Highsmith: Ripley´s Game, 1974 (Ripley´s Game oder Regel ohne Ausnahme, Ripley´s Game oder Ein amerikanischer Freund)

Restaurator Jonathan hat Leukämie. Ripley bietet ihm einen gut bezahlten Mordauftrag an. Jonathan nimmt an und sein Leben gerät aus den Fugen.

Die freie Verfilmung des dritten Ripley-Romans ist eine der besten Highsmith-Verfilmungen. Wenders zu den Veränderungen: „Ich möchte, dass meine Filme von der Zeit handeln, in der sie entstehen, von den Städten, den Landschaften, den Gegenständen, von allen, die mitarbeiten, von mir. Diesen Spielraum hat mir Ripley´s Game gelassen. Weil er in der Arbeitsweise der Highsmith auch schon enthalten ist. Deshalb glaube ich, dass ich dem Buch doch nahe geblieben bin, so sehr ich mich auch davon entfernt habe. Es gibt nicht ´die Verfilmung´. Es gibt zwei grundverschiedene Sachen: Bücher und Filme. In ihnen kann eine gleiche ´Einstellung´ zu den Dingen vorhanden sein, aber nicht die gleichen Dinge.“

Stellvertretend für die vielen euphorischen Kritiken Hans C. Blumenberg: „Wenders zeigt den urbanen Alptraum, wie man ihn noch nie in einem europäischen Film gesehen hat: halb als uraltes, verkommenes Abbruchviertel, halb als futuristische Schreckenslandschaft…Die große Faszination dieses Films hat direkt mit seiner Vielschichtigkeit zu tun. Man kann ihn als pessimistischen Kommentar zur nachrevolutionären Bewußtseinskrise der späten siebziger Jahre verstehen, aber auch als brillanten Kriminalfilm, man kann ihn als urbanen Alptraum von der Zerstörung der Städte bewundern, aber man kann ihn auch als poetische Ballade einer Freundschaft lieben. Sein Reichtum, der nicht ohne Gefahren ist, erlaubt bei jedem Sehen neue Abenteuer, neue Entdeckungen.“ Außerdem entwarf er eine Gleichung: „Hitchcock + Ray + Scorsese = Wenders“ (die Gültigkeit dieser Gleichung für andere Wenders-Filme darf bezweifelt werden.)

Mit Bruno Ganz, Dennis Hopper, Lisa Kreuzer, Gérard Blain, Nicholas Ray, Samuel Fuller, Peter Lilienthal, Daniel Schmid, Lou Castel

Hinweise

Filmportal über „Der amerikanische Freund“

Rotten Tomatoes über „Der amerikanische Freund“

Wikipedia über „Der amerikanische Freund“ (deutsch, englisch) und Patricia Highsmith (deutsch, englisch)

Kaliber .38 über Patricia Highsmith (Bibliographie)

Krimi-Couch über Patricia Highsmith

Kirjasto über Patricia Highsmith

Wired for Books: Don Swain redet mit Patricia Highsmith (1987)

Gerald Peary redet mit Patricia Highsmith (Sight and Sound – Frühling 1988 )

Meine Besprechung von Hossein Aminis Patricia-Highsmith-Verfilmung “Die zwei Gesichter des Januars” (The two Faces of January, Großbritannien/USA/Frankreich 2014)

Meine Besprechung von Todd Haynes‘ Patricia-Highsmith-Verfilmung „Carol“ (Carol, USA/Großbritannien/Frankreich 2015)

Meine Besprechung von Wim Wenders’ “Hammett” (Hammett, USA 1982)

Meine Besprechung von Wim Wenders/Juliano Ribeiro Salgados “Das Salz der Erde” (The Salt of the Earth, Frankreich/Deutschland 2013)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Every thing will be fine“ (Deutschland/Kanada/Norwegen/Schweden 2015)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Die schönen Tage von Aranjuez“ (Les beaux jours d‘ Aranjuez, Deutschland/Frankreich 2016)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Grenzenlos“ (Submergence, USA 2017)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes“ (Pope Francis: A Man of his Word, Deutschland 2018)

Wim Wenders in der Kriminalakte

Homepage von Wim Wenders


Alter Scheiß? John Buchan: Der Übermensch

Juli 5, 2022

Edward Leithen ist Anwalt, Abgeordneter und einer der Menschen, die sich sehr für Erzählungen und Berichte aus fremden Ländern interessieren, aber selbst keinen Drang verspüren, ihre Heimat zu verlassen. In Leithens Fall ist das London und die nähere ländliche Umgebung. Trotzdem gerät er in eine weltumspannende Verschwörung. Es beginnt damit, dass der Abenteurer Charles Pitt-Heron spurlos verschwindet. Seine Spur verliert sich in Moskau. Danach reiste er anscheinend weiter Richtung Osten; verfolgt von einigen Männern mit wahrscheinlich unlauteren Absichten. Leithen will sich um die Sache kümmern.

Als bei einem Landausflug Leithens Auto nach einem Unfall fahruntüchtig ist, geht er zu einem Landhaus. Dort trifft er den Hausherrn Andrew Lumley. Er ist ein in der Öffentllichkeit unbekanntes, aber in den richtigen Kreisen geachtetes Mitglied der Gesellschaft und der skrupellose Kopf einer Verbrecherorganisation, die etwas mit Pitt-Herons Verschwinden zu tun hat. Als Lumley bemerkt, dass er Leithen nicht zur Kooperation bewegen kann, setzt er in London seine Killer auf ihn an.

Im Original erschien „Der Übermensch“ (The Power House) bereits 1913 als Fortsetzungsroman und drei Jahre später in einer gebundenen Ausgabe. Erst 2014 erschien die deutsche Übersetzung des Romans, die jetzt neu aufgelegt wurde. Für die aktuelle Ausgabe wurde sie durchgesehen und ergänzt um ein über dreißigseitiges Nachwort von Martin Compart. In dem informativen Nachwort schreibt Compart, dass Buchans erster Leithen-Roman „Der Übermensch“ der erste moderne Spionageroman sei.

Gesprieben wurde die Geschichte von John Buchan. Der Schotte lebte von 1875 bis 1940 und war unter anderem konservativer Abgeordneter, Journalist und Autor von 29 Romanen, 42 Sachbüchern, 10 Biographien und 4 Gedichtbänden. Am bekanntesten ist er für seine Romane, vor allem für seine Thriller mit Richard Hannay. Sein heute noch bekanntester, mehrfach verfilmter Roman „Die neununddreißig Stufen“ (The Thirty-nine Steps, 1915 ) gehört zur Hannay-Serie. Die bekannteste Verfilmung des Romans ist von Alfred Hitchcock. Heute läuft der 1935 entstandene Thriller ab und an, eher selten, im Fernsehen.

„Der Übermensch“ ist mit hundertzwanzig Seiten ein kurzer Thriller. Das führt dazu, dass John Buchan keine Zeit für Abschweifungen hat. Entsprechend schnell bewegt sich die Handlung vorwärts. Auf überflüssige Erklärungen wird verzichtet. Orte und Personen sind pointiert gezeichnet.

Trotzdem bleibt am Ende ein schales Gefühl zurück. Leithen hat zwar Angst vor seinen Verfolgern und diese existieren auch wirklich. Aber die Ziele der Verschwörer bleiben diffus. Und damit ist vollkommen unklar, ob überhaupt etwas gegen die Verschwörung getan werden sollte.

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John Buchan: Der Übermensch

(übersetzt von Jakob Vandenberg)

Elsinor Verlag, 2022

160 Seiten

16,80 Euro

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Durchgesehene Neuausgabe der im Elsinor Verlag erschienenen deutschen Erstausgabe von 2014, mit einem Nachwort von Martin Compart

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Originalausgabe

The Power-House

Blackwood’s Magazine, 1913 (als Fortsetzungsroman)

1916 (Buchausgabe)

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Hinweise

Wikipedia über John Buchan (deutsch, englisch) und „Der Übermensch“

Buchmarkt: Interview mit Elsinor-Verleger Thomas Pago über den Roman


Cover der Woche – und Nachruf auf Jacques Berndorf

Juli 5, 2022

R. i. P. Jacques Berndorf (22. Oktober 1936 in Duisburg-Hamborn – 3. Juli 2022 in Dreis-Brück)

Bevor Michael Preute als Jacques Berndorf mit seinen Eifelkrimis zum Bestsellerautor wurde, war er Journalist, u. a. für verschiedene Tageszeitungen, die Quick, den Stern und den Spiegel, und Sachbuchautor. 1984 zog er in die Eifel. Sein erster Eifelkrimi „Eifel-Blues“ erschien 1989. Bis 2013 folgten 22 weitere Regiokrimis mit Siggi Baumeister. Zwischen 2005 und 2015 schrieb er fünf Romane um den BND-Agenten Karl Müller. Und er schrieb einige Einzelromane.

Über seinen Tod berichten unter anderem SWR, Deutschlandfunk, ZDF und Spiegel.

Weitere Infos über Jacques Berndorf gibt es bei Wikipedia und im Lexikon der der deutschen Krimi-Autoren.


TV-Tipp für den 5. Juli: Collateral

Juli 4, 2022

Kabel Eins, 20.15

Collateral (Collateral, USA 2004)

Regie: Michael Mann

Drehbuch: Stuart Beattie

Max ist ein nett-harmloser Los-Angeles-Taxifahrer, der von einem eigenen Unternehmen träumt, aber seit zwölf Jahren sein Leben als Angestellter fristet. Da steigt Vincent ein und bietet ihm 600 Dollar, wenn er ihn in den kommenden Stunden zu fünf Freunden fährt. Nach dem ersten Stopp, weiß Max, dass Vincent ein Autragkiller ist und er ihn zu den nächsten Opfern bringen soll.

„Collateral“ ist ein kleiner, ökonomisch erzählter Neo-Noir-Thriller über das tödliche Aufeinandertreffen zweier Charaktere ihrer vollkommen gegensätzlichen Lebensauffassungen; ist ein grandios besetzter Schauspielerfilm; ist eine Liebeserklärung an das nächtliche Los Angeles und wahrscheinlich der beste Film von Michael Mann.

Mit Tom Cruise, Jamie Foxx, Jada Pinkett Smith, Mark Ruffalo, Peter Berg (Regisseur von “Operation: Kingdom” und „Hancock“), Bruce McGill, Javier Bardem, Jason Statham (Miniauftritt auf dem Flughafen)

Wiederholung: Donnerstag, 7. Juli 02.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Collateral“

Wikipidia über „Collateral“ (deutsch, englisch)

IndieLondon: Interview mit Michael Mann

Sight & Sound: Interview mit Michael Mann

The Dialogue: Stuart Beattie: Tricks of the Trade (Teil eines Interview)

Drehbuch „Collateral“ von Stuart Beattie, bearbeitet von Frank Darabont (12. September 2000) (und bereits teilweise von Michael Mann, Stand: 10. Juli 2003 – Änderung des Handlungsortes von New York nach Los Angeles)

Drehbuch „Collateral“ von Stuart Beattie, bearbeitet von Frank Darabont und Michael Mann  (24. August 2003)

Meine Besprechung der von Michael Mann erfundenen Krimiserie “Vega$ – Staffel 1″ (Vega$, USA 1978/1979)

Meine Besprechung von Michael Manns “Blackhat” (Blackhat, USA 2014)

Michael Mann in der Kriminalakte


DVD-Kritik: Über Wolfgang Petersens Damals-Skandalfilm „Die Konsequenz“

Juli 4, 2022

Das muss ich für die Jüngeren jetzt wohl erst einmal erklären. Denn als „Die Konsequenz“ am 8. November 1977 im Fernsehen laufen sollte, gab es nur drei Fernsehprogramme: ARD, ZDF und ein drittes Programm, das in jeder Region von einem anderen Sender bestritten wurde. Die Norddeutschen konnten nur den Norddeutschen Rundfunk sehen. Die Hessen den Hessischen Rundfunk. Es gab auch einen Sendeschluss und, für die Stunden zwischen Sendeschluss und Sendebeginn, ein Testbild. „Die Konsequenz“ sollte damals im ersten Programm laufen. Deutschlandweit. Aber der Bayerische Rundfunk klinkte sich aus und zeigte ein anderes Programm. Das hatten die Bayern davor schon einige Male gemacht. Dieses mal sorgte diese Zuschauerbevormundung für einen veritablen Skandal – und einer Präsentation des TV-Films im Kino.

In seinem Film erzählt Wolfgang Petersens die Liebesgeschichte von Martin Kurath (Jürgen Prochnow) und Thomas Manzoni (Ernst Hannawald). Sie lernen sich im Gefängnis kennen. Martin ist inhaftiert wegen Unzucht mit einem Fünfzehnjährigem. Der Grund für die Strafe ist, wie Martin am Anfang sagt, nicht der Sex mit einer minderjährigen Person, sondern dass es schwuler Sex war.

Thomas ist der minderjährige Sohn des Wärters Giorgio Manzoni (Walo Lüönd). Er leidet unter den Ansprüchen seines konservativen Vaters, der niemals einen homosexuellen Sohn akzeptieren wird, und der Gesellschaft, die Homosexualität ablehnt.

Nach Martins Entlassung treffen sie sich weiter. Sie ziehen sogar zusammen.

Als Thomas‘ Eltern davon erfahren, schicken sie ihren Sohn in ein Erziehungsheim, in dem die Erziehung und der Umgang untereinander von Gewalt, Machokultur, Repression, Erniedrigung und auch Folter geprägt ist. Die Kinder werden dazu erzogen, ihre Gefühle zu verheimlichen und zu gehorchen. Der sensible Thomas will das Heim möglichst schnell verlassen. Martin will ihm dabei helfen. Allerdings ist das im legalen Rahmen nicht möglich.

Als Wolfgang Petersen „Die Konsequenz“ inszenierte, war er bereits ein bekannter Regisseur. Er inszenierte die durchgehend sehenswerten Finke-“Tatorte“, unter anderem „Reifeprüfung“, die -ky-Verfilmung „Einer von uns beiden“ (ebenfalls mit Prochnow) und „Smog“, eine Semidoku über eine mehrere Tage anhaltenden Smoglage im Ruhrgebiet. Einige Zuschauer hielten den Film (der mal wieder im TV gezeigt werden könnte) für einen Dokumentarfilm und er wurde breit diskutiert. 1981 folgte „Das Boot“.

Aus heutiger (und sicher auch aus damaliger) Sicht ist „Die Konsequenz“ ein etwas aus der Zeit gefallener Film. Handlungsorte und -zeit werden nie präzise genannt. Letztendlich spielt er irgendwo zwischen der Schweiz und Deutschland und eher in den sechziger als in den siebziger Jahren. Und er wurde in SW gedreht, obwohl damals eigentlich auch alle TV-Filme in Farbe gedreht wurden.

Außerdem wurde 1977 schon länger über Homosexualität und die Erziehung in Heimen gesprochen. Es gab in den Jahren davor wichtige Liberalisierungen in den Gesetzen und in der Gesellschaft. In der Erziehung wurde Gewalt immer stärker abgelehnt (Der Film „Freistatt“ gibt einen Einblick in die Heimerziehung in den Sechzigern.). Rosa von Praunheims „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation in der er lebt“ (1970) war der Startpunkt für die Schwulenbewegung – und einer der Filme, deren Ausstrahlung damals ebenfalls vom Bayerischen Rundfunk boykottiert wurde.

„Die Konsequenz“ ist, trotz seiner Kritik am Strafvollzug, der Heimerziehung und dem Umgang mit Homosexuellen, kein Agitprop-Film, sondern eine sensibel erzählte Liebesgeschichte über zwei Liebende und den zahlreichen Widerständen, gegen die sie kämpfen müssen. Dass diese Liebenden Männer sind, ist da eher nebensächlich; – auch wenn es damals bei den Sittenwächtern zum Skandal taugte.

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Ein Terminhinweis

Am Sonntag, den 10. Juli 2022, zeigt die Astor Film Lounge (Kurfürstendamm 225, 10719 Berlin) um 11.00 Uhr den Film. Anschließend gibt es ein Filmgespräch mit dem Hauptdarsteller Jürgen Prochnow.

Die Konsequenz (Deutschland 1977)

Regie: Wolfgang Petersen

Drehbuch: Wolfgang Petersen, Alexander Ziegler

LV: Alexander Ziegler: Die Konsequenz, 1975

mit Jürgen Prochnow, Ernst Hannawald, Walo Lüönd, Edith Volkmann, Erwin Kohlund, Hans Irle, Erwin Parker, Alexander Ziegler, Werner Schwuchow, Hans-Michael Rehberg

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DVD

EuroVideo

Bild: 16:9 (1,37:1)

Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0)

Untertitel: Englisch

Bonusmaterial (angekündigt): Booklet

Länge: 96 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

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Blu-ray identisch

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Hinweise

Filmportal über „Die Konsequenz“

Wikipedia über „Die Konsequenz“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 4. Juli: Boulevard der Dämmerung

Juli 3, 2022

NDR, 23.55

Boulevard der Dämmerung (Sunset Boulevard, USA 1950)

Regie: Billy Wilder

Drehbuch: Charles Brackett, Billy Wilder, D. M. Marsham jr.

Am Filmanfang treibt Drehbuchautor Joe Gillis tot im Swimming Pool von Norma Desmond, einem Hollywood-Stummfilmstar, von dem niemand mehr etwas wissen will. Joe kommentiert aus dem Jenseits nicht nur die Arbeit der anwesenden Polizisten, sondern er erzählt uns auch, wie der finanziell notleidende Drehbuchautor die in einer Villa lebende Norma Desmond kennen lernte, ihr nicht ganz uneigennützig verfiel, starb und so für Norma Desmonds letzten großen Auftritt sorgt.

Ein Klassiker und eine grandiose Abrechnung mit der Traumfabrik Hollywood, die heute immer noch einer der besten Hollywood-Filme ist.

mit William Holden, Gloria Swanson, Erich von Stroheim, Nancy Olson, Fred Clark, Lloyd Gough, Jack Webb, Cecil B. DeMille, Buster Keaton, Hedda Hopper, Ray Evans, Anna Q. Nilsson, H.B. Warner, Jay Livingston

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Boulevard der Dämmerung“

Wikipedia über „Boulevard der Dämmerung“ (deutsch, englisch)

Noir of the Week über „Sunset Blvd.“


TV-Tipp für den 3. Juli: Oblivion

Juli 2, 2022

Herzlichen Glückwunsch zum 60. Geburtstag, Tom Cruise!

RTL II, 20.15

Oblivion (Oblivion, USA 2013)

Regie: Joseph Kosinski

Drehbuch: Karl Gajdusek, Michael deBruyn (basierend auf der Graphic-Novel-Originalstory von Joseph Kosinski)

Nach dem Krieg gegen die Aliens verließen die Menschen die Erde. Nur einige Männer, wie Jack, sind als Reparaturtrupp für Alien-jagende Drohnen zurückgeblieben. Da stürzt ein Raumschiff mit einer Frau an Bord ab – und Jacks Leben gerät aus dem Ruder.

Optisch überzeugender SF-Film, bei dem man sein Gehirn nicht komplett abschalten sollte.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

Anschließend, um 22.45 Uhr gibt es ein Tom-Cruise-Porträt (von 2011) und um 23.20 Uhr „Jerry Maguire – Spiel des Lebens“ (USA 1996).

mit Tom Cruise, Morgan Freeman, Olga Kurylenko, Andrea Riseborough, Nikolaj Coster-Waldau, Melissa Leo

Wiederholung: Montag, 4. Juli, 01.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Metacritic über „Oblivion“

Rotten Tomatoes über „Oblivion“

Wikipedia über „Oblivion“ (deutsch, englisch)

Collider: Interview mit Joseph Kosinski über „Oblivion“ (30. Dezember 2012)

Collider: Interview mit Joseph Kosinski über „Oblivion“ (2. April 2013)

Meine Besprechung von Joseph Kosinskis „Oblivion“ (Oblivion, USA 2013)

Meine Besprechung von Joseph Kosinskis „No Way Out – Gegen die Flammen“ (Only the Brave, USA 2017)

Meine Besprechung von Joseph Kosinkis „Top Gun: Maverick“ (Top Gun: Maverick, USA 2022)


TV-Tipp für den 2. Juli: Harold und Maude

Juli 1, 2022

3sat, 23.05

Harold und Maude (Harold and Maude, USA 1971)

Regie: Hal Ashby

Drehbuch: Colin Higgins

Harold ist 19 Jahr alt und hat keine Lust zu leben. Da trifft er bei einer Beerdigung die 79-jährige Maude, die immer noch ein fröhlich Regeln missachtendes Energiebündel ist. Harold verliebt sich in Maude.

Immer wieder gern gesehener Kultfilm!

Mit der Musik von Cat Stevens.

Mit Bud Cort, Ruth Gordon, Vivian Pickles, Cyril Cusack, Charles Tyner, Ellen Geer

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Harold und Maude“

Wikipedia über „Harold und Maude“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Hal Ashbys Lawrence-Block-Verfilmung „8 Millionen Wege zu sterben“ (8 Million Ways to die, USA 1986)

Meine Besprechung von Colin Higgins‘ „Harold und Maude“ (Harold and Maude, 1971)

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Ein gelungener Fan-Trailer


Neu im Kino/Filmkritik: Wenn die „Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss“ sind, gibt es Chaos

Juli 1, 2022

Sieben Jahre nach ihrem ersten Solofilm „Minions“ und zwölf Jahre nach ihrem ersten Kinoauftritt in „Ich – einfach unverbesserlich“ (Despicable me) sind die Minions mit „Auf der Suche nach dem Mini-Boss“ zurück im Kino. Dieses Mal spielt der Film in den Siebzigern. Die Minions, kleine tollpatschige gutmütige gelbe Wesen, leben bei dem fast zwölfjährigem Gru. Sein größter Wunsch, Lebenstraum und Berufsziel ist es, ein gefürchteter Superschurke zu werden. Als bei den „Fiesen 6“ ein Platz frei wird, will er ein Mitglied der von ihm bewunderten Verbrecherbande werden.

Der Platz wurde frei, weil die Bande ihren Anführer Wilder Knöchelknacker tötete. Er hatte unmittelbar davor den wertvollen Zodiac-Stein gefunden und befand sich in einer hilflosen Lage. Soviel zu Vertrauen unter Ganoven. Dieser mit magischen Kräften ausgetattete Stein wird später im Film wichtig. Mehr oder weniger.

Gru soll für ein Vorstellungsgespräch zum Hauptquartier der Fiesen 6 kommen. Allein.

Aber die Minions folgen ihm heimlich. Um ihn zu unterstützen. Gleichzeitig sorgen sie für eine ordentliche Menge Chaos.

„Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss“ erreicht niemals die Qualität von „Minions“, das rückblickend ein vergnügliches Abenteuer mit Action, Slaptstick und Gags ist. Natürlich gibt es dieses Mal wieder einige Gags und Slapstick. Kindern gefällt das fröhliche Scheitern der Minions und der anderen Verbrecher. Für die Älteren gibt es auch einige popkulturelle Anspielungen.

Die Story selbst ist eine vernachlässigbar-lieblose Ansammlung bekannter Standardsituationen. Schnell wird die Suche nach dem Mini-Boss zu einer Abfolge von Episoden. Etliche, z. B. wenn die Minions vollkommen ahnungslos ein Passagierflugzeug fliegen (köstlich!) oder sie eine Kung-Fu-Lehrstunde erhalten (weniger köstlich), bringen die Handlung nicht voran. Andere Episoden haben, egal wie sie enden, keinerlei Auswirkung auf die Geschichte und ihr Ende. Dazwischen sorgen die Minions mit ihren Aktionen immer wieder für Chaos, das sich in Wohlgefallen auflöst.

So ist der zweite „Minions“-Film ein egaler Animationsfilm mit einigen wenigen Lachern und viel Leerlauf. Trotz seiner kurzen Laufzeit von knapp neunzig Minuten.

Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss (Minions: The Rise of Gru, USA 2022)

Regie: Kyle Balda, Brad Ableson (Co-Regie), Jonathan del Val (Co-Regie)

Drehbuch: Matthew Fogel (nach einer Geschichte von Brian Lynch und Matthew Vogel)

mit (im Original den Stimmen von) Steve Carell, Alan Arkin, Taraji P. Henson, Jean-Claude van Damme, Lucy Lawless, Michelle Yeoh, Danny Trejo, Dolph Lundgren, RZA, Julie Andrews, Russell Brand, Steve Coogan, Will Arnett

(in der deutschen Fassung den Stimmen von) Oliver Rohrbeck, Thomas Gottschalk, Dela Dabulamanzi, Bastian Baker, Oliver Stritzel

Länge: 88 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

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Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss“

Metacritic über „Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss“

Rotten Tomatoes über „Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss“

Wikipedia über „Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss“ (deutsch, englisch)


Neu im Kino/Filmkritik: Er ist da: “Der beste Film aller Zeiten”

Juli 1, 2022

Humberto Suárez ist ein stinkreicher, immer noch agiler, aber schon älterer Unternehmer, der jetzt endlich etwas möchte, an das sich die Nachwelt erinnert. Sein Sekretär schlägt ihm eine Brücke mit seinem Namen vor. Für Suárez ist das zu gewöhnlich. Eine Brücke mit seinem Namen kann sich jeder Unternehmer leisten. Er aber will sein Geld für etwas ausgeben, das ungewöhnlich ist und an das die Menschen sich noch nach seinem Tod erinnern. Zum Beispiel einen Film. Allerdings nicht irgendeinen Film, sondern “der beste Film aller Zeiten”. Sein Sekretär soll ihm dafür die beste Regisseurin und die besten Schauspieler besorgen. Die werden dann, so denkt er sich, aus einem Bestseller den besten Film aller Zeiten herstellen. Aus den besten Zutaten kann ja nur das Beste entstehen.

Die Wahl fällt auf Lola Cuevas (Penélope Cruz) und die Schauspieler Félix Rivero (Antonio Banderas) und Iván Torres (Oscar Martinez). Cuevas ist eine rundum exzentrische Avantgarde-Regisseurin mit seltsamen Arbeitsmethoden. Die Kritiker lieben ihre Filme. Rivero ist ein Star, der vor allem in banalen Hollywood-Vehikeln glänzt. Torres ist ein Theaterschauspieler, der um sein Spiel eine ganze Theorie aufgebaut hat. Ihr Spiel und auch ihre Ansprüche an ihre Spiel sind vollkommen verschieden. Aber beide sind von sich überzeugte Gockel, die sich für intelligenter halten als sie sind.

Vor dem Dreh möchte Cuevas mit ihren beiden Stars proben. In einer riesigen, einsam gelegenen modernistischen Villa treffen die Egos aufeinander.

Cuevas bestimmt als Regisseurin zwar die Spielregeln und die immer absurderen Prüfungen, die sie Rivero und Torres auferlegt. Aber es ist immer etwas unklar, ob Cuevas dabei wirklich ein künstlerisches Konzept verfolgt, das zwar mindestens etwas Gaga ist, aber ein Konzept wäre, oder ob sie die beiden Gockel und ihre Eitelkeiten einfach nur zu ihrem (und unserem) Vergnügen demaskieren möchte. In jedem Fall, auch weil Penélope Cruz, Antonio Banderas und Oscar Martinez sich mit Verve in ihre Rollen stürzen, ist „Der beste Film aller Zeiten“ ein Vergnügen.

Leider findet das Vergnügen in einem etwas luftleeren Raum statt. Denn die Regisseure Gastón Duprat und Mariano Cohn beziehen sich primär auf Ideen und Konzepte aus den sechziger und siebziger Jahren.

Am Ende vom ‚besten Film aller Zeiten‘ wissen wir nicht, ob wir den ‚besten Film aller Zeiten‘ gesehen haben, weil wir ja nur die aus dem Ruder gelaufenen Proben für den ‚besten Film aller Zeiten‘ gesehen haben.

Der beste Film aller Zeiten (Competencia oficial, Spanien/Argentinien 2021)

Regie: Gastón Duprat, Mariano Cohn

Drehbuch: Andres Duprat, Gastón Duprat (Co-Autor), Mariano Cohn (Co-Autor)

mit Penélope Cruz, Antonio Banderas, Oscar Martinez, Jose Luis Gómez, Manolo Solo, Nagore Aramburu, Irene Escolar

Länge: 115 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

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Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über “Der beste Film aller Zeiten”

Metacritic über “Der beste Film aller Zeiten”

Rotten Tomatoes über “Der beste Film aller Zeiten”

Wikipedia über “Der beste Film aller Zeiten” (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 1. Juli: Die Stille nach dem Schuss

Juni 30, 2022

One, 21.45

Die Stille nach dem Schuss (Deutschland 2000)

Regie: Volker Schlöndorff

Drehbuch: Wolfgang Kohlhaase, Volker Schlöndorff

Eine in der BRD gesuchte RAF-Terroristen taucht in den Siebzigern in der DDR unter. Dort beginnt sie, mit einem neuen Namen, ein neues Leben als Arbeiterin.

Von wahren Ereignissen inspiriertes Drama

mit Bibiana Beglau, Martin Wuttke, Nadja Uhl, Harald Schrott, Alexander Beyer

Hinweise

Filmportal über „Die Stille nach dem Schuss“

Moviepilot über „Die Stille nach dem Schuss“

Rotten Tomatoes über „Die Stille nach dem Schuss“

Wikipedia über „Die Stille nach dem Schuss“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Volker Schlöndorffs „Rückkehr nach Montauk“ (Deutschland 2017)


Neu im Kino/Filmkritik: Ein Film „Wie im echten Leben“

Juni 30, 2022

Ein bisschen unbeholfen ist Marianne Winckler schon als sie sich zunächst auf eine Stelle bewirbt und später als Putzfrau arbeitet. Sie hat nämlich keine Ahnung, was sie beim Jobcenter beantragen soll, welche Stellen für sie in Frage kommen und wie eine Bewerbung geschrieben wird. Sie erklärt ihre Ahnungslosigkeit damit, dass sie seit Ewigkeiten nicht arbeitete, vor kurzem von ihrem Mann verlassen wurde und jetzt in einer neuen Stadt anfangen will.

Das ist noch nicht einmal die halbe Wahrheit. Denn Marianne ist eine Schriftstellerin, die jetzt über das Leben des Prekariats schreiben will. Nicht besserwisserisch von oben herab, sondern im Rahmen einer investigativen Recherche unter falscher Identität. Günter Wallraff wurde mit solchen Mißstände aufdeckende Reportagen bekannt. Legendär sind seine Undercover-Recherche bei der Bild-Zeitung (in den Siebzigern) und als türkischer Gastarbeiter, der in verschiedenen Firmen schlecht bezahlte Jobs annahm (in den Achtziger).

Mit Marianne tauchen wir in das anstrengende Leben der Putzfrauen in der nordfranzösischen Hafenstadt Caen ein.

Emmanuel Carrères Film basiert auf dem Bestseller „Putze: Mein Leben im Dreck“ von Florence Aubenas. Die bekannte Journalistin Aubenas schrieb im Rahmen einer Undercover-Recherche über ihre Erfahrungen als Frau, die in Caens ohne eine Ausbildung eine Arbeit sucht. Sie bekommt nur schlecht bezahlte Jobs als Putzfrau angeboten. Das 2010 erschienene Buch ist ein schonungsloser Einblick in das Leben des Prekariats. Für den Film wurde eine sich nah an den Reportagen bewegende Geschichte erfunden, die letztendlich in der Gegenwart spielt. Damit ist „Wie im echten Leben“, ohne es explizit zu sagen, auch eine Abrechnung mit Emmanuel Macron und seiner Politik, die immer wieder auf heftigen Protest, zum Beispiel von den Gelbwesten, stieß. Denn die Putzfrauen in Carrères Drama sind viel zu sehr damit beschäftigt, genug Geld für sich und ihre Familien zu verdienen, sich gegenseitig zu helfen und auch manchmal einige Stunden gemeinsamen Glücks zu erleben.

Treibende Kraft hinter dem Film war Juliette Binoche, die auch die Hauptrolle übernahm. Sie sprach immer wieder Aubenas auf eine Verfilmung an. Irgendwann gab Aubenas ihre Zustimmung für eine Verfilmung, wenn Emmanuel Carrère das Drehbuch schrieb. Er war Filmkritiker, ist Buch- und Drehbuchautor (unter anderem mehrere Fred-Vargas-Verfilmungen) und Regisseur von einem Dokumentar- und einem Spielfilm. Carrère übernahm dann auch die Regie.

Sein Film ist typisches französisches Starkino mit sozialem Gewissen, das über Mißstände aufklärt und ein breites Publikum erreichen will. So sollen wir glauben, dass Frankreichs schönste Frau eine Putzfrau ist; – auch wenn sie eine Schriftstellerin ist, die eine Putzfrau spielt. Die anderen Rollen werden von Laien gespielt, die sich selbst spielen. Das verleiht dem Spielfilm eine starke dokumentarische Note.

Carrère erzählt das mit einem Blick auf die soziale Situation der porträtierten Frauen. Er verleiht ihnen eine Stimme und zeigt Probleme innerhalb der französischen Gesellschaft auf. Diese Probleme gibt es so ähnlich auch in anderen Industriegesellschaften.

Als Starkino – wie gesagt: Juliette Binoche spielt die Hauptrolle – macht der Film auch Konzessionen an den Publikumsgeschmack. Alles ist sehr gefällig erzählt. „Wie im echten Leben“ ist nie – und will es auch nie sein – ein Arthaus-Film oder radikales politisch-aufklärerisches und anklagendes Politkino, wie wir es von Ken Loach kennen. Carrères Film ist eher eine Geschichte über Freundschaft, Solidarität und Verrat. Denn natürlich erfahren Mariannes neue Kolleginnen und Arbeitsfreundinnen, die ihr bedingungslos vertrauen, irgendwann, dass sie keine mittellose geschiedene Frau, sondern eine erfolgreiche Schriftstellerin ist und zu einer ganz anderen gesellschaftlichen Klasse gehört.

In diesem Rahmen ist „Wie im echten Leben“ ein sehr gelungenes Drama, das Diskussionen anstoßen kann.

Wie im echten Leben (Ouistreham, Frankreich 2021)

Regie: Emmanuel Carrère

Drehbuch: Emmanuel Carrère, Hélène Devynck

LV: Florence Aubenas: Le Quai d’Quistreham, 2010 (Putze: Mein Leben im Dreck)

mit Juliette Binoche, Hélène Lambert, Léa Carne, Emily Madeleine, Patricia Prieur, Evelyne Porée, Didier Pupin

Länge: 107 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

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Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

AlloCiné über „Wie im echten Leben“

Moviepilot über „Wie im echten Leben“

Rotten Tomatoes über „Wie im echten Leben“

Wikipedia über „Wie im echten Leben“


TV-Tipp für den 30. Juni: Viva Zapata!

Juni 29, 2022

Servus TV, 22.10

Viva Zapata! (Viva Zapata!, USA 1952)

Regie: Elia Kazan

Drehbuch: John Steinbeck

Biopic über den von Marlon Brando (in seiner dritten Filmrolle) gespielten Revolutionär Emiliano Zapata (1879 – 1919), das mit seiner ersten politischen Mission beginnt.

„‚Viva Zapata!‘ ist ein Unterhaltungsfilm auf höchster Ebene, von Kazan spannend inszeniert, der Handlung und Szenen erstaunlich wirklichkeitsnahe gestaltete und den Schauspielern alle Freiheiten ließ. (…) Brandos Zapata ist eine symbolische Figur, eine Art Jedermann der mexikanischen Revolution, ein Titan, der sich, dem Ruf des Schicksals gehorchend, aus den Rängen der Masse erhoben hat. In diesem Sinn ist ‚viva Zapata!‘ ein kraftvoller und wirklich bewegender Film.“ (Tony Thomas: Marlon Brando und seine Filme, 1980)

Der echte Zapata war wohl nicht so edel wie der Film-Zapata.

mit Marlon Brando, Anthony Quinn, Jean Peters, Joseph Wiseman

Wiederholung: Freitag, 1. Juli, 03.05 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Viva Zapata!“

Wikipedia über „Viva Zapata!“ (deutsch, englisch)


Impressionen aus Berlin: Richard Osman in Berlin

Juni 29, 2022

Auf die Idee für seinen Donnerstagsmordclub kam Richard Osman, als er seine in einem Altersheim lebende Mutter besuchte. Die Seniorenresidenz erinnerte ihn an das Setting eines Agatha-Christie-Romans. Die Ermittler könnten, so dachte er sich, Bewohner des Hauses sein. Sie wären alle über siebzig Jahre, körperlich nicht mehr so fit, aber geistig noch sehr rege. Ihre unterschiedlichen Lebenserfahrungen würden bei der Aufklärung des Falles hilfreich sein. Und sie würden den Mord vor ihrer Haustür lösen wollen.

Mit dieser Idee setzte Richard Osman, der bis dahin im Fernsehen als Autor, Moderator, Produzent und Gastgeber der BBC-Quizshow „Pointless“ arbeitete, an den Schreibtisch. Er schrieb „Der Donnerstagmordclub“. Der Cozy war bei der Kritik und den Lesern ein sofortiger Erfolg. In seiner Heimat wurde sein Debütkrimi innerhalb von drei Monaten zum meistgekauften UK-Roman. Sein ein Jahr später erschienener Folgekrimi „Der Mann, der zweimal starb“ setzte die Erfolgsgeschichte fort. Jedenfalls bei den Lesern. Insgesamt wurden von beiden Romanen innerhalb von zwei Jahren weltweit fast sieben Millionen Exemplare verkauft. Außerdem waren die beiden humorvollen Kriminalromane für etliche wichtige Krimipreise, wie den Edgar, den Anthony, den Lefty und den International Thriller Award, nominiert.

Die Filmrechte gingen an Steven Spielbergs Amblin Entertainment. Die Dreharbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen. Mehr konnte Richard Osman, der am Dienstag bei schönen Sommerwetter im Garten des Ullstein Verlags seine Donnerstagsmordclub-Bücher vorstellte, nicht verraten.

Aber er konnte verraten, dass es mit dem Donnerstagsmordclub weitergeht. Im Original erscheint „The Bullet that missed“ Mitte September. Die deutsche Übersetzung folgt einige Monate später.

Richard Osman: Der Donnerstagsmordclub

(übersetzt von Sabine Roth)

List, 2021

464 Seiten

15,99 Euro

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Originalausgabe

The Thursday Murder Club

Viking, 2020

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Richard Osman: Der Mann, der zweimal starb

(übersetzt von Sabine Roth)

List, 2022

448 Seiten

16,99 Euro

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Originalausgabe

The Man who died twice

Viking, 2021

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Hinweise

Richard Osman twittert

Wikipedia über Richard Osman (deutsch, englisch)

Bookmarks über Richard Osmans ersten und zweiten Kriminalroman

List über Richard Osman


TV-Tipp für den 29. Juni: 25 km/h

Juni 28, 2022

Mit dem 9-Euro-Ticket durch Deutschland rasen, oder tuckern mit

Sat.1, 20.15

25 km/h (Deutschland 2018)

Regie: Markus Goller

Drehbuch: Oliver Ziegenbalg

Nach fast dreißig Jahren, auf der Beerdigung ihres Vaters, sehen sich die Brüder Georg (Bjarne Mädel) und Christian (Lars Eidinger) wieder. Im Vollrausch beschließen sie, endlich ihren Jugendtraum in die Tat umzusetzen: eine Fahrt auf dem Moped vom Schwarzwald an die Ostsee. Born to be wild!!!

Schön verspieltes, erfrischend undeutsches Roadmovie, das auch viel über Deutschland und die Sorgen und Nöte der Mittvierziger verrät.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Lars Eidinger, Bjarne Mädel, Sandra Hüller, Franka Potente, Alexandra Maria Lara, Jella Haase, Jördis Triebel, Wotan Wilke Möhring

Wiederholung: Donnerstag, 30. Juni, 01.05 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Facebook-Seite zum Film

Filmportal über „25 km/h“

Moviepilot über „25 km/h“

Wikipedia über „25 km/h“

Meine Besprechung von Markus Gollers „25 km/h“ (Deutschland 2018)


Alter Scheiß? Edmond Hamiltons „Captain Future“-Romane „Verrat auf dem Mond“ und „Die Kometenkönige“

Juni 28, 2022

Im Original erschienen das zehnte Abenteuer von Captain Future „Verrat auf dem Mond“ und der darauf folgende „Captain Future“-Roman „Die Kometenkönige“ bereits 1942. Beide Geschichten wurden später auch ins Deutsche übersetzt. Schon seit Ewigkeiten sind diese Übersetzungen, zu erstaunlich hohen Preisen, nur noch antiquarisch erhältlich.

Für die jetzt erschienenen neuen Ausgaben dieser Romane als zehnter und elfter Band der im Golkonda-Verlag erscheinenden Werkausgabe wurden sie neu übersetzt. Und, wie auch bei den anderen Büchern dieser Werkausgabe, sind neben dem Roman die Zeichnungen aus der US-Erstausgabe und dem damals im „Captain Future Magazine“ erschienenem zu Captain Future gehörigem Material enthalten. Es handelt sich um Informationen zu bestimmten Aspekten des Romans, wie Informationen über den Planeten Eros, jeweils eine Kurzgeschichte aus der Jugend von Captain Future und Leserbriefe. Dieses Material ist nicht essentiell für den Roman, aber eine nette Ergänzung und eine Erinnerung an die Zeit, als ganze Romane in Heften erschienen.

„Verrat auf dem Mond“ schließt insofern unmittelbar an den vorherigen Roman „Jenseits der Sterne“ an, weil Captain Future Curt Newton und seine ständigen Begleiter, – das Gehirn Simon Wright, der Roboter Grag und der Androide Otho -, in dem Roman zur sagenumwobenen Wiege der Materie reisten. Sie waren monatelang unterwegs. Jetzt sind sie auf dem Rückflug.

Auf der Erde weiß auf den ersten Seiten von „Verrat auf dem Mond“ allerdings niemand, ob sie noch leben und wo sie sind. Für Bösewichter ist das die lang ersehnte Gelegenheit, den Mond und die auf ihm befindenden Rohstoffe in Besitz zu nehmen. Denn bis jetzt hat Curt Newton, der einzige Bewohner des Mondes, ein Vetorecht gegenüber jeder Ausbeutung der sich auf dem Mond befindenden Rohstoffe. Besonders interessant ist das für die Energieerzeugung wichtige und seltene Radium. Wer es abbaut, kann viel Geld verdienen.

Larsen King, der Chef einer Bergbaugesellschaft, will das Radium unbedingt abbauen. Dafür bringt er die Futuremen in Mißkredit. Anschließend gelingt es ihm, die Weltraumregierung zu überzeugen, ihm die Ausbeutungsrechte zu übertragen. Er findet auch, fast unerreichbar im Innern des Mondes, eine riesige Menge Radium.

In dem Moment tauchen Captain Future und seine Futuremen wieder auf.

Um weiterhin ungestört den Rohstoff abbauen (und Raubbau am Mond treiben zu können), muss er Newton endgültig diskreditieren.

Die Chance dafür ergibt sich, als Newton sich mit James Carthew, dem Präsidenten der Weltraumregierung, trifft. Er bringt Carthew mit einem Telautomaton (veraltetes Wort für „Drohne“) um und lenkt den Verdacht mit einer gefälschten Aufzeichnung des Mordes auf Newton.

Dieser entzieht sich der drohenden Verhaftung. Er will den Mord auf eigene Faust aufklären und King zur Strecke bringen. Zuerst fliehen er und seine Futuremen auf die Zeitlupenwelt Eros. Von dort fliegen sie zum Mond.

Und wir erfahren, was im Mond ist; – kleiner Spoiler: es ist nicht das, was uns Roland Emmerich vor einigen Monaten in „Moonfall“ nahe legte. Laut Hamilton leben Lunarier im Mond.

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In „Die Kometenkönige“ verschwinden seit Wochen Raumschiffe spurlos im Sektor hinter dem Jupiter. In dem letzten verschwundenem Raumschiff waren Captain Futures Freunde Joan Randall und Ezra Gurney.

Als Curt Newton davon erfährt, will er das Rätsel lösen. Als er und seine Futuremen sich in ihrem Raumschiff die Flugdaten der verschwundenen Raumschiffe ansehen, vermuten sie, dass sie von irgendtwas in den Halleyschen Kometen gezogen wurden. In dem Moment werden sie auch schon von dieser Kraft ergriffen. Sie zwingt sie auf den sich in der undurchdringlichen Wolke des Kometen befindenden Planeten.

Dort leben die Kometae. Seit kurzem sind ihre Körper elektrisch aufgeladen. Dadurch sind sie unsterblich geworden. Verantwortlich für diese Verwandlung sind die Allus. Sie unterdücken die Kometae und sie haben darüberhinausgehende finstere Absichten.

Newton und seine Futuremen wollen die Kometae retten, indem sie die Verwandlung rückgängig machen und die Pläne der Allus durchkreuzen.

„Verrat auf dem Mond“ und „Die Kometenkönige“ sind flotte Retro-Space-Abenteuer. Auf jeder Seite passiert etwas. Entsprechend flott bewegt die Story sich, über jede Unwahrscheinlichkeit hinweg, voran. Dabei erfindet Edmond Hamilton herrlich abstruse Welten auf den verschiedenen durch das All fliegende Planeten, Kometen und Monden. „Verrat auf dem Mond“ ist mit seiner Warnung vor der hemmungslosen Ausbeutung von Rohstoffen und dem von Newton und seinen Männern praktiziertem respektvollen Umgang mit Ureinwohnern sogar erstaunlich aktuell. Newton ist halt kein Eroberer und Ausbeuter, sondern ein Forscher und Abenteurer, der neue Welten erkunden und helfen will.

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Edmond Hamilton: Captain Future: Verrat auf dem Mond

(übersetzt von Maike Hallmann)

Golkonda, 2022

192 Seiten

14 Euro

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Originalausgabe

Outlaws of the Moon

Captain Future Magazine, Frühjahr 1942

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Frühere deutsche Ausgabe

Das Erbe der Lunarier

Bastei-Verlag, 1983 (übersetzt von Ralph Tegtmeier)

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Edmond Hamilton: Captain Future: Die Kometenkönige

(übersetzt von Markus Mäurer)

Golkonda, 2022

192 Seiten

14 Euro

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Originalausgabe

The Comet Kings

Captain Future Magazine, Sommer 1942

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Frühere deutsche Ausgaben

Im Schatten der Allus, Erich Pabel Verlag, 1962 (übersetzt von Horst Mayer)

Im Schatten der Allus, Bastei-Verlag, 1983 (übersetzt von Ralph Tegtmeier)

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Hinweise

Wikipedia über Edmond Hamilton (deutsch, englisch) und Captain Future (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Edmond Hamiltons “Captain Future: Die Herausforderung” (Captain Future’s Challenge, 1940)

Meine Besprechung von Edmond Hamiltons „Captain Future: Der Triumph“ (The Triumph of Captain Future, 1940)

Meine Besprechung von Edmond Hamiltons „Captain Future: Im Zeitstrom verschollen“ (The lost world of time, 1941)

Meine Besprechung von Edmond Hamiltons „Captain Future: Jenseits der Sterne“ (Quest beyond the stars, 1942)

Meine Besprechung von Hardy Kettlitz‘ „Edmond Hamilton – Autor von Captain Future“ (2015)

 


Cover der Woche

Juni 28, 2022


TV-Tipp für den 28. Juni: Selma

Juni 27, 2022

Hessen, 00.15

Selma (Selma, USA/Großbritannien 2014)

Regie: Ava DuVernay

Drehbuch: Paul Webb

Mit friedlichen Protestmärschen will Dr. Martin Luther King 1965 in Selma, Alabama, für das allgemeine Wahlrecht kämpfen. Denn dort ist die Diskriminierung der Afroamerikaner besonders deutlich. Und dort eskaliert die Situation in auch von King ungeahnter Weise. Ein Diakon wird von Weißen erschlagen. Auf der Edmund Pettus Bridge werden die friedlich Demonstrierenden mit Tränengas und nackter Gewalt zurückgedrängt. Die Bilder wurden im Fernsehen ausgestrahlt. An dem Abend schlagen Klu-Klux-Klan-Mitglieder drei weiße Geistliche zusammen. Einer stirbt an den Verletzungen.

Der dritte Versuch, friedlich von Selma nach Montgomery, der Hauptstadt von Alabama, zu marschieren wird dann zwischen dem 21. und 25. März 1965 zu einem Triumphzug für die Bürgerrechtsbewegung.

Das grandiose und wichtige Drama/Biopic „Selma“ setzt King und seinen Mitkämpfern ein würdiges Denkmal. DuVernays Film wurde von der Kritik abgefeiert und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung

mit David Oyelowo, Tom Wilkinson, Tim Roth, Cuba Gooding Jr., Alessandro Nivola, Carmen Ejogo, Lorraine Toussaint, Ophrah Winfrey, Tessa Thompson, Giovanni Ribisi, Common, Dylan Baker, Wendell Pierce, Stan Houston

Hinweise

Moviepilot über „Selma“

Metacritic über „Selma“

Rotten Tomatoes über „Selma“

Wikipedia über „Selma“ (deutsch, englisch) und Martin Luther King (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Ava DuVernays „Selma“ (Selma, USA/Großbritannien 2014 – mit etlichen YouTube-Clips) und der DVD


TV-Tipp für den 27. Juni: Knives out – Mord ist Familiensache

Juni 26, 2022

ARD, 20.15

Knives out – Mord ist Familiensache (Knives out, USA 2019)

Regie: Rian Johnson

Drehbuch: Rian Johnson

Privatdetektiv Benoit Blanc soll herausfinden, wer den vermögenden Krimiautor Harlan Thrombey an seinem 85. Geburtstag ermordete. Blanc vermutet, dass der Mörder ein Familienmitglied ist.

TV-Premiere. Gelungenes, sehr unterhaltsames, witziges und stilbewusstes Update des klassischen Rätselkrimis.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

Inzwischen ist der zweite Benoit-Blanc-Fall, „Glass Onion: A Knives Out Mystery“, abgedreht. Wieder inszeniert von Rian Johnson, wieder mit Daniel Craig als Benoit Blanc, wieder mit einigen bekannten Schauspielern als Verdächtige. Ob und wie lange Netflix den Film im Kino zeigt, ist unklar.

mit Daniel Craig, Chris Evans, Jamie Lee Curtis, Toni Collette, Don Johnson, Michael Shannon, Ana de Armas, Katherine Langford, LaKeith Stanfield, Jaeden Martell, Christopher Plummer, Riki Lindhome, Edi Patterson, Frank Oz, K Callan, Noah Segan, M. Emmet Walsh

Wiederholung: Dienstag, 28. Juni, 02.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „Knives out“

Metacritic über „Knives out“

Rotten Tomatoes über „Knives out“

Wikipedia über „Knives out“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Rian Johnsons „Looper“ (Looper, USA 2012 – mit weiteren Bildern, Links und einem 35-minütigem Interview mit Rian Johnson und Joseph Gordon-Levitt) und der DVD

Meine Besprechung von Rian Johnsons „Star Wars: Die letzten Jedi“ (Star Wars: The last Jedi, USA 2017) und des Filmromans

Meine Besprechung von Rian Johnsons „Knives out – Mord ist Familiensache“ (Knives out, USA 2019)


TV-Tipp für den 26. Juni: Downsizing

Juni 25, 2022

Sat.1, 20.15

Downsizing (Downsizing, USA 2017)

Regie: Alexander Payne

Drehbuch: Alexander Payne, Jim Taylor

Forscher haben das Mittel gefunden, um die Klimakatastrophe abzuwenden: sie verkleinern einfach die Menschen. Denn so ein zwölf Zentimeter großer Mensch verbraucht fast keine Idee mehr. Der von seinem Leben gefrustete Paul lässt sich verkleinern. Seine Frau macht in letzter Sekunde einen Rückzieher und Paul muss die Miniwelt allein erkunden und neue Freunde finden.

Vor dem Hintergrund der äußerst detailliert ausgemalten Welt der Winzlinge erzählt Alexander Payne eine liebevoll erzählte Liebesgeschichte voller liebenswerter Menschen. Ein herzerwärmender Film.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Matt Damon, Kristen Wiig, Christoph Waltz, Hong Chau, Udo Kier, Jason Sudeikis, Neil Patrick Harris, Rolf Lassgård, Ingjerd Egeberg, Laura Dern

Wiederholung: Montag, 27. Juni, 01.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „Downsizing“

Metacritic über „Downsizing“

Rotten Tomatoes über „Downsizing“

Wikipedia über „Downsizing“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Alexander Paynes „The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten“ (The Descendants, USA 2011)

Meine Besprechung von Alexander Paynes „Nebraska (Nebraska, USA 2013)

Meine Besprechung von Alexander Paynes „Downsizing“ (Downsizing, USA 2017)

Alexander Payne in der Kriminalakte