Nach einem Konzert wird der erfolgreiche Rockmusiker Udo Lindenberg (Udo Lindenberg) entführt. Privatdetektiv Carl Coolman (Udo Lindenberg) soll die Kidnapper finden. Hilfreich zur Seite stehen ihm seine Sekretärin, Udos Bodyguards und Lemmy Caution (Eddie Constantine).
Die große Udo-Lindenberg-Show. Objektiv betrachtet ein schlechter Film voller halbverdauter Hardboiled-Klischees, etwas Polit-Klamauk (Satire kann das kaum genannt werden), zeitgenössischem Humor, vielen Songs und erstaunlich vielen bekannten Gesichtern aus Film, Fernsehen und Kultur.
„Panische Zeiten“ ist, wenn man kein fanatischer Udo-Lindenberg-Fan ist, eine ziemlich peinliche, weit unter ihren Möglichkeiten bleibende Angelegenheit, gefilmt mit einer sympathischen Scheißegal-Attitüde und mehreren vollständig präsentierten Songs von Udo Lindenberg und dem Panikorchester.
Der Murks funktioniert vor allem als Rückblick auf die späten siebziger Jahre in der Bundesrepublik Deutschland.
Zwei zeitgenössische Meinungen: „immerhin ist Intelligenz bei dieser satirischen Actionkomödie im Spiel. Und viel politischer Witz. Die Unterhaltung, die geboten wird, lenkt nicht ab von der Realität, sondern hin zu ihr.“ (Fischer Film Almanach 1981)
„Ein Selbstdarstellungsfilm mit dürftiger Story, aber stellenweise recht witzigen Gags.“ (Lexikon des Internationalen Films)
mit Udo Lindenberg, Leata Galloway, Waler Kohut, vera Tschechova, Felix Scholz, Kklau Kauroff, Otto Wanz, Hark Bohm, Beate Jensen, Eddie Constantin, Rudolf Beiswanger, Peter Ahrweiler, Fritz Rau, Renate Schubert, heinz Domez, Werner Böhm, Willi Herrmann, Karl Dall, Helga Feddersen, Günter Netzer, Peggy Parnass, Werner Veigel
Die Geschichte ist, wie bei Raymond Chandler, der als Inspiration diente, kaum nacherzählbar, labyrinthisch, voller grandioser Szenen und Sätze und wahrscheinlich bar jeder Logik. Im wesentlichen geht es darum, dass der Dude mit seinem ihm bis dahin unbekannten, stinkreichen, herrischen, querschnittgelähmten Namensvetter verwechselt wird und er in eine undurchsichtige Entführungsgeschichte hineingezogen wird.
Anschließend zeigt Arte um 22.05 Uhr die Doku „Jeff Bridges und ‚The Dude'“ und um 23.00 Uhr „Die Coen-Brüder – Eine amerikanische Geschichte“ und dann ist es schon kurz vor Mitternacht
mit Jeff Bridges, John Goodman, Julianne Moore, Steve Buscemi, David Huddleston, Philip Seymour Hoffman, Tara Reid, Philip Moon, Mark Pellegrino, Peter Stormare, Flea, John Turturro, Sam Elliott, Ben Gazzara
„Die Mörder sind unter uns“ war nach dem Zweiten Weltkrieg der erste deutsche Film, der hergestellt wurde, und weil die anderen Besatzungsmächte Wolfgang Staudtes Drehbuch nicht akzeptierten (vor allem wegen des ursprünglich geplanten Selbstjustiz-Endes), war es auch der erste Defa-Film. Er ist auch ein Klassiker des deutschen Films und eine quälende, von Verunsicherung geprägte Bestandsaufnahme.
Im zerstörten Berlin leidet der Arzt Hans Mertens (Ernst Wilhelm Borchert) an seinen Kriegserlebnissen, die er versucht mit Alkohol und Barbesuchen zu betäuben. Er wohnt bei Susanne Wallner (Hildegard Knef), die in einem KZ war. Als sie in seinen Sachen den Abschiedsbrief von seinem Kompaniechef Brückner entdeckt, erfährt Mertens von ihr, dass Brückner (Arno Paulsen) noch lebt. Mertens möchte ihn für seine Kriegsverbrechen büßen lassen.
Staudte inszenierte diese Geschichte mit Bildern aus dem zerstörten Berlin in typischen Noir-Bildern und zahlreichen Nahaufnahmen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie die Deutschen mit ihrer Schuld und wie sie mit den Tätern umgehen sollen. Es ist ein in hohem Maß selbstreflexiver, von Verunsicherung, auch über das eigene Tun, geprägter Film, der gerade daraus auch heute noch seine erzählerische Wucht gewinnt.
Ein historisches Dokument ist er sowieso.
„Dieser erste Trümmerfilm war ein hoffnungsvoller Ansatz, die deutsche Vergangenheit zu bewältigen.“ (Christa Bandmann/Joe Hembus: Klassiker des deutschen Tonfilms, 1980)
Mit Ernst Wilhelm Borchert, Hildegard Knef, Erna Sellmer, Arno Paulsen, Michael Günther, Robert Forsch
Treibjagd(La Course du lièvre à travers les champs/And hope to die, Frankreich/Italien/Kanada 1972)
Regie: René Clément
Drehbuch: Sébastien Japrisot
LV: David Goodis: Black Friday, 1954
Sportpilot Tony Cardot (Jean-Louis Trintignant) tötet bei einer Notlandung drei Kinder. Weil deren Angehörige sich an ihm rächen wollen, flüchtet er nach Montreal. Dort nimmt ihn eine Gangsterbande, die gerade ihren nächsten Coup plant, auf. Er soll sogar ein Mitglied der Bande werden.
Für die Macher ist das ein erstaunlich unbekannter Gangsterfilm.
„sensibel und spannend komponierte Kriminalfilm…Ein sehr artifizieller Film, der die Möglichkeiten des Genres mit Raffinesse nutzt.“ (Lexikon des Internationalen Films)
Ausgehend von der Ankündigung zeigt der BR die 140-minütige Originalfassung und nicht die um ungefähr 15 Minuten gekürzte deutsche Kinofassung. In den USA wurde eine knapp hundertminütige Fassung des Films gezeigt.
mit Jean-Louis Trintignant, Robert Ryan, Lea Massari, Aldo Ray, Jean Gaven, Tisa Farrow, Nadine Nabokov
Einiges muss man einfach akzeptieren. Nein, nicht dass Schafe reden und einen Mordfall lösen. Sondern dass alle Schafe in „Glennkill“ fotorealistisch animiert sind. Sie sehen immer etwas unnatürlich aus.
Diese Schafe gehören dem Schäfer George Hardy (Hugh Jackman) (im Buch George Glenn). Der liegt eines Tages, mit einem Spaten in seinem Körper, auf seiner Wiese. Offensichtlich wurde er ermordet. Seine Schafherde, angeführt von der schlauen Lily (im Buch Miss Maples), will herausfinden, wer ihren liebenswerten Schäfer brutal ermordete.
Die Idee für diese Geschichte stammt von Leonie Swann. Sie schrieb den Rätselkrimi „Glennkill“, der 2005 ein Überraschungs-Bestseller wurde und 2006 den Friedrich-Glauser-Preis als bester deutschsprachiger Debütkriminalroman erhielt. Denn Leonie Swann ist eine deutsche Autorin und „Glennkill“ erschien ursprünglich auf Deutsch.
Zahlreiche Übersetzungen, auch ins Englische, folgten. Dort erschien der Roman 2008 unter dem Titel „Three Bags Full: A Sheep Detective Story“.
Die Verfilmung heißt jetzt, um die Verwirrung zu vervollständigen, im Original (also im angloamerikanischen Raum) „The Sheep Detectives“. Als hätte man nicht einfach bei „Glennkill“ bleiben können.
Schnell gab es Pläne für eine Verfilmung und rechtliche Probleme. Denn es war unklar, wie sich eine deutsche und eine internationale Verfilmung (bzw. eine Hollywood-Verfilmung) zueinander verhalten sollten. Nachdem das geklärt war, war eine Hollywood-Verfilmung möglich. Außerdem hat sich die Tricktechnik in den vergangenen zwanzig Jahren enorm weiterentwickelt. Die „Avatar“-Filme und einige Disney-Live-Action-Filme, wie „The Jungle Book“ und „Der König der Löwen“, zeigten, wie gut Menschen, animierte Tiere (oder andere Lebewesen) und mehr oder weniger reale Landschaften miteinander interagieren können.
Inszeniert wurde der Krimi jetzt von Kyle Balda („Minions“, „Ich – Einfach unverbesserlich 3“, „Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss“). Craig Mazin („The Huntsman & The Ice Queen“, „Chernobyl“, „The Last of Us“) schrieb das Drehbuch.
Die von Mazin erfundene Filmgeschichte übernimmt aus dem Roman die Prämisse und die Idee, den Kriminalfall aus der Sicht von Schafen zu erzählen. Der nun folgende Kriminalfall im Film hat nichts mit dem Fall im Roman zu tun. Das gilt selbstverständlich auch für den Täter und sein Motiv. Mazin veränderte und erfand viele Personen. So ist der ermordete Schäfer im Film viel netter als im Roman. Er hat auch einen besseren literarischen Geschmack. Im Film liest George seinen auf der Wiese grasenden Schafen Kriminalromane vor und vermittelt ihnen so das Handwerkszeug, um den Mordfall aufzuklären. Im Buch liest er ihnen vor allem schnulzige Liebesromane vor. Im Buch ist der Kriminalfall kaum bis überhaupt nicht vorhanden. Entsprechend wenig ermtteln die Schafe.
Das sind aber nur Details. Der größte und wichtigste Unterschied ist, dass der Film von Menschen gemacht wurde, die die Regeln des Rätselkrimis kennen, respektieren und lieben. Ihr „Glennkill“ ist ein aus einer ungewöhnlichen Perspektive erzählter witziger Rätselkrimi und eine Reflexion über die Regeln des Rätselkrimis.
Der Roman wurde offensichtlich von jemand geschrieben, dem das egal ist. Die Geschichte wurde lieblos in ein Krimi-Korsett gezwängt, weil Krimis sich verkaufen. Vor allem wenn sie mild humoristisch sind. Vor zwanzig Jahren waren schon seit längerem Katzenkrimis sehr beliebt. Schafe sind da nur andere Vierbeiner, die dem Publikum gefallen könnten. Diese Egal-Einstellung gegenüber dem Krimi-Genre zeigt sich auch daran, dass Leonie Swann ihren Schäfer Liebesromane vorlesen lässt. Der Roman-George liest ihnen Schnulzen vor. Seine Erbin Rebecca liest ihnen Emily Brontës „Wuthering Heigths“ vor.
Das macht Swanns Roman zu einem wenig überzeugendem Möchtegern-Kriminalroman und Baldas Film zu einem rundum überzeugendem cozy Rätselkrimi mit einem deutlich erkennbarem humoristischem Einschlag.
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Pünktlich zum Filmstart erschien vor wenigen Tagen Leonie Swanns dritter Schafskrimi. „Widdersehen“ spielt nach dem Frankreichausflug „Garou“ wieder auf der aus „Glennkill“ bekannten irischen Wiese. Aber sie sieht nicht mehr so schön aus wie früher. Als dann auch noch ihre Schäferin Rebecca spurlos verschwindet, müssen Miss Maple und die Schafherde wieder ermitteln. Ihre einzigen Spuren sind ein Finger und ein Brief, den die Schafe nicht lesen können.
Glennkill: Ein Schafskrimi(The Sheep Detectives, USA 2026)
Regie: Kyle Balda
Drehbuch: Craig Mazin
LV: Leonie Swann: Glennkill, 2005
mit Hugh Jackman, Nicholas Braun, Nicholas Galitzine, Molly Gordon, Hong Chau, Emma Thompson, Tosin Cole, Kobna Holdbrook-Smith, Conleth Hill, Mandeep Dhillon
(im Original den Stimmen von) Julia Louis-Dreyfus, Chris O’Dowd, Regina Hall, Brett Goldstein, Rhys Darby, Patrick Stewart, Tommy Birchall, Bryan Cranston, Bella Ramsey
(in der deutschen Synchronisation mit dem Stimmen von) Anke Engelke, Bastian Pastewka
Länge: 110 Minuten
FSK: ab 6 Jahre
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Die Vorlage, neu aufgelegt bei einem neuen Verlag
Leonie Swann: Glennkill
Dumont, 2026
416 Seiten
14 Euro
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Originalausgabe
Goldmann, 2005
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Die weiteren Schafskrimis von Leonie Swann mit den schlauen irischen Schafen und ihrer Schäferin Rebecca
LV: Frank Herbert: Dune, 1965 (Dune – Der Wüstenplanet)
TV-Premiere. Zweiter „Dune“-Film von Denis Villeneuve, in dem er die Geschichte von Paul Atreides und seinen Erlebnissen auf dem Wüstenplaneten Arrakis nahtlos weiter erzählt.
Der Science-Fiction-Film beeindruckt mit seinen Bildern. Mit dem Rest weniger.
„Dune 3“, Villeneuves dritter und letzter „Dune“-Film, ist für Mitte Dezember 2026 angekündigt. Danach widmet Denis Villeneuve sich dem neuen James-Bond-Film.
Close (Close, Belgien/Frankreich/Niederlande 2022)
Regie: Lukas Dhont
Drehbuch: Lukas Dhont, Angelo Tijssens
Die beiden Freunde Léo und Rémi verbringen viel Zeit miteinander. Als die beiden Dreizehnjährigen auf eine neue Schule kommen, vermutet eine Mitschülerin, dass sie mehr als nur Freunde sind.
Coming-of-Age-Drama mit einer starken ersten und extrem schwachen zweiten Hälfte.
Mitten in der Nacht wird in Hannover in einem Park eine lebenslustige, wohlhabende Witwe (das waren damals mindestens zwei Mordmotive) ermordet. Kommissar Heinz Brammer ermittelt.
Erster von vier Brammer-Krimis, der unabhängig von der Qualität des Falls als zeithistorisches Dokument interessant ist. Außerdem sehen wir Hobby-Musiker Brammer beim Besuch eines Udo-Lindenberg-Konzerts.
Die restliche Musik ist von Rolf Kühn.
mit Knut Hinz, Peter Kuiper, Rosemarie Fendel, Dieter Prochnow, Edda Pastor, Klaus Schwarzkopf, Udo Lindenberg & das Panikorchester
Die erste Ausstellung der Deutschen Kinemathek an ihrem Übergangsstandort präsentiert auch ein Stück Berlin-Geschichte, das nur möglich wurde, weil das Archiv des Filmverleihs Salzgeber geöffnet wurde. Der Filmverleih wurde 1985 von Manfred Salzgeber in West-Berlin gegründet mit dem Ziel, schwule Filme zu verleihen. Und Berlin war und ist für den queeren Film wichtig.
Schon vor der Gründung des Verleihs – Salzgeber fand 1985 für den Film „Buddies“, den ersten Spielfilm über AIDS, keinen Verleiher oder TV-Sender – engagierte der 1943 geborene und 1994 verstorbene Filmfanatiker sich für schwule Belange. Unter anderem bei der Gründung des Internationalen Forums des Jungen Films, später bei der Berlinale, als Kinobetreiber und gut vernetzter Entdecker und Förderer von Filmen abseits des Mainstreams, die nach seiner Überzeugung gesehen werden sollten. Mit Wieland Speck schuf er 1987 im Panorama der Berlinale den Teddy Award, den weltweit ersten offiziellen queeren Filmpreis auf einem A-Festival.
Viele Filme über queeres Leben entstanden in Berlin. Rosa von Praunheim lebte und arbeitete bis zu seinem Tod in Berlin. Sein Spielfilm „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ (1971) kann für die schwule und lesbische Community und ihr Selbstbewusstsein nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Konzipiert und kuratiert wurde die Ausstellung von Björn Koll, der sich mit ihr einen Traum erfüllte. Seit 1989 arbeitet er in verschiedenen Funktionen bei Salzgeber. 1994 wurde er Eigentümer und wurde 2007 alleiniger Geschäftsführer der Salzgeber & Co. Medien GmbH. Zur Ausstellung sagt er: „Es geht bei ‚Inventing Queer Cinema‘ (…) nicht um die Frage, wer was erfunden hat. Das queere Kino ist ein imaginärer Raum und Traum, der von Millionen Menschen auf der Welt gespeist und geteilt wird. Der Wunsch, sich selbst zu sehen unf für andere sichtbar zu werden, war dabei immer stärker als alle Widrigkeiten bei Produktion und Herausbringung.“
Die Ausstellung nutzt die Räumlichkeiten des E-Werk, einem seit 1987 denkmalgeschütztem Umspannwerk, und zeigt gleichzeitig die Begrenzungen auf. Denn so hoch die Eingangshalle mit 8,75 Meter ist, so wenig Platz ist für die Präsentation all der in Jahrzehnten gesammelten und jetzt zu einem kleinen Teil ausgestellten Exponate. Dafür laden die frei schwebenden Plakate und Bilder zum Assozieren und Erinnern ein.
Die Ausstellung in der Eingangshalle teilt sich auf ein einen Prolog, der auf die Geschichte des queeren Film in den zwanziger Jahren in der Weimarer Republik eingeht. Es gibt die schon erwähnten, den Raum dominierenden Visuals und etwas abgeschottete Ecken für Rosa von Praunheim, eine Box für Manfred Salzgeber und eine auf drei Leinwände aufgeteilte Präsentation.
Bei Rosa von Praunheim wird sich in einer auf sechs Monitoren aufgeteilten Präsentation auf „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ und die Wirkungsgeschichte des Films konzentriert. In „Manfreds Box“ gibt es einen Einblick in das Wirken von Manfred Salzgeber mit 1993 entstandenen Mitschnitten aus seiner Einführung in die queere Filmgeschichte und Interviews mit Kollegen und Freunden. Im Fokus Fernsehen wird gezeigt, wie sich in den vergangenen Jahrzehnten in Talkshows, im Kinderfernsehen und in Filmen und Serien die Präsentation queerer Menschen veränderte.
Ein weiterer Blickfang ist die Installation „Celebrating Queer Cinema“. Auf drei Leinwänden werden Ausschnitte aus 22 Filmen gezeigt.
Im Schaltwerk werden erstmals Dokumente und Gegenstände aus dem Archiv des Filmverleih Salzgeber präsentiert. Es gehört jetzt zum Bestand der Stiftung Deutsche Kinemathek.
Während die Ausstellung primär eine Einführung in das Thema ist, gibt es zur Vertiefung eine Filmreihe und begeltende Veranstaltungen.
Die Filmreihe besteht aus 96 Filmen, die zwischen 1924 (Carl Theodor Dreyers „Michael“) und 2023 (Paul B. Preciados „Orlando, meine politische Biografie“, Vuk Lungulov-Klotz‘ „Mutt“, Hannes Hirschs „Drifter“, Harvey Rabbits „Captain Faggotron saves the Universe“ und Malgorzata Szumowska/Michal Englerts „Frau aus Freiheit“) ihre Premiere hatten. Fast die Hälfte der teils mehrfach gezeigten Filme stammen aus den siebziger, achtziger und neunziger Jahren. Es werden Filmen von Elfi Mikesch, Ulrike Ottinger, Rosa von Praunheim, Monika Treut und Frank Ripploh gezeigt. Es gibt auch Entdeckungen wie „100 Tage, Genosse Soldat“. Der sowjetische Film von 1990 über fünf junge Männer, die ihren Militärdienst nicht überleben, ist, je nach Sicht, immer noch oder wieder aktuell.
Zu den begleitenden Veranstaltungen gehören Drehbuchlesungen und Publikumsdiskussionen. Zu den Gästen gehören Monika Treut, Angelina Maccarone, Elfi Mikesch, Wieland Speck und Jochen Hick.
Es gibt also zahlreiche Möglichkeiten, sich nach dem Besuch der Ausstellung weiter in das Thema zu vertiefen. Und vielleicht gibt es auch irgendwann noch ein von Björn Koll angedachtes Buch zur Ausstellung.
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Die Ausstellung „Inventing Queer Cinema“ ist in der Deutschen Kinemathek (Mauerstraße 79, Berlin) von jetzt bis zum 13. September 2026.
Sie ist von Donnerstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.
Weil ich die Till-Raether-Verfilmung „Danowski – Neunauge“ (Premiere um 20.15 Uhr im ZDF, inszeniert von Jonas Grosch mit Milan Peschel wieder als Kommissar Adam Danowski) noch nicht gesehen habe:
Arte, 20.15
Jesse James – Mann ohne Gesetz (Jesse James, USA 1939)
Regie: Henry King
Drehbuch: Nunnally Johnson (nach historischen Recherchen von Rosalind Shaffer und Jo Frances James)
Ein Westernklassiker, der die Geschichte der Brüder Frank und Jesse James erzählt, die sich an der Eisenbahngesellschaft für erlittenes Unrecht rächen wollen und zu Verbrechern werden.
mit Tyrone Power, Henry Fonda, Nancy Kelly, Randolph Scott, Henry Hull, Brian Donlevy, John Carradine, Lon Chaney jr.
Minari – Wo wir Wurzeln schlagen (Minari, USA 2020)
Regie: Lee Isaac Chung
Drehbuch: Lee Isaac Chung
TV-Premiere. Feinfühlig und die üblichen dramatischen Spannungsmomente ignorierend erzählt Lee Isaac Chung die Geschichte seiner aus Korea in die USA eingewanderten Familie und seiner Kindheit in den achtziger Jahren im ländlichen Arkansas.
LV: William Shakespeare: The Tragedy of Macbeth, 1606 (Macbeth)
Roman Polanskis selten gezeigte werktreue und gewalttätige Verfilmung von Shakespeares „Macbeth“. Damals kontrovers aufgenommen und ein Kassenflop, heute ein Klassiker.
mit Jon Finch, Francesca Annis, Martin Shaw, Nicholas Selby, John Stride, Stephen Chase
Hinweise
3sat über „Macbeth“ (Film sollte anschließend in der Mediathek verfügbar sein)
Ein Dokumentarfilm über die Klimakatastrophe und Wissenschaftler, die versuchen sie zu verhindern, und in dem nicht die üblichen Verdächtigen kluge Statements abgeben, ist natürlich erfreulich.
Und jetzt kommen wir schon zum Aber.
In seinem beobachtendem Dokumentarfilm „Das Gewicht der Welt“ porträtiert Florian Heinzen-Ziob mit großer Geduld und Sympathie Maria Hörhold, Doktorin der Glaziologie, Sebastian Seiffert, Professor für Physikalische Chemie, und Nana-Maria Grüning, Doktorin der molekularen Biologie, bei ihrer Arbeit, ihrem umweltpolitischem Engagement und im Privatleben. Sie forschen. Sie halten Vorträge vor Studierenden (gut, das ist ihre Arbeit und gleichzeitig ein eleganter Weg, einige Fakten einzustreuen). Sie reden auch vor Nicht-Akademikern. Sie treffen sich mit Kollegen. Sie engagieren sich. Maria Hörhold bei „Scientist 4 Future“. Nana-Maria Grüning ist Gründungsmitglied von „Scientist Rebellion Deutschland“. So nennt sich die Wissenschaftler-Ausgabe der „Letzten Generation“. Die im Film gezeigten öffentlichen Aktionen von „Scientist Rebellion Deutschland“ sind dann der von der „Letzten Generation“ bekannte öffentlichkeitswirksame Mix aus Festklebe- und Farbverteilaktionen. Bei der Bevölkerung, die überzeugt werden sollte, stießen sie zu großen Teilen auf Unverständnis und Ablehnung.
In der Dokumentation selbst gibt es, abgesehen von wütenden Autofahrern, keine Gegenstimmen oder eine Reflektion, die über das hinausgeht, was die Protagonisten selbst sagen. Damit entfällt auch eine Diskussion über den präzisen Sinn der Aktionen und ob sie ihr Ziel erreichen. Stattdessen wollen sie bei „Scientist Rebellion Deutschland“ so weitermachen.
Maria Hörhold und Sebastian Seiffert versuchen es mit Aufklärung und der Gründung eines Unternehmens zur Meerwasserentsalzung.
„Das Gewicht der Welt“ beschränkt sich auf die Beobachtung der drei Filmprotagonisten, die besorgt über den Zustand der Welt sind und die sich, teilweise rührend naiv, engagieren. Das führt in dem Film dazu, dass es fast keine Analyse des individuellen Handelns gibt, dass dieses Handeln nicht in eine Beziehung zur Gesellschaft, zur Politik und zur Wissenschaft gesetzt und kritisch hinterfragt wird. Also ob eine bestimmte Protestform ein wirksames Mittel ist, um bei der Bevölkerung das Bewusstsein über die Klimaktastrophe zu schärfen und diese dann zu einem bestimmten Handeln zu animieren. Es wird auch nicht gefragt, warum sie diese und keine andere Form des Engagements wählen. Beispielsweise beim „Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland“ (BUND) oder in einer Partei.
Der vor kurzem angelaufene Dokumentarfilm „Blame“ über mehrere Wissenschaftler, die zum Coronavirus forschen und sich während und nach der Pandemie fragten, warum plötzlich niemand mehr auf sie hörte, gibt einen viel besseren Einblick in das Denken und Wirken von Wissenschaftlern. Die Wissenschaftler und der Regisseur versuchen auch zu verstehen, wie es zu dem Backlash kam.
Wer wissen möchte, wie schlimm die Umweltzerstörung ist und was dagegen getan werden kann, kann sich Al Gores ebenfalls im Kino gezeigten Dokumentarfilme „Eine unbequeme Wahrheit“ (2006) und „Immer noch eine unbequeme Wahrheit – Unsere Zeit läuft“ (2017) ansehen.
Oder er/sie/es besucht die örtliche, teilweise seit Jahrzehnten bestende Umwelt- und Naturschutzgruppe und erfährt einiges über ihre lange Geschichte, wie sie ihre Ziele umsetzen, welche Rolle ziviler Ungehorsam dabei spielt und wer ihre Gegner sind.
Das Gewicht der Welt (Deutschland 2025)
Regie: Florian Heinzen-Ziob
Drehbuch: Florian Heinzen-Ziob
mit Nana-Maria Grüning, Maria Hörhold, Sebastian Seiffert
Mit Musik geht bei ‚Baby‘ nicht alles besser. Bei geht alles nur mit Musik. Zum Beispiel wenn er als Fluchtwagenfahrer einigen Gangstern bei der Flucht vor der Polizei hilft. Als er sich verliebt, will er aus dem Verbrecherleben aussteigen. Davor soll er noch bei dem berühmten letzten großen Überfall mitmachen.
Harter Gangsterthriller mit einer Portion Humor und so viel gut ausgewählter Musik, dass er sich mühelos zum Gangster-Musical qualifiziert. Und ich meine das lobend!
mit Ansel Elgort, Kevin Spacey, Lily James, Jon Hamm, Jamie Foxx, Eiza González, Jon Bernthal, Micah Howard, Morse Diggs, CJ Jones, Sky Ferreira, Lance Palmer, Flea, Lanny Joon, Big Boi, Killer Mike, Paul Williams, Jon Spencer, Walter Hill
„Mortal Kombat II“ ist der Mittelteil einer Trilogie, der nicht mit den üblichen Mittelteilen einer Trilogie zu kämpfen hat. Das liegt daran, dass es in dem Videospiel „Mortal Kombat“ und auch in dem vorherigen „Mortal Kombat“-Film (davor gab es schon zwei Kinofilme und mehrere Animationsfilme) nicht um ein „Herr der Ringe“-würdiges Worldbuilding geht. Es geht, wenn wir die ‚Mortal Kombat‘-Mythologie um die Outworld, Earthrealm (aka die Erde), Zauberer und auserwählten Kämpfern auf ihren Kern herunterbrechen, geht es um einen in zehn Turnieren ausgetragenen Kampf um die Zukunft des Universums. Bestritten werden diese Turniere von auserwählten Kämpfern mit besonderen Fähigkeiten in verschiedenen Kampfarenen.
Die Dramaturgie unterscheidet sich nicht von einer Abfolge von Boxkämpfen um den Weltmeistertitel. Da muss man auch nicht wissen, was vor oder nach dem Kampf geschieht. Man muss auch nichts über die Kämpfer wissen; außer, vielleicht, ihren Fähigkeiten im Ring. Eine Dramaturgie, abseits von einem ‚Der Gewinner kommt in die nächste Runde‘ gibt es nicht. Man muss also nicht alle vorherigen; – eigentlich muss man keinen vorherigen Kampf gesehen haben, um den letzten Kampf zu verstehen. Das ist in Zeiten, in denen in anderen Filmuniversen, wie dem MCU, das Wissen um alle vorherigen Filme und TV-Serien vorausgesetzt wird, erholsam und angenehm altmodisch.
Ging es Simon McQuoid in „Mortal Kombat“ (2021), zwischen vielen, langen Kämpfen, noch um die Aufnahme von Cole Young in das Team Erde, geht es ihm jetzt um die Aufnahme von Johnny Cage (Karl Urban) in die Gruppe der Champions von Earthrealm. Sie müssen die Schreckensherrschaft von Shao Khan, dem Herrscher über die Outworld, beenden. Cage ist ein abgehalfterter, stramm auf die Pensionsgrenze zugehender Actionstar, dessen Karriere-Höhepunkt in in Achtzigern und frühen Neunzigern in B-Pictures war. Aber irgendeine besondere Fähigkeit muss er haben; neben dem ikonischen Aufsetzen seiner Sonnenbrille und pseudocoolen One-Linern, die direkt aus einem dummen 80er-Jahre-Actionfilm stammen könnten.
Bis auf diesen prominenten und einige weniger prominente Neuzugänge und einigen mehr oder weniger überraschenden Auftritten von Kämpfern aus „Mortal Kombat“ (2021), die dort möglicherweise starben, unterscheidet sich „Mortal Kombat II“ kaum von seinem Vorgänger. Die Minimal-Story dient nur dazu, die fast die gesamte Filmzeit in Anspruch nehmenden Kämpfe mit vielen, vielen, sehr vielen Kämpfern zu verbinden. Laut Produzent E. Bennett Walsh gibt es in dem Fantasy-Actionfilm 18 Hauptcharaktere. Damit auch Zuschauer, die sich nicht für das dem Film zugrunde liegenden Computerspiele interessieren, die Figuren unterscheiden können, verfügen sie über weniger Eigenschaften und ein oft erinnerungswürdiges Aussehen.
Erzählerisch bewegt sich die Geschichte auf der Stufe eines Kinderfilms mit klar gezeichneten eindimensionalen Figuren, deren Existenzberechtigung in der Teilnahme an den Kämpfen besteht. Diese sind dann so brutal, dass „Mortal Kombat II“, im Geist der Spielvorlage, beileibe kein Kinderfilm ist. Er ist eher das filmische Äquivalent zu einem Wrestling-Kampf mit spritzendem Blut und anderen Dingen.
Die Fantasy-Welt, in der die Geschichte spielt, stammt selbstverständlich aus dem Computer. Die bewusst amateurhaft gestalteten Kulissen und Effekte sehen durchgehend wie die Kulisse für ein vor Jahrzehnten gedrehtes Fantasy-B-Picture aus. Das sind Bilder, die bereits ab 1936 in den „Flash Gordon“-Serials kultiviert wurden. Damals wurden die Kulissen gemalt. Es gab Lichteffekte und Blitze. Halt alles, was gut aussieht und mit einem Minibudget hergestellt werden kann. Darum finden die Kämpfe in „Mortal Kombat II“ fast immer ohne Publikum, aber dafür mit Donner und Blitzen, an absolut austauschbaren, dunklen Orten statt.
Weil in „Mortal Kombat II“ die Bilder und die Art, wie die Geschichte erzählt wird, durchgehend aus der Vergangenheit kommen, gehört Simon McQuoids Fantasy-Film, wie die letzte Woche gestartete Komödie „Der Teufel trägt Prada 2“, zu den Filmen, die vor allem nostalgische Gefühle bedienen. „Mortal Kombat II“ wirkt durchgehend wie ein 80er-Jahre-Actionfilm. Die Fans von „Mortal Kombat“ (2021) werden sich freuen, dass sie viele, auch aus den Computerspielen bekannte Figuren ohne störende Überraschungen auf der Kinoleinwand sehen können.
Sie dürfen sich auch auf den dritten und abschließenden Film der Trilogie freuen. Wieder mit Simon McQuoid als Regisseur, Jeremy Slater als Drehbuchautor und, nun, den überlebenden Kämpfern dieses Turniers.
Mortal Kombat II (Mortal Kombat II, USA 2026)
Regie: Simon McQuoid
Drehbuch: Jeremy Slater (basierend auf dem Videospiel „Mortal Kombat“ von Ed Boon und John Tobias)
mit Karl Urban, Adeline Rudolph, Jessica McNamee, Josh Lawson, Ludi Lin, Mehcad Brooks, Tati Gabrielle, Lewis Tan, Damon Herriman, Martyn Ford, Max Huang, Chin Han, Tadanobu Asano, Joe Taslim, Hiroyuki Sanada
Drehbuch: Evgenia Peretz, Tamara Jenkins, Jim Taylor
LV: Nick Hornby: Juliet, Naked, 2009 (Juliet, Naked)
Duncan Thomson (Chris O’Dowd) ist begeistert. Der Überfan ist in den Besitz bislang unbekannter Demoaufnahmen von seinem großen Idol Tucker Crowe gelangt. Er schreibt einen langen Text über dieses Meisterwerk. Duncans langjährige Freundin Annie Platt (Rose Byrne) sieht es anders und schreibt in einem Tucker-Crowe-Fanforum, dass “Juliet, Naked” nicht so großartig sei. Kurz darauf meldet sich der seit 25 Jahren untergetauchte Tucker Crowe (Ethan Hawke) bei ihr. Etwas später klopft er an ihre Haustür.
Warmherzige RomCom über alles, was wir in den Werken von “High Fidelity” Nick Hornby lieben.
Wer den Ton der aztekische Todes-Pfeife hört, wird kurz darauf sterben.
Jetzt bläst eine Schülerin der Pellington High, als sie mit vier Schulkameraden eine nächtliche Mini-Party feiert, in diese Pfeife.
Fortan müssen sie um ihr Überleben kämpfen. Aus dieser Prämisse, die Horrorfans möglicherweise an die „Final Destination“-Filme erinnert, macht Corin Hardy einen gradlinigen Horrorfilm mit ordentlichen Effekten, einer durchaus überschaubaren Zahl von Toten und vielen Suspense-Momenten.
Weil die Erscheinungsform, die der Tod annimmt, durchgehend CGI-generiert ist, sind Effekte möglich, die sonst nicht möglich wären. Schließlich sind Gelenke nicht endlos biegsam.
Corin Hardy präsentiert mit „Whistle“ einen sich kurzweilig und gelungen innerhalb bekannter Bahnen bewegenden Horrorfilm. Die im Abspann versteckte Schlusspointe sollte man besser nicht als einen direkten Hinweis auf eine sich direkt an diesen Film anschließende Fortsetzung sehen. Man sollte sich auch nicht zu sehr mit Fragen der Logik beschäftige, wie beispielsweise der Frage, warum der Schulspind der neuen Schülerin in den vergangenen Monaten, nach dem entsetzlichen Tod eines anderen Schüler (den wir am Filmanfang sehen), nicht geöffnet und ausgeräumt wurde.
Whistle (Whistle, Kanada 2025)
Regie: Corin Hardy
Drehbuch: Owen Egerton
mit Ali Skovbye, Dafne Keen, Jhaleil Swaby, Nick Frost, Percy Hynes White, Sky Yang, Sophie Nélisse
Leid und Herrlichkeit(Dolor y gloria, Spanien 2019)
Regie: Pedro Almodóvar
Drehbuch: Pedro Almodóvar
In seiner Wohnung dämmert Salvador Mallo (Antonio Banderas) vor sich hin. Er leidet an zahlreichen Krankheiten, die ihn am Arbeiten hindern. Als der Regisseur einen seiner früheren Filmen, der inzwischen als Meisterwerk gilt, zusammen mit seinem damaligen Hauptdarsteller präsentieren soll, erinnert er sich an sein Leben und ihre gemeinsame Zeit. Dummerweise haben sie sich damals heillos zerstritten.
Wie wir es von Pedro Almodóvar gewohnt sind: ein grandioses Drama und ein großer Spaß.
A Haunting in Venice (A Haunting in Venice, USA 2023)
Regie: Kenneth Branagh
Drehbuch: Michael Green
LV: Agatha Christie: Hallowe’en Party, 1969 (Die Schneewittchen-Party; Die Halloween-Party, und neuerdings A Haunting in Venice)
Hercule Poirot wird 1947 in Venedig zu einer Séance eingeladen. Poirot glaubt nicht an den Hokuspokus. Als eine der Anwesenden stirbt, will Poirot den Mörder finden.
TV-Premiere. Dritter und bislang schwächster Hercule-Poirot-Film von und mit Kenneth Branagh. Ein Grund ist, dass der Filmfall nichts mit dem Romanfall zu tun hat. Ein anderer ist, dass Drehbuchautor Michael Green und Branagh keinen Rätselkrimi, sondern eine Spukgeschichte erzählen. Das ist als überkandidelter Gothic-Horror-Versuch halbwegs unterhaltsam, hat aber mit Agatha Christie und Hercule Poirot nichts zu tun.
mit Kenneth Branagh, Kyle Allen, Michelle Yeoh, Camille Cottin, Jamie Dornan, Tina Fey, Jude Hill, Ali Khan, Emma Laird, Kelly Reilly, Riccardo Scamarcio
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Die Vorlage in der Filmausgabe
Agatha Christie: A Haunting in Venice
(übersetzt von Hiltgunt Grabler) (mit einem Vorwort von Michael Green)
Atlantik, 2023
256 Seiten
14 Euro
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Ältere deutsche Titel
Die Schneewittchen-Party (ursprünglicher Titel)
Die Halloween-Party (Titel der Neuausgabe von 2018)