TV-Tipp für den 17. Mai: Agatha Christies Marple: Das Schicksal in Person

Mai 16, 2023

One, 20.15

Agatha Christies Marple: Das Schicksal in Person (Agatha Christie’s Marple: Nemesis, Großbritannien 2009)

Regie: Nicolas Winding Refn

Drehbuch: Stephen Churchett

LV: Agatha Christie: Nemesis, 1971 (Das Schicksal in Person)

Miss Marple soll für einen verstorbenen Freund einen alten Fall aufklären. Damals verschwand die junge Verity spurlos aus einem Kloster. Wurde sie ermordet?

Diese Agatha-Christie-Verfilmung ist eine der wenigen TV-Arbeiten von Nicolas Winding Refn. Zuletzt kehrte der bildgewaltige Regisseur mit der Amazon-Miniserie „Too old to die young“ und „Copenhagen Cowboy“ wieder auf den kleinen Bildschirm zurück.

Der TV-Spielfilm ist gediegene TV-Unterhaltung, die sich primär an die Fans der Serie richtet.

mit Geraldine McEwan, Dan Stevens, Laura-Michelle Kelly, Graeme Garden, Richard E Grant, Ruth Wilson, Lee Ingleby

Hinweise

Wikipedia über „Agatha Christies Marple“ (deutsch, englisch)

Homepage von Agatha Christie

Krimi-Couch über Agatha Christie

Meine Besprechung von Agatha Christies „Mord im Orientexpress“ (Murder on the Orient Express, 1934)

Meine Besprechung von John Guillermins Agatha-Christie-Verfilmung “Tod auf dem Nil” (Death on the Nile, Großbritannien 1978)

Meine Besprechung von Michael Winners Agatha-Christie-Verfilmung „Rendezvous mit einer Leiche“ (Appointment with Death, USA 1988)

Meine Besprechung von Kenneth Branaghs Agatha-Christie-Verfilmung „Mord im Orientexpress“ (Murder on the Orient Express, USA 2017)

Meine Besprechung von Gilles Paquet-Brenner Agatha-Christie-Verfilmung „Das krumme Haus“ (Crooked House, USA 2017) (und Buchbesprechung)

Meine Besprechung von Kenneth Branaghs Agatha-Christei-Verfilmung „Tod auf dem Nil“ (Death on the Nile, USA/Großbritannien 2022) (und Buchbesprechung)

Meine Besprechung von Nicolas Winding Refns „Fear X“ (Fear X, USA 2003)

Meine Besprechung von Nicolas Winding Refns „Drive“ (Drive, USA 2011)

Meine Besprechung von Nicolas Winding Refns „Only God Forgives“ (Only God Forgives, Frankreich/Dänemark 2013)

Meine Besprechung von Nicolas Winding Refns „The Neon Demon“ (The Neon Demon, USA/Frankreich/Dänemark 2016)

Nicolas Winding Refn in der Kriminalakte


Cover der Woche

Mai 16, 2023


TV-Tipp für den 16. Mai: Sin City

Mai 15, 2023

Tele 5, 22.15

Sin City (Sin City, USA 2005)

Regie: Frank Miller, Robert Rodriguez, Quentin Tarantino (special guest director)

Drehbuch: Frank Miller

LV: Frank Miller: Sin City (verfilmte Geschichten: The Hard Goodbye [1991], The Big Fat Kill [1994], That Yellow Bastard [1996], The Customer is Always Right[1994])

Kongeniale Verfilmung einiger Geschichten aus der düsteren „Sin City“-Welt. Ein Fest für Noir- und Comicfans.

Mit Jessica Alba, Powers Boothe, Jude Ciccolella, Rosario Dawson, Benicio Del Toro. Josh Hartnett, Rutger Hauer, Jamie King, Michael Madsen, Frank Miller, Brittany Murphy, Clive Owen, Mickey Rourke, Nick Stahl, Bruce Willis, Elijah Wood

Hinweise

Metacritic über „Sin City“

Rotten Tomatoes über „Sin City“

Wikipedia über „Sin City“ (deutsch, englisch)

Schnittberichte vergleicht die Kino- mit der Recut-Version

Meine Besprechung von Frank Miller/Robert Rodriguez‘ „Sin City 2: A Dame to kill for (Frank Miller’s Sin City: A Dame to kill for, USA 2014)

Meine Besprechung von Robert Rodriguez‘ „Alita: Battle Angel“ (Alita: Battle Angel, USA 2019)

Blog/Homepage von Frank Miller

Meine Besprechung von Frank Miller/Geoff Darrows „Hard Boiled“ (Hard Boiled, 1990/1992)

Meine Besprechung von Frank Miller/Dave Gibbons’ “Martha Washington – Ein amerikanischer Traum (Band 1)” (Give me liberty, 1990)

Meine Besprechung von Frank Miller/Jim Lee/Scott Williams’ “All-Star Batman” (All Star Batman & Robin: The Boy Wonder, 2005 – 2008)

Meine Besprechung von Frank Millers “Holy Terror” (Holy Terror, 2011)

Meine Besprechung von Frank Miller/Geoff Darrows „Hard Boiled“ (Hard Boiled, 1990/1992)

Meine Besprechung von Frank Miller/David Mazzucchelli/Richmond Lewis‘ „Batman – Das erste Jahr“ (Batman # 404 – 407, 1987)

Meine Besprechung von Frank Miller/Brian Azzarello/Andy Kubert/Klaus Janson/Brad Anderson/Alex Sinclairs „Batman – Die Übermenschen“ (Dark Knight III: The Master Race # 1 – 9, 2018)


TV-Tipp für den 15. Mai: Der Mann, der seinen Namen änderte

Mai 14, 2023

NDR, 23.15

Der Mann, der seinen Namen änderte (Deutschland 1958)

Regie: Werner Völger

Drehbuch: Werner Völger

LV: Edgar Wallace: The Man who changed his Name, 1928 (Theaterstück)

Selby Clive will dem Jugendfreund seiner Frau ein Stück Land verkaufen. Noch vor dem Verkauf entdecken sie ein Schriftstück, nach dem Selby seinen Namen geändert hat und vielleicht ein dreifacher Mörder ist, der vielleicht schon seinen nächsten Mord plant.

1958 wurde diese Abfilmung eines Theaterstücks live im Ersten übertragen und verschwand anschließend im Archiv. 2015 wurde der Krimi auf DVD veröffentlicht und jetzt, erstmals seit seiner Erstausstrahlung, wieder im TV.

Das erklärt vielleicht auch, warum diese Verfilmung nicht in Florian Pauers umfangreichem Buch „Die Edgar-Wallace-Filme“ (1982), in dem ungefähr jede Edgar-Wallace-Verfilmung erwähnt wird, enthalten ist.

Wahrscheinlich eher von historischem Interesse.

Mit Fritz Tillmann, Hannelore Schroth, Ernst Stankovski, Stanislav Ledinek, Otto Stoeckel, Franz Schafheitlin

Hinweise

Filmportal über „Der Mann, der seinen Namen änderte“

Krimihomepage über „Der Mann, der seinen Namen änderte“

Wikipedia über „Der Mann, der seinen Namen änderte“ und über Edgar Wallace (deutsch, englisch)

Edgar Wallace – The Official Site

Krimi-Couch über Edgar Wallace

Meine Besprechung der Edgar-Wallace-Verfilmung „Der Zinker“ (Deutschland 1931)

Meine Besprechung der Edgar-Wallace-Verfilmung “Der Doppelgänger” (Deutschland 1934)


TV-Tipp für den 14. Mai: Cop Land

Mai 13, 2023

Arte, 20.15

Cop Land (Cop Land, USA 1997)

Regie: James Mangold

Drehbuch: James Mangold

Freddy Heflin hat als frühes Gnadenbrot eine Stelle als Sheriff in Garrison, New Jersey bekommen. Die Einwohner sind von ihm bewunderte New Yorker Polizisten. Als eines Tages ein Interner Ermittler aus New York ihn um Hilfe bei Ermittlungen gegen korrupte Polizisten bittet, muss Heflin sich zwischen seinem Job und dem polizeilichen Ehrenkodex entscheiden.

Gutes Schauspielerkino mit einem kräftigen Touch 70-Jahre-Kino und einem genießbaren Stallone, der in diesem Cop-Movie versuchte von seinem Rambo/Rocky-Image wegzukommen. Seit 2006 ist er wieder bei „Rocky“ und „Rambo“ angekommen und drehte mit einer Action-All-Star-Besetzung mehrere „The Expendables“-Actionkracher (über Söldner, die tun, was Söldner tun). Am 21. September 2023 soll der vierte „The Expendables“-Film in den deutschen Kinos anlaufen.

James Mangolds neuer Film, der neue Indiana-Jones-Film, in dem Harrison Ford wieder die Peitsche schwingt, läuft am 29. Juni in den deutschen Kinos an.

Mit Sylvester Stallone, Robert De Niro, Harvey Keitel, Ray Liotta, Peter Berg, Michael Rapaport, Annabella Sciorra, Robert Patrick, Noah Emmerich

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Cop Land“

Wikipedia über „Cop Land“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von James Mangolds “Wolverine – Weg des Kriegers” (The Wolverine, USA 2013)

Meine Besprechung von James Mangolds „Logan – The Wolverine“ (Logan, USA 2017)

Meine Besprechung von James Mangolds „Le Mans 66: Gegen jede Chance“ (Ford v Ferrari, USA 2019)


TV-Tipp für den 13. Mai: Columbo: Étude in Schwarz

Mai 12, 2023

Sat.1 Gold, 20.15

Columbo: Etude in Schwarz (Columbo: Étude in Black, USA 1972)

Regie: Nicholas Colasanto, Peter Falk [ungenannt], John Cassavetes [ungenannt]

Drehbuch: Steven Bochco

Erfinder: Richard Levinson , William Link

Der verheiratete Stardirigent Alex Benedict will nicht auf die unverschämten Forderungen seiner Geliebten eingehen. Also bringt er sie um und tarnt es als Selbstmord. Aber Lt. Columbo mag Selbstmorde, vor allem Selbstmorde von jungen Frauen, nicht. Er sucht ihren Mörder.

Bochcos Drehbuch war für einen Emmy nominiert.

Und die Besetzung ist auch nicht schlecht.

mit Peter Falk, John Cassavetes, Blythe Danner, James Olson, Myrna Loy, Pat Morita

Wiederholung: Sonntag, 14. Mai, 00.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über „Columbo“ (deutsch, englisch)

Fernsehlexikon über “Columbo”

“Columbo”-Fanseite

Deutsche “Columbo”-Fanseite

Noch eine deutsche “Columbo”-Fanseite

TV Time Machine: Audiointerview mit Peter Falk und Mark Dawidziak

Mein Nachruf auf Peter Falk


Deutscher Filmpreis 2023: Und die Lola geht an…

Mai 12, 2023

Die diesjährigen Deutschen Filmpreise wurden vor wenigen Minuten vergeben. Die glücklichen Gewinner sind:

Bester Spielfilm

GOLD Das Lehrerzimmer (Ingo Fliess)

SILBER Im Westen nichts Neues (Malte Grunert)

BRONZE Holy Spider (Sol Bondy, Jacob Jarek)

Rheingold (Fatih Akin, Nurhan Şekerci-Porst, Herman Weigel)

Sonne und Beton (Fabian Gasmia, David Wnendt)

Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war (Janine Jackowski, Jonas Dornbach, Maren Ade)

–

Bester Dokumentarfilm

GEWINNER Elfriede Jelinek – Die Sprache von der Leine lassen (Martina Haubrich, Claudia Wohlgenannt)

Kalle Kosmonaut (Tine Kugler, Günther Kurth)

Liebe, D-Mark und Tod – Aşk, Mark ve Ölüm (Claus Reichel, Mehmet Akif Büyükatalay, Florian Schewe, Stefan Kauertz)

–

Bester Kinderfilm

GEWINNER Mission Ulja Funk (Roshanak Behesht Nedjad)

Der Räuber Hotzenplotz (Jakob Claussen, Uli Putz)

–

Beste Regie

Holy Spider (Ali Abbasi)

Im Westen nichts Neues (Edward Berger)

GEWINNER Das Lehrerzimmer (Ilker Çatak)

Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war (Sonja Heiss)

–

Bestes Drehbuch

GEWINNER Das Lehrerzimmer (Johannes Duncker, Ilker Çatak)

Meinen Hass bekommt ihr nicht (Jan Braren, Marc Blöbaum, Kilian Riedhof)

Sonne und Beton (David Wnendt, Felix Lobrecht)

–

Beste weibliche Hauptrolle

Zar Amir Ebrahimi (Holy Spider)

GEWINNER Leonie Benesch (Das Lehrerzimmer)

Sandra Hüller (Sisi & Ich)

–

Beste männliche Hauptrolle

Mehdi Bajestani (Holy Spider)

GEWINNER Felix Kammerer (Im Westen nichts Neues)

Charly Hübner (Mittagsstunde)

–

Beste weibliche Nebenrolle

Ulrike Kriener (Einfach mal was Schönes)

GEWINNER Jördis Triebel (In einem Land, das es nicht mehr gibt)

Hildegard Schmahl (Mittagsstunde)

–

Beste männliche Nebenrolle

GEWINNER Albrecht Schuch (Im Westen nichts Neues)

Clemens Schick (Servus Papa, See you in Hell)

Karl Markovics (Was man von hier aus sehen kann)

–

Beste Kamera / Bildgestaltung

GEWINNER Im Westen nichts Neues (James Friend)

Das Lehrerzimmer (Judith Kaufmann)

Sisi & Ich (Thomas W. Kiennast)

–

Bester Schnitt

Elfriede Jelinek – Die Sprache von der Leine lassen (Mechthild Barth)

Im Westen nichts Neues (Sven Budelmann)

GEWINNER Das Lehrerzimmer (Gesa Jäger)

Sonne und Beton (Andreas Wodraschke)

–

Beste Tongestaltung

GEWINNER Im Westen nichts Neues (Frank Kruse, Markus Stemler, Viktor Prášil, Lars Ginzel, Alexander Buck)

Sisi & Ich (Marco Teufen, Paul Rischer, Gregor Bonse)

Sonne und Beton (Paul Rischer, Jan Petzold)

–

Beste Filmmusik

GEWINNER Im Westen nichts Neues (Volker Bertelmann)

Das Lehrerzimmer (Marvin Miller)

Tausend Zeilen (Ralf Wengenmayr)

Wir sind dann wohl die Angehörigen (The Notwist)

–

Bestes Szenenbild

GEWINNER Im Westen nichts Neues (Christian M. Goldbeck)

The Ordinaries (Josefine Lindner, Max-Josef Schönborn)

Der vermessene Mensch (Sebastian Soukup)

–

Bestes Kostümbild

Im Westen nichts Neues (Lisy Christl)

In einem Land, das es nicht mehr gibt (Regina Tiedeken)

GEWINNER Sisi & Ich (Tanja Hausner)

–

Bestes Maskenbild

GEWINNER Im Westen nichts Neues (Heike Merker)

In einem Land, das es nicht mehr gibt (Annett Schulze, Dorit Jur, Ines Ransch)

Seneca (Julia Böhm, Friederike Schäfer)

–

Beste visuelle Effekte

GEWINNER Im Westen nichts Neues (Frank Petzold, Viktor Müller, Markus Frank)

Die Schule der magischen Tiere 2 (Dennis Rettkowski, Tomer Eshed, Markus Frank)

The Ordinaries (Johannes Blech)

–

Besucherstärkster Film

Die Schule der magischen Tiere 2

–

Ehrenpreis

Volker Schlöndorff

–

Wenig überraschend und etwas monoton:

Im Westen nichts Neues: Acht Lolas (plus zweitplatzierter in der „Bester Spielfilm“-Kategorie)

Das Lehrerzimmer: Fünf Lolas (vor allem in den Hauptkategorien Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch – und Beste weibliche Hauptrolle)

Die anderen Filme: Vier Lolas (wozu auch der beste Dokumentarfilm und der beste Kinderfilm gehören)

 


Impressionen aus Berlin

Mai 12, 2023

genaugenommen Friedrichsfelde, östlich vom Alexanderplatz, außerhalb des S-Bahn-Rings


TV-Tipp für den 12. Mai: The Purge – Die Säuberung

Mai 11, 2023

Pro7, 22,35

The Purge – Die Säuberung (The Purge, USA 2013)

Regie: James DeMonaco

Drehbuch: James DeMonaco

In den USA hat die Regierung einen jährlichen Säuberungstag („Purge-Day“) beschlossen. An dem Tag darf man, ohne dafür bestraft zu werden, Straftaten, auch Mord, begehen. Im ersten Film des erfolgreichen, satirischen und harten „The Purge“-Franchise wird erzählt, wie ein Security-Experte und seine Familie versuchen, die Nacht in ihrem Haus zu überleben.

Nicht besonders subtil in der Wahl seiner Mittel, aber spannend.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

James DeMonaco schreibt derzeit an einem sechsten „The Purge“-Film.

mit Ethan Hawke, Lena Headey, Max Burkholder, Adelaide Kane, Edwin Hodge, Rhys Wakefield, Tony Oller, Arija Bareikis, Tom Yi, Chris Mulkey, Tisha French, Dana Bunch

Wiederholung: Samstag, 13. Mai, 02.35 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Metacritic über „The Purge – Die Säuberung“

Rotten Tomatoes über „The Purge – Die Säuberung“

Wikipedia über „The Purge – Die Säuberung“ (deutsch, englisch)

Tor: Danny Bowes bespricht „The Purge – Die Säuberung“

Meine Besprechung von James DeMonacos „The Purge: Die Säuberung“ (The Purge, USA 2013)

Meine Besprechung von James DeMonacos „The Purge: Anarchy“ (The Purge: Anarchy, USA 2014)

Meine Besprechung von James DeMonacos „The Purge: Election Year“ (The Purge: Election Year, USA/Frankreich 2016)

Meine Besprechung von Gerard McMurrays „The First Purge“ (The First Purge, USA 2018)

Meine Besprechung von Everardo Valerio Gouts „The Forever Purge“ (The Forever Purge, USA 2021)


Neu im Kino/Filmkritik: „Beau is afraid“ vor seiner Mutter, der Welt – und Ari Aster

Mai 11, 2023

Beau Wassermann (Joaquin Phoenix, gewohnt überzeugend) lebt in einer Großstadt in einer heruntergekommenen Bude. Er fühlt sich von allen, unter anderem einem mysteriösem Serienkiller und einem Botschaften unter seiner Tür durchschiebendem Nachbarn, bedroht. Tabletten halten seine Paranoia halbwegs im Schach. Trotzdem ist für ihn der Gang zum gegenüberliegenden Geschäft ein lebensbedrohliches Abenteuer voller menschlicher und nichtmenschlicher Monster. Deshalb verbringt er am liebsten die Zeit in seinem abgeranztem Mini-Apartment, das nichts von seinem Reichtum verrät. Denn er stammt aus einer vermögenden Familie. Sein Vater starb bei seiner Zeugung. Seine erfolgreich das Unternehmen führende Mutter dominiert über sein Leben.

Als sie bei einem bizarren Unfall stirbt, muss er sich, quer durch das Land, auf die Reise zu ihrer Beerdigung begeben. Diese Reise wird, selbstverständlich, zu einer (weiteren) Begegnung mit seinen inneren Dämonen und einer Auseinandersetzung mit seinem Leben und seinen ziemlich alles umfassenden Ängsten. So weit, so gut, so erwartbar.

Ari Aster, der mit seinen beiden vorherigen Horrorfilmen „Hereditary“ und „Midsommar“ Kritiker begeisterte und innerhalb der Horrorfilmgemeinde ebenfalls auf viel Wohlwollen stieß, erzählt in „Beau is afraid“ ein Quasi-Road-Movie, das mehr oder weniger im Kopf des Protagonisten spielt. Der dreistündige Film gliedert sich, so das Presseheft, „in eigenständige Abschnitte, mit vier Hauptkapiteln sowie zwei zusätzlichen Sequenzen, darunter eine Rückblende auf einem Kreuzfahrtschiff, in der die Mutter-Sohn-Dynamik zementiert wird, sowie ein rätselhafte Auflösung“.

Das liest sich jetzt etwas kompliziert, aber wenn die Geschichte gut erzählt ist, fällt die darunter liegende Struktur nicht weiter auf. Sie ist dann etwas für spätere Analysen in Universitätsseminaren. Dort können dann auch alle Anspielungen analysiert werden. Schon beim Ansehen fällt diese Struktur negativ auf. Wenig unterhaltsam, oft quälend langweilig und konfus, zerbröselt „Beau is afraid“ in wenige gelungene und viele einfach langweilige Szenen, die sich teilweise endlos ohne irgendeinen Erkenntnisgewinn ziehen bis hin zu der „rätselhaften Auflösung“.

Dass Asters dritter Film kein Totaldesaster ist, liegt an den wenigen gelungenen Szenen. So ist der Anfang des Episodenfilms, der Beaus Leben in der Großstadt zeigt, grandios. Die an den „Zauberer von Oz“/“ Alice im Wunderland“ erinnernde teilanimierte Szene gefällt ebenfalls. Eigentlich alle anderen Szenen wären meistens überzeugender, wenn sie kürzer wären. Jetzt sind sie oft zu lang, zu platt oder einfach zu rätselhaft.

Mit drei Stunden ist „Beau is afraid“ mindestens eine Stunde zu lang. Denn nach dem starken Anfang wird das schwarzhumorige Drama in dem Moment, in dem Beau seine Wonung verlässt und sich auf den Weg zu seiner Mutter macht, zu einer überlangen, konfusen Ansammlung von Episoden und Notizen mit begrenztem Erkenntnisgewinn. Für Beau ist es ein weiterer Horrortrip voller Demütigungen, Erniedrigungen und panischer Fluchtversuche. Für den Zuschauer eine Geduldsprobe.

Beau is afraid (Beau is afraid, USA 2023)

Regie: Ari Aster

Drehbuch: Ari Aster

mit Joaquin Phoenix, Nathan Lane, Amy Ryan, Stephen McKinley Henderson, Hayley Squires, Denis Ménochet, Kylie Rogers, Armen Nahapetian, Zoe Lister-Jones, Parker Posey, Patti LuPone

Länge: 179 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

–

Hinweise

Englische Hompage zum Film

Moviepilot über „Beau is afraid“

Metacritic über „Beau is afraid“

Rotten Tomaotes über „Beau is afraid“

Wikipedia über „Beau is afraid“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Ari Asters „Hereditary – Das Vermächtnis“ (Hereditary, USA 2018)

Meine Besprechung von Ari Asters „Midsommar“ (Midsommar, USA 2019)

–

Ari Aster redet über „Beau is afraid“

Ari Aster redet über andere Filme


Neu im Kino/Filmkritik: „Sisu“, nicht sterben, sondern Nazis töten

Mai 11, 2023

Finnland, weit, weit, sehr weit weg von der nächsten menschlichen Ansiedlung, sucht 1944 ein Mann nach Gold. Vom Krieg will Aatami Korpi nichts mehr wissen. Dabei war der Einsiedler einer der besten Soldaten, eine Killermaschine, die noch vor dem Frühstück eine Hundertschaft Feinde tötete. Und die anderen in Todesangst versetzte. Jetzt ist er nur noch ein zurückgezogen lebender Goldsucher, der den Horizont genau beobachtet. Als er Gold, also riesige Mengen Gold, findet, kann er sein Glück nicht fassen.

Kurz darauf zieht er schwerbepackt in Richtung Zivilisation los – und trifft auf eine Trupp deutscher Soldaten. Sie lassen ihn unbehelligt weiterziehen. Denn ihr Anführer, SS-Obersturmführer Bruno Helldorf, ist überzeugt, dass in wenigen Minuten der nächste Trupp deutscher Soldaten den einsamen Reiter töten wird.

Das ist ein Irrtum.

Als Helldorf die toten Soldaten entdeckt, will er ihren Tod rächen. Der Goldsucher soll sterben. Außerdem will Helldorf Aatamis Gold behalten.

Doch so einfach, wie Helldorf sich das denkt, ist es nicht.

Und wie der Goldsucher die Nazis mit stoischer Mine tötet, ist ein großer Spaß für die Fans eines trashigen, blutigen Kriegsfilms. Aatami benutzt neben den üblichen Hieb-, Stich- und Schusswaffen auch von den Nazis verbuddelte Minen, die er, aus dem Nebel heraus, ungewöhnlich treffsicher gegen die Nazis einsetzt.

Dieser schnell eskalierende Konflikt vor malerischer Landschaft ist für Jalmari Helander die Ausgangslage für eine äußerst blutige und auch witzige Schlachtplatte, in der es darum geht, Nazis zu töten. Möglichst kreativ, blutig und zielgenau auf das Publikum zielend, das gerne einen ultrabrutalen, trashigen Kriegsfilm sehen möchte, der mehr am Erfüllen von Rachefantasien als an historischer Genauigkeit interessiert ist.

Stilistisch orientiert Helander sich bei seinem neuen Film „Sisu“ am B-Picture-Kriegsfilm der räudigen Sorte und, mehr noch, dem Italo-Western. Denn der Goldsucher ist offensichtlich ein Bruder von Django. Beide töten ähnlich stoisch Bösewichter. Und die Bösewichter sind so böse, dass sie gleich im Dutzend ermordet werden.

Am Ende wirkt „Sisu“ wie ein Geschichte, die Quentin Tarantino für „Inglorious Basterds“ schrieb und aus dem endgültigen Film herausschnitt. Nicht, weil sie schlecht ist, sondern weil der Film einfach schon zu lang war. – Das sollte als Empfehlung wirklich genügen.

Helander inszenierte vorher den blutigen Anti-Weihnachtsfilm „Rare Exports – Eine Weihnachtsgeschichte“ (2010) und den Actionfilm „Big Game – Die Jagd beginnt“ (2014).

Sisu (Sisu, Finnland 2022)

Regie: Jalmari Helander

Drehbuch: Jalmari Helander

mit Jorma Tommila, Aksel Hennie, Jack Doolan, Mimosa Willamo, Onni Tommila

Länge: 91 Minuten

FSK: ab 18 Jahre

–

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Finnische Homepage zum Film

Moviepilot über „Sisu“

Metacritic über „Sisu“

Rotten Tomatoes über „Sisu“

Wikipedia über „Sisu“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 11. Mai: Nordsee ist Mordsee

Mai 10, 2023

Eigentlich zu spät für das Zielpublikum, aber weil der Jugendfilm so selten gezeigt wird:

RBB, 23.55

Nordsee ist Mordsee (Deutschland 1976)

Regie: Hark Bohm

Drehbuch: Hark Bohm

Die Vierzehnjährigen Uwe Schiedrowsky (Uwe Enkelmann, heute bekannter als Uwe Bohm und am 8. April 2022 viel zu früh verstorben) und Dschingis Ulanow (Dschingis Bowakow) leben in einem Sozialen Wohnungsbau auf der Elbinsel Hamburg-Wilhelmsburg. Zuerst streiten sie sich. Später fahren sie auf einem selbst gebauten Schiff Richtung Nordsee.

Ein Klassiker des deutschen Films und des Jugendfilms, der damals für Kontroversen sorgte und ein Kinohit war.

Heute ist der Jugendfilm fast vergessen. Deshalb könnte die heutige Ausstrahlung, nachdem der Film seit Ewigkeiten nicht mehr im Fernsehen lief und er auch nicht mehr auf DVD erhältlich ist, für einige eine Wiederentdeckung, für andere eine Neuentdeckung sein.

Wolfgang Herrndorfs „Tschick“ und Fatih Akins Verfilmung verdanken diesem Film einiges.

Die Musik ist von Udo Lindenberg.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung, die auch die damalige Kontroverse um die Freigabe des Films beleuchtet.

mit Uwe Enkelmann, Dschingis Bowakow, Marquard Bohm, Herma Koehn, Katja Bowakow, Günter Lohmann, Corinna Schmidt, Ingrid Boje, Gerhard Stöhr, Rolf Becker

Hinweise

Filmportal über „Nordsee ist Mordsee“

Wikipedia über „Nordsee ist Mordsee“

Die Zeit: Hans C. Blumenberg über „Nordsee ist Mordsee“ (30. April 1976)

Meine Besprechung von Hark Bohms „Nordsee ist Mordsee“ (Deutschland 1976)

Meine Besprechung von Hark Bohms „Moritz, lieber Moritz“ (Deutschland 1978)


TV-Tipp für den 10. Mai: Atlantique

Mai 9, 2023

Arte, 22.40

Atlantique (Atlantique, Frankreich/Senegal/Belgien 2019)

Regie: Mati Diop

Drehbuch: Mati Diop, Olivier Demangel

In Dakar, Senegal, verliebt sich Ada, die bereits einem anderen Mann versprochen ist, in den Bauarbeiter Souleiman, der am Hochhaus „Atlantique“ arbeitet. Er stirbt bei einem Bootsunglück. Danach geschehen mysteriöse Dinge.

TV-Premiere. „Atlantique“ feierte seine Premiere im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes. Diop war die erste schwarze Regisseurin im Wettbewerb. Später reichte Senegal den Film für den Oscar in der Kategorie Bester Internationaler Film ein. Er kam auf die Shortlist.

Und die Kritik lobte das bildgewaltige, übernatürliche und gleichzeitig neorealistische Drama.

mit Traore, Mame Bineta Sané, Abdou Balde, Amadou Mbow, Aminata Kane, Fatou Sougou, Ibrahima Mbaye, Diankou Sembene

Hinweise

Arte über den Film (bis zum 8. Juni 2023 in der Mediathek)

Rotten Tomatoes über „Atlantique“

Wikipedia über „Atlantique“ (deutsch, englisch)


Cover der Woche

Mai 9, 2023

Erhielt 2010 den International Thriller Writers Award als „Best Paperback Original“


TV-Tipp für den 9. Mai: Children of Men

Mai 8, 2023

Tele 5, 20.15

Children of Men (Children of Men, USA 2006)

Regie: Alfonso Cuarón

Drehbuch: Alfonso Cuarón, Timothy J. Sexton, David Arata, Mark Fergus, Hawk Ostby

LV: P. D. James: The Children of Men, 1992 (Im Land der leeren Häuser)

2027: Seit 18 Jahren wurde weltweit kein Kind mehr geboren. Großbritannien ist ein Polizeistaat und eigentlich geht alles vor die Hunde. Da wird der desillusionierte Weltverbesserer Theo von einer Untergrundorganisation entführt. Er soll eine junge, schwangere Frau aus London in eine irgendwo außerhalb Englands liegende sichere Zone bringen. Denn das Baby darf nicht in die Hände der Regierung fallen. Auf ihrer Reise muss Theo schnell feststellen, dass er niemand vertrauen kann.

Verfilmung des S-F-Romans von P. D. James. Für den Film spricht die Darstellerriege, die Kameraarbeit (Cuarón schneidet auch in Action-Szenen extrem selten, teilweise überhaupt nicht). Gegen den Film spricht die 08/15-Story, dass diese Negativutopie ein einziges Patchwork verschiedenster, sich letztendlich wiedersprechender Negativutopien ist und dass „Children of Men“ im Gegensatz zu den großen Negativutopien deshalb eskapistisches Kino ist.

Mit Clive Owen, Julianne Moore, Chiwetel Ejiofor, Michael Caine, Danny Huston, Charlie Hunnam

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Children of Men“

Wikipedia über „Children of Men“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Alfonso Cuarón „Gravity“ (Gravity, USA/GB 2013)


Impressionen aus Berlin: Ben Aaronovitch in Berlin – und ein kurzes Gespräch mit ihm über sein neues Buch, Peter Grant und den ganzen Rest

Mai 8, 2023

„Alles begann an einem kalten Dienstag im Januar, morgens um halb zwei, als Martin Turner, Straßenkünstler und nach einengen Worten Gigolo in Ausbildung, vor der Säulenvorhalle von St. Paul’s am Covent Garden über eine Leiche stolperte.“

So beginnt Ben Aaronovitchs erster Roman mit Peter Grant. Peter Grant ist in dem Moment ein junger Police Constable bei der Metropolitan Police. Wenige Zeilen später begegnet er einem Geist. Und der Rest ist Geschichte. Denn „Die Flüsse von London“ war 2011 (in Deutschland ein Jahr später) der Auftakt für eine erfolgreiche Urban-Fantasy-Reihe um Peter Grant, Polizist und Zauberlehrling. Bis heute sind neun reguläre, sich exzellent verkaufende Romane, etliche Kurzromane, Kurzgeschichten und Comics, die sich teils auf bestimmte Figuren aus dem „Die Flüsse von London“-Universum konzentrieren, erschienen. Seit einigen Tagen gibt es außerdem ein Rollenspiel.

In den Geschichten verbindet Aaronovitch gelungen britischen Humor mit Fantasy (Geister, Hexen, Dämonen, Flußgötter, Zauberer) und einer, bis auf die Sache mit der schon erwähnten Zauberei, realistischen Kriminalgeschichte. Damit sind seine Bücher etwas für Krimi- und Fantasy-Fans.

Am Dienstag, den 2. Mai 2023, besuchte Ben Aaronovitch, zwischen Leipziger Buchmesse und weiteren Leseterminen, für eine von der Science-Fiction/Fantasy-Buchhandlung „Otherland“ zusammen mit dtv organisierten Lesung Berlin. Im bis zum letzten Sitzplatz gefüllten Ballhaus Walzerlinksgestrickt sagte Aaronovitch, er habe bereits einige weiter „Die Flüsse von London“-Geschichten geschrieben. Und er werde weitere schreiben.

Vor der Lesung sprach Ben Aaronovitch mit mir über seine beiden neuesten Romane, den neunten Peter-Grant-Roman „Die Silberkammer in der Chancery Lane“ (Amongst our Weapons) und den Kimberly-Reynolds-Kurzroman „Die schlafenden Geister des Lake Superior“ (Winter’s Gifts), Peter Grant, die von ihm geschaffene Welt und das Schreiben.

–

Zuletzt auf Deutsch erschienen (mehr Infos zu den Werken):

Ben Aaronovitch: Die schlafenden Geister des Lake Superior – Eine Kimberley-Reynolds-Story

(übersetzt von Christine Blum)

dtv, 2023

240 Seiten

11,95 Euro

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Originalausgabe (die erst in einigen Tagen erscheint)

Winter’s Gift

Orion, 2023

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Ben Aaronovitch: Die Silberkammer in der Chancery Lane

(übersetzt von Christine Blum)

dtv, 2022

416 Seiten

15,95 Euro

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Originalausgabe

Amongst our Weapons

Gollancz, London 2022

 

Ben Aaronovitch (Schöpfer)/Celeste Bronfman (Story)/Andrew Cartmel (Skript-Lektorat)/José María Beroy (Zeichnungen): Die Flüsse von London: Und wenn sie nicht gestorben sind… (Band 10)

(übersetzt von Kerstin Fricke)

Panini, 2023

116 Seiten

17 Euro

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Originalausgabe

Rivers of London: Deadly ever after

Titan Comics, Januar 2023

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Ben Aaronovitch (Story)/Andrew Cartmel (Story)/José María Beroy (Zeichnungen): Die Flüsse von London: Ein mieser Montag (Band 9)

(übersetzt von Kerstin Fricke)

Panini, 2022

116 Seiten

17 Euro

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Originalausgabe

Rivers of London: Monday, Monday

Titan Comics, November 2021

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Hinweise

Homepage von Ben Aaronovitch

Blog von Ben Aaronovitch

dtv über Ben Aaronovitch

Blog von Andrew Cartmel

Wikipedia über Ben Aaronovitch (deutsch, englisch) und Andrew Cartmel

Meine Besprechung von Ben Aaronovitchs „Schwarzer Mond über Soho“ (Moon over Soho, 2011)

Mein Besprechung von Ben Aaronivitchs „Geister auf der Metropolitan Line“ (The furthest station, 2017)

Meine Besprechung von Ben Aaronovitch/Andrew Cartmel/Lee Sullivan/Luis Guerreros „Die Flüsse von London: Autowahn“ (Rivers of London: Body Work, 2016)

Meine Besprechung von Ben Aaronovitch/Andrew Cartmel/Lee Sullivan/Luis Guerreros „Die Flüsse von London – Die Nachthexe“ (Rivers of London: Night Witch, 2016)

Meine Besprechung von Ben Aaronovitch/Andrew Cartmel/Lee Sullivan/Luis Guerrero/Paulina Vassilevas „Die Flüsse von London: Wassergras (Band 6)“ (Rivers of London: Water Weed, 2018)

Meine Besprechung von Ben Aaronovitch/Andrew Cartmel/Brian Williamson/Stefani Rennes „Die Flüsse von London: Mit Abstand! (Band 7)“ (Rivers of London: Action at Distance, 2020)

Meine Besprechung von Ben Aaronovitch/Andrew Cartmel/Christoper Jones/Marco Leskos „Doctor Who – Der siebte Doctor: Tanz auf dem Vulkan“ (Doctor Who – The Seventh Doctor: Operation Volcano, 2018)

Meine Besprechung von Ben Aaronovitch/Andrew Cartmel/Lee Sullivan/Mariano Laclaustras „Die Flüsse von London: Motoren, Magie und Märchen! (Band 8)“ (Rivers of London: The Fey and The Furious, 2020)

 

Meine Ankündigung der Lesung mit Besprechungen von:

Ben Aaronovitchs „Die schlafenden Geister des Lake Superior – Eine Kimberley-Reynolds-Story“ (Winter’s Gift, 2023)

Ben Aaronovitchs „Die Silberkammer in der Chancery Lane“ (Amongst our Weapons, 2022)

Ben Aaronovitch (Schöpfer)/Celeste Bronfman (Story)/Andrew Cartmel (Skript-Lektorat)/José María Beroy (Zeichnungen) „Die Flüsse von London: Und wenn sie nicht gestorben sind… (Band 10)“ (Rivers of London: Deadly ever after, 2023)

Ben Aaronovitch (Story)/Andrew Cartmel (Story)/José María Beroy (Zeichnungen) „Die Flüsse von London: Ein mieser Montag (Band 9)“ (Rivers of London: Monday, Monday, 2021)


TV-Tipp für den 8. Mai: Queimada – Insel des Schreckens

Mai 7, 2023

Arte, 21.55

Queimada – Insel des Schreckens (Queimada, Italien 1969)

Regie: Gillo Pontecorvo

Drehbuch: Franco Solinas, Giorgio Arlorio (nach einer Geschichte von Franco Solinas, Giorgio Arlorio und Gillo Pontecorvo [ungenannt])

Auf der im 19. Jahrhundert unter portugiesischer Herrschaft stehenden Insel Queimada wird Zuckerrohr angebaut. Die Engländer wollen diesen ökonomisch wertvollen Rohstoff haben. Sie schicken Sir William Walker (Marlon Brando) auf die Insel. Er soll einen Aufstand der Sklaven organisieren.

Ein selten gezeigtes Drama, das ursprünglich als Film mit einer klaren Botschaft gemeint war, aber während der Dreharbeiten im Chaos versank. Am Ende musste Brando dem Produzenten Alberto Grimaldi 750.000 Dollar Schadenersatz zahlen. An der Kinokasse floppte der Film. Während zeitgenössische und ältere Kritiken überschaubar begeistert waren, sind neuere Kritiken deutlich positiver. Bei Rotten Tomatoes kommt die Anklage gegen den Kolonialismus so auf einen Frischegrad von 86 Prozent.

Pontecorvo bezeichnete seinen Film „als einen Versuch (…) eine Synthese des romantischen Abenteuerfilms und des politischen Thesenfilms zu schaffen.“ (zitiert nach Tony Thomas: Marlon Brando und seine Filme)

Pontecorvo inszenierte davor „Schlacht um Algier“ (La Battaglia di Algeri, 1966).

mit Marlon Brando, Evaristo Márquez, Norman Hill, Renato Salvatori, Dana Ghia, Valeria Ferran Wanani

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Queimada“

Wikipedia über „Queimada“ (deutsch, englisch)


Die Krimibestenliste Mai 2023

Mai 7, 2023

Auf der jeden Monat von Deutschlandfunk Kultur präsentierten, dort aktuell nicht auffindbaren Krimibestenliste stehen im Mai folgende aus Sicht der Jury lesenswerten Krimis:

1 (2) James Kestrel: Fünf Winter

Aus dem Englischen von Stefan Lux

Suhrkamp, 499 Seiten, 20 Euro

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2 (1) Percival Everett: Die Bäume

Aus dem Englischen von Nikolaus Stingl

Hanser, 365 Seiten, 26 Euro

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3 (3) Deepti Kapoor: Zeit der Schuld

Aus dem Englischen von Astrid Finke

Blessing, 686 Seiten, 28 Euro

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4 (–) Kim Koplin: Die Guten und die Toten

Suhrkamp, 255 Seiten, 16 Euro

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5 (4) Mathijs Deen: Der Taucher

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke

mare, 318 Seiten, 22 Euro

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6 (–) John Brownlow: Seventeen

Aus dem Englischen von Stefan Lux

Rowohlt, 396 Seiten, 13 Euro

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7 (–) Jochen Rausch: Im toten Winkel

Piper, 300 Seiten, 24 Euro

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8 (–) J. Todd Scott: Weiße Sonne

Aus dem Englischen von von Harriet Fricke

Polar, 496 Seiten, 27 Euro

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9 (6) Riku Onda: Fische, die in Sonnensprenkeln schwimmen

Aus dem Japanischen von Nora Bartels

Atrium, 240 Seiten, 22 Euro

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10 (8) Jérôme Leroy: Die letzten Tage der Raubtiere

Aus dem Französischen von Cornelia Wend

Edition Nautilus, 396 Seiten, 24 Euro

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In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.


TV-Tipp für den 7. Mai: Der Todesrächer von Soho

Mai 6, 2023

Warum Filmkunst gucken, wenn es solche Perlen gibt?

Servus TV, 20.15

Der Todesrächer von Soho (El muerto hace las maletas, Deutschland/Spanien 1972)

Regie: Jess Frank (eigentlich Jesus Franco, bekannter als Jess Franco)

Drehbuch: Art Bernd, Jess Frank

LV: Bryan Edgar Wallace: Death packs a Suitcase, 1961 (Der Tod packt seinen Koffer; andere Quellen nennen „The Corpse Packs His Bags“, aber über dieses Werk sind keine weiteren Angaben auffindbar; einige nennen eine ungenannte Kurzgeschichte von Bryan Edgar Wallace als Vorlage, aber in Wirklichkeit wurde wahrscheinlich nur der Name Wallace für die Werbung benutzt)

In London ermitteln ein Polizist und ein Krimiautor gemeinsam in einer Mordserie. Die Spur führt ins Rauschgiftmilieu.

Nun, Herr Franco liefert die vertraute Qualität – und Arthur Brauner (der als Art Bernd auch am Drehbuch mitschrieb) schloß als Produzent das Kapitel „Wallace“ ab.

Die Musik schrieb Rolf Kühn.

Mit Fred Williams, Horst Tappert, Barbara Rütting, Wolfgang Kieling, Rainer Basedow, Elisa Montes, Siegfried Schürenberg

Wiederholung: Montag, 8. Mai, 00.40 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Filmportal über „Der Todesrächer von Soho“

Wikipedia über „Der Todesrächer von Soho“ und über Jess Franco (deutsch, englisch)

Kriminalakte: Mein Nachruf auf Jess Franco

Meine Besprechung von Jess Francos „Jack the Ripper – Der Dirnenmörder von London“ (Jack, the Ripper, Deutschland/Schweiz 1976)

Meine Besprechung von Jess Francos „Downtown – Die nackten Puppen der Unterwelt“ (Schweiz 1975)

Meine Besprechung von Jess Francos „Voodoo Passion – Ruf der blonden Göttin“ (Schweiz 1977)

Meine Besprechung von Jess Francos „Frauen für Zellenblock 9“ (Schweiz 1977)

Meine Besprechung von Jess Francos „Ilsa – The Mad Butcher“ (Schweiz/Deutschland/USA 1977)

Meine Besprechung von Jess Francos „Die teuflischen Schwestern – Sexy Sisters“ (Schweiz 1977)

Meine Besprechung von Jess Francos „Wicked Women – Das Haus der mannstollen Frauen“ (Schweiz 1977)


TV-Tipp für den 6. Mai: The Raid

Mai 5, 2023

RTL II, 23.00

The Raid (The Raid, Indonesien/USA 2011)

Regie: Gareth Evans

Drehbuch: Gareth Evans

Jakarta: in einem Hochhaus soll eine Polizeieinheit einen Drogenboss verhaften. Schnell entbrennt ein spielfilmlanger Kampf auf Leben und Tod.

Ein grandioses Actionfeuerwerk mit einer minimalen, keine Wünsche offen lassenden Geschichte.

Mehr in meiner Filmbesprechung.

mit Iko Uwais, Ray Sahetapy, Joe Taslim, Donny Alamshya, Yayan Ruhian, Pierre Gruno

Hinweise

Metacritic über „The Raid“

Rotten Tomatoes über „The Raid“

Wikipedia über „The Raid“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Gareth Evans’ „The Raid“ (The Raid, Indonesien/USA 2011)

Meine Besprechung von Gareth Evans‘ „The Raid 2“ (The Raid 2, Indonesien/USA 2014)